Flüsse halten der Klimaerwärmung stand – Klimaschau 176

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 176. Ausgabe: Flüsse halten der Klimaerwärmung stand




Meine persönlichen Erfahrungen mit Greenpeace und der KfW-Bank am Gendarmenmarkt in Berlin (Erfahrungsbericht)

Franco Müller

Als ich den Orang Utan sah, musste ich mich an meine Mitgliedschaft bei GP denken. Wenn man als „Laie“ danach sucht, wie Klima funktioniert, wie CO₂ oder Methan, Wärme speichern könnten, findet man bei GP nichts, was einer wissenschaftlichen Erörterung standhalten könnte.

Aus rechtl. Gründen erkläre ich vorab, dass mein Erfahrungsbericht als Meinungsäußerung zu verstehen ist, da ich über keine Dokumente aus meiner Zeit als Mitglied bei Greenpeace verfüge.

Warum haben wir keinen Aufschrei von Greenpeace (GP) gehört, als die 3 Nordstream-Leitungen gesprengt wurden? GP hätte damit „beweisen“ (?) können, dass ein Mehr an Methan den Erdball (nicht) verglühen lassen würde. Wir haben in der Atmosphäre 2 Teilchen Methan auf eine Milliarde Teile Luft. Zum Zeitpunkt der Sprengung der 3 Pipelines hatten wir das Milliardenfache dieses Werts auf einem Punkt, ohne dass es zu einem messbaren Anstieg der Temperatur im unmittelbaren Umfeld führte, was das Schweigen von Greenpeace erklärte.

Ich bin an meine Mitgliedschaft bei Greenpeace erinnert worden, weil ich mich fragte, wer eigentlich jener „Letzten Generation“ Geld spendet. 2022 wären das fast 1 Mio € gewesen. Greenpeace erhielt 2022 lt. eigener Bilanz sogar 68 Mio €. Gibt es hier eine Zusammenarbeit?

Laut ZDF-Nachrichten/Panorama = 900.000 € in 2022 lt. eigenem Transparenzbericht

Laut dem Presseportal von Greenpeace = 86 Mio € in 2022

Man kann unterstellen, dass Greenpeace ideellen Einfluss auf die Letzte-Generation hat.

Vorab zu den „Letzten“, bevor ich von meiner eigenen Greenpeace-Mitgliedschaft berichte. GP und die „Letzten“ blasen ins gleiche Horn, erzielen gleiche Wirkungen, verbreiten gleiche Panik. Die Klima-Kleber berufen sich auf „Erkenntnisse“ des IPCC & PIK sowie auf die von GP (hier).

Im o.g. Transparenzbericht der „Letzten“ wird geäußert, dass 2022 ein erheblicher Teil der Gelder vom „Emergency Fund“, ergo einer US-Stiftung kam, die hier unmittelbar in die deutsche Parteien-Politik eingreift und das deutsche Verkehrsnetz lahm legen will. Warum kleben sich die „Letzten“ nicht in Rammstein vor die US-Militärflieger? Da wird doch viel mehr CO₂ freigesetzt als an einer Kreuzung, an der man nur Privatpersonen, die zur Arbeit müssen und ggf. ein paar Krankenwagen ausbremsen kann?Gibt es deutsche Stiftungen, die das US-Verkehrsnetz lahmlegen wollen? Muss ich Angst haben, dass dt. Klimakleber amerikanische Ölpipelines (natürlich unter Freunden) in die Luft sprengen? – Nicht, wenn ich der Spur des Geldes folge.

Der US Emergency Fund bezuschusst Gehälter für die „Aktivisten“, lese ich. Aber, ist man tatsächlich „Aktivist“, wenn es ein bezahlter Job ist? Gegründet wurde der Fonds durch T. Neilson und der Tochter eines Öl-Milliardärs. Plagt da vielleicht das Öl-Gewissen? Nein. Es geht darum, die Preise für Öl und Erdgas in die Höhe zu treiben, zumindest ist das die tatsächliche Folge, sieht man die Ölpreis-Preisentwicklung an.

Bei Wiki lese ich, dass T. Neilson „Philanthrop“ sei. Wer will heute noch als „Philanthrop“ gelten bzw. sich als Steuerflüchtling outen, dachte ich. Ist das nicht peinlich, so als Philanthrop denunziert zu werden? Was ist des Pudels Kern?

Neilson gründete mit schönem Namen WasteFuel, das „erneuerbare“ Kraftstoffe mit Hilfe bewährter Technologien produziert (die Öl-Konkurrenz muss aus dem Markt gedrängt werden; hier).

Im o.g. Artikel steht, dass „die Stiftung A22 aus den USA im Jahr 2022 bereits 5,1 Mio. Dollar an 44 Klima-Gruppen weltweit ‚gespendet‘ hat.“ Die „Letzte Generation“ bekam 50.000 € vom Emergency Fund: „Wir finanzieren ausschließlich Gruppen, die in ihrer Strategie und Taktik auf Störung setzen“. Auf „Störung“ des gesellschaftlichen Lebens, auf „Störung“ der öffentl. Ordnung, auf „Störung“ der Mobilität. Müsste da nicht die Trampolinspringerin aus dem Völkerrecht einspringen bzw. die Staatsanwaltschaft ermitteln? „Gestört“ wurde auch ein Krankenwagen, der Leben retten sollte. Die Klima-Kleber haben so die Rettung einer lebensgefährlich verletzten Frau in Berlin verhindert. Wenn man das sponsert, ist man „Philanthrop“?

Und weiter kann man im o.g. Artikel lesen: „Die Reichen, die hinter der Stiftung stecken, sind keine Unbekannten. Aileen Getty, Tochter von J. Paul Getty, reichster Mann der Welt in den 60ern, der sein Vermögen mit Öl gemacht hatte; Rory Kennedy, Tochter des ermordeten US-Senators Robert Kennedy und der Unternehmer Trevor Neilson, der für die Bill & Melinda Gates Foundation arbeitete. Sie alle sind der Meinung, dass konventionelle Klimaproteste zu wenig bewegen, dass es nun “disruptive Aktivisten“ brauche.“ Disruptiv bedeutet auf engl. weniger „stören“ als „zerstören“, was man auch mit Terror gleichsetzen kann. Philanthropischer Terror. Wären diese radikalen „Klimakleber-Zerstörer“ eine Partei, müsste der Verfassungsschutz aktiv werden. Der Teufel will hier den Beelzebub austreiben.

Es sind also nicht angestellte „Aktivisten“, die hier aus eigenem Antrieb den Verkehr lahmlegen bzw. „zerstören“ wollen, um das gesellschaftliche Leben zu blockieren, sondern ganz klar US-Unternehmen, Ölmilliardäre, die mit radikal aggressiven Methoden in den deutschen Alltag eindringen, um mit Gewalt zu „zerstören“. Es handelt sich also nicht um eine Graswurzelbewegung eines Bürgerunmuts, sondern um organisierte Auftragspropaganda.

Ist das nun Terror oder kalter Krieg? Das hängt wie immer von der Definition bzw. vom Blickwinkel ab. Seitdem die Kleber den Verkehr sabotieren und gegen Erdölverbrauch in Deutschland demonstrieren, verdienen die US-Öl-Konzerne, indem sie das Blockieren der Mobilität der deutschen Wirtschaft, finanzieren hiermit Milliarden Dollar. Das passiert real? Ist das der Sinn von Philanthropie? Das Klimaschutzgehabe äußert sich als „Wirtschaftskrieg“. Jedoch eben nicht als einen Wettbewerb im Rahmen einer Marktwirtschaft, sondern als einen offenen zerstörerischen kalten Krieg von Teilen der US-Ölwirtschaft gegen die deutsche Wirtschaft.

Katastrophen-NGOs leben alle von Angst, die sie am Leben halten. Zynisch formuliert könnten sich die „Letzten“ auch durch „Brot für die Welt“ finanzieren lassen, weil weniger CO₂ ja Ernten reduziert, es dann weniger Brot auf der Welt gäbe und dadurch die Spenden an „Brot für die Welt“ höher ausfallen müssten, da CO₂-Mangel zu mehr Hunger auf der Welt führen würde. So wie es auch zu mehr Hunger führen kann, wenn man statt Brot-Weizen, Getreide für Diesel oder Benzin auf landwirtschaftlichen Flächen produziert und die Anzahl der Kleinbauern reduziert. In Deutschland haben in den letzten 10 Jahren 12.000 Bauern aufgegeben.

Wenn ich sehe, an welchen exklusiven Orten „Brot für die Welt“ seine riesigen Bürohauszentralen errichten ließ, glaube ich nicht, dass es da um das Sparen von Spendengeldern ging. „Brot für die Welt“ hat sein Headquarter in der Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin, Ecke Invalidenstraße (hier). Dort war bis vor einiger Zeit ein überteuertes Grundstück zu haben in einer der exklusivsten Lagen Berlins, gleich hinter dem damaligen Greenpeace-Büro Berlin (jetzt Chausseestr. 84, 10115 Berlin). Dieses Grundstück wurde zum einem horrenden Preis angeboten, um dort ein „Bürohaus“ zu errichten. Gebaut hat es ein Unternehmen, das nicht für preiswertes Bauen steht (Vgl. Elbphilharmonie in Hamburg). Am Stadtrand hätte man ein vergleichbares Grundstück oder leerstehendes Gebäude für „Brot für die Welt“ wohl für ein Zehntel des Preises haben können. In anderen Städten hätte man leerstehende Bürohäuser für einen Bruchteil anmieten oder kaufen können. Hier geht es also nicht darum Spendengelder sorgsam zu verwalten.

Philanthropen mögen offensichtlich exklusive, mondäne Standorte. Sieht man sich die Lage von „SOS Kinderdorf“ in der Ridlerstr. 55, in 80339 München an und das entsprechende Bürohausanwesen, dann kann man ahnen, dass man das am Stadtrand außerhalb von München oder in einer weniger hochherrschaftlichen Lage in den ehemaligen „neuen“ Bundesländern für einen Bruchteil des Preises hätte haben können, was den o.g. „Eindruck“ systemisch bestätigt: Es geht nicht darum, mit Spendengeldern sorgsam umzugehen. Es grenzt an ein Wunder, wenn da noch Spendengelder für den Spendenzweck übrigbleiben.

Die „Kleber“ lassen sich genau durch jene Öl-Industrie finanzieren, die sie vorgeben bekämpfen zu wollen. Hätten sie nicht konsequenterweise in New York am Central Park die Straßen lahmlegen müssen oder noch besser jene direkt vor dem Weißen Haus? Sieht man die Tankstellenpreise inkl. LNG aus Amerika, versteht man warum Klimapanik & Erdölgewinne zusammengehören. Je mehr Öl verteufelt und als begrenzt dargestellt wird. Der Klub of Rome hatte 1973 erklärt, dass im Jahr 2000 alle Ölvorräte aufgebraucht seien. Je mehr Öl verteufelt und als begrenzt dargestellt wird, desto höher steigen die Preise und Gewinne der Erdölindustrie. Erdöl ist lt. Thomas Gold ein natürlicher unbegrenzter Rohstoff.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Greenpeace

Ich hatte mit Greenpeace Berlin eine persönliche Liaison als deren einstiges Mitglied und war seinerzeit schockiert, als ich erfuhr, dass G. wohl mit Spendengeldern zockte. Ich wollte das erst nicht glauben, googelte und konnte Artikel dazu finden, die nach meiner Erinnerung um das Jahr 2000 lagen. Leider sind diese alten onlinegestellten Zeitschriften-Artikel im Internet nicht mehr auffindbar. Trügt mich meine Erinnerung? Gefunden habe ich nur einen nachgewiesenen Spendenskandal im Juni 2014. Ist der Missbrauch von Spenden Singularität oder Methode? Wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, zu verhindern, dass Mitarbeiter 4 Mio US-$ Spenden in der Lotterie verlieren, ist das kein Zufall, sondern systematische Zweckentfremdung, d.h. Veruntreuung. Wäre Greenpeace eine GmbH, wäre das ein Grund für die Staatsanwaltschaft, solch einem Treiben ein Ende zu setzen.

Dass es sich um systemisches Vorgehen gehandelt haben muss, wird erkennbar, wenn man liest, dass es für die Trading-Vorgänge spezielle Mitarbeiter gab. Damit war es bewusste Politik und Auftrag des Headquarters. Kein Mitarbeiter kann ohne Prokura 4 Mio US $ aus der Kasse entnehmen, ohne dass es auffällt. Wenn es um Spendengelder geht, sind normalerweise im System Extra-Hürden eingebaut, damit genau solche Betrugsvorgänge ausgeschlossen sind.

In Verantwortung von Greenpeace wurden so nachweislich allein Mitte Juni 2014 die durchschnittlichen Spenden von 52.000 Spendern verbrannt, die eigentlich das Klima kühlen sollten.

dw.com entnehmen wir, dass 2013 um 500.000 Menschen in Deutschland Greenpeace Geld spendeten. Googelt man Greenpeace-Erfahrungen ausgestiegener Mitglieder, so stößt man auf die Aussage, dass es Greenpeace nicht um den Schutz der Umwelt ginge, sondern primär um Spendengelder, was auch meine Erfahrung ist.

Siehe dazu auch diesen Beitrag: Greenpeace „Einst gemeinnützig, heute gemeingefährlich“

1978 hörte erstmals eine breite Öffentlichkeit von der 1971 gegründeten Umweltschutzorganisation Greenpeace … Mit einem Fisch-Trawler protestierten sie gegen den isländischen Walfang, gegen die Robbenjagd auf den Orkney-Inseln… Ich fand das toll und spendete Geld, obwohl ich damals kaum welches hatte. Paul Watson, der Co-Gründer von Greenpeace, nannte sein Baby rückblickend die ‚größte Wohlfühlorganisation der Welt‘, ihr Geschäft bestünde darin, den Menschen ein gutes Gewissen zu verkaufen. Ja, ich fühlte mich gut und hielt es für üble Nachrede, wenn Aussteiger wie Watson behaupteten, Greenpeace sei mehr am Spendensammeln interessiert als an der Rettung der Natur… “

Die ZEIT ergänzt, dass Greenpeace „nicht zum ersten Mal Spendengelder beim Traden verzockt hat.“ 2014 war nicht das erste Mal, dass Spenden verzockt wurden.

Dass schwankende Wechselkurse das Geschäftsergebnis erheblich beeinflussen können, diese Erfahrung haben die Greenpeacer schon in der Vergangenheit gemacht. Man habe … bereits Verluste von rund 600.000 € eingefahren, aber in manchen Jahren auch Gewinne von 50.000 €. Den Verlust von 3,8 Mio € muss nun GP … ausgleichen.“ GP entschuldigt sich damit, dass der Verlust auf den Spendenkonten nicht mit neuen Spendengeldern ausgeglichen werden soll (hier).

WELT ergänzt am 22.06.14: Greenpeace verliert Mitglieder nach Spenden-Gezocke

ZEIT schreibt am 13.09.14 Greenpeace verliert Tausende Geldgeber. Umweltorganisation spürt die Folgen eines missglückten Währungsgeschäfts doppelt. Tausende Förderer wenden sich von Greenpeace ab.“

Transparency meldet 16.06.14: „Greenpeace spekuliert mit Spenden und verliert Millionen.“

Die Glaubwürdigkeit von Greenpeace hat wiederholt ernsthaften Schaden genommen.

Spiegel schreibt am 23.06.14, dass die Spendengelder nur verlorengingen, weil die Devisengeschäfte schlecht durchdachte wären, was ein wenig nach Entschuldigung klingen mag. Auch Spiegel sollte wissen, dass man mit Spendengeldern generell keine Devisengeschäfte (Trading) vornimmt, auch keine gut gedachten, erst recht nicht in Millionenhöhe. Devisenspekulationen und Glücksspiele sollten keinesfalls zum Kerngeschäft einer Spendenorganisation gehören, die vorgibt, sich mit Spenden lediglich für Umweltschutz und Wetter einzusetzen. Ich dachte, dass sich das Glückspiel bzw. Zocken bei Greenpeace nicht wiederholen könnte.

Die ZEIT umschreibt den Vorgang am 15.06.14 als einen Verlust mit „Termingeschäften“, womit Traden gemeint ist. Das Setzen auf fallende oder steigende Kurse (Traden) nennt man im Volksmund schlichtweg „Zocken“, weil es genauso wenig vorhersehbar ist wie Roulette oder eine Lotterie. Der Begriff „Termingeschäfte“ soll hier einen Anschein von Seriosität vorgaukeln. Auch Greenpeace Mitglieder waren zu Recht schockiert und haben Greenpeace verlassen. Selbst noch am 18.03.22 schreibt Spiegel-Online „Das Image der Umweltlobbyorganisation Greenpeace in deutschen Medien ist auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren abgerutscht. Das ergab eine Auswertung des Schweizer Analysedienstes Media Tenor.“ Noch tiefer als 2014.

Nun zu meiner persönlichen Erfahrung mit Greenpeace als Mitglied.

Ich bin vorgeschädigt durch eine in etwa halbjährige Mitgliedschaft bei Greenpeace in Berlin. Als ich das erste Mal bei den Greenlingen ankam, war ich überrascht, dass ich dort nicht auf die erwarteten kühnen Aktivisten stieß, sondern eher auf eine schläfrige Masse. Es gab Tee und Kekse. Kaum einer kannte den anderen. Ich hatte spontan den Eindruck, dass es sich um eine Partnerbörse von Neu-Berlinern handeln könnte, die Kontakt zu anderen ökologisch Interessierten suchten. Es war eine ermüdende Stimmung, diese gemütliche Keks- und Teerunde.

Meine Frage nach aktuellen Umwelt-Aktionen wurden von den Anwesenden missbilligend und kopfschüttelnd wahrgenommen. Mir wurde erklärt, dass es in erster, zweiter, dritter Linie um das Sammeln von Spenden ging, und um das Ausfüllen von Zetteln und Fragebögen sowie Anfertigen von Statistiken. Ich kam zu Greenpeace, weil ich mich a) informieren und b) handeln und etwas für eine saubere Umwelt tun wollte. Mir hatte der Zustand der schmutzigen Flüsse nicht gefallen. Ich fand die brennenden Reifenberge auf den Reifenhöfen besorgniserregend sowie die schwarzen Rußwolken der vielen gelben Umweltbusse.

Als ich eine Firma benannte, deren Umweltvergehen offensichtlich waren, wurde mir erklärt, dass Greenpeace in keinem Land der Welt gegen ein Unternehmen im selben Land vorgehen würde. Das wäre der „Trick“ (Geschäftsmodell) wurde mir verständlich gemacht. Das mag vielleicht rechtliche Gründe gehabt haben und somit Kostengründe, wenn man eine Klage gegen ein Unternehmen verloren hätte (sowie auch Greenpeace mal eine Klage gegen VW verloren hatte). Man wollte sich in erster Linie keine Gegner schaffen, weil es ja auch nicht zu mehr Spendengeldern geführt hätte und nur um diese ging es.

Mir wurde erklärt, dass es bei allen Demonstrationen darum ging, öffentlichkeitswirksam auf Greenpeace heroisch aufmerksam zu machen, um Gelder zu generieren. Auf die Frage, was konkret mit diesen Spenden passieren würde, erhielt ich keine Antwort, was auch daran lag, dass Greenpeace nicht wie eine demokratische Einrichtung, sondern wie ein kleines Königreich organisiert war; von Oben (vom nicht sichtbaren Headquarter aus Hamburg) kamen herabschwebende Anweisungen wie in einem dystopischen Film, diese hatte man auszuführen, ohne darüber zu diskutieren. So jedenfalls meine Erfahrung. Ich wusste zu der Zeit noch nicht, dass es einen öffentlichen Jahresbericht gab, was natürlich meine Schuld war.

Aufgrund meiner Fragen wurde ich schnell bei Greenpeace als unbequem eingestuft. Das nur einmal wöchentliche Keksessen, Tee-Trinken und weitere Neu-Berliner kennenlernen, genügte mir nicht. Ebenso wenig hatte ich Interesse am Zettelverteilen mit Spendenaufrufen teilzunehmen. Ich erhielt von den örtlichen Leitern die Belehrung, dass man nur in äußersten Notfällen einem Unternehmen auf die Füße treten würde. Vielleicht dies auch in der Hoffnung, dass man ein Unternehmen so besser zum Spenden motivieren könnte? Ich sollte dbzgl. Vorschläge unterlassen Unternehmen zu benennen, die Umweltschäden zu verantworten hätten, das würde niemanden interessieren. Es sei denn, ein Unternehmen wäre bereits durch die Mainstreampresse so beschädigt, dass man sich an diesen Protest medienwirksam anhängen könnte, ohne mit rechtlichen Konsequenzen rechnen zu müssen. So wurde beispielsweise gegen ein Hamburg nahes Atomkraftwerk vor dessen Grundstück demonstriert.

Ein Beispiel einer weiteren möglichen „Aktion“. Es wurde die Frage gestellt, ob man nicht für Menschen demonstrieren könnte, die aufgrund kritischer Fragen in Deutschland inhaftiert wurden, was eigentlich die Aufgabe von Amnesty Int. wäre. Für politische Gefangene würde man sich engagieren, wenn es z.B. um jene in China ginge. Aber selbst mit China wollte man sich nicht mehr anlegen und so wurde eine in Berlin angedachte Demo für einen Kritiker, der in China lebte und dort inhaftiert war, abgesagt. Wenn ich eine entsprechende Aktion nicht wahrgenommen habe, bitte ich um Information. Ich gebe hier ja nur meine Wahrnehmung wieder.

Mein Eindruck war schnell der, dass die „Aktionen“, die Greenpeace durchführte, im Grunde nur FAKE-Aktionen waren. Es ging primär nicht darum, einen realen Mangel zu beheben, sondern vielmehr darum, im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bleiben mittels einer gut sichtbaren lauten Aktion, bei der niemand Konsequenzen fürchten musste. Im Bewusstsein der Passanten blieb jeweils nur die Erinnerung, dass Greenpeace etwas Mutiges zu tun schien.

Die Vorübergehenden dachten spontan, dass man eben diese Aktivisten mit ihren lauten, tollen Trommeln unterstützen müsste. Damit es niemandem weh tun würde, waren die Aktionen in meiner Zeit (die ich ja nur beurteilen kann), so angelegt, dass der Adressat stets im Ausland existieren sollte und von der Aktion in der Regel kaum etwas mitbekam bzw. auch nichts mitbekommen konnte. Für die Passanten sah es aber so aus, als ob Greenpeace gerade hart gegen einen lokalen Umweltsünder vorgehen würde. Es gab mehrfach Applaus, der aber vollkommen sinnlos war, weil es eigentlich ja nur ein Kasperletheater war, wie mir schien.

So wurde in Berlin z.B. gegen die Ölsandverschmutzung und gegen das Fracking in Kanada demonstriert. Die Greenpeace-Vertretungen in anderen Ländern demonstrierten wiederum gegen Umweltsünder, die ggf. in Deutschland saßen. Das medienwirksame emotional starke Trommeln war nach meiner Einschätzung das Eigentliche, um das es ging, denn das generierte emotional bedingte Spendengelder, da es den Menschen unter die Haut und in den Bauch ging.

In der Öffentlichkeit blieb das Bild von den mutigen Aktivisten hängen, und das brachte Spendengelder. Es gab keinerlei Transparenz oder Demokratie innerhalb der Organisation. Es erinnerte mich irgendwie an SED-Veranstaltungen in der ehemaligen DDR.

Da ich oft in Hamburg war, lernte ich eine sehr einflussreiche gehaltsabhängige Person aus dem Hauptquartier privat kennen und war schockiert als diese mir eines Tages genervt vorwarf, wie naiv ich wäre. Sie meinte, dass sich bei Greenpeace kein Mensch für Umweltschutz interessieren würde, dass müsste ich doch endlich mal kapiert haben. Man hätte einen Job bei Greenpeace, würde sein Geld verdienen, der Rest wäre egal, aus und basta. Natürlich kann und will ich hier keinen Namen nennen, um niemanden zu schaden. Da ich eine solche Aussage nicht belegen kann, darf sie nur als meine Erfahrung bzw. Meinung aufgenommen werden. Ich habe in meinem Umfeld in Berlin und Hamburg gefragt, ob jemand nennenswerte Aktionen von Greenpeace kennen würde. Keine, der von mir befragten Personen konnte mir auch nur eine einzige Aktion nennen. Zwei Mal erhielt ich den Hinweis auf die Rainbow Warrior. Nur der Name war noch geläufig, worum es dabei ging, war jedoch nicht mehr bekannt.

So funktioniert Werbung. Markennamen sind bekannt zu machen. Auch, wenn man nach Tagen nicht mehr weiß, um was es ging, bleibt der Name der Werbung hängen. Ich konnte in Erfahrung bringen, dass das GP-Spenden-Aufkommen p.a. zwischen 50 bis 80 Mio € liegen sollte.

Was passiert heute mit den Orang Utans auf Borneo?

Die am 20.01.24 aktuelle Homepage von Greenpeace begann mit dem schönen Satz (Zitat):

Erst Ihre Spende gibt uns die Möglichkeit, mit Schiffen auf hoher See aufzukreuzen oder Spezialisten in die entlegensten Ecken unserer Erde zu schicken.“ (in den Urlaub? F. M.)

„…mit Schiffen auf hoher See aufzukreuzen“ um dann die Seemänner & Piraten zu umarmen?

Alle 11 Minuten kreuzt auf hoher See ein Matrose – aber keiner von Greenpeace.

Ist das die romantische Vorstellung, die wir von Greenpeace haben? Was für ein schönes Märchen. Menschen lieben Märchen. Dann und wann sind Menschen auch bereit für einen schönen Traum oder ein Märchen zu spenden. Idealerweise wohl auf dem Weihnachtsmarkt bzw. Jahresendzeitmarkt, um hier politisch korrekt zu bleiben. Dieser Satz ist zumindest am 21.01.24 als erster Satz auf der „Greenpeace-Seite“ zu lesen. Aber wann kreuzte Greenpeace mit allen seinen „Schiffen auf hoher See“ ? In welchem Märchen war das? Ich vermute, Greenpeace besitzt kein einziges Schiff? Ich vermute, dass GP allenfalls Schiffe für eine Kreuzfahrt zu den Polen mietet, um dort vielleicht CO₂ zu messen? Aber dafür müsste GP nicht zu den Polen kreuzfahren, da der CO₂-Gehalt überall auf der Erde gleich ist, egal, ob am Boden oder in 10 km Höhe. Jede Reise bzgl. etwaiger CO₂ Messungen ist schlichtweg Unfug, weil man max. einen CO₂-Hotspot finden kann, nicht aber eine reale außergewöhnliche CO₂-Verteilung.

Dafür könnten die Greenpeace’schen 11-Minuten-Traumfänger bzw. „Spezialisten in die entlegensten Ecken unserer Erde“ auch auf einem beliebigen Kreuzfahrtschiff mitreisen. Es hätte den gleichen Effekt, den gleichen Erholungswert. Fieber messen kann man da auch, denn Fieberthermometer gibt es auf jedem Boot bzw. in allen „Ecken“ der Gewässer.

Die „Letzte Aktion“ von Greenpeace ist, wie man auf deren Seite liest, dass GP 2018 sich an Demonstrationen gegen Abholzen des Hambacher Forstes beteiligt hat, um gegen den Abbau von Braunkohle zu trommeln, der jedoch dort höchstrechtlich von den Grünen beschlossen war, jene Braunkohle, die erst unter den Grünen Hauptenergieträger wurde. Hätte Greenpeace es ernstgemeint, hätte GP vor der Grünen Partei-Zentrale (!) demonstrieren müssen.

Ergebnis war, ein vorläufiger widerrechtlicher Rodungsstopp. Für den „Klimaschutz“ brachte das natürlich ein paar Tage Schutz für das örtliche Wetter. GP versteht sich als Partner der Grünen. Der Treppenwitz ist der, dass es gerade die Grünen sind, die, seitdem sie Bestimmer sind, mehr Braunkohle verbrennen als vorherige Regierungen. Ohne Rückendeckung der Allianz mit Trampolinspringern, Märchenerzählern, Onkel mit Erinnerungslücken und korporativen Konzernen würde es vermutlich GP garnicht mehr geben. An deren Stelle würden Umweltschützer treten. Wer Greenpeace ernst nehmen wollte, müsste sich doch fragen, wo deren Demonstrationen heute sind, da mehr Braunkohle als zuvor verbrannt wird?

Seit 6 Jahren liegen die Schiffe, von denen GP träumt, im Hafen. Obwohl Spendenkonten fett gefüllt sind, ist kein „kreuzendes Schiff auf hoher See“ in Sicht. Solange Spendengelder fließen, wird auchin den entlegensten Ecken unserer Erde“ kein GP-Dampfer gesichtet werden können. Nein, Greenpeace ist kein Witz. Es ist schreckliche Wirklichkeit.

Ich kenne keine zeitnahe Aktion oder Leistung zum Umweltschutz, die auf GP zurückgeht. Dass GP mal Wale geschützt hat war gut und richtig. Das war es dann auch und ist lange her und da sie damals gestorben sind, leben sie heute nicht mehr.

Zurück zu den Orang Utans auf Borneo in Indonesien

Ich bekam seinerzeit Material aus dem hervorging, dass auf Borneo regelmäßig Urwälder abbrannten und die Brandflächen dann und wann von Konzernen gekauft wurden. Natürlich mit dem guten Vorsatz, dort wieder Palmen-Urwälder anzupflanzen. Palmöl, so sagen uns die „Guten“ wäre notwendig, um es wetter- bzw. klimafreundlich dem Diesel und Benzin beizumixen oder den Kindern aufs Brot zu schmieren, auch, wenn dabei die letzten Orang Utans draufgehen. Das Wetter zu schützen, ist wichtiger als bedrohte Arten vor dem Aussterben zu retten. Wie kommt z.B. der Nestlé-Konzern zu seinem Palmöl? Wie kommen Konzerne, die auf Borneo zufällig abgebrannte Urwälder kaufen, zu entsprechenden Fördergeldern? Woher das Geld? Jene Unternehmen oder Konzerne machen das nur zu einem Teil mit eigenen Geldern. Sie machen es noch lieber mit deutschen Steuergeldern, die ihnen die KfW-Bank in Berlin am Gendarmenmarkt billig zur Verfügung stellt (hinterherwirft, wollte ich hier nicht schreiben).

Seitens der KfW-Bank gab und gibt es Steuergelder bzw. offiziell „Mittel“ für Unternehmen, die abgebrannte Urwaldflächen am anderen Ende der Welt in den entlegensten Ecken unserer Erde“ zur Verfügung gestellt werden, um dort wieder Urwälder, meint Palmen, anzupflanzen, weil diese ja nicht von selbst wachsen, wie Palmen das in den letzten 100 Millionen Jahren ohne uns auch nicht konnten. Die KfW hat gerade Förderkredite über 100 Mio € für Fahrradwege in Peru vergeben bzw. zugesagt, also in die aus unserem Blickwinkel entlegenste Ecke unserer Erde“, um dort die Luft (in Peru) zu verbessern. Die KfW erklärt, dass Peru die 100 Mio € zurückzahlen müsse. Die haben ja auch sonst keine Sorgen. Schönes Märchen. Feine Sache, wenn ich wieder nach Peru fliege, nehme ich das Fahrrad mit.

Die KfW stellt Steuergelder zur Verfügung, um auf Borneo die Natur zu „renaturieren“. Formalrechtlich sind Palmen Palmen und es scheint egal, ob diese den Orang Utans nun gefallen oder in Reih und Glied in einer toten Brachlandschaft stehen und mit Pestiziden „geschützt“ werden. Man hätte den Orang Utans wenigstens ein Konto einrichten sollen. Die Steuergelder aber fließen an die „Palmöl-Konzerne“, um auf Brandflächen „Palmen“ zu pflanzen, natürlich „nachhaltige“ und klimaschützende Palmöl-Palmen auf einem toten, öden Areal ohne Affen (hier)

Man kann sich die Bilder selbst im Internet ansehen. Und natürlich ist inzwischen auch Nestlé zum „Umweltschützer“ und besten Greenpeace-Freund geworden, wie schön. Die Affen sind ja ohnehin tot. Es ist aber ausgesprochen perfide, wie auf unzähligen grün gefärbten Bio-Seiten Palmöl als nachhaltig, klimaneutral, CO₂-neutral dargestellt wird. Orwell lässt grüßen.

Brandrodungen für „klimaneutrales“ Palmöl. Die Brände werden vorsätzlich gelegt. Auf grün gefärbten Seiten wie zum Beispiel FORUM „Nachhaltiges Palmöl“ kann man lesen, wie toll und nachhaltig Palmöl doch sei. Man kann sich auf der Seite www.windy.com ansehen, wie tagtäglich in Afrika Brandrodungen erfolgen.

Brandrodungen für „klimaneutrales“ Palmöl

Ich habe in meine Greenpeace-Gruppe weiter „genervt“, was dazu führte, dass ich gegen den Widerstand der Hälfte der Berliner Gruppe das Hamburger Headquarter dazu brachte, dass sie einer Demo vor der Zentrale der KfW-Bank zustimmten, die ich organisieren durfte unter meinem Titel „Die KfW finanziert mit Steuergeldern das Abbrennen der Urwälder auf Borneo“.

Vgl. Begründung für „nachhaltiges“ Palmöl

Ich durfte aber die Demo nicht sofort machen, sondern sollte einige Monate warten. Es hieß, es gäbe ja noch keine Plakate etc. Dummerweise hatte ich mich darauf eingelassen. Ich hatte inzwischen Stoff gekauft, Plakate mit einen Teil der Keksesser angefertigt und für 24 Stunden Gruppen für den Haupteingang der KfW eingeteilt. Einen Tag vor der Demo hatte mir dann das Hamburger Headquarter diese im Namen von Greenpeace verboten und mir insbesondere verboten, irgendetwas Vergleichbares im Namen von Greenpeace zu veranstalten.

Leider bin ich damals noch eingeknickt, muss ich heute zu meiner Schande eingestehen.

Man lobte mich, da ich etwas Gutes bewirkt hätte. Mir wurde erklärt, dass man der KfW-Bank meine Demo angekündigt und gleichzeitig eine 200 Mio €-Förderung eines Ostseeprojekts erbeten hätte. Man wäre wohl bereit, auf die Demo zu verzichten, wenn die KfW diese 200 Mio € für ein „greenpeacenahes Projekt“ bewilligen würde? Sie war dann bereit. Ich vermute, dass es um eine „Offshore-Park GmbH“ ging, deren Wirtschaftlichkeit noch gefördert werden musste. Andeutungen gingen in diese Richtung. Ich hätte so angeblich viel für die Umwelt und das Klima getan. Fehlte nur noch das Lametta, die Weihnachtsente und der Nelkenstrauß.

Mir war, als hätte ich für die ital. Cosa Nostra gearbeitet. Heute weiß ich, ich hätte nicht einknicken dürfen. Ich hätte die Demo, die ich bei der Polizei angemeldet hatte, durchführen sollen, aber mit Zusatz, dass ich nun auch gegen GP demonstriere, die sich mit der 200 Mio €-Zusage der KfW, hatten kaufen lassen, darf ich ja nicht schreiben? Was darf ich denn schreiben?

Man muss sich das nachhaltig wetterneutrale Palmöl auf der Zunge zergehen lassen, um alles zu verstehen. Orwell hätte 1984 auch „nachhaltig grün“ nennen können. Wie lecker ist Nutella?

Im Nachhinein kommt mir GP wie ein Trojaner vor, um in alle jene Bereiche einzudringen, die von gutem Willen und dem Bedürfnis, helfen zu wollen, geprägt sind. So ging es jedenfalls mir in meiner damaligen Naivität. Ich musste für mich erkennen, dass GP, nur eine von vielen Institutionen ist, die, wie die meisten „Guten“ eben nur „trojanische Pferde“ sind und mit ihren ehemaligen Gründungszwecken kaum etwas zu tun haben, sondern in der Regel das Gegenteil anstreben. Greenpeace wurde für mich persönlich ab diesem Zeitpunkt eine Anti-Friedens und Anti-Umweltorganisation, die nur potentielle Aktivisten einsammelt um diese mit Keksen und Tee ruhig zu stellen. Es versteht sich von selbst, dass ich nach dieser Absage der Demo, in der es um den Schutz der Urwälder auf Borneo und den Schutz der Orang Utans ging, meine Mitgliedschaft bei Greenpeace beendet habe. Es ist eine so schöne Fassade, aber was ist dahinter?

Wie „nachhaltig“ ist die KfW-Bank?

Die KfW fragt auf ihrer Homepage am 21.01.24: „Aufforstung als Mitigationsmaßnahme. Mit mehr Wäldern zu mehr Klimaschutz ?“ wörtlich:

Die KfW ist nicht nur eine Klimabank. Als Förderbank für nachhaltige Entwicklung ist auch die soziale und ökonomische Perspektive der Nachhaltigkeit integraler Teil unseres Auftrags.“ – Dr. G. Bräunig, doppelt nachhaltiger Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe

Die SED hätte das nicht schönblumiger formulieren können. Ausdrücklich nachhaltiges Lob.

142 Mio € gibt die KfW lt. eigener Darstellung im Evaluierungsbericht für Landwirtschaft und Umwelt aus, wovon Forstwirtschaft wiederum ein Bestandteil ist. Was ist eine Klimabank? Kann ich da Wetter kaufen? 2 x das Wort „nachhaltig“ in einem Satz. Warum nicht 3 x ? Menschen produzieren und wirtschaften seit über 10.000 Jahren nachhaltig. Menschengruppen, die das nicht taten, sind ausgestorben, Das Wort „nachhaltig“ ist woker Politikersprech, weil jedem Unternehmer Nachhaltigkeit stets eine existentielle Selbstverständlichkeit war und ist.

Prof. J. Kluve, Leiter der Abt. Evaluierung bei der KfW-Entwicklungsbank: Die Frage, ob Wälder gemäß den Evaluierungsergebnissen der KfW-Entwicklungsbank einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten, will Prof. Kluve bejahen. (!) Folgendes hat er entdeckt:

Wir beobachten in Evaluierungen durchaus, dass Aufforstungsmaßnahmen zur CO₂-Speicherung beitragen.“ Es gibt also die neue Erkenntnis, dass ein Baum CO₂ speichert. Prof. Kluve: allerdings „Aufforstungen erscheinen vor allem dann sinnvoll, wenn sie neben Klimawirkungen auch andere Wirkungen auf Ökosystem-Dienstleistungen haben und entsprechend konzipiert werden. Ergebnisse aus Indien, Honduras und Vietnam zeigen, dass Aufforstungen positive Wirkungen auf den Grundwasserspiegel und den Schutz von landwirtschaftlichen Flächen vor Erosion haben bzw. auf die Rehabilitierung von Wassereinzugsgebieten.“ Tolle Beobachtung.

Nebenbei, „Evaluierung“ ist ein viel schöneres Wort als das schlichte Wort „Bewertung“. Und man läuft nicht gleich Gefahr, dass man verstanden wird, meinte gerade mein kleiner Sohn.

Die Helden von Greenpeace

GP wirbt mit „Investigative Recherche. Wir decken Skandale auf.“ Ich wollte die Liste jener Skandale sehen und habe nach Greenpeace + Skandale gegoogelt und kam dann auf die Liste der „Greenpeace-Skandale“, die es selbst durch Verzocken von Spendengeldern verursacht hat.

Googelt man Fossil & Krokodilstränen, kann man Folgendes finden (womit ich nicht meine, dass Greenpeace ein Fossil wäre).

GP erklärt am 19.08.23 zu Palmöl-Plantagen, die Urwälder verwüsten und den Orang Utans jede Existenz nehmen: „Damit hat Indonesien eine Waldfläche verloren, die größer ist als der Großraum London (157.000 Hektar). Die Plantagen bedecken bereits rund 16 Mio Hektar“
Es lag auch in der Hand von GP diese Katastrophe öffentlich zu machen und zu begrenzen.

Entnommen unzähligen Beiträgen von Online-Agenturen und Zeitungen zu Greenpeace

Greenpeaces millionenschwerer desaströser Währungshandel ist ein Beispiel für systemische Inkompetenz. Die Wirklichkeit der sichtbar gewordenen Katastrophe in den Wettbüros von Greenpeace hat gezeigt, es geht nicht um den Urwald. Es geht nicht um Orang Utans, nicht um das Klima. Es geht um Spenden. Nur um Spenden und das Werben von weiteren Spenden. Daher mag es wenig überraschen, dass Greenpeace, das sich selbst gern als rauflustige Non-Profit-Organisation darstellt, die mit knappen Budget den Kampf der Guten gegen die Bösen führt, in Wirklichkeit eigene Devisenhändler beschäftigt und diese offensichtlich und definitiv mit dem illegalen Wetten von Spendengeldern beauftragt hat.

Jene Schock-Nachricht kam als Teil einer Enthüllung am 15.06.14 ans Licht als Greenpeace 3,8 Mio € mit einer einzigen Wette verbrannte. 52.000 durchschnittliche, jährliche, persönliche Spenden, die mit Herz aus Leidenschaft gegeben wurden, auch von Menschen, die wenig besitzen und dennoch ihr Letztes für eine gute Sache hergeben. Wir wissen nicht, wie viele Spenden „Greenpeace“ mit Wetten, fragwürdigen Reisen, Flügen, davor und danach verzockt hat. Wir wissen nur, das es ein sich wiederholender Vorgang war, der in seiner Tragweite verheerend für GP und für den wirklich notwendigen Umweltschutz ist. GP verhindert Greenpeace.

Franco Müller, Berlin, Erfahrungsbericht, Leserbrief, 21.01.24

 




Unser Fachbeiratsmitglied Prof. Dr. Helmut Alt ist verstorben

Klaus Ridder (Dipl.-Ing.) und Michael Limburg

Prof.Dr.-Ing.Helmut Alt, eine der führenden deutschen Experten in Sachen Energie und Umwelt, ist im Alter von 82 Jahren in Aachen verstorben.

Alt kämpfte bis ins hohe Alter gegen die politisch gewollte Energiewende mit Fakten und nicht mit irgendwelchen Thesen, die zum Mainstream passten

Was er sagte und auch schrieb, das konnte er auch belegen. Dabei kam ihm seine Ausbildung, angefangen mit einer Elektromechaniker Lehre (1955-1960) und das Studium für Allgemeine Elektrotechnik an der Fachhochschule (1960-1963) Aachen zugute. Das Studieren setzte er fort mit einem Studium für Elektro und Reaktortechnik an der Technischen Hochschule (RWTH) Aachen (1965-1969)

Alt war von 1975 bis 2006 bei RWE/BV Düren zunächst als Ingenieur und später als Hauptabteilungsleiter für Verträge und Tarife, Netzplanung und Sonderaufgaben beschäftigt, daneben auch als ehrenamtlicher Richter in Aachen. 1993 wurde er durch die Ministerin für Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen zum Honorarprofessor an der Fachhochschule Aachen berufen. Bis zuletzt hielt er Vorlesungen in elektrischer Energietechnik und Energiewirtschaft

Alt war begeisterter Anhänger der Kernenergie und hat deren Nutzung in vielen Veröffentlichungen, wie z. B. auf den Websites verschiedener Organisationen, die sich für eine bezahlbare Energiepolitik einsetzen, veröffentlicht (Energie-Fakten.de; Bürger für Technik (BfT), Arbeitsgemeinschaft Energie und Umwelt – die Realisten(AGE+U). Er war außerdem Mitglied im Fachbeirat des Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)

Alt wurde auch in der „Forschungsbörse“ genannt, über die Wissenschaftler von Schulen zum Dialog mit Schülern eingeladen werden können. Er hat mit Schülern über das Thema Energiewende gesprochen

2010 wurde Helmut Alt die Ehrenmitgliedschaft der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG), einer der wichtigsten deutschen Organisationen pro Kernenergie , verliehen.

Zu diesem Anlass hielt er im November 2010 eine bemerkenswerte Rede, in der er die Geschichte der Kernkraft in Deutschland streifte und davor warnte, diese Technik aufzugeben. Er argumentierte gegen die erneuerbaren Energien und deren Subventionierung.

Er gab damals der Nutzung der Kernenergie einen religiösen Anstrich. Es sei der Wille Gottes gewesen, dass der Mensch diese Naturkraft nutze:

„Der Mensch ist hier dem Schöpfer auf die Spur gekommen – oder dieser ließ ihn darauf kommen – auf sein physikalisches Grundrezept, ebenso wie mit der Gentechnologie auf sein biologisches. (…) Ich kann mir nicht vorstellen, dass einem allwissenden und allmächtigen Gott eine so peinliche Panne unterlaufen sein könnte, Menschen geschaffen zu haben, die ihm aus dem Ruder laufen, die ihm seine schöne Welt zerstören und sich mit Aussicht auf Erfolg an seine Stelle setzen. Ich habe vielmehr die Zuversicht, dass ihm im Menschen ein Meisterstück gelungen ist „.

Diese Worte lösten bei vielen Menschen nicht nur Zustimmung aus.

Bei Veranstaltungen war sein Wissen gefragt, entweder als Referent oder auch als Diskussionsteilnehmer. So habe ich ihn immer mal wieder erlebt und war begeistert. Ein Mann, der für seine Ideen und für eine verlässliche Energiepolitik kämpfte – unabhängig von Politik und Wirtschaft.Er war dafür bekannt, dass er ‚kein Blatt vor den Mund nahm’ und stritt sich auch gerne mal mit anderen Wissenschaftlern sowie Politikern rum. Dabei benutzte er verständliche ‚Info-Blätter‘ auf denen er kurz und bündig das jeweilige Thema darstellte. Diese ‚Blätter‘ waren sein Markenzeichen und wurden gerne verteilt.

Privat lebte Alt mit seiner Frau im Aachener Ortsteil Brand, südlich der Aachener City. Er hatte vier Töchter. Er beteiligte sich immer wieder mit regionalen Themen am Stadtgeschehen, unabhängig von seiner technischen Ausbildung. Alt engagierte sich auch im sozialen und kirchlichen Bereich

Die Menschen, die sich für eine bezahlbare und zuverlässige Energie einsetzen, darunter auch EIKE, haben einen wichtigen Mitstreiter verloren. Wir werden sein Andenken bewahren.




Rettet ISAR II!

Mit ISAR II wird bald nicht nur das letzte Kernkraftwerk zerstört, sondern auf lange Zeit auch die Rückkehr zu eigener Kernenergie. Wenn das letzte Kernkraftwerk fällt, fällt die ganze Nukleartechnologie, und der Fadenriss ist komplett. Wer wird zur Verantwortung gezogen, wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass der Atom-Ausstieg ein gigantischer Fehler war?

von Manfred Haferburg

Ich habe in meiner Berufslaufbahn als Sicherheitsexperte in mehr als 120 verschiedenen Kernkraftwerken weltweit gearbeitet. Das sind mehr als zwei Drittel aller existierenden Kernkraftwerke. Es gibt zwar 440 Reaktoren, jedoch sind sie oft in Mehrblockanlagen zu einem KKW zusammengefasst. Es waren ältere Anlagen, super gepflegt und in tadellosem Zustand dabei, es waren hochmoderne, teilweise noch im Bau befindliche Kraftwerke dabei, deren Konstruktion von den Ingenieuren so gut durchdacht war, dass man die Anlage geradezu als „schön“ bezeichnen konnte. Dazu gehören die Europäischen Druckwasserreaktoren (EPR) in Olkiluoto, Finnland und  die zwei EPRs in Taishan, China. Das sind die sichersten und leistungsstärksten Anlagen der Welt.

Ich hatte auch im bayerischen Kernkraftwerk ISAR II zu tun. Ich erinnere mich, wie faszinierend „schön“ diese Anlage war. Dazu muss ich wohl erklären, dass für einen Ingenieur der Begriff Schönheit durchaus technischer Art sein kann und als hochgradig optimierte, funktional perfekte und tadellos instandgehaltene Technik gesehen wird. Isar II, von der Konstruktion her der etwas ältere Bruder des EPR, gehörte für mich zweifelsfrei zur besten Handvoll von Kernkraftwerken der Welt. Der 1988 erbaute Reaktor der Baureihe „Konvoi“ war mit 1.500 Megawatt der zweitstärkste Block der Welt und stand 95 Prozent des Jahres für die Stromerzeugung zur Verfügung. Zum Vergleich, ein normales Windrad hat drei Megawatt und steht 25 Prozent zur Verfügung. ISAR II wurde zur Ausregelung der schwankenden Erneuerbaren eingesetzt, auch wenn Grüne unermüdlich behaupten, dass dies nicht möglich sei. ISAR konnte seine Leistung um 700 Megawatt schnell hoch- und runterregeln, wenn der Netzbetreiber das brauchte.

40 Jahre alt war ISAR II in einem Zustand, den ich als „besser als neu“ bezeichnen möchte. Durch ständige Nachrüstung stets dem Stand der Technik angepasst und von der 350-köpfigen Mannschaft liebevoll instandgehalten und gepflegt, könnte das Kraftwerk weitere 30 bis 40 Jahre sicher und ökonomisch betrieben werden. Die Investition war bezahlt inklusive der Rückstellungen für Rückbau und Endlagerung des Brennstoffs, so dass das Kraftwerk Strom zu Kosten von ca. drei Cent/Kilowattstunde erzeugen konnte. So wurde das Kraftwerk ISAR II zehnmal Erzeugungsweltmeister. Dieses eine Kraftwerk erzeugte 15 Prozent des gesamten bayerischen Stroms – bis energiepolitische Geisterfahrer seine Abschaltung verfügten. Noch Mitte des Jahres 2023 hatte der Betreiber der deutschen Regierung einen Weiterbetrieb zu einem Feststrompreis von sechs Cent/kWh für die Industrie angeboten, was von der Ampelregierung brüsk abgelehnt wurde. Der ehemalige Umweltminister Trittin soll dazu gesagt haben, dass er sich doch nicht den Atomausstieg kaputtmachen lassen würde.

Wie steht es heute um ISAR II?

Seit dem 15. April 2023 ist die Anlage stillgelegt  und soll nun zerstört werden. Die Anlage verkörpert einen wirtschaftlichen Wert von mehreren Milliarden Euro, die jetzt – ähnlich wie im modernen Kohlekraftwerk Moorburg – einfach so weggeworfen werden sollen. Das ist so ein Wahnsinn, dass mir, wenn ich mit meinen Kollegen spreche, die Tränen kommen. Ich frage mich oft, ob denn die Politiker keine Angst haben, eines Tages für diese ungeheuerliche Sabotage zur Verantwortung gezogen zu werden.

Die Netztrennung des Werkes ist nun fast ein Jahr her. Die Brennstäbe sind aus dem Reaktor ausgeladen, und ein paar warten noch im Abklingbecken darauf, in Castoren gesetzt und ins Zwischenlager transportiert zu werden. Der Betreiber wartet noch auf die Rückbaugenehmigung, die wahrscheinlich im März dieses Jahres erteilt wird.

Mit Erteilung der Rückbaugenehmigung würde allerdings die Betriebsgenehmigung des Kraftwerkes erlöschen. Zerstört wurde bisher an der Technik noch nichts, es steht alles noch so da, wie es beim Betrieb war. Nur die Dekontamination des Primärkreislaufes läuft in diesen Wochen. Das bedeutet, dass mittels einer Spülung mit Säure und Lauge Ablagerungen entfernt werden – ungefähr so etwas, wie das Entkalken einer Kaffeemaschine. Genauso wenig wie die Kaffeemaschine hinterher kaputt sein sollte, wird der Primärkreislauf des KKW hinterher nicht kaputt sein. Für eine Wiederinbetriebnahme würde sich allerdings dadurch der Prüf- und Instandhaltungsaufwand erhöhen.

Was macht das Personal von ISAR II?

Das Kraftwerk bereitet sich seit Jahren personalmäßig auf den Rückbau vor. Schließlich erfolgt diese große personelle Veränderung im Einvernehmen mit den Betroffenen. Einige gehen in den Vorruherstand, andere wechseln das Metier innerhalb des Kraftwerks oder gehen in andere Industriezweige. Zum ersten April wird mit dem letzten Schritt zum Interessenausgleich beim Abbau von Personal (Vorruhestand) eine deutliche Personalreduzierung umgesetzt. Dann steht nicht mehr ausreichend Personal für einen Leistungsbetrieb zur Verfügung.

Das ist ja nicht irgendein beliebiges Personal. Das sind Lizenzträger – z.B. Reaktorfahrer und Schichtleiter – so etwas wie Piloten und Flugkapitäne, die besten Technologen der Welt. Es dauert drei Jahre, um einen Reaktorfahrer zu lizensieren und fünf Jahre nach abgeschlossenem Studium, um Schichtleiter zu werden. Auch die Ausbildungseinrichtung dieser Experten, das Simulator Zentrum KSG/GfS in Essen, wird abgewickelt. Jedes deutsche KKW hatte seinen eigenen Vollsimulator, Wunderwerke der Technik, ich habe sie selbst mitgebaut. Die KSG/GfS wird zum Jahresende liquidiert, viele Ausbilder sind schon weg, so dass eine Ausbildung am Simulator zurzeit schon nicht mehr stattfinden kann.

Jetzt fällen sie den letzten Baum

Sie nannten es Fadenriss und haben systematisch viele Jahre daran gearbeitet. Sie haben die Kerntechnikforschung ausgetrocknet und die Lehrstühle für Kernenergetik durch Lehrstühle für Genderforschung ersetzt. Sie haben die Castortransporte von gebrauchtem Brennstoff verboten. Sie haben die Wiederaufbereitung von abgebranntem Uran, das noch 95 Prozent seiner Energie enthält, verboten. Sie haben die Kernenergie-Industrie, welche einst die besten und sichersten Kernkraftwerke herstellen konnte, vergrault und aus dem Land getrieben. Sie haben alle einflussreichen Posten in Ministerien und Behörden mit erbitterten Kernenergiegegnern besetzt. Sie haben die Betreiber der Kernkraftwerke mit Bürokratie zur Verzweiflung getrieben. Sie haben die Betreiber sogar unter Bruch der Verfassung enteignet. Zum Schluss haben sie sogar die Stromerzeugung aus Kernenergie verboten.

Um die Leute hinter die Fichte zu führen, hat eine gut geölte Propagandamaschine Angst vor der Kernkraft verbreitet. Schon die Kinder in der Schule wurden von kernkraftgegnerischen Lehrern indoktriniert. Die Medien konnten gar nicht genug frei erfundene Horrorzahlen an Kernenergieopfern verbreiten. Die Mietwissenschaftler erzeugten in Serie Schrott-Studien, die nachweisen sollten, dass in der Umgebung von Kernkraftwerken die Kinder sterben.

Sie haben so lange Anti-Atom-Propaganda betrieben, bis sie am Ende selbst daran glaubten und eine angstneurotische Bundeskanzlerin nach einem Tsunami in Japan mit schwerer Beschädigung eines an der Küste gelegenen Kernkraftwerks per Telefon gegen jedes Recht acht Kernkraftwerke stilllegen ließ und sich den endgültigen Maschinensturm auf die Kernenergie von ein paar willfährigen Bischöfen, Politikwissenschaftlern und ehemaligen Funktionären, genannt „Ethikkommission“, bestätigen ließ. Die Gefahr eines Tsunami in der norddeutschen Tiefebene oder im bayerischen Waldshut konnte so gebannt werden.

Die Grünen haben jahrzehntelang getönt: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Jetzt fällen sie den letzten Baum mit voller Absicht und im Bewusstsein der Folgen. Und nach dem ersten Blackout wird gesagt werden: „Erst wenn das letzte Kraftwerk verschrottet, die letzte Kohlegrube geflutet, das millionste Windrad gebaut und der letzte Quadratmeter mit Solarpaneelen verstellt ist, merkten wir, dass der Strom nicht aus der Steckdose kam“. Mit ISAR II fällen sie den letzten Baum. Die Geschichte der Osterinsel lässt grüßen, auch wenn diese nur ein Mythos war.

ISAR II darf nicht verschrottet werden

Ich möchte den Politikern zurufen: „Sie haben sich verrannt! Kehren Sie um! Hören Sie auf, die letzten Kernkraftwerke zu zerstören, bevor nicht der Ersatz für diese gebaut und funktionstüchtig ist! Was ist, wenn Ihre großen Pläne nicht funktionieren?“

Aber ganz offensichtlich wollen die Politiker den Fachleuten nicht zuhören. Alle Parteien, außer der AfD haben wieder und wieder gegen die Rettung der Kernkraftwerke inmitten der größten Energiekrise gestimmt. Auch CDU/CSU und FDP, obwohl sie es schon vergessen zu haben scheinen. Sie wollen zumindest nicht mehr daran erinnert werden, weil ihnen jetzt langsam dämmert, wie verantwortungslos diese Energiepolitik ist. Jetzt, wo Physik und Ökonomie die Tür eintreten, drohen ganz offensichtlich schwere Konsequenzen. Jetzt, wo es zu spät ist, sagen sie das exakte Gegenteil von dem, was noch vor einem Jahr ihre Politik war.

Aber selbst heute finden meine Kollegen und ich keinen verantwortlichen Politiker außerhalb der AfD, der auch nur bereit wäre, uns einmal zuzuhören. Wir haben es versucht. Wir haben Bücher und Artikel geschrieben, auf Konferenzen vorgetragen, die daraufhin von Politikern und ihren Tastaturbücklingen umgehend als rechts diffamiert wurden, als gäbe es so etwas, wie eine rechte Stromerzeugung. Wir haben uns als Gutachter in Landtagen und im Bundestag abqualifizieren und verunglimpfen lassen. Ein Professor Sinn, ein Professor Vahrenholt und viele brave Ingenieure – Fachleute, die sich viel bequemer und einträglicher in ihrem Beruf oder in ihrer Pension tummeln könnten – haben es versucht, immer und immer wieder. Politiker sind absolut beratungsresistent. Sie antworten: „Das bringt keine Wählerstimmen“ oder „Das fordert ja die falsche Partei“, als ginge es bei der Stromerzeugung um Parteienpolitik oder Wahlen und nicht um das Wohlergehen des ganzen Landes.

Sollte es einen interessierten Abgeordneten von CDU/CSU/SPD/FDP/Grünen und Linken im Bundestag geben, darf er gern mit mir oder einem Kollegen Kontakt aufnehmen.

Der endgültige Fadenriss droht

Warum wohl betreiben die Holländer das mit 500 Megawatt sicherlich nicht gerade am wirtschaftlichsten arbeitende KKW Borssele weiter? Um den Fadenriss zu vermeiden. Nun zahlt es sich aus. Sie haben beschlossen, neue KKWs zu bauen und werden dies auch können.

Wenn das letzte Kernkraftwerk fällt, fällt die ganze Nukleartechnologie, und der Fadenriss ist komplett. Weil mit dem letzten Kernkraftwerk eine ganze Infrastruktur den Bach runtergeht.

Die Behörden werden verlernen, Kernkraftwerksaufsicht zu führen.

Die Betreiber werden verlernen, Kernkraftwerke zu betreiben und zu managen. Die Management-Systeme beim Betrieb eines Kernkraftwerkes sind genauso komplex wie die Kernenergietechnologie.

Die Fach- und Hochschulen werden verlernen, Kernenergetiker und Kerntechnikingenieure auszubilden, und es wird auch keine jungen Menschen mehr geben, die einen einschlägigen Ausbildungsweg einschlagen. Auch die Spezialausbildungsstätten wie KSG/GfS wird es nicht mehr geben.

Die Herstellerfirmen und die auf Kerntechnikinstandhaltung ausgerichteten Firmen werden sich anderweitig orientieren und verlernen, Kernkraftwerke und ihre Teile zu konstruieren und zu bauen oder instandzuhalten.

Das Land wird den Anschluss an die internationale Entwicklung dieser Technologie verlieren, weil es niemanden mehr gibt, der sich darum kümmert. Und Politiker können so etwas nicht, nicht einmal organisieren.

Das Verlernen hat schon eingesetzt und wird mit höchster Geschwindigkeit voranschreiten, so dass Deutschland in weniger als drei Jahren auf den Stand eines  kerntechnischen Entwicklungslandes zurückfällt. Das geschieht so schnell, weil die noch vorhandenen Fachleute sich umgehend anders orientieren müssen oder ins Ausland abwandern – so wie ich. Aber ich habe den Verdacht, dass dies von den Politikern genau so beabsichtigt ist. Sie wollen mit voller Absicht dem Land eine Rückkehr in diese Technologie so schwierig wie möglich machen. Was aber ist, wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass der Ausstieg aus der Kernenergie und die Zerstörung von 25 Prozent der Stromerzeugungskapazität ein gigantischer Fehler war?

Wenn ISAR II rückgebaut – was ja nur ein Euphemismus für zerstört ist – hat sich Deutschland für die nächsten 25 Jahre aus der Kernenergie verabschiedet, egal was auf der Welt und in Deutschland passiert. Dann gibt es in absehbarer Zeit kein Zurück mehr. Dann kann Deutschland höchstens noch die USA, Südkorea, Japan oder Russland dafür bezahlen, dass sie Kernkraftwerke in Deutschland bauen und betreiben. Aber vielleicht ist ja auch das die Absicht.

Noch ist ISAR II nicht verloren

Politiker sollten sich fragen, ob sie wirklich diese Verantwortung zu tragen bereit sind. Man hat schon ganz andere Leute zur Verantwortung gezogen. Oder ob es nicht vielleicht besser wäre, dem Betreiber von ISAR II drei Milliarden Euro zu geben, um wenigstens die Zerstörung und Unbrauchbarmachung des letzten deutschen Kernkraftwerkes zu stoppen. Damit ließe sich vielleicht das Management des Betreibers umstimmen. Die Regierung hat ja dieses und noch viel mehr Geld auch gern mal für andere Länder zur Verfügung.

Man könnte es mit diesem Geld vielleicht sogar erreichen, das Kraftwerk innerhalb von drei Jahren wieder anzufahren, allerdings nur, wenn der Betreiber eine 10-jährige Laufzeitverlängerung garantiert bekommt. Doch vielleicht reichten diese zehn Jahre ja, um neue KKW oder gar welche der Generation IV zu installieren.

Man könnte auch, statt Radwege in Peru zu finanzieren, das Radweg-Geld den Ingenieuren des Dual-Fluid-Reaktors anbieten, um sie aus Kanada, Polen und Ruanda zurück nach Deutschland zu locken.

Aber ich träume wohl. Das würde ja vielleicht keine Wählerstimmen bringen und sogar Wasser auf die Mühlen der Falschen leiten. Also „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ mit Honeckerscher Gründlichkeit.

Der Beitrag erschien zuerst auf ACHGUT hier




Wind- und Solargeneratoren ist es egal, wenn Sie im Dunkeln frieren

Stopthesethings

Mit Schnee und Eis bedeckte Sonnenkollektoren produzieren nichts; Windturbinen, die bei atemlosem, kaltem Wetter festgefroren sind, produzieren sogar noch weniger (sie verbrauchen tatsächlich Strom aus dem Netz, um Heizsysteme [und die Flügel langsam] zu betreiben, damit ihre internen Komponenten keinen dauerhaften Schaden erleiden).

Wenn Sie also frierend im Dunkeln sitzen, können Sie nicht damit rechnen, dass Ihnen Wind- und Solarstromgeneratoren zu Hilfe kommen.

Nein, wenn in diesem Winter Licht und Strom an sind, dann sollten Sie ein Glas auf die Gas-, Kohle- und Kernkraftwerke erheben, die Sie und Ihre Lieben von einem Date mit Unterkühlung und letztendlich der Leichenhalle trennen.

Hunderte starben während des großen Frosts, der Texas im Februar 2021 heimsuchte, weil die Wind- und Solarenergie völlig zusammenbrach. Ohne die zuverlässige Produktion von Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken wären Tausend weitere Menschen gestorben.

Wie dieser Artikel aus Alberta beweist, ist es der Wind- und Solarindustrie egal, ob man im Winter erfriert.

 

Einfrieren zur Bekämpfung der globalen Erwärmung
Substack, Penguin Empire Reports, 14. Januar 2024

Manche Dinge sehen auf dem Papier großartig aus, bis sie mit der kalten, harten Realität getestet werden.

Jahrelang schien die kanadische Provinz Alberta ein geeigneter Ort für den Bau großer Windprojekte zu sein. Alberta hat weite, offene, windige Gebiete. Im Namen des Kampfes gegen die globale Erwärmung (also unter Einstreichen staatlicher Subventionen) bauten Windkraftentwickler bis Januar 2024 fast 4.500 MW Windkapazität. Die installierte Solarkapazität liegt bei 1.650 MW, was einer kombinierten Wind- und Solarkapazität von knapp über 6.100 MW entspricht.

Im Januar 2024 standen die Windkraftanlagen in Alberta vor einer ihrer bislang schwersten Prüfungen: Ein Polarwirbel drückte arktische Luft durch Kanada in die Vereinigten Staaten. Die Temperaturen brachen ein, was den Strombedarf in Alberta in die Höhe schnellen ließ.

CBC News berichtete am Freitag, dem 12. Januar, dass „kurz vor Sonnenaufgang in Edmonton die Temperaturen Tiefstwerte von –37 °C (-34,6 °F) erreichten und damit einen Tagesrekord von –32 °C (-25 °F) aus dem Jahr 1998 brachen.“

Und es wurde kälter.

In der Nacht von Freitag auf Samstag (13.) sanken die Temperaturen am Edmonton International Airport bis 22 Uhr auf -45 °C (-49 °F) (laut Weather.gov.ca).

Wie informierte Leser vielleicht wissen, muss genau die Strommenge erzeugt werden, die gerade im Netz verbraucht wird. Wenn in Alberta 12.000 MW Strom benötigt werden, müssen gleichzeitig (mehr oder weniger) 12.000 MW Strom abnehmbar sein [dieses ist die Leistung in xW , xWh ergeben sich erst mit „laufender“ Zeit]. Übersteigt die Nachfrage das Angebot in Echtzeit, sinkt der „Druck“ auf das Netz, was die Netzbetreiber dazu zwingt, weitere Generatoren einspeisen zu lassen. Oder er zwingt seine Kunden ihren Bedarf zu reduzieren [… schaltet ab], oder es kommt zu fortlaufenden Stromausfällen.

Und kein Netz sollte zu 100 % ausgelastet sein. Ein Netz soll Kapazitäten in Reserve halten. Wenn Ihre größte Anlage plötzlich in Schwierigkeiten gerät und vom Netz genommen werden muss, benötigen Sie mehr als genug Standby-Kapazität, um diese Lücke zu schließen. Und selbst die besten Generatoren können bei extremen Wetterbedingungen Schwierigkeiten haben, die maximale Leistung zu erbringen. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, muss ein Netz daher eine gewisse Reservekapazität vorhalten, die weit über den Spitzenbedarf hinausgeht.

Während des Polarwirbels stieg der Netzbedarf von Alberta sprunghaft an und erreichte einen Bedarf von 10.000, 11.000 und sogar mehr als 12.000 MW. Um diesen Bedarf zu decken, waren die Gaskraftwerke in Alberta auf Hochtouren und die Provinz war auf Importe angewiesen.

Nachts waren Albertas 1650 MW Solarenergie natürlich völlig nutzlos.

Und auch die Windleistung fiel aus. In der Nacht vom 12. auf den 13. Januar, während der rekordverdächtigen Kälte, betrug die Windleistung um 21:15 Uhr nur 14 MW. Das war noch nicht das niedrigste. Am frühen Abend lag die Windleistung bei 8-10 MW. Aber 8 MW würden in der Tabelle kaum auftauchen. Wir gehen also von dem Wert um 21:15 Uhr aus.

Nein, das ist keine Übertreibung. Im Grunde fehlte der Wind in Alberta, als das Stromnetz ihn am meisten brauchte.

Während die aktuelle Wind- und Solarleistung schwankte, blieb sie laut Daten des Alberta Electricity System Operator in den letzten Tagen extrem niedrig.

Da es in Alberta praktisch keine Wind- und Solarenergie gab, halten Erdgaskraftwerke, Kohle, Wasserkraft und Importe das Netz am Laufen. Doch selbst mit diesen verfügbaren Ressourcen kam es bei einigen zu Problemen und sie mussten offline genommen werden.

Während der Kälteeinbruch noch andauert, gibt es zwei große Probleme.

Die extreme Kälte brachte eine Windflaute mit sich, da die kalte Luft über der Region stagnierte. Hier ist eine Momentaufnahme der Windgeschwindigkeit am Flughafen Edmonton vom 12. bis 13. Januar. Ja, der Flughafen Edmonton meldet keine Windgeschwindigkeit auf Rotorhöhe, aber es gibt Ihnen eine ziemlich gute Vorstellung.

Wie informierte Leser vielleicht wissen, muss eine kommerzielle Windkraftanlage für den Betrieb Windgeschwindigkeiten von mindestens  6–11 MPH  (ca. 10–17 km/h) haben (abhängig vom Turbinentyp). Dies wird als „Einschaltgeschwindigkeit“ bezeichnet, wenn die Windkraftanlage den Betrieb aufnimmt.

Außerdem ist die Windkraft eine Funktion der kubischen Windgeschwindigkeit. Wenn Sie die Windgeschwindigkeit verdoppeln, erhöhen Sie das Windkraftpotenzial um das Achtfache. Es geht auch andersherum. Wenn die Windgeschwindigkeit auf die Hälfte sinkt, sinkt die potenzielle Leistung auf nur noch ein Achtel.

Zusätzlich zur reduzierten Leistung bei geringem Wind, sind Windkraftanlagen nicht für den Betrieb bei extrem kalten Temperaturen ausgelegt.

General Electric (einer der größten Turbinenhersteller Nordamerikas) veröffentlichte 2022 ein Dokument mit dem Titel „ GE Renewable Energy’s Cold Weather Solutions “. Darin berichtete GE, dass:

Windturbinen von GE Renewable Energy sind ab Werk entweder mit einem Standard Weather (STW)- oder Cold Weather Extreme (CWE)-Paket erhältlich. Standard-Weather-Turbinen haben eine untere Betriebstemperaturgrenze von -15 °C (5 °F), während die Cold Weather Extreme-Turbinen eine untere Betriebstemperaturgrenze von -30 °C (-22 °F) haben.

Bei mäßig kaltem Wetter (über -22 °F) können Windkraftbetreiber beispielsweise Heizungen installieren und Schmiermittel austauschen, damit der Rotor nicht einfriert. Wenn die Rotorblätter vereisen, kann der Bediener Enteisungsmittel auf die Rotorblätter auftragen, um das Gewicht zu reduzieren [und um den „Windfluss“ aufrecht zu halten] und die Gefahr zu verringern, dass beim Drehen der Rotorblätter Eissplitter weggeschleudert werden.

Aber bei extrem kalten Temperaturen, die unter -30°C fallen, können Sie nur begrenzte Maßnahmen ergreifen.

Warum?

Die Generatoren mit ihren Flügeln bestehen aus Metallen und Kunststoffen. Und sie sind so konzipiert, dass sie extreme Hebelwirkungen und Kräften aushalten müssen, die dort wirken, wo sich Rotor und Flügel treffen. Wenn die Temperaturen extrem tief fallen, neigen Metalle und Kunststoffe dazu, zu schrumpfen, spröde zu werden und an Flexibilität zu verlieren, wodurch die Gefahr besteht, dass es zu Mikrobrüchen in der Turbinenbaugruppe kommt. Bei fortgesetztem Betrieb bei extremen Temperaturen besteht die Gefahr, dass die Turbine dauerhaft beschädigt wird, wenn nicht sogar ein katastrophaler Ausfall eintritt.

Aber das ist nicht alles. Hier ist der schockierende Punkt, auf den man im Zusammenhang mit dem extremen Wetter in Alberta achten sollte. GE fügte hinzu:

„Bei CWE (Cold Weather Extreme Turbines) sind die elektrischen Komponenten, das Getriebe und der Generator so ausgelegt, dass sie bis zu -40 °C (-40 °F) überstehen – aber nicht funktionieren.“ (Markierung hinzugefügt).

Und Alberta erreichte -45°C. Während wir abwarten müssen, wie lange das extreme Wetter anhält und welche Auswirkungen es auf die Windräder der Provinzen haben wird, kann man durchaus sagen, dass zumindest bei einigen Windrädern möglicherweise ein erhöhtes Risiko von Langzeitschäden besteht, wenn die extreme Kälte anhält.

Wenn unsere Regierung aufmerksam wäre, sollte diese Windkatastrophe in Alberta die Förderung der Windenergie als praktikable Lösung ernsthaft erschüttern, wenn man ein widerstandsfähiges Netz sehen möchte, das extremen Wintertemperaturen standhält. Kaltes Wetter kann tödlich sein, und dann brauchen die Menschen ein möglichst zuverlässiges Energieangebot. Doch während wir in Alberta in Echtzeit zusehen, ist der einzige Grund, warum die Provinz nicht buchstäblich erfriert, der, dass die Provinz immer noch über eine riesige Menge an Gaskraftwerken, einige Wasser- und Kohlekraftwerke und genügend Übertragungsverbindungen verfügt, um den Strom und die Heizungen aufrechtzuerhalten.

Wir verlassen Sie mit diesem Screenshot vom Alberta Electricity System Operator am 12.01.2024 um 21:15 Uhr. (Laut power-technology.com befinden sich die Bauarbeiten für 900 MW Gaskraftwerk bei Cascade in der Endphase. Für die folgenden Berechnungen wird dieser Wert nicht berücksichtigt.)

Zu diesem Zeitpunkt betrug die Gasproduktion etwa 84 % seiner Kapazität. Kohle lief zu 99 %, Wasserkraft zu etwa 35 %, Solar zu 0 % und Wind … zu 0,3 % der Nennkapazität.

Wäre Alberta dem Sirenengesang der Grünen mehr gefolgt und hätte mehr seiner Kohle- und Erdgaskraftwerke gegen Wind- und Solarenergie eingetauscht, dann würden wir erleben, wie Alberta im Namen des Kampfes gegen die globale Erwärmung buchstäblich einfriert.

Substack

https://stopthesethings.com/2024/01/20/wind-solar-generators-couldnt-care-less-when-youre-freezing-in-the-dark/

Übersetzt von Andreas Demmig


Ausnahmsweise mal etwas persönliches

Ich war in jüngeren Jahren Projektleiter für zwei große Stadtbahnprojekte in Alberta.  Echte minus 40 °C  haben auch mich überzeugt, mir die Lippen einzufetten. Die Kälte war für die Technik schon eine Herausforderung. Am Schlimmsten aber war die unerhörte Trockenheit, Verkleidungen aus Kunststoff und Platinen sind tws. gerissen. Leitungen am besten mit Silikonisolierung.

Von damals habe ich immer noch freundschaftliche Kontakte, denen ich o.g. Bericht verlinkt habe.

Hier die Antwort meines Freundes.

Danke Andy.  Das war ein heißes Thema während des wirklich kalten Wetters.  Alberta verfügt nur über sehr geringe Wasserkraftkapazitäten und verwendete für die meisten Anlagen Kohle.  Fast alle dieser Kraftwerke wurden auf Erdgas umgestellt und werden wahrscheinlich längerfristig auf Wasserstoff umgestellt.  Es werden auch kleine Kernkraftwerke in Betracht gezogen, aber das wird frühestens 2035 der Fall sein.  Die Bundesregierung versucht, den Ausstieg aus allen fossilen Brennstoffen bis 2035 zu erzwingen, und versucht, Vorschriften einzuführen, die eine harte Obergrenze für Öl- und Gasemissionen vorschreiben.  Der Kälteeinbruch war eine gute Erinnerung daran, dass man eine stabile Basisversorgung braucht und diese mit Wind und Sonne ergänzen kann.  Es wäre vielleicht nützlicher, wenn sie Mega-Speicher hätten, die sie aber nicht haben und die auch sehr teuer sind.  Zurzeit gibt es einen großen Streit zwischen den Bundesbehörden und der Provinz.  Selbst die Wasserkraft ist bei einer Dürre keine Versorgungsgarantie.  Der Pegel des Lake Mead hinter dem Hoover-Damm in Nevada ist auf einen extrem niedrigen Stand gesunken.  Jetzt werden Leichen gefunden, die in den dreißiger Jahren von der Mafia versenkt wurden.  Ich bin mir nicht sicher, wie wir damit zurechtkommen. ***