Beweisführung umkehren, um die Arbeit zu überprüfen

Joe Bastardi

Erinnern Sie sich daran, wie Sie als Kind Ihre Rechnung mit Bildung der Umkehraufgabe überprüft haben?

5 + 3 = 8, also 8 – 3 = 5.

Wenn man heute einen etwas anderen Eindruck von irgendetwas hat, bekommst man vielleicht trotzdem Punkte.

Wenn mehr einfallende Sonnenstrahlung die tropischen Gewässer des Planeten erreicht, wird dies eine Ursache für die Erwärmung sein. Das bedeutet aber, dass es über den tropischen Ozeanen an Wolken mangeln muss. In den letzten 10 bis 15 Jahren hat die ausgehende langwellige Strahlung (OLR) zugenommen, und ist das Gegenteil von dem, was sie in den 1950er Jahren war. Dafür gibt es eine plausible Erklärung.

Nehmen wir eine normale Temperaturverteilung auf dem Planeten an, bei der es polwärts kälter und äquatorwärts wärmer ist. Außerdem scheint in Äquatornähe natürlich viel mehr Sonne als in den Polarregionen. So entsteht ein vertikales Muster, bei dem die Luft im Mittel über den Tropen aufsteigt und nur polwärts von den Tropen absinkt. Diese Verteilung ist als Hadley-Zelle bekannt. Aus researchgate.net:

Dadurch entsteht die so genannte intertropische Konvergenzzone. Warme, feuchte Luft, die konvergiert, führt natürlich zu mehr Bewölkung. Wenn also mehr Bewölkung vorhanden ist, erreicht weniger Sonnenstrahlung die Oberfläche und somit verringert sich auch die ausgehende langwellige Strahlung. Das können wir zum Beispiel in den 1950er Jahren sehen.

Beachten Sie die negative OLR (mehr Wolken) über dem zentralen tropischen Pazifik und dem Atlantikbecken. Im Vergleich zu den letzten 30-Jahres-Durchschnittswerten muss die Luft dort also aufsteigen.

Über die letzten 10 Jahre sieht das so aus:

Es hat sich umgekehrt.

Aber ein jüngstes Ereignis ist ein weiterer Beweis dafür, dass hinter dieser Erwärmung mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht – zumindest auf kürzere Sicht (Jahrzehnte).

Der El Nino ist in diesem Jahr so stark wie nie zuvor, nicht weil er so stark ist, sondern weil im West-Pazifik ein La-Nina-ähnliches Ereignis auftritt. Die Madden-Julian Oscillation (MJO) kreist stark in La-Nina-typischen Phasen und das aus gutem Grund. Das Wasser (SST) östlich von Australien hat sich dramatisch erwärmt, und zwar viel stärker als in den Modellen angenommen. Tatsache ist, dass dies über einen Zeitraum von einem Monat beispiellos ist und das Gegenteil des El-Nino-Signals darstellt.

…Erstaunlich, was vor Australien passiert. Andere Hot Spots können beobachtet werden.

Das Wasser erwärmt sich hier in einem El Nino um 2°C. Das ist nicht die Sonne, es ist auch nicht die CO₂-Fee.

Hier ist der Durchschnitt der El Ninos:

Da ist das Wasser kalt.

Stattdessen ist es sehr warm:

Das sieht mehr nach La Nina aus.

Was passiert also? Der Luftdruck ist in ganz Australien viel niedriger als normal bei einem El Nino. Tatsächlich ist der Southern Oscillation Index jetzt POSITIV, und das ist noch nie passiert, wenn der El Nino stark ist, wie er vom Oceanic Index klassifiziert wird.

Was hat also dazu geführt? Auch wenn es bei meinen skeptischen Freunden so beliebt ist und natürlich von den CO₂-Leuten als Covid-Mandat verunglimpft wird, habe ich einen Verdacht, für den ich immer wieder Beweise anbiete. Aber dies ist ein Echtzeit-Beispiel.

Lassen Sie mich erklären, was diese Brennpunkte bewirken. In Bezug auf die Ozeane ist es so, als ob es einen Kampf gibt, und was auch immer dies verursacht (ich glaube, es muss geothermisch beeinflusst sein, da es in der Gegend des Tonga-Vulkans und im Feuerring passiert). Es ist, als würde man einer Abkühlung im Ozean einen Todesstoß versetzen. Es gibt eine unmittelbare Wirkung, aber auch eine kumulative Wirkung. Wenn die natürliche Reaktion der Abkühlung eintritt, bleibt der Ozean immer noch ein wenig wärmer. Das wiederholt sich, und raten Sie mal, was passiert? Der kumulative Wärmestau, den die nachstehende Grafik von Dr. Arthur Viterito zeigt, ist eindeutig: Zwischen 1950 und 1990 stiegen und sanken die SST-Werte etwa gleich stark, was durch natürliche Schwankungen und die allgemeinen Prozesse im Ozean erklärt werden kann:

Wie kommt es, dass 40 Jahre, in denen sich Erwärmung und Abkühlung in etwa die Waage hielten, durch diese Entwicklung der letzten 30 Jahre ersetzt werden?

Wie kann man das einfach ignorieren?

Aber Moment, da ist noch mehr. Dies stammt von Dr. Arthur Viterito:

… Ich habe eine Annäherung „erster Ordnung“, um Ihre SST-Karte mit der Karte der seismischen Aktivität im Südpazifik abzugleichen. Und siehe da – wir erhalten einen SEHR HOHEN Grad an räumlicher Kohärenz zwischen den beiden Karten.

Hier ist also Ihre SST-Karte vom 13.12.2023 bis zum 10.1.2024 mit einer „Watch Box“, die den Südpazifik überlagert:

Wir sehen diese Hot Spots („Blobs“, wie Wyss Yim sie gerne nennt), die sich in einer geraden Linie von der nordwestlichen Ecke des Beobachtungsfeldes zur südöstlichen Ecke (graue Linie) ausrichten:

[Die beiden vorstehenden Graphiken sind identisch so im Original. Ob das vom Autor beabsichtigt ist, ist unklar. A. d. Übers.]

Hier ist das Gebiet dieser Watchbox für seismische Aktivitäten unter Wasser für den gleichen Zeitraum:

Hier ist die Ausrichtung dieser seismischen Ereignisse zu sehen (graue Linie):

Bitte beachten Sie, dass die Linie der ozeanischen Hot Spots fast genau mit der Linie der seismischen Ereignisse in diesem Teil des Pazifiks übereinstimmt!

Ebenso wichtig ist, dass praktisch alle diese Ereignisse in geringer Tiefe stattfinden, was bedeutet, dass es sich höchstwahrscheinlich um Ereignisse in einem Back-Arc-Becken im westlichen Pazifik und um Ereignisse in einer Spreizungszone im östlichen Pazifik handelt. In beiden Fällen ist aufsteigendes Magma beteiligt.

Mir wurde von Leuten, die ich liebe und respektiere gesagt, dass dieser Gedanke so ist, als würde man einen Bunsenbrenner auf den Grund eines Schwimmbeckens stellen. NICHT AUS MEINER SICHT UND MIT DEM, WOMIT ICH BEI DER WETTERVORHERSAGE ZU TUN HABE. Darin liegt ein großes Problem. Die meisten Menschen auf beiden Seiten dieses Themas sind keine operativen Meteorologen, die sich mit dem Ergebnis befassen müssen. Ich brauche die Ursache. Aber wenn man sich nur mit dem Klimawandel befasst, welchen Standpunkt man auch immer vertritt, hat man seine eigene Vorstellung und schaut nicht auf solche Dinge. So werde ich selbst unter den Skeptikern immer mehr zum Außenseiter, zusammen mit Dr. Arthur Viterito, der mich mit Informationen zu diesem Thema versorgt, was ich zuerst vermutet habe.

Aber versuchen Sie, die Dinge aus meiner Sicht zu sehen. Ich kann nicht ständig unvorhergesehene Krisenherde auslösen, die nicht nur lokale, sondern globale Wettermuster beeinflussen können, und niemand scheint sich darum zu scheren. Ganz im Gegenteil, in Alinsky-ähnlicher Manier, die einen misstrauisch machen sollte, geht es darum, das Argument zu isolieren, zu verteufeln und zu zerstören. Wenn es also nicht das ist, was zum Teufel ist es dann? Ist es Magie?

Auch hier zeige ich Ihnen ein Beispiel in Echtzeit, nicht im Nachhinein, sondern während es passiert und das Wetter weltweit beeinflusst.

Wenn Sie also das Wetter weltweit vorhersagen würden, wären Sie alarmiert, nicht weil es das Klima stört, sondern weil es Ihre Vorhersage stören kann. Die La Nina kehrt zurück, und zwar mit voller Wucht. Die Erwärmung in diesem Gebiet wirkt sich nicht nur auf das indopazifische Muster aus, das eine wichtige Quellregion ist, sondern wir sehen bereits, dass der kompensierende Gegenpol unter dem El Nino lauert:

Die Erwärmung des westlichen Pazifiks bedeutet einen natürlichen La-Nina-Basiszustand aufgrund von Veränderungen der globalen Wind- und Vertikalgeschwindigkeits-Verteilung, weshalb wir den raschen Zusammenbruch im Frühjahr und die drohende Monster-Hurrikansaison vorausgesagt haben. Und das ohne diese Erwärmung östlich von Australien. Ich muss mich fragen, ob sich eine Super Nina zusammenbraut. Bevor man sich über die Abkühlung aufregt: Sie führt nur zu einer Abflachung der Erwärmung, bis sich der Eingangsmechanismus umkehrt.

Aber niemand will das erforschen. Alle Fördergelder fließen in die Verstärkung des vom Menschen verursachten Klimawandels. Wo ist also mein Beweis? ES IST DAS, WAS DAS WETTER TATSÄCHLICH TUT. Diese Art der physikalischen Erwärmung kann weder durch relativ kurzfristige Sonnenschwankungen noch durch CO₂ verursacht werden.

Versuchen Sie also, die Dinge auf meine Weise zu sehen. Ich zeige Ihnen das in Echtzeit, also BEOBACHTE ICH ES MIT MEINEN EIGENEN LÜGEN-AUGEN. Sie auch?

Wenn die Wärme in der Atmosphäre variiert, ändern sich die vertikalen Geschwindigkeitsmuster, was sie über den Tropen natürlich abschwächt – das bedeutet weniger Wolken, mehr eingehende Sonnenstrahlung und mehr ausgehende langwellige Strahlung. Die Modelle können das nicht sehen. Aber das Fehlen von Wolken ist ein Nebenprodukt der großräumigen Veränderung der globalen vertikalen Geschwindigkeitsmuster, die im Vergleich zu den Durchschnittswerten dort, wo es wärmer ist, natürlich stärker sind. Die Luft kann nicht überall nach oben steigen, also sinkt sie über den Tropen stärker ab, weil es außerhalb der Tropen wärmer ist.

Mir ist klar, dass dies den Zorn vieler Menschen erregen wird. Aber es findet jetzt statt, direkt vor unseren Augen. Ich werde nicht warten müssen, um es zu erklären. Ich muss mich damit auseinandersetzen, wenn ich Prognosen erstelle. Die meisten Menschen tun das nicht. Ich wette sogar, dass die meisten Menschen dies oder die historische Perspektive sowie die Veränderungen, zu denen es führt, nicht einmal bemerkt haben.

Ja, das ist eine Folge des Klimawandels.

Aber das ist auf keinen Fall vom Menschen verursacht.

Link: https://www.cfact.org/2024/01/20/working-backward-to-check-my-work/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wind- und Solar-„Übergang“: Mit dem Geld anderer Leute spielen, aber immer verlieren

Ausschnitt der Webseite https://www.dcceew.gov.au/energy

Stopthesethings

Die Verschwendung von Milliarden US-Dollar für chaotisch schwankende Wind- und Solarenergie ist der Eckpfeiler einer Politik, die angeblich die große Energiewende herbeiführen soll.

Nicht, dass wir ein Mitspracherecht hätten, aber vor die Wahl gestellt, Subventionsabzocker dafür zu bezahlen, das Land mit noch mehr Solarpaneelen und Windrädern zu überziehen – oder sich den mit unserem Geld ausgerüsteten politischen Übeltätern anzuschließen, für einen Besuch in einem Casino oder auf einer Pferderennbahn – würden wohl die meisten Blackjack oder Rennbahn bevorzugen. Solange sein Geld reicht, kann der Spieler das prickelnde Gefühl genießen. Wird er wieder nüchtern, neigt er zu Reue.

Leider spielen Reue und Bedauern keine Rolle wenn Sie mit dem Geld anderer Leute spielen. Diese Zocker nehmen den leichtgläubigen Steuerzahlern einfach mehr ab. So auch der Australier Chris Bowen. Bowen ist unser Minister in der Bundesregierung der Labor Party, verhält und äußert sich aber eher wie der Klassenclown der High School.

Dieses Thema wird vom Chefsatiriker der australischen Tageszeitung The Australian aufgegriffen, der in dem folgenden Beitrag dem so genannten australischen Energieminister die sprichwörtliche Suppe auslöffelt.

mit KI erstellt (Bing)

Bowens Ansatz gegenüber erneuerbaren Energien ist der eines „degenerierten Spielers“
The Australian, der Spötter, 18. Januar 2024

Seit dem 1. Januar sind fast drei Wochen vergangen, aber die Ausgelassenheit, mit der die Feiernden das neue Jahr begrüßten, ist geblieben. Normalerweise könnte ich mich nicht dazu aufraffen, zu diesem Anlass wach zu bleiben, aber dieses Jahr war die Aufregung so groß, dass ich nicht schlafen konnte. Es ist nämlich weniger als ein Jahr bis 2025, und das bedeutet eine finanzielle Entlastung für jeden Australier. Die jährliche Energierechnung eines Haushalts wird um durchschnittlich 275 Dollar sinken, eine Schätzung auf der Grundlage der Energiepreise von 2021.

Das war die feierliche Zusage von Premierminister Anthony Albanese und Energieminister Chris Bowen im Jahr 2021, nur sechs Monate vor dem Amtsantritt von Labor. Mit majestätischem Blick auf den Horizont sprachen sie von einem nationalen Energiemarkt, der bis 2030 zu 82 Prozent aus erneuerbaren Energien bestehen soll. Dies würde nicht nur eine 43-prozentige Reduzierung der CO2-Emissionen bis zum Ende des Jahrzehnts gewährleisten, sondern auch 604.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Juhu!

Im Dezember-Quartal liegt der Anteil der erneuerbaren Energien bei nur 40,4 Prozent, aber Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Wir wissen, dass die Prognosen der Regierung solide sind, weil die Modellierung stimmen muss. Wie der Premierminister Albanese bei seiner historischen Ankündigung sagte, handelte es sich um „die umfassendste Modellierung, die jemals von einer Opposition in der Geschichte Australiens seit der Föderation für eine Politik durchgeführt wurde“.

Unerklärlicherweise zweifeln viele an der Fähigkeit der Regierung, diese Vision zu verwirklichen, insbesondere was den Aspekt des drastischen Rückgangs der Energiepreise bis 2025 betrifft. Auf der Grundlage des derzeitigen Kurses wird der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 bestenfalls 60 bis 64 Prozent betragen. Die jährliche Stromrechnung der Haushalte ist in den letzten zwei Jahren um 45 Prozent gestiegen, anstatt zu sinken.

Unbarmherzig stellen die Neinsager auch Bowens Kompetenz in Frage, nur weil er jedes Kabinettsressort, das er bisher innehatte, in den Sand gesetzt hat. Sie weigern sich, anzuerkennen, dass er ein Mann ist, der nicht nur die Modellierung, sondern auch die Wissenschaft verfolgt.

Nehmen wir zum Beispiel seine Begeisterung für Offshore-Windturbinen. Als er 2022 sechs vorgeschlagene Regionen für den Bau dieser riesigen Anlagen bekannt gab, erklärte er, die Gebiete hätten „ein Offshore-Windenergiepotenzial von Weltklasse“.

Aber wie sieht es mit den Folgen für Feuchtgebiete und Meereslebewesen aus, insbesondere mit den Auswirkungen auf die Fischerei? Als Bowen im August letzten Jahres in einem Interview mit Chris O’Keefe von 2GB danach gefragt wurde, stützte er sich auf die Wissenschaft, um sein Publikum zu informieren.

„Ich kann Ihnen sagen – viele Leute werden Ihnen erzählen, dass Fische von Windrädern auf der ganzen Welt angezogen werden“, sagte er zu einem ungläubigen O’Keefe. „Es ist wahr“, betonte er wiederholt. „Das ist der Beweis dafür.“

Da haben Sie es. Die Wissenschaft hat gesprochen. Bowen hat die Quelle dieser Beweise nicht näher erläutert, aber es handelt sich zweifellos um eine angesehene Institution. Sie wissen schon, die Denkfabrik, die als „Aus der sprichwörtlichen Anstalt bezogen“ bekannt ist. Wenn ich es mir recht überlege, bezieht der Minister doch von dort die meisten Informationen, die seine Politik bestimmen?

Zum Leidwesen von Bowen ließ sich Umweltministerin Tanya Plibersek nicht von seiner wissenschaftlichen Theorie überzeugen, dass Offshore-Windräder einen Walley World Freizeitpark für Millionen von Fischen darstellen könnten. Wie diese Zeitung in den letzten zwei Wochen berichtete, hat sie ihr Veto gegen das von der Regierung Victorias vorgeschlagene Zentrum für den Bau von Offshore-Windparks im Hafen von Hastings südöstlich von Melbourne eingelegt. Die geplanten Bohr- und Baggerarbeiten würden wahrscheinlich „irreversible Schäden am Lebensraum von Wasser- und Zugvögeln sowie von wirbellosen Meerestieren und Fischen“ in diesen weltweit anerkannten Feuchtgebieten verursachen, so die Ministerin.

Bowen war so zuversichtlich, dass er auf dem APAC Offshore Wind and Green Hydrogen Summit im vergangenen August erklärte, Australien sei „fest auf dem Weg, alle sechs [Offshore-Wind-]Gebiete bis zur ersten Hälfte des nächsten Jahres auszuweisen“. Er prahlte auch damit, dass er der Industrie „Sicherheit über den unmittelbar bevorstehenden Weg“ gegeben habe.

Gewissheit? Sagen Sie das der Energieministerin von Victoria, Lily D’Ambrosio. Auch sie verdient Kritik, weil sie ihren Bundesstaat auf ein Ziel von 95 Prozent grüner Energien bis 2035 verpflichtet hat, aber sie hat nicht ganz Unrecht, wenn sie Bowen vorwirft, die Entwicklung von Offshore-Windparks nicht auf nationaler Ebene zu koordinieren. Das würde sich nicht „auf magische Weise von selbst regeln“, sagte sie nach der Entscheidung von Tanya Plibersek.

Auch die zahlreichen Bedenken hinsichtlich der Durchführbarkeit und der Auswirkungen von Offshore-Windparks werden nicht ausgeräumt. Ein Bericht der externen Prüfer der Europäischen Union vom vergangenen September warnte davor, dass der Ausbau der Offshore-Windparks „der Meeresumwelt sowohl unter als auch über dem Meeresspiegel schaden könnte“ und dass die EU „die potenziellen Umweltauswirkungen nicht abgeschätzt hat“.

Die Prüfung ergab auch, dass das damalige Ziel der EU, bis 2030 61 GW an erneuerbaren Offshore-Anlagen zu errichten, „ehrgeizig“ sei und zusätzlich zu den bereits investierten 16,7 Milliarden Euro massive 800 Milliarden Euro erfordern würde. Eine solche Investition wäre jedoch völlig leichtsinnig, da die Autoren darauf hinweisen, dass die Technologie „unklare Ergebnisse liefert“ und „die sozioökonomischen Auswirkungen der Entwicklung der erneuerbaren Offshore-Energien nicht gründlich genug untersucht wurden“.

Dies kann für Australien nicht von Bedeutung sein. Zumindest rechtfertigen diese Ergebnisse eine Aussetzung der Entwicklung von Offshore-Windparks in diesem Land, bis eine fundierte Bewertung der Auswirkungen vorliegt. Stattdessen ist Bowens Ansatz der eines degenerierten Zockers. Wie der Sydney Morning Herald letzte Woche berichtete, hat er „alle Ebenen der australischen Regierung aufgefordert, Planungsentscheidungen für neue Energieprojekte und Übertragungsleitungen zu beschleunigen, um die für 2030 gesetzten Ziele für erneuerbare Energien zu erreichen“.

Das ist Irrsinn. Die Umstellung auf erneuerbare Energien hat sich bereits als chaotisch, bruchstückhaft und eher ideologisch als praktisch erwiesen, selbst wenn man sie für machbar hält. Bowens Weigerung, die Option der Kernenergie auch nur in Betracht zu ziehen, ist sowohl bockig als auch stumpfsinnig. Anstatt das Ziel für 2030 neu zu bewerten, beharrt er weiterhin auf dieser Torheit. Nur will er dieses Mal das Tempo erhöhen und die normalen Genehmigungsverfahren umgehen. Abgesehen davon, dass Australien nachts wie Nordkorea aussieht, was könnte da schiefgehen?

Für Bowen ist Ihr Geld kein Thema, wenn es seine Ministerkarriere rettet. Im November letzten Jahres kündigte er eine Verfünffachung des Capacity Investment Scheme an, um Anreize für Unternehmen zu schaffen, ihre Investitionen in erneuerbare Energien zu erhöhen. Wir steuerzahlende Bürger werden helfen, diese Investitionen durch so genannte „Differenzverträge“ absichern. Aber Bowen hat sich geweigert, die Kosten dieses Programms, das auf mehrere Milliarden geschätzt wird, im Detail zu nennen. Wir sollen einfach davon ausgehen, dass die Modellierung die umfassendste ist, die je für eine Regierung in der Geschichte Australiens seit der Föderation erstellt wurde!?

Was Bowens geliebte Offshore-Windturbinen anbelangt, so sind sie die perfekte Verkörperung seiner ministeriellen Leistungen. Alles auf hoher See und in rasanter Drehung.

The Australian

https://stopthesethings.com/2024/01/23/wind-solar-transition-gambling-with-other-peoples-money-and-always-losing/

Übersetzt durch Andreas Demmig

 

 

 

 




Künstlicher Alarmismus

Willis Eschenbach

Ich wurde durch meinen seit langem bestehenden „Google Alert“ benachrichtigt, dass mein Name in einer Veröffentlichung im Internet aufgetaucht ist. Es handelt sich um eine Studie mit dem Titel „Automated Fact-Checking of Climate Change Claims with Large Language Models“ [etwa: Automatisierte Überprüfung von Behauptungen zum Klimawandel mit großen Textmodellen], die auf Arxiv verfügbar ist.

Die Hauptaussage der Studie ist, dass die Überprüfung der zugrundeliegenden Wissenschaft, um herauszufinden, ob Klimabehauptungen verifizierbar oder falsifizierbar sind, sooo altmodisch ist … also haben sie ein maßgeschneidertes künstliches Intelligenz-Modell entwickelt, das ihnen das, Sie wissen schon … tatsächliche Denken erspart.

Sie haben ihm sogar einen niedlichen Namen gegeben, den „CLIMINATOR“, in Großbuchstaben, einfach so. Ich habe darauf gewartet, dass es „I’ll be back!“ in einem österreichischen Akzent sagt … aber ich schweife ab.

Zuerst fütterten sie ihn mit den üblichen Mainstream-Quellen, wie James Hansen, Michael Mann und anderen, bis zum Überdruss. Dann fügten sie den IPCC und den „NIPCC“ hinzu, den nichtstaatlichen IPCC, der 2004 von Fred Singer gegründet wurde, um eine Alternative zum IPCC zu bieten.

Hier ist das, was mir zuerst ins Auge fiel … sie ließen den Climinator auf die folgende NIPCC-Erklärung los:

Die Häufigkeit und Intensität von Dürren hat in der Neuzeit nicht zugenommen. Dank des steigenden CO₂-Gehalts können die Pflanzen das Wasser effizienter nutzen, was ihnen hilft, die stressigen Bedingungen der Trockenheit zu überwinden. – Quelle: NIPCC, Climate Change Reconsidered

Hier ist die Schlussfolgerung von Climinator:

Die abschließende Bewertung lautet, dass die Behauptung über die Häufigkeit und Intensität von Dürren [falsch] ist, da maßgebliche Quellen auf eine Zunahme der Schwere und Intensität von Dürren aufgrund des Klimawandels hinweisen.

Bei dieser Aussage musste ich laut lachen. Und warum? Weil Tabelle 12.12 des IPCC AR6 WG1 besagt, dass bei den folgenden Wetterextremen kein erkennbarer Trend festzustellen ist:

Weiße Quadrate kennzeichnen Wetterextreme, bei denen kein Trend festgestellt wurde oder für die Zukunft prognostiziert wird. Sehen Sie den Teil über die Dürre da drin? Ich meine die fünf Teile? Der IPCC sagt, dass bis heute kein Trend in Bezug auf hydrologische Trockenheit (Abfluss, Stromfluss, Stauseespeicherung), Trockenheit (längerer Mangel an Regen), durchschnittliche Niederschlagsmenge (durchschnittliche Regenmenge), ökologische/landwirtschaftliche Trockenheit (Pflanzenstress durch Verdunstung und geringe Bodenfeuchtigkeit) oder Feuerwetter (heiß, trocken und windig) festgestellt wurde.

Nein. Erkannt. Tendenz.

Und nicht nur das, auch unter dem extremsten Klimaszenario, dem unmöglichen SSP5-8.5, wird für keines dieser Szenarien in den nächsten 75 Jahren ein Trend erwartet, mit Ausnahme des durchschnittlichen Regens … und der soll in einigen Gebieten zunehmen und in einigen Gebieten abnehmen.

Wie bei vielen KI-Systemen üblich denkt sich ihr genialer Climinator also einfach etwas aus.

Als Nächstes suchte ich nach dem Verweis auf meinen Namen, der den Google Alert ausgelöst hatte, und fand dies:

Bitte beachten Sie, dass die Stellungnahme von CLIMINATOR auch ein Urteil über meine Arbeit auf der Website Climate Feedback enthält, um sie zu überprüfen. Hier ist diese Website Climate Feedback:

Das erste, was mir auffiel war, dass die Leute von CLIMINATOR nicht einmal in der Lage waren, das Datum meines Beitrags richtig anzugeben, obwohl es genau dort in den Climate Feedback-Angaben steht. Sie haben auch keinen Link dazu angegeben, damit die Leute es selbst nachprüfen können.

Die Behauptungen von Climate Feedback beziehen sich auf einen Beitrag von mir aus dem Jahr 2020 mit dem Titel „Looking For Acceleration In All The Wrong Places“. Wenn ich diesen Beitrag noch einmal lese, möchte ich ein paar Anmerkungen machen.

Erstens habe ich nicht von einer möglichen globalen Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs gesprochen. Ich habe den Begriff „global“ in meinem Beitrag überhaupt nicht verwendet.

Zweitens: Obwohl sie meine Worte zitiert haben, stellen sie die Tatsache falsch dar, dass ich fünfzehn der am längsten zurückliegenden Datensätze analysiert und in keinem von ihnen eine Beschleunigung festgestellt habe. Sie haben meine Behauptung zitiert, und zwar:

BEHAUPTUNG: Die Langzeitdaten der Gezeitenpegel stimmen alle darin überein, dass es keine Beschleunigung gibt

Sie implizieren jedoch, dass sich meine Aussage auf alle langfristigen Gezeitenmessdaten bezieht. Aber im Kontext, als ich sagte, dass die „langfristigen Pegeldaten alle übereinstimmen“, war es klar, dass sich meine Behauptung nur auf die langen Datensätze bezog, die ich analysiert habe. Die Behauptung ist also falsch dargestellt.

Außerdem ist meine Aussage zu 100 % richtig – keiner der von mir analysierten langfristigen Pegeldaten zeigt irgendeine Beschleunigung.

Sie behaupten jedoch, meine Aussage sei „faktisch ungenau“, weil sie behaupten, dass die globalen Datensätze „eindeutig zeigen, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt hat“.

Steve McIntyre sagt, man müsse auf die Erbsen unter den Walnussschalen achten. Beachten Sie, dass sie den Kontext meiner Behauptung, die sich nur auf die fünfzehn von mir analysierten Datensätze bezog und die nachweislich richtig war, völlig verändert haben. Stattdessen tun sie so, als hätte ich Behauptungen über globale Datensätze aufgestellt, und behaupten dann, sie hätten diesen beeindruckenden Trugschluss überzeugend demontiert.

Sie sagen weiter, dass meine Arbeit „eine komplexe Realität falsch darstellt“, weil ich einzelne Datensätze betrachtet habe, aber die Ergebnisse der Satelliten „haben gezeigt, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels in den letzten Jahrzehnten tatsächlich beschleunigt hat.“

Meine erste Reaktion war, dass jemand, der „in der Tat“ sagt, sich oft nicht sicher ist, dass es eine Tatsache ist, sonst würde er es nicht erwähnen.

Als Nächstes sagen sie, es sei falsch, die Teile eines komplexen Systems zu betrachten, um zu verstehen, wie das ganze System funktioniert. Was soll das heißen?

Was die Satellitendaten betrifft, auf die sie sich beziehen, war es auf jeden Fall faszinierend, meinen alten Beitrag zu lesen, denn als er geschrieben wurde, hatte ich noch nicht ganz begriffen, wie sie die behauptete „Beschleunigung“ in den Satellitendaten künstlich erzeugt haben. Damals konnte ich nur sagen: „Die Trendänderungen scheinen mit den Spleißen zusammenzuhängen.“

Etwa ein Jahr später fand ich heraus, wie sie es gemacht haben, und diskutierte dies in einem Beitrag mit dem Titel „Munging The Sea Level Data“ [etwa: Manipulationen an den Meeresspiegeldaten]. Hier ist das entscheidende Diagramm aus diesem Artikel:

Beachten Sie, dass die beiden früheren Satelliten einen Trend von etwa 2,6 mm/Jahr aufweisen, was in etwa dem Trend der Gezeitenpegel entspricht. Aber die beiden späteren Satelliten zeigen eine große Veränderung, wobei sich die Trendlinien im Jahr 2011 schneiden, wo die Anstiegsrate um 50% höher ist … wie bitte?

Anstatt dieses offensichtliche Problem mit den Satellitendaten offen anzusprechen, haben die Leute, die die Aufzeichnungen über den Meeresspiegel führen, einfach alle vier Satellitenaufzeichnungen zusammengefügt, die Diskrepanz versteckt und voila! 50%IGE BESCHLEUNIGUNG DES MEERESSPIEGELS, ALLE MANN IN PANIK!

So sieht es nach dem gefälschten Zusammenfügen aus:

Beachten Sie die behauptete Beschleunigung.

Und nun? Meine Schlussfolgerungen aus all dem?

– Der Versuch, wissenschaftliche Arbeiten mit Hilfe von künstlicher Ignoranz zu analysieren, ist ein Fehlstart. Langfristige Studien durch echte Menschen sind der Weg zum wissenschaftlichen Fortschritt.

– Eine einzige Analyse zum Testen auszuwählen, sei es meine oder die eines anderen, ist faul und trügerisch. Hätte man den CLIMINATOR alle meine Beiträge über den Anstieg des Meeresspiegels lesen lassen, so hätte er zumindest meine gesamte Arbeit zu diesem Thema berücksichtigen können.

– KI tappt zwangsläufig in die Falle der Konsenswissenschaft. Sie kann es nicht vermeiden. Sie geht von der zutiefst fehlerhaften Annahme aus, dass in der Wissenschaft die Mehrheit der Meinungen entscheidet. Aber Michael Chrichton sagte dazu:

Wann immer Sie hören, dass sich die Wissenschaftler über irgendetwas einig sind, greifen Sie zu Ihrer Brieftasche, denn Sie werden reingelegt. Um es klar zu sagen: Die Arbeit der Wissenschaft hat nichts mit einem Konsens zu tun. Konsens ist das Geschäft der Politik. Die Wissenschaft hingegen braucht nur einen Forscher, der zufällig Recht hat. In der Wissenschaft ist der Konsens irrelevant. Michael Crichton

Eine KI dieser Art ist garantiert nicht in der Lage, den einen Diamanten unter der Schlacke herauszufiltern. Wäre sie in der Vergangenheit angewandt worden, hätte sie zweifellos gesagt, dass Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung falsch ist, einfach weil sie nicht die zugrunde liegende Wissenschaft untersucht, sondern lediglich den Konsens der Aussagen anderer Wissenschaftler überprüft.

Einstein wäre vom CLIMINATOR zweifellos als falsch eingestuft worden, weil ihm damals niemand zustimmte. Aber alle wissenschaftlichen Fortschritte gehen auf eine Person zurück, die mit dem Konsens bricht. Und deshalb bedeutet der Einsatz von KI auf diese Weise, dass die Wissenschaft niemals Fortschritte machen wird – der CLIMINATOR geht davon aus, dass die Ideen der Vergangenheit alle richtig sind, und wenn man nicht zustimmt, liegt man falsch, falsch, falsch.

– Ich wollte eine Notiz an den korrespondierenden Autor schicken … aber in der Studie ist keiner aufgeführt.
– Ich finde es witzig, dass sie ihre Ergebnisse auf der zutiefst alarmistischen Website Climate Feedback überprüfen. Das ist so, als würde man seinen Friseur fragen, ob man einen Haarschnitt braucht … was glauben Sie, was er sagen wird?

Weitere Lektüre: Vielleicht interessiert Sie auch mein BeitragInside The Acceleration Factory, in dem ich die verderbliche Angewohnheit der Alarmisten diskutiere, die gefälschten Satellitendaten an das Ende der Pegeldaten zu heften und diese Chimäre zu benutzen, um eine globale Beschleunigung zu behaupten … böse Wissenschaftler, keine Cookies.

Und was die Realität der Beschleunigung und Verlangsamung des Anstiegs des Meeresspiegels angeht, so erörtere ich dies in meinem BeitragThe Uneasy Sea [in deutscher Übersetzung hier].

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/01/28/artificial-alarmism/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Wolken-Großbaustelle: Rätselhafte Rückkopplungen und übersehene Kühleffekte – Klimaschau 177

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende.

Thema der 177. Ausgabe: Die Wolken-Großbaustelle: Rätselhafte Rückkopplungen und übersehene Kühleffekte




Was ist Klima? – Richard Lindzen

Paul Homewood, NOT A LOTOF PEOPLE KNOW THAT

Schöne Zusammenfassung von Richard Lindzen: Allgemein wird uns gesagt, dass Folgendes „Klima“ definiert …

Abbildung 1 Anomalie der globalen Durchschnittstemperatur.

Eigentlich geht es hier nicht um die „Durchschnittstemperatur“. Es macht keinen Sinn, den Durchschnitt des Mount Everest und des Toten Meeres zu bilden. Stattdessen bilden wir den Durchschnitt der so genannten Temperaturanomalie. Dabei handelt es sich um die durchschnittliche Abweichung von einem 30-jährigen Mittelwert. Die Zahl zeigt einen Anstieg von etwas mehr als 1°C über 175 Jahre. Die internationalen Bürokraten sagen uns, dass wir dem Untergang geweiht sind, wenn der Temperaturanstieg 1,5 °C erreicht. Fairerweise muss man sagen, dass selbst der wissenschaftliche Bericht des IPCC der Vereinten Nationen (d. h. der WG1-Bericht) und die nationalen Bewertungen der USA diese Behauptung nie aufstellen. Die politischen Behauptungen sind lediglich dazu gedacht, die Öffentlichkeit zu erschrecken, damit sie absurde politische Maßnahmen ergreift. Es bleibt mir ein Rätsel, warum die Öffentlichkeit Angst vor einer Erwärmung haben sollte, die geringer ist als die Temperaturveränderung, die wir normalerweise zwischen Frühstück und Mittagessen erfahren.

Mein Rätsel wird noch deutlicher, wenn man die Datenpunkte in Abbildung 1 einbezieht, wie in Abbildung 2 dargestellt. Dies wurde zuerst von Stanley Grotch festgestellt und von John Christy und mir aktualisiert).

Abbildung 2: Temperaturanomalien an einzelnen Stationen sowie der Mittelwert.

Wir sehen, dass die Datenpunkte ziemlich dicht über einen Bereich von etwa 16°C verteilt sind – mehr als eine Größenordnung größer als der Bereich des Mittelwertes. Die Veränderung in Abbildung 1 sieht einfach deshalb so groß aus, weil die Datenpunkte weggelassen und die Skala um mehr als eine Größenordnung erweitert wurde.

Was genau sagt das über das Klima aus? Tatsächlich gibt es auf der Erde Dutzende von verschiedenen Klimaregimen. Dies zeigt Abbildung 3, die die Koppen-Klimaklassifikation für den Zeitraum 1901-2010 darstellt. Jedes dieser Systeme steht für unterschiedliche Wechselwirkungen mit seiner Umgebung. Sollen wir wirklich glauben, dass jedes dieser Regime im Gleichschritt mit der globalen mittleren Temperaturanomalie reagiert? Im Gegenteil, Abbildung 2 zeigt uns, dass es zu jedem Zeitpunkt fast genauso viele Stationen gibt, die sich abkühlen, wie solche, die sich erwärmen.

Abbildung 3: Klima-Klassifikation nach Köppen.

Natürlich ist die Vorstellung, dass die Anomalie der globalen Durchschnittstemperatur das „Klima“ ausmacht, aufgrund ihrer Einfachheit attraktiv.

Leider bedeutet das aber nicht, dass sie auch richtig ist. Ich war besonders von Abbildung 2 fasziniert:

Ich weiß, es ist nur Augenwischerei, aber wenn man bis 1980 zurückgeht, scheint es nur eine geringe Zunahme der positiven Anomalien zu geben, aber es gibt eine merkliche Verringerung der negativen Anomalien. Das ist etwas, was ich bei den Daten aus UK oft gesehen habe, nämlich dass der durchschnittliche Temperaturanstieg durch weniger extremes kaltes Wetter und nicht durch mehr extreme Hitze verursacht wird.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/01/20/what-is-climate-richard-lindzen/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE