Sonnenschein-Studien
Cap Allon
Drei aktuelle Studien, die sich mit Polen, Brasilien und Nigeria befassen, weisen auf denselben grundlegenden Zusammenhang hin: mehr Sonnenschein, weniger Wolkendecke, mehr die Erdoberfläche erreichende Sonneneinstrahlung und höhere Temperaturen.
In Krakau im Süden Polens stellten Forscher fest, dass die Lufttemperatur seit Ende der 1980er Jahre im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1951–1988 um etwa 2,3 °C gestiegen ist. Im gleichen Zeitraum stieg die Sonnenscheindauer um etwa 500 Stunden – das entspricht etwa einem Drittel mehr Sonnenschein pro Jahr als im früheren Referenzzeitraum.

Die Jahrestemperatur und die Sonnenscheindauer in Krakau entwickeln sich parallel (1951–2020), wobei beide Werte seit Ende der 1980er Jahre steigen.
Die Studie ergab, dass die Sonnenscheindauer allein etwa 60 % der Schwankungen der Jahrestemperatur in Krakau im Zeitraum von 1951 bis 2020 erklärte. Der Winter-NAO-Index erklärte 7,7 %. Nach Angaben der Forscher trug der CO₂-Strahlungsantrieb zu 3,6 % bei.
Der Hauptgrund für den Temperaturanstieg war laut den Autoren die erhöhte Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche und nicht der Strahlungsantrieb.
Die Krakauer Studie erklärt auch, warum es nicht ausreicht, lediglich die „Bewölkung“ zu zählen. Eine dünne Bedeckung mit Cirrus und eine dicke, graue Bedeckung mit tiefen und mittelhohen Wolken sind zwar beides Wolken, doch sie verdecken die Sonne nicht auf die gleiche Weise. Die entscheidende Veränderung lag in der Wolkenstruktur: Es gab weniger tiefe und mittelhohe Wolken und mehr Wolkentypen, die eine längere Sonnenscheindauer zulassen.
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In Brasilien zeigt sich das gleiche Phänomen auf kontinentaler Ebene.
Eine Studie aus dem Jahr 2026 untersuchte anhand von Meteosat-Satellitendaten die Sonnenscheindauer in ganz Brasilien im Zeitraum von 1983 bis 2020. Dabei wurde ein allgemeiner Anstieg der Sonnenscheindauer festgestellt, wobei die deutlichsten positiven Trends im Zentralwesten und im Nordosten zu verzeichnen waren. Die Autoren brachten dieses Muster zudem mit einem Rückgang des Tagesbewölkungsanteils in weiten Teilen des Landes in Verbindung.

Die Bewölkung tagsüber nahm im Zeitraum von 1983 bis 2020 in weiten Teilen Brasiliens ab. Blau steht für weniger Wolken, wodurch mehr Sonnenstrahlung die Erdoberfläche erreicht.
Auch hier gilt: Weniger Wolken bedeuten, dass mehr kurzwellige Sonnenstrahlung die Erdoberfläche erreicht.
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Nigeria fügt dem Puzzle ein weiteres großes Puzzleteil hinzu.
Eine Studie aus dem Jahr 2026, die den Zeitraum von 1970 bis 2022 abdeckt, stellte ebenfalls einen Anstieg der Sonnenscheindauer im ganzen Land fest, der landesweit durchschnittlich 0,4 Stunden pro Jahrzehnt betrug. Im Norden Nigerias lag der Anstieg bei 0,5 bis 0,7 Stunden pro Jahrzehnt, was hauptsächlich auf abnehmende Bewölkung zurückzuführen war.
Immer wieder zeigt sich die gleiche physikalische Realität: weniger Wolken, mehr Sonnenschein, Erwärmung der Erdoberfläche.
Wolken gehören zu den wichtigsten Regulatoren des Energiehaushalts der Erdoberfläche, doch die Öffentlichkeit wurde darauf trainiert, ihnen kaum Beachtung zu schenken. Jeder Anstieg auf einem Temperaturdiagramm wird mit einer eindeutigen CO₂-Erklärung versehen. Aber das ist fiktiv – und nicht die Realität.
Die Sonne ist die Wärmequelle der Erde. Wolken sind der Sonnenschutz des Planeten, so Dr. Roy Spencer.
Noch ein Punkt: Die Sonne war während der modernen Erwärmung nicht inaktiv. Die rekonstruierten Sonnenfleckenzahlen stiegen im 20. Jahrhundert auf das „Modern Grand Maximum“ an. (Anmerkung: Die untenstehende Rekonstruktion endet im Jahr 1995, bevor die Sonnenaktivität auf die schwachen Sonnenzyklen 24 und 25 abfiel.)

Rekonstruction von [Solanki et al., aus Lüdecke 2011]
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
