Bericht aus der Finsternis der AKW-Sabotage

Obwohl Friedrich Merz und Markus Söder die noch intakten Teilbereiche der Kernkraftwerke retten könnten tun sie es nicht – wegen der Brandmauer. Ein erschütternder Bericht von der Staats-Sabotage an deutschen Kernkraftwerken.

von Manfred Haferburg

Es ist erschütternd, wie unverblümt Friedrich Merz den Sinn von Demokratie und Verfassung  mit Füssen tritt. Mehrheiten in dem deutschen Parlament darf es nur noch geben, wenn die Beschlussinhalte vorher zwischen den Parteifürsten im Hinterzimmer ausbaldowert wurden.

„Zufallsmehrheiten“ will der Parteichef der vermeintlich Christlich Demokratischen Partei nicht, solche Themen dürfen von den Abgeordneten nicht einmal mehr diskutiert werden – sie kommen nicht mehr auf die Tagesordnung.  Merz  macht kein Hehl daraus, weil er es als normal empfindet, dass die Volksvertreter die Demokratie nur noch simulieren.

Merz könnte längst seine Programmpunkte, mit denen er auf Wählerfang geht, im Bundestag durchsetzen, wenn er sie denn wirklich umsetzen wollte. Er hätte dafür eine satte Mehrheit. Was aber sagt der Mann?

„Ich möchte, dass wir jetzt nur noch die Dinge auf die Tagesordnung setzen, die wir vorher im Konsens zwischen Opposition und restlicher Regierung vereinbart haben.  Um uns alle, die Regierung und uns, davor zu bewahren, dass wir plötzlich Zufallsmehrheiten im Saal mit der AfD oder mit den Linken haben. Ich will das nicht! Ich möchte, dass wir hier zu vernünftigen gemeinsamen Lösungen kommen.“

Das ist eine Verhöhnung der repräsentativen Demokratie, weil Merz damit eine inoffizielle Einheitspartei im Bundestag aufmacht.

Die CDU/CSU nimmt sich damit alle Möglichkeiten, um Beispielsweise die gescheiterte Deutsche Energiepolitik vom Kopf auf die Füße zu stellen. Merz hätte für den Wiedereinstieg in die Kernenergie oder die Abschaffung des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes und ähnlicher energiepolitischer Tollheiten ohne Probleme eine Mehrheit im Bundestag.

Er könnte Strom wieder bezahlbar machen, die Deindustrialisierung beenden und dem Wohl der Bürger des Landes dienen, dessen Kanzler er werden will. „Ich will das nicht!“ ruft er in den Bundestag, weil ihm die Brandmauer wichtiger ist, als das Landeswohl. Er will nicht einmal „Zufallsmehrheiten“ im Bundestag riskieren.

Man könnte meinen, dass die größte Noch-Oppositionspartei CDU/CSU die Brandmauer als ein Brett vor dem Kopf mit sich herumträgt und fürchtet, dass vernünftige Punkte ihres Wahlprogramms umgesetzt werden könnten, weil die AfD zustimmt. Wie will Merz als Kanzler mit so einem Unsinn zum Wohle des Volkes regieren?

Ein neuer Kanzler, aber keine neue Politik.

Noch vor Kurzem hatten der „Energieexperte der CDU“ Jens Spahn versprochen, den Betrug beim Kernenergieausstieg aufzuklären. Ergebnis? Nada. Und  der CSU Chef Markus Söder hat die Rückkehr zur Kernenergie inklusive der Wiederinbetriebnahme der letzten Kernkraftwerke wählerwirksam öffentlich gefordert. In der Pressekonferenz nach der Klausurtagung der CDU/CSU sagte der Bayrische Ministerpräsident Markus Söder ins Mikrofon (ab Minute 19):

„Aber die Wahrheit ist, wenn es nicht eine grundlegende Wende in der Energiepolitik in Deutschland gibt, nämlich insbesondere Kernenergie, dann werden die Klimaziele weder in Deutschland noch in Bayern erfüllt werden können. Keine Chance. Sie müssen dann entweder neues billiges Gas aus einem Land holen, das wir nicht wollen. Oder Kohle anwerfen – beides ist fürs Klima nicht gut.

Ich fordere auch dringend einen Stopp des Rückbaus bei ISAR II. Noch ist es reversibel (gehobener Zeigefinger) noch! Es ist nicht irreversibel. Ist mit Aufwand verbunden – keine Frage. Aber ich glaube fest daran, dass ohne Kernenergie und dann langfristig ohne Kernfusion es nicht geht.“

Ergebnis? Söder kann sich jetzt wieder eine Koalition mit den Grünen vorstellen, die er noch vorige Woche vehement abgelehnt hat.

Liebe CDU/CSU – wie soll das mit Eurem Brett vorm Kopf funktionieren? In eurer CDU/CSU/SPD/Grünen – Einheitspartei sind die Ampelreste strikt gegen eine Kursänderung der Energiewende, auch wenn sie noch so vernünftig wäre. Die AfD ist dafür, das reicht. Also wird nicht weiter darüber gesprochen, während das Zerstörungswerk vor Ort munter voranschreitet.

Die Mehrheit dafür hätte die CDU/CSU nur mit der AfD zusammen. Aber Herr Merz will das nicht! Und was der Merz nicht will, das wollen seine treuen Vasallen auch nicht. Was will eigentlich die CDU/CSU-Basis? Man hört so wenig. Was also wird aus dem Kurs der CDU/CSU? Die Antwort kann sich jeder Wähler selbst geben.

Ist ISAR2 irreversibel zerstört?

Seit Mitte November 2023 wird das KKW ISAR2 „rückgebaut“, also demontiert und verschrottet. Nun hat der Herr Ministerpräsident Söder einen Stopp des Rückbaus gefordert. Warum hat er ihn dann nicht gestoppt? Die Mehrheit und die Macht dazu hätte er.

Die Demontage des Primärkreislaufes von Isar2 hat begonnen und ist so weit vorangeschritten, dass die Umwälzleitungen des Reaktorkühlmittels vom Reaktor-Druckbehälter abgetrennt wurden. Diese Rohrleitungen dienten der Umwälzung des Wassers zum Abtransport der Wärme aus dem Reaktorkern und sind aus rostfreiem Stahl. Sie müssen höchsten Ansprüchen hinsichtlich ihrer Festigkeit, Verarbeitung und Werkstoffprüfung genügen, da durch sie das Kühlmittel des Reaktors mit sehr hohem Druck fließt und ein Leck dieser Rohre zum GAU führen könnte. Damit wurde der Reaktordruckbehälter von den Dampferzeugern und dem Druckhalter dauerhaft abgetrennt. Man kann somit nicht mehr von einem intakten  „Primärkreislauf“ sprechen.

Alle vier Hauptkühlmittelpumpen sind nicht mehr verfügbar. Es waren dies die leistungsstärksten und kompliziertesten Pumpen des Kernkraftwerkes. Sie haben ein extrem komplexes Dichtungssystem, damit bei ihrem Betrieb kein Primär-Medium austreten kann, obwohl im Primärkreislauf ein sehr hoher Druck herrscht. Diese Spezialpumpen wurden demontiert, zerlegt und entsorgt.

Auch die vier Frischdampfleitungen werden zerschnitten. Sie dienten dem Abtransport des Dampfes aus den Dampferzeugern, die vom heißen Wasser des Reaktors durchströmt wurden. Die Dampferzeuger sind große Wärmetauscher, in denen das Wasser aus dem Reaktor seine Wärme an einen getrennten, sogenannten „zweiten Kreislauf“ abgibt und in Dampf für den Betrieb des Turbosatzes umwandelt. Die Frischdampfleitungen müssen hohe Drücke und Temperaturen aushalten und durchdringen den hermetisch abgeschlossenen Sicherheitscontainer des Primärkreislaufes in Richtung Sekundärsystem.

Diese Rohrleitungen  wurden nunmehr zerschnitten und in zwei Meter lange Stücke zerlegt, die in Container verpackt und der Reststoffbearbeitung (Zerlegungs- und Bearbeitungszentrum) zugeführt. Da sie kein radioaktives Medium führten, können sie von Maschinensägen in kleinere Stücke zersägt und nach Freigabe durch die Behörde dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden.

Wann sagt Herr Merz: „Ich will das“?

Auch in den anderen jüngst abgeschalteten Kernkraftwerken geht das Zerstörungswerk voran. In diesem Video kann man sehen, wie das Herz des KKW Grafenrheinfeld, die Reaktoreinbauten verschrottet werden:
Ist es wirklich noch nicht irreversibel?

Ich weiß nicht, worauf sich Herrn Söders Aussage stützt, dass es „noch nicht zu spät“ sei. Eine Einschätzung über die Möglichkeit und den zeitlichen und finanziellen Aufwand einer eventuellen Wiederinbetriebnahme kann nur unter erheblichem Aufwand durch die Experten der Betreiber und der Behörde abgegeben werden. Und diese Aussage muss belastbar und daher offiziell sein. Sich hier auf Mutmaßungen vom Hörensagen zu stützen, verbietet sich von selbst. Aber solange niemand offiziell diese Expertise einfordert, wird sie auch nicht gemacht.

Es ist hinzuzufügen, dass die Rückbauarbeiten zügig voranschreiten. Die Rückbaumannschaften arbeiten effizient und eine Wiederinbetriebnahme wird somit mit jedem Tag aufwändiger und somit unwahrscheinlicher.

Mit einem Brett vorm Kopf lässt sich so ein Prozess nicht stoppen. In der gegenwärtigen Kakophonie der Äußerungen der Parteigranden von CDU/CSU hört man aber leider keinen einzigen harmonischen Akkord, der die Hoffnung nähren würde, dass Herr Merz seine Meinung ändert und plötzlich sagt: „Ich will das“. Auch vermute ich, dass sowohl Herr Spahn, Herr Linnemann und Herr Söder ihre mutigen pro-Kernkraft-Statements demnächst leise weinend beerdigen. Herr Merz will das nicht.

Derweil geht das Zerstörungswerk flott voran. Beim Kernenergieausstieg gilt für Merkels Erben immer noch Honeckers Wort: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“.

Von Manfred Haferburg und Klaus Dieter Humpich ist soeben in der Achgut-Edition das Buch 

Atomenergie – jetzt aber richtig

erschienen. Das Nachwort stammt von dem Wissenschaftsphilosophen Michael Esfeld. Sie können es hier in unserem Shop bestellen, Auslieferung erfolgt ab kommenden Montag.

Zum Inhalt des Buches: Es ist keine Frage ob, sondern lediglich wann „die dümmste Energiepolitik der Welt“ (wallstreet-Journal) – in Deutschland euphemistisch „Energiewende“ genannt – beerdigt wird. Und was dann? Überall auf der Welt werden längst wieder die Weichen für die Kernenergie gestellt, CO2-frei wie bisher, aber intelligenter, resilienter, mobiler und preiswerter als je zuvor. Die Atomenergie kann auch hierzulande der Nukleus für einen neuen Wohlstand sein, auch diese Einsicht wird sich unter der Last des Faktischen durchsetzen. Die beiden Energieexperten Manfred Haferburg und Klaus Humpich analysieren den deutschen Irrweg und zeigen Wege aus der Sackgasse. Dieses Buch ist ein Almanach der Vernunft  für alle, die in Deutschland erfolgreich wirtschaftlich tätig sind und damit fortfahren wollen.

Manfred Haferburg wurde 1948 in Querfurt geboren. Er studierte an der TU Dresden Kernenergetik und machte eine Blitzkarriere im damalig größten AKW der DDR in Greifswald. Wegen des frechen Absingens von Biermannliedern sowie einiger unbedachter Äußerungen beim Karneval wurde er zum feindlich-negativen Element der DDR ernannt und verbrachte folgerichtig einige Zeit unter der Obhut der Stasi in Hohenschönhausen. Nach der Wende kümmerte er sich für eine internationale Organisation um die Sicherheitskultur von Atomkraftwerken weltweit und hat so viele AKWs von innen gesehen wie kaum ein anderer. Im KUUUK-Verlag veröffentlichte er seinen auf Tatsachen beruhenden Roman „Wohn-Haft“ mit einem Vorwort von Wolf Biermann

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

 




Lasst uns CO₂ wieder groß machen!

Gregory Wrightstone

Während die Liebe zur so genannten grünen Energie abkühlt und die „Netto-Null“-Verpflichtungen zur Beseitigung von „ Kohlenstoff-Emissionen“ schwinden, sehen wir einen Schimmer der Anerkennung für die Vorteile von Kohlendioxid. Das ist richtig: Immer mehr Menschen beginnen zu verstehen, dass das Gas – das weithin als Schadstoff verteufelt wird, der die Erde durch übermäßige Hitze gefährdet – eine Leben spendende Substanz ist, die in größeren Mengen benötigt wird.

Die Wähler in den USA wissen, dass der designierte Präsident Donald Trump den Green New Deal als „Betrug“ bezeichnet hat und verspricht, den gesunden Menschenverstand in Bezug auf Umweltvorschriften und Energieentwicklung wiederherzustellen. Seine Rückkehr ins Amt beruht zum Teil auf diesem Versprechen.

In Europa stehen deutsche Politiker, deren grüner Fetisch zum wirtschaftlichen Niedergang geführt hat, vor ernsthaften Herausforderungen bei den Wahlen. Und Entwicklungsländer wie Indien ignorieren „Dekarbonisierungs“-Versprechen, um aggressiv Kohleminen zu erschließen und mehr von diesem Brennstoff zu importieren, um das Wachstum anzukurbeln und die Armut zu beseitigen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Weniger häufig wird darüber berichtet, dass Kohlendioxid-Emissionen die Erde ergrünen lassen und die Pflanzenproduktion ankurbeln. Die Öffentlichkeit über die Vorteile von Kohlendioxid aufzuklären ist die Aufgabe der CO₂- Coalition, die ich leite. Wir sponsern Redner und veröffentlichen wissenschaftlich fundiertes Material für Erwachsene und Kinder. Ein Großteil der Informationen befasst sich mit der Rolle von CO₂ als nützliches Treibhausgas bei der Abmilderung der extremen Tages- und Nachttemperaturen und als photosynthetische Pflanzennahrung.

Der Beitrag „Fossile Brennstoffe sind die grünsten Energiequellen“ von Dr. Indur Goklany ist ein Beispiel für unsere Arbeit. Wussten Sie, dass die Vegetation bis zu 50 % des Globus zugenommen hat und dass 70 % der Begrünung auf die Pflanzendüngung durch Kohlendioxid-Emissionen aus fossilen Brennstoffen zurückzuführen ist? Oder dass sich fast 200.000 Quadratkilometer der südlichen Sahara von einer Wüste in ein üppiges Grasland verwandelt haben?

Nur wenige haben gehört, dass eine Verdoppelung der atmosphärischen CO₂-Konzentration von derzeit 420 ppm die landwirtschaftliche Produktivität erheblich steigern würde und kaum Auswirkungen auf das Klima hätte.

Es scheint, dass einige dieser Erkenntnisse Kanada erreicht haben, denn die regierende Unified Conservative Party (UCP) von Alberta hat kürzlich eine Resolution verabschiedet, welche die heilsamen Auswirkungen von CO₂ propagiert und die Netto-Null-Politik der nationalen Regierung rundweg ablehnt.

„Es wird geschätzt, dass der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre über 150 ppm (parts per million) liegen muss, um das Überleben der Pflanzen zu sichern“, heißt es in dem Entschließungsantrag, der schließlich von der Partei angenommen wurde. „Die Erde braucht mehr CO₂, um das Leben zu unterstützen und die Pflanzenerträge zu steigern, was beides zur Gesundheit und zum Wohlstand aller Bewohner von Alberta beitragen wird.“

Die UCP fordert, die Einstufung von CO₂ als Schadstoff aufzugeben und das Gas als „einen grundlegenden Nährstoff für alles Leben auf der Erde“ anzuerkennen.

Die Aktion der UCP wurde von DeSmog, einer Online-Plattform für Klimaalarmisten, gar nicht gut aufgenommen. Sie bezeichnete die Resolution der Partei als „eine dreiste Leugnung der Klimawissenschaft, die auf die Spielregeln der fossilen Brennstoffindustrie der 1990er Jahre zurückgeht“.

DeSmog berichtete, dass die UCP die „berüchtigte“ CO₂-Koalition als ihre Informationsquelle angegeben habe – sehr zu unserer Freude,

Abgesehen von den politisch Vernetzten im Klima-industriellen Komplex ist die Kohlenstoff-Fußabdruck-Phobie der letzten Jahre eine Bedrohung für das wirtschaftliche Wohlergehen aller. Aber sie ist ein direkter Angriff auf ein Gebiet wie Alberta.

Nach den kanadischen Rocky Mountains ist die bedeutendste natürliche Ressource der westlichen Provinz vielleicht das riesige Ölsandvorkommen – die viertgrößte nachgewiesene Reserve an „schwarzem Gold“ in der Welt. Die Ölindustrie, die fast 140.000 Menschen beschäftigt und 17 Milliarden Dollar an Lizenzgebühren einbringt, wird von den Einwohnern Albertas sehr geschätzt.

„Das Problem ist, dass ’net zero‘ zu einem Kürzel für ‚lass es im Boden‘ geworden ist“, sagt Albertas Premierministerin Danielle Smith. Sie will gegen „die Bundesregierung und eine Koalition extremer Umweltschützer kämpfen, die die Öl- und Gasförderung ganz einstellen wollen“.

Es ist ein guter Tag, wenn wir uns auf der Seite von Menschen wiederfinden, die für die Freiheit kämpfen, zu gedeihen, während sie zum atmosphärischen Kohlendioxidspeicher beitragen, der die Ökosysteme bereichert und Leben hervorbringt.

Um es mit den Worten von Donald Trump zu sagen: Lasst uns CO₂ wieder groß machen.

Gregory Wrightstone is a geologist; executive director of the CO Coalition, Fairfax, Va.; author of “Inconvenient Facts: The Science That Al Gore Doesn’t Want You to Know” and “A Very Convenient Warming: How modest warming and more CO₂ are benefiting humanity.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/11/25/lets-make-CO₂-great-again/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kurzbeiträge zu neuen Forschungsergebnissen – Ausgabe 2 / 2024

Einführung des Übersetzers: Mit dieser neuen Reihe sollen hier Kurzmeldungen bekannt gemacht werden, die Cap Allon im Rahmen seiner wochentäglichen Bulletins bringt. Dabei handelt es sich um nicht-aktuelle Meldungen über Kalt-Ereignisse, welche in den Kältereports keinen Eingang finden, sind diese doch wirklich aktuellen Meldungen vorbehalten. Der Kältereport selbst würde durch die Integration dieser Beiträge zu lang werden.

Die verlinkten Studien stehen anders als die Originale vom Blog Cap Allons nicht hinter einer Zahlschranke.– Ende Einführung

Studie: Meereis um die Antarktis hat seit 1979 zugenommen

Die Entwicklung des antarktischen Meereises widerspricht dem alarmistischen Narrativ, das Klimaveränderungen auf menschliche Aktivitäten zurückführt. Eine aktuelle Studie von Bonan et al. (2024), veröffentlicht in der Zeitschrift The Cryosphere zeigt, dass natürliche Schwankungen und nicht der Mensch die Veränderungen im antarktischen Meereis bestimmen.

Im Folgenden werden vier Erkenntnisse aus der Studie genannt, die dem voherrschenden Narrativ widersprechen:

1. Allmähliche Ausdehnung: Das antarktische Meereis hat seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1979 langsam und stetig zugenommen und um 2014 seinen Höhepunkt erreicht. Diese Ausdehnung steht im Einklang mit den natürlichen Klimazyklen, insbesondere der Interdekadischen Pazifischen Oszillation (IPO), welche die Meerestemperaturen und Strömungsmuster beeinflusst.

2. Abrupte Rückgänge erklärt: Der von den Medien stark beachtete Rückgang des Meereises von 2016 bis 2019 ist auf eine Abschwächung der zirkumpolaren Westwinde, einen geringeren Wärmetransport im Ozean und Veränderungen in der Tiefe der Mischschicht zurückzuführen – alles natürliche Phänomene, die mit pazifischen Klimazyklen wie ENSO (El Niño-Southern Oscillation) zusammenhängen.

3. Kein langfristiger Rückgang: Anders als in der Arktis, wo die Meereisentwicklung einen bescheidenen Rückgang zeigt, gibt es in der Antarktis keinen beständigen Abwärtstrend des Meereises. Selbst der europäische alarmistische Copernicus-Klimadienst gibt zu, dass es seit 1979 keinen klaren Trend gibt.

4. Historische Perspektive: Frühe Nimbus-Satellitendaten aus den 1960er Jahren zeigen, dass das antarktische Meereis schon damals erhebliche Schwankungen aufwies, mit Höchst- und Tiefstwerten, die den jüngsten Ereignissen ähnelten – lange bevor industrielle CO₂-Emissionen eine Rolle spielen konnten.

Bonans Arbeit zeigt die Hauptschwächen der Klimamodelle auf: Sie überschätzen die Erwärmung der Antarktis durchweg und können die beobachteten Trends nicht erfassen. Wie die Trends zeigen, spielen natürliche Zyklen wie atmosphärische Oszillationen und Meeresströmungen die dominierende Rolle, und die Modelle haben stets Mühe, diese genau zu simulieren.

Die Mainstream-Medien greifen häufig kurzfristige Anomalien wie den Rückgang des Meereises im Jahr 2023 auf, um eine „Klimakatastrophe“ auszurufen und auf eine den Wohlstand vernichtende Politik zu drängen. Solche Schreihälse ignorieren jedoch die historischen Muster der Variabilität und vereinfachen das komplexe Klimasystem zu sehr. Das antarktische Meereis ist weit davon entfernt, zu kollabieren, sondern bewegt sich weiterhin im Rahmen der natürlichen Schwankungen.
Die Studie ist noch einmal h
ier verlinkt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/us-snow-spreading-east-rescue-in?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Neue Studie: Jahrzehnte stabiler Temperaturen in Grönland unterminieren Klima-Alarm

Das grönländische Inlandeis war lange Zeit das Aushängeschild für die globale Erwärmung, da es aufgrund steigender Temperaturen etwas schrumpft. Doch eine neue Studie, die sich über fast zwei Jahrzehnte erstreckt, widerlegt diese Darstellung und liefert eindeutige Beweise.

Die Untersuchung, die anhand von hoch auflösenden Satellitendaten aus den Jahren 2000 bis 2019 durchgeführt wurde zeigt, dass die meisten Trends bei der Landtemperatur (LST) in Grönland stabil waren. Im Gegensatz zu den oft wiederholten Behauptungen über eine unkontrollierte Erwärmung wurden in der Studie keine statistisch signifikanten Temperaturanstiege festgestellt, weder in den eisbedeckten noch in den eisfreien Regionen der Insel.

Tatsächlich betrug der durchschnittliche Temperaturtrend für Grönland in diesem Zeitraum -0,055 °C pro Jahrzehnt.

Seit Jahrzehnten wird Grönland als Symbol für den drohenden Klimawandel benutzt, und seine Bilder werden in Kampagnen verwendet, die auf dringende globale Maßnahmen drängen. Aber genau wie bei den Eisbärpopulationen belegen die Daten nicht die sensationslüsternen Erzählungen.
Grönland geht es sehr gut. In den letzten Jahren ging es ihm sogar besser als gut, denn seine Oberflächenmassenbilanz (SMB) ist wieder im Wachstum begriffen.

Um die Studie vollständig zu lesen, klicken Sie hier.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-and-heavy-snow-grip-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Nun soll es die Politik richten ?

von Peter Würdig (Dipl, Ing. Physik)

Das zumindest fordert jetzt die Hannoversche Allgemeine in einem Kommentar. Da sind Zweifel angebracht. Ich erinnere mal an die Worte von Großvater Marx: „Die Ökonomie bestimmt die Politik!“. Bei den Linken, die sich gerne als Marxisten ausgeben, wird es häufig umgekehrt gemacht: man will politisch erzwingen, was ökonomisch nicht läuft, mit den Ergebnissen, die wir heute erleben müssen. Ich denke dabei nur mal an die jetzt anstehenden Werksschließungen bei VW.

Es geht in dem Artikel um die Speicher für die Erneuerbaren, und der Autor, Andreas Niesmann, weist zu Recht darauf hin, dass die gebraucht werden. Zumindest um die Dunkelflauten zu beherrschen, die nicht nur im November auftreten können (die gibt es zu jeder Zeit des Jahres, auch im August wird es gelegentlich dunkel). Und was soll die Politik daran nun richten, während sie über Jahrzehnte den Gedanken an Speicher möglichst vermieden hat?

Völlig verfehlte Energiepolitik

Das „System der Steuern und Abgaben auf Strom soll reformiert werden“, fordert der Autor. Warum eigentlich, der Staat muss Steuern erheben, um seine Leistungen zu bezahlen, und so werden Steuern auf Verbrauchsgüter erhoben, also für Wasser, Lebensmittel, Sekt usw.. Warum soll das beim Strom anders sein? Dass wir heute viel zu hohe Kosten für elektrische Energie aufbringen müssen, liegt ja nicht an der Stromsteuer, die hat nur einen bescheidenen Einfluss. Der eigentliche Grund ist die völlig verfehlte Energiepolitik, davon möchte man wohl ablenken.

In dem Artikel spricht man von „Technologie­sprüngen bei den Akkus sowie ihr aktueller Preisverfall“, das sind aber nur Wunschvorstellungen, um die Energiewende noch irgendwie zu retten. Wo sollen denn die  „Technologie­sprünge“ herkommen? Die Technologie von Akkus basiert auf der Elektrochemie, hier also der Spannungsreihe der Elemente. Die ist seit mehr als 100 Jahren bekannt, und da das Naturgesetze sind, kann man die auch politisch nicht ändern.

Technologische Entwicklung von Akkus ist weitgehend ausgereizt

Das ist ja auch der Grund, warum man in modernen Batterien Lithium einsetzt. Das steht dicht am Anfang des Periodensystems, und dann kann man aus einer Zelle gerade noch mal ein paar Zehntel Volt mehr herausholen. Die technologische Entwicklung von Akkus ist weitgehend ausgereizt, da gibt es keine Sprünge, die die Lage massiv verändern. Auch einen Preisverfall kann man nicht erwarten, denn durch die politisch gesteuerte Entwicklung hin zu E-Autos und Windmühlen werden viele Materialien eher knapp und dadurch teurer.

Die Idee, die Lücken in der Versorgung durch Erneuerbare mit Akkus zu schließen, ist nicht neu. Dazu hat man schon 2014 einen Versuch gemacht, das war die „Smart Region Pellworm“ (PI-NEWS berichtete). Allerdings stellte sich schon nach zwei Jahren heraus, dass die Speicherung über Akkus so teuer war, dass die Fördermillionen verbraucht waren und die Anlagen alle wieder abgebaut werden mussten. Statt dort nun eine Gedenkstätte für die deutsche Energiewende einzurichten, hat man die Flächen zu einem Hundespielplatz umgestaltet.

Energiewende-Fans vermeiden möglichst konkrete Zahlen

In dem Artikel der Hannoversche Allgemeine wird weiter ausgeführt: „Durch die Preis­schwankungen an den Strombörsen finanzieren sich die Akkus weitgehend selbst…“. Wenn dem so wäre, dann hätte sich längst ein Markt gebildet, der die Speicher, ohne die die Energiewende niemals funktionieren kann, anbietet. Davon ist aber weit und breit nichts zu sehen. Tatsächlich gibt es eben nur einen sehr bescheidenen Zubau von Speicherkapazität.

Ich hatte in dem oben erwähnten PI-NEWS-Artikel „Speichern für die Wende“, ausgerechnet, selbst wann man den Neubau von Speichern noch mal verdoppeln würde im Vergleich zum jetzigen Tempo, bräuchte man für die Vollendung der Energiewende „nur“ noch 75.600 Jahre. Einen Rechenfehler hat dazu bisher noch niemand bemerken können. Aber dieses Ergebnis macht deutlich, warum die Fans der Energiewende konkrete Zahlen möglichst vermeiden und sie einen Taschenrechner nur äußerst ungern in die Hand nehmen.

Der Beitrag erschien zuerst bei PI hier

 




COP 29: Die große UN-Geldgier

Craig Rucker, CFACT

Die auf der UN-Klimakonferenz in Aserbaidschan geforderten Summen sind schwindelerregend.

Die UNO schätzt, dass die Welt derzeit 3 Billionen Dollar pro Jahr für den Klimaschutz ausgibt und will bis 2050 jährlich 3,5 Billionen Dollar für die Energiewende aufbringen. Dies würde die jährlichen Gesamtausgaben für den Klimaschutz auf 5 Billionen Dollar in die Höhe treiben.

Eine Billion hier, eine Billion dort, und schon bald geht es um echtes Geld.

Sie drängen auf der COP 29 in Baku auf etwas, das sie das „neue kollektive quantifizierte Ziel“ nennen. Das bedeutet vor allem ein Vermögen für die Umverteilung von den Industrieländern zu den Entwicklungsländern.

Die Delegierten sind sich nur allzu bewusst, dass diese großzügigen Ausgaben in keiner Weise mit der „America first“-Agenda von Präsident Trump vereinbar sind, aber sie hoffen, dass sie ihn wie schon einmal aussitzen können.

Eine überraschende positive Entwicklung ist, dass die Entwicklungsländer im Zuge der Forderung nach Umverteilung eine der größten Absurditäten des UN-Klimaregimes erkannt haben. Länder wie China und Indien werden bei der Emissionsreduzierung und der Auszahlung von Geldern geschont. Und das, obwohl China der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen ist und die zweitgrößte Volkswirtschaft hat, während Indiens Wirtschaft auf Platz fünf liegt.

Dies ist auf etwas zurückzuführen, das die UNO als „gemeinsame, aber differenzierte Verantwortung“ bezeichnet und das seit dem Kyoto-Protokoll von 1997 im Klimaregime verankert ist. China hat inzwischen 8,16 Billionen Dollar Schulden bei den USA.

Wo auch immer die Klimapolitik hingeht, China sollte gleichermaßen den Schmerz tragen und die Verantwortung übernehmen, die das Land von uns fordert.

Kurz vor Beginn der ersten Amtszeit von Präsident Trump hat Präsident Obama dem Grünen Klimafonds der Vereinten Nationen eine Milliarde Dollar überwiesen. Darunter waren 500 Millionen Dollar, die nur drei Tage vor seinem Amtsantritt überwiesen wurden.

Wird die Biden-Regierung versuchen, dies zu übertreffen?

Als Präsident Trump das letzte Mal aus dem Pariser Klimaabkommen ausstieg, dauerte es vier Jahre. Nach den Bestimmungen des Abkommens kann er es dieses Mal in einem Jahr schaffen.

Hoffen wir, dass Präsident Trump die Klima- und Energiewirklichkeit für die USA und die Welt wiederherstellt, bevor noch mehr Schaden angerichtet wird.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/11/22/cop-29-the-big-un-money-grab/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE