Weltpolitiker ignorieren wachsende Sicherheitsprobleme bzgl. grüner Energie

Steve Goreham

Die Staaten der Welt sind dabei, eine beispiellose Energiewende zu vollziehen. Bis 2050 soll der Umstieg von Kohle, Erdöl und Erdgas auf erneuerbare Energiequellen erzwungen werden. Wichtige Elemente der vorgeschlagenen Umstellung leiden jedoch unter erheblichen Sicherheitsmängeln. Dabei handelt es sich um Batterien für Elektrofahrzeuge und die Stromspeicherung sowie um Wasserstoff-Treibstoffe für die Industrie.

Die meisten Energiequellen bergen Sicherheitsrisiken. Benzinautos können explodieren oder brennen, insbesondere nach Kollisionen. Es ist bekannt, dass Erdgaspipelines und Verarbeitungsanlagen explodieren oder brennen können. In Kernkraftwerken kam es zu bekannten Katastrophen wie Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima, als die Kühlsysteme ausfielen. Die grüne Energie bringt jedoch eine neue Dimension von Sicherheitsproblemen für die Gesellschaft mit sich.

Die Umstellung von Benzin- und Dieselfahrzeugen auf Elektromodelle ist ein wichtiger Bestandteil der grünen Energiewende. Präsident Joe Biden, andere führende Politiker und die Internationale Energieagentur fordern, dass Elektrofahrzeuge bis 2050 die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor vollständig ersetzen. Elektrofahrzeuge mit Hochleistungsbatterien sind eine neue Technologie, die sich schnell auf dem Markt durchsetzt. Die Automobilhersteller konkurrieren darum, die Reichweite von Elektrofahrzeugen durch die Einführung größerer und leistungsfähigerer Batterien zu erhöhen. Aber Batteriebrände könnten die EV-Revolution gefährden.

Lithiumbatterien in Mobiltelefonen und anderen tragbaren elektronischen Geräten sind wegen der Brandgefahr im Gepäckraum von Verkehrsflugzeugen verboten. Batterien in Elektroautos enthalten Graphit, Metalle und andere Materialien, die in entflammbare Elektrolyte getaucht sind und tausendmal mehr Energie haben als eine Handy-Batterie. Wenn sie sich entzünden, können sie stundenlang mit sehr großer Hitze brennen und sind extrem schwer zu löschen.

Elektroautos entzünden sich spontan. Anfang des Jahres wollte ein Vater aus Elk Grove, Illinois, auf den Highway 99 auffahren, als er spürte, dass sein Tesla zu zittern begann. Er fuhr an den Straßenrand und verließ sein Auto, kurz bevor es in Flammen aufging. Er konnte die Kindersitze auf der Rückbank nicht mehr retten und war froh, dass seine Kinder zu Hause waren.

In diesem Sommer musste eine Autobesitzerin aus Florida ihr Auto zur Wartung bringen und bekam einen Mercedes EV als Leihwagen zur Verfügung gestellt. Der Leihwagen war in ihrer Garage geparkt und wurde nicht aufgeladen, als er in Flammen ausbrach. Die Flammen und der Rauch verursachten schwere Schäden an ihrem Haus.

Auch bei den Elektroautos von BMW, Ford, GM, Hyundai und Tesla gab es bereits Probleme mit Batteriebränden. Im bekanntesten Fall rief GM alle 141.000 Chevrolet Bolts zurück, die zwischen 2016 und 2021 hergestellt worden waren. Im August kündigte der Elektro-Lkw-Hersteller Nikola einen Rückruf aller 209 seiner schweren Elektro-Lkw aufgrund von Batteriebränden an.

Insgesamt übersteigt die Zahl der Brände von Elektrofahrzeugen pro Fahrzeug nicht die von ICE-Fahrzeugen. Elektroautos können sich jedoch unerwartet entzünden, wenn sie über Nacht in der Garage aufgeladen werden oder auch nur in der Einfahrt geparkt sind – Orte, an denen benzinbetriebene Autos normalerweise nicht in Brand geraten.

Batteriebrände sind sehr schwer zu löschen. Sie können stundenlang brennen, während die Feuerwehr sie mit Wasser löscht, und sogar wieder aufflammen, nachdem das Feuer scheinbar gelöscht ist. Einige Feuerwehren haben das brennende Elektrofahrzeug angehoben und in einen riesigen Wassertank fallen lassen, um die Flammen zu löschen.

Netzgebundene Batterien werden von Versorgungsunternehmen in Australien, den USA und anderen Ländern eingesetzt. Dabei handelt es sich um riesige Batterien, die als Stromspeicher zur Unterstützung von Wind- und Solaranlagen dienen. Wenn Wind- und Solarsysteme überschüssigen Strom erzeugen, kann dieser in Batterien gespeichert und wieder abgegeben werden, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Bei Batterien im Netzmaßstab besteht jedoch ebenfalls das Problem der Selbstentzündung.

Heute speichern netzgeeignete Batterien nur etwa ein Millionstel des weltweit jährlich verbrauchten Stroms, aber in vielen der wenigen bereits eingesetzten Batterien kam es zu Großbränden. In Arizona, Kalifornien, New York in den USA sowie in Australien und in UK sind Batterien in Flammen aufgegangen. Batteriebrände im Netz sind die Folge eines thermischen Durchgehens, das durch mechanische Beschädigung, schlechte Klimatisierung oder Überladung verursacht wird.

Was ist derzeit die Hauptursache für Brandunfälle in New York City? Die Antwort ist nicht Kochen oder Rauchen, sondern Brände von Lithiumbatterien in E-Bikes. Die Akkus von E-Bikes gehen beim Aufladen oder einfach im Leerlauf spontan in Flammen auf. Nach der Entzündung brennen die Batterien mit großer Hitze und setzen Lagerräume oder ganze Gebäude in Brand, wobei manchmal Bewohner getötet oder verletzt werden.

Nach Angaben des New York City Fire Department stieg die Zahl der Brände von E-Bikes von 44 im Jahr 2020 auf mehr als 200 im vorigen Jahr. Die Brände haben in den letzten zwei Jahren in der Stadt zehn Todesfälle und über 200 Verletzte verursacht.

Grüner Wasserstoff, gewonnen aus der Elektrolyse von Wasser, wird auch als neuer Kraftstoff für die Energiewende vorgeschlagen. Führende Politiker fordern eine Wasserstoffwirtschaft, um Emissionen zu reduzieren und die globale Erwärmung zu bekämpfen. Wasserstoff wird als Kraftstoff für den Verkehr und als Ersatz für Erdgas und Kohle in der Schwerindustrie angepriesen. Weltweit wurden mehr als 280 Milliarden Dollar an Subventionen für die Entwicklung von grünem Wasserstoff bereitgestellt.

In der Natur kommt Wasserstoff jedoch nur in Form von Verbindungen vor. Reiner Wasserstoff ist sehr reaktionsfreudig und benötigt in Gegenwart von Sauerstoff nur eine geringe Energiemenge, um in Flammen aufzugehen. Der überstürzte Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff kann daher zu einem großen Sicherheitsrisiko werden.

Im Jahre 1937 explodierte das Luftschiff Hindenburg in Lakehurst, New Jersey. Die Explosion beendete die 35 Jahre andauernden Bemühungen um den Einsatz von Wasserstoff-Luftschiffen. Zwischen 1908 und 1937 explodierten mehr als zwei Dutzend Luftschiffe durch versehentliche Wasserstoffbrände, wobei Hunderte von Passagieren und Besatzungsmitgliedern ums Leben kamen. Die Welt entschied, dass Wasserstoff-Luftschiffe zu gefährlich seien, um sie weiter zu nutzen.

Die Befürworter grüner Energie fordern nun jedoch ein Netz von Wasserstoff-Pipelines, öffentliche Wasserstoff-Tankstellen für Fahrzeuge und sogar die Verwendung von Wasserstoff zum Heizen von Häusern. In diesen Systemen muss der Wasserstoff auf einen Druck von 700 Atmosphären komprimiert werden, so dass Lecks wahrscheinlich sind. Und anders als bei Erdgas besteht bei Wasserstoff die Gefahr einer spontanen Verbrennung, die zu Explosionen und Bränden führen kann.

Vizepräsidentin Kamala Harris hat kürzlich 1 Milliarde Dollar an Zuschüssen für elektrische Schulbusse angekündigt. Doch die Zahl der Brände von Elektrobussen auf der ganzen Welt nimmt zu. Ich hoffe, dass es nicht zu spontanen Bränden in Elektrobussen voller Kinder kommt.

Es ist klar, dass die führenden Politiker der Welt die wachsenden Sicherheitsprobleme der grünen Energie ignorieren. Aber das dürfen sie nicht.

Steve Goreham is a speaker on energy, the environment, and public policy and the author of the new bestselling book Green Breakdown: The Coming Renewable Energy Failure

This piece originally appeared at DailyCaller.com and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/01/world-leaders-ignore-growing-safety-issues-with-green-energy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Deutschlands Erneuerbare-Energien-Branche „steht vor dem Abgrund“ und führt zu weitreichendem wirtschaftlichen Niedergang

Cassie B.

[Warum muss man eigentlich auf auswärtige Quellen zurückgreifen, um eine neutrales Bild der Lage unseres Landes zu erhalten? A. d. Übers.]

Die deutsche Wirtschaft leidet unter der Umstellung auf erneuerbare Energien, die in einer Studie als „vom Boom zur Krise“ bezeichnet wird.

Als die Inflation und die Zinssätze noch niedriger waren, mag die Branche der erneuerbaren Energien in Deutschland geboomt haben, aber die Rohstoffe werden immer schwieriger zu beschaffen, und die Hersteller können nicht mehr mithalten. Laut Blackout News „haben sich die Aussichten für den Sektor der erneuerbaren Energien drastisch verschlechtert“. Das Nachrichtenportal berichtet, dass der grüne Energiesektor des Landes nun „am Rande des Abgrunds“ steht.

Während die globalen Aktienmärkte in den letzten 12 Monaten um 11 Prozent gestiegen sind, ist der S&P Global Clean Energy Index, der die Performance des Sektors der erneuerbaren Energien überwacht, um 32 Prozent gefallen. Dies sind beträchtliche Verluste, die Unternehmen, Aktionäre und Investoren, die auf erneuerbare Energien gesetzt haben, betreffen.

Aber nicht nur der grüne Energiesektor leidet, auch die Gesamtwirtschaft des Landes befindet sich im Abschwung. Mehrere große Arbeitgeber, darunter Liebherr, Hansgrohe, Gardena und Stiehl, reduzieren die Arbeitszeit und bauen Arbeitsplätze ab. Weitere Unternehmen wie der Motorsägenhersteller Stihl und die Textilfirma Groz-Beckert werden voraussichtlich in Kürze Entlassungen vornehmen.

Blackout News erklärt: „Die steigende Inflation und die Baukrise sind zwei der Hauptgründe für die derzeitige wirtschaftliche Unsicherheit. Die steigende Inflation belastet die Haushalte“.

Im Mittelpunkt der Inflation, die für die Probleme der deutschen Wirtschaft verantwortlich gemacht wird, stehen die steigenden Energiekosten, zurückzuführen auf die Energiepolitik der Regierung. Im Dezember gab Bundeskanzler Olaf Scholz bekannt, dass seine Regierung nach Krisengesprächen eine Einigung über den Haushalt erzielt habe, nachdem das Verfassungsgericht des Landes entschieden hatte, dass der Haushalt 2024 rechtswidrig sei, weil er eine zu hohe Neuverschuldung enthalte. Infolgedessen hat die Regierung einige ihrer grünen Subventionen gekürzt, wobei die Subventionen für Elektroautos und Solarenergie nun früher als ursprünglich geplant auslaufen.

Scholz hat bestritten, dass seine Regierung nun von ihren grünen Versprechen abrückt. Er sagte, dass sie zwar an ihren Zielen festhalten wolle, aber nun einen Weg finden müsse, dies zu tun, ohne so viel Geld auszugeben.

Im vergangenen Frühjahr wurde berichtet, dass sich das Bundeswirtschaftsministerium „grob verrechnet“ hat, wie viel es kosten wird, die Öl- und Gasheizungen in Gebäuden und Wohnungen bis 2045 durch Wärmepumpen zu ersetzen. Die ursprüngliche Schätzung des Ministeriums von 135 Milliarden Euro lag weit daneben, die tatsächlichen Gesamtkosten werden auf 776 Milliarden Euro geschätzt.

Steigende Arbeitslosigkeit und schrumpfende Wirtschaft prognostiziert

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Jahr 2023 auf insgesamt 2,6 Millionen gestiegen, was einem Anstieg von 191.000 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Außerdem gab es 2023 in Deutschland 84.000 offene Stellen weniger als 2022.

Die Jahresendprognosen für die deutsche Wirtschaft sehen das Jahr 2023 überwiegend als ein Jahr der Stagnation mit sehr schleppendem Wachstum, da die Verbraucher mit steigenden Preisen und Inflation zu kämpfen haben. Darüber hinaus haben die instabilen Energiepreise internationale Konzerne dazu gezwungen, ihre Investitionspläne zu streichen oder zu ändern. Die grüne Transformation von Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck wird weithin als zu ehrgeizig kritisiert und kostet das Land viel Geld.

VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel sagte gegenüber der DW: „Für Deutschland läuft es im Moment richtig schlecht.“

Einige Experten wie Stefan Schneider von DB Research prognostizieren, dass die Wirtschaft des Landes im nächsten Jahr schrumpfen wird.

Quellen für diesen Beitrag sind u. A.: WattsUpWithThat.com, BBC.com, DW.com, Reuters.com, WattsUpWithThat.com

Link: https://climate.news/2024-01-04-germanys-renewable-energy-bringing-down-economy.html

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kernenergie – ein Segen für die Menschheit

-Nur Deutschland will sie nicht haben-

von Klaus Ridder (Dipl.-Ing.)

Die Bevölkerung unserer Erde nimmt stetig zu. Mehr Menschen brauchen mehr Energie. Die Ressourcen zur Energieerzeugung wie Kohle, Gas und Öl werden weniger. Mit ‚Windmühlen‘ und Photovoltaik, die nur begrenzte Zeit Energie liefern, kann man das Problem nicht lösen, auch nicht mit Bio-Masse oder in Deutschland auch nicht mit Wasserkraft. Doch mit der friedlichen Nutzung der Kernenergie sind nicht alle Menschen einverstanden. Es werden ideologische Barrieren aufgebaut. Warum eigentlich?

Geschichte

Schon im alten Griechenland suchten die Gelehrten nach kleinsten Teilen der Materie. Sie nannten sie „Atome“, das bedeutet „Das Unteilbare“, daran glaubte man 2 Jahrtausende. Erst im letzten Jahrhundert erkannten Physiker, dass man Atome auch spalten kann und dabei wurde sogar Energie freigesetzt. Eine neue Ära der Energieerzeugung begann, als es dem deutschen Forscher Otto Hahn 1938 rein zufällig gelang, Uran-Atomkerne zu spalten.

Bild 1: Der deutsche Physiker und spätere Nobel-Preisträger Otto Hahn entdeckte 1938 die Kernspaltung von Uran.

Die Nachricht von den unheimlichen Kräften, die in Uran-Atomen steckten, drang rasch zu den Wissenschaftlern in anderen Ländern und es wurde eifrig geforscht. Auch dachte man darüber nach, wie man die enorme Energie zu militärischen Zwecken einsetzen konnte. Man baute in den USA noch während des Zweiten Weltkriegs eine Atombombe und setzte diese nach der deutschen Kapitulation am 06.08.1945 beim Krieg gegen Japan in der Stadt Hiroshima ein. Über 200.000 Menschen starben dabei und mehr als 100.000 wurden schwer verletzt.

Die Bombe von Hiroshima hatte gezeigt, wie todbringend man Kernenergie anwenden kann.

Bild 2: Im August 1945 wurde auf die japanische Stadt Hiroshima die erste Atombombe abgeworfen. Das Denkmal dafür

Besorgte Gesichter bei den Wissenschaftlern, so hatte man sich den Beginn des „Atomzeitalters“ nicht gewünscht.

Ich selbst habe die Gedenkstätte in Hiroshima besucht, es war grauenvoll, was sich da abgespielt hatte.

Doch neben der militärischen Weiterentwicklung der Atombombe wurde auch versucht, die Kernspaltung für friedliche Zwecke zu nutzen. In Wien wurde eine UN-Tochter, die Internationale Atomenergie Organisation (IAEO) gegründet, die die friedliche weltweite Nutzung der Kernenergie beaufsichtigen sollte.

Entwicklung der Kernenergie in Deutschland

Das Atom barg aber noch viele Geheimnisse. Man war bestrebt, die enorme Energie aus der Kernspaltung für das tägliche Leben nutzbar zu machen. Daran arbeiteten viele Wissenschaftler in aller Welt – mit großen Erfolg. Es entstanden Kernreaktoren, mit denen man Strom erzeugte, baute Schiffe mit „Atommotoren“ (Frachtschiff Otto Hahn, Eisbrecher und U-Boote) und nutzte radioaktive Stoffe auch in der Medizin.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde die Kernforschung von den Alliierten nach dem verlorenen Krieg ab 1955 gestattet, gleichwohl wurde bereits 1961/62 in Kahl (Bayern) das erste deutsche Kernkraftwerk in Betrieb genommen. Und es ging weiter. Auch in der DDR entstanden in Lubmin (5) und Rheinsberg (1) Kernkraftwerke, insgesamt waren mal bis vor der Wende (1990) 32 Kernreaktoren (manche Kernkraftwerke hatten mehrere Kernreaktoren, in Lubmin waren es sogar 5 in Betrieb und weitere im Bau.

Eine beispiellose Erfolgsgeschichte, doch diese Erfolgsgeschichte fand aufgrund politischer und juristischer Querelen und Anti-Atom-Protesten keine Fortsetzung und endete, um es vorwegzunehmen, mit der Abschaltung der letzten 3 Kernreaktoren am 15.04.2023.

Bild 3: 2023 gingen die letzten deutschen Kernkraftwerke (KKW) vom Netz, hier das KKW in Neckarwestheim. Hier der Abtransport abgebrannter  Brennelemente.

Politik hat versagt

Der friedlichen Nutzung der Kernenergie wurde ein hoher Stellenwert als zukunftsorientierter Wirtschaftsbereich eingeräumt, man sah eine Alternative zu den bisher verwendeten Energieträgern Kohle und Wasserkraft. 1955 wurde sogar ein Bundesministerium für Atomfragen eingerichtet, dessen erster Minister kein geringerer als der bayerische Politiker Franz Josef Strauß war. Es gab sogar ein Atomprogramm. Es entstand eine Euphorie pro Kernenergie. Deutsche Firmen wie Siemens waren führend in der Kerntechnik.

Doch die Zustimmung wandelte sich im Verlaufe der Jahre bis zur Wiedervereinigung in der Bundesrepublik Deutschland, nicht aber in der DDR. Es entstand aus der Anti-Atombewegung, auch mit Unterstützung der Kirchen, sogar eine eigene Partei – die GRÜNEN.

Begonnene Vorhaben im Zusammenhang mit der friedlichen Nutzung der Kernenergie wurden eingestellt, dazu gehören der Schnelle Brüter in Kalkar (1991), die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf (1989), die MOX-Brennelementefabrik in Hanau (1991), das Kernkraftwerk in Mülheim-Kärlich (1988), der Thorium-Hochtemperatur-Reaktor(THTR) in Hamm-Uentrop (1989) sowie der DDR-Kernkraftwerke in Lubmin und Rheinsberg (1990).

Bild 4: Der Kugelhaufenreaktor (THTR) war eine deutsche Erfindung, hier ein Modell. Sein Betrieb wurde unter dem damaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau 1989 eingestellt. Das System wurde in China nachgebaut.

Risiken

Das Leben ist mit Gefahren verbunden – das war schon immer so. Und Risiken im Zusammenhang mit der Energieerzeugung gibt es viele: Staudämme können brechen, der Abbau von Kohle in Bergwerken ist sehr gefährlich (tausende Tote jährlich), Windkrafträder können brennen und Flügel verlieren, Öl-Tanker können stranden usw.

Wegen des kerntechnischen Anlagen innewohnenden Gefährdungspotentials ist für alle Bereiche des Umgangs mit radioaktiven Stoffen als eigenes rechtliches Instrumentarium das Atomgesetz geschaffen worden. Sein Zweck: Schutz der Bevölkerung vor den Gefahren der Kernenergie. In der Kerntechnik wurde – erst- und einmalig in dieser systematischen und umfassenden Weise – eine Sicherheitskonzeption derart entwickelt, dass auf Grund theoretischer Überlegungen und wissenschaftlicher Untersuchungen mögliche Störfälle vorausgesehen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen eingeplant werden. Über die Einhaltung der Schutzmaßnahmen wachen die Gutachter der Länder und die Reaktorsicherheitskommisssion der Bundesregierung.

Spricht man über Gefahren im Zusammenhang mit der Kernenergie, so kommen spontan 2 Namen: Tschernobyl und Fukushima. Ich werde mal versuchen, beide Ereignisse darzustellen und auch die Risiken beim Transport mit einzubeziehen.

Tschernobyl am 26.05.1986

Der Unfall im russischen Kernkraftwerk Tschernobyl war eine sehr große Katastrophe und Teile Europas wurden, teilweise bis hoch nach Skandinavien, mit einer „radioaktiven Wolke“ überzogen. Laut Untersuchungen der IAEO kamen 41 Personen ums Leben und viele Personen (8.000?) wurden durch radioaktive Strahlen verletzt.

Die Ursache war ein vorsätzlich falsches Verhalten des Betriebspersonals in der Leitzentrale. Das führte dazu, dass der Kernspaltungsprozess außer Kontrolle geriet und einen GAU (= größer anzunehmender Unfall) auslöste.

In einem Kernkraftwerk deutscher Bauart hätte ein solcher Unfall rein technisch nie passieren können.

Fukushima (11.03.2011)

Ein Tsunami löste vor der japanischen Küste eine Welle aus, die die Küste rund um das Kernkraftwerk Fukushima zerstörte und im Kernkraftwerk das dort vorhandene Kühlsystem außer Betrieb setzte. Das führte zu einem GAU.

Etwa 20.000 Menschen wurden durch den Tsunami getötet, im Kernkraftwerk ertrank eine Person. Keine Person wurde durch Strahlung getötet.

In einem Kernkraftwerk deutscher Bauart hätte ein solcher Unfall rein technisch nie passieren können.

Transporte

Transporte mit radioaktiven Stoffen werden immer als besonders gefährlich dargestellt. Dem ist nicht so! Dank der Empfehlungen der IAEO sind die Transporte so sicher, dass es weltweit in 70 Jahren keinen Unfall mit Freisetzung radioaktiver Stoffe gegeben hat. Weltweit hat es beim Transport radioaktiver Stoffe also keinen Toten gegeben und niemand wurde signifikant durch Strahlung geschädigt.

Bild 5: CASTOR Transportbehälter sind eine deutsche Erfindung und unfallsicher. Hier ein BAM-Test im Jahre 1978

Weltweit immer mehr Kernkraftwerke

In Sachen Energie aus Kernkraftwerken ist Deutschland mit dem Ausstieg eine Art ‚Geisterfahrer‘.

Derzeit sind laut der jüngsten IAEO-Jahresprognose 437 Kernkraftwerke in Betrieb und 53 im Bau in 19 Ländern, darunter 9 in Bangladesch, Weißrussland, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese Länder haben sich erstmals für die nukleare Stromerzeugung entschieden.

Bild 6 In anderen Ländern, hier der Schweiz, werden weiterhin KKW (z.Zt.437) betrieben und noch weiter neue gebaut

„Die jüngsten IAEO-Jahresprojektionen zeigen, dass die Kernenergie weiterhin eine Schlüsselrolle im kohlenstoffarmen Energiemix der Welt spielen wird. In unserem High-Clase-Szenario wird sich die globale nukleare Stromkapazität bis 2050 nahezu verdoppeln. Der Klimaschutz bleibt ein wesentlicher potenzieller Treiber für die Aufrechterhaltung und Ausweitung der Nutzung der Kernenergie“, sagte IAEO-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi.

Endlagerung nur ein politisches Problem

Im Zusammenhang mit der friedlichen Nutzung der Kernenergie kommt immer das Argument auf, dass die Endlagerung abgebrannter Brennelemente ja nicht gesichert sei.

Fakt ist, dass andere Länder wie beispielsweise Schweden und auch Finnland die Endlagerung gelöst haben und in Schweden ist der Besuch des Endlagers in Forsmark (nördlich von Stockholm an der Ostseeküste) sogar ein touristisches Erlebnis.

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Bild 7..Endlagerung in Schweden: Das Endlager im schwedischen Forsmark ist betriebsbereit und eine Touristen Attraktion. Man meldet sich im Touristbüro an und fährt mit einem Bus 600m runter ins Endlager.

In Deutschland ist und bleibt die Endlagerung überwiegend ein politisches Problem – und das wird noch Jahrzehnte dauern Mitt der Beendigung der Standortuntersuchung Gorleben und einer erneuten Standortauswahl und -erkundung wird die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen in diesem Jahrhundert unwahrscheinlich. Die Bereitstellung eines Endlagers ist und bleibt eine staatliche Verpflichtung.

2001 wurde die Erkundung des vorgesehenen Endlagers Gorleben vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin eingestellt. Im Moratorium, mit dem die Einstellung besiegelt wurde, steht geschrieben „Es liegen keine Anhaltspunkte vor, dass Gorleben nicht geeignet ist.“ Heute wird immer noch nach einem Endlager gesucht – dazu wurde eine sog. Findungskommission gegründet.

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Bild 8 Die Erkundungsanlage im Salzstock Gorleben wurde 2001 eingestellt

Zurzeit wird auch an den jeweils außer Betrieb genommenen Kernkraftwerken zwischengelagert, obwohl es 3 Zwischenlager in Aahaus, Lubmin und Gorleben gibt. Die dezentralen Zwischenlager müssen rund um das Jahr bewacht werden und das kostet jährlich viele Millionen Euro.

Bild 9 Gorleben war eines der 3 geplanten Zwischenlager. Die Halle mit den Behältern ist nicht voll, weil Behälter mit den abgebrannten Brennelementen kostenaufwendig an den Kernkraftwerken zwischengelagert werden

Resümee

Bis auf weiteres kann weltweit aufgrund zunehmender Bevölkerungszahl die Energieversorgung nur mit Kernkraftwerken gelöst werden. Der deutsche Ausstieg aus dieser Art der Energieerzeugung ist unverantwortlich.

Dipl.-Ing.Klaus Ridder

Bild 10: Dipl.-Ing Klaus Ridder  ist Experte für den Transport gefährlicher Güter.und Chairman der Arbeitsgemeinschaft Energie und Umwelt – die Realisten (www.ageu-die-realisten.com )

 




Zu starke Grundwasser-Entnahme bedroht Küstenstädte – Klimaschau 175

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 175. Ausgabe: Landabsenkung bedroht viele Küstenstädte




Hohe Temperaturspitze kann zu geringem Temperaturanstieg führen

David Wojick

Der jüngste große Temperaturanstieg hat die Klimaalarmisten in helle Aufregung versetzt, die sozusagen alle hyperbolischen Register gezogen haben. Die Erwärmung sei enorm, sagen sie. Ihr Lieblingsbegriff – „beispiellos“ – taucht häufig auf.

Das ist alles sehr lustig, hatten wir doch vor nicht allzu langer Zeit genau dieselbe Situation. Am interessantesten ist, was damals als Nächstes geschah, denn meiner Meinung nach ist es wahrscheinlich, dass es wieder geschieht. Das bedarf einer Erklärung.

Für die folgenden Ausführungen muss man sich die Temperaturaufzeichnungen der University of Alabama in Huntsville (UAH) ansehen:

Vergleichen Sie zunächst einmal den aktuellen Ausschlag mit dem von 1998. Sie sind praktisch identisch, was den kurzfristigen Temperaturanstieg anbelangt, etwa 1,0 Grad C. Es handelt sich also nicht um einen beispiellosen Anstieg.

Ja, die Spitze des jetzigen Spikes hat eine höhere Temperatur als der Spike von 1998, und hier wird es sehr interessant. Die Basis des jetzigen Spikes ist wärmer als die Basis im Jahr 1998. Das liegt daran, dass es seither ein wenig wärmer geworden ist.

Aber diese Erwärmung erfolgte in zwei bestimmten Schritten, die jeweils auf einen Super-El Niño folgten. Nach der Spitze von 1998 oszillierte die Temperatur um einen konstanten Wert, der höher war als vor der Spitze, aber es gab keine weitere Erwärmung, bis die Super-El-Niño-Spitze von 2016 auftrat. Nach dieser Spitze war es dann wieder wärmer, aber ohne Erwärmung.

Die gesamte Erwärmung in der gesamten Aufzeichnung erfolgt in nur zwei Schritten, ohne Erwärmung dazwischen. Übrigens habe ich schon vor sechs Jahren auf dieses Stufenmuster hingewiesen, als es nur eine klare Stufe gab, nämlich 1998. Siehe hier.

Damals fragten wir uns, ob sich dieses Stufenmuster mit dem Super-El-Niño 2016 wiederholen würde, und siehe da, das war tatsächlich der Fall.

Jetzt stellt sich also die Frage, ob wir einen weiteren kleinen Schritt nach oben in der Durchschnittstemperatur von der laufenden Spitze bekommen werden? Ich wette, das wird so sein, und deshalb mache ich hier eine entsprechende Prognose. Natürlich bin ich bereit, mich zu irren, aber es ist immer noch sehr wahrscheinlich.

Aber die Grundaussage von vor sechs Jahren bleibt bestehen. Es gibt keine Beweise für eine Erwärmung aufgrund des kontinuierlichen CO₂-Anstiegs in den gesamten 45 Jahren. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass die Erwärmung auf das periodische Auftreten von Super-El Niños zurückzuführen ist.

Die wahrscheinliche Erklärung scheint auch ziemlich einfach zu sein. Es gibt eine Restenergie in der Atmosphäre, die von jedem Ausschlag übrig bleibt. Die Gesamtenergie steigt also mit jedem Schritt an.

Man beachte, dass die Energie der Spitze nicht vom El Niño stammt. Ein El Niño ist einfach ein Mangel an kaltem Wasser, das aufsteigt. Ohne dieses kalte Wasser erwärmt sich die Oberflächenschicht des Ozeans durch die einfallende Sonnenenergie stark. Ein Teil dieser Energie gelangt in die Atmosphäre und verursacht den großen Ausschlag. Dass ein Teil dieser Energie dann in der Atmosphäre verbleibt, scheint nicht überraschend. Es gibt keinen Grund, warum die La Niña, die auf jeden Super-El Niño folgt, die gesamte kürzlich hinzugefügte Energie entfernen sollte.

Hier ist meine Schlussfolgerung von vor sechs Jahren: „Aber in keinem Fall gibt es hier irgendeinen Beweis für eine CO₂-induzierte noch für eine vom Menschen verursachte Erwärmung, was das betrifft. Diese Ursachen würden zu einer relativ gleichmäßigen Erwärmung im Laufe der Zeit führen, nicht zu der einmaligen, episodischen Erwärmung, die wir hier eindeutig sehen. Insbesondere gibt es meines Wissens keine bekannte Möglichkeit, wie der allmähliche CO₂-Anstieg diesen riesigen El-Nino-La-Nina-Zyklus verursacht haben könnte.

Die geringe Erwärmung in den letzten 40 Jahren scheint also mehr oder weniger völlig natürlich zu sein. In jeder normalen Wissenschaft würde dieses Ergebnis ausreichen, um die Hypothese zu entkräften, dass die steigende CO₂-Konzentration die globale Erwärmung verursacht.“

Daran hat sich nichts geändert. Die Hypothese der anthropogenen globalen Erwärmung wird durch einfache Beobachtung falsifiziert. So ist die Wissenschaft, oder so sollte sie sein.

Link: https://www.cfact.org/2024/01/08/big-temperature-spike-may-lead-to-small-temperature-rise/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE