Klima-Blackouts planen

David Wojick

Wir werden mit dringenden Warnungen überschwemmt, dass das Stromnetz immer störanfälliger wird.

Einige dieser Warnungen kommen von Leuten, die das Netz tatsächlich überwachen, darunter die Federal Energy Regulatory Commission, die North American Electric Reliability Corporation und verschiedene regionale Übertragungs-Netzbetreiber (RTOs). Auch meine Mitskeptiker haben sich zu dieser wachsenden Gefahr einer Katastrophe geäußert.

Der Grund ist schmerzlich klar. Staaten und Versorgungsunternehmen schalten rücksichtslos ihre zuverlässigen Kraftwerke ab, insbesondere Kohle- und Kernkraftwerke. Sie geben vor, diese durch Wind- und Solarkraftwerke zu ersetzen, doch diese arbeiten nur intermittierend und sind daher völlig unzuverlässig.

Anstatt sich über diesen Wahnsinn zu beschweren, ist es an der Zeit, sich auf das unvermeidliche Ergebnis vorzubereiten. Wir müssen uns auf Stromausfälle einstellen.

Alle reden von Stromausfällen, aber ich habe noch keine detaillierte Analyse der verschiedenen Möglichkeiten gesehen, wie diese in einer bestimmten Region auftreten könnten. Ich vermute, dass es mehrere grundlegende Möglichkeiten gibt, die jeweils einen anderen Planungsansatz erfordern. Hier sind also einige erste Gedanken.

Zunächst einmal gibt es absichtliche Stromausfälle und unkontrollierte Stromausfälle. RTOs und Versorgungsunternehmen haben möglicherweise interne Pläne oder Regeln für die Durchführung von Stromausfällen. Wenn dem so ist, wäre es sehr hilfreich zu wissen, wie diese aussehen. So könnten beispielsweise Notdienstgruppen auf allen Regierungsebenen über Warnsysteme für Stromausfälle und Reaktionspläne verfügen.

Unkontrollierte Stromausfälle mögen zwar unvorhersehbar sein, aber man kann sie dennoch bis zu einem gewissen Grad einplanen. Ich lebe weit draußen auf dem Land, und bei uns kommt es mehrmals im Jahr zu Stromausfällen, so dass wir eine gut vorbereitete Handlungsroutine haben, um damit umzugehen, wenn sie nicht allzu lange andauern. Städte, Gemeinden und Landkreise sollten dies ebenfalls tun.

Von besonderer Bedeutung sind Größe und Dauer von Stromausfällen, da beide Merkmale die Planung stark beeinflussen. Müssen wir mit viel mehr kleinen Stromausfällen rechnen oder nur mit ein paar großen? Wie steht es mit wirklich großen Stromausfällen, von denen es in der Vergangenheit einige gegeben hat?

Es kommt auch darauf an, wie heiß oder kalt es ist, insbesondere bei großen, lang anhaltenden Stromausfällen. Starke Kälte ist wirklich gefährlich.

Bei der Blackout-Katastrophe in Texas im Jahr 2021 kamen Hunderte von Menschen ums Leben, und an der Ostküste wäre es um Weihnachten 2022 beinahe zu einem Stromausfall gekommen. Es hat sich herausgestellt, dass extreme Kälte das Erdgasversorgungssystem für Gaskraftwerke durcheinander bringen kann, so dass auch dies eingeplant werden muss.

Die erste Frage ist, inwieweit die Ausfallanalyse bereits mit den vorhandenen Computermodellen durchgeführt werden kann. Die RTOs und Versorgungsunternehmen führen viele Modellierungen durch. So können sie beispielsweise bereits ermitteln, welche Systemverbesserungen erforderlich sind, bevor eine neue große Erzeugungsanlage an das Netz angeschlossen werden kann. Die Wind- und Solartechniker beschweren sich darüber, weil dies ihre abgelegenen Projekte manchmal sehr teuer macht.

Wenn die Versorgungsunternehmen diese Art von detaillierter Analyse durchführen können, sollten sie in der Lage sein, zu erkennen, wo Dinge wahrscheinlich kaputt gehen und was dies für das System bedeuten könnte. Das erinnert mich an die Zeile aus dem Lied The Wichita Lineman: „Wenn es schneit, wird die Strecke im Süden niemals belastbar sein“.

Es mag sein, dass sie diese Art von Fehleranalyse bereits durchführen; sie wollen uns nur nichts davon mitteilen, um uns nicht zu beunruhigen. Aber angesichts all der Warnungen müssen wir uns natürlich Sorgen machen und Schritte unternehmen, um dieser Sorge zu begegnen.

Es kann auch sein, dass sie die Art der von mir hier beschrieben Fehleranalyse nicht durchführen können. Die wachsende Bedrohung ist schließlich neu, so dass die Software vielleicht einfach nicht existiert. Wenn das stimmt, dann sollten wir angesichts der enormen potenziellen Schäden, einschließlich der Todesfälle, diese Software so schnell wie möglich entwickeln.

Die Unkenntnis über die kurzfristigen Auswirkungen der so genannten „Energiewende“ auf die Zuverlässigkeit ist ein echter Notfall für die öffentliche Gesundheit. Wir könnten im Blindflug gegen die Wand der Unmöglichkeit fliegen.

Vage Warnungen sind nicht gut genug. Es ist an der Zeit, dass alle Regierungsebenen für Stromausfälle planen.

Link: https://www.cfact.org/2024/02/20/planning-for-climate-blackouts/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Ozon-abbauende Stoffe machen dem CO2 arge Konkurrenz – Klimaschau 181

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 181. Ausgabe: Ozon-abbauende Stoffe machen dem CO2 Konkurrenz




Neue Studie: Klimamodelle liegen bei Wasserdampf völlig falsch – eine „große Lücke in unserem Verständnis“

Kenneth Richard

„Hier haben wir eine große Diskrepanz zwischen beobachtungsbasierten und klimamodellbasierten historischen Trends des oberflächennahen atmosphärischen Wasserdampfs in ariden und semi-ariden Regionen nachgewiesen.“ – Simpson et al. (2024)

Eine neue, im PNAS veröffentlicht Studie hat einmal mehr gezeigt, dass Klimamodelle nicht simulieren können, was in der realen Welt in Bezug auf grundlegende Variablen des Klimawandels wie Wasserdampf passiert. Dies ist eine verheerende Erkenntnis, da Wasserdampf aufgrund seiner angeblichen „Rückkopplungs“-Kapazität das bedeutendste Treibhausgas ist, das die Erwärmung weit über das hinaus beschleunigt, wozu CO₂ allein in der Lage sein soll.

Die Autoren unterschätzen die Bedeutung dieses Fehlers in der Klimamodellierung nicht.

„Dies stellt eine große Lücke in unserem Verständnis und in der Klimamodelltreue dar, die so schnell wie möglich verstanden und behoben werden muss, um zuverlässige Hydroklimaprojektionen für aride/semi-aride Regionen in den kommenden Jahrzehnten zu liefern.“

Nach den neuesten Klimamodellen sollte die spezifische Feuchtigkeit (SH) als Folge der CO₂-bedingten globalen Erwärmung zunehmen. 40 Jahre Beobachtungen (1980-) zeigen jedoch keinen zunehmenden SH-Trend über ariden/semi-ariden Regionen.

Nach modernen Klimamodellen sollte die relative Luftfeuchtigkeit (RH) als Folge der CO₂-induzierten globalen Erwärmung leicht abnehmen. Aber 40 Jahre Beobachtungen (1980-) zeigen nicht einen leicht abnehmenden Trend, sondern einen abnehmenden Trend, der „im Durchschnitt um eine Größenordnung stärker ist als die Modelle“. Mit anderen Worten: Die Klimamodelle liegen um den Faktor 10 daneben.

Bildquelle:: Simpson et al., 2024

Vor einigen Jahren dokumentierte eine andere Studie, wie sehr 102 moderne Klimamodelle in Bezug auf einen 60-jährigen Temperaturtrend (1958-2017) über tropischen Regionen daneben lagen.

Den Modellen zufolge hätte die Erwärmung in den Tropen fast dreimal so hoch sein müssen wie die Beobachtungen – 0,389 ± 0,173°C pro Jahrzehnt (Modelle) und 0,142 ± 0,115°C pro Jahrzehnt (beobachtet) – aufgrund der angenommenen Rückkopplungsreaktion auf den CO₂-Antrieb in warmen Regionen. Stattdessen gibt es eine „klare und signifikante Tendenz seitens der Modelle, die Erwärmung zu überbewerten“.

Diese Autoren unterschätzen auch nicht die Bedeutung dieses Modellversagens. Die Klimamodelle sind nicht einmal realistisch.

„Stattdessen beobachten wir eine Diskrepanz über alle Läufe aller Modelle hinweg, welche die Form einer Erwärmungsverzerrung mit einer ausreichend starken Rate annimmt, um die Hypothese zurückzuweisen, dass die Modelle realistisch sind.

Die Haupthypothese der heutigen Klimamodelle, nämlich die theoretisch begründete negative Rückkopplung der Stornorate auf zunehmende Treibhausgase in der tropischen Atmosphäre, ist falsch.“

Es gibt wohl keinen anderen Zweig der Naturwissenschaften, in dem die Diskrepanzen zwischen Modellen und Beobachtungen so tiefgreifend und grundlegend sind.

Link: https://notrickszone.com/2024/02/19/new-study-climate-models-get-water-vapor-wildly-wrong-a-major-gap-in-our-understanding/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Netzbetreiber warnen: Stromnetz kollapsgefährdet wie nie

Wie steht es um die Versorgungssicherheit, wenn die Stromerzeugung bis zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erfolgt? Ein Netzbetreiber hat sie jetzt beantwortet. Ein Blitzeinschlag könnte genügen, um das Netz zusammenbrechen zu lassen. 

von Manfred Haferburg

Der baden-württembergische Netzbetreiber TransnetBW gibt einen Newsletter namens Transparent heraus. Der neueste, Ausgabe 01/24, hat es in sich. Er lässt erstmalig einen technisch fundierten Blick auf die Energiewende fallen, von dem man in den Diensträumen von Robert Habeck im Wirtschaftsministerium und Klaus Müller in der Bundesnetzagentur offenbar noch nichts gehört hat – jedenfalls ist davon nichts an die Öffentlichkeit gedrungen. Offenbar droht ein Streik der Kobolde im Netz.

Schon das Vorwort des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Dr. Werner Götz, stellt eine Forderung in den Raum, von der der Philosoph im Ministersessel und Volkswirtschaftler auf dem Chefsessel der Bundesnetzagentur noch nie gesprochen haben.

Das Netz muss, um klimaneutral zu werden, nicht nur ausgebaut werden, sondern auch noch betreibbar bleiben. In anderen Worten: unser System muss stabil und belastbar sein.

Die Überschrift lautet: „Klimaneutral soll es werden, stabil soll es bleiben“. Die Erkenntnis kommt spät, aber sie kommt. Das, was wir hier auf der Achse des Guten seit Jahren fordern, findet nun – wenn auch verdruckst und verschwurbelt und von den großen Medien übersehen – seinen Weg in die Köpfe der für die Misere Verantwortlichen. Falls sie es verstehen.

Ernüchternde und beunruhigende Antworten

Im zwanzigsten Jahr der Energiewende, also dem fortgesetzten und sinnfreien Verpulvern einer halben Billion Euro, nach der Zerstörung des halben deutschen Kraftwerksparks, haben sich die vier großen Übertragungsnetzbetreiber zusammengesetzt und die Frage diskutiert: „Wie steht es um die Versorgungssicherheit, wenn die Stromerzeugung bis zu 100 Prozent aus volatilen erneuerbaren Energien erfolgt?“ Die Antworten sind – mit dem Mäntelchen der Nächstenliebe gesagt – ernüchternd.

Bevor wir uns diesen Antworten zuwenden, braucht es aber eine kleine Einschulung der geneigten Leser in die Technik des Stromnetzbetriebes. Keine Angst, wir bleiben am Boden des Verständlichen.

Das n-1-KriteriumDas (n-1)-Kriterium (sprich: N-minus-eins-Kriterium) oder die (n-1)-Sicherheit bezeichnet den Grundsatz, dass bei dem Ausfall einer Komponente durch Redundanzen der Ausfall eines Systems verhindert wird. Das (n-1)-Kriterium ist ein Grundsatz der deutschen Netzplanung und sorgt für die hohe Netzsicherheit… Beim Ausfall einer Komponente, wie bspw. einem Stromkreis, kommt es durch Ausweichmöglichkeiten nicht zu einer Versorgungsunterbrechung oder einer Ausweitung der Störung. Die (n-1)-Regel muss bei maximaler Auslastung gegeben sein.

Blindleistung: „Damit Strom überhaupt durch eine Leitung fließen kann, muss diese stetig unter Spannung stehen. Dazu wird 50-mal pro Sekunde ein elektrisches und ein magnetisches Feld auf- und abgebaut. Weil die Leistung, mit der die Felder auf- und abgebaut werden, im Netz verbleibt, bezeichnen Experten sie als Blindleistung. Sie verrichtet keine nutzbare Arbeit, wird aber dringend benötigt, um die Spannung im Stromnetz zu regulieren“.

Momentanreserve: „Die Schwungmassen der großen  Synchrongeneratoren (in den Kraftwerken) sind für die Frequenzerzeugung und -haltung von zentraler Bedeutung, da hier permanent ohne Steuerungseingriffe mechanische in elektrische Energie und umgekehrt umgewandelt wird. Das ist ein rein physikalischer Vorgang, der ohne jeglichen Zeitverzug, also instantan abläuft. Das kann man sich auch als große Stoßdämpfer für Belastungsstöße vorstellen, die bisher dafür gesorgt haben, dass das europäische Verbundsystem so stabil funktioniert. Diese werden aber nun nach und nach reduziert und bisher nicht gleichzeitig ersetzt, weil PV- und Windkraftanlagen diese Systemfunktion nicht mitbringen.“ 

Interview mit einer Fachfrau

Mirjam König, Teamleiterin Systemverhalten, Bereich strategische Netzplanung bei TransnetBW wird in dem Newsletter interviewt. Sie leitete 2022 die Winteranalysen der vier ÜNB – besser bekannt als „Stresstest“. Da schien noch alles gut. Doch was sie jetzt sagt, lässt den Fachmann erschauern:

Mit der Transition des Energiesystems hin zu den erneuerbaren Energien haben wir den Auftrag bekommen, das System mit Blick auf 2030 zu überprüfen. Insbesondere weil zu diesem Zeitpunkt die Kohlekraftwerke nicht mehr am Netz sein werden. Daraus ist die Langfristanalyse 2030 entstanden, und das Thema Systemstabilität wurde erstmals in dieser Tiefe untersucht. Im Kreis der vier ÜNB beschäftigt uns das Thema schon lange, aber bisher erfuhr es in der Politik wenig Resonanz, weil es ein sehr komplexes Thema ist. 

Es wurden Zustände gefunden, in denen bereits ein n-1-Fehler für eine Systemunterbrechung ausreichen würde. Das heißt, wenn zum Beispiel ein Blitz einschlagen würde, dass so eine Leitung ausfällt, dann könnte das Stromnetz außer Gleichgewicht geraten. Das ist schon beachtlich! Das Netz wäre somit nicht mehr n-1-sicher, dabei ist die n-1-Sicherheit ein Grundprinzip der deutschen Netzplanung. Und das hat auch die Politik wahrgenommen. Besonders aufgefallen ist uns, dass vor allem im Norden, wo die großen Wind-Offshore-Anlagen angeschlossen sind, aber das Netz weniger engmaschig als im Süden ist, die Stabilität des Netzes deutlich gefährdet wird.“

Das Netz ist vom Grundprinzip her nicht mehr sicher

Wollen wir das technische Kauderwelsch mal übersetzen. Die Fachleute der Übertragungsnetzbetreiber „beschäftigt“ also das Thema schon lange, aber die Politik hat es nicht kapiert, weil „es ein sehr komplexes Thema“ ist. Und dann kommt der Hammer: Das deutsche Übertragungsnetz beherrscht nicht in jedem Fall mehr den „n-1-Fehler“. Das heißt, wenn in einer angespannten Situation eine der großen Übertragungsleitungen durch Blitzeinschlag, langwellige Leiterseilschwingungen bei viel Wind und Schnee, Sabotage oder durch einen Transformator-/Hochspannungsschalterfehler plötzlich ausfällt, könnte „das Stromnetz außer Gleichgewicht geraten“ – also in einem Dominoeffekt zusammenbrechen. Die Folge heißt übersetzt, es könnte zu einem Teilnetzausfall oder im schlimmsten Fall zu einem Blackout kommen. Das sage diesmal nicht ich, sondern die Teamleiterin Systemverhalten, Bereich strategische Netzplanung bei TransnetBW. Ich habe das auf der Achse schon vor Jahren geschrieben und bin dafür beschimpft worden.

Die Schwachstellen des Netzes sind eher im Norden, wo die vielen Windräder Strom erzeugen sollen, den das Netz dann einsammeln muss. Dafür ist es aber nie gebaut worden. Mirjam König weiter:

„Im Austausch mit einem erfahrenen Kollegen haben wir kürzlich festgestellt: Wir befinden uns in der zweiten Stufe der Energiewende. Wir sind mittendrin in einem Wandel von einem Synchronmaschinen-basierten hin zu einem Umrichterbasierten System. Synchrongeneratoren befinden sich in den bisherigen konventionellen Kraftwerken – Umrichter befinden sich in den ErneuerbareEnergien- und STATCOM-Anlagen bei Elektrolyseuren und Batteriespeichern. Sie müssen schon morgen zur Systemstabilisierung beitragen. Die Herausforderung ist jetzt, das Ganze umzusetzen: nämlich parallel an den richtigen Stellen zum Netzausbau und zum Bau neuer klimaneutraler (Gas-)kraftwerke.“

Auch hier ein Übersetzungsversuch: Die großen rotierenden Generatoren der Kraftwerke sind „Grid-Forming“-Maschinen, sie halten aufgrund ihrer großen Masse die Frequenz von 50 Herz im Sekundenbereich konstant. Für die Kollegen vom BMWI und BNA – Masseträgheit ist eine physikalische Eigenschaft, die dafür sorgt, dass Leistungsschwankungen in einem Bereich, in welchem die Zeit für menschliche Eingriffe zu kurz ist, abgefedert werden. Windräder haben nur kleine Massen und Solarpaneele gar keine rotierenden Teile, sie sind mit ihren Wechselrichtern „Grid-Following“; das heißt, sie hängen sich ans Netz der „Grid-Forming-Maschinen“ und wirken nicht stabilisierend. Nebenbei, Gaskraftwerke sind eher „Grid Following-Maschinen“. Auch die Spannungshaltung im Netz durch Blindleistungsregelung wurde bisher von den großen Kraftwerksgeneratoren vorgenommen.

Alles umbauen in wenigen Jahren

Der Strom von morgen, der fast ausschließlich aus erneuerbaren Energien (EE) erzeugt wird, soll in das Stromnetz nicht nur integriert werden, sondern auch in der Lage sein, das Netz jederzeit stabil zu halten. Doch dafür fehlt den EE-Anlagen noch die Grid-forming-Eigenschaft, die sie dazu befähigt, insbesondere im Störungsfall, einen stabilen Netzbetrieb zu gewährleisten.“

Nun soll es aber nach dem Willen der Regierung nach 2030 keine Großkraftwerke mehr geben, außer den noch nicht vorhandenen H2-Ready-Gaskraftwerken. Jetzt muss eine elektronische Lösung für die Millionen Wechselrichter der „Erneuerbaren“ erfunden werden, dann muss man sie erproben und dann letztlich überall einbauen. In sechs Jahren für 60.000 Windräder, für Millionen von Solarpaneelen und vielleicht sogar für die Rückladestationen der Millionen Elektroautos. Als Techniker sage ich da nur: Kein Kommentar.

Die heutigen „Grid-Forming-Anlagen“ haben durchweg Pilotcharakter. Sie sind kompliziert und – Überraschung – kostenintensiv. Dr Michael Heinsel von TransnetBW sagt:

Die STATCOM-GFM Anlage ist eine stromrichterbasierte Kompensationsanlage mit der Grid-forming-Eigenschaft, die gerade u.a. am Umspannwerk von TransnetBW in Wendlingen geplant wird. TransnetBW möchte mit dieser Anlage die STATCOM-Technologie im Betrieb validieren und praktische Erfahrungen sammeln.“ 

Die Kirsche auf der Torte – „Schwarzstartfähige Kraftwerke“

Wenn man nach einem großflächigem Stromausfall das Netz wieder hochfahren will, braucht man Kraftwerke, die ohne Fremdstromversorgung angefahren werden können, da sie ein eigenes Wasserkraftwerk haben, oder große Notstromaggregate. Windmühlen und Solarpaneele sind nicht schwarzstartfähig. Das Kernkraftwerk Emsland, das im letzten April verschrottet wurde, war so ein Kraftwerk. Es hatte eine kleinere Gasturbinenanlage auf dem Kraftwerksgelände. Damit ist heute aber Ende Gelände.

Also müssen die vielen noch nicht mal geplanten, geschweige denn gebauten H2-ready-Gaskraftwerke möglichst so ausgerüstet werden, dass sie schwarzstartfähig sind. Das ist auch – Überraschung – sehr kostspielig.

Mirjam König wurde in dem Interview abschließend gefragt: „Wen siehst du außer den ÜNB noch in der Pflicht?“ Sie antwortete:

Für mich ist essentiell, dass ÜNB, Verteilnetzbetreiber, Anlagenhersteller, Zertifizierer und natürlich die Politik an einem Strang ziehen müssen. Es muss allen klar sein, dass mit dem Bewusstsein für die Kritikalität der Systemstabilitätsthemen und den entsprechenden Maßnahmen, die ergriffen werden oder nicht, die Energiewende steht oder fällt.“

Ich übersetze letztmalig frei: Die Kohlekraftwerke werden noch eine lange Zeit weiterlaufen.

Ich danke Stefan von Outdoor Chiemgau für die Anregung zu diesem Artikel.

Der Artikel erschien zuerst bei ACHGUT hier

 




Quo vadis Germania? Teil 2

Teil 2: Deutschlands wirtschaftlicher Niedergang kam schleichend über die letzten Jahrzehnte. Hand in Hand mit dem Bildungsnotstand (Stichwort: PISA-Studie) und dem Fachkräftemangel

Raimund Leistenschneider, Werner Eisenkopf

Teil 1 steht hier.

SUMMARY/ZUSAMMENFASSUNG VON TEIL2

Rückblick und Schwenk zur Gegenwart. Die Anfänge heutiger hoher Energiepreise. PISA und Fachkräftemangel. Die 1980-Jahre als Wegbereiter des heutigen Deutschlands. Untrennbar verbunden mit einem Mann: Michail Gorbatschow. War das KGB der Wegbereiter von Gorbatschow?Deutschlands Weg seitdem, mit den „Treibhausgasen“ und „Klimaschutz“ als nie da gewesener Abzocke, die erst durch die Bauernproteste 2024eine breite Ablehnung finden,werden von den Staatsmedien verunglimpft.Deutschland scheint sich mehr und mehr zu verzetteln und dabei selbst aufzugeben. Jüngstes Beispiel, die neue Partei „BSW“ = „Bündnis Sahra Wagenknecht“.

NOCH ETWAS RÜCKBLICK

Der gesamte Themenkomplex, indem sich unser Land, seine Politik und, was den Zustand seiner Wirtschaft anbelangt, befindet, begann in den 1980-Jahren und somit in etwa zeitgleich mit dem Aufstieg Chinas zur Wirtschaftsmacht. Wir möchten jetzt nicht unsere Leser langweilen und die Spontijahre mit ihrer Partei, die sich „Die Grünen“ nennt, aufwärmen, sondern die Akteure betrachten, die dies für ihre Zwecke nutzten und nutzen. Haben wir es unseren Konkurrenten auf dem Weltmarkt etwa zu einfach gemacht? In unserem Glauben, das Dauer-Abo für Wohlstand, Wirtschaftsspitze und Exportweltmeisterschaft zu haben! Im Setzen falscher Prioritäten durch die Politik, die mehr und mehr Schimären ins Zentrum setzt, die sich Klimanotstand, Elektromobilität oder Energiewende nennen und wie in der griechischen Mythologie als Drachen und Medusen, bzw. Nymphen der Bevölkerung verkauft werden/werden sollen.

Die mit diesen Jahren einhergehenden falschen Periodisierungen, die einige Jahrzehnte später in den Energienotstand – mehr und mehr unbezahlbare Energiepreise durch den Wegfall von Grundlastkraftwerken*3), wie Kernenergie und Kohleenergie, sowie den angeblichen Klimanotstand, führten, und zum Feindbildes von Wissenschaft und Technik wurden, wodurch nicht wenige junge Menschen davon abgehalten wurden und werden, Berufe, die damit verbunden sind, zu lernen, was geradewegs in den hausgemachten Fachkräftemangel führte (Abb.7).

*3) Als Grundlastkraftwerke gelten solche Kraftwerke, die, unabhängig von Sonne scheint, Sonne scheint nicht, bzw. Wind weht, Wind weht nicht, ständig Materie in Energie umwandeln oder einfach ausgedrückt, ständig in Betrieb sind und Energie liefern, wodurch bereits die Kosten, wegen des größeren Wirkungsgrades, niedrig und die Verbraucherpreise damit ebenfalls niedrig sind. So ist es kein Wunder, dass mit zunehmendem Ausbau sog. erneuerbarer Energien, die Strompreise immer weiter und weiter steigen.

Abb.6 oben, Quelle, zeigt die Strompreise in Deutschland seit der Jahrtausendwende und dazu die Prognose bis 2030 – Sie erinnern sich, 2030 soll der Anteil sog. erneuerbarer Energien bei 80% liegen. Abb.6 unten, Quelle, synchron verlaufend den Ausbau sog. erneuerbarer Energien seit der Jahrtausendwende. Sie merken, die Bevölkerung wird regelrecht belogen mit der Aussage, sog. erneuerbare Energie sei kostengünstig zu haben.

Abb.7, Quelle, zeigt, wie sehr gerade die Menschen fehlen, die Garant für die Weiterentwicklung von Wirtschaft und Industrie und damit für unseren Wohlstand sind. Denn, dies scheinen in Politik und Öffentlichkeit nicht wenige übersehen zu haben: Deutschland besitzt keine Rohstoffe und ist auch kein Bankenland wir z.B. die Schweiz, sondern einzig sein Wissen und Können, um Wohlstand und Lebensstandard zu erhalten.

Abb.8, Quelle: „Deutsche Schüler schneiden so schlecht ab wie nie“. Deutschland scheint immer dümmer und dümmer zu werden. Unter den besten 10 der Welt im Schlüsselfach der Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft ist Deutschland gar nicht mehr zu finden. Keine guten Voraussetzungen im weltweiten Wettbewerb!

Abb.9, Quelle wie Abb.8. Die Rangliste spricht für sich. Aber dafür sind die Schüler (wie die Lehrer) Weltmeister im (geduldeten und geförderten) Schulschwänzen, Abb.10.Mit seinem Rang auf Platz 25(!!) in den Schlüsselfeldern Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaft, ist Deutschland nicht nur verheerend weit von den besten 10 entfernt, sondern entfernt sich immer weiter.

Abb.10, Quelle: Tagesschau. EIKE berichtete umfangreich darüber hier oder hier.

Nun, einen Klimanotstand, den gibt es nicht. Genauso wenig, wie irgendwelche nachweisbaren Einflüsse von sog. Treibhausgasen auf die Temperatur. Wer allerdings in Physik und Mathematik nicht zu den „Leuchten“ gehört, der lässt sich willig auf die Straße schicken….

Was sollen die Autoren angesichts solcher Dummheit, Entschuldigung, falscher Prioritäten, die Politik und die Gesellschaft setzen, sagen? Dumme Lehrer, gibt dumme Schüler ist ganz sicher polemisch und wird der gesellschaftlichen Tragweite nicht gerecht und ist somit falsch.

Zu den eingangs genannten. Akteuren,die in den 1980ern die Situation in Deutschland (und in Westeuropa) „begleiteten“ gehört natürlich China aber (seinerzeit) noch mehr, die damals noch bestehende Sowjetunion. Meldete z.B. die Sowjetbotschaft in London, angesichts der Menschenkette in Sellafield 1981, nach Moskau – zumindest stand das so im Nachrichtenmagazin Der Spiegel – „Wir haben 500.000 Menschen auf die Straße gebracht“.

DIE ANFÄNGE VON GORBATSCHOW

In der Sowjetunion stellt sich weiter im o.g. Zeitraum die Frage: Warum wurde Michail Gorbatschow 1985 Generalsekretär der KPdSU und damit sozusagen, der 1. Mann in der Sowjetunion? Was hat das jetzt mit China und dem heutigen Deutschland zu tun? Nun, lassen Sie uns beginnen.

Wir möchten anführen, dass unsere Artikelserie,neben den darin enthaltenen Informationen zur Aufklärung, zum Nachdenken anregen soll. Wie weit der Ausspruch: „Land der Dichter und Denker“ dabei zutrifft, ist eine individuelle Angelegenheit.

Michail Gorbatschow war nicht für den Posten des Generalsekretärs der KPdSU und Nachfolger von Tschernenko vorgesehen. Dies sollte ein anderer werden, Grigori Romanow. Romanow war:

– der Kandidat von Tschernenko und damit,

– der Kandidat des Politbüros

– der Kandidat des ZK

– der Kandidat der Rüstungsindustrie (Anmerkung: und damit des Militärs)

– ZK Sekretär von Leningrad und dann von Moskau. Mit allen Kontakten und Beziehungen, die dazu gehören

Aber er wurde es nicht. Es wurde Michail Gorbatschow. Aber wessen Kandidat war Michail Gorbatschow? Wer blieb denn als wichtige Organisation noch übrig, nach den o.g., nach denen Romanow der 1. Mann werden sollte? Freie Wahlen hat es seinerzeit in der Sowjetunion nicht gegeben. Das Volk hat Michail Gorbatschow nicht zum 1. Mann der Sowjetunion gemacht.

Romanow wurde u.a. „schlecht gemacht“, indem Stimmung gegen ihn aufgebaut wurde und ihm z.B. die Hochzeit seiner Tochter vorgehalten wurde, die in schierer Verschwendung stattgefunden haben soll. So zumindest stand dies seinerzeit im Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Nun, eine investigative Presse gab es 1985 in der Sowjetunion nicht (ja, Sie haben ja Recht, in Deutschland dem Jahr 2024 auch nicht). Wer also hatte solche Informationen in der Sowjetunion? Nun, Michail Gorbatschow hat in seinem 100 minütigen Interview zu seinem 90. Geburtstag, gesendet erstmals auf ARTE im Sommer 2021, selbst die Antwort gegeben.

DAS KGB BRACHTE GORBATSCHOW AN DIE MACHT

Dort gab er umfangreich bekannt, dass er eng mit Wladimirowitsch Andropow befreundet war. Für diejenigen, denen der Name nichts sagt. Andropow war von 1967 – 1982 Chef des KGB. In den letzten Jahren der Amtszeit von Leonid Breschnew, dessen engster Vertraute und Berater und, ab 1982, Nachfolger von Breschnew und 1. Mann der Sowjetunion.

In dem o.g. Interview gab Michail Gorbatschow bekannt, dass die Familien eng befreundet waren und gemeinsam ihre Urlaube verbrachten. Aus dem ARTE-Interview (Mediathek) stammt Abb.11.

Abb.11, Quelle: ARTE-Mediathek, zeigt links Michail Gorbatschow und rechts Wladimirowitsch Andropow. Die Deutung des Bildes zeigt links einen gefestigten und überzeugten Bolschewiken und Patrioten, sowie rechts, den „typischen“ Vertreter der damaligen sowjetischen Machthaber.

In seinem Interview und in Gegenwart des gezeigten Bildes, sagt Michail Gorbatschow:“Wir beide standen uns recht nahe.“ Und weiter schildert er, dass sich beide, nach Gorbatschows Amtsantritt als ZK-Sekretär und Nachfolger von Fjodor Kulakow in 1978, im KGB-Büro von Andropowin Moskau trafen und dabei die Nachfolge von Breschnew ansprachen.

DAS KGB UND SEIN RUF IN DER DAMALIGEN SOWJETUNION

Was hat denn nun das frühere KGB mit dem Heute zu tun? Nun, im Westen hatte das KGB keinen guten Ruf, war es doch die Spionagebehörde des damaligen Gegners, dem Ostblock, die der Sowjetunion, die es ja auch nicht mehr gibt. In der Sowjetunion war dies ganz anders. Dort hatte das KGB als Arbeitgeber einen sehr guten Ruf. Was natürlich auch darauf beruhte, dass dessen Mitarbeiter im täglichen Leben Vorteile besaßen. Dies war jedoch nicht der entscheidende Grund. Die Autoren schrieben vom Arbeitgeber als guten Ruf.

Mitarbeiter des KGB und in die Laufbahn des höheren Dienstes, konnte man natürlich durch Beziehungen werden. Aber Aufsteigen, etwas dort „werden“, konnte nur der, der was „auf dem Kasten“ hatte. In einem Land, welches seit mehr als 50 Jahren von einer Gruppierung allein regiert wird und sich dadurch natürlich die Korruption und Vetternwirtschaft breit macht, ein nicht zu unterschätzendes Argument für die, drücken wir es mal so aus, weder die Mittel, noch die Beziehungen für Vetternwirtschaft haben.

Das KGB konnte sich seine Mitarbeiter unter den Besten seines Landes aussuchen. Sein Gegenpart in den USA trägt sogar das „I“ für Intelligence in seinem Namen und die CIA hatte in den USA nie die Möglichkeiten, sich seine Mitarbeiter so aussuchen zu können, wie das KGB in der Sowjetunion. Aus Sicht der Sowjetunion war das KGB eine, wenn nicht Die Intelligenzschmiede des Landes.

GORBATSCOW ALS PERSONEN-IRRTUM DER UdSSR?

Dass sich nun die Intelligenz so irren sollte, dass der Mann, den sie 1985 gegen erhebliche Widerstände zum 1. Mann der Sowjetunion machte und nun derselbe Mann, 5 Jahre später, die Sowjetunion und sie (das KGB) „abwickelt“, dass soll der glauben, der an den Weihnachtsmann und den Osterhasen glaubt. Sie lachen oder sagen, dies sei Polemik. Nun, in unserem Land glauben recht viele Menschen an den Weihnachtsmann oder den Osterhasen. Nur heißen diese heute anders! Sie heißen, Menschengemachter Klimawandel (Erderwärmung) und Energiewende.Für diejenigen, die solche Vergleiche nicht mögen, anders ausgedrückt: Sehr schwer vorstellbar, dass eine Intelligenz, die sich vorrangig mit Strategie und Taktik beschäftigt, in einer Person so irren sollte….

Als Nachrichtenkonsument nehmen wir immer das (Anmerkung: für richtig) wahr, was uns von den Medien, hier vor allem den Staatsmedien von ARD und ZDF, als Wahrheit präsentiert wird. Was meist in einfachen Wahrheiten einher kommt. Obwohl wir wissen, dass die Welt meist ein wenig komplexer und damit schwieriger und mit einfachen Wahrheiten nicht zu erklären ist.

Bevor jetzt einige fragen, wird bei EIKE alles in Frage gestellt? Ganz sicher nicht! Die Vorgehensweise der Autoren lässt sich mit der Vorgehensweise vergleichen, die in der Digitalelektronik Usus ist. Mit den dort üblichen Wertetabellen der Logik. So hat z.B. eine Beziehung mit 4 Variablen, 16 (Lösungs)Möglichkeiten. Nicht hinter jeder Beziehung (auch Gleichung genannt) steht eine „1“, sondern eine „0“. Jede Lösungsmöglichkeit muss aber in Betracht gezogen werden, will man nicht (Elektronik) den Absturz des Systems riskieren. So entstanden die Fragen (Lösungsmöglichkeiten) der Autoren aus Ungereimtheiten, die nach einer (offenen: „0“ oder „1“) Erklärung suchen. Eine Ungereimtheit hatten die Autoren dargelegt. Eine zweite ist:

Von den Medien wurde seinerzeit verbreitet, die Gespräche zwischen der russischen und der deutschen Seite verliefen in einem harmonischen/freundschaftlichen Rahmen. Einer der Autoren (Leistenschneider) hat noch das Bild vor Augen, wie seinerzeit Gorbatschow und Kohl (im Kaukasus) einen Geländespaziergang machten und Gorbatschow, der vorangegangen war, Kohl die Hand ausstreckte, um ihm zu helfen. Kohl mit einem unfreundlichen Gesichtsausdruck die (helfende) Hand Gorbatschow „abwinkte“. So eine Geste des Altkanzlers, passt nicht so recht nicht in die offiziellen Verlautbarungen von Harmonie und Einigkeit.Einigkeit dann sicherlich, aber ohne Gegenleistung?

Was daher vor allem die Autoren interessiert und dabei sind die Autoren offen für jede Antwort, so, wie dies in de Wissenschaft üblich ist, ob ein Zusammenhang besteht, zwischen dem Ende der Ära Gorbatschow / dem Beginn des heutigen Deutschland in 1989/1990 (Stichwort: Verhandlungen zur Wiedervereinigung) und dem Beginn der Klimahype ebenfalls mit Beginn in 1989/1990? Der Ära / dem Themenkomplex, der heute so gewaltige Ausmaße angenommen hat, dass daraus die gewaltigste Abzocke entstanden ist, die scheinbar unisono von Politik, Medien, Kirchen, Gewerkschaften,… getragen wird. Die Abzocke einer nie da gewesenen Umverteilung von unten nach oben! Einer Abzocke, der auch immer mehr Unternehmen zum Opfer fallen und Deutschland als Produktionsstandort verlassen (müssen).Weil dies wichtig für das Verstehen von heute ist.Aber was soll das nun mit den o.g. Verhandlungen zu tun haben? Dafür ist zum einen das Wissen erforderlich, wer daran beteiligt war – Beispiel oben: Michail Gorbatschow – und was die Verhandlungen, die zu Verträgen führten, beinhalteten, die am o.g. Beispiel Helmut Kohl, zu dessen abweisender Reaktion führten. Einer Geste, die auf (irgend)einem Grund beruht.

Wir wissen – wird uns fast täglich vorgeführt – dass in den Vertragsebenen, keine Leistung ohne Gegenleistung erfolgt. Ob dies nun die Zustimmung Ungarns zu weiteren Ukrainehilfen war oder die Zustimmung der Türkei zum Nato-Beitritt Schwedens oder „nur“ Koalitionsverhandlungen/-verträge. Bei Verhandlungen / Verträgen wird nicht nur genommen, sondern auch gegeben. Und zwar Handfestes (da gab es z.B. den 5 Milliarden Kredit an Moskau), nicht nur Absichten. Und bis zum Ukrainekrieg, die bevorzugte Abnahme russischen Erdgases, mit einer gewissen Versorgungsabhängigkeit. Mag sein, dass dies im Wesentlichen alles an „Gegenleistung“ war und vermutlich war es das auch. Aber, um das o.g. Beispiel aus der Elektronik zu verwenden: Gibt es weitere „1“ oder verbleiben einzig „0“?

Denn eine weitere Ungereimtheit, die Wirtschaft, Industrie, sowie uns alle betrifft, ist der Ausstieg aus der sicheren und vor allem kostengünstigen Energieversorgung, nämlich der Kernenergie, durch eine konservativ geführte CDU-Regierung. Europa und die übrige Welt gehen diametral andere Wege und im Ausland schüttelt man nur mit dem Kopf über den von Deutschland eingeschlagenen Weg: „Während Deutschland aussteigt: Global sind über 200 Atommeiler in Bau oder Planung“ (hier).

Abb.12, Quelle. zeigt den weltweiten Ausbau der Kernenergie bis zum Jahr 2030.

Warum nur hatte die Regierung in 2011, den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen? Da waren CDU/CSU und FDP an der Regierung. Die Grünen spielten keine Rolle und waren die kleinste Fraktion im Bundestag. Mit Fukushima als Vorwand, als hätte man förmlich darauf gewartet*4) (Tsunamikatastrophe am 11.März 2011, Bundestagsbeschluss am 30.Juni 2011) obwohl Fukushima keine Reaktorkatastrophe, sondern eine Tsunamikatastrophe war. Tsunamis gibt es nicht einmal an der deutschen Nordseeküste und schon gar nicht in Bayern (KKW-Standort Gundremmingen). Deutschland hatte, was viele nicht mehr wissen, bereits rund 10 Jahre zuvor den schrittweisen KKW-Ausstieg beschlossen.

*4) Gerade mal 4 Monate. Wenn man bedenkt, wie schwerfällig die Politik ansonsten mit weit weniger reichenden Gesetzen ist, Donnerwetter!

Kernkraftwerke liefern nicht nur kostengünstig Strom, sondern sind noch aus einem anderen Prinzip wichtig. Zumindest für Atomstreitmächte, die alle Kernkraftwerke für diesen Zweck nutzen. So war z.B. auch Tschernobyl eine militärische Anlage, zur Erzeugung waffenfähigen Plutoniums, welche als „Nebenprodukt“ elektrischen Strom lieferte.

Von einem wiedervereinten, erstarkten Deutschland darf keine Gefahr für die Sowjetunion ausgehen. Sicherlich ein (mögliches) Argument, welches bei einem Dr. der Geschichte (Helmut Kohl war Dr. der Geschichte) auf „offene Ohren“ trifft. Was macht ein Land gefährlich? Mal an Nordkorea oder Iran denken. Richtig: Atomwaffen. Ohne KKW ist kein Land aus eigener Kraft dazu in der Lage, Atomwaffen zu produzieren. Aus der Uranproduktion (nur Uran 235 und Plutonium 239 sind in der Lage, eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion aufzubauen) stieg Deutschland bereits 1991 aus. Hat ein Land keine produzierende Industrie mehr, ist es ebenfalls nicht kriegstauglich. Bitte nicht missverstehen. Aus (möglicher) sowjetischer Sicht betrachtet. Wir erleben dies derzeit am Beispiel der Ukraine, die ohne die massiven Unterstützungen aus dem Ausland, es sehr schwer hätte. Um es mal neutral auszudrücken. Und was ist aus dem (einstigen) Industriestandort Deutschland geworden?

Die Autoren wissen, dass ihre Überlegungen, die aus den Fakten, das Michail Gorbatschow über Jahrzehnte eng mit dem KGB verbunden war (seine eigene Aussage) und durch das KGB zum 1. Mann der Sowjetunion wurde, sowie den weiteren „Ungereimtheiten“ entstanden, nicht den Anspruch haben, die Realität abzubilden (eine „1“ sind) und die Autoren wissen auch, dass es nicht gern gesehen wird, zu viel nachzudenken und Fragen zu stellen, sondern stattdessen lieber Freitags auf die Straße gehen soll, um die Welt zu retten, aber die Antwort auf die gestellten/aufgekommenen Fragen, wichtig für das Verstehen von heute und damit den weiteren Weg (Quo vadis Germania?) unseres Landes sind. Damit zurück zu den aktuellen Gegebenheiten.

TREIBHAUSGASE“ UND „KLIMASCHUTZ“ ALS ABZOCKE

Die Autoren bleiben bei ihrem bildhaften Vergleich:Genau sowenig wie es einen Weihnachtsmann gibt, genau sowenig haben sog. Treibhausgase irgendeinen erkennbaren Einfluss auf die Temperaturen (was Leistenschneider in zahlreichen Berichten auf EIKE darlegte). Und genau sowenig, wie es einen Osterhasen gibt, genau sowenig ist die Energiewende „für eine Kugel Eis“ (hier) zu haben bzw. bringt sie Wohlstand für unser Land und seine Bevölkerung. Aber dennoch wird der Unsinn von (zu) vielen in unserem Land immer noch geglaubt. Dabei geht es einzig und allein um die gewaltigste Abzocke der Bürger, die unser Land je gesehen hat (hier).

DIE BAUERNPROTESTE 2024

Die Bauern sind die Ersten, die gegen diesen Unsinn und die damit verbundene, nie da gewesene Abzocke auf die Straße gehen und sich die Knebelung, Schröpfung, die beide o.g. Paradigmen beinhalten, nicht länger gefallen lassen.

Abb.13, Quelle: Tagesschau, zeigt einen Bauernprotest gegen die immer höher aufgebürdeten Kosten vor dem Brandenburger Tor. Der Titel lautet: „Bauernproteste sorgen bundesweit für Störungen“.

Da ist von „Störungen“ die Rede. Gehen Linksgruppen oder Umweltgruppen auf die Straße, da ist von „Mahnwachen“, „klaren Statements“ oder von „Warnstreik“ die Rede. Wer gegen den politisch verbreiteten Klima-und Energiewahnsinn oder den Niedergang unserer Industrie und Wirtschaft (der Landwirtschaft) protestiert, wird als „Störenfried“ abgestempelt. In was für einem manipulierten Land leben wir eigentlich?

67 Milliarden Staatseinnahmen in 2024 durch „CO₂-Maßnahmen und KEIN „Klimageld“

Der Bund nimmt (Anmerkung: Allein durch die für 2024 beschlossenen CO₂-Maßnahmen) 67 Milliarden aus CO₂-Preis ein.“ Und dies ist nur eine Facette. Nicht zu vergessen, die Posten, die in der Verwaltung geschaffen werden, für immer mehr (statt weniger) Bürokratie, wie z.B. für Klimageld als sog. Ausgleichszahlung. Ohne den CO₂-Unsinn und dem damit verbundenen Energieunsinn, hätten wir Bürger genug Geld und bräuchten kein Klimageld!

Ausgleichszahlungen, Klimaschutzmanagement,… vernichten zwar im produzierenden Gewerbe Millionen von Stellen, schaffen dafür aber zehntausende unproduktiver Stellen in der Verwaltung. Stellen, die dann mit „verdienten“ Parteimitgliedern besetzt werden. Alles auf unsere Kosten, den Steuerzahlern. Kein Wunder also, dass die Staatsmedien von ARD und ZDF angehalten werden, von Störenfrieden zu reden, wenn jemand gegen die Abzocke „auf die Straße geht“.

Wir leben in einem sonderbaren Land. Nicht nur, dass wir unseren Lebensstandart und unseren Wohlstand selbst „abschaffen“, wie die Abb.6-9 auf skizzieren, wogegen unsere Konkurrenten auf dem Weltmarkt mehr und mehr dominieren, sondern auch, in dem Dinge möglich sind, die man nicht für möglich gehalten hätte oder doch? Da die Politik wegweisend für die Entwicklung oder Misere eines Landes(unseres Landes) ist, ein aktuelles Beispiel.

Neue Partei „BSW“ = „Bündnis Sahra Wagenknecht“

Da gibt es eine neue Partei, die da heißt „BSW“ = „Bündnis Sahra Wagenknecht“. Nun ist ein Personenkult, insbesondere für das Land, dem in den nächsten Teilen der Schwerpunkt gewidmet wird – China – nichts Ungewöhnliches. Herrscht dort doch bis heute der Mao-Kult. In unserem Land, genauer in Ostdeutschland, war das letzte Staatsoberhaupt mit einem Personenkult, Erich Honecker, der knapp 20 Jahre Staatsoberhaupt der DDR (so hieß Ostdeutschland seinerzeit) war. Der Personenkult bestand vorrangig darin, dass er die höchsten Staatsämter in Personalunion führte, aber natürlich auch darin, dass er alle Privilegien hatte… Dass eine Partei nach dem (der) benannt ist, die diese Partei führt, ist eine ganz neue Facette eines Personenkults. Personenkulte sind aus geschichtlicher und politischer Sicht jedoch nicht als Vorbild geeignet ist.

Unter wem hatte noch mal Frau Wagenknecht ihre ideologische Karriere in der dortigen FDJ begonnen? Gregor Gysi sagte über sie: „Da war nun diese junge Frau, die unbedingt das Alte [die DDR] wiederhaben wollte.“ Keine weiteren Fragen. Vielleicht noch die Anmerkung, als Erklärung der Aussage von Gregor Gysi. Die Genetik, die unser Verhalten neben der (gewollten) kognitiven Ausprägung, auf unsere Gene zurückführen und zu entschlüsseln versuchen, nicht wirklich eine Überraschung, dass sich Frau Wagenknecht, seit der Ära von Erich Honecker, in ihrer Weltanschauung nicht geändert hat. Daher ein Erklärungsversuch, wohl wissend, dass so hochkomplexe Themen, wie Molekularbiologie / Zellprozesse, sowie Genetik, auch nicht auf 100 Seiten annähernd zu erklären sind.

Dinge, die für uns alltäglich sind, werden meist so hingenommen, wie sie sind, ohne viel darüber nachzudenken. Aber, wenn wir eine Bewegung ausführen (sichtbar) oder einen Denkvorgang (unsichtbar), so müssen die dafür zuständigen Zellen / Zellverbände genau diese Handlungen ausführen. Die molekularen, sowie genetischen Vorgänge dazu, sind hochkomplex. Daher versuchen die Autoren dies so kurz wie möglich, allgemeinverständlich, darzulegen. Denn keine Ursache ohne Wirkung und auch unser Geist ist nichts mythisches, sondern ein komplexes Zusammenspiel neuronaler Netze. Damit diese Netze etwas tun, müssen sie die Befehle dazu erhalten, die letztendlich aus den Genomabschnitten generiert werden. Ändert sich das Zellverhalten nicht, so ändert sich auch unser Verhalten nicht und ist lediglich kognitiv (also durch unser Bewusstsein) „vorgegaukelt“, so die Grundthese.

Unser Genom besteht aus ca. 3 Milliarden Basenpaaren. Darunter befinden sich gut 25.000 Gene, die für Zellproteine codieren. Was etwas mehr als 1% des menschlichen Genoms ausmacht. Der andere Teil (fast 99%) besteht also aus nicht codierenden Sequenzen, sog. Introns. Überwiegend Steuerungssequenzen. Wogegen die o.g. 1% Exons heißen. Übrigens sind 98,5% unsere Gene mit denen der Schimpansen identisch, aber nur etwa 40% der Steuerungssequenzen. Es sind also die Steuerungssequenzen (Introns), die uns vom Affen unterscheiden!

Die Introns bestehen aus eine Vielzahl von Kategorien. Da gibt es Sequenzen, die seit Millionen von Jahren unverändert sind, Wiederholungssequenzen und hoch variable Sequenzen, sog „springende Gene“ („Transposon“). Es würde hier zu weit führen, dass zu vertiefen. Nur soviel, repetitive Sequenzen (Wiederholungssequenzen) am Beginn eines Gens, sind z.B. dafür verantwortlich, ob ein Mensch in einer Beziehung treu ist oder ob nicht. Gleiches gilt für die Aussage „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.“ „Nur“, dass hierfür mehrere Gene verantwortlich sind. Lange Rede kurzer Sinn:

Soll eine Zelle/Zellverbund z.B. eine Neigungshaltung ausführen, so müssen die Zellen dazu veranlasst werden, ihren Zustand zu ändern. Dies machen die Zellen nur dann, wenn sich ihre interne „Mixtur“ (Zellproteine) verändert oder sie Signale von außen erhalten, die aber auch (in anderen Zellen) letztendlich über Genomabschriften entstehen. Zellproteine werden durch Abschriften eines bestimmten Abschnittes im Genom (Gen genannt) erzeugt. Dabei bestimmen Steuerungssequenzen und Botenstoffe die Abschrift.

Haben sich die (plastischen) Steuerungssequenzen für die Gene (ein Gen selbst ändert sich frühestens in einem Zeitraum von etwa 10.000 Jahren), die Steuerungssequenzen also, die darüber entscheiden, welche Gene für Zellproteine und in welcher Häufigkeit generiert werden und damit das Verhalten der Zellen/Neuronen bestimmen, nicht verändert, dann hat sich die Person (Alterungsprozesse nicht berücksichtigt), in ihrem Verhalten, Denken, Weltanschauung,… nicht verändert und ist immer noch ein und dieselbe Person wie z.B. vor 30- oder 40 Jahren…

Angesichts des o.g. Personenkults und der damit verbundenen Ausrichtung, muss man im Ausland denken, die Deutschen haben (wieder einmal) nichts aus ihrer Geschichte gelernt. „Quo vadis Germania?“ Wie sagte noch Gregor Gysi: „Da war nun diese junge Frau, die unbedingt das Alte [die DDR] wiederhaben wollte.“

Das Letzte, was unser Land, seine Wirtschaft, Industrie,… in seiner heutigen prekären Lage, sowie für seine Zukunftsentwicklung braucht, ist ein Personenkult al la Erich Honecker, sowie ein Regime a la Erich Honecker.

Einer der Autoren (Eisenkopf) gehört seit 39 Jahren der SPD an und erkennt in der heutigen SPD und ihrer Führung, faktisch nichts mehr von der damaligen Partei wieder, in die er 1985 eintrat und wo damals die Werte von Menschen wie Helmut Schmidt und Georg Leber galten. Auch deswegen sind da noch viele internen Informationen zu Oskar Lafontaine bewahrt worden, dem heutigen Ehemann von Sahra Wagenknecht. Oskar Lafontaine wechselte von der SPD je bekanntlich zur SPD-Parteiabspaltung „WASG“ und arrangierte deren spätere Vereinigung mit der aus der DDR-SED hervorgegangenen Nachfolgerpartei PDS, zur dann neuen Partei „Die Linke“. Nun hat sich als Abspaltung aus der LINKEn ja erst gerade diese neue Partei BSW der Sahra Wagenknecht ergeben.

In einem späteren Teil dieser Reihe, wird daher noch einmal auf die Anfänge und Vergangenheit von Lafontaine-SPD-WASG-LINKE-BSW-Wagenknecht eingegangen. Dies dann mit einer Auswahl an Interna und Details dazu, wie sie nie oder fast nie in der Presse zu lesen waren. Damit aber wird dann auch Manches um den „Basta-Gerhard“ (Schröder) und seine „Männerfreundschaft“ zu Wladimir Putin erst verständlicher. Die heutige SPD verschweigt oder verdrängt auch gern, dass etwa Helmut Schmidt, bis zu seinem Tod, kein einziges gutes oder positives Wort zum IPCC oder gar zum „Klimaschutz“ sagte. Der Mann also, der in Deutschland als „Verehrt und Gefragt“ galt/gilt (https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/Helmut-Schmidt-1982-2015-Die-Altkanzler-Jahre,helmutschmidt414.html ).

Teil 3: China im 19. und 20. Jahrhundert, bis zum Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Mai 1989und seiner heutigen Staatsdoktrin.

Raimund Leistenschneider – EIKE

Werner Eisenkopf – EIKE-Gründungsmitglied