Wasserstoff wird jetzt noch grüner!

Von PETER WÜRDIG |

Welche Farbe hat Wasserstoff? Nun, wenn es richtig knallt, und das kommt bei Wasserstoff häufig vor, und wenn sich dann der Rauch verzieht, dann sieht es erst mal grau aus. Tatsächlich ist Wasserstoff unsichtbar und hat also überhaupt keine Farbe. Nun wird Wasserstoff seit Jahrzehnten in der chemischen Industrie in beträchtlichen Mengen verwendet. Dieser Wasserstoff wird aus Erdgas hergestellt und dabei fällt auch CO2 an, und das ist den Klima-Gläubigen ein Dorn im Auge, deshalb hat man dem Wasserstoff politische Farben zugeordnet.

Der als „grün“  bezeichnete Wasserstoff ist dann nur der, der durch Elektrolyse von Wasser erzeugt wird, wobei dann nur Strom aus sog. „erneuerbaren Energien“ verwendet werden darf. Die Versuche zu diesem Zweck hat man auch schon relativ früh gestartet, nämlich im Jahre 2004 auf der Insel Utsira (Norwegen). Da sollten damals zehn Haushaltungen versorgt werden, entweder mit Windstrom direkt oder, wenn der Wind nicht weht, über eine Brennstoffzelle oder einen mit Wasserstoff betriebenen Generator.

Diesem Versuch habe ich in meinem Film „Drei Inseln / drei Pleiten“ ein Kapitel gewidmet. Allerdings gab es technische Probleme, und die Kosten waren so hoch, dass man schon nach zwei Jahren alle Anlagen wieder abgebaut hat. Die beteiligten Firmen (u.a. Enercon aus Niedersachsen) machen seitdem einen großen Bogen um diese Insel.

Das grundsätzliche Verfahren, dass man die Lücken in der Versorgung, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, durch gespeicherten Wasserstoff ausgleichen will, ist nach wie vor die herrschende Idee der Energiewende. Allerdings ist immer noch völlig ungeklärt, wo man die benötigten Mengen an grünem Wasserstoff herbekommen kann.

Wenn schon grüner Wasserstoff knapp ist, stellt sich die Frage, kann man den nicht noch grüner machen? Für Ideen dieser Art haben wir ja die EU, und darüber berichtet jetzt die Nordwest-Zeitung. Wörtlich heißt es: „EU-Vorgaben sorgen für hohe Kosten für grünen Wasserstoff“. Nach den Vorgaben, die sich die Bürokratie in Brüssel ausgedacht hat (RED II-Richtlinie), müssen Unternehmen den benötigten Strom fast vollständig über individuell ausgehandelte Stromlieferverträge, sogenannte „Power Purchase Agreements (PPAs)“, aus Erneuerbaren Energien (EE) beziehen.

Für Wasserstoff-Elektrolyseure, die ab 2028 in Betrieb gehen, dürfen diese nur mit neuen Wind- oder Solaranlagen abgeschlossen werden, die keine Förderung erhalten haben. Man sieht, in Brüssel lebt man wohl in der Utopia? Der Ansatz, den Wildwuchs an Subventionen einzudämmen, ist ja lobenswert, aber auch nach über 20 Jahren der Bemühungen um eine Energiewende gibt es in Deutschland (und in der EU) nicht eine einzige Wind- oder Solaranlage, die nicht von Subventionen lebt.

Weiter heißt es bei der EU-Vorgabe: „Zudem darf ab 2030 der Wasserstoff nur noch stündlich genau dann produziert werden, wenn auch die EE-Anlage Strom produziert.“ Auch das ist völlig unrealistisch, denn der Sinn der Wasserstoff-Produktion war ja gerade der, dann auf Wasserstoff auszuweichen, wenn Strom gerade nicht mehr abgenommen werden kann. Beides gleichzeitig zu schaffen, Strom und Wasserstoff zu produzieren, übersteigt die Möglichkeiten der EE-Anlagen bei weitem.

Man hat den Blick für die Realitäten vollkommen verloren. Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender des Oldenburger Energiekonzerns EWE, warnt, die aktuellen Vorgaben der EU für „grünen“ Wasserstoff würden die Produktion um mehr als 50 Prozent verteuern. Allerdings,  niemand weiß heute, wie teuer der grüne Wasserstoff auch schon ohne diese Vorgaben werden wird. Aus all diesen Regelungen und Bemühungen wird nur eines klar, auf die Wasserstoff-Wirtschaft werden wir wohl noch lange waren müssen, falls die denn jemals kommt.

 




Der Aktionskreis Energie und Naturschutz (AKEN) e.V. und der Deutsche Arbeitgeberverband e.V. u.a. haben einen Offenen Brief an CDU/CSU-Führungskräfte geschrieben

Sehr geehrter Herr Dr. Merz, sehr geehrter Herr Dr. Söder,

sehr geehrter Herr Dr. Linnemann, sehr geehrter Herr Huber,

sehr geehrter Herr Spahn, sehr geehrter Herr Dr. Lenz,

 

im Anhang darf ich Ihnen den Offenen Brief des Aktionskreis Energie und Naturschutz AKEN e.V. sowie des Deutscher Arbeitgeberverband e.V. zuleiten. Wir machen uns große Sorgen, ob die Union bis zur Bundestagswahl die Größe der Herausforderung begreift, die Energiepolitik so weit umzugestalten, dass die deutsche Wirtschaft wieder überlebensfähig wird.

Im Kern geht es darum, dass die Politik ein Design-to-cost-Programm für die Energiepolitik gestaltet. Nach unserer Auffassung ist die Union die einzige Kraft, der dies derzeit zuzutrauen ist.

Wir schreiben Sie an (Kopie an die MIT-Bundesvorsitzende), weil Sie als Vorsitzende, Generalsekretäre und energiepolitisch Zuständige in besonderem Maße die Verantwortung für die grundsätzlichen Weichenstellungen in der Energiepolitik tragen.

Den Brief werden wir ab Montag auch öffentlich breit bekanntmachen, um Ihnen den notwendigen Rückenwind für politische Veränderungen zu erzeugen.

Gerne tragen wir auch weiterhin dazu bei, volkswirtschaftlich und umweltpolitisch sinnvolle Regelungen in der Energiepolitik zu gestalten.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Björn PetersOffener_Brief

 




Geister-Wetterstationen in Großbritannien? Mehr als ein Drittel nicht existent

Der Journalist Ray Sanders behauptet, dass 103 der 302 Wetterstationen in Großbritannien nicht existieren. Die britische Wetterbehörde führt allerdings dennoch Daten von ihnen auf. In einem offenen Brief bittet Sanders den zuständigen Minister um Stellungnahme.

Von Maurice Forgeng

Die Basis aller Klimaprognosen sind mehr oder weniger langfristig dokumentierte Messwerte von Wetterstationen. Durch sie lassen sich vergangene Entwicklungen, aber auch mögliche Trends der zukünftigen lokalen Temperaturen ermitteln. In Summe der Daten von vielen Messstationen erstellen Meteorologen zudem nationale und internationale Trends.

Doch was ist, wenn viele dieser Grunddaten nicht stimmen – oder gar erfunden sind? Das behauptet der Journalist Ray Sanders zu den Messwerten in Großbritannien.

Seiner Recherche zufolge sollen 103 der insgesamt 302 Wettermessstationen im Vereinten Königreich überhaupt nicht existieren. Dennoch liefern sie offizielle Daten, die auf der Website der nationalen Wetterbehörde jedem zur Verfügung stehen.

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Der britische Wetterdienst hat für Großbritannien 302 Standorte von Messstationen auf seiner Website aufgelistet. Foto: Bildschirmfoto/MET Office

Nach seiner Recherche teilte Sanders seine Erkenntnisse mit dem Abgeordneten Peter Kyle, Staatssekretär für Wissenschaft, Innovation und Technologie, und der Öffentlichkeit in einem offenen Brief.

Dungeness: Wetterstation am Kernkraftwerk?

Sanders spricht darin von „erheblichen Ungenauigkeiten und potenziellen Falschdarstellungen von harten Daten“, die die Wetterbehörde erstellt hat.

Als erstes konkretes Beispiel nennt der Journalist den Standort Dungeness. Dieser befindet sich südöstlich von London. Die Wetterbehörde gibt zu jedem der 302 aufgeführten Standorte von Messstationen die Standortkoordinaten ein. Laut den Lagedaten von Dungeness soll diese Wetterstation genau auf dem Komplex eines Kernkraftwerks sein.

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Der angebliche Standort einer Wetterstation soll laut den Koordinaten des britischen Wetterdienstes auf dem Dach eines Kernkraftwerks sein. Foto: Bildschirmfoto Google Maps

Durchaus könnten die Koordinaten eine gewisse Ungenauigkeit enthalten. Die Wetterstation „Dungeness Power Station“ wird auch auf dem Portal „windfinder.com“ angezeigt. Demnach befände sich der Standort der Messstation rund 500 Meter westlicher als gemäß der Angabe der Wetterbehörde, direkt an einer Straße vor einem anderen Gebäude. Auch hier ist auf dem Luftbild weder an der Straße noch auf dem Gebäude eine Wetterstation zu erkennen.

Die britische Wetterbehörde listet auf ihrer Webseite jedoch gesammelte Wetterdaten von 1961 bis 2020 auf. Sanders schreibt in seinem offenen Brief:

Es gibt jedoch KEINE Wetterstation in Dungeness – sie wurde 1986 geschlossen, also vor 38 Jahren. In diesen letzten 38 Jahren gab es keine Beobachtungen, also wurden in Dungeness keine Daten aufgezeichnet. Alle Zahlen sind wissenschaftlich konstruiert.“

Die nächstgelegenen, in Betrieb befindlichen Wetterstationen der Wetterbehörde seien mehr als 40 Kilometer von Dungeness entfernt.

Sanders: Vier von acht Stationen in Kent nicht existent

Zudem erwähnte Sanders, dass er bei seiner Recherche mehrfach bei der Wetterbehörde angefragt hat, um genauere Informationen über die Wetterstationen zu bekommen. Er berichtete im offenen Brief: „Von den 302 genannten Standorten existieren über ein Drittel (103) NICHT. Das Met Office lehnte es ab, mir mitzuteilen, wie oder woher die angeblichen ‚Daten‘ für diese 103 nicht existierenden Standorte genau stammen.“

In seiner Heimatgrafschaft Kent bezeichnete Sanders neben Dungeness noch drei weitere Standorte als nicht existent. Diese seien Folkestone, Dover und Gillingham. Somit sollen in Kent bei vier von insgesamt acht Messstationen die Werte frei erfunden sein. Alle vier fragwürdigen Standorte „liefern unterschiedliche ‚Durchschnittswerte‘“.

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Meteorologen: Nicht existierende Wetterstationen beeinflussen Klimapolitik

Hunderte Wetterstationen in den USA sind nicht mehr aktiv, liefern aber dennoch auf wundersame Weise Daten.

Der britische Blog „The Daily Sceptic“ bestätigte, dass keine dieser vier Stationen in der Liste der Standorte der Wetterbehörde mit einer Klassifizierung der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) aufgeführt ist. Diesbezüglich erwähnte Sanders, dass die Wetterbehörde ihm mitteilte, ihre eigenen Überwachungsstandards für die Stationen zu verwenden. Allerdings habe sie nicht plausibel erklärt, warum sie die WMO-Standards außer Kraft setzt.

Sanders stellte in dem Brief die Frage: „Woher soll ein vernünftiger Beobachter wissen, dass die Daten nicht echt sind und einfach von einer Regierungsbehörde ‚erfunden‘ wurden?“

Standort Dover mitten am Strand

Ebenso fragwürdig ist die ebenfalls in der Grafschaft Kent befindliche Wetterstation in Dover. Die Standortangabe ist direkt am Strand, nur wenige Schritte vom Meer entfernt, wie das folgende Foto zeigt. Als Höhenlage ist auf der Seite der Wetterbehörde „null Meter über dem mittleren Meeresspiegel“ angegeben.

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Der Strand von Dover. An der Markierung soll sich die Wetterstation befinden. Foto: Bildschirmfoto Google Maps

Es erscheint unwahrscheinlich, dass eine wissenschaftliche Organisation eine Wetter- und Temperaturmessstation an einem Ort aufstellt, der regelmäßig von einem temporär ansteigenden Meeresspiegel überflutet wird.

Des Weiteren erwähnte Sanders den Standort Lowestoft. Wenn man auf der Seite der Wetterbehörde hierzu auf „Daten anzeigen“ klickt, würden alle Zahlen ab 1914 mit einem Sternchen versehen. Dies weise darauf hin, dass es sich um „geschätzte“ Zahlen handelt. Doch auch diese Station ist bereits seit 14 Jahren geschlossen.

„Welche wissenschaftliche Organisation würde Zahlen über einen Zeitraum von mehr als 14 Jahren und länger ‚schätzen‘? Welchem wissenschaftlichen Zweck könnten solche ‚Schätzungen‘ dienen?“, fragte der Journalist daraufhin. „Durch Erfindungen kann kein wissenschaftlicher Zweck erfüllt werden.“

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Geisterstationen auch in den USA

Ungereimtheiten beim Sammeln von Wetterdaten gibt es jedoch nicht nur in Großbritannien. So haben bereits mehrere Forscher in den USA, darunter Meteorologen und Atmosphärenwissenschaftler, nachgewiesen, dass die offiziellen Temperaturmessungen mehrfach verfälscht werden.

Auch in den Vereinigten Staaten sammeln die zuständigen Behörden Messwerte für Wetterstationen, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten außer Betrieb sind. Zudem finden in manchen Temperaturreihen regelmäßig Korrekturen statt. Dabei ist aufgefallen, dass ältere Temperaturwerte nahezu ausnahmslos kälter und jüngere Messungen wärmer gemacht worden sind. Somit entsteht deutlicher der Eindruck einer Erwärmung der Regionen.

An diesen Temperaturentwicklungen orientieren sich Politiker und große Organisationen. Diese Daten bilden die Grundlage für den sogenannten Klimaalarmismus, wobei angesehene Personen wie der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, beispielsweise von einem „Notruf“ sprechen, den die Erde aussende.

Der Beitrag erschien zuerst bei EPOCHTIMES hier

„Das ist kein Problem, sondern ein Segen“: Fachmann widerspricht UN-Alarmberichten

 




Kältereport Nr. 45 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Der Winter auf der Nordhemisphäre nimmt Fahrt auf. Natürlich wird auch der Kaltlufteinbruch in Mittel- und Westeuropa in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche erwähnt, doch muss man auch konstatieren, dass Cap Allon dabei etwas übertreibt. Es handelt sich um Meereskaltluft, die zumindest im mitteleuropäischen Flachland kein echtes Winterwetter bringt.

Aber auch in Asien und zunehmend auch in den USA breitet sich extreme Kälte aus.

Meldungen vom 18. November 2024:

Europa: Rekord-Tiefstwerte, Schneestürme und Stromausfälle

Ein heftiger Ausbruch arktischer Luft wird weite Teile Europas erfassen und die Temperaturen in den Alpenregionen unter -30 °C und in Großbritannien auf rekordverdächtige Werte fallen lassen. Starke Schneefälle und weitreichende Störungen werden erwartet, wenn sich die arktische Luft immer weiter nach Süden durchsetzt und Länder von Skandinavien über Italien bis zur Ukraine in Mitleidenschaft zieht.

Weiteres in den nächsten Tagen.

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Verschärfung des Winters in Indien

Der Winter hat den Norden Indiens fest im Griff: Es wird immer kälter und in den höheren Lagen liegt Schnee.

In Kaschmir wurden in den letzten Tagen anomale Minustemperaturen gemessen. In Gulmarg wurden -1,8°C gemessen, in Pahalgam sank die Temperatur auf -2°C, und in Sonamarg auf den extremen Wert von -5,3°C.

In Gulmarg, Gurez und anderen hochgelegenen Gebieten gab es erhebliche Schneefälle, die die Kälte noch verstärkten.

In Himachal Pradesh wurden einige der niedrigsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen: In Tabo sank die Temperatur auf -7,6 °C, und auch in Shimla herrschte in den höheren Lagen eisige Kälte.

In Delhi wurde am Sonntag mit 15,3 °C der bisher kälteste Morgen der Saison gemessen, begleitet von dichtem Nebel und lebhaftem Wind. Das Indian Meteorological Department (IMD) hat für die kommenden Tage einen weiteren Rückgang der Temperaturen um 3°C in Nord- und Zentralindien vorhergesagt.

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Immer neue Schneefälle in den USA

Vor der Westküste der USA soll sich eine „Bomben-Zyklone“ entwickeln, die Orkanböen, sintflutartige Regenfälle und gewaltige Schneemassen in den Bergen mit sich bringen wird.

Der Luftdruck im Zentrum des Wirbels wird innerhalb von nur 24 Stunden um etwa 70 mb fallen auf 942 hPa – vergleichbar mit einem Hurrikan der Kategorie 4. In den nächsten sieben Tagen wird dies zu einer nassen und kalten Kombination führen mit erheblichen Niederschlagsmengen in Kalifornien, Oregon, Washington und Idaho.

Die Schneefälle in den Bergen werden in Fuß* gemessen werden“, schreibt der Meteorologe Ryan Maue, und dies verspricht ein extremes, rekordverdächtiges Schneefallereignis so früh in der Saison zu werden.

[*1 Fuß ≈ 30 cm]

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-deepens-across-india-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 19. November 2024:

USA: Schneefälle im Westen breiten sich ostwärts aus.

Die Stürme, die derzeit in den höheren Lagen der westlichen USA starke Schneefälle verursachen, verlagern sich nach Osten und drohen am Montag North Dakota mit heftigen Schneefällen, starken Winden und einem starken Temperaturrückgang zu treffen.

In den nördlich-zentralen Gebieten werden Schneefälle bis zu 20 cm erwartet, wobei in den Turtle Mountains noch höhere Summen auftreten dürften.

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Rettungseinsätze in Marokko

In den marokkanischen Azilal-Bergen hat es im November ungewöhnlich stark geschneit, und zwei Wanderer sind gestrandet.

Die beiden wurden von den frühen Schneefällen überrascht und verloren am Freitagabend den Anschluss, als sie das Gebiet zwischen Amsemrir und Zaouiat Ahansal erkundeten.

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UK: Schneetreiben, Landwirte protestieren trotzdem

Schottland, Nordengland, die West Midlands und auch Wales – UK bekommt heute Morgen (19. November) einen frühen Vorgeschmack auf den Winter.

Es wurden Warnungen herausgegeben, darunter eine „gelbe Kältewarnung“ der UK Health Security Agency (UKHSA), die den Großteil von UK von heute bis Samstagabend abdeckt. Dr. Agostinho Sousa von der UKHSA hat die Öffentlichkeit dringend aufgefordert, auf gefährdete Personen, insbesondere ältere Menschen, zu achten, da weiterhin kaltes Wetter erwartet wird.

In Nottinghamshire gibt es den frühesten Schneefall seit 2012 – und es sieht heftig aus:

Frühester Schneefall in Nottinghamshire seit 2012 [@WeatherFrog]

Noch seltener schneit es in Südengland, sogar im Zentrum Londons, und beeinträchtigt die morgendlichen Pendler.

Aus dem ganzen Land werden Störungen gemeldet: mehr als 100 Schulen wurden geschlossen, zahlreiche wichtige Straßen sind gesperrt, und die Stromausfälle nehmen zu. Doch trotz des massiven Schnees sind die britischen Landwirte entschlossen, nach London zu fahren, um ihre geplanten Proteste durchzuführen.

Es ist eine Ironie des Schicksals. Die Landwirte argumentieren unter anderem, dass die Klimasteuern eine unnötige Belastung für die Industrie darstellen, dass die globale Erwärmung eine übertriebene und ausgenutzte Bedrohung ist, die dazu dient, die nationale Sicherheit zu untergraben. Und jetzt protestieren sie massenhaft und werden dabei von Mutter Natur unterstützt, die zu Beginn der Saison in weiten Teilen des Landes heftige Schneefälle verursacht.

Schneefälle sollten natürlich „der Vergangenheit angehören“. Es ist lächerlich, dass der gleiche Independent, der die berüchtigte „no snow“-Geschichte (aus dem Jahr 2000) veröffentlicht hat, heute auf seiner Website eine Eilmeldung über die schweren Schneefälle vom November veröffentlicht.

Die Kälte und der Schnee zu Beginn dieser Woche beschränken sich nicht nur auf Großbritannien, auch in weiten Teilen Europas droht im Dezember ein Whiteout.

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Meldungen vom 20. November 2024:

Weiterhin Rekordkälte und starke Schneefälle in UK

Ein früher Kälteeinbruch hat UK und Irland erfasst, Rekorde aufgestellt und zu weitreichenden Unterbrechungen geführt.

In Braemar, Schottland, wurde mit -11,2 °C die niedrigste Novembertemperatur seit 1998 gemessen. Im Süden, in Huddersfield, West Yorkshire, herrschten -8°C und starker Schneefall, und sogar in London fielen Flocken.

Die polaren Bedingungen brachten in weiten Teilen von UK starke Schneefälle und vereiste Straßen mit sich, so dass der Reiseverkehr am Montag weitgehend unterbrochen wurde und über 200 Schulen geschlossen, Zugverbindungen verspätet waren und Flüge gestrichen wurden.

November-Schnee sogar in Südengland, hier in Bristol.

Auch Irland hatte mit Tiefstwerten von -4°C mit eisigem Wetter zu kämpfen.

Met Éireann hat seine Kältewarnungen bis zum 21. November verlängert und rechnet mit weiterem starkem Schneefall und sinkenden Temperaturen in allen Grafschaften, insbesondere in nördlichen und westlichen Gebieten wie Cavan, Donegal und Monaghan.

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Norwegen friert

Die Kälte hält nun auch Einzug auf dem europäischen Festland und in ganz Skandinavien.

Am Mittwochmorgen wurden in Cuovddatmohkki und Suolovuopmi-Lulit in der Finnmark die niedrigsten Temperaturen der Saison in Norwegen gemessen. Die Temperaturen erreichten -25°C bzw. -24,9°C und lagen damit rund 17°C unter dem historischen Durchschnitt.

Im weiteren Verlauf der Woche werden immer mehr Teile Europas betroffen sein, von Frankreich und Spanien bis Polen und der Ukraine.

Am Mittwochmorgen beginnen zum Beispiel die italienischen Gipfel gerade erst, die Kälte zu spüren. Um 6:00 Uhr Ortszeit wurden auf dem Monte Rosa -19,5 °C gemessen, während es auf dem Mont Blanc um 5:30 Uhr -21,5 °C kalt wurde.

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Extreme Kälte in Sibirien und der Mongolei

Die extreme und frühe Kältewelle in Zentral- und Nordasien hält weiter an. In Sibirien und der Mongolei sorgen die sinkenden Temperaturen in dieser Woche weiterhin für weit verbreitete Störungen und Notlagen.

In Sibirien wurden in Nowosibirsk, der größten Stadt der Region, in den letzten Tagen Tiefstwerte unter -30 °C gemessen – eine der härtesten und frühesten Kältewellen seit Jahren.

Meteorologen führen diese Anomalie auf Verschiebungen im Polarwirbel zurück, wobei früher als üblich arktische Luftmassen nach Süden wehten. Sibirien ist natürlich kein unbekanntes Land in punkto Kälte, aber der Zeitpunkt und die Intensität dieses Kälteeinbruchs gelten als selten und geben den Ton an für eine voraussichtlich lange und harte Saison für den asiatischen Kontinent im Allgemeinen.

In südlicher Richtung war die benachbarte Mongolei in den letzten Tagen und Wochen mit ähnlich extremen Bedingungen konfrontiert.

In Ulaanbaatar, der Hauptstadt des Landes, wurden am 19. November Tiefstwerte bis -25 °C gemessen, was den frühesten Einbruch solch extremer Kälte seit mehr als einem Jahrzehnt darstellt. Der plötzliche Kälteeinbruch brachte das tägliche Leben hier und überall durcheinander: Schulen blieben geschlossen und Landwirte hatten Mühe, ihr Vieh vor der bitteren Kälte zu schützen.

Der Winter ist allgemein viel zu früh gekommen.

Die Saison 2023-24, die kein Ende zu nehmen schien, führte dazu, dass 90 % des Landes unter einer bis zu einem Meter hohen Schneedecke lagen – so viel Schnee wie seit 1975 nicht mehr – und dass nach Angaben des Nationalen Statistikamtes mindestens 8 Millionen Rinder starben, was die Lebensgrundlage vieler nomadischer Hirten zerstörte.

Die KALTEN ZEITEN sind bereits in die Mongolei zurückgekehrt – und zwar bereits im September – und die Regierung warnt die Bevölkerung vor einem weiteren brutalen Winter.

Strenge Winter (auch „Dzudz“ genannt) nehmen in der Mongolei zu, in den letzten 10 Wintern gab es 6 davon. Offiziellen Untersuchungen der Regierung zufolge wurde zwischen 1940 und 2015 zweimal pro Jahrzehnt offiziell ein Dzud ausgerufen. In den letzten Jahren haben diese Kälteeinbrüche jedoch sowohl an Häufigkeit als auch an Intensität zugenommen und treten nun jährlich auf.

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UK: Neue Schneefall-Warnungen

Die Briten müssen sich auf einen weiteren arktischen Kaltlufteinbruch gefasst machen, der weitere schwere Schneefälle und eisige Kälte mit sich bringt.

Das Met Office hat für Donnerstag, den 21. November, landesweit Schnee- und Eiswarnungen herausgegeben, auch für den Südwesten – eine Seltenheit im November.

Für Schottland und Nordengland bleiben die Warnungen das ganze Wochenende über bestehen und erstrecken sich von den Highlands bis nach Stoke-on-Trent. In Höhenlagen über 150 m wird mit bis zu 30 cm Schnee gerechnet, in höheren Lagen sogar mit deutlich mehr.

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Meldungen vom 22. November 2024:

Kaltes, verschneites Europa

Eine massive Kältewelle schwappt nach Europa und sorgt bereits für rekordverdächtige Temperaturen und heftige Schneefälle.

Auf dem Monte Rosa in den Alpen wurden in den frühen Morgenstunden des 22. November -29,4 °C gemessen, der niedrigste Wert Ende November seit 2007 und der dritte Morgen in Folge mit einer Temperatur unter -29 °C.

Anderswo erreichte der Mont Blanc -30,9 °C, während in Norwegen in Oppdal-Sæter am Donnerstag -17,9 °C gemessen wurden, was einen Rekord für diesen frühen Zeitpunkt in der Saison seit Beginn der Messungen darstellt.

Die Schweiz ist eine der Nationen, die im Zentrum dieses Winterangriffs stehen, denn es wird eine rekordverdächtige Schneemenge vorhergesagt. Meteorologen erwarten 30 cm im Flachland und noch viel mehr in den Hochlagen – einer der schwersten Novemberschnee-Ereignisse aller Zeiten steht bevor.

Tatsächlich werden bereits jetzt Rekorde gebrochen.

Die südschweizerische Stadt Locarno Monti erhielt am Freitagmorgen 15 cm Schnee und brach damit einen Novemberrekord, der in den Annalen bis ins Jahr 1935 zurückreicht.

Für weite Teile des Landes wurde eine Wetterwarnung der Stufe 3 herausgegeben, und es kam bereits zu erheblichen Beeinträchtigungen auf den Straßen und im öffentlichen Verkehr. In Bern wurde der Busverkehr eingestellt, und in Zürich waren die Straßen wie leergefegt, haben die Einwohner die Warnungen doch beherzigt.

Die Kältewelle geht natürlich über die Schweiz hinaus: Starke Schneefälle in Teilen Deutschlands, Österreichs und Italiens sowie in anderen Alpenländern sorgen für schwierige Bedingungen und weitreichende Behinderungen.

Auch im alarmistischen Blog wetteronline.de ist von „neuen Schneerekorden für November“ die Rede, und zwar hier.

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Niedrigste »Temperatur in England seit 2014

In Topcliffe, einem Dorf in North Yorkshire, wurde am frühen Donnerstagmorgen eine Temperatur von -9,4 °C gemessen. Das ist die niedrigste Novembertemperatur in England seit dem „Arctic Outbreak“ im Jahr 2010. BBC-Wettermann Paul Hudson bestätigte den Rekord auf X.

In einer ganzen Reihe von Orten wurden länger bestehende, regionale Rekorde gebrochen. In der Küstenstadt Bridlington zum Beispiel wurde die niedrigste Novembertemperatur seit 1987 gemessen, und zwar mit einem Tiefstwert von -6°C.

Das Met Office hat neue Warnungen herausgegeben, da Schnee und Eis weiterhin weite Teile von Uk bedecken, und warnt vor vereisten Stellen und möglichen Reiseunterbrechungen von Freitag bis zum Wochenende.

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Rekord-Stromnachfrage in Irland

Irland hat in dieser Woche eine Rekordnachfrage nach Strom verzeichnet. EirGrid meldete am frühen Donnerstagabend einen Spitzenwert von 5639 MW und übertraf damit den bisherigen Rekord von 5577 MW aus dem Januar.

Solche Ausschläge unterstreichen die wachsende Belastung des nationalen Energienetzes, die mit dem Winterwetter zusammenhängt. Für jeden Temperaturrückgang von 1 Grad steigt die Nachfrage um etwa 50 MW, so die Rechnung.

Während des jüngsten Spitzenwerts war die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Irland so gut wie nicht vorhanden, da kein Wind wehte und dicke Wolken die Sonne verdeckten. Trotzdem gelang es EirGrid, einen Puffer aufrechtzuerhalten, allerdings nur dank der Importe aus dem Nachbarland Großbritannien.

Die Abhängigkeit Irlands von Großbritannien ist riskant, da UK selbst immer schwächer wird und vom Kontinent abhängig ist, wenn es um Almosen geht. Einst ein Bollwerk der Zuverlässigkeit, hat UK seine heimische Energiesicherheit entkernt, indem es vor einigen Monaten sein letztes Kohlekraftwerk stillgelegt hat, und ist nun in hohem Maße auf Importe vom Festland angewiesen.

Sollte Europa mit einem strengen Winter (oder einer geopolitischen Krise) konfrontiert werden, wären weder das Vereinigte Königreich noch Irland eine Priorität. Sie würden im Dunkeln tappen.

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Extremer Winter für Indien vorhergesagt

Indien bereitet sich auf einen strengen Winter vor. Das Indian Meteorological Department (IMD) prognostiziert verstärkte Kälte aufgrund der sich abzeichnenden La Niña und starker Monsunregenfälle.

Selbst für südliche Regionen wie Karnataka werden im weiteren Verlauf der Saison rekordverdächtige Tiefstwerte vorhergesagt. Die Kälte setzt hier bereits ein, und in einigen Gebieten sinken die Tiefstwerte am frühen Morgen auf 7 °C. Wie aus lokalen Berichten hervorgeht, hat dies die Landwirtschaft hart getroffen, und die Kulturen, einschließlich der Weintrauben, haben Frostschäden erlitten. Auch der Viehbestand ist gestresst, wurde doch eine geringere Milchproduktion festgestellt.

La Niña trägt dazu bei, dass kältere Luft als üblich ins Land strömt.

Die nördlichen Bundesstaaten sind am stärksten betroffen, und in Regionen wie Kaschmir und Himachal Pradesh hat es bereits geschneit.

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Rekord-Schneefälle in den USA

Ein rekordverdächtiger Wintersturm fegt derzeit über die Vereinigten Staaten und bringt von Küste zu Küste* schwere Schneefälle, eisige Kälte und gefährliche Bedingungen mit sich.

[*„From coast to coast“ bedeutet in den USA vom Pazifik bis zum Atlantik.]

Die höheren Regionen Kaliforniens und der pazifische Nordwesten haben mit einem unerbittlichen Schneesturm und starken Winden zu kämpfen. Der Sturm hat in den Kaskaden bereits mehr als 30 cm Schnee abgeladen, und Prognosen gehen davon aus, dass es bis Anfang nächster Woche an einigen Stellen weitere 1,20 m sein werden. Die Sierra Mountains bereiten sich auf ähnliche Schneemengen vor. Schneebedeckte Straßen, schlechte Sicht und eine Flut von Lawinen und Erdrutschen haben gefährliche Reisebedingungen geschaffen, sodass die örtlichen Behörden Reisewarnungen ausgesprochen haben.

Auch der Osten und der Mittlere Westen sind nicht verschont geblieben. Städte wie Dayton, Ohio, haben am Donnerstag ihren täglichen Schneefallrekord gebrochen und 3,6 cm gemeldet, was einen seit 1996 bestehenden Rekord übertraf. Cincinnati hat mit 3,8 cm ebenfalls einen langjährigen Rekord gebrochen, während Indianapolis den ersten messbaren Schneefall der Saison verzeichnete – die Hauptstadt von Indiana erlebte einen dramatischen Wetterwechsel, wobei die Temperaturen von 20 °C Anfang der Woche unter den Gefrierpunkt am Donnerstag sanken und 6,4 cm Schnee die Region bedeckten.

Hierzu gibt Cap Allon einen m. E. sehr treffenden Kurzkommentar ab:

Auf dem Höhepunkt des Sommers vergisst die AGW-Partei geflissentlich, dass die unvermeidliche Rückkehr des Winters nur noch Monate entfernt ist. In ihrem Eifer erweitern sie ihre Wind- und Solarparks mit großem Aufwand und schließen die Kohlekraftwerke, und das alles, während die Sonne scheint, und ignorieren die Risiken für die Energiezuverlässigkeit und -sicherheit, wenn die KALTEN ZEITEN zurückkehren.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-snowy-europe-englands-lowest?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 46 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 22. November 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Wir sind alle dem Untergang geweiht. Gähn!

Michael Kile

The rain in Spain falls mainly on the plain, aber nur in My Fair Lady. Am 29. und 30. Oktober 2024 regnete es jedoch anderswo, mit tragischen Folgen: über zweihundert Tote und große Schäden in der Region Valencia.

Fast ebenso überraschend wie die Intensität des Regens war die Eile, mit der die Agenturen in diesem Raum zu dem Schluss kamen, dass die Ursache dafür das Schreckgespenst war, das heute offenbar alle Naturkatastrophen antreibt: „Klimawandel“.

Eine alternative Erklärung ist, dass die Wettergötter ihre alten Streiche gespielt haben. Schließlich gibt es jeden Tag irgendwo auf der Welt ein so genanntes extremes Wetterereignis (EWE). Die Wahrscheinlichkeit war also groß, dass sie nur eine Woche vor der COP29 eines herbeizaubern würden, wie es im letzten Jahr der Fall war. Der Sturm BETTINA hatte am 28. November 2023, nur wenige Tage vor der COP28, der jährlichen UN-Klimakonferenz, in Osteuropa zugeschlagen. Auch er wurde ziemlich schnell auf die bösen anthropogenen Treibhausgas-Emissionen zurückgeführt.

Die COP29-Konferenz findet vom 11. bis 22. November 2024 in Baku, Aserbaidschan, statt. Nach achtundzwanzig Jahren Verhandlungen wird die Veranstaltung optimistisch als Klima-Aktionsgipfel beworben. Wie viele Menschen braucht man, um das Klima eines ganzen Planeten so zu verändern, dass es allen Menschen überall und für immer passt? Mindestens 40.000, wenn man die Zahl der diesjährigen Delegierten betrachtet. Viel Glück bei dieser Übung atemberaubender Hybris, dem bürokratischen Äquivalent von kollektivem Harakiri, zumindest für die entwickelte Welt.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres hatte eine vertraute Botschaft für sie: Es müssen sofortige Schritte unternommen werden, um die [Kohlendioxid-]Emissionen zu senken, „die Menschen vor dem Klimachaos zu schützen“ und „die Mauern der Klimafinanzierung einzureißen“, insbesondere angesichts dessen, was er in diesem Jahr als „Meisterklasse der Klimazerstörung“ bezeichnete. Es war wieder einmal ein Déjà-vu.

Die COP29 ist ein weiterer Versuch der Entwicklungsländer, das Klima zu monetarisieren und „Billionen von Dollar aufzubringen, um Leben und Lebensgrundlagen vor den sich verschlimmernden Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.“ Doch die meisten Länder schwiegen zur Ironie von Chinas Chuzpe: Der weltgrößte Kohleverbraucher, der größte Hersteller von Solarpaneelen und jetzt auch noch Weltraumforscher beansprucht immer noch den Status eines Entwicklungslandes und streckt die Hand nach Milliarden Dollar Gratisgeld aus.

Natürlich wird hier nicht angedeutet, dass die oben erwähnte überstürzte Verurteilung durch die Agenturen darauf zurückzuführen sein könnte, dass aktivistische Forscher so geblendet von Bestätigungs-Voreingenommenheit waren – und nun von fabelhaften Finanzmitteln sowohl von Regierungen als auch von privaten Einrichtungen unterstützt werden – dass sie nicht widerstehen konnten, selbstbewusste Behauptungen über die Verursachung des Klimawandels aufzustellen, wie z. B. den „Fingerabdruck des Klimawandels in komplexen Wetterereignissen“ zu entdecken; oder dass die Medien inzwischen ziemlich erpicht darauf sind, ihnen ohne weitere Prüfung ein Medien-Megaphon zur Verfügung zu stellen, oder Zweifel am Wahrheitsgehalt ihrer Behauptungen zu äußern.

Nichtsdestotrotz, hier ist ein faszinierender Fall, den Sie in Betracht ziehen sollten. Am 31. Oktober 2024, nur wenige Stunden nach der Flutkatastrophe in Spanien, veröffentlichte der Klimaredakteur der BBC, Justin Rowlatt, diesen Artikel: Deadliest weather made worse by climate change – scientists.

Der vom Menschen verursachte Klimawandel hat die zehn tödlichsten extremen Wetterereignisse der letzten 20 Jahre intensiver und wahrscheinlicher gemacht, so eine neue Analyse.

Die tödlichen Stürme, Hitzewellen und Überschwemmungen trafen Europa, Afrika und Asien und forderten mehr als 570 000 Menschenleben.

Die neue Analyse zeigt, wie Wissenschaftler jetzt den Fingerabdruck des Klimawandels in komplexen Wetterereignissen erkennen können.

Für die Studie, die von Wissenschaftlern der World Weather Attribution (WWA)-Gruppe am Imperial College London durchgeführt wurde, wurden die Daten für einige der extremen Wetterereignisse neu analysiert.

„Diese Studie sollte den Politikern, die an fossilen Brennstoffen festhalten, die den Planeten aufheizen und Leben zerstören, die Augen öffnen“, sagte Dr. Friederike Otto, Mitbegründerin und Leiterin von WWA. „Wenn wir weiterhin Öl, Gas und Kohle verbrennen, wird das Leiden weitergehen“, sagte sie.

Nur vier Tage später, am 4. November 2024, veröffentlichte das WWA selbst eine Erklärung: Extreme Regenfälle nehmen in Südspanien zu, da die Emissionen fossiler Brennstoffe das Klima aufheizen. Es hatte eine „superschnelle Analyse“ der Beobachtungsdaten durchgeführt. Es handelte sich zwar „nicht um eine formale Zuordnungsstudie“, aber das WWA war schneller als Lucky Luke, um herauszufinden, was seiner Meinung nach die Flut Ende Oktober verursacht hat.

Um zu untersuchen, ob der Klimawandel die Starkregenereignisse beeinflusst hat, ermitteln wir, ob es einen Trend bei den historischen Niederschlagsbeobachtungen in der Region gibt. Die drei analysierten Datensätze deuten darauf hin, dass eintägige Starkregenereignisse, die so intensiv sind wie das beobachtete, im heutigen Klima, das 1,3 °C wärmer ist als im kühleren vorindustriellen Klima ohne die vom Menschen verursachte Erwärmung, etwa 12 % intensiver und doppelt so wahrscheinlich sind.

Diese Ergebnisse beruhen auf Beobachtungsdaten und berücksichtigen nicht die Klimamodelle, die in Studien zur vollständigen Zuschreibung verwendet werden. Die Ergebnisse stehen jedoch im Einklang mit vorhandenen Hinweisen auf Signale des Klimawandels bei ähnlichen extremen Niederschlagsereignissen in der Vergangenheit, die in ganz Europa untersucht wurden. Sie stimmen auch mit den physikalischen Grundlagen und der so genannten Clausius-Clapeyron-Beziehung überein, die besagt, dass eine wärmere Atmosphäre mehr Feuchtigkeit speichern kann, was bei einer Erwärmung von 1 °C zu einer Zunahme der Starkregenfälle um 7 % führt. Wir sind daher überzeugt, dass die Veränderungen bei den Starkniederschlägen auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen sind.

Eine Zunahme der Starkniederschläge um nur sieben Prozent bei einer Erwärmung um ein Grad Celsius erscheint kaum alarmierend. Mit welcher Alchemie unterscheidet das WWA oder eine andere Behörde die natürliche Variabilität des Wetters vom „vom Menschen verursachten Klimawandel“?

Die Analyse des WWA „stützt sich auch auf eine relativ spärliche Literatur über Niederschlagsextreme in der Region“. Mit anderen Worten: schlechte Daten. Warum die Studie den folgenden Absatz enthält, der ihrer Schlussfolgerung zu widersprechen scheint, ist zumindest für mich unklar:

Die Arbeitsgruppe 1 des sechsten IPCC-Bewertungsberichts fand Belege für eine zunehmende Tendenz bei Niederschlagsextremen in West- und Mitteleuropa, allerdings mit geringem Vertrauen in den Beitrag des Menschen dazu, da nur begrenzte Übereinstimmung besteht (IPCC, 2021). Darüber hinaus variieren die prognostizierten Veränderungen solcher Extreme stark nach Ort und Jahreszeit, insbesondere in der Untersuchungsregion dieser Analyse, was auf einen Nässetrend im Winter und eine Austrocknung im Sommer schließen lässt (Wood & Ludwig, 2020).

Wie konnte das WWA diese EWE entschlüsseln und in weniger als einer Woche zu einer so eindeutigen Schlussfolgerung kommen? War die „superschnelle Analyse“ eher von dem Wunsch getrieben, den spanischen Wolkenbruch in eine weitere Gruselgeschichte zu verwandeln, die das Klimaforschungsteam des Imperial College in Baku anpreisen kann, wenn es dort am 11. November, dem ersten Tag der COP29, auftritt? Die so genannten Fakten wurden in diesem Fall sicherlich nicht zu anderen Zwecken bearbeitet.

Wie dem auch sei, wenn das Schicksal der Menschheit von den Erkenntnissen – und Vorurteilen – professioneller Leser der atmosphärischen Innenwelt der Erde abhängt, wäre es vielleicht ratsam, ihre Warnungen nicht zu ignorieren. Unter Abwägung der Wahrscheinlichkeiten lässt sich jedoch kaum leugnen, dass die oben skizzierte Abfolge von Ereignissen einen faden Beigeschmack hat. Ein Skeptiker könnte zu dem Schluss kommen, dass ein zufälliges EWE – in diesem Fall der Regen in Spanien – als Waffe eingesetzt wurde, um die alarmistische Stimmung auf der COP29 zu unterstützen.

Eine solche Ansicht wird wohl glaubwürdiger, wenn man erfährt, dass der Hauptgeldgeber von WWA das Grantham Institute ist. Es befindet sich „im Zentrum der Arbeit des Imperial College London zu Klimawandel und Umwelt“ und hat den Auftrag: „Führend zu sein in Forschung, Politik, Ausbildung und Innovation von Weltklasse, die wirksame Maßnahmen zum Klimawandel unterstützen“.

Das Grantham Institute – Climate Change and the Environment wurde im Februar 2007 mit einer Spende in Höhe von mehreren Millionen Pfund von der Grantham Foundation for the Protection of the Environment gegründet. Es handelte sich dabei um die größte Summe privater Mittel, die zu dieser Zeit für die Forschung zum Klimawandel in UK bereitgestellt worden war. Ziel war es, am Imperial College London ein weltweites Spitzenforschungs- und -ausbildungszentrum für den Klimawandel zu schaffen.

Die Granthams hoffen, dass ihre Spende andere Personen dazu motivieren wird, die Erforschung der Ursachen, Folgen und Abschwächung des Klimawandels zu unterstützen, um so die Politik auf internationaler Ebene zu beeinflussen.

Die Familie Grantham gründete 1997 die Grantham Foundation for the Protection of the Environment. Die Stiftung unterstützt Projekte zum Schutz der natürlichen Ressourcen sowohl in den USA als auch international. Jeremy Grantham ist ein bekannter Investmentmanager und Vorsitzender der in Boston ansässigen Investmentfirma GMO. Hannelore Grantham ist Direktorin der Grantham Foundation.

Die Stiftung unterstützt auch zahlreiche Partnerinstitute.

Jeremy Grantham ist nach wie vor der langfristige Anlagestratege der von ihm 1977 mitgegründeten Firma Grantham, Mayo, Van Otterloo & Co. (GMO). Er ist außerdem nach wie vor Mitglied des Asset Allocation Committee und des Verwaltungsrats.

In einem Interview mit dem Morningstar am 9. Oktober dieses Jahres sagte Grantham, er sei genauso besorgt wie „jeder Wissenschaftler in der Klimabranche“.

Morningstar: Sie verbringen viel Zeit damit, über Klima- und Umweltfragen im weiteren Sinne nachzudenken. Die erneuerbaren Energien haben eindeutig große Fortschritte gemacht, ebenso wie Elektrofahrzeuge, und dennoch bleiben die Kohlenstoff-Emissionen hartnäckig hoch. Worauf freuen Sie sich als Investor im Bereich der Klimalösungen derzeit am meisten?

Grantham: Nun, was ich für wichtig halte, ist die Fähigkeit älterer Menschen, das Wesentliche zu übersehen. Der Klimawandel ist wie eine Riesenpython. Sie hat uns im Griff und drückt noch nicht so fest zu. Aber jedes Jahr wird er ein bisschen fester, und er zeigt keine Neigung zu verschwinden, und wir ignorieren ihn. Wenn wir den Klimawandel weiterhin so auf die leichte Schulter nehmen, wenn wir weiterhin unsere kurzfristigen Profite schützen und die längerfristigen Folgen für die Allgemeinheit ignorieren, werden wir es sehr schwer haben, eine stabile Welt aufrechtzuerhalten, eine stabile Gesellschaft, ein stabiles Unternehmen, einfach alles. Und ich würde sagen, auf globaler Ebene sieht es so aus, als befänden wir uns schon seit einigen Jahren in einem destabilisierenden Modus, und der Klimawandel hat viel damit zu tun.

Auf die Grantham Foundation entfallen 90 % des gesamten Geldes, das ich je verdient habe: 50 % sind in Risikokapital, heute vielleicht eher 60 %, und die Hälfte davon ist grün. Wir sehen also aus nächster Nähe, was vor sich geht.

Die World Weather Attribution Group wurde 2014 von Imperial und dem Grantham Institute mit dem ausdrücklichen Ziel gegründet, „die globale Diskussion über den Klimawandel zu verändern, Anpassungsstrategien zu beeinflussen und den Weg für neue Nachhaltigkeitsklagen zu ebnen“. Mit anderen Worten, die Finanzierung eines Sammelsuriums von umstrittenen Computerspielen zur Zuschreibung von Extremereignissen, grüner Ideologie und Klimapolitik. Wenn das ultimative Ziel Rechtsstreitigkeiten sind, ist „Gespräch“ vielleicht das falsche Wort.

Die Gruppe sagt, sie habe „mehr als 80 Studien zur Zuordnung von Hitzewellen, extremen Niederschlägen, Dürren, Überschwemmungen, Waldbränden und Kälteperioden auf der ganzen Welt durchgeführt“.

Das WWA ist ganz auf der Seite seiner Wohltäter, wie aus einigen der hier abgegebenen Kommentare hervorgeht: Imperial-Experten fordern auf der COP29 Maßnahmen zur Finanzierung von Gesundheits-Beeinträchtigungen und Schäden.

„Eine Einigung über die Höhe der Gelder und darüber, woher diese Gelder kommen, […] wird eines der wichtigsten Ergebnisse der COP29 sein.“ Mike Wilkins, Geschäftsführender Direktor, Zentrum für Klimafinanzierung und -investitionen, Imperial Business School.

„Das schrumpfende Kohlenstoffbudget zeigt die Bedeutung und Dringlichkeit kurzfristiger Emissionsreduzierungen.“ Professor Joeri Rogelj, Forschungsdirektor, Grantham Institute – Climate change and the Environment.

„Eine der wichtigsten Entscheidungen, die auf der COP29 getroffen werden müssen, ist die Frage, wer Zugang zum Fonds für Verluste und Schäden haben wird.“ Dr. Friederike Otto, Gründerin und Leiterin von World Weather Attribution.

Grantham hat Recht. Der Klimawandel ist zu einem globalen „Geschäft“ geworden, das vermutlich sehr profitabel für „Kohlenstoff“-Cowboys oder grüne Investoren wie GMO ist, zumindest solange die RE-Musik nicht aus irgendeinem Grund aufhört, wie z. B. ein Rückgang der öffentlichen Leichtgläubigkeit in Bezug auf die „Klimakrise“. Es gibt noch eine andere Python auf dem Planeten: die Spermienzahl.

Grantham: Was den Pessimismus angeht, so haben Sie in gewisser Weise noch nichts gehört. Denn meiner Meinung nach gibt es nicht nur eine Python, die uns bedrängt, sondern zwei – die andere ist die Toxizität. Wenn wir nicht gegen die Toxizität vorgehen, sind wir bald aus dem Geschäft. Und um Ihnen die schockierendste Zahl zu nennen: Unsere Spermienzahl, die der beste Indikator für die allgemeine Gesundheit ist, ist auf ein Drittel des Standes von 1950 gesunken – und 1950 war kein gesunder Ort. Jäger und Sammler, die ein paar tausend Jahre früher lebten, wären viel gesünder gewesen. Und der Wert sinkt immer schneller. Einer der großen Epidemiologen, die sich mit diesem Thema befassen, sagte: „Es ist, als ob wir vorhaben, aus dem Geschäft zu gehen“. Der Rückgang seit dem Jahr 2000 liegt bei über 2,5 % pro Jahr gegenüber dem Ausgangswert. Und der Rückgang im 20. Jahrhundert lag eher bei 1,5 %. Aber das kümmert niemanden.

Amen!

A version of this article was posted at the Australian site, Quadrant Online, on November 19, 2024, with the title: We’re all Doomed. Yawn

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/11/21/a-super-rapid-climate-trick/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE