Kältereport Nr. 4 / 2026
Meldungen vom 19. Januar 2025:
USA: Gewaltiger arktischer Einbruch erwartet
Alaska erlebt einen der kältesten Winter seit über einem Jahrhundert, gefolgt von den USA südlich von Kanada.
Wie letzte Woche erwähnt, lagen die Temperaturen in Fairbanks vom 13. Dezember bis zum 16. Januar unter -19 °C – eine anhaltende Kälteperiode, wie sie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor über 100 Jahren (seit 1918) nicht mehr beobachtet worden ist.
Dieses arktische Reservoir destabilisiert sich, und seine Kälte wird nun nach Süden in die CONUS übergreifen, was sich zu dem schwersten Wintereinbruch seit Jahrzehnten entwickeln dürfte.
Die Modelle stimmen darin überein, dass es sich um ein großes, lang anhaltendes Ereignis handelt, das an diesem Wochenende beginnt und sich bis zur letzten Januarwoche verstärkt.
Im Mittleren Westen und in der Region der Großen Seen werden Tiefsttemperaturen zwischen -34 °C und -37 °C vorhergesagt, wobei es in Teilen von Minnesota und Wisconsin bis Samstag, dem 24. Januar, stellenweise bis zu -40 °C kalt werden soll.
Mehrere hochauflösende Modelle simulieren sogar noch niedrigere Temperaturen.
In Grand Rapids sinken die Temperaturen laut einigen Prognosen auf fast -35 °C, was den bisherigen Kälterekord der Stadt um etwa 4 °C unterbieten würde.
…
Diese Erwartung wird noch ausführlich behandelt. Ich beschränke mich hier aber im Wesentlichen auf die tatsächlich eingetretenen Ereignisse. Sollten diese so eintreffen wie hier angedeutet, wird Cap Allon sicher dazu noch etwas schreiben. A. d. Übers.
——————————
Östliches Russland: Schneehöhen bis zur vierten Etage
Der stärkste Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen vor 147 Jahren setzt sich im Osten Russlands fort.
Die Einwohner von Kamtschatka bezeichnen ihn als „Schnee-Apokalypse“, sind doch ganze Städte unter riesigen Schneeverwehungen verschwunden:
Cap Allon postet in seinen Bulletins viele Videos wie dieses hier. Anders als bei YouTube gibt es dazu keinen Link, so dass hier nur die Abbildung gezeigt werden kann. A. d. Übers.
Da der Schnee bis zur Höhe des vierten Stockwerks gestiegen ist, Fahrzeuge verschüttet und die Infrastruktur lahmgelegt hat, wurde der Notstand ausgerufen.
Das Ereignis komprimiert die Schneemengen von mehreren Monaten auf wenige Tage und ist damit der extremste Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1879. Die Aufräumarbeiten werden immens sein, aber zumindest haben die Kinder ihren Spaß.
Der tiefe Schnee auf dem Boden verstärkt die Abkühlung der Oberfläche, während die Luft nach Süden drängt – bis in die Mongolei und darüber hinaus…
——————————
Selbst in den hiesigen MSM hat dieser Vorgang Eingang gefunden – ebenso wie auswärts. Im „Daily Caller“ beispielsweise findet sich das hier:
Schwerster Schneesturm auf der Halbinsel Kamtschatka (Russland) seit 60 Jahren
![]()
Andrew Powell Sport- und Wetter-Blogger
Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka sind nach dem stärksten Schneesturm seit 60 Jahren Gebäudeeingänge blockiert und Autos verschüttet.
Der stärkste Schneefall seit sechs Jahrzehnten hat die russische Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten unter einer Schneedecke begraben. Dies führte zu riesigen, mehrere Meter hohen Schneeverwehungen, die Gebäudeeingänge versperrten und Fahrzeuge unter sich begruben, wie Bilder von Reuters und Wetterstationen dokumentieren.
An bestimmten Orten fielen allein in der ersten Januarhälfte mehr als 2 Meter Schnee, nachdem im Dezember bereits unglaubliche 3,6 Meter gefallen waren, wie Daten der Messstationen zeigen.
„Ich habe vor, morgen einen Spaziergang durch die Stadt zu machen, obwohl mein Auto leider seit einem Monat in einer Schneewehe feststeckt“, sagte die Fotografin Lydmila Moskvicheva laut Reuters, die in Petropawlowsk-Kamtschatski lebt, einer Hafenstadt, die 6800 km von Moskau entfernt liegt.
Aufnahmen in russischen Medien zeigten Menschen, die auf hoch aufragenden Schneeverwehungen spazieren gingen, die bis zur Höhe der Ampeln reichten, während riesige Schneehaufen die Straßen säumten.
Einige Einwohner sprangen sogar aus Spaß von den hohen Verwehungen herunter, um sich inmitten der hohen Schneedecke zu vergnügen.
——————————
Asien gefriert
Eine massive Kältewelle hält Ostasien fest im Griff, sorgt in der Mongolei für Rekordtiefstwerte und breitet sich westlich bis nach Kasachstan und nach Osten über Nordchina und Japan aus.
In Bayan-Uul in der mongolischen Provinz Zavkhan sank die Temperatur am Wochenende auf -49,9 °C, in Gandan Huryee auf -49,6 °C und in Tsetsen Uul auf -48 °C.
In Gandan Huryee wurde es später -51,1 °C kalt und lag damit nur 0,7 °C unter seinem Monatsrekord und weniger als 1,7 °C unter dem 1969 aufgestellten nationalen Rekord der Mongolei.
Im Westen breitete sich die Kälte bis nach Kasachstan aus, wo in Zyryanovsk mit -47,9 °C eine außergewöhnlich niedrige Temperatur gemessen wurde.
Noch weiter westlich, im Norden des Irak, fielen in der Nähe von Erbil mindestens 150 cm Schnee – für den Irak eine außergewöhnliche Menge.
Auch diese Angabe wird mit einem kurzen Video wie oben untermauert. A. d. Übers.
Die gleiche arktische Luft drang auch nach Osten bis in den Norden Chinas vor.
Am Wochenende fielen im Westen Pekings selbst in städtischen Gebieten, darunter im Bezirk Shijingshan, rund 20 cm Schnee – die stärksten Schneefälle im Stadtzentrum Pekings seit Januar 2010.
In Japan sank die Temperatur in Rikubetsu auf Hokkaido auf -30,4 °C, was selbst für nordjapanische Verhältnisse ein extremer Wert ist.
Für die neue Woche wird eine weitere Abkühlung vorhergesagt.
——————————
Eine Meldung vom 20. Januar 2026:
China: Starke Schneefälle in den zentralen Gebieten
Zentralchina erlebt derzeit den stärksten Schneefall des Winters, wodurch sich die Lage auf den Energiemärkten sofort verschärft hat.
Die Schneehöhe in Henan nähert sich am Dienstagmorgen 30 cm – starker Schneefall in einer der am dichtesten besiedelten Provinzen Chinas, der die Kälte an der Oberfläche festhält und den Heizbedarf stark steigen lässt.
Infolgedessen sind die inländischen LNG-Preise stark gestiegen.
Die Behörden haben Frostwarnungen herausgegeben, weil die Kälte weiter zunimmt und voraussichtlich bis in den Februar hinein anhalten wird.
——————————
Meldungen vom 21. Januar 2026:
Kanada, USA: Arktische Kälte im Norden, massiver Eisregen im Süden
Eine arktische Festloands-Luftmasse strömt derzeit aus Kanada nach Süden und wird bis zum Ende der Woche einen Großteil der Vereinigten Staaten erfassen, wodurch weite Teile des Landes von einer der schwersten Kältewellen der letzten Jahrzehnte heimgesucht werden.
Die arktische Luft konzentriert sich derzeit über dem Mittleren Westen und den Großen Seen, bevor sie nach Texas und in den Südosten vordringt.
Die Temperaturen in weiten Teilen des Landes werden 20 bis 30 °C (K) unter den Normwerten für Ende Januar liegen.
In den nördlichen Ebenen und im oberen Mittleren Westen sind Temperaturen von fast -30 °C wahrscheinlich, wobei Luft mit einer Temperatur von -40 °C aus Kanada nach Süden vordringt.
Aufgrund dieser Vorhersage sind die Preise für Erdgas in den USA (seit Montag) um erhebliche 49 % gestiegen.
…
Der Kälteeinbruch in den USA hat zwar eingesetzt, aber Cap Allon beschreibt hier nur, dass es laut Vorhersage noch schlimmer kommen wird. Da er nur über die USA schreibt, werden diese Ausführungen hier nicht übernommen. Wenn es wirklich so kommt, dann bringt Allon darüber sicher noch mehr. A. d. Übers.
——————————
China: Auch dort Rekord-Kälte
Am 20. Januar fegte eine Rekord-Kältewelle über China hinweg, wobei sich Schnee in Städten wie Nanjing und Wuhan sammelte.
Leider sieht das auch im Original etwas unübersichtlich aus. Die Temperaturangaben kann man aber erkennen. A. d. Übers.
Drei seit langem bestehende Messstationen verzeichneten neue Tiefstwerte für Januar, während zwei weitere ihre bisherigen tiefsten Höchstwerte für Januar brachen.
Der herausragende Wert wurde in Linxi in der Inneren Mongolei gemessen, wo die Temperaturen auf -33,1 °C fielen und damit den seit 1952 bestehenden Tiefstwert der Messstation brachen.
Landwirte setzen Drohnen ein, um Eis und Schnee von den Dächern ihrer Gewächshäuser zu entfernen.
…
——————————
Japan: Starke Schneefälle
Im Norden Japans fallen derzeit große Schneemengen.
Laut der JMA erreichte die Schneemenge innerhalb von 24 Stunden bis Mittwochmorgen in Uonuma, Niigata, 44 cm und in Sukayu, Aomori, 60 cm. Die Schneehöhe in Sukayu Onsen, ebenfalls in Aomori, ist mittlerweile auf 420 cm gestiegen:
Die Verkehrsbeeinträchtigungen nehmen zu, da anhaltende Schneefälle die bereits schneebedeckten Regionen überfordern.
Die Kälte war ebenso bemerkenswert. In Morioka sank die Temperatur auf -20,2 °C, einer der niedrigsten Werte seit Jahren, während sogar Tokio die Kälte zu spüren bekam und die Temperatur in Hachioji auf 0,5 °C fiel.
Am Donnerstag wird weitere kalte Luft erwartet, weil ein klassisches Winterdruckmuster weiterhin bestehen bleibt. Wettervorhersagen gehen davon aus, dass dieses Wetter mindestens bis zum 25. Januar anhält, sodass es im ganzen Land weiterhin zu Schneefall kommt und die Temperaturen niedrig bleiben.
——————————
Meldungen vom 22. Januar 2026:
USA: Zwei arktische Kältewellen nacheinander
Das ECMWF prognostiziert weiterhin ein anhaltendes arktisches Wetterphänomen für die Vereinigten Staaten, mit Temperaturen unter null Grad [Fahrenheit ≅ -18°C!] für etwa 102 Millionen Menschen, etwas mehr als 30 % der US-Bevölkerung, bis Anfang nächster Woche.
Das Modell zeigt nun eine Reihe schwerer Winterereignisse: einen ersten Schlag an diesem Wochenende, dann einen zweiten arktischen Kälteeinbruch mit Höhepunkt vom 29. bis 31. Januar, gefolgt von einer noch stärkeren dritten Welle um den 2. bis 4. Februar. Dies ist kein kurzer Kälteeinbruch, sondern ein anhaltender arktischer Zustrom.
Die neuesten Prognosen des ECMWF deuten darauf hin, dass etwa 250 Millionen Amerikaner von einem massiven Wintersturm betroffen sein werden, der mit einem ausgedehnten kanadischen Kältepool zusammenhängt. Das Ereignis tritt am späten Freitag (23. Januar) mit Eisregen über Texas ein, gefolgt von einem raschen Kälteeinbruch, wenn arktische Luft nach Süden strömt.
Die Eisbildung erstreckt sich über Little Rock und entlang der Interstate 40 bis nach Carolina, während die Schneefälle im Norden über das Ohio River Valley, den mittleren Atlantik einschließlich Washington D.C. und weiter über New York City bis nach New England stark zunehmen.
…
Die Energiemärkte reagieren bereits heftig.
Die US-Erdgas-Futures sind auf den höchsten Stand seit 2022 gestiegen, weil die niedrigen Temperaturen die Produktion bedrohen und gleichzeitig die Nachfrage nach Heizenergie sprunghaft steigt:
…
——————————
Mittelmeer bis zum Kaukasus: Ungewöhnliche Schneefälle
Schnee zieht über das Mittelmeer und den Kaukasus hinweg – bis in ungewöhnlich niedrige Breitengrade…
Griechenland
Ausgehend von Nordgriechenland breitete sich der Schnee über Mazedonien und Epirus aus, wobei Schneefälle in der Umgebung von Grevena, Florina, Kozani, Veria und Vovousa gemeldet wurden. Seltener Schnee fiel auch in den Höhenlagen um Thessaloniki, darunter auf dem Berg Chortiatis.
Die Kälte drang dann bis nach Thessalien vor, wo sich nicht nur in den umliegenden Hügeln, sondern auch in der Stadt Trikala selbst Schnee ansammelte.
Höhere Schneemengen wurden in der Nähe von Karditsa und Kalabaka gemeldet.
Die stärksten Schneefälle wurden in Zentralgriechenland registriert, wo in den höher gelegenen Gebieten in der Nähe von Mouzaki mehr als 30 cm Schnee fielen.
Auch Teile von Phokis und Phthiotis, Gebiete, in denen es während der winterlichen Kälteperioden normalerweise regnet, wurden von Schnee heimgesucht.
Weiter südlich erreichte der Schnee den Peloponnes, einschließlich der höher gelegenen Gebiete von Achaia. Sogar Attika war betroffen – was angesichts seines mediterranen Küstenklimas selten vorkommt.
Sizilien
Starker Schneefall hat die oberen Hänge des Ätna unter einer bis zu 3 Meter hohen Schneedecke begraben. Infolgedessen sind die Zugangswege unterbrochen und die höher gelegenen Routen gesperrt.
Türkei
Weiter östlich haben sich die Straßen in Istanbul in Eisbahnen verwandelt. In Çatak in Van machen die Dörfer Kamtschatka Konkurrenz: Die Häuser sind verschüttet, und die Bewohner müssen Tunnel graben, um ihre Nachbarn zu erreichen.
Aserbaidschan
Weiter östlich hat starker Schneefall Aserbaidschan unter einer Schneedecke begraben, wobei im Dorf Digoli extreme Schneemengen gemeldet wurden.
Die Schneehöhen haben einen Meter überschritten und die kleine Siedlung in den Talysch-Bergen völlig eingeschlossen.
——————————
Südkorea: Außerordentliche Kälte
Südkorea erlebt den dritten Tag in Folge Temperaturen unter dem Gefierpunkt. Im Landkreis Cheorwon in der Provinz Gangwon wurde laut Daten der koreanischen Wetterbehörde in Imnam-myeon mit -24,4 °C die niedrigste Lufttemperatur des Landes gemessen.
An anderen Orten erreichten die Tiefsttemperaturen am Morgen -18,8 °C in Daegwallyeong, -17,3 °C in Chuncheon, -17,9 °C in Paju und -13,2 °C in Seoul. In Incheon sank die Temperatur auf -12,5 °C und in Daejeon auf -12,2 °C – allesamt 5 bis 7 °C unter dem Normalwert.
Diese Kaltluft zog auf ihrem Weg natürlich auch über Nordkorea hinweg, aber von dort hört man ja nichts. Man kann nur spekulieren, wie sehr die dortige Bevölkerung unter der Kälte leidet. A. d. Übers.
Die Tagestemperaturen werden mindestens bis zum Wochenende im größten Teil des Landes unter dem Gefrierpunkt verharren.
——————————
Meldungen vom 23. Januar 2026:
Nordindien: Schneemassen in den Bergen
Starker Schneefall hat das Leben in ganz Kaschmir lahmgelegt, wobei in einigen Gebieten 152 cm Schnee gemeldet wurden.
Im Karnah-Tal im Bezirk Kupwara ist die Schneegrenze unter 1.000 m gesunken – ein seltenes Ereignis für den Seemari-Teetwal-Gürtel, der normalerweise schneefrei bleibt. Die Schneemenge betrug mehr als 5 cm – das erste Mal seit 2005.
Muzaffarabad, auf etwa 740 m ü. NN, verzeichnete heute den ersten Schneefall seit zehn Jahren.
Die Schneefälle in Kaschmir waren außergewöhnlich stark, so dass die höher gelegenen Gebiete unter einer dicken Schneedecke begraben wurden.
Heerpora und die umliegenden Gebiete in Shopian sind ebenfalls tief verschneit, die Zufahrtswege sind stark beeinträchtigt und das normale Leben ist zum Erliegen gekommen.
Der Schnee hat auch den Betrieb am Flughafen Srinagar mit zahlreichen Flugausfällen beeinträchtigt.
Die Höhe und die Persistenz der Schneedecke sowie die ungewöhnlich niedrige Schneefallgrenze deuten auf eine anhaltende Kälteperiode hin, die tief in den westlichen Himalaya hineinreicht. Und es wird noch mehr kommen.
——————————
Osteuropa: Tiefkühlung
Vom 11. bis 20. Januar kam es in Osteuropa zu einer ausgeprägten Kälteanomalie.
In weiten Teilen von Belarus lagen die Durchschnittstemperaturen bis 10 °C unter dem Normalwert für den Zeitraum 1991–2020, wobei die Hauptstadt Minsk sieben Tage in Folge Temperaturen unter -20 °C und damit den kältesten Januar seit 2010 verzeichnete:
Im benachbarten Lettland lag die Temperatur 8,1 °C unter dem Normalwert:
In der Slowakei lag die Temperatur durchschnittlich 5 bis 6 °C unter dem Normalwert:
Über Osteuropa herrscht anhaltend arktisches Wetter, und auch für Februar ist kaum eine Entspannung in Sicht.
Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 5 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 23. Januar 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE










