„Aber will jemand ein AKW vor der Tür?“
In den Kommentaren zu einem Youtube-Video von EIKE fragte ein Zuseher (Windkraft im Faktencheck):
Den Beitrag kann ich nicht nachvollziehen. Es geht gegen eine Energie, die Windenergie, die kostenlos und damit unabhängig von „Brennstoffen“ betrieben werden kann. Nachvollziehbar ist, dass die ganzen Windparks nicht schön sind. Aber will jemand ein AKW vor der Tür? Will jemand ein neues Kohlekraftwerk vor der Tür, oder ein Gaskraftwerk? Warum wird hier nicht mal das Einsparen von Energie oder das Entwickeln ausgeklügelter Stromnetze diskutiert? Was müsste besser laufen, als wenn man nicht natürliche unschädlichen Ressourcen nutzt? Warum steht, wenn ich die Aussagen des Video richtig verstanden habe, die Windkraft dem „Klima“ entgegen?? Die Punkte zum Recycling verstehe ich. Aber wie ist es mit dem Recycling von herkömmlichen Kraftwerken?
Das ist eine schöne Zusammenfassung der üblichen unhinterfragten Narrative der Massenmedien und Aktivisten, die Kernkraft pauschal verteufeln und nicht wahrhaben wollen, daß der Energiewende-Unfug krachend an die Wand fährt.
Unsere Antwort dazu:
‚Aber will jemand ein AKW vor der Tür? Will jemand ein neues Kohlekraftwerk vor der Tür, oder ein Gaskraftwerk?‘ Leute aus Gundremmingen sagten uns: ja! Sogar die Mehrheit. Sichere Arbeitsplätze, sichere Technik etc. Da zogen früher sogar noch Fachleute hin, was die Hauspreise stabil hielt. Die über 30.000 Windräder in Deutschland heute machen hingegen 10.000e Wohnhäuser wertlos – ohne daß die Anwohner davon etwas hätten. Gewinner sind Windparkbesitzer, die weit weg wohnen, und ein paar lokale Politiker und Großgrundsbesitzer.
Das Einsparen von Energie (und Wasser) und das „Ausklügeln“ von Stromnetzen wird seit Jahrzehnten betrieben – erfolgreich. Daß es bei PV und Wind nicht besser geht, liegt an den physikalischen Gegebenheiten, mal zu viel, mal zu wenig Energie – Planbarkeit adé.
Die Nutzung „natürliche(r) unschädliche(r) Ressourcen“ ist ein typisches 90er Argument à la „Die Sonne schickt keine Rechnung.“ Daß Wind und Sonne „unschädlich“ sind, liegt an ihrer geringen Energiedichte. Steigt diese vorübergehend einmal ordentlich an, werden zum Beispiel Wind und Wasser sogar tödlich. Siehe Reaktorunfall Fukuschima im Jahr 2011 – 30.000 Tote durch den Tsunami, unter 10 (?) durch die Reaktor-Überhitzung.
Darüber hinaus muß man sich natürlich fragen, ob die Methoden der Energie-Sammlung auch so „unschädlich“ sind – Photovoltaikpaneele und Windräder sind genau wie Großkraftwerke Industrieanlagen, die allerdings wesentlich zahlreicher in die Natur gebaut werden. Ein modernes Kernkraftwerk benötigt nur wenig Fläche, versorgt dafür aber einen ganzen Regierungsbezirk. Ein einzelner Windpark hingegen ist nahezu bedeutungslos, belastet aber mit Ewigkeitschemikalien und den Rotoren etliche Hektar Natur.