Amerikas Energiezukunft wird in wenig beachteten Wahlen zur Energiekommission entschieden.

WuWT, Von Elizabeth Gianini

Die meisten Amerikaner könnten kein einziges Mitglied der staatlichen Regulierungsbehörde für öffentliche Dienstleistungen oder Versorgungsunternehmen (PSC/PUC) nennen.

Radikale Klimaaktivisten setzen darauf.

Im ganzen Land investieren radikale Klimaaktivisten und linke Umweltorganisationen Millionen von Dollar in wenig beachtete Wahlkämpfe um Sitze in der Energiekommission, weil sie etwas verstehen, was viele Wähler nicht verstehen:

  • Diese Kommissionen beeinflussen zunehmend die Zukunft des amerikanischen Stromnetzes.

Diese Regulierungsbehörden entscheiden darüber, wie Strom erzeugt wird, wie die Übertragungsinfrastruktur gebaut wird, wie schnell Kraftwerke stillgelegt werden, wie neue Ressourcen in das Stromnetz integriert werden und letztendlich, wie viel die Amerikaner für Strom bezahlen und ob die Lichter anbleiben, wenn das System überlastet ist.

In Georgia investierten radikale Klimaaktivisten massiv in die Wahlen zur Public Service Commission (PSC) im Jahr 2025 und trugen so zur Niederlage republikanischer Kommissare bei, die eine umfassende Energiestrategie befürworteten. In Arizona gewannen von Aktivisten unterstützte Kandidaten die Wahlen zu den Energieversorgern, indem sie sich für die beschleunigte Stilllegung von Kraftwerken mit bedarfsgerechter Stromerzeugung einsetzten. Ähnliche Bestrebungen zeichnen sich bereits in anderen Bundesstaaten ab.

Diese Organisationen wissen, dass die Regulierungsbehörden der Energieversorger eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Energieinfrastruktur, der Versorgungssicherheit und bei Investitionsentscheidungen innerhalb der von ihren Bundesstaaten festgelegten rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen spielen. Da es in Washington immer schwieriger wird, nationale Energiedebatten zu gewinnen, haben radikale linke Umweltaktivisten ihren Fokus auf die Regulierungsfragen der Bundesstaaten gerichtet, wo diese Entscheidungen oft diskutiert und umgesetzt werden.

Das Irreführende an dieser Debatte ist, dass Aktivisten sie als Wahl zwischen erneuerbarer Energie und der weiterhin notwendigen, bedarfsgerechten Stromerzeugung darstellen, um ein zuverlässiges, bezahlbares und widerstandsfähiges Stromnetz zu gewährleisten.

[Wer genau hinschaut, kann  die Gier der Aktivisten nach Profite durch Abgreifen Subventionen erkennen, egal ob es den Bürgern etwas nutzt oder nicht – der Übersetzer]

Das ist es nicht.

Die meisten republikanischen Kommissare der PSC und PUC befürworten eine umfassende Energiestrategie. Sie erkennen an, dass die Deckung des steigenden Energiebedarfs der USA bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit Beiträge aus praktisch allen verfügbaren Energiequellen erfordert.

Was sie ablehnen, ist die Illusion, dass Amerika die bedarfsgerechte Stromerzeugung schnell abschaffen kann, bevor Ersatztechnologien in der Lage sind, das gleiche Maß an Zuverlässigkeit, Ausfallsicherheit und Bezahlbarkeit zu bieten.

Viele radikale Klimaaktivisten haben ihre Botschaft von Klimazielen auf bezahlbaren Strom verlagert. Bezahlbarer Strom bedeutet wenig, wenn die Politik die Zuverlässigkeit zugunsten politischer Zeitpläne opfert.

Keine bedeutende Industrienation hat bisher bewiesen, dass ein stark auf erneuerbare Energien angewiesenes Stromsystem in großem Maßstab mit gleichbleibender Zuverlässigkeit und erschwinglichen Verbraucherkosten ohne substanzielle, abrufbare Reserveerzeugung funktionieren kann.

Gleichzeitig steigt der Strombedarf rasant an. Künstliche Intelligenz, Rechenzentren, die heimische Produktion und die Elektrifizierung führen zum größten Anstieg des Strombedarfs in Amerika seit Jahrzehnten.

Das Versprechen der Trump-Administration zum Schutz der Stromkunden spiegelt ein einfaches Prinzip wider: Große KI- und Rechenzentrumskunden sollten ihren fairen Anteil an den mit ihrem Wachstum verbundenen Erzeugungs-, Übertragungs- und Infrastrukturkosten tragen, anstatt diese Kosten auf Familien, kleine Unternehmen und bestehende Stromkunden abzuwälzen.

Das amerikanische Stromnetz stand bereits vor einem enormen Modernisierungsbedarf. Die Übertragungssysteme sind veraltet. Die Kraftwerksparks entwickeln sich weiter.

Der Ausbau „Künstlicher Intelligenz“ verstärkt die Dringlichkeit dieser Investitionen. Sie hat die zugrundeliegende Herausforderung nicht geschaffen.

Es wird erwartet, dass die Energieversorger in den nächsten fünf Jahren rund 1,4 Billionen Dollar für die Modernisierung des Stromnetzes, den Ersatz veralteter Infrastruktur, die Stärkung der Systeme gegen extreme Wetterbedingungen und den Ausbau der Kapazitäten ausgeben werden.

Die jüngsten Maßnahmen des Energieministeriums zur Sicherung der bedarfsgerechten Stromerzeugung spiegeln die wachsende Erkenntnis wider, dass Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit zentrale Aspekte der amerikanischen Energiewende bleiben müssen. Die Herausforderung besteht nicht allein im Bau neuer Ressourcen. Es geht vielmehr darum, die Zuverlässigkeit des Stromnetzes in Zeiten von Spitzenlast, extremen Wetterbedingungen und anderen netzbelastenden Ereignissen zu gewährleisten.

Die eigentliche Herausforderung besteht nicht in der Wahl zwischen erneuerbaren und konventionellen Energien. Vielmehr geht es darum, ein zuverlässiges, bezahlbares, widerstandsfähiges und skalierbares System aufzubauen, das langfristiges Wirtschaftswachstum unterstützt, gleichzeitig größeren Störungen standhält und die Stromversorgung schnell wiederherstellt, wenn die Amerikaner sie am dringendsten benötigen.

Das Gegenteil vorzutäuschen, mag radikale Klimaaktivisten zufriedenstellen.

Das wird die Stromkosten nicht senken.

Es wird nicht dafür sorgen, dass die Lichter bei Hurrikanen, arktischen Kälteperioden oder extremen Hitzewellen anbleiben, wenn Millionen von Amerikanern auf Elektrizität nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern für ihre Sicherheit und ihr Überleben angewiesen sind.

Die jüngsten Erfolge in Georgia und Arizona haben radikale Klimaaktivisten und ihre Verbündeten bestärkt, die die Wahlen zu den staatlichen Energieversorgungs- und Regulierungsbehörden zunehmend als einige der wichtigsten Schlachtfelder in der amerikanischen Energiepolitik betrachten.

Republikaner, Wirtschaftsführer und Stromkunden sollten endlich aufmerksam werden. Die Entscheidungen dieser Kommissionen werden die Bezahlbarkeit, Zuverlässigkeit, Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft für Jahrzehnte prägen.

Elizabeth Gianini ist Präsidentin des Regulators RoundTable PAC.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von RealClearEnergy veröffentlicht und über RealClearWire zur Verfügung gestellt.

https://wattsupwiththat.com/2026/06/13/americas-energy-future-is-being-decided-in-obscure-utility-commission-races/