Der Meteorologe Dr. Ryan Maue warnt: „Deutschland wird es nicht schaffen falls der Winter streng wird“

Pierre Gosselin

Der Meteorologe Dr. Ryan Maue warnt bei X, dass „Deutschland es nicht schaffen wird“, wenn sich der Winter von 1962-1963 mit dem heutigen europäischen Energiesystem wiederholen würde. Das Land habe „außergewöhnliche Energieengpässe“.

Und plötzlich deuten die numerischen Modelle auf strenge Winterbedingungen in ganz Europa für Anfang Januar hin.

Maues Behauptung stützt sich auf einen Artikel mit dem Titel „On the Link Between Weather Regimes and Energy Shortfall During Winter for 28 European Countries” (Über den Zusammenhang zwischen Wetterlagen und Energieengpässen im Winter in 28 europäischen Ländern), der in Meteorological Applications (2025) von Emmanuel Rouges, Marlene Kretschmer und Theodore G. Shepherd veröffentlicht wurde. Die Autoren untersuchen, wie bestimmte atmosphärische Muster das Gleichgewicht zwischen Energiebedarf und erneuerbarer Energieerzeugung in ganz Europa beeinflussen.

Die Studie konzentriert sich auf Energieengpässe, definiert als Zeiträume, in denen der Strombedarf die Produktion erneuerbarer Energien (insbesondere Wind- und Solarenergie) deutlich übersteigt. Sie analysiert 28 europäische Länder anhand eines Modells mit „festem Stromnetz“ (basierend auf der aktuellen Infrastruktur) und historischen Wetterdaten (Reanalyse), um zu untersuchen, wie sich das Wetter der Vergangenheit auf das heutige Stromnetz auswirken würde.

Die Forscher fanden heraus, dass die Hauptursache für Engpässe je nach Region variiert. In Ländern mit kaltem Klima und geringer Windkapazität sind Engpässe in erster Linie nachfragebedingt (z. B. erhöhter Heizbedarf während Kälteeinbrüchen).

In Ländern mit warmem Klima und hoher Windkapazität sind Engpässe in erster Linie produktionsbedingt (z. B. Perioden mit geringer Windgeschwindigkeit oder „Dunkelflaute”).

Die Studie unterteilte das Winterwetter in sechs spezifische „Regimes“. Nur ein Teil davon – vor allem solche mit atmosphärischer Blockade (die kalte, ruhige Luft mit sich bringt) – ist für die meisten Tage mit hohem Defizit verantwortlich. Diese kritischen Wetterregimes betreffen oft große Teile des Kontinents gleichzeitig, was bedeutet, dass viele europäische Länder gleichzeitig unter Energieknappheit leiden.

Es besteht eine hohe räumliche Korrelation bei Energieengpässen. Wenn ein Land einen Engpass erlebt, ist es sehr wahrscheinlich, dass seine Nachbarn sich in der gleichen Situation befinden. Dies unterstreicht eine potenzielle Herausforderung für den grenzüberschreitenden „Austausch“ von Energie bei extremen Wetterereignissen, da viele potenzielle Exporteure ebenfalls mit Defiziten konfrontiert sein könnten.

Die Autoren simulierten, was passieren würde, wenn der Winter 1962/1963 (der drittkälteste des 20. Jahrhunderts in Europa) mit dem heutigen Energiesystem eintreten würde. Sie kamen zu dem Schluss, dass die anhaltenden Blockierungsbedingungen jenes Winters zu extremen und anhaltenden Energieengpässen in fast ganz Europa führen würden, die weit über die Belastungen der letzten Jahrzehnte hinausgehen würden.

Der Artikel betont, dass es im Zuge des Übergangs Europas zu erneuerbaren Energien von entscheidender Bedeutung ist, die meteorologischen Ursachen für Versorgungsengpässe zu verstehen. Er legt nahe, dass Energieplaner berücksichtigen müssen, dass extreme Wetterereignisse zu gleichzeitigen, kontinentweiten Energiekrisen führen können, die mit den derzeitigen Verbundnetzen allein durch einfachen grenzüberschreitenden Handel nur schwer zu bewältigen sind.

Link: https://notrickszone.com/2025/12/25/meteorologist-dr-ryan-maue-warns-germany-wont-make-it-if-winter-turns-severe/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ist die Zeit für E-Fahrzeuge nun reif?

Von Michael Limburg

Tesla, Toyota und viele andere verkünden jetzt, dass mit der neuen Batterietechnik auf Aluminium und Graphenbasis, viele Probleme, welche die Lithiumbasis bisheriger Batterien belastet hätten, nunmehr gelöst sein. Unter anderem auch die, dass die Laufleistung von 1000 km oder sogar mehr pro Ladung nun erreicht wurde, und dass man mit dieser Batterie, sie nun auch noch in 5 Minuten geladen bekäme und damit der weiten E-Mobil Verbreitung keine Grenzen mehr gesetzt wären. Allerdings sagt bspw. der Toyota Chef, dass hierfür die Infrastruktur pro „Tankstelle“ ausgebaut werden müsste, weil bei dafür nun mal wassergekühlten Kabel zum Einsatz kämen. Die Ladespannung beziffert er auf 800 V. Vermutlich meint er Gleichspannung.

https://www.youtube.com/watch?v=WSTWn-F7Vj8

und

Tesla

https://www.youtube.com/watch?v=5Fih1l0Ztiw

oder

Theorie und Praxis

Nun ist diese Verkündung eine Sache, und die Praxis eine ganz andere. Daher ist es ratsam – ohne sich zunächst um die Batterie zu kümmern – sich zuerst mal die übertragene Ladeleistung anzuschauen. Denn auch hier gilt zuallererst die Physik, in diesem Fall die der E-Technik.

Schauen wir uns zunächst mal die übertragen Leistung – die dann in Arbeit umgewandelt werden kann – an.

Auch hier ist Künstliche Intelligenz sehr hilfreich. In diesem Fall wurde mal wieder Grok befragt. Doch zuvor muss man wissen, dass bespw. beim Diesel die gesamte Energie für Fahren und Umgebung zwar im Tank gespeichert werden wird, aber dieser Energie mit Hilfe des Luftsauerstoffes im Verhältnis 3,4 : 1 (bezogen auf das Kilo) freigesetzt wird. So haben 55 l Diesel rd 540 kWh, passt gern in einen Tank eines Mittelklassewagens, von denen aber nur (Carnotsches Gesetz) ca. 35 – 45 % in mechanische Arbeit umgewandelt wird, und der Rest geht als Abwärme verloren. Aber immerhin sind es rd. 216 kWh (bei 40 %) die zum Vortrieb und allerlei Schnickschnak verwendet werden können.

Das muss beim E-Fahrzeug komplett in der Ladestelle zugeführt werden, einen Wirkungsgrad von ca. 95 % vorausgesetzt.

Was sagt die Physik dazu?

Also schauen wir mal, was die Physik dazu sagt.

Zunächst mal die Arbeit von rd. 220 kWh für 1000 km Reichweite. Die Leistung ist definiert als P = U x I. Dabei steht P für Leistung in Watt, U für Spannung in Volt und I für Strom in Ampere. Des weiteren soll diese Leistung in 5 Minuten zugeführt werden. 5 Minuten sind 1/12 Stunden. D.h. die Gesamtleistung ist P= Energie/Zeit, in diesen Falle also P= 220 kWh/1/12 = 220 x 12 = 2.640 kW oder in Watt 2.640.000 W. Das entspricht 2.640 MW.

Und wenn wir dann den Strom berechnen, wir erinnern uns, dass der Toyota-Chef von 800 V sprach, wie es auch der Porsche Taycan, Hyundai Ioniq oder Kia EV6 verlangen, dann sind das

2.640.000 W/800 V = 3.300 A.

Und dieser gewaltige Strom – wir erinnern uns: unsere Haussischerung ist mit 16 A abgesichert- muss über die Ladestelle und über einen schnell-lösbaren Stecker, in das E-Auto zugeführt werden. Das ist die immense Aufgabe und es ist kein Wunder, dass der Toyota-Chef von wassergekühlten Kabeln sprach, doch die gibt es auch schon jetzt, sondern er muss noch einiges mehr als Lösung anbieten, sonst geht das nicht, wie wir gleich sehen werden.

Grok schreibt dazu:

Aktuelle Elektroautos (auch mit 800-V-Architektur wie Porsche Taycan, Hyundai Ioniq oder Kia EV6) erreichen maximale Ladeleistungen von ca. 250–350 kW, was Strömen von 300–600 A entspricht.

Was sagen X-User dazu

Der X- User N. Schmid, seines Zeichens „Ingenieur für Unabhängigkeit von fossilen Importen durch EE & Elektrifizierung“ schreibt dazu, dass man heute nur 60 kWh benötige, hat aber dann vergessen, dazu zu schreiben, dass man – und auch das nur nominell- nur 400 km damit fahren würde. Wir aber reden von 1000 km oder mehr.

Doch zurück zu den 3.300 A, die ohne einen Lichtbogen zu erzeugen, an den Verbraucher, die Batterie des E-Mobils angeschlossen werden. Und das sollte unter einer Minute geschehen, denke ich mal, dann die Spannung von 800 V angelegt wird, ungefährlich wie umkompliziert für den Bediener und die darum liegende Umgebung, sommers wie winters, bei Tag und bei Nacht, und auch dann noch sicher, wenn viele Jahre vergangen sind, und dann mögen 3.300 A auch fließen. Für dann nur noch 4 Minuten, was den Strom weiter erhöht, oder die maximale Ladung um rd. ein Fünftel verringert.

Schütze sind dafür geeignet, oder?

Nun gibt es speziell für diese Zwecke nur Schütze, die bis 1000 A schalten können. Manche davon wurden speziell für die E-Mobilität entwickelt. Für höhere Strome schreibt Grok

Ein solches Szenario mit 3 MW Leistung und 3750 A ist derzeit technisch nicht machbar für Pkw – es erfordert extrem dicke, gekühlte Kabel und ist eher für Megawatt-Ladesysteme (MCS) bei Lkw vorgesehen (bis ca. 3000–3750 A bei höherer Spannung). In der Praxis sinkt die Ladeleistung zudem mit steigendem Ladezustand der Batterie.

Und zu höheren Strömen schreibt Grok

Hochstrom-DC-Schütze für 800 V und ≥4000 A

Bei 800 V DC und Strömen von 4000 A oder mehr (das entspricht ≥3,2 MW Leistung) gibt es keine standardmäßigen elektromechanischen Hochvolt-DC-Schütze (High Voltage DC Contactors), die diese Spezifikationen erfüllen. Moderne HVDC-Schütze für Anwendungen in Elektrofahrzeugen (EV), Batteriespeichern (BESS) oder Ladeinfrastruktur sind typischerweise auf Dauerströme von 500–1000 A bei 800–1500 V ausgelegt (z. B. von Herstellern wie Sensata/GIGAVAC, TE Connectivity, TDK, Littelfuse oder Schaltbau).

Warum keine Schütze für ≥4000 A bei 800 V?

  • Das sichere Schalten (insbesondere Ausschalten unter Last) hoher DC-Ströme erfordert effektives Lichtbogenlöschen (z. B. durch Gasfüllung, Keramik oder Magnetblasen).
  • Bei Strömen >3000–4000 A versagen elektromechanische Schütze oft, da der Lichtbogen nicht zuverlässig gelöscht werden kann.
  • Stattdessen werden in solchen Hochleistungsanwendungen (z. B. Industrie, Schienenverkehr, große ESS oder HVDC-Übertragung) kombiniert:
    1. Normale Schütze für das Tragen und Schalten unter niedriger Last.
    2. Sicherungen oder Pyrofuses (pyrotechnische Schalter) für Kurzschlussfälle und hohe Ströme.

Einzige gefundene Ausnahme: Industrielle DC-Contactor für hohe Ströme: Hubbell Industrial Controls Type 703

So ist der gegenwärtige Stand, was die Ladeseite angeht. Wir dürfen gespannt sein, wie das alles gelöst werden wird.

Und könnte es nicht sein, unabhängig von allem grünen Getue, das e-Mobil zum einzigen Mittel zur Fortbewegung zu erklären, sich die Idee von Mazda oder Honda als diejenigen erweisen, die die beste Marktakzeptanz bewirken?

 

 




Das Weihnachtsgeschenk, das Umweltschutz-Gegner (= Klima-Alarmisten) nicht ertragen können

Original-Titel: The Christmas Gift that Climate Grinches Can’t Abide

Vijay Jayaraj

Die Stille, wenn man an einem Dezembermorgen aus dem Küchenfenster auf eine schneebedeckte Wiese blickt, ist magisch. Ein Reh hält am Waldrand inne, sein Atem dampft in der kalten Luft, und es frisst die wenigen grünen Halme, die aus dem Schnee herausragen. Diese Szene findet sich auf Grußkarten und Keksdosen.

Ein Teil der Magie hinter diesem Bild – vom Braten im Ofen bis zu den Cranberries auf dem Teller, von den hoch aufragenden Kiefern und Laubbäumen draußen bis zu den grasenden Tieren – ist ein Phänomen, das von den etablierten Medien ignoriert wird: die von der NASA bestätigte, durch CO₂ verursachte Begrünung der Erde.

Satellitendaten aus den letzten vier Jahrzehnten bestätigen einen signifikanten Anstieg der Vegetation auf fast der Hälfte der Erde. In diesem Zeitraum stieg der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre von etwa 350 ppm (Teile pro Million) auf über 400 ppm, hauptsächlich aufgrund der Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Dies ist ein Geschenk, das genau zum richtigen Zeitpunkt kommt, um dem kontinuierlichen Anstieg der Bevölkerung und der Nachfrage nach Nahrungsmitteln gerecht zu werden. Diese Grundversorgung ermöglicht alle anderen menschlichen Bestrebungen – Entwicklungen in der künstlichen Intelligenz, Medizin und mehr. Es ist schwierig, mit leerem Magen Computercodes zu schreiben.

Hinter diesem Geschenk der Fülle verbirgt sich ein Prozess, der für alles Leben von grundlegender Bedeutung ist und bei den Pflanzen beginnt: Die Photosynthese ist ein Prozess, mit dem Pflanzen aus CO₂, Wasser und Sonnenlicht Zucker als Nahrung herstellen. Wenn der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre steigt – sei es durch Emissionen aus menschlichen Aktivitäten oder aus anderen Quellen –, wachsen Pflanzen schneller. Ein Nebeneffekt ist, dass sie Wasser effizienter nutzen, wodurch sie widerstandsfähiger gegen Trockenheit werden und ihr geografisches Verbreitungsgebiet ausweiten.

Das Ausmaß, in dem Pflanzen auf mehr CO₂ reagieren, ist unterschiedlich, aber immer positiv. Ein Anstieg des CO₂-Gehalts auf etwa 800 ppm (Teile pro Million) – mehr als das Doppelte der aktuellen Konzentration in der Atmosphäre – erhöht die Erträge um 10 % bis 100 %.

In Gewächshauskulturen wird der Kohlendioxidgehalt auf etwa 1.000 ppm erhöht, um die Erträge von Tomaten und Gurken um 20 % bis 40 % zu steigern. Auch Pflanzen wie Mais, Zuckerrohr und Hirse profitieren von einem höheren CO₂-Gehalt in der Atmosphäre, dessen positive Wirkung sich bei Trockenheit noch deutlicher zeigt.

Für viele wird ein kalter Weihnachtsmorgen durch Kaffee erwärmt, insbesondere durch festliche Kreationen wie Pfefferminz-Mokka und Lebkuchen-Latte. Die gute Nachricht ist, dass sogar Kaffeepflanzen vom Anstieg des CO₂-Gehalts profitieren. Studien in Lateinamerika haben ergeben, dass ein erhöhter Kohlendioxidgehalt die Photosynthese von Kaffeepflanzen fördert und den Ertrag um 12 % bis 14 % steigert.

Die Menschen vergessen, dass die Kleine Eiszeit – die von etwa 1300 bis 1850 andauerte – in weiten Teilen Europas und Asiens zu Ernteausfällen und Hungersnöten führte. Flüsse froren zu und die Vegetationsperioden verkürzten sich. Viele Gemeinden hatten während der durch die Kälte verursachten Knappheit zu kämpfen.

Das 20. Jahrhundert bescherte uns das Gegenteil: längere Vegetationsperioden aufgrund eines leicht wärmeren Klimas in Verbindung mit höheren CO₂-Konzentrationen. Das ist kaum eine Katastrophe, wie manche uns glauben machen wollen. Tatsächlich prognostizierte eine Analyse aus dem Jahr 2025, dass die Veränderungen der globalen Durchschnittserträge aller Nutzpflanzen bei einer Erwärmung bis 5 Grad Celsius in Zukunft neutral oder positiv sein werden.

Nur die Klima-Grinches würden sich gegen eine solche Begrünung durch die moderne Erwärmung und die CO₂-Konzentrationen aussprechen. Das sind die Personen, welche die Schlagzeilen in den populären Medien und die politischen Rundtischgespräche in Brüssel und Washington dominiert haben. Sie rauben nicht nur die Freude an dieser natürlichen Fülle, indem sie falsche Ängste verbreiten, sondern auch den Wohlstand und die Souveränität der Nationen.

Klima-Grinches betrachten einen immer grüner werdenden Planeten und sehen darin eine Katastrophe. Wenn die NASA verkündet, dass die Vegetation auf der Erde um eine Fläche gewachsen ist, die zwei amerikanischen Kontinenten entspricht, warnen sie, dass dies nicht von Dauer sein kann, dass die Vorteile nur vorübergehend sind und dass das Ende noch bevorsteht. Wenn Landwirte von Rekorderträgen berichten, die durch längere Vegetationsperioden und CO₂-Düngung ermöglicht wurden, beharren diese Herrschaften darauf, dass diese Gewinne durch nicht näher bezeichnete zukünftige Schrecken aufgewogen werden.

Wenn Sie also in dieser Weihnachtszeit mit Ihrer Familie zusammenkommen, betrachten Sie das vor Ihnen liegende Festmahl mit neuen Augen. Lehnen Sie die Schuld ab, die uns die Klimaorthodoxie aufbürden will. Der moderne Lebensstil zerstört den Planeten nicht. Wir genießen ein lebendiges Ökosystem, das mehr Grün, mehr Menschen und mehr menschliches Potenzial unterstützt als jemals zuvor in der Geschichte.

This commentary was first published at American Greatness December 8.

Link: https://cornwallalliance.org/the-christmas-gift-that-climate-grinches-cant-abide/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die erzwungene EV-Revolution – der Boom von Big Government, der zusammenbrach, und Ford allein verschwendete 20 Milliarden US-Dollar.

Jo Nova
Nachdem Autohersteller Milliarden in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen investiert und die EU und Großbritannien ein Verbot von Verbrennungsmotoren angekündigt hatten, ist nun alles hinfällig. Donald Trump hat die Subventionen für Elektrofahrzeuge gestrichen und die strengen Emissionsvorschriften für Benzin- und Dieselautos gelockert. Die Verkaufszahlen für Elektroautos in den USA sind im November prompt um 40 % eingebrochen. Bei Ford betrug der Rückgang fast 60 %.

Als Reaktion darauf hat Ford mehrere Elektroautos aus dem Programm genommen und wird eine bittere Pille in Form einer Abschreibung in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar schlucken müssen. Das sind eine Menge Autos, die verkauft werden müssen, um dieses Geld wieder hereinzuholen. Vorbei sind der vollelektrische F-150, die nächste Generation von Elektro-Lkw und alle Pläne zur Herstellung von elektrischen Nutzfahrzeugen. Stattdessen kündigt Ford an, auf Benzin- und Hybridmodelle umzusteigen.

General Motors hat 3.300 Mitarbeiter in seinen Elektrofahrzeugwerken in den USA entlassen.

Auf der anderen Seite des Pazifiks sind die Aktien koreanischer Batteriehersteller nach Bekanntwerden dieser Nachricht in dieser Woche „durchweg eingebrochen”.

Am Tag nach der Ankündigung von Ford teilte die Europäische Kommission der Welt mit, dass sie das vollständige Verbot von Verbrennungsmotoren zurücknehmen werde, das 2035 in Kraft treten sollte. Theoretisch wird das 100-prozentige Verbot nur auf ein 90-prozentiges Verbot reduziert. Aber die Ideologie ist ins Wanken geraten, vor allem aufgrund des Aufruhrs der europäischen Autohersteller, die nicht genug Elektroautos verkauften, um das Verbot umzusetzen.

Es gibt bereits Forderungen, die 90-Prozent-Regelung fallen zu lassen. Das würde bedeuten, dass sich nur noch die Reichen die wenigen neuen Benzin- und Dieselautos leisten könnten, die zum Verkauf stehen. Vermutlich würden die breiten Massen einfach weiter ihre alten Autos fahren.

Ford lernt eine brutale Lektion in Sachen Elektroautos

Der Autohersteller schreibt 19,5 Milliarden Dollar auf sein Elektroautogeschäft ab.

The Wall Street Journal

Vor nicht allzu langer Zeit priesen die Autohersteller Elektroautos als die Zukunft an. Nun treten sie kräftig auf die Bremse, da die Marktrealität sie wie ein 16-Rad-Lkw erfasst hat. Siehe die überraschende Ankündigung von Ford Motor am Montag, dass das Unternehmen eine Belastung in Höhe von 19,5 Milliarden Dollar für sein Elektrofahrzeuggeschäft verbuchen wird.

„Anstatt Milliarden in die Zukunft zu investieren, obwohl wir wissen, dass diese großen Elektrofahrzeuge niemals Geld einbringen werden, schlagen wir einen neuen Kurs ein“, erklärte Ford-CEO Jim Farley, als er die Pläne des Unternehmens zur Erweiterung seines Angebots an benzinbetriebenen Fahrzeugen und Hybridmodellen erläuterte. Ford wird auch seinen vollelektrischen Pickup F-150 Lightning ausmustern, der bei der Elektrofahrzeug-begeisterten Presse sehr beliebt war.

Ford hat seit 2023 13 Milliarden Dollar mit seinem Elektroauto-Geschäft verloren, und für die kommenden Jahre werden noch größere Verluste erwartet. Im vergangenen Jahr verlor Ford etwa 50.000 Dollar pro verkauftem Elektroauto. Die Wahrheit ist, dass die Wirtschaftlichkeit von Elektroautos immer weitgehend von staatlichen Subventionen und Vorschriften abhängig war. Nun, da diese Kombination aus staatlicher Begünstigung und Zwang weitgehend wegfällt, haben die meisten Autohersteller viel weniger Gründe, Elektroautos zu bauen.

In der gleichen Woche, in der CSIRO entschied, dass 90 % erneuerbare Energien ausreichend seien, tat die EU Ähnliches:

EU verzichtet auf Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035, steht doch die weltweite Umstellung auf Elektrofahrzeuge vor einer Neubewertung

Philip BlenkinsopReuters

STRASSBURG, 16. Dezember (Reuters) – Die Europäische Kommission hat am Dienstag einen Plan vorgestellt, wonach das faktische Verbot der EU für neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ab 2035 aufgehoben werden soll, nachdem der Automobilsektor der Region Druck ausgeübt hatte. Dies ist der größte Rückzug der Union von ihrer Umweltpolitik in den letzten Jahren.

[Hervorhebung im Original]

Dominic Phinn, Leiter der Abteilung Verkehr bei der gemeinnützigen Organisation Climate Group konterte, dass die Maßnahmen einen „tragischen Sieg” der traditionellen Industrie über Elektroautos darstellten. „Die Abschwächung des Ausstiegs aus Benzin- und Dieselmotoren steht im Widerspruch zu den führenden Unternehmen in ganz Europa, die Milliarden in Elektroflotten investieren und dringend die damit verbundene Stabilität benötigen”, sagte er.

Nach dem Vorschlag vom Dienstag würden die EU-Ziele auf eine Senkung der CO₂-Emissionen um 90 % gegenüber dem Niveau von 2021 verschoben, anstatt der aktuellen Vorschriften, wonach alle neuen Pkw und Lieferwagen ab 2035 emissionsfrei sein müssen.

Die Lehre daraus ist einmal mehr, dass der Versuch der Regierung, Elektroautos künstlich zu verbilligen, dazu geführt hat, dass alle Autos teurer geworden sind. Ford und alle anderen müssen diese Verluste irgendwie ausgleichen. Und bei dem Versuch, die Emissionen zu reduzieren, haben die Bürokraten diese mit ziemlicher Sicherheit erhöht. Indem sie den Armen die Möglichkeit verweigern, ein neues Auto zu besitzen, sorgen sie zweifellos dafür, dass ältere Autos mit höheren Emissionen auf den Straßen bleiben. Nicht, dass Emissionen eine Rolle spielen würden – der Punkt ist, dass der freie Markt es besser gemacht hätte, was auch immer die Genies mit dem Zauberstab erreichen wollten.

Jo Nova ist Wissenschaftsmoderatorin, Autorin, Redner und ehemalige Fernsehmoderatorin sowie Autorin von „The Skeptic’s Handbook“ (Das Handbuch des Skeptikers).

Link: https://joannenova.com.au/2025/12/the-forced-ev-revolution-the-big-government-boom-that-busted-and-ford-alone-blew-20b-us/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Tech-Gigant schluckt Energieunternehmen in einem 5-Milliarden-Dollar-Deal, um Rechenzentren mit Strom zu versorgen

Audrey Streb, DCNF Energiereporterin, THE DAILY CALLER

Die Muttergesellschaft von Google Alphabet gab am Montag bekannt, dass sie das Rechenzentrums- und Energieinfrastruktur-Unternehmen Intersect für 4,75 Milliarden US-Dollar in bar und „die Übernahme von Schulden” erwerben wird.

Obwohl Google bereits eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen hält, wird die Transaktion laut Alphabet den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) des Big-Tech-Unternehmens weiter unterstützen, während die Geschäftstätigkeit von Intersect separat bleibt. Angesichts des steigenden Energiebedarfs in den USA und des prognostizierten sprunghaften Anstiegs des Bedarfs an KI-Rechenzentren sucht Big Tech nach zuverlässigen Stromquellen – wobei einige Unternehmen die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken ins Auge fassen.

„Intersect wird uns dabei helfen, unsere Kapazitäten zu erweitern, beim Bau neuer Kraftwerke im Einklang mit der neuen Datencenter-Auslastung flexibler zu agieren und Energielösungen neu zu konzipieren, um die Innovation und Führungsrolle der USA voranzutreiben. Wir freuen uns darauf, Sheldon und das Intersect-Team willkommen zu heißen”, sagte der CEO von Google und Alphabet Sundar Picha, in einer Erklärung am Montag.

Alphabet merkt an, dass diese Übernahme „das kontinuierliche Engagement von Alphabet und Google für Partnerschaften mit Versorgungsunternehmen und Energieentwicklern in der gesamten Branche verstärken wird, um eine reichhaltige, zuverlässige und erschwingliche Energieversorgung zu erschließen, die den Ausbau der Infrastruktur für Rechenzentren ermöglicht, ohne die Kosten an die Netzkunden weiterzugeben.

Intersect hat sich schon immer darauf konzentriert, Innovationen in die Branche zu bringen, und wir freuen uns darauf, als Teil von Google in großem Maßstab voranzukommen“, sagte Sheldon Kimber, Gründer und CEO von Intersect, in einer Erklärung am Montag. „Moderne Infrastruktur ist der Dreh- und Angelpunkt der amerikanischen Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der KI. Wir teilen die Überzeugung von Google, dass Energieinnovationen und Investitionen in die Gemeinschaft die Säulen dessen sind, was als Nächstes kommen muss.“

Die Trump-Regierung hat ähnliche Botschaften zur Förderung der Dominanz der USA in der KI-Branche verbreitet und am 11. Dezember eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, die einen „nationalen politischen Rahmen für KI” festlegt.

„Wir befinden uns noch in den Anfängen dieser technologischen Revolution und liefern uns mit unseren Gegnern einen Wettlauf um die Vorherrschaft in diesem Bereich”, heißt es in der Verordnung vom 11. Dezember.

Während Präsident Donald Trump betont, wie wichtig der Ausbau der Infrastruktur für Rechenzentren ist, um Amerikas Wettbewerbsvorteil im KI-Wettlauf zu erhalten, protestieren einige lokale Gemeinden gegen den Bau von Rechenzentren, weil sie befürchten, dass diese Einrichtungen die Stromkosten in die Höhe treiben, ländliche Flächen beanspruchen und Wasserressourcen verbrauchen.

Staaten wie Kalifornien, Florida und New York haben kürzlich KI-Richtlinien vorangetrieben oder unterzeichnet, die laut ihren Gouverneuren die Öffentlichkeit vor Big Tech schützen sollen. Demokraten und Republikaner sind sich hinsichtlich der KI-Botschaften im Vorfeld der Zwischenwahlen 2026 uneinig, wobei prominente Politiker beider Lager versprechen, den Ausbau von Rechenzentren zu stoppen, bis klarere Verbraucher- und lokale Schutzmaßnahmen festgelegt sind.

Bemerkenswert ist, dass einige aktuelle Berichte auf geheime Vereinbarungen zwischen Technologieunternehmen, Entwicklern und Versorgungsunternehmen über Rechenzentren hinweisen, die den Wünschen der lokalen Gemeinden zuwiderlaufen. Demonstranten haben sich versammelt, um gegen diese sogenannten „geheimen Vereinbarungen” zu kämpfen, befürchten sie doch, dass die großen Technologieunternehmen auf Kosten der lokalen Gemeinden finanzielle Vorteile erzielen, oft ohne Wissen oder Zustimmung der Anwohner.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/24/tech-behemoth-gobbles-up-power-company-in-5-billion-deal-to-juice-data-centers/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE