Nein, CNN und BBC, 2024 war NICHT das „heißeste Jahr jemals“, wenn man ALLE Beweise berücksichtigt

Anthony Watts

Eine Reihe von Mainstream-Medien hat sich unkritisch der Behauptung angeschlossen, dass 2024 das „wärmste Jahr aller Zeiten“ sein wird, wie z. B. CNN mit der Schlagzeile „2024 Confirmed as World’s Hottest Year on Record“ und die BBC mit der Schlagzeile „2024 Confirmed as Hottest Year Ever Recorded“. Wenn diese Medienberichte im langfristigen historischen Kontext der verfügbaren globalen Temperaturdaten untersucht werden, wird deutlich, dass die in den Schlagzeilen verkündeten Behauptungen auf Sand gebaut und wahrscheinlich falsch oder übertrieben sind.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass solche Erklärungen überwiegend auf Daten des Copernicus Climate Change Service (CCCS) beruhen, einer europäischen Organisation, die jedoch nur eine von mehreren globalen politischen Organisationen zur Temperaturüberwachung ist. Ihre Pressemitteilung „2024 – ein zweites Rekordjahr nach dem Ausnahmejahr 2023“ wurde sofort von Medien in aller Welt aufgegriffen.

Der CCCS sagt:

– Das Jahr 2024 war das wärmste Jahr in der bis 1850 zurückreichenden Aufzeichnung der globalen Temperatur mit mehreren Datensätzen.

– Im Jahr 2024 lag die globale Durchschnittstemperatur bei 15,10 °C und damit 0,12 °C über dem bisherigen Jahreshöchstwert von 2023.

– 2024 war 0,72°C wärmer als der Durchschnitt von 1991-2020 und 1,60°C wärmer als das vorindustrielle Niveau, womit es das erste Kalenderjahr war, das 1,5 über diesem Wert lag.

Diese Zahlen unterscheiden sich jedoch von denen anderer Quellen, wie z. B. von einem Datensatz der U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). NOAA berichtet:

Das Jahr 2024 war das wärmste Jahr seit Beginn der globalen Aufzeichnungen im Jahr 1850 und lag um 1,29°C über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts von 13,9°C. Dieser Wert liegt um 0,10°C über dem bisherigen Rekord aus dem Vorjahr. Die zehn wärmsten Jahre in der 175-jährigen Aufzeichnung fielen alle in das letzte Jahrzehnt (2015-2024).

Während die NOAA die Behauptung „wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen“ wiederholt, weichen ihre Zahlen von denen von Copernicus ab, was jegliches Vertrauen in die Genauigkeit der Messungen der globalen Durchschnittstemperatur für 2024 und in die Behauptung von Rekorden untergräbt, die aus den unterschiedlichen Datenmessungen resultieren.

Darüber hinaus ignorieren diese Behauptungen vollständig die evidenzbasierte Forschung, wie das vom Heartland Institute durchgeführte Projekt zu Oberflächenstationen. Dieses zeigt, dass der urbane Wärmeinseleffekt und die schlechte Platzierung von Temperaturmessstationen, von denen langfristige Temperaturdaten gesammelt werden, für bis zu 50 Prozent der jüngsten Erwärmung verantwortlich sein können, während der Rest wahrscheinlich teilweise oder ganz natürlichen Ursprungs ist, wie z. B. durch El-Niño-Ereignisse verursacht.

Es ist auch erwähnenswert, dass sich die Formulierung „heißestes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen“ in der Regel auf Aufzeichnungen bezieht, die etwa 150 Jahre umfassen – ein Wimpernschlag in geologischen Zeiträumen. Paläoklimatologische Belege zeigen, dass es auf der Erde schon lange vor der industriellen Revolution Perioden mit deutlich höheren Temperaturen gab. Während der Eem-Zwischeneiszeit vor etwa 120.000 Jahren beispielsweise waren die globalen Temperaturen mit den heutigen vergleichbar oder lagen sogar darüber.

Siehe die folgende Grafik aus einer wissenschaftlichen Studie mit dem Titel „A 485-million years history of Earth’s surface temperature“.

Wie schnell sie doch vergessen: Die Medien bestätigen, dass die Erde nicht abnormal warm ist, sondern sich in der kältesten Periode seit 485 Millionen Jahren befindet. Proxydaten deuten auch darauf hin, dass die Temperaturen in jüngeren Perioden wie der Römischen Warmzeit und dem mittelalterlichen Klimaoptimum wahrscheinlich vergleichbar oder sogar höher waren als heute, obwohl der Kohlendioxidgehalt deutlich niedriger war.

[Hervorhebung im Original]

In der Eile, den Klimawandel für die Temperaturen im Jahr 2024 verantwortlich zu machen, unterschätzen die Medien auch die Auswirkungen natürlicher Klimaphänomene wie El Niño auf die Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024. Dies führt zu einer stark vereinfachten Darstellung, die die Komplexität der Klimasysteme ignoriert. Das El-Niño-Ereignis der Jahre 2023-2024 hat wesentlich zu den jüngsten globalen Temperaturanomalien beigetragen. In vielen Berichten heißt es, dass es die globalen Temperaturen im Vergleich zu einem neutralen Zustand der Ozeanmuster erheblich steigen ließ und 2024 zu einem der wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen machte.

Nach Angaben des Climate Prediction Center der NOAA ist nach dem Ende des El-Niño-Ereignisses 2023-2024 ein deutlicher Rückgang der Meerestemperaturen zu verzeichnen. Dieser Abkühlungstrend ist besonders in den östlichen und zentralen tropischen Pazifikregionen zu beobachten. Die NOAA berichtet, dass im Dezember 2024 La-Niña-Bedingungen eingetreten sind, die durch unterdurchschnittliche Meerestemperaturen in diesen Gebieten gekennzeichnet sind.

Die Ozeane gelten als der größte Einflussfaktor für die atmosphärische Temperatur, da sie den größten Teil der Sonnenstrahlung absorbieren und als massiver Wärmespeicher fungieren, der das globale Klima reguliert, indem er die Wärme speichert und über die Meeresströmungen um den Planeten verteilt; das bedeutet, dass sich Veränderungen der Meerestemperatur erheblich auf die Gesamttemperatur der Atmosphäre auswirken. Wenn sich die Ozeane abkühlen, ist es nur logisch, dass für 2025 niedrigere globale atmosphärische Temperaturen zu erwarten sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die globalen Temperaturen in den letzten Jahrzehnten zwar allmählich gestiegen sind, es aber unklar ist, ob es gerechtfertigt ist, das Jahr 2024 eindeutig als das „wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen“ darzustellen, oder ob es sich vielmehr um eine vorübergehende Anomalie handelt, die zum Teil eine Kombination aus natürlichen Bedingungen und menschlichen Messfehlern reflektiert.

Klar ist, dass es den Menschen unabhängig von der globalen Durchschnittstemperatur noch nie so gut ging wie heute. Nach Angaben von Our World in Data hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung während der jüngsten Erwärmung mehr als verdoppelt. Außerdem ist die Zahl der Todesfälle aufgrund von Wetterextremen deutlich zurückgegangen, und auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit den Temperaturen ist gesunken, tötet doch Kälte mehr Menschen als Wärme.

CNN und BBC erweisen ihren Zuschauern einen Bärendienst, wenn sie ihre Behauptungen nicht in den breiteren historischen Kontext langfristiger Temperaturen und Daten stellen und völlig natürliche Wetterphänomene und problematische Temperaturmessbedingungen, die sich auf die Temperaturmessungen auswirken, herunterspielen oder ignorieren, wenn sie behaupten, die Temperaturen seien die höchsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Ein Ansatz, der die gesamte Bandbreite wissenschaftlicher Daten, den historischen Kontext und die natürlichen Schwankungen berücksichtigt, würde ein genaueres und weniger alarmierendes Verständnis der Klimadynamik unseres Planeten liefern.

Leider scheinen die Medien, wie der Klimarealismus wiederholt gezeigt hat, mehr daran interessiert zu sein, ein Klima-Untergangs-Narrativ zu verbreiten, als die komplexe Wahrheit über das Klima sachlich zu berichten.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://climaterealism.com/2025/01/no-cnn-and-bbc-2024-wasnt-the-hottest-year-on-record-when-all-of-the-available-evidence-is-considered/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie sollte man mit verängstigten Anhängern der Klimakirche diskutieren?

Ich persönlich finde die Frage wichtig.

In meinem Umfeld habe ich es etwas leichter, weil diese Personen das Ozonloch und das Waldsterben miterlebt haben.

Spreche ich aber mit Menschen aus der Klimaklebergeneration, dann tue ich mich schwer. Stelle bei dieser Generation einen eklatanten Mangel an Wissen über Biologie fest.

Deswegen habe ich eine KI gefragt.

Hier das Ergebnis.

1. Anerkennung des Problems

  • Beginne damit, den Ernst des Klimawandels zu bestätigen, um die Diskussion nicht von vornherein konfrontativ zu gestalten.
    Beispiel: „Ja, die Erde erwärmt sich, und das ist ein ernstes Thema.“

2. Natürliche Klimafaktoren hervorheben

  • Erkläre die Bedeutung natürlicher Faktoren wie Sonnenzyklen, vulkanischer Aktivität und natürlicher CO₂-Schwankungen in der Erdgeschichte.
    Beispiel: „Das Klima hat sich auch in der Vergangenheit ohne menschliches Zutun verändert, etwa während der Eiszeiten.“

3. Menschlicher Einfluss relativieren

  • Betone, dass der menschliche Einfluss im Vergleich zu natürlichen Prozessen möglicherweise begrenzt ist.
    Beispiel: „Der menschliche Beitrag ist real, aber er könnte nur ein Teil eines größeren natürlichen Prozesses sein.“

4. Auf Unsicherheiten hinweisen

  • Diskutiere die Unsicherheiten in den Klimamodellen und betone, dass Prognosen komplex und von Annahmen abhängig sind.
    Beispiel: „Die Modellrechnungen berücksichtigen viele Variablen, und es ist schwierig, alle Wechselwirkungen genau zu bestimmen.“

5. Langfristige Perspektive einnehmen

  • Stelle den aktuellen Klimawandel in einen langfristigen geologischen Kontext.
    Beispiel: „Die Erde hat schon oft Phasen von Erwärmung und Abkühlung durchgemacht, unabhängig vom menschlichen Einfluss.“

6. Andere Umweltprobleme ansprechen

  • Lenke das Gespräch auf andere dringende Umweltprobleme wie Abholzung, Verlust der Artenvielfalt oder Verschmutzung, die klar vom Menschen verursacht werden.
    Beispiel: „Selbst wenn der Mensch nur einen geringen Einfluss auf das Klima hat, gibt es viele andere Bereiche, in denen wir handeln müssen.“

7. Wissenschaftliche Vielfalt betonen

  • Verweise darauf, dass es in der Wissenschaft unterschiedliche Meinungen gibt und dass ein Teil der Forschung den menschlichen Einfluss für weniger entscheidend hält.
    Beispiel: „Nicht alle Wissenschaftler sind sich über das Ausmaß des menschlichen Einflusses einig.“

8. Alternative Erklärungen anbieten

  • Stelle Hypothesen vor, die andere Ursachen für den Klimawandel betrachten, wie natürliche Rückkopplungseffekte oder kosmische Strahlung.
    Beispiel: „Die Veränderungen könnten auch durch Prozesse wie die Variabilität der Sonnenaktivität verstärkt werden.“

9. Konstruktive Maßnahmen unterstützen

  • Betone, dass unabhängig von der Ursache Maßnahmen zur Nachhaltigkeit sinnvoll sind.
    Beispiel: „Selbst wenn der menschliche Einfluss gering ist, ist es immer noch sinnvoll, Ressourcen effizienter zu nutzen und die Umwelt zu schützen.“

10. Sachlich und respektvoll bleiben

  • Vermeide es, die Überzeugungen des Gegenübers direkt anzugreifen, und fördere eine offene Diskussion.
    Beispiel: „Es ist wichtig, verschiedene Perspektiven zu betrachten, um eine fundierte Meinung zu entwickeln.“

Vielleicht helfen diese Ideen weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Der große Zerfall des Klima-Kartells

Cap Allon

Man kann sie lieben oder hassen – Logik ist Logik, Sinn ist Sinn.

Wind- und Solarenergie gibt es nur wegen staatlicher Subventionen (d. h. wegen Ihrer Steuergelder – Dollar, Pfund, Euro, …).

In den letzten Monaten hat sich das klimapolitische Narrativ jedoch dramatisch verschoben. Regierungen, Unternehmen und Institutionen ziehen sich endlich von den wirtschaftlich selbstmörderischen Verpflichtungen des letzten Jahrzehnts zurück.

Zwei wichtige Schritte verkörpern diese Wende: der Rückzug der US-Notenbank aus dem Netzwerk der Zentralbanken und Aufsichtsbehörden für die Ökologisierung des Finanzsystems (NGFS) und der Ausstieg von BlackRock aus der Net Zero Asset Managers-Initiative (NZAM), wodurch die Koalition faktisch zusammenbricht. Diese beiden Maßnahmen sind die Krönung einer wachsenden institutionellen Bewegung, die nun weithin akzeptiert, dass Klimapolitik kostspielig, völlig ineffektiv und daher politisch unhaltbar ist. Ich denke, wir haben gewonnen.

Der Austritt der US-Notenbank aus der NGFS war ein Schock für die Gift speienden Katastrophisten unter uns. Was als Koalition zur Bewältigung klimabezogener finanzieller Risiken begann, entwickelte sich zu einer politisierten Plattform zur Durchsetzung „grüner“ Vorschriften, die im Widerspruch zu wirtschaftlichen Prioritäten stehen. Der Rückzug der Fed erfolgt inmitten einer allgemeinen Skepsis in den USA gegenüber einer Überregulierung im Namen des Klimas, vor allem im Finanzsektor, wo solche Maßnahmen dafür berüchtigt sind, die Kosten in die Höhe zu treiben und die Wirtschaft zu stören.

Auch BlackRock hat vor kurzem seine Klimainitiativen aufgegeben, ist aus NZAM ausgestiegen und signalisiert damit einen breiteren Rückzug aus politisierten Investitionen. Einst war BlackRock ein führender Befürworter von Netto-Null-Investitionen und sah sich zunehmender Kritik ausgesetzt, weil es absurden ökologischen, sozialen und Governance-Zielen (ESG) Vorrang vor treuhänderischen Pflichten einräumte.

Bundesstaaten wie Florida und Texas warfen BlackRock vor, die Energiewirtschaft zu untergraben, während Tennessee das Unternehmen verklagte. BlackRock, das unter dem Druck steht, finanzielle Renditen und nicht ideologischen Blödsinn zu liefern, reiht sich nun in die wachsende Liste der Institute ein, die sich vom Dogma trennen.

Auch die Energieriesen BP und Shell haben ihre Klimazusagen zurückgeschraubt – keine wirklichen Überraschungen. BP hat sich von Offshore-Windprojekten getrennt, während Shell seine Investitionen in erneuerbare Energien drastisch reduziert hat und sich wieder auf traditionelle Energien konzentriert.

Diese Veränderungen reflektieren eine Wahrheit: Öl, Gas und Kohle bleiben das Rückgrat der globalen Energieversorgung und damit des menschlichen Wohlstands, während erneuerbare Energien auf Subventionen angewiesen sind und es ihnen an Zuverlässigkeit mangelt.

Europas Energieprobleme sind auf den raschen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zurückzuführen, der die Kosten in die Höhe getrieben, die Energienetze destabilisiert und echte wirtschaftliche Schwierigkeiten verursacht hat.

Doch ideologische Verpflichtungen zerbröseln, wenn sie mit den wirtschaftlichen Realitäten konfrontiert werden.

Länder, die einst für ihre grünen Ambitionen gefeiert wurden, haben nun mit den Folgen zu kämpfen. Deutschland sieht sich mit steigenden Stromkosten und Industrieflucht konfrontiert, während UK mit der öffentlichen Kritik an steigenden Energierechnungen und stagnierendem Wachstum konfrontiert ist.

In den USA werden die „Subventionen für saubere Energie“ des Inflation Reduction Act in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich 825 Milliarden Dollar kosten, wobei diese Kosten unverhältnismäßig stark die arbeitenden Haushalte treffen werden.

Die wachsende Gegenreaktion rührt von der Erkenntnis her, dass die Klimapolitik oft immense wirtschaftliche Opfer fordert, während sie nur einen geringen ökologischen Nutzen bringt. Schlimmer noch, sie verschlimmern bestehende Probleme wie Unterbrechungen der Lieferkette und Inflation.

Diese Auflösung der Klimakoalitionen ist eine längst überfällige Kurskorrektur. Die politischen Entscheidungsträger müssen sich auf Energiezuverlässigkeit, Erschwinglichkeit und Innovation konzentrieren, anstatt blindlings die lilahaarigen, Plakate schwingenden Banshees zu beschwichtigen, die durch die Wälder ziehen.

Ich vertraue Trump in dieser Frage, und ich sehe, dass der Rest des Westens keine andere Wahl hat, als ihm zu folgen, und zwar möglichst schnell.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-breaking-cold-enters-the-us?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Paukenschlag in Kärnten: 51,5 Prozent für Windkraft-Aus

Dieser Artikel erschien zuerst bei Epoch Times.

von Maurice Forgeng

Volksbefragung in Österreich – Paukenschlag in Kärnten: 51,5 Prozent für Windkraft-Aus

Bei einer Volksbefragung ging es am Sonntag um die Zukunft der Windkraft in Kärnten. Mit einer knappen Mehrheit haben sich die Wahlberechtigten gegen diese Art der Energiegewinnung entschieden.

Die Einwohner des südösterreichischen Bundeslandes Kärnten haben am Sonntag, 12. Januar, über ein Verbot für neue Windkraftanlagen in der Region abgestimmt.

An der Volksbefragung durften sich alle Einwohner ab 16 Jahren beteiligen. Die Frage auf dem amtlichen Stimmzettel lautete:

Soll zum Schutz der Kärntner Natur (einschließlich des Landschaftsbildes) die Errichtung weiterer Windkraftanlagen auf Bergen und Almen in Kärnten landesgesetzlich verboten werden?“

Das Ergebnis war denkbar knapp: 51,5 Prozent stimmten für „Ja“ – und haben somit das Windkraftverbot befürwortet. 48,5 Prozent haben „Nein“ angekreuzt.

Die Mehrheit der Kärntner Wähler hat jedoch nicht an der Befragung teilgenommen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 34,9 Prozent. Umgerechnet auf alle Wahlberechtigten haben entsprechend 17,98 Prozent gegen neue Windräder und 16,89 Prozent für eine Fortsetzung des Windkraftausbaus gestimmt.

Nach aktuellem Stand der Landeswahlbehörde setzten insgesamt 76.527 Kärntner ihr Kreuz auf „Ja“, 71.935 Kärntner auf „Nein. Das ist ein Unterschied von 4.592 Stimmen.

Regionale Unterschiede

Interessant ist der Blick auf die Karte, in welchen der insgesamt 132 Gemeinden in Kärnten die Ja- und wo die Nein-Stimmen überwogen haben. Dabei fällt direkt auf, dass die meisten Gemeinden, die mehrheitlich gegen das Windkraftverbot waren, im urbaneren Süden liegen.

Der größte Teil der Bevölkerung von Kärnten befindet sich im Klagenfurter Becken zwischen Villach und Klagenfurt. In den ländlicheren Regionen, wo auch teilweise Windkraftanlagen geplant sind, stimmten die Menschen für das Verbot.

Ergebnisse nach Gemeinden. Foto: Land Kärnten

 

Das Bundesland wollte insbesondere in den Gemeinden Metnitz, Friesach, Hüttenberg, Reichenfels, Preitenegg, St. Georgen im Lavanttal und Lavamünd Windkraftzonen ausweisen. Die Wähler in diesen Gemeinden kreuzten durchweg „Ja“ auf dem Stimmzettel an – und lehnten somit entschieden neue Windräder ab. Die größten Ablehnungen gegen die Windkraft kamen jedoch von den Wählern in Krems (86,1 Prozent), Stall (81,6 Prozent) und Arriach (80,5 Prozent).

Viele Windkraftbefürworter traten dafür in Neuhaus (69,3 Prozent), in Krumpendorf am Wörthersee (67,9 Prozent), in Zell (67,4 Prozent) und in Klagenfurt (63,1 Prozent) hervor. Sie setzten ihr Kreuz bei „Nein“.

Stimmen aus der Politik

Die Volksbefragung initiert hat die FPÖ zusammen mit Abgeordneten des Teams Kärnten. Als das Resultat gegen 17 Uhr bekannt war, äußerte sich FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer dazu.

„Wir freuen uns mit allen, die gegen Windkraft sind, über dieses Ergebnis. Die Regierung sollte sich das zu Herzen nehmen“, so Angerer.

Die FPÖ befürwortet das Verbot der Windkraft in Kärnten. Ihre Energiestrategie beinhaltet stattdessen den Fokus auf Solarenergie und Biomasse. Laut Angerer sei es wichtig, die Berge vor diesem Eingriff zu schützen. Hinzu komme, dass Windräder umweltschädliche Materialien enthalten. Diese werden regelmäßig an die Umgebung abgegeben.

Von der ÖVP meldete sich Martin Gruber zu Wort. Er will die Anliegen der Kärntner „ernst nehmen“. Gruber sagte:

„Wir werden in den kommenden Tagen alle Landtagsparteien und Sozialpartner zu Arbeitsgesprächen einladen. Wir arbeiten weiter an der Verordnung, werden aber prüfen, wie wir gesetzlich am besten vorgehen. Wichtig ist, dass wir wieder eine Sachlichkeit in die Debatte bekommen und weniger Märchen und Mythen.“

Mit Sorge blickt hingegen die Grünen-Nationalratsabgeordnete Olga Voglauer auf die Abstimmung der Kärntner.

„Mit dem ,Ja‘ zum Windkraftverbot wird in Kärnten bei der Energiewende erst einmal auf ,Pause‘ gedrückt – ein gefährlicher Rückschritt, der die Abhängigkeit von klima- und umweltschädlichen fossilen Energien und Despoten weiter zementiert“, beklagte sie.

„Die Chance, mit Rückenwind in eine nachhaltige Energiezukunft zu gehen, hat die Landesregierung leider vertan.“

Ergebnis ist nicht bindend

Das Ergebnis der Volksbefragung ist – im Gegensatz zu dem einer Volksabstimmung – rechtlich nicht bindend. Das bedeutet, dass das Land dennoch weiterhin seine Pläne zum Ausbau der Windkraft umsetzen dürfte.

Doch zumindest könnte das Ergebnis der Volksbefragung eine Abkehr der bisherigen Strategie im Energiewesenin Kärnten bewirken. Nach Aussage von Angerer soll es aber keine beim Ausbau der Windkraft geben.

„Dort, wo es aufrechte Genehmigungen gibt, können wir natürlich nicht eingreifen. Wir haben auch immer klar Rechtssicherheit gefordert – für Bürger, wie für Investoren“, erklärte der Kärntner FPÖ-Parteichef.

In den vergangenen 45 Jahren wurden in Kärnten zwei Volksbefragungen durchgeführt. Im Jahr 1980 befragte das Land die Bevölkerung über die Erhaltung des Nockgebietes als Landschafts- und Naturschutzgebiet. Im Jahr 1997 gab es eine Volksbefragung über die Austragung der Olympischen Winterspiele 2006. Auch zum Thema Windenergie durften die Kärntner schon einmal abstimmen, allerdings regional begrenzt in der Gemeinde Reichenfels im Jahr 2022.

In Kärnten sind derzeit 14 Windkraftanlagen in Betrieb. Weitere 32 Windräder sind bereits genehmigt oder befinden sich im Genehmigungsverfahren. Auf diese insgesamt 46 Windkraftanlagen hat das Ergebnis der jüngsten Volksbefragung keinen Einfluß.




Woher kommt der Strom? Zweite Analysewoche regenerativ sehr stark

2. Analysewoche 2025 von Rüdiger Stobbe

Die zweite Analysewoche begann regenerativ sehr stark. Dreimal wurde allein mit Wind-, PV-, Laufwasser- und Biomassestrom  der bundesdeutsche Strombedarf für einen kurzen Zeitraum gedeckt. Hinzu kam noch der aus Netzstabilitätsgründen obligatorische mit großen Kraftwerksgeneratoren erzeugte fossil-konventionelle Strom. Was den Strompreis insgesamt in EEG-förderungswürdigen Dimensionen (weniger als 80 €/MWh) hielt. Am Dienstag stieg der Preis um 8:00 Uhr dann auf 85,10€/MWh. Damit war die Strompreissubventionierung bis auf ganz wenige Ausnahmen für diese Woche beendet. Die regenerative Stromerzeugung fiel in Wellen in Richtung 16,5% der Gesamtstromerzeugung am Sonntag. Mehr und mehr musste konventionell-fossil erzeugter Strom zwecks Bedarfsdeckung produziert werden. Hinzu kamen drei Stromimportphasen, während derer die Wochenhöchstpreise aufgerufen wurden. Am Sonntag/Montag wurde ein Flauten Vorgeschmack auf die kommende Analysewoche gegeben, die nach einem moderaten Windbuckel am Montag/Dienstag wieder von einer Dunkelflautenphase gekennzeichnet ist. Dazu mehr in der nächsten Analysewoche.

Beachten Sie bitte die vergleichende Jahresanalyse 2024 der Kfz-Zulassungen von Peter Hager, die Sie nach den Tagesanalysen finden.

 Wochenüberblick

Mittwoch 6.1.2025 bis Sonntag, 12.1.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 49,7 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,6 Prozent, davon Windstrom 46,4 Prozent, PV-Strom 3,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,9 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 2. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 2. KW 2025: Factsheet KW 2/2025  – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 6.1.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 73,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 83,1 Prozent, davon Windstrom 81,9 Prozent, PV-Strom 2,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,7 Prozent.

Sehr starke Windstromerzeugung. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.1.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Dienstag, 7.1.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 64,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 73,7 Prozent, davon Windstrom 61,8 Prozent, PV-Strom 3,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,8 Prozent.

Die Winstromerzeugung nimmt auf hohem Niveau etwas ab. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.1.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Mittwoch, 8.1.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 46,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,0 Prozent, davon Windstrom 44,4 Prozent, PV-Strom 2,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,3 Prozent.

Die Windstromerzeugung lässt weiter nach. Ab 14:30 Uhr werden die ersten Stromimporte der Woche notwendig. Der Strompreis steigt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.1.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Donnerstag, 9.1.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 34,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung  44,8 Prozent, davon Windstrom 31,8 Prozent, PV-Strom 2,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,7 Prozent.

Die Windstromerzeugung erholt sich etwas. Ab 17:00 Uhr sind keine Stromimporte mehr notwendig. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.1.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Freitag, 10.1.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 45,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,0 Prozent, davon Windstrom 42,1 Prozent, PV-Strom 3,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,9 Prozent.

Das Windstrom-Zwischenhoch ist zu Ende. Ab Mittag wird wieder Strom importiert. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. Januar 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.1.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Samstag, 11.1.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 45,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,7 Prozent, davon Windstrom 41,3 Prozent, PV-Strom 4,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,4 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Januar ab 2016.

Geringer Wochenendbedarf und leicht steigender Windstrom. Keine Stromimporte. Die Strompreisbildung.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.1.2025: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 12.1.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 53,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,5 Prozent, davon Windstrom 52,4 Prozent, PV-Strom 0,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,4 Prozent.

Die Windstromerzeugung bricht ein und gibt einen Vorgeschmack auf die Dunkelflautenphase der kommenden Woche. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.1.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

PKW-Neuzulassungen 2024: Das Comeback der Verbrenner

von Peter Hager

Der deutsche PKW-Neuwagenmarkt befindet sich nach wie vor in einem schwierigen Umfeld. Auch wenn Corona, Chipmangel sowie Zulieferprobleme überwunden wurden, wirken sich jetzt zunehmend die negative Wirtschaftslage sowie die deutliche Absatzschwäche bei den E-Autos aus.

2024: 2.817.331 (-1% ggü. 2023)
2023: 2.844.609 (+ 7,3% ggü. 2022)

2022: 2.651.237 (+ 1,1% ggü. 2021)
2021: 2.622.132 (- 11,2% ggü. 2020)
2020: 2.917.678 (- 19,1% ggü. 2019)
2019: 3.607.258

Die PKW-Antriebsarten im Einzelnen:

Benzin: 991.948 (+ 1,4% ggü. 2023), Anteil: 35,2% (2023: 34,4%, 2022: 32,6%)

Diesel: 483.261 (- 0,7% ggü. 2023), Anteil: 17,2% (2023: 17,1%, 2022: 17,8%)

Hybrid: 664.580 (+ 13,7% ggü. 2023), Anteil: 26,8% (2023: 23,4%, 2022: 17,2%)
darunter mit Benzinmotor: 571.488
darunter mit Dieselmotor: 183.998

Plug-In-Hybrid: 191.905 (+ 9,2% ggü. 2023), Anteil: 6,8% (2023: 6,2%, 2022: 13,7%)
darunter mit Benzinmotor: 174.653
darunter mit Dieselmotor: 17.250

Elektro (BEV): 380.609 (- 27,4% ggü. 2023), Anteil: 13,5% (2023: 18,4%, 2022: 17,7%)

Flüssiggas: 13.711 (+ 4,3% ggü. 2023), Anteil: 0,5%

Erdgas: 137 (- 89,7% ggü. 2023), Anteil: 0,0%

Der Anteil von PKW mit Verbrennungsmotor stieg auf 79,2 % (2023: 74,9 %, 2022: 67,6%).

Quelle 1Quelle 2

 

Elektro-PKW (BEV):

2024 war für die „Verkehrswender“ mit dem nachlassenden Umstieg auf E-Autos ein herber Rückschlag. Dabei hat Wirtschaftsminister Habeck durch das abrupte Förderaus im Dezember 2023 dem Hochlauf der Elektro-Autos im wahrsten Sinne des Wortes selbst den Stecker gezogen.

Hinzu kommt, dass die derzeitigen Produkteigenschaften der E-Autos (u.a. Produktpreis, Ladezeit, Reichweite) und die Rahmenbedingungen für deren Betrieb (u.a. fehlende öffentliche Ladeinfrastruktur, Höhe des Ladestrompreises, einfache Abrechnung beim Laden) für breitere Käuferschichten, insbesondere Mieter in Mehrfamilienhäusern oder Besitzer von Eigentumswohnungen, unattraktiv sind.

So braucht man von dem Ziel mit 15 Millionen BEV-Autos in 2030 gar nicht mehr zu reden. Nicht mal die Hälfte wird erreicht werden

Zulassungen

2024: 380.609 (- 27,4% ggü. 2023)

2023: 524.219 (+ 11,4% ggü. 2022)

2022: 470.559 (+ 32,2% ggü. 2021)
2021: 355.961 (+ 83,3% ggü. 2020)
2020: 194.163 (+ 206,8% ggü. 2019)
2019:   63.281

Die Top 10 nach Herstellern und deren Marktanteile in 2024:

VW (5 Modelle): 16,3% (2023: 13,5%, 2022: 13,4%)
BMW (7 Modelle): 11,1% (2023: 7,7%, 2022: 5,0%)
Tesla (4 Modelle): 9,9% (2023: 12,1%, 2022: 14,9%)
Mercedes (9 Modelle): 8,9% (2023: 7,0%, 2022: 5,4%)
Skoda (2 Modelle): 6,6% (2023: 4,5%, 2022: 2,6%)
Audi (5 Modelle): 5,7% (2023: 5,8%, 2022: 6,0%)
Seat (2 Modelle): 4,8% (2023: 3,3%, 2022: 2,7%)
Hyundai (7 Modelle): 4,5% (2023: 5,5%, 2022: 7,0%)
MG Roewe (4 Modelle): 3,8% (2023: 3,5%, 2022: 1,9%)
Volvo (4 Modelle): 3,6% (2023: 1,6%, 2022: 1,1%)

Insgesamt wurden 2024 von 46 Herstellern 144 PKW-Modelle neu zugelassen (2023: 41 Hersteller mit 105 Modellen – 2022: 41 Hersteller mit 80 Modellen).

2024 konnte VW seine Nummer 1-Position weiter ausbauen und BMW konnte Tesla vom 2. Platz verdrängen. Neu hinzugekommen sind Seat und Volvo. Herausgefallen sind Opel (2024: 2,0%, 2023: 5,3%) und Fiat (2024: 2,2%, 2023: 4,4%).

Die beliebtesten zehn E-Modelle 2024 waren:

Tesla Model Y (SUV): 29.896 (2023: 45.818, 2022: 35.426)
Skoda Enyaq (SUV): 25.262 (2023: 23.498, 2022: 12.184)
VW ID.4/ID5 (SUV): 21.611 (2023: 36.353, 2022: 24.847)
VW ID3 (Kompaktklasse): 20.101 (2023: 22.270, 2022: 23.487)
Seat Born (Kompaktklasse): 16.640 (2023: 17.464, 2022: 12.564)
VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 14.554 (2023: 1.095)
Audi Q4 (SUV): 12.871 (2023: 18.061, 2022: 12.406)
BMW X1 (SUV): 12.640 (2023: 14.694, 2022: 884)
MG Roewe 4 (Kompaktklasse): 12.004 (2023: 13.263, 2022: 1.769)
Mercedes GLA (SUV): 11.476 (2023: 13.839, 2022: 6.883)

Neu unter den beliebtesten E-Modellen: VW ID 7 (Oberklasse), MG Roewe 4 (Kompaktklasse) und Mercedes GLA (SUV)

Folgende Modelle der Top-Ten von 2023 sind nicht mehr enthalten: Fiat 500 (Minis), Mini (Kleinwagen) und Tesla Model 3 (Mittelklasse)

„Alarm – die chinesischen BEV-Hersteller kommen“

Von Experten und in vielen Medien wird immer wieder auf die chinesischen Hersteller hingewiesen, die in Bezug auf Preis und Technik den deutschen Herstellern überlegen seien und über kurz oder lang den Markt dominieren würden.

Doch auch die chinesischen Hersteller – in den KBA-Zahlen sind es mittlerweile neun (2 davon erstmalig) konnten sich dem Abwärtstrend des BEV-Marktes nicht entziehen. So liegt der Marktanteil aller chinesischen Hersteller in 2024 bei lediglich 6,2 %. Zudem zeigen die bisherigen Absatzzahlen ein recht ernüchterndes Bild:

MG Roewe – Hauptsitz Shanghai (7 Modelle): 14.370 (3,8%), 2023: 18.526, 2022: 8.774
Polestar – Hauptsitz Göteborg (3 Modelle): 3.180 (0,8%), 2023: 6.288, 2022: 6.984
BYD – Haupsitz Shenzhen (6 Modelle): 2.781 (0,7%), 2023: 4.135
GWM – Hauptsitz Boading (4 Modelle): 2.096 (0,6%), 2023: 4.585

Nio – Hauptsitz Shangai (5 Modelle): 398 (0,1%), 2023: 1.263
Xpeng – Hauptsitz Guangzhou (3 Modelle): 393 (0,1%)
Leapmotor – Hauptsitz Hangzhou (2 Modelle): 178 (0%)
AIWAYS – Hauptsitz Shanghai: (1 Modell): 2024: 25 (0%), 2023: 50
Maxus – Haupsitz Shanghai (1 Modell): 20 (0%), 2023: 63

Mit Eigenzulassungen die Absatzzahlen „aufhübschen“

Bei Herstellern und Importeuren werden Eigenzulassungen gerne auch zum „Aufhübschen“ der Verkaufszahlen (z.B. als Test- und Vorführwagen, Leasing-Fahrzeuge für Mitarbeiter oder Flottenfahrzeuge) genutzt. Experten sprechen hier von einem Anteil von bis zu 20 %.

Spitzenreiter in 2024 war der chinesische Hersteller MG Roewe mit einem Eigenzulassungsanteil von mehr als 52 % (bei den BEV unter den Top Ten als Hersteller und mit dem Modell MG Roewe 4).

Quelle

 Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.