Die Zeitschrift Reason hat recht: Es gibt keine „Klima-Klippe“

Linnea Lueken

Die Zeitschrift Reason veröffentlichte kürzlich auf ihrer Website einen Artikel mit dem Titel „There Is No 1.5°C Climate Cliff“ (Es gibt keine 1,5°C-Klima-Klippe), in dem behauptet wird, dass die vom Weltklimarat der Vereinten Nationen, den Regierungen der Welt und Aktivisten angepriesene 1,5°C-Grenze auf keinerlei wissenschaftlichen Untersuchungen beruht, sondern eher willkürlich ist. Das ist richtig. Der Schwellenwert wurde zunächst von einem Beratergremium entwickelt, dem keine Daten vorlagen, wonach eine Erwärmung um 1,5 °C katastrophal wäre, und die von den Medien verwendete Terminologie ist seither nur noch extremer geworden.

In dem Beitrag erklärt der Autor Ronald Bailey, dass der Schwellenwert von 1,5 °C in den 1990er Jahren vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen entwickelt wurde.

Bailey schreibt:

Die Beiräte ließen sich bei ihrer Arbeit von zwei Prinzipien leiten. Das erste war die „Bewahrung der Schöpfung in ihrer jetzigen Form“, die vor allem dadurch erreicht werden sollte, dass man sich innerhalb des von ihnen vermuteten „tolerierbaren Temperaturfensters“ bewegt. Das zweite war die „Vermeidung von übermäßigen Kosten“. Ihre Analyse dessen, was ein tolerierbares Temperaturfenster wäre, nimmt einen einzigen Absatz ein. Darin gehen sie davon aus, dass die mittlere Höchsttemperatur während der letzten Zwischeneiszeit 16,1 °C betrug, zu der sie willkürlich weitere 0,5 °C hinzurechneten, um eine tolerierbare Höchsttemperatur von 16,6 °C festzulegen. Sie gingen dann davon aus, dass die derzeitige globale Mitteltemperatur 1995 etwa 15,3 °C betrug, was nur 1,3 °C unter ihrer tolerierbaren Höchsttemperatur läge. Schließlich gingen sie davon aus, dass die Durchschnittstemperatur 1995 um 0,7 °C über dem vorindustriellen Durchschnitt lag, was insgesamt einen Schwellenwert von 2,0 °C ergibt.

Es handelte sich eindeutig nicht um eine strenge wissenschaftliche Untersuchung. Climate Realism hat diese Tatsache auch in früheren Beiträgen erläutert, z. B. hier sowie hier und hier, wo wir darauf hinweisen, dass es auch keine Beweise dafür gibt, dass das Überschreiten dieser willkürlichen Erwärmungsschwelle ein „Klimachaos“ oder kaskadenartige Ereignisse mit positiver Rückkopplung verursachen würde. Climate at a Glance: Tipping Points stimmt dem zu und zeigt, dass es keine Beweise dafür gibt, dass es überhaupt irreversible Kipp-Punkte gibt. Seit der Einführung des Schwellenwerts haben nur Computermodelle mit fehlerhaften Annahmen die alarmistischen Behauptungen und die damit verbundenen Schlagzeilen im Zusammenhang mit dem Wert von 1,5 °C hervorgerufen.

Es ist auch möglich, dass die 1,5°C-Schwelle bereits überschritten wurde. Der Meteorologe Anthony Watts erklärt in „Media Regurgitates IPCC’s ‚Final Warning‘ on Climate Change – Without Realizing We’ve Already Passed 1.5°C,“: die globalen Temperaturdaten von Berkeley Earth zeigen, dass sich der Planet seit 1750 um ganze 4°C erwärmt haben könnte. Trotzdem sind keine Katastrophen eingetreten, und extreme Wetterereignisse haben sich seit dieser Zeit nicht verschlimmert.

Bailey schreibt: „Es ist eine gute, wenn auch nicht überraschende Nachricht, dass die Welt, wenn sie das 1,5°C-Ziel erreicht, nicht über eine Klima-Klippe in den Tod stürzen wird“. Er hat absolut Recht, und darüber hinaus haben einige Klimawissenschaftler und Medien davor gewarnt, Behauptungen aufzustellen, die 1,5°C wie eine existenzielle Bedrohung klingen lassen. Tatsache ist, dass die Schwelle, wenn sie nicht bereits überschritten wurde, wie oben beschrieben, bald überschritten werden wird, selbst wenn immense Einsparungen bei den fossilen Brennstoffen vorgenommen werden. Wenn die Katastrophen nicht eintreten, werden die Klimawissenschaftler ihre Glaubwürdigkeit verlieren, die bisher die 1,5°C-Grenze als katastrophalen Kipppunkt hochgespielt haben, oder sollten es zumindest“.

Reason und Ronald Bailey sollten für die Veröffentlichung einer so detaillierten und gründlichen Untersuchung des Ursprungs und der fehlenden wissenschaftlichen Grundlage für den beliebten Schwellenwert der globalen Erwärmung gelobt werden. Es gibt keine Beweise für die Vorstellung, dass eine Erwärmung um 1,5 °C eine gefährliche „Klima-Klippe“ darstellt, die zu chaotischerem Wetter führen wird.

Link: https://climaterealism.com/2023/12/reason-is-right-there-is-no-climate-cliff/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Aufgeflogen: Deutscher „Klimaschutz“ in aller Welt verbrennt Milliarden Steuergelder

Eine kleine Anfrage der Unionsfraktion im Bundestag zwang die Ministerialen von Robert Habeck (Klima & Wirtschaft) und Svenja Schulze (Entwicklung), offen zu legen, wofür deutsche Steuergelder im Ausland ausgegeben werden. Ergebnis: kaum nachvollziehbar, wenn nicht bizarr.

von AR Göhring

Die Kleine Anfrage 20/9176: PARIS21* – Statistik als Instrument zur Förderung von Entwicklung an die Regierung ergab ein 23seitiges Antwortschreiben mit höchst brisantem Inhalt – brisant für die Bundesregierung, die 900 Millionen bei den Bauern sparen will, aber über 60 Milliarden Euro für die Entwicklungshilfe am anderen Ende der Welt herausschmeißt. Und da die Ampel eine „Klima-Bundesregierung“ ist, sind die Entwicklungsprojekte meist klimatischer oder sonstwie „nachhaltiger“ Natur.

*Die Partnerschaft für Statistik im Dienste der Entwicklung im 21. Jahrhundert, kurz PARIS21

In der Kleinen Anfrage ging es vordergründig um die Mitgliedschaft Deutschlands in einem Statistik-Programm namens Paris21 (das mit der Stadt nichts zu tun hat), in dem wir bereits als „Geber“ firmieren. Und zwar nicht zu knapp!

Die entscheidende Frage 4 der Unionsfraktion lautet:

Welche konkreten bilateralen Anstrengungen unternimmt die Bundesregierung, um den Aufbau von Datenerfassungssystemen sowie entsprechenden Statistikämtern sowie eine wirksame Nutzung von Daten in Entwicklungsländern zu unterstützen (bitte nach Projekten und Beteiligten auf deutscher Seite, finanziellem Volumen sowie nach Partnerländern auflisten)?

Man muß gar nicht groß kommentieren, eine kleine Liste mit den teuersten der bizarren Förderungen spricht für sich:

1. Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, BMWK. Habeck hat im Vergleich relativ wenige Millionen Steuergelder verschenkt. Die teuersten Posten hier:

  • Saubere, bezahlbare und sichere Energie für Südostasien (CASE)
    Indonesien, Philippinen, Thailand, Vietnam
    29.950.000 €
  • Urban-Act: Integrierte städtische Klimaschutzmaßnahmen für kohlenstoffarme und widerstandsfähige Städte
    China, Indonesien, Indien, Phillipinen, Thailand
    22.625.000 €
  • Umsetzung regionaler und nationaler Anpassungsprioritäten in Zentral- und Westafrika (PACO)
    Benin, Kongo
    19.632.346 €
  • uvm.

Insgesamt „nur“ etwa 200 Millionen Euro seit Beginn der Amtsübernahme Dezember 2021.

2. Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit BMZ hat deutlich höhere Summen ins Ausland verschenkt, über 65 Milliarden Euro. Die teuersten Posten hier: (in Euro, keine Kommastellen)

  • Klimafreundliche Urbane Mobilität III
    Indien
    210.889.058
  • Klimafreundliche urbane Mobilität IV
    Indien
    206.018.172
  • Finanzierungsfazilitäten für städtische Entwicklung I
    Indien
    205.375.237
  • Nachhaltige Stadtentwicklung – Smart Cities
    Indien
    164.577.625
  • Klimafreundliche urbane Mobilität IV
    Indien
    156.534.800
  • Energiereformprogramm Indien
    Indien
    148.870.547
  • Nachhaltige und Klimaresiliente Städtische Infrastruktur
    Indien
    144.126.758
  • Modernisierung der Stromverteilung – Smart Grids Phase I
    Bangladesch
    131.233.760
  • Energieeffizienzprogramm Indien
    Indien
    122.748.763
  • Regionales Programm Umwelt und Klima im Wassersektor
    Zentralafrikanische Republik (Andenpakt)
    120.655.989
  • Klimafreundliche ÖPNV- Systeme in Lateinamerika
    Zentralafrikanische Republik (Andenpakt)
    106.524.721

    FRAGE: Warum geht eine knappe Viertelmilliarde Euro nach Zentralafrika, obwohl Lateinamerika/ Andenpakt draufsteht? Tippfehler? Oder wurde hier nach gusto umverteilt?

  • Programm zur Umsetzung der nationalen Klimaschutzziele im mexikanischen Transportsektor
    Mexico
    104.320.587
  • usvm.

Die Raumfahrtnation Indien hat also besonders viel erhalten für die Rettung des Klimas dort. Man fragt sich, warum diese Posten in der Diskussion, warum nur Deutschland mit seinen 2%-Anteil an der CO2-Emission die Welt retten soll, nicht genannt werden. Rettet Indien mit unseren Milliarden nicht das Klima dann auch?

Redaktionsintern haben wir uns gefragt, was wohl passieren würde, wenn kritische Journalisten oder gar EIKE-Fans zum Beispiel nach Indien reisten, um sich die Klima-Projekte dort – physisch – anzuschauen. Es gab vor ein paar Jahren ja einmal eine Baustelle mit Solardach-Bushaltestellen in Indien, bezahlt von Deutschland. Die wurde fotografiert, mit Politikern aus Ost und West.
Gäbe es nach all den Hunderten Millionen, die seitdem geflossen sind, konkrete Gebäude zu bestaunen? Teils, aber wenn Projekte schon den allgemeinen Namen „Nachhaltige Stadtentwicklung – Smart Cities“ oder „Nachhaltige und Klimaresiliente Städtische Infrastruktur“ tragen, wären Nachweise für eine intendierte Nutzung der Gelder sowieso nur in Listen oder Abrechnungen zu finden.

Nach allem, was die Erfahrung zeigt, nehmen südliche Länder gern die Klimamillionen der westlichen Länder – oder richten sogar UN-Klimakonferenzen aus.

Ansonsten pfeifen die Regierungen auf westliche Weltuntergangsnarrative, weil sie nicht daran glauben, oder weil sie lieber ihre Wirtschaft fördern. Typische Meldung aus der letzten Zeit:

Während Deutschland sich ambitionierte Klimaziele setzt und den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 plant, nimmt Indien einen gegenläufigen Kurs ein. Das südasiatische Land, verantwortlich für nahezu 7% der globalen CO2-Emissionen, beabsichtigt, seine Kohleproduktion bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln.

Und selbst wenn die indische Regierung das Klima schützen wollte, brauchte sie dafür nicht das Steuergeld der deutschen Bürger. Im August ging die Meldung herum, daß das „Chandrayaan“-Mondprogramm der Inder erfolgreich die Sonde „Vikram“ auf unserem Trabanten gelandet hatte. Was mag „Chandrayaan“ kosten? Milliarden?

Die Logik dieser Meldungen dürfte in der Bundesregierung auch nicht unbekannt sein. Warum werfen Habeck und Schulze dann die Millionen und Milliarden derart freigebig heraus? Gibt es nicht genug mit Geld heilbare Wunden im Land, wie Armutsrenten oder Pflegenotstand? Geht es in Wirklichkeit vielleicht darum, die „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“, die wir seit der Adenauer-Zeit im Westen haben, wieder abzubauen? George Orwell prophezeihte genau das in „1984“ – hatte er recht?




Das Märchen vom Öko-Kollaps auf der Osterinsel

Die einstigen Bewohner der Osterinsel sollen die natürlichen Ressourcen übernutzt haben, was angeblich zu einem ökologischen und kulturellen Niedergang führte. Die populäre Erzählung hat nur einen Haken: Sie stimmt nicht. Das sollte auch den Klimawarnern zu denken geben.

Von Peter Panther

Wer hat sich nicht schon diese Erzählung über die Osterinsel, ein kleines Eiland inmitten des Pazifiks, anhören müssen? Die Geschichte wird meist mit erhobenem Zeigefinger vorgetragen: Die Ureinwohner der Insel hätten die Ressourcen der Insel übernutzt. Sie hätten Bäume gerodet, bis keine mehr da gewesen seien. Die Überbevölkerung und die Abholzung der Wälder hätten zu einem Kollaps von Natur und Kultur geführt.

Erosion habe die einst fruchtbaren Böden weggespült. Die Vegetation sei verarmt. Den Bewohnern sei die Nahrung ausgegangen, was in Verteilungskriege und einen starken Bevölkerungsrückgang gemündet habe. Die Menschen seien sogar zu Kannibalismus gezwungen gewesen sein. Als der Niederländer Jacob Roggeveen  die Osterinsel 1722 entdeckt hat, sei er auf einen kläglichen Rest an verarmten und hungernden Bewohnern gestossen.

Die Botschaft dieses Narrativs ist klar: «Seht her, was auf der Osterinsel passiert ist, wird bald auch der ganzen Welt widerfahren, wenn die Menschheit nicht endlich zu einer nachhaltigen Lebensweise findet.» Die Vorboten des weltweiten Öko-Kollapses seien bereits absehbar – etwa in Form des Klimawandels.

«Paradies auf Erden»

Es gibt nur ein Problem mit der erwähnten Erzählung über die Osterinsel: Sie stimmt nicht. Nachdem schon in den vergangenen 20 Jahren Forschungsresultate publik geworden sind, die dem gängigen Katastrophen-Narrativ widersprechen, zeigt der niederländische Historiker und Journalist Rutger Bregman in seinem Buch «Im Grunde gut» eindrücklich auf, was in Sachen Osterinsel Wahrheit und was Fiktion ist.

Die Hauptaussage von Bregmans Buches ist, dass die Menschen von Natur aus viel bessere Absichten haben und mehr Kooperationssinn zeigen, als ihnen die meisten Anthropologen und Psychologen andichten wollen. Ein Kapitel des Werkes dreht sich um das Schicksal der Menschen auf der entlegenen Pazifikinsel.

Da ist zuerst einmal das Logbuch des Osterinsel-Entdeckers Roggeveen, gemäss dem er und seine Crew keinesfalls auf eine zerfallene Gesellschaft gestossen sind. Die Osterinsulaner werden vom Niederländer als sympathische Gestalten mit muskulösen Körpern beschrieben. Sie bettelten nicht etwa um Essen, sondern boten es im Gegenteil an. Ihr Land soll «ausnehmend fruchtbar» gewesen sein. Roggeveen beschrieb die Insel als «Paradies auf Erden».

Gemäss dem gängigen Narrativ sei Roggeveen auf einige wenige Tausend Bewohner gestossen, während die Insel einst rund 15’000 Einwohner gezählt habe. Auch das ist falsch, wie Autor Bregman aufdeckt. Wissenschaftliche Schätzungen seien nämlich zum Schluss gekommen, dass die Bevölkerung gar nie 15’000 Köpfe umfasst haben könne. «Die Tausenden von Osterinsulanern, die sich gegenseitig gefoltert, getötet und gefressen haben sollen, verfügen über ein ausgezeichnetes Alibi. Es hat sie nie gegeben.»

Die Ressourcen für einen absurden Kult geopfert?

Die Untersuchung eines amerikanischen Anthropologen an 469 vorgefundenen Schädeln sei zudem zum Schluss gekommen, dass davon höchstens zwei Spuren aufgewiesen hätten, die von Kriegshandlungen stammen könnten. Die Kriege um die angeblich stark dezimierten Ressourcen habe es schlicht nicht gegeben.

Als die Niederländer im 18. Jahrhundert die Osterinsel entdeckten, stiessen sie auf Hunderte von übermannshohen Skulpturen mit grossen Gesichtern aus Stein – bezeichnet als «Moai»-Skulpturen. Sie sind noch heute das Wahrzeichen der Insel. Gleichzeitig fehlten auf der Osterinsel tatsächlich die Wälder. Die gängige Erklärung lautet, dass die Inselbewohner solange Palmbäume gefällt hätten, um die Moais zu transportieren bzw. mithilfe der Baumstämme rollend zu bewegen, bis keine mehr da gewesen seien. Die Ureinwohner hätten somit ihre Lebensgrundlage für einen absurden Kult geopfert – genau gleich, so die Mahnung, wie die Weltbevölkerung heute die Ökoressourcen für Autos, Flugzeuge und anderen Luxus übernutze.

Doch auch das kann nicht stimmen – schon rein zahlenmässig nicht: Wie Rutger Bregman aufzeigt, haben die Bewohner für den Transport ihrer Skulpturen insgesamt etwa 15’000 Baumstämme benötigt – während die Wälder aber einst Millionen an Bäumen umfasst haben müssen.

Die Polynesische Ratte killte die Wälder

Die Wahrheit ist, dass die Wälder nicht von den Osterinsulanern dahingerafft wurde, sondern von der Polynesischen Ratte. Diese hatten die Ureinwohner anlässlich der ersten Besiedlung der Insel um das Jahr 1200 eingeschleppt. Die Ratte hat sich millionenfach vermehrt und alle Palmensamen aufgefressen, was zur Entwaldung führte.

Die Rattenplage war zwar auch eine ökologische Katastrophe, aber eine ganz andere als die Erzählung von der Übernutzung der Wälder weismachen will. Jedenfalls hätten sich die Bewohner trotz dem Schwund der Vegetation ausreichend ernähren können, führt Autor Bregman weiter aus – nicht zuletzt dank eines ausgeprägten Erfindergeists, was die Nahrungsproduktion angeht.

Rutger Bregman fasst seine Erkenntnisse zur Geschichte der Osterinsel in knappen Worten zusammen: «Es gab keinen Krieg, keine Hungersnot, keinen Kannibalismus.» Das Verschwinden der Wälder habe die Bewohner zudem «nicht ärmer, sondern produktiver» gemacht. Auch seien die Insulaner «viel klüger und sozialer eingestellt, als die Wissenschaftler lange Zeit geglaubt haben». Die wahre Geschichte der Osterinsel sei eine Geschichte von Widerstandsfähigkeit und Einfallsreichtum. «Es ist keine Botschaft einer Katastrophe, es ist eine Quelle der Hoffnung.»

«Die Klimabewegung braucht einen neuen Realismus»

Der Autor und Historiker wagt eine Verallgemeinerung seiner Erkenntnisse auf die ganze Menschheit: «Ich bin skeptisch, wenn gesagt wird, dass wir zutiefst egoistisch oder, schlimmer noch, eine Plage seien.» Er sei auch skeptisch, «wenn unser Untergang als unvermeidlich hingestellt wird». Denn: «Zu viele Umweltschützer unterschätzen die Wehrhaftigkeit des Menschen.» Bregman spricht zudem die Klimabewegung an: Diese benötige «einen neuen Realismus».

Den Ureinwohnern der Osterinsel ging es schliesslich aber doch noch schlecht – aber erst lange nachdem ihr Eiland von Seefahrern entdeckt worden war: Im 19. Jahrhundert wurden grosse Teile der einheimischen Bevölkerung weggebracht und versklavt, was die meisten dieser Menschen nicht überlebten. Zudem wurden wegen der Kontakte zur Aussenwelt die Pocken auf die Insel eingeschleppt, was zu einer Epidemie führte. Im Jahr 1877 zählte die Osterinsel gerade noch 110 Urbewohner.

 




Bundesgericht blockiert den Versuch, Gasherde zu verbieten

Nick Pope Mitwirkender, 03. Januar 2024

Ein Bundesberufungsgericht entschied am Dienstag, dass es eine frühere Entscheidung, die die Stadt Berkeley in Kalifornien daran hindert, ihr faktisches Verbot der Installation gasbetriebener Geräte in neuen Gebäuden durchzusetzen, nicht erneut prüfen werde.


Einschub des Übersetzers: Gasherde könnten Asthma bei Kindern auslösen, so die Behauptung

Diese Studie wurde finanziert durch RI und RMI

Rocky Mountain Institute RMI Deren Eigen-Beschreibung beginnt mit: „Wir stehen an einem beispiellosen Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit. Wir haben bis 2030 Zeit, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise zu vermeiden,…“

Rewiring America, RI Deren Webseite beginnt mit : Homegrown Heat Pumps! , … das Energieministerium kündigte 169 Millionen US-Dollar für neun neue US-Produktionsprojekte für Wärmepumpen an, mit freundlicher Genehmigung des Defense Production Act (DPA). Das ist eine große Sache. Ein wirklich großes thermisch komfortables Angebot. Wir haben Gedanken. Und Plakate.

Auch in USA gibt es alternative Faktenchecker,

Influence Watch schreibt über Rewiring America:  ist eine linksgerichtete Gruppe, die sich für eine massive staatliche Mobilisierung der Gesellschaft einsetzt, die dem Zweiten Weltkrieg gleichkommt, um die amerikanische Wirtschaft dramatisch umzugestalten und die Nutzung von Öl und Erdgas zu beenden…. Rewiring America ist ein Projekt des Windward Fund , einer gemeinnützigen Organisation, die von der linksgerichteten Beratungsfirma Arabella Advisors verwaltet wird und ein 731 Millionen US-Dollar teures „Dark Money“-Netzwerk kontrolliert.


Berkeley, eine der liberalsten Städte Amerikas, erließ die Richtlinie 2019 und vermarktete sie als Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels. Andere Kommunen waren dagegen, es handele sich faktisch um ein Verbot von Gasherden. Die California Restaurant Association verklagte die Stadt wegen der Verordnung und verlor ihre Klage zunächst vor einem Bundesgericht, bevor im April 2023 ein aus drei Richtern bestehendes Gremium die Restaurant Vereinigung bestätigte. Das Berufungsgericht des Neunten Bezirks der USA entschied sich gegen eine erneute Prüfung des Falles.

„Durch das vollständige Verbot der Installation von Erdgasleitungen in neu errichteten Gebäuden hat die Stadt Berkeley eine dem Kongress vorbehaltene Entscheidung vorweggenommen“, sagte Patrick Bumatay, Richter am Berufungsgericht des Neunten Gerichtsbezirks und Mitglied des Gremiums. „Der Energy Policy and Conservation Act (EPCA), 42 USC § 6297(c), setzt ausdrücklich staatliche und lokale Vorschriften zum Energieverbrauch vieler Erdgasgeräte außer Kraft, darunter auch solche, die in Haushalts- und Restaurantküchen verwendet werden. Anstatt diese Geräte in neuen Gebäuden direkt zu verbieten, wählte Berkeley einen Umweg um zum gleichen Ergebnis zu kommen.“

Insbesondere appellierte die Biden-Regierung direkt an den Neunten Bezirk, das Verbot im Juni 2023 wieder einzuführen, und bezeichnete die Entscheidung, das Verbot aufzuheben, als „fehlerhaft“. Einen Monat vor der Veröffentlichung dieses Schriftsatzes  behauptete das Energieministerium, es handele sich um „Fehlinformationen“ und einen „Mythos“, dass „die Bundesregierung Gasherde verbieten will“.

[Hinweis: united states ninth circuit court of appeals – Das Berufungsgericht des neunten Bezirks. Es gibt insgesamt 13 Berufungsgerichte, die jeweils für bestimmte Bundesstaaten zuständig sind.]

Die Frage der Verbote von Gasherden hat sich als umstritten erwiesen, da Richard Trumka, Jr., Kommissar der Consumer Product Safety Commission, im Januar 2023 sagte, dass „jede Option auf dem Tisch liegt“ und „Produkte, die nicht sicher gemacht werden können, bereits verboten werden können“. Diese Kommentare und anschließenden Maßnahmen der Biden-Regierung gegen Gasherde und andere gasbetriebene Geräte lösten bei den gewählten Republikanern erheblichen Widerstand aus; Das Repräsentantenhaus verabschiedete im Juni in parteiübergreifender Abstimmung einen Gesetzentwurf, der ein bundesweites Verbot von Gasherden blockieren würde.

[Ich war viele Jahre in USA unterwegs und habe hauptsächlich Gasherde in den Küchen gesehen. Amerikaner nutzen Erd-und auch Flüssiggas, auch für Heizungen, wesentlich häufiger als wir es in Deutschland kennen. Das elektrische Stromnetz, ist bei weitem nicht so leistungsfähig wie bei uns. Haushalte und kleine Unternehmen haben 120V / 240 V, 60 Hz – der Übersetzer]

Die Regierung hat sich außerdem verpflichtet , Hunderte Millionen Dollar auszugeben, um Kommunal- und Landesregierungen bei der Ausarbeitung von „Gebäude-Elektrifizierungs-Regeln“ zu unterstützen, ein Schritt, den mehrere Experten für Energiepolitik gegenüber der Daily Caller News Foundation einem De-facto-Hintertürversuch gleichkamen, die Nutzung von Gas zu verbieten. Über diese anderslautenden Regeln wird versucht, die Gasnutzung zu verbieten, die politisch weniger auffällig ist.

[Das Ganze gleicht sehr stark den Bemühungen des Habeck Ministeriums, Gasheizungen zu verbieten und dafür elektrische Wärmepumpen einzuführen, die ihren Strom von Erdgaskraftwerken beziehen sollen –

In USA sind die überwiegende Mehrzahl der Privathäuser „Trockenbau bzw. Fertigbauhäuser“,  mit wesentlich schlechterer Isolation als z.B. in Deutschland. Kann da eine Wärmepumpe wirtschaftlich sein? Andererseits, Klimaanlagen die kühlen und heizen können, sind Standard.  Das sind ja auch bereits „Wärmepumpen? – Ihre Meinung? – der Übersetzer]

Weder die Stadt Berkeley noch das Weiße Haus reagierten auf Anfragen nach Kommentaren.

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https://dailycaller.com/2024/01/03/appellate-court-biden-blue-city-ban-gas-stoves/

Übersetzung und Bemerkungen durch Andreas Demmig

 




Frankreich kehrt zur Kernkraft zurück und streicht Ziele für „Erneuerbare“ Energie

Wer gerade nach „France drops renewables targets..“  im Internet sucht, findet viele Online Nachrichten dazu.

Frankreich verlässt nicht die Erreichung der CO2-Neutralität im Jahr 2050, das letzte Übereinkommen verschiedener westlicher Länder. Dem Kabinett wird Anfang nächsten Monats ein Textentwurf vorgelegt, der dann den Gesetzgebern zur Abstimmung gegeben werden soll. Unter anderem bekräftigt Frankreichs darin sein Engagement für die Kernenergie , um „ Energiesouveränität “ zu gewährleisten .

Frankreich wurde nach der Ölkrise in 1973 führend in der Kernenergieerzeugung und baute über 50 solcher Kraftwerke, die rund zwei Drittel des Stroms des Landes produzierten. Bevor diese Reaktoren das Ende ihrer wirtschaftlichen Nutzung erreichen, plant das Land, eines der ersten Kernkraftwerke einer neuen Generation in Betrieb zu nehmen.

Die Nutzung von Kernenergie als wettbewerbsfähige und kohlenstofffreie“ Stromquelle zu nutzen wird als „nachhaltige Entscheidung“ bezeichnet . Geplant ist der Bau von mindestens sechs, aber bis zu 14 neuen Reaktoren. Damit soll der Übergang zu sauberer Energie vollzogen werden und dem Klima gerecht werden.

Kritiker bemängeln, dass keine Ziele für Solar- und Windkraft sowie andere erneuerbare Energien festgelegt werden. Jules Nyssen, Präsident der französischen Gewerkschaft für Erneuerbare Energien, zeigte sich „fassungslos“, nachdem er herausfand, dass Ziele für erneuerbare Energien im Entwurf nicht enthalten waren.

Für Anne Bringault, Energiewendemanagerin des Climate Action Network, „ist dies ein äußerst bedeutsamer Rückschritt und steht völlig im Widerspruch zu den europäischen Zielen. … Selbst wenn die Ziele angehoben werden, haben wir kein so starkes Engagement mehr dafür“, sagte sie.

Das Ministerium für Energiewende sagte dazu: „Es ist falsch zu sagen, dass es kein Ziel für erneuerbare Energien gibt“, da die Regierung die Ziele später selbst festlegen wird.

Der Gesetzentwurf streicht auch Ziele zur Reduzierung des Energieverbrauchs durch Sanierung von Gebäuden.

Zwei Online Artikel,  ziemlich der identische Text der Nachricht

https://www.france24.com/en/france/20240109-france-drops-renewables-targets-prioritises-nuclear-in-new-energy-bill

https://energy.economictimes.indiatimes.com/news/renewable/france-drops-renewables-targets-in-new-energy-bill/106666858


Etwas abweichend davon

Le Monde – Von  Perrine Mouterde   und Adrien Pécout

Frankreich weigert sich zu zahlen, weil es die Ziele für erneuerbare Energien nicht erreicht hat

Die französische Regierung versprach im Jahr 2009, bis 2020 einen Anteil erneuerbarer Energien (Wind, Sonne, Wasserkraft) von 23 % am Bruttoendenergieverbrauch zu erreichen. Im Jahr 2022 waren es jedoch nur 20,7 %.

Le Monde hat erfahren, dass die französische Regierung nicht die Absicht hat, Hunderte Millionen Euro zu zahlen, weil sie ihr europäisches Ziel für erneuerbare Energien im Jahr 2020 nicht erreicht hat. Die französische Energiewendeministerin Agnès Pannier-Runacher machte dies in einem Brief, vom 20. Oktober gegenüber der EU-Energiekommissarin Kadri Simson deutlich. …

https://www.lemonde.fr/en/environment/article/2023/11/22/france-refuses-to-pay-up-for-failing-to-meet-renewable-energies-targets_6279080_114.html


Zusammengestellt mit eigenem Text durch Andreas Demmig