Die 16 wärmsten Maimonate Deutschlands – eine Bundesligatabelle

Copernicus macht den Mai heiß –

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Copernicus ist kein Mensch, sondern das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union. Unter anderem mischen sich die „Experten“ auch ins Klima ein, natürlich immer im Sinne wie bestellt. Sie bezeichnen den Mai 2026 als den weltweit zweitwärmsten seit den Wetteraufzeichnungen.

Die Medien übernehmen ungeprüft solche Aussagen und Behauptungen und setzen dann meist noch eins drauf. Nie wird nach Diagrammen oder Angaben für heiße Länder gefragt.

Ein gedanklicher Überschlag soll zeigen, dass diese Maibehauptungen nicht stimmen können: Es gibt 195 Länder auf der Erde. Wäre dieser Mai weltweit tatsächlich der zweitwärmste gewesen, dann müsste er mindestens bei 100 Ländern an erster Stelle sein, damit als Schnitt der 2.Platz erreicht wird. Aber kein einziges Land wird genannt. Hier einige Gegenbeispiele; Arktis, Grönland, Island, Alaska, Antarktis. Südamerika, USA, Osteuropa (Balkan, Polen, Baltikum), Indien, Australien… alles im Normalbereich im Vergleich zu 1990-2020 (ERA5 Copernicus-Daten)

Gehen wir zu Deutschland und ordnen den Mai 2026 seit den Temperaturaufzeichnungen ein. Den diesjährigen Mai 2026 hat der Deutsche Wetterdienst mit 14,05 C gemittelt anhand der heutigen Wetterstationen, erfasst mit den heutigen wärmeren Messstandorten und den heutigen Messmethoden. Wir haben schon oft darauf hingewiesen, dass das Startjahr der DWD Betrachtungsreihe in einer Kältedepression lag, die bis nach 1900 anhielt. Diese Aussage trifft auch auf den Monat Mai zu. Von einem Kältetal aus betrachtet geht es immer nach oben.

So ist der Mai 2026 in Deutschland einzuordnen. Durchschnittlich! Im Gebietsmittel alles ok.

Es existieren auch länger zurückliegende Deutschlanddaten, die sich aber nur auf wenige Stationen berufen können, bzw. die Daten wurden interpoliert. Bitte beachten: Die Wetterstationen vor 200 Jahren standen an viel kälteren Plätzen als heute und trotzdem waren die Maimonate teilweise wärmer. Wir verwenden für die nächste Grafik die Deutschlanddaten ab 1800, erst seit 1881 sind es die offiziellen DWD-Daten. Quelle

Überprüfung der Copernicus-Behauptungen für Deutschland: Wir nehmen deshalb das Jahr 1800 als Beginn der Wetteraufzeichnungen. In der folgenden Grafik 1 sind die wärmsten Maimonate in Form einer Tabelle aufgelistet. Man achte auf die Jahreszahlen der warmen Maimonate. Seit 1958, dem Beginn der stark steigenden CO₂-Konzentrationsmessungen sind nur 4 Maienjahre dabei.

Grafik 1: Unser Dichter Johann Wolfgang Goethe lebte noch zu den Zeiten des viertwärmsten Maimonats (1811) in Deutschland. Der Mai 2024 ist an 10. Stelle. Ein Ausreißer aus der Neuzeit, der sonnenreiche Mai 2018 führt die Deutschland-Tabelle an. Der Mai 2026 liegt immerhin im ersten Viertel, aber niemals der zweitwärmste.

Ergebnis: Was Copernicus behauptet, gilt für Deutschland überhaupt nicht!!

Der bisherige Sieger: Der Mai 2018 war u.a. deshalb so warm, weil er bei vielen der etwa 2000 DWD-Messstationen einen Rekord an Sonnenstunden brachte. Die Sonne bestimmt die Wärme. Und die heutigen DWD-Wetterstationen stehen bevorzugt in Wärmeinseln, was vor über 100 Jahren überhaupt nicht der Fall war. Viele Sonnenstunden von April bis September führen immer zu warmen Monaten. Ein weiterer Aspekt in dieser Betrachtung ist der Durchschnitt der Tagesminimum-Temperaturen. Nachfolgend sind drei Grafiken mit Originaldaten des DWD (Gebietsmittel) ab dem Jahr 1988. In der nächsten Grafik sind alle verfügbaren Einzelstationen des DWD gemittelt. Man vergleiche mit den Sonnenstunden.

Grafik 2a/b: Zwischen Sonnenstunden und den Mai-Tagestemperaturen besteht ein eindeutiger Zusammenhang.

Erkenntnis: Von einer gefährlichen Klimaüberhitzung sind wir in Deutschland weit entfernt!!

Vergleich der deutschen Maimonate mit den CO₂-Messungen: Die Keeling Kurve seit 1958

Nur 4 der 16 wärmsten Maimonate Deutschlands (2018, 2024, 2000,1993) liegen im Zeitraum der ansteigenden CO₂-Keeling-Kurve. 2021 noch 419,80 ppm, Mai 2026: 432 ppm

Grafik 3: Die CO₂-Konzentrationen der Atmosphäre steigen vor allem nach dem Kriege stark an. Behauptet wird von der Treibhauskirche, dass die Ursache des CO₂-Anstieges fast ausschließlich anthropogenen Ursprunges wäre. Wird behauptet, ohne Nachweis. Und ebenso, dass fast nur CO₂ der weltweite Temperaturregler wäre.

Fazit: Die europäische Erdüberwachungsorganisation hat wieder einmal was berichtet, ohne irgendwelche Beweise vorzulegen. Noch glaubt die Mehrheit der Deutschen diesen Voodoo-Klimaaussagen. Wie lange noch?

Abschließend eine Bemerkung zum aktuellen Monat Juni: Mit 15,9 ° ist die erste Juni-Dekade in Deutschland im Vergleich zu 1961-1990 (aktuelle Abweichung!) 1,2 Grad zu heiß. Quelle: https://www.mtwetter.de/ Es müsste also (noch) kälter sein. Gestern hörte man in den Wetterberichten noch: Für diese Jahreszeit zu kalt. Was denn nun?

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher, weil Rentner.