Kältereport Nr. 27 /2026
Meldungen vom 29. Juni 2026:
Grönland: Immer noch Oberflächen-Eiszuwachs
Die Schmelzsaison in Grönland gehorcht weiterhin nicht dem Alarmisten-Drehbuch..
Der jüngste Bericht des DMI vom 28. Juni zeigt erneut beeindruckende Zuwächse bei der Oberflächenmassenbilanz im gesamten südlichen und südöstlichen Landesinneren.
Die kumulierte SMB dieser Saison liegt bei fast 600 Gt – ein für Ende Juni sehr hoher Wert, der über dem Mittelwert von 1981–2010 liegt:
Für 2025–26 wird eine Fortsetzung des jüngsten Erholungstrends erwartet, der in den jährlichen Gesamt-Massenbilanzdaten von GRACE zu beobachten ist:

Graphik: Jährliche Gesamt-Massenbilanz des grönländischen Eisschilds, ermittelt anhand der GRACE-/GRACE-FO-Satelliten. Die Gesamtbilanz erholt sich.
Auch die allgemeine polare Wetterlage bleibt ungünstig.
In der Inneren Arktis hat die Schmelzsaison historisch kalt begonnen, mit Temperaturen, die durchweg am unteren Ende des DMI-Bereichs liegen. Das Innere der Antarktis hingegen bleibt in brutaler Winterkälte gefangen, wobei es am Südpol kürzlich wieder unter -70 °C kalt geworden ist.
Ende Juni. Kalender-Sommer. Grönland nimmt weiterhin an Oberflächenmasse zu.
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USA: Juni-Kälterekorde von Illinois bis an die Westküste
Ende Juni erfolgt in weiten Teilen der USA erneut einen Kälteeinbruch, und bereits jetzt fallen Rekorde.
Am vergangenen Freitag verzeichnete Illinois gleich drei Rekord-Tiefstwerte für Höchsttemperaturen. In Lincoln wurden nur 20 °C gemessen, womit der Rekord von 21,1 °C aus den Jahren 1938 und 1926 gebrochen wurde. Peoria erreichte erneut sein Rekord-Tief von 20°C, das zuletzt 1968 gemessen worden war. Springfield erreichte erneut seinen Rekord von 21,7 °C aus den Jahren 1883 und 1926.
Dann breitete sich die Kälte nach Westen aus.
Am Flughafen Dillon in Montana lag die Höchsttemperatur am 28. Juni bei gerade einmal 7,2 °C. Nach Angaben des NWS ist dies ein Rekordtief für diese Tageszeit, das den bisherigen Höchstwert von 13,9 °C aus dem Jahr 1959 deutlich unterbietet (die Aufzeichnungen begannen hier im Jahr 1929).
In Burns, Oregon, sank die Temperatur am gleichen Morgen auf 0,6 °C und erreichte damit den 1947 aufgestellten Wert.
Dieses Wetterphänomen ist noch lange nicht vorbei. Die gleiche Wetterlage setzt sich forzt. Laut NWS Boise liegen die Temperaturen im Südwesten von Idaho und im Osten von Oregon ~7°C unter dem Durchschnitt, wobei in den zentralen Bergen oberhalb von 2200 m etwa 8 cm Schnee fallen könnten. Pocatello meldet bereits Schnee bis auf 2100 m, wobei oberhalb der Pässe weiterer Schneefall und in den Tälern Frost- bzw. Gefrierbedingungen vorhergesagt werden.
Die Kälte reicht weit über den Nordwesten hinaus. Die Dienststelle in Phoenix bezeichnet die Wetterlage Ende Juni als ungewöhnlich kühl, mit Höhen in den mittleren Schichten nahe dem 3. bis 10. Perzentil der Klimatologie und Höchsttemperaturen in der Wüste, die ~5°C unter dem Normalwert liegen.

GFS 2m Temperatur-Anomalien (°C) am 29. Juni [tropicaltidbits.com]
Weiter nördlich befindet sich auch Alaska in dieser Wetterlage. Der NWS Fairbanks meldet eine Kaltfront, Schnee in den höheren Lagen der Brooks- und Alaska-Gebirgsketten, eine Warnung vor Schnee und Eisregen in der Nähe der Beaufort-Küste sowie kälteres, unbeständiges Wetter, das mindestens bis zum Ende der Woche anhalten wird.
Westeuropa hat mit einer Hitzeglocke zu kämpfen. Im amerikanischen Westen gibt es im Juni Schnee, Frost und insgesamt starke negative Abweichungen von der Norm.
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Meldungen vom 30. Juni 2026:
Grönland: Schneezuwachs nähert sich Rekordwerten
Grönland macht einfach weiter wie bisher.
Die Aktualisierung des DMI vom 29. Juni zeigt, dass die Eiskappe auch tief in der Schmelzsaison hinein weiterhin an Masse zunimmt, mit weiterem Zuwachs im Südosten, Süden und Nordwesten des Landesinneren:
Die tägliche SMB-Linie durchbricht gerade die Obergrenze der Kursspanne von Ende Juni und verzeichnet dabei den für diese Jahreszeit offenbar größten Zuwachs seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958:
Infolgedessen beeindruckt auch der kumulierte SMB-Wert der Saison weiterhin und tendiert weiter nach oben, obwohl der Juli bereits vor der Tür steht:
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USA: Kälte im Westen
Hier ist noch ein Beispiel für die Rubrik „Schneefälle gehören der Vergangenheit an“.
Sechsundzwanzig Jahre nach diesem berühmt-berüchtigten Satz von David Viner gibt es in Montana zwei Tage vor Juli beträchtliche Schneefälle.
Am 29. Juni fiel in Montana Schnee, während sich die Sommerschlagzeilen auf die Hitze im Osten konzentrierten. Eine landesweite RTMA-Übersicht zeigte jedoch, dass die Temperaturen in den Lower 48 am Montagabend insgesamt ~0,7°C unter dem Normalwert lagen, wobei die Kälte im Westen die Erwärmung im Osten überkompensierte.
Auch im Bereich dieser violetten Farbe auf der Karte brachen Rekorde.
Nach der Vielzahl an gebrochenen Rekorden seit vergangenem Freitag kam am 28. Juni Anaheim in Kalifornien hinzu, wo 23°C gemessen wurden und damit der bisherige niedrigste Höchstwert von 24°C aus dem Jahr 2010 (Aufzeichnungen seit 1989) gebrochen wurde; San Jacinto, Kalifornien, wo die Höchsttemperatur bei gerade einmal 26°C lag und damit die 27°C aus dem Jahr 2020 unterbot (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1948 zurück); sowie Ramona, Kalifornien, wo die Höchsttemperatur mit 23°C dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 1991 entsprach (Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1974 zurück).
Am 29. Juni kam dann der Flughafen Ely in Nevada hinzu, wo die Temperatur auf -3°C fiel und damit den alten Rekord von -1°C aus dem Jahr 1968 (Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1893 zurück) brach, während es in Anaheim erneut kalt blieb und die Stadt mit 24°C ihren niedrigsten Höchstwert für den 29. Juni einstellte.
Schnee, Frost und Rekordkälte – in den letzten Tagen des Juni.
Aber die Hitze steht im Rampenlicht. Die Hitze ist eine Nachricht. Die Kälte ist einfach nur Wetter. Wir kennen das Drehbuch.
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Meldungen vom 1. Juli 2026:
Der sehr kalte Juni in der Antarktis
In der Antarktis herrscht seit Wochen ungewöhnlich kaltes Wetter. Wie erwartet schlägt sich dies in den Durchschnittswerten für Juni nieder.
Der vorläufige Monatsdurchschnitt an der Amundsen-Scott-Südpolstation lag bei -60,2 °C und damit rund 2,1 °C unter dem Juni-Durchschnitt; es war der kälteste Juni an dieser Station seit 2021. Zudem war es der kälteste Monat am Südpol seit Juli 2022.
Der Juni 2021 war Teil des kältesten jemals an der Südpolstation gemessenen Zeitraums von April bis September (Daten seit 1957) – der „kernlosen Winterzeit“ der dunklen Jahreszeit, in der die Sonne nicht aufgeht.
Zum Vergleich: Der kälteste Juni, der jemals am Südpol gemessen wurde, war der Jahrgang 2003 mit -64,3 °C. Doch diese -60,2 °C liegen immer noch deutlich unter dem Normalwert, sind selbst für Südpol-Verhältnisse beißend kalt und folgen auf anhaltende Kälteeinbrüche, darunter ein Tiefstwert von -73,6 °C am 16. Juni.
Während die Schlagzeilen Anfang des Monats einem Hauch von Wärme entlang der Antarktischen Halbinsel nachjagten, zeigte der Südpol das wahre Bild des Kontinents. Die monatlichen Berichte aus Wostok und Concordia folgen – auch dort wird es voraussichtlich ungewöhnlich kalt sein.
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USA: Weitere Kälterekorde im Westen
Diese Kälte aus dem Westen hielt bis in die letzten Stunden des Juni an.
Am 30. Juni wurde Alpine (Kalifornien) in die Rekordliste aufgenommen, wo die Höchsttemperatur bei nur 23°C lag und damit den niedrigsten Höchstwert aus dem Jahr 2004 einstellte (Aufzeichnungen seit 1951); außerdem wurde der Palomar Mountain hinzugefügt, der nur 19°C erreichte und damit den alten Rekord von 21°C aus dem Jahr 1992 unterbot (Aufzeichnungen seit 1901); Palm Springs, wo nur 28°C gemessen wurden, womit die Marke von 31°C aus dem Jahr 1982 unterboten wurde (Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1893 zurück); sowie Indio, das mit 36°C seinen kältesten 30. Juni seit 1949 einstellte (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1894 zurück).
Das sind natürlich Temperaturwerte, die man nicht mit den Werten hierzulande vergleichen darf. Wechselhafte Witterung wie bei uns gibt es dort im Sommer nicht, und die Spanne zwischen den Extremen ist viel geringer als bei uns. A. d. Übers.
Die weitreichende Kältewelle hatte bereits im gesamten Westen und in den High Plains für Rekorde gesorgt, unter anderem in Paso Robles, Burns, am Flughafen Eureka, am Lake Yellowstone, in Utqiaġvik/Barrow, in Livingston, am Flughafen Dillon, am Flughafen Challis, an der Stanley Ranger Station, in Missoula, Butte, Big Piney, Laramie und South Lake Tahoe – ein Gebiet, das sich von Kalifornien und Oregon über Nevada, Idaho, Montana und Wyoming bis hinauf nach Nordalaska erstreckt.
Ende Juni.
Kalendersommer.
Rekordtiefsttemperaturen und Schneefall in den Hochlagen im gesamten Westen – in Montana musste man sich bis in den Juli hinein aus bis zu 50 cm Schnee herausgraben.
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Meldungen vom 2. Juli 2026:
Chile: Extreme Kälte und Frostwarnungen
Die chilenische Wetterbehörde (Dirección Meteorológica de Chile) gab Warnungen und Hinweise vor einer Reihe von „heladas intensas“ – starken Frösten – heraus, da es im Bereich eines Hochdruckgebietes sehr kalt wurde.
In Los Lagos lagen die Temperaturen in der Cordillera Austral und in Patagonien Subandina am 1. Juli bereits bei fast -10 °C, wobei noch tiefere Werte zu erwarten sind. In Aysén waren die Werte sogar noch extremer: Hier wurden bis zu -15 °C gemessen.
Die DMC-Messwerte vom 1. Juli zeigen ungewöhnliche Kälte im zentralen und südlichen Teil des Landes: Balmaceda bis auf –14 °C, Villa O’Higgins bis auf –8,2 °C, Mirador Marchant –7,4 °C, Futaleufú -6 °C, Puerto Aysén -5,7 °C und am Flughafen El Tepual in Puerto Montt -3,6 °C.
Die Kälte reichte auch weit nach Norden. Im Umkreis des Santiago-Beckens und in den zentralen Tälern fiel die Temperatur in Curacaví auf ungewöhnliche -4,7 °C, auf der Hacienda Chorombo auf -4,3 °C, in Talagante auf -3,1 °C, in El Paico und Pudahuel bei Santiago auf -2,4 °C.
Jenseits der Anden galt auch in Argentinien eine Warnung vor extremer Kälte; die Warnung des SMN betraf am 2. Juli mindestens 18 Provinzen. Auch in Uruguay begann der Monat mit einer weit verbreiteten Frostgefahr und prognostizierten Tiefsttemperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt.
Südamerika ist mit Frostwarnungen und einem kontinentweiten Kälteeinbruch in den Juli gestartet.
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Australien: Schnee in den dortigen Alpen
In den Australischen Alpen hat der Winter nun endlich Einzug gehalten.
Am Donnerstag lag am Mount Hotham nach einem heftigen Schneefall in der Nacht mindestens 7 cm Neuschnee. Falls Creek und Perisher meldeten ähnliche Nueschneemengen, wobei im Tal eine dünne Schneeschicht lag und weiterer Schneefall erwartet wurde.
Die Skisaison in den australischen Alpen hat fast ohne Schnee in den Juli begonnen.
Nun hat sich das Bild gewendet.
Die Vorhersage für Hotham verspricht Schnee, stürmische Winde und sehr niedrige Tageshöchsttemperaturen, wobei am Freitag voraussichtlich weitere 20 cm fallen werden. Falls Creek und Perisher erwarten für Freitag ähnliche Schneefälle, wobei der BOM vor „sehr hoher Schneewahrscheinlichkeit“ warnt.
Die australischen Alpen erwachen endlich – in den nächsten 24 bis 48 Stunden könnten sich ordentliche Schneemengen ansammeln, die eine solide Schneedecke bilden.
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Japan: Auch dort starker Kaltlufteinbruch
Im Hochland von Iwate hat der Juli so kalt begonnen, dass die lokalen Wetterrekorde neu geschrieben werden mussten.
In Sawauchi in Nishiwaga sank die Temperatur am 1. Juli um 4:34 Uhr morgens auf 10,3 °C und stellte damit einen neuen Rekord für die niedrigste Temperatur im Juli auf.
In den Höhenlagen von Iwate zeigen die offiziellen Messwerte für Kuzakai 10,2 °C, für Yabukawa 11,9 °C, in Yuda 13,3 °C, in Kuzumaki 13,8 °C und in Okunakayama 13,9 °C – ein ausgedehntes Gebiet mit ungewöhnlich kalter Luft.
Diese Wetterlage führte auch anderswo zu niedrigeren Tageswerten.
Ein nationaler Überblick vom 1. Juli stellt fest, dass im Norden von Hokkaido, im Süden von Kinki, in Chugoku und auf Shikoku die Höchsttemperaturen durchweg unter dem Normalwert blieben, wobei kalte Luft den Norden von Hokkaido beeinflusste und Wolken sowie Regen die Temperaturen weiter südlich niedrig hielten.
Die offizielle Sommerprognose für Japan sagt Hitze voraus, doch das Wetter Anfang Juli verläuft für viele noch nicht nach Plan.
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USA: Kälterekorde in Kalifornien akkumulieren
Kalifornien startete im Juli mit einer weiteren Serie von Tages-Kälterekorden.
Am 1. Juli erreichte Anaheim nur 23°C und unterbot damit seinen bisherigen Rekord für die niedrigste Höchsttemperatur von 25°C aus dem Jahr 1992. In San Jacinto lag die Höchsttemperatur bei lediglich 28°C und übertraf damit die 30°C aus dem Jahr 2020 (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1948 zurück). Und am Palomar Mountain wurden lediglich 22°C gemessen, womit der Wert von 23°C aus dem Jahr 1955 (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1901 zurück) knapp unterboten wurde.
Diese drei neuen kalifornischen Rekorde folgen auf zehn weitere, die allein zwischen dem 28. und 30. Juni verzeichnet worden sind – neun Rekordtiefstwerte in Südkalifornien sowie ein gebrochener Rekord für die niedrigste Tiefsttemperatur am Flughafen Paso Robles.
Zählt man die Werte vom 1. Juli hinzu, hat Kalifornien innerhalb von vier Tagen 13 offizielle Kälterekorde verzeichnet.
Die Hitze im Bundesstaat sorgt sofort für Schlagzeilen. Eine Rekord-Kältewelle im Sommer (mit Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1893 zurückreichen) stößt hingegen auf wenig Interesse.
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Meldungen vom 3. Juli 2026:
Japan: Kälte erreicht Hokkaido
Der kühle Start in den Juli in Japan beschränkte sich nicht nur auf Iwate.
Bis zum 3. Juli hatte sich die Kälet bis nach Hokkaido ausgebreitet, wo die offiziellen Messwerte der JMA in den niedrigen einstelligen Bereich fielen. In Numakawa sank die Temperatur auf 5,3 °C, in Nosappu auf 6,3 °C, in Koetoi auf 6,4 °C, in Kamishihoro auf 6,7 °C und in Nemuro auf 6,9 °C.
In Motodomari auf der Insel Rishiri sank die Temperatur am Freitag um 3:30 Uhr morgens auf 7 °C und brach damit den im Juli 2015 aufgestellten Tiefstwert von 7,3 °C – 5,6 K unter dem für diesen Tag üblichen Normalwert.
Auch tagsüber hielt sich die Wärme in Grenzen. In Shibetsu wurden nur 12,7 °C gemessen, in Sakatamachi 13,4 °C, in Nemuro 13,5 °C und in Chippomanai 14 °C, sodass in weiten Teilen des östlichen und nördlichen Hokkaido eher ein kühles Frühsommergefühl herrschte als typisches Juliwetter.
Weiter südlich war es in Tokio ebenfalls kaum heiß. Am 2. Juli erreichte die Hauptstadt gerade einmal 22,7 °C, wobei die JMA Regen, Nieselregen und null Sonnenstunden verzeichnete.
Japans offizielle Saisonprognose geht weiterhin von insgesamt hohen Temperaturen aus. In den ersten Julitagen war jedoch das Gegenteil der Fall.
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Südamerika: Extreme Kälte; ungewöhnlicher Schneefall bis an die Küsten
Antarktische Luft in Südamerika bis weit nach Norden ausgebreitet.
Der argentinische Wetterdienst SMN meldete Temperaturen unter 0 °C in 31 Städten, während die Kaltfront auch den Norden und Osten des Kontinents erreichte.
In Maquinchao in der Provinz Río Negro sank die Temperatur am 2. Juli auf –14,2 °C. In Esquel fiel die Temperatur auf –8,4 °C. In El Bolsón wurden -8 °C gemessen, in Neuquén -7,8 °C, in Uspallata -7,2 °C, in Perito Moreno -7 °C, in Puerto Madryn -6,9 °C, in Cipolletti -6,8 °C, in Victorica -6,1 °C und in Trelew -5,6 °C.
Seltener Schneefall erreichte sogar die Provinz Buenos Aires.
In Mar del Plata an der argentinischen Atlantikküste wurden Schneeflocken und Graupel gemeldet, als die Kälte bis auf Meereshöhe vordrang. Die lokale Geschichte zeigt, wie selten das ist. Die dokumentierten Schneefälle in der Stadt stammen aus den Jahren 1910, 1918, 1975, 1991, 2004 und nun 2026.
Auch Chile war betroffen.
Die Dirección Meteorológica de Chile verzeichnete -10,3 °C in Balmaceda, -5,6 °C in Valdivia/Pichoy und -4,4 °C in Chillán, um nur drei Orte zu nennen. Weiter südlich sank die Temperatur in Coyhaique/Teniente Vidal auf –7,6 °C, und die Tageshöchsttemperatur lag bei nur 1,4 °C.
Als Nächstes war Brasilien an der Reihe.
INMET warnte davor, dass eine Kaltfront und polare Luft Frost über den Süden treiben würden, mit Werten von -5 °C bis -8 °C in Rio Grande do Sul und im Hochland von Santa Catarina. Die Kälte drang sogar nach Norden bis nach Rondônia, Acre und in den Südwesten von Amazonas vor.
Uruguay und Paraguay wurden ebenfalls von dieser Wetterlage erfasst.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 28 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 3. Juli 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE





