Jedes Jahr werden im Amazonas-Regenwald eine halbe Million Balsabäume illegal abgeholzt, …
… um die weltweite Nachfrage nach Windkraftanlagen zu decken!
Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC
Jedes Jahr werden im Amazonas-Regenwald über eine halbe Million Balsaholzbäume illegal abgeholzt, um die massive Nachfrage nach Windkraftanlagen in vielen Teilen der Welt zu decken. Balsa ist ein leichtes, aber festes Holz, das häufig für den Kern riesiger Rotorblätter verwendet wird. Es kann etwa 7 % des Rotorblatts ausmachen, und für jeden Satz von drei Rotorblättern werden bis zu 40 Bäume benötigt.
Diese Entdeckung ist ein echter Schock und geht auf eine exklusive Untersuchung des Daily Sceptic zurück. Sie trägt zu den enormen ökologischen Belastungen bei, welche die „grünen“ Windkraftanlagen der natürlichen Umwelt auferlegen. Diese ineffizienten, unzuverlässigen und unansehnlichen Monster beanspruchen viel Platz an Land und auf See, töten Millionen von Fledermäusen, dezimieren Raubvogelpopulationen, fangen Billionen von Insekten ein und verändern die lokale Ökologie sowohl an Land als auch auf See. Niemand würde sie in einem freien Markt installieren, daher benötigen sie enorme finanzielle Subventionen, um teuren Strom zu produzieren.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Angesichts der bekannten Fakten zur jährlichen Balsaproduktion, des Ausmaßes des illegalen Holzeinschlags und der Nachfrage seitens der Hersteller von Windkraftanlagen ist es nicht schwer, auf einen möglichen jährlichen Verlust von über einer halben Million Bäumen im Amazonas-Regenwald zu kommen. Der Großteil des kommerziellen Balsaholzes wird von Ecuador exportiert, wo in den letzten Jahren jährlich etwa 500.000 Kubikmeter oder rund 80.000 Tonnen produziert worden waren. Etwa 55 % der Produktion fließen vermutlich in Windkraftanlagen, wobei für jeweils drei Anlagen etwa 10,5 m³ benötigt werden. Da für jeden Satz etwa 40 Bäume benötigt werden, beläuft sich der jährliche Balsaverbrauch für Windkraftanlagen auf 1.047.619 m³. Balsa ist ein relativ schnell wachsendes Tropenholz und wurde in nachhaltigen Plantagen geerntet, bis die steigende Nachfrage durch Windkraftanlagen einsetzte. Seit Beginn dieses Jahrzehnts kann diese nachhaltige Ernte jedoch nicht mehr mit der Nachfrage Schritt halten. In einer vernichtenden Untersuchung stellte die Environment Investigation Agency (EIA) fest, dass die Exporte infolge illegaler Abholzung in unberührten Regenwäldern bis zu 50 % gestiegen sind.
Halbiert man den Turbinenverbrauch von 1.047.619 Bäumen, beläuft sich der illegale Holzeinschlag auf etwa 523.810 ausgewachsene Exemplare. Da diese Zahl wahrscheinlich umstritten ist, hat der „Daily Sceptic“ seine Berechnungen vollständig offengelegt. Doch jede nennenswerte jährliche Abholzung ist schrecklich und übertrifft bei weitem den einmaligen Verlust von 100.000 tropischen Regenwaldbäumen, die gefällt wurden, um eine bequeme Straße für die Delegierten zu bauen, die an der jüngsten „Rettet den Wald“-COP30-Konferenz in der brasilianischen Stadt Belém teilnahmen.
Die Augen werden natürlich vor dem illegalen Holzeinschlag verschlossen, und das schon seit geraumer Zeit. Im Jahr 2020 wurde berichtet, dass zwischen März und September im Gebiet des indigenen Volkes der Achuar entlang des Flusses Copataza in Ecuador 20.000 Balsabäume illegal gefällt worden waren. Andere Berichte sprechen von intensivem illegalem Holzeinschlag, wobei einige Schätzungen davon ausgehen, dass in manchen Gebieten 75 % der Bäume abgeholzt wurden.
Der 2024 veröffentlichte EIA-Bericht fiel vernichtend aus. Die Ermittler besuchten zahlreiche illegale Abholzungsgebiete und warfen den meisten, wenn nicht sogar allen Exporteuren vor, auf Naturwälder als „bequemen und sofort verfügbaren Ersatz“ zurückgegriffen zu haben, als die Plantagen rasch ihrer älteren Bäume beraubt waren. Die betroffenen Gebiete galten als einige der letzten intakten Waldlandschaften des Landes. Es handelte sich dabei um einzigartige Schutzgebiete und symbolträchtige indigene Territorien. Händler sollen der EIA berichtet haben, dass der Holzeinschlag von Balsaholz „von Norden nach Süden in den meisten amazonischen Provinzen des Landes“ stattfinde. Schätzungen zufolge stammen derzeit mindestens 50 % der Produktion aus diesen illegalen Quellen. Der Anteil an Plantagenholz, der mit illegal geschlagenem Holz vermischt wird, soll je nach Exporteur zwischen 10 % und 70 % schwanken.
Der EIA-Bericht fand bei seiner Veröffentlichung in den Mainstream-Medien und in der Politik kaum Beachtung, obwohl es sich bei der Organisation um eine etablierte Nichtregierungsorganisation handelt, die 1984 in UK gegründet worden war und Büros in UK und Europa unterhält. Für die von Propaganda geprägten Mainstream-Medien ist diese Art von beunruhigenden Nachrichten einfach ein zu heikles Thema.
Allerdings gab es Versuche seitens der Turbinenhersteller und ihrer Befürworter, den Eindruck zu erwecken, dass Balsa in Teilen des Turbinenkerns durch verschiedene Ersatzstoffe aus synthetischem Polymerschaum ersetzt werde. Dies trifft zwar zu, doch Balsa ist aufgrund seines hervorragenden Verhältnisses von Festigkeit zu Gewicht nach wie vor weit verbreitet. Es heißt, dass Hybridkonstruktionen mittlerweile üblicher geworden sind, wobei Balsa in Bereichen mit hoher Scherbeanspruchung und anderen kritischen Bereichen zum Einsatz kommt. In diesen Bereichen hat es gegenüber Schaumstoffen nach wie vor einen Vorteil. Die Gesamtproduktionszahlen deuten jedoch darauf hin, dass in Windkraftanlagen nach wie vor große Mengen dieses Holzes verwendet werden. Die ecuadorianische Produktion soll um das Jahr 2020 herum sprunghaft gestiegen sein, wobei die zuvor nachhaltige Gesamtmenge von 33.000 Tonnen auf 75.000 Tonnen stieg, angetrieben durch chinesische Turbinenhersteller. Es ist etwas schwierig, genaue Produktionszahlen zu erhalten, aber Quellen wie die EIA und UN Comtrade gehen von Exporten von 80–100.000 Tonnen im Jahr 2021, 60–80.000 Tonnen im Jahr 2022 sowie 50–80.000 Tonnen in den Jahren 2023 und 2024 aus.
Nach dem sprunghaften Anstieg hat sich die Produktion stabilisiert, allerdings auf einem Niveau, das nur durch massive Abholzung des Regenwaldes möglich gewesen sein kann. Es liegt auf der Hand, dass dies zu einem großen Teil durch den enormen Anstieg der chinesischen Herstellung von Windkraftanlagen bedingt ist. Gesamtzahlen für die Inlands- und Exportproduktion sind nicht an einer Stelle verfügbar, doch glaubwürdige Schätzungen deuten darauf hin, dass der Gesamtwert von 8 bis 12 Milliarden Dollar im Jahr 2021 auf fast 16 Milliarden Dollar im Jahr 2024 gestiegen ist, wobei die Prognose für 2025 bei knapp 18 Milliarden Dollar liegt.
Der jährliche Verlust an Balsabäumen in unberührten Regenwäldern ist eine unnötige ökologische Verwüstung, die auf Ideologen zurückzuführen ist, die eine extrem linke „Netto-Null“-Fantasie vorantreiben. The Daily Septic hat versucht, anhand bekannter Zahlen eine jährliche Zahl für diesen Verlust zu ermitteln. Wir stellen unsere Berechnungen zur Verfügung, damit andere, falls sie dies wünschen, unsere Annahmen und Berechnungen hinterfragen und zu anderen Schlussfolgerungen gelangen können. Doch nur wenige werden die Tatsache verschleiern können, dass es sehr erhebliche und anhaltende jährliche Verluste durch illegalen Holzeinschlag von Balsabäumen gibt.
Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE