Met Office: Weitere Temperatur-Manipulationen aufgedeckt
H. Sterling Burnett
Neue investigative Untersuchungen legen nahe, dass die Wahrscheinlichkeit 10.000 zu 1 gegen die Behauptung spricht, dass die manipulierten Wetterstationen des britischen Met Office – des offiziellen Wetter- und Temperaturdienstes von UK – die Temperaturen korrekt melden.
Der unabhängiger britische Forscher Dr. Eric Huxter untersuchte ein Jahr lang Temperaturdaten von 96 kompromittierten Wetterstationen, die vom Met Office betrieben werden, um einen unnatürlichen Anstieg der täglichen Höchsttemperaturen im Vergleich zu einer gut gelegenen Station zu erklären. Das Problem ist nicht nur die schlechte Lage, sondern auch ein Unterschied in der verwendeten Messtechnik. Neuere Technologien sind in der Lage, winzige, nur eine Minute oder kürzer dauernde Hitzespitzen zu erfassen, insbesondere im Vergleich zu den früheren Glasthermometern, die solche Spitzen nicht registrieren konnten. Solche kurzfristigen, stark lokal begrenzten Spitzen können die von einer Station gemeldeten Höchst-, Tiefst- und Durchschnittstemperaturen erheblich verzerren.
Huxter verglich elektronische Messungen an qualitativ als minderwertig eingestuften Stationen, da ihr Standort den städtischen Wärmeinseleffekt durch nahegelegene künstliche Wärmequellen reflektiert, mit den Temperaturen, die an einer ländlichen Temperaturmessstation der Kommission für Beobachtungsinstrumente und -methoden (CIMO) aufgezeichnet worden sind. CIMO-Stationen werden von der Weltorganisation für Meteorologie als Stationen mit dem höchsten Standard und „Referenzqualität“ definiert, die so konzipiert und angeordnet sind, dass sie nur minimale Umwelteinflüsse erfahren, wodurch hochpräzise Daten gewährleistet werden, wobei der Abstand zu Wärmequellen maximal 100 Meter beträgt.
Chris Morrison beschreibt in einem Beitrag für „The Climate Skeptic“ Huxter’s Vorgehensweise:
Im Rahmen seines einjährigen Projekts untersuchte Dr. Huxter 340 Tageshöchsttemperaturen, die an 96 Stationen des Met Office aufgezeichnet worden waren, und stellte fest, dass an diesen Standorten durchschnittliche kurze Temperaturspitzen von etwa 1,1 °C auftraten. Die meisten dieser Spitzen traten im Zusammenhang mit Tagesrekorden an Standorten der CIMO-Klassen 3, 4 und 5 auf. Diese Standorte weisen international anerkannte „Unsicherheiten“ oder mögliche Fehler von 1 °C, 2 °C bzw. 5 °C auf. Da Temperaturspitzen jedoch auch auf natürliche Weise auftreten können, konsultierte Huxter die minutengenauen Temperaturdaten eines ganzen Jahres an einem unberührten Standort der Klasse 1 in offenem Ackerland bei Rothamsted. Aus den erworbenen Aufzeichnungen – insgesamt 525.541 – konnte er eine Basiswahrscheinlichkeitskontrolle erstellen.
Die große Diskrepanz zwischen den Temperaturwerten der unberührten CIMO-Messstation und denen der beeinträchtigten Stationen an Tagen mit „Spitzenwerten“ lässt sich kaum auf tatsächliche Temperaturunterschiede zurückführen, sondern eher auf Unterschiede hinsichtlich des Standorts oder der Technologie.
Zu den unterschiedlichen Ergebnissen, die zumindest teilweise auf unterschiedliche Technologien zurückzuführen sind, schreibt Morrison:
Die tägliche Höchsttemperatur ist neben der Tiefsttemperatur ein entscheidender Wert für die Berechnung der Durchschnittstemperaturen und liegt den allgegenwärtigen Behauptungen des Met Office über „die heißesten Tage aller Zeiten“ zugrunde. Wenn die automatisierten Sensoren, die viel schneller reagieren als die alten Quecksilberthermometer, kurzzeitige, überhöhte Spitzenwerte erfassen anstatt die tatsächlichen Umgebungstemperaturen, dann verzerren diese Ausreißer letztendlich alle Tages-, Monats-, Jahres- und Jahrzehntdurchschnitte. Letztendlich gelangen einige dieser Daten in globale Datensätze und tragen dazu bei, das Ausmaß der jüngsten zyklischen globalen Erwärmung zu übertreiben.
Extreme Beispiele für Hitzespitzen sind keine Seltenheit. Am 1. Mai letzten Jahres gab das Met Office an, dass seine Station in Kew Gardens [bei London] um 14:59 Uhr eine Temperatur von 29,3 °C gemessen habe. Von der BBC verbreitet, galt dies als die höchste jemals an diesem Tag in UK gemessene Temperatur. Doch die Temperatur lag ganze 2,6 °C über der um 14 Uhr gemessenen und nicht weniger als 0,76 °C über dem Wert, der eine Minute später zur vollen Stunde gemessen worden war.
Das Met Office ist sich des Problems bewusst, hat es jedoch bei der Berichterstattung über tägliche, monatliche und jährliche Temperaturrekorde ignoriert. Das Amt behauptet, es habe die Daten „korrigiert“, um den städtischen Wärmeinseleffekt und anomale kurzfristige Spitzenwerte zu berücksichtigen, ohne jedoch zu präzisieren, wie dies geschieht. Es behauptet lediglich: „Alles, was wir beim Met Office tun, basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die einer Peer-Review unterzogen wurden, und unterliegt einer externen Überprüfung.“
„Um sicherzustellen, dass wir [das Met Office] die Kontinuität der Langzeitdatensätze gewährleisten, wenden wir wissenschaftlich geprüfte Methoden an, bei denen – sofern Stationen geschlossen wurden – gut korrelierte Beobachtungen von anderen nahegelegenen Stationen herangezogen werden, um den Langzeitdurchschnitt zu ermitteln“, so das Met Office. Die Behörde hat jedoch weder ihre Verfahren zur Korrektur der festgestellten Probleme offengelegt noch die kurzfristigen Abweichungen zwischen verschiedenen Arten von Messgeräten erörtert oder erklärt, warum man den Temperaturwerten von Stationen vertrauen sollte, die auf der Grundlage von Messungen aus der Nähe geschlossen oder durch neue Technologien und andere Standorte ersetzt worden sind. Das ist keine solide wissenschaftliche Forschungsmethodik für die Zusammenstellung und Berichterstattung von angeblich „kontinuierlichen Aufzeichnungen“. Es ist nicht das erste Mal, dass Schwachstellen in den Daten des Met Office unter die Lupe genommen oder aufgedeckt wurden. Ich habe ähnliche Erkenntnisse vor fast einem Jahr, im Juni 2025, bei Climate Change Weekly erörtert. Ich habe auch den Austausch von Temperaturmessstationen in den Vereinigten Staaten thematisiert, bei dem Datenerfasser neue Stationen an einem anderen Standort unzulässigerweise so behandeln, als wären sie eine Fortsetzung zuvor bestehender, geschlossener Standorte. Das Ergänzen von Daten aus nicht existierenden Standorten, sogenannten „Geisterstationen“, durch Mittelwertbildung aus nahegelegenen Standorten oder die Behandlung eines neuen Standorts als denselben ist keine fundierte Wissenschaft, liefert keine legitimen „Daten“ (Zahlen, die einer legitimen Datenqualitätsprüfung standhalten würden) und sollte nicht zur Meldung von Temperaturen verwendet werden, geschweige denn von angeblich „rekordverdächtigen“ Temperaturen.
Quelle: The Climate Skeptic
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-579-climate-lawfare-under-counterassault-finally/, zweite Meldung
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE