Die Lügen, die man unseren Schulkindern über die Erderwärmung erzählt (Teil 2)
[Alle Formatierungen im Original! A. d. Übers.]
Stellen wir uns vor, wir wären wieder 10 Jahre alt: toll! In unserer Grundschule hält Frau Brown eine Unterrichtsstunde, die sie von der grün-linken Cool.org-Meute heruntergeladen hat. Das ist nichts Ungewöhnliches: Weit über 225.000 australische Lehrer haben dies seit dem Start von Cool im Jahr 2008 [1] getan und Unterricht für etwa 20 Millionen Kinder bereitgestellt. Cool ist wie eine unkontrollierbare Bildungsfabrik, die sich im Schulsystem eingenistet hat.
Miss Browns Cool-Unterrichtseinheit lautet „Schreiben über den Klimawandel – Gedichte über Schmetterlinge“ [2]. Da sie undatiert ist, merkt sie nicht, dass sie aus der Mitte des Jahres 2022 stammt und veraltet ist.
Sie fragt uns anhand des Cool-Skripts:
Welche Veränderungen in unserer Umwelt beobachten wir aufgrund des Klimawandels? [Wow! Das ist eine ganz schöne Herausforderung für uns 10-Jährige!]. Welche Tiere sind von den Veränderungen in ihrer Umwelt aufgrund des Klimawandels betroffen? Mögliche Antworten sind beispielsweise Eisbären, Koalas und Wale. Ein Tier, auf das wir uns besonders konzentrieren sollten, ist der Schmetterling.
Autsch! Schmetterlinge mögen zwar „Tiere“ sein, aber meine Mama und mein Papa nennen sie „Insekten“. Die Populationen der Eisbären gedeihen prächtig. Koalas erleben Auf- und Abschwünge und werden oft getötet, aber nicht, weil sich Australien in 100 Jahren um 1 °C erwärmt hat. [3] Wale? Die weichen eher japanischen Harpunen mit Granaten aus als der globalen Erwärmung.
Cools Lektion ist vereinfacht, nicht aus pädagogischer Notwendigkeit, sondern um in uns Kindern Empörung über die Emissionen zu wecken, die Schmetterlinge töten. Die Monarchfalter sind langfristig im Rückgang begriffen (vor allem, weil die Milchholz-Nahrungspflanzen ihrer Raupen immer knapper werden), wurden jedoch kürzlich weltweit wieder als „gefährdet“ eingestuft, nachdem sie 2022 kurzzeitig als „vom Aussterben bedroht“ gelistet waren. Die Population im Osten Nordamerikas erholte sich im letzten Jahr um zwei Drittel. [4]
Aus Cools Skript:
Die Schüler notieren selbstständig emotionale Begriffe, um den Monarchfalter zu beschreiben… Zu den emotionalen Begriffen gehören beispielsweise: zerbrechlich, zart, anmutig, flatternd, hauchdünn, lebhaft, farbenfroh, faszinierend, symmetrisch, Schwarm, Anordnung, Flug… Vielleicht möchtest du dir das [veraltete] ABC-Video ein paar Mal ansehen.
Frau Brown fordert uns auf: „Erzählt von einer schönen Erinnerung, die ihr an einen Schmetterling habt“, und vermittelt uns fälschlicherweise, dass es die Dürre sei, die der Seidenpflanze schade, und nicht das Sprühen von Pestiziden, die Urbanisierung und das Mähen der Straßenränder.
Nachdem die „Fakten“ feststehen, treiben Cool und die fächerübergreifende Priorität „Nachhaltigkeit“ uns 10-Jährige dazu an, „Maßnahmen zu ergreifen: Ein Gedicht zu schreiben, um wissenschaftliches Wissen zu vermitteln.“ Unsere Cool-Arbeitsblätter zeigen Beispielgedichte von Kindern wie das von Sophia V.
„Ein Appell zur Rettung der Erde“.
Es ist an der Zeit, aufzuwachen und den Schmerz von Mutter Erde zu erkennen.
Die Selbstsucht der Menschheit nimmt wahnsinnige Ausmaße an.
Bald werden ihre Schreie in Finsternis übergehen,
und der Mensch wird sein eigenes Verderben herbeiführen.
Ein anderes von Silvia S. ist betitelt mit [übersetzt] „Über die Zerstörung der Erde“:
…Die Ozeane füllen sich mit zähflüssigem Rohöl.
Alles Leben im Meer ist zu einem langsamen, schrecklichen Untergang verdammt.
Es muss doch etwas geben, was man tun kann,
Zum Beispiel die Menschen in deiner Umgebung darauf aufmerksam machen,
Dass, wenn wir das vorliegende Problem nicht ernst nehmen,
Dein Leben auf dem Spiel steht, die Zerstörung der Menschheit.
Wir tippen auf unseren Laptops und schreiben unsere eigenen Gedichte, in der Gewissheit, dass Reime und Versmaß heutzutage keine Rolle mehr spielen. Miss Brown gibt uns einen coolen Rat: „Lasst die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf und schreiben, was ihnen in den Sinn kommt.“ Sie setzt uns das Ziel: Nutzt das Massensterben der Schmetterlinge, „um dem Leser eine Botschaft über die Auswirkungen des Klimawandels zu vermitteln“.
Was die Eisbären angeht, so ist ihre Zahl seit 2005 von etwa 22.000 auf heute bis zu 30.000 gestiegen. Aber wir sollen Plakate über sie gestalten:
Erfolgskriterien: Die Schüler können überzeugende Sprache und gestalterische Elemente für ein Nachhaltigkeitsanliegen einsetzen; Fakten über Eisbären abrufen; kreativ denken.
Miss Brown zeigt uns unterdessen Al Gores mit Photoshop bearbeitete Fälschung eines hungernden Eisbären auf einer Eisscholle. Ich bin gerade dabei, meine Öko-Angst zu lindern, indem ich mir mit einer Zinnnadel ins Herz steche, als ich die Morgenglocke für die Pause läuten höre.
In der Pause recherchiere ich eifrig Statistiken zu diesem mysteriösen „Cool“-Programm. Weit über 25.000 Lehrer sind jedes Jahr in dessen Systemen registriert, was bedeutet, dass in mehr als 90 % der Schulen mindestens ein Lehrer „Cool“ nutzt. [5]
Sie nutzen Cool, weil 76 % ihre Arbeitsbelastung als unüberschaubar empfinden, ein Drittel versucht, Fächer zu unterrichten, die außerhalb ihres Fachgebiets liegen, und 90 % nicht genügend Zeit für die Unterrichtsvorbereitung haben.
Sie laden die Unterrichtseinheiten mehr als 250.000 Mal pro Jahr herunter, wobei jede Einheit drei Stunden Vorbereitungszeit spart und im Durchschnitt von 186 Kindern genutzt wird.
Mehr als die Hälfte der befragten Lehrer leidet unter schlechter Arbeitsmoral, und zwei Drittel geben an, dass die Materialien von Cool „ihnen wieder Freude am Unterrichten bereiten“. Drei Viertel sagen, dass sich Kinder, die mit Cool-Materialien arbeiten, besser benehmen und engagierter sind.
Jason Kimberley, der zum Just-Jeans-Vermögen des Multimillionärs gehört, gründete Cool im Jahr 2008, „um seine Leidenschaft für eine gerechte, praxisnahe Bildung in greifbare globale Wirkung umzusetzen“. [6]
Im Jahr 2024 gab Cool einen von einer unabhängigen Stelle erstellten Bericht über soziale Auswirkungen in Auftrag. Dieser beginnt aus irgendeinem Grund mit einer Würdigung der Aborigines durch Cool, „die mit ihrem Wissen und ihren Bestrebungen für künftige Generationen den Weg weisen“.
Zu den Daten gehört, dass mehr als 70 % der Lehrkräfte (84 % der zahlenden Abonnenten von Cool) „Maßnahmen zu sozialen und ökologischen Themen ergriffen haben“, ebenso wie zwei Drittel ihrer Schüler.
„Fokusgruppen zeigten, dass dieses gemeinsame Handeln von Pädagogen und Schülern von entscheidender Bedeutung ist … Pädagogen sagten, dass die Ressourcen von Cool.org eine Generation von ‚Change-Makern‘ beeinflussen.“
Die Studie schwärmt von Kindern als Aktivisten:
„Schüler engagieren sich für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit und entwickeln dabei Verhaltensweisen, die sie ein Leben lang begleiten. Pädagogen engagieren sich gemeinsam mit ihren Schülern. Langfristiges Ziel: Informierte, aktive und selbstbestimmte Bürger für eine glücklichere, gesündere, nachhaltigere und gerechtere Gesellschaft für alle.“
All das wird mit minimalen Mitteln erreicht. Cool’s Spendenbericht für 2025 zeigt einen starken Anstieg der Einnahmen von 3.012.000 auf 3.909.000 Dollar durch zusätzliche Fördermittel und erfolgreiche Ausschreibungen der Regierung.
Zu den wichtigsten Spenderstiftungen der letzten Zeit gehören Myer, Lord Mayor’s und Ian Potter, Twiggy Forrests Minderoo, einige Murdochs sowie Cannon-Brookes’ Boundless. Zu den „Partnern“ zählen die Australian Human Rights Foundation, The Conversation und Reconciliation Australia.
Seien wir nun mal ehrlich und werfen wir einen Blick auf Cools Lektionen zur Nachhaltigkeit für Schüler. Sie reichen von der üblichen Anti-Emissions-Propaganda bis hin zu regelrechtem Wahnsinn wie etwa die Befürwortung von „Degrowth und Minimalismus zur Bekämpfung des Klimawandels“. Das Geschwätz, dass Wirtschaftswachstum der Planetenzerstörer sei, war vor einem Jahrzehnt populär und wurde von der Australian Academy of Science mit ihrer Fenner-Konferenz „Addicted to Growth? How to move to a Steady State Economy in Australia“ [etwa: Wachstumssucht? Wie Australien zu einer stationären Wirtschaft übergehen kann] aufgegriffen. (Die Regierung Albanese perfektioniert gerade unsere Degrowth-Wirtschaft pro Kopf).
Cools „Lektion“ zum Thema Degrowth beginnt mit einer geistlosen Analogie über eine ständig wachsende Zahl von Kindern, die ein Stück vom Klassenkuchen haben wollen. Sie versuchen, einen größeren Kuchen zu backen, doch ihnen gehen Mehl und Eier aus. Jenseits dieser „Kuchenobergrenze“ stehlen die Kinder Kuchen.
Das ist alles Unsinn von Green, denn Technologie und Innovation haben den Anstieg der Weltbevölkerung von 4 Milliarden auf 8 Milliarden in 50 Jahren bereits aufgefangen.
Für das Degrowth sollen Kinder Socken stopfen (als ob!) und ihre Bücher aus „gemeinsamen Bibliotheken“ beziehen (was auch immer das sein mag). Kinder reduzieren ihren Besitz auf 10 lebensnotwendige Dinge und 33 Kleidungsstücke und Schuhe für einen Monat. Cool weist die Lehrer an:
Je nachdem, wie streng man sein möchte, könnte man die Schüler sogar dazu anhalten, ihr Bett und ihren Schreibtisch als einen Gegenstand zu zählen… Lassen Sie die Schüler sich eine Zukunft vorstellen, in der die Menschen ihren Konsum drastisch zurückgefahren haben. Wir leben von erneuerbaren Energiequellen. Die Natur blüht auf…
Stellen Sie dem eine Zukunft gegenüber, in der Länder auf der ganzen Welt weiterhin auf nicht nachhaltige Weise wachsen. Wir haben alle natürlichen Ressourcen der Erde aufgebraucht, die Erde kahl abgebaut und unsere gesamte natürliche Flora abgeholzt. Wir kämpfen nun darum, die Bevölkerung zu ernähren, und haben viele Arten bis zur Ausrottung gejagt, insbesondere Fische.
Es gibt nicht genug Wohnraum für alle, und die Menschen leben auf der Straße… Wir brauchen nicht wirklich vieles von dem, was wir für notwendig halten, um glücklich zu sein. … Die Alternative ist, uns zu Tode zu konsumieren.
Vielleicht werden Lehrer bald streiken und Lohnkürzungen fordern.
Wie die Psychologin Clare Rowe im ersten Teil feststellte, sollten Schulen Kinder nicht mit dem Thema Klima traumatisieren. Cool sieht es von beiden Seiten: Extreme können Kinder …
… sich traurig oder besorgt fühlen, weil die Zukunft von Tag zu Tag düsterer und beängstigender wird. Versichern Sie den Schülern daher, dass wir diesen Bericht mit Hoffnung und Optimismus betrachten können statt mit Untergangsstimmung.
In der Unterrichtseinheit für 14-Jährige mit dem Titel [übersetzt] „Die Wahrheit über den Klimawandel entdecken“ wird den Kindern jedoch das „Worst-Case-Szenario“ präsentiert, wonach eine unveränderte Politik absurderweise zu einem „Anstieg des Meeresspiegels um 2,5 Meter“ führen würde – das entspricht der Höhe der Decke in meinem Arbeitszimmer. Selbst die düstersten IPCC-Szenarien gehen von einem Meeresspiegelanstieg von unter 1 Meter bis 2100 aus. Aber Cool entscheidet, dass 2,5 Meter nicht beängstigend genug sind, und vervierfacht den Anstieg daher:
634 Millionen Menschen leben weniger als 10 Meter über dem Meeresspiegel und sind einem hohen Risiko ausgesetzt, von Überschwemmungen betroffen zu sein und ihr Land zu verlieren.
Gleichzeitig führt die Erwärmung auch zum Aussterben von Arten: „Für immer verschwunden … Die Bedrohung für alle Arten wird mit steigenden Temperaturen zunehmen.“
Was die Ängstigung angeht, vermittelt Cool den Kindern Folgendes:
„Der Klimawandel ist ein schwieriges Thema, insbesondere wenn es um seine Auswirkungen und Folgen geht. Du bist nicht allein, wenn du dir Sorgen machst, Angst hast oder dich über den Klimawandel aufregst. Manchmal scheint es einfacher zu sein, nichts zu wissen. Aber wenn du dir jetzt einige der schwierigen Aspekte bewusst machst, fällt es dir später leichter, einen Weg zu finden, positiv und hoffnungsvoll zu bleiben und dich zum Handeln inspirieren zu lassen. Wenn dir das alles jedoch zu viel wird: Hör auf, mach eine Pause und komm später darauf zurück.“
In einer anderen Lektion heißt es:
Selbst die Optimistischsten unter uns haben manchmal Tage, an denen sie sich angesichts einer Zukunft im Zeichen des Klimawandels niedergeschlagen fühlen. Wie können wir in diesen dunklen Tagen Hoffnung finden?
Der Klimawandel kann überwältigend sein und eine ganze Bandbreite an Emotionen hervorrufen; er kann sich wie eine riesige Last auf deinen Schultern anfühlen. Aber es ist keine Last, die du alleine tragen musst. Darüber mit den Menschen in deinem Umfeld zu sprechen, wird dir helfen … zumindest wirst du wissen, dass du nicht allein bist.
In einem Leitfaden zum Thema „Über den Klimawandel sprechen“ rät Cool (der Wetter mit Klima gleichsetzt) den Lehrkräften:
Der Klimawandel kann bei vielen von uns Gefühle wie Traurigkeit, Sorge, Angst und Trauer auslösen, insbesondere bei jungen Menschen, die die Auswirkungen des Klimawandels bereits am eigenen Leib erlebt haben, beispielsweise durch Buschbrände (sic) oder Überschwemmungen (sic).
Wenn man mit Schülern über den Klimawandel spricht, ist es wichtig, ein sicheres und positives Unterrichtsklima zu schaffen, das zur Teilnahme und Zusammenarbeit ermutigt, ohne diejenigen unter Druck zu setzen, denen es vielleicht schwerfällt, ihre Gedanken oder Gefühle mitzuteilen. Denken Sie daran: Nur weil ein Schüler in Ihrer Klasse möglicherweise ein Ereignis erlebt hat, das mit dem Klimawandel zusammenhängt, ist es nicht seine Aufgabe, den Rest der Klasse darüber aufzuklären… Es kann sinnvoll sein, ihnen einige Bewältigungsstrategien aufzuzeigen, wie zum Beispiel tiefes Atmen, einen Spaziergang machen, sich eine Auszeit nehmen, Tagebuch schreiben, zeichnen oder Musik hören.
Wenn alles andere fehlschlägt, vermittelt Cool Kontakte zu Kids HelpLine, Headspace, Beyond Blue Youth und Lifeline.
In einem Video von „Hope Framework“ erklärt „Hamish von Cool.org“ den Lehrkräften, dass das aktuelle Klima sie und ihre Klassen verunsichern kann: „Die Welt kann sich manchmal wie ein ziemlich unglücklicher und unfreundlicher Ort anfühlen.“ Die Schüler müssen sich mit den Themen auseinandersetzen, jedoch auf eine Weise, die ihre psychische Sicherheit gewährleistet. Die Unterrichtseinheiten von Cool, sagt er, basieren auf Beiträgen von Psychologen, Beratern, Wissenschaftlern „und allen möglichen Experten aus dem Bildungsbereich“.
Cool spielt gute Nachrichten gerne herunter und sagt den Kindern:
Im Jahr 2023 gab es über 220 extreme Wetterereignisse. Die Zahl der durch Wetterereignisse verursachten Todesfälle stieg im Vergleich zum Vorjahr um 30 % … und unsere Fähigkeit, damit umzugehen, nimmt ab.
Tatsächlich ist das Risiko, an Wetterkatastrophen zu sterben, im letzten Jahrhundert um mehr als 99,5 % gesunken, was vor allem auf bessere Vorhersagen, den Transport von Lebensmitteln und die Infrastruktur zurückzuführen ist. Der von Cool angeführte „Anstieg“ ist eine extreme selektive Auswahl.
Cool sagt, dass „die derzeitige Erwärmung mit nichts zu vergleichen ist, was die Menschheit je erlebt hat“.
Das ist Unsinn. Die mittelalterliche, die römische und die minoische Warmzeit waren vergleichbar oder sogar stärker ausgeprägt als heute, und die Nahrungsmittelüberschüsse ermöglichten damals groß angelegte Bauvorhaben und öffentliche Arbeiten.
Cool neigt stets dazu, alles schwarz zu malen, wie in einer Unterrichtsstunde für 15-Jährige:
Ernährungssicherheit und Klimawandel in Australien. Dabei geht es um eine auf Klimamodellen basierende Darstellung der „potenziellen Risiken des Klimawandels für die Ernährungssicherheit in ganz Australien“. Es wird sogar eine „GFC“, also eine globale Nahrungsmittelkrise, heraufbeschworen: „Viele Experten sagen voraus, dass sich diese Krise in den nächsten 40 Jahren verschärfen wird“, so Cool.
Tatsächlich zeigen die Statistiken von ABARE, dass sich die nationalen Weizenerträge seit 1980 verdoppelt und die Produktion verdreifacht haben. Doch Cool mahnt: „Der Klimawandel könnte all das ändern“, und zwar aufgrund von imaginären Hitzewellen, Trockenheit und Extremereignissen.
„Die für die Nahrungsmittelproduktion so wichtigen obersten Bodenschichten sind während einer Dürre einem erhöhten Risiko ausgesetzt, auszutrocknen und verweht zu werden. Habt ihr schon einmal einen Staubsturm gesehen oder erlebt?“
Cool präsentiert Kindern veraltete, alarmistische Videos von Wohltätigkeitsorganisationen (beide Videos sind mittlerweile über 13 Jahre alt) über zukünftige Nahrungsmittelkrisen. [7] Die Kinder werden dazu angehalten, „ihren eigenen Gemüsegarten anzulegen“ – wie viele Lehrer graben denn selbst Kartoffeln aus?
Grundschulkinder erhalten eine Lektion in Sachen Aktivismus, begleitet von einem Bild, das hilfreicherweise das Plakat eines Demonstranten zeigt: „Hört auf zu leugnen, dass die Erde stirbt.“ Die Lektion beginnt:
10 Jahre zum Handeln! Zeit, sich zu beeilen und für das Klima einzutreten! Wissenschaftler schätzen, dass wir 10 Jahre Zeit haben, um unseren CO2-Ausstoß auf andere Weise zu verändern…
Ich konnte nicht herausfinden, ob diese Lektion von vor 5, 10 oder 20 Jahren stammt, d. h. ob der Planet bereits zusammengebrochen ist.
Ein weiteres großes Anliegen von Cool sind Windkraftanlagen.
Wind ist eine wunderbare Möglichkeit, Strom zu erzeugen. Windenergie ist eine erneuerbare Energiequelle, die entsteht, sobald der Wind weht! Sie ist eine kontinuierliche, umweltfreundliche Energiequelle. Der Umstieg auf Windenergie ist ein Schritt in Richtung einer klimapositiven Zukunft.
Die unbeständige Windenergie als „kontinuierlich“ zu bezeichnen, ist jedoch – gelinde gesagt – etwas weit hergeholt.
Cool widmet mehrere Lektionen für Kinder der Bekämpfung von „Klimaleugnung und Desinformation“ und schafft dabei Strohmänner, die es zu widerlegen gilt, anstatt sich mit echter wissenschaftlicher Skepsis auseinanderzusetzen. Nach meinen Recherchen fordert Cool die Kinder zu keinem Zeitpunkt dazu auf, sich mit etablierten Skeptikern wie Anthony Watts, Joanne Nova und dem Physik-Nobelpreisträger von 2022 John Clauser auseinanderzusetzen. Was Cool als „Mythen“ der Leugner bezeichnet, erscheint mir ziemlich sachlich, wie zum Beispiel Mythos 3: „Erneuerbare Energien sind teuer“ und Mythos 4: „Solar- und Windenergie funktionieren nicht, weil sie vom Wetter abhängig sind.“
Cool schickt Kinder an die Front der Klimakriege:
Arbeitsblatt für Schüler:
Die Leugnung des Klimawandels nimmt unter Teenagern zu. Welche Rolle spielen Schulen deiner Meinung nach bei der Bewältigung dieses Problems? Was sollten Schulen tun?
Cool beklagt, dass die Skepsis dazu führt, dass …
… „Mächtige wirtschaftliche Interessenam Werk sind: Die fossile Brennstoffindustrie finanziert seit Jahren Desinformationskampagnen, um derartige Zweifel am Klimawandel zu schüren …“
Cool geht nicht auf die Milliardenbeträge ein, die für Alarmismus und Propaganda ausgegeben werden.
Im Unterricht werden die Kinder angewiesen, sich in Fünfergruppen zusammenzufinden, um ihre Reaktionen auf (angeblich) skeptisches Material zu vergleichen und Themen zu diskutieren wie: „Welche Konsequenzen könnte Leugnung in Bezug auf Maßnahmen gegen den Klimawandel haben?“ Sie sollen
„ein kurzes Video erstellen …, um Klimadesinformation zu bekämpfen und das Umweltengagement im Bereich Klimawandel zu stärken … Die Schüler können ihre fertigen Videos einem Publikum präsentieren.“
Cool erklärt den Kindern, wie sie eine „Klimawandel-Broschüre“ für Erwachsene erstellen können, wobei die Kinder „überzeugende Beweise“ zusammenstellen. In Cool’s schöner neuer Welt werden Kinder „aufgeklärt“ und „klären“ dann ihre Eltern auf. Cool lässt dabei sicherlich nichts aus: Er erklärt den Kindern, dass Schnee in Texas „ein Symptom der Erwärmung der Atmosphäre ist und nicht deren Widerlegung“.
Zu Cools „seriösen“ Quellen für Kinder gehören Tim Flannerys Climate Council, die WWF-Lobby, The Conversation und das [australische] Bundesamt für Klimawandel.
Andere Unterrichtseinheiten behandeln das Thema „Klimawandel erkunden“ (15-Jährige) nicht anhand naturwissenschaftlicher Inhalte, sondern anhand von Damon Gameaus Propagandafilm „2040“, der vorgibt, dass umweltpolitische Maßnahmen in 15 Jahren alle Probleme gelöst haben werden. Wie üblich bewerten die Kinder gegenseitig ihre Antworten, was jeglichen Zynismus riskant macht.
Cool sagt, dass seine Unterrichtseinheit „Leben mit dem Klimawandel“ …
… Schuldgefühle, Ängste oder Traurigkeit hervorrufen kann, wenn die Schüler etwas über die Herausforderungen unseres Planeten lernen… Vielleicht möchten Sie die Schüler daran erinnern, dass das Verständnis dieser Themen und Kampagnen wie die „Earth Hour“ kleine Schritte in Richtung einer gesünderen, nachhaltigeren Welt sind.
Apropos Kampagnen: Cool liebt Greta Thunberg (mittlerweile eine fanatische Palästina-Unterstützerin) und zitiert sie:
„Wenn sich genug Menschen zusammenschließen, wird es zu Veränderungen kommen und wir können fast alles erreichen. Anstatt also nach Hoffnung zu suchen – fangt an, sie zu schaffen.“
Cool lobt auch „Schulstreik für das Klima“ als „eine der größten Bewegungen in der australischen Geschichte, an der Schüler aller Altersgruppen, Hautfarben, Geschlechter, Hintergründe und sexuellen Orientierungen teilnehmen“. Ist es nicht seltsam, dass externe Pädagogen zum Schule schwänzen aufrufen?
[1] Cool-Jahresbericht, 2023. Spätere Berichte sind nicht verfügbar.
[2] Aufgrund der Paywall von Cool führen Links möglicherweise nur zu bruchstückhaften Inhalten. Insbesondere die Cool-Powerpoint-Präsentationen sind ohne Abonnement nicht zugänglich.
[3] Cape Otway – In den letzten Jahren wurden Tausende von Koalas aufgrund von Überbevölkerung und der Gefahr des Hungertodes sterilisiert oder eingeschläfert.
[4] Behauptungen im Smithsonian, wonach die Monarchfalter unter durch den Klimawandel verursachten Trockenperioden leiden, sind Unsinn. Der IPCC selbst findet keine Belege dafür, dass die Erwärmung Dürren verstärkt.
[5] Laut dem Jahresbericht 2023 von Cool lauten die langfristigen Ziele: 250.000 Lehrer und 250.000 Eltern als Lehrkräfte sowie 500.000 internationale Pädagogen, insgesamt also 1 Million. Das Unternehmen möchte die Bereitschaft der Schüler, zu den angesprochenen Themen aktiv zu werden, von etwa 66 % auf 93 % steigern.
[6] Die Kimberleys verkauften Just Jeans im Jahr 2001 für 64 Millionen Dollar.
[7] Cool greift zudem Al Gores altbekannte Fiktionen aus „Eine unbequeme Wahrheit“ von 2006 wieder auf und wiederholt Gores verfehlte Prognose: „Es wird keinen Schnee mehr auf dem Kilimandscharo geben.“
Link: https://cliscep.com/2026/06/04/the-lies-they-tell-our-schoolkids-about-warming-part-2/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE