Amerikas Energieunabhängigkeit durch „Dark Money“-Rechtsstreitigkeiten bedroht

Scott Walter

Linksgerichtete gemeinnützige Organisationen befürchten, dass die Trump-Regierung „Lawfare“ gegen sie einsetzen wird. Was auch immer man von den Taktiken der Regierung halten mag, diese Sorge ist ironisch, da das Team Trump Lawfare nicht erfunden hat und die Linke sie seit langem praktiziert, am bekanntesten gegen Trump selbst. Erstaunlicherweise subventioniert die US-Bundesregierung sogar eine Umweltgruppe, deren Beitrag zur Klimapolitik darin besteht, heimlich Richter zu beeinflussen, die über diese Politik entscheiden sollen.

Das Climate Judiciary Project des Environmental Law Institute hat heimlich daran gearbeitet, die Meinungen der Richter selbst zu beeinflussen, in der Hoffnung, dass diese Richter günstigere Urteile fällen werden. Das Institut hat still und leise Tausende von Richtern in ganz Amerika geprägt, was zwar für Stirnrunzeln sorgte, aber kaum mehr.

Die Unterstützung der US-Bundesregierung für die Mutterorganisation des Projekts ist umso seltsamer, wenn man sich an die großzügige Finanzierung linker „Dark Money”-Gruppen erinnert, die ihre Klimaagenda vorantreiben. Zu den wichtigsten Geldgebern gehören der von Arabella Advisors verwaltete New Venture Fund und die harmloser klingende Children’s Investment Fund Foundation, die zwischen 2018 und 2020 7 Millionen Dollar für diesen „grünen” Kreuzzug gespendet hat.

Das Projekt rühmt sich damit, dass Tausende amerikanischer Juristen an seiner Schulung teilgenommen haben, die angeblich versucht, „Richter zu manipulieren“. Die Gruppe hat beispielsweise Richtertagungen veranstaltet und Schulungsmodule angeboten, angeblich nur, um Richter in Fragen zu schulen, die in Klimaprozessen auftreten.

Das eigentliche Ziel des Climate Judiciary Project wird deutlich, wenn man feststellt, dass die Dozenten für den Lehrplan größtenteils aus Zeugen und Amicus-Brief-Einreichern stammen, welche die extremistische Seite der Umweltbewegung im Bereich des Klimarechts unterstützen. Das Climate Judiciary Project versucht, sowohl Prozessanwälte als auch die Richter zu beeinflussen, vor denen sie auftreten, um den Boden für künftige Klimaprozesse zu bereiten. Kein Wunder, dass der Justizausschuss des Repräsentantenhauses kürzlich eine Untersuchung zu dieser Einmischung in die Arbeit von Richtern eingeleitet hat.

Die Muttergesellschaft des Projekts hat seit 2008 fast 15 Millionen US-Dollar an Bundeszuschüssen und -aufträgen erhalten, hauptsächlich von der Umweltschutzbehörde (EPA). Für diese Bundeszuschüsse gibt die Gruppe technische Hilfsmittel heraus, bildet Arbeitsgruppen und stellt Regierungsbeamten „spezialisiertes politisches Fachwissen” zur Verfügung. Für die Trump-Regierung kommen diese Zuschüsse einer Finanzierung ihrer eigenen innenpolitischen Opposition gleich. Diese Bundesmittel machen auch einen bedeutenden Teil des Jahresergebnisses des Environmental Law Institute aus und subventionieren damit effektiv offenere Aktivismusprojekte wie das Climate Judiciary Project.

Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Einflussnahme. Gruppen wie das Center for Climate Integrity und verbündete Anwaltskanzleien drängen Stadträte und Generalstaatsanwälte im ganzen Land dazu, Klimaklagen gegen Öl- und Gasunternehmen einzureichen. Diese Klagen sollen den Betrieb behindern und Millionen von Dollar kosten, was potenziell allen Energieverbrauchern schaden könnte, werden doch diese Kosten an sie weitergegeben.

Diese Klimapolitik verzerrt nicht nur unsere Gesetze und Politik, sondern fügt Amerika noch weiteren Schaden zu: Sie unterdrückt die Produktion zuverlässiger Energiequellen wie Erdgas zugunsten wetterabhängiger Windräder und Sonnenkollektoren.

Sollten Steuergelder eine Kampagne finanzieren, die darauf abzielt, die Energieunabhängigkeit durch zuverlässige Quellen wie Erdgas zu untergraben, obwohl die meisten Amerikaner eine Ausweitung der Erdgasproduktion wünschen? Rund zwei Dutzend Generalstaatsanwälte, empört darüber, dass die EPA diese Interessengruppe und ihre Agenda finanziert, haben in einem Schreiben gefordert, dass die Steuergelder gestrichen werden.

Der Klima-Lawfare treibt nicht nur die Energiepreise für amerikanische Familien in die Höhe, sondern droht auch, die Energiedominanz der USA zu untergraben sowie Russland und dem Iran Boden zu überlassen. Die USA haben bereits erlebt, wie eine von feindlichen Ländern abhängige Energieversorgung das geopolitische Gleichgewicht durcheinanderbringt.

Während westliche Regierungen beispielsweise versuchen, Wladimir Putin aus der Ukraine zu vertreiben, kauft die Europäische Union weiterhin Erdgas aus Russland, weil ihre eigene heimische Produktion durch schlechte Umweltpolitik ruiniert worden ist. Tatsächlich gab die EU im Jahr 2024 mehr Geld für russische Energie aus als sie im gleichen Jahr an Finanzhilfen an die Ukraine gezahlt hat. Übersetzung: Der Westen schießt sich selbst ins Knie.

Die Trump-Regierung arbeitet daran, Amerika in Sachen Energie an die erste Stelle zu setzen – eine Agenda, von der arbeitende Familien und die freie Welt insgesamt profitieren werden. Aber diese Bemühungen fallen dem Klima-Aktivismus zum Opfer, der sich tief in das Gerichtssystem eingegraben hat. Der Kongress sollte zumindest ein Schlaglicht auf dieses Vorgehen werfen und sicherstellen, dass die Steuergelder nicht zur Selbstsabotage des Landes beitragen.

Scott Walter is the president of Capital Research Center

This article was originally published by RealClearEnergy and made available via RealClearWire.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/13/americas-energy-independence-threatened-by-dark-money-lawfare/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Erwärmung: Land vs. Stadt

Cap Allon

Der Meteorologe Chris Martz hat die jährlichen Durchschnittstemperaturen für Washington, D.C. und vier nahegelegene ländliche/vorstädtische Stationen von 1901 bis 2024 grafisch dargestellt. Dabei zeigt sich eine deutliche Abweichung: In D.C. steigt die Temperatur stark, in den ländlichen Gebieten hingegen nicht.

Dies ist natürlich der städtische Wärmeinseleffekt (UHI). Martz weist jedoch auf einen weiteren wichtigen Punkt hin. Er vermutet, dass der größte UHI-Anstieg auftritt, wenn sich eine Station von einer Wildnislandschaft zu einer Gegend mit wenigen Einwohnern pro Quadratmeile entwickelt. Eine Handvoll Gebäude, ein kleines Straßennetz – diese Art der frühen Entwicklung erwärmt die lokale Umgebung spürbar, wird jedoch im paarweisen Homogenisierungs-Algorithmus der NOAA nicht berücksichtigt, der nur abrupte Stationswechsel und keine allmählichen Änderungen der Landnutzung berücksichtigt.

Der Atmosphärenwissenschaftler Wei Zhang fügt hinzu, dass es nicht auf die Größe der Stadt ankommt, sondern auf die Veränderung der umliegenden Landschaft.

Die langfristige Erwärmung der Erdoberfläche kann nicht nur durch Großstädte, sondern auch durch Tausende von sich still entwickelnden „ländlichen” Gebieten verstärkt werden, deren sich verändernde Landschaften in den offiziellen Aufzeichnungen als „Klima” und nicht als allmählich zunehmender Einfluss des Menschen behandelt werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-winter-cold-grips-california?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkungen des Übersetzers: Dies ist natürlich eine Bestätigung der detaillierten Darstellungen von Kowatsch & Baritz. Diese beiden Autoren haben mir dazu Folgendes übermittelt:

Stefan Kämpfe und wir beide hatten das Thema vor 5 Jahren bereits bei EIKE angeschnitten, aber nur Washington DC mit Dale-Enterprise verglichen. Wir erhielten dasselbe Ergebnis. Die Station Washington liegt – so ich noch weiß – seit etwa 40 Jahren am neuen Groß-Flughafen und wächst mit diesem und der Einwohnerzunahme mit.

Die ländliche Dale-Enterprise liegt hier bei der Farm, allerdings wurde in den letzten 40 Jahren auch dazugebaut, z.B. der Highway in südlicher Nähe:

Es gibt aber nur ein Problem mit den verschiedenen Datensatz-Quellen. Die Datensätze unterscheiden sich doch deutlich. Außerdem verändert GISS seine Datensätze regelmäßig. Man kann im Vergleich daher allerhöchstens nur Tendenzen betrachten. Das kennt man jedoch bei GISS, die nennen das nachbearbeiten, bei uns in D heißt sowas homogenisieren. Bei uns wurden die letzten 20 Jahre aber hauptsächlich durch Umstellung der Stationen und neue Messmethoden erwärmt.

Hier noch ein paar GISS-Datensätze aus der Nähe von Dale Enterprise, u.a. Staunton Water:

Wobei der neueste Datensatz (orange) um 1,2 – 1,3 Grad höher liegt als der ältere (blau). Beide Datensätze stammen aus der gleichen Quelle GISS.




Der Leiter der Umweltbehörde schwört, nichts unversucht zu lassen, um die „Wahrheit“ über das Spiel mit dem Wetter zu enthüllen.

Audrey Streb, DCNF-Energiereporterin, 28. Oktober 2025

WASHINGTON — Der Leiter der Umweltschutzbehörde (EPA), Lee Zeldin, sagte am Dienstag gegenüber Reportern, dass er beabsichtige, alle neuen Informationen, die er über Geoengineering erhalte, mit der amerikanischen Bevölkerung zu teilen und dass ihm nur die „Wahrheit“ wichtig sei.

Die EPA stellte am 10. Juni Online-Ressourcen vor, um die amerikanische Bevölkerung über die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, Forschungsergebnisse und Informationen zu Kondensstreifen und Geoengineering zu informieren. Zeldin erklärte am Dienstag auf Anfrage der Daily Caller News Foundation zum Thema Geoengineering, dass er in dieser Frage zwar „unvoreingenommen“ sei, die Behörde die Datenbank seit ihrer ersten Veröffentlichung jedoch aktualisiert habe und er jegliche neue Erkenntnisse zu Geoengineering veröffentlichen werde.

„Ich glaube nicht, dass irgend jemand Gott spielen und das Wetter beeinflussen sollte, und ich mache mir Sorgen über die Veränderung der Sonneneinstrahlung, die Einleitung stratosphärischer Aerosole, die Aufhellung von Meereswolken und vieles mehr“, sagte Zeldin am Dienstag gegenüber Reportern. „Viele meiner Fragen liegen außerhalb des Zuständigkeitsbereichs und der Zuständigkeit der EPA. Aber das wird mich nicht davon abhalten, diese Fragen zu stellen. Es wird mich nicht davon abhalten, Antworten zu finden, selbst wenn diese von außerhalb der Behörde kommen.“

„Geoengineering umfasst eine breite Palette von Aktivitäten, die absichtlich darauf abzielen, die Erde abzukühlen oder bestimmte Gase aus der Atmosphäre zu entfernen“, erklärt die EPA auf ihrer Website .

Kondensstreifen sind dünne Wolken, die entstehen, wenn Wasserdampf an kleinen Partikeln im Flugzeugabgas kondensiert und gefriert, so das UCAR Center for Science Education. In den letzten Jahren haben einige Skeptiker die Befürchtung geäußert , dass Kondensstreifen in Wirklichkeit das Ergebnis absichtlich von der Regierung versprühter Chemikalien sind.

Die Online-Ressourcen der EPA behandeln Kondensstreifen oder „Contrails“ sowie Aktivitäten im Bereich des solaren  Geoengineerings und weisen darauf hin, dass „die US-Regierung keinerlei Freilandversuche im Bereich des solaren Geoengineerings durchführt“. Zeldin erklärte gegenüber Reportern, dass er, sollte er etwas über Geoengineering erfahren, seine Mitarbeiter anweisen werde, die Informationen in die Datenbank aufzunehmen, um der amerikanischen Öffentlichkeit zu helfen.

„Ich bin der Meinung, dass alles, was ich als Leiter der EPA zu diesem Thema weiß, auch der Öffentlichkeit bekannt sein sollte“, sagte Zeldin und mahnte: „Angesichts der vielen noch offenen wissenschaftlichen Fragen sollten alle Forschungsarbeiten … in Labors und nicht im Freien durchgeführt werden.“

„Ich habe die Öffentlichkeit, der dieses Thema am Herzen liegt, dazu angehalten, stets korrekte Informationen zu verwenden. Wenn jemand im Internet ein Bild eines Kondensstreifens hinter einem Düsenflugzeug veröffentlicht und behauptet, es handele sich um stratosphärische Aerosoleinleitung, untergräbt er seine eigene Glaubwürdigkeit“, fuhr Zeldin fort. „Manche veröffentlichen tatsächlich Fotos und Videos. In anderen Fällen kursieren Bilder einer künstliche Intelligenz (KI).

Alle Inhalte der Daily Caller News Foundation, einem unabhängigen und überparteilichen Nachrichtendienst, stehen seriösen Medienunternehmen mit großer Reichweite kostenlos zur Verfügung. Alle wiederveröffentlichten Artikel müssen unser Logo, den Namen des/der jeweiligen Reporters/Reporterin und dessen/deren Zugehörigkeit zur DCNF enthalten. Bei Fragen zu unseren Richtlinien oder einer möglichen Partnerschaft kontaktieren Sie uns bitte unter licensing@dailycallernewsfoundation.org.

https://dailycaller.com/2025/10/28/lee-zeldin-declares-he-will-get-answers-on-govt-attempts-play-god-with-weather/

 




Falsch, Financial Times: Die arabische Region steht nicht vor einer Klimakrise!

Linnea Lueken

Ein kürzlich erschienener (kostenpflichtiger) Artikel der Financial Times (FT) mit dem Titel „‚Too hot to handle’: climate change pushing Arab region to limits, says WMO” (etwa: „Zu heiß, um damit umzugehen: Der Klimawandel bringt die arabische Region an ihre Grenzen, sagt die WMO”) behauptet, dass die arabische Region gleichzeitig von zunehmenden Hitzewellen, Dürren und paradoxerweise auch von mehr Überschwemmungen und extremen Niederschlägen heimgesucht wird, was alles auf den Verbrauch fossiler Brennstoffe durch den Menschen zurückzuführen ist. Der Artikel der FT ist bestenfalls irreführend, schlimmstenfalls falsch. Zwar wird in einem von der FT zitierten Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) tatsächlich festgestellt, dass die Hitzewellen in der Region zugenommen haben, doch sind die Daten nicht so alarmierend, wie die FT sie darstellt, und es gibt keine Belege dafür, dass der Verzicht auf fossile Brennstoffe irgendjemandem helfen würde.

FT berichtete, dass die arabische Region, die sie als die Region von der Arabischen Halbinsel und der Levante bis nach Nordafrika und Somalia definierten, „durch intensive Hitzewellen und schwere Dürren an ihre Grenzen gebracht wird, wie der jüngste Bericht der Weltorganisation für Meteorologie feststellte, da sie sich doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt“.

Leider hat die FT in ihrem Artikel keinen Link zu diesem Bericht angegeben, obwohl er sehr interessant zu lesen war. Glücklicherweise war er auf der Website der WMO leicht zu finden.

Die Gebiete, die laut Bericht angeblich unter den schlimmsten Hitzewellen leiden, sind allesamt Orte, die bereits für extreme Hitze bekannt sind und in der heißen, trockenen Wüste Nordafrikas liegen. Aber selbst in dieser weitläufigen Region beträgt der stärkste Anstieg der Anzahl der Hitzewellentage im Jahr 2024 laut den ERA5-Landtemperaturdaten im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1991–2020 nur 14 zusätzliche Tage in einem Gebiet. Die meisten dieser Daten zeigen keine zusätzlichen Tage mit extremer Hitze in der gesamten Region. Im Westen war ein deutlicher Rückgang der Hitzewellentage zu verzeichnen. Die Grafik auf der linken Seite unten bezieht sich ebenfalls nur auf das Jahr 2024, das laut WMO ein El-Niño-Jahr war, das die globalen Temperaturen in die Höhe treibt. Die Daten für dieses Jahr werden mit ziemlicher Sicherheit moderatere Temperaturen zeigen.

Abbildung 1: Aus dem WMO-Report

Es ist auch kein Wunder, dass sich die arabische Region „doppelt so stark wie der globale Durchschnitt“ erwärmt, sind doch etwa 70 Prozent der Erde von Ozeanen bedeckt, wo der Anstieg der Lufttemperatur im Allgemeinen viel geringer ist als über Land. Daher ist diese Aussage bedeutungslos, da fast alle Landflächen auf der höheren Seite liegen und den globalen Durchschnitt ausmachen. Solche Aussagen sollen Angst schüren und haben wenig wissenschaftlichen Wert.

FT behauptet weiter, dass der Bericht „vor einer Verschärfung der Dürrebedingungen in der arabischen Region warnte, insbesondere im westlichen Nordafrika, nachdem sechs aufeinanderfolgende Regenzeiten ausgefallen waren“.

Dies ist eine seltsame Aussage, da es im Abschnitt „Dürre“ des WMO-Berichts selbst heißt: „Die Trendanalyse zeigt keine statistisch signifikanten Veränderungen der Dürreintensität in den Subregionen, was darauf hindeutet, dass Dürren zwar nach wie vor eine wiederkehrende Gefahr darstellen, ihre langfristige Schwere jedoch während des Untersuchungszeitraums relativ stabil geblieben ist.“ In diesem Punkt hat die FT also die Ergebnisse der Studie, die sie als Beweis für die Verschärfung der Dürre anführte, völlig falsch dargestellt.

Es scheint, dass die Autoren der FT nicht über die Seite mit den „Kernbotschaften“ am Anfang des Berichts hinausgegangen sind, die im Vergleich zum tatsächlichen Inhalt des vollständigen Berichts irgendwie irreführend sind.

Da es sich beim Klimawandel um eine Reihe langfristiger Phänomene handelt, sind langfristige Trends am wichtigsten, da kürzere Zeiträume lediglich Wetterereignisse sind, die von Jahr zu Jahr oder sogar im Laufe von ein oder zwei Jahrzehnten mehr oder weniger stark ausfallen können, wie es alle Regionen der Erde seit jeher erlebt haben.

FT fügte hinzu: WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo sagte, dass intensive Hitzewellen, bei denen die Temperaturen in einigen arabischen Ländern 50 °C erreicht haben, ‚die Gesellschaft an ihre Grenzen bringen‘”.

Zwar sind 50 °C definitiv heiß, aber in dieser Region auch keineswegs beispiellos. Ein Artikel im Blog von Weather Underground (dem Wetterdienst, nicht der Terrororganisation) beschreibt eine „zuverlässige“ Rekordtemperatur von 51 °C, die 2018 in Algerien gemessen wurde, und erklärt, dass ältere Rekordwerte aufgrund der lückenhaften Aufzeichnungsqualität fragwürdig sind. Die arabische Region war beispielsweise selbst zu Beginn des 20. Jahrhunderts weniger entwickelt als Europa, was bedeutet, dass die Aufzeichnungen einen kürzeren Zeitraum umfassen.

Seltsamerweise ist die FT bereit, die Abkühlung in diesem Jahr als natürlich zu bezeichnen: „Es wird erwartet, dass dieses Jahr trotz des kühlenden Effekts des natürlich auftretenden La Niña-Zyklus im Pazifik zu den drei wärmsten Jahren gehören wird.“

El Niño wird in dem Artikel auffällig nicht erwähnt, obwohl er für den Temperaturanstieg im Jahr 2024 verantwortlich ist.

In Bezug auf Überschwemmungen und Niederschläge stellt die WMO keinen Trend bei den Niederschlägen oder Überschwemmungen in der arabischen Region fest. Aufgeschlüsselt nach Subregionen ist in Ostafrika ein Anstieg der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge zu verzeichnen, während in Nordafrika seit 2010 ein Rückgang zu beobachten ist:

Laut dem WMO-Bericht kam es in der Region im Jahr 2024 zu mehreren schweren Überschwemmungen, jedoch wird nicht versucht, diese Überschwemmungen in einen langfristigen historischen Kontext zu stellen. Wie Climate Realism bereits in der Vergangenheit dargelegt hat, hängen Überschwemmungen in Afrika und anderen Teilen der Welt eher mit der Stadtentwicklung als mit einfachen Wetterereignissen zusammen. Die gleiche Niederschlagsmenge, die in der Vergangenheit zu keiner Überschwemmung geführt hat, kann zu einem anderen Zeitpunkt in der gleichen Region zu Überschwemmungen führen, wenn die Stadtentwicklung in einem Überschwemmungsgebiet in dieser Zeit zunimmt und die Infrastruktur für das Wassermanagement nicht mit der Entwicklung Schritt hält. Allein die Zunahme undurchlässiger Oberflächen kann bereits bei geringen Niederschlägen zu Überschwemmungen führen.

Die FT führt schädliche Wetterbedingungen und alle Extremereignisse auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zurück. Das ist Unsinn. Wie Climate Realism bereits mehrfach betont hat, ist die Wissenschaft noch weit davon entfernt, sich über den Einfluss von Kohlendioxidemissionen auf die globale Durchschnittstemperatur einig zu sein, und auch über die Auswirkungen der moderaten Erwärmung auf Wetterereignisse in den letzten mehr als hundert Jahren herrscht noch keine Einigkeit. Der Weltklimarat (IPCC) hat keine eindeutigen Trends bei Überschwemmungen festgestellt und ist nur mäßig zuversichtlich, dass er eine moderate Veränderung bei einigen Arten von Dürren in wenigen kleinen Gebieten auf den Klimawandel zurückführen kann.

Es liegt auf der Hand, dass es für die Menschen katastrophale Folgen hat, wenn Gesellschaften daran gehindert werden, widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterereignissen zu werden, indem ihnen die Energiequellen genommen werden, die für eine stabile Stromversorgung (insbesondere für Heizung und Klimatisierung) und Kraftstoff, Notstromversorgung und die Herstellung von Materialien wie Beton und Stahl sorgen, wenn Naturkatastrophen unvermeidlich eintreten. Fossile Brennstoffe ermöglichen mehr als 6.000 Produkte und versorgen Tausende von Technologien und Systemen mit Energie, von denen viele für die öffentliche Gesundheit, Kommunikation, Transport, moderne Infrastruktur, Kartografie und Frühwarnsysteme sowie Rettungsdienste von entscheidender Bedeutung sind. Diese verhindern oder mildern wetterbedingte Schäden und stärken gleichzeitig die Klimaresilienz.

Der FT-Artikel stellt einige Teile des WMO-Berichts falsch dar und übertreibt gleichzeitig die in anderen Teilen beschriebenen potenziellen Gefahren in unangemessener Weise. Der Artikel der FT ist weitaus alarmierender als die Studie, über die er angeblich berichtet. Journalisten sollten sich die tatsächlichen Daten in diesen und ähnlichen Berichten ansehen, anstatt einfach übertriebene Argumente für bare Münze zu nehmen. Ein Blick hinter die Kulissen und möglicherweise ein Abgleich der Studienergebnisse mit anderen Forschungen zu diesem Thema würden die Integrität der Autoren unter Beweis stellen und sie und ihre Leser besser über den nicht katastrophalen Zustand des Klimas aufklären.

Link: https://climaterealism.com/2025/12/wrong-financial-times-the-arab-region-faces-no-climate-emergency/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Industrie-Chemikalien auf dem Acker und im Meer: Windkraft verseucht die Umwelt

Michael Poost hatte es im September bei EIKE publiziert: Eine offizielle Studie des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrologie stellte fest, daß 228 chemische Substanzen aus Windrädern freigesetzt werden – 62 davon sind bekanntermaßen schädlich.

Dieser Artikel soll eine kleine Übersicht geben, wie sehr unsere Natur durch „Erneuerbare Energien“ belastet wird – entgegen den Behauptungen der „Sonne und Wind schicken keine Rechnung“- Lobbyisten.

In der oben genannten Studie schreiben die Autoren:

Diese Übersicht stellt eine literaturbasierte Liste potenzieller chemischer Emissionen im Zusammenhang mit OWF zusammen, die mehr als 200 organische und anorganische Schadstoffe, darunter auch Polymere, enthält. Die Verbindungen sind nach Datenquelle und Emissionsart kategorisiert.

Es wurden erhebliche Lücken bei der Bewertung der Auswirkungen der Verbindungen festgestellt, darunter Herausforderungen bei der Umweltüberwachung, der numerischen Modellierung und der Bewertung der Toxizität einzelner chemischer Schadstoffe und Mischungen davon für Meeresorganismen und Menschen, die potenzielle Aquakulturprodukte aus Offshore-Windparks konsumieren.

Das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrologie hat kürzlich ein Änderungsverfahren zum Flächenentwicklungsplan 2025 publiziert. Ob ein Zusammenhang mit der eigenen Entdeckung der Giftstoffe besteht?
Bereits seit längerem war bekannt geworden, daß die Opferanoden zum Korrosionsschutz gegen das aggressive Salzwasser Schwermetalle freisetzen.

Auch an Land stellen Windräder eine Gefahr für Natur & Mensch dar. Neben explodierenden Rotorhäusern und abbrechenden Propellerflügeln, die in Siedlungsnähe herniedergehen, kontaminieren mikroskopische Bruchstücke Feldfrüchte. Beispiel Ende von 2024 – Blackout news schreibt:

Ende September hat ein Windrad in Langenberg im Kreis Gütersloh (NRW) bei starkem Wind einen Flügel verloren. Dieser krachte zu Boden und sorgte für erhebliche Schäden. In sozialen Netzwerken kursiert ein neues Video, das die Aufräumarbeiten durch eine Spezialfirma zeigt. Besonders brisant: Die Behörden ordnen die Zerstörung von rund 200 Tonnen Mais an, da sie diesen als kontaminiert einstufen

Welche Giftstoffe können in Boden und Nahrungsmittel gelangen? Vor allem die „Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen“ PFAS, sogenannte „Ewigkeitschemikalien“, sind in der Diskussion. Sie belasten neben den menschlichen Agrarkunden auch Wildtiere wie Schweine. Die Klimanachrichten schreiben:

Ein Proxy zum Messen von PFAS sind die Lebern von Wildschweinen.
Sie leben das gesamte Jahr in der freien Natur und ernähren sich von dem, was sie finden.
Im waldreichen Rheinland-Pfalz lagen die Werte in Proben so hoch, dass die Lebern nicht mehr in Umlauf gebracht werden durften.
Die Kontamination könnte laut einem Bericht über Windräder passiert sind.