Met Office wurde aufgefordert, falsche Behauptung über „intensivere Stürme“ zurückzunehmen

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Das britische Wetteramt wurde beschuldigt, die Öffentlichkeit in Bezug auf klimabedingte Stürme in UK in die Irre zu führen.

Am 22. Januar, dem Tag nach dem Sturm Isha, erklärte ein leitender Meteorologe des Met Office im BBC Radio 5 Live Breakfast, dass „diese Stürme intensiver sind und dass das mit dem Klimawandel zusammenhängt“.

Nachdem das Met Office jedoch durch eine FOI-Anfrage aufgefordert wurde, Beweise für die Behauptung vorzulegen, dass die Stürme intensiver geworden sind, musste es zugeben, dass es keine solchen Beweise hat.

In seiner Antwort verwies das Met Office auch auf seinen eigenen Bericht über die Sturmaktivität in UK, in dem es eindeutig heißt, dass „es keinen zwingenden Trend bei den maximalen Böengeschwindigkeiten gibt, die im Vereinigten Königreich seit 1969 aufgezeichnet wurden“.

Wir fordern das Met Office auf, diese offensichtlich falsche und irreführende Behauptung vollständig zu widerrufen.

Anmerkungen für Redakteure

Met Office: Jüngste Trends und zukünftige Projektionen der Sturmaktivität in Großbritannien: „Dieser Bericht ergab, dass es keinen eindeutigen Trend bei den maximalen Böengeschwindigkeiten gibt, die in Großbritannien seit 1969 aufgezeichnet wurden, gemessen an der Anzahl der Tage, an denen mehr als 20 Wetterstationen Böengeschwindigkeiten über 40, 50 oder 60 Knoten* aufzeichneten.“
[*70 km/h, 90 km/h, 110 km/h]

Met Office: State of the UK Climate 2022 (Seite 47): „Der Sturm Eunice [im Jahr 2022] war der schwerste Sturm, der England und Wales seit Februar 2014 heimgesucht hat, aber selbst dann waren die Stürme der 1980er und 1990er Jahre sehr viel heftiger.“

Paul Homewood: Met Office cannot provide evidence for “more intense storms” claim

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/02/14/calls-for-met-office-to-retract-false-more-intense-storms-claim/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wenn man die Zahlen betrachtet, ist grüner Wasserstoff ein Fehlschlag

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

In diesem Beitrag wird über zwei neue Fälle berichtet, in denen Menschen ein wenig kritisch über die Verwendung von so genanntem „grünem“ Wasserstoff als wesentlicher Bestandteil eines zukünftigen kohlenstofffreien Energiesystems nachdenken. Dieses Thema habe ich bereits in einem Beitrag vom 13. Juni 2022 und in meinem Bericht über Energiespeicherung vom 1. Dezember 2022 behandelt.

Die beiden neuen Beiträge in diesem Beitrag sind (1) ein Bericht von Jonathan Lesser für das Manhattan Institute vom 1. Februar mit dem Titel „Green Hydrogen: A Multibillion-Dollar Energy Boondoggle,“ [etwa: Grüner Wasserstoff: Ein Multimilliarden-Dollar-Energie-Irrweg] und (2) ein Artikel vom 13. Februar im Washington Examiner von Steve Goreham mit dem Titel „Can the government create a green hydrogen fuel industry?“

[Dieser erscheint demnächst auch in deutscher Übersetzung. A. d. Übers.]

Wenn Sie der Meinung sind, dass ein „kohlenstofffreies“ Energiesystem eine dringende Priorität für die Menschheit ist, und wenn Sie sich Gedanken darüber machen, wie dies zu erreichen ist, werden Sie nicht lange brauchen, um zu erkennen, dass Wasserstoff die einzige Möglichkeit ist, dieses Ziel zu erreichen. OK, es gibt die Kernenergie, aber Umweltschützer und Regulierungsbehörden haben die Kernenergie komplett blockiert. Das bedeutet, dass der meiste Strom aus Wind und Sonne kommen muss, um kohlenstofffrei zu sein, und das wiederum bedeutet, dass eine Energiespeicherung erforderlich ist, die weit über die Möglichkeiten von Batterien hinausgeht. Wasserstoff ist die einzige verbleibende Lösung.

Und nicht nur irgendein Wasserstoff. Nur „grüner“ Wasserstoff ist geeignet, d. h. Wasserstoff, der selbst in einem kohlenstofffreien Verfahren hergestellt wird. Die Alternative ist, den Wasserstoff auf die Art und Weise zu gewinnen, wie heute fast der gesamte Wasserstoff hergestellt wird: Man „reformiert“ Methan (CH₄), trennt den Wasserstoff ab und entsorgt den Kohlenstoff als CO₂ in die Atmosphäre. Dieser Prozess verursacht jedoch dieselben CO₂-Emissionen, als wenn man das Methan (auch Erdgas genannt) in einem Kraftwerk verbrennt, um Energie zu gewinnen. Wenn das gesamte Ziel die Dekarbonisierung ist, ist das eindeutig nicht erlaubt.

Die Regierung denkt langsam, aber sie hat vor kurzem herausgefunden, dass sie ihre Utopie der Energiewende nur mit großen Mengen an grünem Wasserstoff am Leben erhalten kann. Und so haben sie sich vorgenommen, das Problem auf die einzige Weise anzugehen, die sie kennen, nämlich mit Unmengen von Steuergeldern. Dieser Artikel von JPT vom 24. Oktober 2023 berichtet über die jüngste große Ankündigung der Regierung:

US-Präsident Joe Biden und Energieministerin Jennifer Granholm gaben bekannt, dass sieben regionale Wasserstoffzentren ausgewählt wurden, um 7 Mrd. USD im Rahmen des Bipartisan Infrastructure Law zu erhalten, um den heimischen Markt für kostengünstigen, sauberen Wasserstoff zu beschleunigen. Es wird erwartet, dass die sieben ausgewählten regionalen Knotenpunkte für sauberen Wasserstoff private Investitionen in Höhe von mehr als 40 Mrd. USD auslösen und Zehntausende von Arbeitsplätzen schaffen werden, so dass sich die gesamten öffentlichen und privaten Investitionen in Wasserstoff-Knotenpunkte auf fast 50 Mrd. USD belaufen.

Man beachte, dass die große Initiative der Regierung nur etwa ein Jahr nach den beiden Manhattan Contrarian-Beiträgen aus dem Jahr 2022 kam, in denen erklärt wurde, warum dies wirtschaftlich niemals machbar wäre. Aber wie dem auch sei, jetzt, wo die Regierungsgelder fließen und die so genannte „Infrastruktur“ gebaut wird, fangen andere an zu prüfen, ob dies überhaupt Sinn macht.

Von den beiden neuen Beiträgen, über die hier berichtet wird, ist der von Lesser bei weitem der längere und ausführlichere. Er geht sorgfältig auf alle Elemente ein, die bei der Herstellung von grünem Wasserstoff eine Rolle spielen – Bau der Elektrolyseanlage, Betrieb und Wartung der Anlage, Kauf von Strom von Wind- und Solarstromerzeugern, Übertragung des Wind-/Solarstroms zum Ort der Elektrolyse und Komprimierung des Wasserstoffs in eine Form, die für den Transport an einen anderen Ort geeignet ist -, und legt für jeden Teil des Prozesses Kostenschätzungen vor. Er kommt zu einem Gesamtkostenbereich von 2,74 $ bis 5,35 $ pro kg erzeugten Wasserstoffs. Hier das Diagramm von Lesser:

Man beachte, dass Lesser sogar noch höhere Zahlen von 3,62 bis 8,85 $ pro kg Wasserstoff angibt, wenn er die Kosten für die Batteriespeicherung von Strom hinzurechnet, damit die Elektrolyseure die ganze Zeit laufen können und nicht von den Schwankungen von Wind und Sonne abhängig sind. Befürworter von grünem Wasserstoff würden bestreiten, dass dies notwendig ist, also lassen wir es vorerst weg. Selbst ohne diese zusätzlichen Kosten liegen wir bei 2,74 bis 5,35 $ pro kg Wasserstoff.
Da ein kg Wasserstoff für etwa 33,3 kWh gut ist, würde das etwas im Bereich von 8,3 bis 16,2 Cent pro kWh nur für den Kraftstoff bedeuten, ohne die Kosten für den Transport des Kraftstoffs zu einem Kraftwerk zur Verbrennung zu berücksichtigen.

Ich möchte anmerken, dass einige von Lessers Annahmen sehr niedrig sind, und mit „niedrig“ meine ich günstig für die wirtschaftliche Lebensfähigkeit dieses grünen Wasserstoffs. Vor allem geht er von nicht subventionierten Kosten von 4 Cent pro Kilowattstunde für den aus Wind- und Sonnenenergie erzeugten Strom aus. Verrückt. Hier in New York haben die Entwickler von Offshore-Windkraftanlagen, die im letzten Jahr für Verträge zu 90-100 $/MWH (d.h. 9-10 Cents pro kWh) geboten hatten, kürzlich einen Rückzieher gemacht und Preise im Bereich von 150-160 $/MWH oder 15-16 Cents pro kWh gefordert. Wenn die jüngsten New Yorker Forderungen den tatsächlichen Kosten für Wind-/Solarstrom entsprechen, dann kann man Lessers Zahl für den Stromverbrauch zur Herstellung eines Kilogramms Wasserstoff mit 4 multiplizieren und etwa 6 $ pro kg hinzuaddieren, so dass sich die Gesamtkosten für ein Kilogramm auf etwa 9 – 11 $ belaufen, anstatt der von Lesser angegebenen 2,74 – 5,35 $. In Cent/kWh ausgedrückt wären das etwa 18 zusätzliche Cent pro kWh, sowohl im hohen als auch im niedrigen Szenario; anstelle einer Spanne von etwa 8 bis 16 Cent wären es 24 bis 32 Cent pro kWh für die Herstellung des grünen Wasserstoffs.

Goreham gibt uns keine so detaillierte Berechnung, aber sein Endergebnis ist ungefähr dasselbe (einschließlich realistischerer Kosten für den Wind-/Solarstrom):

Wasserstoff aus Erdgas oder Kohle ist mit Kosten von nur 1 $ pro Kilogramm preiswert. … Um ein Kilogramm Wasserstoff durch Elektrolyse zu erzeugen, kostet allein der Strom 3 bis 6 Dollar pro Kilogramm, was zu Gesamtkosten von mindestens 5 Dollar pro Kilogramm führt. Damit ist Wasserstoff aus der Elektrolyse mehr als fünfmal so teuer wie Wasserstoff, der aus Erdgas oder Kohle hergestellt wird.

Gorehams „mindestens 5 Dollar pro Kilogramm“ für grünen Wasserstoff liegt sogar deutlich unter Lessers Wert, wenn man die Kosten für Strom aus Wind- und Solaranlagen berücksichtigt.

Wie ich am 12. Januar berichtete, lagen die jüngsten Angebote für die Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Offshore-Windkraft in UK bei etwa 306 $/MWH, d. h. 30,6 Cents pro kWh. Legt man den Umrechnungsfaktor von 33,3 kWh/kg Wasserstoff zugrunde, so entspricht dies mehr als 10 $ pro kg Wasserstoff.

Wir werden erst dann wissen, wie viel dieser grüne Wasserstoff tatsächlich kostet, wenn einige Anlagen wirklich in Betrieb sind. Aber ob es nun zehnmal so teuer ist wie das aus Erdgas hergestellte Zeug oder nur fünfmal so teuer, spielt eigentlich keine Rolle. Es ist unwirtschaftlich, und daran wird sich auch nichts ändern. Niemand wird es je kaufen oder verwenden, wenn es nicht von der Regierung vorgeschrieben oder subventioniert wird oder beides.

Gorehams Schlussfolgerung:

Die Regierungen wollen nun mit Hilfe von Markteingriffen, Vorschriften und massiven Subventionen eine neue Wasserstoff-Kraftstoffindustrie schaffen. Doch Physik und Wirtschaft stehen der Entwicklung einer grünen Wasserstoffindustrie entgegen. Machen Sie sich auf ein spektakuläres Scheitern dieser staatlich geförderten Bemühungen gefasst.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/02/17/when-you-crunch-the-numbers-green-hydrogen-is-a-non-starter/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




ANDERS ALS GEDACHT – Deutliche Kostenvorteile der Kernkraft

von Alex Reichmuth

Geradezu mantrahaft wiederholen Kernkraftgegner, Strom aus neuen Atomkraftwerken könne man kaum bezahlen. «Die neuen AKW sind zu teuer», behauptete Mitte-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt in der «Arena». SP-Nationalrätin Martina Munz verstieg sich bei einem öffentlichen Auftritt gar zur Aussage: «AKW-Strom ist der teuerste Strom, den wir überhaupt haben können.»

Man muss solche Aussagen als Fake News bezeichnen. Seriöse Studien kommen zum Schluss, dass Atomstrom aus
neuen Werken vergleichsweise günstig bis sehr günstig ist. Vor kurzem hat auch Georg Schwarz in einer Kostenschätzung ein solches Fazit gezogen. Schwarz ist ehemaliger stellvertretender Direktor des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat, versteht also etwas von der Atomtechnologie.

Er rechnet die Kosten für neue Kernkraftwerke in der Schweiz auf 5,7 Rappen pro Kilowattstunde Strom hoch. Der Auf- wand für die Stilllegung der Werke und die Entsorgung des Abfalls ist dabei berücksichtigt. Damit ist Atomstrom deutlich billiger als solcher von Fotovoltaik-Anlagen (PV) mit 10,3 Rappen und Windturbinen (8,8 Rappen). Und nur wenig teurer als solcher aus bestehenden Wasser-Speicherkraftwerken (5,3 Rappen).

Georg Schwarz geht in seinem Blogbeitrag auch auf die europäischen Neubauprojekte Olkiluoto 3 in Finnland, Flamanville 3 in Frankreich und Hinkley Point C in Grossbritannien ein, wo die Bauzeiten und der Aufwand aus dem Ruder gelaufen sind. Er rech- net vor, dass der Atomstrom aus diesen Werken kostenmäßig trotzdem im Rahmen bleibt. Das Gleiche gelte für das Neubauprojekt Vogtle im amerikanischen Bundesstaat Georgia: «Selbst Vogtle, das bisher teuerste Kernkraftwerk der Welt, produziert bei Zugrundelegung von schweizerischen Realzinsen und Betriebskosten etwa gleich teuer wie onshore-Windkraft und deutlich günstiger als Fotovoltaik.»

Hartnäckige Klischees

Auch laut dem Bund ist Atomstrom günstig. Eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Energie schätzte vor vier Jahren die Gestehungskosten für Strom aus neuen KKW im Jahr 2035 auf 5 bis 12 Rappen pro Kilowattstunde, wäh- rend PV-Strom zwischen 5 und 18 Rappen kostet und Windstrom auf 10 bis 15 Rappen zu stehen kommt. Das Nuklearforum dazu in einem «White Paper»: «Die lange Laufdauer und die enormen Mengen an klimafreundlicher Energie, welche über Jahrzehnte aus Nuklearanlagen gewonnen werden können, führen zu insgesamt attraktiven Gestehungskosten.»

Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass bei Wind- und Solarstrom im Gegensatz zu Atomstrom beträchtliche weitere Kosten für die Integration dieser fluktuierenden Energiequellen ins Stromsystem anfallen – es werden neue Energiespeicher und ein Ausbau der Stromnetze nötig.

Entsprechende Berechnungen hat der amerikanische Ökonom Robert Idel vorgenommen. In einer Studie im Fachblatt Energy kam er 2022 zum Resultat, dass Solarstrom in Deutschland vierzehnmal so teuer wie Atomstrom ist, wenn man ein Stromsystem ausschliesslich auf PV-Anlagen beziehungsweise Kernkraftwerke abstellt und dabei die vollen Systemkosten berücksichtigt. Auch Windstrom ist demnach fast fünfmal teurer als AKW-Strom, und selbst bei einem gemischten System aus PV- und Windanlagen kostet der Strom rund viermal mehr als in einem AKW-System. Angesichts solcher Zahlen ist es unverständlich, dass selbst Firmenlenker aus der Energiebranche die Mär vom teuren Atom- strom verbreiten. Die Kernkraft sei «schlicht zu teuer», behauptete Axpo-Chef Christoph Brand 2021 in einem Interview. Wie genau er zu diesem Schluss kam, blieb im Dunkeln.

Alex Reichmuth ist Redaktor beim Nebelspalter. Der Artikel erschien zuerst in der Schweizer Weltwoche hier.

 




Arktische „Just-So Stories“: Schlechte Wissenschaft von Klima-Alarmisten

Jim Steele

[Alle Hervorhebungen im Original]

Der Arktische Ozean erhielt von Fridtjof Nansen den Spitznamen „auf den Kopf gestellter Ozean“. Nansen war ein berühmter norwegischer Zoologe, Ozeanograph und Arktisforscher, der 1922 den Friedensnobelpreis erhielt. Während seiner gescheiterten Expedition zum Nordpol fror sein Schiff, die Fram*, im arktischen Meereis ein, wurde aber schließlich von den arktischen Strömungen zusammen mit dem arktischen Meereis durch die heute so genannte Fram-Straße in den Atlantik getrieben.

[*Fram = vorwärts! {norwegisch} A. d. Übers.]

Nansen nannte den Arktischen Ozean den „auf den Kopf gestellten Ozean“, weil das Oberflächenwasser im Gegensatz zu anderen Ozeanen am kältesten ist, während der Ozean zwischen 100 und 900 Metern Tiefe aufgrund des Zustroms und der Speicherung von warmem, salzigem Atlantikwasser wärmer ist. Die Meereisdecke verhindert die Belüftung dieser gespeicherten Wärme. Die Zunahme des offenen Wassers ermöglicht jedoch eine stärkere Wärmeabfuhr, wodurch die Lufttemperaturen in der Arktis 2 bis 7 Mal schneller als im globalen Durchschnitt gestiegen sind. Die offenen Gewässer haben aufgrund von Änderungen der Windrichtung und Strömungen zugenommen. Offenes Wasser ist kein Beweis für das Schmelzen.

Die NASA schätzt, dass das weltweit hinzugefügte CO₂ die abwärts gerichtete Infrarotstrahlung erhöht und „etwas mehr als 0,8 Watt pro Quadratmeter“ an Energie hinzugefügt hat, was laut ihren „Just So“ Storys das Meereis schmelzen ließ. Forscher (z. B. Kim 2019) haben jedoch berichtet, dass über offenem Wasser mehr Winterwärme, etwa 2 Watt pro Quadratmeter, abgegeben wird als absorbiert wird. Das deutet auf eine Abkühlung durch Strahlung hin!

Die 2019 Arctic Report Card der NOAA ist also eine weitere „Just So Story“, um mehr offenes Wasser für den Treibhauseffekt und die arktische Verstärkung verantwortlich zu machen, auch wenn es heißt: „Es gibt derzeit keinen Konsens über eine arktische Verstärkung“. Sie listeten die vorgeschlagenen Verstärkungs-Prozesse auf: verringerte Albedo im Sommer, Zunahme von Wasserdampf und Wolken, Rückkopplung der Änderungen und geringere Luftverschmutzung. Doch trotz aller Beweise wird die Ableitung von Wärme aus der warmen atlantischen Schicht nie erwähnt. Das ist schlechte Wissenschaft! Eine Erwärmung aufgrund von Abwärme bedeutet wiederum, dass sich das Erdklima abkühlt und sich nicht in einem Krisenmodus befindet.

Zwei Forschungsarbeiten sind sehr aufschlussreich. Kahl et al. 1993 berichteten in der angesehenen Fachzeitschrift Nature, dass es nach 40 Jahren intensiver Messungen keine Anzeichen für eine Treibhausgas-Erwärmung des eisbedeckten Ozeans gab. Kurz darauf jedoch drehten sich die Winde in den 1990er Jahren aufgrund der arktischen Oszillation, wodurch das dicke isolierende Meereis abnahm und die offenen Gewässer zunahmen (Rigor 2000).

Es muss zwischen arktischem Festeis und treibendem Packeis unterschieden werden. Festeis schmilzt jedes Jahr und trägt nicht zu einem Trend zum offenen Meer bei. Im Gegensatz dazu können bestimmte Windrichtungen und Strömungen dazu führen, dass das Packeis zusammen getrieben wird und sich verdickt, so dass regionales offenes Wasser wegfällt. Andere Windrichtungen bewirken, dass das Meereis wieder auseinander bricht, so dass sich „Risslinien“ öffnen und ein Mosaik aus offenem Wasser und Festeis entsteht.

Rigor (2000) berichtete über die folgenden Messungen der Wärme, die aus verschiedenen Meereisdicken austritt, und veranschaulichte damit, wie die ventilierende Wärme die Erwärmung der Arktis verursacht. Es wurde gemessen, dass die ventilierende Wärme die arktische Luft 10 bis 700 Mal stärker erwärmt als der CO₂-Treibhauseffekt.

Offenes Wasser: 700 W/m²

0,4 Meter dick: 80 W/m²

1 Meter dick: 30 W/m²

3 Meter dickes Eis: 10 W/m²

Nichtsdestotrotz schieben die Alarmisten jegliche Erwärmung in Grönland oder den Verlust von Meereis auf den CO₂-Anteil, ignorieren aber völlig die Wärme, die aus der warmen Atlantikschicht des Arktischen Ozeans abfließt. Noch mehr schlechte Wissenschaft!

Schließlich ist das Festeis, nicht das Packeis, der kritische Lebensraum für Ringelrobben und Eisbären. Im Festeis gebären die Robben, säugen ihre Jungen und wechseln ihr Fell. In diesem 4-monatigen Zeitraum von März bis Juni sind Ringelrobben am stärksten durch Eisbären gefährdet.

Eisbären haben sich so entwickelt, dass sie im März aus ihren Winterquartieren auftauchen, um zu fressen und sich an Ringelrobbenjungen zu mästen und so genug Energie zu sammeln, um bis zum nächsten Jahr zu überleben. Wie wir gesehen haben, ist das Festeis während der kritischen Zeit der Robben nicht geschmolzen. Das ist der Grund, warum es so viele Ringelrobben gibt und sie nicht bedroht sind und warum die Zahl der Eisbären zugenommen hat. Alarmisten unterscheiden nie zwischen Festeis- und Packeis-Trends.

Man hüte sich vor der Arktis-Propaganda der Alarmisten

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/02/14/arctic-just-so-stories-bad-science-by-climate-alarmists/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Mann trachtet danach, die Öffentlichkeit daran zu hindern, an wissenschaftlichen Debatten teilzunehmen

Cap Allon

Die Öffentlichkeit sollte sich nicht an wissenschaftlichen Debatten beteiligen, heißt es in einem abschreckenden Leitartikel zum Fall Mann gegen Steyn. Man sollte sie den Experten überlassen – denn die haben eine hervorragende Erfolgsbilanz.

Um es kurz zusammenzufassen: Mark Steyn hat den Verleumdungsprozess um Michael E. Manns betrügerischen, unglaublichen Temperatur-„Hockeystick“ verloren, die Grafik, die im Mittelpunkt des Climategate-Skandals von 2009 stand.

Die von der AGW-Partei verbreiteten Weltuntergangs-Angstgeschichten wurden entlarvt, ihre Panikmache wurde mit jedem ereignislosen Verstreichen eines „Kipppunkts“ immer dünner, und so musste dieses Problem der zunehmenden öffentlichen Skepsis gelöst werden.

Letzte Woche hat ein Geschworenengericht in Washington D.C. Mann 1 Million Dollar „Strafschadenersatz“ gegen Mark Steyn zugesprochen, wobei der Schadenersatz für Manns Ruf auf lächerliche 1 Dollar festgesetzt wurde (das ist alles, was er wert ist). Der Oberste Gerichtshof wird die höhere Geldstrafe wahrscheinlich abweisen, wenn Steyn sie unweigerlich einklagt, da er in letzter Zeit gegen Strafzahlungen von mehr als dem Neunfachen des Schadensersatzes vorgegangen ist.

Die Diskrepanz zwischen den beiden Urteilen deutet auf den politischen Charakter des Falles hin, berichtet Chris Morrison für dailysceptic.org.

Steyn und sein Schriftstellerkollege Rand Simberg hatten den Hockeystick kritisiert, der auf unerklärliche Weise die mittelalterliche Warmzeit aus den Aufzeichnungen entfernte, eine Periode, die zuvor gut bekannt war und deren Existenz durch umfangreiche Proxydaten und historische Unterlagen belegt ist.

Mann ließ sie auf einen Schlag verschwinden und entfernte dabei 99 % der natürlichen Variabilität aus dem Klimasystem. Er schuf das moderne Schreckgespenst der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung, das dann verpackt, beworben und an eine ganze Generation verkauft wurde.

Nach seiner ersten Veröffentlichung im Jahr 1999 lehnte Mann jahrelang Anfragen anderer Wissenschaftler nach Informationen über seine Methoden ab. Das Climategate-Leck mit E-Mails, die sich auf „Mike’s Nature Trick“ und „Hide the decline“ beziehen, hat all dies zunichte gemacht.

Das Gericht hörte sogar Beweise von einem hochrangigen Statistiker, der an Manns eigener Universität von Pennsylvania arbeitet, dass die Grafik „manipuliert“ wurde, aber das war offensichtlich nicht annähernd genug für eine parteiische Jury in Washington D.C..

Der renommierte Wissenschaftsautor Roger Pielke Jr. wohnte dem Prozess bei und kam zu dem Schluss, dass der Fehler von Steyn und Simberg darin bestand, dass sie dachten, es würde ausreichen, ihren Fall zu beweisen, indem sie zeigten, dass die Grafik tatsächlich gefälscht war.

„Der Fall war, zumindest an diesem Ort, einfach nicht zu gewinnen, egal was die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung vorbrachten. Mann musste einfach auftauchen“, bemerkte Pielke.
In einer Erklärung brachte Mann auf den Punkt, worum es bei diesem manipulierten Fiasko ging: „Ich hoffe, dass dieses Urteil eine Botschaft sendet, dass falsche Angriffe auf Klimawissenschaftler keine geschützte Rede sind.“

Pielke fügt hinzu, dass es ihn nicht überraschen würde, wenn eine Reihe von Prozessen gegen Personen eingeleitet würde, die sich kritisch über die Klimawissenschaft und Klimawissenschaftler geäußert haben. „Solche rechtlichen Schritte sind möglicherweise nicht auf das Klima beschränkt“, fährt Pielke fort, „die Debatte über COVID-19 bietet auch ein zielreiches Umfeld für unerwünschte Äußerungen, die zum Schweigen gebracht werden sollen.“

– Nun, dann bin ich aufgeschmissen.

Dr. Judith Curry wirft Mann vor, ihre akademische Karriere an der Georgia Tech zerstört zu haben, als er sie als „serielle Klima-Desinformantin“ bezeichnete. Ihr Verbrechen bestand darin, den Gedanken eines Konsens‘ über die Wissenschaft des Klimas und die Beteiligung des Menschen an der Verursachung der meisten, wenn nicht aller Temperaturveränderungen in Frage zu stellen. Nach der Verkündung des Urteils postete sie auf X, dass eine demokratische, „Klima-hörige“ Jury ihr nicht gerecht geworden sei. „Und ein schwerer Schlag für die Redefreiheit“, fügte sie hinzu.

Sie hat natürlich Recht. Der siebenstellige Strafschadenersatz sollte Mann nicht für einen etwaigen Reputationsverlust entschädigen, sondern jeden anderen abschrecken, der sich mit den „gefestigten“ [settled] Klimaaktivisten anlegt, so Morrison weiter.

Damit Steyn und Simberg einen amerikanischen Verleumdungsprozess verlieren konnten, musste tatsächliche Böswilligkeit – definiert als Unglaubwürdigkeit dessen, was sie über Mann schrieben – nachgewiesen werden. Steyn hat mehr als zwei Jahrzehnte damit verbracht, die Methodik des Hockeysticks zu kritisieren, und es wurde kein Beweis dafür vorgelegt, dass er nicht an jedes einzelne Wort glaubt, das er geschrieben hat.

„Wenn ein Mitglied der Medien nicht mehr geschützt ist, was glauben Sie, was das für den normalen Bürger bedeutet?“, schrieb Steyn auf seiner Website. „Und es spielt keine Rolle, ob Sie in D.C. oder Montana sind – jeder kann in der Gerichtsbarkeit seiner Wahl klagen.“

Michael E. Mann ist ein Tyrann, wie seine Rücknahme kritischer wissenschaftlicher Studien und seine üblen Äußerungen in den sozialen Medien zeigen, aber er ist ein Tyrann mit mächtigen, gut betuchten Freunden, weil er mit dem herrschenden Wind segelt und nicht gegen ihn.

Manns Reisen zu den Verleumdungsgerichten, die nun schon mehr als ein Jahrzehnt andauern, werden ihn keinen Cent kosten. Wohlhabende Wohltäter stehen zur Verfügung, um alle seine Unkosten zu finanzieren. Nicht so Mark Steyn.

Der charismatische Moderator einer das Establishment bekämpfenden Fernsehsendung steht jetzt vor dem Gerichtsgebäude in Washington D.C.. Das Leben hat Mark Steyn mit steigenden Anwaltskosten und drei Herzinfarkten nicht gerade verwöhnt. Er ist weißhaarig, hager und an einen Rollstuhl gefesselt, von dem aus er seine eigene dreiwöchige Verteidigung im Prozess durchführte, und umklammert einen Liberty-Hockeyschläger, ein Gerät zum Sammeln von Spenden.

Der Schläger ist inzwischen ausverkauft, aber Sie können Mark Steyn hier unterstützen.

Hier wird versucht, die Experten unfehlbar zu machen, wobei der einzige Weg, wissenschaftliche Behauptungen zu widerlegen, über das Peer-Review-Verfahren führt, ein Verfahren, welches das Establishment vor vielen Monden fest im Griff hatte.

In dem abschreckenden Leitartikel heißt es:

Wissenschaftler sind eine geschützte Klasse, die von Mitgliedern der Öffentlichkeit nicht in harscher Form kritisiert werden darf, so meine Schlussfolgerung aus dem Leitartikel. Dennoch werden Wissenschaftler ermutigt, leidenschaftlich zu sein, wenn sie Kollegen und Mitglieder der Öffentlichkeit verunglimpfen.

Wenn Sie wissenschaftlich nicht einverstanden sind, sollten Sie sich auf die Autorität berufen und das Verfahren zur Veröffentlichung akademischer Literatur durchlaufen. Der Prozess wird Ihr Anliegen sofort abweisen, aber das ist jetzt Ihr einziger Weg – wagen Sie es nicht, Ihre Gedanken online zu äußern, denn das birgt das Risiko einer 1.000.000-Dollar-Gerichtsverhandlung.

„Brennt alles nieder“, schreibt der Meteorologe Ryan Maue auf X.

Link: https://electroverse.substack.com/p/frigid-greenland-mann-case-seeks?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE