Kalifornische Regulierungsbehörden kämpfen darum, Ivanpah in der Wüste am Laufen zu halten

Audrey Streb, DCNF-Energiereporterin, 8. Dezember 2025

Die kalifornischen Regulierungsbehörden lehnten am Donnerstag einen Plan zur Schließung des umstrittenen Solarkraftwerks Ivanpah ab, trotz Bedenken der Bundesregierung und der Privatwirtschaft.

Das gigantische , 2,2 Milliarden Dollar teure Solarkraftwerk mit seinen drei 140 Meter hohen Türmen sollte ursprünglich bis 2039 in Betrieb sein. Im Januar bot der Betreiber Solar Partners Pacific Gas and Electric (PG&E) jedoch an, den Stromabnahmevertrag für mehrere Blöcke des Kraftwerks zu beenden. Die kalifornische Regulierungsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen (CPUC) entschied am Donnerstag, die Blöcke in Ivanpah aus Gründen der Versorgungssicherheit und zur Erfüllung der kalifornischen Vorgaben für grüne Energie weiter zu betreiben.

„Die CPUC muss weitere Faktoren im Zusammenhang mit den Pflichten der Energieversorger berücksichtigen, um sichere, zuverlässige und bezahlbare Energiedienstleistungen zu gewährleisten, die den Zielen des Bundesstaates für saubere Energie entsprechen“, schrieben die Regulierungsbehörden in ihrer am Donnerstag eingereichten Stellungnahme. „Die Unsicherheit bei der Entwicklung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien, die teilweise durch die sich ändernde Bundespolitik bedingt ist, könnte eine zentrale Annahme der aktuellen Zuverlässigkeitsbewertungen untergraben.“

(Siehe auch: Kalifornisches Solarkraftwerk, das über 2 Milliarden Dollar gekostet hat und auf Langlebigkeit ausgelegt war, wird nun wegen Ineffizienz stillgelegt.)

Kalifornien verfolgt ehrgeizige Ziele im Bereich der grünen Energie und strebt bis 2045 eine hundertprozentige Versorgung mit sauberer [volatiler und unzuverlässiger] Energie an. PG&E argumentierte, dass die Beendigung des Projekts den Kunden Geld sparen würde und dass fortschrittliche Solartechnologie effizienter sei als das Kraftwerk, das durch drei Kreditgarantien in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar aus der Obama-Ära finanziert worden war.

Das Energieministerium unter Trump unterstützte den Shutdown-Plan. Greg Beard, ein leitender Berater im Büro für Energiefinanzierung der Behörde, sagte gegenüber E&E News, dass das Energieministerium „gegen diese Entscheidung auf jeden Fall Berufung einlegen wird“.

Ivanpah sorgte in den letzten Jahren für Schlagzeilen, weil Berichten zufolge Piloten geblendet und Vögel verbrannt wurden und Energieexperten das Projekt als „ineffizient“ bezeichneten.

„Das Kraftwerk Ivanpah ist ein Paradebeispiel für die Verschwendung und Ineffizienz staatlich subventionierter Energieprogramme“,  erklärte Jason Isaac, CEO des American Energy Institute, gegenüber Fox News. Es habe „seine Versprechen nie eingelöst, weniger Strom produziert als erwartet und war für den Betrieb auf Erdgas angewiesen.“

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Ivanpah – das größte US – Solarprojekt könnte gezwungen werden abzuschalten

 




Von Clinton ernannte Richterin urteilt, dass Trump neue Windparks nicht blockieren darf

Audrey Streb, DCNF-Energiereporterin, 8. Dezember 2025

Die von Clinton nominierte Richterin Patti Saris entschied am Montag, die Anordnung von Präsident Donald Trump vom ersten Tag seiner Amtszeit aufzuheben, mit der die Behörden angewiesen wurden, die Erteilung neuer oder verlängerter Genehmigungen für Windkraftprojekte bis zu einer „umfassenden Bewertung“ auszusetzen.

Trumps Anordnung setzte die Vergabe neuer und verlängerter Pachtverträge für Offshore-Windparks in einem großen Gebiet der Bundesgewässer aus und beauftragte mehrere Behörden unter der Leitung des Innenministeriums mit der Erstellung einer Bewertung der ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Windkraftprojekten. Richterin Saris  erklärte die Anordnung am Montag für rechtswidrig und hob sie auf.

„Nach Prüfung der Schriftsätze der Parteien und einer Anhörung kommt das Gericht zu dem Schluss, dass die Windkraftverordnung eine endgültige behördliche Maßnahme darstellt, die willkürlich, unberechtigt und rechtswidrig ist“, heißt es in Saris’ Urteil. „Dementsprechend hebt das Gericht die Windkraftverordnung auf und erklärt sie für rechtswidrig.“

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Die Trump-Regierung hat Baustoppanordnungen erlassen und Genehmigungen für Windenergieprojekte widerrufen , allerdings hob ein von Reagan ernannter Richter im September die Baustoppanordnung der Regierung für das riesige Windenergieprojekt Revolution Wind auf.

Im Gegensatz dazu förderte die Biden-Regierung Wind- und Solarenergieprojekte mit Milliarden an Steuergeldern in Form von Subventionen, Zuschüssen und Darlehen. Ein Sprecher der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) erklärte gegenüber der Daily Caller News Foundation, die Biden-Regierung umgehe Umweltprüfungen und segne Offshore-Windprojekte ohne weitere Prüfung ab.

Trump hat wiederholt gegen Windenergie gewettert und am 20. August auf Truth Social geschrieben

  • „Jeder Staat, der auf Windmühlen und Solaranlagen zur Stromerzeugung gesetzt hat, verzeichnet REKORDANGESTEIGENDE STROM- UND ENERGIEKOSTEN. DER BETRUG DES JAHRHUNDERTS!“

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Taylor Rogers, sagte gegenüber dem DCNF in einer Erklärung: „Im Rahmen von Joe Bidens Green New Scam wurden Offshore-Windprojekte bevorzugt behandelt, während der Rest der Energiewirtschaft durch belastende Vorschriften behindert wurde.“

„Präsident Trumps Erlass am ersten Tag seiner Amtszeit wies die Behörden an, die Pachtverträge und Genehmigungsverfahren für Windkraftprojekte unter Berücksichtigung des wachsenden Bedarfs unseres Landes an zuverlässiger Energie, der Auswirkungen auf die Energiekosten für amerikanische Familien, der Bedeutung des Meereslebens und der Fischereiindustrie sowie der Auswirkungen auf Meeresströmungen und Windmuster zu überprüfen“, sagte Rogers.

„Präsident Trump hat Joe Bidens Krieg gegen die amerikanische Energie beendet und Amerikas Energiedominanz entfesselt, um unsere wirtschaftliche und nationale Sicherheit zu schützen.“

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Die langen Temperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes beim Monat Dezember zeigen: Es gibt keinen wirksamen CO₂-Treibhauseffekt

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

  • Die CO₂-Konzentrationen steigen stetig, der Dezember wird aber plötzlich wärmer

Auch diesen Dezember wird der Deutsche Wetterdienst wieder als einen der wärmsten uns anpreisen wollen. Zwei Drittel des Monats sind vorbei, voraussichtlich wird sein Schnitt um die vier Grad betragen. In den folgenden Langzeit-Grafiken haben wir ihn mit 4,1 Grad eingezeichnet.

Und die steten DWD-Erwärmungsmeldungen sollen immer den Glauben an den erwärmenden CO₂-Treibhauseffekt bestätigen, das ist auch der politische Auftrag der deutschen Klimabehörde, die von der Regierung bezahlt wird. Die Leute sind dem Verkehrsministerium unterstellt und damit weisungsgebunden. CO₂ und andere Treibhausgase sollen der Temperaturregler für das irdische Klima sein.

Im Gegensatz zum DWD werten wird die deutschen Temperaturreihen über einen längeren Zeitraum aus. Wir betrachten das Auf und Ab über viele Jahrzehnte mit und kommen beim Dezember zu ganz anderen Schlussfolgerungen, siehe Artikelüberschrift.

Unsere Vorgehensweise: Wir betrachten nun zunächst den Zeitraum ab 1897 bis heute, also 128 Jahre und unterteilen ihn in 2 Abschnitte, vor 1988 und danach. Aus zwei Gründen: Zum einen trat der selbst ernannte Weltklimarat mit seinen CO₂-Erwärmungsverheißungen zum ersten Male 1988 an die Öffentlichkeit, außerdem erfolgte in Mitteleuropa von 1987/88 übers Jahr gesehen ein plötzlicher Temperatursprung auf ein höheres Temperaturniveau, auf dem wir uns noch heute befinden. Beginnen wir deshalb zunächst ab 1988.

Abb. 1: Der Dezember wurde in Deutschland im Betrachtungszeitraum der letzten 38 Jahre immer wärmer, um fast 0,6 C/Jahrzehnt, macht 2 Grad seit 1988. Vor allem seit 2011 war der Monat relativ mild und die letzten Schneeweihnachten waren im Flachland 2010.

Feststellung: Der Dezember wurde seit 1988 immer mehr zu einem verlängerten November mit ein paar kalten Wintertagen. Dieser Christmonat wurde laut DWD-Temperaturmessungen tatsächlich wärmer

Wie verhielt sich der Dezember vor 1988? Wir beginnen die Zeitreihe im Kaiserreich

Abb. 2: Man erkennt leicht, dass die Dezember-Temperaturen die ersten 100 Jahre zwar kräftig rauf und runter gingen, aber eine Erwärmung ist erst im letzten Viertel zu erkennen. Aber wann?

Abb. 3a: Gut 90 Jahre lang war der Dezember in Deutschland ausgewogen, er zeigte laut DWD-Originaldaten keinen Trend, trotz einiger wärmerer oder kälterer Jahrzehnte. Der leichte Anstieg der blauen Trendkurve von 1897 bis 1987 ist eine Folge des ständig zunehmenden Wärmeinseleffektes bei den deutschen Wetterstationen.

Anmerkung. Man könnte den Dezember-Erwärmungsbeginn auch erst 10 Jahre später ansetzen.

Abb. 3b: Erwärmungsbeginn des Dezembers, auch ab 1998 wäre möglich. Auch bei 1998 gibt es keinen Temperatursprung, sondern den plötzlichen Übergang auf Erwärmung.

Nun ist jedem Leser bekannt, dass sich Deutschland seit 1897 bis heute sehr stark verändert hat, die Wetterstationen stehen nicht mehr an den kälteren Plätzen wie früher. Zu Zeiten des Kaiserreiches war deren Standort bevorzugt bei unbeheizten Klöstern, bei großen Gutshöfen in der Natur, bei Forsthäusern am Waldrand, bei Köhlereien am Waldrand, bei Bahnwärterhäuschen auf freier Strecke. Jedenfalls nicht dort wo die Stationen heute stehen, in Ortschaften, am Stadtrand, in Gewerbegebieten oder an Flughäfen.

Wir erkennen:

1) Mit einer Wärmeinselbereinigung würde die (blaue) Trendlinie von 1897 bis 1987 bzw. bis 1997 sogar leicht fallend sein. Und die anschließende starke Erwärmung ab 1988 bis heute würde etwas schwächer ausfallen

2) Der Monat Dezember zeigt von 1987 auf 1988 und auch 10 Jahre später keinen Temperatursprung, sondern nur eine plötzliche starke Erwärmung, wobei vor allem die Dezember ab 2011 sehr mild waren.

Dazu muss man wissen: Im Zeitraum der letzten 130 Jahre hat die CO₂-Konzentration laut Behauptung der bezahlten CO₂-Klimawissenschaft von einst 290 ppm auf 420 ppm, also um 130 ppm stetig zugenommen, stetig heißt gleichmäßig, die Temperaturen aber überhaupt nicht.

Abb. 4a/4b: Gleichmäßiger Anstieg der CO₂-Konzentrationen, ab 1958 gemessen am Mouna Loa, davor von der NOAA kalkuliert. Daneben die Grafik der Dezembererwärmung.

Erkenntnis: Der plötzlich wärmere Dezember ab 1988 bzw. 1998 ist mit der Erklärung eines angeblichen gleichmäßig wirkenden CO₂-Treibhauseffektes nicht möglich. CO₂ kann keinen Dauerschlaf halten, dann 1988 durch den Weltklimarat aufgeweckt werden, und schlagartig eine Stark-Erwärmung entfalten.

Solche variablen Gaseigenschaften angeblicher Treibhausgase gibt es nicht. Sie werden nirgendwo an Unis gelehrt oder in Physikbüchern beschrieben.

Merke: CO₂ kann somit nicht der entscheidende Welt-Temperaturregler sein.

Damit sind die Behauptungen des Geschäftsmodelles Treibhauserwärmung grottenfalsch. Schon der Begriff Treibhauserhitzung ist eine Geschäftsmodell-Erfindung.

Die Wahrheit ist: Es handelt sich um bewusst gewollte Panikmache, die unser Geld will. Die CO₂-Klimaerwärmungslüge ist ein Geschäftsmodell, das auf Angst aufgebaut ist. Vorbild war das kirchliche Sündenangstmodell der Kirche im Mittelalter und der dazugehörige Ablasshandel, der die Kirche damals reich und zugleich mächtig machte.

Da das CO₂-Erwärmungsmodell wissenschaftlich falsch ist, müssen wir Autoren nach anderen Erklärungsmustern der plötzlichen Erwärmung seit 1988 bzw. 1998 suchen.

Die richtige Erklärung, drei Gründe

Natürliche Ursachen: Rein statistisch haben die West- uns SW-Wetterlagen im Dezember zugenommen und die nördlichen Wetterlagen abgenommen. Diese natürliche Klimaänderung beschreibt stets Stefan Kämpfe in seinen Artikeln. Zuletzt hier.

Der Wärmeinseleffekt: Der WI-Effekt ist bei den DWD-Wetterstationen vor allem nach der Einheit stark angestiegen. Im Sommer sind die Sonnenstunden der hauptsächliche WI-Treiber. Im Winter eher der erhöhte Energieverbrauch mit Wärmefreisetzung.

Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung in der Wetterhütte wurde abgeschafft und der Tagesdurchschnitt nach ganz anderen Methoden erfasst.

Zu allen drei Punkten haben wir in den letzten Jahren ausführliche Artikel verfasst.

Die Punkte 2 und 3 sind im Vergleich zu 1 jedoch im Dezember schwächer ausgeprägt, da die wenigen Sonnenstunden im Dezember wegen des niedrigen Sonnenstandes auch noch viel weniger wirksam sind. (Im Dezember bei etwa 40 Sh, im Juni bei 240 Sh)

Anmerkung: Grundsätzlich ist die physikalische Absorption und Emission von Gasen physikalische Realität und wird durch die Belege unseres Artikels nicht in Frage gestellt. Aber wie hoch ist die dadurch angenommene Thermalisierung? Gibt es überhaupt eine? Von uns wird die beängstigende Höhe von 2 bis 4,5 Grad Klimasensitivität (je nach Klimamodell, hierbei handelt es sich um fiktive Modelle, Teilrechnungen und nicht um Realität) wissenschaftlich hinterfragt und anhand der Daten des Deutschen Wetterdienstes widerlegt. Insbesondere zeigt sich, dass keine Grundlage für einen sog. Klimanotstand und darauf aufbauende Verbote und Panikmache besteht.

Fazit: Eine teure CO₂-Einsparung wie sie die Politik in Deutschland anstrebt, ist somit völlig wirkungslos auf das Temperaturverhalten, zumindest im Dezember. Sie schadet unserem Land und das Geschäftsmodell Klimahysterie will unser Geld. Ein Abzock-Modell, das dem Klima nichts nützt und mit den teuren, angeblichen Schutzmaßnahmen unsere Natur und Umwelt zerstört.

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1000ppm, das sind 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, also auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies. Und vor allem dieser Versuchsbeweis. Unsere Forderung: Die Wissenschaft muss endlich den optimalen CO₂-Konzentrationsbereich erforschen.

CO₂ ist das irdische Schöpfungsgas und bedeutet Leben auf diesem Planeten.

Abb. 5: Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO₂ ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO₂ vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlichen Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert – ausführlich von uns hier beschrieben.

Wir von den Lesern unsere Argumente nicht versteht und weiterhin an den menschenverursachten CO₂-Temperaturregler glauben will, der müsste ein schlechtes sündiges Gewissen haben wegen seiner eigenen Verfehlungen. Unser Rat: Gerade zu Weihnachten kann sich jeder Treibhausgläubige von seinem persönlichen CO₂-Fußabdruck durch eine Extra-Spende freikaufen, z.B. bei den Kirchen. Aber auch andere geldgierigen Institute haben diese tolle Einnahmequelle schon entdeckt, siehe Internet. Dumm sein war noch nie billig!!

Grundforderung von uns Natur- und Umweltschützern:

Die werbe- und geschäftsmäßig geplante und regierungsgewollte CO-Klimahysterie vor einer angeblichen Erdüberhitzung muss sofort eingestellt werden. Es handelt sich um eine Werbestrategie der großen Treibhaus-Klimalügenkirche.

Wir sind deshalb gegen teure technische CO-Reduzierungsmaßnahmen, die dem Klima nichts nützen, sondern der Natur und Umwelt oft zusätzlich schaden. Wir lehnen auch jede Luftbesprühung aus Flugzeugen mit weißen Chemikalien-Staubwolken ab, um die Sonneneinstrahlung zu reflektieren und die Albedo wieder zu vergrößern. (Vorschlag aus den USA). Es könnte auch sein, dass der Schuss nach hinten losgeht und die Erwärmung verstärkt wird, siehe hier.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt menschlichen Handelns gestellt werden. Die Erhaltung der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren, eine intakte Erholungslandschaft sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klima-Schwätzern wie die Professoren Quaschnig/Lesch/Rahmstorf und anderen von uns in der Politik agierenden und teuer bezahlten Klima-Märchenerzählern und Woodoo-Klimawissenschaftlern. Die wollen nur unser Geld. Aber keinen Natur- und Umweltschutz.

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg die derzeitige Klima-Panikmache mit dem Glauben eines existenten CO₂-Temperaturreglers und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer.

 




Der Beginn der De-Industrialisierung Deutschlands – Angela Merkel, Fukushima und die Ethik-Kommission

Von Günter Keil

Es gibt wohl keine Ereignisse, die die Menschen weltweit dermaßen erschreckt haben, wie die beiden Kernkraft-Unglücke in Tschernobyl und Fukushima. Für die Medien war es eine großartige Chance, ihre Rolle als Berichterstatter von Katastrophen und auch als Mahner und Warner voll auszuspielen.

Die Kalamität für die sogenannten Normalbürger beruht allerdings auf dem Zeitfaktor. Bei besonders verheerenden Unfällen dauern die notwendigen Untersuchungen über die Ursachen, den Ablauf und die Folgen etliche Wochen, in denen von den Medien scheinbar schon alles gesagt worden ist.

Aber es sind keinesfalls nur die Medien, die für das Warten auf die Erklärungen keine Zeit haben, wenn sie doch spontan reagieren müssen. Der Politik geht es genauso. Politiker sehen gerade bei spektakulären Katastrophen die Chance, einige längst geplante Maßnahmen einzuleiten, was sich am Ende in neuen Gesetzen niederschlägt. Die Zusammensetzung des Parlaments garantiert leider, dass in fast allen derartigen Fällen der notwendige Sachverstand fehlt und diese Gesetze passieren. Zwei drastische Beispiele für Reaktorkatastrophen in Kernkraftwerken, von denen später weitgehende Konsequenzen für die deutsche Politik und dann auch für die Industrie ausgingen.

TSCHERNOBYL UND FUKUSHIMA

Diese zwei Reaktorunfälle verbreiteten sofort erhebliche Angst vor weiteren derartigen Ereignissen. Über die genauen Ursachen und den Ablauf dieser Unfälle erfuhr man fast nichts. Beim Unfall in Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion wurde von den staatlichen Stellen zunächst nichts berichtet, bis Westwind eine gefährliche Menge radioaktiven Materials nach Westeuropa brachte. Es gab zunächst nur Berichte über ergriffene Maßnahmen. Der Grund kam natürlich heraus: Es handelte sich um eine höchst gefährliche Reaktortechnik, die niemals außerhalb der Sowjetunion bzw. Russlands eingesetzt wurde. Dieser Reaktortyp Druckröhrenreaktor hat die höchst gefährliche Eigenschaft, bei einer Temperaturerhöhung im Kern seine Kernspaltungs-Aktivität zu erhöhen – und zwar sehr schnell. Wenn es in einem solchen Fall nicht gelingt, sofort eine sehr starke Kühlung zu realisieren, „geht der Reaktor durch“ und explodiert. Diesen Reaktortyp betrieb die Sowjetunion zur Produktion atomaren Waffenmaterials. Als man nicht noch mehr davon benötigte, wurden die RMBK zur Stromerzeugung eingesetzt. Ein unbegreiflicher Fehler. Ein geradezu unglaublicher Fall menschlichen Versagens bei der Bedienungsmannschaft kam bei dem Unfall in Tschernobyl noch hinzu: Man versuchte ohne jeden konkreten Anlass einen Test. Die Kühlung wurde abgeschaltet und wenn der Reaktor sich dann aufheizte, wollte man die Kühlung einfach wieder einschalten. So begann es. Die Kühlung wurde ausgeschaltet, aber der Reaktor war schneller und die Wiedereinschaltung der Kühlung war vergebens. Der RMBK explodierte und das Gebäude flog in die Luft. Das radioaktive Material wurde herausgeschleudert. Zu dieser Reaktorkatastrophe gab es zunächst keine Informationen über die Geschehnisse und die unmittelbaren Folgen, jedoch transportierten Westwinde Material nach Westeuropa, wo Alarm ausgelöst wurde.

Zum Unfall in Fukushima: Bei dem Unfall von Fukushima im Januar 2011 lag die Ursache in der verantwortungslosen Nichtbeachtung der notwendigen Vorkehrungen, die angesichts der Lage des Kernkraftwerks an einer regelmäßig von Erd- und Seebeben bedrohten Meeresküste eine Selbstverständlichkeit sein mussten. Das gilt auch für übrige normale Sicherheitsmaßnahmen, die fehlten. In etwa 30-jährigem Rhythmus erfolgen an Japans Küste gefürchtete sogenannte Tsunamis, das sind riesige, von einem Seebeben unter dem Meeresgrund ausgelöste Flutwellen, die Tod und Verwüstung bringen. Es sei denn, man errichtet direkt an der Küste vor zu schützenden Anlagen ausreichend hohe Sperrmauern. Wie hoch sie sein mussten, war seit Jahrhunderten vollkommen klar. Der Bericht der japanischen Regierungskommission schildert den Ablauf der Katastrophe: Das Erdbeben vom 11. März 2011 zerstörte die zum Kraftwerk führende Freileitung, über die es den Strom für seinen Betrieb bezog – speziell für die Kühlpumpen des Reaktors. Das war kein Problem, denn für diesen Fall gab es Notstrom-Diesel, die dann die Kühlwasserpumpen antreiben konnten. Als dann sowohl das schwere Erdbeben und zugleich die durchaus nicht ungewöhnliche 14 Meter hohe Tsunami-Flutwelle kam, überspülte sie problemlos die mit 5,7 Metern viel zu niedrige Sperrmauer und ebenfalls die höhere Position des Kraftwerks, die 4,3 m betrug, und donnerte dann gegen das Untergeschoß des Kraftwerks, in dem die Diesel aufgestellt waren. Was dann kam, war die Folge eines weiteren Versagens bei der Konstruktion der Anlage: Die zum Meer zeigende Tür zum Dieselraum bestand leider aus einem billigen, schwachen Rolltor, das von der Welle leicht durchbrochen wurde. Dann „soffen die Diesel ab.“ Eine Notkühlung gab es nun auch nicht mehr. Das Unglück nahm seinen Lauf, obwohl das Kraftwerk abgeschaltet war – das war aber leider nur kurz vor dem Tsunami erfolgt. Deshalb gab es im Reaktor noch eine erhebliche sog. Restwärme, die das nicht mehr fließende Kühlwasser so hoch erhitzte, dass es in seine chemischen Bestandteile gespalten wurde – in Wasserstoff- und Sauerstoff-Gas. Bekannt unter dem Namen Knallgas. Was auch immer dieses Gasgemisch zündete – es explodierte und riss die Reaktorwandung auf. Wasserdampf aber auch radioaktives Material wurden ausgestoßen. Dessen Menge betrug etwa ein Fünftel der Tschernobyl-Emission. Im Kraftwerk Fukushima-Daiichi gab es keinen einzigen Todesfall; die Meldungen in den Medien sprachen von über tausend Toten. Aber das waren die Opfer der Flutwelle in dem gesamten Areal, das von der Tsunami-Welle erreicht wurde.

Auch hier war menschliches Versagen ein Grund, der bereits in der Konstruktion des Reaktors lag: Die Gefahr einer Knallgasexplosion bei längerem Ausfall der Kühlung ist seit Langem bekannt und alle Reaktoren besitzen daher im Inneren eine Rekombinationseinrichtung, die aus dem gefährlichen Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch „auf kaltem Wege“ Wasser erzeugt. Dieser ältere Reaktor hatte diese jedoch nicht; man hätte sie selbstverständlich längst nachrüsten müssen. Ein weiterer Konstruktionsfehler war das Unterlassen einer Nachrüstung der zu schwachen Druckentlastungsleitungen bei der offenbar veralteten US-Konstruktion. Weiterer Fehler: Kein Einbau von Filtern, die das Entweichen von radioaktiven Partikeln nach außen verhindern. Deutsche Reaktoren besitzen solche Filter, die 99,9 Prozent zurückhalten. Schließlich gab es noch zwei weitere Fehler, die man staatlichen Stellen anlasten muss: Bereits bei dem Bau der viel zu niedrigen Sperrmauer als auch bei der abschließenden Zulassungsprüfung der Anlage hätten sie einschreiten müssen. Vier dieser 7 Fehler – Sperrmauer, Tor zu den Notstromdieseln, Knallgasexplosion sowie unzureichende Schlussabnahme vor Indienststellung – haben ausgereicht.

In Deutschland war dieser Unfall der Anlass für die Auslösung einer Panik in den Medien – und trotz fehlender Informationen auch Anlass für sofortige Maßnahmen der Regierung Merkel gegen die gesamte Kernkraftnutzung. Dass es in Deutschland keine schweren Erdbeben und somit auch keine Tsunamis an der Küste gibt, ist Geologen wohl bekannt. Von diesem Unfall kann man aus den geschilderten Gründen keine Gründe für eine allgemein geltende Unsicherheit von kerntechnischen Anlagen ableiten.

DIE ATOMAUSSTIEGE DEUTSCHLANDS

Es waren zwei. Manche werden sich an den Ausstieg Nr.1 erinnern: Er begann unter der ersten rot-grünen Regierung mit der „Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen vom 14. Juni 2000“, die „Atomkonsens“ genannt wurde. Als erstes Kernkraftwerk wurde am 14.11.2003 das Kernkraftwerk Stade abgeschaltet. Am 11.5.2005 das KKW Obrigheim. Für alle weiteren Kernkraftwerke gab es eine Begrenzung der restlichen Stromerzeugungsmengen.

Unter dem Kabinett Merkel II wurde 2010 sogar das Atomgesetz durch eine Laufzeitverlängerung geändert: Die 7 vor 1980 in Betrieb gegangenen Reaktoren bekamen weitere 8 Betriebsjahre. Die anderen 10 erhielten 14 zusätzliche Betriebsjahre.

Frau Angela Merkel war also – leider nur bis zum 3.März 2011 (Fukushima!) – die große Förderin der Kernkraft. Es war politisch sehr nützlich für sie.

DEUTSCHLAND STIEG ALS VORBILD TOTAL AUS Fukushima aber war offenbar ein willkommener Anlass für Angela Merkel, schon länger geplante Maßnahmen endlich beschließen zu können. Denn unmittelbar nach dem Unfall beschloss die Kanzlerin den Atomausstieg Nr.2. Dass die zerstörerische Ursache des Ereignisses ein Erdbeben mitsamt folgendem Tsunami war, das war das Einzige, was sie wissen konnte. Dass es Opfer bei der hektischen Evakuierung der nahe am Unfallort lebenden Bevölkerung gab, wusste man ebenfalls. Dass es in unserem Land keine schweren Erdbeben und an der Ostseeküste keine Tsunamis gibt, weiß man eigentlich auch. Aber in Fukushima war es ein Kernkraftwerk, das explodiert war. Und das war ein Ereignis, das Frau Merkel endlich nutzen konnte.

Die Öffentlichkeit war alarmiert und irgendetwas musste geschehen. Angela Merkel lieferte sofort, und zwar bereits 3 Tage nach dem Unfall ein 3-Monate geltendes „Atom-Moratorium“ – also die Stilllegung – für die 7 ältesten Kernkraftwerke. Es sollte eine Vorsichtsmaßnahme darstellen, die jedoch keinen richtigen Sinn machte. Tatsächlich war das aber die Vorbereitung eines viel stärkeren Schlags gegen die Kernkraftwerke. Bereits am 22. März setzte sie eine Ethik-Kommission fest, „die die technischen Risiken der Kernenergie“, die von der Reaktorsicherheits-Kommission RSK festzustellen waren, „ethisch und gesellschaftlich bewerten sollte“, um dann „die Risiken eines früheren Atomausstiegs und die Nebenwirkungen anderer Energieformen abzuwägen“.

Weiter bestimmte sie: Die Ethik-Kommission sollte „eine weitergehende Betrachtungsweise des Umgangs mit Risiken ermöglichen als eine rein technische Sicherheitsprüfung“. Damit war bereits klar erkennbar, dass der Ethik-Kommission die entscheidende Rolle bei der Festlegung der künftigen Energiepolitik zukommen sollte, weshalb die Kanzlerin auch deren personelle Zusammensetzung bestimmte: Sie sollte das gewünschte Ergebnis in Form eines Gutachtens abliefern, dessen Kernforderungen wie gewünscht ausfallen mussten. Störende „technische“ Kenntnisse waren unerwünscht. Es durfte daher kein einziger Energietechnik- oder Energiewirtschafts-Experte Kommissionsmitglied sein. So sah die Liste der Mitglieder dann auch aus: Ehemalige Politiker, Vertreter von Umweltverbänden, sogar zwei Bischöfe.

Die von der Kanzlerin zusammengestellte Aufgabenbeschreibung dieser Kommission wäre selbstverständlich eine große Aufgabe für eine weitgehend mit Fachleuten besetztes Gremium gewesen: Kerntechniker für die Bewertung der Vorteile und der Risiken, Experten für die zahlreichen Sicherheitsfunktionen und für deren Weiterentwicklung, für Umweltauswirkungen, Kosten, Beeinflussung des Stromnetzes, Behandlung der radioaktiven Abfälle sowie bereits eingeleitete Neuentwicklungen. Damit hätte sich dann eine Ethik-Kommission befassen können, die allerdings keine Ruhestandspolitiker gebraucht hätte. Abgeordnete der CDU/CSU kritisierten das Fehlen der aktiven Fachpolitiker der Regierungsparteien in der Ethik-Kommission. Sie gründeten eine eigene „Arbeitsgruppe zur Zukunft der Kernenergie“. Man hat niemals mehr von ihnen etwas gehört.

Kurz vor dem 1. Treffen hat Angela Merkel den Kommissionsmitgliedern noch „weitere Erwartungen“ mitgeteilt: Sie sollten „eine in sich schlüssige Energiewende (sic) zu Neuen Energien erkunden“. Das war die Aufforderung, nichts Geringeres als ein fachlich anspruchsvolles, energietechnische und ökonomische Aspekte beurteilendes Gutachten abzuliefern.

Damit ließ sie endlich die Katze aus dem Sack: Ihr Atomausstieg richtete sich im Grunde gar nicht primär gegen die Kernenergienutzung. Der Unfall von Fukushima war endlich ein perfekt nutzbares Ereignis, um den Beginn ihrer Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien einleiten zu können. Das Ergebnis musste zwangsläufig die Abschaffung der bisherigen Energie-Industrie sein, die sonst diese 180-Grad-Wende bekämpfen würde

Damit ernannte sie ihre Ethik-Kommission de facto zur sowohl fachlichen als auch „überfachlichen“ endgültigen Entscheidungskommission für die Energiepolitik. Mit diesem nahezu religiösen Auftrag konnte die sachverständige Reaktorsicherheitskommission natürlich nicht mehr mithalten.

Nach der Ausschaltung der externen Fachleute und der Fachpolitiker der Regierungsparteien übertrug die Kanzlerin damit faktisch den Medien die Bestätigung der Richtigkeit ihres Vorgehens. Auf die Frage in einem Interview, weshalb sie denn die Kernkraft abschaffen wollte, gab sie – wohl nicht gut überlegt, aber zutreffend – die ehrliche Antwort gab: „Wegen der Leute.“ Also wegen der durch die Medien in Panik versetzten Bürger – und nicht etwa wegen der schrecklichen Risiken der Atomtechnik. Der damalige Umwelt-Bundesminister Norbert Röttgen verstieg sich zur Bestätigung dieser Kanzlerin-Erkenntnis zu der Aussage „dass die Sicherheit eben nicht ausrechenbar ist, sondern am Ende eine gesellschaftlich-politische Bewertung ist“. Was sich die RSK, die immer nur prüft, rechnet, abschätzt, vorschlägt und warnt, mal hinter die Ohren schreiben sollte.

Frau Merkel hatte aber mit ihrer Ethik-Kommission vorausschauend noch ein zweites Problem gelöst: Ihre eigene Bundestags-Fraktion, in der aktive Fachpolitiker tätig waren und die vermutlich ihre einsame Entscheidung kritisiert oder sogar auch verhindert hätten. Und deren Vertreter sehr konsequent nicht in die Vorbereitung und Auswahl sowie die Aufgabenstellung der Ethik-Kommission einbezogen wurden. Aber ihr Widerstand kam zu spät.

In ihren Abschlussbericht vom 30. Mai empfahl die Kommission den Ausstieg aus der Kernenergie-Nutzung und forderte, das innerhalb eines Jahrzehnts abzuschließen. Wie es dann weiterging, ist bekannt. Aber wie sieht denn heute unsere Situation hinsichtlich einer zuverlässigen und kostengünstigen Stromversorgung aus? Darüber wurde bis heute schon sehr viel geschrieben; sehr informativ und frei von jeglicher fachfremden Beeinflussung sind die Berichte der Bundesnetzagentur (BNA). Gleiches gilt für den kürzlich erschienenen Systemstabilitäts-Bericht der vier Übertragungsnetz-Betreiber sowie eine Studie von McKinsey über die sog. Wärmewende.

IDEOLOGISCH ABZULEHNENDE KRAFTWERKE SIND ZU SPRENGEN

Einen besonderen Umgang praktiziert Deutschland mit stillgelegten Kraftwerken, die zu den ungeliebten fossilen und nuklearen Anlagen gehören: Sie müssen vernichtet werden, damit sie niemals wieder angeschaltet werden können. Dabei geht es um die Zerstörung von durchaus wieder nutzbaren Kraftwerken, die Baukosten von mehreren Milliarden Euro hatten. Der Atomausstieg führte aber nicht etwa nur zu einer Stilllegung der Kraftwerke, sondern in deutscher Gründlichkeit zur Zerstörung der Anlagen. Die langsame Vernichtung ist der Rückbau, der lange dauert und extrem kostspielig ist. Die Sprengung ist billiger und zugleich eine publikumswirksame Demonstration. Dirk Maxeiner hat dazu festgestellt, dass die Kraftwerkssprengungen jetzt als große Happenings inszeniert werden. Kaum jemand von den begeisterten Zuschauern wird wohl begriffen haben, dass seine mittlerweile sehr hohen Stromrechnungen etwas damit zu tun haben könnten.

– Die erste Sprengung betraf das Kernkraftwerk Philippsburg im Mai 2020. Im Juni 2015 war es stillgelegt worden. – Das Steinkohlekraftwerk Ensdorf wurde am 28.6.2024 „erfolgreich gesprengt“. – Das Steinkohlekraftwerk Ibbenbühren war 2021 vorzeitig stillgelegt worden, nachdem RWE viele Millionen Euro in dessen Modernisierung investiert hatte. – Europas modernstes Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg (1.600 Megawatt) hat eine besondere Geschichte: Es wurde beim zweiten Versuch am 1. Mai 2025 durch Sprengung des Kesselhauses zerstört. Sein 140 m hohe Doppelkamin war bereits im November des Vorjahres gesprengt worden. Seine Bauzeit betrug 8 Jahre; Kosten insgesamt 3 Mrd. Euro. Mitte 2014 wurde es in einem feierlichen Akt vom damaligen Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz Betrieb genommen. Nach seinen Worten „Ein Ergebnis der Ingenieurskunst. Es läuft vermutlich 30 bis 40 Jahre.“ Am Ende waren es nicht einmal 6 Jahre. Olaf Scholz wurde später Bundeskanzler. Den Rückbau-Beginn des Ingenieurkunstwerks im Jahr 2023 erlebte er in seiner Amtszeit. Er kommentierte ihn nicht. Auch nicht die Sprengung des Doppelkamins, die im November 2024 erfolgte. Und die endgültige Sprengung am 1.Mai 2025 ebenfalls nicht.

Der Hamburger Senat beschloss am 13.6 2024, bereits nach dem begonnenen Rückbau des Kraftwerks, an dieser Stelle am Hafen ein Wasserstoff-Erzeugungszentrum, d.h. eine riesige Elektrolyseanlage zu bauen, die den neuhochdeutschen Namen „Green Hydrogen Hub“ erhielt. Das Thema Wasserstoff wird weiter unten behandelt.

– Gundremmingen und zwei nicht ganz zusammenpassende Stellungnamen aus Bayern: Die Stilllegung des Kernkraftwerks erfolgte 4 Jahre vor der Sprengung seiner zwei Kühltürme am 25.Oktober 2025 – es war buchstäblich ein Volksfest. Der Bau der Kühltürme begann zwischen 1977 und 1980. Block B war 2017 abgeschaltet worden; Block C 2021. Das Kraftwerk hat einst ein Viertel von Bayerns Stromversorgung geliefert. Ein reaktiviertes Kraftwerk Gundremmingen hätte nach Feststellung von Fachleuten bis zum Jahre 2050 Strom liefern können.

Bayerns Ministerpräsident Söder kommentierte diese Vernichtungsaktion mit dem Satz: „Bayern kann Energiewende“. Unmittelbar danach forderte er eine Rückkehr zur Nuklearenergie. In der WELT AM SONNTAG kritisierte er (Zitat): „Wir drücken die Energiepreise mit staatlichem Geld, anstatt auf günstige Erzeugung zu setzen“. Er forderte (Zitat): „Es geht nicht darum, dass wie früher große Meiler hochgezogen werden. Ich spreche von kleinen, smarten Reaktoren, wie sie es in Kanada bereits gibt.“ Und weiter: “Diese Meiler brauchen nicht solche Subventionen, wie das früher notwendig war.“ Frage: Ist Gundremmingen mit Hilfe von Subventionen gebaut worden? Und war dessen Strom zu teuer? Söder schließlich: “Wir kaufen Atomstrom aus Frankreich und Tschechien, lehnen aber Kernkraft bei uns ab.“

Der Koalitionspartner SPD und auch die Grünen, die mehr Windkraft in Bayern forderten, sowie die Linke lehnten das entschieden ab. Der stärkste Zuspruch sei von der AfD mit ihrer „Arbeitsgemeinschaft Kernkraft“ gekommen.

– Kernkraftwerk Biblis: Die ersten zwei der Kühltürme seien bereits verschwunden“. Nummer 3 und 4 sollten noch im Dezember d.J. zerstört werden. (Bericht „Mannheimer Morgen“ vom 2.12.25). Noch ist es nicht erfolgt.

DIE ALTERNATIVE: STILLLEGEN UND ABWARTEN

Ein anderer Umgang mit stillgelegten Kraftwerken kann in den USA beobachtet werden: Es gibt mehrere aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegte Kernkraftwerke. Sie stehen in der Landschaft und stören nicht. Vielleicht kann man sie noch einmal brauchen? Genau das ist jetzt der Fall: Die sehr schnell wachsende KI-Industrie hat einen extremen Strombedarf, der die regionalen Verteilungsnetze an ihre Grenzen bringt. Man baut dafür bereits neue Gaskraftwerke in der Nähe dieser Anlagen. Und nun sind die ruhenden Kernkraftwerke wieder gefragt: Sie werden reaktiviert. De-Mothballing, also Entmotten ist der Name dafür. So kommen die neuen, großen Verbraucher günstig an eine kurzfristig verfügbare, sichere Stromversorgung.

WASSERSTOFF – DIE NÄCHSTE RETTUNG DER ENERGIEWENDE

  • Es ist schon nicht mehr verwunderlich, wenn alte Techniken plötzlich wiederentdeckt werden, um die Energiewende doch noch zu einem Erfolg zu machen. Wasserstoff war ja schon einmal die große Hoffnung, als die Zeppeline den Luftverkehr über den Atlantik eröffneten. Die Katastrophe in Lakehurst bei New York beendete diese gefährliche Technik und Helium war und ist viel zu teuer. Auch als Treibstoff für Fahrzeuge bleibt Wasserstoff wohl chancenlos, wenn sowohl Kosten als auch das Risiko realistisch eingeschätzt werden. Die Versuche einiger Akteure, allen voran selbstverständlich staatliche Stellen, die ja kein eigenes Geld investieren müssten, gewisse Pilotprojekte zu starten, sind nur die fatale Folge der Planwirtschaft, die leider Deutschlands Energiewirtschaft ruiniert. Bereits die anscheinend nicht überall bekannte Tatsache, dass Wasserstoff nicht in der Natur vorkommt, sondern mit Hilfe der beträchtlich Strom verbrauchenden Elektrolyse oder aus Methan hergestellt werden muss, beendet alle Spekulationen für eine bedeutende zusätzliche Anwendung. Wo es keine Alternativen gibt – z.B. in der chemischen Industrie – da wird es verwendet.

Der Bundesrechnungshof erklärte in einem jetzt vorgelegten Sonderbericht das gesamte Superprojekt „Nationale Wasserstoffstrategie“ als offiziell gescheitert. Seine Bewertung: „Trotz milliardenschwerer Förderungen verfehlt die Bundesregierung ihre ambitionierten Ziele beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Es gefährde die Treibstoff Zukunftsfähigkeit Deutschlands.“ Der Bund hatte bereits seit 2024 7 Mrd. Steuergeld zur Verfügung gestellt; weitere Milliarden sind bereits zugesagt worden. Aus den Hamburger Plänen wird wohl nichts werden.

JETZT ALSO ERDGAS

Nun sollen doch fossile Erdgas-Kraftwerke in großer Zahl gebaut werden? Und zwar zur Rettung der Energiewende. Das kann man nicht mehr verstehen, muss man auch nicht. Es ist einfach die deutsche Energie-Planwirtschaft, über die die Washington Post geschrieben hat: „Es ist die dümmste Energiepolitik der Welt.

Ganz aktuell ist der oben erwähnte von der Regierung geplante Bau von 20 neuen Gaskraftwerken, die vor allem die Schwankungen der Leistung der wetterabhängigen Windkraftanlagen, die keine sogenannte Grundlast liefern können, ausgleichen sollen. Ebenso wie Solarstrom-Paneele – sie liefern des Nachts nichts und tagsüber ein Verhalten wie die Windturbinen. Aber Gaskraftwerke können es ebenfalls nicht. Es sind sogenannte Spitzenkraftwerke, die nur kurzzeitig bei Versorgungslücken einspringen. Ihr Strom ist teuer – und im Grundlastbetrieb würden die Turbinen nicht lange leben. Es wurden sogar noch höhere Zahlen als 20 genannt: Der Bericht zur Versorgungssicherheit Strom“ der BNA (s.o.) vom 3.9.2025 teilt mit, dass bis 2025 ein tatsächlicher Bedarf an regelbaren Kraftwerken(s.o.) – d.h. nur Gas- und Kohlekraftwerke – von bis zu 35,5 Gigawatt (also 35500 Megawatt) besteht. Falls man nicht auf die Reaktivierung von Kohlekraftwerken setzen will, sondern das mit neuen Gaskraftwerken vorhat, wäre das nicht nur vollkommen unbezahlbar und weit jenseits jeder Realität. Es gibt zudem ernsthafte Zweifel darüber, ob man vielleicht nur 5 Gaskraftwerke bauen könnte: Der Zeitaufwand für Lieferzeit und Bau eines Gaskraftwerks beträgt nach Ansicht von Experten 40 Monate. Große Gasturbinen werden nur von vier Herstellern produziert: General Electric Vernova, Siemens Energy, Mitsubishi und Harbin. Diese Hersteller haben in der Vergangenheit ihre Produktionskapazität wegen des schlechten Geschäfts verringert. Siemens hatte sogar über einen Verkauf dieser Sparte nachgedacht. Jetzt wird wieder aufgebaut. Die größte Produktionskapazität wird für die Belieferung Asiens eingesetzt; bei GE sind es 39% allein für China. Dort haben die Gaskraftwerke insgesamt bereits eine Kapazität von 151 Gigawatt (GW), 46 GW sind im Bau. Der Vergleich für den Bestand heute: Asien hat z.Zt. 120 GW; die Americas 24 GW und die EU 14 GW. Der Produktions-„Flaschenhals“ sind die Turbinenschaufeln. Es gibt nur wenige Hersteller. Neben den Turbinenschaufeln könnte auch die Versorgung mit großen Schmiedestücken schwierig werden, wird Thomas Thiemann von Siemens Energy zitiert. Als Ergebnis aller dieser Schwierigkeiten und angesichts des Riesenbedarfs Asiens wird über eine lange Warteschlange für die Auftragsgeber der neuen Gaskraftwerke berichtet. Man wird sehen, wie es Deutschland bei diesem Vorhaben ergeht.

Die „neuen“ Techniken Elektromobil und Wärmepumpe, die alles andere als „grün“ sind, werden den Stromverbrauch deutlich erhöhen, was mehr Stromimporte benötigt. Frankreich exportiert viel Strom nach Deutschland, aber es importiert ihn auch von uns. Die enorm ausgebaute Kernkraft hat es den Franzosen erlaubt, billig elektrisch zu heizen. Hier bei uns unvorstellbar. Aber früher hat Frankreich im Winter noch Strom aus Deutschland importiert. Unsere Stromversorgung ist jedoch bereits ausreichend geschädigt worden – die weltweit höchsten Stromkosten und die bereits begonnene Auswanderung stromintensiver Industrieunternehmen beweisen es. Werden wir unseren Nachbarn im Winter beliefern können? Oder werden es vielmehr gerade wir sein, die dauerhaft auf Atomstrom aus Frankreich angewiesen sind?

HYPES

Es ist Neuhochdeutsch. „Hypes“ sind neue Methoden und Techniken, die geradezu wunderbar sind. Wenn das kommt, kann nichts mehr schiefgehen. Bei näherem Betrachten stellen die stets vorhandenen Kritiker fest, dass die Hypes zunächst einmal altbekannt und nur modisch kostümiert sind. Und schon vor längerer Zeit wegen aller möglichen Nachteile bis auf einige sogenannte Nischenanwendungen ad acta gelegt worden sind. Die Energiewende besteht weitgehend auf diesen „neuen“ Hoffnungsträgern: Windgeneratoren – die leider von der Witterung und auch noch von der Physik schwer benachteiligt sind; Photovoltaikanlagen („Solarstrom“), die (mit Ausnahme von Satelliten) für nahezu jegliche zuverlässige Stromversorgung nicht zu gebrauchen sind und für die es ebenfalls keine bezahlbaren Großspeicher gibt; neuerdings die Luftwärmepumpen, die leider in recht kalten Wintern einfach aus der fehlenden Wärmeenergie der eisigen Außenluft keine Heizungswärme gewinnen und sie in die Wohnung „pumpen“ können. Und die dann zwar heizen, aber zu 100 Prozent elektrisch. Die gleichfalls ganz neuen Batterie-Großspeicher für Wind- und Solarstrom beruhen auf keineswegs neuen Batterietechniken, sondern auf alten und nach wie vor teuren. Man ist dabei, sie zu bauen – ihr Geheimnis: An den gespeicherten Kilowattstunden kann man wegen des irrsinnigen Strompreises trotzdem gut verdienen. Auch wenn sie in ca. 2 Stunden leer sind.

Es ist sogar nicht mehr undenkbar, dass wir alle noch halbwegs brauchbaren Kohlekraftwerke aus ihrem Ruhestand holen, um wenigstens im Winter die Situation von etwa 1965 zu erreichen. Das wäre übrigens eine sehr gute Nachricht für unsere letzte Hoffnung: Die Lausitz. Deren Tagebau. Zurück zum Brikett. Das ist auch für Kaminöfen bestens geeignet.

An dem gelungenen Trick mit der Ethik-Kommission werden wir voraussichtlich noch eine Zeitlang zu knabbern haben.

 

 

 




Kältereport Nr. 50 / 2025

Meldungen vom 15. Dezember 2025:

Blizzards in China

Mindestens 22 Wetterstationen in China verzeichneten am Wochenende neue Niederschlagsrekorde für Dezember, als sich ein ausgedehnter Kaltluftvorstoß nach Süden und Osten ausbreitete. Im hohen Norden sank die Temperatur an der automatischen Wetterstation in Mohe auf -38 °C, den bisher niedrigsten Wert in dieser Saison.

Der Schneefall führte in den zentralen Provinzen zu Beeinträchtigungen. In Luoyang, Henan, bedeckten starker Schneefall und Frost Straßen und Bäume mit einer Eisschicht, was den Verkehr lahmlegte und die Infrastruktur belastete, die an solche anhaltenden Winterbedingungen nicht gewöhnt ist.

Weiter westlich verschärften sich die Bedingungen.

Am Abend des 13. Dezembers wurde Dabancheng in Xinjiang von Schneestürmen heimgesucht. Die Kombination aus extremer Kälte, losem Schnee und starken Winden fegte über exponierte Gebiete hinweg, reduzierte die Sicht und zwang zur Sperrung von Straßen.

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Starke Schneefälle auch in der Türkei

Starker Frost hat weite Teile der Türkei erfasst, wobei die östlichen und nördlichen Provinzen unter einer dicken Schneedecke liegen.

Die Warnungen des türkischen staatlichen Wetterdienstes haben sich als zutreffend erwiesen: Durch die weit verbreiteten Schneefälle sind ländliche Siedlungen von der Außenwelt abgeschnitten und Straßen gesperrt. Es war der erste größere Wintereinbruch der Saison.

Erzurum wurde am stärksten getroffen. Der Schnee, zunächst auf höhere Lagen beschränkt, drang bis ins Stadtzentrum vor und türmte sich dort stellenweise bis zu 50 cm hoch. Die Temperaturen fielen auf -20 °C, was zu kontinuierlichen Räum- und Enteisungsarbeiten auf den Hauptverkehrsstraßen führte.

Auch Van wurde schwer getroffen, wobei in ländlichen Gebieten ebenfalls 50 cm gemeldet wurden. Die Straßen in das Hochland wurden gesperrt, aber nach anhaltenden Räumungsarbeiten entlang der Korridore Van–Hakkari und Van–Bahcesaray wieder geöffnet.

Kars bleibt unter Schnee und dichtem Nebel. Die Sicht auf der Autobahn Kars–Göle ist stark eingeschränkt, und in Sarikamis hat der Schneefall wieder zugenommen.

Hochgelegene Dörfer wie Golbasi sind bereits in den Wintermodus übergegangen, und die Viehzüchter füttern ihre Tiere auf schneebedecktem Boden, da die Bedingungen immer schwieriger werden.

Da Osteuropa weiterhin unter dieser stagnierenden Wetterlage bleibt, wird weiterer Schneefall vorhergesagt.

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Bulgarien: Tiefschnee zu Beginn der Skisaison

Ebenso hat das bulgarische Skigebiet Bansko die Saison 2025/26 unter außergewöhnlichen Bedingungen für den Frühwinter eröffnet.

Die Schneehöhe hat in Plato 70 cm und auf dem Todorka-Gipfel sogar 140 cm erreicht, nachdem es im Südwesten des Landes wiederholt zu starken Schneefällen in den Höhenlagen gekommen war. Die Schneedecke Mitte Dezember entspricht bereits den Normwerten für die Mitte der Saison.

Die gesamte Region ist seit Tagen von einer Kältewelle erfasst, die für anhaltende Schneefälle über dem Pirin-Gebirge sorgt und Bansko eine der höchsten frühen Schneedecken seit Beginn der Aufzeichnungen beschert. Skigebiete in ganz Bulgarien profitieren von den gleichen Bedingungen, aber die Schneemengen in den höheren Lagen von Bansko sind besonders beeindruckend – ein starker Kontrast zu den wiederholten Behauptungen über schwindende Schneemengen in ganz Europa.

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Kanada: Extreme Kälte in den Prärien

Eine brutale Kältewelle hat Alberta, Saskatchewan und Manitoba erfasst.

Die Temperaturen liegen unter -30 °C, die Tageshöchstwerte bleiben bei etwa -20 °C, und starke Winde sorgen für gefährliche Kälte. In Alberta wurde in Keg River mit -42,9 °C die tiefste Temperatur gemessen, in Edmonton lag sie bei -31,7 °C.

In Saskatchewan war es kaum besser: In Key Lake wurden -42,2 °C, in Saskatoon -37,3 °C und in Regina -33 °C gemessen.

Manitoba schloss sich der Kältewelle mit -35 °C in Roblin und -28,6 °C in Winnipeg an.

Selbst für die Prärie ist dies für Mitte Dezember extreme Kälte.

Link: https://electroverse.substack.com/p/blizzards-hit-china-heavy-snow-pounds?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 16. Dezember 2025:

Japan: Schneestürme auf Hokkaido

Ein Tiefdruckgebiet brachte diese Woche starken Schneefall und heftige Winde über Hokkaido und beeinträchtigte den Verkehr und die Stromversorgung im Norden Japans.

Die japanische Wetterbehörde meldete, dass an 14 Orten, vor allem im Osten von Hokkaido, innerhalb von 24 Stunden bis zum 15. Dezember um 8 Uhr morgens (Ortszeit) 50 cm oder mehr Schnee gefallen waren.

Die höchsten Werte wurden mit 68 cm in Kamisatsunai und Taiki in der Region Tokachi gemessen, während sich in der Nähe des Akan-Sees in der Region Kushiro 56 cm Schnee niederschlugen.

Der Bahnverkehr war stark beeinträchtigt. Bis zum späten Vormittag hatte die Hokkaido Railway Company 104 Züge ganz oder teilweise gestrichen.

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China: Bis –44,3°C im Nordosten

Arktische Luft hat Nordostchina in extreme Kälte gestürzt, wobei die Greater Khingan Mountains die niedrigsten Temperaturen verzeichnen.

Im Dorf Beiji in Heilongjiang sank die Temperatur auf -41,9 °C, den niedrigsten Wert der Saison, der an einer „offiziellen” nationalen Messstation registriert wurde. Auch in den umliegenden Orten sank die Temperatur zum ersten Mal in diesem Winter unter -40 °C: In Tulihe wurden -41,8 °C, in Huzhong -41,5 °C und in Mohe -41 °C gemessen.

Automatische Wetterstationen im Großraum Khingan verzeichneten sogar noch niedrigere Werte mit einem Tiefstwert von -44,3 °C.

Link: https://electroverse.substack.com/p/blizzard-slams-hokkaido-japan-northeast?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 17. Dezember 2025:

Europa: Schnee auf vielen Alpengipfeln

Am 16. Dezember wurde die italienische Provinz Cuneo von starken Schneefällen heimgesucht.

Im Skigebiet Prato Nevoso fielen über 50 cm Schnee, wobei die Schneemengen unterhalb von 500 Metern Höhe zu erheblichen Beeinträchtigungen führten.

Weiter westlich in Spanien fallen ebenfalls ergiebige Schneemengen in den Bergen. Die Stadt Granada liegt unterhalb der schneebedeckten Sierra Nevada:

Mit Blick auf die Zukunft könnte Europa (und insbesondere Russland) während der Weihnachtszeit mit wirklich brutalen Kälteeinbrüchen rechnen.

Die neuesten ECMWF-Prognosen für den Zeitraum vom 23. bis 28. Dezember zeigen stark negative Temperaturabweichungen. Teile Sibiriens liegen außerhalb der Standardfarbskala, wobei der große rosa Kern etwa 18°C unter den Normwerten für Ende Dezember liegt – und es wird möglicherweise noch kälter.

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Kasachstan: Viehbestand durch Kälte dezimiert

Ein plötzlicher Schneesturm fegte diese Woche über Kasachstan hinweg, überraschte die Hirten und tötete Vieh – sowohl Schafe als auch Rinder – in mehreren ländlichen Bezirken.

Lokale Berichte aus der Region Westkasachstan bestätigen, dass Schafe, die auf offenen Weiden ruhten, durch den plötzlich einsetzenden Schneesturm unter der schnell angehäuften Schneemasse begraben wurden.

Videos aus Kaztalovsky zeigen Einwohner und Rettungskräfte, die Schafe mit bloßen Händen ausgraben, doch viele erfroren, bevor sie gerettet werden konnten.

Nach Angaben der regionalen Behörden ist das gesamte Ausmaß der Verluste noch unbekannt – offizielle Zahlen wurden noch nicht veröffentlicht. Die Behörden haben den Vorfall jedoch bestätigt und mit Notfallmaßnahmen und Schadensbewertungen begonnen.

Es wird mit erheblichen Verlusten gerechnet.

Tragischerweise sind neben dem Vieh auch drei Männer in den brutalen Bedingungen ums Leben gekommen.

Es sind also wieder einmal Kälteschocks und nicht die langsame, allmähliche Erwärmung, die wetterbedingte Notlagen verursachen…

Link: https://electroverse.substack.com/p/european-peaks-turn-white-livestock?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 18. Dezember 2025:

Indien: Kälte von Kaschmir bis zu den Ebenen

In ganz Indien breitet sich Kälte aus, mit starkem Frost im Norden und ungewöhnlich anhaltender Kälte in den zentralen Regionen.

In Jammu und Kaschmir sank die Temperatur am Zojila-Pass auf -17 °C, den niedrigsten Wert in der Region. In weiten Teilen des Kaschmir-Tals lagen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, mit -3,8 °C in Awantipora, -3,2 °C in Pulwama und -1,8 °C in Pampore und Baramulla.

Die eisigen Tiefsttemperaturen erstreckten sich über Kupwara, Budgam, Bandipora und Ganderbal und unterstreichen damit eine weitreichende Kältewelle.

Weiter südlich verzeichnete Pune die kälteste erste Dezemberhälfte seit mindestens 12 Jahren. Vom 1. bis 15. Dezember fiel die durchschnittliche Tiefsttemperatur der Stadt auf 10,66 °C, wobei eine ganze Woche lang Temperaturen unter 10 °C herrschten – ein seit Jahrzehnten nicht mehr beobachteter Vorgang.

Meteorologen führen anhaltende Nordströmungen, sehr trockene Luft und klaren Himmel als Ursachen für die starke Strahlungskühlung an.

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Schnee sogar in Saudi-Arabien

Im Westen erstreckt sich die Kälte bis zur Arabischen Halbinsel.

Saudi-Arabien erlebt einen seltenen Wintereinbruch, wobei in den frühen Morgenstunden des 18. Dezembers in Ha’il seltene Schneefälle gemeldet wurden. Schneefälle wie diese sind normalerweise auf die höher gelegenen Gebiete Saudi-Arabiens weiter nördlich oder südwestlich beschränkt und nicht auf Wüstenstädte im Landesinneren wie Ha’il.

Der Flughafen der Stadt liegt etwa 1000 m ü. NN (Wikipedia; A. d. Übers.)

Vom Himalaya über das Dekkan-Plateau bis hin zu den Wüsten Arabiens breitet sich die Kälte über einen weiten Teil der Region aus.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-from-kashmir-to-the-plains-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 19. Dezember 2025:

Kanada: Rekord-Schneefälle in St. John, B. C.

Fort St. John in British Columbia kämpft sich durch einen brutalen, rekordverdächtigen Start in den Winter.

Seit Anfang Dezember sind im Nordosten von British Columbia mehr als 67 cm Schnee gefallen, laut Environment Canada fast dreimal so viel wie der monatliche Durchschnitt der Region von 26,8 cm. Am 10. und 13. Dezember wurden die täglichen Schneefallrekorde gebrochen.

Die Feuchtigkeit vom Pazifik, die über die Rocky Mountains strömt, trifft auf eine fest etablierte arktische Luftmasse.

Fort St. John hat mehrere Tage lang ununterbrochenen Schneefall erlebt, der die Räumkapazitäten überfordert und die Einsatzkräfte zu Überstunden zwingt, während private Auftragnehmer hinzugezogen werden, um die Situation zu bewältigen.

Die Kälte nimmt nun zu. Es wird erwartet, dass die Temperaturen unter -30 °C fallen, was die Leistungsfähigkeit der Geräte und den Fortschritt der Räumarbeiten bei Temperaturen zwischen -30 °C und -40 °C zunehmend beeinträchtigt.

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Weiterer Schnee in Arabien

Der Schnee hat sich bis ins Trojena-Hochland und in die Region Tabuk in Saudi-Arabien ausgebreitet, wo die Temperaturen auf -4 °C gefallen sind.

In Jabal Al-Lawz gab es starken Schneefall, dichten Nebel und starke Winde, welche die normalerweise trockene Berglandschaft mit einer weißen Decke überzogen.

Auch in Trojena wurde Schneefall gemeldet.

Das Nationale Zentrum für Meteorologie Saudi-Arabiens bestätigte, dass Jabal Al-Lawz aufgrund seiner Höhenlage zwar für gelegentlichen Schneefall im Winter bekannt ist, so niedrige Temperaturen und weitreichende Schneefälle im Norden Saudi-Arabiens jedoch eine Seltenheit sind.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-snow-for-fort-st-john-bc-arabian?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 51 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 19. Dezember 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE