Der grüne Krieg der EU gegen Landwirte hört niemals auf

Tilak Doshi, From Tilak’s Substack

Ein Beitrag des niederländischen Kommentators Armand van Westen, der am Dienstag auf X veröffentlicht worden ist und seitdem die Runde macht, greift die Stickstoffdebatte in der niederländischen Landwirtschaft erneut auf. Als Reaktion auf ein Video des Physikers und Wissenschaftsjournalisten Arnout Jaspers – Autor von „De Stikstoffuik (Die Stickstoff-Falle), dem 2023 erschienenen Buch, das in den Niederlanden zum Nummer-1-Bestseller wurde – bringt van Westen einen ebenso einfachen wie brisanten Aspekt auf den Punkt: Es gibt keine echte Stickstoffkrise!

„Stikstof“ ist zum Schlagwort für diese gesamte hitzige Debatte über Stickstoffbelastung durch die Landwirtschaft, EU-Naturschutzvorschriften und den Konflikt zwischen Umweltschutz sowie landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen geworden. Die niederländische Regierung strebt an, die Stickstoffablagerung in „stickstoffempfindlichen“ Natura-2000-Schutzgebieten (Teil des EU-weiten Netzwerks von Naturschutzgebieten) so zu reduzieren, dass sie unter die „kritischen Belastungsgrenzen“ fällt, wobei die Ziele im nationalen Recht entsprechend den EU-Verpflichtungen festgelegt sind. Der Untertitel von Jaspers’ Buch trifft den Nagel auf den Kopf: „Politiker im Bann der Öko-Lobby.“

Wie Jaspers akribisch dokumentiert, ist „stikstof“ (wörtlich: „erstickende Substanz“) eine Krise, die auf mangelhafte Regulierung und ausufernde Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen ist und sich als ökologischer Notstand tarnt. Der ehemalige Minister Ronald Plasterk – ein Biologe – lobte Jaspers’ Werk als „ein vernünftiges Buch voller nüchterner Fakten, das die Absurdität der Politik aufzeigt“. Die niederländische Regierung ihrerseits war so verunsichert, dass die Ministerin für Natur und Stickstoff Christianne van der Wal-Zeggelink vom Parlament offiziell dazu gedrängt worden ist, eine schriftliche Gegendarstellung zu einem weiteren kritischen Werk zum gleichen Thema zu verfassen.

Bei dieser anderen Arbeit handelte es sich um „Niemand in de Cockpit“, eine Fallstudie zum Thema Stickstoff von Thierry Baudet, dem Juristen und Vorsitzenden des „Forum for Democracy“, die er gemeinsam mit der Biochemikerin Lidewij de Vos verfasst hatte. Ihre Schlussfolgerung anhand öffentlich zugänglicher Messungen und überprüfbarer Daten lautet, dass die Artenvielfalt in den niederländischen Natura-2000-Gebieten weitgehend stabil ist: Die Bäume sind gesund, die Vogelpopulationen sind in Ordnung, die Luftqualität ist gut, und von 521 Arten, die mit den betreffenden Ökosystemen in Verbindung stehen, sind in den letzten zwei Jahrzehnten nur sieben in einer Weise zurückgegangen, die plausibel mit der Stickstoffdeposition in Verbindung gebracht werden kann. Diese sieben Arten, so stellen die Autoren fest, „spielen in den betreffenden Ökosystemen keine entscheidende Rolle und kommen an anderen Orten in den Niederlanden und Europa nach wie vor in großer Zahl vor“.

Die zentrale These des Buches lautet, dass aufeinander folgende niederländische Regierungen – geblendet von Modellen und Laborexperimenten statt von empirischen Feldmessungen und unter dem Einfluss von Umweltlobbys, die Beweise durch Rechtsstreitigkeiten ersetzen – ihr Land in eine gänzlich selbstverschuldete Katastrophe getrieben haben. Niemand sitzt am Steuer des Flugzeugs. Das Cockpit ist leer.

Van Westens Beitrag, der Jaspers’ Video aufgreift, ist ein kleiner, aber symbolträchtiger Moment: Ein niederländischer Bürger verweist auf zwei buchdicke Sammlungen dokumentierter, von Fachkollegen geprüfter und öffentlich zugänglicher Beweise und sagt schlicht und einfach: Der Kaiser hat keine Kleider an. Bemerkenswert ist nicht die Feststellung an sich – sie wird seit Jahren von Wissenschaftlern, Ökonomen und Vertretern der Landwirte getroffen. Bemerkenswert ist vielmehr der institutionelle Apparat, der weiterhin dagegen vorgeht, unbeeindruckt von politischer Revolte, Wahlniederlagen oder dem verspäteten Eingeständnis des IPCC selbst, dass das Katastrophenszenario, auf dem zwei Jahrzehnte grüner Politik beruhten, wissenschaftlich nie plausibel war. Die Inquisition, so scheint es, benötigt keine faktische Grundlage. Sie benötigt lediglich institutionelle Dynamik.

Der Wissenschaft folgen“

Beginnen wir mit der Wissenschaft, weil die Anhänger der „Netto-Null“-Ideologie stets darauf bestehen, sie als ihre unanfechtbare Autorität heranzuziehen. Fast zwei Jahrzehnte lang diente das extremste von Klimamodellierern entworfene Emissionsszenario – RCP8.5 und sein Nachfolger SSP5-8.5 – als Leitvorlage für praktisch jede restriktive Klima- und Energiepolitik, die in der EU und in UK umgesetzt worden war. Regierungen legten Kohlekraftwerke still, drosselten die Förderung in der Nordsee, verordneten ruinös teure Offshore-Windparks und unterwarfen Landwirte auf dem gesamten Kontinent so drakonischen Stickstoffauflagen, dass eine rentable Landwirtschaft unmöglich wurde.

All dies beruhte – direkt oder indirekt – auf den apokalyptischen Prognosen, die aus einem Szenario hervorgegangen waren, wonach sich der weltweite Kohleverbrauch bis zum Ende des Jahrhunderts verfünffachen würde – eine Entwicklung, die so weit von der physikalischen Realität entfernt ist, dass, wie die Zeitschrift „Eos“ kürzlich bestätigte, die Modellierer des IPCC nun offiziell beschlossen haben, SSP5-8.5 aus dem kommenden AR7-Bericht zu streichen und es als „unplausibel“ zu bezeichnen. Es war, wie GB News es treffend formulierte, ein Eingeständnis der Klimawissenschaftler selbst, dass „das Weltuntergangsszenario nicht mehr glaubwürdig ist“.

Dies ist keine unbedeutende organisatorische Maßnahme. RCP8.5 wurde in der wissenschaftlichen Literatur mehr als 45.000 Mal zitiert und routinemäßig vom Weltwirtschaftsforum, der Europäischen Kommission und jedem europäischen Klimaminister von Stockholm bis Madrid herangezogen. Das Szenario war nie als „Business-as-usual“-Prognose konzipiert – es war stets ein extremer Ausreißer, der Ergebnisse darstellte, die mehr als 90 % der Literatur zu Basisszenarien selbst ohne Klimapolitik als unmöglich erachteten. Dennoch, wie Carbon Brief einräumt, „wurde es in Hunderten verschiedener Veröffentlichungen weithin als das ‚Business-as-usual‘-Ergebnis bezeichnet“. Die politischen Maßnahmen, welche die europäische Industrie zerschlugen, Rentner durch Energiearmut in die Not trieben und Landwirte von ihrem Land vertrieben, wurden alle im Schatten einer Phantom-Apokalypse ergriffen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Der bedrängte niederländische Landwirt

Vor dem Hintergrund dieser anerkannten wissenschaftlichen Neubewertung steht das Schicksal der niederländischen Landwirte. Die Niederlande – der Welt zweitgrößter Agrarexporteur, ein Land, das durch Einfallsreichtum, Kapital und über Generationen hinweg erworbenes Fachwissen eine bescheidene Landfläche in einen erstaunlichen Motor der Nahrungsmittelproduktion verwandelt hat – werden systematisch demontiert. Schuld daran ist die Stickstoffpolitik, genauer gesagt die EU-Habitatrichtlinie in der Auslegung durch niederländische Gerichte, die 2019 feststellten, dass Ammoniak- und Stickoxidemissionen aus der Tierhaltung mit den Verpflichtungen zum Schutz ausgewiesener Naturschutzgebiete unvereinbar seien.

Die Regierung reagierte darauf mit der Forderung nach einer Senkung der Stickstoffemissionen aus der Landwirtschaft um 70 % – einem Sektor, der zwar 46 % der Stickstoffemissionen des Landes verursacht, aber einen unverhältnismäßig hohen Anteil der Last tragen sollte, während Industrie und Luftfahrt deutlich nachsichtiger behandelt wurden.

Bis zu 3.000 landwirtschaftliche Betriebe waren von einem Zwangsaufkauf bedroht. Der niederländische Milchviehbestand stand bis 2030 vor einem Rückgang um 167.000 bis 450.000 Tiere – bis zu 30 % des Gesamtbestands. Wie Jaspers anmerkt, ist die Schwelle für das Eintreten dieser existenziellen Folgen so empfindlich, dass bereits der Kot eines einzigen Vogels pro Hektar und Jahr formal den zulässigen Grenzwert überschreiten kann. Die Absurdität ist nicht rhetorischer Natur. Sie ist regulatorisch bedingt.

Die politische Folge war der explosive Aufstieg der BoerBurgerBeweging – BBB, der Bauern-Bürger-Bewegung –, die 2019 von der Agrarjournalistin Caroline van der Plas als direkte Reaktion auf die Proteste niederländischer Landwirte gegen drückende regulatorische Belastungen gegründet worden war. Im März 2023 sorgte die BBB in einer der einschneidendsten Überraschungen der modernen niederländischen Politikgeschichte für einen Erdrutschsieg bei den Provinzwahlen und erzielte in allen 12 Provinzen den höchsten Stimmenanteil aller Parteien. Van der Plas bezeichnete die Stickstoffvorschriften unverblümt als „von Den Haag diktiertes Dogma“.

Bis 2024 war die BBB als Koalitionspartner in die Regierung eingetreten und hatte eine Umstellung von obligatorischen auf freiwillige Auszahlungsregelungen für landwirtschaftliche Betriebe sowie eine Verschiebung des Stickstoffziels von 2030 auf 2035 durchgesetzt – kleine Zugeständnisse, die einer Maschinerie abgerungen worden sind, die anderenfalls keinen Millimeter nachgegeben hätte. Als das Kabinett Schoof im Juni 2025 zusammenbrach, nachdem sich die PVV wegen der Asylpolitik zurückgezogen hatte, wurde die BBB auf den Status einer Übergangsregierung reduziert. Greenpeace legte dann im Januar 2025 den juristischen Knockout ein: Das Bezirksgericht Den Haag verurteilte den niederländischen Staat unter Androhung einer Geldstrafe von 10 Millionen Euro dazu, die Stickstoffreduktionsziele bis 2030 zu erreichen. Der Druck lässt nie nach.

Die große europäische Bauern-Revolte

Die parallele Entwicklung auf dem europäischen Kontinent war ebenso aufschlussreich. In Deutschland wurde die einst dominierende Partei der Grünen – deren in Jeans und Turnschuhen auftretender Aushängeschild Joschka Fischer seit den 1980er Jahren die Umweltpolitik zu einer quasi-religiösen Bewegung gemacht hatte und deren Robert Habeck noch bis vor kurzem von der Kanzlerschaft im Jahr 2024 träumte – an den Wahlurnen von einer Wählerschaft vernichtend geschlagen, die genug von der strafenden Umweltpolitik hat. Die Alternative für Deutschland AfD ist zur zweitgrößten Partei im Bundestag aufgestiegen, nicht zuletzt beflügelt durch das wirtschaftliche Chaos, das Habecks Energiepolitik angerichtet hat.

In Frankreich gewann Marine Le Pens „Rassemblement National“ die Europawahlen 2024 mit einem Wahlprogramm, das eine ausdrückliche Ablehnung der „Net Zero“-Agenda der EU enthalten hat. In Großbritannien hat „Reform UK“ unter Nigel Farage die Skepsis gegenüber „Net Zero“ in den Mainstream der politischen Debatte gebracht – mit einer Wählerkraft, welche die Konservative Partei vier Jahre lang vergeblich zu mobilisieren versuchte.

Kurz gesagt: Die Bauern revoltieren – wie ich bereits in meinem Forbes-Artikel vom Februar 2024 feststellte, in dem ich die ersten Anzeichen der großen Unruhen unter den europäischen Landwirten beleuchtete. In ganz Frankreich, Deutschland, Belgien, Polen und den Niederlanden blockierten Traktoren Autobahnen, Brüssel wurde mit Gülle überschüttet, und die politische Klasse war schließlich gezwungen anzuerkennen, dass echte Menschen, die echte Lebensmittel anbauen, nicht ohne Konsequenzen als Hindernisse für eine bürokratische grüne Utopie behandelt werden können.

Der „Net Zero“-Moloch lässt sich nicht beirren

All dies hat jedoch bei den Verfechtern dieser Ideologie nicht einmal ansatzweise einen Anflug von Selbstreflexion ausgelöst. Das „Net-Zero“-Establishment hat auf den politischen Kurswechsel nicht mit einer Neuausrichtung, sondern mit einer Eskalation reagiert – und mit dem zunehmend unverhüllten Einsatz aller verfügbaren institutionellen Hebel gegen diejenigen, die auf unbequeme empirische Realitäten hinweisen.

Die niederländische Kommentatorin Eva Vlaardingerbroek, die durch Auftritte bei Fox News und ihre beeindruckende Präsenz in den sozialen Medien die Anliegen der Landwirte international ins Bewusstsein rückte, musste im März 2023 erleben, dass ihr X-Konto plötzlich und ohne Erklärung dauerhaft gesperrt wurde – nur um nach einem öffentlichen Aufschrei wieder freigeschaltet zu werden. Im Januar 2026 entzog ihr das britische Innenministerium die elektronische Reisegenehmigung und verhängte ein Einreiseverbot für UK mit der Begründung, ihre Anwesenheit sei nicht „dem öffentlichen Wohl dienlich“ – eine Entscheidung, die mit verdächtiger Pünktlichkeit drei Tage nach der Veröffentlichung ihrer Kritik an Premierminister Keir Starmer auf X getroffen worden war.

Ein von Fachkollegen begutachteter Artikel im „European Journal on Criminal Policy and Research“ – einer Zeitschrift für Kriminologie, wohlgemerkt – stufte die Skepsis gegenüber der Stickstoffreduktionspolitik als eine Form der „Desinformation“ ein, die „Themen aus dem Bereich des Klimawandel-Leugnens“ aufweise. Das ist das offizielle akademische Urteil: Die Frage, ob die erzwungene Schließung niederländischer landwirtschaftlicher Betriebe wissenschaftlich notwendig oder verhältnismäßig ist, stellt eine Handlung dar, die einem Verbrechen gleichkommt.

Dies ist das orwellsche intellektuelle Klima, in dem die Europäer heute agieren. Ein Szenario, das von der Modellierungsgemeinschaft des IPCC selbst offiziell abgelehnt worden ist, bildete die Grundlage für zwei Jahrzehnte zivilisationsweiter wirtschaftlicher Verwerfungen. Die Wissenschaftler, die dieses Szenario entwickelt hatten, haben nun eingeräumt, dass es nicht plausibel ist. Doch die daraus resultierenden politischen Maßnahmen – die stillgelegten landwirtschaftlichen Betriebe, die gedrosselten Industriezweige, die unerschwinglichen Energiekosten, die zum Schweigen gebrachten Stimmen – bleiben fest verankert und werden durch ein Bündnis aus aktivistischen Gerichten, gekauften Regulierungsbehörden und einer politischen Klasse durchgesetzt, deren gesamte Identität auf das „Netto-Null“-Projekt gesetzt wurde, neben Gender- und ethnischer Identitätspolitik sowie der Akzeptanz von Masseneinwanderung. Die „Netto-Null“-Ideologen setzen weiterhin auf diese Linie, selbst während sich die wirtschaftliche Krise um sie herum immer weiter verschärft.

Die IEA – jener einstige Tempel grüner Ambitionen, deren Bericht „Net Zero by 2050“ aus dem Jahr 2021 verkündet hatte, dass niemals neue Öl- und Gasfelder erschlossen werden sollten – hat unter dem Druck veränderter politischer Realitäten still und leise ihr „Current Policies Scenario“ wieder eingeführt, das sie 2019 auf Geheiß Brüssels aufgegeben hatte. Ihr „World Energy Outlook 2025“ räumt nun ein, dass die weltweite Ölnachfrage nicht vor 2050 ihren Höchststand erreichen wird. Selbst diese bescheidene Rückkehr zum Realismus wurde nicht durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorangetrieben, sondern durch die nackte geopolitische Tatsache der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus und die drohende Streichung der US-Finanzmittel. Der Anschein von Energierealismus ist zur IEA zurückgekehrt, nicht weil sich die Fakten geändert haben, sondern weil sich Machtverhältnisse und Finanzierungsquellen geändert haben.

Unterdessen zeigt die Europäische Kommission unter Ursula von der Leyen – jene Institution, deren „Europäischer Green Deal auf Brüsseler Ebene das Gerüst für die Stickstoff-Apokalypse bildete, die über die niederländische Landwirtschaft hereinbrach – keinerlei Anzeichen eines Erwachens. Greenpeace klagt. Gerichte erlassen Urteile. Geldstrafen drohen. Betriebe schließen. Baudet und De Vos haben anhand akribischer Daten nachgewiesen, dass die niederländische Natur nicht in einer Krise steckt. Jaspers hat ebenso rigoros nachgewiesen, dass die Vorschriften eine selbst geschaffene Falle sind, die weder auf EU-Recht noch auf ökologischen Beobachtungen beruht. Und jeder niederländische Kommentator, der diese Erkenntnisse in den sozialen Medien verbreitet, wird als „Misinfluencer“ abgestempelt – eine Bezeichnung, die von aktivistischen Forschern vergeben wird, die dafür finanziert werden, die „Desinformationslandschaft“ der Bauernproteste zu untersuchen.

Der niederländische Landwirt als Licht am Ende des Tunnels

Was wir derzeit erleben ist die verzweifelte Verteidigung eines politisch-wissenschaftlichen Paradigmas, das zwar keine empirische Grundlage hat, aber weiterhin institutionellen Einfluss ausübt. Die rechtsgerichteten Parteien, die in ganz Europa wie Pilze aus dem Boden geschossen sind – BBB, AfD, RN, Reform –, haben die Voraussetzungen für ihren eigenen Aufstieg nicht selbst geschaffen. Sie sind Symptome, nicht Ursachen eines politischen Regimes, das so weit von der gelebten Realität der einfachen Europäer entfernt ist, dass diesen nichts anderes übrig blieb, als sich politisch dagegen zu organisieren. Die Reaktion des Establishments bestand darin, diese demokratische Revolte nicht als Signal für eine politische Kurskorrektur zu betrachten, sondern als Beweis für Desinformation, die unterdrückt werden muss.

Die Niederlande haben ihre landwirtschaftliche Stärke nicht durch Subventionen und behördliche Genehmigungen aufgebaut, sondern durch jahrhundertelangen disziplinierten Einfallsreichtum in einem Land, das kaum über dem Meeresspiegel liegt – ein Viertel davon befindet sich sogar unterhalb des Meeresspiegels. Das Land wurde zum zweitgrößten Lebensmittelexporteur der Welt. Und nun wird die niederländische Landwirtschaft durch Verwaltungsbeschlüsse, gestützt durch aktivistische Rechtsprechung und einen angeblichen „wissenschaftlichen Konsens“, systematisch stranguliert.

Wer Einwände erhebt – sei es in einem Bestseller, einer Parlamentsrede oder einem Beitrag auf X –, sieht sich mit strafrechtlichen Fachzeitschriften, Grenzentscheidungen des Innenministeriums und ministeriellen Gegendarstellungen konfrontiert, verfasst von Beamten, die wenig Zeit für Daten und fundierte Analysen haben. Die Notlage der niederländischen Landwirte steht heute nicht nur symbolisch für die ideologische Unnachgiebigkeit der politischen Klasse, sondern auch für einen umfassenderen zivilisatorischen Niedergang.

This article was first published in the Daily Sceptic https://dailysceptic.org/2026/06/25/the-green-war-on-farmers-never-ends/

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/28/the-eus-green-war-on-farmers-never-ends/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE