Es ist an der Zeit, dass das britische Wetteramt seine unbrauchbaren Temperaturstatistiken reformiert, bevor es zu spät ist

Chris Morrison, DAILY SCEPTIC

Vor zwei Jahren schockierte der „Daily Sceptic“ die Welt der Klimawissenschaft mit der Enthüllung, dass das britische Met Office die jüngste Erwärmung künstlich aufblähte, indem es gezielt Messdaten von Stationen sammelte, die so stark durch unnatürliche Wärmequellen verfälscht waren, dass die Zahlen realistischerweise als wertlos bezeichnet werden konnten. Fast 80 % seines 380 Stationen umfassenden Netzwerks, das sich über ganz Großbritannien erstreckte, befanden sich an Standorten, an denen mögliche internationale Messfehler zwischen 2 °C und 5 °C auftraten. Die Mainstream-Medien ignorierten die Geschichte weitgehend, da sie nicht in das politische Narrativ von „Netto-Null“ passte, doch die Informationen verbreiteten sich rasch in allen sozialen Medien. Warum wurde die Geschichte ignoriert? – Weil die höheren Temperaturen aus Großbritannien und andere ähnlich verfälschte Messwerte weltweit dazu beitrugen, die vermeintliche Erwärmungsrate in globalen Datensätzen anzukurbeln, und somit nützliche Alarmstimmung bei der Förderung der „Netto-Null“-Fantasie schürten. Doch wenn die „Netto-Null“-Stromausfälle beginnen und die Lebensmittelunruhen hoffentlich nicht ausbrechen, sobald die absichtlichen Beschränkungen für Kohlenwasserstoffe greifen, wird das Met Office aufgefordert werden, seine fragwürdige Rolle bei der Förderung des nicht existierenden Klimanotstands zu erklären – einer erfundenen Krise, die als einer der größten wissenschaftlichen Betrugsfälle aller Zeiten angesehen werden wird.

Das Met Office hatte zwei Jahre Zeit, um dringend notwendige Verbesserungen bei der Standortwahl seiner Wetterstationen vorzunehmen. Anhand eines Antrags nach dem Informationsfreiheitsgesetz (FOI) hatten wir damals aufgedeckt, dass 77,7 % seiner Stationen in den CIMO-Klassen 4 und 5 lagen, mit international anerkannten „Unsicherheiten“ von 2 °C bzw. 5 °C. Als wir im vergangenen September den Fortschritt überprüften, stellten wir fest, dass in den dazwischenliegenden 18 Monaten die Klassen 4 und 5 nun 80,6 % der Gesamtzahl ausmachten. Weit davon entfernt, die Angelegenheit ernst zu nehmen, entdeckten wir, dass das Met Office in diesem Zeitraum 20 neue Stationen eröffnet hatte, von denen erstaunliche 67,7 % bereits bei ihrer Inbetriebnahme in den ungenauen Klassen 4 und 5 eingestuft waren. Man könnte sich fragen, warum eine wissenschaftliche Organisation, die sich als Autorität für die Bereitstellung zuverlässiger, unverfälschter Statistiken zur Umgebungslufttemperatur versteht, so etwas überhaupt in Betracht ziehen würde.

Während viele Klimaforscher die Aufzeichnungen des Met Office offenbar ohne Weiteres für bare Münze nehmen und diese in ihre Klimamodellvorhersagen Eingang finden, widersetzt sich Associate Professor Nicola Scafetta dem Konsens der Fachwelt, indem er einige nahe liegende Korrekturen vorschlägt. In einer aktuellen Veröffentlichung über die Erkennung, Zuordnung und Modellierung des Klimawandels argumentierte er, dass in den jüngsten Temperaturaufzeichnungen eine Erwärmungsverzerrung bis 20 % vorliege, die auf die Auswirkungen der Urbanisierung zurückzuführen sei. Scafetta ist am Institut für Geowissenschaften, Umwelt und Georessourcen der Universität Neapel tätig. Er ist ein langjähriger Kritiker vieler der auf einer übertriebenen Erwärmung basierenden Ergebnisse von Computermodellen, die den politischen Prozess zur Netto-Null-Emissions-Ziele vorantreiben. Unter Verwendung modellierter Informationen scheint der Weltklimarat (IPCC) die Rolle natürlicher Klimaschwankungen zu ignorieren und gelangt zu der eindeutig falschen Schlussfolgerung, wonach die Erwärmung der Atmosphäre seit 1900 in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass Menschen Kohlenwasserstoffe verbrennen und Kohlendioxid freisetzen. In seiner neuesten Veröffentlichung legt Scafetta nahe, dass der menschliche Anteil an der Erwärmung seit etwa 1850 bei etwa 30 % liegen könnte.

Unberührte, verlässliche Außenlufttemperatur liefern Messstandorte der Klasse 1 in UK sind eine aussterbende Spezies – die Zahl der Stationen ist seit unseren letzten Informationsfreiheitsanfragen von 24 auf nur noch 19 gesunken. Es scheint, dass UK so überfüllt ist mit Flughäfen (über 100 Standorte), Solarparks, Umspannwerken, ummauerten Gärten sowie einer Vielzahl von Ziegelmauern und asphaltierten Flächen, dass das Met Office nur 19 Orte finden kann, an denen es keine Hindernisse gibt, welche die Aufzeichnung einer genauen Temperatur beeinträchtigen könnten.

Ja, das Met Office sagt dies tatsächlich auf seiner eigenen Website und merkt an: „Die höheren Klassen [1 und 2] sind in UK einfach nicht immer möglich … da es dort viele dicht besiedelte Gebiete gibt.“

Das ist kaum eine Entschuldigung, da rund 90 % der Fläche in UK aus ländlichen Gebieten bestehen. Anstatt sich lächerliche Erklärungen auszudenken, könnte das Met Office seine Zeit gewinnbringend damit verbringen, den Temperaturmessstandort am Flughafen Aberdeen ein paar Meter von seinem derzeitigen Standort zu verlegen, hier mit einem roten Punkt markiert:

Reichte das jährliche, mehrere Millionen Pfund schwere Budget des Met Office für den öffentlichen Sektor nicht aus, um die Wetterstation in Chertsey zu verlegen, bevor jemand einen Solarpark um sie herum errichtete?

Auf der Grundlage solcher zweifelhaften Daten verbreitet das Met Office seine Propaganda für die Netto-Null-Emissionsziele. Der Chefwissenschaftler Professor Stephen Belcher fordert diese, um „das Klima zu stabilisieren“, und berichtet, dass sich die Zahl der Tage mit 28 °C in UK zwischen 2014 und 2023 mehr als verdoppelt habe, während sich die Zahl der Tage mit über 30 °C im Vergleich zum Zeitraum 1961–1990 verdreifacht habe.

In einer bahnbrechenden aktuellen Forschungsarbeit, die von den Mainstream-Medien natürlich ignoriert wurde, hat der Bürgerwissenschaftler Dr. Eric Huxter schlüssige Beweise dafür vorgelegt, dass viele der jüngsten höheren Höchsttemperaturwerte und angeblichen „Rekorde“ auf die Einführung automatischer elektronischer Messgeräte in den letzten 30 Jahren zurückzuführen sind. Kurzfristige „Hitzespitzen“ von nur 60 Sekunden Dauer an verzerrenden „Junk-Stationen“ treiben viele tägliche Temperatur-Extremwerte in die Höhe, was letztlich zu einer stärkeren Erwärmung in den globalen Datensätzen führt. Anhand eines Jahres an Ein-Minuten-Aufzeichnungen an der makellosen Klasse-1-Station in Rothamsted erarbeitete Dr. Huxter eine Kontrollgruppe, um die an den unzuverlässigen Standorten festgestellten Spitzenwerte zu bewerten. Er stellte fest, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die an diesen unzuverlässigen Standorten beobachteten täglichen Extremwerte in Rothamsted auftreten würden, bei weniger als eins zu 10.000 liegt. Es scheint offensichtlich, dass ein 380 Stationen umfassendes Netzwerk von Standorten der Klasse 1 eine geringere Erwärmung ergeben würde als die, die derzeit als Grund dafür angeführt wird, dass das Land plötzlich auf die unverzichtbaren Kohlenwasserstoff-Bausteine des modernen industriellen Lebens verzichten soll.

In den letzten zwei Jahren, in denen seine Temperaturmessungen einer intensiven wissenschaftlichen und medialen Prüfung unterzogen wurden, befand sich das Met Office in einer Zwickmühle. Sein Messnetz ist größtenteils miserabel, und viele der Messwerte sind kaum zu glauben. Dennoch hat es die Situation in den letzten zwei Jahren tatsächlich noch verschlimmert. Es gerät in die Kritik, wenn es Verbesserungen vornimmt und versucht, die offensichtliche unnatürliche Wärmeverzerrung aus seinen Aufzeichnungen zu entfernen. Dies dürfte die Rate der jüngsten Erwärmung abschwächen und Fragen aufwerfen, warum es die Statistiken überhaupt dazu genutzt hat, Klimapanik zu schüren. Nichts zu tun ist natürlich schlimmer, aber das Met Office kann sich nach wie vor auf beträchtlichen Schutz durch die meisten Mainstream-Medien und die Politik verlassen.

Genau wie das Met Office war auch der US-Wetterdienst NOAA voll von Aktivisten, die mit ähnlich fragwürdigen Temperaturdaten für das „Netto-Null“-Ziel agitierten. Das hörte fast augenblicklich auf, als die Trump-Regierung das Ruder übernahm. Es wurde die Anweisung erteilt, den ganzen Klimapanik-Quatsch einzustellen und sich wieder auf die eigentliche Aufgabe der Wettervorhersage zu konzentrieren. Um die Köpfe auf das Wesentliche zu fokussieren, wurde das Jahresbudget um 25 % gekürzt. Ähnliche Kürzungen der staatlichen Mittel für das Met Office könnten durchaus in Betracht gezogen werden, sollte eine Reform UK-Regierung an die Macht kommen, die sich dafür einsetzt, dem ein Ende zu setzen, was routinemäßig als „Net Stupid Zero“ bezeichnet wird.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/29/time-for-the-uk-met-office-to-reform-its-junk-temperature-statistics-before-its-too-late/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE