Neue Studie: Durch Ozean-Erwärmung sollte eigentlich Wasserdampf zunehmen – aber dieser nimmt seit 2008 ab

Kenneth Richard

„Unsere Ergebnisse sind unerwartet: Trotz steigender Meerestemperaturen hat die globale Eo [Ozeanverdunstung/Wasserdampf] im letzten Jahrzehnt abgenommen.“ – Ma et al. (2025)

Eine 2024 in PNAS veröffentlichte Studie bestätigte erneut, dass Klimamodelle nicht simulieren können, was in der realen Welt in Bezug auf grundlegende Variablen des Klimawandels wie Wasserdampf geschieht, dem wichtigsten Treibhausgas der Erde (aufgrund seiner angeblich wärmeverstärkenden „Rückkopplungs“-Kapazität).

Nach den neuesten Klimamodellen sollte die spezifische Luftfeuchtigkeit (SH) als Folge der CO₂-induzierten globalen Erwärmung zunehmen. 40 Jahre Beobachtungen (1980-) zeigen jedoch keinen zunehmenden SH-Trend über ariden/semi-ariden Regionen.

Nach modernen Klimamodellen sollte die relative Luftfeuchtigkeit (RH) als Folge der CO₂-induzierten globalen Erwärmung relativ konstant bleiben, wenn nicht sogar leicht abnehmen. Doch 40 Jahre Beobachtungen (1980-) zeigen keinen leicht abnehmenden Trend, sondern einen abnehmenden Trend, der „im Durchschnitt um eine Größenordnung stärker ist als in den Modellen.“ Mit anderen Worten: Die Klimamodelle liegen um den Faktor 10 daneben.

Die Autoren haben die Tragweite dieser Klimamodellfehler nicht unterschätzt:

„Dies stellt eine große Lücke in unserem Verständnis und in der Klimamodelltreue dar, die so schnell wie möglich verstanden und behoben werden muss, um zuverlässige Hydroklima-Projektionen für aride/semi-aride Regionen in den kommenden Jahrzehnten zu liefern.“

Nun hat eine neue Studie erneut bestätigt, dass es seit 2008, dem Jahr des „Wendepunkts“ (TP), einen „unerwarteten“ Rückgang der Ozeanverdunstung (die für 85 % der Ableitung des globalen atmosphärischen Wasserdampfs verantwortlich ist) gegeben hat.

Diese robusten Ergebnisse, die einen Rückgang der Ozeanverdunstung (Eo) oder des Wasserdampfs auf zwei Dritteln der Erde – hauptsächlich auf der Südhalbkugel – bestätigen, finden sich in allen vier für die Studie verwendeten Satellitendatensätzen.

Es sei darauf hingewiesen, dass Dr. Koutsoyiannis im Jahr 2020 eine Studie veröffentlicht hat, aus der hervorgeht, dass das Ausbleiben eines vom Modell erwarteten Anstiegs der globalen spezifischen Luftfeuchtigkeit nicht erst seit 2008 oder 1980, sondern bereits seit Ende der 1940er Jahren zu beobachten ist.

Die Beobachtungen scheinen nicht in Einklang zu stehen mit dem Narrativ der „Wasserdampf-Rückkopplung“.

Link: https://notrickszone.com/2025/02/24/new-study-ocean-warming-is-supposed-to-increase-water-vapor-but-its-been-declining-since-2008/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Es ist höchste Zeit, dass die „Grünenergie“-Betrügereien unter Druck geraten

Larry Bell

Ein kostspieliger grüner neuer Betrug, der auf widersprüchlichen Sonderinteressen der pseudowissenschaftlichen Klimawissenschaft und der Renditen suchenden Wind- und Solarindustrie beruht, die sich gegenseitig völlig ungerechtfertigte Ängste und Fantasien einreden.

Jede Behauptung, die Wissenschaft ist „settled“ bzgl. der Existenz einer durch Kohlendioxid verursachten Klimakrise, ist ein verlogener, zerstörerischer und kostspieliger Betrug.

Eine von der gemeinnützigen wissenschaftlichen Global Climate Intelligence Group (CLINTEL) veröffentlichte Weltklimaerklärung“, die 2023 von 1609 informierten Wissenschaftlern und Fachleuten unterzeichnet wurde – darunter zwei Nobelpreisträger – behauptet das Gegenteil, nämlich dass es keinen solchen Konsens über den Klimanotstand gibt.

Darüber hinaus sind die vom Klimaalarmismus getriebenen Vorschläge, Amerika schnell von den mehr als 80 % durch fossile Brennstoffe bereitgestellte Energie wegzubringen, indem die intermittierenden Wind- und Solarsysteme ausreichend ausgebaut werden, die derzeit zusammen etwa 3 % produzieren, zusätzlich illusorisch, wobei die Solarenergie weniger als 1 % beiträgt.

Barton Swaim vom Wall Street Journal stellt fest, dass in den letzten drei Jahrzehnten jeder, der sich nicht der Überzeugung anschloss, dass „die Wissenschaft feststeht“, dass das Leben auf der Erde durch die „globale Erwärmung“ und später durch den „Klimawandel“ unmittelbar vom Aussterben bedroht ist, als Spinner oder noch schlimmer als „Klimaleugner“ abgestempelt worden ist.

Die letztgenannte Charakterisierung – ein beleidigendes Epitaph, das mir und vielen meiner Schriften zu diesem Thema manchmal entgegengeschleudert wird – stellt eine offensichtliche Korrelation mit unwissenden Ungläubigen dar, die schreckliche historische Ereignisse geleugnet haben.

Also ja, das Klima ändert sich, und zwar seit unser Planet eine Atmosphäre hat. Und wenn es nicht so wäre, bräuchten wir kein anderes Wort dafür als „Wetter“.

Swaim weist darauf hin, dass „die Möglichkeit, dass eine ganze akademische Disziplin, die Klimawissenschaft, durch Gruppendenken und Selbstbeweihräucherung einen schweren Fehler begangen haben könnte, nicht für möglich gehalten wurde. In vielen Kreisen herrscht diese Orthodoxie noch immer unangefochten.“

Glücklicherweise scheint sich dieser Umstand jetzt zu ändern.

Wie in der letzten Kolumne dieses Verfassers vom 7. Februar festgestellt, bietet der erdrutschartige Wahlsieg von Präsident Donald Trump eine Fülle von Beweisen dafür, dass die Mehrheit der Amerikaner die Geduld und das Mitleid mit der Politik einer woken* Regierung verloren hat.

[*Auch für diesen Terminus wäre der Übersetzer für einen Vorschlag eines guten Terminus’ in deutscher Sprache dankbar]

Erlasse beruhen auf unbegründeten alarmistischen Klimabehauptungen und völlig unrealistischen Projektionen grüner Kapazitäten, welche die Energiekosten und den Lebensstil der Verbraucher, die Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie den nationalen Wohlstand und die Sicherheit ersticken.

Man braucht nur einen Blick auf Kalifornien und New York als abschreckende Beispiele zu werfen.

Das kalifornische Legislative Analyst Office (LAO) hat kürzlich einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass sich die durchschnittlichen monatlichen Stromtarife für Privatkunden in Kalifornien seit 2019 fast verdoppelt haben – ein Trend, der durch die grüne Energiepolitik negativ beeinflusst wurde.

Das LAO führt diese Preiserhöhungen vor allem auf ehrgeizige Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasen (THG) und vom Steuerzahler finanzierte Energieprogramme zurück, die nach Hawaii zu den zweithöchsten Tarifen der Nation geführt haben.

Der kalifornische Renewable Portfolio Standard (RPS) schreibt vor, dass bis 2030 60 % des Portfolios eines Stromversorgers aus teureren „erneuerbaren Energiequellen“ stammen müssen, und die von Gouverneur Gavin Newsom im Jahre 2022 unterzeichnete Gesetzgebung sieht vor, dass 85 % der Treibhausgasemissionen des Staates bis 2045 unter das Niveau von 1990 gesenkt werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Kalifornier durch Programme, die mit ihren Steuergeldern Tausende von Ladestationen für Elektrofahrzeuge errichten, höhere Energiekosten zu tragen haben, was wiederum den Strombedarf und die Stromknappheit erhöht.

Als Konsequenz daraus stellte das LAO fest, dass „die Strompreise für Privathaushalte in Kalifornien im Durchschnitt fast doppelt so hoch sind wie im Rest der Nation.“

Dennoch macht New York große Fortschritte, wenn es darum geht, mit Kalifornien und Hawaii um die Auszeichnung für die höchsten Stromkosten der Nation zu konkurrieren.

In dem Bemühen, eine landesweite Vorgabe zu erfüllen, wonach bis 2030 70 % der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (einschließlich Wasserkraft aus Quebec) stammen sollen, schlägt der Investor Con Edison, der New York City und seine Vororte versorgt vor, die Stromrechnungen um durchschnittlich 11,4 % und für Gas um 13,3 % zu erhöhen.

Dadurch werden die durchschnittlichen Stromrechnungen für Privathaushalte auf etwa 500 Dollar monatlich steigen, 154 Dollar mehr als noch vor fünf Jahren.

Und die lebenswichtige Wasserkraft aus Quebec?

Eine weitere im Bau befindliche Übertragungsleitung, die mehr Strom liefern soll, kostet satte 6 Milliarden Dollar, viermal mehr als die von Con Edison für dieses Jahr vorgeschlagene Strompreiserhöhung.

Dennoch warnte der New Yorker Independent System Operator im November vor möglichen Stromengpässen im nächsten Jahr, wenn die Leitung nicht bis Mai in Betrieb genommen wird.

In der Zwischenzeit haben die staatlichen Aufsichtsbehörden im letzten Frühjahr drei Offshore-Windkraftverträge wegen steigender Zinsen und Inflation gekündigt, ebenso wie eine geplante 280 km lange Übertragungsleitung, die New York City mit Strom aus gigantischen Wind- und Solarparks im Norden des Staates versorgen sollte.

Es hat nicht geholfen, dass der frühere Gouverneur Andrew Cuomo die vorzeitige Abschaltung des Kernkraftwerks Indian Point angeordnet hat, das etwa ein Viertel des Stromes von New York City erzeugt, sowie ein Verbot von Fracking und ein Veto gegen Gaspipelines eingelegt hat.

Diese Maßnahmen werden die Stromkosten weiter in die Höhe treiben, da Con Edison nach eigenen Angaben mehr Geld für die Modernisierung der Infrastruktur benötigt, um das Stromnetz zu stärken, wenn mehr intermittierende erneuerbare Energien ans Netz gehen, insbesondere in einer Zeit, in der der Strombedarf aufgrund der New Yorker Klimavorschriften steigt, die Gasanschlüsse für neue Gebäude verbieten.

Kein Wunder, dass das tiefblaue [= von Demokraten regierte] New York und Kalifornien zusammen mit Illinois bei den Bevölkerungsverlusten im Jahr 2023 landesweit führend sind.

Ironischerweise sind diejenigen, die am wenigsten in der Lage sind, sich diese unnötigen finanziellen Belastungen zu leisten, die durch eine kläglich fehlgeleitete Klimaalarm-Energiepolitik verursacht werden, typischerweise dieselben Menschen mit dem niedrigsten Einkommen, einschließlich vieler älterer Menschen, die sich die Umzugskosten nicht leisten können … genau die gleichen Bevölkerungsgruppen, um die sich die Liberalen mit ihrem virtue signalling scheinheilig am meisten kümmern.

This article originally appeared at Newsmax

Link: https://www.cfact.org/2025/02/23/about-time-climate-green-energy-scams-take-well-deserved-heat/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Warum berichten die Mainstream-Medien nicht, dass die ozeanische Zirkulation in vollem Umfang bestehen bleibt?

Anthony Watts

Seit Jahrzehnten wird in den Mainstream-Medien behauptet, dass die atlantische meridionale Umwälzzirkulation (Atlantic Meridional Overturning Circulation, AMOC) kurz vor dem Zusammenbruch steht, was katastrophale Folgen für den Planeten hätte. Dies ist falsch. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass der Klimawandel die Atlantikströmung nicht verändert hat, obwohl die Medien und einige angebliche Experten immer wieder das Gegenteil behaupten.

Der Hollywood-Katastrophenfilm The Day After Tomorrow aus dem Jahr 2004 zeigte, wie ein Abschalten der AMOC die Welt in eine sofortige Eiszeit stürzen würde. Die Geschichte basierte lose auf den Vorhersagen einiger Wissenschaftler, dass die AMOC und die sie speisenden regionalen Meeresströmungen sich gefährlich verlangsamen würden. Die Mainstream-Medien haben diese unbestätigten Behauptungen aufgebauscht und damit dem Science-Fiction-Blockbuster zum Erfolg verholfen.

Die Mainstream-Medien haben in regelmäßigen Abständen die gleiche Weltuntergangsgeschichte verbreitet und davor gewarnt, dass sich die AMOC verlangsamt, abschwächt oder zusammenbricht, wobei für jeden Zustand ein Klimachaos vorhergesagt worden ist.

Zum Beispiel:

– Im Jahr 2015 titelte die Washington Post: „Die Zirkulation des Ozeans war seit 1000 Jahren nicht mehr so träge. Das sind schlechte Nachrichten“.

– Im Jahr 2021 warnte NBC News: „Ein entscheidendes Ozean-Zirkulationssystem wird schwächer. Wissenschaftler sagen, das sei ein weiteres Zeichen für einen sich erwärmenden Planeten.“

– Im Jahr 2023 schürte CNN Panik mit: „Eine wichtige Meeresströmung ist vom Zusammenbruch bedroht. Wissenschaftler sagen, es wäre eine Klimakatastrophe“.

Doch wie Climate Realism wiederholt betont hat, widerlegt die Wissenschaft diese Behauptungen (siehe hier). Diese Behauptungen über eine abnehmende AMOC und andere großräumige Meeresströmungen, die das Wetter bestimmen und den Klimawandel beeinflussen, basieren größtenteils auf den Projektionen spekulativer Klimamodelle und nicht auf realen Beobachtungen oder überprüfbaren Forschungsergebnissen.

Zwei aktuelle, von Fachleuten begutachtete Studien, eine vom Februar 2025 und eine vom Januar 2025, beide in Nature veröffentlicht bestätigen, worauf viele Klimarealisten schon seit Jahren hinweisen – die AMOC ist seit mindestens 60 Jahren stabil und zeigt keinen signifikanten Abwärtstrend. Die Wissenschaftler kamen außerdem zu dem Schluss, dass es keine glaubwürdigen Hinweise darauf gibt, dass ein solcher Zusammenbruch unmittelbar bevorsteht oder in absehbarer Zukunft sogar wahrscheinlich ist. In Bezug auf die Klimamodelle, die einen Zusammenbruch der AMOC vorausgesagt haben, kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Klimamodelle fehlerhaft sind und die Risiken überbewerten – die Simulationen der Modelle stimmen nicht mit den tatsächlich gemessenen Trends überein.

Wo bleibt also die flächendeckende Medienberichterstattung über diese beruhigende Nachricht? Wo sind die CNN-Sondersendungen, die Meinungsbeiträge der New York Times und die atemlosen Schlagzeilen des Guardian, die verkünden, dass keine Katastrophe bevorsteht? Sie sind nirgends zu finden.

Jetzt, da wir zwei von Experten begutachtete Studien haben, wonach die AMOC seit mindestens sechs Jahrzehnten stabil ist und es äußerst unwahrscheinlich ist, dass sie in absehbarer Zeit zusammenbricht, ist das Schweigen der Mainstream-Medien ohrenbetäubend. Die gleichen Journalisten, die eifrig über das Worst-Case-Szenario berichteten, sind nun nicht bereit, über Erkenntnisse zu berichten, die ihrer früheren Panikmache widersprechen.

Die Ergebnisse der jüngsten Studien bestätigen, was frühere Forschungsarbeiten gezeigt haben, die bei Climate Realism und Climate at a Glance zitiert wurden: Die Meeresströmungen sind komplex, werden von einer Vielzahl natürlicher Zyklen beeinflusst und sind nicht so anfällig wie alarmistische Darstellungen vermuten lassen.

Während die Mainstream-Medien die Öffentlichkeit und die Politiker ständig ermahnen, „der Wissenschaft zu folgen“, ignorieren sie bequemerweise wissenschaftliche Untersuchungen, wenn diese Zweifel an der Behauptung aufkommen lassen, dass der Klimawandel alles Schlechte verursacht.

Die atlantische meridionale Umwälzzirkulation bricht nicht zusammen, verlangsamt sich nicht katastrophal und steht nicht kurz vor dem Ausbruch einer Eiszeit. Die neueste wissenschaftliche Forschung bestätigt, was Beobachtungsdaten schon seit Jahrzehnten zeigen: AMOC-Schwankungen sind natürlichen Ursprungs, und es gibt keine bevorstehende Krise. Das sind die guten Nachrichten, die Journalisten und Nachrichtenkanäle, die behaupten, die Wahrheit zu verkünden, berichten sollten, aber wir von Climate Realism werden davon berichten.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://climaterealism.com/2025/02/why-isnt-the-mainstream-media-reporting-that-ocean-circulation-is-doing-well/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Benny Peiser: Europa ist auf dem falschen Weg und muss einen Ausweg finden

GWPF

Benny Peiser ist seit über 15 Jahren Direktor der britischen Global Warming Policy Foundation (GWPF). Nun tritt der scharfe Kritiker der Klimapolitik zurück. Axel Reichmuth vom Schweizer Magazin „Nebelspalter“ konnte mit ihm über die Gefahren von Net Zero und die Ziele seiner Stiftung sprechen (Link)

Der Link verweist auf ein Video dieses Interviews auf der (deutschsprachigen) Website des „Nebelspalters“. – Im Folgenden sind die Fragen kursiv gesetzt. A. d. Übers.]

Benny Peiser, Sie sind seit 2009 Direktor der GWPF und gehen bald in den Ruhestand. Was will die GWPF?

Benny Peiser: Wir sind eine unabhängige Denkfabrik. Das GWPF wurde von Nigel Lawson, Margaret Thatchers ehemaligem Schatzkanzler, und mir gegründet. Lawson, der leider vor zwei Jahren verstorben ist, hat schon früh erkannt, dass die Klimapolitik zu schweren wirtschaftlichen und politischen Krisen führen würde – vor allem, wenn der Westen im Alleingang vorgeht. Seit unserer Gründung versuchen wir, Politiker und die Öffentlichkeit über die Folgen einer übereilten Klimapolitik aufzuklären.

Ihre Stiftung setzt sich also für mehr Vernunft in der Klimapolitik ein?

Ganz genau. Denn in einer Zeit des apokalyptischen Denkens wird die Vernunft erdrückt. Dann gibt es nur noch Gut und Böse. Alle kritischen Ansichten werden unter den Teppich gekehrt.

Der Vorwurf, ein Klimaleugner zu sein, ist Ihnen sicher bekannt. Sind Sie einer?

Dieser Begriff ist eine der Hauptwaffen, mit denen apokalyptische Alarmisten Kritiker zum Schweigen bringen wollen. Es ist sozusagen das Ausspielen der Nazi-Karte. Ich selbst habe nie den Klimawandel oder den Treibhauseffekt geleugnet. Die menschlichen CO₂-Emissionen haben aller Wahrscheinlichkeit nach zur derzeitigen Erwärmung beigetragen.

Nach Ansicht des IPCC haben Treibhausgase nicht nur zum Klimawandel beigetragen, sondern sind zu 100 Prozent die Ursache dafür.

Dies ist eine sehr extreme Position, die im Wesentlichen leugnet, dass es natürliche Einflüsse auf den Klimawandel gibt. Ich möchte das in Frage stellen.

Welche Hauptposition vertreten Sie und die GWPF in der Klimadebatte?

Wir haben keinen gemeinsamen Standpunkt. In unserer Denkfabrik gibt es Experten mit unterschiedlichen Ansichten. Aber wir sind uns einig, dass es nicht genug kritische Debatten gibt. Sowohl in der Klimawissenschaft als auch in der Klimapolitik muss es eine offene und breite Diskussion darüber geben, welcher Weg der richtige ist. Stattdessen wird uns von den führenden Forschern erzählt, dass bereits alles feststeht. Jeder Kritiker wird dämonisiert. Das muss aufhören.

Wollen Sie persönlich jede Klimapolitik verhindern – oder geht es Ihnen nur um das richtige Tempo?

Ich bin der Meinung, dass eine unilaterale Klimapolitik, bei der Europa und einige wenige westliche Staaten einen Alleingang machen, zum Scheitern verurteilt ist. Weil die Entwicklungs- und Schwellenländer wirtschaftlich aufholen wollen, können sie letztlich nicht zum Verzicht auf fossile Energieträger gezwungen werden. Deshalb scheitert seit Jahrzehnten jeder Versuch, auf den UN-Klimakonferenzen ein rechtsverbindliches Abkommen zu erreichen.

Stellen Sie das Ziel, von Öl, Kohle und Gas wegzukommen, grundsätzlich in Frage?

Nein. Es gibt sicherlich einen vernünftigen Trend zur Dekarbonisierung, der durch die technologische Entwicklung vorangetrieben wird. Aber das Ziel, in nur 25 Jahren Netto-Null zu erreichen, ist illusorisch. Es wird erwartet, dass im Jahr 2050 mindestens die Hälfte der Energieerzeugung immer noch aus fossilen Brennstoffen bestehen wird. Wir müssen akzeptieren, dass die Dekarbonisierung länger dauern wird und nicht von der Politik verordnet werden kann. Wohin kollektive Hysterie und forcierte Klimapolitik führen, sehen wir derzeit auf unserem Kontinent: Europa ist auf dem falschen Weg und steckt in einer Wirtschaftskrise. Jetzt müssen wir einen Ausweg aus dieser Krise finden.

Was sagen Sie jemandem, der wirklich Angst vor dem Klimawandel hat?

Es ist schwierig, jemanden von übertriebenen Ängsten abzubringen. Das ist so, als würde man versuchen, einen frommen Menschen davon zu überzeugen, dass die Welt nicht vor 6000 Jahren erschaffen wurde. Wir stellen jedoch fest, dass eine wachsende Zahl von Menschen inzwischen viel mehr Angst vor dem mit der Klimapolitik verbundenen sozialen und wirtschaftlichen Niedergang als vor dem Klimawandel selbst hat. Sie beginnen zu zweifeln, ob die globale Erwärmung wirklich so furchterregend ist wie sie dargestellt wird.

Woher bekommt die Global Warming Policy Foundation ihr Geld?

Wir finanzieren uns durch Spenden von Mitgliedern und Unterstützern. Ein großer Teil der Spenden kommt von unabhängigen Unternehmern, die über „Cancel Culture“ in der Klimapolitik besorgt sind. Aber wir nehmen kein Geld von der Energiewirtschaft oder von Leuten, die mit ihr verbunden sind. Unser Budget ist mit rund einer halben Million Euro pro Jahr sehr klein. Das ist kein Vergleich zur Klimalobby und den grünen NGOs, die über Milliarden verfügen.

Gibt es dunkle Machenschaften hinter Ihrer Institution, wo die Strippen gezogen werden?

Nein! Unsere Geldgeber haben keinen Einfluss darauf, was wir sagen und veröffentlichen.

Die GWPF veröffentlicht regelmäßig Berichte und Studien von Experten. Machen Sie auch Lobbyarbeit im engeren Sinne, zum Beispiel im britischen Parlament?

Nein, wir betreiben keine Lobbyarbeit und führen auch keine politischen Kampagnen durch. Wir stellen nur Informationen zur Verfügung, die weltweit eine möglichst große Wirkung haben sollen. Wir sind unabhängig und keiner Partei verpflichtet.

Was haben Sie seit Gründung der GWPF im Jahre 2009 alles erreicht?

Damals waren wir einsame Stimmen in der Wildnis. Das hat sich jetzt geändert. Leider sind viele der Dinge, vor denen wir seit 15 Jahren gewarnt haben, wahr geworden: Die Kosten der Klimapolitik sind weiter gestiegen, der industrielle und wirtschaftliche Niedergang Europas hat begonnen. Das Versprechen einer grünen Wirtschaft hingegen hat sich als Wunschtraum entpuppt. Deshalb werden jetzt überall kritische Stimmen laut, die das Netto-Null-Ziel in Frage stellen. Unsere Stiftung hat zu dieser Entwicklung beigetragen.

Sie haben kürzlich in einer Rede gesagt, dass Ihr Nachfolger als Direktor des GWPF es sicherlich viel leichter haben wird als Sie. Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung?

In der Zwischenzeit hat sich das politische Klima verändert. Der Niedergang Europas, politisch, wirtschaftlich und militärisch, hat viele Menschen alarmiert. Die utopische Klimapolitik hat wesentlich zu diesem Niedergang beigetragen. Mein Nachfolger, der bald benannt werden wird, hat es leichter, weil viele Politiker inzwischen erkannt haben, dass es so nicht weitergehen kann. Jetzt geht es darum, radikale Reformen zu entwickeln und umzusetzen, um das Schlimmste zu verhindern.

Wen halten Sie für den Haupt-Urheber dieser Änderung in der Klimapolitik? Donald Trump?

Nicht nur Trump. Auch in der EU ist ein Wandel zu beobachten. Hier hatte die Klimapolitik in den letzten 20 Jahren oberste Priorität. Das ist nun vorbei. Und es werden immer mehr Stimmen laut, dass der Kontinent den Brüsseler Green Deal wirtschaftlich und geopolitisch nicht überleben wird. Natürlich beschleunigt Trump diese Entwicklung. Amerika schlägt jetzt einen anderen Weg ein. Aber diese Desillusionierung begann schon lange vor Trumps zweitem Wahlsieg.

Eine forcierte Klimapolitik führt schnell zu höheren Preisen und wirtschaftlichen Schäden. Proteste aus der Bevölkerung sind immer die Folge. Glauben Sie, dass das Scheitern des Green Deals der EU vor diesem Hintergrund unvermeidlich ist?

Jawohl, das ist wie im Sozialismus. Auch die Klimapolitik basiert auf der Auffassung, dass Gesellschaft und Wirtschaft von oben gesteuert werden müssen. Die Führung bestimmt, was produziert werden darf und was nicht und welche Technologien zum Einsatz kommen sollen. Wir haben es hier mit einem klassischen Sozialismus im grünen Gewand zu tun – einem Ökosozialismus, der unweigerlich scheitern und ein tragisches Ende nehmen wird.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Dann braucht es doch keine Organisationen wie die GWPF. Man könnte sich zurücklehnen und warten, bis sich diese Art von Politik von selbst erledigt.

Das ist bis zu einem gewissen Grad richtig. Aber es ist unsere Aufgabe, so schnell wie möglich den notwendigen Meinungsumschwung herbeizuführen und damit weiteren Schaden abzuwenden. Und wir müssen mithelfen, Ideen zu entwickeln, wie wir aus dem Schlamassel herauskommen können.

Welche Rolle werden fossile Brennstoffe in Zukunft spielen?

Das ist eine offene Frage. Ich gehe aber davon aus, dass Öl, Kohle und Gas noch viel länger wichtig sein werden als bisher angenommen. Das wird wahrscheinlich für das ganze Jahrhundert der Fall sein, es sei denn, es gibt eine Revolution in der Kerntechnik, die uns plötzlich Energie billig und im Überfluss liefert.

Ist alles eine Frage der Technologie? Werden technologische Innovationen das Klimaproblem lösen?

Davon bin ich überzeugt. Allerdings kann man heute nicht wissen, welche Technologien das sind und welche Auswirkungen sie haben werden. Die technologische Entwicklung ist nicht vorhersehbar. Aber eine zentral geplante Ökowirtschaft, wie sie in Europa seit Jahrzehnten praktiziert wird, ist zum Scheitern verurteilt.

Wird sich der ewige Klima-Alarm irgendwann an einem bestimmten Punkt von selbst erledigen?

Auf jeden Fall. Vor allem wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass wir uns auf die eine oder andere Weise an den Klimawandel anpassen müssen. Die Menschen wissen heute sehr gut, wie sie sich vor Überschwemmungen, Hitzewellen oder Stürmen schützen können – die es immer gegeben hat und immer geben wird. Die Zahl der Menschen, die an den Folgen extremer Wetterereignisse sterben, ist in den letzten hundert Jahren bereits um mehr als 90 Prozent zurückgegangen. Anpassung funktioniert in jeder Hinsicht und ist die beste, billigste und wirksamste Klimapolitik der Welt.

Welche Rolle spielen die Medien ikn der Debatte um Klimapolitik?

Die traditionellen Medien befinden sich allgemein in einer existenziellen Krise und werden von den neuen sozialen Medien herausgefordert und zunehmend verdrängt. Die meisten Menschen, vor allem junge Menschen, lesen keine Zeitungen mehr. Viele traditionelle Fernsehsender befinden sich in einer ähnlichen Krise. Daran sind die traditionellen Massenmedien zum Teil selbst schuld, denn sie haben zu lange auf ihrem hohen Ross gesessen und das Vertrauen der Öffentlichkeit verloren. Dies gilt insbesondere für das Klimathema, wo sich viele Massenmedien oft als reine Instrumente der Panikmache und Propaganda erwiesen haben. Wenn die traditionellen Medien überleben wollen, müssen sie beweisen, dass sie sich reformieren und ausgewogene Informationen liefern können.

Wird die GWPF noch weitere 16 Jahre lang gebraucht werden?

Ich bin überzeugt, dass es unabhängige Denkfabriken wie die unsere noch lange Zeit geben wird. Sie werden mindestens so lange gebraucht, bis offenes und freies Denken an die Universitäten zurückkehrt.

Wie bereits erwähnt, gehen Sie jetzt in den Ruhestand. Ziehen Sie sich ganz zurück?

Nein, ich werde im Vorstand der Global Warming Policy Foundation bleiben. Aber natürlich werde ich nicht mehr in das Tagesgeschäft eingebunden sein und kann mich verstärkt meinen eigenen Forschungsprojekten widmen.

Benny Peiser wuchs in Deutschland auf. Er studierte Politikwissenschaft, Englisch und Sportwissenschaft und promovierte an der Universität Frankfurt am Main. 1993 zog er nach Großbritannien, wo er unter anderem an der Fakultät für Sportwissenschaften der Universität Liverpool lehrte. Im Jahr 2009 gründete Peiser gemeinsam mit Nigel Lawson die Global Warming Policy Foundation, deren Direktor er seitdem ist. Ende März wird der 67-Jährige die Leitung der Denkfabrik abgeben.

Link: https://www.thegwpf.org/benny-peiser-europe-is-on-the-wrong-track-and-has-to-find-a-way-out/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Monat Februar in Deutschland – Teil 1: Keine CO₂-Treibhauswirkung erkennbar

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • 107 Jahre lang Abkühlung, Temperatursprung, ab 1988 bis heute Weitererwärmung.
  • Keine Korrelation mit dem CO-Anstieg, keine Treibhauswirkung erkennbar
  • Der menschenverursachte WI-effekt hat die insgesamt leichte Erwärmung seit 1881 bewirkt.

Das Temperaturmittel lag im Februar 2025 laut DWD bei 1,4 Grad Celsius (°C), also viel kälter als letztes Jahr und nicht einmal unter den 50 heißesten/wärmsten Jahren seit 1881, obwohl die Sonnenstunden über dem Schnitt (1991 – 2000) waren. Doch vor allem die kühlen Nächte ließen den Februar in vielen Teilen Deutschlands noch winterlich erscheinen. Vor allem in Sachsen und Thüringen, wo die nächtlichen Tiefsttemperaturen bis auf – 20 Grad fallen konnten. Wir haben es jedoch alle am Gas/Ölverbrauch gemerkt, der etwa gleich war mit dem diesmal wärmeren Januar 2025 in Deutschland.

Wir fragen uns: Wo ordnet sich dieser Februar 2025 mit seinem 1,4 °C-Schnitt in die bis 1881 zurückreichende Klimareihe Deutschlands ein, und wie entwickelten sich die Februar-Temperaturen in diesem Betrachtungszeitraum bis heute?

Deutschland –Temperaturgrafik des Februars.

Quelle

Abb. 1: Die Februartemperaturen des Deutschen Wetterdienstes seit 1881 bis 2024, also 145 Jahren

Wir erkennen mindestens 3 Teilabschnitte:

  1. Leichte Abkühlung 107 Jahre lang bis 1987
  2. Temperatursprung von 1987 auf 1988 von 1,5 Grad
  3. Weitererwärmung seit 1988 bis heute laut DWD um knapp 0,3 Grad/Jahrzehnt.

Die CO₂-Konzentrationszunahme in der Atmosphäre: Starker Anstieg

Abb. 2: Steiler und stetiger CO₂-Anstieg in der Atmosphäre, vor allem seit 1965. Man vergleiche.

Wir gehen von einer CO-Konzentrationszunahme von 135 ppm seit 1881 aus, ob diese jedoch ausschließlich anthropogenen Ursprunges ist, wollen wir nicht diskutieren, sondern lediglich die vom PIK-Potsdam behauptete hohe CO-Kimasensitiviät anhand des Artikels in Frage stellen. Wir wollen vor allem die Behauptung widerlegen, dass CO der maßgebliche Temperaturschalter wäre. Umso mehr, wenn man die ersten 107 Jahre näher betrachtet.

Der Temperaturverlauf in den ersten 107 Jahren ist jedoch keinesfalls immer fallend wie die Trendlinie der Grafik 1 suggeriert. Betrachten wir nun den kürzeren Zeitraum ab 1943

Abb. 3: Die Februarabkühlung begann eigentlich erst so richtig ab 1943, und zwar sehr deutlich. Der Temperatursprung im Jahre 1987/88 bleibt.

Wissenschaftliche Erkenntnis: CO kann nicht über 100 Jahre abkühlend wirken, dann einen plötzlichen Temperatursprung verursachen und erst ab 1988 erwärmend weiter wirken. Und die deutliche Februarabkühlung begann auch erst so richtig ab 1943 bis 1987 als die CO-Zunahmekurve immer steiler wurde. Solche Gaseigenschaften gibt es nicht.

Wir stellen bisher fest:

Die CO– Konzentrationszunahme zeigt im Vergleich zur Entwicklung der deutschen Februartemperaturen keinerlei Ähnlichkeit.

Ab 1988 bis heute handelt es sich um eine Zufallskorrelation.

Auch für den Temperatursprung im Jahre 1987 auf 1988 kann CO nicht verantwortlich sein. Der Temperatursprung auf ein wärmeres Plateau hat somit ausschließlich natürliche Ursachen (Zirkulationsverhältnisse – mehr Westwetterlagen bei positiven NAO-Werten).

Aus den Grafiken muss man schließen, CO hat entweder gar keinen Einfluss auf die Temperaturen oder einen nur sehr unbedeutenden. Eine politisch gewollte und nun von den Grünen favorisierte teure CO-Reduzierung durch das Verpressen im Boden oder Versenken von Kohlendioxid im Meer ist völlig nutzlos, dazu umweltzerstörend und gefährlich für die Bodenorganismen.

Damit ist die gängige Definition von Klimawandel falsch, die ausschließlich Kohlendioxid und andere Treibhausgase für die Klimaerwärmung verantwortlich macht.

Merke: Die treibhausbasierte Klimahysterie ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters. Da geht’s nur ums Geld und einen CO-Ablasshandel

Doch zurück zu den Februartemperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes: Einzuwenden wäre, dass um 1900 ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen bestand und die Wetterstationen samt ihren ganz anderen Temperaturermittlungen in der Wetterhütte mit den heutigen wärmeren Standorten nur bedingt vergleichbar sind. Deutschland hatte damals 104 Einwohner pro Quadratkilometer; heuer sind es mit 220 gut doppelt so viele, was bedingt durch den erhöhten Wohlstand und Energieverbrauch erwärmend wirkte. Die DWD- Wetterstationen stehen heute in den von Menschen geschaffenen großflächigen Wärmeinseln, auch gab es einst typische ländliche Stationen bei Klöstern oder Forsthäusern am Waldrand oder bei freistehenden Gutshöfen von Feudalherren.

Die Realität wäre: Die fallende Trendlinie von 1881 bis 1987 wäre noch stärker fallend. Der Temperatursprung wäre gleich. Die Erwärmungssteigung der Trendlinie ab 1988 bis heute wäre nicht so stark. Zum WI-effekt und zur Größeneinschätzung siehe weiter unten.

Wenn Kohlendioxid nicht erwärmt, was dann?

Auf der Suche nach des Gründen des Februarverhaltens in Deutschland:

1) Sonne und Niederschläge

Abb. 4a/4b: Die Sonnenstunden sind seit 1988 leicht gestiegen, die Niederschläge leicht gefallen.

Die Sonne steht im Februar tief und hat noch wenig Wirkung: Trotzdem lässt sich schließen, dass die geringen Zunahme der Sonnenstunden und die Abnahme des Niederschlages leicht erwärmend wirkte seit 1988

2) Die Änderung der Großwetterlagen:

Die NAO = Nordatlantische Oszillation. Unter der NAO versteht man in der Meteorologie die Schwankung des Druckverhältnisses zwischen dem Islandtief im Norden und dem Azorenhoch im Süden

Dieses auffällige Temperaturverhalten in drei Phasen ähnelt grob dem des Januars und lässt sich sehr gut mit dem Verhalten der NAO und der an die NAO gekoppelten Häufigkeit der Großwetterlagen mit Westanteil erklären:

Abb. 5: Zentrierte, 11-jährige Gleitmittel der NAO und der Häufigkeit der im Februar meist milden Westwetterlagen. Man achte auf die relative Übereinstimmung, welche auch die in Abb.1 und 3 dargestellten Phasen erklärt. Die NAO als „Luftdruck-Schaukel“ zwischen Portugal/Azoren und Island beeinflusst die Häufigkeit und Intensität der wintermilden Westwetterlagen. Der 2024er Februar war sehr wolkenreich (milde Nächte!) und 2025 waren die Nächte oftmals klar.

In der zweiten Monatsdekade setzte der Februarwinter vor allem im Osten ein deutliches Ausrufezeichen. Während eisiger Nächte meldete Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge am 18. mit – 19,7 °C das bundesweite Februarminimum.

3) Der Mensch wirkt mit bei der Temperaturentwicklung durch zunehmende Wärmeinseleffekte (WI).

Klima verändert sich seit 4 Milliarden Jahren ohne Zutun des Menschen, es handelt sich um natürliche Klimaänderungen. In der Neuzeit wirkt der Mensch mit durch die ständige Ausbreitung der Wärmeflächen überall auf der Welt. Von Interesse wäre der Temperaturverlauf ohne die wärmenden menschlichen Veränderungen bei den Stationen. Vor allem in den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Bebauung in die einst freie grüne Vegetations-Fläche hinein erweitert, derzeit um 50 Hektar täglich und innerhalb der Städte und Gemeinden werden Baulücken weiter geschlossen, damit die Flächenerweiterung ins Umland – eigentlich eine Naturzerstörung – rein statistisch geringer ausfällt, was für die Politik ein Beleg für Naturschutz ist. Derzeit ist ein Siebentel der Gesamtfläche unseres Landes versiegelt. Jede Sekunde wird in der Bundesrepublik Deutschland gut 5 m2 Boden neu als Siedlungs- und Verkehrsfläche beansprucht. Das bringt die Wärme ins Umland der DWD-Wetterstationen. Siehe hier.

Im Winter wärmt zusätzlich die Abwärme der Industrie, der Haushalte und des Verkehrs die Siedlungen und deren näheres Umfeld besonders bei windstillen, kalten Hochdruckwetterlagen auf. Im Umland heizen „Biogas“-, Solar- und Windkraftanlagen ebenfalls. Insgesamt sind die WI- Effekte nach unseren bisherigen Untersuchungen im Winter aber etwas geringer als in den Frühjahrs- und vor allem den Sommermonaten. Jede Straße wirkt vor allem im Sommer wie ein heißes Wärmeband in der Landschaft. Die Freisolaranlagen werden zeitweise bis zu 70°C heiß. Bäuerliche Trockenlegung der Agrarlandschaft in den letzten 50 Jahren und neuerdings auch im Wald sorgt auch im Sommer für erhöhte Bodentemperaturen außerhalb der Versiegelungsflächen, also auch in der freien Landschaft.

Kurzum, bei den Messstationen des DWD hat der Wärmeeintrag, bedingt durch anthropogene Nutzungsänderungen stark zugenommen und die Thermometer der Stationen messen diese menschenerzeugte Zusatzwärme aus den sich ständig vergrößernden Wärmeinseln mit. Natürlich gibt es auch Stationen mit geringen wärmenden Veränderungen. Eine solche ist in Amtsberg-Dittersdorf südlich von Chemnitz, deren Temperaturverlauf im Vergleich zum DWD wir in der Grafik 6 wiedergeben.

Abbildung 6: Die WI-arme Station Amtsberg – siehe blauer Graph mit violetter Trendline – im kleinen Teilort Dittersdorf steht noch so wie 1988, der Ort hat sich kaum verändert und der Stationsleiter erfasst die Temperaturen noch im Wetterhäuschen am unveränderten Standort, allerdings inzwischen digital.

Erg: Die wärmeinselarme Wetterstation Amtsberg, im kleinen Teilort Dittersdorf zeigt keine Februarerwärmung seit 1988, allerdings ist die Wärmeinselerwärmung der DWD-Reihen eine tatsächlich anthropogen verursachte Temperaturzunahme, also keine Datenmanipulation.

Beachte: Hier wird eine Privatwetterstation an einem konstanten Ort mit dem Schnitt der über 2000 DWD-Wetterstationen seit 1988 verglichen. Wetterstationen, die auch immer wieder getauscht wurden. Der unterschiedliche Verlauf vor allem ab 2002 könnte auch teilweise mit örtlichen Klimabesonderheiten im Erzgebirge erklärt werden. So lag z.B. der Januarschnitt dieser Station 2025 höher als der DWD-Schnitt.

Weitere Februar-Besonderheiten, die dem CO-Treibhauseffekt widersprechen:

Höher gelegene Wetterstationen: Kaum Februarerwärmung seit 1988 – warum?

Auf das Phänomen der derzeitigen Höhen-Abkühlung, bedingt durch die verstärkte Advektion von Höhen-Kaltluft, hatten wir schon in unseren Januar-Beiträgen hingewiesen.

Es ist aber auch nicht unerheblich, dass die in den Wärmeinseln von Menschen erzeugte Warmluft nicht nach oben abfließen kann und wie in einer Warmluftglocke unterhalb 950 bis 1000 m Höhe eingesperrt bleibt.

Als Beispiel einer Wetterstation über 1000m NN sei der Brocken aufgeführt.

Abb.7: Die Wetterstation auf dem 1142 m hohen Brocken zeigt fast keine Februarerwärmung seit 1988. So ähnlich verhalten sich alle höheren Bergstationen. Und 2024 war mit 0,7°C nicht der wärmste Februar, sondern 2019 mit 1,1°C, siehe auch Grafik 8b.

Einordnung des Februars 2021 in einer längeren Zeitreihe, also vor 1881

Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg, (HPB)

Wir erwähnten schon, dass 1881, der Beginn der DWD-Messreihen, in einer Kaltphase lag. Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg geht 100 Jahre weiter zurück. Erwähnt werden muss lediglich, dass die Messstation bis 1936 an der Nordwand der unbeheizten Klosterkirche war, heute steht die Station frei im neu erbauten DWD-Zentrum. Allerdings sind die Wärmeinseleffekte im Winter recht gering, so dass die wärmende Standortverlegung weniger Einfluss auf die Temperaturerfassung hatte als etwa im Sommerhalbjahr.

Der Februar-Verlauf auf dem HPB ist erstaunlich. Kaum Erwärmung seit über 230 Jahren, trotz starker CO-Konzentrationszunahme und trotz Stationswechsels an einen wärmeren Standort. Erstaunlich auch, 2024 gab es keinen neuen Temperaturrekord, die Station liegt allerdings 977m hoch, da greift bereits die Höhenkaltluft.

Abb. 8: Die Februartemperaturen der DWD-Wetterwarte Hohepeißenberg zeigen trotz CO₂-Zunahme und trotz der Standortverlegung 1936 und trotz des Temperatursprunges 1988 nur eine minimale Erwärmung seit fast 240 Jahren.

Die langen Reihen zeigen: Kaum Erwärmung in einem langen Zeitraum trotz der gewaltigen wärmenden Landschaftsveränderungen mit den WI-Effekten

Und nach dem Temperatursprung 1988 bis heute? Geringe Erwärmung bei WI-armen und Bergwetterstationen.

Wer was anderes behauptet, der verdient in aller Regel am CO-Klimapanikmodell mit!!!

Wohin geht der zukünftige Februartrend in Deutschland?

Dazu zeichnen wir nun zusätzlich in die Deutschlandgrafik, die nächtlichen Minimum- und die tagsüber gemessenen Maximumtemperaturen in die DWD-Grafiken mit ein. Die liegen allerdings nur bei 536 DWD-Wetterstationen und auch erst ab 1943 bis heute vor.

Beachte: Die mittlere orangebraune Trendlinie ist der Tagestrend, dieselben Werte wie in den Grafiken 1 und 2 oben, allerdings nur von 536 Stationen. Trotzdem ist die Steigungslinie ab 1988 bis heute ziemlich gleich.

Abb. 9: oben in grau die tagsüber gemessenen Maximumtemperaturen, unten in blau die Minimumtemperaturen. Von 1987 auf 1988 erfolgte bei allen drei Reihen der Temperatursprung

Auswertung der Grafik:

  1. Februarabkühlung bei allen drei Temperaturreihen und auch noch etwa gleich, siehe Formeln
  2. 1987 auf 1988: Temperatursprung bei allen drei Messreihen von etwa 2 Grad.
  3. Weitererwärmung seit 1988 bis heute, die T-max erwärmen sich stärker als die nächtlichen T-min Reihe, die Schere zwischen beiden geht leicht auseinander.
  4. CO₂-Erwärmung ist nicht erkennbar, dass ab 1988 die Tagestemperaturen etwas stärker steigen als T-min führen wir auf die Zunahme der Sonnenstunden zurück und nicht auf CO.

Und zukünftig in Deutschland?

Darauf kann nun diese Grafik 9 wohl auch keine Antwort geben, wir sehen jedenfalls keine. Doch gehen wir davon aus:

Sobald sich die Großwetterlagen wieder ändern. Wann wird das sein? Das weiß niemand. Da kein CO-Erwärmungssignal in den Temperaturreihen erkennbar ist, weiß kein Mensch wie sich dieser Monat in Zukunft in Deutschland entwickeln wird.

Fazit:

Die ständige Zunahme der Wärmeinseleffekte, die Schaffung großflächiger Wärmeregionen durch Flächenversiegelungen sind der mit Abstand größte menschengemachte Temperaturtreiber. Eine Einwirkung mittels CO gibt es nicht oder die Wirkung ist so minimal, das zeigen auch alle wissenschaftlich sauber durchgeführten Versuche. Allerdings ist dieser WI-effekt im Februar geringer als im Sommer.

Will der Mensch den menschengemachten Anteil an der Erwärmung bekämpfen, dann muss man die Wetterstationen entweder wieder raus in die landwirtschaftlichen Flächen stellen oder aber in den Städten und Gemeinden die Bebauung, Versiegelung der einst freien Landschaft und die Trockenlegung der Agrar-Landschaft rückgängig machen oder zumindest einstellen. Aber weshalb sollte man die angenehme Erwärmung überhaupt rückgängig machen – falls wir es könnten? Wir sind doch froh über den Temperatursprung 1987 auf 1988.

Klimapolitik nein, aber eine Diskussion zum Erhalt der Natur und Landschaft wäre zu begrüßen.

Politisch verordnete, teure CO-Einsparungen bewirken nichts. Es handelt sich um ein Ablasshandelsmodell ähnlich dem Sünden-Ablasshandel der Kirche im Mittelalter. Der Staat will uns ausplündern und das tut er bereits kräftig über die CO₂-Steuer. Die Demokratie ist dadurch in höchster Gefahr.

CO₂ ist ein lebensnotwendiges Gas, genauso wie Sauerstoff und Wasser. Auf dem Element Kohlenstoff ist das Leben dieses Planeten aufgebaut. Ohne CO wäre die Erde kahl wie der Mond. Mehr CO in der Atmosphäre wäre wünschenswert, denn es beschleunigt die Fotosynthese und lässt die Nahrungspflanzen schneller wachsen. Wer CO₂ einsparen oder gar reduzieren will, versündigt sich an der Schöpfung!!

Wirklicher Natur- und Umweltschutz muss endlich in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das Geschäftsmodell Klimaschutz, das unser Land ruiniert und in das Privatleben der Bürger eingreift. Eine Gefahr für die Demokratie.

Organisationen und Parteien, die weiterhin das CO-Erhitzungsmodell mit CO als Haupttemperaturtreiber predigen, müssen an den Pranger gestellt werden!!

Die Februartemperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes beweisen: Es gibt keinen Klimanotstand. Deshalb muss auch keiner bekämpft werden. Aufruf an die Politiker: Lasst diesen Blödsinn sein und werdet endlich wieder normal

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforsch

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer