Wetterereignisse und Klimatrends: Kennen Sie den Unterschied?

In diesem Video von unserem US-Partner Heartland erläutert Linnea Lueken den oft mißverstandenen Unterschied zwischen Wetter und Klima. Da die Begriffe in den Medien und von Klimaaktivisten häufig falsch verwendet werden, soll dieser kurze Faktencheck den Zuschauern klare Definitionen an die Hand geben, damit sie irreführende Behauptungen über sogenannte „Klimakatastrophen“ erkennen können.

Wetter ist das, was wir täglich erleben – Sonnenschein, Regen, Stürme -, während Klima ein langfristiger Durchschnitt über Jahrzehnte ist. Linnea hebt hervor, wie das Herauspicken extremer Wetterereignisse zum „Beweis“ des Klimawandels die Daten verfälscht. Langfristige Trends zeigen nämlich, daß die Häufigkeit und Intensität von Stürmen trotz der moderaten Erwärmung kaum bis gar nicht zunimmt. Warum wird uns dann erzählt, jeder Sturm sei ein Zeichen für eine Klimakatastrophe?




Die Kernkraft und die CDU/CSU – Energiewende mit dem Dual-Fluid-Reaktor

Die Union ist dabei ein weiteres Wahlversprechen zu brechen – nämlich die Rückkehr zur Kernkraft. Dabei könnte der neue Dual-Fluid-Reaktor die Energiekrise lösen.

Von Götz Ruprecht und Manfred Haferburg.

Langsam reicht es mit der Wählertäuschung. Wenn die Herren Merz, Söder, Aiwanger und Linnemann in Sachen Kernkraft jetzt nicht handeln, dann ist eines sonnenklar – sie wollten nie handeln. Um die Wähler an der Nase herumzuführen. Im Wahlprogramm hat die CDU/CSU geschrieben: „Wir halten an der Option Kernenergie fest. Dabei setzen wir auf die Forschung zu Kernenergie der vierten und fünften Generation, Small Modular Reactors und Fusionskraftwerke.“

Im ersten Teil dieses Beitrags haben wir uns mit der Reaktivierung der abgeschalteten Kernkraftwerke befasst. Im zweiten Teil haben wir Dr. Götz Ruprecht, Direktor und CEO von Dual Fluid, als Co-Autor eingeladen, um uns mit der Forschung zur nächsten Generation der Kernkraftwerke zu befassen. Das Dual-Fluid-Projekt bietet der neuen Regierung die Möglichkeit, ihr diesbezügliches Wahlversprechen einzuhalten (Achgut berichtete).

Das weltweit erste Reaktorexperiment seit 60 Jahren

Der Dual-Fluid-Reaktor braucht 15 Millionen Euro Kapital für die sogenannte Vorfertigungsphase, in der die Fertigungsmethoden eines Prototyp-Reaktors entwickelt werden. Weitere 85 Millionen Euro werden dann zur Errichtung und den Betrieb einer Anlage benötigt, in der der Prototyp circa 18 Monate laufen soll. Dieses vier Jahre dauernde „kritische Demonstrationsexperiment“ (CDE) benötigt also insgesamt 100 Millionen Euro. Es wird das weltweit erste Reaktorexperiment seit 60 Jahren sein.

Bereits für die Seed-Runde (Anm. d. Red.: Frühe Finanzierungsrunde eines Start-Ups) wurden vor einigen Jahren 4,5 Millionen Euro eingenommen. Damit wurden die grundlegenden Arbeiten zur Berechnung der Sicherheit des Dual-Fluid-Reaktorkerns in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München, der Technischen Universität Dresden sowie dem Paul-Scherrer-Institut in der Schweiz durchgeführt. Diese Berechnungen wurden im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen und bestätigen die grundlegenden Eigenschaften des Reaktorkerns, wie die prompte Selbstregulierung.

Die prompte Selbstregulierung des Reaktorkerns ist eine fantastische Eigenschaft, die man nur bei Flüssigbrennstoffen vorfindet. Da bei Dual Fluid – der Name sagt es ja – sowohl der Brennstoff als auch das Kühlmittel flüssig sind, ist die Ausdehnung bei Temperaturerhöhung besonders stark. Dies bewirkt, dass die Neutronen pro Volumen weniger Kerne zum Spalten finden. Dadurch sinkt die Wärmeproduktion, und die Temperatur geht wieder auf den ursprünglichen Wert zurück. Die Wärmeproduktion passt sich also immer dem Bedarf an, während die Temperatur konstant bleibt. Der Reaktor regelt sich damit ganz von selbst, ohne dass irgendwelche menschlichen oder automatisierten Eingriffe nötig sind. Auch eine Kernschmelze ist damit ausgeschlossen.

Sicherheitsvorkehrungen bleiben überschaubar

Damit alles flüssig bleibt, muss der Dual-Fluid-Reaktor bei 1.000 °C arbeiten. Solch hohe Temperaturen sind an sich kein Problem, in der Industrie wird mit höheren Temperaturen gearbeitet, aber man braucht spezielle teure Materialien. Die hat man bisher in der Kerntechnik lieber vermieden, denn ein Reaktorkerngefäß ist ziemlich groß, so dass jeder wirtschaftliche Rahmen gesprengt würde. Nicht so bei Dual Fluid, denn es ist ja gerade das Dual-Fluid-Prinzip, das den Reaktorkern bei gleicher Leistung auf einen Bruchteil der Größe schrumpfen lässt – der CDE-Reaktorkern ist nicht größer als eine Waschmaschine. Entsprechend werden auch nur kleine Mengen der teuren Materialien benötigt. Plötzlich wird das Ganze nicht nur wirtschaftlich, sondern hocheffizient.

Gerade weil diese Materialien so hochwiderstandsfähig sind, lassen sie sich nur schwer bearbeiten. Genau dies soll in der Vorfertigungsphase entwickelt werden. Materialexperten, die für Dual Fluid arbeiten, bestätigen die Machbarkeit mit heutigen Methoden. Parallel dazu soll in Ruanda eine Experimentierhalle errichtet werden, in der das Experiment laufen soll. Der Reaktorkern ist ein „funktionaler Prototyp“, das heißt er hat die gleiche Funktionsweise wie spätere kommerzielle Typen, aber eine Leistung von nur circa 100 Kilowatt, ohne angeschlossenen Stromerzeuger. Entsprechend klein sind auch die benötigten Mengen an Uran. Zusammen mit der kurzen Laufzeit des Experiments häufen sich nur sehr geringe Mengen an Radioaktivität an, so dass die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen überschaubar bleiben.

Die praktischen Vorbereitungsarbeiten laufen

Entsprechend schnell schreitet die Genehmigung voran. Der Startschuss war Ende 2023 mit einem Agreement zwischen Dual Fluid und dem Staat Ruanda. Seitdem gab es enorme Fortschritte in den Genehmigungsprozessen, insbesondere in der „Site license“ (Anm. d. Red.: Eine Art „Standortgenehmigung“). Dazu hat Ruanda in einem mehrere hundert Seiten starken Gutachten die Geeignetheit des Dual Fluid zugeordneten Nukleargeländes südlich der Hauptstadt Kigali nachgewiesen und Dual Fluid hat die Planung soweit detailliert, dass in Kürze mit einer „Site license“ gerechnet wird, einem sehr wichtigen Schritt. Die Vorarbeit ist bereits geleistet und alles, was man „auf dem Papier“ machen kann, ist getan, alle Berechnungen, Simulationen und Recherchen sind erledigt. Vom 25. bis 29. März 2024 führte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) auf Einladung der ruandischen Regierungsbehörde RAEB in Kigali eine Expertenmission zur Sicherheitsanalyse und zum Design von Sicherheitsmerkmalen des CDE-Projekts durch.

Dual Fluid geht nun in die Stufe 4 des „Technology Readiness Level“ (TRL), und das bedeutet: praktische Arbeit, Hardware, Konstruktion, Tests, Entwicklung und vieles mehr, alles, was Geld kostet. Der Lohn: Allein die Inbetriebnahme des kritischen Demonstrationsexperiments (CDE) wird eine weltweite Sensation sein, denn es ist das erste Reaktorexperiment seit circa 60 Jahren. Damals, in den späten 1960er Jahren, lief das Flüssigsalzexperiment am Oak Ridge National Lab im US-Bundesstaat Tennessee, seitdem wurden nur bekannte Konzepte immer wieder aufgewärmt. Das CDE wird aber zeigen, dass auch Neuentwicklungen möglich sind, auch wenn man dies in der Kerntechnik fast komplett verlernt hat.

Die „Option Kernenergie“ und der Fusionsreaktor der CDU/CSU

Die CDU/CSU hatte vor der Wahl versprochen, dass sie „die Option Kernenergie“ weiter nutzen wollte und die „Wiederinbetriebnahme der zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke prüfen“ würde. Merz sprach sich vor der Wahl dafür aus, die Option Kernenergie offen zu halten. Markus Söder, der bayerische Ministerpräsident, befürwortete vor der Wahl deutlich eine Rückkehr zur Kernkraft. Er forderte die Reaktivierung der 2023 abgeschalteten Atomkraftwerke, darunter Isar 2, und betonte, dass dies notwendig sei, um Energiesicherheit und Klimaneutralität zu gewährleisten. Söder argumentierte, dass ohne Kernenergie die Klimaziele Bayerns nicht erreicht werden könnten und forderte einen Stopp des Rückbaus stillgelegter Anlagen.

So wie alles andere, was sie hoch und heilig versprochen haben, war auch dies bisher leider nur eine Täuschung der Wähler. Stattdessen kommt im Sondierungspapier das Wort Kernenergie nicht mehr vor und es wird lediglich davon gefaselt, dass „der erste Fusionsreaktor in Deutschland gebaut“ werden soll. Das wäre zwar schön, ist aber in den nächsten zehn Legislaturperioden nicht zu erwarten.

Warum ist die Kernfusion so schwierig? Das Plasma in einem Fusionsreaktor erreicht extrem hohe Temperaturen, die für die Kernfusion notwendig sind. In modernen Tokamak-Reaktoren wie ITER wird das Plasma auf über 150 Millionen Grad Celsius erhitzt. Das ist etwa zehnmal heißer als der Kern der Sonne! Diese Temperaturen ermöglichen es den Wasserstoffkernen, zu verschmelzen und dabei Energie freizusetzen. Das Schüsselchen, in dem das zappelnde Plasma daran gehindert wird, überzulaufen, die Wände des Reaktors zu berühren und die Konstruktion des Reaktors zu zerstören beziehungweise dabei selbst an Temperatur zu verlieren, besteht daher aus einem in Echtzeit gegenzappelnden Magnetfeld. Da leuchtet selbst dem Laien ein, dass dies nicht ganz so einfach ist. Bis zur Industriereife wird es also noch ein bisschen dauern. Es gilt, ganz im Scherz: die „Haferburgsche Fusionskonstante“: „Es dauert noch genau 50 Jahre bis zur Industriereife der Kernfusion – unabhängig vom Zeitpunkt der Betrachtung.“

Zukunftstechnologien – von Millionen und Milliarden

Der Dual-Fluid-Reaktor hingegen ist eine wesentlich einfachere Konstruktion und hat durchaus realistische Chancen, in ein paar Jahren die Industriereife zu erlangen. Der Reaktorkern enthält keine mechanischen Teile, es ist eine einfache Struktur. Nur muss man einmal herausfinden, wie diese in Serie zu fertigen ist, und das ist der gesamte Fokus der Entwicklung. Wenn das kritische Demonstrations-Experiment in Ruanda nach circa 1,5 Jahren beendet ist, wird der Reaktor zerlegt und analysiert. Parallel dazu startet die Planung der Entwicklung des ersten kommerziellen Leistungsreaktors, des DF-300 mit 300 Megawatt elektrischer Leistung. Hierzu wird ein Industriepark errichtet, in dem parallel verschiedene Fertigungsmethoden entwickelt und ausgetestet werden, bis die optimale Fertigungsmethode gefunden ist. Dies wird mehrere Jahre dauern und circa 30 Milliarden Euro kosten, etwa so viel wie für die Intel-Chipfabrik in Magdeburg eingeplant war. Da wollte die Ampelregierung mal eben 10 Milliarden beisteuern.

Unter den circa 100 neu aufgetauchten Reaktorentwicklungen bietet Dual Fluid das einzige wirklich neue Konzept und als einziges einen deutlichen Entwicklungssprung. Sogar Kohle in der Stromerzeugung so deutlich zu unterbieten, hat bisher noch kein Reaktordesign geschafft, mit Dual Fluid wäre es möglich. Außerdem können Dual-Fluid-Reaktoren, weil sie bei 1.000 °C arbeiten, kostengünstig Wasserstoff und damit synthetische Kraftstoffe herstellen. Dies hat auch Konsequenzen für die Stahl- und Betonherstellung. Somit würde Dual Fluid als einziges System alle Sektoren des Energiebedarfs abdecken, bei gleichzeitiger Reduktion der Kosten. Der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie würde dies einen bedeutenden Schub geben. Und es könnte die Rettung der Energiewende bedeuten.

CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz thematisierte vor der Wahl regelmäßig seine neue Hoffnung: Kernkraftwerke der neuen Generation und sogenannte Small-Modular-Reaktoren (SMR). Dabei handelt es sich um kleinere-Atomkraftwerke, die circa ein Viertel der Leistung herkömmlicher Kraftwerke aufbringen sollen. Der Dual-Fluid-Reaktor ordnet sich hier bestens ein und sollte der CDU/CSU ein willkommenes Gottesgeschenk sein, das es nach Kräften zu fördern gelte. Aber, die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD zeigen Uneinigkeit in Bezug auf die Kernenergie. Während CDU und CSU eine bedeutende Rolle der Kernkraft zur Erreichung der Klimaziele halbherzig befürworten, lehnt die SPD diese Forderung vollen Herzens ab. Die Diskussionen über die Zukunft der Kernenergie sind Teil der Arbeitsgruppe Klima und Energie, deren Ergebnisse noch auf höherer Ebene besprochen werden müssen.

Wie ernst ist es der CDU/CSU mit der Kernenergie?

Ob jemand etwas wirklich will, zeigt sich meist dadurch, dass er bereit ist, dafür Geld auszugeben. Nur was nichts taugt, kostet auch nichts. Die Gründer der Dual-Fluid-Inc. – ursprünglich eine deutsche Physikergruppe –, haben schon eine lange Odyssee hinter sich. Eine erste Idee entstand im Rahmen der sogenannten Molybdän-Krise, als weltweit ein Mangel an diesem für medizinische Diagnosen wichtigen Radionuklid entstand. Mehrere Forschungseinrichtungen arbeiteten an Methoden der Produktion, so auch die Dual-Fluid-Erfinder. Das Ergebnis war ein neuer Reaktortyp, der nicht nur Molybdän produzieren konnte, sondern auch viel effizienter Strom und Wasserstoff herstellen und dabei auch noch inhärent sicher und preiswert ist. Die Forscher gaben dieser Technologie den Namen „Dual Fluid“.

Wie könnte es mit Geld der neuen Deutschen Regierung weitergehen?  Die entscheidende Frage ist: Wie ernst war es der CDU/CSU mit der „Option Kernenergie“? Die Rückholung der abgeschalteten Kernkraftwerke wird von Woche zu Woche schwieriger, da der Rückbau ungebremst voranschreitet. Aber die Standorte gibt es noch. Sie haben alles, was man für ein Kernkraftwerk braucht: Infrastruktur, Netzanbindung, Kühlwasser, lokale Akzeptanz, eine Genehmigungsbehörde und eine gute Personalbasis. Warum dann nicht Kernkrafwerke der neuen Generation errichten? Mit einer in Deutschland entwickelten Technologie. Statt in Kigali an deutschen Standorten. Statt bei den Südkoreanern oder Nordamerikanern Kernkraftwerke einzukaufen, ihnen welche zu liefern. Statt sich vom Wall-Street-Journal mit „der dümmsten Energiepolitik der Welt“ verhöhnen zu lassen, mal wieder nach langer Zeit erhobenen Hauptes stolz auf sein Land und seine Ingenieure sein zu können.

Mit 100 Millionen Euro könnte das Dual-Fluid-Reaktorprojekt wieder in seine ursprüngliche Heimat Deutschland zurück gelockt werden. Und in wenigen Jahren würden deutsche Physiker mal wieder zeigen, was sie können. Dann kann die Politik auf der Basis von wirklichen Ergebnissen technologieoffen entscheiden, welche Technologie für die neuen Kernkraftwerke der vierten Generation in Deutschland eingesetzt wird, um die Energiewende zu retten.

Dual Fluid – nun mal Butter bei die Fische

Preisfrage: Wie viel Prozent von einer Billion sind 100 Millionen? Für diejenigen, die in Mathe nicht ganz so fit sind, weil Mathe am Freitag war, wo immer „gegen das Klima“ schulgestreikt wurde: es ist 0,01 Prozent, also ein Hundertstel von einem Prozent. Die Kosten in Höhe von 100 Millionen wären im Vergleich zu den Billionen für die scheiternde Energiewende mehr als überschaubar. Vielleicht sollte sich Friedrich Merz mal an seine eigene Äußerung zum Dual Fluid Reaktor vor vier Jahren bei Lanz erinnern„…wenn wir neue Reaktortypen haben […] wie den Dual-Fluid-Reaktor […], das schließen wir überhaupt nicht aus weil das eine hochinteressante Technologie ist. Das ist eine Energieversorgung, die sogar mit abgebrannten Brennstäben möglich wäre, die uns ein großes Zwischen- oder Endlagerproblem helfen könnte zu lösen.“

Nun kommt mal, Fritze und Maggus, nun mal Butter bei die Fische. Ein Hundertstel Prozent, nämlich 0,01 Prozent Eures „Sondervermögens“ müsste es Euch doch Wert sein, wenigstens dieses eine Versprechen einzuhalten. Dann könnten als Folge womöglich auch noch ein paar andere Versprechen wahr werden – günstiger Strom für die Wirtschaft ohne Dauersubventionen und bezahlbarer Wasserstoff für Eure geliebte „Dekarbonisierung“. Dann könnt Ihr mit der SPD und den Grünen als das in die Geschichte eingehen, was Ihr schon immer sein wolltet – deutsche Vorreiter.

Teil 1 dieses Beitrages lesen Sie hier„Die Kernkraft und die CDU/CSU – Reaktivierung jetzt oder nie.“ 

 

Dr. rer. nat. Götz Ruprecht ist Mitbegründer des Institutes für Festkörper-Kernphysik und Miterfinder des Dual-Fluid-Reaktors (DFR). Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Berlin wurde er 2002 in Kernphysik promoviert. Am kanadischen TRIUMF National Laboratory, Vancouver, arbeitete er mehrere Jahre als Postdoc für nukleare Astrophysik mit Spezialisierung auf Detektorentwicklung, insbesondere führend an der Ionen-Spurenkammer TACTIC. Nach seiner Rückkehr nach Berlin im Jahr 2011 trug er zur Weiterentwicklung des DFR bei, während er weiterhin an anderen Forschungsprojekten in Kanada und Polen (Universität Szczecin) mitarbeitete. Im Jahr 2018/19 veröffentlichte er zusammen mit Horst-Joachim Lüdecke das Buch „Kernenergie – Der Weg in die Zukunft“. Transparenz-Anmerkung: Götz Ruprecht ist Miterfinder des Dual-Fluid-Reaktors und derzeit Director und Chief Executive Officer von Dual Fluid Energy Inc.; er berichtet aus seiner subjektiven Sicht.

Manfred Haferburg wurde 1948 in Querfurt geboren. Er studierte an der TU Dresden Kernenergetik und machte eine Blitzkarriere im damalig größten AKW der DDR in Greifswald. Wegen des frechen Absingens von Biermannliedern sowie einiger unbedachter Äußerungen beim Karneval wurde er zum feindlich-negativen Element der DDR ernannt und verbrachte folgerichtig einige Zeit unter der Obhut der Stasi in Hohenschönhausen. Nach der Wende kümmerte er sich für eine internationale Organisation um die Sicherheitskultur von Atomkraftwerken weltweit und hat so viele AKWs von innen gesehen wie kaum ein anderer. 

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

 




Präsident Trumps Energie-Dominanz-Agenda bringt den Klima-Moloch an den Rand des Zusammenbruchs

Tilak Doshi, THE DAILY SCEPTIC

Präsident Trump hat mit seiner „Energiedominanz“-Agenda weniger als 60 Tage gebraucht, um das gesamte Gebäude des Klima-Molochs, an dem über 30 Jahre lang gearbeitet worden war, in Gefahr zu bringen. Wie ein Großteil der Agenda des Präsidenten in der Außenpolitik, der Wirtschaftspolitik und den Kulturkriegen ist auch sein Energieteam mit Volldampf unterwegs und feuert politische und regulatorische Initiativen in einem Tempo ab, das die Reaktionsfähigkeit der Gegner überfordert. Das treibt die eifrigen Klima-Zeloten der vorigen Regierung in die Enge, um sich der Trump’schen Konterrevolution entgegenzustellen.

Es ist jedoch nicht ersichtlich, dass der Klima-industrielle Komplex – die von Bjorn Lomborg erwähnte unheilige Allianz zwischen „eigennützigen Unternehmen, großspurigen Politikern und alarmistischen Aktivisten“ – ohne weiteres gestoppt werden kann. Das schiere Ausmaß seines Einflusses durch renditesüchtige Unternehmen, linke Milliardärsstiftungen und unzählige Klima-NGOs, seine tiefe Verwurzelung in der westlichen Psyche und sein pädagogischer Einfluss auf die junge Generation von der Grundschule bis zur Universität dürfen nicht unterschätzt werden. Die vor der Trump- Regierung liegende Aufgabe steckt voller Herausforderungen, nicht zuletzt durch aktivistische Richter, die der Exekutivgewalt des Präsidenten bei jedem Schritt rechtliche Hindernisse in den Weg legen können.

Leftist Tears and Sceptic Schadenfreude

[Überschrift absichtlich im Original belassen! Übersetzung: Tränen der Linksextremen und Schadenfreude der Skeptiker. A. d. Übers.]

Ein kurzer Blick auf die jüngsten Schlagzeilen in den etablierten Medien zeigt, wie verzweifelt die wahren Gläubigen in der Klima-Kirche geworden sind. Ein am Mittwoch veröffentlichter Bloomberg-Meinungsartikel beklagt: Jahrelange Klimaschutzmaßnahmen werden in wenigen Tagen zunichte gemacht“. Die Co-Autoren Mark Gongloff und Elaine He haben eine detaillierte, wenn auch nicht erschöpfende Liste der klimarelevanten Maßnahmen der ersten 52 Tage der Trump-Regierung erstellt. Sie behaupten mit Bangen, dass „nichts uns auf den Umfang oder die Intensität des Angriffs auf die Klimaschutzmaßnahmen, die Trump entfesselt hat, hätte vorbereiten können“.

In einem Artikel des Wall Street Journal wird berichtet, dass sich die Industrie für fossile Brennstoffe an grünen Aktivisten „rächt“ und Umweltschützer „unter Präsident Trumps Maßnahmen zugunsten fossiler Brennstoffe und gegen den Klimawandel leiden“. Die New York Times beklagt, dass „Präsident Trump in wenigen Wochen die Fähigkeit der Regierung, den Klimawandel zu bekämpfen, schwer beschädigt hat und die amerikanische Umweltpolitik mit Maßnahmen umkrempelt, die dauerhafte Folgen für das Land und den Planeten haben könnten“. Der Guardian behauptet, dass die Trump-Beamten „den Umweltschutz dezimieren“ und die Environmental Protection Agency (EPA) „fast jede wichtige Verschmutzungsregel ins Visier nimmt, was Umweltschützer als einen Akt der ‚Bosheit gegenüber dem Planeten‘ bezeichnen“.

Es ist nicht verwunderlich, dass die perlenkettenartigen Bedenken der Klimafanatiker und ihrer Erfüllungsgehilfen in den Medien unter den Skeptikern zu offensichtlicher Schadenfreude geführt haben. Charles Rotter von der Website Watts Up With That? bezeichnet es genüsslich als „gesunden Menschenverstand, mit freundlicher Genehmigung von Herrn Trump“:

Es ist schwer, beim Lesen des Bloomberg-Meinungsartikels „Jahrelange Klimaschutzmaßnahmen werden von Trump in wenigen Tagen zunichte gemacht“ nicht zu lachen. Man hat das Gefühl, dass Mark Gongloff und Elaine He unter einem Schwall von Tränen wütend getippt haben und ihre zitternden Hände kaum in der Lage waren, ihre wiederverwendbaren Bambus-Tastaturen zu halten. Ihre Verzweiflung ist spürbar – und sehr unterhaltsam.

In einem Bild von zwei anstoßenden Champagnergläsern auf X verlinkt Mark Morano von Climate Depot den Bloomberg-Meinungsartikel mit den Kommentaren: „So wird’s gemacht! Vielen Dank, Herr Präsident! @realDonaldTrump“ und ‚Prost‘.

„Ein Dolch direkt ins Herz der Klimawandel-Religion“

Die progressive Denkfabrik Centre for American Progress behauptete, dass „die Vereinigten Staaten unter der Biden- Regierung mehr in Sachen Klimawandel erreicht haben als unter jeder anderen Regierung“. Wie die Obama-Regierung hat auch die Biden-Regierung alles in ihrer Macht Stehende getan, um im Rahmen eines „gesamtstaatlichen“ Ansatzes einen regulatorischen Angriff auf die US-amerikanische Öl-, Gas- und Kohleindustrie zu starten und gleichzeitig die Steuerzahler mit Großzügigkeit für die begünstigten „grünen“ Industrien zu überschütten. Dies gipfelte in der obszönsten Verschwendung in der Geschichte der US-Finanzen, die ebenso obszön als „Inflation Reduction Act“ bezeichnet wurde, um „erneuerbare“ Projekte zur „Rettung des Planeten“ vor einer „Klimakrise“ zu unterstützen.

Die Trump- Regierung hat einen radikalen Ansatz gewählt, um in der Energie- und Umweltpolitik ein gewisses Maß an Normalität mit Kosten-Nutzen-Analysen wiederherzustellen – dem Stoff, aus dem Brot und Butter für die Wirtschaft sind. Ähnlich wie ein guter Chirurg aggressive Maßnahmen ergreifen würde, um metastasiertes Krebswachstum im Körper eines Patienten zu entfernen, hat sich das Energieteam von Präsident Trump für eine grundlegende Überarbeitung der Energie- und Umweltpolitik entschieden, bei der die Kosten für die Unternehmen und das Wohlergehen der Verbraucher im Mittelpunkt stehen und nicht eine hypothetische, bevorstehende Klima-Apokalypse.

Während die Trump’sche Energiedominanz-Agenda ebenfalls eine „regierungsweite“ Anstrengung ist, sitzt der EPA-Administrator Lee Zeldin auf dem heißen Stuhl der Politik. Unter seiner Leitung hat die Behörde die weitreichendsten Deregulierungsmaßnahmen in der Geschichte der USA eingeleitet. In 31 Einzelmaßnahmen versucht die Behörde, „Billionen von Dollar an Regulierungskosten und versteckten Steuern“ zu beseitigen, um die Lebenshaltungskosten für amerikanische Familien zu senken und die Preise für lebenswichtige Dinge wie den Kauf eines Autos, die Heizung eines Hauses und den Betrieb eines Unternehmens zu reduzieren. Zeldin sagte, er trage dazu bei, „einen Dolch direkt in das Herz der Klimawandel-Religion“ zu treiben.

Die formelle Überprüfung des „Endangerment Finding“ durch die EPA wird diesen Dolch ins Rollen bringen. Diese Feststellung ermächtigte die Obama-EPA, CO₂ als „Kriterienschadstoff“ zu regulieren, der definitionsgemäß die menschliche Gesundheit schädigt. Sie gab den Regierungsbehörden einen Freibrief, den Krieg gegen fossile Brennstoffe zu führen und die Wahl der Verbraucher bei Geräten und langlebigen Konsumgütern einschließlich Autos zu regulieren. Sie hat Investitionsanreize manipuliert, um „grüne“ Projekte zu begünstigen. Der „Clean Power Plan“ der Obama-Regierung zwang Kohle- und neue Erdgaskraftwerke zu nicht verfügbaren Technologien, um unzuverlässigen, unsteten Wind- und Solarstrom zu begünstigen. Sie führte Vorschriften für Elektrofahrzeuge über Auspuffemissionsnormen ein, die das Todesurteil für Benzin- und Dieselfahrzeuge bedeutet hätten.

Das Endangerment Finding wurde durch das Chevron-Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 1984 bestätigt, die den Regulierungsbehörden einen großen Spielraum bei der Auslegung von Rechtsvorschriften einräumt. Dies gab der von den Demokraten geführten EPA die Kontrolle über CO₂-Emissionen und damit über die meisten menschlichen Aktivitäten. Die Aufhebung des Chevron-Dependenzprinzips durch den Obersten Gerichtshof im vergangenen Jahr und die wahrscheinlich erfolgreiche Aufhebung der Gefährdungsfeststellung durch Zeldin sind ein gutes Omen für Präsident Trumps Agenda der Energie-Dominanz.

Das Ende des Net-Zero-Wahns

Vor Gericht bedeutet die Abschaffung des Chevron-Prinzips, dass die Privilegien einer nicht rechenschaftspflichtigen, parteiischen Bürokratie bei der Umsetzung der öffentlichen Politik wegfallen. Im Gerichtssaal der öffentlichen Meinung hat die Wahl von Donald J. Trump eine Rückkehr zur Normalität in der Energie- und Umweltpolitik angestoßen. Die dystopische Net-Zero-Politik hat die Staatsmaschinerie in den USA nicht mehr im Würgegriff. Leider werden populistische politische Parteien in der EU und in UK – die als „rechtsextrem“ verteufelt werden – weil sie sich gegen kostspielige und einschneidende Vorschriften und Regelungen zum Klimawandel einsetzen, von politischen Brandmauern und willfährigen Medien marginalisiert.

In der Politik ist nichts sicher. Die Trump-Regierung hat mindestens bis zu den Zwischenwahlen alle Hände voll zu tun, und die Befürworter der „Energiedominanz“ können nichts als selbstverständlich ansehen. Bis zu den Zwischenwahlen kann die Strategie der Trump’schen Konterrevolution nur lauten: „Volldampf voraus“ und „keine Gefangenen machen“. Ein „Gentleman-Kampf“ nach den Regeln des Marquess of Queensberry, wie ihn Victor Davis Hanson seit langem anmahnt, wird nicht ausreichen.

Dr. Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO₂ Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/04/03/president-trumps-energy-dominance-agenda-leaves-climate-juggernaut-on-brink-of-collapse/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Klimapolitik-Wandel von Trump dürfte amerikanische Landwirte vor einer Katastrophe bewahren

Vijay Jayaraj

Während die Nachrichten über Präsident Trumps Zölle und sein hartes Durchgreifen gegen die fragwürdige Finanzverwaltung der Bundesbehörden in den letzten Wochen die Medienberichte beherrschten, hat sich in der Agrarpolitik ein stiller Wandel vollzogen.

Die Anordnung, Hinweise auf den Klimawandel von den Websites des US-Landwirtschaftsministeriums zu entfernen, signalisiert eine Abkehr von der Bürokratie der Klimavorschriften für inländische landwirtschaftliche Praktiken und von den Bedingungen, die an die US-Unterstützung der Landwirtschaft im Ausland geknüpft sind.

Über die US-Behörde für internationale Entwicklung hat die US-Regierung Millionen von Dollar in klimabezogene Programme gesteckt, die keine positiven Auswirkungen auf das Klima haben konnten – und damit die „grüne“ Orthodoxie über die landwirtschaftliche Produktivität gestellt.

Einige dieser Programme wurden mit anderen Aktivitäten in ländlichen Agrargemeinschaften verknüpft. USAID und die U.S. International Development Finance Corporation haben sich beispielsweise an einer „Kreditgarantie in Höhe von 55 Millionen Dollar beteiligt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 durch die Unterstützung von Krediten an Erzeugerorganisationen von Landwirten, Ag-Tech-Unternehmen und Unternehmen anzugehen, die sich mit sauberen Energielösungen für den Agrarsektor befassen“. Ein 1,5-Millionen-Dollar-Programm beispielsweise sollte zur „Stärkung“ von Klimaaktivistinnen im Norden Kenias beitragen.

USAID ging auch Partnerschaften mit Organisationen wie dem Research Program on Climate Change, Agriculture and Food Security (Forschungsprogramm für Klimawandel, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit) ein, das in Entwicklungsländern tätig ist und sich auf so genannte Forschungsthemen konzentriert, zu denen eine emissionsarme Entwicklung, Klimadienstleistungen und Sicherheitsnetze, die Ausweitung einer „klimafreundlichen“ Landwirtschaft sowie Gender und soziale Integration gehören.

All diese Ausgaben wurden im Rahmen der USAID-Klimastrategie 2022-2030 getätigt, einem 150 Milliarden Dollar schweren „behördenweiten Ansatz“ zur Schaffung einer „gerechten Welt mit Netto-Null-Treibhausgasemissionen“.

Die finanzielle Unterstützung von Landwirten und Unternehmen durch USAID wurde von der Einhaltung einer absurden Klimaagenda und perversen Ansichten über die menschliche Natur abhängig gemacht, die nichts mit der Ernährung hungriger Menschen zu tun haben.

Durch das Einfrieren dieser Mittel seitens der Regierung werden Gelder für Hunderte solcher Programme gestrichen, welche die Anwendung vernünftiger landwirtschaftlicher Praktiken in Ländern wie Afrika, Asien und Lateinamerika behinderten.

Nicht nur Landwirte im Ausland werden von der Abschaffung der Klimainitiativen von USAID profitieren. Zu den ersten Opfern des aktuellen Politikwechsels wird das unwissenschaftliche 3,1-Milliarden-Dollar-Programm gehören, das die Reduzierung von Treibhausgasemissionen in landwirtschaftlichen Betrieben in 55 US-Bundesstaaten und Territorien durch 135 Projekte fördern soll.

Stellen Sie sich ein Programm vor, das das Wachstum von Pflanzen fördern soll, ihnen aber das Kohlendioxid entzieht, das die Photosynthese ermöglicht. CO₂ ist für das Pflanzenleben – und letztlich für alles Leben – unabdingbar.

Die NASA führt die Begrünung eines Großteils des Planeten in den letzten 100 Jahren auf den Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre zurück. Programme, die darauf abzielen, den Kohlendioxidgehalt zu senken, sind daher einfach nur destruktiv – Punkt.

Ohne die mutigen Schritte von Präsident Trump wären die US-Landwirte wahrscheinlich unter die Zwänge der von außen auferlegten Klimarahmenbedingungen geraten, die in vielen Fällen die Innovation erstickt und die Wettbewerbsfähigkeit der US-Landwirte auf der Weltbühne verringert hätten.

Das USDA verfolgt die Treibhausgasemissionen im Rahmen des Programms für klimafreundliche Land- und Forstwirtschaft. Zu diesen Initiativen gehört, dass die US-Landwirte gezwungen werden, Bewässerungssysteme mit geringerem Druck einzusetzen, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken. Andere Maßnahmen zielen darauf ab, die Menge und Qualität der Nährstoffe in der Nahrung zu manipulieren, um die Methanemissionen aus dem Verdauungstrakt der Tiere zu verringern. Es war wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis die kritischen Stickstoffdünger als Quelle von Treibhausgasemissionen ins Visier genommen werden – wie es in einigen anderen Ländern bereits der Fall ist.

Im Gegensatz dazu haben Länder wie China und Indien der Produktivität und Ernährungssicherheit Vorrang vor solchen Praktiken eingeräumt. Sie haben massiv in auf fossilen Brennstoffen basierende landwirtschaftliche Technologien und Produkte investiert und damit Rekorderträge für ihre riesigen Bevölkerungen erzielt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Klimagelder, die diese Länder angeblich für „Klimagerechtigkeit“ erhalten haben, möglicherweise Projekte für fossile Brennstoffe finanziert haben. Zu oft haben die amerikanischen Steuerzahler die Rechnung für Projekte in Übersee bezahlt, die wenig oder gar nichts Gutes bewirken.

Die hochpolitisierte, fabrizierte Klimakrise, die auf fehlerhaften Klimamodellen und Übertreibungen des sogenannten Treibhauseffekts beruht, sollte nicht die unmittelbaren wirtschaftlichen und betrieblichen Sorgen der Landwirte in den USA und anderswo überschatten.

Trumps Rückzug aus internationalen Klimainitiativen einschließlich des Pariser Klimaabkommens war ein Sieg für die amerikanischen Landwirte und Steuerzahler. Seine Entscheidung beendete die Beteiligung der USA an kostspieligen und unrealistischen Vorschriften – wie der Net-Zero-Agenda – welche die globale Wirtschaft belastet und die Unruhe unter Landwirten und der breiten Öffentlichkeit geschürt haben.

This commentary was first published at Blaze Media on March 29, 2025.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/04/03/trumps-climate-policy-shift-could-save-american-farmers-from-disaster/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 14 / 2025

Vorbemerkung: Cap Allon stellt seit Längerem an jedem Werktag der Woche ein Bulletin mit Meldungen zusammen – und immer kann er von Kalt-Ereignissen weltweit berichten. Diesmal taucht wiederholt die Antarktis in den Meldungen auf. Das war im vorigen Jahr ja auch schon so. Zwar sind die Landmassen der Südhemisphäre durch die Antarktische See rund um den kalten Kontinent vor direkten Kaltluftausbrüchen von dort geschützt, aber man darf gespannt sein, ob es im bevor stehenden Südwinter ähnlich wie im vorigen Jahr zu erneuten Kälterekorden in Australien und Südamerika kommt.

Meldungen vom 31. März 2025:

Japan: Verspäteter Frühling – Schnee in Otaru

Japans außergewöhnlich schneereicher Winter zeigt keine Anzeichen eines Nachlassens, zumindest nicht in Otarou. Starke Schneefälle überziehen die Stadt weiterhin, obwohl der Kalender bereits auf April umstellt.

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Norwegen: Auch im Süden des Landes Neuschnee

In Südnorwegen kam es am Wochenende zu Neuschneefällen, welche die bereits beträchtlichen Schneehöhen weiter erhöhten.

In Hovden ist die Schneehöhe durch den Neuschnee auf 50 cm gestiegen, im nahe gelegenen Brokke liegt sie bei 70 cm.Weiter westlich meldet Voss Fjellandsby – Myrkdalen Schneehöhen bis 125 cm, Gausta Skisenter 80 cm und Geilo 70 cm. Gleichzeitig wird vor starkem Wind und Schneeverwehungen auf den Bergpässen gewarnt.

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Antarktis: Rekorde brechende Kälte

Die Antarktis erlebt zum Ende des Monats März einen intensiven und für die Jahreszeit untypischen Kälteeinbruch, bei dem die Temperaturen an der Concordia-Station auf rekordverdächtige Tiefstwerte sinken.

An drei aufeinanderfolgenden Tagen sind die Temperaturen unter -70 °C gesunken, was selbst mitten im Winter eine Seltenheit ist – ganz zu schweigen von der Übergangszeit im Herbst:

  • 28. März: -72.4°C
  • 29. März: -75.5°C
  • 30. März: -75.1°C

Der Messwert von -75,5°C am 29. März (um 22:08 UTC) stellt ein neues monatliches Minimum für den März in Concordia dar und bricht den alten (und weniger zuverlässigen) Rekord von -75,2°C, der am 27. März 2013 aufgestellt worden war. Er liegt auch nur 0,6 °C über der niedrigsten jemals aufgezeichneten März-Temperatur weltweit.

Die niedrigste Märztemperatur jemals in der Antarktis ist nach wie vor der Wert von -76,1°C am 31. März 1994 in AGO-4 AWS. Allerdings wird auch dieser Wert als unzuverlässig angesehen, da es keine unterstützenden Metadaten gibt.

Andernorts stellte Dome CII AWS am 29. März mit -73,9°C ein neues März-Minimum auf und übertraf damit den bisherigen Rekord von -73,8°C vom 27. März 2013.

Ein weiterer bemerkenswerter Tiefstwert wurde am Byrd AWS in der Westantarktis gemessen: -52,9°C wurden dort am 30. März registriert.

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USA: Frühjahrs-Kälte und -Schnee

Auch wenn die Anzeichen dafür vorhanden sind, weigert sich der Frühling in weiten Teilen der USA, vollständig zu erwachen.

Die heftigen Schneefälle in vielen Gebieten werden bis weit in den April hinein andauern. Vor allem im Westen der USA wird es im April noch einmal kräftig schneien, was die beeindruckende Bilanz des vergangenen Schneejahres noch einmal aufwertet. So viel zu Kaliforniens 1200-jähriger Megadürre-Hysterie. Allen Unkenrufen zum Trotz ist dies die dritte solide Saison in Folge: Der Schnee in der Sierra fällt weiter, die Stauseen füllen sich weiter, und die Wasserversorgung des Staates ist weit entfernt von dem apokalyptischen Ödland, das die Prophezeiungen vorausgesagt haben.

Nach der jüngsten Erhebung des Department of Water Resources liegt die Schneedecke in der Sierra Nevada jetzt bei 90 % des Normalwerts, und die Stürme, die nächste Woche kommen, werden sie über den Durchschnitt hinaus steigern.

Die Schneedecke in der nördlichen Sierra liegt bereits bei 108 % des Durchschnitts für dieses Datum. Die zentrale und die südliche Sierra liegen mit 83 % bzw. 81 % etwas zurück – solide Zahlen, wenn man die zusätzlichen Stürme am Horizont bedenkt.

Die gleichen Leute, die früher gejammert haben, dass Kalifornien zu einer durch den Klimawandel ausgelösten Megadürre verdammt sei, sind zu diesem Thema plötzlich furchtbar still geworden – wahrscheinlich zu sehr damit beschäftigt, Teslas zu testen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-delayed-as-snow-blankets-otarou?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 1. April 2025:

HINWEIS: Die Meldungen von heute sind KEINE Aprilscherze!

Kanada: Stromausfälle in Ontario durch einen Eissturm

Ein spät-saisonaler Eissturm fegte durch Ontario und legte die Stromversorgung von mehr als 400.000 Haushalten und Unternehmen lahm.

Eisstürme dieses Ausmaßes Ende März sind in Ontario selten. Zwar kann es zu gefrierendem Regen kommen, doch ist eine anhaltende Eisbildung wie diese – vor allem in den südlichen Regionen – ungewöhnlich.
Am Sonntag wurde in Orillia und Peterborough der Notstand ausgerufen, da es zu weitreichenden Stromausfällen, umgestürzten Bäumen und tückischen Straßen kam. Die Einwohner wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben und Wasser zu sparen, um die Kanalisation nicht zu überlasten.

Der Norden Ontarios hat sowohl mit Schnee als auch mit Eis zu kämpfen. In Sault Ste. Marie und Timmins fiel am Montag sogar eine ganze Menge Schnee, in einigen ländlichen Gebieten sogar 50 cm. Es wird mit gefährlichen Fahrten gerechnet, insbesondere auf den Highways 11 und 17.

Zu Beginn des Aprils wird eine weitere starke Kaltfront mit noch winterlicheren Bedingungen heranziehen.

Auch in Michigan hat ein lang anhaltender Frühjahrs-Eissturm den Norden im Griff. Die extremste Eismenge wurde aus Elmira, Otsego County, gemeldet, wo sich 38 mm bildeten – eine der höchsten Mengen, die in über zwei Jahrzehnten lokaler Vorhersagen gemessen wurden. Bäume und Stromleitungen wurden schwer beschädigt, so dass mehrere Bezirke Notunterkünfte einrichten mussten.

Einschub des Übersetzers: Derartige Eisstürme habe ich selbst in meiner Zeit in den USA erlebt. Wohnort war das östliche Pennsylvania. Anders als bei einem Schneesturm, der zwar auch massive Probleme mit sich bringt, aber zumindest nicht an den Bäumen haften bleibt, gefriert der Regen an jedem kleinen Ästchen der Bäume. Man stelle sich zwei Stunden lang wolkenbruchartigen Starkregen vor – bei Temperaturwerten zwischen -5°C und -1°C; Regenmenge (gemessen!) über 50 l/m².

Außerdem ist Eis um einiges schwerer als Schnee. Der Anblick auf dem Bild ist mir daher vertraut. Natürlich werden nicht nur Bäume und Äste immer schwerer, sondern auch Überland-Stromleitungen. Ursache hierfür ist aufgleitende tropische Meeresluft aus dem Golf von Mexiko auf die bodennahe kontinentale Kaltluft. In einem Fall gab es dann fast nach Ende des Eisregens noch einen kuriosen, aber verheerenden Effekt für Autos: Nach Durchgang einer Kaltfront gab es durch die auftretenden Sturmböen vorübergehend eine Durchmischung der Warmluft oben mit der Kaltluft unten. Die Temperatur stieg für ein paar Stunden über den Gefrierpunkt – was dazu führte, dass sich riesige Schauer von Eisklumpen von den Bäumen lösten und die Scheiben von darunter fahrenden Autos zerschlugen. – Ende Einschub

Die Temperaturen blieben am frühen Montag unter dem Gefrierpunkt, wobei einige anhaltende Schneeschauer bis zum Mittag abklangen. Es folgten lebhafte nordwestliche Winde und teilweise Aufklaren, was nach tagelangen harten Bedingungen etwas Erleichterung brachte.

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Antarktis: Rekord-Kälte geht in die Verlängerung

Die letzten Märztage haben der Antarktis eine seit Beginn von Messungen beispiellose Kältewelle beschert. Die Temperaturen sind seit Tagen anomal niedrig (unter -70 °C), z. B. an der Station Concordia zwischen dem 28. und 31. März:

  • 28. März: -72.4°C
  • 29. März: -75.5°C
  • 30. März: -75.1°C
  • 31. März: -74.6°C

Dieser viertägige Zeitraum ist einer der strengsten Kälteeinbrüche so früh im Jahr in der Geschichte der Aufzeichnungen.

Die Antarktis kühlt ab. Das ist für die CAGW-Kabale ein Ärgernis. Aber es ist eine Tatsache.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/ice-storm-cuts-power-to-400000-in?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 2. April 2025 – wobei es mit der Antarktis gleich weitergeht:

Antarktis: –73°C in Wostok

Die Antarktis hat in letzter Zeit heftige Tiefstwerte erlebt: Concordia verzeichnete vier Tage in Folge Temperaturen unter -70 °C.

Auch Wostok hat sich mit einem anomalen Tiefstwert von -73 °C angeschlossen, reghistriert am 1. April registriert wurde.

Der Winter hat am Südende der Welt schon früh begonnen.

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Italien: Erhebliche Schneefälle auf den Bergen

Der Monat hat auch auf den europäischen Gipfeln kalt und schneereich begonnen.

Im italienischen Campo Imperatore in L’Aquila in den Abruzzen gab es am Dienstag erhebliche Schneefälle. In dem Gebiet fielen 36 cm, was zu festen Pulverschneebedingungen auf den Pisten führte. Zwei Skilifte waren in Betrieb und ermöglichten den Zugang zu etwa 8 km offenen Pisten.

So starker Schneefall im April ist selten.

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Nordamerika: verbreiteter Frühjahrs-Schneefall

Ein kräftiger Wintersturm fegt in dieser Woche über Nordamerika hinweg und sorgt vom wüstenhaften Südwesten bis in die Weiten Kanadas für Schnee und Rekordkälte.

In New Mexico warnt der Nationale Wetterdienst vor einer dramatischen Veränderung, wenn ein starkes pazifisches Sturmsystem heranrollt, das schweren Schnee in den Bergen bringt und die Temperaturen in den östlichen Ebenen bis Samstag bis 19 Grad Celsius unter den Normalwert sinken lässt.

Böige Winde und aufgewirbelter Staub werden in den Tusas und den Sangre de Cristo Mountains den Niederschlag in Schnee übergehen lassen, und es wird bitterkalt werden.

Im Norden, in der Upper Peninsula in Michigan, gibt es bereits rekordverdächtige Schneefälle. Am 30. März fielen in Marquette County innerhalb von nur 24 Stunden 48 cm Schnee und brachen damit den bisherigen Rekord von 7 cm. Dies ist der jüngste Schlag für eine Region, die sich immer noch von einem früheren Eissturm und einem Schneesturm erholt, der bis zu 60 cm Schnee fallen ließ.

Meteorologen zufolge werden die Schneefälle den Aprilrekord brechen. Den Bewohnern wird geraten, Reisen nach Möglichkeit zu vermeiden.

Der Schnee wird von einer für die Jahreszeit untypischen Kälte begleitet sein. In einigen Gegenden werden bereits Rekorde aufgestellt, wie in Rivière aux Feuilles im Norden Quebecs, wo am Dienstagmorgen -36,8 °C gemessen wurden – ein neuer Tiefstwert für diesen Monat.

In Fairbanks, Alaska, ist ebenfalls Neuschnee gefallen, womit sich die ungewöhnlich winterliche Wetterlage im Norden fortsetzt, die auch weiterhin anhalten wird

Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-at-73c-heavy-snow-pounds-hits?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 3. April 2025:

Antarktis: Der sechste Tag mit Temperaturwerten unter –70°C

Am 2. April meldete die Station Concordia einen weiteren Tiefstwert unter -70 °C – den sechsten in Folge.

Am selben Tag meldete Wostok einen Tiefstwert von -75,4°C, was nur 0,1°C unter dem Saisonrekord liegt (der am 31. März in Concordia aufgestellt worden war).

Dies ist ein früher Wintereinbruch am Südende der Welt, und da die Sonne den größten Teil des Tages unter dem Horizont bleibt, werden die Temperaturen nur noch weiter sinken.

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Portugal: Seltener Frühjahrs-Schnee auf Madeira

Schneefall bedeckte heute Morgen die höchsten Gipfel Madeiras, ein ungewöhnlicher Anblick für den April auf der normalerweise milden portugiesischen Insel.

Auf dem Pico do Areeiro* sank die Temperatur kurz vor 7 Uhr morgens auf -2°C, während der nahegelegene Chão do Areeiro -0,3°C registrierte – anomale Aprilkälte, die es ermöglichte, dass sich Schnee auf den Berggipfeln festsetzte.

Der Schneefall, der an einem regionalen Feiertag eintraf, zog viele Menschen an – obwohl vereiste Straßen und gesperrte Wanderwege den Zugang für viele unmöglich machten.

Schnee auf Madeira ist schon selten genug – aber im April ist das fast ein Novum.

[*Der Pico do Areeiro liegt auf etwa 1100 m Seehöhe. A. d. Übers.]

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Nordamerika: Frühjahrs-Blizzard im Nordosten, der Mitte und dem Westen der USA sowie in Teilen Kanadas

Der Winter kommt in Nordamerika nicht zur Ruhe. Mächtige Schneestürme in der Nachsaison fegen über den Kontinent und bringen von Vermont über den Mittleren Westen bis nach Kalifornien heftige Niederschläge.

Vermont war der Vorreiter im Nordosten. Auf dem Jay Peak fiel kürzlich 25 cm Schnee, gefolgt von anhaltendem Schnee, Graupel und gefrierendem Regen. In Smugglers‘ Notch und Stowe fielen jeweils etwa 22 cm, während Killington mit starker Vereisung zu kämpfen hatte.

Ähnliche Bedingungen herrschten in Teilen von Maine, New Hampshire und New York. In Colorado gab es zu Beginn der Woche starke Schneefälle – im Winter Park fielen 22 cm und im Arapahoe Basin sogar fast genauso viel. Alta hat mit 343 cm immer noch die höchste Schneedecke in den Rockies. Der Zustrom kalter Luft hält an, ebenso wie der leichte bis mäßige Schneefall bis zum Wochenende.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sixth-straight-day-below-70c-rare?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 4. April 2025:

Nordwest-USA: Epochale Schneemassen auf dem Mt. Bachelor

Mit einer Schneedecke über 1092 cm in dieser Saison und einer maximalen Schneehöhe von 399 cm Neuschnee im März hat Mt. Bachelor [Oregon] einen der schneereichsten Winter seit Jahren erlebt.

„Es war ein sehr schneereiches Jahr“, sagt Ben Suratt, Leiter der Pistenpflege. „Wir waren jede Nacht im Einsatz.“

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Kalifornien: Schneemasse höher als im Mittel

Die kalifornische April-Schneemessung an der Phillips Station ergab eine Schneehöhe von 163 cm und ein Schneewasseräquivalent (SWE) von 70 cm – 113 % des Durchschnitts. Landesweit liegt das SWE bei 73 cm oder 110 % des Normalwerts.

Die Erhebung im April markiert den Höhepunkt der Schneedecke vor der Frühjahrsschmelze.
Die Schneedecke der Sierra – Kaliforniens „gefrorenes Reservoir“ – liefert etwa 30 % des Wassers im Bundesstaat.

Die Stauseen befinden sich in einem soliden Zustand – 116 % des Durchschnitts – wobei der Oroville-See und der San Luis-See seit Januar stark gestiegen sind.

Gouverneur Newsom schloss sich der Umfrage im April an, um den California Water Plan Update 2023 vorzustellen, der sich auf die Nachhaltigkeit der Wasserversorgung und die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel konzentriert – na sowas.

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Ukraine: Spät-saisonale Kältewelle wird das Land zwingen, die restlichen Gasreserven zu verbrennen

Ab dem 6. April wird für die Ukraine ein heftiger Kälteeinbruch vorhergesagt, bei dem die Temperaturen nachts auf -3°C fallen und tagsüber um den Gefrierpunkt schwanken sollen. Der Kälteeinbruch, der voraussichtlich eine Woche andauern wird, ist für den April höchst ungewöhnlich – und kommt für das ukrainische Energiesystem zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

Berichten zufolge sind die Gasreserven in den unterirdischen Speichern (UGS) bereits auf ein kritisch niedriges Niveau gesunken. Am 1. April waren nur noch 860 Millionen Kubikmeter vorhanden – ein Rekordtief im Vergleich zu 3,4 Milliarden Kubikmetern zum gleichen Zeitpunkt des letzten Jahres. Darin enthalten ist auch Puffergas, so dass der nutzbare Vorrat noch geringer ist.

Experten warnen, dass die Aufrechterhaltung der Wärmeversorgung während dieser Kälteperiode eine Erhöhung der Entnahme auf 50-60 Millionen Kubikmeter pro Tag erfordern könnte, wodurch die verbleibenden Vorräte schnell aufgebraucht würden. Am 1. April war die tägliche Entnahme bereits auf nur noch 10 Millionen Kubikmeter gesunken.

Anmerkung des Übersetzers hierzu: Der hier prognostizierte Kaltluftvorstoß wird auch unser Land zumindest streifen. Mehr dazu vermutlich in der nächsten Woche.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 15 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 4. April 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE