Nach der Dunkelflaute kommt die Hellbrise

von Fritz Vahrenholt

Wie die untenstehende Grafik zeigt, sind die globalen Mitteltemperaturen im Dezember weiter gefallen. Die durchschnittliche Erwärmung der letzten 40 Jahre betrug 0,15 Grad Celsius pro Jahrzehnt, das entspräche 1,5 Grad in 100 Jahren.

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Nach der Dunkelflaute kommt die gefährlichere Hellbrise
Im November und Dezember hat Deutschland die Erfahrung gemacht, was einem Stromversorgungssystem passiert, wenn es sich auf Solarstrom und Windenergie verlässt und regelbare Kohle- und Kernkraftwerke abstellt. Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind ausbleibt und dadurch der Strom knapp wird, steigen die Preise exorbitant. Eine solche Dunkelflaute kann uns im Januar oder Februar noch einmal oder mehrfach erwischen.
Doch schlimmer als die Dunkelflaute ist die Hellbrise: Blauer Himmel, Sommermittagssonne und ein leichter Wind über Deutschland. Durch den Zubau an Photovoltaik in den letzten 2 Jahren um 30 000 MW ist die Kapazität des Solarstroms auf 96 000 MW angestiegen, ein Großteil davon nicht abstellbar. Was passiert, wenn der Strombedarf in Deutschland – etwa an einem Feiertag- deutlich kleiner ist, sagen wir 40 000 MW? Es droht der Zusammenbruch der Versorgung, weil die zu hohen Einspeisungen die Frequenz im Stromnetz über netzschädliche 50,2 Hz hinausschiessen lässt. Aber Robert Habeck wollte diesen Wahnsinnsanstieg. Sein unreflektiertes Credo:
bringt uns schon in diesem Sommer in die Blackout-Zone.
Amani Jonas, Geschäftsführer des Stromhändlers CFP Flexpower beschreibt diese Gefahr in einem aufsehenerregenden Artikel im Photovoltaik-Magazin „pv magazine“:
„An Ostersonntag 2025 sinkt die Stromnachfrage während der Mittagsstunden auf etwa 40 Gigawatt, während Solaranlagen auf Dächern allein bis zu 34,2 Gigawatt produzieren. Zusammen mit 8 Gigawatt konventioneller Must-Run-Kapazität und weiteren 11,7 Gigawatt aus netzgekoppelten erneuerbaren Energien, die nicht abgeregelt werden, ergibt sich ein Gesamtangebot von 53,9 Gigawatt. Viel zu viel Strom ist im Netz. Selbst bei einem optimistischen Export von 8 Gigawatt bleibt ein Überangebot von 5,9 Gigawatt bestehen, was der Leistung von fünf Kernkraftwerken entspricht… Dies könnte zu gravierenden Netzproblemen führen, darunter ein Anstieg der Netzfrequenz, Abschaltungen von Photovoltaik-Wechselrichtern, Schäden an Maschinen und potenzielle Brownouts, besonders in solarreichen Regionen wie Südbayern.
Ein Brownout ist ein regionaler Blackout, der durch Abkoppeln der betroffenen Region vom übrigen Netz einen bundesweiten Blackout vermeiden soll. Der Artikel im Photovoltaik-Magazin (!) fordert schnelle Notlösungen, etwa die Sondervergünstigen für Dachanlagen wie Befreiung von Netzentgelten, Mehrwertsteuer, und Stromsteuer sofort abzuschaffen, damit der Ausbau von nicht steuerbaren Dachanlagen zum Erliegen kommt. „Die Politik ist gefordert“ heisst es wie ein Hilferuf im Artikel im Photovoltaik-Magazin. Haben Sie, lieber Leser, etwas von den Irrungen der Photovoltaik-Energiewende in den Wahlprogrammen von SPD, CDU oder Grünen gelesen, die ja die Regierungsbildung unter sich ausmachen werden?
Im SPD-Programm heißt es auf Seite 30:
„Wir bekennen uns klar zu den Klimazielen für Deutschland und die EU. Wir müssen den  Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzen und nach Möglichkeit auf den 1,5-Grad-Pfad führen. Wir unterstützen den europäischen Green Deal, damit Europa der erste klimaneutrale Kontinent wird. Eine Abschwächung der erreichten Errungenschaften ist mit uns nicht zu machen. Unsere Wirtschaft braucht Planungssicherheit. Beschlossene Gesetze werden wir umsetzen. Wir wissen um unsere Vorreiterrolle und werden daraus einen Vorteil für unser Land, unsere Menschen und den Standort Deutschland machen.“(Hervorhebung durch den Verf.)
Mit anderen Worten: Der bisherige Kurs wird unbeirrt fortgesetzt. Man wüsste gerne, wie Deutschland mit einem Anteil von 1,5 % an der CO2-Emission der Welt (der jährliche Zuwachs in China ist größer als die Gesamtemission Deutschlands mit 583 Mio. t CO2) die Durchschnittstemperatur auf 1,5 oder 2 Grad Celsius begrenzen kann. Solange man die dystopische Über- und Unterproduktion von Solar- und Windenergie als Errungenschaft feiert, heisst das: Wir halten an unserer Vorreiterrolle fest, auch wenn wir unseren Wohlstand opfern, weil es um die Rettung der Welt geht. Ähnliches hatten wir schon von Greta Thunberg gehört.
Ostern ist nach der Wahl. Und dann kommt Pfingsten mit noch höherer Solarstromproduktion und ebenfalls geringem Strombedarf. Den gesamten Sommer wird Deutschland zittern müssen, wenn nicht endlich eine Bundesregierung mit der Kettensäge durch das Dickicht der falschen Energiepolitik fährt, die uns Wohlstand und Arbeitsplätze kostet und für den Fall der Hellbrise uns weltweit der Lächerlichkeit preisgibt. Die Welt wird fragen: Wie konnte dieses Land unter einer CDU-Kanzlerin und einem SPD-Kanzler so kaputtgemacht werden?
Nur wenige Stromversorger veröffentlichen Daten über das Ausmaß des sich anbahnenden Abschaltdramas wie die Netzampel von Avacon oder hier das Bayernwerk. Das Bild zeigt die Abschaltung von Grünstromanlagen im April 2024. Dieses Jahr wird es noch heftiger. Je dunkelroter die Farbe, umso häufiger mußten Solar- und Windkraftanlagen abgeschaltet werden. Wohlgemerkt, das betrifft nur die abschaltbaren Solarfelder und Windparks. Die Dachanlagen speisen weiterhin ungesteuert ins Netz, egal ob der Strom gebraucht wird oder nicht.
Zur Grafik : Abschaltungen von Solarfeldern und Windparks im Bereich des Bayernwerks im April 2024 (Dunkelrot heißt 290 Stunden Abschaltungen im Monat, Grün: keine Abschaltungen)
Wie konnte es soweit kommen ?
Durch eine beispiellose Überförderung von Dachanlagen ist es Robert Habeck gelungen, den jährlichen Ausbau von Solaranlagen von 5260 MW in 2020 über 7480 MW in 2021, 14630 MW in 2023 auf 15900 MW in 2024 hochzuschrauben, so daß wir jetzt insgesamt 96.000 MW Solarkapazität in Deutschland haben. Davon sind zwei Drittel Dachanlagen, die in der Regel nicht gesteuert oder abgeschaltet werden können. Bei einem maximalen Stromverbrauch in Deutschland von etwa 85.000 MW erkennt man, dass hier etwas aus den Fugen geraten ist. 4 Millionen Hauhalte profitieren von der auf 20 Jahre festgelegten Einspeisevergütung. Wer lediglich einspeist, bekommt 12,09 €ct/kWh Festvergütung. Wer erzeugten Strom selbst verbraucht, bekommt für den eingespeisten Strom nur 8,11 €ct/kWh. Damit wäre die Anlage unrentabel. Der Eigennutzer spart aber nicht nur die Stromsteuer, die Mehrwertsteuer sondern auch die Netzgebühr. Das sind insgesamt 17 €ct/kWh, nach Schätzung von Amani Jonas etwa 5 Milliarden € pro Jahr. Die geschenkten Netzkosten tragen die Haushalte ohne Solardächer. Natürlich nutzen Eigennutzer auch die Netze. Eine angebliche Netzentlastung durch die Eigennutzer findet aber nicht statt, denn die Netze müssen auch für die Spitzenzeiten ausgelegt sein, in denen der Solardachbesitzer so wie jeder andere Strom ziehen will, z.B. in der Nacht oder im Winter.
Auch neuere Anlagen mit Speichersystemen erhöhen diese unbezahlten Kosten noch weiter, da der Eigenverbrauch weiter steigt. Auch zum Glätten der Solarstromerzeugung tragen die Heimspeicher kaum etwas bei, wie Prof. Hirth von der Hertie School in Berlin nachgewiesen hat: Zum Zeitpunkt der höchsten Sonneneinstrahlung am Mittag seien die Batterien bereits vollgeladen – und fallen als Instrument der Netzstabilisierung aus.
Die Dach-Photovoltaik (PV) ist nach wie vor die teuerste Stromerzeugungsform. Eine PV- Dachanlage ist mehr als doppelt so teuer wie eine Freiflächenanlage gleicher Größe. Das zeigt auch der Vergleich der Einspeisetarife: Freifläche 5,5-5,9 €ct/kWh, Dachanlage 12,09 €ct/kWh.Trotzdem wurden die Rahmenbedingungen von der Bundesregierung so gesetzt, dass es zu einem unkontrollierten Solarboom auf Dächern kam, dessen Folgen die Sicherheit des Stromnetzes und damit wir alle in den nächsten Jahren zu spüren bekommen.
Dass auch die Freiflächenphotovoltaik nicht problemlos ist, zeigen die hohen Pachtpreise, die die Goldgräber der Solarprojekte den Landwirten zu zahlen bereit sind. Mit 5.000 € pro Hektar Fläche verdrängen Solarprojekte die Landwirte, die diese hohen Pachtpreise nicht erwirtschaften können aus der landwirtschaftlichen Produktion. Der durchschnittliche Pachtpreis für landwirtschaftliche Nutzungen liegt bei 274 € pro Hektar. Diese Flächenverknappung (bis zu 4 %) trifft eine landwirtschaftliche Produktion, die ohnehin mit der Flächenverknappung durch Biogas (9 % der Fläche) und Naturschutzstillegungen (10 %) belastet wird.
Wie entwickeln sich die Erdgaspreisen?
Die Erdgaspreise haben in den letzten Wochen den höchsten Stand des Jahres erreicht. Die Kappung der russischen Pipelines durch die Ukraine hat zu Engpässen in Österreich Ungarn, Tschechien und der Slowakei geführt, die nun auf Nachschub aus den Nachbarländern angewiesen sind. Der Preis stieg im Jahresvergleich um 35 %. Daher leeren sich zur Zeit die Speicher in Deutschland und Europa in höherem Tempo als in den letzten Jahren. Europaweit sind die Speicher nur noch zu 69,7 % gefüllt, vor einem Jahr waren es noch zum gleichen Zeitpunkt 84,5 %. Der Füllstand der ukrainischen Gasspeicher beträgt nur noch 15 %. Im Zweifel wird die Ukraine von Europa aus versorgt werden müssen, wenn es zu keiner kurzfristigen Befriedung des Ukraine-Kriegs kommen sollte, da die Ukraine in hohem Maße von russischen Erdgasimporten abhängig war.
Bemerkenswert ist jedoch die von den Gasmärkten antizipierte weitere Entwicklung der Gaspreise. Danach sollen sie in diesem Jahr nicht weiter steigen und im nächsten Jahr sogar zurückgehen. Nach meiner Einschätzung gehen die Märkte davon aus, dass es zu einem Kriegsende in der Ukraine kommen wird. Die Ankündigung Donald Trumps, den Krieg zu beenden, hat bereits die Märkte beeinflusst. Sie gehen wohl davon aus, das Friedensgespräche zum Ukrainekrieg die russischen, aber auch osteuropäischen Interessen nach einer Wiederaufnahme des Gashandels berücksichtigen werden. Es ist sogar davon auszugehen, dass Putin auch die Wiederbelieferung der noch intakten Nord-Stream Pipeline in die Gespräche einführen wird.
Die langfristige Gasversorgung Europas ist im übrigen durch den Fall des Assad-Regimes um eine Option reicher geworden. Assad hatte sich auf Druck Russlands jahrelang geweigert, einer Pipeline von Katar, vom größten Erdgasfeld der Welt, South Pars, in die Türkei durch Syrien zuzustimmen. Jetzt werden diese Pläne von der Türkei und Katar auf die Tagesordnung kommen, wodurch Katar, der größte Gasproduzent der Welt, zukünftig sein Erdgas zu günstigeren Konditionen als auf dem LNG-Wege nach Euopa transportieren kann. Dafür muss allerdings die 1500 km lange Pipeline durch Syrien erst mal gebaut werden. Es wird interessant werden, wie sich die Interessen der USA, Russlands, der Türkei und Katars im Nahen Osten und in der Ukraine in der nächsten Zeit ausbalancieren werden.
Vor dem Hintergrund des weltweiten Aufschwungs der Gasmärkte ist die Absicht der bisherigen Bundesregierung, die Gasleitungen bis 2045 stillzulegen (siehe meinen Newsletter vom September) und die Abschreibungszeiträume von Gasleitungen auf 20 Jahre zu verkürzen, als ziemlich tölpelhaft einzuschätzen.
Das Schlimme ist, dass die CDU, die den Kanzler stellen wird, daran bislang nichts zu ändern gedenkt. Friedrich Merz hält am Ziel der jetzigen Bundesregierung, Deutschland bis 2045 CO2-neutral zu machen, fest. Der Energieversorger der CDU-regierten Stadt Mannheim, MVV, stellt den Bürgern bereits das Gas im Jahre 2035 ab.
Ich wünsche Ihnen ein gutes, neues Jahr 2025
Ihr
Fritz Vahrenholt



Michael Mann nach langwierigem Rechtsstreit verurteilt, über 530.000 Dollar zu zahlen

Cap Allon

Nach 13 Jahren gerichtlicher Auseinandersetzungen wurde Michael E. Mann, der für sein absurdes „Hockeyschläger“-Klimamodell und allgemeine Verschleierungstaktiken bekannt ist, zur Zahlung von 530.820,21 Dollar an Anwaltsgebühren und Kosten an National Review verurteilt.

Dies ist der erste Fall, in dem Mann dazu verurteilt wurde, die finanzielle Verantwortung für seinen langwierigen Rechtsstreit mit Kritikern zu übernehmen.

Hintergrund

Mann reichte 2012 eine Klage gegen Mark Steyn, National Review und das Competitive Enterprise Institute (CEI) wegen Verleumdung aufgrund von Kritik an seiner Klimaforschung ein. Die Beklagten beantragten zunächst die Abweisung der Klage aufgrund der Anti-SLAPP-Bestimmungen (Strategic Lawsuit Against Public Participation), die die freie Meinungsäußerung in Angelegenheiten von öffentlichem Interesse schützen sollen. Der Antrag wurde jedoch von Richterin Natalia Combs-Greene abgelehnt, die aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung mit komplexen Fällen das Verfahren verzögerte. Ein zweiter Richter bestätigte die Entscheidung, wodurch der Fall weiter verzögert wurde.

Steyn, der unbedingt weitermachen und seinen Namen reinwaschen wollte, beantragte ein von seinen Mitangeklagten getrenntes Verfahren, die bis zum Obersten Gerichtshof der USA Berufung einlegten. Mann lehnte dies ab, wodurch sich der Fall über Jahre hinzog. Während dieser Zeit erreichte National Review, dass zwei Klagen gegen sie in der Berufungsinstanz abgewiesen wurden, und zog sich schließlich nach der Offenlegung der Beweise aus dem Fall zurück, da es an einer Abstimmung mit Steyn mangelte. CEI zog sich ebenfalls zurück und überließ Steyn und Rand Simberg (dem ehemaligen Autor von CEI) den Kampf gegen Mann allein.

„Eine Schande für den Berufsstand“ Die Wissenschaftler der Welt, in ihren eigenen Worten, über Michael E. Mann, seinen Hockeyschläger und ihren Schaden für die Wissenschaft Band I [Zusammengestellt und herausgegeben von Mark Steyn]

Jüngste Entwicklungen

Im Januar 2024 kam es zur Verhandlung zwischen Steyn und Simberg, bei der mehrere wichtige Anträge gestellt wurden. Unter anderem verlangte Mann unter Berufung auf Anti-SLAPP-Bestimmungen Anwaltskosten von Steyn. In der Zwischenzeit stellte National Review einen Gegenantrag auf Erstattung ihrer Anwaltskosten nach demselben Gesetz.

In dieser Woche erließ der DC Superior Court zwei Urteile:

1. Manns Antrag auf Erstattung der Anwaltskosten von Steyn wurde abgelehnt.

2. Mann wurde angewiesen, National Review über eine halbe Million Dollar an Anwaltskosten zu zahlen.

Implikationen

Die Urteile stellen eine bedeutende Veränderung in einem Fall dar, der oft als Beispiel für „lawfare“ kritisiert wird – der Einsatz von Rechtsmitteln zur Unterdrückung der öffentlichen Debatte. Nach der amerikanischen Regel tragen die Kläger im Allgemeinen ihre eigenen Prozesskosten, es sei denn, es gelten Ausnahmen wie die Anti-SLAPP-Gesetze.

Mit diesem Beschluss wird Mann zum ersten Mal für die finanziellen Kosten seiner Klage zur Rechenschaft gezogen.

Schwebende Verfahren

Mehrere Anträge nach der Verhandlung sind noch nicht entschieden, darunter:
– Steyns Antrag auf Herabsetzung des Strafschadensersatzes in Höhe von 1 Million Dollar, der seiner Meinung nach verfassungswidrig ist.

– Ein Antrag auf ein neues Verfahren aufgrund von Manns angeblicher Präsentation falscher Daten vor den Geschworenen.

– Ein Antrag auf Sanktionen gegen Mann wegen der Vorlage der umstrittenen Beweise.

Dieser Fall unterstreicht die ätzende Natur von Michael Manns Taktik, die Gerichte zu instrumentalisieren, um seine Kritiker zum Schweigen zu bringen, während er sich seit über einem Jahrzehnt der Verantwortung entzieht. Die Frage, wer seinen kostspieligen juristischen Kreuzzug finanziert hat, bleibt ebenfalls unbeantwortet und wirft einen Schatten auf die Integrität seiner Beweggründe. Waren es ideologisch ausgerichtete Spender, zwielichtige Gönner oder etwas anderes?

Trotz seines scheinheiligen Auftretens als „Verteidiger der Wissenschaft“ entlarven Manns Handlungen ihn als kleinlichen, prozesssüchtigen Opportunisten, dem es mehr darum geht, abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen und seinen aufgeblasenen, von den Medien aufgebauten Ruf zu bewahren, als sich an einem wissenschaftlichen Diskurs zu beteiligen.
Dieses Urteil zwingt ihn endlich dazu, einen Teil der finanziellen Last seiner Rachekampagne zu tragen.

Zuerst verlor Michael Mann seinen Prozess gegen Dr. Tim Ball, und jetzt scheint er auch seinen Prozess gegen Mark Steyn zu verlieren – einen Mann, der durch den Prozess am Boden zerstört wurde und seither im Rollstuhl sitzt.

Mann kann das Gummiband der Realität nicht dehnen, ohne dass es irgendwann zurückschnappt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/kashmirs-cold-kills-record-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

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Zum gleichen Vorgang gibt es auch einen Beitrag auf WUWT, dessen Übersetzung püberprüft werden kann und der deswegen hier angefügt wird:

ENDLICH muss Mann zahlen…

Anthony Watts

Wie SteynOnline.com kürzlich berichtete, wurde Michael E. Mann, der für seine umstrittene „Hockeyschläger“-Grafik und sein Auftreten als Rechtsverdreher bekannt ist, dazu verurteilt, persönlich zu den Gerichtskosten seines langwierigen Prozesses gegen Mark Steyn, National Review und das Competitive Enterprise Institute (CEI) beizutragen. Dieser Fall, der vor über einem Jahrzehnt eingeleitet wurde, hat aufgrund seiner Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit und die wissenschaftliche Debatte große Aufmerksamkeit erregt.

Ursprünglich hatte Mann ausgesagt, dass er seine Klagen nicht persönlich finanziert hatte, so dass die Quellen seiner finanziellen Unterstützung unklar blieben. Zu Beginn des Verfahrens wurde ein Anti-SLAPP-Antrag – der darauf abzielt, Klagen zu verhindern, die darauf abzielen, den öffentlichen Diskurs zum Schweigen zu bringen – von Richterin Natalia Combs-Greene abgelehnt, deren Hauptfachwissen in Streitigkeiten zwischen Vermietern und Mietern liegt. Diese Entscheidung wurde von einem späteren Richter bestätigt, was die Bemühungen der Verteidigung erschwerte.

Um eine Lösung zu finden, plädierte Steyn für einen sofortigen Prozess, um seinen Namen reinzuwaschen, reichte Gegenklagen ein und beantragte die Trennung von seinen Mitangeklagten. Mann widersetzte sich jedoch diesem Schritt, was zu einer Aussetzung des Verfahrens führte, während das Berufungsverfahren bis zum Obersten Gerichtshof der USA ging. Während dieser Zeit veröffentlichte Steyn eine Zusammenstellung von Kritiken von über 100 Wissenschaftlern, die Manns Arbeit, insbesondere die Methodik hinter dem „Hockeyschläger“-Diagramm, in Frage stellten.

Im Laufe der Zeit konnte National Review erreichen, dass einige Anklagen in der Berufungsinstanz abgewiesen und die übrigen Anklagen nach einer Untersuchung fallen gelassen wurden. Obwohl National Review beträchtliche Mittel von Unterstützern aufbrachte, um Steyn zu verteidigen, distanzierte sich das Blatt schließlich und gab an, Steyn habe unabhängig gehandelt. Auch CEI zog sich mit ähnlichen Argumenten aus dem Verfahren zurück und überließ Steyn und CEI-Autor Rand Simberg das Feld allein.

Schließlich reichte National Review einen Antrag auf teilweise Erstattung der Anwaltskosten von Mann gemäß dem Anti-SLAPP-Gesetz ein. Das jüngste Urteil, das Mann dazu verpflichtet, einen Teil der finanziellen Belastung persönlich zu tragen, stellt eine kleine, aber bedeutende Wende in dem langwierigen Rechtsstreit dar. Ich begrüße dieses Urteil sehr!

Aber aufgrund der Vorgeschichte wird er wahrscheinlich versuchen, sich aus der Sache herauszuwinden, wie er es nach dem verlorenen Rechtsstreit mit Dr. Tim Ball getan hat. Mann hat in der Vergangenheit dreimal verloren, jetzt ist es das vierte Mal.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/01/09/mann-finally-has-to-pay/

Beides Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Ist Windenergie billiger als Gas?

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

OFFSHORE-WINDENERGIE VS. GAS?

Was ist billiger – Offshore-Windenergie oder Gas?

Wir scheinen uns immer im Kreis zu drehen, wenn wir diese Frage diskutieren! Politiker und die Windkraftlobby beziehen sich immer auf die offiziellen, zuletzt vom BEIS im Jahr 2023 veröffentlichten Kosten und beziehen dabei oft unehrlicherweise die Kohlenstoffpreise in die Kosten der Gasverstromung ein, obwohl es sich dabei um eine STEUER und nicht um KOSTEN handelt.

Andere weisen darauf hin, dass man nicht einfach die nivellierten Kosten vergleichen kann, da sie die indirekten Kosten nicht berücksichtigen, die mit intermittierenden erneuerbaren Energien verbunden sind, insbesondere die Notwendigkeit, für Standby-Kapazitäten zu zahlen.

Der einzig gültige Vergleich besteht darin, die GESAMTKOSTEN der Windenergie mit den BRENNSTOFFKOSTEN von GuD-Kraftwerken zu vergleichen. Letztere müssen natürlich auch im Standby-Betrieb vollständig bemannt und gewartet werden, so dass diese Kosten im Wesentlichen fix sind. Die einzigen zusätzlichen Kosten, die bei der Stromerzeugung anfallen, sind die Kosten für den Brennstoff selbst.

Die folgende Analyse basiert vollständig auf den Annahmen, die in dem oben erwähnten BEIS-Bericht über die Stromerzeugungskosten verwendet wurden, sowie auf anderen offiziellen Daten.

Im Jahr 2023 lieferte die Gaskraft 101 TWh, ein Drittel des gesamten Stroms in Großbritannien.

Die jüngsten mittleren Prognosen der Regierung für den Gaspreis liegen bei etwa 70 Pence/Therm, das sind 24 £/MWh. Bei einer Brennstoffeffizienz von 53 % entspricht dies 45 £/MWh erzeugter Elektrizität oder 4,5 Mrd. £ pro Jahr.

Kommen wir nun zur Offshore-Windenergie.

Die BEIS-Kostenberechnungen gehen von Kapitalkosten in Höhe von £ 2.200/kW aus – das ist das obere Ende der Spanne, was angesichts des massiven Anstiegs der in der CfD-Auktion vom letzten Sommer angebotenen Preise realistischer ist. Um 101 TWh zu erzeugen, bräuchten wir 26 GW an neuen Offshore-Windkapazitäten, was mehr ist, als wir derzeit haben. Das ergibt Gesamtkapitalkosten von 57 Milliarden Pfund.

Hinzu kommen die Betriebskosten der Offshore-Windenergie, die das BEIS auf 19 Pfund/MWh schätzt.

Über eine Lebensdauer von fünfzehn Jahren belaufen sich die Betriebs- und Kapitalkosten also auf 86 Milliarden Pfund. Die Kosten für Erdgas zur Erzeugung der gleichen Strommenge würden sich im gleichen Zeitraum auf 67 Mrd. £ belaufen.

Selbst dann sind die Kosten für die Windenergie zu niedrig angesetzt, denn wir sollten die Kosten für den Netzausbau hinzurechnen, die auf über 100 Milliarden Pfund geschätzt werden, oder zumindest den entsprechenden Anteil für die zusätzlichen 26 GW.

Wir wissen, dass die bereits im Netz befindliche Windenergie erheblich mehr kostet als die optimistischen Berechnungen des BEIS. Aber selbst wenn man diese für neue Windparks zugrunde legt, ist klar, dass GuD-Anlagen viel billiger sind.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/01/07/is-wind-power-cheaper-than-gas/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




„Mysteriöser Vulkan“ identifiziert, der die globalen Temperaturen 1831 um fast 1 Grad Celsius senkte

Leslie EastmanLegal Insurrection

Wenn ich über den Klimawandel schreibe, weise ich oft darauf hin, dass Vulkane erhebliche Auswirkungen auf das globale Klima haben können.

Vor kurzem wurde ein neues Beispiel aufgedeckt: Ein „mysteriöser Vulkan“, der 1831 ausbrach und das Klima der Erde erheblich abkühlte, wurde schließlich als Zavaritskii auf der Insel Simushir identifiziert, die zum Archipel der Kurilen zwischen Russland und Japan gehört.

Diese Eruption war eine der stärksten des 19. Jahrhunderts und setzte enorme Mengen an Schwefeldioxid in die Stratosphäre frei. Diese Emissionen führten zu einem Rückgang der jährlichen Durchschnittstemperaturen der nördlichen Hemisphäre um etwa ein Grad Celsius.

Die Herausforderung bei der Lokalisierung des Vulkans war seine abgelegenen Lage.

Während das Jahr dieses historischen Ausbruchs bekannt war, war der Ort des Vulkans nicht bekannt. Forscher haben dieses Rätsel vor kurzem gelöst, indem sie Eisbohrkerne in Grönland entnommen und durch die Schichten der Kerne in die Vergangenheit geblickt haben, um Schwefelisotope, Aschekörner und winzige vulkanische Glasscherben zu untersuchen, die zwischen 1831 und 1834 abgelagert worden waren.

Mithilfe von Geochemie, radioaktiver Datierung und Computermodellierung, um die Flugbahnen der Partikel zu kartieren, konnten die Wissenschaftler den Ausbruch von 1831 mit einem Inselvulkan im nordwestlichen Pazifik in Verbindung bringen, wie sie am Montag in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences berichteten.

Vor den Erkenntnissen der Wissenschaftler war der letzte bekannte Ausbruch des Zavaritskii im Jahr 800 v. Chr. erfolgt.

„Bei vielen Vulkanen auf der Erde, vor allem in abgelegenen Gebieten, wissen wir nur sehr wenig über ihre Eruptionsgeschichte“, sagte der Hauptautor der Studie, Dr. William Hutchison, ein leitender Forscher an der School of Earth and Environmental Sciences der Universität St. Andrews in UK.

„Zavaritskii befindet sich auf einer extrem abgelegenen Insel zwischen Japan und Russland. Niemand lebt dort, und die historischen Aufzeichnungen beschränken sich auf eine Handvoll Tagebücher von Schiffen, die diese Inseln alle paar Jahre passierten“, so Hutchison in einer E-Mail an CNN.

Um den Vulkan zu finden, verglichen die Forscher die Chemie mikroskopisch kleiner Aschesplitter aus Eisbohrkernen in Grönland mit Proben aus der Zavaritskii Caldera. Sie stellten eine perfekte Übereinstimmung fest.

„Die Suche nach der Übereinstimmung hat lange gedauert und erforderte eine intensive Zusammenarbeit mit Kollegen aus Japan und Russland, die uns Proben schickten, die vor Jahrzehnten von diesen entlegenen Vulkanen gesammelt worden waren“, sagt Hutchison.

„Der Moment im Labor, als wir die beiden Aschen zusammen analysierten, eine aus dem Vulkan und eine aus dem Eiskern, war ein echter Heureka-Moment. Ich konnte nicht glauben, dass die Zahlen identisch waren. Danach habe ich viel Zeit damit verbracht, das Alter und die Größe des Ausbruchs in den Aufzeichnungen der Kurilen zu erforschen, um mich wirklich davon zu überzeugen, dass die Übereinstimmung echt war.“

In der Zwischenzeit hat die jüngste vulkanische Aktivität am Berg Dofan in Äthiopien große Besorgnis ausgelöst und zu Evakuierungen in der Umgebung geführt.

Hunderte von Menschen in einem ländlichen Teil Äthiopiens, 165 km nordöstlich der Hauptstadt Addis Abeba, haben ihre Häuser in Panik verlassen, da ein nahe gelegener Vulkan Anzeichen eines möglichen Ausbruchs gezeigt hat, sagte ein örtlicher Chef dem BBC-Dienst Afaan Oromoo.

Der Rauch, der am Donnerstag gegen 17:00 Uhr Ortszeit (14:00 Uhr GMT) vom Berg Dofan aufstieg, „reicht sehr hoch“, sagte Sultan Kemil.

In einem Video, das das Äthiopische Geologische Institut auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat, sind Dampf und Trümmer zu sehen, die aus dem Berg schießen.

In den letzten Wochen gab es mehr als ein Dutzend seismische Ereignisse im Awash Fentale – einem erdbebengefährdeten Gebiet in der äthiopischen Region Afar.

Die seismische Aktivität ist Teil der laufenden geologischen Prozesse im Great Rift Valley, wo neue ozeanische Kruste entsteht.

Ich persönlich bin gespannt, wie die Öko-Aktivisten das Rifting mit den SUVs in Verbindung bringen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/01/05/mystery-volcano-that-lowered-global-temperatures-nearly-2-degrees-fahrenheit-in-1831-identified/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Fiedler vs. Ganteför: Ist Klimaschutz nur Politik? || Streitgespräch

Ist Klimaschutz wirklich nur Politik – oder steckt mehr dahinter? In diesem kontroversen Streitgespräch treffen zwei gegensätzliche Perspektiven aufeinander: Fiedler und Ganteför diskutieren über die wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Aspekte des Klimaschutzes. Eine spannende Debatte, die zentrale Fragen zur Rolle der Klimapolitik in unserer Gesellschaft beleuchtet.