Klima-Alarmisten heulen auf, nachdem die EPA die „Gefährdungsfeststellung“ widerrufen hat.

Paul Driessen

Wird die wachsende Wut über das Chaos in den Bereichen Energie, Wirtschaft und Einwanderung den Selbstmord Großbritanniens und der EU verhindern?

„Was nicht ewig so weitergehen kann, wird irgendwann aufhören“, stellte der Ökonom Herb Stein oft fest.

„Kommt, Abgeordnete und Ministerpräsidenten, bitte beherzigt den Ruf“, könnte Bob Dylan über Europa singen. „Steht nicht in der Tür. Versperrt nicht den Flur … Denn die Zeiten ändern sich.“

Oder zumindest könnten sie sich ändern – nicht nur in Europa, sondern weltweit.

Hier schreibt der Autor ziemlich lang über die Einwanderungsprobleme. Weil das nicht zum Themen-Portfolio des EIKE gehört, wird es hier nicht übersetzt. Interessant ist aber der Blick des Autors von außen auf die Energiepolitik in Europa. A. d. Übers.

Natürlich ist die Einwanderung bei weitem nicht die einzige Ursache für Unruhen, auch wenn mehr Einwanderer mehr Reisen, einen höheren Energie- und Lebensmittelverbrauch sowie den Bau weiterer Wohnungen bedeuten – was alles zur angeblichen „Klimakrise“ beiträgt … und zu steigenden Preisen für all diese lebensnotwendigen Güter.

Das eigentliche Problem ist jedoch, dass die aus dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (und der Kernenergie) basierende Energiepolitik die Heiz- und Strompreise auf den höchsten Stand weltweit getrieben, die europäische Wirtschaft lahmgelegt, Millionen von Arbeitsplätzen gekostet, ganze Industriezweige in Länder mit billiger Energie und billigen Arbeitskräften verlagert, Tausende Menschen das Leben gekostet hat, die es sich nicht leisten konnten, ihre Wohnungen angemessen zu heizen oder zu kühlen, und einfach nicht funktioniert. Tatsächlich können es sich 47 Millionen Menschen – mehr als 10 % der europäischen Bevölkerung – nicht leisten, ihre Wohnungen zu heizen.

Die EU-Politik hat zudem dazu geführt, dass Millionen Acres mit Lebensräume zerstörenden Solaranlagen sowie Vögel und Fledermäuse tötenden Windkraftanlagen nebst endlosen Stromleitungen überzogen worden sind.

In Anbetracht dessen, was jenseits des Atlantiks geschieht [= in Europa, A. d. Übers.], hat Präsident Trump die Vereinigten Staaten aus den UN-Klimagremien, dem Pariser Klimaabkommen, den jährlichen Klimakonferenzen, den Netto-Null-Maßnahmen und der Endangerment Finding“-Verordnung aus der Obama-Ära zurückgezogen.

Die meisten europäischen Staats- und Regierungschefs halten weiterhin hartnäckig am Kampf gegen den Klimawandel fest, vollziehen den katastrophalen Übergang zu teurer, stark subventionierter und wetterabhängiger Wind- und Solarenergie und wollen mit „gutem Beispiel“ vorangehen, um „den Planeten zu retten“ganz gleich, wie sich dies auf ihre Wähler auswirkt, wie wütend und aufbegehrend diese geworden sind oder wie bedeutungslos ihr „Beispiel“ ist.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

In Schwellen- und Entwicklungsländern auf der ganzen Welt besteht die einzige spürbare Energiewende darin, von Holz und Dung auf Öl, Gas, Kohle und (kleine modulare) Kernkraftwerke umzusteigen. Diese Länder wollen reichlich vorhandenen, zuverlässigen und erschwinglichen Strom sowie die Häuser, Autos, den Lebensstandard, die Schulen, Fabriken, sauberes Wasser, nahrhafte Lebensmittel, Klimaanlagen, Herde und Öfen, die wir in den USA genießen.

Sie wollen dem Elend, den Krankheiten und dem frühen Tod ein Ende setzen, unter denen ihre Bevölkerung noch immer leidet.

Sie wissen, dass China jede Woche neue Kohlekraftwerke baut und dass China und Indien zusammen mittlerweile ein Drittel aller weltweiten „Kohlenstoff“-Emissionen (Kohlendioxid als Pflanzennahrung) verursachen.

Die Teilnehmer der gerade zu Ende gegangenen SB64-Klimakonferenz und der bevorstehenden COP31-Veranstaltung haben kein Interesse daran, „klare, messbare Ziele“ durch „gemeinsame Verantwortung, enge Zusammenarbeit und entschlossene Umsetzung“ mittels „Investitionen“ in die neue „globale grüne Wirtschaft“ in „sofortige Maßnahmen“ umzusetzen.

Sie nehmen daran teil, um ihre Forderungen nach „Wiedergutmachungszahlungen“ in Höhe von Billionen Dollar für angebliche „Klimaschäden“ durch Industrienationen voranzutreiben – und um das Recht einzufordern, sich so zu entwickeln, wie sie es für richtig halten, und nicht so, wie es ihnen die UNO und die EU vorschreiben. Es ist unwahrscheinlich, dass sie mehr als einen Almosen an Wiedergutmachung erhalten werden, aber sie werden ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Trotz der Bemühungen der EU und Großbritanniens, den Zugang zu allen außer „genehmigten“ und „korrekten“ Informationen zu blockieren, werden sich die einheimischen armen und noch erwerbstätigen Schichten Europas all dessen zunehmend bewusst. Die Kosten durch Einwanderer und die von ihnen begangene Kriminalität mögen die unmittelbarsten und offensichtlichsten Brennpunkte sein. Doch auch eine destruktive Energiepolitik sorgt für Unruhe.

Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen kann noch so lange COP-Plauderstunden veranstalten, bis die Kühe nach Hause kommen. Doch diese Veranstaltungen, die UNO und die EU selbst sowie die endlosen pseudowissenschaftlichen Behauptungen und Panikmache, die sie verbreiten, verlieren zunehmend an Bedeutung.

Die Bevölkerung wird immer unruhiger, widerspenstiger, empört über ihre herrschenden Klassen und bereit, das derzeitige autoritäre System abzulösen. Der Status quo kann nicht ewig so weitergehen.

Die Ordnung bröckelt zusehends. Wer jetzt an erster Stelle steht, wird später der Letzte sein. Denn die Zeiten könnten sich ändern.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books, reports and articles on energy, environmental, climate and human rights issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/03/the-times-may-be-a-changin/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE