Zentralgrönland war (geologisch gesehen) vor kurzem eisfrei und mit Pflanzen bedeckt, als der CO₂-Gehalt unter 300 ppm lag

Kenneth Richard

Heute, wo der CO₂-Gehalt angeblich „gefährlich hoch“ ist, türmt sich in Zentralgrönland ein 3 km dicker Eisschild auf.

Seit der GISP2-Bohrung im Jahr 1993 wissen die Wissenschaftler, dass Zentralgrönland im späten Pleistozän mindestens einmal gletscherfrei war (Bierman et al., 2024). Tatsächlich war der Gipfel des modernen grönländischen Eisschildes irgendwann zwischen 250 000 und 1,1 Millionen Jahren eisfrei – was aus geologischer Sicht relativ jung ist.

Am Boden der Bohrung wurden Pflanzen, Holz, Insekten, Pilze und andere Überreste gefunden, die auf eine Vegetation schließen lassen. Das ist ein ziemlicher Kontrast zu der 3000 Meter hohen Eisdecke, die heute an der gleichen Stelle liegt.

„Das Vorhandensein von Mohn, Ährenmoos, Pilzsklerotien, holzigem Gewebe und Insektenteilen am Boden des GISP2-Bohrkerns zeigt, dass die Tundra-Vegetation einst Zentralgrönland bedeckte, was darauf schließen lässt, dass die Insel weitgehend eisfrei war.“

Man nimmt an, dass die atmosphärische CO₂-Konzentration während des Spätpleistozäns, also während der Zeit, als Grönland eisfrei war, zwischen 275 und 290 ppm lag. Man geht davon aus, dass diese CO₂-Werte unter 300 ppm denen von 1700 bis 1900 (der Kleinen Eiszeit) entsprechen, als Zentralgrönland wie heute unter Kilometer dickem Eis begraben war.

Die Autoren dieser Studie nutzen das vorhandene Wissen über das grönländische Klima (z. B. beträgt die mittlere Juli-Temperatur in Summit -7 °C), um zu berechnen, wie viel wärmer Zentralgrönland in den letzten 1,1 Millionen Jahren war, „als das Eis weg war“. Unter Berücksichtigung der Stornorate lagen die durchschnittlichen Temperaturen in Zentralgrönland im Juli wahrscheinlich bei +3 bis 7 °C, als es noch keinen Eisschild gab.

Die atmosphärische CO₂-Konzentration scheint also weitgehend unabhängig von Grönlands Klima oder dem Zustand der Vergletscherung zu sein.

Link: https://notrickszone.com/2025/01/03/central-greenland-was-recently-ice-free-and-covered-with-plants-when-CO₂-was-under-300-ppm/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Neue UN-Mission für Zensur: …

… „Bekämpfung der in den sozialen Medien grassierenden klimabezogenen Desinformation“ – „Entlarvung von Mythen und Beendigung der Leugnung“ – „Globale Initiative für Informationsintegrität zum Klimawandel“.

Marc Morano, CLIMATE DEPOT

Auszug aus dem UN-Pamphlet:

Die brasilianische Regierung, die Vereinten Nationen und die UNESCO bündeln ihre Kräfte, um die Forschung und Maßnahmen gegen Desinformationskampagnen zu verstärken, die den Klimaschutz verzögern und zum Scheitern bringen.

„Wir müssen auch gegen die Desinformation über das Klima vorgehen. Gemeinsam mit Brasilien und der UNESCO starten die Vereinten Nationen die Globale Initiative für Informationsintegrität zum Klimawandel. Wir werden mit Forschern und Partnern zusammenarbeiten, um verstärkt gegen Klimadesinformation vorzugehen.“ – Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres

Die Globale Initiative für Informationsintegrität beim Klimawandel soll die Unterstützung für dringende Klimaschutzmaßnahmen in einer Zeit verstärken, in der Wissenschaftler davor warnen, dass der Welt die Zeit davonläuft.

Die Initiative, angekündigt auf dem G20-Gipfel in Rio de Janeiro im November 2024, ist eine engagierte multilaterale Zusammenarbeit zwischen Staaten und internationalen Organisationen zur Finanzierung von Forschung und Maßnahmen zur Förderung der Informationsintegrität in Klimafragen.

„Diese Initiative wird Länder, internationale Organisationen und Forschernetzwerke zusammenbringen, um gemeinsame Anstrengungen zur Bekämpfung von Desinformation zu unterstützen und Maßnahmen zur Vorbereitung der COP30 in Brasilien zu fördern.“ – Präsident Luiz Inácio Lula da Silva von Brasilien

Mit dem Ziel, den Umfang und die Breite der Forschung über Klimadesinformation und ihre Auswirkungen zu erweitern, wird die Initiative Beweise aus der ganzen Welt sammeln, um strategische Maßnahmen, Interessenvertretung und Kommunikation zu informieren und zu unterstützen.

Die Initiative entspricht der Verpflichtung im Global Digital Compact, der von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf dem Zukunftsgipfel im September 2024 verabschiedet worden ist. Darin werden die UN-Organisationen aufgefordert, in Zusammenarbeit mit Regierungen und relevanten Interessengruppen die Auswirkungen von Fehlinformationen und Desinformation auf die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung zu bewerten.

„Mit dieser Initiative werden wir die Journalisten und Forscher unterstützen, die – manchmal unter großer Gefahr für sich selbst – zu Klimathemen recherchieren, und die klimabezogene Desinformation bekämpfen, die in den sozialen Medien um sich greift.“ – Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO

Im Rahmen der Initiative wird ein globaler Fonds eingerichtet, um vernetzte, eingehende Forschungsarbeiten zu finanzieren, die dazu beitragen, Desinformation im Zusammenhang mit dem Klimawandel aufzudecken und zu beseitigen sowie die Forschungsergebnisse zu verbreiten. Der Fonds wird von der UNESCO verwaltet und umgesetzt und ist als Multi-Partner-Treuhandfonds strukturiert.

Die Initiative wird bestehende Kommunikationskampagnen zum Klimawandel unterstützen und verstärken, um die Desinformation über den Klimawandel abzuschwächen und ihr entgegenzuwirken, insbesondere im Vorfeld der 30. Konferenz der Vertragsparteien des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (COP30), die im November 2025 in Brasilien stattfinden wird. Die Initiative wird auch die laufende Lobbyarbeit und Kommunikation unterstützen, um die Integrität der Informationsumgebungen weltweit zu stärken, und sich um die Unterstützung der Zivilgesellschaft und wissenschaftlicher Gruppen weltweit bemühen.

Zu den Teilnehmern der Initiative gehören UN-Mitgliedstaaten (Chile, Dänemark, Frankreich, Marokko, Schweden und das Vereinigte Königreich haben ihre Teilnahme bestätigt), UN-Einrichtungen (UN-Klimawandel, Weltorganisation für Meteorologie), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie Vertreter der Zivilgesellschaft.

Verified for Climate

Verified for Climate“ ist eine gemeinsame Initiative der Vereinten Nationen und der Agentur für soziale Auswirkungen Purpose, die lösungsorientierte, wissenschaftlich fundierte Informationen fördert, um Mythen zu entlarven und Leugnung, Verdunkelung und Verzögerung ein Ende zu setzen.

Ursprünglich als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie ins Leben gerufen, ist „Verified“ eine globale Kommunikations-Infrastruktur, die sich mit den drängendsten und aufkommenden Problemen der Fehlinformation und Desinformation auf der ganzen Welt befasst.

„Verified for Climate“ basiert auf einem Drei-Säulen-Ansatz: vertrauenswürdige Botschafter und Community-Engagement, um die Zielgruppen vor Ort anzusprechen und zu überzeugen; globale kreative Kampagnen, um die Zielgruppen massenhaft zu erreichen und das Thema sichtbar zu machen; und Konferenzen, die sich auf Erkenntnisse von Experten für Klimakommunikation konzentrieren und Lösungen zur Förderung der globalen Zusammenarbeit nutzen.

Ende Auszug aus UN.org

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/01/01/uns-new-mission-fight-the-climate-related-disinformation-running-rampant-on-social-media-debunk-myths-put-an-end-to-the-narratives-of-denialism/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie Deutschlands Industrie mit juristischen Tricks vernichtet wird

Von Fred F. Mueller

Zum Jahresende 2024 wird den Deutschen allmählich klar, dass die guten Zeiten eines ständig steigenden Wohlstands vorbei sein dürften. Die Volkswirtschaft befindet sich in einer mehrjährigen Rezessionsphase, unsere Industrien müssen hunderttausende Mitarbeiter entlassen, die Kosten für Energie, Lebensmittel und Mieten gehen durch die Decke und die Aussichten für die Zukunft sind inzwischen so düster, dass selbst in der Online-Ausgabe der FAZ Schlagzeilen wie „Wir befinden uns in einer endzeitlichen Multikrise“ teils zuoberst auf der Seite landen. Wie konnte es soweit kommen, wer hat hierbei mit welchen Tricks gearbeitet, und kommen wir da überhaupt wieder raus?

Bild 1. Der industrielle Niedergang Deutschlands (und Europas) zeichnet sich immer deutlicher ab (Youtube-Bildschirmausdruck 1))

Sucht man nach den Gründen für die Misere, so findet sich schnell ein großer gemeinsamer Nenner: Die Deutschland verordnete „Transformation zu einer CO2-freien Volkswirtschaft“, die einen extrem kostspieligen Totalumbau nahezu der gesamten Infrastruktur und Industrie beinhaltet. Dies beginnt mit der Stromerzeugung und geht über die Herstellung von Stahl und Aluminium sowie die chemische Industrie bis zur Automobilproduktion. Zugleich wurden die Kernkraftwerke, die früher zuverlässig und weitgehend CO2-frei bis zu 30 % des deutschen Stroms lieferten, aus ideologischen Gründen abgeschaltet. Außerdem wird der Schatz an Knowhow, den unsere Industrie über Generationen aufgebaut hatte, weitgehend entwertet, wodurch wir unseren Technologievorsprung gegenüber anderen Nationen verschenken. Begründet wird dies alles mit der angeblichen „Klimaschädlichkeit“ des CO2, das wir bei der Verbrennung von Kohle, Gas und Benzin freisetzen. Dank einer ungeheuer massiven und seit Jahrzehnten pausenlos betriebenen Propaganda-Kampagne in allen Medien, in der Politik und in den Schulen wird uns eingebläut, dass CO2 das Klima so erwärme, dass dadurch die Erde weitgehend unbewohnbar werde. Inzwischen wurde die Frage, welche Schädlichkeit CO2 haben soll, für Deutschland höchstrichterlich entschieden, Bild 2.

Bild 2. Aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts 2) (BVG) zum sogenannten Klimaschutzgesetz vom 24. März 2021

Die im BVG-Beschluss umfassend ausgeführte Begründung entspricht im Prinzip 1/1 den Klimalehren des IPCC (Intergovernment Panel on Climate Change) der Vereinten Nationen sowie von staatlichen Institutionen wie dem Umweltbundesamt UBA bzw. von Beratergremien wie dem Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU). Obwohl es zahlreiche und durchaus ernstzunehmende Kritiker dieser Klimalehren gibt, hat das BVG keine Gegengutachten herangezogen und sich folglich für sachkompetent erklärt. Somit wurde eine Frage, die wissenschaftlich alles andere als unumstritten ist, durch einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts als abschließend „geklärt“ eingestuft.

Bild 3. Übersetzung aus der Webseite der US-Bundesbehörde für Ozeane und Atmosphäre NOAA 3)

Wie sehr das BVG mit seinem Urteilsspruch in Widerspruch zu wissenschaftlichen Realitäten, zeigt Bild 3. Die NOAA ist eine große, seit Jahrzehnten bestehende und renommierte US-Behörde, deren Feststellungen keinesfalls als unwissenschaftlich abgetan werden können. Das BVG-Urteil weckt daher ungute Erinnerungen an mittelalterliche Urteile gegen Wissenschaftler wie Galileo Galilei. Dieser hatte im Widerspruch zur etablierten Lehrmeinung die Ansicht vertraten, die Erde sei nicht etwa flach, sondern eine Kugel, die sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Heute wird man für solche abweichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zwar nicht jahrelang in Inquisitionskellern gefoltert, aber medialer Rufmord und Karriereknick als „Klimaleugner“ gelten als legitimes Vorgehen.

Verstoß gegen das Grundrecht der Freiheit von Wissenschaft und Lehre

Mit der richterlichen Erhebung der IPCC-Thesen zu einem juristisch nicht anfechtbaren Dogma verstieß das Verfassungsgericht zugleich gegen den Schutz der Freiheit von Wissenschaft und Lehre, Bild 4.

Bild 4. Die Väter des Grundgesetzes haben in Artikel 5 4) ausdrücklich die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre bestimmt.

Mit diesem Verstoß befinden sich die Karlsruher Richter jedoch in bester Gesellschaft. Insbesondere unsere kürzlich hochdekorierte Ex-Kanzlerin Merkel hatte wenig Hemmungen, gegen den Schutz der Wissenschaft vor staatlicher Einmischung zu verstoßen, als sie im Januar 2018 im Rahmen eines Medien-Shitstorms gegen die Rheinisch-Westfälische Universität Aachen „umstrittene Diesel-Schadstofftests“ scharf verurteilte 5) und Aufklärung einforderte. Die gleiche Bundeskanzlerin verhielt sich auch im Februar 2020 anlässlich der Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen 6) verfassungswidrig, als sie diese von Südafrika aus als „unverzeihlich“ bezeichnete und forderte, dass „das Ergebnis rückgängig gemacht werden muss“. In Deutschland sind solche Verstöße gegen Verfassungsgebote selbst auf höchster Ebene mittlerweile wohl lediglich Petitessen, die keinerlei öffentliches Interesse und damit auch keine Konsequenzen nach sich ziehen. Und über eine Verfassungsklage werden die beklagten Verfassungsrichter wohl nur müde lächeln.

Der Trick mit dem Naturschutz

Rückblickend kann man feststellen, dass der Erfolg der grünen Ideologen beim Bundesverfassungsgericht das Ergebnis einer geschickten Strategie war. Erster Schritt war 1994 – noch unter Helmut Kohl – die Platzierung eines harmlos wirkenden Trojaners im deutschen Grundgesetz, in Form eines völlig unverfänglich klingenden Zusatzartikel 20a, Bild 5.

Bild 5. Der 1994 eingeführte und 2002 um den Tierschutz erweiterte Artikel 20a 7) des Grundgesetzes zum Schutz von Umwelt, Natur und Tieren

Selbst bei aufmerksamem Lesen ist in Artikel 20a GG nichts zu finden, was Deutschland dazu zwingen müsste, unsere Industrie und damit unseren Wohlstand zugunsten des ideologischen Konstrukts „Klimaschutz“ zu vernichten, und dass dies auch noch auf Veranlassung ausländischer Kläger zu erfolgen habe. Dennoch hat sich das Bundesverfassungsgericht mit seinem „Klimaurteil“ vom 24. März 2021 angemaßt, genau diese Forderungen für Deutschland festzuschreiben.

Der ursprüngliche Artikel 20 des Grundgesetzes beinhaltet selbstverständliche Grundprinzipien der Demokratie und der staatlichen Organisation: Die Feststellung, dass die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat ist, und dass alle Gewalt vom Volk aus geht, das diese durch Wahlen und Abstimmungen ausübt. Die eingesetzten Organe entsprechen der klassischen Dreiteilung in gesetzgebende Parlamente (mit zwei Kammern), Regierung und Rechtsprechung. Weiterhin ist festgelegt, dass die Parlamente an die Verfassung, Regierung und Justiz hingegen an Recht und Gesetz gebunden sind. Schließlich wurde – damals wohl als Beruhigungspille für die Gegner der Notstandsgesetze gedacht – das Widerstandsrecht aller Deutschen gegen jeden, der diese Ordnung zu beseitigen versucht, definiert.

Zerstörung der Grundlagen des Staates: Der neue Grundgesetz-Artikel 94

Das Verfassungsgericht hatte sich bei seinem Klimaurteil weit über seinen Aufgabenbereich – die Einhaltung der bestehenden Gesetze – hinweggesetzt und sich damit Kompetenzen zugesprochen, die nur dem Gesetzgeber zustehen 8). Eigentlich wäre es Aufgabe des Parlaments gewesen, diesem Verstoß gegen die Verfassung entgegenzutreten. Stattdessen verfolgen die heutigen grünen Ideologen und ihre nützlichen Idioten in den Altparteien das Ziel, den sich langsam abzeichnenden Widerstand gegen die erzwungene „Transformation“ unserer Volkswirtschaft durch eine Verfassungsänderung zu ersticken. Dabei nutzen sie die von Merkel initiierte und geförderte Verleumdung der wichtigsten ablehnenden politischen Kraft – der AFD – als „Nazis“, gegen die eine „Brandmauer“ errichtet und gehalten werden müsse. Gipfel dieses Vorhabens ist die jetzt hastig noch vor den Neuwahlen zum 28.12. 2024 durchgepeitschte Änderung des Grundgesetzes. Damit soll angeblich das Verfassungsgericht vor der bösen AFD geschützt werden. In Wirklichkeit wird jedoch die Verfassung völlig auf den Kopf gestellt.

Verfassungsgerichte agieren jetzt selbst als Gesetzgeber

Wir alle hatten im Schulunterricht auch die „Staatskunde“. Uns wurde erläutert, dass zum Rechtsstaat das Prinzip der Gewaltenteilung gehört. Diese Gewalten sind die gesetzgebende Gewalt (Legislative, Parlament), die ausführende Gewalt (Exekutive, Regierung) und die Recht sprechende Gewalt (Judikative, Gerichte). Durch diese Dreiteilung soll verhindert werden, das eine der drei Gewalten sich über die anderen erhebt, indem sie sich zusätzliche Kompetenzen anmaßt und dadurch das Gleichgewicht der Kräfte aushebelt. Ein Schulbeispiel für einen solchen Übergriff lieferte bereits das weiter oben besprochene Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts. Auch bei dem jetzigen Vorstoß zur Entmachtung des Volks klingt die Kernaussage des neu gefassten Artikels 94 GG für den unbedarften Leser zunächst ganz harmlos, Bild 6.

Bild 6. Die entscheidende Passage der Neufassung des Artikels 94 GG 9) mutet beim Lesen im Prinzip völlig harmlos an. Das Gesetz wurde rechtzeitig vor den anstehenden Neuwahlen, bei denen die AFD Stimmengewinne erzielen könnte, in höchster Eile durchgepeitscht: Verabschiedung im Bundestag am 19.12.2024, im Bundesrat am 20.12.2024 und Verkündung im Bundesgesetzblatt am 27.12.2024.

Die Brisanz liegt darin, dass damit die Richter des Bundesverfassungsgerichts Gesetzgebungsmacht erhalten und somit nicht nur die Regierung, sondern auch das Parlament bevormunden können. Ihre Entscheidungen haben unmittelbare Gesetzeskraft, obwohl sie nicht den Parteien, den Medien und dem Volk gegenüber vorgelegt und begründet werden müssen. Statt der bewährten Gewaltenteilung sind die Verfassungsrichter jetzt mit der Vollmacht ausgestattet, ihre eigenen Gesetze zu erlassen. Dazu genügt ein Verschwörer-Grüppchen von lediglich fünf Verfassungsrichtern.

Beurteilung durch Prof. Werner Müller

Prof Dr. Werner Müller, bis 2023 im Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Mainz tätig, kritisiert das neue Gesetz 10) mit klaren Worten. Es sei „ein flagranter Verstoß gegen Artikel 79 der Verfassung, nach dem Änderungen des Grundgesetzes, durch welche … die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden“ unzulässig sind. Dazu zählen auch der Grundsatz der Volkssouveränität nach Art. 20 Abs. 2 Satz 1 (Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.) und die Gewaltenteilung nach Art. 20 Abs. 3 GG“…. Weiter führt er aus: „Das Gesetz vom 28.12.24 entmachtet das Parlament nun auch ganz offiziell. Die in Hinterzimmern ausgekungelten und nach politischer Zuverlässigkeit ausgewählten Verfassungsrichter können nach dem neuen Art. 94 Abs. 4 GG willkürlich festlegen, was das Parlament noch beschließen darf und sie unterliegen dabei keiner demokratischen Kontrolle. [Ihre] Machtfülle hat Ähnlichkeiten mit der des Wächterrats in der Islamischen Republik Iran.“

Bild 7. Schlagzeile eines Leitartikels in der Online-Ausgabe der FAZ 11) Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 3. Januar 2025 (Bild: Bildschirmausdruck, bearbeitet)

Bild 7. Schlagzeile eines Leitartikels in der Online-Ausgabe der FAZ 11) Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 3. Januar 2025 (Bild: Bildschirmausdruck, bearbeitet)

Die Konsequenzen

Für dieses Gesetz haben im Bundestag 600 Abgeordnete in namentlicher Abstimmung votiert, nur 69 waren dagegen. Dem Ja-Votum haben sich interessanterweise auch 26 von 28 Abgeordneten der Linken angeschlossen. Bei deren DDR-Vergangenheit nicht allzu überraschend.

Diese Gesetzesänderung ist ein schwarzer Tag für Deutschland, denn sie zementiert die Abwärtsspirale, in die wir durch die katastrophal schädliche Energie, Klima- und Wirtschaftspolitik der Grünen (sowie der nur äußerlich schwarzen, innerlich aber tiefgrünen „Klimakanzlerin“) geraten sind. Zur katastrophal maroden Infrastruktur gesellt sich mittlerweile auch noch der Ukraine-Konflikt, den wir immer noch nicht aufgeben wollen, obwohl er militärisch schon längst verloren ist, wie selbst Springers „Welt“ inzwischen zugeben musste 12). Die grüne „Transformation“ wird die Industrie, die bereits jetzt schwerstens belastet wird, immer weiter ruinieren oder ins Ausland treiben. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, wird den grünen Kräften jetzt auch noch das Justizwesen auf dem silbernen Tablett überlassen. Wer kann Deutschland in Zukunft noch vor grün beeinflussten Verfassungsrichtern schützen? Zwei-Drittel-Mehrheiten sind bei so hoch kontroversen Themen fast unmöglich zu erreichen. Andersherum werden feixende grüne Abgeordnete jeden Widerstand gegen den aktuellen Kurs dank ihrer gesicherten Sperrminorität abschmettern. Profitjäger werden uns immer neue „CO2-freie“ Technologien aufschwätzen, während seriöse Investoren woanders hingehen. In spätestens drei bis fünf Jahren werden die Abgeordneten von CDU/CSU und FDP, die jetzt namentlich für diese Grundgesetzänderung gestimmt haben, ihren Wählern für den unaufhaltsam weitergehenden Absturz des Landes Rede und Antwort stehen müssen. Ob dann die Herren Lindner, Merz, Scholz oder Buschmann ihre Befürwortung dieser grünen Falle immer noch für eine gute Idee halten werden?

Quellen:

  1. https://www.youtube.com/watch?v=M92gzY0SUu8
  2. https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/03/rs20210324_1bvr265618.html
  3. https://www.pmel.noaa.gov/co2/story/Ocean+Carbon+Uptake
  4. https://www.nachrichtenleicht.de/das-grundgesetz-artikel-5-einfach-erklaert-100.html
  5. https://www.focus.de/auto/news/ethisch-in-keiner-weise-zu-rechtfertigen-merkel-verurteilt-schadstofftests-mit-affen-und-menschen_id_8379445.html
  6. https://www.focus.de/auto/news/ethisch-in-keiner-weise-zu-rechtfertigen-merkel-verurteilt-schadstofftests-mit-affen-und-menschen_id_8379445.html
  7. https://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_20a_des_Grundgesetzes_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland
  8. https://eike-klima-energie.eu/2021/06/29/karlsruhe-contra-freiheit-der-wissenschaft/
  9. https://www.bing.com/search?q=Neufassung+artikel+94+grundgesetz&qs=n&form=QBRE&sp=-1&lq=0&pq=neufassung+artikel+94+grundgesetz&sc=8-33&sk=&cvid=E53F91B8847E44F0914D56FCB387D384&ghsh=0&ghacc=0&ghpl=
  10. https://tkp.at/2025/01/03/deutschland-beseitigung-der-gewaltenteilung/
  11. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/apokalypse-forscher-robert-folger-wir-befinden-uns-in-einer-endzeitlichen-multikrise-110207136.html
  12. https://www.bing.com/videos/riverview/relatedvideo?q=ukraine+krieg+aktuelle+lage+front&mid=93E7CA268BD42AB70B2A93E7CA268BD42AB70B2A&FORM=VIRE




Breaking News: Trump sagt Windindustrie den Kampf an.

Diese Windindustrie, sagt Trump, braucht keiner, sie verschmutzen unser Umwelt, so wie man Müll in die Umwelt schmeißt , sie kostet Unsummen, bezahlt durch erpresste Subventionen, sie zerstört die Umwelt bsw. von Walen, vernichtet Werte, behindert das Klima….und, und und.

Mit dieser Rede sagt Trump der Windindustrie den Kampf an. Sie existiert nur, weil sie gewaltige Subventionen bekommt.  Keiner braucht sie, nur die Windindustrie und Ihre Vasallen brauchen sie. Doch sie schadet allen. Der Umwelt, dem Klima, dem Strompreisen, den Eigentümern von Häusern, allen und jedem und in jeder Art und Form. Allein der Zubau der letzten Jahre – und wegen der 20 jährigen Laufzeit der Verträge – kostet wie Anwalt Thomas Mock .kürzlich erläuterte den deutschen Steuerzahler 100 Milliarden €.

Nachtrag vom 8.1.24 15:00 Uhr Es geht schon los:

Der Aktionär schreibt:

Solar‑ und Windaktien: Trump schickt Nordex, SMA & Co auf Talfahrt

Mit Aufsehen erregenden Aussagen hat der designierte US-Präsident Donald Trump am Dienstag einen Vorgeschmack auf seine zweite Amtszeit gegeben. Neben der Vereinigung der USA mit Kanada oder der Annexion Grönlands traf er auch für den Aktienmarkt relevante Aussagen. Während Rüstungsaktien deshalb stiegen, stürzten Solar- und Windaktien in den Keller.

Mit einer scharfen Ansage gegen Windkraft hat der designierte US-Präsident Donald Trump am Dienstag erneut für Wirbel gesorgt. Bei einer Pressekonferenz in seinem Mar-a-Lago-Resort kündigte Trump an, in seiner zweiten Amtszeit, keine neuen Windräder zu bauen: „Wir werden eine Politik verfolgen, bei der keine Windräder mehr gebaut werden.“

Hier die ganze Story.

 

 

Hören Sie dazu auch den Podcast von Holger Douglas mit dem Interview von Thomas Mock. Hier, hier und hier.

Und hier sehen Sie einen Teil der Verantwortlichen dafür, neben Habeck, Scholz, Merz, Merkel klar, aber auch Jürgen Trittin. Rainer Baake,

und vielen, vielen anderem.

Verantwortliche für das Wirtschaftsdesaster hierzulande

 

Es steht zu hoffen, dass Trump auch anderen „Erneuerbaren“ dem Kampf ansagt, und es steht ferner zu hoffen, dass Trump noch lange leben möchte, besonders bei diesen Gegnern.




Frankreich wird zum „Kraftwerk Westeuropas“

« Écologie à la française », um das Klima zu schützen und die Konkurrenzfähigkeit Frankreichs zu erhöhen?

Edgar L. Gärtner

Dieser Titel passt auf den ersten Blick nicht recht zur augenblicklichen Stimmung in Frankreich und Europa. Doch da der 1. April noch weit ist, sollte man davon ausgehen, dass meine Überschrift ernstgemeint ist. Diese bezieht sich aber nicht auf das politische System Frankreichs, sondern auf den Zustand seiner Elektrizitätsversorgung, das heißt auf Kraftwerke im herkömmlich technischen Sinn. Denn kurz vor Weihnachten bekam Frankreich nicht nur eine neue Regierung, von der niemand weiß, wie lange sie durchhalten wird, sondern auch ein neues Kernkraftwerk der Superklasse mit einer elektrischen Leistung von 1.600 Megawatt, das mindestens 60 Jahre lang laufen soll. Beim 57. Noch arbeitenden französischen KKW handelt sich um einen großen Druckwasserreaktor der vierten Generation (EPR bzw. Fla3 in der Nomenklatur des französischen Strom-Monopols EDF) von Flamanville an der normannischen Küste. Dessen Bau hat statt den projektierten 3,3 allerdings offiziell 13,2 Milliarden Euro verschlungen und erst mit sage und schreibe 12 Jahren Verspätung nun seine ersten Elektronen ins Stromnetz eingespeist.

Ursprünglich sollte der bislang stärkste französische Kernreaktor schon am Ende des letzten Sommers in Betrieb gehen. Doch kurz nach dem Start der ersten nuklearen Kettenreaktion erfolgte eine automatische Notabschaltung, für die im Nachhinein Programmierfehler verantwortlich gemacht wurden. Schließlich versprach EDF die Koppelung des neuen Reaktors an das Stromnetz vor Weihnachten, d.h. am Freitag, dem 20. Dezember. Aber es kam nach insgesamt 12 Jahren Verspätung zu einer erneuten Verzögerung, die auf Probleme mit der Turbine, dem nicht nuklearen Teil des Kernkraftwerks zurückgingen. So ist nun der kalendarische Winteranfang am 21. Dezember 2024, und zwar genau um 11 Uhr 48, zum Starttag der Renaissance der Kernenergie in Frankreich geworden.

Große Feiern gab es allerdings nicht, da die politische Klasse des Landes zur gleichen Zeit mit der mühsamen Neuaufstellung der Regierung beschäftigt war. Immerhin feierte Luc Rémont, der Generaldirektor von EDF, das Anfahren des Riesen-Reaktors in den sozialen Medien als „historisches Ereignis.“ Präsident Emmanuel Macron pflichtete ihm ebenfalls in den sozialen Medien (LinkedIn) bei und betonte, Frankreich sei damit auf dem besten Wege zur kohlenstoffarmen Reindustrialisierung des Landes und der Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit seiner Wirtschaft. „Das ist die Ökologie à la française, um das Klima zu schützen », betonte er.

Der Start des EPR von Flamanville zum kalendarischen Winterbeginn bedeutet allerdings nicht, dass der neue Reaktor schon zur Abmilderung der angespannten Stromversorgungslage Westeuropas in diesem Winter beitragen könnte. Denn er muss gemäß den Vorgaben der Genehmigungsbehörde ASN (Autorité de Sûreté Nucléaire) klein anfangen. Um ein Viertel seiner Kapazität zu überschreiten, braucht er eine weitere Genehmigung der ASN. Weitere Genehmigungen sind für das Überschreiten der 60- und 80 Prozent-Schwellen fällig. Erst im Sommer 2025 wird der Reaktor, wenn alles nach Plan läuft, seine volle Leistung erreichen. In der Zwischenzeit wird er zu Testzwecken fünfzehnmal hoch- und runtergefahren. Geprüft wird dabei insbesondere auch die Fähigkeit des Reaktors zum Schwarz-Start unabhängig vom bestehenden Stromnetz, das heißt bei einem Blackout. (Die ASN firmiert übrigens seit dem 1. Januar 2025 unter dem neuen Namen ASNR, nachdem sie im letzten Sommer mit dem Institut für Strahlenschutz IRSN fusioniert wurde – eine Regierungsentscheidung, die nicht unwidersprochen blieb.)

Nach 18 Monaten Laufzeit bzw. einer kumulierten Elektrizitätsproduktion von 14 Terawattstunden ist der erste Brennelementwechsel vorgesehen. Dieser Reaktorstillstand soll nach einer Vereinbarung zwischen dem Betreiber EDF, dem Konstrukteur Areva NP, der ASN und des IRSN genutzt werden, um den Stahldeckel des Reaktorgefäßes auszutauschen. Denn schon Ende 2014 wurde ein Fabrikationsfehler entdeckt, der dazu führt, dass der Stahl unter Neutronenbeschuss vorzeitig versprödet. Das ist nur eines von vielen Problemen, die den Bau dieses Kernkraftwerkes verzögert haben.

Die meisten Probleme beim Bau dieses Reaktors hängen wohl damit zusammen, dass es auch in der französischen Atomwirtschaft einen „Fadenriss“ bei der Entwicklung des Humankapitals infolge der langen Pause bei der Errichtung neuer Kernkraftwerke gab. Ursprünglich war der neue Reaktor neben den schon länger arbeitenden Kernreaktoren des KKW Flamanville als Pionierprojekt gedacht. Doch wegen der Verzögerung seines Baus wurde er zum vierten Reaktor dieses Typs. Zwei mit französischer Hilfe baugleich in China errichtete Kernreaktoren und ein weiteres großes KKW des gleichen Typs auf der finnischen Insel Olkiluoto liefen ihm den Rang ab. Ich habe vor Jahren an dieser Stelle ausführlich über die Situation der französischen Atomwirtschaft im europäischen und globalen Rahmen berichtet. Einiges davon ist durch den Ukraine-Krieg leider in Misskredit gefallen.

Ob die Renaissance der Kernenergie die französische Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen wird, steht einstweilen dahin. Der Staatsbanker Eric Lombard, Finanzminister in der kurz vor Weihnachten zusammengetretenen Regierung unter dem Zentristen François Bayrou, hat bereits angedeutet, dass die Abgabenlast des Mittelstandes im Land der höchsten Abgabenquote weiter steigen wird. Immerhin werden die Strompreise eines Teils der EDF-Kunden mit reglementierten Tarifen (das sind 56 Prozent der französischen Haushalte) am 1. Februar um durchschnittlich 14 Prozent sinken. Davon sind die meisten Unternehmen nicht betroffen. Es gibt aber die Möglichkeit, über den Petro-Konzern TotalEnergies günstigere Verträge abzuschließen.

Die nukleare Elektrizitätsproduktion hat in Frankreich im vergangenen Jahr mit 358 bis 364 Terawatt (TWh) einen neuen Rekord erreicht, nachdem im Jahr 2022 wegen der Reparatur- und wartungsbedingten Stillstände von 32 der 56 Kernreaktoren ein Einbruch auf 279 TWh hingenommen werden musste. Das war der niedrigste Wert seit 30 Jahren. Die französische Stromversorgung war dadurch erstmals seit 42 Jahren importabhängig geworden. Neben der optimalen Verfügbarkeit der Kernreaktoren sorgten reichliche Niederschläge für die Füllung der Talsperren und dadurch für eine ebenfalls rekordverdächtige Elektrizitätsproduktion der Wasserkraftwerke. Frankreich schwamm dadurch in einem Strom-Überfluss und konnte fast 90 TWh (politisch korrekt kohlenstoffarme) Elektrizität exportieren. Davon gingen über 27 TWh nach Deutschland, über 22 TWh nach Italien, 21 TWh nach England und knapp 17 TWh in die Schweiz (siehe grafische Übersicht Abb.1). EDF verkündete dieses Ergebnis mit großem Stolz und Wirtschaftsjournalisten erklärten Frankreich zum „Kraftwerk Europas“. (Daher die missverständliche Überschrift dieses Beitrags.) Andere Ökonomen bzw. Wirtschaftsjournalisten wiesen jedoch darauf hin, dass das Strom-Überangebot auf eine stagnierende Binnen-Nachfrage traf – ein deutlicher Hinweis auf die Wachstumsschwäche der französischen Wirtschaft.

Rte électrictité Record Export Echanges Commerciaux

Abbildung 1 Kommerzieller Elektrizitätsaustausch zwischen Frankreich und seinen Nachbarländern im Jahre 2024

Die euphorische Rede von Frankreich als „Kraftwerk Europas“ scheint auch deshalb als unangemessen, weil sie absurde Konsequenzen des westeuropäischen Stromverbundes unter den Bedingungen der politisch gewollten „Energiewende“ unterschlägt. Zwar verfügt Frankreich über insgesamt 37 Netzkoppelungsstellen zu seinen Nachbarländern. Doch ist deren Kapazität beschränkt, weil sie nicht für einen dauerhaften großvolumigen Elektronentransport eingerichtet wurden. Ich habe selbst vor einigen Wochen an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Überschwemmung der Netze mit deutschen Windstrom-Überschüssen bei den Nachbarn zur Verstopfung der Netzkoppelungsstellen und zur Verteuerung des Stromes führt. Insofern ist der undiplomatische Zornesausbruch der schwedischen Energieministerin Ebba Busch durchaus verständlich.