Kältereport Nr. 3 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: In diesem Report stehen wie schon vorher angekündigt die Kältewellen in Nordamerika und Europa im Vordergrund. Sie werden wohl noch ein paar Tage dominieren. Es ist aber sehr zu begrüßen, dass Blogger Cap Allon darüber auch Gebieten nicht übersieht, an die man vor dem Hintergrund o. g. Kältewellen gar nicht denkt. So scheint es auch in Nordindien außerordentlich kalt zu sein.

Aber auch das gehört m. E. in diesen Kältereport: Sämtliche Mittelfrist-Modelle simulieren seit Tagen, dass die Kälte sowohl in den USA als auch in Europa ab der nächsten Woche zumindest für eine ganze Weile zu Ende geht. Hier in Europa lassen Orkanwirbel über dem Atlantik in breitem Strom nach dem kommenden Wochenende milde Meeresluft bis zum Ural vordringen, so dass es auch in Moskau Tauwetter geben dürfte (Stand 17. Januar 2024)

Meldungen vom 12. Januar 2024:

Alle Wetterstationen in B. C. melden Frost

Skigebiete sind wegen extremer Kälte geschlossen, Lehrer beeindrucken ihre Schüler, indem sie kochendes Wasser sofort einfrieren, und es ist sogar zu kalt für einen Pinguinspaziergang im Zoo – die verheerenden Auswirkungen des „globalen Siedens“ haben den Westen Kanadas erreicht.

Arktische Luft hat die Temperaturen in einem weiten Gebiet auf Werte nahe -50°C sinken lassen, was Environment Canada dazu veranlasst hat, eine Warnung vor extremer Kälte und arktischen Bedingungen für weite Teile des Yukon und der Nordwest-Territorien, den größten Teil von B.C., Saskatchewan und ganz Alberta herauszugeben.

In Oglivie Camp, Yukon, wurde gestern ein Tiefstwert von -49,3 °C gemessen – die niedrigste Temperatur in Kanada in diesem Winter; -48,4 °C wurden in Watson Lake gemessen; ein Tiefstwert von -47 °C wurde in den NWT gemessen; -43 °C in Alberta und -42 °C in British Columbia.

Es folgen noch einige Einzelwerte.

Am beeindruckendsten ist für mich, dass am Donnerstag um 19 Uhr alle Wetterstationen in Britisch-Kolumbien Temperaturen unter dem Gefrierpunkt anzeigten (die höchste Temperatur war -0,1 °C in Tofino, siehe unten) – ein unglaublich seltenes Ereignis.

Es folgt wieder ein Blick auf die bevor stehende Kälte in den USA. Mehr dazu in den folgenden Meldeblocks.

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Kälte in Nordindien: Delhi meldet 3.9°C

Am Freitagmorgen wurde in Delhi ein Tiefstwert von 3,9 °C gemessen – die bisher niedrigste Temperatur der Saison, die nach Angaben des India Meteorological Department (IMD) die „Kältewelle“ oder „kalte Tage“ in der Hauptstadt fortsetzt.

Von einem „kalten Tag“ spricht man, wenn die Mindesttemperatur 10 °C oder weniger beträgt oder die Höchsttemperatur mindestens 4,5 °C unter dem Normalwert liegt. Von einem „sehr kalten Tag“ spricht man, wenn die Höchsttemperatur mindestens 6,5 °C unter dem Normalwert liegt.

Einem aktuellen Bericht des IMD zufolge herrschen in vielen Teilen Nordindiens seit Ende Dezember „kalte Tage“ bis „sehr kalte Tage“ – ein Phänomen, das laut einer aktuellen Studie des IITM in den letzten Jahrzehnten „trotz der globalen Erwärmung“ immer häufiger auftritt.

Die von den Wissenschaftlern Raju Mandal und Susmitha Joseph vom Indischen Institut für Tropenmeteorologie geleitete Analyse berücksichtigte die Anzahl der Kältewellenereignisse in den letzten sieben Jahrzehnten, von 1951 bis 2022. Die Forscher entdeckten, dass in den letzten Jahrzehnten mehr Kältewellentage auftreten als in den Jahrzehnten davor.

[Diese Hervorhebung vom Übersetzer]

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„Sommer“ in der Antarktis: Weiterhin Temperaturen unter –40°C

Auch die Antarktis wartet weiterhin mit Kalt-Anomalien auf.

Am 11. Januar wurden bei JASE2007 AWS -41,5 °C (-42,7 °F) gemessen, womit sich der extreme und beispiellose „Sommerfrost“ dieser Saison fortsetzte.

Das antarktische Meereis, das zu starken Schwankungen neigt, ist nach Angaben der NASA nach dem Einbruch im Jahr 2023 wieder in den normalen Bereich zurückgekehrt:

Ich weiß nicht, wohin die Alarmisten gehen, wenn die Daten ihre Erzählung nicht stützen (außer in die Stille). Ich weiß nicht, wie sie so dreist und arrogant auf eine bestimmte Trommel schlagen können, um sie dann schamlos fallen zu lassen und weiterzuziehen, sobald die Realität sie widerlegt.

Das antarktische Eis ist nur das jüngste Beispiel. Es gibt auch noch das arktische Meereis, das Grönlandeis, den Meeresspiegel, die Polarausbrüche, den Schneefall, die Zahl der Eisbären, das Great Barrier Reef, und so weiter und so fort…

Link: https://electroverse.substack.com/p/all-weather-stations-in-bc-dip-below?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 15. Januar 2024:

Allzeit-Kälte überrollt Nordamerika

Die Kälte in Nordamerika hat schon am 13. Januar auch in die Alarmisten-Blogs Eingang gefunden.

Dieser Arktische Ausbruch drohte immer groß zu werden – für all die Mainstream-Meteorologen, die versuchten, ihn herunterzuspielen.

Angefangen in Kanada und mit den täglichen Rekordtiefstwerten: Nach Angaben von Environment Canada wurden allein in 17 Gemeinden in British Columbia am Samstag die niedrigsten Temperaturen aller Zeiten gemessen, darunter 10 in der Region Interior.

Penticton brach mit einem Tagestiefstwert von -26,6 °C einen 1950 aufgestellten Rekord um mehr als 3 °C; Osoyoos stellte mit einem Tagestiefstwert von -22,3 °C ebenfalls einen neuen Rekord auf und übertraf damit den bisherigen Rekord vom 13. Januar (-19,8 °C); im nördlichen Okanagan sank die Temperatur in Salmon Arm bis -30,4 °C und brach damit den bisherigen historischen Höchstwert von -27,2 °C aus dem Jahr 1911.

Zuvor wurde am Freitag in Keg River, Alberta, der erste kanadische Tiefstwert der Saison von -50 °C gemessen. Dort wurde es schließlich mikt einen Tiefstwert von -51,5 °C kalt, was gleichzeitig die niedrigste Januartemperatur in Alberta seit 2004 (-52 °C) ist.

Man beachte, dass diese neuen Rekorde nur für B.C. gelten – viele weitere fielen in benachbarten Provinzen.

Diese Kälte hat schwerwiegende Auswirkungen auf das kanadische Stromnetz, nicht zuletzt in Alberta, wo ein „Notfall-Alarm“ ausgerufen wurde: „Aufgrund der extremen Kälte und der daraus resultierenden hohen Stromnachfrage besteht für das Stromnetz in Alberta ein hohes Risiko von turnusmäßigen Stromausfällen“, heißt es in der Warnung.

Blick über die Grenze in die Vereinigten Staaten: dort wurden am Wochenende ebenfalls Hunderte von Tiefsttemperaturrekorden aufgestellt.

Sherman, Texas, zum Beispiel brach am 14. Januar einen neuen Tiefsttemperaturrekord. Die Höchsttemperatur in der Stadt erreichte am Sonntag nur 12 Grad Celsius, was den bisherigen Rekord (aus dem Jahr 2007) um unglaubliche 14 K übertraf.

Auch in Tulsa, OK, wurde am Sonntag ein neuer Tiefsttemperaturrekord aufgestellt, der den alten Rekord aus dem Jahr 1979 übertraf.

Der Tiefstwert von -8° C am Sonntagmorgen in Colorado Springs brach den alten Rekord von -6° C, der von 1917, 1930 und 1997 gehalten wurde.

Auch in North Dakota wurden Temperatur- und Windchillerekorde gebrochen, und nicht nur dort.

Das geht noch eine ganze Weile so weiter. In einem späteren Block bringt Cap Allon ein paar weitere Hintergrund-Informationen, die separat übersetzt werden.

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Drei Meter hohe Schneewälle in Xinjiang, China

Die Schneemengen in Europa sind zwar beeindruckend, können aber größtenteils nicht mit den bemerkenswerten Schneefällen in Xinjiang, China, mithalten.

Wie letzte Woche berichtet, schneite es in Altay in der Provinz Xinjiang drei Tage hintereinander, und die Schneehöhe erreichte schließlich mehr als einem Meter.

Für das Wochenende wurde eine Verdoppelung dieser Menge vorhergesagt. Diese Vorhersage ist eingetroffen – und noch viel mehr:

Hier folgt ein Twitter-Video

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Antarktis: Das Jahr ohne Sommer

Unglaublich, dass die Werte unter -40°C auf dem antarktischen Plateau weiter anhalten.
Concordia ist am Wochenende erneut unter die -40°C-Marke gefallen, wobei am Samstag -40,3°C gemessen wurden.

Andernorts verzeichnete die ASE2007 AWS einen Tiefstwert von -42,1°C.

Anfang des Monats schrieb ich über „eine historische, noch nie dagewesene Serie extremer Sommerkälte am Ende der Welt“, und es gibt noch immer keine Anzeichen dafür, dass sie nachlässt; das beispiellose „Jahr ohne Sommer“ in der Antarktis zieht sich hin…

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Es folgt dann noch ein Beitrag zum Vulkanausbruch in Island.

Link: https://electroverse.substack.com/p/all-time-cold-sweeps-north-america?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 16. Januar 2024:

Hier folgt zunächst ein Hintergrundbeitrag zur Kältewelle in den USA und Kanada. Das wird separat übersetzt. Aber natürlich spielt auch die Kältewelle in Europa eine Rolle:

Eingeschneites Europa

Kälte und Schnee in Europa sind beeindruckend.

In UK herrscht war es heute Morgen extrem kalt, in Schottland wurden Werte von unter -10 °C gemessen. Außerdem schneit es heftig, und auch in den sozialen Medien wird über störende Schneefälle in niedrigeren Breiten und in tieferen Lagen einschließlich Liverpool berichtet.

Die zunehmende Schneedecke auf dem Kontinent – sowie in Nordamerika und Russland – lässt die Gesamtschneemasse der nördlichen Hemisphäre wieder über den Durchschnitt der Jahre 1982-2012 steigen (Stand: 15. Januar, der letzte Datenpunkt:

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Es folgt ein Beitrag über eine vorhergesagt Stratosphären-Erwärmung im Februar. Da warten wir mal ab.

Allon wirft dann noch einen weiteren kurzen Blick auf die Antarktis:

Antarktis

Ein Electroverse-Beitrag wäre nicht vollständig ohne einen kurzen Blick auf das Ende der Welt.

Die Temperaturen in der Antarktis sind in letzter Zeit sogar auf -42,2 °C an der JASE2007 AWS gesunken, und auch an der Südpolstation wurden sehr niedrige Werte gemessen – mit einem Tiefstwert von -33,3 °C wurde dort ein Tagesrekord aufgestellt (-33 °C aus dem Jahr 1992).

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Abschließend in diesem Meldungsblock schreibt Allon noch etwas zur derzeitigen Sonnenaktivität.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-continues-across-north?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 17. Januar 2023:

Große Not durch „Rekord-Kälte“ in New Delhi

Nordindien hat seit Tagen mit dichtem Nebel und rekordtiefen Temperaturen zu kämpfen, berichten indische Medien.

Hunderte von Flügen in und aus der Hauptstadt wurden gestrichen, und auch am Bahnhof von Neu-Delhi kam es zu Verspätungen aufgrund der invasiven „Kältewelle“, die Delhi nun schon den fünften Tag in Folge im Griff hat: 3,5°C, 3,6°C, 3,9°C, 3,3°C und 3,5°C.

Das India Meteorological Department (IMD) hat eine Kältewellen-Warnung in Orange ausgegeben, die mindestens bis zum 17. Januar gilt.

Einem kürzlich veröffentlichten Bericht des IMD zufolge herrschen in vielen Teilen Nordindiens seit Ende Dezember „Kältewellentage“. Wie eine aktuelle Studie des IITM herausfand, handelt es sich dabei um ein Phänomen, das in den letzten Jahrzehnten „trotz der globalen Erwärmung“ zunimmt. In der Studie wurde die Anzahl der Kältewellenereignisse in den letzten sieben Jahrzehnten (1951-2022) berücksichtigt und festgestellt, dass in den letzten Jahrzehnten mehr Kältewellentage aufgetreten sind als in den Jahrzehnten davor.

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Russland: Kälte bis –55,9°C und schwere Schneestürme

In den letzten Wochen haben außergewöhnliche Tiefstwerte das transkontinentale Russland heimgesucht, mit Tiefstwerten bis zu -60°C.

In den frühen Morgenstunden des Mittwochs wurde in Delyankir eine Temperatur von -55,9 °C gemessen, da ein heftiger und lang anhaltender arktischer Luftstrom den größten Teil der Russischen Föderation im Griff hat. In Delyankir herrschen schon seit Wochen Tiefstwerte unter -50 °C.

Andernorts wurden ähnlich extreme Werte in Städten wie Jurty, Ojmjakon, Iema, Nera, Agayakan und Verhojansk gemessen:

Starke Schneeverwehungen waren in den letzten Wochen ebenfalls das Thema in ganz Russland.

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Kälte bis –13°C in UK nebst weiteren Schneefällen

UK hat am Dienstag eine weitere kalte Nacht hinter sich gebracht, in der in einigen Gebieten rekordverdächtig niedrige Temperaturen herrschten.

Nach Angaben des Met Office wurde es im schottischen Glen Ogle in den frühen Morgenstunden des Mittwochs -13 °C kalt. Damit wurde die bisher kälteste Nacht des Winters verzeichnet und der am 3. Dezember in Altnaharra in den schottischen Highlands gemessene Wert von -12,5 °C übertroffen.

rost und Schnee werden in dieser Woche in ganz Großbritannien anhalten, da ein „Kälteeinbruch arktischer Luft“ das ganze Land erfasst, so das Met Office, dessen Sprecherin hinzufügte, dass die Schwere des Frostes auch darauf zurückzuführen ist, dass die Kälte schon lange angedauert hat.

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Für den Big Freeze in Nordamerika wird die „Globale Erwärmung“ verantwortlich gemacht

In dieser Woche wurden Tages-, Monats- und Allzeit-Tiefsttemperaturrekorde gebrochen – ein Vorgang, der nach Ansicht des Establishments „durch die globale Erwärmung wahrscheinlicher geworden ist“.

Beginnend im Norden befindet sich Westkanada inmitten einer „einmaligen Kältewelle“, berichtet The Weather Network. „Die Temperaturen sind in weiten Teilen der Provinz auf -40 Grad Celsius gesunken, einschließlich eines Rekordtiefs von -51,5 Grad Celsius in Keg River.“

Südlich der Grenze schneite es am Dienstag bis hinunter nach Mobile, Alabama, und Pensacola, Florida.

In den gesamten USA wurden Hunderte von Tiefsttemperaturrekorden aufgestellt, auch in Texas, Oklahoma und Kansas, wo ebenfalls Frostwarnungen ausgegeben wurden. An der gesamten Golfküste von Texas bis nach Florida wurden Frostwarnungen ausgegeben.

Lächerlicherweise versuchen „Klimawissenschaftler“ – über propagandistische Medien – wieder einmal, die arktischen Stürme direkt auf die globale Erwärmung zu schieben, obwohl diese Theorie bereits mehrfach und sogar von „angesehenen“ Institutionen rigoros widerlegt worden ist.

Die Behauptung lautet, dass eine überdurchschnittlich warme Arktis „brutal kalte Luft“ verursacht, die bis nach Texas vordringt. Aber woher kommt all diese kalte Luft und wie genau ist sie „brutal“ kalt in einer „untypisch“ warmen Arktis?

In den letzten 30 Tagen lagen die Temperaturen in der Arktis laut JRA-55 um -0,47 K unter der multidekadischen Norm – eine Kälte, die auch dazu beigetragen hat, dass die arktische Meereisausdehnung auf den höchsten Stand seit 21 Jahren gestiegen ist.

Und was die Schlagzeile der AP betrifft: „In weiten Teilen der Welt ist es sehr warm“ – das ist falsch. Zwar herrscht in Teilen des Planeten tatsächlich eine „Super-Hitze“ (was es immer geben wird, selbst in den Tiefen einer Eiszeit), aber ich würde behaupten, dass in den letzten 30 Tagen „Kälteblöcke“ dominiert haben, selbst nach den gängigen Klimamodellen (wie z. B. dem JRA-55 – siehe Karte).

Diese Gebiete waren vor allem in Nordamerika zu beobachten – wie oben beschrieben – aber auch in Europa und Asien (ganz Russland).

Auch in der Antarktis war es anomal kalt, wie ich in letzter Zeit ausführlich diskutiert habe. Weitere Werte unter -40°C wurden am 16. Januar in Concordia und Vostok gemessen (-40,3°C bzw. -41,6°C), womit die Reihe der Extreme dieses Sommers über das früher berichtete „beispiellos“ hinaus und ins „Absurde“ geht.

Allon führt diesen Punkt hier noch weiter aus. Er zeigt auch diese Anweisung von YouTube, welche Beiträge zu diesem Thema noch veröffentlicht werden dürfen und welche nicht:

Das Fazit des Bloggers dazu klingt fast schon verbittert, denn auch er ist ja massiv von dieser Zensur betroffen:

Mehr als 80 % der USA werden in der nächsten Woche unter dem Gefrierpunkt bleiben, da ein zweiter Vorstoß arktischer Luft über das Land fegt. Aber diese Realität ist in der Debatte über die globale Erwärmung nicht zulässig, denn es gibt keine Debatte, The Science is settled: heiß = kalt. Erledigt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-wreaks-havoc-in-delhi?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 18. Januar 2024:

1000 Menschen in China in drei Metern Schnee gestrandet

Rund 1.000 Menschen, zumeist Touristen, sitzen seit einer Woche in einem Feriendorf in Chinas nordwestlichem Bundesstaat Xinjiang fest, nachdem Lawinen mit einer Höhe von bis zu sieben Metern das Gebiet verschüttet haben, wie das staatliche Fernsehen berichtet.

Der Zugang zu Hemu, einem beliebten Ferienort in der Nähe der Grenzen zu Kasachstan, Russland und der Mongolei, wurde durch zehn aufeinanderfolgende Tage mit schwerem Schnee komplett abgeschnitten – ein Vorgang, die sich in anderen Orten in der Präfektur Altay in Xinjiang wiederholt.

Die schweren Schneefälle, an manchen Stellen bis zu drei Meter hoch, lösten Dutzende von Lawinen entlang großer Straßenabschnitte im Altay-Gebirge aus.

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Hohe Schnee-Akkumulationen belasten die USA, historischer Frost bricht Energierekorde

Die eisige Kälte in den USA führte am Mittwoch in einigen Regionen zu einem Spitzenbedarf an Strom, nachdem Haushalte und Unternehmen eine Rekordmenge Erdgas verbraucht hatten.

Schwere Winterstürme haben in weiten Teilen des Landes schwere, teilweise rekordverdächtige Schneemassen abgeladen, eine Raffinerie an der texanischen Golfküste lahmgelegt, in anderen Raffinerien Störungen ausgelöst und die Ölproduktion in North Dakota halbiert.

Die Tennessee Valley Authority stellte am Mittwochmorgen mit 34.526 Megawatt einen neuen Spitzenbedarfsrekord auf und übertraf damit den bisherigen Höchststand vom August 2007, teilte die Behörde mit.

Kurz-Überblick: Schnee und Kälte auch anderswo

In den letzten Wochen gab es in Skandinavien Rekordschneefälle, und zwar in Norwegen, Finnland und Schweden, wobei letzteres am 5. Januar mit -44,6°C die niedrigste Temperatur der letzten 58 Jahre (seit 1966) verzeichnete.

Auch in Russland halten die Schneefälle weiter an, ebenso wie der anhaltende Frost unter -50°C. Am Donnerstagmorgen (18. Januar) sank die Temperatur in Delyankir, einer Stadt im Osten der Republik Sacha, bis -56,7°C.

Das ist die Geschichte der letzten 8 Jahre: überdurchschnittliche Schneemassen auf der Nordhalbkugel, und das ist eine Wahrheit, die die etablierten Medien tunlichst ignorieren wollen. Sie setzen immer noch auf ‚keinen Schnee mehr‘.

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Sie wollen uns hungrig, frierend und kontrolliert

Rekordverdächtige Kälte und Schneefall in Amerika halten an.

In den letzten 24 Stunden wurden mindestens drei Allzeit-Tiefsttemperaturrekorde gebrochen, ebenso wie eine Reihe von Monats- und Tagesrekorden, insbesondere im Südosten. In Mississippi wurden alle bisherigen Rekorde gebrochen.

Nordamerika erlebt seltene, in einigen Fällen noch nie dagewesene Kältegrade. Währenddessen verkauft das Establishment die Geschichte, dass 1) der Planet in Flammen steht und dass 2) eine Abschaffung von billiger und zuverlässiger Energie (d.h. das Rückgrat des menschlichen Wohlstands) die Lösung ist.

Link: https://electroverse.substack.com/p/10-feet-of-snow-strands-1000-people?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 4 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 18. Januar 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Alles nur heiße Luft (Teil 1) – Nachlese zur Weltklimakonferenz (COP 28) in Dubai –

Prof. Dr. Klaus-Dieter Döhler

Die Klima-Schickeria zog auch in diesem Jahr zur Weltklimakonferenz (COP 28) wieder in wärmere Gefilde, die Klima Erwärmung alleine reicht wohl noch nicht. Die Einen reisten in Privat-Jets, die Anderen mit Linienflügen zu ihrem alljährlichen Fantasie-Urlaub auf Kosten der Steuerzahler. In diesem Jahr rief die sogenannte Klimakonferenz – die mittlerweile 28. – ihre Gläubigen nach Dubai. Alle Medien-bekannten „Weltretter“ waren auch diesmal wieder dabei – mit Ausnahme von Robert Habeck. Er musste sparen! Doch von den 100.000 Teilnehmern – ein Rekord – nahm nur ein Bruchteil an den Verhandlungen über Maßnahmen gegen die globale Erwärmung teil. Die meisten Tagungsteilnehmer gehörten zum „Klima-Industriellen Komplex“: Es sind Lobbyisten und Aktivisten, deren Schicksale an das Prosperieren der Klimaszene geknüpft sind (Axel Bojanowski; https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus248791260/UN-Klimakonferenz-COP28-in-Dubai-Das-Fest-der-Klima-Schickeria.html).

Dabei wird es den Lobbyisten und Aktivisten völlig egal gewesen sein, ob die Klimaerwärmung, die wir seit 35 Jahren messen (https://eike-klima-energie.eu/2023/11/12/der-klimawandel-begann-1988-mit-einem-temperatursprung/) wirklich menschengemacht ist oder den Regeln der Tektonik, der Sonne und des Universums folgt (http://www.gaebler.info/f/Klimawandel,%20der%20Mensch%20und%20das%20Sonnensystem.pdf). Hauptsache man bleibt im lukrativen Subventionsgeschäft.

Europa, die USA und der Generalsekretär der Vereinten Nationen waren angereist mit den Intentionen, den Öl- und Gas-fördernden Ländern die Lebensgrundlage zu entziehen, nämlich das Fördern von Öl und Gas. Den Staaten der 3. Welt wollten sie die Voraussetzungen für eine Industrialisierung – Kohle, Gas und Öl – vorenthalten. Das nennt sich Energie-Kolonialismus! Aber das ließen sich diese Länder nicht gefallen und so endete die COP 28 wie das Hornberger Schießen: die Öl- und Gas-fördernden Länder dürfen weiterhin Öl und Gas fördern und verkaufen und wenn es ihnen genehm ist, dürfen sie die Förderung auch reduzieren. Im Gegenzug wurden Europa und die USA darin bestärkt, ihre Landschaften mit noch mehr Wind- und Solaranlagen zu verschandeln. Eine typische Win-Win Situation (Vorsicht Satire)!

Auf den Nenner gebracht gab es somit für jeden oder jede etwas, womit er oder sie zu Hause prahlen konnte. Für die einen soll es in Zukunft mehr „erneuerbare“ Energie geben, für die anderen sollen die fossilen Energieträger auch weiterhin verwendet werden dürfen, aber in weiter Zukunft etwas weniger als bisher. Mit anderen Worten, es bleibt alles so wie es ist. Dennoch betrachtet jeder Regierungsvertreter die Beschlüsse als seinen/ihren persönlichen Erfolg. Annalena Baerbock jubelte gar: „Diese Klimakonferenz besiegelt de facto den Ausstieg aus den fossilen Energien!“. Das sehen die Erdöl-fördernden Länder etwas anders! Auch die Klima-NGOs sehen das ganz anders und sind sauer. Sie hätten so gerne in Zukunft gehungert und gefroren und hätten so gerne wieder in Höhlen gelebt (Vorsicht Satire). Dieser Kelch ging glücklicherweise an uns vorbei. Aufgrund des zusätzlichen Flugverkehrs wurde eine große Menge CO2 emittiert, das essentielle Lebensgas, welches von unserer Pflanzenwelt so bitter benötigt wird, um ihr Wachstum zu stützen, um ihre Sauerstoff- und Feuchtigkeit-spendenden Funktionen zu erfüllen und um Mensch und Tier mit Nahrung zu versorgen. So hatte die Konferenz doch noch etwas Gutes:

 

Ohne CO2 gäbe es nämlich kein Leben auf der Erde!!!

„Das war schon ziemlich schaurig-merkwürdig, was sich in dieser Woche auf dieser sogenannten Weltklimakonferenz in Dubai abspielte: Mit vollen Steuergeldtaschen sind Ampel-Koalitionäre nach Dubai geflogen. Stolz wollten sie der staunenden Welt mit vollem Mund ein Deutschland ohne Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke präsentieren, das nur noch mit Windrädern und Sonnenzellen energieversorgt werden soll. Die anderen hörten schweigend zu. Sobald die Geldkoffer geleert und Hunderte von Millionen Steuer-Euros verteilt waren, tippten sie sich an die Stirn: Plemplem geworden, die Deutschen“ (https://www.tichyseinblick.de/podcast/te-wecker-am-9-dezember-2023/amp).

Bereits vor Beginn der Konferenz bekundete der Präsident des COP28, Sultan Al Jaber, es gäbe „keine wissenschaftlichen Erkenntnisse“, die darauf hindeuten, dass ein Ausstieg aus fossilen Brennstoffen notwendig sei, um die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen (https://www.theguardian.com/environment/2023/dec/03/back-into-caves-cop28-president-dismisses-phase-out-of-fossil-fuels?ref=upstract.com). Al Jaber sagte auch, ein Ausstieg aus fossilen Brennstoffen würde keine nachhaltige Entwicklung ermöglichen, „es sei denn, man will die Welt zurück in die Höhlen bringen“, also zurück in die Steinzeit.

So unbeliebt ich mich jetzt auch machen werde, aber Al Jaber hat Recht. Es gibt tatsächlich keine seriösen wissenschaftlichen Erkenntnisse, keine einzige wissenschaftlich anerkannte Studie, die einen Zusammenhang zwischen der Nutzung fossiler Energieträger und dem Klimawandel beweisen würde. Für einen solchen Beweis stiftete 2020 der österreichische Ingenieur Walter Hopferwieser aus Salzburg „100.000 Euro demjenigen, der ihm als Erster einen schlüssigen naturwissenschaftlichen Beweis vorlegt, dass das von uns Menschen freigesetzte CO2 eine Klimaerwärmung bewirkt, die uns Menschen und unsere Erde nachhaltig schädigt“ (https://www.yumpu.com/de/document/read/62822451/wem-nutzt-die-klimakrise). Dieses Geld hat sich bislang noch niemand abgeholt!

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) vertritt wie alle staatlich finanzierten Institute und Organisationen in Deutschland das Narrativ des CO2-gesteuerten Klimawandels. Deshalb ist er wohl erhaben jeglichen Verdachts, seine Datenerhebungen entgegen dieses Narrativs zu manipulieren. Die staatlich unabhängige Wissenschaftlergruppe um Josef Kowatsch, dem deutschen Bürger mit den meisten Umweltpreisen für das Wirken im Natur- und Umweltschutz, hat bei genauer Analyse der DWD-Daten überraschendes festgestellt. Die aus den erhobenen Temperaturdaten des DWD errechneten Jahresmittelwerte unterlagen zwar starken Schwankungen von Jahr zu Jahr, lagen aber nach fast 100 Jahren noch genauso niedrig wie zu Beginn der Messungen im Jahr 1894. Während derselben Zeit, also seit Beginn der Industrialisierung Deutschlands, stiegen hingegen die CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre von 290 Parts per Million (ppm) auf 350 ppm im Jahre 1987. Damit widerlegen die Daten des Deutschen Wetterdienstes das eigene CO2-gesteuerte Narrativ, das besagt, die erdnahen Temperaturen der Atmosphäre seien seit Beginn der Industrialisierung abhängig von den atmosphärischen CO2-Konzentrationen kontinuierlich angestiegen. Eine Korrelation zwischen CO2-Konzentrationen und Temperatur gab es nicht, geschweige denn eine Kausalität. 1988 gab es einen Temperatursprung um circa 1,5°C (für mögliche Erklärungen siehe https://eike-klima-energie.eu/2023/12/08/wie-kann-es-sein-dass-der-deutsche-wetterdienst-dwd-sich-so-irrt-und-gegen-seine-eigenen-daten-argumentiert/) und danach einen weiteren Anstieg der Temperaturen unter starken Schwankungen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Jahresmitteltemperaturen von 1894 bis 2023 (oben), atmosphärische CO2-Konzentrationen von 1958 bis 2023 (unten) (https://eike-klima-energie.eu/2023/11/12/der-klimawandel-begann-1988-mit-einem-temperatursprung/)

Während der gleichen Zeit als die Temperaturen in Deutschland anstiegen, nahmen die „Treibhausgas“-Emissionen in Deutschland deutlich ab (Abbildung 2). Gegenüber dem Jahr 1990 hat sich die emittierte Menge CO2 um rund ein Drittel verringert. Ebenso nahm die Menge der produzierten CO₂-Emissionen pro Einwohner Deutschlands in den vergangenen 30 Jahren erkennbar ab. Die Emissionen von Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O) nahmen sogar um zwei Drittel (CH4) bzw. um mehr als die Hälfte ab (N2O).

Abbildung 2: Die Emissionen von Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid in Deutschland nahmen von 1990 bis 2022 deutlich ab (Umweltbundesamt).

Die Temperaturaufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass die Behauptung, CO₂ sei der allein bestimmende Temperaturerwärmungsfaktor falsch ist.  CO2 kann nicht 100 Jahre lang nichts bewirken, dann einen Temperatursprung um 1,5°C innerhalb eines Jahres verursachen und plötzlich die Temperaturen unter starken Schwankungen weiter ansteigen lassen. Eine solche Fähigkeit von CO2 widerspricht allen Naturgesetzen. Kein seriöser Wissenschaftler wird beim Vergleich der beiden Kurven in Abbildung 1 eine Kausalität zwischen CO2 und Temperatur propagieren. Wer es dennoch tut muss andere Motive haben als wissenschaftliche! Auch bei dem Temperatursprung von 1987 auf 1988 spielt CO2 überhaupt keine Rolle!

Trotz alledem tun die Jünger der „Klimakirche“ so als wäre der Mensch für das Klima verantwortlich und jetten wenigstens einmal im Jahr mit zehntausenden von Delegierten und Aktivisten in immer schnellerem Rhythmus zu Klima- und Umweltkonferenzen, um angeblich die Welt vor einer Klimakatastrophe zu retten. Diesmal nach Dubai, nächstes Jahr nach Aserbaidschan. Wir erinnern uns noch, wie die Medien und „Talk-Show Experten“ im August 2023 faselten, in Deutschland sei der Grundwasserspiegel wegen des Klimawandels bereits so weit abgesunken, dass er sich nie wieder erholen würde. Heute, gerade mal 4 Monate später steht der Grundwasserspiegel höher als jemals zuvor. Die CO2-Werte der Luft hingegen, haben sich im Laufe dieser vier Monate kaum geändert.

Bei diesen Klima-Veranstaltungen und bei deren sinnlosen Versuchen, das Klima zu „retten“ ist Deutschland der große Verlierer. Um bei der „Weltrettung“ international die Vorreiter Rolle spielen zu dürfen legt die Bundesregierung im eigenen Land reibungslos funktionierende Industriezweige still und subventioniert stattdessen Energiezweige, die so teuer sind, dass sie niemals auf eigenen finanziellen Füßen stehen können. Bisher hat Deutschland etwa 1,5 Billionen (= 1.500.000.000.000) Euro in sogenannte Klimaschutzmaßnahmen investiert, finanziert über Inflation, höhere Energiepreise, EEG-Umlage, CO2-Steuer und Ausgaben aus dem Staatshaushalt zu Lasten der Infrastruktur, der Verteidigung, der Bildung usw. Das sind knapp 80 Tausend Euro für einen 4-Personen Haushalt.

Nach Berechnungen von Thomas Metzel (Thomas Maetzel: Deutschland CO2-frei – Daten und Fakten zur „Klimawende“, 5. Auflage mit Ergänzungen, 24.11.2023) müssen wir die erneuerbare Stromproduktion von 250 TWh p.a. auf 2400 TWh p.a. erhöhen und noch 8 Billionen € bis 2045 investieren, um „Net Zero“ zu erzielen, also den Punkt an welchem die atmosphärischen CO2-Konzentrationen nicht weiter steigen.

Auch der dänische Volkswirtschaftler Björn Lomborg hat die finanziellen Konsequenzen der grünen Verzichtspolitik berechnet. Das Ergebnis: Die Kosten der deutschen Klimapolitik zwischen 2020 und 2050 belaufen sich auf etwa 12 Billionen Euro (https://www.klima-diegrossetransformation.de/).

Die Prognos AG hat im Auftrag der KfW bereits 2021 die grünen Finanzierungskosten nach Wirtschaftssektoren ermittelt. Dabei ist die atemberaubende Summe von 19,7 Billionen Euro (19.700.000.000.000, Neunzehntausendsiebenhundert Milliarden Euro) errechnet worden (https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Studien-und-Materialien/Green-Finance-und-Klimaneutralitaet.pdf?kfwnl=Research.07-10-2021.1286094). In anderen Worten, jede in Deutschland lebende Person, einschließlich Babies, Kinder, Berufstätige und Rentner finanziert die deutsche Klimapolitik mit einer Summe von 250.000 Euro. Das sind 1 Million Euro für jeden 4-Personen Haushalt! Unsere Politiker haben den Kontakt zur Realität völlig aus den Augen verloren!

„Hinter ‚Klimaschutz‘ steht eine äußerst heterogene Interessensallianz: Ideologen, Wissenschaftsfanatiker, Finanzindustrielle, Oligarchen, Systemüberwinder, jakobinische Weltretter, Gutmenschen, Philantropen und Mystiker. Schlagzeilenverliebte Journalisten und ehrgeizige (auch gekaufte?) Wissenschaftler bilden den Humus für das notwendige Wachstum der ‚Klimakatastrophe‘. Und das Ganze wird dann noch vermischt mit archaischen Urängsten und Schuldkomplexen. ‚Klimaschutz‘ ist zu einer Allzweckwaffe geworden“ (Norbert Patzner: „Das Ende der liberalen Demokratie? Die Feinde der Freiheit haben die Klimakrise entdeckt“. Novem Verlag 2023. ISBN 978-3-99130-255-1).

Deutschland verspielt die Zukunft der jetzigen und der nachfolgenden Generationen. Dieses Geld wäre besser angelegt in Infrastruktur, Schulen (Pisa 2023 lässt grüßen!), Kindergärten, Krankenhäuser und in zukunftweisende Industrieprojekte. Was könnte sich jeder für 250.000 Euro alles kaufen? Ein Haus für das Ehepaar, oder eine Wohnung für den Single?! Jedes der Kinder könnte sich selbst eine Ausbildung im Ausland finanzieren, wo Wissen und Wissenschaft noch ohne ideologische Scheuklappen vermittelt werden! Und vieles andere mehr!!!

Richard Tol, Professor für Klimawandel-Ökonomie und Gutachter für den Weltklimarat empfiehlt: „Es ist wenig teurer, eine Strategie der Anpassung an den Klimawandel zu wählen, statt ihn durch drastische CO2 Reduktion verhindern zu wollen.“ Laut UN-Schätzungen könnte man für die Hälfte der Kosten des Weltklimaprotokolls von Kyoto 1997 die schlimmsten Probleme der Welt dauerhaft lösen: Trinkwasser, Sanitärhygiene, Gesundheitsversorgung, Bildung. Investitionen also, die sofort Leben retten würden. Aber, solange die CO₂-Bilanz stimmt, sind uns Umwelt und Menschheit egal!!!

Nach Angaben des Entwicklungshilfe-Ministeriums hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr rund 6,3 Milliarden Euro Steuergeld an bedürftige Länder für CO₂-Minderungsprojekte und Anpassungsmaßnahmen überwiesen. Hinzu kamen noch mal knapp 3,54 Milliarden Euro an „Marktmitteln“, die den Entwicklungsländern über verbilligte Darlehen zur Verfügung gestellt wurden. Insgesamt beliefen sich die deutschen Klimahilfen im vergangenen Jahr auf 9,95 Milliarden Euro (https://www.welt.de/wirtschaft/plus248952208/Zahlmeister-des-Klimaschutzes-Deutschland-zahlt-weit-mehr-als-es-muesste.html).

Mittlerweile geht es mit der deutschen Wirtschaft rapide bergab, wie die vielen Unternehmensinsolvenzen zeigen, über die die deutsche Presse täglich berichtet (siehe: EIKE: „Außer Spesen nichts gewesen“, Teil 2).

 




RWE 2,6 Mrd. EUR Staatsknete

Es ist wieder einmal Zeit für eine faszinierende Episode aus der schillernden Welt der staatlichen Beihilfen. Diesmal im Rampenlicht: unser geliebter Energieversorger RWE, dem mit einem beherzten Griff in die Staatskasse eine vorzeitige Stilllegung von Tagebauen in Nordrhein-Westfalen versüsst werden soll. 

Die Nachricht von der großzügigen Finanzspritze der EU in Höhe von 2,6 Mrd. Euro, die die Bundesregierung an RWE auszahlen darf, erreichte uns wie ein Silvesterfeuerwerk. Da haben wir es also – unser Steuergeld, das nicht etwa für Bildung, Gesundheit, Infrastruktur oder eine realistische Energiewende eingesetzt wird, sondern für die Beendigung eines sicheren und preiswerten Energieträgers zugunsten reiner Ideologie haut einen glatt von den Schuhen. Dies vor allem auch wegen dem geplanten Ausstieg auch aus den ostdeutschen Braunkohletagebauen. Beides möglichst noch bis 2030. 

Woher die dann wegfallende preiswerte und sichere Stromversorgung kommen soll, ohne das das Netz regelmäßig heruntergefahren werden muß, bleibt schleierhaft. Windkraft und Photovoltaik liefern keinen sicheren und sekundengenau bereitgestellten Strom und schon gar keine Wärme, wie unsere Kraftwerke. 

Und die notwendige Netzspannung von 50 Hertz in unseren Übertragungsnetzen können die erneuerbaen Energien auch nicht sicherstellen. Dafür fehlt die Rotationsenergie und die Leistungsdichte. Die offizielle Begründung für diese großzügige Zuwendung lautet natürlich, dass RWE damit seinen Beitrag zum Klimaschutz leiste. Auch so eine Mär. Denn das Klima ist eine 30jährige statistische Vergangenheitsbetrachtung von unterschiedlichen Wetterdaten in unterschiedlichen Regionen. Bekanntermaßen kann man die Vergangenheit nicht schützen. Würde man als Ziel den Umweltschutz ausgeben, wäre das konkret und auch vernünftig. In dieser Beziehung hat sich RWE in den vergangenen Jahren durch Renaturierungsmaßnahmen sowie der Anpflanzung von Tausenden von Bäumen wie die RAG (hier) durchaus positiv hervorgetan. Kraterland-schaften hat man jedenfalls nicht hinterlassen.    

Es stellt sich daher die Frage, warum ausgerechnet RWE diese großzügige Finanzspritze verdient hat. Hat der Konzern nicht jahrelang von der Kohleverstromung profitiert und somit erheblich zur Versorgungssicherheit von NRW beigetragen? Aber Moment mal, vielleicht sind wir ja einfach zu naiv und verstehen nicht die tiefere Logik: Je mehr man die unsinnige Klimapolitik der Bundesregierung unterstützt, desto mehr Geld bekommt man vom Staat, um die Transformation zum Windkraftanlagenbetreiber nicht selbst bezahlen zu müssen ? Ein wahrhaft genialer Ansatz!

Diejenigen, die sich über diese großzügige Unterstützung freuen dürfen, sind sicherlich nicht die Arbeiter in den Tagebauen, die womöglich um ihre Arbeitsplätze bangen müssen. Nein, es sind die Aktionäre von RWE, die ihre Aktienkurse bejubeln, während sie sich die Hände reiben. Die Menschen vor Ort dürfen derweil auf die ökologischen Wunder hoffen, die mit dem Geld finanziert werden – vielleicht wird ja bald der Himmel von Schornsteinen in Regenbogenfarben erleuchtet.

In einer Zeit, in der viele Menschen um ihre Existenz kämpfen und drängende gesellschaftliche Probleme gelöst werden müssen, wirkt die großzügige Beihilfe für RWE wie ein schlechter Witz. Vielleicht sollten wir uns beim nächsten Mal überlegen, wofür wir unser hart verdientes Steuergeld wirklich einsetzen wollen. Bei der nächsten Bundestagswahl in 2025 haben Sie dazu wieder mal die Gelegenheit.   Sie müssen uns nicht glauben. Aber das sind die Fakten. Sie brauchen noch ein weiteres schlagkräftiges Argument? 

Dann schauen Sie sich mal die Energiewende-Politik in den USA an. Die Biden-Regierung verfolgt nämlich auch das nicht zu erreichende Ziel der CO2-Neutralität. Würde sie dieses Ziel erreichen, gebe es überhaupt kein wirtschaftliches Wachstum mehr. Und wenn man das Spurengas CO2 aus der Atmosphäre vollständig eliminieren könnte, wären wir alle tot. Sie glauben auch das nicht ? Dann schauen Sie einmal in ein X-beliebiges Biobuch und blättern Sie mal unter dem Stichwort Photosynthese nach. Dann werden Sie feststellen, das alle Pflanzen dringend CO2 und Glukose benötigen, um Sauerstoff zu produzieren. Und den brauchen Sie, um weiterleben zu können. Wenn Sie das auch nicht glauben wollen, dann ist Ihnen nicht mehr zu helfen. 

Zurück zum Windkraftanlagenausbau in den USA. 30.000 Megawatt Offshore-Windkraftanlagen sollen bis 2030 an der Ostküste von New York, New Jersey und Connectitut errichtet werden. Selbst wenn man die gesamte Ostküste mit diesen Riesenmaschinen überziehen würde, könnte man den Strombedarf an windarmen Tagen nicht decken. Auch für die beteiligten Firmen Orsted und Siemens rechnen sich die Anlagen offensichtlich nicht mehr. Hohe Zinssätze, knappe Material-und Ausrüstungslieferketten und die damit einhergehenden steigenden Kosten sowie unzureichende Subventionen (auf die man auch in Amerika setzt !), machen den Betrieb zunehmend unattraktiver. Die Firmen wollen sich zurückziehen. 

Kein einziges Windkraft-Projekt in den USA (und auch bei uns) war bisher in der Lage, die Strom-versorgung an wind-und sonnenlosen Tagen sicherzustellen. Weder an der Ostküste noch in irgendeinem Dorf der USA. Und kein Politiker hat bisher die Frage beantworten können, wieviel fossile Energien benötigt werden, um das ganze Land mit Windkraft-und Solaranlagen zu überziehen. Und ob dann die Stromversorgung sichergestellt werden kann, darf bezweifelt werden. Denn es fehlt an Großspeichern. Und wenn es sie geben würde, könnten die bei Flaute die gesamte Nation kaum über einen Flautezeitraum von rd. 10-14 Tagen mit Strom versorgen. Und mit Wärme schon gar nicht.        

Dem Essener RWE-Konzern scheint das alles völlig egal zu sein. Zwischen 2024 und 2030 will der Konzern 55 Mrd. Euro in weitere Ökostrom-Projekte stecken. 20 Mrd. Euro sollen in die USA gehen. So u.a. für den Bau von Elektrolyseuren, mit deren Hilfe der Konzern grünen Wasserstoff herstellen will. 

Diese Todgeburt wird wahrscheinlich alle bisher gezahlten Subventionen in den Schatten stellen und ist noch unwirtschaftlicher als die Windkraft. Denn für die Umwandlung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff durch Spaltung mit Hilfe von Strom (Elektrolyse, als auch mit jedem anderen technischen Verfahren wie z.B. die Dampfreformierung) wird nicht nur sehr viel Strom benötigt, sondern es gehen bei der Umwandlung auch rd. 70 % der eingesetzten Energie verloren. 

Dann muß der Wasserstoff verflüssigt werden, um ihn transportieren zu können. Dabei gehen nochmals rd. 10 % der eingesetzten Energie verloren. Und bei der Umwandlung des flüssigen Wasserstoffs in einer Brennstoffzelle zwecks Stromgewinnung gehen noch einmal rd. 2 bis 5  % an Energie verloren. Unter dem Strich bleibt also nur rd. 15 % an wirklich nutzbarer Energie übrig. Und das die Spaltung und Umwandlung sehr viel Geld verschlingt, braucht nicht extra betont zu werden. Und ob dieser Prozess zukünftig wesentlich preiswerter herstellbar ist, bleibt fraglich. 

Das hat auch die Bundesregierung erkannt und will den Wasserstoff in großen Mengen daher in der Wüste herstellen lassen. Da kostet Sonnenstrom angeblich nur eine Kugel Eis. Von den Transport-und Sicherheitskosten war nicht die Rede. Wir hätten dann aber eine gefährliche Abhängigkeitssituation. Gas aus den arabischen Emiraten und Wasserstoff aus Südafrika und keine fossilen Energien mehr bei uns. Hinzu kommt, das das Bundeskartellamt RWE bescheinigt, mittlerweile über die Schwelle eines marktbeherrschenden Konzerns im Strommarkt hinausgewachsen zu sein. Eingegriffen hat das Bundeskartellamt allerdings bisher noch nicht.  

Prost Mahlzeit, kann man da nur sagen. Denn ausbaden werden das die Bürgerinnen und Bürger, die sich heute noch in allzu großer Sicherheit wiegen.

Glückauf !  

Anmerkung EIKE-Redaktion: Der Beitrag wurde aus den Energie Nachrichten der Reviekohle (hier) unverändert übernommen. Wir danken dafür Herrn Blach herzlich.




Die Renaissance der Kernenergie braucht einen neuen Rechtsrahmen

Duggan Flanakin

Es ist höchste Zeit für die Wiederbelebung der Kernenergie in den USA, unabhängig davon, ob sich der Planet auf eine kohlenstoffneutrale Energiezukunft zubewegt. In Frankreich, dessen Kernreaktoren Jahrzehnte alt sind und heute etwa zwei Drittel der Energie des Landes liefern, hat die Regierung von Präsident Macron ein Energiegesetz vorgeschlagen, das den Bau von sechs bis 14 neuen Kernreaktoren vorsieht.

Der Grund dafür? Um die „Energiesouveränität“ zu gewährleisten.

Weltweit sind etwa 440 Kernreaktoren in 33 Ländern in Betrieb, die zusammen etwa 2545 Terawattstunden Strom im Jahr 2022 liefern, was etwa 10 Prozent der weltweiten Gesamtmenge entspricht. Gegenwärtig werden weitere 60 Kernkraftwerke in 17 Ländern gebaut, allen voran in China, Indien, Russland, der Türkei und Ägypten. Dutzende weitere befinden sich in der Planungs- oder Antragsphase.

Die einzige im Bau befindliche Anlage in den USA, Vogtle Unit 4, steht kurz vor der Fertigstellung.

Ein wesentlicher Grund für die geringe Aktivität im Bereich der Kernenergie in den USA ist das feindliche regulatorische und sogar gesetzliche Umfeld. Ein viel zu großer Teil der Kosten für große Kernkraftwerke entfällt auf das stundenlange Warten auf Genehmigungen, was von Investitionen in die weltweit effizienteste, langlebigste und wahrscheinlich sicherste Form der „sauberen“ Energie abhält.

Vogtle Block 3, der erst im vergangenen Juli ans Netz gegangen ist, und sein Schwesterreaktor Vogtle Block 4, der hoffentlich in diesem Frühjahr die Stromerzeugung aufnehmen wird, wurden erstmals 2004 vorgeschlagen. Fünf Jahre später unterzeichnete die Nuclear Regulatory Commission 2009 den Antrag, aber erst 2011 genehmigte die NRC den endgültigen Sicherheits-Bewertungsbericht für das Reaktordesign. Das war vor 13 Jahren.

Wie in Frankreich sind heute fast alle der 93 in Betrieb befindlichen kommerziellen Kernreaktoren (in 54 Anlagen in 28 Bundesstaaten) über 40 Jahre alt, und doch erzeugen sie immer noch fast ein Fünftel des Stroms der Nation. Wie beim Bergbau hält der Genehmigungsdschungel von der Erschließung lebenswichtiger nationaler Ressourcen ab.

So schlecht der Zeitrahmen für große Kernkraftwerke ist, so schlecht ist er (obwohl technisch gesehen derselbe) für Unternehmen, die kleine modulare Reaktoren (SMR) neuer Bauart und Mikro-SMR auf den Markt bringen wollen.

Der landesweit erste Prototyp eines kommerziellen SMR wurde 2007 von einem Team von Nuklearwissenschaftlern der Oregon State University entwickelt. Doch als sich NuScale Power im Jahr 2022 für die Entwicklung eines funktionierenden Modells entschied, rechnete das Unternehmen damit, dass sein SMR nicht vor 2030 für den Markt zugelassen werden würde. Das zweistufige Genehmigungsverfahren, das für große Reaktoren vorgesehen ist, bleibt der einzige Weg für diese kleineren Reaktoren, eine staatliche Genehmigung zu erhalten.

Nun, das stimmt nicht ganz. Seit über einem halben Jahrhundert verlässt sich das US-Militär auf kleine Kernreaktoren, um U-Boote, Flugzeugträger und Eisbrecher zu betreiben. Viele der Sicherheitskontrollen und Verzögerungen, die mit kommerziellen Genehmigungen verbunden sind, gelten für Marinereaktoren nicht, da sie auf kleinem Raum betrieben werden.

Die elektrische Leistung moderner Marinereaktoren entspricht in etwa der vieler heutiger SMR-Konzepte (weniger als 165 MW). Allerdings dienen sie dem Antrieb von Turbinenpropellern und nicht der kommerziellen Stromerzeugung. Bei keinem dieser Reaktoren ist es jemals zu einer Strahlenbelastung gekommen.

Die Reform des Genehmigungsverfahrens für große Reaktoren ist wichtig. Von weitaus größerer Bedeutung für die Zukunft der Kernenergie ist jedoch die Schaffung eines Rechts- und Regulierungsrahmens, der für diese kleineren Reaktoren geeignet ist, insbesondere für die in der Entwicklung befindlichen Mikro-Kernreaktoren, die maximal 20 MW Strom erzeugen.

Mikro-SMRs, auch „nukleare Batteriepacks“ genannt, sind für den Einsatz in Entsalzungsanlagen, im Bergbau und in anderen gewerblichen und staatlichen Betrieben vorgesehen, die eine unterbrechungsfreie Stromversorgung benötigen. Sie könnten vor allem an abgelegenen Standorten zum Einsatz kommen, wo die Stromversorgung normalerweise durch Dieselkraftstoff oder sogar Kohle erfolgt, die über weite Strecken zum Einsatzort gebracht werden müssen.

Diese modularen, tragbaren Reaktoren können zusammengeschaltet werden, um zusätzliche Energie zu liefern, sie können von einem Ort zum anderen transportiert werden (besonders wertvoll auf militärischen Schlachtfeldern) und benötigen wenig Wartung. Das Haupthindernis für den universellen Einsatz dieser kleinen Reaktoren sind der Zeit- und Kostenaufwand für die langwierigen Genehmigungsverfahren für Kernreaktoren, von denen viele für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit völlig unnötig sind.

Der Nuklearphysiker James Walker ist der Ansicht, dass Mikro-KWR eine echte Lösung für die Stromversorgung abgelegener Anlagen mit hohem Energieverbrauch sein können, die heute mit Dieselkraftstoff betrieben werden, der oft mit großem Aufwand zum Standort gebracht wird. Er sieht „Hunderttausende“ von Aktivitäten, bei denen ein Mikro-SMR über einen Zeitraum von 20 Jahren Dieselgeneratoren ersetzen könnte, ohne dass diese nachgetankt werden müssten – von Militärbasen über Bergbau bis hin zu Öl- und Gas- und petrochemischen Anlagen.

Damit dieser Traum in naher Zukunft Wirklichkeit werden kann, müssen die USA wirklich gründlich darüber nachdenken, ob es klug ist, diese Klein- und Mikroreaktoren zu zwingen, die Verfahren zu befolgen, die für Reaktoren entwickelt wurden, die zehn- bis hundertmal so groß sind, auf einen einzigen Standort beschränkt und auf Kühltürme oder -becken angewiesen sind (wie beim Kernkraftwerk South Texas), für die eigene Genehmigungen erforderlich sind.

Während sich die Biden-Regierung verpflichtet hat, eine verlässliche inländische Versorgung mit Brennstoffen auf der Basis von hochangereichertem, niedrig angereichertem Uran (high-assay low-enriched uranium – HALEU) zu gewährleisten – was für den Einsatz fortschrittlicher Kernreaktoren von entscheidender Bedeutung ist – haben weder das Weiße Haus noch der Kongress die Aufgabe übernommen, Reformen des Regulierungsprozesses für die Kernenergie auszuarbeiten, die den Genehmigungsprozess für kleine und mikro-modulare Reaktoren beschleunigen und vereinfachen würden.

Bislang hat sich die heimische Kernenergiebranche jedoch selbstgefällig verhalten, offenbar zufrieden (oder eher frustriert) angesichts der hohen Kosten und der öffentlichen Empörung über ihre Branche. Jetzt muss die Kernkraft-Industrie selbst die Führung übernehmen, indem sie Mustergesetze und -vorschriften ausarbeitet und diese dem Gesetzgeber und den Aufsichtsbehörden zur Diskussion vorlegt.

Letzten Monat hat das Justizministerium zwei Mustergesetze veröffentlicht, welche die Bundesstaaten zur Bekämpfung von Waffengewalt in Betracht ziehen können. Modellgesetze wurden vom American Legislative Exchange Council, den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und sogar dem Internationalen Roten Kreuz verwendet, um Lösungen mit gesundem Menschenverstand in die Politik einzubringen.

Die Ära der Mikro-SMR und der SMR im Allgemeinen hat gerade erst begonnen. Doch der verfügbare Rechtsrahmen, um diese innovativen Lösungen für die Energiekrise auf den Markt zu bringen, ist irrational und ungeeignet – er ist ein Overkill, der die Energiewende behindert.

Die Gesetzgeber und sogar die Regulierungsbehörden sind mit den Realitäten nicht sehr vertraut, mit denen die Hersteller und potenziellen Vermarkter dieser neuen Generation von Instrumenten tagtäglich zu kämpfen haben. Sie sehen auch keine wirkliche Notwendigkeit, die Risiken für den Status quo einzugehen, die mit der Schaffung eines solchen neuen Rahmens verbunden sind. Warum das Boot zum Wackeln bringen?

Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass der Kongress und die Bundesaufsichtsbehörden ohne Aufforderung etwas unternehmen werden – ohne dass ihnen jemand (am besten die Branche) die Lösung auf dem Silbertablett serviert.

Aber wer wird sich dafür einsetzen und die Sache in die Hand nehmen?

This article originally appeared at Town Hall

Link: https://www.cfact.org/2024/01/14/nuclear-revival-needs-a-new-regulatory-framework/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Rekord-Kälte in weiten Teilen Nordamerikas – „Erneuerbare“ nutzlos

Cap Allon

Vorbemerkung des Übersetzers: Der nachstehende Beitrag war Teil des Kälte-Bulletins von Blogger Cap Allon vom 16. Januar. Er enthält ein paar Hintergrundinformationen, welche den Lesern hier nicht vorenthalten werden sollen und die wegen der Zahlschranke nicht ohne Weiteres zugänglich sind. Der Kältereport selbst würde aber damit zu lang werden. – Ende Vorbemerkung

Nordamerikas großer Frost macht weltweit Schlagzeilen.

Wie timesofindia.com berichtet, hat der NWS [National Weather Service, der US-amerikanische Wetterdienst] den arktischen Sturm als „lebensbedrohliches Winterwetter“ bezeichnet und die Menschen aufgefordert, sich zu schützen und vorzubereiten.

In Kanada brechen immer neue Rekorde – die Kälte ist im Großen Weißen Norden wirklich sehr intensiv gewesen.

Hier ist ein Kommentar, den ich von Leser „Jim“ erhalten habe:

Das war die Temperatur, die gestern Morgen um 8 Uhr MST vor unserer Haustür herrschte: -45°C.
Ich lebe in Alberta, seit ich 10 Jahre alt bin, also seit 1967. Ich habe noch nie so niedrige Temperaturen in Zentral-Alberta gesehen – im Korridor zwischen Edmonton und Calgary. Diese Temperaturen sind nur eine weitere Bestätigung dafür, dass das GSM [grand Solar Minimum] den Planeten im Griff hat. … Wenn die schützende Energie der Sonne, die um uns herum strahlt, ihren niedrigsten Wert erreicht, weiß nur Gott, welche Auswirkungen die kosmische Energie des Universums auf den Planeten haben wird. …

Die -45°C und der Wind waren so kalt, dass es schwer zu beschreiben ist. Ich hielt den metallenen Türgriff an der Innenseite der Fliegengittertür mehr als 5 Sekunden lang fest und erlitt einen Kälteschaden an Fingern und Hand. Die kalte Luft dringt sofort durch jede Kleidung hindurch. Das Öffnen der Tür des Ford Excursion fühlt sich an, als ob sie in meinen Händen zerbröseln würde. Darin zu sitzen fühlt sich an, als säße man hoch oben auf einem Bergfelsen. Wenn ich den Schlüssel umdrehe, obwohl die beiden 880-Ampere-Batterien voll aufgeladen sind, höre ich ein…Wau…Wau…Wau.

Das ist surreal. Es ist genau wie in den Geschichten aus der Arktis, als die da oben sagten: „Wir können die Fahrzeuge niemals abschalten… sonst springen sie nie an“. Genau so war es hier in der vergangenen Woche. Und das ist erst das dritte Jahr des GSM. – Jim

Und nun in die Vereinigten Staaten. Dort hat die extreme Kälte ebenfalls viele Problemen verursacht. Nicht zuletzt ist die Erzeugung von Wind- und Solarenergie eingebrochen sowie die Erdgasversorgung deutlich zurückgegangen – die eisige Kälte hat die Bohrlöcher gefrieren lassen, was zu einem erheblichen Rückgang der Gasproduktion geführt hat.

Wie schon gestern gab es in den letzten 24 Stunden zahlreiche Rekorde, wie die folgende Grafik zeigt:

Die extreme Kälte hat zu Bedingungen geführt, die sich auf die Gasquellen auswirkten, während die Heizungsnachfrage am Dienstag (nach dem verlängerten Wochenende am Montag) ein Rekordniveau erreichen dürfte. Der daraus resultierende Nachfrageschub dürfte im günstigsten Fall die Strom- und Gaspreise auf Mehrjahres-Höchststände steigen lassen, im schlimmsten Fall wird der Strom ausfallen.

Im Nordwesten am Pazifik [the „Pacific Northwest“] und darüber hinaus sind bereits weit verbreitete Stromausfälle zu verzeichnen.

Der Electric Reliability Council of Texas (ERCOT), der für den Betrieb von 90 % des texanischen Stromnetzes verantwortlich ist, hat Haushalte und Unternehmen dazu aufgerufen, in dieser Woche Strom zu sparen, insbesondere in den Morgenstunden, da er mit „knappen Stromreserven“ rechnet.

Die folgende Grafik gibt einen Hinweis auf das Problem. Die Solar- und Windenergieleistung des Bundesstaates hält sich auf einem unbrauchbar niedrigen Niveau:

Der letzte große Frost im Februar 2021, bekannt als Wintersturm Uri, führte dazu, dass Millionen Menschen tagelang ohne Strom, Wasser und Wärme waren und 702 Texaner starben. ERCOT führte wechselnde Stromausfälle ein, um einen völligen Zusammenbruch des Netzes während dieser Krise zu verhindern.

In den kältesten Stunden des Morgens gibt es keine Sonnenenergie, und der Wind weht nicht durch die texanischen Windparks.

Die Welt hat alles zu bieten, was wir brauchen, um sicher und warm zu bleiben, aber einige wenige verhindern, dass wir darauf zugreifen können.

Kälte ist 9 mal tödlicher als Hitze; die äußeren Blutgefäße verengen sich bei Kälte, um die Körperwärme zu erhalten, was den Blutdruck in die Höhe treibt. An Bluthochdruck sterben jedes Jahr 10,8 Millionen Menschen – 19 % aller Todesfälle.

Weltweit sterben 4,6 Millionen Menschen durch Kälte gegenüber 0,5 Millionen durch Hitze (thelancet.com):

Die nördliche Hemisphäre friert gerade (siehe Karten unten), und Menschen sterben unnötigerweise aufgrund eines grausamen Klimakreuzzugs, der von den Delegierten in Davos ausgeheckt und von einer Gruppe nützlicher Idioten unterstützt wird, die entschlossen den Weg zur Hölle ebnen.

 

Die gekauften alten Medien versuchen verzweifelt, die rekordverdächtige Kälte wegzuerklären, aber alles, was sie tun ist, ihre Agenda zu entlarven. Es ist nicht die Aufgabe einer Nachrichtenagentur, Erzählungen zu formen und weiterzugeben, sondern einfach über Ereignisse zu berichten – das vergessen die Leute.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Quelle: CNN

Korrekte Schlagzeile: „Brutal Cold Snap Sweeps North America“ [Brutale Kältewelle erfasst Nordamerika] – Ende.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-continues-across-north?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE