Das Kohlenstoff-Kartell der EU beginnt zu zerfallen
Cap Allon
Die wachsenden Unsicherheiten in der Klimawissenschaft dringen langsam in die Politik und die Bevölkerung ein, sogar in der EU.
Letzte Woche geriet das wichtigste Klima-Diktat der Europäischen Union unter direkten politischen Beschuss.
[Hervorhebung im Original]
Bei aufeinanderfolgenden Gipfeltreffen in Antwerpen und Alden-Biesen stellten mehrere Mitgliedstaaten offen den CO₂-Preis der EU in Frage und nahmen damit den zentralen Eckpfeiler der Europäischen Union ins Visier: das Emissionshandelssystem (ETS).
Das ETS zwingt große Industrieunternehmen dazu, für jede emittierte Tonne CO₂ staatliche Emissionszertifikate zu kaufen. Fast die Hälfte der EU-Emissionen fällt unter dieses System. Wenn die Preise für Emissionszertifikate steigen, zahlen die Unternehmen mehr. Dieses Geld fließt direkt an die Regierungen und in EU-Klimaprogramme. Es handelt sich um eine CO₂-Abgabe für die Schwerindustrie in Europa und eine wichtige Finanzierungsquelle für den „Green Deal“ (gestartet 2019).
Seit Jahren beschweren sich immer mehr EU-Regierungen über die Klimaregulierung der Union.
Das ETS selbst war jedoch weitgehend unantastbar und stand fast über der Politik.
Führende Vertreter der Industrie haben davor gewarnt, dass die CO₂-Kosten die Produktion aus Europa vertreiben. Politiker schlossen sich dieser Forderung an. Selbst der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz forderte kürzlich weitreichende Reformen. Österreich, die Tschechische Republik und Polen führten die ersten Bemühungen zur Schwächung des Systems an, aber inzwischen hat sich eine Mehrheit der anderen Länder angeschlossen.
Angesichts der drohenden Revolte haben die Märkte reagiert: Der Kohlenstoffpreis fiel innerhalb weniger Tage von etwa 81 Euro unter 72 Euro.
Selbst Befürworter des ETS räumen nun den Schaden ein.
Analysten beschrieben einen Verlust des langfristigen Vertrauens. Händler warnten Politiker davor, sich weiter einzumischen. Dies ist Neuland. Bislang beschränkten sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf Änderungen der Meldevorschriften und sektorspezifischen Ziele. Die tragenden Säulen blieben unangetastet. Im Jahr 2026 stehen diese Säulen offiziell zur Überprüfung an.
Die europäische Wirtschaft stagniert – vor allem aufgrund der weltweit höchsten Energiepreise, die wiederum auf grüne Regulierung zurückzuführen sind, nämlich die hohen ETS-Kohlenstoffabgaben. Die Schwerindustrie schrumpft. Die Kohlenstoffkosten werden politisch toxisch.
Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte, dass der ETS weitaus niedriger gehandelt werden sollte.
Selbst Ursula von der Leyen, die nicht gewählte Architektin des Systems, räumte ein, dass Interventions-Verfahren auf dem Tisch liegen.
Weltweit, von den USA bis zur EU, stirbt der Klimabetrug.
Link: https://electroverse.substack.com/p/western-alps-buried-arctic-cold-intensifies?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Anmerkung des Übersetzers: Stand hiervon etwas in unseren MSM, oder habe ich das nur übersehen?