Joe Kaeser, Energie-Chef von Siemens: „Die Industrie wird der Net Zero-Ideologie geopfert!“

Will Jones, THE DAILY SCEPTIC

Joe Kaeser sagte, strenge Null-Emissionsziele hätten die Fertigungsindustrie und die Schwerindustrie in Deutschland und darüber hinaus lahmgelegt. Er forderte die deutsche Regierung auf, einen „wirtschaftlich tragbaren Plan” für die Dekarbonisierung des Landes auszuarbeiten.

„Die Kritiker haben Recht, wenn sie sagen, dass man seine Wirtschaftskraft [und] das Wohlergehen der Gesellschaft gefährdet, wenn man in Bezug auf Netto-Null ideologisch vorgeht”, sagte er.

Seine Äußerungen werden Fragen über den britischen Ansatz zur Netto-Null aufwerfen, der laut offiziellen Prognosen in den nächsten Jahrzehnten zusätzliche Staatsausgaben in Höhe von Hunderten Milliarden Pfund verursachen wird.

Neben Fragen zu den Kosten sehen sich Großbritannien und Europa zunehmendem Druck seitens der USA ausgesetzt, ihre Pläne zurückzunehmen, die laut Vertretern der Trump-Regierung die Länder „unterwürfig” gegenüber Peking machen.

Sir Keir Starmer wird diese Woche nach China fliegen. Es ist der erste Besuch eines britischen Premierministers seit 2018, und Energie wird wahrscheinlich eines der Themen sein, die besprochen werden.

Kaeser, der zuvor den deutschen Industriegiganten Siemens leitete, bevor er Vorsitzender der Energiesparte des Unternehmens wurde, warnte davor, dass europäische Unternehmen aufgrund der Politik der grünen Energie an Wettbewerbsfähigkeit verlieren würden.

Er kritisierte die Regierung in Berlin dafür, dass sie den Autoherstellern Null-Emissions-Ziele auferlegt und von den Unternehmen verlangt nachzuweisen, dass die von ihnen verkauften Produkte keinen Zusammenhang mit der Abholzung von Wäldern haben.

Der deutsche Unternehmer kritisierte auch, dass die Politik durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe auf zuverlässige und günstige Energie verzichte.

Kaeser weiter: „Sie sind zu Ideologen der erneuerbaren Energien geworden. Das ist eine schlechte Idee. Wenn man ein Industrieland ist und keine nachhaltige, bezahlbare und zuverlässige Energiequelle bereitstellen kann, hat man ein Problem.“

Der Anteil Deutschlands an den weltweiten Emissionen liegt derzeit bei weniger als 2 % – deutlich unter dem anderer Industrieländer wie Brasilien und Indien – und Kaeser sagte, selbst eine Halbierung dieser Zahl würde für das globale Bild kaum einen Unterschied machen.

Im Vergleich dazu ist China derzeit für ein Drittel der weltweiten Kohlenstoffemissionen verantwortlich, während der Anteil Großbritanniens weniger als 1 % beträgt.

„Warum sollte man seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit riskieren, um in der globalen Diskussion vielleicht nur eine Rundungsdifferenz zu sein?“, fragte Kaeser.

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 CO2-Neutralität zu erreichen – ein ehrgeizigeres Ziel als die gesetzlich verankerte Frist Großbritanniens bis 2050.

Kaeser, der auch Vorsitzender von Daimler Trucks ist, kritisierte den Ansatz der EU, die CO2-Neutralität durch Vorschriften zu erreichen. Er sagte, Brüssel habe zu viel Zeit damit verbracht, solche Vorschriften für Hersteller auszuarbeiten, ohne zu bedenken, dass diese die Nachfrage abwürgen könnten.

Es wird empfohlen, den Beitrag in Gänze zu lesen.

Eilmeldung: Die britische Energiebranche steht aufgrund der „chaotischen und unnötigen“ Aushöhlung des Öl- und Gassektors durch die Labour-Partei vor dem Zusammenbruch, warnt einer ihrer bedeutendsten Gewerkschaftsvertreter. Louise Gilmour, Schottland-Sekretärin der Gewerkschaft GMB, sagt, dass die von Ed Miliband vertretenen „wahnhaften“ Netto-Null-Maßnahmen „die wohl zerstörerischste industrielle Katastrophe in der Geschichte unseres Landes“ verursachen, berichtet der Telegraph.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/01/28/industry-is-being-sacrificed-to-net-zero-ideology-says-siemens-energy-boss/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Mein Übersetzer-Kollege Andreas Demmig meint dazu: Der Herr Löscher steht für einen Generationswechsel. Vor ihm kamen nur Ingenieure an die Spitze, die sich um ihre Kunden und die Qualität der Siemens Produkte gekümmert haben.




USA sind aus dem Pariser Klima-Abkommen ausgetreten

Robert Bradley Jr., MasterResource

Dank Präsident Trump sind die USA offiziell aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen, welches die amerikanischen Werte und Prioritäten untergrub, hart verdientes Steuergeld verschwendete und das Wirtschaftswachstum hemmte. Dies ist ein weiterer Sieg für das amerikanische Volk im Sinne von ‚America First‘“! ( – Taylor Rogers, Sprecher des Weißen Hauses. Zitiert in Politico, siehe unten)

Mit Wirkung vom gestrigen Tag sind die Vereinigten Staaten nicht mehr Unterzeichner des Pariser Klimaabkommens vom 4. November 2016. [1] Lesen Sie dazu: „So long, Paris: US officially leaves landmark climate pact” (Politico: 27. Januar 2026).

Noch besser: Trump II hat den Austrittsprozess aus der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (1992) eingeleitet, die für das Kyoto-Protokoll und das Pariser Abkommen verantwortlich war.

Trumps Erklärung

Die Begründung für den Rückzug der USA wurde von Trump in seiner ersten Amtszeit gegeben. Seine Erklärung (2.250 Wörter) vom 1. Juni 2017 wird aufgrund ihrer anhaltenden Bedeutung wörtlich wiedergegeben:

DER PRÄSIDENT: Eines nach dem anderen halten wir die Versprechen, die ich dem amerikanischen Volk während meines Präsidentschaftswahlkampfs gegeben habe … Ich kämpfe jeden Tag für die großartigen Menschen dieses Landes. Um meiner feierlichen Pflicht zum Schutz Amerikas und seiner Bürger nachzukommen, werden die Vereinigten Staaten daher aus dem Pariser Klimaabkommen austreten – aber Verhandlungen aufnehmen, um entweder wieder in das Pariser Abkommen einzutreten oder eine völlig neue Vereinbarung zu Bedingungen zu schließen, die für die Vereinigten Staaten, ihre Unternehmen, ihre Arbeitnehmer, ihre Bürger und ihre Steuerzahler fair sind. Wir steigen also aus. Aber wir werden Verhandlungen aufnehmen und sehen, ob wir ein faires Abkommen erzielen können. Wenn ja, ist das großartig. Wenn nicht, ist das auch in Ordnung.

[Hervorhebung im Original]

Als Präsident kann ich nichts anderes über das Wohlergehen der amerikanischen Bürger stellen. Das Pariser Klimaabkommen ist nur das jüngste Beispiel dafür, dass Washington ein Abkommen abschließt, das den Vereinigten Staaten zum Nachteil und zum ausschließlichen Vorteil anderer Länder ist, so dass die amerikanischen Arbeitnehmer – die ich liebe – und die Steuerzahler die Kosten in Form von verlorenen Arbeitsplätzen, niedrigeren Löhnen, geschlossenen Fabriken und einer stark rückläufigen Wirtschaftsleistung tragen müssen.

Daher werden die Vereinigten Staaten ab heute die Umsetzung des nicht bindenden Pariser Abkommens und die drakonischen finanziellen und wirtschaftlichen Belastungen vollständig einstellen, die das Abkommen unserem Land auferlegt. Dazu gehört auch die Beendigung der Umsetzung des national festgelegten Beitrags und, was sehr wichtig ist, des Grünen Klimafonds‘, der die Vereinigten Staaten ein Vermögen kostet.

Die Einhaltung der Bestimmungen des Pariser Abkommens und die damit verbundenen strengen beschränkungen des Energieverbrauchs für die Vereinigten Staaten könnten Amerika laut National Economic Research Associates bis 2025 bis zu 2,7 Millionen Arbeitsplätze kosten. Dazu gehören 440.000 weniger Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe – nicht das, was wir brauchen – glauben Sie mir, das ist nicht das, was wir brauchen –, darunter Arbeitsplätze in der Automobilindustrie, und die weitere Dezimierung wichtiger amerikanischer Industriezweige, auf die unzählige Gemeinden angewiesen sind. Sie sind so sehr darauf angewiesen, und wir würden ihnen so wenig geben.

Der gleichen Studie zufolge würde die Einhaltung der von der vorherigen Regierung eingegangenen Verpflichtungen bis 2040 zu Produktionsrückgängen in den folgenden Sektoren führen: Papier um 12 Prozent, Zement um 23 Prozent, Eisen und Stahl um 38 Prozent, Kohle – und ich liebe die Bergleute – um 86 Prozent, Erdgas um 31 Prozent. Die Kosten für die Wirtschaft würden sich zu diesem Zeitpunkt auf fast 3 Billionen Dollar an verlorenem BIP und 6,5 Millionen Arbeitsplätzen in der Industrie belaufen, während die Haushalte 7.000 Dollar weniger Einkommen hätten, in vielen Fällen sogar noch viel weniger.

Dieses Abkommen unterwirft unsere Bürger nicht nur strengen wirtschaftlichen Beschränkungen, sondern wird auch unseren Umweltidealen nicht gerecht. Als jemand, dem die Umwelt sehr am Herzen liegt, kann ich mit gutem Gewissen kein Abkommen unterstützen, das die Vereinigten Staaten – den weltweit führenden Umweltschutzstaat – bestraft, während es den weltweit führenden Umweltverschmutzern keine nennenswerten Verpflichtungen auferlegt.

So kann China beispielsweise gemäß dem Abkommen seine Emissionen um unglaubliche 13 Jahre erhöhen. 13 Jahre lang können sie tun, was sie wollen. Wir nicht. Indien macht seine Teilnahme davon abhängig, dass es Milliarden und Abermilliarden Dollar an Entwicklungshilfe von den Industrieländern erhält. Es gibt viele weitere Beispiele. Unterm Strich ist das Pariser Abkommen auf höchstem Niveau sehr unfair gegenüber den Vereinigten Staaten.

Darüber hinaus blockiert das derzeitige Abkommen effektiv die Entwicklung sauberer Kohle in Amerika – was es auch tut, und die Minen beginnen sich zu öffnen. In zwei Wochen steht eine große Eröffnung an. Pennsylvania, Ohio, West Virginia, so viele Orte. Eine große Eröffnung einer brandneuen Mine. Das ist beispiellos. Seit vielen, vielen Jahren ist das nicht mehr vorgekommen. Sie haben mich gefragt, ob ich hingehen würde. Ich werde es versuchen.

China wird Hunderte weiterer Kohlekraftwerke bauen dürfen. Wir sollen also keine Kraftwerke bauen dürfen, aber sie dürfen es laut diesem Abkommen. Indien wird seine Kohleproduktion bis 2020 verdoppeln dürfen. Stellen Sie sich das vor: Indien kann seine Kohleproduktion verdoppeln. Wir sollen unsere abschaffen. Sogar Europa darf weiterhin Kohlekraftwerke bauen.

Kurz gesagt, das Abkommen beseitigt keine Arbeitsplätze im Kohlebergbau, sondern verlagert diese Arbeitsplätze nur aus Amerika und den Vereinigten Staaten ins Ausland.

Bei diesem Abkommen geht es weniger um das Klima als vielmehr darum, dass andere Länder einen finanziellen Vorteil gegenüber den Vereinigten Staaten erlangen. Der Rest der Welt applaudierte, als wir das Pariser Abkommen unterzeichneten – sie waren außer sich vor Freude –, aus dem einfachen Grund, dass es unser Land, die Vereinigten Staaten von Amerika, die wir alle lieben, in eine sehr, sehr große wirtschaftliche Nachteilssituation brachte. Ein Zyniker würde sagen, dass der offensichtliche Grund für wirtschaftliche Konkurrenten und ihren Wunsch, dass wir im Abkommen bleiben darin besteht, dass wir weiterhin unter dieser selbstverschuldeten großen wirtschaftlichen Wunde leiden. Es wäre für uns sehr schwer, mit anderen Ländern aus anderen Teilen der Welt zu konkurrieren.

Wir verfügen über die reichhaltigsten Energiereserven der Welt, die ausreichen würden, um Millionen der ärmsten Arbeitnehmer Amerikas aus der Armut zu befreien. Doch mit diesem Abkommen legen wir diese Reserven praktisch unter Verschluss, nehmen unserem Land seinen großen Reichtum – es ist ein großer Reichtum, ein phänomenaler Reichtum; vor nicht allzu langer Zeit hatten wir keine Ahnung, dass wir einen solchen Reichtum besitzen – und halten Millionen und Abermillionen von Familien in Armut und Arbeitslosigkeit gefangen.

Das Abkommen bedeutet eine massive Umverteilung des Wohlstands der Vereinigten Staaten an andere Länder. Bei einem Wachstum von 1 Prozent können erneuerbare Energiequellen einen Teil unseres Inlandsbedarfs decken, aber bei einem Wachstum von 3 oder 4 Prozent, das ich erwarte, brauchen wir alle verfügbaren amerikanischen Energieformen, sonst drohen unserem Land ernsthafte Stromausfälle und Blackouts, unsere Unternehmen würden in vielen Fällen zum Stillstand kommen und die amerikanischen Familien würden unter den Folgen in Form von Arbeitsplatzverlusten und einer stark verminderten Lebensqualität leiden.

Selbst wenn das Pariser Abkommen vollständig umgesetzt würde und alle Nationen sich daran halten würden, würde es Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2100 nur zu einer Senkung der globalen Temperatur um zwei Zehntel Grad Celsius führen – denken Sie darüber nach, um wie viel es sich dabei handelt. Eine winzige, winzige Menge. Tatsächlich würden allein die CO2-Emissionen Chinas in 14 Tagen die Gewinne Amerikas zunichte machen – und das ist eine unglaubliche Statistik –, sie würden die Gewinne aus den erwarteten Reduktionen Amerikas im Jahr 2030 vollständig zunichte machen, nachdem wir Milliarden und Abermilliarden Dollar ausgegeben, Arbeitsplätze verloren, Fabriken geschlossen und viel höhere Energiekosten für unsere Unternehmen und unsere Haushalte in Kauf genommen haben müssen.

Das Wall Street Journal schrieb heute Morgen: „Die Realität ist, dass der Austritt im wirtschaftlichen Interesse Amerikas liegt und für das Klima keine große Rolle spielen wird.“ Die Vereinigten Staaten werden unter der Trump-Regierung weiterhin das sauberste und umweltfreundlichste Land der Welt sein. Wir werden die Saubersten sein. Wir werden die sauberste Luft haben. Wir werden das sauberste Wasser haben. Wir werden umweltfreundlich sein, aber wir werden unsere Unternehmen nicht in den Ruin treiben und wir werden keine Arbeitsplätze verlieren. Wir werden wachsen, wir werden schnell wachsen.

Und ich glaube, Sie haben gerade gelesen – es wurde vor wenigen Minuten veröffentlicht, der Bericht über kleine Unternehmen –, dass kleine Unternehmen derzeit boomen und neue Mitarbeiter einstellen. Es ist einer der besten Berichte seit vielen Jahren.

Ich bin bereit, sofort mit den demokratischen Führern zusammenzuarbeiten, um entweder unter Bedingungen, die für die Vereinigten Staaten und ihre Arbeitnehmer fair sind, über unsere Rückkehr zum Pariser Abkommen zu verhandeln oder ein neues Abkommen auszuhandeln, das unser Land und seine Steuerzahler schützt.

Wenn also die Verhinderer sich mit mir zusammentun wollen, dann lassen Sie uns sie zu Nicht-Verhinderern machen. Wir werden uns alle zusammensetzen und wieder zu einer Einigung kommen. Und wir werden es gut machen, und wir werden unsere Fabriken nicht schließen, und wir werden unsere Arbeitsplätze nicht verlieren. Und wir werden uns mit den Demokraten und allen Vertretern des Pariser Abkommens oder einer Alternative, die noch besser ist als das Pariser Abkommen, an einen Tisch setzen. Ich glaube, dass die Menschen in unserem Land begeistert sein werden, und ich glaube, dass auch die Menschen weltweit begeistert sein werden. Aber bis wir das tun, bleiben wir aus dem Abkommen heraus.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass Amerika weltweit führend in Umweltfragen bleibt, aber unter fairen Rahmenbedingungen, bei denen die Lasten und Verantwortlichkeiten gleichmäßig auf die vielen Nationen auf der ganzen Welt verteilt sind.

Kein verantwortungsbewusster Staatschef kann die Arbeitnehmer – und die Menschen – seines Landes einem derart lähmenden und enormen Nachteil aussetzen. Die Tatsache, dass das Pariser Abkommen die Vereinigten Staaten behindert, während es einigen der weltweit größten Umweltverschmutzer Länder mehr Macht verleiht, sollte jeden Zweifel daran ausräumen, warum ausländische Lobbyisten unser großartiges Land an dieses Abkommen binden wollen: Es geht darum, ihrem Land einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber den Vereinigten Staaten zu verschaffen. Das wird nicht passieren, solange ich Präsident bin. Es tut mir leid.

Meine Aufgabe als Präsident ist es, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um Amerika gleiche Wettbewerbsbedingungen zu verschaffen und die wirtschaftlichen, regulatorischen und steuerlichen Strukturen zu schaffen, die Amerika zum wohlhabendsten und produktivsten Land der Welt machen, mit dem höchsten Lebensstandard und dem höchsten Umweltschutzniveau….

Das Pariser Abkommen benachteiligt die Wirtschaft der Vereinigten Staaten, um Lob von genau den ausländischen Hauptstädten und globalen Aktivisten zu erhalten, die seit langem versuchen, auf Kosten unseres Landes Reichtum zu erlangen. Sie stellen Amerika nicht an erste Stelle. Ich tue das, und ich werde es immer tun.

Die gleichen Nationen, die uns auffordern, im Abkommen zu bleiben, sind die Länder, die Amerika durch harte Handelspraktiken und in vielen Fällen durch lasche Beiträge zu unserem wichtigen Militärbündnis insgesamt Billionen von Dollar gekostet haben. Sie sehen, was passiert. Für diejenigen, die offen bleiben wollen, ist das ziemlich offensichtlich.

Ab wann wird Amerika erniedrigt? Ab wann fangen sie an, uns als Land auszulachen? Wir wollen eine faire Behandlung für unsere Bürger, und wir wollen eine faire Behandlung für unsere Steuerzahler. Wir wollen nicht, dass andere Staats- und Regierungschefs und andere Länder uns weiterhin auslachen. Und das werden sie auch nicht mehr tun. Das werden sie nicht mehr tun.

Ich wurde gewählt, um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten, nicht die von Paris. (Beifall.) Ich habe versprochen, dass ich jedes Abkommen, das nicht den Interessen Amerikas dient, kündigen oder neu verhandeln werde. Viele Handelsabkommen werden bald neu verhandelt werden. Nur sehr selten haben wir ein Abkommen, das für dieses Land funktioniert, aber sie werden bald neu verhandelt werden. Der Prozess hat vom ersten Tag an begonnen. Aber jetzt geht es ans Eingemachte.

Über die strengen Energiebeschränkungen hinaus, die das Pariser Abkommen mit sich bringt, enthält es noch einen weiteren Plan zur Umverteilung von Wohlstand aus den Vereinigten Staaten durch den sogenannten Green Climate Fund – schöner Name –, der von den Industrieländern verlangt, zusätzlich zu den bestehenden massiven Auslandshilfen der USA 100 Milliarden Dollar an Entwicklungsländer zu überweisen. Wir werden also Milliarden und Abermilliarden von Dollar zahlen, und wir sind bereits weit vor allen anderen. Viele der anderen Länder haben noch nichts ausgegeben, und viele von ihnen werden niemals auch nur einen Cent zahlen.

Der Green Fund würde die Vereinigten Staaten wahrscheinlich dazu verpflichten, möglicherweise Dutzende Milliarden Dollar bereitzustellen, von denen die Vereinigten Staaten bereits 1 Milliarde Dollar überwiesen haben – kein anderes Land kommt auch nur annähernd an diesen Betrag heran; die meisten haben noch nicht einmal etwas gezahlt –, darunter auch Mittel, die aus dem amerikanischen Haushalt für den Krieg gegen den Terrorismus entnommen wurden. Dorther stammen sie. Glauben Sie mir, sie stammen nicht von mir. Sie kamen kurz bevor ich mein Amt antrat. Das ist nicht gut. Und es ist auch nicht gut, wie sie das Geld genommen haben.

Im Jahr 2015 bezeichneten die scheidenden Spitzenbeamten der Vereinten Nationen für Klimafragen die 100 Milliarden Dollar pro Jahr angeblich als „Peanuts” und erklärten, dass „die 100 Milliarden Dollar der Schwanz sind, der mit dem Hund wedelt”. Im Jahr 2015 erklärte der Exekutivdirektor des Green Climate Fund Berichten zufolge, dass der geschätzte Finanzierungsbedarf nach 2020 auf 450 Milliarden Dollar pro Jahr steigen würde. Und niemand weiß überhaupt, wohin das Geld fließt. Niemand konnte sagen, wohin es fließt.

Natürlich haben die weltweit größten Umweltverschmutzer keine positiven Verpflichtungen im Rahmen des Grünen Fonds, den wir gekündigt haben. Amerika hat 20 Billionen Dollar Schulden. Finanzschwache Städte können nicht genügend Polizeibeamte einstellen oder wichtige Infrastruktur reparieren. Millionen unserer Bürger sind arbeitslos. Und dennoch werden im Rahmen des Pariser Abkommens Milliarden von Dollar, die hier in Amerika investiert werden sollten, genau an die Länder geschickt, die uns unsere Fabriken und Arbeitsplätze weggenommen haben. Denken Sie darüber nach.

Es gibt auch ernsthafte rechtliche und verfassungsrechtliche Probleme. Ausländische Staats- und Regierungschefs in Europa, Asien und auf der ganzen Welt sollten nicht mehr Einfluss auf die US-Wirtschaft haben als unsere eigenen Bürger und ihre gewählten Vertreter. Daher stellt unser Austritt aus dem Abkommen eine Bekräftigung der Souveränität Amerikas dar. (Beifall.) Unsere Verfassung ist unter allen Nationen der Welt einzigartig, und es ist meine höchste Pflicht und größte Ehre, sie zu schützen. Und das werde ich auch tun.

Der Verbleib im Abkommen könnte auch ernsthafte Hindernisse für die Vereinigten Staaten mit sich bringen, weil wir gerade damit begonnen haben, die Beschränkungen für Amerikas reichhaltige Energiereserven aufzuheben, was wir mit großer Entschlossenheit in Angriff genommen haben. Es wäre einst undenkbar gewesen, dass ein internationales Abkommen die Vereinigten Staaten daran hindern könnte, ihre eigenen innenpolitischen Wirtschaftsangelegenheiten zu regeln, aber dies ist die neue Realität, mit der wir konfrontiert sind, wenn wir das Abkommen nicht verlassen oder wenn wir kein weitaus besseres Abkommen aushandeln.

Die Risiken nehmen zu, sind doch solche Abkommen in der Vergangenheit mit der Zeit immer ehrgeiziger geworden. Mit anderen Worten: Das Pariser Rahmenabkommen ist ein Ausgangspunkt – so schlecht es auch sein mag – und kein Endpunkt. Ein Austritt aus dem Abkommen schützt die Vereinigten Staaten vor künftigen Eingriffen in ihre Souveränität und vor massiven künftigen rechtlichen Verpflichtungen. Glauben Sie mir, wir hätten massive rechtliche Verpflichtungen, wenn wir im Abkommen bleiben.

Als Präsident habe ich eine Verpflichtung, und diese Verpflichtung gilt dem amerikanischen Volk. Das Pariser Abkommen würde unsere Wirtschaft untergraben, unsere Arbeitnehmer behindern, unsere Souveränität schwächen, inakzeptable rechtliche Risiken mit sich bringen und uns gegenüber anderen Ländern der Welt dauerhaft benachteiligen. Es ist an der Zeit, aus dem Pariser Abkommen auszusteigen – (Beifall) – und einen neuen Deal anzustreben, der die Umwelt, unsere Unternehmen, unsere Bürger und unser Land schützt.

Es ist an der Zeit, Youngstown (Ohio), Detroit (Michigan) und Pittsburgh (Pennsylvania) – zusammen mit vielen, vielen anderen Orten in unserem großartigen Land – vor Paris (Frankreich) zu stellen. Es ist an der Zeit, Amerika wieder großartig zu machen. Vielen Dank.

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[1] „Der Generalsekretär der Vereinten Nationen teilt in seiner Eigenschaft als Verwahrer Folgendes mit:

Die oben genannte Maßnahme wurde am 27. Januar 2025 durchgeführt.

Die Maßnahme tritt für die Vereinigten Staaten von Amerika am 27. Januar 2026 gemäß den Absätzen 1 und 2 des Artikels 28 des Abkommens in Kraft, die wie folgt lauten:

„1. Zu jedem Zeitpunkt nach Ablauf von drei Jahren nach dem Tag, an dem dieses Abkommen für eine Vertragspartei in Kraft getreten ist, kann diese Vertragspartei durch eine schriftliche Notifikation an den Verwahrer von diesem Abkommen zurücktreten.

„2. Nach Ablauf von drei Jahren nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens für eine Vertragspartei kann diese Vertragspartei jederzeit durch schriftliche Notifikation an den Depositar von diesem Übereinkommen zurücktreten.

Ein solcher Rücktritt wird nach Ablauf eines Jahres nach Eingang der Rücktrittsnotifikation beim Depositar oder zu einem späteren Zeitpunkt wirksam, der in der Rücktrittsnotifikation angegeben ist.“

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/01/28/u-s-out-of-paris-climate-agreement/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Geld für „Dekarbonisierung“ ist genauso nutzlos wie Fitnessstudio-Mitgliedschaften und Garantie-Verlängerungen.

Gary Abernathy

Fast jeder von uns ist schon einmal Opfer von Betrügereien, Schwindeleien oder sogar gut gemeinten Projekten geworden, die nicht die Ergebnisse gebracht haben, die für das ausgegebene Geld versprochen worden waren.

So hat das neue Jahr zweifellos den jährlichen Ansturm auf Fitnessstudio-Mitgliedschaften von Amerikanern mit sich gebracht, die überzeugt sind, dass sie ihre über die Feiertage zugenommenen Pfunde wieder loswerden und wieder in Form kommen werden. Oder da ist diese erweiterte Garantie, die uns für ein großes Küchengerät aufgeschwatzt wurde, das nur kaputtgehen würde, wenn man es vom Dach eines 10-stöckigen Gebäudes fallen lassen würde. Wie sieht es mit den hohen monatlichen Gebühren für einen Streaming-Dienst aus, damit wir die eine Serie genießen können, die wir wirklich sehen wollen?

Immer wieder ziehen die Amerikaner den kürzeren und zahlen viel zu viel für Dienstleistungen, die nie halten, was sie versprechen. Nirgendwo wird das deutlicher als bei dem jahrzehntelangen Klimaschwindel, der eine Revolution in der Energiebranche versprach, um uns alle vor dem Aussterben zu retten.

In einer kürzlich erschienenen Kolumne legt William Murray, ehemaliger Chef-Redenschreiber der Umweltschutzbehörde EPA und ehemaliger Herausgeber von RealClearEnergy offen, wie weit die Versprechen der linksradikalen Umweltschützer hinter ihren Zusicherungen zurückblieben. Murray weist darauf hin, dass (laut seiner Quelle) in den letzten Jahrzehnten 20 Billionen Dollar – 20 Billionen Dollar! – vor allem von den USA und Europa ausgegeben wurden, um die Weltwirtschaft zu „dekarbonisieren”. Murray merkt an, dass diese Ausgaben „fast dem gesamten aktuellen Wert des amerikanischen BIP entsprechen”.

Das Ergebnis? „Der Verbrauch von Kohlenwasserstoffen stieg trotzdem weiter. Das einzige, was erreicht wurde, war eine winzige Reduzierung des Anteils von Kohlenwasserstoffen an der gesamten Energieversorgung um nur 2 %. Einfach ausgedrückt: Da der Energie-Kuchen größer wurde und alle Formen der Energieversorgung zunahmen, hatten Kohlenwasserstoffe am Ende einen etwas geringeren Anteil an einem größeren Kuchen.“

Wenn eine derart erbärmliche Kapitalrendite in einem anderen Lebensbereich erzielt worden wäre, wären die Unternehmen, die dieses Vorhaben vorangetrieben haben, bankrott gegangen und ihr Ruf wäre ruiniert gewesen. Aber die „Klimakämpfer“ werden nur noch mutiger.

Haben erneuerbare Energien nicht große Fortschritte gemacht? Das lesen wir zumindest in den Mainstream-Medien, welche die Aussagen der Branche für erneuerbare Energien nachplappern. Aber lesen Sie sich einmal die vorsichtige Wortwahl der meisten Befürworter erneuerbarer Energien durch, wenn sie mit den Fortschritten prahlen.

Beispielsweise veröffentlichte das Renewable Energy Institute einen Artikel mit der Überschrift [übersetzt] „Erneuerbare Energien machen 2024 90 % der Stromerzeugung in den USA aus”. Wow! Die Details waren jedoch etwas weniger beeindruckend, denn es wurde klargestellt, dass „erneuerbare Energien laut einer Untersuchung der SUN DAY Campaign unter Verwendung von Daten der Federal Energy Regulatory Commission (FERC) fast 90 % der gesamten zusätzlichen Stromerzeugungskapazität der USA in den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 ausmachten”.

Auf den ersten Blick könnten Leser, die den Text nicht sorgfältig lesen – oder sich nur auf die Überschrift verlassen –, denken, dass erneuerbare Energien in den ersten drei Quartalen 2024 90 Prozent der gesamten Stromerzeugung ausmachten. Das ist natürlich nicht der Fall. Der Artikel behauptete lediglich, dass 90 Prozent „der gesamten zusätzlichen Stromerzeugungskapazität der USA” aus erneuerbaren Energien stammten.

Tatsächlich berichtet die US-Energy Information Administration: „Im Jahr 2024 erzeugten die Vereinigten Staaten laut den Daten unseres Monthly Energy Review eine Rekordmenge an Energie. Die gesamte Energierzeugung der USA belief sich 2024 auf mehr als 103 Billiarden British Thermal Units, was einer Steigerung von 1 % gegenüber dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2023 entspricht.“ Mit anderen Worten: Die Branche der erneuerbaren Energien beansprucht 90 % des 1 %igen Zuwachses für sich (zumindest in den ersten drei Quartalen). Gut.

In Wirklichkeit waren die wichtigsten Energiequellen im Jahr 2024 weiterhin Erdgas und Flüssiggas (zusammen 47 %), Rohöl (27 %) und Kohle (10 %). Tatsächlich stiegen die Erdgasflüssigkeiten (9 % der gesamten Energieproduktion, wenn sie separat betrachtet werden) gegenüber 2023 um 7 %.

„ Die inländische NGPL-Produktion ist seit 2005 jedes Jahr gestiegen, weil die Erdgasproduktion und die Verarbeitungskapazitäten in den USA zugenommen haben“, heißt es in dem Bericht. Unterdessen machten alle „erneuerbaren Energien“ (Holz, Abfall, Wind, Sonne, Geothermie) zusammen die restlichen 16 % der gesamten in den USA erzeugten Energie aus. Wind trug etwas mehr als 1,5 % zur gesamten Energieerzeugung bei, Solarenergie etwas mehr als 1 %.

Hier ist der Clou: Selbst eine Kapazitätssteigerung von nur 1 % zwischen 2023 und 2024 bedeutete, dass die USA eine Rekordkapazität an Gesamtenergie erzeugten. Allerdings bietet die durch Wind- und Sonnenenergie erzeugte Stromkapazität „fast keine Zuverlässigkeit für das Stromnetz“.

Das sagen Mitch Rolling und Isaac Orr vom Substack „Energy Bad Boys“, die darauf hinweisen, dass „Wind- und Solarkapazität aufgrund ihrer Unbeständigkeit nicht mit regelbarer Kapazität gleichzusetzen ist. Unbeständige Generatoren sind aus mehreren Gründen regelbaren Ressourcen unterlegen, vor allem aber, weil die Betreiber nicht kontrollieren können, wann sie Strom erzeugen und wann nicht.“

Ein Beispiel: „Obwohl mehr Kapazitäten als je zuvor installiert sind, ist die zuverlässige Kapazität in PJM (der regionalen Übertragungsorganisation für Pennsylvania, New Jersey und Maryland) seit 2016 tatsächlich um 2 Gigawatt (GW) von 198 GW auf 196 GW zurückgegangen und liegt seit dem Höchststand der festen Kapazität im Jahr 2018 um 6,8 GW niedriger. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die Spitzennachfrage laut Daten des EIA Hourly Electric Grid Monitor im Jahr 2025 mit über 160 GW neue Rekorde erreicht hat.“

Die 20 Billionen Dollar teuren Investitionen in die „Dekarbonisierung” in den USA und Europa sind kläglich gescheitert. Es wäre eine sinnvollere Verwendung von Steuergeldern, wenn die Regierungen jedem Bürger eine lebenslange Mitgliedschaft im Fitnessstudio subventionieren würden. Dann gäbe es zumindest eine geringe Chance auf eine gewisse Rendite.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://www.cfact.org/2026/01/24/money-to-decarbonize-as-useless-as-gym-memberships-and-extended-warranties/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Profiteure der Klima-Panikindustrie: Die Versicherungswirtschaft

Axel Bojanowski von der Welt berichtete kürzlich vom aktuellen Bericht der Münchener Rückversicherung (Marke: Munich Re), die jährlich eine Auflistung der zu bezahlenden Folgen von Naturkatastrophen liefert. Der Hauptgrund angeblich – von den Massenmedien ungeprüft übernommen: der Klimakollaps!

Eine Rückversicherung („Re“) versichert andere Versicherungsunternehmen, deren direkte Kunden die Bürger und Firmen sind. Die „Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München“ ist die größte ihrer Art auf der Welt. Somit verfügt die Münchener Rück über einen der größten Datensätze zu Katastrophenschäden. Nur – ist die Verknüpfung mit dem behaupteten menschlichen Klimawandel Tatsache oder Marketing?

Die großen Massenmedien jedenfalls lassen sich die übliche Katastrophenmeldung natürlich nicht entgehen. So schreibt der Spiegel:

Analyse von Rückversicherer Waldbrände in Los Angeles waren die teuerste Naturkatastrophe im Jahr 2025

Der Deutschlandfunk steht nicht zurück:

Munich Re: Klimawandel treibt Schäden durch Naturkatastrophen nach oben

n-TV mag auch nicht kleckern, sondern klotzt:

Klimawandel als Treiber – Naturkatastrophen verursachen Schäden von 224 Milliarden Dollar

Schlußendlich die Tagesschau:

Wetterextreme in Industrieländern Naturkatastrophen kosten immer mehr Wohlstand

Der Wissenschafts-Journalist Bojanowski ist bekannt für seine erhellenden zeithistorischen Hintergrund-Einsichten, die dem Tagesschau-Seher entgehen. So erinnert er daran, daß die Versicherungswirtschaft schon recht früh das Klimathema als Marketing-Maßnahme entdeckte. 1988 wurde der Weltklimarat ins Leben gerufen, und 1995 fand die erste weltweit beachtete Klimakonferenz in Berlin statt. (Eigentlich gab es schon 1988 in Hamburg eine erste UN-Konferenz dazu, aber eher unbeachtet.)

Bojanowski dazu:

Vor 31 Jahren ging es los. Im März 1995, zwei Tage vor Beginn der ersten UN-Klimaverhandlungen in Berlin, trafen sich Manager großer Versicherungen mit den Vertretern von Banken, Umweltverbänden und Firmen der Solarenergiebranche, um die globale Erwärmung als Geschäftsfeld auszuloten. Sie witterten angesichts der aufgekommenen Klimadebatte ihre Chance.

Die Münchener Rück wurde trotz ihrer relativen Unbekanntheit beim Endverbraucher (Versicherungsnehmer) im Spiegel damals schon als „erstes Opfer des Treibhauseffekts“ bezeichnet. Man sieht – die Profiteurs- und Interessensgruppen aus Medien und Wirtschaft können sehr gut zusammenarbeiten.




Woher kommt der Strom? Regenerativ wieder schwach 

 3. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

In der dritten Analysewoche des Jahres 2026 bleibt die Windstromerzeugung, aber auch die PV-Stromerzeugung wieder insgesamt schwach.  An keinem Tag der Woche wurde der Bedarf Deutschland auch nur annähernd regenerativ gedeckt. Zum Wochenende kam es ab Freitag nach Wegfall der PV-Stromerzeugung zu einer Flautenphase. Die Residuallast lag trotz es geringeren Wochenendbedarfs zwischen 28 und 48 GW. An den Tagen zuvor kam es wegen des stärkeren Bedarfs sogar zu noch höheren Residuallasten. In der Spitze wurden gut 60 GW erreicht. Die PV-Stromerzeugung ging am Montag praktisch gegen Null. In der Spitze der sechs Stunden Erzeugungsdauer am Montag waren nur 2,5 GW zu verzeichnen. An den übrigen Tagen wurden 8 bis 20 GW zur Mittagsspitze erreicht. Der Bedarf lag einige Male über 70 GW. Es musste Strom importiert und fossil hinzuerzeugt werden, um ihn zu decken. Nur an den etwas windintensiveren Zeiten kam es zu Nettoexporten. Unter dem Strich wurden knapp 100 MWh netto exportiert. Der Strom-Durchschnittspreis lag bei knapp 110€/MWh, wobei die Stromhöchstpreise meistens wie gewohnt nach Wegfall der PV-Stromerzeugung und den notwendigen Stromimporten anfielen.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der dritten Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten bleiben hoch. Der gestiegene Bedarf fordert seinen fossilen Tribut.

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potential.  

Fast keine PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Über Tag steigt die Windstromerzeugung an. Die Strompreise.

Erheblicher Windstromrückgang. Kaum PV-Strom. Die Strompreise.

Etwas mehr PV-Strom, Windstrom „erholt“ sich etwas.  Die Strompreise.

Der Windstrom sinkt in die Wochenendflaute.  Die Strompreise.

Die regenerative Stromerzeugung produziert auf niedrigem Niveau. Die Strompreise.

Sonntag, 4.1.2026

Regenerativ zieht wieder etwas an. Die Strompreise.

 

„Goldgräberstimmung“ bei den „Energiewendern“

von Peter Hager

Mit Großbatteriespeicher lässt sich richtig Geld verdienen.

Unsere Nachbarländer nutzen schon länger Differenzgeschäfte beim Import und Export von Strom mit Deutschland (das wurde in dieser Kolumne schon mehrfach thematisiert): Wird in Deutschland viel Wind- und Sonnenstrom erzeugt sinkt der Börsenstrompreis deutlich und wird zum Teil auch negativ. Abends bei Wegfall des Sonnenstroms steigt der Börsenstrompreis dann meist wieder an. Mit dem zum Teil sehr hohen täglichen Schwankungen beim Börsenstrompreis lassen sich richtig gute Geschäfte machen (Motto: Strom günstig einkaufen und teuer verkaufen).

Der weitere Zubau bei PV- und Windkraftanlagen in den letzten Jahren (die nicht bedarfsorientiert produzieren) verstärkt weiter dieses Geschäftsmodell.

Laut einer Analyse von Naturstrom sind in 2025 die Stunden mit Negativpreisen an der deutschen Strombörse (Day-Ahead) auf einen neuen Höchststand gestiegen (insbesondere zu den Spitzenzeiten der PV-Stromerzeugung).

  • 2025: 573 h
  • 2024: 457 h
  • 2023: 301 h

Auch die Stunden mit Day-Ahead-Preisen von über 200 EUR/MWh gehen nach oben:

  • 2025: 162 h
  • 2024: 129 h
  • 2023: 112 h

Was für unsere Nachbarländer schon länger sehr lukrativ ist, macht den Einsatz von Großbatteriespeichern (in den letzten Jahren sind die Preise insbesondere bei chinesischen Herstellern deutlich gesunken) auch für die „Energiewender“ in Deutschland zunehmend attraktiv. 

Dies begründet den großen Run auf Anschlusszusagen für Großbatteriespeicher bei den Übertragungs- sowie Verteilnetzbetreiber (ÜNB/VNB).

Dabei sind auch Großbatteriespeicher typische Kurzzeitspeicher für die Überbrückung von wenigen Stunden bis maximal ein paar Tagen. Als Speicher für Dunkelflauten sind sie dagegen nicht geeignet, denn ein entleerter Batteriespeicher kann während einer Dunkelflaute nur begrenzt oder gar nicht nachgeladen werden. 

Laut dem enervis BESS-Index (dieser wird monatlich ermittelt) konnten im Jahr 2025 beim Betrieb eines Großbatteriespeichers Erlöse für Börsenpreis sowie Systemleistungen von rund 10.000 EUR pro MW und Monat im Durchschnitt erzielt werden. Das bedeutet, dass ein 100-MW-Speicher etwa 12 Mio €/Jahr Umsatz generiert. Davon gehen allerdings Kapitalkosten, Abnutzung, Finanzierung, Netzanschluss und Steuern ab. Hinzu kommt, dass viele Batteriespeicher die Nachfrage erhöhen und der Strom-Preis wahrscheinlich nicht auf dem aktuell hohen Niveau der nachfrageschwachen und angebotsstarken Zeiten, zum Beispiel im Sommer zur Mittagsspitze, bleiben wird. Das Modell ist attraktiv, aber kein Selbstläufer trotz der Netzentgeltsubvention, denn netzgekoppelte Großbatteriespeicher (Übertragungs- bzw. Verteilnetz) sind von Netzentgelten befreit sind. Diese Regelung gilt mittlerweile für die Inbetriebnahme bis August 2029 und ab der Inbetriebnahme für 20 Jahre.

Laut einer aktuellem BDEW-Umfrage liegen bei den ÜNB-/VNB Netzanschlussanträge für Großbatteriespeicher (ab 1 MW) von etwa 720.000 MW vor. Bisher zugesagte Netzanschlüsse belaufen sich auf etwa 78.000 MW. Derzeit sind in Deutschland laut den Battery-Charts Großbatteriespeicher mit einer Leistung von ca. 2.500 MW und einer Kapazität von ca. 3.600 MWh installiert (Dezember 2025).

So planen u.a. die großen Energieversorger an den Standorten ehemaliger KKW neue Großbatteriespeicherprojekte. Dabei können vorhandene Netzanschlüsse an das Übertragungsnetz genutzt werden, was Umsetzungszeit und Investitionskosten reduziert:

  • Gundremmingen (RWE): 400 MW Leistung und einer Kapazität von 700 MWh
  • Brunsbüttel (Vattenfall): 254 MW Leistung und einer Kapazität von 700 MWh
  • Philippsburg (EnBW): 400 MW Leistung und einer Kapazität von 800 MWh

Die „Energiewende“ läuft auch hier wieder aus dem Ruder:

  • Die Höhe der Anschlussbegehren von etwa 720.000 MW (Papier-Reservierungen / Platzhalteranträge) übertrifft bei Weitem die Übertragungsfähigkeit des Netzes (etwa 80.000 MW Höchstlast)
  • Die Prüfung der Netzanschlussanträge erfolgt heute nach dem zeitlichen Eingang der Anfrage und nicht nach deren Projektreife.
  • Dies überlastet die jeweiligen Netzbetreiber zunehmend.
  • Ein übergeordneter Rahmen, der die knappen Netzkapazitäten berücksichtigt und den netzdienlichen Betrieb regelt, fehlt bisher.

Quellen:

 

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.