Grüner Goldrausch: Energiewende frisst Deutschlands Ackerland weg

Heinz Steiner

In der deutschen Agrarlandschaft tobt ein Kampf, von dem die meisten Städter keine Ahnung haben. Es geht um Grund und Boden – und um astronomische Summen, die sprachlos machen. Während unsere Politiker von der großen Energiewende träumen, vollzieht sich auf dem Land eine stille Revolution: Der Ausverkauf der deutschen Ackerflächen an die Solar- und Windkraftindustrie.

Die Zahlen sind so eindeutig wie erschreckend: Wo Landwirte im vergangenen Jahr noch bescheidene 389 Euro pro Hektar zahlten, wedeln Solarunternehmen heute mit Schecks von bis zu 5.000 Euro. Das ist keine Erhöhung mehr, das ist eine Explosion. Bei Windkraft wird es noch absurder: Bis zu 50.000 Euro pro Jahr und Anlage werden geboten – in Spitzenlagen sogar noch mehr. Und das auch noch über staatliche Subventionen (z.B. über die EEG-Umlage und Mindestabnahmepreise) querfinanziert.

Fläche ist ohnehin eine umkämpfte Ressource. Dies kommt in der Realität einem Verdrängungswettbewerb gleich. Die Landwirte haben in diesem Poker schlechte Karten: Wie soll man mit dem Ertrag aus Weizen oder Kartoffeln gegen die garantierten Renditen der Energiekonzerne ankommen? Während Berlin das ehrgeizige Ziel verfolgt, bis 2030 satte 80 Prozent des Stromverbrauchs aus den sogenannten erneuerbaren Energien zu decken, verwandeln sich immer mehr Äcker in technische Anlagen. Die grüne Transformation frisst sich durch unsere Kulturlandschaft wie ein hungriges Raubtier.

Solarpaneele kann man nicht essen

Für Grundbesitzer ist es ein lukratives Geschäft: Garantierte Pachteinnahmen über 20 bis 30 Jahre, keine Ernteausfälle, keine Wettersorgen. Wer kann es ihnen verdenken? Doch der Preis für diesen modernen Goldrausch ist hoch: Während Solarmodule und Windräder sich ausbreiten, schrumpft die Fläche für die traditionelle Landwirtschaft unaufhaltsam.

Die bittere Ironie dabei: Ausgerechnet die “grüne” Energiewende trägt dazu bei, dass immer mehr landwirtschaftliche Flächen versiegelt werden. Was das für die regionale Lebensmittelproduktion bedeutet, scheint in der euphorischen Transformationsdebatte niemanden zu interessieren. Die Entwicklung erinnert fatal an den kalifornischen Goldrausch des 19. Jahrhunderts – nur dass diesmal nicht nach Gold geschürft wird, sondern Sonnenenergie und Wind die treibenden Kräfte darstellen. Und wie damals sind es wenige, die das große Geschäft machen, während andere leer ausgehen.

Eines ist klar: Dieser “grüne” Goldrausch verändert nicht nur die Struktur unserer Landwirtschaft, sondern auch das Gesicht unserer ländlichen Regionen – und zwar nachhaltig. Die Frage ist nur: Wollen wir das wirklich?

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Dieser Beitrag erschien erstmals bei Report 24 hier. Nachdruck mit Genehmigung.

 




Im Maschinenraum von „unseredemokratie“

In den letzten beiden Dekaden bundesdeutscher Politik wurde eine Veränderung überwiegend unter dem Titel sog. „Wenden“ proklamiert und propagiert. Hiernach soll es eine Energiewende, die Mobilitätswende, Verkehrswende, Agrarwende, Industriewende, Ernährungswende oder auch die Wärmewende geben.

von Frank Bothmann

Alle diese propagandistischen Ansätze werden unter einem Narrativ (einer Geschichtenerzählung) der sog. „sozial-ökologischen Transformation“ als besonders gut und heilbríngend in Politik und Gesellschaft vermittelt. Bei einer näheren Betrachtung jeder einzelnen „Wende-Politik“ wird deutlich, dass es im Kern eine Gemeinsamkeit gibt: die Schwächung des Individuums und gesellschaftlicher Strukturen. Um dies umzusetzen bedarf es eines besonderen Politikstils

Betrachten wir also die verschiedenen Wende-Politiken vor dem Hintergrund mal etwas genauer.

Schwächung als Wende-Prinzip

Im Rahmen der sog. „Energiewende“ werden sog. erneuerbare Energiegewinnungsformen wie die Photovoltaik (PV) oder Windenergieanlagen (WEA) als vollständige Ersatzformen für Kernkraft-, Gas- und Kohlekraftwerke propagiert und realisiert. Letztere Energieformen zeichnen sich durch hohe Leistungsfähigkeit und sehr lange Laufzeiten (Kernkraft), durch hohe Effizienz (Kraftwärme-Kopplung mit Gaskraftwerken) oder hohe Heizwerte und gute Transportmöglichkeit (Steinkohle) aus. Man kann diesen Energieformen also Kraft, Stärke und Dauerhaftigkeit zuschreiben.

Die Sonne ist die Energiequelle für das Leben auf der Erdoberfläche. Leider kommt nur sehr wenig von diesem riesigen Reaktor auf der Erde an. Zudem dreht sich die Erde in einem Winkel von 23,5 Grad um die Sonne, wodurch es leider zu einem Sommer- und Winterhalbjahr im Wechsel auf der Süd- und der Nordhalbkugel mit deutlich reduziertem Sonnenlichteinfall kommt.

Die sog. Energiewende verfolgt also das Ziel auf die ineffektivste Form der Stromgewinnung (PV-Anlagen) und wetterabhängige WEA zu setzen. Es wird also alles auf die schwächste Form des Energiedargebotes gesetzt. Das hat in Zusammenhang mit dem hohen Maß an Regulierungstiefe beim deutschen Strommarkt erhebliche unproduktive Kosten zur Folge, die die Volkswirtschaft nachhaltig schwächen.

Die sog. Verkehrswende oder Mobilitätswende hat zum Ziel das Auto als leistungsfähigen Verkehrsträger zu reduzieren. Die hohe Leistungsfähigkeit des Autos ist in der sehr hohen Energiedichte von Benzin und Diesel begründet, der rd. 12 kWh/kg beträgt. Deswegen kann ein relativ schweres Auto mit einem Verbrennungsmotor damit bewegt werden oder eben auch große Lasten über lange Distanzen transportiert werden. Durch diese Kraft ist die Industrieelle und technologische Entwicklung in den letzten rd. 100 Jahren maßgeblich vorangetrieben worden.

Ein batteriebetriebenes Auto leidet grundsätzlich unter der sehr niedrigen Energiedichte des Speichers. Auch mit modernster Lithium-Technik besitzen Batterien nur ein Hundertstel der Energiedichte von fossilen Kraftstoffen. Im 180 Kilo schweren Stromspeicher eines Opel Ampera steckt beispielsweise nur in etwa die Energie von knapp fünf Litern Benzin. Wenn nun die Stromgewinnung zum Laden des Speichers über PV-Anlagen vorgenommen wird, dann werden die ineffektiven Technologien verbunden und die Leistungsfähigkeit weiter deutlich reduziert.

In vielen Städten wird das Radfahren als Teil der sog. Verkehrswende propagiert und mit Investitionen versehen, die Straßeninfrastruktur jedoch vernachlässigt. Das Fahrrad als Verkehrsträger ist hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Reichweite das schwächste Verkehrsmittel. Dies kann nur sehr eingeschränkt mit Elektrorädern kompensiert werden.

Bei gleichzeitig reduzierter Investition in den sehr teuren öffentlichen Nahverkehr und die Straßeninfrastruktur erfolgt also durch die Fokussierung auf eine Radmobilität eine deutliche Schwächung der individuellen Mobilität und der Leistungsfähigkeit des motorisierten Verkehrs.

Das Narrativ der „Ernährungswende“ oder „Agrarwende“ enthält die Kernaussage, dass eine fleisch-basierte Ernährung zu verringern oder zu vermeiden ist.

In der Kulturgeschichte des Menschen ist die fleisch-basierte Ernährung eine große Erfolgsgeschichte. Fleisch ist ein erstklassiger Energie-, Mineralstoff- und Proteinlieferant für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus. Mit der Aufzucht und Haltung von pflanzenfressenden Tieren ist es dem Menschen gelungen Naturräume zu besiedeln und dort zu überleben, die sonst für ihn nicht genügend Nahrung bieten würden. So ist es ab einer bestimmten Höhenlage in unseren Breiten nicht mehr möglich einen Getreide- oder Gemüseanbau zu betreiben, da die Vegetationsperiode zu kurz ist. Mit den dennoch bestehenden Wiesen und Weiden ist eine Viehzucht möglich. Es entstand mehr Lebensraum für Menschen und durch eine Arbeitsteilung können pflanzliche und tierische Nahrungsmittel zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen. Da Landwirtschaft nur nachhaltig dauerhaft möglich ist, liegen diesen Wirtschaftsformen stets langfristig eingeübte und optimierte Stoffkreisläufe zu Grunde. Das Ergebnis sind vielfältige Kulturlandschaften.

Eine umfangreiche Reduzierung der fleisch-basierten Ernährung führt zu körperlichen und geistigen Minderleistungen auf der einen Seite. Auf der Produktionsseite wird es schwerwiegende landschaftsökologische Degradierungen zur Folge haben. Es findet also auch hier eine systematische Schwächung des Individuums und der Gesellschaft statt.

Immer das gleiche Schema: verleumden, verknappen, verordnen

Die sog. „Wende-Politiken“ zum Verkehr, Energie und auch Landwirtschaft verfolgen jeweils das gleiche Grundschema: gute und erfolgreiche Elemente werden medial angegriffen und verteufelt sowie durch Verordnungen eine Verminderung und Verteuerung des jeweiligen Angebotes umgesetzt. Gleichzeitig wird das jeweils Ineffektivste gefördert (Rad, Solarenergie, vegane Nahrung). Strukturell sind „Wendepolitiken“ also gleich Zerstörungspolitik und gehen mit einer medial unterstützten Verdummung einher.

Da mit den Wende-Politiken erfolgreiche Techniken oder Praktiken zerstört werden sollen, die sich in der Kulturgeschichte oder unter marktwirtschaftlichen Bedingungen sehr bewährt haben, ist für die Umsetzung der Politik jeweils ein Verordnungs- und Zwangsrahmen notwendig. Aktuelle Beispiele hierfür sind das sog. „Heizungsgesetz“ und das „Wärmeplanungsgesetz“. Alle Wende-Politiken entspringen deswegen nicht einem demokratischen Diskurs. Sie wurden und werden in sog. „Denkfabriken“ strukturell vorbereitet. Von da aus gehen die Konzepte direkt in eine politische und verordnungstechnische Umsetzung und werden begleitet durch mediale Narrative. Aus diesem Grunde ist das sog- „Nudging“ oder die Verhaltenssteuerung wesentlicher Bestandteil der Wende-Politiken.

Das Agora-Netzwerk – undemokratische Politikumsetzung

Hervorragende Beispiele für dieses undemokratische Handeln sind alle Politikansätze, die in den Agora-Denkfabriken entwickelt werden. Alle Agora-Gesellschaften (zu Energie, Agrar, Verkehr, Industrie) werden unter einer Muttergesellschaft geführt und dienen direkt der Politikbeeinflussung. Eigentümer ist die Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH, die im Lobbyregister des Bundestages geführt wird. Dort stehen auch jahresweise die finanziellen Zuwendungen aufgelistet. Hierüber wird eine direkte und indirekte großvolumige Förderung durch US-amerikanische Stiftungen (Foundations) sichtbar. Diese agieren und verstärken sich untereinander. Hinter den Stiftungen/Foundations stehen US-amerikanische mega-reiche Personen oder Unternehmen ebenso wie die deutsche Mercator-Stiftung oder die Ikea-Stiftung.

Durch personelle Verknüpfungen in den sog. Räten sind die „Agoras“ und die jeweiligen Stiftungen mit aktiven oder ehemaligen Vertretern politischer Ämter, Parteien, nachgeordneten Bundes-Behörden und Instituten sowie Unternehmen vernetzt. Es ist das Ziel des Agora-Geschäftsbetriebes eine direkte Politikbeeinflussung umzusetzen.

Patrick Graichen, ehemaliger Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und ehemaliger Leiter der Agora Energiewende ist ein herausgehobenes Beispiel wie wie diese Politikbeeinflussung stattfindet

Eine Schlüsselfigur ist jedoch Rainer Baake (Grünen-Mitglied). Es war in verschiedenen Positionen in Ministerien, dem Umweltbundesamt und der Deutschen Umwelthilfe tätig. Er ist Gründer der Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH, die wiederum die verschiedenen „Agora-Denkfabrigen“ managt. Seit 2020 ist er Geschäftsführer der Stiftung Klimaneutralität, die zu 100% von der US-amerikanischen Climate Imperative Foundation  finanziert wird. Er ist also an die direkte Geldquelle gewechselt

Vernetzung schafft Gleichschaltung und unterbindet demokratische Prozesse

Über die hegemoniale Vernetzung in Politik, Administration, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur lässt sich eine Gleichschaltung zu bestimmten Themen in unterschiedlichen Handlungsfeldern bestens organisieren. Organisiert ist dies in den jeweiligen Räten der Agoras, die auf nationaler und europäischer Ebene organisiert sind. Die vierteljährlichen Sitzungen finden nicht öffentlich statt.

Durch Studien, die von den Stiftungen selbstständig oder im Auftrag von der Politik, Ministerien oder deren nachgeordneten Behörden erstellt werden, findet eine umfangreiche und thematisch sehr stark fokussierte „Politik-Beratung“ statt. Wenn man sich fragt woher bestimmte neue Begrifflichkeiten wie „industrielle Energieflexibilität“, „Kraftwerksicherheitsgesetz“ oder „Wasserstoff-Wertschöpfungsketten“ kommen – bei den Agoras und der Stiftung Klimaneutralität werden sie für die Gesetz- und Kabinettsvorlagen erfunden.

Alle Meinungsbildungsprozesse finden außerhalb demokratisch legitimierter Kreise statt. Wegen der erheblichen Kapital- und Personalkraft mit der Medieninhalte im großen Umfang generiert werden, sind die Prozesse was den Einfluss auf Politik angeht, sehr erfolgreich. Durch die Vernetzung in Behörden und Kulturbereiche wird die jeweilige Agora-Agenda auch auf sub-gesetzlicher Ebene mit der Generierung oder Änderung von Verordnungen oder Erlassen außerhalb demokratischer Willensbildungsprozessen in die Welt gesetzt und wirkmächtig. – Liebe Leser, seien Sie mit diesem Einblick herzlich willkommen im Maschinenraum von „unseredemokratie“!

Gut im Geschäft – Herr Müller von der Bundesnetzagentur

Beispielhafthaft sei hier noch auf die Tätigkeit des Leiters der Bundesnetzagentur, Klaus Müller (Mitglied der Grünen), im sog. Deutschland-Rat der Agora Energiewende hingewiesen.

Die Bundesnetzagentur ist eine formal unabhängige Behörde im Geschäftsbereich des Bundeswirtschaftsministers. Sie unterliegt seit einem EUGH-Urteil keinerlei politischen oder demokratischen Kontrolle mehr und muss „politisch unabhängig“ ihre Entscheidungen als Regulierungsbehörde treffen können. Warum nun gerade im Rahmen dieser „politischen Unabhängigkeit“ eine Mitwirkung im Beirat der Agora Energiewende möglich und sinnvoll sein soll, ist nicht nachvollziehbar.

Vielmehr ist es im Sinne des o.g. zwangsläufig notwendig, denn eine Wende-Politik kann auf Grund der mangelhaften Konkurrenzfähigkeit nur über einen Verordnungsrahmen umgesetzt werden. Hierzu dient die Verquickung von politischer „Denkfabrik“ und der Verordnungsbehörde. Es dient dazu zwischen politischer Zieldefinition und ordnungsbehördlicher Umsetzung keinen demokratischer Diskurs stattfinden zu lassen. Beispielhaft sei hier der Ordnungsrahmen der Bundesnetzagentur genannt, mit dem die Abschreibungen auf die kommunalen Gasnetze erhöht werden können. Dies ist eine ordnungsbehördliche Intervention zur Umsetzung eines politischen Ziel, dass nirgends demokratisch abgestimmt wurde.

Und zuletzt – die digitale Transformation

Als jüngstes Element der Politik-Agoras gibt es nun die Agora Digitale Transformation. Irgendetwas scheint aber an dem bisherigen Geschäftsmodellen nicht mehr so gut funktioniert zu haben. Die „neue“ Agora firmiert nun nicht mehr unter dem Dach der SEFEP gGmbH sondern wird direkt und ausschließlich von der Mercator Stiftung finanziert. Formal sitzt diese gemeinnützige (!) GmbH in Berlin, es gibt jedoch auch Einträge mit einem Sitz in Essen wo auch die Mercator Stiftung firmiert.

Was aber gut funktioniert ist der direkte Kontakt in die Politik – die Liste der MdB im Beirat umfasst u.a. jeweils wieder Vertreter der Blockparteien, zwei Staatssekretäre in Bundesministerien und auch – kein Wunder – wieder Herrn Klaus Müller (Grüne) als Leiter der Bundesnetzagentur. Der Garant für undemokratische Umsetzung von politischen Zielen, sitzt also wieder mit am Tisch.

Wenn wir uns die Ziele der Agora Digital anschauen dann macht das natürlich viel Sinn (Auszug):

– Digitaler Transformation eine starke Stimme am Kabinettstisch geben

– Mit starker Digitalagentur Transformation umsetzen

– Erfassung aller Bürgerdaten nach Digital-Only-Prinzip (heißt im Original „Once-Only-Prinzip mit Registermodernisierung ermöglichen“)

– Mit Budget die Digitale Transformation ressortübergreifend steuern

– Gesetzgebungsprozess verbessern (meint mit digitalen Prozessen aber ohne Bürgerbeteiligung).

Mit dieser Agenda kommt unverhohlen eine Gestaltungsanspruch zum Ausdruck. Dieser wird wieder konsequent im a-demokratischen Raum ohne jeglichen öffentlichen Diskurs und Bürgermitwirkung umgesetzt.

Der zuständige Bundesminister für Digitalisierung ist Herr Wissing. Beim Platzen der „Ampel-Regierung“ hat Herr Wissing ja in bemerkenswerter Schnelligkeit seine Parteimitgliedschaft in der (ehemals) freiheitlich-demokratischen Partei gekündigt um an der Digital-Transformation weiter mitwirken zu können. Mit Blick auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Agora Digital ist in der Tat jeder politische Gedanke an freiheitliche Prinzipien mehr als hinderlich.

Ausblick in das Wahljahr

Die Zeichen stehen auf Veränderungen. Das sagen zumindest die Astrologen weil Pluto nun sehr lange im Sternzeichen Wassermann steht. Das soll zuletzt zur Zeit der Französischen Revolution gewesen sein. Im diesem Jahr ist auch das 500-jährige Jubiläum der Deutschen Bauernkriege was in Bad Frankenhausen gewürdigt wird. Auch damals war dies der Beginn einer neuen Aufklärungsepoche.

Hoffen wir also das Beste. Das kann gelingen wenn die Wende-Politiken nach einer entsprechenden Wahlentscheidung der Bundesbürger eingestellt werden. Deutschland hat dann die Chance zu einer demokratischen Politik und gesellschaftlichen Diskurs zurückzukehren.




Die Klimatrolle sind Schergen der Cancel-Kultur

Uli Weber

Wir Klimaketzer stehen auch in diesem neuen Jahr 2025 als David mitten im Kampf mit dem Goliat der CO2-Klimakirche. Goliat hat alles, politische Glaubens- und Gesetzgebungsmacht, das Geld malthusianischer Menschenfreunde, die sich freiwillig übergebenden Medien und die von Sugar-Daddy finanziell ausgehaltene Wissenschaft – und wir Ketzer haben nichts, nur uns selbst (?) und das Internet. Vielleicht erinnern Sie Sich noch dunkel, in den 1970-Jahren gingen die lokalen Tageszeiten reihenweise unter und erschienen bestenfalls als Wiedergänger im Lokalteil der regionalen Presse. In den 1980-ger Jahren fand dann unmerklich eine Konzentration dieser regionalen Medien statt, von der man lange Zeit nur aus dem Impressum erfuhr. Und in den 1990-ger Jahren, als ganz plötzlich der religiöse CO2-Klimaalarm anfing, hatten wir es bereits mit eng vernetzten Medienkonzentraten zu tun. Damals machten immerhin noch nicht alle Medienorgane den aufkommenden Klimaalarm mit; der Autor glaubte damals sogar noch an den Spiegel, das Verfassungsgericht und die FDP. Einige Zeitungsverlage und Fernsehsender hielten ihre Neutralität sogar bis in die Mitte des ersten 2000-der Jahrzehntes durch. Aber dann wäre durch das Meinungsmonopol einer globalen Club-of-Rome-Elite eigentlich schon Schluss mit unabhängigen Informationswegen für kritische Bürger gewesen.

Jaja, ich weiß, was Sie sagen wollen: Das ist eindeutig eine Verschwörungstheorie!

Nun, Sie haben insofern Recht, als ich die handelnden Personen und Hintergründe gar nicht kenne, sondern nur die Konzentration unserer medialen Informationsbasis in den letzten fünfzig Jahren einigermaßen rekapitulieren kann. Dass aber Zukunftsplanungen und deren langwierige brotlose Umsetzung über mehr als ein Jahrhundert stringent umgesetzt werden können, dafür gibt es historische Beispiele. Nehmen Sie den Bergbau im Harz. Der Bergbau hat ein inverses Problem zur Seefahrt, die Seeleute haben Angst vor zu wenig Wasser, die Bergleute vor zu viel desselben. Um nun im Mittelalter mit dem Harzbergbau in größere Tiefen vordringen zu können, musste man irgendwie das Grubenwasser loswerden. Es war für die Verantwortlichen ab einem gewissen Zeitpunkt also abzusehen, dass die aktuell eingesetzte Technik zwar noch einige Zeit helfen konnte, aber irgendwann die Teufe dafür zu groß werden würde. Und jetzt kommt eine Entscheidung, die diese mittelalterlichen Bergleute weit über unsere blockparteiliche Politikerkaste erhebt: Sie sagten nicht einfach „weiter so“ und hofften auf „neue Technologien“, sondern fingen einfach an, Entwässerungsstollen für den zukünftigen Abbau von tiefer liegenden Lagerstätten aufzufahren. So wurde beispielsweise der „tiefe Julius-Fortunatus-Stolln“ im Jahre 1585 nach über 100-jahriger Bauzeit fertiggestellt. Also, wenn es um ein gutes und gesichertes Auskommen geht, dann ist der Mensch durchaus zur Verfolgung von sehr langfristigen Projekten und großen Anstrengungen in der Lage.

Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends wäre nach der oben dargestellten Entwicklung also eigentlich Schluss mit einem unabhängigen Informationsnetz gewesen, wie wir es noch aus der Bonner Republik in Erinnerung haben. Aber von den 1990-er Jahren an entwickelte sich das digitale Internet völlig unvorhersehbar und unerwartet explosiv in seinen Möglichkeiten. Mit den reichlich verteilten Maulkörben der Mediengeflechte entschlossen sich immer wieder überzeugte Journalisten zur Selbstausbeutung und dem Aufbau eines unabhängigen Informationsmediums. Und so wurde es bis heute nichts mit dem Meinungsmonopol einer globalen Club-of-Rome-Elite, aber man arbeitet natürlich weiter daran. Unabhängige Medien und unabhängige Fachleute sind ein Riesenproblem für verlogene Ideologen, denn sie stellen praktisch eine ständige Infektionsgefahr für die öffentliche Meinung dar. Da brauchte es intellektuelle Quarantänemaßnahmen, einerseits zum Schutz der „Bevölkerung“ vor dieser frevelhaften Meinung, andererseits aber auch zum Schutz von inkompetenten Quotenmensch:innen und Kompromißlösung:innen, die als Staubsaugervertreter des religiösen Klimawahns die Öffentlichkeit belästigen. Denn eine ungeschnittene mediale Live-Konfrontation mit fachkompetenten Klimaketzern würden auf Zuruf denkende Klimaschergen, verängstigte KKK&O (=Kinderklimakreuzzügler:innen plus Omas) und tiefreligiöse Science-is-Settled-Wissenschaftsjudasse niemals heil überstehen.

Sogenannte „Brandmauern“ sind doch gar keine Erfindung unserer Gegenwart!

Schon seit Jahrtausenden haben sich „Brandmauern“, die Kennzeichnung von „Fake-News“ sowie die persönliche Kontaktschuld als probates Mittel gegen unerwünschte Erkenntnisse erwiesen. Sicherlich sind diese Brandmauern früher noch sehr viel mehr Brand gewesen als heute die Mauersteine unserer Cancel-Kultur, die Worthälften dieses Begriffes dürften sich aber von jeher zu 100% ergänzt haben. Und könnten Sie Alexander den Großen, Nero oder Karl den Großen fragen – sie alle würden Ihnen gerne bestätigen, dass jegliche von ihrer maßgeblichen Meinung abweichende Aussage ganz eindeutig den sogenannten „Fake-News“ zugerechnet werden müsse. Die Cancel-Kultur und die Kennzeichnung von unerwünschten Fakten als „Fake-News“ stellen zusammen mit der voreilenden Kontaktschuld also schon einmal die erforderliche Immunisierung des denkalimentierten Teils der Öffentlichkeit sicher, denn bei diesen dringen die wohlgezielten Mainstream-Informationen ohne intellektuellen Bildungsfilter auf direktem Wege ins Hirn ein. Was passiert nun aber, wenn echte Zweifler, nicht Ketzer, freiwillig zu den Informationen gehen, und zwar ausgerechnet zu den falschen? – Dann könnte die Zahl der Klimaketzer unkontrolliert weiterwachsen und schließlich zu einer öffentlichen Erkenntniskatastrophe zulasten der einträglichen CO2-Besteuerung führen. Naja, dagegen ist seit Heiko-mit-der-Honnibrille zum Schutze „unserer Demokratie“ vor „Hass-Postings“ immerhin schon einiges geschehen. Nein, eben nicht zur Einschränkung der Meinungsfreiheit, denn das dürfen Sie ja immer noch denken – aber es reicht halt noch immer nicht aus. Und deshalb entsendet man seine Schutztruppen direkt an die Quelle solcher „Fake-News-Postings unterhalb der Strafbarkeitsschwelle“. Dabei geht es gar nicht darum, die Inhalte solcher Fake-News wissenschaftlich zu widerlegen, sondern vielmehr im Kommentarteil zu den jeweiligen Artikeln plausible Sackgassenargumente abzusondern, um den erkenntnissuchenden Lesern ein tieferes Verständnis der Inhalte zu erschweren oder gar zu verunmöglichen.

Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Herr:innen Kosch, Frölich, Gouder, Kraus, Heinemann oder Petersen, Sahla, Burger, Marvin und Deutering für die nachfolgenden Erkenntnisse über das Troll-Schema, die ich aus deren EIKE-Kommentaren abgeleitet habe:

  • Trolle tauchen in der Kommentarfunktion auf und nicht in der Autorenschaft.
  • Trolle bespielen die Palette der Sophismen und Scheinargumente.
  • Trolle wollen zerstören, sie vertreten meist gar kein eigenes Gesamtmodell, nicht mal unbedingt den Katechismus der Klimareligion.
  • Trolle greifen auch niemals das Gesamtbild an, sondern beschränken sich auf Details, um abzulenken oder ein Gesamtverständnis zu verhindern.
  • Trolle berufen sich zum Beweis ihrer Klimaverleumdungen üblicherweise auf längst widerlegte Aussagen von irgendwelchen Klimagurus oder plausiblen Falschbehauptungen.
  • Trolle sind absolut erkenntnisresistent, sie käuen selbst im Angesicht nachprüfbarer Fakten / Zusammenhänge / Widerlegungen weiterhin paternosterartig mit ihrem Unfug wider.
  • Trolle leugnen selbst nachprüfbare Fakten von EEG-nahen Bundesbehörden vehement, wenn sie dem gerade von ihnen vertretenen Argumentationsschema widersprechen.
  • Trolle vermeiden es wie der Teufel das Weihwasser, sich über Sachargumente in ein gemeinsames Ergebnis hineindrängen zu lassen.
  • Trolle setzen weinerliche Emotionen genauso als Stilmittel ein wie Frechheit oder Unverfrorenheit, wenn sie beim Trollen erwischt werden.
  • Trolle haben keinen dauerhaften Standpunkt, sie können jederzeit ihre Position wechseln und mit dem Gegenteil des andernorts gesagten weiterargumentieren.
  • Trollen ist überhaupt nichts peinlich, sie sind absolut schmerzfrei gegenüber ihren eigenen aufgedeckten Unwahrheiten und machen einfach klimaprofessionell weiter.
  • Und bei einem dieser Trolle habe ich den Eindruck, er sei ein hinterhältiger CORREKTIV-ling.

Mein Dank geht aber auch an die nachfolgend ungenannt gebliebenen Personen, die ebenfalls zu den dargestellten Erkenntnissen beigetragen haben, ohne dass ich sie deswegen gleich als Volltrolle bezeichnen würde: Einer von ihnen leidet am Heller‘schen Leugnersyndrom, ein anderer ist durch altersbedinge Klimaerweichung gehandikapt, einem weiteren ist die bisher beste Insiderbeschreibung des Dieter-Bohlen-Problems gelungen und der letzte hat immerhin ganz gesittete Klimanieren.

Am Ende spielen diese Feinheiten für das Publikum auf den Rängen allerdings keinerlei Rolle, denn es geht ja allein um deren tieferes Verständnis. Und vor welchem Hintergrund dieses Verständnis nun gestört wird, ist im Ergebnis völlig egal.

So, und da ist dann noch ein ganz besonderer Problemfall weit oberhalb des gemeinen Klimatrolls, der die oben aufgezeigte Troll-Klaviatur wie kein Zweiter beherrscht, und bei dem ich mich ausdrücklich nicht bedanke. Obwohl dieser Saboteur an der Sache der Klimaketzer von vielen Kommentatoren als Wissenschaftsguru verehrt wird, hatte dieser niemals versucht, seine Kenntnisse den Wissenssuchenden konstruktiv mit eigenen populärwissenschaftlichen Artikeln zu vermitteln. Vielmehr setzt er seine physikalischen Kenntnisse und sein historisches Wissen in den Naturwissenschaften grundsätzlich nur ein, um die Öffentlichkeit zu blenden, fremde Artikel und deren Autoren zu diskreditieren sowie EIKE dauerhaft mit abgrundtiefem Hass zu überziehen. Wie diese Person überhaupt in den Ruf kommen konnte, auf Seiten der Klimaketzer zu stehen, ist mir völlig schleierhaft, insbesondere vor dem Hintergrund seiner nachfolgend abgebildeten E-Mail vom 22. März 2020:

Abbildung: E-Mail von Dr. Gerhard Kramm, gesendet: Sonntag, 22. März 2020 19:16 an einen seiner üblichen Haßmail-Verteiler

Betreff: EIKE und die Gemeinnuetzigkeit, Anlagen: eike_gemeinnuetzigkeit.pdf

Anmerkung: Bei hysterischem Krammgezeter beachten Sie bitte dessen „Confidentiality Warning“

Die Artenvielfalt bei Internet-Trollen reicht also von Hobby-Trollen, die sich vom Frust ihrer Mitmenschen ernähren, über Profi-Trolle, die gezielt unerwünschte Erkenntnisse angreifen, bis hin zu Hass-Trollen, die unliebsame Personen und Institutionen existenziell verfolgen. Kowatsch und Döhler (t) hatten die Klimaketzer vor geraumer Zeit aufgefordert, sich auf ihren ganz persönlichen Wegen (sprich: mit ihren eigenen Erkenntnissen) zum gemeinsamen Ziel (nach Rom) aufzumachen und sich nicht durch Plänkeleien untereinander davon abbringen zu lassen; und nicht nur Klimatrolle hatten sich über diese Aufforderung eher amüsiert.

Aber wenn Du Dich, o Klimaketzer, im Jahre des Herrn 2025 trotzdem auf Deinen einsamen Weg nach Rom begeben willst, dann solltest Du vielleicht noch einmal rechtzeitig über das bekannte afrikanische Sprichwort, „Wenn Du Deinen Feind nicht finden kannst, dann suche im Schatten Deiner Hütte“, nachdenken – und auf Deinem Weg nach Rom Deinen Feind dann im Schatten Deines Zeltes, Deiner Herberge oder Deines Hotels suchen…

 




Falsch, Forbes und NBC, der Klimawandel ist nicht das Ende der Weißen Weihnachten

H. Sterling Burnett

Forbes und NBC News gehörten zu den Medien, die Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag schlecht getimte Artikel veröffentlichten, in denen behauptet wurde, dass durch den Klimawandel das Ende des Schnees an Weihnachten drohe. Das ist falsch. Trotz der in der Vergangenheit von unzähligen Mainstream-Medien aufgestellten wiederholten Behauptungen über das „Ende des Schnees“ zeigen die Daten, dass die Schneemengen in den letzten Jahrzehnten insgesamt relativ stabil geblieben sind, wobei der Schnee, wenn überhaupt, früher fällt, während er gegen Ende der Saison mit einem etwas früheren Einsetzen des Frühlings abnimmt. Die allgemeinen Schneetrends sind praktisch unverändert, und weiße Weihnachten sind so häufig oder selten wie seit der kleinen Eiszeit vor den späten 1800er Jahren, als die Winter aufgrund rein natürlicher Faktoren kälter waren.

Der Forbes-Artikel vom ersten Weihnachtstag „Will Climate Change End the Dream of a White Christmas?“ und die NBC-Geschichte vom Heiligabend „How climate change is making white Christmas a rare event“ waren sowohl irreführend als auch besonders schlecht terminiert. Irreführend, weil Schneefall und Schneedecke an oder um Weihnachten herum nicht selten werden, und schlecht terminiert, weil selbst als die Geschichten liefen, New York City und Boston, neben anderen Gebieten an der Ostküste, ihre ersten weißen Weihnachten seit Jahren erlebten, mit mehr als 1 cm bzw. 10 cm Schnee auf dem Boden in den beiden Städten. Damit nicht der Eindruck entsteht, dies beweise, dass Schnee zu Weihnachten an diesen Orten immer seltener vorkommt, sei darauf hingewiesen, dass Schneefall und Schneedecke in beiden Städten Weihnachten relativ selten sind, da sie am Atlantik liegen, der die Temperaturen in der Region mildert.

[Gleiches gilt natürlich auch für West- und Mitteleuropa! A. d. Übers.]

In irreführender Weise beklagte Forbes das Verschwinden des Schnees:

Seit Generationen hat die Verlockung einer weißen Weihnacht die Fantasie der Menschen auf der ganzen Welt beflügelt, ein Phänomen, das in Liedern und Filmen verewigt wurde. Doch mit dem globalen Temperaturanstieg infolge des Klimawandels rückt die Möglichkeit von schneebedeckten Dezembertagen in vielen Regionen immer weiter in unerreichbare Ferne. Jüngste Daten offenbaren die erschreckende Wahrheit, dass der Klimawandel die Winter umgestaltet, und die Auswirkungen gehen weit über die Ästhetik der Feiertage hinaus.

Nach Angaben der NASA ist die durchschnittliche Temperatur der Erde seit dem späten 19. Jahrhundert um etwa 1,1 °C gestiegen, wobei der größte Teil der Erwärmung in den letzten 40 Jahren stattgefunden hat. Die Winter, die früher durch lange Schneefälle gekennzeichnet waren, werden immer kürzer und milder.

Weder Forbes noch NBC sind die ersten, die behaupten, dass der Klimawandel das Ende des Schnees bedeutet. Leider werden sie, was die Integrität der Medien betrifft, wahrscheinlich nicht die letzten sein, die solche falschen Behauptungen aufstellen. Die New York Times, CNN und der Daily Telegraph haben solche Behauptungen bereits aufgestellt, ebenso wie andere Verbreiter falscher Klimanachrichten. Climate Change Weekly und Climate Realism, zum Beispiel hier, hier und hier, haben solche Behauptungen in den letzten Jahren entlarvt.

Hätten Forbes und NBC nicht nur auf den leichten Temperaturanstieg geschaut, um über den Rückgang des Schnees zu spekulieren, sondern stattdessen die langfristigen Schneedaten des Rutgers Global Snow Lab untersucht, hätten sie herausgefunden, dass die Schneebedeckung in der nördlichen Hemisphäre in den letzten 50 Jahren der moderaten Erwärmung zugenommen hat:

Die inzwischen eingestellte Website Cold Weather Report hat während ihres Betriebs die Anzahl der Schneerekorde in den Vereinigten Staaten und weltweit in den letzten Jahren detailliert aufgelistet. Electroverse* hat eine noch längere, kontinuierliche Erfolgsbilanz bei der Berichterstattung über ungewöhnlich schwere Kälte- und Schneeereignisse und die damit verbundenen Schäden. Forbes und andere Mainstream-Medien machen sich anscheinend nicht die Mühe, die auf Seiten wie diesen besprochenen Rekorde zu überprüfen, bevor sie ihre jährlichen, saisonalen, irreführenden und alarmierenden Klimawandelgeschichten über das Ende des Schnees veröffentlichen.

[*Aus dieser Website stammen die Informationen in den „Kältereports“. A. d. Übers.]

Bei Climate at a Glance unter der Rubrik Snowpack: NASA-Satelliten haben seit den 1980er Jahren eine leichte Zunahme der Schneedecke in Nordamerika, Europa und der gesamten nördlichen Hemisphäre gemessen:

In manchen Herbst-, Winter- und Frühjahrsmonaten werden niedrigere Temperaturen und mehr Schnee zu verzeichnen sein als in anderen, in manchen wird das Gegenteil der Fall sein, nämlich höhere Temperaturen und weniger Schnee, aber auf lange Sicht gibt es keinen Trend zu einem Rückgang der Schneefälle, der Schneedecke oder der Schneeausdehnung während der jüngsten Periode der mäßigen Erwärmung. Glaubwürdige Nachrichtensender sollten über diese Tatsache berichten, anstatt zu versuchen, Alarm zu schlagen und Klimamaßnahmen zu ergreifen, die auf einem falschen Narrativ über das Ende der Weißen Weihnachten basieren.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://climaterealism.com/2025/01/wrong-forbes-and-nbc-climate-change-isnt-ending-white-christmases/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkungen des Übersetzers zu diesem Beitrag: Mit „Weißer Weihnacht“ sind natürlich nur die Gebiete gemeint, in denen das potentiell möglich ist. In Australien beispielsweise dürfte es niemals eine Weiße Weihnacht geben! Außerdem: Es muss in diesem Zusammenhang immer wieder betont werden, dass eine „Weiße Weihnacht“ eigentlich eine Erfindung von wem auch immer ist. Zu Jesu‘ Geburt in Bethlehem kann es nicht Winter gewesen sein und kein Schnee gelegen haben – wie sonst hätten (laut Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium) die Hirten auf dem Felde ihre Herden hüten können? In Bethlehem, das auf rund 1000 m Seehöhe liegt, gibt es in fast jedem Winter teils massiv Schnee wie auch ganz aktuell wieder.

 




Kältereport Nr. 02 / 2025

Christian Freuer

Vorbemerkung: Diesmal gibt es Meldungen aus vielen Teile der Nordhemisphäre, der Schwerpunkt Ost- und Südasien ist zwar noch vorhanden, aber auch in den USA und vor allem in UK geht es jetzt ziemlich zur Sache. Wir hier in Mitteleuropa stehen da wieder am Rande, dafür dürfte es jetzt bei uns mindestens zwei Wochen lang „Dunkelflaute“.

Meldungen vom 6. Januar 2025:

Erneut Schnee in der Sahara

Bereits den zweiten Winter in Folge hat seltener Schnee Teile der Sahara-Wüste bedeckt.
Am Neujahrstag schneite es in Ain Sefra, Algerien, und überraschte die Bewohner des „Tors zur Sahara“.

Der Fotograf Karim Bouchetata hat die Szene mit den weiß bestäubten Dünen festgehalten:

Der Schnee im Zuge eines Kaltluftvorstoßes von Europa her ist eine seltene Anomalie in der größten heißen Wüste der Welt, in der die Temperaturen im Sommer regelmäßig über 40 Grad steigen. Die Höhenlage von Ain Sefra ermöglicht zwar gelegentlich Schneefälle, aber diese treten in der Regel nur alle 10 Jahre auf – umso bemerkenswerter sind zwei aufeinanderfolgende Jahre mit Schneefall.

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Unter –30°C in Europa; heftige Schneefälle

Die Kältewelle in Europa war in der Tat heftig, mit Temperaturen, die unter -30°C sanken, und Schnee bis zu 100 cm.

Laut einem Bericht [frei zugänglich] von The Connexion, der sich auf Météo France beruft, sanken die Temperaturen am Samstag im Jura auf außergewöhnliche -33,9 °C, als Frankreich einen der kältesten Tage seiner Geschichte erlebte. Der in der Gemeinde Mignovillard gemessene Wert kam dem nationalen Rekord von -36,7 °C nahe, der am 13. Januar 1967 im nahe gelegenen Mouthe (Doubs) aufgestellt worden war.

Was die Alpen betrifft, so wird die bereits beeindruckende Wintersaison 2024-25 noch beeindruckender: Auf den französischen, deutschen, österreichischen und schweizerischen Gipfeln fallen weitere Schneemengen, und es werden noch VIEL mehr folgen – ebenso wie in Spanien, Skandinavien und den Balkanländern (siehe weiter unten).

Der skandinavische Schnee hat bereits ein Ausrufezeichen gesetzt. In Skistua in Trondheim, Norwegen, wurden in den letzten sieben Tagen (29. Dezember bis 5. Januar) 81 cm Schnee gemessen. Nur drei „ Schnee-Ereignisse “ in der Geschichte waren größer, wobei der Spitzenwert von 1 Meter gehalten wird, der zwischen dem 27. Januar und dem 1. Februar 1958 gefallen war. Dieses Jahr scheint diese Marke zu übertreffen.

„In weiten Teilen von UK schneit es ununterbrochen, so dass der Strom ausfällt, Autofahrer gestrandet sind und Flüge gestrichen wurden.

Schottland steht kurz davor, einen 15-jährigen Schneerekord zu brechen, und es gibt keine Anzeichen für ein Nachlassen. Bis Sonntag hatten die Wetterkarten im Norden fünf aufeinander folgende Schneetage aufgezeichnet, und die Vorhersagen deuten darauf hin, dass bis zum 10. Januar noch weitere folgen werden.

Laut Netweather könnte dies der kälteste Januaranfang seit 2010 werden, als in weiten Teilen Großbritanniens in den ersten beiden Wochen des Jahres Schnee lag.

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Rekord-Kälte in den USA

Ein Vorstoß arktischer Luftmassen hat am Wochenende die Vereinigten Staaten erreicht. Der Schneesturm zieht nun nach Osten und wird in vielen Bundesstaaten rekordverdächtige Kälte, Schneestürme und weitreichende Behinderungen mit sich bringen. Rund 63 Millionen Amerikaner stehen unter Winterwarnungen, und die Behörden warnen vor lebensbedrohlichen Bedingungen.

Dieser kälteste Sturm seit 2011 hat Teile von Nebraska, Missouri und Kansas mit einer Schneedecke von weit über 30 cm bedeckt und 150.000 Haushalte ohne Strom gelassen. Louisville, Kentucky, brach mit 20 cm Schnee an einem einzigen Tag einen 113 Jahre alten Rekord. Und in Kansas City gab es den stärksten Schneefall seit Jahrzehnten mit einer Gesamtschneehöhe von mehr als 35 cm.

„Dies ist einer der stärksten Stürme, die Kansas City je erlebt hat“, sagte Bürgermeister Brian Platt. „Trotz tagelanger Vorbereitungen ist die schiere Intensität überwältigend“.

Außergewöhnliche Kälte herrscht in weiten Teilen der USA, und zwar bis in den Süden von Texas und Florida. In North Carolina erwachten die Bewohner am Sonntag in schneebedeckten Vierteln – ein außergewöhnlicher Anblick für die Region.

Der NWS spricht bereits vom „schwersten Schneesturm seit über einem Jahrzehnt für Teile der Ebenen und des Mittleren Westens“, aber die Behörden warnen, dass es noch lange nicht vorbei ist. Es wird erwartet, es in dieser Woche in vielen Gebieten weitere 45 cm Schnee bringen wird, angetrieben von Winden mit 70 km/h.

Hier kann sich Cap Allon einen weiteren Seitenhieb auf die MSM nicht verkneifen:

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China: Seltener Schneefall in der Region Tashkurgan

In der Stadt Tashkurgan in Chinas westlicher Region Pamir Xinjiang hat es in den vergangenen zwei Tagen stark geschneit.

Die Schneehöhe überstieg 13 cm, was nach lokalen Berichten den stärksten Schnee in der jüngeren Geschichte der Region bedeutete.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-snow-sweeps-sahara-desert-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 7. Januar 2025:

In UK Frost bis –13,3°C

Die bisher kälteste Nacht des Winters wurde in UK verzeichnet, wobei die Temperaturen in Nordschottland auf -13,3 °C sanken (Daten des Met Office):

Der Tiefstwert wurde am Loch Glascarnoch, einem Stausee in den schottischen Highlands, in den frühen Morgenstunden des Montags gemessen. Schulen in Aberdeenshire, den Highlands und Moray mussten wegen Schnee und Eis geschlossen werden.

Im letzten Winter sank die Temperatur im Highland-Dorf Dalwhinnie bis auf -14°C. Es wird erwartet, dass dieser Tiefstwert im Laufe der Woche noch übertroffen wird, wenn von Mittwoch bis Freitag eine noch kältere Luftmasse nach UK eindringt. Die Meteorologen rechnen nicht mit Temperaturen von -20°C oder darunter in den Highlands, was die niedrigsten Temperaturen in Großbritannien seit 1982 bedeuten würde.

Während sich der Winter verschärft, bleibt UK fest im Griff der eisigen Kälte. Auch die Schneefälle lassen nicht nach, und für weite Teile des Landes gelten derzeit Warnungen:

Wetterwarnungen für Dienstag, den 7. Januar [Met Office]

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Weiterhin Zustrom arktischer Luftmassen in den USA

Ein weiterer Vorstoß von Luft arktischen Ursprungs fegt über die USA hinweg. Erbricht Rekorde hinsichtlich Schnee und Temperatur. Es kam in weiten Regionen zu bitterer Kälte, darunter auch in Gebieten, die an solche Bedingungen nicht gewöhnt sind.

Am stärksten betroffen waren die Staaten östlich der Rocky Mountains, wo die Temperaturen bis zu 20 Grad unter den jahreszeitlichen Durchschnitt fielen. In den nördlichen Ebenen und im Mittleren Westen herrschte eisige Kälte, und selbst in den südlichen Staaten wie Florida und Texas gab es seltenen Frost.

Viel Schnee bedeckte Gemeinden im ganzen Land und sorgte für schwierige Bedingungen, Stillstand und Geisterstädte.

In Washington, D.C., fielen seltene 15 cm Schnee, so dass Bundesbehörden und öffentliche Schulen geschlossen wurden. In Annapolis, Maryland, gab es die stärksten Schneefälle an einem Tag seit Jahrzehnten, mit Anhäufungen von fast 5 cm. In Delaware und im südlichen New Jersey fielen ebenfalls fast 5 cm Schnee, während Regionen wie Lee Center, New York, unter mehr als 1,5 m Schnee begraben wurden und ganze Städte lahm legten.

In Louisville, Kentucky, fielen rekordverdächtige 18 cm Schnee und übertrafen damit einen Jahrhunderte alten Rekord, während Topeka, Kansas, unter 37 cm Schnee begraben wurde und damit die historische Schneemenge von 1962 übertraf. Auch Cincinnati, Ohio, bricht alte Rekorde:

[10,7 inch = 27 cm; 10,5 = 26 cm; 9,5 = 24 cm]

Die Temperaturen stürzten auf „lebensbedrohliche Tiefstwerte“.

Im Nordosten wurden an der Küste Temperaturen bis -15 °C gemessen, während in den zentralen Ebenen ähnlich extreme Bedingungen herrschten, mit Tiefstwerten von weit unter -18 °C. Sogar in Städten an der Golfküste, darunter Jacksonville und Tallahassee in Florida, wurden Tiefstwerte um -1°C registriert – ein seltenes Phänomen, das die ungewöhnliche Reichweite der arktischen Luftmasse unterstreicht.

Während sich Millionen von Menschen nach Rekordschneefällen ausgraben und mit anhaltender Kälte zurechtkommen müssen, vertritt der Mainstream absurderweise den Standpunkt, dass die immer extremeren Frostperioden des Winters auf den menschlichen Wohlstand, d.h. die CO₂-Emissionen, d.h. die globale Erwärmung zurückzuführen sind.

Seine Schlussbemerkung dazu:

Auch wenn das Klimasystem nahezu unendlich komplex ist, gibt es eine Gewissheit:

Erwärmung ist NICHT gleich Abkühlung.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/uk-shivers-at-133c-8f-flawed-data?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 8. Januar 2025:

Hier zunächst wieder eine Meldung auf dem Alarmisten-Blog wetteronline.de bzgl. der Schneefälle in den USA.

Weiter geht es mit den Meldungen von Cap Allon:

Kaschmir: Kälte fordert Todesopfer

Kaschmir erlebt einen gnadenlosen Winter, in dem Schnee und klirrende Kälte sowohl Schönheit als auch Härte mit sich bringen.

Die Nachttemperaturen sind auf historische Tiefstwerte gesunken. In Srinagar wurde mit -8,5 °C die kälteste Dezembernacht seit fast einem Jahrhundert gemessen, und in Gulmarg herrschten -13 °C. In Shopian lagen die Nächte tagelang um die -10°C.

Die Kälte hat sich als tödlich erwiesen. Am Sonntag sind fünf Mitglieder einer Familie in Gingle, Uri, erstickt, nachdem sie einen Gasofen benutzt hatten, um sich warm zu halten. Ihr Tod unterstreicht die Gefahren des Frostes, der auch die Wasserleitungen gefrieren ließ und Zehntausende von Haushalten ohne Strom ließ.

„Wir haben seit Tagen eingefrorene Rohre“, sagte Irshad Ahmad aus Srinagar. „Moderne PPR-Rohre sind bei dieser Kälte unbrauchbar.“

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Rekord-Frost in Pakistan

Im benachbarten Pakistan hat der Chefmeteorologe Sardar Sarfaraz vom Meteorologischen Dienst des Landes (PMD) davor gewarnt, dass eine heftige Kältewelle bevorsteht, die die Temperaturen auf rekordverdächtige Tiefstwerte sinken lässt.

In einem Gespräch mit den Lokalnachrichten bezeichnete Sarfaraz die derzeitige Kältewelle als beispiellos. Die Temperaturen sinken in den einstelligen Bereich, wo sie voraussichtlich mindestens bis Mitte Januar bleiben werden. Er betonte, dass dieser Winter bereits alle Rekorde gebrochen hat.

Eine neue Welle polarer Luft, die in dieser Woche eintrifft, wird die Kälte in den nächsten 10 oder mehr Tagen noch verstärken, insbesondere in Belutschistan und Khyber Pakhtunkhwa.

Die nördlichen Regionen Indiens werden nach wie vor von starken Schneefällen heimgesucht, die in einigen Gebieten bis zu 30 cm Neuschnee bringen können.

Das PMD hat die Bürger dringend aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, da sich das Land auf eine „ längere extreme Kälteperiode “ einstellt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/kashmirs-cold-kills-record-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 9. Januar 2025:

Norden von UK: Vorbereitung auf –20°C

Schottland macht sich auf den härtesten Frost seit Jahrzehnten (vielleicht sogar seit jeher) gefasst. Für die Nacht zum Donnerstag werden in den Highlands Temperaturen unter -20 °C vorhergesagt.

Für Dalwhinnie in der Nähe der Cairngorms wird eine Temperatur von -18 °C vorhergesagt, und in Altnaharra könnten die Temperaturen unter -20 °C sinken. Dies wäre die niedrigste Januartemperatur, die in UK seit 2010 gemessen worden ist. Wird dieser Wert überschritten, könnte dies der kälteste 9./10. Januar seit 1982 sein. (Der landesweite Januar-Rekordtiefstwert liegt bei -27,2 °C in Braemar, Aberdeenshire, ebenfalls 1982).

The Science“ behauptet, dass die Wintertemperaturen in UK im Laufe des Jahrhunderts steigen werden, wobei die Wahrscheinlichkeit, einen extrem kalten Winter zu erleben, laut einer bekannten Studie von derzeit 6 % auf nur 0,6 % im Jahr 2100 sinkt. Nach gängiger Mathematik und Logik müsste es im Jahr 2100 in UK nur noch alle 167 Jahre einen strengen Winter geben, was sehr weit hergeholt erscheint.

Seit dem Jahr 2000 hat das UK mehrere extreme Winter erlebt, darunter den strengen Winter 2009-10 und das „Biest aus dem Osten“ von 2017-18. Auch die Rekordwinter 2010-11 und 2012-13 sollten nicht unerwähnt bleiben.

Selbst dieser Winter (2024-25), also ein Viertel des Jahrhunderts, erweist sich als sehr kalt. Zugegeben, es ist noch zu früh, aber bis zum 7. Januar zeigt der MEZ-Rekord einen Wert von nur 3 °C an. Das sind 0,8 °C weniger als in der Kälteperiode 1961-1990 (die das Met Office immer noch anführt) und liegt auf einer Stufe mit den Januarwerten der Jahre 1659, 1670, 1675, 1677, 1693, 1712, 1713 und 1719.

Abwarten, ob es wirklich so kommt…

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Finnland: Frost bis –38,9°C

Finnland verzeichnete vor kurzem die bisher niedrigste Temperatur der Saison: Die Wetterstation in Tulppio im östlichen Lappland registrierte am Mittwoch um 3:40 Uhr morgens -38,9 °C.

Die gleiche Station in Tulppio hatte zuvor am 16. Dezember mit einer Temperatur von -38,2 °C den Kälterekord für diesen Winter aufgestellt.

Temperaturen unter -40 °C sind in der Geschichte Finnlands, insbesondere in Lappland, zwar selten, aber nicht beispiellos. Die bisher tiefste Temperatur des Landes ist nach wie vor sicher: Sie wurde am 28. Januar 1999 in Kittilä, Lappland, mit -51,5 °C gemessen.

Der Frost in dieser Woche wurde von starkem Schneefall begleitet, und das Finnische Meteorologische Institut (FMI) warnte vor gefährlichen Fahrbedingungen im Osten des Landes.

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Und wieder Indien: Kälte in Madya Pradesh

Wie ein Großteil Indiens hat auch der zentrale Bundesstaat Madhya Pradesh den kältesten Januar seit Jahren hinter sich.

In Pachmarhi wurde kürzlich eine Temperatur von 0,2 °C gemessen, und in Bhopal wurde mit 3,6 °C der tiefste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht. Allein für neun Bezirke in Madhya Pradesh wurde ein Kältetage-Alarm ausgerufen, und eisige Winde wehten über 20 Regionen, darunter Gwalior und Morena.

Heftige Winde aus den nördlichen Gebieten von Jammu und Kaschmir und Himachal Pradesh haben die Kälte aufgrund der massiven Schneeansammlungen noch verstärkt. Die Meteorologen sagen für den gesamten Januar anhaltende „Kältetage“ voraus.

Madhya Pradesh bereitet sich wie viele andere indische Bundesstaaten auf einen langen Winter vor, vor allem im Norden, wo heute Morgen (9. Januar) in Zojila bemerkenswerte -31 °C gemessen wurden; in Drass wurden -24,8 °C gemessen; in der Deosai-Ebene wurden Bodentemperaturen von -50 °C gemessen, was zu den niedrigsten jemals gemessenen Werten gehört, und in Rangdum in Zanskar wurden -33 °C gemessen.

Das sind mit Schnee ausgekleidete Täler im Himalaya, wobei das Gegenteil eines UHI auftritt. A. d. Übers.

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Stärkste Schneefälle in südlichen US-Staaten seit Jahren erwartet

Von Donnerstag bis Sonntag erwarten die Gebiete von Texas bis zu den Carolinas den ersten großen Wintersturm seit Jahren. Es wird erwartet, dass die Auswirkungen des Sturms bis nach Neuengland reichen werden, einschließlich der Regionen, die bereits Anfang dieser Woche betroffen waren.

Auch hier: Abwarten, ob es so kommt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/uk-braces-for-20c-4f-ideology-above?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 10. Januar 2025:

Irland: Warnung vor extremer Kälte ausgeweitet

Irland befindet sich nach wie vor in einer extremen Kältewelle. Bis Freitagmorgen gilt für 15 Bezirke die Warnung „Status Orange“ für extrem niedrige Temperaturen und Eis.

Die Temperaturen werden im größten Teil des Landes unter -5 °C sinken, mit weiterem Schnee im Nordwesten. Met Éireann warnt vor strengem Frost, Glatteis und gefrierendem Nebel, der die Straßen tückisch macht. Autofahrer und Fußgänger werden dringend zur Vorsicht aufgefordert.

Sally Gap in Wicklow am 9. Januar [Brendan Bernie]

Granard, Co Longford, verzeichnete am Donnerstag einen Tiefstwert von -8,2°C, die tiefste Temperatur in Irland in dieser Woche. In Mullingar, Co Westmeath, sank die Temperatur auf -7,5°C, in Athenry, Co Galway, auf -7°C.

In Nordirland wird weiterhin vor Schnee und Eis gewarnt, während sich UK auf Tiefstwerte bis -20 °C einstellen muss.

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Rekord-Schneefälle in Teilen Japans

In Japan hat es in dieser Saison stark geschneit, und in vielen Präfekturen gab es die größten Schneemengen seit Jahren.

In Shirakawa-go, einer UNESCO-Welterbestätte, die für ihre traditionellen Gassho-Zukuri-Bauernhäuser bekannt ist, fielen in weniger als drei Tagen 110 cm Schnee, was einer Gesamtschneehöhe von 186 cm entspricht.

In Anbetracht der Prognosen, die noch mehr davon erwarten lassen, ist das Dorf auf dem besten Weg, den bisherigen monatlichen Schneerekord von 280 cm aus dem Jahr 2006 zu brechen.

In anderen Regionen sind weitaus größere Mengen gefallen…

Derzeit liegt in 16 Gebieten Japans eine Schneedecke von mehr als 300 cm, in zwei sogar mehr als 400 cm, nämlich in den Niigata-Orten Charmant und Arai mit 410 cm bzw. 431 cm.

Japan ist eingeschneit, von Kyoto bis Yamagata:

Link: https://electroverse.substack.com/p/irelands-extreme-cold-warnings-extended?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 03 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 10. Januar 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE