Neue Studie: Temperaturbedingte CO₂-Ausgasung erklärt 83 Prozent des CO₂-Anstiegs seit 1959

Kenneth Richard

„Der Anteil der Emissionen aus fossilen Brennstoffen, der noch in der Luft verbleibt (etwa 23 ppm von 425 ppm Ende 2024), kann keine Auswirkungen auf das Klima haben.“ – Veyres et al., 2025

Vor einigen Jahren haben Dr. Koutsoyiannis und Kollegen anhand von Gleichungen zur Chemie der temperaturbedingten organischen Atmung nachgewiesen, dass seit Ende der 1950er Jahre der temperaturbedingte Anstieg der Pflanzen- und Bodenemissionen (31,6 Gt-C/Jahr) einen 3,4-mal größeren Anteil am Anstieg des atmosphärischen CO₂ um >100 ppm haben als der Beitrag aus dem Anstieg der Emissionen fossiler Brennstoffe (9,4 Gt-C/Jahr).

Diese Schlussfolgerung basiert auf der Beobachtung, dass seit 1959 die Kausalitätsrichtung bei der Beobachtung der jährlichen Veränderungen der atmosphärischen CO₂-Konzentrationen durchweg T→CO₂ und nicht CO₂→T war (Koutsoyiannis et al., 2022). Mit anderen Worten: Atmungsanalysen deuten darauf hin, dass der Anstieg des CO₂-Gehalts eine Folge und nicht die Ursache der Temperaturerhöhung war.

In einer neuen Studie haben Wissenschaftler nun anhand der zeitintegrierten Wirkung vergangener Meerestemperaturen und Zeitreihenmodellen nachgewiesen, dass die temperaturbedingte CO₂-Ausgasung aus den Ozeanen ebenfalls den Großteil des Anstiegs der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre seit Ende der 1950er Jahre erklären kann. Im Gegensatz dazu gibt es „keine Korrelation (R² = 0,01) zwischen der trendbereinigten 12-Monats-CO₂-Zunahme und den Emissionen aus fossilen Brennstoffen“.

Insbesondere lässt sich nachweisen, dass die Emissionen aus fossilen Brennstoffen von 2,4 Gt-C/Jahr im Jahr 1959 auf 10,3 Gt-C/Jahr im Jahr 2025 gestiegen sind, was einer Nettoveränderung von +7,9 Gt-C/Jahr entspricht. Im Gegensatz dazu stiegen die natürlichen Emissionen aus der Ausgasung der Ozeane von 133,2 Gt-C/Jahr im Jahr 1959 auf 175,2 Gt-C/Jahr im Jahr 2025 (eine Nettoveränderung von +42 Gt-C/Jahr). Bemerkenswert ist:

„Der Anstieg der temperaturbedingten natürlichen Zuflüsse um +42 Gt-C/Jahr erklärt 84 % des gesamten Anstiegs der Zuflüsse seit 1959 …”

Andere in der Studie aufgeführte Verhältnisse identifizieren ebenfalls die temperaturbedingten natürlichen Emissionen aus den Ozeanen als den vorherrschenden Faktor für den Anstieg der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre.

„1960 war die Entgasung der Ozeane 32-mal so hoch wie der Fluss aus „fossilen Brennstoffen“; seit 2010 ist sie 11-mal so hoch.“

„SST-Anomalien stiegen von 0,12 °C im Jahr 1959 auf 0,97 °C im Jahr 2024 und machen 83 % (+89 ppm) des gesamten Anstiegs (+107 ppm) des atmosphärischen CO₂ in diesem Zeitraum aus.“

„Der daraus resultierende Anstieg der Emissionen fossiler Brennstoffe beträgt 5 x 0,12 = +0,6 Gt-C/Jahr oder +0,28 ppm/Jahr – also achtmal weniger als der beobachtete Anstieg der [natürlichen CO₂-Emissionen] = +5 Gt-C/Jahr oder +2,4 ppm/Jahr in den letzten zehn Jahren.“

Die Autoren beziffern den verbleibenden anthropogenen Beitrag zur aktuellen (2024) atmosphärischen CO₂-Konzentration von 425 ppm auf nur 23 ppm oder 49 Gt-C. Das bedeutet, dass etwa 95 Prozent der heutigen CO₂-Werte auf natürliche Prozesse zurückzuführen sind. Selbst wenn also die kostspieligen (800 Milliarden Euro pro Jahr) Dekarbonisierungsmaßnahmen der EU, mit denen die vom Menschen verursachten CO₂-Emissionen drastisch reduziert werden sollen, heute vollständig umgesetzt würden, würde dies „die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre bis 2035 nur um etwa 0,5 ppm senken“.

Die Graphik in deutscher Übersetzung (Google Translate):

Link: https://notrickszone.com/2025/12/05/new-study-temperature-driven-CO₂-outgassing-explains-83-percent-of-CO₂-rise-since-1959/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Es ist an der Zeit aufzuhören, so zu tun, als ob „Erneuerbare“ billig sind!

Tilak Doshi, Tilak’s Substack

In der Kakophonie der Stimmen, die eine hastige „Energiewende“ weg von fossilen Brennstoffen fordern, gibt es mehrere Klischees, die von Anhängern der Klimakirche regelmäßig verwendet werden. In den letzten Jahrzehnten wurden diese Klischees als Waffen eingesetzt, um Laien davon zu überzeugen, alle Macht an Klimabürokraten abzugeben, um „den Planeten zu retten“. Ein Argument, das in den Massenmedien und Schriften von „Klimaexperten“ wie Michael Mann und Bill McKibben immer wieder auftaucht, ist die „billige“ Solar- und Windenergie. Und das trotz der Entlarvung des magischen Denkens der „neuen“ Energiewirtschaft durch diejenigen, die die Gesetze der Physik und Wirtschaft verstehen und respektieren.

Ein weiterer Irrglaube, der unter grünen Ideologen an Bedeutung gewonnen hat, ist der „Primärenergie-Irrtum“. In den sozialen Medien finden sich zahlreiche Kommentare, die sich auf diesen Irrtum beziehen und häufig angeführt werden, um zu zeigen, dass fossile Brennstoffe nicht „eins zu eins“ durch „effiziente“ erneuerbare Energien ersetzt werden müssen. Diese Vorstellung, die von Befürwortern der Wind- und Solarenergie wie Dr. Jan Rosenow vertreten wird, Senior Research Associate an den Universitäten Oxford und Cambridge besagt, dass die traditionellen Messgrößen für den Primärenergieverbrauch – die Messung der aus der Natur gewonnenen Rohenergie vor der Umwandlung – den Beitrag erneuerbarer Energien systematisch unterschätzen.

Warum? Weil fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas einen Großteil ihrer Energie während der Stromerzeugung als Abwärme verlieren, während Windkraftanlagen und Solarzellen Strom mit nahezu perfekter Effizienz liefern. Daher, so lautet das Argument, benachteiligt der Vergleich von Energiequellen auf Primärenergiebasis „effiziente” kohlenstoffarme Technologien und überbewertet die Rolle „ineffizienter” fossiler Brennstoffe. Es handelt sich um eine geschickte rhetorische Strategie, die unzuverlässige, intermittierende erneuerbare Energien als die unbesungenen Helden der Dekarbonisierung darstellt.

Ein Trugschluss, der keiner ist

Aber wenn man etwas genauer hinschaut zeigt sich, dass dieser „Irrtum“ nichts weiter als ein Taschenspielertrick ist, eine bequeme Erzählung, um teure und unzuverlässige Energiequellen auf Kosten der wirtschaftlichen Vernunft zu stützen. Auf der Grundlage der prägnanten Analysen von Befürwortern der Energiekompetenz wie Lars Schernikau und Ronald Stein wird deutlich, dass die eigentliche Verzerrung darin besteht, die gesamten Systemkosten und Ineffizienzen von Wind- und Solarenergie sowie die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Öl und Gas als Rohstoffe für unzählige Produkte zu ignorieren.

Die Kritik am Primärenergie-Irrtum ist keineswegs eine fortschrittliche Erkenntnis, sondern dient vielmehr dazu, die harten Realitäten der Intermittenz, Ressourcen-Intensität und steigenden Kosten zu verschleiern, die den Vorstoß für erneuerbare Energien behindern. In einer Zeit, in der Energiesicherheit und Bezahlbarkeit von größter Bedeutung sind – insbesondere für die Entwicklungsländer in Asien, Afrika und Lateinamerika –, droht diese Fehlleitung den Gesellschaften, die bereits unter Haushalts- und Handelsdefiziten leiden, enorme finanzielle Kosten aufzuerlegen.

Primärenergie wird von Institutionen wie der Internationalen Energieagentur (IEA) und BP in ihren jährlichen statistischen Übersichten definiert als die unverarbeitete Energie aus Quellen wie Kohle, Öl, Gas, Uran, Wind und Sonnenlicht. Sie bezieht sich auf den gesamten Energiegehalt natürlicher Ressourcen vor jeglicher Umwandlung. Bei der Umwandlung in Strom erreichen thermische Quellen wie Kohlekraftwerke einen Wirkungsgrad von etwa 35 bis 40 %, während Gas- und Dampfturbinen bis zu 60 % erreichen. Der Rest geht als Wärme verloren.

Im Gegensatz dazu wandeln Wind- und Solarenergie ihre „primären“ Inputs – kinetische Windenergie oder Sonneneinstrahlung – direkt in Strom um, wobei die thermischen Verluste minimal sind und sich in der Bilanz auf nahezu 100 % belaufen. Ein einfaches Beispiel verdeutlicht diesen Punkt: 100 Einheiten Primärenergie aus Gas liefern möglicherweise nur 40 bis 60 Einheiten Strom, während 100 Einheiten aus Windkraft die gleichen 100 Einheiten als nutzbare Energie liefern. In Primärenergie-Diagrammen scheint Gas einen größeren Beitrag zu leisten, wodurch erneuerbare Energien marginal erscheinen.

Dieser Vergleich ist jedoch kurzsichtig, da er sich auf den Stromsektor beschränkt, der nur etwa 20 % des weltweiten Endenergieverbrauchs ausmacht. Der Großteil des Energieverbrauchs – etwa 80 % – entfällt auf nicht-elektrische Formen: Industriewärme für die Stahl- und Zementherstellung, Gas zum Kochen und Heizen, Erdöl für den Transport und Petrochemikalien für alles von Düngemitteln bis hin zu Kunststoffen. Hier liefern fossile Brennstoffe oft Energiedienstleistungen mit weitaus höheren Wirkungsgraden, als die Befürworter erneuerbarer Energien zugeben. Die direkte Verbrennung von Gas zum Heizen erreicht beispielsweise einen Wirkungsgrad von 80 bis 90 % und stellt damit die Verluste bei der Stromerzeugung in den Schatten.

Erneuerbare Energien produzieren naturgemäß nur Strom – und das auch nur zeitweise –, sodass große Teile der Energiewirtschaft ohne massive, ineffiziente Bemühungen zur „vollständigen Elektrifizierung” unberührt bleiben. Wie Dr. Schernikau in seinen Schriften treffend feststellt, bleibt Primärenergie „König”, weil sie die Rohstoffe erfasst, die im gesamten Energiesystem benötigt werden, und nicht nur den kleinen Teil der Netzstromversorgung.

Die unverzichtbare Rolle fossiler Brennstoffe geht weit über die für die moderne Zivilisation erforderliche Energieversorgung hinaus. Wie Ronald Stein in seinen Werken betont, darunter dem Buch „Clean Energy Exploitations“, sind Öl und Gas die grundlegenden Rohstoffe für über 6.000 Produkte, die den menschlichen Fortschritt unterstützen, von Kunststoffen und Kosmetika bis hin zu Arzneimitteln und Ammoniak für Düngemittel.

Diese Materialien können nicht durch sogenannte erneuerbare Energien wie Wind und Sonne ersetzt werden, die nur Elektronen erzeugen und keine praktikablen Möglichkeiten bieten, die komplexen Kohlenwasserstoffe zu synthetisieren, die für alles von medizinischen Geräten und Elektronik bis hin zu landwirtschaftlichen, Milliarden Menschen ernährenden Betriebsmitteln unerlässlich sind. Steins Engagement für Energiekompetenz macht deutlich, wie sehr der Eifer zur Dekarbonisierung diese Realität übersieht: Ohne aus fossilen Brennstoffen gewonnenes Ammoniak würde die weltweite Nahrungsmittelproduktion einbrechen und den Hunger in Entwicklungsländern, die bereits unter Bevölkerungsdruck stehen, noch verschärfen.

Aus Rohöl gewonnene Petrochemikalien ermöglichen die sterile Verpackung von Impfstoffen, die Herstellung langlebiger Materialien für Windturbinenflügel (ironischerweise) und die Herstellung synthetischer Fasern für Kleidung. Der Versuch, „alles zu elektrifizieren” ignoriert, dass diese Produkte molekulare Bausteine aus Fossilien benötigen, nicht nur Strom, was den Übergang nicht nur kostspielig, sondern ohne Alternativen, die es in großem Maßstab nicht gibt, grundsätzlich unmöglich macht. Diese Abhängigkeit unterstreicht, warum Primärenergie-Kennzahlen so wichtig sind – sie reflektieren die gesamte Ressourcenbasis, die nicht nur die Energieversorgung, sondern auch die unzähligen Güter sicherstellt, die unsere Lebensqualität ausmachen.

Darüber hinaus bröckelt die Effizienz, mit der sich Befürworter erneuerbarer Energien brüsten, wenn man die Unbeständigkeit von Wind- und Sonnenenergie berücksichtigt – Energiequellen, die nur dann Strom erzeugen, wenn die Natur mitspielt, typischerweise mit Kapazitätsfaktoren von 15–40 % für Wind und 10–25 % für Sonne, verglichen mit 80–90 % für Grundlastkohle oder Kernkraft. Diese Schwankungen erfordern eine „redundante” Infrastruktur aus regelbaren Reserve-Kraftwerken, die größtenteils mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, um die Lücken zu füllen. Das ist gleichbedeutend damit, zweimal für dasselbe zu bezahlen.

Die tatsächlichen Kosten „billiger“ erneuerbarer Energien

In Deutschland, dem Vorzeigeland der Energiewende, machen Wind- und Solarenergie mittlerweile über 50 % der installierten Kapazität aus, dennoch musste das Land Kohle- und Gaskraftwerke als Reserve aufrechterhalten und sogar ausbauen. Diese Reserven werden nur zu geringen Auslastungsraten betrieben, verbrennen Brennstoffe ineffizient und treiben den Primärenergieverbrauch in die Höhe. Batteriespeicher im Netzmaßstab, die oft als Lösung für die Intermittenz angepriesen werden, sind nach wie vor unerschwinglich teuer und ressourcenintensiv. Selbst die Megapacks von Tesla können nur wenige Minuten oder Stunden als Reserve für den Bedarf von Versorgungsunternehmen bereitstellen, und eine Ausweitung auf Tage oder Wochen während Dunkelflauten würde astronomische Investitionen in Seltene Erden und Mineralien erfordern, die größtenteils von China kontrolliert werden. Deutschland und andere Länder, die sich in Sachen Energie selbst schaden, wie beispielsweise Großbritannien, haben mittlerweile mit die höchsten Strompreise weltweit.

Schernikaus Analyse auf Systemebene deckt den Kern der Täuschung auf: Während einzelne Windkraftanlagen oder Solarmodule effizient erscheinen mögen, wird dieser Vorteil durch ihre Integration in ein zuverlässiges Stromnetz zunichte gemacht. Um regelbare Energie zu erzielen – also Strom, der rund um die Uhr mit stabiler Spannung, Frequenz und Phase verfügbar ist – müssen erneuerbare Energien um das Drei- bis Fünffache oder mehr überdimensioniert werden, zusätzlich zu Hilfssystemen wie Kurzzeitbatterien und modernisierten Übertragungsleitungen.

Diese Zusätze verbrauchen enorme Mengen an Primärenergie beim Abbau und bei der Herstellung, die in den Standardkennzahlen oft nicht berücksichtigt werden. Um beispielsweise eine TWh Strom aus Solarenergie zu erzeugen, sind 340 bis 560 Kilotonnen Stahl sowie Kupfer und Seltene Erden erforderlich, während für Kohle oder Gas nur ein bis zwei Kilotonnen Stahl benötigt werden. Windkraft schneidet kaum besser ab und benötigt 30 bis 50 Kilotonnen Stahl und drei bis sechs Kilotonnen Kupfer pro TWh. Der Abbau dieser Materialien ist energieintensiv und wird überwiegend mit Lkw und Bergbaumaschinen durchgeführt, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, was versteckte Primärenergiekosten verursacht, die die „Teilersatzmethode” der IEA bequem ignoriert, indem sie eine Effizienz von nahezu 100 % für erneuerbare Energien annimmt.

Ausgewählte Materialien, die für die Stromerzeugungstechnologie benötigt werden. Quelle: Schernikau, basierend auf Daten des US-Energieministeriums. Siehe auch hier.

Dies bringt uns zum Energieertrag (eROI), einer Kennzahl, die misst, wie viel nutzbare Energie eine Quelle im Verhältnis zu der Energie liefert, die für ihre Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung aufgewendet wird. Auf Systemebene sinkt der eROI von Wind- und Solarenergie auf 5-10 zu 1 für Solarenergie und 10-20 zu 1 für Windenergie (bei Batteriespeichern sogar noch niedriger), gegenüber 25-30 zu 1 für Kohle und Gas und über 75 zu 1 für Kernenergie. Schernikau betont, dass die kurze Lebensdauer erneuerbarer Energien – 10 bis 20 Jahre für Wind, 12 bis 15 Jahre für Solar – bedeutet, dass sie während des 40- bis 60-jährigen Lebenszyklus‘ einer fossilen Anlage zwei- bis viermal ersetzt werden müssen, was Berge von Abfall und einen weiteren Primärenergiebedarf mit sich bringt. Die globalen Primärenergiestatistiken spielen dies herunter: Laut Daten der IEA aus dem Jahr 2024 lieferten Wind- und Solarenergie mit 4.655 TWh Primärenergie 4.623 TWh Strom, wobei jedoch die Energie für überdimensionierte Anlagen und Reserven nicht berücksichtigt ist.

Die Analyse der sich für erneuerbare Energien einsetzenden Internationalen Energieagentur lässt die Tatsache außer Acht, dass mit steigendem Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Stromerzeugung der Grenzwert jeder zusätzlichen kWh aus erneuerbaren Energien sinkt. Dies führt zu höheren Systemkosten und, entgegen der Intuition, möglicherweise sogar zu einem insgesamt höheren Primärenergieverbrauch.

Kritiker der Primärenergie-Kennzahlen erkennen Effizienzgewinne bei Endverbrauchstechnologien wie Elektrofahrzeugen (EVs) an, die drei- bis viermal effizienter sind als Verbrennungsmotoren. Aber auch sie warnen vor übertriebenem Optimismus und weisen darauf hin, dass die Elektrifizierung den Ressourcenbedarf erhöht: EVs benötigen sechsmal mehr kritische Mineralien als herkömmliche Autos, und die Skalierung erneuerbarer Energien für eine vollständig elektrische Welt würde insgesamt 12- bis 16-mal mehr Mineralien und über 100-mal mehr Landfläche erfordern.

Der Flächenverbrauch ist keine Nebensache: Solarparks mit einer Leistung von 5 bis 7 MW pro km² und Windparks mit einer Leistung von 1 bis 2 MW pro km² erstrecken sich über riesige Flächen und stoßen in ländlichen Gemeinden in den USA, Europa und Großbritannien auf Widerstand. In den USA hat Robert Bryce in seiner Datenbank zu Ablehnungen von erneuerbaren Energien dieses Phänomen detailliert dokumentiert. Die durch Wind- und Solarparks verursachten Schäden an Ökosystemen, Flora und Fauna haben weltweit Widerstand bei ländlichen Gemeinden und Naturschützern ausgelöst. Es ist jedoch zu beachten, dass oft rentenorientierte Solar- und Windenergieunternehmen mit Geschäftsmodellen, die Subventionen einfahren und garantierte Gewinne erzielen, Landwirte im Agrarsektor aufkaufen können.

Die Zerstörung von Lebensräumen in Gebieten, die für Solar- und Windparks vorgesehen sind – was traditionelle Lebensgrundlagen zerstört, Immobilienwerte mindert, wichtige Anbauflächen ruiniert, malerische Ausblicke zerstört und Vögel, Fledermäuse und andere Wildtiere tötet – wurde im Laufe der Jahre in ländlichen Gemeinden auf der ganzen Welt ausführlich dokumentiert. Wir müssen noch die Schwachstellen der Lieferkette von Systemen für erneuerbare Energien und geopolitische Risiken berücksichtigen – China dominiert 80 % der Verarbeitung seltener Erden und ist weltweit führend in der Produktion von Komponenten für Wind- und Solarenergie.

Die Gesamtkosten für Strom (full cost of electricity, FCOE), die auch die Unregelmäßigkeiten und die Netzintegration berücksichtigen zeigen, dass erneuerbare Energien weitaus teurer sind, als es die irreführende Kennzahl „Levelised Cost of Electricity“ (LCOE) vermuten lässt. In Europa haben sich die Strompreise für Haushalte seit Anfang der 2000er Jahre verdoppelt, was vor allem auf Subventionen für erneuerbare Energien und Netzausbauten zurückzuführen ist. Die Energiewende in Deutschland hat über 500 Milliarden Euro gekostet, doch die Emissionsreduktionen stagnieren, da Kohle aus Gründen der Zuverlässigkeit weiterhin genutzt wird. Entwicklungsländer, in denen die Energienachfrage boomt, können sich solche Experimente nicht leisten. Asiens Kohleflotte, die weltweit größte, wächst weiterhin rasant, liefert diese doch erschwinglichen, einsetzbaren Strom.

Welcher Primärenergie-Irrtum?

In Wahrheit ist der „Primärenergie-Irrtum“ selbst ein Irrtum, eine Ablenkung von den unpopulären Wahrheiten der Energiephysik und -ökonomie. Indem sie sich auf begrenzte Effizienzgewinne fixieren, übersehen Ideologen, wie Wind- und Solarenergie in großem Maßstab die Menschheit zu Netto-Niedrigenergie-Systemen zurückwerfen, die an vorindustrielle Zeiten erinnern. Primärenergie-Kennzahlen sind keineswegs überholt, sondern verdeutlichen den Gesamtenergiebedarf industrieller Gesellschaften, die der großen Mehrheit der Menschen im globalen Süden Wohlstand versprechen. Bis Durchbrüche in der Speicherung intermittierende Energiequellen ohne Vorschriften und massive Subventionen rentabel machen, bleiben fossile Brennstoffe – und ja, sogar „schöne, saubere Kohle“ mit Schadstoffe reduzierenden Filtern und Anlagen – unverzichtbar.

Jahrzehntelange Illusionen und Fanatismus hinsichtlich der von pseudowissenschaftlichen Modellen vorhergesagten vom Menschen verursachten Klimakrisen kollidierten mit der Realität am Ende des chaotischen UN-Klimagipfels in diesem Jahr in Belém in Brasilien. Das abschließende globale Ergebnisdokument der COP30 – an der die Staats- und Regierungschefs der weltweit größten Treibhausgasemittenten China, USA und Indien nicht teilnahmen – enthielt keinen Hinweis mehr auf die Abschaffung fossiler Brennstoffe. Dies hinderte die UN-Bürokraten jedoch nicht daran, ihren Mitgliedern zu sagen, dass sie ihre Ausgaben für die „Klimakrise” in den nächsten zehn Jahren verdreifachen sollten.

Politiker täten gut daran, auf Energieexperten wie Schernikau und Stein zu hören. Das Verfolgen luxuriöser Vorstellungen kostet die wohlhabenden Klimabürokraten und Ideologen der erneuerbaren Energien nicht viel, aber die Lasten irrationaler Energiepolitik werden von den Ärmsten der Welt getragen. Der wahre Weg in die Zukunft liegt in pragmatischen, technologieneutralen Ansätzen, die Energieüberfluss vor Sparmaßnahmen priorisieren.

This article was first published in the Daily Sceptic [ https://dailysceptic.org/2025/12/05/time-to-stop-pretending-renewables-are-cheap/ ]

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/06/time-to-stop-pretending-renewables-are-cheap/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 44 / 2025

Meldung vom 6. Dezember 2025:

Grönland: Petermann-Gletscher wächst rasant

Der Petermann-Gletscher in Grönland – einst als Beweis für das „unkontrollierbare Abschmelzen der Arktis“ angeführt – ist seit 2012 um mehr als 30 km vorgerückt, wie aus einer neuen Analyse von Klima e Scienza hervorgeht, die sich auf Arbeiten der Association des Climato-Realistes stützt.

Im Jahr 2012 warnten große Medien, dass der Petermann-Gletscher zusammenbrechen und „verschwinden“ könnte.

Satellitenbilder aus jenem Jahr wurden als Beweis für einen irreversiblen Rückgang verbreitet:

Der Petermann-Gletscher im Jahr 2012.

Bilder aus dem Jahr 2024 zeigen jedoch, dass der Gletscher seitdem gewachsen ist und genau den Abschnitt wieder aufgebaut hat, den die Medien für verloren erklärt hatten:

Der Petermann-Gletscher im Jahr 2024.

Diese Wende passt zum Gesamtbild der Arktis. Die Ausdehnung des Meereises im Norden ist seit 18 Jahren weitgehend unverändert. Modelle und politische Entscheidungsträger gingen davon aus, dass es inzwischen im Sommer kein Eis mehr geben würde; Beobachtungen zeigen jedoch stattdessen ein stabiles Plateau:

Link: https://electroverse.substack.com/p/brutally-cold-canada-and-northeast?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Auch auf dem Blog von Pierre Gosselin findet sich dieser Vorgang (ohne Zahlschranke), und zwar hier

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Meldung vom 8. Dezember 2025:

Wetterbeobachtungsnetz nimmt stark ab

Ein neues Projekt der University of Alaska Fairbanks zeigt einen starken Rückgang der grundlegenden Wetterbeobachtungen im gesamten Bundesstaat.

Im Jahr 2013 gab es in Alaska noch 74 Stationen, die zuverlässige Daten lieferten. Bis 2023 war diese Zahl auf 43 gesunken – ein Rückgang um 40 %.

Das Offroad-Netzwerk ist am stärksten betroffen. Die Zahl der abgelegenen Stationen, die konsistente Daten liefern, sank von 50 auf nur noch 19 – ein Rückgang um 62 % –, sodass weite Teile des Landesinneren nur noch über wenige oder gar keine verlässlichen Wetterdaten verfügen.

Laut der Kartierung des Projekts sind weit mehr Standorte unzuverlässig als zuverlässig geworden:

Die Wetterbeobachtungen in Alaska sind seit einem Jahrzehnt stark rückläufig.

Dies ist Teil eines globalen Trends – weltweit werden langjährige Klimastationen stillgelegt oder heruntergestuft, obwohl Behördenvertreter betonen, dass „die Überwachung noch nie so dringend war wie heute“. Es stehen Billionen für Subventionen, Programme und Slogans zur Verfügung, doch irgendwie reicht das Geld nicht aus, um selbst die grundlegendsten Wetterbeobachtungsnetze zur Messung des Wetters selbst aufrechtzuerhalten.

Dieser Kontrast sagt alles.

Link: https://electroverse.substack.com/p/chicagos-snowiest-start-to-winter?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Zwei Meldungen vom 9. Dezember 2025:

Chinas grüner Überfluss

China versinkt in seiner eigenen grünen Überproduktion – und gibt nun Dutzende Milliarden im Ausland aus, um den Markt am Leben zu erhalten.

Ein neuer Bericht von Climate Energy Finance (CEF) bestätigt, dass Peking einen massiven Angebotsüberschuss an Solarmodulen, Batterien und anderen Net-Zero-Produkten hat. Die Binnennachfrage kann diesen Überschuss nicht auffangen. Die einzige Lösung besteht darin, diesen dem Rest der Welt aufzuzwingen.

Caroline Wang von CEF sagt, dass China „ausländische Märkte braucht, um seine Produkte abzusetzen“, da sein Cleantech-Sektor weit mehr Angebot als Nachfrage hat. Peking exportiert also nicht nur Solarmodule und Batterien, sondern finanziert auch die ausländischen Projekte, die diese Produkte kaufen.

Mehr als 80 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr und über 180 Milliarden US-Dollar seit 2023 flossen in Kredite, Subventionen, Joint Ventures und die vollständige Projektfinanzierung im Ausland. Diese zig Milliarden wurden weder in Innovationen noch in Klimaschutzmaßnahmen investiert. China bezahlt lediglich dafür, Nachfrage zu schaffen, um seine Überbestände loszuwerden und seine staatlich unterstützten Fabriken am Laufen zu halten.

Die von den US-Zöllen betroffenen Länder „vertiefen“ nun ihre Zusammenarbeit mit China – nicht aus Begeisterung, sondern weil China ihnen Geld hinterherwirft. Südostasien, der Nahe Osten, Afrika und Lateinamerika werden mit von China unterstützten Wasserstoffprojekten, Elektrofahrzeugwerken und Batteriefabriken überschwemmt – die globale Expansion eines scheiternden Modells, das Peking verzweifelt nach außen verlagern will.

China nutzt staatlich gestützte Gelder, um eine zusammenbrechende grüne Industrieblase zu stützen, wobei seine Cleantech-Strategie offenbar wie folgt aussieht: Unendlich viele Milliarden im Ausland verbrennen, um den Zusammenbruch zu verzögern, und beten, dass sie es 2029 mit einem „grüneren“ Weißen Haus zu tun haben.

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Das Ende des Klima-Kults

Die lange, lukrative Klimapanik verliert endlich an Einfluss. Die COP in Belém lieferte symbolisch nichts: kein Abkommen über fossile Brennstoffe, ein Brand am Veranstaltungsort, eine ausgefallene Klimaanlage und Toiletten, die nicht gespült werden konnten.

Der Rückzug ist nun branchenweit zu beobachten.

Bill Gates räumte stillschweigend ein, dass die globale Erwärmung „nicht zum Untergang der Menschheit führen wird“, schloss sein Büro für Klimapolitik und nahm seine jahrelangen apokalyptischen Botschaften zurück. Die Net Zero Banking Alliance brach zusammen, nachdem alle großen US-Banken ausgestiegen waren. Shell und BP sind zum Öl zurückgekehrt. Ford stellt die Produktion von Elektro-Pickups ein. Hunderte von Unternehmen geben ihre Klimaversprechen auf. Australien hat sich aus der Ausrichtung des nächsten UN-Klimagipfels zurückgezogen.

Auch die politische Klasse zieht sich zurück. Die Washington Post stellte fest, dass die Demokraten während Harris‘ Wahlkampf kaum über das Klima gesprochen haben. Selbst die schwedische Jugend stuft es mittlerweile in der unteren Hälfte der nationalen Anliegen ein. Selbst das Europäische Parlament rollt die Vorschriften zurück, die Unternehmen zu klimapolitischen Bekenntnissen zwangen.

Es war eine profitable Ära. Jahrzehntelang finanzierten apokalyptische Prognosen ein Ökosystem aus Subventionen, Beratungsleistungen, Buchverträgen, Reisebudgets und Forschungszuschüssen.

Modelle verstärkten Rückkopplungen, die nie eintraten. Als die Daten nicht mitspielten, eskalierte die Sprache. Aktivisten füllten das Vakuum mit Weltuntergangsprognosen, die keine Grundlage in der veröffentlichten Wissenschaft hatten: Milliarden Tote, die Auslöschung der Menschheit innerhalb von fünf Jahren, ein Temperaturanstieg, der das Ende der Zivilisation bedeuten würde. Diese Vorhersagen wurden von den Medien verstärkt, von Wissenschaftlern toleriert und von Unternehmen und Regierungen missbraucht.

Jetzt bricht der Bann, da die Institutionen, die 30 Jahre lang Katastrophenszenarien verkauft haben, still und leise den Stecker ziehen. Der Klimakult geht zu Ende – und seine letzten Nachzügler, meist Aktivisten, werden den Zusammenbruch nur noch unterhaltsamer machen, während sie verzweifelt um Relevanz kämpfen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/brutally-cold-canada-and-northeast?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Anmerkung des Übersetzers hierzu: Dieser Kurzbeitrag steht in krassem Widerspruch zu jüngsten Nachrichten, wonach sie die EU auf „verbindliche Klimaziele“ geeinigt haben soll. Der „Ausstoß von Treibhausgasen“ soll in den nächsten Jahren um fast alles sinken. Angesichts obiger Meldungen, die mit ziemlicher Sicherheit zutreffend sein dürften, erscheint das wie ein schlechter Witz. Und doch wird es in den hiesigen Medien als eine „gute Nachricht“ verkauft!! Wie lange soll das jetzt noch gehen? Auch die Journalisten, deren Kinder und Enkel, sind doch von den verheerenden Folgen dieser Politik genauso betroffen wie wir alle! Es scheint ihnen aber völlig egal zu sein!

Bleiben wir also lieber bei wissenschaftlichen Themen:

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Ebenfalls vom 9. Dezember, aber auf dem Blog von Pierre Gosselin:

Die regionale Abkühlung seit den 1980er Jahren hat das Vorrücken der Gletscher im Karakorum-Gebirge vorangetrieben.

Kenneth Richard

Das Karakorum-Gebirge in Zentralasien hat seit 1851 keine Erwärmung erfahren, ein Trend, der im Widerspruch zu Behauptungen steht, dass die moderne Erwärmung globalen Ausmaßes sei.

Laut einer neuen Studie, welche die Sommertemperaturen der letzten 170 Jahre rekonstruiert, hat sich diese Region seit den 1980er Jahren dramatisch abgekühlt (um fast 1 °C). Dieser „anomale” Abkühlungstrend hat in den letzten Jahrzehnten zu einer Stabilisierung und sogar zu einem Vorrücken der Gletscher geführt.

„Seit dem späten 20. Jahrhundert ist der Rückgang der Sommertemperaturen in den letzten Jahrzehnten einer der Hauptgründe für die Karakorum-Anomalie.”

Image Source: Liu et al., 2025

Die Graphik in deutscher Übersetzung (Google Translate):

Link: https://notrickszone.com/2025/12/09/regional-cooling-since-the-1980s-has-driven-glacier-advance-in-the-karakoram-mountains/

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimabezogene Zensur und Integrität bei der COP30 und darüber hinaus

Paul Driessen

Alarmisten mangelt es an Beweisen und sie verlieren den Kampf; daher versuchen sie, Klimarealisten zum Schweigen zu bringen.

Der römische Gott Janus hatte zwei Gesichter: für Kommen und Gehen, Anfänge und Enden, die Zeit zwischen Krieg und Frieden und sowohl greifbare als auch abstrakte Übergänge.

Klimakultisten könnten ihn dafür preisen, dass er den Niedergang fossiler Brennstoffe und den Aufstieg von Wind-, Solar- und Batterieenergie begleitet, oder dafür, dass eine idyllische Vergangenheit in eine turbulente Gegenwart und eine katastrophale Zukunft übergeht, wenn wir diesen Übergang nicht vollziehen.

Die meisten von uns würden Janus vielleicht dafür preisen, dass er auf Jahrzehnte der Fantasie und des Fanatismus in Bezug auf vom Menschen verursachte Klimakrisen und magische erneuerbare Energien zurückblickt – und auf eine Ära des Realismus in Bezug auf den natürlichen Klimawandel und zuverlässige, erschwingliche Energie als Grundlage der Zivilisation und des Lebensstandards vorausblickt.

Natürlich ist dies, um Winston Churchill zu paraphrasieren, nicht das Ende dieses Fanatismus‘. Es ist vielleicht nicht einmal der Anfang vom Ende. Aber es ist vielleicht das Ende vom Anfang des globalen wirtschaftlichen Selbstmords.

Für die Klimakultisten endete die dreißigste Konferenz der Vertragsparteien (COP30) in Bestürzung und Chaos. Jeder Hinweis auf die Abschaffung fossiler Brennstoffe zur Erreichung der Temperaturziele wurde aus dem globalen Abschlussdokument gestrichen. Die Forderungen, dass reiche Nationen Billionen von Dollar zur Eindämmung oder Beendigung des Klimawandels zahlen sollten, wurden durch Forderungen nach Finanzmitteln für „Anpassungsmaßnahmen” und Entschädigungen für „Verluste und Schäden” ersetzt.

Schlimmer noch: Diese neuen Finanzierungsforderungen enthalten keine konkreten Maßnahmen zur Beschaffung und Verteilung der Mittel, keine Durchsetzungs-Verfahren, um die Länder zur Zahlung zu zwingen, und kein Land ist tatsächlich bereit, mehr als einen Almosenbetrag beizusteuern.

Das Schlimmste für die COP-Klimakultisten sind vielleicht die neuesten globalen Energiedaten. Selbst nach Jahrzehnten der Manipulation der Weltöffentlichkeit in Bezug auf Treibhausgasemissionen, steigende Meeresspiegel, sich verschlechternde Wetterbedingungen und die „unvermeidliche“ Energiewende stammen 86 Prozent der weltweiten Energie immer noch aus Öl, Erdgas und Kohle.

Dies könnte tatsächlich das Ende des Anfangs des globalen wirtschaftlichen Selbstmords bedeuten. Eine frohe Botschaft für alle.

Die COP30 hat jedoch auch eine weitere Janus-Seite aufgezeigt, die zwei Gesichter der Klimazensur: einen unaufhörlichen Strom von Klimaalarmismus und Fantasien über erneuerbare Energien – und kontinuierliche Bemühungen, realistische Stimmen zu beiden Illusionen zum Schweigen zu bringen. Die UNO, die Wissenschaft, Suchmaschinen, Aktivisten, Nachrichtenmedien und andere sind alle schuldig.

GIGO-Computermodelle*, Übertreibungen, Erfindungen und Panikmache decken das gesamte Spektrum der Indoktrination ab.

[*GIGO =Garbage in – Garbage out. Gemeint sind natürlich Klimamodelle. A. d. Übers.]

„Wir rasen auf ein Klimachaos zu. Die Lebenszeichen des Planeten leuchten rot.“ Die Gefahren „sind keine zukünftigen Bedrohungen mehr, sondern bereits Realität!“, erklärte Michael Mann. „Der Klimawandel ist keine Bedrohung der Zukunft mehr. Er ist eine Tragödie der Gegenwart“, bekräftigte der brasilianische Präsident Lula da Silva auf der COP30.

Mehr als 80 Millionen Menschen „könnten in diesem Jahrhundert sterben“, wenn die Temperaturen auf der Erde weiter steigen, erklärte eine „Studie“ der Columbia University. Die Nutzung fossiler Brennstoffe führt zu steigendem Meeresspiegel und immer stärkeren Taifunen, die „klimavulnerable“ Inselstaaten bedrohen, behaupteten Jurastudenten der South Pacific University.

Der Klimawandel schaffe „tödliche Flüsse am Himmel“ und „verstärke“ extreme Niederschläge, so die Washington Post. Von dem „durch das Klima verursachten Hurrikan Mellissa heimgesucht, sagen kleine Inselstaaten der Welt: „Unser Leben steht auf dem Spiel“, verkündete die Associated Press.

Aber der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien könne diese Katastrophen verhindern, sagen „Experten“.

Wissenschaftler haben jede einzelne dieser Behauptungen widerlegt, und noch viele weitere. Siehe beispielsweise hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier! Darüber hinaus liefern die vielgeschmähten fossilen Brennstoffe reichlich zuverlässige und erschwingliche Energie für Heizung und Kühlung, moderne Häuser und Gebäude, Frühwarnsysteme und andere Technologien, die uns vor all diesen Gefahren schützen – und erklären, warum die Zahl der Todesfälle durch extreme Kälte und Naturkatastrophen im letzten Jahrhundert um 99 Prozent zurückgegangen ist.

Es werden die gleichen Anstrengungen unternommen, um die Klimarealität und abweichende Meinungen vom „Klimakonsens“ zu verschweigen.

Die KI-Zusammenfassung von Google beharrt darauf, dass „Behauptungen falsch sind, wonach der IPCC eine Klimadebatte verhindert,“ was „nicht durch die Ergebnisse der Organisation gestützt wird.“ Die Maßnahmen des IPCC und anderer widerlegen dies jedoch vollständig.

Tatsächlich haben die UNO und der IPCC auf dem gerade zu Ende gegangenen COP30-Gipfel in Brasilien eine globale Erklärung zur Unterstützung ihrer globalen Initiative für Informationsintegrität im Bereich Klimawandel verabschiedet. Die Erklärung fordert „Regierungen, den privaten Sektor, die Zivilgesellschaft, die Wissenschaft und Geldgeber [George Soros und andere] auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um den wachsenden Auswirkungen von Desinformation, Fehlinformationen, Leugnung und gezielten Angriffen auf Umweltjournalisten, Umweltschützer, Wissenschaftler und Forscher entgegenzuwirken, die Klimaschutzmaßnahmen untergraben und die gesellschaftliche Stabilität gefährden“.

Natürlich werden sie allein definieren und bestimmen, was „Klimainformationen“ oder „Klimadesinformation“ sind; entscheiden, über welche wissenschaftlichen Untersuchungen und Debatten in „Mainstream“-Kreisen zu berichten erlaubt ist; festlegen, welche Informationen über „Klimastörungen“ „zuverlässig“ sind und welche nicht; bestimmen, welche „Integrität“ gefördert wird; und beurteilen, welche „gesellschaftliche Stabilität“ bedroht ist.

Sie werden sicherlich nicht über die wahren Gründe für die Netto-Null-Emissionen berichten, die zu explodierenden Strompreisen und Stromausfällen geführt haben, unter denen Familien in Großbritannien, Deutschland und Spanien zu leiden haben. Sie werden auch nicht ehrlich (oder überhaupt?) über die Rekordperiode von 12 Jahren berichten, in der kein einziger Hurrikan der Kategorie 3-5 die Vereinigten Staaten heimgesucht hat (2005-2017) … oder darüber, dass 2025 kein einziger Hurrikan in den USA auf Land getroffen ist.

Mehrere Nationen haben die Erklärung bereits unterzeichnet, darunter Brasilien, Uruguay und die einstigen Verfechter der Wissenschaft und der Meinungsfreiheit Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland und Schweden. Sie haben offensichtlich nicht die Absicht, die COPs zu beenden, den Klima-Industriekomplex zurückzudrängen oder die Unterstützung für die „Klimakrise” und den „Konsens” und die Agenda für erneuerbare Energien zu reduzieren.

Der nationale Klimaberater der Biden-Regierung arbeitete eng mit Big Tech und Nachrichtenorganisationen zusammen, um unbequeme Fakten über Klimamodelle, die Realität des Klimawandels, die Vorteile fossiler Brennstoffe und die riesigen Landflächen, Rohstoffe und Bergbauaktivitäten zu unterdrücken, die für Wind-, Solar- und Batteriestrom erforderlich sind.

Selbst „seriöse“ und „angesehene“ Organisationen zensieren aktiv Klimadiskussionen. Die Zeitschrift Chemical & Engineering News der American Chemical Society hat seit einem ausgewogenen Artikel vom Dezember 2009, in dem mehrere Seiten dieses oft umstrittenen Themas dargestellt wurden, keine abweichenden Meinungen zu den „vorherrschenden Ansichten“ über die „gefährliche CO2-bedingte globale Erwärmung“ mehr zugelassen, wie mir der Geschäftsführer der CO2 Coalition Gregory Wrightstone mitteilte.

Zur Information: In der Wissenschaft geht es um Theorien, die durch Daten und Beweise gestützt oder widerlegt werden; es geht niemals um Konsens.

Und dennoch arbeiten führende Nachrichtenagenturen, Lehrergewerkschaften und andere Institutionen hinter den Kulissen eng zusammen, um Narrative zu koordinieren und zu verbreiten, die eine bestimmte Perspektive fördern und den natürlichen Klimawandel heute und im Laufe der Erdgeschichte, die unersetzlichen Vorteile fossiler Brennstoffe und die schädlichen Auswirkungen „sauberer, erneuerbarer” Energien auf die Luft- und Wasserqualität, die Landwirtschaft, die Landschaft, Lebensräume und Wildtiere ignorieren, insbesondere Vögel.

Wrightstone erklärte beispielsweise, dass die National Science Teachers Association Lehrer dazu drängt, einen Lehrplan zu verwenden, der behauptet, wir stünden vor einer vom Menschen verursachten Klimakrise, die Vorteile von Kohlendioxid für die Landwirtschaft und die Umwelt ignoriert, die angeblichen Schäden durch fossile Brennstoffe betont und die Schäden ignoriert, die teure, intermittierende Wind- und Solarprojekte unserem Planeten, unserer Wirtschaft und der menschlichen Gesundheit zufügen.

Es mag stimmen, wie Don Vito Corleone in Der Pate sagte, dass „ein Anwalt mit seiner Aktentasche mehr stehlen kann als hundert Männer mit Waffen“. Aber ein Hacker mit einem Computer kann weit mehr stehlen … und Bürokraten mit ein oder zwei UN-Verträgen können uns Billionen rauben. Der Betrug mit dem Klima und der sauberen Energie muss beendet werden – und zwar sofort!

Paul Driessen is a senior policy advisor with the Committee For A Constructive Tomorrow (CFACT) and the Center for the Defense of Free Enterprise.

Link: https://heartland.org/opinion/climate-censorship-and-integrity-at-cop30-and-beyond/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neuer Schlag für Miliband: Schottlands wichtigstes Projekt zur Kohlenstoffabscheidung steht vor dem Aus

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

h/t Doug Brodie

Ein weiteres Luftschloss kollabiert:

Der Telegraph schreibt:

Schottlands Vorzeigeprojekt zur Kohlenstoffabscheidung droht zu scheitern, nachdem sein Hauptgeldgeber Pläne zum Ausstieg aus dem Programm bekannt gegeben hat.

Das Acorn-Projekt mit Sitz in Peterhead in Aberdeenshire wird gebaut, um CO₂ aus der Schwerindustrie abzuscheiden und anschließend unter der Nordsee zu deponieren.

Die treibende Kraft hinter dem Projekt, der Energiekonzern Storegga, gab jedoch am Donnerstag bekannt, dass er seine Anteile an dem Projekt zu verkaufen plant, was einen herben Rückschlag für die von Energieminister Ed Miliband vorangetriebene Netto-Null-Initiative bedeutet.

Storegga erklärte, dass es seine Anteile an Acorn nach einer „strategischen Überprüfung seines Geschäfts, seines Kapitalbedarfs und seiner zukünftigen Struktur” verkaufen werde.

Das Unternehmen erklärte: „In diesem Zusammenhang treiben wir einen strukturierten Verkaufsprozess für unser Vermögensportfolio voran, einschließlich des Verkaufs unserer Beteiligung am Acorn-CCS-Projekt.

Da Acorn sich einer kapitalintensiveren Phase nähert und sowohl die britische als auch die schottische Regierung die Bedeutung einer zeitnahen Umsetzung signalisieren, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein neuer langfristiger Eigentümer besser in der Lage wäre, das Projekt voranzutreiben.”

Die ganze Story findet man hier.

KLARTEXT: Das ist alles zu riskant, und wir glauben nicht, dass wir damit Geld verdienen können.

Insbesondere besteht die Sorge, dass die CO₂-Emissionen von Kraftwerken und Chemieanlagen wie Grangemouth möglicherweise nicht ausreichen, um das Projekt rentabel zu machen.

Es würde mich nicht überraschen, wenn der Idiot Miliband GB Energy (d. h. Steuergelder) in das Projekt stecken würde, wie es die SNP fordert.

All dies folgt unmittelbar auf die Absage des Teesside-Wasserstoff-/CCS-Projekts durch BP.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/06/scotlands-key-carbon-capture-project-faces-collapse-in-new-blow-to-miliband/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE