Hitzschlag!

Dr. Graham Pinn

Hitze oder Kälte – es ist immer das Klima!

Während ein weiterer, angeblich „noch nie dagewesener“ Sommer vor der Tür steht, versuchen sensationslüsterne soziale Medien, eine weitere Krise heraufzubeschwören; in Wirklichkeit ist die Hitze nichts Neues. Arbeit oder Sport in heißem Klima ohne ausreichenden Flüssigkeits- oder Elektrolytausgleich kann zu Problemen führen, die schon seit Anbeginn der Zeit bekannt sind.

Im Mittelpunkt steht derzeit immer der Klimawandel, mit fiktiven schmelzenden Eiskappen, der Zerstörung des Great Barrier Reefs, sinkenden Pazifikinseln und dem Aussterben der Eisbären, die alle auf ein nahes Ende hindeuten. Eine sachliche Bewertung zeigt, dass sowohl die Temperaturen als auch die Kohlendioxidwerte in der Vergangenheit höher waren, ohne dass unsere Welt untergegangen wäre. In der Klimarealität nähern wir uns dem Ende einer Zwischeneiszeit, die in der Regel etwa 10.000 Jahre dauert und mit der Umlaufbahn des Planeten und der Sonnenaktivität zusammenhängt; die nächste Eiszeit kommt!

Der Sommer ist heißer als der Winter, in einigen Teilen der Welt sogar extrem heiß; als ich viele Jahre in Deutschland lebte, konnte die Temperatur im Sommer manchmal 30 Grad erreichen, im Winter minus 20 Grad. Natürlich hatten die organisierten Einheimischen für beide Situationen geeignete Kleidung und Unterkünfte. Weltweite Statistiken zeigen, dass jährlich etwa 5 Millionen Menschen an extremen Temperaturen sterben; europäische Statistiken aus über 800 Städten zeigen, dass die Zahl der kältebedingten Todesfälle zehnmal höher ist als die der hitzebedingten; da Kälte weitaus tödlicher ist als Hitze, würde eine wärmere Welt Leben retten!

In Australien, wo extreme Kälte ungewöhnlich ist, ist die Zahl der Todesfälle durch Unterkühlung gering, aber signifikant. Eine Studie von Peden et al. aus dem Jahr 2023 zeigt, dass die Zahl der Todesfälle durch Unterkühlung von 8 im Jahr 2015 auf 37 im Jahr 2020-21 gestiegen ist. Ist dies auf den Klimawandel zurückzuführen oder auf die zunehmende Zahl älterer Menschen, die sich die Kosten für eine mit erneuerbarem Strom betriebene Heizung nicht mehr leisten können? Unterkühlung kann immer noch bei Lufttemperaturen bis 10 °C und bei Wassertemperaturen bis 20 °C auftreten.

Nicht nur ältere Menschen, sondern auch Kinder sind besonders kälteempfindlich, da sie aufgrund ihrer geringen Körpermasse im Verhältnis zur Körperoberfläche schneller Wärme verlieren und ihre Körperkerntemperatur dramatisch sinken kann. Aus eigener Erfahrung habe ich ein Kind betreut, das 30 Minuten unter kaltem Wasser unbeschadet überlebt hat, wobei der rasche Temperaturabfall zu einem körperlichen Winterschlaf führte, der vor Hirnschäden schützt. Die Erwärmung muss mit Vorsicht erfolgen, da bei etwa 30 °C auf dem Weg zu den normalen 37 °C kritische Herzrhythmusstörungen auftreten können.

Am anderen Ende des Spektrums, so UN-Chef Guterres, dürfte es mit dem Übergang von der globalen Erwärmung zum globalen Sieden mehr Fälle von Hitzschlag geben.

Eine beeindruckende BOM-Studie, die durch die Änderung der Definition von extremer Hitze noch beeindruckender wird.

Eine weit weniger beeindruckende Grafik der gleichen jährlichen Daten über 100 Jahre

Das Australian Institute of Health and Welfare meldete 2150 hitzebedingte Krankenhaus-Einweisungen in den zwei Jahren von 2019 bis 2021; ein Drittel davon entfiel auf die Gruppe der über 65-Jährigen. Das häufigste Problem ist die Hitzesynkope, die auf einen unzureichenden Flüssigkeits- oder Elektrolytausgleich zurückzuführen ist, typischerweise bei körperlicher Anstrengung, was zu niedrigem Blutdruck und Ohnmacht führt; Hitzekrämpfe werden ebenfalls durch den gleichen Prozess verursacht. In der Regel lässt sich das Problem durch eine angemessene Flüssigkeitszufuhr über den Mund lösen.

Das nächste Stadium ist die Hitzeerschöpfung, bei der die Kühlung durch Schwitzen nicht mehr ausreicht und die Temperatur zu steigen beginnt; dies ist mit zusätzlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Verwirrung, schnellem Puls und schneller Atmung verbunden. In der Regel ist eine Behandlung mit intravenöser Flüssigkeit erforderlich. Frauen sind bei Hitze im Nachteil, denn sie haben weniger Schweißdrüsen, die nicht so viel Schweiß produzieren, so dass sie weniger in der Lage sind, ihre Temperatur durch Verdunstung zu kontrollieren.

Wenn die Körpertemperatur über 40 Grad Celsius ansteigt, handelt es sich um einen Notfall, der als Hitzschlag bezeichnet wird, ebenso wie eine Überhitzung. Zu den Folgen gehören Muskelabbau, Nieren- und Leberversagen, Herzstörungen, Hirnschäden und schließlich der Tod. Starke Kühlung ist erforderlich, äußerlich durch Eisbäder, innerlich durch gekühlte Flüssigkeiten, manchmal sogar durch Nierendialyse.

Der typische Grund für einen Hitzschlag ist übermäßige oder längere körperliche Anstrengung mit unzureichendem Flüssigkeits- und Salzersatz in heißem Klima; es gibt jedoch auch andere Erklärungen. Er kann bei einer Infektion und Fieber auftreten, insbesondere wenn er mit Flüssigkeitsverlust durch Durchfall oder Erbrechen einhergeht.

Es kann auch bei sportlicher Betätigung in milderen Klimazonen auftreten, wenn übermäßige oder unangemessene Kleidung die Wärmeabfuhr verhindert. Aus eigener medizinischer Erfahrung kann ich berichten, dass dies gelegentlich bei Militärübungen in Europa auftrat, wenn kohlenstoffbeschichtete Anzüge, die so genannten „Noddy Suits“, getragen wurden, um biochemische Vergiftungen zu verhindern; Organversagen und sogar Tod waren die Folge.

Zurück in der realen Welt steuern wir erneut auf den Sommer zu und der „Wetterteufel“ ist da. Das Jahr 2023 wurde zunächst als das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen eingestuft, in Australien wurde es schließlich vom SRC auf das achtwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen herabgestuft. Alte Aufzeichnungen werden als unzuverlässig abgetan, aber es gibt Beweise dafür, dass die aktuellen Temperaturen nichts Neues sind. Die höchste anerkannte Temperatur war 50,6 °C in Chester Hill im Jahre 1909. Andere Temperaturen wie 53,9 °C, die der Entdecker Charles Sturt im Jahr 1828 gemessen hat, werden ignoriert.

Langfristige Aufzeichnungen zeigen, dass die derzeitigen Temperaturen die gleichen sind wie vor 1000 Jahren.

Da ich auf den Inseln im Pazifik und im Indischen Ozean gelebt habe (beide verschwinden nicht mit dem Klima), kann ich bestätigen, dass die Menschen selbst in den Tropen ohne Klimaanlagen oder elektrische Ventilatoren überleben können, wenn sie ihren gesunden Menschenverstand einsetzen. Auch im Mittelmeerraum ist es üblich, während der heißesten Zeit des Tages eine Siesta zu halten.

Der September 2024 war offenbar der trockenste, der je aufgezeichnet wurde, gefolgt von weit verbreiteten Überschwemmungen später im Jahr! Laut CSIRO hat sich die Niederschlagsmenge auf dem Kontinent seit 100 Jahren nicht verändert, Wirbelstürme treten immer seltener auf, Buschbrände haben nicht zugenommen, und das Great Barrier Reef ist nach wie vor kerngesund. Obwohl das Brandrisiko nicht gestiegen ist, hat die Feuerwehr die Hitze noch verstärkt, indem sie die Klassifizierung des Brandrisikos von niedrig/mittel/hoch auf mittel/hoch extrem und katastrophal geändert hat.

Während sich die Bevölkerung im letzten Jahrhundert vervierfacht hat, sind die Todesfälle durch extreme Wetterereignisse weltweit um 98 % zurückgegangen! Solche Fakten werden den üblichen sommerlichen Medienansturm über „noch nie dagewesene“ Temperaturen nicht aufhalten. Letzten Endes ist nicht die Hitze das Problem, sondern die Verfügbarkeit und die Kosten von Strom; unzuverlässige und teure erneuerbare Energien beeinträchtigen die Fähigkeit, unsere Häuser sowohl zu kühlen als auch zu heizen! Im Vergleich dazu haben die Länder, die gerade von den russischen Gaslieferungen durch die Ukraine abgeschnitten wurden, angesichts des bevorstehenden Winters wirklich ein Temperaturproblem!

Dr. Graham Pinn is a retired Consultant Physician.

Link: https://saltbushclub.com/2025/01/06/heat-stroke/#more-2912

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Caren Miosga verwendet falsche (zu niedrige) Zahlen bei Windstrom

Stromverbraucherschutz NAEV e.V. Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel

Pressesprecher

 

an Caren Miosga

ARD

post@carenmiosga.de 04.02.2025

Ihre Sendung am 2. 2. 2025

Mit: Alice Weidel buerger@afdbundestag.de

Hildegard Müller info@vda-qmc.de

Robin Alexander kontakt@welt.de

 

Sehr geehrte Frau Miosga,

in der oben genannten Sendung haben Sie zwei falsche Angaben gemacht, die korrigiert werden sollten.

Sie haben gesagt, Windstrom würde 4,3 bis 9,2 Cent /Kilowattstunde kosten. Dies sind die Einspeisevergütungen, die der Erzeuger direkt an der Windkraftanlage erhält. Es fehlen die Kosten für die Weiterleitung des Stroms (neue Leitungen müssen gebaut werden), für die Leitungsverluste (10 % für Strom quer durch Deutschland), für den notwendigen Regelstrom (Anstieg von 100 Millionen auf 4 Milliarden Euro / Jahr), die Entsorgungskosten bei Stromüberschuss (mehr als 500 Stunden mit negativen Strompreisen im letzten Jahr), die Entschädigungen für Abschalten von Industriebetrieben bei Strommangel, die Speicherverluste (Pumpwasserwerke und Batterien: 20 %, Wiederverstromung von Wasserstoff: 80 %). Die Aufzählung ist nicht vollständig.

Die tatsächlichen Kosten des Ökostroms lassen sich leicht errechnen. 1/3 Ökostrom hat den Strompreis verdoppelt. Das Ergebnis der einfachen Dreisatzaufgabe ist: Ökostrom ist 4-mal teurer als Strom aus den abgelösten Kraftwerken. Dies sollte den Verbrauchern nicht verschwiegen werden.

Ihr zweiter Fehler ist, zu glauben, unzuverlässiger und nicht regelbarer Wind- und Solarstrom sei dem regelbaren Kraftwerksstrom gleichwertig und könne ein Industrieland sicher versorgen. Diese Mär wird von Politikern behauptet. Fakt ist: Für ein stabiles Stromnetz sind aber regelbare Kraftwerke mit den großen rotierenden Massen erforderlich. Der Ökostrom destabilisiert das Netz. Er darf nur begrenzt eingespeist werden und erfordert große Regelleistungen von den Kraftwerken. Der Ökostrom ist nicht Grundlage, sondern Hemmnis einer gesicherten und preiswerten Stromversorgung. Um das klar herauszustellen, bezeichnen wir diesen Ökostrom als Fakepower, denn die Politik täuscht die Bürger mit Hilfe der Medien.

Das ARD lebt von den Zwangsgebühren der Bürger. Als Gegenleistung sollte es ideologiefreie sachliche Berichte geben. Das ist bei Ihrem Auftreten nicht der Fall.

Wird sich das in Zukunft ändern? Ich hoffe es.

Beste Grüße

Hans-Günter Appel

 




Die NASA löscht Temperaturdaten der Vergangenheit

Cap Allon

Hier ein weiterer Nachweis von Daten-Manipulation seitens der NOAA:

Wieder einmal hat die NASA frühere Temperaturaufzeichnungen verschwinden lassen – in diesem Fall für Talladega, Alabama.

Die Daten aus der Zeit vor 1950, die höhere Temperaturen in der Vergangenheit und natürliche Schwankungen aufzeigten, wurden gelöscht, so dass nur die Aufzeichnungen nach 1950 übrig blieben, die in das vorgegebene Dogma passen:

Durch Homogenisierung und „Anpassung“ der historischen Temperaturen schreibt die NASA die Klimageschichte systematisch um, um die Erwärmung zu übertreiben.

Dies ist nicht das erste Mal, dass sie das getan hat, und es wird auch nicht das letzte Mal sein. So geht die NASA mit einer unbequemen Wahrheit um – sie streicht sie aus den Aufzeichnungen. Sie wollen nicht, dass man die Vergangenheit sieht. Sie versuchen, einen Großteil der Daten aus dem ländlichen Raum zu verbergen, und so weiter…

Bleiben wir in Alabama: hier zwei ländliche Wetterstationen mit über 120 Jahren aufgezeichneter Temperaturen (Grafik mit freundlicher Genehmigung des pensionierten Meteorologen John Shewchuk). Man stelklt fst: es gibt keine „Hockeyschläger“-Erwärmung, sondern einen klaren, langfristigen Abkühlungstrend:

[54°F = 12,2°C; 66°F = 18,9°C]

Anhand der TOB-Daten (Time of Observation Bias) der NOAA kann man die Wetterstationen in ländliche, städtische oder mittlere Gebiete einteilen. Der Trend spricht dann für sich selbst – städtische Stationen zeigen eine Erwärmung (der Urban Heat Island (UHI)-Effekt), während ländliche Stationen einen Abkühlungstrend aufweisen.

Sie können dies selbst überprüfen. Verwenden Sie die Breiten-/Längenangaben der NOAA-Wetterstationen, gleichen Sie sie mit Google Earth ab und klassifizieren Sie die Stationen unabhängig voneinander. Die Daten lügen nicht – das Muster ist eindeutig.

Wie von Dr. Roy Spencer schon lange vermutet, scheint die „globale Erwärmung“ ein ausschließlich städtisches Phänomen zu sein. Sich ausdehnende Städte mit ihrem Asphalt, Beton und anderen Wärme speichernden Strukturen halten mit der Zeit immer mehr Wärme zurück.

Das natürliche Klimasignal ist in den ländlichen Stationen zu finden, die in den meisten Fällen, also insgesamt, eine Abkühlung zeigen – Abkühlung!

Link: https://electroverse.substack.com/p/snow-in-japan-exceeds-17-feet-another?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das Energie-Debakel in Europa ist eine Warnung für die USA

Vijay Jayaraj

Wenn es um globale Energiepolitik geht, sind nur wenige Geschichten so lehrreich – und so warnend – wie Europas gescheitertes Experiment mit Wind- und Solarenergie. Die selbstverschuldeten Probleme des Kontinents enthalten Lektionen, die sich diejenigen zu Herzen nehmen sollten, die eine US-Energiestrategie für die neue Regierung formulieren.

Europas unangebrachtes Vertrauen in Wind und Sonne

Europas Engagement für die wetterabhängige Stromerzeugung, insbesondere in Deutschland und Großbritannien, war eine gravierende Fehleinschätzung. Diese Länder begannen eine ehrgeizige Energiewende, die auf der Annahme beruhte, dass Wind und Sonne die traditionellen fossilen Brennstoffe ersetzen könnten. Das Ergebnis war, wie von vielen vorhergesagt, eine Katastrophe.

Deutschland, das oft als Meister der „erneuerbaren“ Energien gefeiert wird, sollte zum König der Inkompetenz gekrönt werden. Die hohen Investitionen des Landes in Wind- und Solarenergie haben nicht nur die versprochene Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen – das Schreckgespenst der Klimaalarmisten – nicht gebracht, sondern auch die einst robuste Industriewirtschaft destabilisiert.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland – historisch gesehen das wirtschaftliche Kraftzentrum Europas – ist in die Knie gezwungen worden, da die Energiekosten viele industrielle Prozesse wirtschaftlich unrentabel gemacht haben. Robert Bryce berichtet über die Preise in der zweiten Dezemberwoche: „Auf dem deutschen Stromgroßhandelsmarkt wurden fast 1000 Dollar pro Megawattstunde erreicht, der höchste Stand seit 18 Jahren.“

Das grundlegende Problem liegt in der inhärenten Unberechenbarkeit der erneuerbaren Energien. Die Windenergie zeigt sich in kritischen Zeiten besonders anfällig. Der Winter ist ein perfekter Sturm von Herausforderungen: Die geringere Winderzeugung fällt mit der höchsten Energienachfrage zusammen, was zu einer Instabilität des Netzes und einem erhöhten Risiko von Stromausfällen führt.

Die so genannten erneuerbaren Energien sind nicht nur unzuverlässig, sondern auch teuer, obwohl das Gegenteil behauptet wird.

Der Mythos der nivellierten Energiekosten

Politische Entscheidungsträger und Befürworter erneuerbarer Energien haben sich lange Zeit auf die Stromgestehungskosten (Levelized Cost of Energy, LCOE) als primäre Messgröße für den Vergleich von Energiequellen verlassen. Von diesem irreführenden Konstrukt profitieren jedoch nur Geschäftemacher.

Die Stromgestehungskosten berücksichtigen nicht die massiven Investitionen in die Infrastruktur, den Bedarf an Reservestrom und die Kosten für die Netzstabilisierung, die mit intermittierenden Energiequellen verbunden sind. Dadurch sind die tatsächlichen Kosten von Wind- und Solarenergie viel höher als der beworbene Preis und wirken sich zerstörerisch auf die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen und Haushalten aus.

„Wir haben es in Europa mit einem zerfallenden Stromnetz zu tun, das absichtlich von Politikern geschaffen wurde, die so grün wie ein Smaragd sein wollen“, sagt Thomas Shepstone, ein amerikanischer Beobachter der Energiemärkte. „Sie haben etwas geschaffen, das man nur als grünen Schleim bezeichnen kann, der sie alle zu verschlingen und zu ersticken droht. Die Strompreise sind außer Kontrolle, es drohen Stromausfälle, und trotzdem wollen die Ideologen noch mehr Druck machen.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Die USA müssen das europäische Desaster unbedingt vermeiden

Das europäische Experiment ist eine deutliche Warnung: Ideologische Bestrebungen – insbesondere wie der „grüne“ Übergang, der auf fieberhaften Schwärmereien über eine angebliche Klimakrise beruht – dürfen niemals an die Stelle der technologischen und wirtschaftlichen Realitäten treten.

Die Vereinigten Staaten haben die Möglichkeit, einen verantwortungsvolleren, pragmatischeren Kurs einzuschlagen – einen Kurs, der wirtschaftliche Notwendigkeiten und Energiesicherheit mit innovativen Technologien in Einklang bringt:

– Erdgas, das durch Hydraulic Fracturing reichlich zur Verfügung steht, hat nicht nur die Strompreise gesenkt, sondern auch energieintensiven Branchen wie der Chemie-, Stahl- und Fertigungsindustrie einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

– Die vielgeschmähte Kohle sollte ein Comeback erleben dürfen, und zwar mit der derzeit verfügbaren Technologie, die in Japan und anderswo eingesetzt wird, um die Emissionen auf ein unschädliches Maß zu reduzieren.

– Die Kernenergie scheint auf dem Vormarsch zu sein.

Politische Empfehlungen

Um die Fehler Europas nicht zu wiederholen, sollten die Vereinigten Staaten folgende Maßnahmen ergreifen:

1. Bei der Förderung von Energiequellen sollten Zuverlässigkeit und Erschwinglichkeit Vorrang haben.

2. Förderung von Investitionen in die Netzstabilität und weg von Wind- und Solarenergie, insbesondere in Regionen mit strengen Wintern.

3. Verwendung realistischer Maßstäbe für die Bewertung der Energiekosten.

4. Die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sollte bei der Entwicklung der Energiepolitik eine vorrangige Rolle spielen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die USA diesen Gedankengang weiterverfolgen, wird durch die Wahl von Donald Trump deutlich erhöht, obwohl diese Angelegenheit zu wichtig ist, um sie als selbstverständlich anzusehen.

This commentary was first published at Newsmax on January 7, 2025.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Farifax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India.

Link: https://cornwallalliance.org/europes-energy-debacle-is-a-warning-for-u-s/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




WIE, WENN’S NUR SOZIALINGENIEURE GIBT?

Herr Merz und die Potemkinschen Gaskraftwerke

von Frank Hennig

Wirtschaftliche Kompetenz von Politikern wird oft schon in Ankündigungen sichtbar. Sah Kanzler Scholz noch völlig grundlos ein Wirtschaftswunder über uns hereinbrechen, träumt Kanzlerkandidat Merz von vielen neuen Kraftwerken. Das ist nicht nur zu spät, sondern auch weltfremd und aussichtslos.

Wenn sich jemand, der für die Geldschmiede BlackRock gearbeitet hat, zu einem wirtschaftlichen Thema äußert, unterstellt man leichtfertig eine gewisse Kompetenz. Zumindest beim Kanzlerkandidaten Friedrich Merz ist dies ein Fehlschluss. So verlautbarte er:

„Wir müssen so schnell wie möglich 50 Gaskraftwerke in Deutschland bauen, die sofort ans Netz gehen.“ 

Damit erweckte er den Eindruck, das sei eine realistische Option. Abgesehen davon, dass neu gebaute Kraftwerke sicherlich zeitnah ans Netz gehen und nicht herumstehen werden und somit das Ende seiner Aussage überflüssig ist, klingt seine Formulierung „so schnell wie möglich“ sehr ambitioniert, wenn man so formuliert wie heute üblich.

Der Blick ins Land zeigt, dass bei uns nichts mehr schnell geht, mit Ausnahme des wirtschaftlichen Abstiegs. Der Flughafen BER brauchte 14 Jahre Bauzeit statt geplanter sieben, der Umbau des Stuttgarter Bahnhofs wird es auf 15 Jahre statt neun bringen, das neue Schiffshebewerk in Niederfinow brauchte 14 Jahre Bauzeit, doppelt so lange wie das Vorgängerbauwerk in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Viele andere staatlich induzierte Projekte könnten aufgezählt werden, sie ziehen sich wie Kaugummi. Die vielbeschworene künstliche Intelligenz wird keine Hilfe sein, da es offenbar an natürlicher mangelt.

Eine Kraftwerksbauindustrie ist in Deutschland im Grunde nicht mehr vorhanden. Sie wurde nur noch für den Service einer immer geringer werdenden Anzahl von Altanlagen gebraucht. Sicher, wir haben mit der Siemens-Gasturbinensparte noch einen sehr guten Player, auch in Teilen der Elektroindustrie haben wir Quantität und Qualität. Aber bei Siemens sind die Auftragsbücher voll und die Lieferzeiten elektrischer Bauteile steigen durch den Netzausbau und die „Erneuerbaren“ stark an.

Transformatoren der 110-Kilovolt-Ebene haben Lieferzeiten von bis zu drei Jahren, darunter auf der 20-Kilovolt-Ebene geht es nicht viel schneller. Innerhalb weniger Jahre haben sich die Preise verdreifacht. Für Schaltanlagen und Kabel braucht es Wartezeiten von einem halben Jahr oder auch mehr. Man stelle sich vor, es würden fast zeitgleich Bestellungen für 50 Gaskraftwerke ausgelöst. Ohne viel Fantasie schwant einem, dass hier überhaupt nichts schnell gehen würde.

Mehr Personal!

Vorgelagert wären die Genehmigungsprozesse, die schon heute durch den Fachkräfteschwund in den Behörden erhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Danach kommt der Fachkräftemangel in der Bau- und Energiewirtschaft. Wer wird da tätig? Es gibt in Deutschland mehr Studenten der Theaterwissenschaften als Azubis im Fliesenlegerhandwerk. Andere gewerbliche Ausbildungsrichtungen sind ähnlich unterbesetzt. Politikwissenschaftler sind reichlich vorhanden, Elektroingenieure muss man mit der Lupe suchen. Bedienpersonal in rollenden Schichten, 24/7 übers Jahr, wird zwar gut entlohnt, die Tätigkeit entspricht aber nicht den Vorstellungen der nachwachsenden Generation. Viele aus dieser bevorzugen Tätigkeiten wie Blogger, Influencer oder, wenn möglich, Model. Vielleicht auch was mit Medien, wenn es nicht zu konkret wird. Nacht- und Wochenendarbeit ist ohnehin out. Von Kindesbeinen an wurde ihnen mitgegeben, dass die fossilen Energiequellen böse sind und wir sie sowieso nicht brauchen.

Das Bildungssystem ist in Schräglage. Man kann 17 oder mehr Semester Genderwissenschaften kostenlos studieren, seine Meisterschule muss der Handwerker aber selbst bezahlen. Andererseits werden durch den Stellenabbau in der Industrie auch Fachkräfte frei. Selbst im politischen Raum wird erstmals Personal abgebaut. Durch einen verkleinerten Bundestag werden ein paar hundert Referenten freigesetzt wie auch 106 Mandatsträger selbst. Ob sie für einen Einsatz in wertschöpfender Tätigkeit geeignet sind, steht auf einem anderen Blatt.

Technische Ausbildung und Einsatz an Anlagen, die rund um die Uhr laufen (das werden auch einige Gaskraftwerke tun, weil wir mit ihnen Kohlekraftwerke ersetzen) ist kein attraktives Berufsziel mehr. Das Durchschnittsalter eines großen Teils der heutigen Bediener liegt in der Rentenerwartungsebene, einer Generation, die sich noch gut an Hans-Joachim Kulenkampff, Peter Frankenfeld oder auch Heinz Quermann in Schwarz-Weiß erinnern kann.

Es wird generell an allen Ressourcen für neue Kraftwerke mangeln, materiell, finanziell als neuer Subventionstatbestand und personell. Dazu kommt die Frage des Gasbedarfs, über den noch nicht gesprochen wird, weil aus dem Hintergrund ständig jemand „Wasserstoff“ ruft. Das moderne Gaskraftwerk Fortuna in Düsseldorf zieht bei voller Last (600 Megawatt elektrisch, 300 thermisch) pro Stunde 105.000 Normkubikmeter Erdgas durch die Turbinen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 50 Einfamilienhäusern. Nun könnte man abschätzen, wie viel Gas nur zehn oder zwanzig Gaskraftwerke brauchen, die zwei- bis dreitausend Betriebsstunden im Jahr laufen und Kohlekraftwerke ersetzen

Das alles weiß Herr Merz offenbar nicht. Seine Partei hat den Atomausstieg inszeniert, den Kohleausstieg zumindest wohlwollend begleitet, die moderne Nutzung eigener Gasvorräte wie auch die CCS-Technologie verhindert, dem Abbau gesicherter Kraftwerkskapazitäten tatenlos zugesehen. Mit dieser Vergangenheit sollte man sich selbst reflektieren und nicht den Mund zum Pfeifen spitzen, wenn erwartbar kein Ton kommen wird.

Keine Dunkelflaute mehr

Unser Bildungswesen bringt zahlreiche Bildungsunfälle hervor, die dann beispielweise als Journalistin arbeiten. Amy Walker schreibt für die Frankfurter Rundschauund den Münchner Merkur und hat verinnerlicht, dass es in unserer Wirtschafts- und Energiepolitik schon lange nicht mehr um Zahlen, Daten, Fakten geht. Es geht um Visionen, um ein Könnte, Hätte, Sollte und das Framen der Wirklichkeit. „Keine Dunkelflaute mehr: Diese Energiewende-Lösung kommt in Riesenmengen nach Deutschland“, schreibt sie und meint damit vor allem Großbatterien, die derzeit von vielen Investoren priorisiert werden, um mit zunehmenden Strompreisschwankungen gutes Geld zu verdienen. Ein neuer Großspeicher in Sachsen-Anhalt, ein „Riesenspeicher“, könne 90 Megawattstunden bevorraten.

Auf die Idee, diese Menge vergleichend darzustellen und dann über die Sinnfälligkeit der Schlagzeile nachzudenken, kommt sie nicht. Diese 0,09 Gigawattstunden Speicherkapazität können eben nur einen winzigen Teil der etwa 1.500 Gigawattstunden des Tagesbedarfs Deutschlands bevorraten. 650 Anschlussbegehren gäbe es an die Netzbetreiber, aber deren Möglichkeiten sind begrenzt. Wären die 650 Batterien angeschlossen und von gleicher Größe wie die beschriebene in Sachsen-Anhalt, ergäbe dies eine Kapazität von 58 Gigawattstunden. Das ist weit weg vom Tagesbedarf und nicht einmal tauglich, die regelmäßigen Wind- und Solarschwankungen auszubügeln, geschweige denn, Dunkelflauten zu überbrücken.

Grüngeneigte Journalisten sehen ihre Aufgabe vor allem darin, die Energiewende zum Erfolg zu schreiben, auch wenn das Ende der Sackgasse schon zu sehen ist.

Dass die großen Lithium-Ionenspeicher keine Streicheltiere sind, sieht man gerade an einem der weltgrößten Batteriespeicher in Moss Landing in Kalifornien. Drei Gigawattstunden können eingespeichert werden bei einer Leistung von 750 Megawatt. Amy Walker würde schreiben: ein Riesenriesenspeicher. Nun ist er zum wiederholten Mal in Brand geraten. 1.200 Anwohner wurden evakuiert, die Feuerwehr sieht keine Löschmöglichkeit und lässt kontrolliert abbrennen. Ein giftiger Cocktail wird freigesetzt in Luft, Boden und Wasser. Es ist eine Umweltsauerei ersten Ranges.

Gibt es keine neuen risikoärmeren Stromspeicher? Die Firma Notus Energy aus Potsdam wollte 2016 im Unterspreewald einen Druckluftspeicher errichten, offenbar verlief das Projekt im Sand. Bereits 2014 war das RWE-Projekt „ADELE“ in Sachsen-Anhalt gescheitert. Vielleicht hat man das bemerkt oder es hat sich jemand mit den thermodynamischen Eigenschaften von Gasen befasst. Inzwischen verdient die Firma gut im Subventionsstreichelzoo der alten „erneuerbaren“ Wind- und Solarwirtschaft. Verstetigte Zahlungen aus dem Staatshaushalt garantieren gutes Überleben. Auf eine Presseanfrage zum Druckluftspeicher-Projekt reagierte die Firma nicht.

Mehr Kohle und Gas

Vielleicht steht der Weg zu schnellen 50 Gaskraftwerken in der Regierungserklärung eines neuen Kanzlers Merz beschrieben. Vielleicht gibt es aus der BlackRock-Perspektive Möglichkeiten, die wir als Wahlfußvolk noch nicht kennen. Unter Präsident Trump wird die US-Gas- und Kohleförderung zunehmen, Frieden in der Ukraine könnte auch zu Gaslieferungen aus dieser Richtung führen. Der vorgezogene Kohleausstieg in NRW ist gescheitert, auch die Kohle hilft über die Zeit, bis neue vernunftbasierte Entscheidungen durch den Druck der Realitäten erfolgen.

Ohne modernisierte und saubere Kohlekraft und den mittelfristigen Wiedereinstig in die Kernkraft wird es nicht gehen. Das werden viele Journalisten nicht verstehen wollen, die dauersubventionierte „Erneuerbaren“-Lobby sowieso nicht. Ein künftiger Kanzler Merz steht vor der Entscheidung, diesen Weg durchzuziehen. Knickt er ein, fahren wir endgültig vor die Wand.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier