Das Scheitern der Energiewende ist ein Nutzen für die Steuerzahler!

Ronald Stein

Erdgas und Rohöl sind häufig benötigte fossile Brennstoffe für die Herstellung von Isoliermaterialien, Kabeln und Computern, die bei allen Verfahren zur Stromerzeugung zum Einsatz kommen. Das liegt daran, dass Bestandteile von Erdgas und Öl wichtige Rohstoffe für die Herstellung von Kunststoffen sind, die für Isoliermaterialien und viele Computerteile verwendet werden.

Fossile Brennstoffe werden auch für den enormen Energiebedarf während des gesamten Herstellungsprozesses benötigt.

Isolierung

Viele der für die Isolierung verwendeten Polymerkunststoffe, wie Polyethylen (PE), vernetztes Polyethylen (XLPE) und Polyvinylchlorid (PVC), werden aus Rohstoffen hergestellt, die aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden. Erdgasflüssigkeiten, vor allem Ethan, werden in Crackeranlagen erhitzt, um Ethylen herzustellen, das dann zur Herstellung von Polyethylen für elektrische Drähte und Kabel verwendet wird. Rohölfraktionen, insbesondere Naphtha, werden ebenfalls zur Herstellung von Ethylen und anderen petrochemischen Rohstoffen für verschiedene Arten von Kunststoffen verwendet.

Windkraftanlagen und Solarzellen erzeugen nur Strom, wo bleibt hier also die Abkehr von fossilen Brennstoffen?

Drähte

Obwohl Drähte selbst aus Kupfer bestehen, einem Material mit hoher elektrischer Leitfähigkeit, ist die fossile Brennstoffindustrie eng mit ihrem Herstellungsprozess verbunden. Isolierung: Die Herstellung der isolierenden Kunststoffe für Drähte und Kabel hängt von Rohstoffen aus Erdgas und Erdöl ab. Energie: Der Abbau, die Raffination und die Herstellung von Kupferdrähten ist ein energieintensiver Prozess, der in hohem Maße auf fossile Brennstoffe angewiesen ist.

Auch hier gilt: Windkraftanlagen und Solarzellen erzeugen lediglich Strom. Wo bleibt also die Abkehr von fossilen Brennstoffen?

Computer

Die Herstellung von Computern und der darin enthaltenen Elektronik ist einer der Fossilbrennstoff-intensivsten Fertigungsprozesse pro Gewichtseinheit. Komponenten: Kunststoffe aus fossilen Treibstoffen werden in vielen Teilen eines Computers verwendet, darunter im Gehäuse, in Leiterplatten und Steckverbindern. Energieverbrauch: Die Energie, die für den Abbau, die Raffination und die Herstellung aller verschiedenen Komponenten eines Computers benötigt wird, stammt größtenteils aus fossilen Treibstoffen. Eine Studie aus dem Jahr 2004 ergab, dass die Herstellung eines einzigen Desktop-Computers das Zehnfache seines Gewichts an fossilem Treibstoff erforderte.

Windkraftanlagen und Solarzellen erzeugen ja nur Strom. Wo bleibt da die Abkehr von fossilen Brennstoffen?

Düngemittel

Herkömmliche Stickstoffdünger werden unter Verwendung fossiler Treibstoffe, vor allem Erdgas, in einem Verfahren hergestellt, bei dem Stickstoff aus der Luft und aus fossilen Treibstoffen gewonnener Wasserstoff zu Ammoniak umgewandelt werden. Dieses energieintensive Verfahren, das als Haber-Bosch-Verfahren bezeichnet wird, trägt erheblich zu den globalen Treibhausgasemissionen bei. Während Phosphor- und Kaliumdünger aus abgebauten Mineralien hergestellt werden, ist die landwirtschaftliche Produktion größtenteils auf synthetische Düngemittel aus fossilen Treibstoffen angewiesen.

Mehrere Quellen schätzen, dass etwa die Hälfte der weltweiten Nahrungsmittelproduktion von synthetischen Düngemitteln abhängig ist.

Ohne den Einsatz von Düngemitteln würden die weltweiten Ernteerträge um schätzungsweise 30 bis 50 % zurückgehen.

Wichtige Statistiken zur weltweiten Abhängigkeit von Düngemitteln:

Versorgt Milliarden: Allein synthetische Stickstoffdünger versorgen schätzungsweise etwa die Hälfte der Weltbevölkerung mit Nahrung. Das Haber-Bosch-Verfahren, mit dem diese Düngemittel hergestellt werden, hat vermutlich das Leben von mindestens 3 bis 3,5 Milliarden Menschen ermöglicht.

Ertragssteigerungen: Studien zur Pflanzenproduktion führen zwischen 30 % und über 60 % der Ertragssteigerungen auf den Einsatz synthetischer Düngemittel zurück, wobei einige Analysen sogar eine noch höhere Abhängigkeit in tropischen Klimazonen vermuten lassen.

Bestimmte Kulturen: Die Abhängigkeit variiert je nach Kultur und Region. In einigen Ländern wird eine unverhältnismäßig große Menge an Düngemitteln für eine einzige Kultur verwendet, wie beispielsweise Mais in den Vereinigten Staaten, Sojabohnen in Brasilien oder Palmöl in Malaysia.

Verschiedene Nährstoffe: Während Stickstoff (N) der am häufigsten diskutierte Nährstoff für die Nahrungsmittelproduktion ist, sind auch Phosphor (P) und Kalium (K) enthaltende Düngemittel von entscheidender Bedeutung. Über die Hälfte des verwendeten Phosphordüngers stammt aus nicht erneuerbaren Quellen.

Warum ist die Abhängigkeit von Düngemitteln so groß?

Bevölkerungswachstum: Die Weltbevölkerung ist von 1,65 Milliarden im Jahr 1900 auf heute über 8 Milliarden gestiegen. Dieses Wachstum wurde durch den dramatischen Anstieg der Nahrungsmittelproduktion unterstützt, ermöglicht durch synthetische Düngemittel.

Höhere Erträge: Düngemittel liefern die essenziellen Makro-Nährstoffe, die Pflanzen zum Wachsen benötigen. Ohne sie wäre es unmöglich, die notwendigen hohen Erträge zu erzielen, um die Weltbevölkerung mit der vorhandenen Anbaufläche zu ernähren.

Bodenschutz: Durch die Intensivierung der Landwirtschaft auf bestehenden Ackerflächen verringern Düngemittel die Notwendigkeit, weitere natürliche Ökosysteme in Ackerflächen umzuwandeln.

Netto-Null-Ideologien ignorieren die grundlegende Tatsache, dass Windkraftanlagen und Solarzellen lediglich Strom erzeugen und nicht die Lieferkette der von der Menschheit nachgefragten Produkte unterstützen können. Damit riskieren sie, künftigen Generationen Knappheit und Instabilität zu hinterlassen.

Link: https://www.cfact.org/2025/09/02/failures-of-the-renewables-transition-are-insults-to-taxpayers/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimawandel hat Anstieg des Meeresspiegels nicht beschleunigt – sagt aktuelle Studie

Michael Shellenberger publizierte gerade auf seiner Seite einen Hinweis zu einer Studie namens Eine globale Perspektive auf lokale Veränderungen des Meeresspiegels von Hessel G. Voortman und Rob De Vos, zwei unabhängigen Forschern aus den Niederlanden.

Zusammenfassung der Autoren:

„Im Jahr 2021 veröffentlichte der IPCC neue Prognosen zum Meeresspiegelanstieg. Zum ersten Mal gaben die Prognosen
Einblick in den erwarteten relativen Meeresspiegelanstieg auf lokaler Ebene. Ein umsichtiger Planer von Küsteninfrastrukturen wird wissen wollen, wie die lokalen Prognosen im Vergleich zu den lokalen Beobachtungen ausfallen. Dieser Vergleich wurde bisher noch nicht vorgenommen. Wir haben lokale Prognosen und Beobachtungen
bezüglich der Anstiegsrate im Jahr 2020 verglichen.

Wir haben zwei Datensätze mit lokalen Meeresspiegelinformationen aus aller Welt verwendet. In beiden Datensätzen fanden wir etwa 15 % der verfügbaren Datensätze geeignet, um die Anstiegsrate im Jahr 2020 zu ermitteln. Die geografische Abdeckung der geeigneten Standorte ist schlecht, wobei sich die meisten geeigneten Standorte auf der Nordhalbkugel befinden. Lateinamerika und Afrika sind stark unterrepräsentiert.

An allen ausgewählten Datensätzen wurden statistische Tests durchgeführt, wobei die Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs als Hypothese zugrunde gelegt wurde. In beiden Datensätzen zeigen etwa 95 % der geeigneten Standorte keine statistisch signifikante Beschleunigung der Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs. Die Untersuchung legt nahe, daß lokale, nicht klimatische Phänomene eine plausible Ursache für den beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels sind, der an den verbleibenden 5 % der geeigneten Standorte beobachtet wurde. Im Durchschnitt ist die vom IPCC prognostizierte Anstiegsrate im Vergleich zur beobachteten Rate um etwa 2 mm pro Jahr nach oben verzerrt.“




Klimawandel für Laien

Vorbemerkung der EIKE-Redaktion: Hier beschreibt jemand, der sich selbst als „kein Naturwissenschaftler, also kein Experte und keine Autorität in Sachen Klima“ bezeichnet, aber über viel gesunden Menschenverstand verfügt, die zunehmende Diskrepanz bzgl. Klima und Energie zwischen der allgemeinen Propaganda und der Realität. Diese Diskrepanz wird immer größer, und weil wir von EIKE hoffen, dass baldmöglichst noch mehr Menschen darauf aufmerksam werden, ehe der durch diese Propaganda bereits angerichtete Schaden noch schlimmer wird als ohnehin schon, wird dieser Beitrag hier veröffentlicht.

Hans Rudolph Tscheulin

1. Die Frage oder das Problem

Müssen und können wir Menschen das Klima der Erde überhaupt retten?

Dazu müssten wir wissen, in welchem, womöglich schlimmen Zustand es sich befindet oder auf welche Katastrophen es sich zubewegt, aber auch, wie man das bewerkstelligen könnte. Als Laie kann man allerdings nur beobachten, aber nicht beurteilen. Zum Beispiel kann auch ein Nicht-Fachmann feststellen, dass ein Zug entgleist oder ein Flugzeug abgestürzt ist. Aber nur ein Fachmann kann feststellen, triviale Gründe einmal ausgenommen, weshalb der Zug entgleist oder das Flugzeug abgestürzt ist.

Auch für die Beurteilung eines möglichen, vielleicht sogar katastrophalen Wandels des Klimas und der korrigierenden Massnahmen sind Fachleute zuständig. Es gibt sie; also muss man sich ihre Meinungen anschauen.

Beim Thema „Klimakatastrophe“ bieten sich einem Laien allerdings gleich drei Probleme.

– Er kann keine Klimakatastrophe beobachten.[20]

– Er ist daher auch nicht in der Lage zu beurteilen, wie man ihr begegnen könnte.

– Er kann den angeblichen Einfluss des Kohlenstoffdioxids auf das Klima nicht beurteilen.

Kurz: Wie kann man den Einfluss des CO2 auf das Klima beschreiben und bewerten statt von subjektiven Eindrücken auszugehen?

2. Autoritäten und Experten

Naturwissenschaftler und Universitäten geniessen Autorität. Zu Recht, sie haben sich diese errungen. Sie sind imstande zu beschreiben, vielleicht nicht gerade das, „was die Welt im Innersten“, aber sonst zusammenhält, wie sie funktioniert und wie der Mensch die Kräfte der Natur benutzen kann. Sie müssen nicht einmal beweisen, dass sie recht haben, denn die Wirklichkeit bestätigt es, falls es stimmt, was sie annehmen und behaupten.

Regierungen und Parlamente verfügen auch darüber; man hat sie ihnen verliehen, und sie benötigen sie auch, damit sie die Aufgaben, die man ihnen übertragen hat, erfüllen können. Auch hier stellt sich immer die Frage, ob das, was sie tun, richtig und nötig ist. Die Antwort darauf ist manchmal ziemlich schwierig, etwa deshalb, weil hier die Politik hinein spielt. Politik ist, wie man weiss, manchmal auch der Versuch, aus Behauptungen und Vorstellungen eine Wirklichkeit zu machen.

3. Laien

Laien sind keine Fachleute und haben deshalb keine Autorität. Sie können nur entgegen nehmen, was ihnen die Experten vortragen, nicht selbst beurteilen, ob es stimmt und nur versuchen zu verstehen, worum es sich handelt und ob sich die Fachleute einigermassen einig sind in dem, was sie behaupten.

Falls man als Laie bei den Experten Widersprüche findet, kann man sich entweder einer Gruppe anschliessen und glauben, was diese behauptet, oder man kann auf diese Widersprüche aufmerksam machen und zeigen, dass ein Thema nicht abschliessend erledigt ist, wenn es sie gibt.

Ich bin kein Naturwissenschaftler, also kein Experte und keine Autorität in Sachen Klima. Mir sind aber solche Widersprüche oder Sonderbarkeiten aufgefallen. Statt mich einer Gruppe anzuschliessen, etwa jener, die von einer Klimasensitivität (ich komme gleich darauf zurück) von 0.6°C ausgeht, und das zu glauben, ziehe ich es vor, auf all das hin zu weisen, was mir nicht recht zusammen zu passen scheint.

4. Der Weltklimarat

Die meisten Menschen, also auch die sich für zuständig haltenden Politiker, sind Laien in Sachen Klima. Sie benötigen Informationen von Seiten der Experten, also der Naturwissenschaft. Diese sind sich, wie man noch sehen wird, allerdings nicht einig, so dass eine Einrichtung auf die Beine gestellt wurde, die das, was die Autoritäten herausfinden, zusammenfasst und begutachtet. Sie nennt sich „IPCC“, „Intergovernmental Panel on Climate Change“, auf Deutsch auch „Weltklimarat“ genannt. Sie sammelt in dicken Berichten das, was die Fachleute anbieten und fasst es auf ein paar wenigen Seiten für die politischen Entscheidungsträger zusammen. Seine Informationen bilden die Grundlagen, auf denen in den so genannten Klimakonferenzen, die das UNFCCC[26] durchführt, diskutiert wird.

5. Die Klimakatastrophe

Naturwissenschaftler, Politiker und andere massgebende Leute behaupten, das Klima der Erde sei im Begriffe, katastrophale Formen anzunehmen. Es müsse quasi gerettet und die dafür notwendigen Massnahmen ergriffen werden. Dafür gebe es wissenschaftlich erhärtete, unwiderlegbare Beweise. Oft wird auch von einem Konsens gesprochen, also davon, dass sich fast alle Wissenschaftler auf der Erde darüber einig seien, dass es eine Klimakatastrophe gebe oder geben könnte und man sie vermeiden müsse.

6. Der angebliche Konsens

Dieser Konsens existiert allerdings nicht. Das behaupte nicht ich, sondern zum Beispiel Prof. Mike Hulme vom Tyndall Centre for Climate Change Research an der University of East Anglia in Norwich, UK. Er schrieb:

Das UN-Intergovernmental Panel on Climate Change führt die Presse und Öffentlichkeit mit der Behauptung in die Irre, dass Tausende von Wissenschaftlern seine Ansprüche auf die vom Menschen verursachte globale Erwärmung unterstützten. Die tatsächliche Zahl der Wissenschaftler, die diese Behauptung unterstützen, sind nur ein paar Dutzend Experten. Behauptungen wie ‚2500 der weltweit führenden Wissenschaftler seien im Konsens darüber, dass menschliche Aktivitäten einen signifikanten Einfluss auf das Klima haben‘, sind unaufrichtig. Das macht das IPCC anfällig für Kritik von aussen.“ [1]

Diese „unaufrichtige Behauptung“ hört man aber nicht nur aus dem Munde des IPCC. Vor allem die Medien, oder doch ein beträchtlicher Teil von ihnen, behaupten ständig, fast 100% der Wissenschaftler hielten den Klimawandel für vom Menschen verursacht.

7. Der Klimawandel

Seit gut 150 Jahren ist es auf der Erde wärmer geworden. Das IPCC geht von etwa 0.85°C aus [3]. Das Observatorium Hohenpeissenberg hat einmal zirka 1.5°C ausgewiesen. Andere Stationen melden andere Anstiege. Die genauen Werte, wenn es sie überhaupt gibt, sind nur wichtig bei der Bestimmung der sogenannten Klimasensitivität des CO2. Uns Laien interessieren sie nicht oder nur insofern, als es eben spürbar wärmer geworden und die Kleine Eiszeit vorüber ist.

Der Ausdruck „Klimawandel“ scheint mir diesen Anstieg der Temperatur allerdings zu übertreiben. Für einen richtigen Wandel sind um die 10°C nötig. Das kann man an den Klimazonen der Erde feststellen. [2] Vielleicht hat man ihn deshalb gewählt, um das bisschen Erwärmung zu einer Art Katastrophe machen zu können.

Mir würde eine „Klimaschwankung“ genügen und dem Geschehen angemessen sein.

8. Eine Katastrophe

Ich habe das Wort „Katastrophe“ in keinem Texte des IPCC gefunden, allerdings auch nicht gründlich danach gesucht, wahrscheinlich deshalb, weil es sich dabei um ein plötzlich auftretendes, schlimmes Ereignis handelt, dem man zuschauen kann. Ein Klima dagegen benötigt mindestens 30 Jahre Wettergeschehen oder ist das, was sich in 30 Jahren aus dem Wettergeschehen ergibt.

Es müsste sich also um eine schleichend daher kommende Katastrophe handeln. Vielleicht gibt es so etwas.

Diese angebliche Katastrophe soll als schlimme Erwärmung auftreten und alles Mögliche verursachen, etwa einen gefährlichen Anstieg des Meeresspiegels, Dürren oder Überschwemmungen oder was man sich sonst noch einfallen lassen kann.

9. Der angebliche Grund für diese Erwärmung

Regierungen, Parlamente, Industrie-Unternehmen und eine Menge anderer Leute nehmen an, daran sei das CO2 schuld, das die Menschheit seit diesen etwa 150 Jahren in die Atmosphäre brachte, indem sie Erdöl, Erdgas und Kohle verbrennt. Selbst das IPCC geht davon aus und schreibt etwa, es sei „extrem wahrscheinlich, dass diese menschlichen Aktivitäten mehr als die Hälfte des beobachteten Anstiegs der Temperaturen zwischen 1951 und 2010 bewirkten“ [3]. Andere gehen von 100% aus.

Die Annahme ist nicht aus der Luft gegriffen. Das CO2 in der Atmosphäre kann vom Erdboden abgestrahltes langwelliges Infrarot absorbieren und erwärmt sich dabei. Ich habe mich allerdings gefragt, ob, laienhaft formuliert, die Wärme dort sitzen bleiben muss und nicht wieder verschwindet. Mehr dazu unter „OLR“.

10. Der Treibhauseffekt

Dieser soll hinter der festgestellten Erwärmung stecken. Das IPCC schreibt dazu:

The Greenhouse Effect – Some of the infrared radiation passes through the atmosphere but most is absorbed and re-emitted in all directions by greenhouse gas molecules and clouds. The effect of this is to warm the Earth’s surface and the lower atmosphere.” [7] Allerdings scheint der Einfluss dieser „clouds“ noch zu wenig genau bekannt zu sein. [14]

11. Die mittlere Erdtemperatur

Dadurch steigt natürlich (oder angeblich) die mittlere Erdtemperatur ständig. Wie hoch ist sie oder war sie überhaupt?

Dazu findet man eine Menge Informationen. Man hat sie mithilfe eines „idealisierten Modells der Erde“ berechnet und kommt auf einen Wert von -18°C ohne diesen Treibhauseffekt. In den Berichten des IPCC fand ich allerdings nur noch Angaben zu Abweichungen von einer solchen Temperatur, aber nichts zu ihrem effektiven Werte. [24] Dem Weltklimarat scheinen auch die -18°C nicht zu gefallen. Er schrieb: „Without the natural greenhouse effect, the average temperature at Earth’s surface would be below the freezing point of water.” [7]

Zum absoluten Werte schwirren eine Menge Angaben herum. Ich habe von 14°C bis 17°C mehrere gefunden. [9]

12. Das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen

In letzter Zeit kann man in den Medien immer wieder lesen, das gerade abgelaufene oder sich zu Ende neigende Jahr sei das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Ich werde darüber noch nachdenken müssen…

13. Das Klima-Abkommen von Paris 2015

Die angeblich katastrophale Erwärmung der Erde soll nun gestoppt werden. „Das Übereinkommen wurde am 12. Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris (COP 21) von allen Vertragsparteien der UNFCCC, seinerzeit 195 Staaten und die Europäische Union, verabschiedet und sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten vor.“ [10]

Das Mittel, mit dem dieses Ziel erreicht werden soll, ist, diesen Ausstoss von CO2 durch den Menschen auf null zu senken. Mit anderen Worten: Die Menschheit soll auf Erdöl, Erdgas und Kohle verzichten, denn es wird angenommen, dass das Kohlenstoffdioxid für die Erwärmung verantwortlich sei.

Diese Forderung hat einen sehr grossen Einfluss auf unsere Energie-Wirtschaft, denn auch unser Parlament hat das Abkommen ratifiziert. Das Stimmvolk wurde allerdings nicht gefragt. Es hätte wahrscheinlich zugestimmt, denn es ist der Meinung: Wenn etwas getan werden muss, dann muss man es tun und nicht nur schwatzen. (Auf der anderen Seite gehört es auch zu unseren Eigenschaften, etwas, was unnötig ist, aufzugeben.)

Ist es überhaupt nötig zu versuchen, die Erwärmung der Erde aufzuhalten, abgesehen davon, ob es auch möglich ist?

Dazu gibt es eine bemerkenswerte Aussage von Jim Skea, dem Chef des renommierten Weltklimarats IPCC. Er verkündete: „Die Welt wird nicht untergehen, wenn es um mehr als 1,5 Grad wärmer wird.“ Die Menschheit werde „auch bei 1,5 Grad Erwärmung nicht aussterben“.[22] Allerdings ist er der Ansicht, jede Maßnahme, die wir ergreifen, um den Klimawandel abzuschwächen, helfe – wogegen, sagte er allerdings nicht.

14. Netto Null

Dieser Begriff ist zu einem Schlagwort geworden. Die Klimaschützer wollen damit ein Ziel erreichen. Was bedeutet es?

„Netto-Null bedeutet, dass alle durch Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen durch Reduktions-Massnahmen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden müssen und somit die Klimabilanz der Erde netto, also nach den Abzügen durch natürliche und künstliche Senken … Null beträgt. Damit wäre die Menschheit klimaneutral und die globale Temperatur würde sich stabilisieren.“ [16]

Also:

1. Der Mensch darf kein CO2 mehr in die Atmosphäre bringen, also aufhören, Kohle, Erdgas und Erdöl zu verbrennen.

2. Der Mensch muss das CO2, das er bisher in die Atmosphäre gebracht hat, wieder daraus entfernen.

3. Die durch den Menschen produzierte Erwärmung soll deutlich unter 2°C gehalten werden.

Zu Punkt 1: Emissionen von Treibhausgasen stoppen

Das ist in der aktuellen Wirtschaft sehr schwierig. Es gibt aber einen hilfreichen Mechanismus: Die Klimazertifikate.

„Das Prinzip von Klimazertifikaten und der sogenannten Kompensation ist es, den Ausstoß einer bestimmten Menge an Treibhausgasemissionen, der hierzulande nicht vermieden wird, an einem anderen Ort der Welt zu verhindern.“ [17]

Das Prinzip ist einfach. Jeder darf eine gewisse Menge CO2 in die Atmosphäre bringen. Wenn er weniger ausstösst, als er darf, bekommt er quasi einen Gutschein und darf ihn einem verkaufen, der mehr ausstösst, als er darf.

Fazit: Der Ausstoss des CO2 wird nicht gestoppt, sondern nur verlagert. Seine Konzentration ist seit der Einführung des Handels mit Zertifikaten auch weiter gestiegen. [18] Man kann es auch so formulieren: Wer sein Klimaziel angeblich erreicht hat, hat nicht weniger CO2 ausgestossen, sondern nur von seinem Rechte, es zu tun, Gebrauch gemacht.

Zu Punkt 2: Erwärmung deutlich unter 2°C halten

Mit diesem sinnreichen Mechanismus aus gleitbarer Erd-Mitteltemperatur, gleitbarem Einfluss des CO2 (ECS) und den Klima-Zertifikaten kann die Politik wahrscheinlich immer beweisen, dass ihre Massnahmen Früchte tragen, auch wenn das Kohlenstoffdioxid in der Luft zunimmt.

Was haben diese Massnahmen gebracht? In der Grafik kann man bemerken: Trotz der angeblich grossen Anstrengungen der Länder steigt die CO2-Konzentration, in den vergangenen 30 Jahren sogar noch stärker als vorher.

15. Könnten wir den Klimawandel überhaupt stoppen?

Unter dem Titel „Vermeidung von Emissionen“ schreibt das IPCC:

„E.8 Klimastabilisierung, unabwendbarer Klimawandel und Irreversibilität

Die kumulativen CO2-Emissionen bestimmen weitgehend die mittlere globale Erwärmung der Erdoberfläche bis ins späte 21. Jahrhundert und darüber hinaus (siehe Abbildung SPM.10). Die meisten Aspekte des Klimawandels werden für viele Jahrhunderte bestehen bleiben, auch wenn die Emissionen von Treibhausgasen gestoppt werden. Dies bedeutet einen unabwendbaren Klimawandel von beträchtlichem Ausmaß über mehrere Jahrhunderte hinweg, der durch vergangene, gegenwärtige und zukünftige Emissionen von CO2 verursacht wird.“ [4]

Also: Der Klimawandel ist anscheinend nicht mehr aufzuhalten, so dass man sich fragen kann, weshalb wir das tun oder zu tun versuchen sollten.

16. Das IPCC und die Klimasensitivität von CO2

Wenn man ein solches Projekt, das unsere Wirtschaft und Lebensweise radikal umkrempeln wird, realisieren will, muss man sich natürlich betrachten, wie gross der Einfluss der CO2-Konzentration in der Atmosphäre auf das Klima, speziell auf die Temperatur ist oder sein soll. Das IPCC bietet zu diesem Zwecke die sogenannte Klimasensitivität des CO2 an. „Die Gleichgewichts-Klimasensitivität quantifiziert die Reaktion des Klimasystems auf einen konstanten Strahlungs-Antrieb auf der Zeitskala von mehreren Jahrhunderten. Sie wird definiert als die Veränderung der globalen mittleren Erdoberflächentemperatur im Gleichgewicht, das durch eine Verdoppelung der atmosphärischen CO2-Konzentration bewirkt wird.“ [4]

Kurz: Um wieviel Grad wird es auf der Erde wärmer, wenn das CO2 in der Atmosphäre von jetzt etwa 413 ppm, das sind 0,0413%, auf etwa 826 ppm, also 0.0826% ansteigt?

17. Endlich ein sauberes Kriterium

Zuerst einmal finde ich es gut, dass wir nun ein Kriterium haben, mit dem wir das Problem „Klimakatastrophe“ beurteilen können. Bisher waren wir auf Angaben zu Ereignissen angewiesen, zu denen man subjektive Ansichten haben kann: Anstieg des Meeresspiegels, Schwinden des Eises, Aussterben von Tier- oder Pflanzenarten und dergleichen mehr. Ich weiss allerdings nicht, ob es diese Klimasensitivität als naturwissenschaftliche Tatsache überhaupt gibt, denn ich bin kein Fachmann. Ich nehme einmal an, sie existiere wirklich, muss mich dann aber fragen, ob das für jede Verdoppelung zutrifft. Diese Frage mag sonderbar klingen, doch sie ist berechtigt, denn es gibt Hinweise darauf, dass der Einfluss des CO2 auf das Klima, wenn es ihn denn tatsächlich gibt, nicht linear verläuft. Lindzen und Choi zeigten in einer Grafik, dass er mit zunehmender Konzentration dieses Gases in der Atmosphäre immer schwächer wird. [23]

Im zugehörigen Texte steht: „Here’s why it’s possible that doubling CO2 won’t make much difference. The carbon that’s already up in the atmosphere absorbs most of the light it can. CO2 only “soaks up” its favorite wavelengths of light, and it’s close to saturation point. It manages to grab a bit more light from wavelengths that are close to its favorite bands, but it can’t do much more, because there are not many left-over photons at the right wavelengths.“

Auf Deutsch heisst das ungefähr: „Deshalb ist es möglich, dass eine Verdoppelung des CO2-Ausstoßes keinen großen Unterschied machen wird. Der Kohlenstoff, der bereits in der Atmosphäre vorhanden ist, absorbiert den größten Teil des Lichts, das er kann. CO2 „saugt“ nur seine bevorzugten Lichtwellenlängen auf und befindet sich nahe am Sättigungspunkt. Es gelingt ihm, etwas mehr Licht aus Wellenlängen einzufangen, die nahe an seinen Lieblingsbändern liegen, aber viel mehr kann es nicht, weil bei den richtigen Wellenlängen nicht mehr viele Photonen übrig bleiben.“

18. Präzise Daten

Wir möchten eigentlich auch in diesem Falle, wie in anderen Belangen des Lebens, so genau wie möglich wissen, was auf uns zukommen könnte. Wir sind gewohnt an möglichst präzise Angaben zu Preisen, zu Strecken, zu Inhalten und zu Temperaturen. Beim Thema Klima möchten wir das auch, also wissen, wie dieser angebliche Einfluss des CO2 auf Wetter und Klima beschrieben und bemessen wird und wie gross und gegebenenfalls katastrophal er sein könnte.

Manchmal ist diese Angabe ziemlich einfach oder leichter durchzuführen. Man nimmt einen Massstab und misst oder eine Waage und wiegt.

Beim Klima ist es womöglich ein bisschen komplizierter. Trotzdem staune ich, wenn uns das IPCC Klimasensitivitäten zwischen 0.6°C und 9°C anbietet. [3] Das heisst: Aus dem gleichen Geschehen, nämlich der Erwärmung der Erde seit etwa 150 Jahren, kommen verschiedene Forschergruppen zu solch weit auseinander liegenden Ergebnissen. Ein paar glauben, sein Einfluss sei gering, andere meinen, er sei gewaltig.

Das IPCC hat versucht, das zu erklären. „ECS is likely in the range 1.5°C to 4.5°C with high confidence.“ Auf Deutsch heisst das etwa so: “ECS liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich von 1,5°C bis 4,5°C.“ In der Zusammenfassung für die politischen Entscheidungsträger tönt es ein bisschen resignierter: „Aufgrund fehlender Übereinstimmung der Werte aus den beurteilten Anhaltspunkten und Studien kann kein bester Schätzwert für die Gleichgewichts-Klimasensitivität angegeben werden.“ [4]

Man kann die ECS also nur schätzen, und das nicht einmal gut.

Im neusten Bericht des IPCC steht nun: „Die Gleichgewichtsklimasensitivität ist eine wichtige Größe, um abzuschätzen, wie das Klima auf Strahlungsantrieb reagiert. Auf der Grundlage von Belegen aus mehreren unterschiedlichen Untersuchungsansätzen … liegt die sehr wahrscheinliche Bandbreite der Gleichgewichtsklimasensitivität zwischen 2 °C (hohes Vertrauen) und 5 °C (mittleres Vertrauen). Der im AR6 ermittelte beste Schätzwert beträgt 3 °C mit einer wahrscheinlichen Bandbreite von 2,5 °C bis 4 °C (hohes Vertrauen) gegenüber 1,5 °C bis 4,5 °C im AR5, der keinen besten Schätzwert angegeben hat.“ [5]

19. 0°C fehlt

Das IPCC bietet uns Klimasensitivitäten zwischen 0.6°C und 9°C an. Das ist ein weiter Bereich und bedeutet, dass sie 0.6°C, aber auch 9°C sein kann. Oder 0°C. Es gibt nämlich Fachleute, die das behaupten [11], also davon ausgehen, dass das CO2 in der Atmosphäre keinen nennenswerten Einfluss auf die Temperatur hat. Das IPCC darf diese Fachleute allerdings nicht zitieren, denn es hat die Aufgabe, den Einfluss der „greenhouse gas emissions“ [6] zu belegen.

Ich finde, der viel gerühmte Konsens sei auch hier nicht erwiesen.

20. CO2 und Erderwärmung

Das IPCC stellt eine Erhöhung der Temperatur seit 1850-1900 bis heute von rund 1,1°C fest. [25] Welcher ECS (Klimasensitivität) würde das entsprechen?

1850-1900 2020 Anstieg Faktor

– CO2-Konzentration: 285[ppm] 425[ppm] 140[ppm] 0,5 entspricht nur einer halben Verdoppelung

– Temperaturanstieg: – 1,1°C

Anscheinend geht das IPCC von einer ECS von etwa 2,2°C aus. Das ist eine willkürliche Auswahl!

Man kann sich auch fragen, um wieviel Grad es hätte wärmer werden müssen, wenn man von den Extremwerten ausgeht. Bei einer ECS von 0,6°C könnten es 0.3°C, bei einer von 9°C 4,5°C sein. Die 2,2°C sind also bloss eine der vielen Möglichkeiten und nur deshalb wahrscheinlich, weil sie zufälligerweise zur angenommenen Erwärmung der Erde passen.

Man kann es auch anders formulieren: Die angenommene Erwärmung bestimmt die Klimasensitivität; uns gegenüber wird aber das Gegenteil behauptet.

21. Die Klimamodelle

Die gewünschten oder angekündigten Katastrophen sind in diesen vergangenen 150 Jahren jedoch nicht aufgetreten. Die zurück gewichenen Gletscher waren schon früher mindestens einmal so klein oder noch kleiner. Das belegen die Funde von Baumstämmen dort, wo vor wenigen Jahrzehnten noch Eis war und heute nur noch Schutt liegt. Die angeblich neuartigen katastrophalen Wetterereignisse findet man vor allem in den Medien und nicht draussen in der Natur. Soviel ich weiss, ist keine Insel wegen des Anstiegs des Meeresspiegels verschwunden.

Das sind natürlich nur meine Eindrücke.

Aber die Zukunft soll katastrophal werden, wenn wir das Klima nicht retten, oder, genauer, sie ist es ohnehin, wenn stimmt, was das IPCC unter „E.8“ schrieb. Da man nicht weiss, wie das aussehen wird, werden Modelle gemacht. Sie sollen die Temperaturen vorhersagen oder vorhersagen können. Den Leuten, die sich damit beschäftigen, gefallen die Ausdrücke „Vorhersage“ oder „Prophezeiung“ allerdings nicht und sie sprechen lieber von „Projektionen“. Nun sind Aussagen über Zukünftiges immer Vorhersagen, auch wenn sie behaupten, sie seien es nicht.

Das IPCC zeigt uns, wie diese „Projektionen“ aussehen. Unter dem Titel „Global mean temperature near−term projections relative to 1986−2005” [3] zeigt es uns, welche Temperaturanstiege es bis ins Jahr 2050 erwartet. Von 0.5°C bis 2.5°C ist alles möglich. Also auch hier herrscht kein Konsens.

Die Abbildung enthält auch die bis heute (also 2013) tatsächlich gemessenen Temperaturen, und man bemerkt mit Staunen, dass sie sich nicht mehr im Bereich der prognostizierten befinden. Fazit: Die Klimamodelle stimmen schon jetzt mit der Wirklichkeit nicht mehr überein, und sie sind anscheinend inzwischen auch nicht wesentlich besser geworden. [12]

22. Das IPCC und die Klima-Modelle

Die Passage im dritten IPCC-Sachstandsbericht von 2001 (S.771 des pdf) lautet im Original: „The climate system is a coupled non-linear chaotic system, and therefore the long-term prediction of future climate states is not possible.” Auf Deutsch heisst das etwa: „Das Klimasystem ist ein gekoppeltes nichtlineares chaotisches System, und daher ist die langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich.“

Nun könnte man natürlich einwenden, seit dieser Feststellung seien 20 Jahre vergangen und die Naturwissenschaftler besser im Bilde. Das kann sein. Die Naturwissenschaft hat die Eigenschaft, sich laufend zu verbessern – falls man sie dabei nicht stört und zwingt, Resultate zu liefern, die zwar nicht stimmen, aber zum Beispiel den Politikern passen. Es stellt sich allerdings eine ganz andere Frage, nämlich diese: Ist das Klima – oder zumindest das Wetter – heute linear und nicht mehr chaotisch? Unter „linear“ kann man sich wahrscheinlich „leicht extrapolierbar“ vorstellen.

Ich bin, wie gesagt, Laie und kann das nicht entscheiden, nehme allerdings an, die Unberechenbarkeit von Wetter und Klima sei immer noch vorhanden und eine Vorhersage auf lange Frist nach wie vor nicht möglich.

Deshalb drängt sich sogleich eine andere Frage auf: Weshalb veröffentlicht das IPCC heute diese Modelle, wenn es sie selbst, allerdings nicht offen formuliert, für Unsinn hält? Ich kann es nur vermuten: Es wird von seinen Auftraggebern gezwungen, das zu tun. Sie wollen eine Klimakatastrophe haben, und weil es diese bis jetzt nicht gibt, sie erst in Zukunft erscheinen wird, muss diese Zukunft vorhergesagt werden.

23. Die Aussagen des IPCC von 2023

„Beobachtete Erwärmung und ihre Ursachen A.1 Menschliche Aktivitäten haben eindeutig die globale Erwärmung verursacht, vor allem durch die Emission von Treibhausgasen“[19]

Das IPCC behauptet, die globale Erwärmung, wahrscheinlich seit etwa 150 Jahren, sei eindeutig unsere Schuld oder unser Verdienst oder unseren Aktivitäten zuzuschreiben. Unter diesen Treibhausgasen versteht es vor allem das CO2.

Wie „eindeutig“ ist das nun?

1. Der angebliche Einfluss des CO2 auf das Klima ist ihm nicht bekannt, auch wenn es das behauptet. Es gibt womöglich Leute, denen dieser weite Bereich zwischen 0.6°C und 9°C gefällt. Sie nehmen an, es sei dem IPCC eben gelungen. alle möglichen Klimasensitivitäten zu finden. Ich dagegen bin der Meinung, dass gerade dies ein Zeichen dafür ist, dass es ihm nicht gelungen ist, die wirkliche Klimasensitivität zu finden.

2. Die Modelle, die die Temperaturen der Zukunft vorhersagen können wollen und höchst wahrscheinlich auf diesen Klimasensitivitäten beruhen, stimmen schon jetzt nicht mehr.

3. Die Verläufe von Temperatur und CO2-Konzentration seit etwa 1960 korrelieren nicht eindeutig.

4. Die Temperaturen sind seit 2000 nicht mehr gestiegen.[3]

Fazit: Die Behauptung des IPCC wird von den Daten, die es selbst liefert, nicht unterstützt. Es kann sein, dass menschliche Aktivitäten die globale Erwärmung verursachen, aber es ist nicht eindeutig.

24. Der angebliche Gleichlauf von Temperatur und CO2-Konzentration

Wenn das Kohlenstoffdioxid imstande sein soll, die Erde zu erwärmen, dann erwartet man auch zu sehen, dass diese Werte gleich verlaufen, also positiv korrelieren. Beim Betrachten der Zeit zwischen 1958 und 2013 kann man feststellen:

Die CO2-Konzentration ist ziemlich gleichmässig von etwa 320 ppm auf etwa 400 ppm gestiegen, aber nie gesunken. Die Temperatur dagegen zeigt einen anderen Verlauf. [18] Bis in die 1970er-Jahre sank sie, und man warnte uns sogar vor einer neuen Eiszeit. Sie stieg wieder bis etwa ins Jahr 1998, worauf sie auf dem Niveau verharrte, was das IPCC dazu brachte, 2013 den folgenden Kommentar abzugeben: „“Fifteen-year-long hiatus periods are common in both the observed and CMIP5 historical GMST time series.” [3] Auf Deutsch etwa: Es wurde 15 Jahre lang nicht wärmer.

Die Temperatur kann demnach bei steigender CO2-Konzentration sowohl sinken als auch gleich bleiben.

25. OLR

Auch ein blutiger Laie in Sachen Klima, also zum Beispiel ich, kann sich fragen, ob nicht nur gemessen oder berechnet wird, welche Wärme die Erde von der Sonne erhält, sondern auch, wie viel sie wieder abgibt. Das muss sie tun; sonst wäre sie längst verbrannt.

Es wird tatsächlich gemacht. Seit 1978 umkreisen Satelliten die Erde und messen die „Outgoing Longwave Radiation“, mit OLR abgekürzt. Es ist die von der Erde abgestrahlte Energie. Man kann versuchen zu bestimmen, wie gross ihr Wert ist und kommt zum Beispiel auf Leistungsdichten zwischen 224 W/m2 und 233 W/m2. [13]

Das IPCC liefert in seiner Abbildung, die den angeblichen Treibhauseffekt darstellt, nur einen Pfeil in Richtung Weltall, aber keinen Wert. [7] Den findet man zum Beispiel in einer Publikation der ETH Zürich. [8] Unter „Strahlungsbilanz der Erde“ steht, dass 239.9 W/m2 die Erde verlassen. Das stimmt zwar nicht mit meiner gefundenen OLR überein, liegt aber in ihrer Nähe.

26. Versuch eines Meinungsaustauschs mit der Naturwissenschaft

Die eben zitierte Abbildung der ETH Zürich enthält auch eine Angabe zur Einstrahlung der Sonne auf den Ort der Erde. Er wird mit 340.4 W/m2 angegeben. Das kann nicht stimmen. Die sogenannte Solarkonstante beträgt etwa 1‘360 W/m2.

Also begab ich mich quasi in die Höhle des Löwen und fragte bei der Universität nach. Das sei so zu verstehen, wurde mir geschrieben: Die Solarkonstante müsse durch vier geteilt werden, weil der Querschnitt der Erde einen Viertel ihrer Oberfläche ausmacht. Das sei richtig, lenkte ich ein; aber sie dürfe nicht rechnerisch manipuliert werden, denn sie sei eine intensive Grösse. Ein anderes Beispiel eines solchen Wertes: Die Regenmenge. Wenn es in der Gemeinde einmal einen Liter pro Quadratmeter regne, dann auch in meinem Garten, obwohl der viel kleiner ist.

Auf diesen Einwand wurde mir mitgeteilt, dass man unsere Korrespondenz beende, wenn ich es nicht begreife, was dann auch geschah. Ich konnte und kann es nicht begreifen, einfach deshalb, weil es falsch ist.

Ein Hinweis darauf, dass ich richtig liege, liefert anscheinend das IPCC selbst. Ich kann mich noch erinnern, dass es Ende der 1990er-Jahre eine solche Darstellung der Strahlungsbilanz der Erde lieferte, die Quelle aber nicht mehr finden, es unterdessen aber auf die Nennung von Werten verzichtet. Anscheinend ist ihm selbst aufgefallen, dass sie nicht stimmen können.

Das heisst: Als Laie findet man bei den Fachleuten kein Gehör – auch wenn man womöglich recht hat.

27. Klimaaktivisten

Sie schwänzen die Schule, demonstrieren gegen die Politiker, die in ihren Augen nicht genügend tun, um unsere Erde zu retten. Neuerdings kleben sie sich mit schnell aushärtendem Beton auf Strassen und Plätzen fest.

Ich habe mich früher auch ein bisschen oder sogar ein bisschen mehr über sie aufgeregt. Heute kann ich sie verstehen, obwohl es mich nicht gelüstet, mit ihnen zu ziehen. Sie reagieren einfach auf die wilden Drohungen mit einer Klima-Katastrophe. Sie können ihre Besorgnis nicht zurückhalten. Es drängt sich ein Vergleich mit der Kernenergie auf. Schon kurz nach ihrer Entdeckung wurde die Menschheit mit Bomben in Angst und Schrecken versetzt. Kein Wunder also, wenn sie sich dieser Technik, die man, wenn man klug und nicht mit Machogehabe vorgeht, zu friedlichen Zwecken nutzen kann, widersetzt und gegen den Bau von AKWs protestiert oder Transporte mit „Atommüll“ behindert.

Es gehört zur Tragik des Menschen, dass er das, was er erfindet, nicht nur zu seinem Wohle, sondern auch zu seinem Verderben benutzt.

28. Meine Schlussfolgerungen

IPCC macht unterschiedliche Äusserungen

Man kann feststellen, dass zwischen dem, was das IPCC in seinen Berichten, manchmal mit „grossem“ oder auch „mittleren Vertrauen“ schreibt und dem, was es der Politik nebenbei auch noch empfiehlt, Unterschiede gibt. Ich nehme an, dass sich das deshalb so verhält, weil es selbst ein Geschöpf dieser Politik ist und ihr daher gehorchen muss. Prof. Thomas Stocker, ein leitendes Mitglied des Weltklimarats, hat das einmal so formuliert: „Grundsätzlich ist es im IPCC Sache der Politik zu entscheiden, was sie von der Wissenschaft will.“ [15]

Man kann auch feststellen, dass die Fachleute zu unterschiedlichen Meinungen gelangen, auch wenn sie angeblich das gleiche Thema bearbeiten. Man müsste diese Widersprüche eigentlich beseitigen, tut es aber nicht; vielleicht benötigt man sie und die damit einhergehende Verwirrung, um eine unsichere Klimapolitik zu betreiben.

Was wäre eigentlich zu tun?

Es wird verlangt, die Menschheit müsse die katastrophale Erderwärmung stoppen. Was könnte sie machen? Aus den Vorgaben des IPCC lassen sich keine klaren Vorgehensweisen ermitteln.

– Wenn sich die Erde nur um 0.26°C erwärmt, dann tun wir schon jetzt viel zu viel.

– Wenn es 9°C sind, dann tun wir viel zu wenig.

– Wenn es 0°C sind, dann ist ohnehin alles unnötig.

Fazit: Wenn man nicht genau weiss, was man machen muss, dann macht man nichts.

29. Der Klimawandel ist angeblich nur schlimm

Es ist mir auch aufgefallen, dass diejenigen, die sich zu diesem von mir „Klimaschwankung“ bezeichneten Vorgang äussern, immer nur davon ausgehen, dass sie katastrophal sei oder es sein werde. Es gibt allerdings auch positive Aspekte, etwa die Tatsache, dass die Erde grüner geworden ist. [17] Das versteht sich von selbst. Die grünen Pflanzen benötigen das CO2 für ihr Gedeihen. Je mehr es davon hat, umso besser für sie, wobei sie sich aber nicht überfressen. Sie benötigen nicht zu viel des Guten; aber eine Verdreifachung der Konzentration dieses Gases tut ihnen gut.

30. Politische Entscheidungsträger

Das IPCC fasst seine dicken Berichte für die so genannten „politischen Entscheidungsträger“ auf 30 bis 40 Seiten zusammen. Das ist vernünftig, denn diejenigen, die handeln müssen, benötigen nur seine Schlussfolgerungen. In der Schweiz gehören jede Stimmbürgerin und jeder Stimmbürger dazu. Das heisst: Das Stimmvolk in der Schweiz muss diese Zusammenfassung lesen.

Quellen

[1] https://nationalpost.com/full-comment/the-ipcc-consensus-on-climate-change-was-phoney-says-ipcc-insider

Der Text ist in Englisch. Ich habe ihn sinngemäss ins Deutsche übersetzt.

[2] http://www.wetter-eggerszell.de/wetterinfos/wetter-und-klima/klimazonen/index.html

Als Beispiel: Polar -23°C, subpolar -7°C, gemässigt 5°C, subtropisch 22°C, tropisch 26°C

[3] WG1AR5_TS_FINAL.PDF; Seite 37, TS.2.2 Changes in Temperature;

Seite 83, TFE.6 Figure 1;

Seite 87, Figure TS.14;

Seite 61, Box TS.3 Man kann feststellen, dass die Modelle bereits jetzt neben der Wirklichkeit liegen.

[4] WG1AR5_SPM_brochure_1[de].PDF; Seite 26, E.8; Seite 14, D.2; Seite 14, Fussnote 16;

[5] https://www.de-ipcc.de/media/content/AR6-WGI-SPM_deutsch_barrierefrei.pdf

[6] https://www.ipcc.ch/about/

[7] http://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg1/en/faq-1-3.html

Die Beschreibung ist heute nicht mehr unter dieser URL zu finden. Der folgende Link bietet das Gleiche an:

https://www.bgs.ac.uk/discovering-geology/climate-change/how-does-the-greenhouse-effect-work/#:~:text=The%20greenhouse%20effect%3A%20some%20of,surface%20and%20the%20lower%20atmosphere.

[8] https://educ.ethz.ch/lernzentren/mint-lernzentrum/weiterbildungsangebote/fortbildungsangebote-im-fach-physik/Klimawandel.html

[9] Rainer Hoffmann hat das aufgedeckt. https://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de/wp/

[10] Wikipedia zu „Pariser Klimaabkommen“

[11] Falsifizierung der atmosphärischen CO2 – Treibhauseffekte im Rahmen der Physik, Gerhard Gerlich und Ralf D. Tscheuschner

[12] https://eike-klima-energie.eu/2021/09/12/die-klimaschau-von-sebastian-luening-ipcc-verschweigt-politikern-massive-probleme-der-klimamodelle/

[13] Meine zugegebenermassen laienhafte Versuche, aus Informationen von NASA, NOAA, CERES, CAWCR, UAH- MSU und IPCC einen Wert zu eruieren.

[14] https://eike-klima-energie.eu/2021/09/01/die-klimaschau-von-sebastian-luening-das-geheimnis-der-wolken/

[15] https://climatehomes.unibe.ch/~stocker/papers/stocker13unipress.pdf

[16] https://www.myclimate.org/de/informieren/faq/faq-detail/was-bedeutet-netto-null-emissionen/

[17] https://www.verivox.de/strom/themen/klimazertifikate/#:~:text=Unternehmen%20reagieren%20auf%20diesen%20Wandel,verlangen%20daf%C3%BCr%20meist%20einen%20Aufpreis.

[18] https://www.deutsches-klima-konsortium.de/co2konzentration

[19] https://www.focus.de/wissen/klima/flaeche-in-amazonas-groesse-ueberraschende-nasa-studie-zum-klimawandel-die-welt-ist-gruener-als-vor-20-jahren_id_11401420.html

[20] https://vademecum.brandenberger.eu/grafiken/klima/tempco22008.gif

[21] https://www.de-ipcc.de/media/content/Hauptaussagen_AR6-SYR.pdf

[22] Es wird etwa behauptet, die ideale Erd-Mitteltemperatur, falls es so etwas überhaupt gibt, sei +15°C. Andere Quellen melden, sie liege im Moment bei +14.7°C. Das würde bedeuten, dass die angeblich vorhandene Klima-Katastrophe noch nicht einmal begonnen hat.

[23] https://uncutnews.ch/nasa-globale-erwaermung-existiert-nicht/

[24] https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/weltklimarat-chef-jim-skea-gibt-entwarnung-mr-klima-vernunft-sagt-weltuntergang-84872198.bild.html?t_ref=https%3A%2F%2Fl.facebook.com%2F&fbclid=IwY2xjawFjkGNleHRuA2FlbQIxMQABHVTClIiniccrn-0n4DAlPDt_uH0ecorp0cfCj-y0QwE7ohYlYgdWnHu1zQ_aem_no1c0KQdfsOMwf1ymQFH_Q

[25] https://joannenova.com.au/2010/02/4-carbon-dioxide-is-already-absorbing-almost-all-it-can/

[26] Beobachtete globale mittlere kombinierte Land- und Ozean-Oberflächentemperaturabweichung von 1850 bis 2012

WG1AR5_TS_FINAL.PDF; Seite 4

[27] AR6-WGI-SMP_deutsch_barrierefrei.PDF

[28] Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) wurde 1992 in Rio de Janeiro von 154 Staaten unterzeichnet und trat 1994 in Kraft.




Kältereport Nr. 35 / 2025

Meldungen vom 1. September 2025:

Australien: Massive Schneefälle zum Ende des Winters

Ein Schneesturm hat Australiens Skigebiete unter der höchsten Schneedecke seit Jahren begraben.

In den Skigebieten in den Australischen Alpen wurden ebenso beeindruckende Schneemengen gemessen: Am Mount Buller in Victoria fielen in nur zwei Tagen 53 cm. Hotham verzeichnete 77 cm, Thredbo 71 cm, Perisher 67 cm, Charlotte Pass 70 cm, Falls Creek 69 cm und Buller 62 cm. Der Schnee erreichte sogar niedrigere Lagen westlich von Sydney: „der stärkste Schneefall seit Jahren“, so die Einheimischen.

An der Referenzstation von Snowy Hydro in Spencers Creek, NSW – auf halbem Weg zwischen Perisher und Thredbo gelegen – wurde am 1. September eine Schneehöhe von 220,4 cm gemessen, die höchste Schneedecke an diesem Tag seit 2019 und das erste Mal seit 2022, dass die 2-Meter-Marke überschritten worden ist. In Victoria meldete Mt Hotham eine Basis von 159 cm und Falls Creek 143 cm.

Zwei große Schneestürme in weniger als einem Monat – der erste Anfang August, der zweite zum Abschluss des Winters – haben das Jahr 2025 als eine der schneereichsten Saisons des Jahrhunderts für die alpinen Regionen Australiens bestätigt – das Gegenteil der CAGW-Märchen.

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USA: Lang anhaltende Kältewelle in der Osthälfte

Wie schon in der letzten Woche wird ein intensiver Kaltluftvorstoß bis weit in den September hinein extreme Anomalien über weite Teile der USA bringen und weitere Rekorde brechen.

In dieser Woche werden von den Dakotas über den Mittleren Westen bis ins Ohio Valley verbreitet Abweichungen von 10-15 °C unter dem Durchschnitt erwartet. Die Kälte zieht dann bis zum Wochenende weiter nach Süden und Osten und erfasst die Plains, die Appalachen und sogar den Süden.

Nördlich der Grenze gibt es ebenfalls Gebiete mit anomaler Kälte. Ontario erwachte am Wochenende mit extremen Tiefstwerten, wobei mehrere Orte mit historischen Augustrekorden aufwarteten.

In Toronto Pearson fiel die Temperatur auf 7,8 °C, den niedrigsten Augustwert seit 1989. Windsor verzeichnete mit 6,5 °C den niedrigsten Augustwert seit 1982. Anderswo sank die Temperatur in Bancroft auf 2,3°C und in Delhi auf nur 1,3°C – Werte, die eher in den Oktober passen.

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Europa: Der prophezeite „Höllensommer“ ist niemals gekommen

Das Establishment hat monatelang vor einem „Höllensommer“ in Europa im Jahr 2025 gewarnt – extreme Hitze, endlose Dürre, mehr Todesfälle. Er ist nie eingetroffen.

Nehmen wir Deutschland, das angebliche Epizentrum des Infernos. Die offizielle Definition einer Hitzewelle hier (TINZ et al. 2008) erfordert fünf aufeinanderfolgende Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius. Im Jahr 2025 gab es kein einziges solches Ereignis. Kein einziges. Dennoch gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) „Hitzewarnungen“ heraus.

Ein weiterer aufschlussreicher Datensatz stammt von den Berliner Freibädern, die aufgrund einer Saison, die nach Aussage der Betreiber „einfach zu kühl und zu regnerisch“ war, einen Rückgang der Besucherzahlen um 20 % hinnehmen mussten. Bis Mitte August zählten die Bäder 300.000 Besuche weniger als im Jahr 2024. Kühle Nächte ließen die Wassertemperaturen bis 18 Grad sinken.

Die Berliner Zeitung berichtet von „geringen Besucherzahlen“ aufgrund einer Saison, die „als eine der wärmsten in der Geschichte prophezeit worden war“. Was Europa stattdessen bekam, war eine weitere krasse Erinnerung daran, dass die Klimaindustrie von PR lebt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/massive-end-of-winter-snow-buries?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 2. September 2025:

USA: Washington, D.C. verzeichnet den kältesten August seit 25 Jahren

Washington, D.C., hat gerade den kältesten August seit 2000 verzeichnet.

Der Monatsdurchschnitt lag bei 24,3°C, was 3,2°C unter dem heutigen Durchschnitt ist. Mit nur 5 mm Niederschlag war es auch der trockenste August seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die Washington Post weist darauf hin, dass der kälteste August 1927 mit einem Mittelwert von 21,1 °C aufgezeichnet worden war, lässt aber außer Acht, dass der August 2025 einige beeindruckende historische Referenzwerte übertrifft. Er war zum Beispiel kälter als der August 1872 – vor 153 Jahren.

Die Abkühlung beschränkte sich auch nicht auf die Hauptstadt.

Die nachstehende Grafik zeigt, dass ein Großteil des Ostens und der Mitte der USA im vergangenen Monat unter dem Durchschnitt lag und damit der gängigen MSM-Propaganda zuwiderlief:

Die letzte Augustwoche war besonders kühl, und es fiel eine Reihe von Rekorden.

Sogar die Wärme verherrlichende, den UHI ignorierende Datenzusammenfassung der NOAA zeigt, dass die USA in der letzten Augustwoche 76 neue monatliche Kälte-Rekorde aufstellten gegenüber nur einem für die Wärme. Außerdem wurden 1012 tägliche Tiefsttemperaturrekorde gebrochen, während es bei den Höchsttemperaturen nur 407 waren.

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Südamerika: Schneemassen in den Anden

Die Berge der Anden waren in der vergangenen Woche Schauplatz heftiger Schneefälle, und die chilenischen und argentinischen Skigebiete verzeichneten einige der stärksten Schneefälle der Saison.

Valle Nevado meldete mehr als 150 cm Schnee in sieben Tagen, fast die Hälfte der gesamten Schneemenge der Saison, die in einem einzigen Tag fiel. In Ski Portillo fielen in nur vier Tagen 90 cm Neuschnee, genug, um den Berg in vollem Wintermodus wieder zu öffnen. Und in La Parva fielen zwei Drittel der gesamten Schneemenge der Saison während dieses einen einzigen Sturms.

Entsprechend stieg die Lawinengefahr. In La Parva riss eine Lawine mehrere Skifahrer mit sich.

Der Schnee erreicht auch niedrigere Lagen, darunter das argentinische Valle de Pancanta in San Luis.

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Arktis: Russisches Schiff im Eis stecken geblieben

Die Schlagzeilen behaupten, dass die Arktis „bis 2027 eisfrei“ sein könnte. Eine in Nature Communications veröffentlichte Studie unter der Leitung von Forschern der Universitäten von Colorado und Göteborg geht anhand von 300 Modellläufen davon aus, dass der erste „eisfreie Sommertag“ innerhalb weniger Jahre eintreten könnte.

Aber solche Prophezeiungen sind nichts Neues – und sie sind ausnahmslos gescheitert. Die Öffentlichkeit wurde vor einer „eisfreien Arktis“ im Jahr 2000, 2013, 2016 und 2020 gewarnt. Nichts davon ist eingetreten. Nicht einmal annähernd.

Der Hype hat auch eine lange Geschichte.

Am 2. November 1922 brachte die Washington Post – natürlich – Berichte aus Norwegen, in denen von einer Erwärmung der Arktis, schwindenden Gletschern, seltenen Robben und nach Norden wandernden Fischarten die Rede war.

Es hieß, dass das Eis bis zum Norden auf 81°29′ verschwindet. Das war vor 103 Jahren:

Heute ist das Meereis noch lange nicht verschwunden, sondern behindert die Schifffahrt weiterhin.

Am Freitag (29. August) musste der russische Flüssiggastanker Arctic Metagaz in der Nähe der Ostsibirischen See anhalten und seinen Kurs ändern, nachdem er auf schwere Sommereisschollen gestoßen war.

Russische Seekarten zeigten, dass das Sommereis in der Ostsibirischen See weit verbreitet ist, mit Konzentrationen, die je nach Ort zwischen 10 und 60 % variieren, einschließlich der auf dem Meeresboden verankerten Hummocks (massive, unbewegliche, aufgetürmte Druckrücken, die oft am Meeresboden verankert sind).

Selbst der nukleare Eisbrecher Sibir hatte Schwierigkeiten, die Fahrspuren zu räumen.

Graphik: AIS verfolgt die Spuren des nuklearen Eisbrechers Sibir, der versucht, sich einen Weg durch das schwere Sommereis zu bahnen, während der Flüssiggastanker Arctic Metagaz an der Eiskante in der Ostsibirischen See anhält. [Shipatlas]

Dies ist der zweite Sommer in Folge, in dem Meereis den östlichen Nördlichen Seeweg blockiert hat.

Realitätscheck: mehr als ein Jahrhundert fehlgeschlagener Vorhersagen, 2025 Flotten, die im August-Eis gefangen sind, und eine weitere Runde von Computermodell-Schrott, welcher der Agenda dient – und sonst gar nichts.

Link: https://electroverse.substack.com/p/washington-posts-its-coolest-august?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 3. September 2025:

Australien: Beste Schnee-Saison seit Jahren

Die alpinen Skigebiete Victorias haben den höchsten Schnee seit Jahren angehäuft.

Falls Creek hat in dieser Saison mehr als 3 m Schnee erhalten, darunter 71 cm in einem einzigen Sturm. Ein weiterer Sturm mit 69 cm hat die Besucherzahlen auf ein rekordverdächtiges Niveau gehoben.

Mount Buller verzeichnete in der vergangenen Woche 60 cm, während Mount Hotham und Falls Creek überdurchschnittliche Schneehöhen für Juni, Juli und jetzt Anfang September meldeten.

Die beständigen Neuschnee-Mengen dieses Winters und die starken Schneefälle werden die Saison bis weit in den Frühling hinein verlängern.

„Schwindender Schnee“ bleibt jedoch die offizielle Linie.

Link: https://electroverse.substack.com/p/victorias-best-snow-season-in-years?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 4. September 2025:

Südamerika: Neuer Frosteinbruch droht

Das südliche und mittlere Südamerika wird bald von einem weiteren antarktischen Kaltluftvorstoß getroffen werden, mit zwei aufeinanderfolgenden Wellen.

Am 5. September werden große Teile Argentiniens, Uruguays, Paraguays und Südbrasiliens von erheblichen Kalt-Anomalien betroffen sein:

GFS 2m Temperatur-Anomalien am 5. September [tropicaltidbits.com]

Eine Woche später, am 12. September, deuten die ersten GFS-Läufe auf einen zweiten, noch heftigeren Sturm hin, der die Kälte verstärkt und von Patagonien über die Pampa nach Norden in die wichtigsten landwirtschaftlichen Gebiete Brasiliens zieht.

Für die brasilianischen Kaffeeanbaugebiete ist dies eine weitere bedrohliche Prognose. Arabica ist notorisch anfällig und überlebt nur in einem schmalen klimatischen Band. Er ist bereits durch unbeständiges Wetter gestresst, insbesondere durch anhaltende Fröste seit 2021, und ein erneuter Frost könnte die Erträge zunichte machen. Kaffee war schon immer ein „Kanarienvogel in der Kohlenmine“: 1975 vernichtete ein einziger Frost zwei Drittel der brasilianischen Ernte und ließ die Weltmarktpreise in die Höhe schnellen.

Und es geht nicht nur um Kaffee. Mais, Zuckerrohr und andere Feldfrüchte sind anfällig für die seit 2021 beobachtete Abkühlung. Frostschäden sind eine Einbahnstraße – im Gegensatz zu Dürre oder Hitze bremst ein Frost nicht nur das Wachstum oder verzögert die Ernte, sondern bringt den gesamten Prozess zum Stillstand.

Südamerikas Anbaugebiete befinden sich klimatisch auf eines Messers Schneide. Jeder weitere polare Einbruch beeinträchtigt die Produktion, was sich auf die weltweite Lebensmittelversorgung und die Preisgestaltung auswirkt.

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Die folgende Meldung zeigt, dass der Winter auf der Südhalbkugel nicht weichen will, während er es auf der Nordhalbkugel sehr eilig hat einzutreten: (A. d. Übers.)

USA: Weiterer Rekord-Kälteeinbruch droht

Eine polare Luftmasse, welche die gesamten USA zwischen Kanada und Mexiko erfasst, breitet sich in dieser Woche nach Süden aus und wird die Temperaturen weit unter die September-Norm drücken.

Die neuesten GFS-Läufe zeigen Abweichungen von -8°C bis -18°C im Mittleren Westen, den Großen Seen und in den Ebenen, wobei sich die Kälte bis nach Texas und Nordmexiko ausdehnt. Der Kern der Kälte wird über der Mitte der USA liegen, wo sich die Tage eher wie November als wie Anfang September anfühlen werden.

Die GFS-Anomaliekarte zeigt erhebliche Kalt-Anomalien von den Dakotas über Ohio und südwärts bis nach Oklahoma und Arkansas.

Ich gehe davon aus, dass die MSM weiterhin mit einem kleinen, isolierten Wärmegebiet im Nordwesten ablenken werden – so wie sie es seit Ende August getan haben, obwohl die Daten (und Aufzeichnungen) ein klares Bild von einem insgesamt fröstelnden Amerika zeichnen…

Dies könnte sich als eine der kältesten Herbst-Anfänge seit vielen Jahrzehnten erweisen und das kühle Jahr 2025 fortsetzen…

USA: Teils die niedrigsten Temperaturen seit 1895

Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur in den Vereinigten Staaten ist in diesem Jahr (1. Januar bis 3. September) die 16.-niedrigste in den Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1895 zurückreichen.

Der NOAA-Datensatz der Stationen des Historical Climatology Network zeigt, dass das Jahr 2025 kühler war als die überwiegende Mehrheit der vergangenen 130 Jahre, wobei nur eine Handvoll Jahre in den 1960er und 1970er Jahren noch niedrigere Durchschnittswerte verzeichneten.

Der langfristige Mittelwert liegt bei 20,5 Grad Celsius, und während 2012 ein Spitzenwert von 22,2 Grad Celsius erreicht wurde, ist der Gesamttrend seit dem Höchststand in den 1930er Jahren flach bis rückläufig:

Spitzenwert 2012 71,9°F = 22,1°C

Im Gegensatz zu Tagesminima oder berechneten Durchschnittswerten sind die rohen Höchstwerte weniger anfällig für Manipulationen. Sie werden auch weit weniger durch den „Urban Heat Island“-Effekt verzerrt, der vor allem die nächtlichen Tiefstwerte in die Höhe treibt, da Beton und Asphalt die Wärme nach Sonnenuntergang zurückhalten. Die Höchstwerte hingegen werden durch breitere atmosphärische Bedingungen beeinflusst und liefern ein deutlicheres Klimasignal. Nicht perfekt. Aber deutlicher.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-americas-incoming-freeze-record?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 5. September 2025:

Die Kälte in Australien

Kununurra im Norden Westaustraliens verzeichnete am 4. September 8,7 °C – die niedrigste jemals aufgezeichnete Septembertemperatur.

Ein Blick auf das GFS (Karten unten) zeigt, dass noch viel mehr kommen wird.

Die neuesten Durchläufe zeigen einen Ausbruch von Blau- und Violetttönen, die einen Großteil des Kontinents am 10. September erfassen und die Anomalien weit unter die Norm von 1981-2010 drücken dürften:

Erwartete GFS 2m Temperatur-Anomalien (C) am 10. September [tropicaltidbits.com]

Die Kälte wird sich von WA nach Südafrika, Victoria, Tasmanien und New South Wales ausbreiten und weit verbreiteten Frost und wahrscheinlich weitere Kälterekorde mit sich bringen. Sogar Queensland bleibt nicht verschont. Die Modelle deuten auf sub-saisonale Tiefstwerte hin, die bis ins Landesinnere vordringen.

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Kanada: September-Kälte in zentralen Gebieten

Zentral-Kanada durchläuft derzeit eine frühe Dosis Herbst, mit Schneeflocken in Geraldton, NW Ontario, und Tageshöchsttemperaturen, die eher für Anfang November typisch sind.

In Winnipeg sank die Temperatur in der Nacht auf 0,4 °C, und die Tageshöchsttemperatur lag bei nur 9 °C – das ist der niedrigste Wert, den die Stadt so früh im September seit 2004 gemessen hat.

Weiter östlich erreichte Geraldton am Donnerstag nur 4,1 °C, während Carman, Sprague und Emerson alle 8 °C verzeichneten.

Schnee Anfang September ist für Ontario ungewöhnlich, aber die Kälte war weit verbreitet, da ein Großteil der Prärie und der nördlichen Ebenen von Luftmassen direkt aus der Arktis erfasst wurde. Auch südlich der Grenze treten immer neue Rekorde auf…

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USA: Weitere Kälterekorde gebrochen – Rekord-früher Schnee im nördlichen Michigan

Eine Abschwächung des Jetstreams sorgt in weiten Teilen der Vereinigten Staaten für einen frühen Vorgeschmack auf den Herbst.

Die Abkühlung ist weit verbreitet. Von den nördlichen Ebenen über die Großen Seen bis in die Appalachen kämpfen die Tageshöchsttemperaturen mit Werten zwischen 5 und 10 Grad Celsius, wobei für Milwaukee und Minneapolis Temperaturen unter 15 Grad vorhergesagt werden. In Chicago und Detroit werden sich Werte um 15 Grad halten.

Für mehr als 140 Millionen Amerikaner wird bis zum Wochenende anomale Kälte vorhergesagt.

Die Bedingungen lassen bereits erahnen, was in diesem Winter auf uns zukommen könnte…

Am Donnerstag (4. September) fielen auf der oberen Halbinsel von Michigan die ersten Schneeflocken der Saison – laut Daten des Nationalen Wetterdienstes der früheste Zeitpunkt seit Beginn der Aufzeichnungen, der die bisherige Marke vom 12. September 1975 übertrifft.

Der NWS bestätigte die Flocken in Keweenaw County, wo Videoaufnahmen des Einheimischen Eddie Brecht ein Schnee-Regen-Gemisch außerhalb von Eagle Harbor zeigten. „Also Leute, ich musste es euch einfach selbst zeigen“, sagte Brecht. „Es kommt runter. Ein Schnee-Regen-Gemisch. Ziemlich unglaublich.“

Trotz des Rekords bezeichnete der NWS die Schneefälle lediglich als „ein bisschen früh“ – eine merkwürdige Untertreibung für Schnee, der mehr als eine Woche früher eintrifft als jemals zuvor beobachtet. Stellen Sie sich vor, was los wäre, wenn es sich um einen Hitzerekord gehandelt hätte.

Herbstliches Wetter ist früh und mit voller Wucht eingetroffen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/australia-turns-blue-records-continue?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 36 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 5. September 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Der Sommer wird in Deutschland erst seit 1988 wieder wärmer – Teil 1

Teil 1: Die Sommererwärmung fand hauptsächlich tagsüber statt.

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

  • Natürliche und anthropogene Gründe bestimmen die Erwärmung seit 1987/88, und zwar:
  • Geänderte Großwetterlagen-Häufigkeiten, zunehmender Wärmeinseleffekte durch Bebauung und Flächenversieglungen, die Zunahme der Sonnenstunden, die weiträumige Trockenlegung der Landschaft bestimmen die Sommererwärmung seit 1988
  • Die Sommererwärmung seit 1988 fand hauptsächlich tagsüber statt. Ursache: Sonne
  • Die Erwärmung ist seit einigen Jahren ausgereizt.
  • Die Klimahysterie basierend auf CO₂ ist völlig unbegründet, ein frei erfundenes Medienereignis.
  • Kohlendioxid ist ein lebensnotwendiges Gas, wir brauchen mehr und nicht weniger

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) lag das Temperaturmittel im Sommer 2025 bei 18,3 Grad Celsius (°C). Und damit jeweils ein Zehntel unter dem letzten und vorletzten Jahr. Nur im Juni und August hatten wir 2 sommerliche Hitzeperioden. Allerdings gab es keine neuen Temperaturhöchstrekorde wie schon letztes und vorletztes Jahr nicht mehr, trotz überdurchschnittlicher Sonnenstunden. Mit 720 Sonnenstunden im Vergleich zum Schnitt von 614 (1961-1990) oder 654 (1991-2020) Stunden lag man deutlich darüber, bei Niederschlagsmengen leicht unter dem Schnitt von 239 l/m2. Fazit dieses Sommers 2025: Sonnenstunden über dem Schnitt bei fast normalen Niederschlagsmengen.

Mit 18,1 Grad war es der 25-wärmste August seit 1881 oder der 18-wärmste seit 1988. Mit 18,3 Grad war es der 12-wärmste Sommer seit 1881 oder der 10-wärmste seit 1988. Laut DWD-Temperaturstatistik, Anmerkungen dazu weiter unten.

Uns interessiert mehr: Wie ist dieser Sommer 2025 in einem längeren Zeitraum einzuordnen? Lassen wir deshalb die Grafiken der DWD- Zeitreihen sprechen

Zunächst die Sommer-Temperaturen seit 1892, also seit 133 Jahren

Die deutsche Sommertemperaturkurve zeigt zwei auffallende Temperaturzeitintervalle:

Abb. 1: Die eigentliche Klimaerwärmung beim Sommer begann erst 1987/88, vor allem tagsüber, das zeigt Grafik 6

Wir unterteilen weiter und erkennen 4 Zeitintervalle bei der Jahreszeit Sommer in den DWD-Reihen.

  1. Nach unmerklicher Abkühlung von 1890 bis 1910 leichte Erwärmung bis etwa 1950, danach leichte Abkühlung bis 1987
  2. Insgesamt jedoch fast 100 Jahre lang nahezu gleich bleibende Sommertemperaturen
  3. Leichter Sprung der Temperaturtrendgeraden von 1987 auf 1988
  4. Starke Weitererwärmung seit 1988, vor allem tagsüber.

Wo bleibt die CO– Erwärmungswirkung?

Anhand dieser Sommergrafik ist bereits bewiesen, dass CO keinen oder kaum einen Einfluss auf die Temperaturentwicklung hat. Das jährlich steigende CO kann nicht fast 100 Jahre lang unwirksam sein, dann mit dem Jahr 1988, aufgeschreckt durch die Gründung des Weltklimarates plötzlich aufwachen und seine erwärmende Wirkung verstärkt entfalten, als müsste es die verschlafenen 100 Jahre davor nachholen.

Noch eindrucksvoller zeigt sich die Nichtwirkung von CO₂ auf die Temperaturen, wenn man die Grafik erst während des Krieges beginnen lässt, denn ab 1943 wurden die Sommer nicht nur in Deutschland kälter. Eine Sommerabkühlung, die bis 1987 anhielt und viele Experten von einer neuen kommenden kleinen Eiszeit redeten.

Es war die Zeit, wo man ab 1960 unbedingt in den Sommersüden reisen wollte, um Sonnenwärme für den Winter zu tanken.

Abb. 2: von 1943 bis 1987, also 45 Sommer lang sind die Temperaturen sogar gefallen, trotz steigender CO₂-Konzentrationen. Man fragte sich damals: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“

Unzulässig und deshalb falsch ist auf alle Fälle diese Schlussfolgerung der Treibhauskirche: Aus einer Zufalls-Korrelation seit 1988 behauptet man eine Ursache-Wirkung, nämlich CO bestimmt die Temperatur. Warum nicht umgekehrt? Oder Zufall…? Vieles ist denkbar.

Anmerkung zu den DWD Temperaturdaten: Diese DWD-Temperaturdaten aus Grafik 1 und 2 sind nicht wärmeinselbereinigt. Die Temperaturen 2025 sind mit ganz anderen Wetterstationen an wärmeren Plätzen und mit ganz anderen Messgeräten und Messmethoden ermittelt als die Daten im Kaiserreich. Nicht nur die Städte und Dörfer wurden wärmer gemacht, – das nennt man städtischen Wärmeinseleffekt- sondern die ganze Landfläche. Was alles zum WI-effekt gehört, hat Stefan Kämpfe hier beschrieben.

Als grober Anhaltspunkt: Wäre Deutschland so geblieben wie 1881 mit den damaligen Wetterstationen an den kälteren Standorten, dann würden die heurigen 18,3°C vor 140 Jahren mit etwa 17 Grad oder knapp darunter ermittelt worden sein. Wir nennen diese Spanne den Wärmeinseleffekt (WI) in den deutschen Sommer-Temperaturreihen. Es bleibt jedoch noch immer eine reale Erwärmung übrig. Jedoch war dieser Sommer niemals der 12. wärmste seit 1881. Das behaupten nur die nach oben getricksten DWD-Temperaturdaten.

Diese Wärmeinsel-Erwärmung ist eine reale Zusatzwärme, wir Menschen wohnen in den wachsenden Wärmeinseln, und da wurde es eben wärmer, aber ein Teil der 1,3 bis 1,5 Grad ist auch nur eine statistische Erhöhung des Schnittes durch kältere Stationen stilllegen und an wärmeren Standorten neu aufmachen, u. viele andere. Diese statistischen Erwärmungstricks sind hier beschrieben und hier bewiesen.

Gibt es noch eine (fast) unberührte Wetterstation wie einst zum Vergleich?

Leider gibt es bei uns in Deutschland keine einzige Wetterstation mehr, die noch so steht wie vor 140 Jahren und in deren weiten Umgebung sich kaum was verändert hat. Aber in den USA ist das möglich. Die Dale Enterprise Wetterstation ist die drittälteste in Virginia, steht bei einer singulären Farm, nur ein inzwischen asphaltierter breiter Highway führt an der Farm vorbei und die nahegelegene Stadt Harrisonburg hat sich stark in Richtung Farm ausgeweitet. (Entfernung nur noch 1 km). Wir bezeichnen diese Wetterstation als WI-arm, ihre Temperaturgrafik für den Sommer sieht so aus:

Abb. 3: Diese WI-arme Wetterstation in den USA zeigt in 145 Jahren nur einen minimalen Sommertemperaturanstieg von etwa einem halben Grad Fahrenheit, der jedoch auch erst vor 45 Jahren einsetzte. (1 Grad Fahrenheit= 0,56°C) Seitdem fehlen vor allem die kühleren Sommer.

Und bei uns? Wir können nur auf Privatstationen zurückgreifen, wo die Stationsleiter meist nichts am Standort wärmend verändert haben und vor allem die gemessenen Daten veröffentlicht werden. Privat-Wetterstationen existieren allerdings nicht so lange, sondern meist nur, solange der interessierte Stationsleiter tätig ist. Amtsberg wäre eine solche und auch Goldbach in der Lausitz. Dort war der Sommer nämlich nur der 17.-wärmste seit 1997, also unter dem Schnitt!!! Von dort schreib uns der Stationsleiter:Ich denke, dass die Schwimmbäder mit dem Verlauf der Sommersaison nicht ganz zufrieden sind: Heiße Tage (Temperatur 30°C und höher) 2025: 9; 2024:21; Sommertage (Temperatur) bei oder über 25°C) 2025: 36, 2024: 52. Vor allem der August hat den Mittelwert des meteorologischen Sommers (in Goldbach) in diesem Jahr etwas nach unten gedrückt.“

Aha, Sommer 25 bei Goldbach und Amtsberg unter dem eigenen Schnitt, der DWD darüber.

Der Klimawandel tagsüber seit 1988 hat viele Ursachen, natürliche und anthropogene!

Der kleine ‘Klimasprung‘ von 1987 auf 1988 – siehe Grafik 1 – um ein halbes Grad hat natürliche Gründe: Die plötzliche Änderung der Großwetterlagen, eine Umstellung von Nord/West auf mediterrane Einflüsse, NOA, AMO und andere natürliche wetterbestimmende Faktoren für Mitteleuropa. Die Wirkung der Luftreinhaltemaßnahmen. Auch das Nordseewasser zeigt diesen Temperatursprung. Der Temperatursprung wurde in Holland in dieser wissenschaftlichen Arbeit genauer verfolgt und beschrieben. Zitat aus der Introduction: „This warming has not takenplace uniformly: there is a jump around 1988 of about one degree in the average temperature.“ Nochmals: jump around 1988 of about one degree

Die starke Weitererwärmung des DWD-Sommers nach dem Sprung der Temperaturtrendgeraden 1988

Die fast 0,5 Grad/Jahrzehnt an Sommer-Weitererwärmung haben menschengemachte und natürliche Gründe. Der menschengemachte Anteil ist zunehmend. Gründe des anthropogenen Anteiles sind die voranschreitende Zerstörung der Natur durch Überbauung und Flächenversiegelung, siehe Versiegelungszähler: Stand bei Redaktionsschluss: 50 900 km²

Und die Austrocknung der Landschaft durch Überbauung, sowie großflächige Trockenlegungen. Selbst die freie Fläche in Wald und Flur, Wiesen und Feldern wurden seit Jahrzehnten großflächig trockengelegt, damit nach einem Starkregen anderntags sofort die industrielle Land- und Forstwirtschaft wieder betrieben werden kann. Die Folgen: Plötzliches Hochwasser. Exemplarisch hier beschrieben.

Aber auch: Nach mehreren heißen Tagen geht die kühlende Wirkung des Bodens und der Vegetation in Wald und Flur verloren, da die Sonnenstundenanzahl tagsüber stark gestiegen sind und die Niederschläge etwa gleich blieben, siehe nächste Grafik.

Und schließlich die zusätzliche Erwärmung durch angebliche Klimaschutzmaßnahmen wie dunkle Frei-Flächen PV-Anlagen, siehe Eingangsbild und über 30 000 Windräder.

Sonnenstunden und Niederschläge beim DWD-Sommer seit 1988

Sonnenstunden stark steigend, Niederschläge gleichbleibend. Das zeigen die nächsten beiden Grafiken.

Abb. 4a/b: Seit 1988, dem Klimawandelbeginn in Deutschland steigen die Sonnenstunden stark an. Aufgrund der Luftreinhaltungsmaßnahmen hat sich die Intensität der Strahlung ebenfalls verstärkt. Die Niederschläge blieben etwa gleich. Mit der Zunahme der Sonnenstunden hat selbstverständlich die Bewölkung abgenommen.

Man erkennt: a) natürliche Klimaänderungen: Die Sonne hat den Temperaturverlauf hauptsächlich mitbestimmt.

b) anthropogen: aber auch der Mensch durch großflächige Deutschlandtrockenlegungen mitsamt Asphaltierung und großflächige Bebauungen, ebenso PV-Anlagen und Windräder trocknen Deutschland im Sommer aus und nicht Kohlendioxid. Auch nicht der angeblich fehlende Niederschlag, denn es fehlt ja nichts.

Hinweis, den gesamten anthropogenen Einfluss auf die Temperaturmessungen haben wir hier beschrieben.

Damit ist diese Literaturdefinition absolut falsch: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Wie allen bekannt ist, ist der Winter die Hauptzeit der Verbrennung. Dann müsste der Winter die stärkste Erwärmung zeigen. Tut es aber nicht, das zeigt die nächste Grafik eindrucksvoll.

Abb. 5: Neunzig Jahre lang sind die Winter in Deutschland laut DWD sogar kälter geworden. Dann kam der plötzliche Klimawandel mit dem Sprung der Temperaturtrendgeraden – von 1987 auf 1988 – und seitdem auch eine Weitererwärmung der Wintermonate, jedoch weniger stark wie im Sommer.

Ergebnis: Die Wintergrafik Deutschlands zeigt erst recht, das CO entweder gar keinen oder nur einen völlig untergeordneten Anteil an der Erwärmung Deutschlands seit 130 Jahren hat. Damit ist die in der Literatur verwendete Definition von Klimawandel sogar grottenfalsch.

Selbst aufgrund physikalischer Grundlagen an den CO-Erwärmungseffekt glaubende, jedoch unabhängige Physiker schätzen den CO-Anteil als sehr niedrig ein. Sie wissen genau, dass die von langer Hand geplante und uns ängstigen sollende Klimahysterie völlig unbegründet ist. Nur wer nichts an der Hysterie verdient, der sucht nach der Wahrheit.

Doch es gibt noch viel mehr Anzeichen für eine nicht erkennbare Wirkung von CO auf die Temperaturreihen:

Die unterschiedlichen Tag/Nachtemperaturen Deutschlands im Sommer

  • Tagsüber stark gestiegen, nachts kaum

Leider bietet der DWD keinen Gesamtschnitt seiner über 2000 Wetterstationen seit 1988 an, wir können nur Einzelstationen,- bisher über 50 ausgewertet – hier zeigen. Im Grunde ist eine Gesamtauswertung für den DWD auch nur schwer möglich, denn der DWD hat in den letzten 30 Jahren über die Hälfte seiner Stationen ausgetauscht wie wir oben im ersten Link gezeigt haben. Wir (M.Baritz) hat jedoch die noch verbliebenen Einzelstationen in unzähligen Arbeitsstunden zusammengefasst und ausgewertet.

In den Grafiken ist die obere graue Linie der Tagesverlauf, gemessen in Tmax (Durchschnitt aller täglichen Tmax von allen 543 Stationen, also 92 x 543 Werte ergeben einen Wert)

Die nächtlichen Tiefsttemperaturen während des Sommers sind in der Grafik in blau aufgeführt. Die 24-h Rundumtagesschnitte sind dazwischen in orange

Abb. 6: Völlig unterschiedlicher Verlauf der 6 Kennlinien in den beiden Zeitabschnitten.

Auswertungen, erster Zeitabschnitt bis 1987, linke Hälfte der Abbildung, 40 Jahre

Die Tageshöchsttemperaturen gehen zurück, die nächtlichen Tmin bleiben gleich, die Tagesmittel liegen dazwischen und gehen leicht zurück. Insgesamt eine leichte Abkühlung.

Ab 1988, bis heute, 38 Sommer:

Die Tagestemperaturen steigen stark an, die nächtlichen Tmin Temperaturen nur unwesentlich, insgesamt eine starke Sommererwärmung seit 1988 bis heute. (orange Kennlinie).

Merke:

a) Die Sommererwärmung seit 1988 fand nur tagsüber statt

b) Die Schere zwischen Tag/Nacht geht von 1947 bis 1987 zu, ab 1988 geht die Temperaturschere zwischen Tmax und Tmin auseinander.

Diese Grafik der deutschen Sommertemperaturen findet man sonst nirgendwo in der Literatur. Nur in unseren Artikeln!!. Warum werden diese Beweisgrafiken gegen CO₂ von der Treibhauskirche unterdrückt? Antwort: Sie beweisen deutlichst, dass Kohlendioxid nichts mit den Temperaturverläufen der DWD-Messreihen zu tun haben kann!!

Solche Gaseigenschaften gibt es nämlich nicht: Kohlendioxid kann tagsüber nicht anders wirken als nachts und bis 1987 nicht anders als nach 1987/88. Und deswegen werden auch niemals derartige Grafiken von der CO₂-Treibhauskirche veröffentlicht.

Falls es einen Einfluss der Temperaturen auf CO geben sollte oder wie die Klimakirche behauptet, CO bestimme die Temperaturen, egal ob wärmend oder abkühlend- dann ist dieser im Temperaturverlauf der deutschen Sommertemperaturen nicht erkennbar.

Wenn nicht CO, was bestimmt dann hauptsächlich den Sommer-Temperaturverlauf?

Antwort: Hauptsächlich die Sonne, und die scheint und erwärmt nur tagsüber.

Leider führt der Deutsche Wetterdienst erst ab 1951 Sonnenstundenmessungen durchgehend für seine Wetterstationen durch. Aber der Zusammenhang zu den am Tage gemessenen T-Max Temperaturen und Sonnenstunden ist auffällig

Abb. 7: Bis 1987 Abnahme der Sonnenstunden bis 1987, nach der Änderung der Großwetterlagen ab 1988 bis heute eine Zunahme der sommerlichen Sonnenstunden.

Hohe Korrelation zwischen Sonnenstunden und Tmax (Tageshöchsttemperaturen)

Abb. 8: Korrelationskoeffizient R = 0,89 bei Tmax. Bei Tmin liegt der K.K. R nur bei 0,58. Was auch zu erwarten war, da Tmin weniger stark steigt als TagesØ und Tmax

Merke 1: Da die Sonne im Sommer am stärksten wirkt, ist auch der Einfluss auf die Tagestemperaturen am höchsten

Merke 2: Die starke Zunahme der sommerlichen Temperaturen tagsüber zieht auch den Jahresschnitt der Deutschlanderwärmung seit 1988 stark nach oben.

Zusatz: Wer an CO₂ als anthropogenen Erwärmungstreiber glaubt, der muss auch von seiner Mitschuld an der Erwärmung seit 1988 überzeugt sein und ein schlechtes Gewissen haben. Abhilfe, Überzeugte Treibhaus-Gläubige können sich hier ihr Gewissen durch eine monatliche Kollekte an die Kirchen beruhigen.

Wir anderen hoffen, dass die angenehme Sommererwärmung auf diesem hohen Niveau noch einige Jahrzehnte anhält. Wir Deutsche haben doch auch schöne Sommer verdient. Wir wollen nicht wieder nach Italien, um Sonne für den Winter zu tanken.

Josef Kowatsch, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturschützer und neutraler Naturwissenschaftler.