Beobachtungen widersprechen dem Drehbuch
Cap Allon
Die Ozeane erwärmen sich. Die Niederschläge werden heftiger. Das Meereis schmilzt. Der Schnee verschwindet. Die Stürme werden heftiger. CO₂ erklärt alles.
So lautet das gängige Narrativ.
Eine Studie des dänischen Physischen Geografen und Klimaforschers Ole Humlum aus dem Jahr 2026 widerspricht dem jedoch.
Ozeane
Argo-Daten aus den Jahren 2004 bis 2021 zeigen, dass sich die oberen 1.900 m der Weltmeere um etwa 0,037 °C erwärmt haben.
Das ist eine winzige Veränderung, und sie verläuft nicht gleichmäßig. Die tropischen Ozeane erwärmten sich hauptsächlich in der Nähe der Oberfläche. Die Ozeane rund um die Antarktis erwärmten sich bis in eine Tiefe von etwa 500 m. Die Ozeane rund um die Arktis kühlten sich sogar ab.
Meeresspiegel
Der Meeresspiegel wird in Metern angegeben. Viele Pegelmesser zeigen, wenn überhaupt, Zentimeter an.
Humlum nennt Korsør in Dänemark, wo Messungen seit 1897 einen linearen Anstieg von etwa 0,83 mm pro Jahr zeigen.
Setzt sich dieser Trend fort, beträgt der Anstieg bis 2150 etwa 10 cm.
Meereis
Zwar ist das arktische Meereis seit Beginn der Satellitenbeobachtung zurückgegangen, doch hat es nicht den drastischen Einbruch genommen, wie er in Krisenprognosen dargestellt wird.
Humlum stellt fest, dass die arktische Meereisfläche im September zwischen 2022 und 2025 deutlich über allen Modellprognosen des IPCC lag:
Die Schneebedeckung der nördlichen Hemisphäre wird seit den frühen 1970er Jahren per Satellit gemessen.
Humlum zeigt, dass die durchschnittliche Schneebedeckung weitgehend stabil geblieben ist.
Die Schneebedeckung im Winter ist sehr stabil. Im Frühling und Sommer ist sie leicht rückläufig. Im Herbst ist sie leicht gestiegen.
Stürme
Stürme retten die Geschichte nicht.
Humlum stellt seit 1980 keinen eindeutigen Aufwärtstrend bei der Zahl der tropischen Wirbelstürme weltweit fest.
Die kumulierte Zyklonenenergie im Atlantik zeigt Schwankungen, aber keine geradlinige Krisenkurve.
Regen
Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Diese Tatsache wird immer wieder herangezogen um zu behaupten, dass die globale Erwärmung zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Niederschlagslage führen müsse.
Humlum legt jedoch globale Niederschlagsdaten von 1979 bis 2026 vor und stellt einen Trend fest, der nahe bei Null liegt:
Wolken
Wolken spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Humlum verweist auf einen Rückgang der globalen Wolkendecke von etwa 64 % auf 61 % zwischen den frühen 1980er Jahren und 2019. Im ungefähr gleichen Zeitraum stieg die globale Temperatur Berichten zufolge um etwa 0,7 °C.
Weniger Wolken bedeuten, dass mehr Sonnenenergie die Erdoberfläche erreicht. Das ist grundlegende Strahlungsphysik.
Klimamodelle tun sich mit Wolken schwer.
Doch Wolken sind einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die kurzfristige Temperatur.
In Europa lässt sich dieser Zusammenhang deutlich erkennen.
Copernicus zufolge hat die Sonnenscheindauer über dem europäischen Festland in den letzten vier Jahrzehnten zugenommen. Und seit 2006 war jedes Jahr (mit Ausnahme von 2010) sonniger als der Durchschnitt der Jahre 1991–2020.
Im Jahr 2025 lag die Sonnenscheindauer in Europa etwa 5 % über dem Durchschnitt:
Die Bewölkung lag im Jahr 2025 unter dem Normalwert, mit einer landesweiten Abweichung von etwa -3 %:
Bei genauerer Betrachtung zeigen die DWD-Daten (unten) Gleiches für Deutschland.
Das obere Diagramm stellt die höchste in Deutschland seit 1951 gemessene Temperatur pro Jahr dar. Das untere Diagramm zeigt die jährliche Sonnenscheindauer im gleichen Zeitraum. Beide weisen einen Aufwärtstrend auf.
Das Rekord-Hitzejahr 2003 verzeichnete auch die höchste Sonnenscheindauer in der Reihe.
Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland 1.187 kWh/m², eine der höchsten Werte seit Beginn der zuverlässigen Aufzeichnungen im Jahr 1983:
Weniger Wolken. Mehr Sonnenschein. Mehr Sonneneinstrahlung erreicht die Erdoberfläche.
Ein klarerer Himmel lässt die Tageshöchsttemperaturen steigen. Durch die wärmestauende Lage der Messstationen steigen diese Werte noch weiter. Städtische Oberflächen und ungünstige Standorte lassen zudem die nächtlichen Tiefsttemperaturen steigen, da sie die Wärme speichern.
Weniger Wolken und die zunehmende Urbanisierung treiben die „globale Erwärmung“ voran.
Die Frage ist nur, in welchem Ausmaß.
Link: https://electroverse.substack.com/p/sunshine-village-reopens-for-summer?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE






