Fritz Vahrenholt zur Gasmangellage: Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen

Unter der Ampel-Regierung waren die deutschen Gasspeicher im Winter noch gut gefüllt – unter dem Kabinett Merz hingegen sind sie herunter auf 53% (Stand 5. Januar).
Wie konnte das passieren? Welche Folgen hat die geringe Reserve für die Bevölkerung und die Industrie? Experte Prof. Vahrenholt, einst Pionier der Erneuerbaren Energien in Deutschland, klärt auf.

 




Waldbrände werden weniger. Trotzdem führt der Klimawandel zur Verstärkung, sofern man die Daten geeignet auswählt

Helmut Kuntz

Im Januar des vergangenen Jahres ereignete sich in Kalifornien ein verheerendes Buschfeuer. Wie inzwischen unisono üblich, wurde dieses Ereignis dem zunehmenden, schlimmen Klimawandel zugeschrieben. Um zu zeigen, wie solche Zuordnungen durchgeführt werden und wie hemmungslos man die Daten dafür „zurechtbiegt“, anbei (wieder) etwas Information dazu.

Dieser Teil Kaliforniens brennt regelmässig…

…aber wegen des Klimawandels immer schlimmer:

Bild 1

Bild 2

Inzwischen ist bekannt geworden, dass in Kalifornien schlimmste Behördenversäumnisse (massive Besiedlung extrem gefährdeter Zonen, bis zu leeren Löschwasserspeichern und Reduzierung der Feuerwehr, Verbot einer feuerreduzierenden Waldbewirtschaftung, Funken-schlagende (nicht abgeschaltete) Strom-Freileitungen und auch geradezu irre Brandstiftung (Abbrennen von Feuerwerkskörpern und Lagerfeuer im Buschland) vorlagen.
Eine zusätzliche Ironie der Klimageschichte ist, dass ausgerechnet das gewünschte Klima die dortigen Buschfeuer begünstigt (hat). Es hat dort die letzten Jahre verstärkt geregnet und damit die Vegetation gefördert. Sofern man diese nicht entfernt (was man dort wegen GRÜNer Vorgaben nicht darf) ist es genau dies, was die Auswirkungen von Buschfeuern zusätzlich verstärkt:

Bild 3

Bild 4

Wie aber auch bei uns, Beispiel Ahrtalflut oder die Flut in Valenzia, weisen Behörden Versäumnisse, gar so etwas wie Schuld, erst einmal vehement von sich und verweisen als „Beleg“ auf den Klimawandel.

Wie schlimm wütet der Klimawandel

Anbei eine Grafik (Bild 5), welche das „schlimme Wüten“ des Klimawandels visualisiert.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass diese Grafik höchst umstritten ist, aber trotzdem allgemein verwendet wird. Bei der Kritik tut sich vor allem das Potsdamer PIK („Fließbandfertiger für Klimahysterie“) hervor, ohne jedoch alternativ eine „richtigere“ Darstellung zu liefern.

Bild 5 Anm.: Die Grafik zeigt 10jahres-Mittelwerte. Datenquelle: EM-DAT. Hinweis: Den Extremwert von 1931 verursachten Fluten in China

„Spasseshalber“ diese Darstellung erweitert um eine Vorschau bis zum Jahr 2050:

Bild 5.1 Vom Autor um eine Zukunftsprojektion der Klimawandelopfer im gleichen Maßstab (Quelle: statista) ergänztes Bild 5.

Nun zeigen die Bilder 5 und 5.1 absolute Zahlen.
Relativiert man die Absolutwerte (und glaubt den Angaben von Statista), so hat der von statista im Jahrzehnt 2050 projizierte Mortalitätswert von innerhalb einem Jahrzehnt 14,5 Millionen am „Klimawandel“ Verstorbenen weltweit einen Anteil an der sonstigen Mortalität von weniger als 2 %. Man beachte aber, dass dies ein Absolutwert ist, der auch die „Opfer“, welche ohne den Klimawandel versterben werden, beinhaltet.

Eine andere Darstellung (Bild 5.2), allerdings auf Einzeljahre bezogen, zeigt einen „Klimamortalitätsanteil“ der im Jahr 2021 insgesamt Verstorbenen von kleiner 0,4 %. Berücksichtigt man, dass es solche Wettermortalitäten schon immer gab, also nur eine Steigerung dem ominösen Klimawandel zugeschrieben werden darf, dann kommt man bestimmt auf anteilige unter 0,2 … 0,1 % und „degradiert“ das „Klimawandelproblem“ damit auf das, was es ist, ein reines Nebenthema.
Noch niedriger werden die Mortalitätsanteile, wenn man beachtet, dass die Kältemortalität zwischen 5 … 10 Mal höher ist, als die durch Wärme, bedeutet, dass mehr Wärme insgesamt zu wesentlich weniger „Hot or cold exposure“ führt.

Bild 5.2 Anteile von Todesursachen im Jahr 2021. Vom Autor ergänzt

Auch für die weltweiten Ernteerträge scheint (nicht nur) der Klimawandel ein wahrer Segen zu sein.

Bild 6 Rahlf, Thomas (Ed.) (2015) : Deutschland in Daten. Zeitreihen zur Historischen Statistik, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn

Bild 7 Wikipedia

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), Österreich: Zwischen 1963 und 2023 wuchs die Weltbevölkerung um das 2,5-fache, während sich die Erntemenge von Weizen, Reis und Mais mehr als vervierfachte.

Fazit

Man muss wirklich lange suchen, um einen signifikanten, negativen Einfluss des Klimawandels zu finden. Deshalb findet auch das IPCC keinen wirklichen, sondern vermutet ihn.

Waldbrände in den USA

Vorab: Die SZ veröffentlichte einen Artikel mit einer Grafik zu Waldbränden weltweit. Leider ist der Artikel dazu hinter einer Bezahlschranke:

Bild 8 SZ, globale Waldbrand-Flächengrafik von 1900 – 2020

Bild 9

Bild 10 Annual values of the U.S. Heat Wave Index, from 1895 to 2020. These data cover the contiguous 48 states.

Bild 11 Historical Fire Regime Patterns in the Southwestern United States [4]

Die Grafiken zu den USA nun zusammengefasst, um einen zeitlichen Verlaufsüberblick zu erhalten:

Bild 12 Vom Autor erstellte Zusammenfassung der vorherigen Bilder zur Gesamtdarstellung der Wildfeuerthematik in den USA im längeren, historischen Kontext.

Welche Temperatur ist beeinflussend?

In der Attributionsstudie [1] wird in den Berechnungen pauschal die weltweite Globaltemperatur angezogen. Nun sind die Wildfeuer in Los Angeles aber ein doch recht lokal begrenztes Ereignis. Wie weit die lokale Temperatur von der globalen abweichen kann, zeigt der vergleichende Temperaturverlauf im Yosemite-Nationalpark.
Man muss sich beim Bild 13 fragen, ob die sture Verwendung der Globaltemperatur nicht einen (mehr als) erheblichen Fehler zur Folge haben könnte:

Bild 13 Vom Autor (im gleichen Maßstab) übereinandergelegter Temperaturverlauf der Globaltemperatur (rot) und der lokalen vom Yosemite-Nationalpark [4] (blau)

Attributionsstudie zum Wildfeuer im Jan.2025 in Los Angeles

Inzwischen erscheinen nach größeren Extremwetterereignissen öfters schon kurz danach Studien, die „Belegen“, dass der ominöse Klimawandel daran seinen schlimmen Einfluss zeigte. Eine solche „Belegstudie“ (Attributinsstudie) wollen wir uns diesmal wieder ansehen.

Die Attributionsstudie [1]: Climate change increased the likelihood of wildfire disaster in highly exposed Los Angeles area Report finalised: January 28th 2025, ermittelte bezüglich dem letzjährigen Brandereignis die folgenden Aussagen:
(deepl-Übersetzung) Betrachtet man die Wetterbeobachtungen, so ist unter den heutigen Klimabedingungen mit einer globalen Erwärmung von 1,3 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau davon auszugehen, dass die extremen Bedingungen des Fire Weather Index (FWI), die die Brände in Los Angeles ausgelöst haben, durchschnittlich einmal in 17 Jahren auftreten werden.
Im Vergleich zu einem um 1,3 °C kühleren Klima bedeutet dies eine Erhöhung der Wahrscheinlichkeit um etwa 35 % und eine Zunahme der Intensität des FWI um etwa 6 %.
Dieser Trend ist jedoch nicht linear, da die Bedingungen für einen hohen FWI in den letzten Jahrzehnten schneller zugenommen haben.

Sichtung dieser Attributionsstudie

Begriffe:
FWI: Fire Weather Index
FWI1X: Peak daily January FWI (Fire Weather Index)
OND: Zeitraum von Oktober bis Dezember
LOESS smoother: nicht-parametrisches statistisches Verfahren zur Glättung von Datenreihen in Streudiagrammen, um Trends und komplexe Beziehungen ohne starre Modellannahmen sichtbar zu machen.

Attributionsstudien lassen sich nur bewerten, wenn Information über die Urdaten und dem zur Auswertung angezogenen Zeitraum vorliegen. Bei dieser Studie ist das der Fall.

Beobachtete Trends

Das folgende Bild 14 zeigt den (rücksimulierten) Verlauf des FWI1X (Peak daily January FWI (Fire Weather Index)) von 1940 bis zum Ereignis im Januar 2025. Erkennbar tritt ein Ereigniswert wie letztes Jahr öfter auf.

Man beachte, dass die Attributionsstudie zur Auswertung nur den Zeitraum von 1950 bis Jan, 2025 betrachtet. Im Bild 12 (und den vorhergehenden Einzelbildern) kann man überdeutlich sehen, dass die Einschränkung auf diesen Zeitraum mit Sicherheit wenig, bis keine wirkliche Aussage bezüglich eines „Klimawandeleinflusses“ zulässt. Die Studienautoren hat das nicht gestört.

Bild 14 [1] Figure 3.1 Teilbild. Verlauf des FWI1x über die Zeit. Mit Ergänzungen durch den Autor

Anhand der Daten von Bild 14 und dem Verlauf der Globaltemperatur berechnet die Studie nun den Temperatureinfluss auf den Fire-Index FWI1x.

Nun das Bild 15. Es zeigt die Abhängigkeit des Feuerindex von der Globaltemperatur, dargestellt durch Ereigniswerte.
Es benötigt (mehr als) sehr viel Phantasie und vor allem eine vollkommen hemmungslos angewandte Statistik, um aus den zwei (vom Autor) gekennzeichneten „Datenhaufen“ einen den Fireindex verstärkenden Einfluss durch höhere Temperatur herauszulesen. Der Studie gelingt das problemlos.

Bild 15 [1] Figure 3.1 Teilbild. Abhängigkeit des FWI1x von der Globaltemperatur. Mit Ergänzungen durch den Autor

Das Ergebnis als Grafik nun in Bild 16.
Auch bei dieser Grafik würde man fragen, ob überhaupt ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den (stur berechneten) zwei Mittelwertverläufen besteht und warum ausgerechnet um den Ereigniswert die Urdaten so weit vom Mittelwert abweichen.

Bild 16 [1] Figure 3.2 Teilbild. Vom Autor ergänzt

Erklärung zu Bild 16 [1] (deepl-Übersetzung): Abbildung 3.2: Erwartete Returnlevel in FWI1X über der Untersuchungsregion im Klima von 2025 (rote Linien) und in einem kontrafaktischem Klima (blaue Linie), geschätzt anhand des statistischen Modells. Die schattierten Bereiche stellen 95 %-Konfidenzintervalle dar, die mittels Bootstrapping-Verfahren ermittelt wurden. Die rosa Linie zeigt den Spitzenwert von FWI im Januar 2025. Die roten und blauen Markierungen auf der x-Achse geben die geschätzte Wiederkehrhäufigkeit für den 8. Januar im Klima von 2025 und im kontrafaktischen Klima an.
(a) Das kontrafaktische Klima ist 1,3 °C kühler als 2025, hat jedoch den mittleren ENSO-Zustand von Oktober bis Dezember 2024;
(b) das kontrafaktische Klima hat die GMST von 2025 und einen neutralen ENSO-Zustand (OND Niño3.4 ist auf Null festgelegt).

Die Daten aus den Grafiken (wie von Bild 16) sind dann in einer Tabelle (Bild 17) zusammengefasst:
(deepl-Übersetzung) [1]: Der beobachtete maximale tägliche FWI zwischen dem 1. und 15. Januar 2025 (die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments verfügbaren Daten) trat am 8. Januar auf. Die geschätzte Wiederkehrperiode sowie die Veränderungen in der Intensität und Wahrscheinlichkeit dieses Ereignisses sind in Tabelle 3.1 zusammengefasst.

Der FWI-Wert vom 8. Januar 2025 war ungewöhnlich, aber nicht beispiellos, mit einer geschätzten Wiederkehrperiode von 17 Jahren unter den aktuellen klimatischen Bedingungen und unter den aktuellen ENSO-Bedingungen. Dem Modell zufolge haben sowohl die globale Erwärmung als auch der vorangegangene ENSO-Zustand die Intensität des FWI1X im Januar um 5–6 % erhöht und die Wahrscheinlichkeit, ähnlich extreme FWI1X-Werte zu beobachten, um 30–35 % erhöht, obwohl die Unsicherheit hinsichtlich des Beitrags der globalen Erwärmung etwas höher ist. Die Trends bei GMST und ENSO sind statistisch unabhängig (mit einem Pearson-Korrelationskoeffizienten von -0,06), sodass sich diese Effekte gegenseitig verstärken: Ähnlich extreme FWI1X-Werte treten nun mit einer um 75 % höheren Wahrscheinlichkeit auf als in einer neutralen ENSO-Phase und in einem vorindustriellen Klima und sind um etwa 12 % intensiver

Bild 17 [1] Tabelle 3.1: Zusammenfassung der Ergebnisse des angepassten Modells für FWI1X. Wiederkehrperiode von 2025 FWI1X-Maximum im Klima von 2025; Wahrscheinlichkeitsverhältnis, absolute Veränderung von FWI1X und prozentuale Veränderung von FWI1X im Zusammenhang mit einer globalen Erwärmung um 1,3 °C (GMST) und mit La Niña-Bedingungen im OND 2024 (detrended Niño-Index von -1,16) im Vergleich zu neutralen Bedingungen. Hellorange zeigt einen bestmöglichen Anstieg von FWI1X an, während dunkelorange einen statistisch signifikanten Anstieg von FWI1X anzeigt.

Gemessene Wirklichkeit und Simulationen

In [5] ist eine Grafik hinterlegt welche zeigt, wie extrem die gemessene Wirklichkeit von Klimasimulationen abweichen kann. Leider werden auf solcher Basis die politischen Entscheidungen getroffen:

Bild 18 Vergleich der gemessenen Trockenheit und der klimasimulierten. Vom Autor ergänzt

Erklärung zu Bild 18 [4]: FIG. 2. (a) Area fraction of the continental United States and Mexico experiencing drought conditions (PDSI ,22) calculated from observations and raw model output. The light gray curves are individual model realizations. (b) As in (a) except for extreme drought conditions (PDSI ,24).

Fazit

Jeder Leser möge sich nun selbst ein Bild darüber machen, was von solchen Studien zu halten ist. Der Autor hat für EIKE inzwischen mehrere gesichtet und kam fast immer zu einem ähnlichen Ergebnis.

Das wundert (zumindest den Autor) auch nicht.
Sieht man die oft ellenlange Liste der Studienbeteiligten durch (hier 25 Autoren), fällt auf, dass fast immer auch eine Friederike Otto, Centre for Environmental Policy, Imperial College, London, UK, gelistet ist.
Frau Prof. Dr. Friederike Otto arbeitet am Grantham Institute Climate Change and the Environment des Imperial College London und ist Gründerin der World Weather Attribution Initiative (WWA) und ist derzeit wohl weltweit die Leitfigur und Treiberin für Attributionsstudien.
Allerdings ist sie keinesfalls neutral, sondern eine ausgewiesene Klimaaktivistin. Das muss man akzeptieren, denn von der Klimahysterie hängt ihre Reputation ab.

Dürre(n) in Deutschland

Im Frühjahr letzten Jahres erlebten Teile von Norddeutschland eine extreme Dürre. Selbstverständlich wurde auch diese von „Klimaexperten“ sofort dem Klimawandel zugeschrieben:

Bild 19 Meldung des NDR

Bild 20 Meldung des Spiegel

Dazu soll allerdings der DWD einmal gelobt werden.

Während der DWD mit seiner Ahrtal-Attributionsstudie damals eine reine Gefälligkeitsstudie ablieferte (um Merkels damals vor Ort spontan getätigte Aussage pflichtschuldigst zu bestätigen) [Link] EIKE, 19.07.2022: Wenn historisch belegte Fluten statistisch gar nicht vorgekommen sein können, wird es das Ergebnis einer Attributionsstudie sein, hat der DWD zur extremen Frühjahrstrockenheit 2025 in Norddeutschland nun eine weitere Attributionsstudie erstellt: DWD Attributionsstudie zum Niederschlagsdefizit in Norddeutschland im Frühjahr 2025

Und in dieser kommt der DWD zur Schlussfolgerung: … Die Ergebnisse zeigen keine signifikante Änderung der Wahrscheinlichkeit und der Intensität vergleichbarer Trockenperioden durch die bisherige globale Erwärmung um 1,3 °C. Auch bei einer zukünftigen Erwärmung auf eine 2 °C Erwärmung (0,7 °C wärmer als aktuell) zeigen die Berechnungen keine signifikante Änderung in der Wahrscheinlichkeit und der Intensität einer solchen Frühjahrstrockenheit. Der Einfluss des Klimawandels auf die ausbleibenden Niederschläge lässt sich daher mit der vorliegenden Methodik nicht quantifizieren.

Leider fand der Autor keine Aussagen der letztes Frühjahr bezüglich des Klimawandeleinflusses so sicheren Experten zur nun gegenteiligen DWD-Feststellung.

Aber es findet sich ja auch keine Entschuldigung des Prof. Lesch bezüglich seiner Aussage vom Jahr 2019: „Sie müssen sich nicht mal mehr warm anziehen im Winter, so warm wird’s.“, wobei eine Aussage von ihm noch schlimmer ist: „Der Klimawandel ist ausgeforscht“.

Quellen

[1] Climate change increased the likelihood of wildfire disaster in highly exposed Los Angeles area Report finalised: January 28th 2025
[2] Waldbrände in Kalifornien und Südeuropa – eine Folge des Klimawandels? – EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie
[3] DWD Attributionsstudie zum Niederschlagsdefizit in Norddeutschland im Frühjahr 2025
[4] Range Magazine winter 2017/2018, Jim Steele: Wildfires Separating Demagoguery from the Science




Die Rede des ehemaligen Staats- und Ministerpräsidenten von Tschechien, Prof. Dr. Vaclav Klaus, in Konkurrenz zu Davos 2026

Vorbemerkung (von Horst-Joachim Lüdecke): als seit langem mit Vaclav Klaus persönlich bekannt, erhalte ich von seinem Sekretariat regelmäßig die von ihm gehaltenen Reden mit Genehmigung zur Veröffentlichung. Seine Rede in Davos war in Englisch, ich habe sie zum Zweck der Veröffentlichung in EIKE von KI ins Deutsche übersetzen lassen. Seine Rede behandelt ein Thema, das auch Hauptthema von EIKE ist. Die Schlussfolgerungen der Rede von Vaclav Klaus sind mit Meinung und Auffassung von EIKE weitgehend deckungsgleich.

Ich wurde soeben auf eine erläuternde Ergänzung aufmerksam gemacht: Prof. Vaclav Klaus spricht nachfolgend auf dem World Prosperity Forum in Zürich und nicht auf dem World Economic Forum WEF in Davos wie man es bei nicht so genauem Hinsehen meinen könnte. Daher jetzt: Das WEF ist gemäß Wikipedia ein internationales, gemeinnütziges Netzwerk und Think-Tank mit Sitz in der Schweiz, das vor allem durch sein jährliches Treffen in Davos bekannt ist.  Sein Ziel ist es, globale Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern und Antworten auf weltweite Herausforderungen zu finden. Das World Prosperity Forum ist dagegen ein alternatives Forum, das zeitgleich zur WEF-Konferenz stattfindet und Selbstständigkeit, freie Märkte, individuelle Freiheit und Wohlstand betont. Es versteht sich als Gegenentwurf zur (aus seiner Sicht zentralistischen/globalistischen) Ausrichtung des WEF. Das World Prosperity Forum hat im Gegensatz  zum WEF keine Leitfigur wie der inzwischen entmachtete und fragwürdige Klaus Schwab des WEF. Das WEF wird zur Zeit interimistisch von Andre Hoffmann und Larrxy Fink geführt, die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge ist im Gange.

Oder kurz: Das WEF sucht breite globale Kooperationen über Sektoren hinweg, das World Prosperity Forum setzt stärker auf Marktliberalismus und individuelle Freiheit als Alternative zum WEF-Ansatz.

 

——————————————————————- Hier nun die Rede von Vaclav Klaus ——————————————————————

Präsident Taylor, meine Damen und Herren,

vielen Dank für die Organisation des ersten Treffens des World Prosperity Forum. Vielen Dank, dass Sie mir das Wort erteilen und mir die Gelegenheit geben, vor diesem hochkarätigen Publikum zu sprechen.

Bevor ich versuche zu erörtern, wie es gelingen kann, – um aus Ihrer Einladung zu zitieren – „eine auf Freiheit und Wohlstand basierende Alternative” zu der derzeitigen Welt zu schaffen, die von Globalisten und Progressiven beherrscht wird, die sich seit mehr als drei Jahrzehnten jedes Jahr Ende Januar in Davos zum Weltwirtschaftsforum versammeln, möchte ich einige Worte zu meiner Beziehung zum Davoser Forum sagen.

Ich finde die Idee, dieses neue Treffen während der Tage des Davos-Forums und nicht weit von Davos entfernt zu organisieren, ausgezeichnet. Das Davos-Forum im Stil von Klaus Schwab braucht eine Alternative. Einige von uns warten schon seit langem auf eine solche Alternative. Dieses „Warten” hat für jemanden wie mich eine ganz besondere Geschichte.

Ich bin sozusagen ein Davos-Veteran. Ich bin im November 1989 in die Politik gegangen, als in meinem Land, der ehemaligen Tschechoslowakei, der Kommunismus zusammenbrach. Einige Tage später wurde ich Finanzminister in der ersten nichtkommunistischen Regierung, die sowohl für die Abschaffung der alten, irrationalen und nicht funktionierenden kommunistischen Zentralplanung als auch für den Aufbau der Institutionen einer freien Marktwirtschaft nach 40 Jahren Kommunismus verantwortlich war. Die schwierigste Aufgabe war der Übergang.

Die Einladung zur Teilnahme am Davoser Forum vor 36 Jahren, im Januar 1990, nur wenige Wochen nach meinem Eintritt in die neu gebildete Regierung und nach der revolutionären Öffnung der Grenzen zum Westen, war zuvor fast unvorstellbar gewesen. Ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben die Gelegenheit, berühmte westliche Politiker und Ökonomen zu sehen, zu treffen und mit ihnen zu sprechen. Ich kann mit Fug und Recht sagen, dass einige von uns darauf vorbereitet waren.

Ein weiterer Vorteil meiner Reise war, dass ich die Schönheit des schneebedeckten Davos sehen konnte. Für jemanden wie mich, der sein ganzes Leben lang davon geträumt hatte, einmal in den Alpen Ski zu fahren, war das ein unvergessliches Erlebnis.

Bei meinem ersten Besuch dort nahm ich auch auf der Hauptbühne des Davos-Forums an einer Debatte – oder besser gesagt, einer grundlegenden Auseinandersetzung – mit dem bekannten amerikanischen Ökonomen und sehr linksgerichteten Columbia-Professor Joseph Stiglitz (später Nobelpreisträger) teil, der mich fragte – und eine positive Antwort erwartete –, ob wir beabsichtigten, ein System der „Dritten Weg“ für Gesellschaft und Wirtschaft aufzubauen. Zur Überraschung von Professor Stiglitz und dem Moderator der Debatte, dem Chef von Davos, Klaus Schwab, war meine Antwort sehr klar und direkt: Wir sind nicht an einem Dritten Weg interessiert, denn der Dritte Weg ist der schnellste Weg in die Dritte Welt.

Dieses Zitat von mir war viele Jahre lang der erste Satz des Wikipedia-Eintrags zum Thema „Dritter Weg“. Ich habe wiederholt betont, dass wir uns für den ersten Weg interessieren, für den Kapitalismus.

Dieser Meinungsaustausch war der erste meiner vielen Konflikte in Davos. Meine Frustration gipfelte 2005, als ich mir nach 16 Besuchen des Davoser Forums schließlich sagte: GENUG IST GENUG. Nach meiner Rückkehr nach Prag schrieb und veröffentlichte ich einen sehr kritischen Artikel über das progressivistische Davoser Forum mit dem provokanten Titel „Homo Davosensis“. Klaus Schwab hat mir das nie verziehen. Von diesem Moment an wurde ich nicht mehr dorthin eingeladen.

Als ich hörte, dass das Heartland Institute eine Alternative ins Leben rufen wollte, das World Prosperity Forum, war ich überzeugt, dass die Befürwortung des Ersten Weges, des Kapitalismus, eine der Grundideen des gesamten Projekts sein muss. Bereits 1990 sagte ich, dass wir eine Marktwirtschaft ohne Adjektive wollten, ohne die Adjektive „sozial” und „grün”, weil diese Adjektive mehr oder weniger die ursprüngliche Bedeutung der gesamten Idee der Marktwirtschaft (wie wir sie durch das Studium von Mises, Hayek, Friedman und ähnlichen Autoren verstanden haben) leugnen.

Das Adjektiv „grün“ bringt mich zum Heartland Institute, einer der wichtigsten Institutionen, die gegen die Idee der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung und den Klimaalarmismus kämpfen. Vor mehr als einem Jahrzehnt nahm ich an mehreren Heartland-Konferenzen teil – ich erinnere mich an Chicago und New York City – und hielt dort Reden. Das war zu einer Zeit, als der Kampf gegen die Doktrin der globalen Erwärmung noch unentschieden war. Dieser Moment ist nun leider vorbei. Wir müssen zugeben, dass wir in dieser Debatte nicht auf der Gewinnerseite stehen. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir aufgeben und den Kampf einstellen sollten. Im Gegenteil. Ich nehme an, das ist der Grund, warum wir alle hier sind.

Im vergangenen Dezember habe ich die Position des Präsidenten von Clintel angenommen, einer weiteren Institution, die mit dem IPCC völlig uneinig ist. Ich weiß, dass wir, die Clinteler, und unsere Kollegen vom Heartland Institute im selben Boot sitzen. Ich bin heute hierher gekommen, um offiziell mein Interesse – und ich glaube auch unser Interesse – an einer freundschaftlichen und produktiven Zusammenarbeit zum Ausdruck zu bringen. Clintel ist es mit seinen verschiedenen nationalen Gruppierungen gelungen, ein vielversprechendes internationales Netzwerk aufzubauen.

Wie Heartland versuchen wir, einen Beitrag zur Beantwortung der grundlegenden Fragen unserer Zeit zu leisten:

  1. Sind Männer (und Frauen) für den aktuellen weltweiten Temperaturanstieg verantwortlich (und für den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur, sofern dieses Konzept überhaupt sinnvoll und untersuchenswert ist)?
  2. Ist der statistisch gemessene Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte ein Beweis für einen langfristigen Trend und gefährdet er wirklich die Zukunft der Menschheit?
  3. Und – wenn diese beiden Hypothesen gültig und gerechtfertigt sind – gibt es etwas, und vor allem gibt es etwas Sinnvolles, was die Menschheit dagegen tun kann (wobei „sinnvoll” im Sinne von „mehr Nutzen als Kosten bringend” zu verstehen ist)?

Clintel hat, mit den Worten seines Gründers und ersten Präsidenten, Prof. Berkhout, verkündet, dass „es keinen Klimanotstand gibt”, was weltweit Resonanz gefunden hat.

Ich selbst – ein Ökonom und Ökonometriker, der zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs des Kommunismus Politiker wurde – habe bereits 2007 ein Buch mit dem Titel „Blue Planet in Greens Shackles” veröffentlicht. Ich glaube an die Stärke und Produktivität der Wirtschaftstheorie, wenn es darum geht, menschliches Verhalten zu erklären und wichtige Leitlinien für die rationale Organisation eines Wirtschaftssystems und die Gestaltung der Wirtschaftspolitik zu bieten. Ich bin überzeugt von der unersetzlichen Bedeutung der Märkte sowie von der grundlegenden Rolle der Preise, sofern sie das entscheidende Konzept der Knappheit in menschlichen Entscheidungsprozessen wiederspiegeln.

Die ökonomische Denkweise wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte von vielen Seiten und aus vielen Blickwinkeln angegriffen, aber der gefährlichste Angriff der jüngeren Zeit – was unsere Themen betrifft – kam mit der Entstehung der grünen Ideologie, des Umweltschutzes. Dieser Angriff – der sich natürlich in verschiedenen Formen im Laufe der Menschheitsgeschichte viele Male wiederholt hat – ging einher mit den Aktivitäten des Club of Rome und seinem berüchtigten Bericht „Die Grenzen des Wachstums” Ende der 1960er Jahre.

Als jemand, der zu dieser Zeit in der kommunistischen Tschechoslowakei lebte, spürte ich sofort die enorme Gefahr, die in diesen Ideen steckte, und sah in ihnen in vielerlei Hinsicht eine ähnliche Bedrohung wie den Kommunismus. Von diesem Moment an wurde ich zu einem entschiedenen Kritiker dieser Ideologie (oder vielleicht Religion), die nichts mit Wissenschaft zu tun hat.

Die grüne Ideologie fand ihre beste und vielversprechendste Waffe gegen Freiheit und Wohlstand in der Verbreitung der Hypothese einer gefährlichen globalen Erwärmung, die angeblich durch unverantwortliches menschliches Verhalten verursacht wird. (Unverantwortlich in den Augen unserer Gegner.)

Diese alarmistische Doktrin erhielt 1988 mit der Gründung des IPCC (International Panel for Climate Change) neuen Auftrieb, der der gesamten grünen Bewegung internationale politische (und natürlich, was noch wichtiger ist, finanzielle) Unterstützung garantiert.

Seit diesem Moment bewegt sich die ganze Welt (und insbesondere ihr westlicher Teil) nur noch in eine Richtung – hin zum Sieg der Ideologie der globalen Erwärmung, zur gnadenlosen Unterdrückung ihrer Gegner und zu einer historisch beispiellosen direkten Umsetzung dieser Ideologie in die Regierungspolitik. Diese Prozesse gipfelten in der offiziellen Anerkennung des Green Deal als grundlegende Doktrin der Europäischen Union.

Wo stehen wir jetzt?

Einerseits sind die Kritiker des Klimaalarmismus aus vielen Gründen heute stiller und weniger sichtbar als in der Vergangenheit. Hinzu kommt, dass die Generationen unserer Kinder und Enkelkinder (die bereits in der Grundschule indoktriniert werden) nie etwas anderes erlebt haben als die offizielle Verherrlichung der alarmistischen Klimalehre und die arrogante Verhöhnung aller, die es wagen, sich ihr zu widersetzen.

Andererseits beobachten wir eine wachsende Kritik an den zerstörerischen Folgen des Green Deal, der unvorbereiteten „Energiewende”, der Stilllegung von Kernkraftwerken und des Verbots von Verbrennungsmotoren. Infolgedessen werden sich die Menschen dieser Folgen zunehmend bewusst. Die jüngsten Aktivitäten von Präsident Trump und seinem Energieminister Chris Wright in den USA sind von großer Bedeutung.

Ich selbst habe versucht, diese Entwicklungen im schlimmsten Moment des Jahres 2017 in meinem Buch „Werden wir vom Klima zerstört oder von unserem Kampf gegen das Klima?“ (Cosmopolis, Grada, Prag, auf Tschechisch) anzusprechen. Die Tatsache, dass ich nicht versucht habe, dieses Buch im Ausland oder in einer Fremdsprache zu veröffentlichen, zeigte nicht nur meine Überzeugung, dass alles Relevante bereits gesagt worden war (auf beiden Seiten der Debatte), sondern in gewisser Weise auch meine teilweise Resignation angesichts der Tatsache, dass wir in unseren Ländern offensichtlich an Boden verloren hatten. Hoffentlich bewegen wir uns nun auf eine optimistischere Phase zu.

Ich interpretiere – zu Recht oder zu Unrecht – die Initiative des Heartland Institute zur Gründung des World Prosperity Forum als Signal, dass das Institut der wirtschaftlichen Seite der Angelegenheit mehr Aufmerksamkeit schenken möchte. Dies unterstütze ich nachdrücklich.

Wir müssen darauf bestehen, dass ein entscheidender Aspekt der gesamten Debatte über die globale Erwärmung mit wirtschaftlichen Fragen und den Grundprinzipien der Wirtschaftswissenschaft zusammenhängt. Ökonomen sollten die Rolle der Preise bei der Entscheidungsfindung (und die durch staatlich diktierte Preise verursachten Verzerrungen), die Rolle der Diskontierung bei jeder sinnvollen Analyse und Prognose, die Umwelt-Kuznets-Kurven und natürlich die berüchtigte Energiewende diskutieren. Nicht zuletzt sehen wir uns mit den sehr problematischen „Emissionszertifikaten” konfrontiert, die Nicht-Ökonomen als einen sinnvollen Beitrag der Ökonomen zu dieser ganzen Frage verstehen, was sie natürlich nicht sind. In Wirklichkeit ist der Handel mit Emissionszertifikaten ein staatlich kontrolliertes administratives Rationierungssystem, das nur vorgibt, marktfreundlich zu sein. Es ist frustrierend, dass niemand mehr diese Themen substanziell diskutiert. Nicht einmal meine Ökonomenkollegen.

Es besteht kein Zweifel daran – und das ist eine weitere Dimension des gesamten Problems –, dass es beim Klimaalarmismus nicht um klimatische Extreme geht, sondern um den Menschen, um die menschliche Gesellschaft, um unsere Freiheit und unseren Wohlstand. Es handelt sich um eine säkulare Ideologie, eine neue politische Religion. Sie spiegelt eine arrogante westliche Weltanschauung wider, die auf dem Denken und der Lebensweise wohlhabender Gesellschaften (im alten Galbraithschen Sinne) basiert.

Wie ich vor fast zwanzig Jahren im Untertitel meines Buches „Blue Planet in Green Shackles“ gefragt habe: „Was ist gefährdet, das Klima oder die Freiheit?“ Ich bin überzeugt, dass das Klima mehr oder weniger in Ordnung ist. Ich glaube, dass viele von uns hier das genauso sehen.

Václav Klaus auf dem World Prosperity Forum, Zürich, 20. Januar 2026




Gegenwind: 03 Entwaldung, B) In unseren Klima-Kolonien

Die Erzeugung von Strom durch Windkraft im Wald schädigt nicht nur wertvolle Kultur- und Waldlandschaften in Deutschland, sondern ist auch für Menschenrechtsverletzungen, Landschaftszerstörung und radioaktive Verseuchung in sogenannten Entwicklungsländern und China mit verantwortlich. Auf „unserer“ Reise in die bessere, klimaneutrale, NEIN: klimagerechte Zukunft haben die Menschen in unseren Öko-Kolonien offenbar immer noch keinen Platz gefunden.

Das Video dazu zeigt drei erschreckende, aber gut dokumentierte Beispiele als gerne verschwiegene Nebenwirkung unserer Energiewende – es gäbe viele mehr: Balsaholz aus Ecuador und Peru, Seltene Erden wie Neodym aus China und Madagaskar, die sich direkt in unseren Windrädern in Deutschland finden und Blutkohle aus Kolumbien und Südafrika, ohne die unsere „Energiewende“ in regelmäßigen Blackouts münden würde.

Videolink:

https://www.youtube.com/watch?v=8JTZG9bY-9khttps://youtu.be/8JTZG9bY-9k

Die Videoserie richtet sich vor allem auch an die stark zunehmenden Mitglieder von Bürgerinitiativen, Vereinen, Gruppen, die überwiegend nicht aus der Land- und Forst- bzw. Energiewirtschaft oder dem Natur- und Umweltschutz kommen und vor einem steuerfinanzierten Nebelmeer an Desinformation stehen, wenn sie sich über Windkraft vor allem im Wald in Deutschland informieren möchten. Welche Themen konkret in weiteren Folgen der Video-Serie abgehandelt werden, erfahren Sie im Detail im Einleitungsvideo zu dieser Serie.

CumTempore, Prof. Dr. Andreas Schulte

Ich würde mich freuen, wenn Sie den Videokanal abonnieren bzw. das Video an Interessierte weiterleiten könnten. Gerne können Sie auch die Videoserie auf Ihrer Website einstellen. Der Vollständigkeit halber: Der Videokanal CumTempore verfolgt keine wirtschaftlichen oder parteipolitischen Interessen. Er erhält auch keine Zuwendungen vom Staat oder anderen Dritten. Ich freue mich auch über Ihre Kommentare und natürlich auch Kritik.




Die deutschen Gasspeicher sinken gefährlich niedrig – Verknappung ist kaum zu vermeiden

Aufmacherbild https://www.wetter.de/cms/42-tage-wettertrend-zwischen-eiswinter-und-fruehlingsvorboten-wie-endet-der-winter-in-deutschland-4548149.html

NoTricksZoneP. Gosselin

Der deutsche Energiekanal  Energie & Outdoor Chiemgau  beleuchtet die Heizgasversorgung in Deutschland, die sich angesichts schwindender Speichermengen einer angespannten Phase nähert.

Sollte der kalte Januar in Deutschland wie prognostiziert anhalten, ist mit einer Erdgasrationierung zu rechnen. 

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/aktuelle_gasversorgung/_svg/Gasspeicher_Fuellstand/Speicherfuellstand.html?nn=652300

Dieser Januar gilt als einer der kältesten der letzten 15 Jahre. In solchen Kälteperioden steigt der deutsche Gasverbrauch sprunghaft an (bis zu 1,3 % Kapazitätsverlust pro Tag).  Aktuell (Stand: 19. Januar) liegt der Füllstand der Gasspeicher bei 41,8 % und damit deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum (nahezu 64 %).

Nahezu kritische Werte

Da die aktuellen Speicherstände in Deutschland weiter sinken, nähert sich ein kritischer Punkt: Sobald die Speicher unter 20 % fallen, wird es technisch schwierig, genügend Druck für die Standardentnahme aufrechtzuerhalten. Laut Stefan Spiegelsperger von  Energie & Outdoor Chiemgau markiert dies den Beginn einer Gasknappheitssituation

Ein erheblicher Teil der deutschen Gasspeicher wird zur Stromerzeugung genutzt, insbesondere in Zeiten geringer Wind- (wie derzeit) oder Solarstromproduktion („Dunkelflöße“). Obwohl LNG-Terminals vorhanden sind, bleiben viele aufgrund eines Mangels an Tankern unterausgelastet. Darüber hinaus exportiert Deutschland weiterhin Gas in Nachbarländer.

In seinem Video kritisiert Spiegelsperger die Prognosen der INES ( Initiative Energien Speichern ) als zu optimistisch. Er weist darauf hin, dass die tatsächlichen Speicherstände bereits unter die prognostizierten Werte fallen, was besorgniserregend sei. Sollte die Kältewelle bis Mitte Februar anhalten, deutet eine Referenzberechnung (basierend auf dem Jahr 2010) darauf hin, dass die Speicher vollständig leer sein könnten.

Mögliche Folgen eines Gasmangels

Was geschieht also, wenn die Gasspeicherstände weiterhin besorgniserregend sinken und ein tatsächlicher Mangel entsteht? Antwort: Es kommt zu Rationierungen, und die Versorgung von Privathaushalten hat Priorität. Um die Versorgung dieser Haushalte zu sichern, müsste die Industrie ihren Verbrauch drastisch reduzieren. Dies hätte gravierende wirtschaftliche Folgen.

Auch öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder könnten geschlossen werden, und es könnte Appelle geben, die Heiztemperaturen in den Häusern zu senken.

Darüber hinaus wird aufgrund von Angebot und Nachfrage mit einem Anstieg der Gaspreise gerechnet.

Stefan Spiegelsperger von Energie & Outdoor Chiemgau  hält eine Gasknappheit derzeit für kaum vermeidbar, es sei denn, der Rest des Winters verläuft überraschend mild. Aktuell deuten die Wettermodelle nicht auf dieses Szenario hin.

Spiegelsperger rät den Zuschauern, sich auf mögliche Engpässe einzustellen. Eine kleine positive Nachricht ist der Beginn der Gaslieferungen aus Aserbaidschan, die allerdings nur einen Bruchteil des Gesamtbedarfs decken.

Diese verheerende Situation ist größtenteils Deutschlands leichtsinnigem Vorstoß in die Fantasiewelt der grünen Energie zu verdanken.
[Und nicht zu vergessen, der Anschlag auf Nordstream und der Weigerung der deutschen Regierung, wenigstens die verbliebene Pipeline zu nutzen – der Übersetzer]

https://wattsupwiththat.com/2026/01/23/as-german-gas-storage-dips-dangerously-lowshortage-hardly-avoidable/