Direktor von BlackRock gibt Klima-Phantastereien zugunsten der Interessen von Investoren auf

Vijay Jayaraj

Larry Fink, CEO von BlackRock, hat öffentlich einen Kurswechsel hin zu dem vollzogen, was er als Energie-Pragmatismus bezeichnet, und eingeräumt, dass die Gesellschaft heute einen ausgewogenen Ansatz zur Deckung des Energiebedarfs fordert, anstatt an starren Klimazielen festzuhalten. Dies könnte ein entscheidender Moment für die globale Energiepolitik sein, da einer der mächtigsten Finanzakteure der Welt von jahrzehntelangen, unklugen „grünen“ Vorgaben Abstand nimmt.

Die Reichweite von BlackRock

BlackRock ist der weltweit führende Vermögensverwalter und kontrolliert ein Vermögen von mehr als 10 Billionen US-Dollar, das Märkte, Unternehmen und sogar Regierungen beeinflusst. Das Unternehmen stellt Risikoanalyse-Algorithmen bereit, die Unternehmen dabei unterstützen, Kapital zuzuweisen, Strategien festzulegen und Probleme anzugehen – von der Energieversorgung bis hin zur Unternehmensführung. BlackRock hat seine Finger in allem im Spiel, von Pensionsfonds bis hin zu Staatsfonds, wo seine Stimmrechte und Investitionen Entscheidungen lenken, die weite Teile der Gesellschaft betreffen.

Fink verweist auf China, das bei neuen Kernkraftwerken und riesigen Solaranlagen führend ist, gleichzeitig aber Rekordmengen an Erdgas und Öl importiert, um die steigende Nachfrage zu decken. „Die Gesellschaft hat sich in eine bessere Position bewegt, in der mehr Pragmatismus herrscht“, erklärt Fink, „und was Sie von mir hören, ist, dass ich wiedergebe, was wir von unseren Kunden hören.“ Besser, man hat Kunden und nicht Ideologen, die das Ruder in der Hand haben.

Die kostspieligen Auswirkungen von ESG

Finks Einschätzung deckt sich mit seinem früheren Bericht, wonach im Jahr 2023 4 Milliarden Dollar an ESG-gebundenen Vermögenswerten verloren gingen – eine Folge davon, dass Staaten wie Florida und andere aus Sorge vor politisierten Investitionen Gelder abzogen. BlackRock verzichtete Mitte 2023 auf das als „Waffe“ missbrauchte ESG-Label und schied im Januar 2025 angesichts kartellrechtlicher Untersuchungen und Gegenreaktionen seitens der Regierungen einzelner Bundesstaaten aus der Gruppe der „Net Zero Asset Managers“ aus.

Die Kunden zwangen Fink zum Handeln, nachdem BlackRock jahrelang ihr Geld eingesetzt hatte, um ESG- und damit verbundene Prioritäten voranzutreiben – oft mit Unterstützung linksgerichteter Manager öffentlicher Pensionsfonds wie dem von New York. Die treuhänderische Pflicht – die Maximierung der Anlegerrenditen – war in den Hintergrund getreten, während das Unternehmen bei Unternehmen für „woke“-Interessen lobbyierte, die von der Vielfalt in den Vorständen bis hin zur Senkung industrieller Emissionen reichten. Nun, da die Klagen zunehmen und die Bundesstaaten Milliarden abziehen, beruft sich Fink auf eben diese Pflicht, um Pragmatismus zu rechtfertigen.

Finks Kehrtwende entlarvt den Betrug. BlackRock setzte Billionen ein, um die Politik und die Richtlinien von Vorständen zu beeinflussen, und verriet dabei die Anleger zugunsten der Träume einer Clique. Nun zwingen genaue Überprüfung und Kapitalabflüsse die Wahrheit ans Licht. Finks Eingeständnis bestätigt zudem, was Skeptiker schon lange argumentierten: Klimanarrative übertreiben Risiken, um kostspielige Phantastereien voranzutreiben. Daten zeigen keinen Anstieg extremer Wetterereignisse, für die CO₂-Emissionen absurderweise verantwortlich gemacht worden waren. Hurrikane, Überschwemmungen und Dürren entsprachen den historischen Normen.

Die Begeisterung der Klimaalarmisten für Wind- und Solarenergie ist an die Realität der Physik gestoßen. Sogenannte „erneuerbare Energien“ versagen dort, wo es auf Zuverlässigkeit ankommt. Ihre Unbeständigkeit legt die Stromnetze in Zeiten von Spitzenbedarf lahm und treibt die Kosten für Familien und Fabriken in die Höhe. Im Gegensatz dazu sichern fossile Brennstoffe und Kernkraft den Wohlstand der Menschheit. Sie liefern die dichte, erschwingliche und zuverlässige Energie, welche die moderne Zivilisation benötigt.

Die Kampagne, diese Energiequellen abrupt durch Alternativen mit geringer Kapazität und wetterabhängigen Erträgen zu ersetzen, war von Anfang an mathematisch unmöglich. Eine Grundlage aus Kohle, Erdgas und Kernenergie ist notwendig, um einen modernen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund haben die asiatischen Industrienationen hinter einer Fassade „grüner“ Heuchelei kontinuierlich ihre Kapazitäten an fossilen Brennstoffen ausgebaut.

Betrachten wir die globalen Trends. Der Ausbau der Wind- und Solarenergie-Kapazitäten deckt nur einen kleinen Teil des steigenden Strombedarfs. China baut schneller als jedes andere Land Kernkraftwerke und verschlingt Öl- und Gasimporte, um Fabriken und Haushalte mit Energie zu versorgen. Trotz Netto-Null-Versprechen hat Indien die heimische Kohleproduktion beschleunigt und gleichzeitig kleine modulare Reaktoren erforscht, um seine 1,4 Milliarden Einwohner mit Strom zu versorgen und Wachstumsziele von 8 % zu erreichen.

Selbst europäische Länder, die einst für einen raschen Umstieg auf „erneuerbare Energien“ eintraten, begannen umzudenken, nachdem die Energiekrise von 2022 Schwachstellen offenbart hatte. In Deutschland mussten Fabriken schließen, und die Haushalte gerieten unter Druck, als die russischen Gaslieferungen zurückgingen und Wind- und Solarenergie bei Windstille oder bewölktem Himmel ausfielen.

Nach Jahren klimabedingter Experimente – erzwungen von verblendeten oder unehrlichen Politikern und Wirtschaftsmagnaten – wurden die Misserfolge zu zahlreich und zu folgenschwer, um ignoriert zu werden. Kein Wunder, dass Larry Fink sich von der Panikmache abgewandt und den Forderungen seiner Kunden nach strategischer Beratung zugewandt hat.

This piece originally appeared at Daily Caller on March 24, 2026 and has been republished here with permission.

Autor: Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, VA and writes frequently for the Cornwall Alliance. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK, and resides in India.

Link: https://cornwallalliance.org/blackrock-ceo-abandons-climate-delusion-for-investor-needs/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE