Der Januar zerlegt den CO₂-Treibhauseffekt – Teil 1

Der Januar ist der Monat mit dem größten Temperatursprung

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch,

Grafik 1: Seit den Aufzeichnungen der ersten 100 Jahre keine Erwärmung. Von 1987 auf 1988 ein großer Temperatursprung von 2 Grad. Seit 1988 keine Erwärmung mehr.

Auswertung: Keine Erwärmung, großer Temperatursprung, keine Erwärmung.

Behauptet wird vom Geschäftsmodell Treibhauserwärmung, dass allein CO₂ und andere Treibhausgase die Temperaturen bestimmen. Und weil die Konzentrationen vor allem von CO₂ angeblich seit über 140 Jahren zunehmen, würden auch die Temperaturen deshalb stetig zunehmen.

Die Grafik 1 zeigt bereits mit aller Deutlichkeit , dass diese von der bezahlten Treibhausforschung behauptete Ursache Wirkungskombination vollkommen falsch ist.

Merke: Der Januar wurde im Zeitraum der letzten 140 Jahre um 2 Grad wärmer. Diese Erwärmung erfolgte nicht stetig, sondern fast ausschließlich durch einen Temperatursprung im Jahre 1987 auf das Jahr 1988.

Rückblick: Beim Dezember erfolgte die 2 Grad Erwärmung erst ab 1988 bis heute. Davor war nichts. Und der Dezember hat auch keinen Temperatursprung (hier)

Etwas Ironie: Der CO₂-Treibhauseffekt wurde beim Januar durch den Weltklimarat 1987 durch eine besonders laute Silvesterballerei 86/87 aufgeschreckt, der Monat Januar sprang gleich um 2 Grad im Schnitt höher und auf diesem Niveau ist er bis heute. Vor 1987 zeigt sich keine CO₂-Erwärmungswirkung, der Treibhauseffekt hielt zunächst Dauerschlaf und ab 1988 bis heute schläft CO₂ auch wieder. CO₂ muss ein wahres Wundergas sein, dessen physikalische Wirkungen man nach Belieben zur Wirkung bringen kann.

Damit fragen wir uns als neutrale, weil unbezahlte Klimaforscher, welche anderen Ursachen die Januartemperaturen und den Temperatursprung bestimmt haben könnten.

Vorgehensweise: Betrachten wir den ersten Zeitraum näher: seit 1882- und erkennen wir sofort in Grafik 1, dass die kleine Eiszeit in Mitteleuropa eigentlich erst um 1900 endete und die Temperaturen bis etwa 1915 weiter stiegen. Beim Monat Januar sehen die vom Deutschen Wetterdienst aneinandergereihten Einzelwerte ab 1915 dann so aus:

Abb. 2: Der Januar seit 1915, also genau seit 72 Jahren zeigt laut DWD bis 1987 sogar eine Abkühlung. Auffallend die kalten Kriegs-Januare 1940 bis 1942 oder 1963, als der Bodensee einfror, aber auch extrem milde wie 1936, 1975 oder 1983. Diese Phase endet mit dem sehr kalten Jänner 1987; danach der große Klimasprung und ab 1988 fehlten sehr kalte Januar-Monate.

Einzuwenden wäre natürlich, dass um 1900 ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen bestand und die Wetterstationen samt ihren Daten von damals mit den heutigen nur bedingt vergleichbar sind. Deutschland hatte damals 104 Einwohner pro Quadratkilometer; heuer sind es mit etwa 220 gut doppelt so viele, was erwärmend wirkte. Die Wetterstationen stehen heute in den von Menschen geschaffenen Wärmeinseln und damals gab es noch typische ländliche Stationen bei Klöstern oder Forsthäusern am Waldrand oder bei frei stehenden Gutshöfen. Diese menschengemachte Erwärmung durch Einwohnerzunahme, geänderte Flächennutzung und Versetzen der Stationen an wärmere Plätze lassen wir zunächst außer Betracht. Wir arbeiten mit den Original-DWD-Temperaturen.

Die CO₂- Zunahme in der Atmosphäre: starker stetiger Anstieg

Gebetsmühlenartig werden CO₂ und Klimaerwärmung in Zusammenhang gebracht.

Ganz anders wie der Verlauf der DWD-Januartemperaturen sieht der Verlaufsanstieg der CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre aus, laut mainstream soll diese von 288 ppm um 1900 auf inzwischen 422 ppm gestiegen sein. Wir haben dies in Grafik 3 nachempfunden, wobei die Werte erst ab 1958 mit den heutigen Messmethoden gesicherte Werte sind. Wir müssen allerdings betonen, dass um 1900 in Mitteleuropa mit den damaligen chemischen Nachweisen auch bereits 400 ppm gemessen wurden und in damaligen Lexika und Lehrbüchern der Wert auch mit 400 ppm angegeben wurde. Wer sich näher dafür interessiert, schaue hier.

Abb. 3: Die CO₂-Konzentrationskurve der Atmosphäre zeigt einen steten Anstieg.

Wir stellen fest:

1) Die CO₂-Kurve der Konzentrationszunahme zeigt im Vergleich zur Entwicklung der deutschen Januartemperaturen keinerlei Ähnlichkeit.

2) Auch für den großen Temperatursprung im Jahre 1987 auf 1988 kann CO₂ nicht verantwortlich sein. Der große Temperatursprung innerhalb eines Jahres auf ein wärmeres Plateau hat somit ausschließlich natürliche Ursachen (Zirkulationsverhältnisse – mehr Westwetterlagen bei positiven NAO-Werten).

Wer oder Was bestimmt sonst noch die Temperaturen?

Der Mensch wirkt mit bei der Klimaveränderung durch Wärmeinseleffekte (WI). Klima verändert sich seit 4 Milliarden Jahren. Von Interesse wäre der Temperaturverlauf ohne die wärmenden menschlichen Veränderungen bei den Stationen. Vor allem in den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Bebauung in die einst freie Fläche hinein erweitert, derzeit um fast 60 Hektar täglich und innerhalb der Städte und Gemeinden werden Baulücken weiter geschlossen. Im Winter wärmt zusätzlich die Abwärme der Industrie, der Haushalte und des Verkehrs. Im Umland wirken „Biogas“-, Solar- und Windkraftanlagen ebenfalls erwärmend. Insgesamt sind die WI- Effekte nach unseren bisherigen Untersuchungen im Winter geringer als in den Frühjahrs- und deutlich geringer als in Sommermonaten.

Kurzum, bei den Messstationen des DWD hat der Wärmeeintrag, bedingt durch die Bebauungsveränderungen zugenommen und die Thermometer der Stationen messen diese Zusatzwärme aus den sich täglich vergrößernden Wärmeinseln mit. Natürlich gibt es auch Stationen mit geringen wärmenden Veränderungen, vor allem seit 1988. Eine davon ist die Privatstation Amtsberg im kleinen Teilort Dittersdorf auf 425m üNN. Allerdings hat der Stationsleiter noch nicht vollständig auf die neuen DWD-Normen umgestellt, d.h. es wurde weniger gegenüber früher verändert. Schon deshalb sind die Werte realistischer.

Abb. 4: Amtsberg zeigt im Gegensatz zu den über 2000 DWD-Stationen sogar eine leichte Abkühlung. Insgesamt ist der WI-effektzuwachs bei den DWD-Daten im Januar jedoch unbedeutend klein. Die einzelnen deutschen Wetterstationen liegen bei der Trendlinie in einem engen Intervall, sogar Hamburg ist leicht negativ, Hof hingegen als WI-starke Wetterstation etwas deutlicher über der DWD-Trendlinie.

Ergebnis: Die Zunahme der Wärmeinseleffekte sind im Winter gering und können den Temperatursprung eh nicht erklären. Anstatt einer horizontal ebenen DWD-Trendlinie seit 1988 haben WI-arme Standorte lediglich eine leicht fallende.

Höher gelegene Wetterstationen: Noch stärkere Januarabkühlung – warum?

Hierzu verweisen wir auf den Januarartikel von Stefan Kämpfe, wo die Höhenabkühlung – soweit möglich – näher erklärt wird.

Der Monat Januar weist eine Besonderheit aus, höher gelegene Wetterstationen kühlen sich seit 1988 ab. Zwischen Stationshöhe und Abkühlung besteht eine Korrelation. Wir wollen das an vier Beispielen zeigen.

Abbildung 5: Die Wetterstation Zugspitze zeigt eine sehr starke Januarabkühlung in den letzten 37 Jahren

Der Feldberg im Schwarzwald, knapp unter 1500 m NN:

Abbildung 6: Der Feldberg in Ba-Wü zeigt gleichfalls eine starke Januarabkühlung, obwohl dort die CO₂-Konzentrationen wie überall in Deutschland um etwa 80 ppm im Betrachtungszeitraum gestiegen sind.

Ergebnis: Während sich die Januar-Temperatur in den bodennahen Luftschichten (1000 hPa-Niveau) kaum abkühlte, ist über der Grundschicht eine deutliche Abkühlung zu verzeichnen. Bei Wetterstationen ab 800m Höhe ist dies gut zu erkennen.

Und der Treibhauseffekt? Gerade die höher gelegenen Wetterstationen über 800 m Höhe mit ihrer Januarabkühlung zeigen, dass der CO₂-Treibhauseffekt nicht wie vom mainstream behauptet der temperaturbestimmende Faktor der Erwärmung sein kann.

Damit sind wir weiter auf der Suche für das seltsame Temperaturverhalten des Monates Januar in Deutschland. Bleiben wir bei höher gelegenen Wetterstationen und beim Temperatursprung und fragen wir uns:

Haben höher gelegene Wetterstationen auch einen Januar-Temperatursprung im Jahre 1987/88?

Anmerkung: In den Pressemitteilungen des Deutschen Wetterdienstes findet man nichts über den hohen einmaligen Temperatursprung. Im Gegenteil, sogar Kommentatoren plappern (im Auftrag des DWD?) nach, wie der DWD diesen einmaligen Sprung 87/88 verheimlicht und behauptet: Ca. 2°C Temperaturanstieg in 50 Jahren. Da hilft alles Leugnen nichts.“

Doch zurück zur Problemstellung. Beginnen wir mit dem Hohenpeißenberg (HPB) im Alpenvorland südlich von Augsburg.

Abb. 7: Selbst die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg, knapp unter 1000 m, zeigt den Temperatursprung von 2 Grad und eine anschließende leichtere Abkühlung.

Abb. 8: Der Fichtelberg mit 1215 m NN, der höchste Berg in Sachsen.

Die höher gelegene Wetterstation auf dem Fichtelberg zeigt ebenso den großen Januar-Temperatursprung im Jahre 1987 und dann die etwas kräftigere Abkühlung als der HPB, Quelle Abb. 1,2,4-8: DWD

Wir haben natürlich noch weitere deutsche Wetterstationen über 1000 m Höhe untersucht und überall das gleiche Bild: Temperatursprung ja, seit 1988 dann Abkühlung abhängig von der Höhe der Wetterstation.

Damit haben wir ein Erklärungsproblem dazubekommen.

  1. Was hat den Temperatursprung im Januar verursacht und
  2. Weshalb zeigen die höher gelegenen Wetterstationen seit 1988 eine Abkühlung.

Wir können dafür nur die großräumige Umstellung der Wetterlagen in Mittel- und Westeuropa im Jahre 1987/88, also natürliche Gründe der ständigen Klimaänderungen verantwortlich machen.

Die genauen Ursachen dieser Januar-Höhenabkühlung bedürfen noch weiterer Erforschung. Möglicherweise hat sie mit dem bevorstehenden Ende der AMO-Warmphase zu tun: Während die Randmeere Ost- und Nordsee durch die endende AMO-Warmphase (noch) recht warm sind, stellen sich die Zirkulationsverhältnisse in höheren Luftschichten bereits auf Abkühlung um, die später auch die bodennahen Luftschichten erfasst – ob das so eintritt, kann aber nur die Zukunft zeigen.

Alle Falschbehauptungen der bezahlten CO₂-Klimagilde behindern durch ihr dummes Treibhaus-Geschwätz die Suche nach den wirklichen Ursachen der Januartemperaturreihen in Mitteleuropa und weltweit. Dazu kommt, dass die wirklich nach den Ursachen forschenden Klimawissenschaftler nicht bezahlt werden, sondern im Gegenteil, berufliche Nachteile befürchten müssen.

Die Treibhausbasierte Klimahysterie ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters! Da geht’s nur ums Geld und einen CO₂-Ablaßhandel!

Wenden wir uns nun den Stationen außerhalb Deutschlands zu und stellen die Frage: Wie verhält sich der Monat Januar im restlichen Mittel- und Westeuropa?

Abb. 9: West-Europa, etwas kleinerer Temperatursprung, keine signifikante Erwärmung. Quelle: Abb.9 und 13

Abb. 10: Geringe Januar-Abkühlung- Temperatursprung- geringe Abkühlung in Zentralengland. Quelle

Abb.11: Kopenhagen, deutlicher T-Sprung und keine Januarerwärmung ab 1988

Abb.12: In den Niederlanden zeigt sich ein fast identisches Bild zu den DWD Daten in Abb. 1

Der Monat Januar außerhalb Mittel- und Westeuropas

Wie verhalten sich nun Wetterstationen im Norden Europas?

Abb. 13: Temperatursprung von 4 Grad!!! Mit anschließender Abkühlung seit 1988. Das sieht man auch an Einzelstationen. Hier ist bisweilen der Temperatursprung noch höher

Abb.14: Sieben Grad ( 7°) Temperatursprung, allerdings sehr starke Abkühlung danach.

Abb. 15: In Finnland das gleiche Bild, T-Sprung von über 4 Grad und keine Erwärmung im Januar.

Abb. 16: Trondheim, Norwegen, starke Abkühlung im Januar, T-Sprung über 4 Grad

Ergebnis: In Nordeuropa ist der Temperatursprung im Jahre 1987/88 sogar größer als bei uns.

Wetterstationen außerhalb Europas

Wir werfen einen Blick in die USA, zur Dale-Enterprise Weather Station in Virginia, der ältesten Wetterstation in diesem Bundesstaat. Die Station hat den Vorteil, dass sie noch ländlicher und noch einen Tick wärmeinselärmer ist als deutsche Stationen. Das Wetterhäuschen steht unverändert seit Anbeginn bei einer einsamen Farm.

Abb.17: Im Gegensatz zu Deutschland – siehe Grafik 2- zeigt der Januar in den USA eine leichte Temperaturabnahme seit über 100 Jahren. Es ist auch kein Temperatursprung um 1987 auf ein höheres Niveau feststellbar.

Erg: Trotz steigender globaler CO₂-Konzentrationen wird der Januar bei dieser wärmeinselarmen Station in Virginia seit über 100 Jahren eindeutig kälter. Außerdem ist kein Temperatursprung im Jahre 1987/88 erkennbar.

Auch andernorts außerhalb Europas finden sich immer wieder Stationen ohne Januar-Erwärmung; abschließend Beispiele:

Abb. 18: Im ehemaligen Winter-Olympiaort Sapporo wurde der Januar nicht wärmer.

Abb. 19: Irkutsk, in Sibirien. Keine Januarerwärmung.

Abb. 20: Sibirien zeigt keine Januarerwärmung, sondern sogar eine leichte Abkühlung

Quelle für Abb. 11,12, 14-16,18-20

Feststellung: Irgendwie scheint sich anzudeuten, dass der Januartemperatursprung im Norden Europas noch höher als bei uns war und nach Süden hin immer geringer wird. In anderen Erdteilen kam er nicht vor.

Fazit: Gerade der Monat Januar zeigt, dass Kohlendioxid keine oder fast gar keine Wirkung auf den Temperaturverlauf haben kann. Das haben wir hier in diesem Artikel anhand vieler Wetterstationen gezeigt.

Und noch einer Ergänzung: Der Januar am Südpol bei der deutschen Antarktisstation

Abb. 21. Seit dem Einrichten der Station in der Antarktis hat der Januar eine leicht fallende Tendenz. Allerdings ist der Januar auf der Südhalbkugel ein Hochsommermonat und entspricht etwa unserem Juli. Die Daten von 2024 liegen leider noch nicht vor. Mit 2024 wäre die Trendlinie wahrscheinlich deutlich stärker fallend, denn es soll sich momentan um einen kalten Sommer handeln in der Antarktis.

Zusammenfassung: Der Begriff „Treibhausgas“ ist somit ein Fantasiebegriff aus der Werbebranche, der uns Angst einflößen soll, genauso wie diese völlig falsche UN-Definition von Klimawandel: Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Oder hier. Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Veränderungen der Temperaturen und Wettermuster. Diese Veränderungen können natürlichen Ursprungs sein und beispielsweise durch Schwankungen in der Sonnenaktivität entstehen. Doch seit dem 19. Jahrhundert ist der Klimawandel hauptsächlich auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen, allen voran die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas.

Oder hier: Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen Treibhausgasemissionen, die sich wie ein Mantel um die Erde legen und so die Sonnenwärme zurückhalten und die Temperaturen ansteigen

Viel schwieriger ist es, die vollkommen unterschiedlichen Trendlinienverläufe in den verschiedensten Teilen der Welt mit den tatsächlichen Ursachen und deren Klimawirkungszusammenhängen zu erklären. Da haben es die Treibhauserwärmungsgläubigen samt ihren alimentierten Wissenschaftlern viel leichter. Wie jeder Glaube ist der Treibhausglaube ein simples Muster für Unbedarfte wie bei allen Religionen dieser Welt.

Der Januar zerlegt den CO₂-Treibhauseffekt, hieß unsere Überschrift. Das haben wir in diesem Teil durch viele Grafiken gezeigt. In Deutschland sind es die Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes. Der Deutsche Wetterdienst selbst zerlegt den CO₂-Treibhauseffekt anhand seiner Wetterstationen. Es gibt keine stetige Erwärmung wie beim CO₂-Konzentrationsanstieg, sondern einen plötzlichen Temperatursprung.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Neue Studie eingereicht: Auswirkungen der städtischen Wärmeinsel auf die Sommertemperaturen in den USA, 1880-2015

Roy W. Spencer

Vorbemerkung des Übersetzers: Zum Wärmeinseleffekt UHI wurde auf dieser Website schon Einiges veröffentlicht. Hervorzuheben sind hier die grundlegenden Arbeiten von Kowatsch et al. Diese beziehen sich jedoch hauptsächlich auf das Phänomen in Europa. Dass deren Ergebnisse aber auch weltweit gelten, zeigt der folgende Doppelbeitrag von Dr. Spencer für die USA. – Ende Vorbemerkung]

Einleitung des Blogbetreibers cornwall alliance: Dies ist der erste einer Reihe von Artikeln, in denen Dr. Roy W. Spencer erläutert, wie wichtig es ist, den städtischen Wärmeinseleffekt vom globalen Temperaturanstieg zu unterscheiden und zu erkennen, dass die Menschen ihre Vorliebe für höhere Temperaturen dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie lieber in wärmeren Regionen der Welt und in Städten leben als in kühleren ländlichen Gebieten oder in der Wildnis.

Nach jahrelanger Beschäftigung mit diesem Thema haben John Christy und ich endlich einen Artikel mit dem Titel „Urban Heat Island Effects in U.S. Summer Surface Temperature Data, 1880-2015“ beim Journal of Applied Meteorology and Climatology eingereicht.

Ich habe ein ziemlich gutes Gefühl bei dem, was wir mit den GHCN-Daten gemacht haben. Wir zeigen nicht nur, dass der homogenisierte („bereinigte“) Datensatz die Auswirkungen der städtischen Wärmeinsel (UHI) auf die Temperaturtrends nicht korrigiert, sondern dass die bereinigten Daten sogar noch stärkere UHI-Signaturen aufweisen als die (nicht bereinigten) Rohdaten. Dies gilt sowohl für die Trends an den Stationen (wo es in der Nähe liegende ländliche und nicht ländliche Stationen gibt… man kann nicht blindlings den Durchschnitt aller Stationen in den USA bilden) als auch für die räumlichen Unterschiede zwischen nahe beieinander liegenden Stationen in denselben Monaten und Jahren.

Unter dem Strich sind schätzungsweise 22 % des Erwärmungstrends in den USA zwischen 1895 und 2023 auf lokale UHI-Effekte zurückzuführen.

Und der Effekt ist in städtischen Gebieten viel größer. Von den vier Kategorien der Verstädterung, die auf der Bevölkerungsdichte basieren (0,1 bis 10, 10-100, 100-1.000 und >1.000 Personen pro km²), zeigen die ersten beiden Kategorien, dass der UHI-Temperaturtrend 57 % des berichteten homogenisierten GHCN-Temperaturtrends ausmacht. Wie zu erwarten, ist also ein großer Teil der Erwärmung in Städten (und sogar Vorstädten) seit 1895 auf UHI-Effekte zurückzuführen. Dies wirkt sich darauf aus, wie wir die jüngsten „rekordverdächtigen“ Temperaturen in Städten diskutieren sollten. Einige von ihnen wären wahrscheinlich keine Rekorde, wenn UHI-Effekte berücksichtigt worden wären.

Dennoch sind dies die Temperaturen, die ein Großteil der Bevölkerung erlebt. Ich will damit sagen, dass diese zunehmende Wärme nicht ausschließlich auf den Klimawandel zurückgeführt werden kann.

Eines der Probleme, mit denen ich zu kämpfen hatte, war die Frage, wie man mit Stationen umgeht, die nur sporadische Aufzeichnungen haben. Ich habe mich immer gefragt, ob man anstelle der üblichen Berechnungen von Jahreszyklen und Anomalien auch Veränderungen von Jahr zu Jahr verwenden kann, und es hat sich herausgestellt, dass man das kann, und zwar mit extrem hoher Genauigkeit. (John Christy sagt, er habe dies vor vielen Jahren für einen spärlichen afrikanischen Temperaturdatensatz getan). Dadurch wird die Datenverarbeitung erheblich vereinfacht, und man kann alle Stationen verwenden, die über mindestens 2 Jahre an Daten verfügen.

Jetzt müssen wir abwarten, ob das Peer-Review-Verfahren das Papier in die Tonne tritt. Ich bin optimistisch.

This piece originally appeared at DrRoySpencer.com and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/01/new-paper-submission-urban-heat-island-effects-in-u-s-summer-temperatures-1880-2015/

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Ein neuer globaler Datensatz über städtische Wärmeinseln: Globale Raster des Effekts der städtischen Wärmeinseln auf die Lufttemperatur, 1800-2023

Roy W. Spencer

Als Folgemaßnahme zu unserer Studie über eine neue Methode zur Berechnung des durchschnittlichen Effekts der städtischen Wärmeinsel (UHI) auf die Lufttemperatur an mehreren Stationen habe ich die ursprüngliche US-Studie über die UHI-Effekte im Sommer auf globale Landflächen zu allen Jahreszeiten ausgedehnt und einen globalen gerasterten Datensatz erstellt, der derzeit den Zeitraum von 1800 bis 2023 abdeckt (alle 10 Jahre von 1800 bis 1950, dann jährlich nach 1950).

Er basiert auf über 13 Millionen Stationspaarmessungen der Unterschiede zwischen den GHCN-Stationstemperaturen und der Bevölkerungsdichte im Zeitraum 1880-2023. Ich habe die durchschnittliche UHI-Erwärmung als Funktion der Bevölkerungsdichte in sieben Breitengraden und vier Jahreszeiten in jedem Breitengrad berechnet. Die „Temperatur“ basiert hier auf den monatlichen Tavg-Lufttemperaturdaten des GHCN-Datensatzes (dem Durchschnitt der täglichen Tmax und Tmin). Ich habe die „bereinigten“ (homogenisierten, nicht „rohen“) GHCN-Daten verwendet, weil der UHI-Effekt (merkwürdigerweise) bei den bereinigten Daten normalerweise stärker ist.

Da der UHI-Effekt auf die Lufttemperatur hauptsächlich nachts auftritt, werden die Ergebnisse, die ich mit Tavg erhalte, den UHI-Effekt auf die täglichen hohen Temperaturen überschätzen und den Effekt auf die täglichen niedrigen Temperaturen unterschätzen.

Damit kann ich dann die Beziehungen zwischen GHCN und Bevölkerungsdichte auf globale historische Raster der Bevölkerungsdichte (die viele Jahrhunderte zurückreichen) für jeden Monat und jedes Jahr seit einem beliebigen Zeitpunkt anwenden. Die monatliche Auflösung soll die saisonalen Auswirkungen auf den UHI erfassen (im Sommer in der Regel stärker als im Winter). Da die zeitliche Auflösung des Datensatzes zur Bevölkerungsdichte alle zehn Jahre (wenn ich z. B. im Jahr 1800 beginne) und dann ab 1950 jährlich erfolgt, habe ich den UHI-Datensatz mit der gleichen jährlichen Auflösung erstellt.

Als Beispiel dafür, was man mit den Daten machen kann, ist hier eine globale Darstellung des Unterschieds in der UHI-Erwärmung im Juli zwischen 1800 und 2023, wobei ich die Daten mit einer räumlichen Auflösung von 1/12 Grad auf eine Auflösung von 1/2 Grad gemittelt habe, um die Darstellung in Excel zu erleichtern (ich habe kein GIS-System):

Wenn ich die 100 Orte mit der größten UHI-Erwärmung zwischen 1800 und 2023 nehme und den Durchschnitt ihrer UHI-Temperaturen zusammenfasse, erhalte ich folgendes Ergebnis:

Man beachte die durchschnittliche Erwärmung dieser 100 Städte seit 1800 um 0,15 °C in diesen 100 Städten, da einige von ihnen sehr alt sind und um 1800 bereits eine hohe Bevölkerungsdichte aufwiesen. Außerdem sind diese 100 „Orte“ nach einer durchschnittlichen Auflösung von 1/12 Grad bis 1/2 Grad, so dass jeder Ort ein Durchschnitt von 36 Rasterpunkten der ursprünglichen Auflösung ist. Ich will damit sagen, dass es sich um ‚große‘, stark verstädterte Orte handelt, und die Temperatursignale wären stärker, wenn ich die 100 größten UHI-Orte mit der ursprünglichen Auflösung verwendet hätte.

Um es noch einmal zusammenzufassen: Diese UHI-Schätzungen beruhen nicht auf den Temperaturdaten des betreffenden Jahres, sondern auf den Daten zur Bevölkerungsdichte in diesem Jahr. Die räumlichen Temperaturdaten (Unterschiede zwischen nahegelegenen Stationen) stammen aus globalen GHCN-Stationsdaten zwischen 1880 und 2023. Anschließend wende ich die vom GHCN abgeleiteten räumlichen Beziehungen zwischen Bevölkerungsdichte und Lufttemperatur im Zeitraum 1880-2023 auf die Schätzungen der Bevölkerungsdichte in jedem Jahr an. Die monatliche Zeitauflösung dient dazu, die durchschnittlichen saisonalen Schwankungen des UHI-Effekts in den GHCN-Daten zu erfassen (typischerweise stärker im Sommer als im Winter); die Bevölkerungsdaten haben keine monatliche Zeitauflösung.

In den meisten Breitengraden und Jahreszeiten ist die Beziehung stark nichtlinear, so dass der UHI-Effekt nicht linear mit der Bevölkerungsdichte skaliert. Der UHI-Effekt nimmt mit der Bevölkerungszahl in der Wildnis recht schnell zu, in der Stadt dagegen viel langsamer.

Es ist zu bedenken, dass diese Rasterpunktschätzungen auf den durchschnittlichen statistischen Beziehungen beruhen, die über Tausende von Stationen in Breitengraden abgeleitet wurden; es ist unbekannt, wie genau sie für bestimmte Städte und Gemeinden sind. Ich weiß noch nicht, wie genau ich diese regressionsbasierten Schätzungen des UHI-Effekts regionalisieren kann, denn es ist eine große Anzahl (viele Tausende) von Stationspaaren erforderlich, um gute statistische Signale zu erhalten. Ich kann die USA separat betrachten, da es dort so viele Stationen gibt, aber das habe ich hier nicht getan. Vorerst werden wir sehen, wie sich das in den sieben Breitengradbändern darstellt.

Ich stelle den Datensatz öffentlich zur Verfügung, da es zu viele Daten sind, als dass ich sie selbst untersuchen könnte. Man könnte z. B. die zeitliche Entwicklung des UHI-Effekts in bestimmten Großstadtregionen wie Houston untersuchen und mit den tatsächlichen Temperaturmessungen der NOAA in Houston vergleichen, um eine Schätzung darüber zu erhalten, wie viel des gemeldeten Erwärmungstrends auf den UHI-Effekt zurückzuführen ist. Dazu müsste man allerdings meine Datendateien herunterladen (die ziemlich groß sind, etwa 117 MB für einen einzelnen Monat und ein Jahr, insgesamt 125 GB Daten für alle Jahre und Monate). Die Datei findet man hier.

Man kann sie anhand ihres Namens identifizieren. Das Format ist ein ASCII-Gitter und entspricht genau den von mir verwendeten Dateien zur Bevölkerungsdichte der HYDE-Version 3.3 (hier verfügbar) (ArcGIS-Format). Jede Datei enthält sechs Header-Datensätze, dann ein Gitter aus reellen Zahlen mit den Abmessungen 4320 x 2160 (Längen- und Breitengrad bei 1/12 Grad Auflösung).

This piece originally appeared at DrRoySpencer.com and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/01/a-new-global-urban-heat-island-dataset-global-grids-of-the-urban-heat-island-effect-on-air-temperature-1800-2023/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 5 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: In diesem Kältereport werden drei Meldungen über extreme Kälte und Schnee aus deutschen Quellen genannt, darunter wetteronline.de. Das sind zumeist ja Blogs auf der alarmistischen Seite. Könnte sich da etwas tun? Diese Beiträge werden aber wegen unklarer Rechte nur verlinkt.

Ansonsten – ein längerer Abschnitt ist wieder Indien gewidmet, siehe unten.

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Meldungen vom 29. Januar 2024:

Schneereiches Moskau

Dieser Winter ist auf dem besten Weg, einer der schneereichsten in der Geschichte zu werden, berichtet gismeteo.ru. Der Dezember war mit einer durchschnittlichen Schneehöhe von 27 cm der schneereichste Dezember in Moskau seit einem Vierteljahrhundert und damit dreimal schneereicher als normal.

Der Januar hat diesen Trend fortgesetzt.

Die ersten 10 Tage brachten der Hauptstadt überdurchschnittlich hohe Schneemengen, und in der zweiten Hälfte wurde die Abweichung noch größer. Am 25. Januar lag die Schneemenge an der Moskauer VDNKh-Wetterstation mit 46 cm deutlich über den langfristigen Normen:

Die höchste Januar-Summe, die jemals gemessen wurde, ist nach wie vor die 57 cm, die sowohl 1956 als auch 1994 (in der Nähe der Sonnenminima der Zyklen 18 und 22) gemessen wurden. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, dass der Januar 2024 diesen Wert übertrifft – weitere Flocken könnten am Dienstag/Mittwoch fallen.

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Rekord-Schneefälle in China vorhergesagt

In der kommenden Woche wird es in China in weiten Teilen schneien und die historischen Schneemengen der letzten Woche noch einmal übertreffen.

Vom 30. Januar bis mindestens zum 5. Februar werden viele Gebiete Chinas mit einem weiteren Temperatursturz und heftigen Schneestürmen konfrontiert sein, wobei die Schneemengen den Februarrekord brechen dürften.

Mehr dazu wie üblich nach Eintritt des Ereignisses.

Es folgt noch ein Rückblick auf gescheiterte Prognosen der Vergangenheit, diese werden separat übersetzt. Außerdem werden noch kurz Vorgänge auf der Sonne angesprochen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snowy-moscow-record-snow-forecast?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 30. Januar 2024:

Über zwei Meter Schnee in Iran

Die starken Schneefälle der letzten Woche in Iran hielten bis zum Wochenende an und bescherten weiten Teilen des Landes „eine neue Welle frostigen Wetters“ sowie „starken Schneefall in den iranischen Städten“, berichtet mehrnews.com.

In einigen Dörfern wie Khalkhal in der Provinz Ardabil hat die Schneehöhe inzwischen die 2-Meter-Marke überschritten.

Quelle: RHM

Auch in der Provinz Lorestan hat es geschneit und die Straßen zu 160 Dörfern sowie zu einigen Städten blockiert, darunter Aligudarz und Borujerd. Auch in der Provinz Gilan hat es geschneit, insbesondere in Astara, Masuleh und Shanderman.

Ähnlich verhält es sich im Norden Palästinas, etwa auf dem Berg Hermon.

Noch beeindruckender war der Schnee in der nahen Türkei mit Höhen bis zu 7 Metern.

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Starkschneefall-Warnungen in 13 chinesischen Provinzen

In der vergangenen Woche wurden mehrere chinesische Provinzen von rekordverdächtigen Schneefällen heimgesucht, die sich nun wiederholen werden.

Das Nationale Meteorologische Zentrum Chinas rechnet in 13 Provinzen mit starkem Schneefall und hat deshalb eine „Warnung vor schweren Schneestürmen“ herausgegeben. Für weitere 6 Provinzen gilt eine Warnung vor gefrierendem Regen“.

Der einsetzende winterliche Niederschlag wird etwa 70 % des Landes erfassen. Er wird als schwerwiegendes „Kälteereignis“ bezeichnet, das mit dem „Schnee- und Eissturm von 2008“ (schwaches Sonnenminimum des Zyklus 23) vergleichbar ist, der in China zu den größten wirtschaftlichen Verlusten des Jahrhunderts geführt hatte.

Mehr hierzu wie schon erwähnt nach Eintritt des Ereignisses.

Eis und Schneefälle der vergangenen Woche waren schlimm genug und brachen eine Vielzahl von Schneehöhen-Rekorden im ganzen Land, darunter auch in südlichen Regionen wie Xinhua, Hunan, wo 29 cm gefallen sind – ein neuer Rekord für den gesamten Bezirk.

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Auch in den USA sind weitere Massen-Schneefälle zu erwarten:

Starke Schneefälle in den westlichen USA erwartet

Die westlichen US-Bundesstaaten stehen vor einem weiteren schweren Wintereinbruch. Am Donnerstag, dem 1. Februar, dürften die ersten größeren Mengen fallen. Nach den jüngsten GFS-Läufen wird der Schneefall dann voraussichtlich über das Wochenende und bis in die nächste Woche hinein anhalten.

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Schneereichste Saison jemals in Anchorage

Erst zum zweiten Mal seit Beginn von Aufzeichnungen ist Anchorage in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mehr als 254 cm Schnee gefallen.

Mit weiteren 35 Zentimetern, die sich seit Sonntag angesammelt haben, beläuft sich Anchorages saisonale Schneemenge nun offiziell auf 258 Zentimeter – die frühesten 250 cm in den Aufzeichnungen. Bisher war der früheste Zeitpunkt hierfür der 3. Februar 2012 mit 262 Zentimetern.

Anchorage und die umliegenden Gebiete erwarteten in der Nacht zum Montag weitere 3 bis 8 cm, mit höheren Mengen in der Nähe von Prince William Sound und dem Copper River Basin. Es wird erwartet, dass der Schnee am Dienstag nachlässt und durch brutale Kälte ersetzt wird, wobei es bis -29°C kalt werden könnte.

Im Westen gibt es von der Tschuktschenseeküste bis zur Alaska-Halbinsel Warnungen und Hinweise auf Windchill. Bei Temperaturen von bis zu -56,7°C kann es innerhalb von fünf Minuten zu Erfrierungen auf der ungeschützten Haut kommen.

Dies ist eine außergewöhnlich kalte und schneereiche Saison in ganz Alaska.

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Arktisches Meereis

Etwas weiter nördlich nimmt das arktische Meereis in dieser Saison ebenfalls zu und ist so ausgedehnt wie seit 2003 nicht mehr.

In den letzten Monaten beklagte die wissenschaftliche Gemeinschaft einen Mangel an Daten, der auf die Abkühlung der Beziehungen zwischen dem Westen und Russland zurückzuführen ist, was „einen großen Einfluss auf die Untersuchung der Veränderungen in der Arktis hat und die Fähigkeit zur Überwachung des Klimawandels beeinträchtigt“, berichtet polarjournal.ch.

Der Zusammenbruch der Kommunikation führt zu einem erheblichen Verlust an Verständnis für die Veränderungen in der Region, so schreibt der Umweltwissenschaftler Efren Lopez-Blanco von der Universität Aarhus in einem kurzen, in Nature Climate Change veröffentlicht Artikel.

Von den etwa 60 Stationen, welche die arktischen Ökosysteme überwachen, haben 21 ihre Datenlieferungen an die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft eingestellt. Dies ist ein erheblicher Datenverlust in einer Region, die ohnehin schon schlecht beobachtet und verstanden wird: „Je größer die Verzerrung, desto schwächer ist unsere Fähigkeit, Veränderungen in der Arktis zu verfolgen und zu beschreiben“, fügte Lopez-Blanco hinzu.

Weitere Informationen hierzu findet man bei polarjournal.ch.

Aber ich behaupte, dass die Daten für die AGW-Partei lästig sind. Weniger Überwachungsstationen bedeuten, dass die Realität einfacher zurechtgebogen werden kann. Das arktische Eis ist in dieser Saison auf dem Vormarsch, aber das Establishment teilt dies den Massen nicht mit, ihre Medien übergehen das mit dröhnendem Schweigen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/7-feet-of-snow-in-iran-china-issues?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 31. Januar 2024:

Kältester Januar in Delhi seit 21 Jahren

Man kann wohl mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Kombination von „Kälte“ und „Indien“ niemals in den MSM thematisiert wird. Es ist ja gerade das Verdienst von Cap Allon von Kälte aus Gebieten zu berichten, in denen „Kälte“ etwas ganz anderes ist als bei uns. Aus diesen Gründen wird der folgende Abschnitt ausführlicher übersetzt. A. d. Übers.

Mit einem durchschnittlichen Höchstwert von 17,9 °C in Safdarjung, der offiziellen Temperaturstation der Hauptstadt, hat Delhi gerade den kältesten Januar seit 2003 (gleichauf mit 2015) erlebt, wie das indische Wetteramt (IMD) bestätigt.

In den 33 Jahre zurückreichenden Annalen war dies laut IMD-Daten erst das dritte Mal, dass die durchschnittliche Höchsttemperatur im Januar unter 18 °C lag.

Die durchschnittliche Höchsttemperatur in Delhi liegt im Januar bei 20,1 Grad Celsius. „Sehr schlechte Luftqualität, starker Nebel am Morgen und bittere Kälte prägten den Januar 2024“, berichtet die Times of India.

Mit einem Wert von 6,43°C verzeichnete der Monat den niedrigsten Durchschnittswert seit 2013 und erlebte außerdem fünf „kalte Tage“ und fünf „Kältewellen“. In einzelnen Teilen Delhis gab es fast 10 kalte Tage.

Wie eine Studie des IITM kürzlich aufdeckte, nehmen die Kältewellen in ganz Indien „trotz der globalen Erwärmung“ zu.

Die von den Wissenschaftlern Raju Mandal und Susmitha Joseph vom Indischen Institut für Tropenmeteorologie (IITM) geleitete Analyse ergab, dass in Zentral- und Ostindien die durchschnittliche Zahl der Kältewellen seit den 1950er Jahren um mehr als fünf Tage pro Jahrzehnt zugenommen hat, an manchen Orten sogar um über 15 Tage pro Jahrzehnt.

Im Durchschnitt wurden in diesen Regionen früher 2 bis 5 Kältewellentage pro 10 Jahre verzeichnet (zwischen 1951 und 2011), doch in den letzten zehn Jahren (bis 2021) stieg diese Zahl auf fast 5 bis 15 Tage.

Die Mainstream-Behauptung einer „katastrophalen Erwärmung der Welt“ ist eine verwirrende Botschaft an die Menschen in Indien.

Die jüngste „Kältewelle“ in Indien hat weit mehr als nur Delhi und alle anderen Städte erfasst. Im gesamten Norden des Landes blieben viele Schulen wegen der starken Kälte fünf Tage lang geschlossen. Am 20. Januar verzeichnete die nördliche Stadt Lucknow den kältesten Wintertag seit 1952, und auch in Städten wie Kanpur und Bikaner wurden die niedrigsten Werte seit über 18 Jahren gemessen.

Obwohl Indien als tropisches Land gilt, werden 40 % der 1,3 Milliarden Einwohner als kälteempfindlich eingestuft. Das sind etwa 520 Millionen Menschen, die sowohl für normale als auch für unterdurchschnittliche Winter anfällig sind. Im Gegensatz dazu sind nur 15 % anfällig für Hitzewellen.

Indien – und eigentlich der ganze Planet – sollte sich eher auf die Vorbereitung auf Kälte als auf Hitze konzentrieren. Das geht aus den Daten jedenfalls hervor.

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Aus anderen Quellen gibt es Berichte über ein gewaltiges Schnee-Chaos in Griechenland, und zwar hier. Das hatte Cap Allon offenbar noch nicht auf dem Schirm.

Link: https://electroverse.substack.com/p/delhis-coldest-month-of-january-in?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 1. Februar 2024:

Zypern ist weiß!

Teile Zyperns sind von hohem Schnee bedeckt. Ein Video des Troodos-Gebirges [von dem hier nur ein Screenshot daraus gezeigt wird], das von den Weather Enthusiasts of Cyprus auf Facebook geteilt wurde, zeigt das Spektakel:

Für weite Teile des Landes gilt weiterhin eine orangefarbene Wetterwarnung, und die Rettungsdienste sind in höchster Alarmbereitschaft.

Die Polizei hat eine Reisewarnung herausgegeben und darauf hingewiesen, dass Straßen, die in die Troodos-Region führen, einschließlich Platres-Troodos, Karvounas-Troodos und Prodromos-Troodos, wegen des Schnees gesperrt wurden.

Dieser Teil der Welt, d. h. die Türkei, Griechenland und der Nahe Osten, wurde in den letzten Wochen regelrecht mit Schnee zugeschüttet.

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Alaskas „Schnee-Pandemie“ trifft auf Rekordkälte

Die „Schnee-Pandemie“ in Alaska wird voraussichtlich bis zum Wochenende anhalten. Es werden auch Rekordtiefstwerte erwartet.

In diesem Winter haben sich in ganz Alaska rekordverdächtige Schneemengen angesammelt, auch in den Großstädten Anchorage und Juneau. Die Schneefälle haben dazu geführt, dass viele Dächer eingestürzt sind, Boote gesunken sind und wichtige Straßen durch Lawinen blockiert wurden.

Jetzt kommt die beißende Kälte, und in den nächsten Tagen sind die niedrigsten Temperaturen seit Jahrzehnten zu erwarten.

Heute Morgen (1. Februar) wurde am McGrath Airport am Kuskokwim River ein Tiefstwert von -45,6 °C gemessen.

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–57°C in Zentral-Grönland

Auch wenn der Schnee in letzter Zeit ausblieb, war die Kälte in Grönland allgegenwärtig. In den frühen Morgenstunden des Donnerstags, 1. Februar, wurde an der 3000 m hoch gelegenen Station Summit Camp im Zentrum der Insel ein Tiefstwert von -57,2°C registriert. Dies ist ein Wert, der etwa 13,2 °C unter der jahreszeitlichen Norm liegt und einen neuen Tiefstwert darstellt, der den Wert von -56,6 °C vom 25. Januar übertrifft:

Quelle: ogimet.com

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Der historisch kalte Januar am Südpol

Die Antarktis hat – wie erwartet – einen erheblich zu kalten Januar hinter sich gebracht.

Die vorläufigen Daten für die Südpolstation liegen vor, und sie zeigen einen Monatsdurchschnitt von -31,2°C, was deutlich, nämlich um -3,1°C unter der Januarnorm liegt.

Außerdem ist dies der zweite Januar in Folge mit einem Mittelwert unter -30 °C und erst der vierte in den Wetterbüchern seit 1958 (die anderen waren die Januar-Monate 1960 mit -30,4 °C und 1961 mit -30,6 °C).

Damit setzt sich der langfristige Abkühlungstrend auf der antarktischen Plateau fort, ein Trend, der sich in den letzten Jahren zu verstärken scheint (siehe Link unten) – unbequeme Fakten, die das Establishment routinemäßig verschweigt.

Auch an den üblichen Standorten neben der Südpol-Station, über die wir berichten, Concordia und Vostok, ist es ja tendenziell kälter geworden. Aber das gilt auch für andere Stationen, darunter die japanische Forschungsstation Syowa, die seit 1977 Daten aufzeichnet:

JMA-Temperaturdaten für die Syowa-Station (1977 – 2023), mit einer weiteren Abkühlung bis 2023.

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Extremer Einbruch arktischer Luftmassen in 20 chinesischen Provinzen

In 20 chinesischen Provinzen kommt es derzeit zu heftigen Schneefällen und starkem Frost. Die lokalen Medien berichten, dass es sich um den stärksten Frost seit der Eiskatastrophe von 2008 handelt (Sonnenminimum des Zyklus 23).

Tiefstwerte von -46,5 °C wurden in Tenihe im Norden gemessen, während in den Provinzen Hunan und Guizhou im Süden starker Schneefall auftrat.

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Es folgt wieder ein längerer Beitrag zur Sonnenaktivität, der separat übersetzt wird.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cyprus-is-white-alaskas-pandemic?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Hier weitere zwei Meldungen aus deutschen Quellen, über die Cap Allon (bisher) nichts hat verlauten lassen. Einmal geht es um ein sehr seltenes Ereignis im Mittelmeer vor der Stadt Triest (hier): dort hat sich auf dem Meer ein dünner Eisfilm gebildet.

Außerdem: Die oben von Cap Allon erwähnten Extreme in Alaska finden ebenfalls Eingang in einige MSM (hier)

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 6 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 3. Februar 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




CO2 und Treibhauseffekt, Erwärmung oder Abkühlung?

Immer wieder erreichen uns Leserbriefe, die sich nicht in die Kommentare einordnen lassen, weil sie zu lang, oder zu anderen Themen oder schlicht falsch sind. Und das zum wiederholten Mal. Hier jedoch ein Leserbrief zum Beitrag zum Video von Dr. Strehl, diesmal von Dr. Eike Roth, den wir zur Diskussion stellen wollen. Wir teilen bei weiten nicht alles was darin steht, bspw. nicht, dass man alles was in der Mathematik möglich ist, auch in der Physik versuchen sollte, wie bspw. die Möglichkeit aus einer Menge an Telefonnummern eine Durchschnittstelefonnummer zu errechnen, aber darum geht es nicht. Wissenschaft lebt von der Diskussion. Trotzdem gilt, nicht alle Leserbriefe die uns erreichen, werden von uns veröffentlicht.

 

Eike Roth

Am 01.02.2024 brachte EIKE einen Beitrag mit Video von einem Vortrag „CO2 hat keinen Einfluss auf die Klimaerwärmung! Dr. Bernhard Strehl bei Youtube“ mit Kommentaren von Herrn Limburg hierzu. Wenig überraschend hat dieser Beitrag zu erheblichen Diskussionen geführt. Ich nehme das als Anlass zu einer etwas ausführlicheren Stellungnahme:

Meiner Meinung nach ist der Vortrag von Herrn Strehl gut gelungen, Dank an EIKE für die Veröffentlichung. Der Vortrag enthält eine klar begründete Aussage und er ist mit vielen aufschlussreichen und beachtenswerten, manchmal aber auch diskussionswürdigen Details gespickt. Aber vielfach wird nicht über diese Details diskutiert, sondern grundsätzlich. So wird z. B. gesagt, dass man bei der Temperatur, weil sie eine intensive Größe wäre, keinen Mittelwert bilden dürfe. Das kann ich nicht nachvollziehen. Mittelwertbildung ist ein mathematischer Vorgang, und die Mathematik ist geduldig, so etwas darf man immer machen. Die Frage ist nur, welche Aussagen man aus diesem Mittelwert ableiten darf. Wenn Messorte und Berechnungsschema immer gleichbleiben (wogegen beim „Klimaproblem“ allerdings manchmal verstoßen wird) und wenn nicht zu stark unterschiedliche Temperaturverteilungen miteinander verglichen werden (also nicht z. B. Erde und Mond), dann kann man nach meinem Dafürhalten durchaus einige Aussagen aus dem Mittelwert ableiten. So ist z. B. die Aussage, dass es heutzutage auf der Erde im Durchschnitt wärmer ist, als wenn sie keine Atmosphäre mit strahlungsaktiven Substanzen in ihr hätte, m. E. eindeutig zulässig (siehe jedoch etwas weiter unten), auch wenn die beiden Werte stark von willkürlichen Annahmen abhängen und für sich genommen wenig Aussagekraft haben. Zum Vergleich „wärmer oder nicht“ taugen sie im relevanten Bereich m. E. allemal. Auch dass man beide Werte nicht wirklich messen kann, ist in meinen Augen kein tragfähiges Gegenargument. Solange man sie hinreichend genau aus anderen Messungen und physikalischen Überlegungen errechnen kann und vorsichtig ist, wie und wofür man das Ergebnis verwendet, darf man das auch tun.

Bei genauerem Hinsehen gilt die Aussage „eine Atmosphäre mit Treibhausgasen in ihr erwärmt die Erde“ allerdings wohl doch nur mit einer Einschränkung: Wenn die Treibhausgase in der Atmosphäre noch einen zweiten, physikalisch anderen Effekt bewirken, dann kann dieser – jedenfalls prinzipiell – auch kühlend wirken. Potenziell kann er den erwärmenden Treibauseffekt sogar überwiegen. Dann wirkt die Atmosphäre insgesamt eben kühlend. Einen solchen Effekt gibt es, zumindest von der Theorie her, auch tatsächlich: Wenn eine Atmosphäre da ist, dann erfolgt der Wärmeabtransport von der Erdoberfläche nicht nur durch Strahlung, sondern auch durch Konvektion und Leitung und bei geeigneten Randbedingungen auch durch Verdunstung (latente Wärme). Und wenn dann in der Atmosphäre auch noch strahlende Substanzen (Treibhausgase) vorhanden sind, dann kann ein Teil der so nach oben transportierten Wärme auch von diesen Substanzen aus der Atmosphäre in den Weltraum abgegeben werden. Damit ist ein zweiter Wärmeabfuhrpfad von der Erdoberfläche in den Weltraum eröffnet. Auf der realen Erde existiert dieser zweite Wärmeabfuhrpfad m. E. zweifellos, weil es in der Atmosphäre Wärmeleitung und Konvektion gibt, weil Wasser da ist und weil auch strahlungsaktive Gase („Treibhausgase“) in der Atmosphäre vorhanden sind. Die Atmosphäre kann die Ede daher sowohl erwärmen als auch abkühlen. Ich halte es für erwiesen, dass bei niedrigen Treibhausgas-Konzentrationen der erwärmende Effekt („Treibhauseffekt“) überwiegt (es ist eben wärmer mit als ohne Atmosphäre, siehe oben), ich halte es aber für durchaus möglich, dass ab einer bestimmten Konzentration der abkühlende Effekt überwiegt, weil er zumindest der Theorie nach schneller wachsen sollte als sein Gegenspieler[1]. Bei welcher Konzentration dieses Überwiegen beginnt, bedarf m. E. noch weiterer Untersuchungen. Vielleicht sind wir schon nahe dran und die geringe beobachtete (im Gegensatz zu der von vielen berechneten) Wirkung des CO2 ist darauf zurückzuführen?

Auch kommt in den Diskussionen immer wieder der uralte Einwand, den Treibhauseffekt könne es gar nicht geben, weil ein kälterer Körper (die Atmosphäre) gemäß dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik einen wärmeren Körper (die Erde) nicht von sich aus erwärmen könne. Er könne höchstens dessen Abkühlung erschweren bzw. verlangsamen. Da wird m. E. – wie leider so oft – eine nie aufgestellte Behauptung widerlegt und das wird als Beweis für „alles falsch“ ausgegeben. Die tatsächlich aufgestellte Behauptung besagt, dass der kältere Körper (die Atmosphäre) bewirkt, dass der wärmere Körper (die Erde) von einem noch viel wärmeren Körper (der Sonne) stärker aufgewärmt wird, als dies ohne den kälteren Körper der Fall ist. Die Atmosphäre bewirkt dieses Erwärmen der Erde, indem sie für die Erde einen wärmeren Hintergrund darstellt als der viel kältere Weltraum, und dadurch die Abkühlung der Erde, die im Wettstreit mit ihrer Erwärmung durch die Sonne die Temperatur der Erde bestimmt, erschwert bzw. verlangsamt. Dadurch stellt sich das Gleichgewicht mit Atmosphäre bei einer höheren Temperatur der Erdoberfläche ein als ohne Atmosphäre. Da kann ich beim besten Willen keinen Widerspruch zum zweiten HS erkennen. Über die Höhe der Erwärmung durch die Treibhausgase in der Atmosphäre kann (und soll!) man streiten, der Grundsatz ist m. E. aber von der Physik vorgegeben. Der Wärmefluss geht von „heiß“ (Sonne) über „warm“ (Erde) und „nicht ganz so warm“ (Atmosphäre) zu „kalt“ (Weltraum), alles in Ordnung, kein Verstoß!

Noch eine kleine Anmerkung zu einem einschlägigen Leserkommentar: Man könne Kaffee nicht durch Eiswürfel erwärmen, wurde da gesagt. Doch, das kann man sehr wohl: Stellen wir uns eine Kaffeekanne in einem Behälter mit flüssiger Luft vor, die habe meinetwegen minus 200 ° C. In der Kaffeekanne sei ein Tauchsieder, der den Kaffee gerade auf angenehmen 40 ° C hält. Nun umgeben wird die Kaffeekanne mit Eiswürfeln von 0 °C: Der Kaffee wird eindeutig wärmer. Die Temperatur, die ein Körper annimmt, wird immer von der Wärmezufuhr und von der Wärmeabfuhr bestimmt. Wann immer man auch an nur einer der beiden Stellschrauben dreht, beeinflusst man unvermeidbar die Temperatur.

Und wenn oben von einem „mathematischen Vorgang“ die Rede war, ein solcher ist auch, siehe einen weiteren Leserkommentar, die Berechnung einer Halbwertszeit von 38 Jahren für den Rückgang der CO2-Konzentration nach Beendigung unserer Freisetzungen, bzw. daraus abgeleitet, die Berechnung der Maximalkonzentration von 500 ppm bei Einfrieren der Freisetzungen auf dem derzeitigen Niveau. Diese Werte errechnen sich aus dem derzeitigen netto Senkenfluss von 2,5 ppm/a und dem Überhang der derzeitigen Konzentration gegenüber dem vorindustriellen Gleichgewichtswert als treibende Kraft für diesen Fluss. Die Berechnung unterstellt also, dass die Atmosphäre nach Einstellen der anthropogenen Freisetzungen zum alten vorindustriellen Gleichgewicht zurückkehren würde. Das tut sie aber ganz sicher nicht, weil erstens die Freisetzungen aus der Verbrennung fossiler Energieträger zusätzlichen Kohlenstoff in das System Atmosphäre + Biosphäre + Ozean hineingebracht haben, also eine irreversible Störung darstellen, weil sich auch die Temperatur (und vielleicht auch noch einiges anderes, z. B. Meeresströmungen) verändert hat, und weil der starke CO2-Austausch der Atmosphäre (jährlich etwa ein Viertel des Inventars!) bei den langsam ablaufenden Transienten (unter einem Prozent pro Jahr!) nur einen sehr geringen Abstand von maximal einige ppm zum jetzt gültigen Gleichgewicht zulässt[2]. Die Berechnung ist zwar mathematisch korrekt, sie hat aber keine physikalische Aussagekraft, weil die Physik ein anderes Verhalten vorgibt.

Einen Detailpunkt aus dem Strehl-Vortrag möchte ich noch zur Diskussion stellen: Herr Strehl meint, dass überall dort, wo die Absorption von IR-Strahlung in der Atmosphäre bereits gesättigt ist, eine weitere Erhöhung der Treibhausgaskonzentration nichts mehr verändern würde. Das erscheint auf den ersten Blick auch logisch, mehr als 100 % Absorption geht nicht. Stellen wir uns aber einmal vor, die Erde hätte eine Atmosphäre mit so vielen Treibhausgasen, dass die Absorption in allen relevanten Frequenzbereichen gesättigt ist. Dazu gäbe es dann natürlich auch einen bestimmten Treibhauseffekt, sagen wir T Grad. Nun stellen wir uns vor, dass wir diese Erde + Atmosphäre in kleinem Abstand mit einer zweiten, gleichen Atmosphäre umgeben. Die dürfte dann keine Wirkung mehr haben. Das kann ich mir aber nicht vorstellen. Die vorher von der ersten Atmosphäre nach außen gesandte Strahlung geht nun nicht direkt in den Weltraum, sondern sie muss erst die zweite Atmosphäre durchlaufen. Dabei wird zwangsweise ein Teil der Strahlung absorbiert und dann wieder in alle Richtungen re-emittiert, zum Teil also auch zurück Richtung Erde. Dieser Teil kann nicht wirkungslos sein (Energie verschwindet nicht!). Und was jetzt tatsächlich in den Weltraum geht, dass kommt von weiter oben, also aus einem kälteren Atmosphärenbereich. Also muss zum Ausgleich die Direktabstrahlung von der Erdoberfläche in den Weltraum von einer höheren Temperatur (> T) aus erfolgen, um insgesamt den gleichen Wärmefluss zu erreichen. Und ob eine zweite, gleiche Atmosphäre hinzugefügt wird, oder ob in der Atmosphäre alles verdoppelt wird, das sollte wohl keinen großen Unterschied machen. Also: Auch wenn 100 % Absorption bereits erreicht sind, bewirkt eine weitere Erhöhung der Treibhausgaskonzentration m. E. unvermeidbar eine weitere Erhöhung des Treibhauseffektes. Mit kleinerer Zunahme, aber doch mit Zunahme. Was ist daran falsch?

  1. In Roth, E., 2022: Das große Klimarätsel: Woher kommt das viele CO2?, BoD-Verlag Norderstedt 2022, ISBN 978-3-7562-2033-5, E-Book 978-3-7562-5347-0, habe ich diesen zweiten Effekt als „Latentwärmeabfuhreffekt“ (LWE) bezeichnet, weil der Beitrag über Verdunstung und latente Wärme mit Abstand größer ist als die Beiträge über Konvektion und Leitung.
  2. Mehr dazu in E. Roth: „Climate: Man or Nature? A Contribution to the Discussion“, SCC Vol. 3.5 (2023), pp. 521-542; https://doi.org/10.53234/scc202310/40.

 




Historischer „Polarwirbel“ versagt

Cap Allon

Das berüchtigte Titelbild vom April 1977 mag eine Fälschung sein, aber vor fünfzig Jahren sagte das Time Magazine eine drohende Eiszeit voraus, die durch schwächer werdende Jetstreams und zunehmende arktische Ausbrüche („Polarwirbel“) verursacht werden würde – das Gegenteil von dem, was heute propagiert wird.

Ähnliche Überlegungen wurden bis 1999 angestellt.

Die New York Times veröffentlichte dies: „Die meisten Experten glauben, dass das Eis wieder kommen wird … Es wird Städte zerstören, weite Teile des Nordens einfrieren und so viel Wasser aufsaugen, dass der globale Meeresspiegel um Meter sinken wird.“

Das ist ein großer Unterschied zu den Ansichten, die heute von den gleichen etablierten Medien verbreitet werden. Und obwohl man Wissenschaftlern und Publikationen verzeihen kann, wenn sie sich irren – das gehört dazu – ist es unerlässlich, dass ihre Ansichten ehrlich und kompetent vertreten werden.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen 1977 (und sogar 1999) und heute besteht darin, dass der westliche Fortschritt und Wohlstand heute mutwillig durch die lauten Gedanken einer Handvoll korrupter/schwacher Akademiker auf den Kopf gestellt wird; Wissenschaftler und Publikationen, die einerseits zugeben, dass sie nicht alle Puzzleteile kennen, andererseits aber behaupten, dass ihre Theorien unanfechtbare Lehren sind.

Ansichten wie die folgende, die einst die führende Theorie war, sind nun von der Diskussion ausgeschlossen:

Geringe Sonnenaktivität und ein meridionaler Jet Stream Flow. Quelle

Das heutige „globale Sieden“ ist auch der Sündenbock für viele schlechte politische Entscheidungen. Schottland zum Beispiel hat sein Budget für Straßen und Autobahnen um 97,5 % gekürzt, aber der Klimawandel ist anscheinend ebenso schuld an „eimertiefen Schlaglöchern“:

Alles wird der Menschheit in die Schuhe geschoben, und deshalb muss die Menschheit den Kopf hinhalten.

Externe kosmologische Einflüsse wie die Sonne spielen wenig bis gar keine Rolle für das Klima auf unserem Planeten – so wird den Unlogikern und Schwachen vorgegaukelt, ein Trugschluss, der sich mit „Männer können schwanger werden“ und „der Rassismus ist so schlimm wie nie zuvor“ deckt.

Wir Proleten werden mit Lügen gefüttert, die die Ziele der Mächtigen fördern, wobei der Erfolg der Eliten mit unserem Grad an Spaltung, Machtkämpfen und Ablenkung korreliert.

Dies ist ein westliches Phänomen, wie es scheint. China treibt diese Spaltungsspiele mit seinem Volk nicht, das muss es auch nicht, denn die KPCh hat bereits große Kontrolle. Die Herrschaft Pekings ist seit langem eine Blaupause für machtgierige westliche Eliten.

Auch chinesische Wissenschaftler wissen, dass das Märchen von der globalen Erwärmung genau das ist: ein Märchen. Der Bau von über 600 neuen Kohlekraftwerken ist ein Beleg dafür:

Die Zahl der weltweit im Bau befindlichen neuen Kohlekraftwerke [globalenergymonitor.org].

In UK hat die dortige Marionettenregierung 95.000.000 Dollar gezahlt und riesige Mengen seltener Elemente, wie z. B. Kobalt, abgebaut/raffiniert, um die „größte elektrische Batterie Europas“ zu bauen. Diese Anlage kann das Land maximal 15 Sekunden lang mit Strom versorgen (ohne zu berücksichtigen, wie der Strom überhaupt erzeugt wird):

Link: https://electroverse.substack.com/p/snowy-moscow-record-snow-forecast?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE