Kältereport Nr. 5 / 2026

Vorbemerkung: Dieser Kältereport ist wohl einer der längsten seit ich mit dessen Zusammenstellung begonnen habe. Ein Kriterium für den Grad einer eventuellen globalen Abkühlung ist die Länge aber wohl nicht. Auffällig ist, dass nicht so sehr die Kälte, sondern häufiger als sonst (mein persönlicher Eindruck) ungeheure Schneemassen im Spiel sind. Schwerpunkte sind Asien, Südostasien und die USA. Bei der hier offenbar herrschenden Gas-Mangellage sollten auch Kältefreaks vielleicht nicht so unglücklich sein, dass die Kälte (außer nordöstlich der Elbe) uns bisher verschont und vorerst auch weiter verschonen wird.

Meldungen vom 26. Januar 2026:

USA: Arktische Kälterekorde akkumulieren

Eine massive Störung des Polarwirbels hat einen Großteil der nördlichen Hemisphäre in einen tiefen Winter gestürzt, wobei die USA einen der kältesten und schneereichsten Januar-Monate seit Jahrzehnten erleben.

In den gesamten Vereinigten Staaten hat sich nach einem heftigen Wintersturm Rekordkälte eingestellt, die einen Großteil der zentralen und östlichen Bundesstaaten erfasst hat.

Die Kälte ist im Zuge des jüngsten Wintersturms ungewöhnlich weit in den Süden vorgedrungen.

Die Tiefsttemperaturen in Texas, Oklahoma, Arkansas und Louisiana fallen auf Werte um die 10er Grad Fahrenheit [-7 bis -12°C]. Dutzende von Tiefsttemperaturrekorden wurden gebrochen, an einigen Orten sogar an mehreren Tagen in Folge. Die Tageshöchsttemperaturen steigen seit mehreren Tagen in Folge nicht über den Gefrierpunkt, was so weit im Süden außergewöhnlich selten ist.

Die arktische Luft breitet sich nun nach Osten aus.

Ein Großteil des Nordostens liegt 8 bis 14 Grad Celsius unter dem Durchschnitt, wobei sich Minustemperaturen vom Bundesstaat New York bis in den Norden Neuenglands ausbreiten.

Auch die Schneemassen sind beeindruckend. In Teilen von Ohio sind bereits fast 60 cm gefallen. Derzeit ist jedoch Neuengland das Hauptziel, wo für Boston und Albany 40 bis 60 cm und für Hartford und Portland 30 bis 45 cm vorhergesagt werden.

Die Eisbedeckung auf den Großen Seen hat bereits ihr durchschnittliches saisonales Maximum erreicht – und das mehr als einen Monat vor Ende des Winters:

Texas und Oklahoma stechen als einige der Regionen mit den ungewöhnlichsten Kälteeinbrüchen hervor, mit Temperaturen, die 15 bis 20 Grad Celsius unter den Normwerten für Ende Januar liegen:

Die US-Amerikaner können sich leider immer noch nicht von ihren mittelalterlichen physikalischen Einheiten trennen. Die Angaben in der Graphik teile man durch 2, genauer durch 1,8 – dann bekommt man in etwa die Abweichung in Grad Celsius. A. d. Übers.

Der Meteorologe Ryan Maue unterstrich anhand der historischen Temperaturaufzeichnungen der NOAA von 1951 bis 2026 (siehe unten) die Seltenheit dieses Ereignisses. Er wies außerdem darauf hin, dass dies der zweite Januar in Folge ist, in dem in den Vereinigten Staaten extreme Kälte herrscht.

[10°F ≈ -12°C]

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Kanada: Ebenfalls Rekordkälte und Schnee

Auch nördlich der Grenze wurde es extrem, wobei Toronto seine Schneefall-Annalen neu geschrieben hat.

Am Sonntag um 20 Uhr erreichte die Schneehöhe im Queen’s Park einen Höchstwert von 69 cm – eine für die Stadt außergewöhnliche Schneemenge.

Unten ein Foto von Autos, die am Sonntag im High Park unter einer Schneedecke begraben waren, nachdem die höchste jemals gemessene Tages-Schneemenge gefallen war:

Am Toronto Pearson International Airport erreichte die Schneehöhe gestern 41 cm und stellte damit einen neuen Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1937 auf. Der Flughafen übertraf damit deutlich den bisherigen Rekord von 39,9 cm vom Februar 1965.

Dies war nicht nur starker Schneefall – es war historischer Schneefall.

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Spanien: Schneemassen in höheren Lagen

In den Höhenlagen der spanischen Sierra Nevada schneit es weiterhin heftig, wobei die Schneehöhe bereits 1 m erreicht hat.

Die Hauptzufahrtsstraße A-395 wurde in beide Richtungen gesperrt, da starker Schneefall und Eis Fahrzeuge stranden ließ und die Räumungskräfte überforderten. Auch Nebenstraßen wurden für unpassierbar erklärt.

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Wintereinbruch sogar bis nach Südasien

Sehr kalte Luft erfasst Südasien und bringt seltene Frostperioden, zunehmende Schneefälle und tödliche Winterauswirkungen von Indien bis nach Pakistan und Afghanistan.

In Indien hat die Kälte weit über den hohen Himalaya hinaus Einzug gehalten.

In Dharamshala sank die Temperatur am Montag auf -0,2 °C, nachdem sie am Sonntag bereits -0,6 °C betragen hatte. Minusgrade sind hier selten, zuletzt wurden sie im Winter 2011-2012 gemessen. Die kalte Luft ist auch tief in die Ebenen vorgedrungen, in Fatehpur wurden am Sonntag -2,4 °C gemessen.

Auch im benachbarten Pakistan herrscht Frost. Nathiagali wird derzeit von Schneestürmen heimgesucht. In Parachinar, nahe der afghanischen Grenze, fallen seltene starke Schneefälle.

Jenseits der Grenze in Afghanistan selbst hat der Winter tödliche Folgen.

Laut Angaben der Katastrophenschutzbehörde des Landes haben die starken, rekordverdächtigen Schneefälle der letzten drei Tage mindestens 61 Menschenleben gefordert und viele weitere verletzt. Hunderte von Häusern wurden beschädigt oder zerstört, die Verluste an Viehbeständen nehmen zu, und in 15 der 34 Provinzen Afghanistans sind Dörfer weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten.

Beamte warnen, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. Allerdings haben diese Bedingungen auch einen Vorteil: Von den Bergen bis zu den Ebenen bringt der Rekordschnee nach einer langen Dürreperiode Hoffnung für die Wasserressourcen und die Landwirtschaft.

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Japan: Rekord-Schneefälle in Sapporo

Am 25. Januar wurden in Sapporo innerhalb von 24 Stunden 54 cm Schnee gemessen – der stärkste jemals an einem Tag im Januar gemessene Schneefall.

Laut der japanischen Wetterbehörde reichen die offiziellen Schneefallaufzeichnungen von Sapporo bis ins Jahr 1876 zurück, als dort mit systematischen Beobachtungen begonnen worden war. In diesem fast 150 Jahre umfassenden Archiv hat es noch nie einen Tag im Januar gegeben, an dem mehr Schnee gefallen ist.

Das gleiche Ereignis brachte 38 cm in nur 12 Stunden, ebenfalls ein Januar-Rekord. Die Schneehöhe in der Stadt hat nun 1 m überschritten, was die Straßenräumung, den Bahnverkehr und den Flughafenbetrieb in ganz Hokkaido lahmlegt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/arctic-records-pile-up-across-united?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 27. Januar 2026:

USA: Frostverschärfung

Arktische Luft hält weiterhin die USA im Griff und sorgt für weit verbreitete Kälte, starken Schneefall und zunehmende Auswirkungen.

Am Montagabend lag die Durchschnittstemperatur in den 48 kontinentalen Bundesstaaten bei -2,3°C, was 5,8°C unter dem Normalwert liegt.

Diese Kälte wird sich am Wochenende noch einmal verstärken.

Am Dienstag sinkt die nationale Durchschnittstemperatur auf -10,2°C:

Tiefstwerte am 27. Januar 2026 in Grad Fahrenheit. Zur „Übersetzung“ in Grad Celsius bitte googeln.

Vom 23. bis 26. Januar gingen bei den NWS-Büros von New Mexico bis New England fast 1.000 Meldungen über Eisansammlungen und/oder Schäden durch Eisstürme ein:

Auch die Schneemengen nehmen weiter zu.

Vorläufige Berichte sprechen bereits von mehr als 50 cm in Teilen von New England, New York und Pennsylvania, wobei in Boston die saisonalen Gesamtmengen erneut zunahmen. Mehrere Stationen nähern sich den Tages- und Mehrtages-Schneefallrekorden, wobei die endgültigen Zahlen noch zusammengestellt werden.

Der Seeeffekt-Schnee bleibt in Lee der Großen Seen aktiv und wird bis zum Gefrieren derselben anhalten.

Die anhaltende Kälte und das winterliche Wetter haben bereits Todesopfer gefordert. Die Zahl der Todesopfer liegt derzeit bei 50, wird aber voraussichtlich noch steigen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/us-freeze-set-to-deepen-texas-renewables?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 28. Januar 2026:

Alaska: Schneereichster Januar jemals in Anchorage

Anchorage in Alaska wurde am 27. Januar von einem weiteren schweren Schneesturm heimgesucht, wodurch die Stadt den schneereichsten Januar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952 verzeichnete.

In weniger als 24 Stunden fielen mehr als 18 cm Schnee, wodurch die Gesamtmenge im Januar auf 100 cm stieg und der bisherige Monatsrekord von 87 cm aus dem Jahr 2000 gebrochen wurde. Der Schneefall am Dienstag brach auch den Tagesrekord für Januar und übertraf die alte Marke von 10 cm aus dem Jahr 1992.

Spanne reicht von 20,8 inch (53 cm) bis 39,7 inch (über 100 cm)

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Japan: Weitere Rekord-Schneefälle

Unaufhörliche Schneefälle haben den Norden Japans lahmgelegt. Rekordmengen an Schnee haben das Verkehrsnetz zum Erliegen gebracht und Tausende Menschen stranden lassen.

In Hokkaido mussten mehr als 7.000 Menschen die Nacht am Flughafen New Chitose verbringen, nachdem starker Schneefall und heftige Winde zu zahlreichen Flugausfällen geführt hatten.

Die Schneefälle waren selbst für japanische Verhältnisse außergewöhnlich stark.

Laut der japanischen Wetterbehörde wurden in Sapporo Anfang der Woche innerhalb von nur 48 Stunden 65 cm gemessen, die höchste Zwei-Tages-Summe seit Beginn der automatisierten Aufzeichnungen (die bis in die 1990er Jahre zurückreichen).

Die Stadt stellte mit 54 cm auch einen neuen 24-Stunden-Rekord für Januar auf, wodurch die Gesamtschneehöhe deutlich über einen Meter stieg.

Die Behörden warnen, dass die Gefahr noch lange nicht vorbei ist. Ein weiteres Tiefdruckgebiet verstärkt sich derzeit über dem Japanischen Meer, und für Ende dieser Woche werden erneut starke Schneefälle und heftige Winde von Hokkaido bis zur Region Hokuriku vorhergesagt.

An vielen Orten hat der saisonale Schneefall bereits den Jahresdurchschnitt überschritten, und es wird wohl noch viel mehr kommen.

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Nordindien: Hohe Akkumulationen

Eine starke westliche Strömung brachte diese Woche verbreitet Schneefall über Himachal Pradesh, wodurch höher gelegene Gebiete unter einer Schneedecke begraben wurden und der Verkehr im gesamten Bundesstaat zum Erliegen kam.

In Kothi wurden 95 cm aus dem letzten System gemessen, sodass allein in den letzten beiden Stürmen insgesamt 215 cm gefallen sind. In Koksar kamen 51 cm hinzu, in Khadrala 40,6 cm und in Gondhla 36 cm. Weiter südlich meldete sogar Shimla Neuschnee.

Die Temperaturen lagen weit unter dem Gefrierpunkt und drangen tief in die Täler vor, wodurch die Schneedecke verstärkt und die Schneeschmelze verlangsamt wurde. Laut lokalen Berichten wird für die kommenden Tage ein weiterer Temperaturrückgang prognostiziert, und für Ende des Monats wird weiterer Schneefall erwartet.

Die Schneedecke in den Höhenlagen liegt derzeit über dem Durchschnitt und nimmt weiter zu.

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USA: Über 2000 Kälterekorde gebrochen, Tendenz weiter steigend

Im Zuge des Wintersturms in den USA im Januar 2026 wurden bereits weit über 2000 Kälterekorde gebrochen (NOAA), wobei die Zahl der Todesopfer mittlerweile 79 übersteigt – und das Ereignis ist noch nicht vorbei.

In Washington, D.C. beispielsweise sank die Temperatur am Dienstagmorgen auf -11 °C, in den umliegenden Gebieten sogar unter -18 Grad. Die Kälte wird hier bis zum 2. Februar anhalten, wobei einige Prognosen sogar noch längere Minustemperaturen vorhersagen. Nach mehreren Maßstäben, darunter die Anzahl aufeinanderfolgender Tage mit Höchsttemperaturen unter -6 °C, könnte dieses Ereignis nach seinem Ende zu den strengsten Kälteperioden in der Region seit Ende des 19. Jahrhunderts zählen.

In den letzten acht Tagen hat sich die Schneedecke der nördlichen Hemisphäre um 4,34 Millionen km² ausgedehnt – der größte kurzfristige Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen, der vor allem auf den erheblichen Schneezuwachs in den USA zurückzuführen ist:

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Antarktis: Abschied vom Sommer

Wenden wir uns nun dem südlichen Ende der Welt zu: In der Antarktis ist der Höhepunkt des Südsommers vorbei, und es beginnt die saisonale Abkühlungsphase. Mit abnehmender Sonneneinstrahlung sinken die Temperaturen im Landesinneren schon jetzt.

Am 27. Januar lagen die Tiefsttemperaturen auf dem ostantarktischen Plateau bei:

Südpol: -35.2°C
Concordia Station: -41.5°C
Vostok Station: -42.7°C

Die Rückkehr der strengen Kälte im Landesinneren hat bereits begonnen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snowiest-january-on-record-in-anchorage?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 29. Januar 2026:

Japan: Schneemengen erreichen historische Dimensionen

Der Schneefall im Norden Japans hat nicht nachgelassen.

In Sukayu Onsen in der Präfektur Aomori stieg die Schneehöhe Ende Januar auf 487 cm und übertraf damit den bisherigen Januar-Rekord von 438 cm aus dem letzten Jahr (in Wetteraufzeichnungen, die bis ins Jahr 1911 zurückreichen).

Auch anderswo bleibt die Schneedecke extrem hoch. In weiten Teilen der Präfekturen Niigata und Yamagata liegen 250 bis 300 cm Schnee – hoch, störend und weit über den saisonalen Normwerten, wenn auch (vorerst) noch unter den Allzeitrekorden.

Es handelt sich eher um ein großflächiges Winterwetter als um kurze oder lokale Schneefälle.

Da ein weiterer Wintersturm über das Japanische Meer zieht, wird erneut Schneefall vorhergesagt.

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China – Nepal: Schwerer Schneesturm

Am 28. Januar wurde die Grenzregion zwischen China und Nepal von einem schweren Schneesturm heimgesucht, der Tibet die stärksten Schneefälle der Saison bescherte.

Im Bezirk Nyalam maßen Beobachter innerhalb von nur 12 Stunden 15 cm Schnee.

Die lokalen Behörden bestätigten, dass es sich um den stärksten Schneefall in Tibet in diesem Winter handelte, wobei Whiteout-Bedingungen und eine rasche Ansammlung von Schnee den Verkehr über die Hochgebirgspässe lahmlegten.

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Antarktis: Kreuzfahrtschiff im Eis gefangen

Ein Luxus-Kreuzfahrtschiff mit rund 200 Passagieren an Bord geriet diesen Monat – mitten im Sommer – im dichten Packeis der Antarktis in Schwierigkeiten und musste von dem einzigen schweren Eisbrecher gerettet werden, den die Vereinigten Staaten noch im aktiven Dienst haben.

Die unter bahamaischer Flagge fahrende Scenic Eclipse 2, ein modernes Expeditions-Kreuzfahrtschiff aus dem Jahr 2023, setzte einen Notruf ab, nachdem sie in der Nähe von McMurdo Sound im Eis feststeckte. Es saß unbeweglich im wachsenden Packeis fest.

Die Antwort kam von der Polar Star der US-Küstenwache, die im Januar 1976 in Dienst gestellt wurde. Bei zwei nahen Vorbeifahrten durchbrach der 170 m lange Eisbrecher die dichten Eisschollen und befreite das Schiff, um es dann etwa vier Seemeilen bis zum offenen Wasser zu eskortieren.

Ein ein halbes Jahrhundert alter Eisbrecher, der durch Teile seines ausgemusterten Schwesterschiffs am Leben erhalten wurde, ist das Rückgrat der polaren Fähigkeiten der USA. Das passiert, wenn Politik auf den Prophezeiungen von Al Gore statt auf der Realität basiert.

Die Ausdehnung des Meereises in der Antarktis entspricht derzeit dem langfristigen Durchschnitt seit 1979:

Tatsächlich gibt es heute mehr Meereis in der Antarktis als vor 45 Jahren:

In der Arktis hingegen ist seit über 18 Jahren kein Trend zu beobachten:

Insgesamt ist die globale Meereisausdehnung heute größer als 2006 – dem Jahr, in dem der Film „Eine unbequeme Wahrheit“ den Zusammenbruch des polaren Eises prophezeite.

Wir schreiben das Jahr 2026, und Kreuzfahrtschiffe frieren mitten im Sommer im antarktischen Eis ein.

Die Prophezeiung war falsch.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snow-in-japan-turns-historic-blizzard?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 30. Januar 2026:

Russland: Schneereichster Januar in Moskau seit 203 Jahren

In der Nacht zum 29. Januar wurde Moskau von einem der stärksten Schneefälle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen heimgesucht.

Laut der Wetterstation der Moskauer Staatlichen Universität fielen in der Hauptstadt bis zu 62,5 cm Schnee, was diesen Januar zum schneereichsten seit 203 Jahren macht.

Die Straßen sind größtenteils unpassierbar, und die Rettungsdienste haben große Schwierigkeiten. Im Januar fiel so viel Schnee, dass die Behörden ihn am Stadtrand aufschichten mussten.

Im Osten ist die Lage in Kamtschatka noch extremer. Die Schneefälle hier waren so stark, dass sie alle bisherigen Rekorde in Kamtschatka seit 1879 gebrochen haben. Die Region befindet sich ebenso wie weite Teile Russlands seit dem 30. Januar noch immer im Ausnahmezustand.

Und auch in Zukunft wird dieser Winter einfach nicht nachlassen.

Bis Anfang Februar werden weitere starke Schneefälle und extreme, rekordverdächtige Kälte vorhergesagt – vom Fernen Osten Russlands bis hin nach Osteuropa:

GFS 2m Temperaturanomalien für Osteuropa am 2. Februar 2026.

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USA: Weiterer Vorstoß arktischer Luft

Eine weitere arktische Luftmasse dringt tief in die Vereinigten Staaten ein und bringt starken Schneefall, Schneestürme und gefährliche Kälte mit sich, was die ohnehin schon sehr kalte zweite Januarhälfte, insbesondere im Osten, noch verschärfen dürfte.

Laut SERCC wird der Zeitraum vom 19. Januar bis zum 1. Februar zu den fünf kältesten zweiwöchigen Zeiträumen seit Beginn der Aufzeichnungen im Osten im Jahr 1895 zählen:

Und seit dem 9. Januar ist die Temperatur an fast allen hochwertigen Messstationen in den USA (USCRN) mindestens einmal unter 0 °C gesunken – an vielen Orten sogar weit darunter –, was zu einem „blauen“ Bild von Küste zu Küste geführt hat:

Immerhin: Angaben in Grad Celsius!

Was die „offiziellen“ NOAA-Eckpunkte angeht, so wurden allein in den letzten sieben Tagen in den USA mehr als 2.000 neue Tages-Tiefsttemperaturrekorde (gegenüber nur 39 für Höchsttemperaturen) sowie mehr als 50 Monats- und mindestens 10 Allzeit-Tiefstwerte gemessen.

Für das kommende Wochenende wird eine erneute Verschärfung der Kälte vorhergesagt.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 6 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 30. Januar 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE