Die trockensten Sommer in Europa traten während der kältesten Jahrhunderte auf

Cap Allon

Hier folgen zwei Kurzbeiträge, die beschreiben, dass einige heute der globalen Erwärmung zugeschriebenen Extremwetter-Ereignisse während der bekannten Kaltzeiten früherer Jahrhunderte viel stärker ausgeprägt waren als heute. A. d. Übers.

In einer aktuellen Studie wurden Sauerstoffisotope aus den Jahresringen alpiner Bäume herangezogen, um das europäische Sommerhydroklima der letzten 9.000 Jahre zu rekonstruieren.

Die in alten Bäumen gespeicherten chemischen Informationen können Aufschluss darüber geben, ob die Sommer zu der Zeit, als diese Bäume wuchsen, feuchter oder trockener waren.

Die Forscher stellten einen langfristigen Trend zur Trockenheit im gesamten Holozän fest, doch die trockensten rekonstruierten Sommer traten nicht während der Warmzeiten in Europa auf. Sie fielen in die Kleine Eiszeit, insbesondere in das 18. und 19. Jahrhundert.

Die Autoren stellen fest, dass ein Großteil Europas „während des größten Teils des vorindustriellen Holozäns nicht nur wärmer, sondern auch feuchter war“. Sie bringen die feuchteren Bedingungen im frühen bis mittleren Holozän zudem mit der afrikanischen Feuchtperiode in Verbindung, als die heutige Sahara weitaus grüner war als heute.

Die römische Warmzeit und die mittelalterliche Warmzeit werden ebenfalls als relativ feuchte Phasen identifiziert, nicht als von Dürre heimgesuchte Warnungen aus der Vergangenheit.

Die vereinfachende Gleichung „wärmer gleich trockener“ wird durch Europas eigene langfristige Proxydaten nicht gestützt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Weiter gedacht tritt dasselbe Problem auch in den umfassenderen Holozän-Daten auf.

Proxy-Daten deuten seit langem auf ein wärmeres frühes bis mittleres Holozän hin, auf das eine langfristige Abkühlung folgte. Die Baumgrenzen lagen höher. Die arktischen Gletscher waren kleiner oder fehlten in vielen Gebieten gänzlich. In Teilen Russlands reichten die Wälder weiter nach Norden. Die Sommertemperaturen lagen in vielen Regionen der hohen Breitengrade über den Durchschnittswerten des 20. Jahrhunderts.

Dennoch ergaben viele Klimamodell-Simulationen das Gegenteil: eine allmähliche Erwärmung im Holozän.

Diese Diskrepanz ist als das „Holozän-Temperatur-Rätsel“ bekannt. Der CO₂-Gehalt stieg während eines Großteils des Holozäns langsam, während ein Großteil der Proxies auf eine Abkühlung hindeutet, die durch natürliche Faktoren wie Bahnänderungen und eine abnehmende sommerliche Sonneneinstrahlung verursacht wurde.

Die Indizien sind physikalische Beweise: Baumchemie, Baumgrenzen, Gletscherränder, vergrabene Wälder, Seesedimente und Eis. Sie deuten auf ein wärmeres frühes Holozän hin, gefolgt von einer langen Abkühlung, als die sommerliche Sonneneinstrahlung nachließ, obwohl der CO₂-Gehalt langsam stieg. Viele Modelle liefern das Gegenteil, weil sie dem steigenden CO₂-Gehalt mehr Gewicht beimaßen als den natürlichen Kräften, die in der Landschaft ihre Spuren hinterlassen haben.

Die alten Klimadaten sagen das eine. Die modellierte Welt sagt etwas anderes. Ich weiß, wem ich vertraue.

Das gleiche Problem taucht auch in der Historie nordamerikanischer Flächenbrände auf…

——————————————

Nordamerika: Während der Kleinen Eiszeit waren verbrannte Flächen viel größer

Eine Studie aus dem Jahr 2025 in „Nature Communications“ nutzte mehr als 1.800 Standorte mit Brandnarben in Baumringen in den Vereinigten Staaten und Kanada, um die historische Brandaktivität mit dem Zeitraum der Satellitenbeobachtung von 1984 bis 2022 zu vergleichen.

Aufgrund dieser alten Aufzeichnungen über Brandspuren hätte man erwarten können, dass diese Standorte zwischen 1984 und 2022 insgesamt 4346 Mal abgebrannt wären. Tatsächlich brannten sie jedoch nur 989 Mal ab. Die moderne Brandhäufigkeit betrug somit nur 23 % des historischen Niveaus.

Das Jahr mit der größten Brandausbreitung in der Neuzeit war 2020, als 6 % der Standorte abbrachen. Dies entsprach in etwa dem historischen Durchschnitt. Es lag bei weitem nicht an dem historischen Höchstwert von 29 % im Jahr 1748, mitten in der Kleinen Eiszeit.

Die Studie ergab außerdem, dass Jahre ohne dokumentierte Brände in der heutigen Zeit mehr als 100-mal häufiger vorkamen als im Referenzzeitraum von 1600 bis 1880.

Die Behauptung der Klima-Chaoten, dass die heutige Erwärmung zu einer historisch beispiellosen Häufigkeit von Bränden in Nordamerika geführt habe, wird durch die Realität nicht gestützt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-june-cold-persists-in-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE