Kältereport Nr. 9 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Wieder steht Ostasien im Mittelpunkt dieses Reports. Vor allem in der Mongolei werden weiter unten die verheerenden und tödlichen Folgen der extremen Kälte dort angesprochen (wie war das mit „global boiling“?). Aber auch in den USA erreichten Wetter-Kapriolen einen einsamen Höhepunkt. Man sollte wohl doch über das relativ friedliche Wetter bei uns nicht allzu unglücklich sein!

Die furchtbaren Folgen der Kälte in der Mongolei wurden sogar in den Boulevard-MSM gemeldet, beispielhaft hier, weitere Aktualisierungen weiter unten.

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Meldungen vom 26. Februar 2024:

China: 400 Tiefsttemperatur-Rekorde gebrochen

Die Einwohner der Stadt Shanghai haben gerade den kältesten Tag Ende Februar seit 43 Jahren, seit 1981, erlebt.

Die offizielle Temperatur betrug am Samstag in Xujiahui 2,2°C, als ein seltener Vorstoß von Luft arktischen Ursprungs die Metropole erfasste. Am Samstagmorgen kam es in Shanghai zum ersten Mal in den über 150 Jahren meteorologischer Aufzeichnungen zu gefrierendem Regen.

Der Frost in China war wirklich sehr weitreichend und hat weit mehr als nur Shanghai erfasst.

Nach der rekordverdächtigen Kälte in der vergangenen Woche, der wiederum Tiefstwerte Ende Januar und Anfang Februar vorausgingen, haben weitere 400 Stationen die Tiefsttemperaturen für Ende Februar (Stand Sonntag) gebrochen, 29 davon auch die Tiefstwerte für einen beliebigen Zeitpunkt im Februar.

Chinas arktischer Ausbruch war wirklich gravierend und hat sich historisch weit nach Süden verschoben.

Für eine Reihe von Orten wird dieser Monat als der kälteste Februar aller Zeiten in die Bücher eingehen.

Es schließen sich längere Ausführungen an. Sie werden als separater Beitrag in Gänze übersetzt.

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Rekord-Schneefälle in Süd-Korea

In der südkoreanischen Provinz Gangwon verzeichnet erhebliche, Rekorde brechende Schneemengen.

Die KMA-Station auf dem Hyangro-Berg in Goseong erreichte Ende letzter Woche zum ersten Mal überhaupt eine Schneehöhe von 160 cm. Aufgrund der Rekordmengen haben die Forscher keinen Zugang zu den Messgeräten, so dass die endgültigen Gesamtmengen unbekannt bleiben.

In anderen Regionen der Gangwon-Provinz, wie z. B. in Pyeongchang, fielen über 50 cm Schnee, und in vielen Bergregionen von Gangneung, wie z. B. in Wangsan, wurde laut koreaherald.com über ein Meter Schnee gemessen.

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Starker Schneefall in den Alpen mit noch mehr in der Vorhersage

Der stärkste Schneefall des Jahres 2024 ist in den Alpen in vollem Gange, und auch in den Dolomiten und den Pyrenäen gibt es viel Schnee.

Am Freitag fielen bereits mehr als 60 cm auf den hochgelegenen Pisten, wie zum Beispiel auf dem Schweizer Glacier 3000, und der Schneefall wurde im Laufe des Wochenendes immer stärker.

Link: https://electroverse.substack.com/p/china-breaks-400-low-temperature?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 27. Februar 2024:

Chinas Pflanzenwachstum-Saison durch die historische Kälte bedroht

Das Nationale Meteorologische Zentrum Chinas hat den dritten Tag in Folge die höchste Kältewarnung herausgegeben, nachdem arktische Luftmassen die Temperaturen auf historische Tiefstwerte haben sinken lassen.

Im ganzen Land brachen mehr als 400 Wetterstationen ihre Tiefsttemperaturrekorde für Ende Februar.

Wie am Montag berichtet, erlebte die Stadt Shanghai zum ersten Mal in der 150-jährigen Geschichte der Wetteraufzeichnungen gefrierenden Regen. Sogar der Shanghai Tower vereiste.

Chinas historische Tiefsttemperaturen und Schneefälle werden auch in nächster Zeit nicht verschwinden. Offiziellen Prognosen zufolge werden die Temperaturen in weiten Teilen des Landes bis weit in den März hinein unter den saisonalen Normen bleiben.

Diese Kälte zu Beginn der Frühjahrsanbauzeit bedroht die Gemüse- und Ölsaatenernte, was die Regierung veranlasst hat, Experten zur Unterstützung der Landwirte zu entsenden.

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Tödliche Lawine in Frankreich

Am Sonntagnachmittag wurde das Val d’Enfer im Sancy-Massiv (Frankreich) von einer gewaltigen Lawine heimgesucht.

Die örtlichen Rettungsdienste waren sofort im Einsatz, aber leider wurden vier Tote bestätigt, drei weitere Personen wurden verletzt und zwei werden noch vermisst. Sieben Personen konnten gerettet werden, da sie Notrufsignale sendeten.

Laut Sébastien Dubourg, dem Bürgermeister von Mont-Dore, ist das Gebiet, in dem sich die Lawine ereignete, das sogenannte Val d’Enfer, als gefährlich bekannt: „Es ist ein Trichter … der Berg ist leider stärker als wir“, erklärte er auf einer Pressekonferenz.

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Es folgen noch die Aussichten auf einen selbst für USA-Verhältnisse drastischen Kälteeinbruch während der nächsten Tage. Mehr dazu ein schließlich ergänzender Bemerkungen weiter unten in diesem Report.

Link: https://electroverse.substack.com/p/chinas-growing-season-threatened?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Meldungen vom 28. Februar 2024:

Schnee in Mallorca

Seltener Schnee hat Mallorca, die größte Baleareninsel im Mittelmeer, in dieser Woche heimgesucht, und es wird noch mehr Schnee erwartet.

Der Schnee im Tramuntana-Gebirge hat Dörfer wie Valldemossa und Soller abgeriegelt. An den Stränden von Cala d’Or wurden sogar Flocken auf Meereshöhe gemeldet, was zu Behinderungen auf der Insel führte.

Es kommt nicht oft vor, dass wir auf Mallorca Schnee sehen, berichtet majorcadailybulletin.com.

Auch letztes Jahr schneite es Ende Februar auf den Tag genau auf der Insel.

Aemet gab am 27. Februar 2023 eine unglaublich seltene Alarmstufe „Rot“ für Mallorca aus, da im Tramuntana-Gebirge heftige Schneefälle bis zu 50 cm und Tiefsttemperaturen unter -2°C auftraten und die Schneefallgrenze auf historische 100 m sank.

Die bemerkenswertesten Schneefälle der Vergangenheit ereigneten sich 1956 und 2012, wobei es im ersten Jahr wochenlang stark schneite.

Im Jahr 1956, das heute als „Schneejahr“ bekannt ist, war Mallorcas heilige Stadt Lluc fünfzehn Tage lang isoliert. Alle Gemeinden der Insel waren weiß bedeckt, und Mallorca war damals vom 3. bis 20. Februar insgesamt 17 Tage lang eingeschneit.

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2,1 Millionen Tiere in der Mongolei durch die eisige Kälte verendet

Alarmisten lieben die Geschichte vom klimabedingten Artensterben, ohne zu wissen, dass es immer die Kälte ist, die dies verursacht.

Mindestens 2,1 Millionen Tiere sind in diesem Winter in der Mongolei verendet, wie ein Regierungsbeamter am Montag mitteilte. Das Land kämpft mit einem der kältesten (und schneereichsten) Winter seit Beginn der Aufzeichnungen – wie schon im letzten Jahr und im Jahr davor.

Die Daten zeigen, dass die Zahl der extremen Winterkälteereignisse (dzudz“) zunimmt; in den letzten 10 Wintern traten 6 davon auf.

Jüngsten Untersuchungen zufolge wurden zwischen 1940 und 2015 zweimal pro Jahrzehnt offizielle Dzudz-Erklärungen abgegeben. In den letzten Jahren haben diese Kälteepisoden jedoch sowohl an Häufigkeit als auch an Intensität zugenommen und treten nun jährlich auf.

Im vergangenen Winter (2022-23) warnte Save the Children davor, dass Hirtenfamilien in einem noch nie dagewesenen Ausmaß von Elend betroffen waren, z. B. durch schwere Nahrungsmittelknappheit. Selbst im Mai (2023) litten 13 der 21 Provinzen der Mongolei immer noch unter einem Dzud.

Das Elend wurde in diesem Winter durch einen noch härteren Dzud verschärft, der die Mongolei nicht nur mit historischer Kälte, sondern auch mit dem stärksten Schneefällen seit 1975 überzog (und es wird noch mehr kommen) – unwirtliche Bedingungen, die Millionen von Tieren erfrieren ließen.

Die Vereinten Nationen räumen ein, dass die Dzudz an Häufigkeit und Intensität zunehmen, führen dies aber blindlings auf die „globale Erwärmung“ zurück, obwohl kein einziges Klimamodell dies jemals vorhergesagt hat. Die Abkühlung der Mongolei (die gesamte Fläche von 1,564 Millionen km²) ist ein weiterer Beweis für die „globale Erwärmung“, und die Propaganda tut ihr Übriges – das Establishment hat sich selbst in die Enge getrieben, es kann keine andere Position mehr einnehmen.

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Antarktis: unter –60°C

Ein neuer Tiefstwert für die Saison ist in der Antarktis aufgetreten.

Nachdem letzte Woche, am 21. Februar, in Wostok ein Wert von -60,7 °C erreicht worden war (einer der frühesten jemals in der Antarktis gemessenen Werte unter -60 °C), sind die Temperaturen auf dem gesamten Kontinent weiter gesunken und erreichten am 27. Februar in Concordia einen Tiefstwert von -61,6°C.

Die extreme Kälte in der Antarktis erweist sich als ebenso allgegenwärtig und hartnäckig wie die des Jahres 2021, ja sogar noch mehr – ein Jahr, das dem Kontinent den kältesten Winter (April-September) in der Geschichte bescherte.

Link: https://electroverse.substack.com/p/its-snowing-in-mallorca-winters-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 29. Februar 2024:

Weiterhin extreme Kälte in der Antarktis

In der Antarktis wurde soeben ein weiterer Tiefstwert der Saison erreicht.
Nach dem Tiefstwert von -60,7 °C in Wostok letzte Woche (einer der frühesten jemals in der Antarktis gemessenen Werte unter -60 °C) sind die Temperaturen auf dem Kontinent weiter gesunken.

In Concordia wurde am 27. Februar ein Tiefstwert von -61,6 °C und einen Tag später, am 28. Februar, von -62,7 °C gemessen. Letzterer Wert lag nur 0,2 °C vom bislang niedrigsten Februarwert der Station entfernt, der am 29. Februar 2020 gemessen wurde.

Link: https://electroverse.substack.com/p/icelands-coldest-winter-since-1995?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Island: kältester Winter seit 1995/96

Der lange Aufstieg Islands aus der letzten kleinen Eiszeit scheint seinen Höhepunkt überschritten zu haben (etwa 2010). Die Temperaturen gehen jetzt zurück.

Hungurdiskar hat die durchschnittlichen Wintertemperaturen in Island seit 1823 (mit zuverlässigen Daten bis 1874) aufgezeichnet. Die Grafik zeigt, dass die Temperaturen in den letzten Jahren, etwa seit 2017, stark gesunken sind. Für einen vergleichbaren Einbruch muss man bis in die frühen 1960er Jahre zurückgehen.

Im Einzelnen:

Die Kälte ist auch in den Rekordbüchern nachweisbar.

Der Sommer 2022 war sehr kalt. Der Höchstwert in Reykjavík zum Beispiel lag bei nur 17,9 °C, was die niedrigste Sommerhöchsttemperatur in der Hauptstadt seit 2001 bedeutete. Im ganzen Land gab es 27 Tage, an denen die Temperatur über 20 °C lag, weit weniger als die 57 des Vorjahres. Starker Schneefall, der nicht der Jahreszeit entsprach, war ebenfalls ein Thema.

In diesem Dezember erlebte Island den kältesten letzten Monat seit 50 Jahren.

Der nationale Durchschnitt für Dezember 2022 lag bei -4°C – der kälteste Dezember in Island seit 1973 (Sonnenminimum des Zyklus‘ 20). Reykjavík verzeichnete einen Durchschnitt von -3,9 °C, was 4,7 °C unter der jahrzehntelangen Norm liegt und bedeutete, dass die Hauptstadt den kältesten Dezember seit 126 Jahren erlebte, was den Daten des Met Office zufolge mit dem Dezember 1916 (The Centennial Minimum) übereinstimmt. Nur dreimal zuvor war es in Reykjavík noch kälter: 1878, 1886 und 1880.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 setzte sich dieser Trend fort.
Die Hauptstadt des Landes verzeichnete von Januar bis September 2023 eine durchschnittliche Temperatur von 5,9°C und lag damit deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Nebenbei erlebte das Land den kältesten März seit 1979 (-3,8 °C unter dem Durchschnitt).

Der Herbst 2023 stand dem nicht nach, und der Dezember 2023 lieferte Anomalien von -4 °C unter der multidekadischen Norm.

Für die letzten drei Wintermonate (Dez-Jan-Feb 2023/24) – und unter Außerachtlassung der Tatsache, dass Island auch den März als Wintermonat zählt, da die niedrigsten Temperaturen häufig in diesem Zeitraum auftreten – lag die nationale durchschnittliche Wintertemperatur um -1,7 °C unter der Norm, was einen noch kälteren Winter als im letzten Jahr und sogar den kältesten seit 1994-95 (Sonnenminimum des 22. Zyklus‘) bedeutet.

Die Daten wurden auch für die Hauptstadt Reykjavík aufgezeichnet (siehe unten), und sie zeigen die gleiche Geschichte – einen Temperatursturz:

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Höchste Temperaturänderung in der Historie des Iron Mountain (Michigan)

In der Nacht zum Dienstag stieg die Temperatur in der Stadt Iron Mountain in Michigan auf rekordverdächtige 24° C.

Innerhalb von nur 12 Stunden sank die gefühlte Temperatur von 18°C auf -24°C am frühen Mittwoch. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes war diese Temperaturschwankung von 42 Grad Celsius die größte, die jemals für die Region aufgezeichnet wurde, und übertraf die Veränderung von 34 Grad Celsius aus dem Jahr 1980.

Einschub des Übersetzers hierzu:

Drastische Temperaturänderungen innerhalb kürzester Zeit in beide Richtungen kommen in den USA in jedem Winter vor. Aus meiner Zeit in Amerika habe ich einmal in Washington an einem Tag schwülwarme 23°C gesehen, während 24 Stunden später bei –12°C starker Schneefall bei einer mittleren Windgeschwindigkeit von etwa 60 km/h gemeldet wurde. Noch drastischer war ein Wetterumschwung in Texas im September 1983. In der rund 1000 m hoch gelegenen Stadt Amarillo wurden mittags trocken.heiße 32°C gemeldet. Nur 12 Stunden später (abends Ortszeit) meldete die Stadt bei +1°C und starkem Nordwind leichten Schneeregen.

Auch der in dieser Meldung angesprochene Umschwung war selbst für USA-.Verhältnisse extrem. Während die Wetterkarten der o. g. Beispiele nicht mehr auffindbar waren, kann der aktuelle Fall belegt werden.

Folgende Graphik wurde aus Material von wetterzentrale.de zusammengestellt. Sie zeigt den wirklich extremen Temperatur-Gegensatz im Bereich der Kaltfront des Tiefdruckwirbels:

Zur gleichen Zeit wurden diese Temperaturwerte am Boden gemeldet:

Der schärfste Gegensatz zeichnet sich im Gebiet der Großen Seen ab. 24 Stunden später war der Kaltluftkörper schon über dem Atlantik zu finden, wo er sich bald aufheizte.

Ein ähnlich extremer Gegensatz in Mitteleuropa wurde nur zum Jahreswechsel 1978/79 beobachtet, als in Norddeutschland bei Temperaturwerten zwischen –13°C und –20°C ein schwerer Schneesturm herrschte, während es in Süddeutschland mit +10°C bis 15°C frühlingshaft mild war.

Ende Einschub.

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Meldungen vom 1. März 2024:

Schneefall-Warnungen in Europa

Anfang März sieht es in weiten Teilen Europas nach einem schneereichen Monat aus.

Von Skandinavien über das Vereinigte Königreich und die Alpen bis nach Spanien werden starke Schneefälle das Thema des Frühlingsanfangs sein.

Dazu kommt noch Einiges an Text. Aber schauen wir mal … aus heutiger Sicht (1. März) dürfte es zwar von Osten her kälter werden, aber erstens wurde uns das im Februar auch schon mal fälschlich simuliert, und zweitens, selbst wenn wird dabei kaum Niederschlag gerechnet. Bleibt nur der Verweis auf den nächsten Kältereport.

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Kalifornien: Schneemassen nehmen Fahrt auf

Über den kalifornischen Bergen sind in den nächsten 48 Stunden über 4 m möglich.
Am Donner Pass hat es bereits begonnen, kräftig zu schneien, und es werden bis zu 3 m erwartet.

Auch das ist eine Vorhersage. Mal sehen, ob auch hierzu etwas im nächsten Report steht.

Aktualisierungen hierzu vom 2. März 2024: Sowohl auf web.de News als auch im Alarmisten-Blog wetteronline.de gibt es hierzu eine Meldung über einen schweren Schneesturm in Kalifornien.

Aktualisierung vom 3. März 2024: Die Schneestürme in Kalifornien werden auch am 3. März bei wetteronline.de thematisiert.

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Antarktis: Rekord-kalter Februar

Nach einigen historisch kalten Jahren geht es auf dem antarktischen Kontinent weiter bergab.

Gestern, am 29. Februar 2024, wurde ein monatlicher Kälterekord aufgestellt – Concordia erreichte um 19:10 UTC einen bemerkenswerten Tiefstwert von -64,3°C, der den alten Februarrekord der Station von -62,9°C aus dem Jahr 2020 (ebenfalls am 29. Februar) deutlich übertraf.

Dies ist die drittniedrigste Februartemperatur, die jemals in der Antarktis gemessen wurde, hinter den -64,7°C in Vostok im Jahr 2001 und den -64,9°C in der alten AWS-Station Dome C aus dem Jahr 1982.

Die vorläufigen monatlichen Durchschnittswerte für die Südpolstation wurden soeben veröffentlicht. Er beträgt -42°C, was einen weiteren unterdurchschnittlichen Monat am Ende der Welt bedeutet, nämlich -1,2C unter der mehrjährigen Norm.

Die Antarktis kühlt sich ab, eine Tatsache, die die Propagandisten der Welt absichtlich unter den Teppich kehren.

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Lügen über die Arktis

Wir haben zuverlässige Daten über das arktische Meereis aus der Zeit vor 1979. Das Problem ist, dass sie für die AGW-Partei untauglich sind.

Ein Blick auf die nachstehenden Diagramme, zu finden in den IPCC-Archiven, zeigt klar die Ab- und Zunahme des arktischen Meereises.

Das Diagramm oben rechts zeigt, dass die Eisausdehnung in den frühen 1970er Jahren historisch niedrig war (sogar niedriger als heute) und dass 1979 ein lokaler Höhepunkt war, was darauf hindeutet, dass es von da an nur noch bergab gehen konnte.

Doppelt frustrierend für die AGW-Partei ist die Tatsache, dass sich das Blatt jetzt an der Spitze der Welt zu wenden scheint. Die Ausdehnung des arktischen Meereises scheint wieder zuzunehmen (zumindest hat sie nicht mehr abgenommen).

Wie sogar die offiziellen Daten zeigen, ist die Ausdehnung in diesem Winter sehr gut und gehört zu den höchsten der letzten zwei Jahrzehnte:

Der Klimaforscher Tony Heller schreibt: „Der Beginn von Diagrammen im Jahr 1979 ist ein beliebtes Mittel des Klimaschwindel-Kultes, um gefälschte Trends zu erzeugen.“

Die isländische Hauptstadt Reykjavik ist ein gutes Beispiel, aber nur eines von mehr als tausend:

Was Island betrifft, so ist das Land – wie gestern erwähnt – seit 2017 von einer starken und sich verstärkenden Abkühlung betroffen, da der nächste sonnengetriebene Zyklus einsetzt. Es wird interessant sein zu sehen, wie die Schwindler mit diesem neuen Trend umgehen, einem Trend, der sich auch global abzeichnet…

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Es folgt noch ein kurzer Abschnitt zu einer bevor stehenden La Nina.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snowfall-warnings-issues-across-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 10 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 3. März 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Winter 2023/24 – grob richtig vorhergesagt, aber seine extreme Milde wurde generell unterschätzt

Die Wetter- und Bauernregeln als heimliche Prognosesieger

Stefan Kämpfe

Alle Jahre wieder: Nach Ende des meteorologischen Winters stellt sich die Frage: Wie brauchbar waren die im Spätherbst besprochenen Winterprognosen? Zwar schaffte es dieser Winter unter die drei mildesten seit 1881, aber es gab wenigstens zwei winterliche Stippvisiten. Ähnlich, wie im Vorwinter, lag also richtig, wer auf „zu mild“ getippt hatte. Diesmal waren alle vorgestellten Prognosen zwar grob zutreffend, aber den extrem warmen Februar und die hohe positive Gesamtabweichung hatte keiner auf dem Zettel. Ein paar alte und neue Wetter-Regeln waren diesmal der heimliche Prognosesieger. Der Autor, welcher das DWD-Temperaturmittel geradeso mit Ach und Krach traf, hatte schon auf die besonderen Probleme der diesmaligen Winter-Abschätzung verwiesen: Wegen der anhaltenden Kälte in Nordeuropa und eines schwächelnden Polarwirbels einerseits sowie der auf „mild“ verweisenden Witterungs- und Bauernregeln andererseits war der Prognose-Schwierigkeitsgrad diesmal enorm hoch.

Wer nochmals alle Prognosen sehen und selbst bewerten möchte, findet sie am Ende dieses Beitrages hier.

Werden unsere Winter wieder milder? Die maximale Erwärmung scheint ausgereizt.

Anders, als noch in den Vorjahren, lässt der milde Winter 2023/24 den Wintertrend seit dem Klimasprung (Winter 1987/88) wieder etwas stärker steigen, was Klimakatastrophisten sicher genüsslich ausschlachten werden. Doch Vorsicht – wegen der enormen Streuung der Werte ist der Trend nicht signifikant, und er kommt nur zustande, weil es in den letzten Jahren keine sehr kalten Winter gab, aber auch nur noch zwei extrem milde (2019/20 und knapp dahinter 2023/24). Der mildeste Winter 2006/07 liegt nun schon mehr als anderthalb Jahrzehnte zurück, und ganz am Anfang der Reihe gab es mit 1988/89 und 1989/90 gleich zwei Winter, die auffallend mild waren. Außerdem müssten aktuell auch noch so etwa 0,2 bis 0,3 Kelvin (°C) an Wärmeinseleffekten abgezogen werden. Wie in vielen früheren Beiträgen dargelegt, sind unsere Winter gegenwärtig wegen oft hoher positiver NAO-Werte, welche viele, milde Westlagen erzeugen, sehr mild, doch dieser Effekt hat Grenzen; ein Winter mit deutlich mehr als 5°C im deutschen Flächenmittel wäre nur bei durchgängigem, sehr windigem Westwetter vom 1. Dezember bis zum 28. Februar denkbar, was aber so kaum auftritt. Wahrscheinlicher sind daher diese beiden Szenarien: Unsere Winter bleiben zukünftig in etwa so mild, wie sie jetzt sind – oder sie kühlen zumindest wieder leicht ab.

Abbildung 1: Entwicklung der Wintertemperaturen im deutschen Flächenmittel seit dem Winter 1987/88.

Mitteleuropa, die milde Insel der Glückseligkeit im sonst eher kalten Nordwinter 2023/24?

Diesmal blieb also Mitteleuropa, anders als 1989/90 oder 2006/07, nicht gänzlich von der Winterkälte verschont. Aber überwiegend lagen die troposphärischen Kältepole über Grönland/Nordostkanada sowie über Nordasien, und auch über Nordeuropa, wo teilweise neue Rekord-Tiefsttemperaturen gemessen wurden. Die Sturmtiefs zogen hingegen oft nach Europa, und weil sie von der Nordeuropa-Kälte blockiert wurden, verlangsamten sich die Regengebiete, was zu dem mäßigen Dezemberhochwasser führte; Näheres dazu hier. Folgerichtig verlief dieser Winter der Nordhalbkugel in Mittel- und Westeuropa über längere Zeiträume sehr mild und nass, was eben seine Ursache in der hier zeitweise dominanten südwestlichen bis westlichen Anströmrichtung hatte („milder“ Atlantik- und Mittelmeereinfluss). Schon im südlichen Ostseeraum hielt sich die Kaltluft etwas länger, als in Mittel- und Süddeutschland (einzelne Grenzwetterlagen in allen Wintermonaten). Näheres finden Interessierte in den zahlreichen Kältereports von Christian Freuer bei EIKE, beispielsweise hier.

Abbildung 2: In Mittelschweden, am Ostabhang des Skandinavischen Gebirges gelegen, zeigt die Station Östersund keinerlei Erwärmungstrend. Dort waren die Winter 1988/89, 1991/92 und 2019/20 herausragend mild, während der abgelaufene Winter 2023/24 merklich zu kalt ausfiel.

Die „goldene“ Sommer- und Herbstregel sowie die September-Regeln als heimliche Sieger des Winter- Prognose-Wettbewerbes

In seiner umfangreichen Wintervorschau hatte der Autor schon auf den statistisch recht engen positiven Zusammenhang zwischen den jeweils zu hohen Sommer- und Herbsttemperaturen und denen des folgenden Winters verwiesen; allerdings gilt dieser nur dann als sehr eng, wenn man die wärmsten Sommer und Herbste betrachtet. Mit dem Wertepaar Sommer plus Herbst 2023 und Winter 2023/24 ist diese Regel nun erneut eindrucksvoll bestätigt worden.

Abbildung 3: Bei Betrachtung des Deutschland-Temperaturmittels aus den meteorologischen Jahreszeiten Sommer und Herbst zusammen ergibt sich ein bemerkenswerter positiver Zusammenhang; besonders, wenn man nur diejenigen Fälle betrachtet, in denen das zu hohe Temperaturmittel von Sommer und Herbst (Juni bis November) die einfache Standardabweichung von 1881 bis 2021 erreicht oder überschreitet. Von den 23 Fällen mit deutlich zu hohem Sommer- und Herbstmittel folgten also nur zwei etwas zu kalte Winter; die übrigen 21 waren allesamt mehr oder weniger deutlich zu mild. Berücksichtigt man von diesen 23 Fällen nur die 12, bei denen auch der Sommer und der Herbst jeweils für sich ihre einfache Temperatur-Standardabweichung erreichten oder überschritten (pink markiert), so waren sogar alle ihnen folgenden Winter zu mild, darunter die extrem milden 2006/07 und 2019/20 sowie 2021/22 und 2023/24.

Der Zeitraum Sommer/Herbst 2023 war nun mit knapp über 15°C der zweitwärmste, welcher seit 1881 in Deutschland registriert wurde – außerdem verlief der September 2023 rekordwarm und endete mit leichten Niederschlägen am „Michaelistag“ (29,09.) – alles typische Vorzeichen eines (sehr) milden Winters.

Die Folgewitterung nach sehr milden Wintern

Im März scheint für längere Zeit hoher Luftdruck über Nord- und Osteuropa zu dominieren, was für Deutschland wahrscheinlich meist windschwaches Wetter mit zeitweise schon recht warmen Tagen, aber mitunter frostigen Nächten bedeutet. Insgesamt fällt der März zwar auch zu mild aus, kann aber vermutlich, anders als 1990, 2007 oder 2014, das hohe Temperatur-Abweichungsniveau des Winters nicht ganz halten. Der bislang enorme Vegetationsvorsprung verzögert sich. Ob es im April/Mai noch einzelne, heftige Kälterückfälle gibt, ist ungewiss – insgesamt scheinen auch sie eher mild zu verlaufen; doch erwärmt sich momentan der Frühling als einzige Jahreszeit praktisch nicht. Extrem milden Wintern folgen oft eher durchwachsene, mäßig-warme bis warme Sommer, nur der von 2022 war heiß und trocken. Der zweite Kriegswinter war dank seiner Milde gut erträglich – ob es der kommende dann auch sein wird, weiß niemand. Wenn schon die Menschheit keinerlei Vernunft walten lässt, so scheint uns die Natur (momentan) dennoch gewogen zu sein.

Stefan Kämpfe, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

 




Februar: keine CO₂-Treibhauswirkung erkennbar

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch und Stefan Kämpfe

  • Wärmster Februar seit 1881
  • 107 Jahre Abkühlung, Temperatursprung, ab 1988 bis heute Weitererwärmung.
  • Keine Korrelation mit dem CO₂-Anstieg, keine Treibhauswirkung erkennbar
  • Der vom Menschen verursachte WI-effekt hat die Erwärmung seit 1881 mitgetragen.

„Fast den ganzen Februar über wurde milde Atlantikluft nach Deutschland geführt. Daraus resultierte sowohl eine deutlich positive Temperaturabweichung, als auch überdurchschnittlich viel Niederschlag. Die Sonne hatte es den ganzen Monat über schwer, sich gegen die oft kompakte Bewölkung durchzusetzen. Schnee und Frost suchte man auch in den Wintersportgebieten der Mittelgebirge vergeblich. Nur in den Hochlagen der Alpen schneite es in der dritten Dekade etwas ergiebiger.“ Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner über 2000 Messstationen.

Und ein neuer Temperaturrekord seit 1881: Das Temperaturmittel lag im Februar 2024 bei 6,6 Grad Celsius (°C)

Wir fragen uns: Wo ordnet sich dieser Februar 2024 mit seinen schon frühlingshaften 6,6 °C in die bis 1881 zurückreichende Klimareihe Deutschlands ein, und wie entwickelten sich die Februar-Temperaturen langfristig?

Doch zuerst zur Deutschland –Temperaturgrafik des Februars:

Abb. 1: Die Februar-Mitteltemperaturen des Deutschen Wetterdienstes seit 1881 bis 2024, also 144 Jahre:

Wir erkennen mindestens 3 Teilabschnitte:

  1. Leichte Abkühlung 107 Jahre lang bis 1987
  2. Temperatursprung von 1987 auf 1988 von 1,5 Grad
  3. Weitererwärmung seit 1988 bis heute laut DWD um 0,3 Grad/Jahrzehnt.

Die CO₂-Konzentrationszunahme in der Atmosphäre: Starker Anstieg

Abb. 2: Steiler und stetiger CO₂-Anstieg in der Atmosphäre, vor allem seit 1960

Wir gehen von einer erheblichen Zunahme der CO₂-Konzentration von 135 ppm seit 1881 aus, ob diese jedoch ausschließlich anthropogenen Ursprunges ist, wollen wir nicht diskutieren, sondern lediglich die vom PIK-Potsdam behauptete hohe CO₂-Klimasensitiviät anhand des Artikels in Frage stellen. Umso mehr, wenn man die ersten 107 Jahre näher betrachtet.

Der Temperaturverlauf in den ersten 107 Jahren ist jedoch keinesfalls immer fallend wie die Trendlinie der Grafik 1 suggeriert. Erst ab 1943 bis 1987 kühlte der Februar deutlich ab.

Betrachten wir nun den kürzeren Zeitraum ab 1943.

Abb. 3: Die Februarabkühlung begann eigentlich erst so richtig ab 1943, und zwar sehr deutlich. Der Temperatursprung im Jahre 1987/88 bleibt.

Wissenschaftliche Erkenntnis: CO₂ kann nicht über 100 Jahre abkühlend wirken, dann einen plötzlichen Temperatursprung verursachen und erst ab 1988 erwärmend weiter wirken. Solche Gaseigenschaften gibt es nicht.

Wir stellen bisher fest:

Die CO₂-Kurve der Konzentrationszunahme zeigt im Vergleich zur Entwicklung der deutschen Februartemperaturen keinerlei Ähnlichkeit. Ab 1988 bis heute handelt es sich um eine Zufallskorrelation.

Auch für den Temperatursprung im Jahre 1987 auf 1988 kann CO₂ nicht verantwortlich sein. Der Temperatursprung auf ein wärmeres Plateau hat somit ausschließlich natürliche Ursachen (Zirkulationsverhältnisse – mehr Westwetterlagen bei positiven NAO-Werten).

Aus den Grafiken muss man schließen, CO₂ hat entweder gar keinen Einfluss auf die Temperaturen oder einen nur sehr unbedeutenden. Eine politisch gewollte und nun von die Grünen favorisierte teure CO₂-Reduzierung durch das im Boden Verpressen oder Versenken von Kohlendioxid im Meer ist völlig nutzlos, dazu umweltzerstörend und gefährlich für die Bodenorganismen.

Damit ist die gängige Definition von Klimawandel falsch, die ausschließlich Kohlendioxid und andere Treibhausgase für die Klimaerwärmung verantwortlich macht.

Merke: Die treibhausbasierte Klimahysterie ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters. Da geht es nur ums Geld und einen CO₂-Ablaßhandel

Doch zurück zu den Februartemperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes: Einzuwenden wäre, dass um 1900 ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen bestand und die Wetterstationen samt ihren ganz anderen Temperaturermittlungen in der Wetterhütte mit den heutigen wärmeren Standorten nur bedingt vergleichbar sind. Deutschland hatte damals 104 Einwohner pro Quadratkilometer; heuer sind es mit 220 gut doppelt so viele, was bedingt durch den erhöhten Wohlstand und Energieverbrauch erwärmend wirkte. Die DWD- Wetterstationen stehen heute in den von Menschen geschaffenen großflächigen Wärmeinseln, auch gab es einst typische ländliche Stationen bei Klöstern oder Forsthäusern am Waldrand oder bei freistehenden Gutshöfen von Feudalherren.

Die Realität wäre: Die fallende Trendlinie von 1881 bis 1987 wäre noch mehr fallender. Der Temperatursprung wäre gleich. Die Erwärmungssteigung der Trendlinie ab 1988 bis heute wäre nicht so stark. Zum WI-effekt und zur Größeneinschätzung siehe weiter unten.

Wenn Kohlendioxid nicht erwärmt, was dann? Auf der Suche nach des Gründen des Februarverhaltens:

NAO = Nordatlantische Oszillation. Unter der NAO versteht man in der Meteorologie die Schwankung des Druckverhältnisses zwischen dem Islandtief im Norden und dem Azorenhoch im Süden

Dieses auffällige Temperaturverhalten in drei Phasen ähnelt grob dem des Januars und lässt sich sehr gut mit dem Verhalten der NAO und der an die NAO gekoppelten Häufigkeit der Großwetterlagen mit Westanteil erklären:

Abb. 4: Zentrierte, 11-jährige Gleitmittel der NAO und der Häufigkeit der im Februar meist milden Westwetterlagen. Man achte auf die relative Übereinstimmung, welche auch die in Abb.1 und 3 dargestellten Phasen erklärt. Die NAO als „Luftdruck-Schaukel“ zwischen Portugal/Azoren und Island beeinflusst die Häufigkeit und Intensität der wintermilden Westwetterlagen. Werte für 2024 noch nicht vorliegend, aber auch da zu viele W- und SW-Lagen. Der 2024er Februar war sehr wolkenreich (milde Nächte!)

Auch der DWD gibt als Hauptursache für den neuen Februartemperaturrekord nicht etwa den CO₂-Treibhauseffekt als Ursache an, sondern die milden Westwetterlagen, Abschnitt: „
Sehr milde Nächte und Tage bescheren neuen Temperaturrekord“ hier.

Der Mensch wirkt mit bei der Temperaturentwicklung durch zunehmende Wärmeinseleffekte (WI).

Klima verändert sich seit 4 Milliarden Jahren ohne Zutun des Menschen, es handelt sich um natürliche Klimaänderungen. In der Neuzeit wirkt der Mensch mit durch die ständige Ausbreitung der Wärmeflächen überall auf der Welt. Von Interesse wäre der Temperaturverlauf ohne die wärmenden menschlichen Veränderungen bei den Stationen. Vor allem in den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Bebauung in die einst freie grüne Vegetations-Fläche hinein erweitert, derzeit um 60 Hektar täglich und innerhalb der Städte und Gemeinden werden Baulücken weiter geschlossen, damit die Flächenerweiterung ins Umland – eigentlich eine Naturzerstörung – rein statistisch geringer ausfällt, was für die Politik ein Beleg für Naturschutz ist. Derzeit ist ein Siebentel der Gesamtfläche unseres Landes versiegelt. Jede Sekunde wird in der Bundesrepublik Deutschland 6,7 m2 Boden neu als Siedlungs- und Verkehrsfläche beansprucht. Das bringt die Wärme ins Umland der DWD-Wetterstationen. Siehe: hier.

Im Winter wärmt zusätzlich die Abwärme der Industrie, der Haushalte und des Verkehrs die Siedlungen und deren näheres Umfeld besonders bei windstillen, kalten Hochdruckwetterlagen auf. Im Umland heizen „Biogas“-, Solar- und Windkraftanlagen ebenfalls. Insgesamt sind die WI- Effekte nach unseren bisherigen Untersuchungen im Winter aber etwas geringer als in den Frühjahrs- und vor allem den Sommermonaten. Jede Straße wirkt vor allem im Sommer wie ein heißes Wärmeband in der Landschaft. Die Freisolaranlagen werden zeitweise bis zu 80°C heiß. Bäuerliche Trockenlegung der Agrarlandschaft in den letzten 50 Jahren und neuerdings auch im Wald sorgt auch im Sommer für erhöhte Bodentemperaturen außerhalb der Versiegelungsflächen, also auch in der freien Landschaft.

Kurzum, bei den Messstationen des DWD hat der Wärmeeintrag, bedingt durch anthropogene Nutzungsänderungen stark zugenommen und die Thermometer der Stationen messen diese vom Menschen erzeugte Zusatzwärme aus den sich ständig vergrößernden Wärmeinseln mit. Natürlich gibt es auch Stationen mit geringen wärmenden Veränderungen. Eine solche ist in Amtsberg-Dittersdorf südlich von Chemnitz, deren Temperaturverlauf im Vergleich zum DWD wir in der Grafik 5 wiedergeben.

Abbildung 5: Die WI-arme Station Amtsberg – siehe blauer Graph mit violetter Trendline – im kleinen Teilort Dittersdorf steht noch so wie 1988, der Ort hat sich kaum verändert und der Stationsleiter erfasst die Temperaturen noch im Wetterhäuschen am unveränderten Standort, allerdings inzwischen digital.

Wir sehen: Auch bei der Privatstation Amtsberg war der Februar 2023 der wärmste, aber die Erwärmung seit 1988 ist nur minimal im Vergleich zu den DWD-Stationen an den neuen genormten Standorten mit der neuen Messerfassungsmethode

Weitere Februar-Besonderheiten, die dem CO₂-Treibhauseffekt widersprechen:

Höher gelegene Wetterstationen: Kaum Februarerwärmung seit 1988 – warum?

Auf das Phänomen der derzeitigen Höhen-Abkühlung, bedingt durch die verstärkte Advektion von Höhen-Kaltluft, hatten wir schon in unseren Januar-Beiträgen hingewiesen, hier und hier.

Es ist aber auch nicht unerheblich, dass die in den Wärmeinseln von Menschen erzeugte Warmluft nicht nach oben abfließen kann und wie in einer Warmluftglocke unterhalb 950 bis 1000 m Höhe eingesperrt bleibt.

Als Beispiel einer Wetterstation über 1000m NN sei der Brocken aufgeführt.

Abb.6: Die Wetterstation auf dem 1142 m hohen Brocken zeigt fast keine Februarerwärmung seit 1988. So ähnlich verhalten alle höheren Bergstationen. Und 2023 war mit 0,7°C nicht der wärmste Februar, sondern 2019 mit 1,1°C, siehe auch Grafik 7b.

Einordnung des Februars 2021 in einer längeren Zeitreihe, also vor 1881

  1. Die Wetterstation Berlin-Tempelhof

Die Aufzeichnungen beim einstigen Feudalherrengutshof begann bereits um 1700, jedoch noch sehr lückenhaft, seit 1756 sind sie regelmäßig, allerdings nur bedingt vergleichbar mit heute. Grund: Tempelhof war vor 250 Jahren ein großer Gutshof, angeordnet wie ein Tempel, daher der Name. Um den Gutshof herum waren bebaute Felder zur Nahrungsversorgung des damaligen viel kleineren Berlins. Das noch unbebaute Tempelhoffeld zwischen Berlin und dem Gutshof diente als Exerzier- und Ausbildungsplatz für die Truppen Friedrichs des Großen oder auch der sonntäglichen Erholung und Belustigung der damaligen Stadtbevölkerung.

Heute ist Tempelhof ein Stadtteil der Großstadt Berlin mit über 60 000 Bewohnern. Eigentlich handelt es sich beim Temperaturvergleich um zwei völlig verschiedene Orte am selben Fleck und noch mit demselben Namen. Trotzdem ist das Ergebnis auch ohne Wärmeinselbereinigung der Temperaturwerte erstaunlich.

Abb. 7a: Die Wetterstation beim einstigen tempelartig angeordneten Gutshof auf freiem Feld außerhalb Berlins im Vergleich zur heutigen Großstadtwetterstation Tempelhof zeigt fast keine Februarerwärmung in über 260 Jahren. (In den Sommermonaten ist der Unterschied früher zu heute gravierend wegen der viel stärkeren WI-Effekte im Sommerhalbjahr.

  1. Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg, (HPB)

Wir erwähnten schon, dass 1881, der Beginn der DWD-Messreihen, in einer Kaltphase lag. Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg geht 100 Jahre weiter zurück. Erwähnt werden muss lediglich, dass die Messstation bis 1936 an der Nordwand der unbeheizten Klosterkirche war, heute steht die Station frei im neu erbauten DWD-Zentrum. Allerdings sind die Wärmeinseleffekte im Winter recht gering, so dass die wärmende Standortverlegung weniger Einfluss auf die Temperaturerfassung hatte als etwa im Sommerhalbjahr.

Der Februar-Verlauf auf dem HPB ist erstaunlich. Kaum Erwärmung seit über 230 Jahren, trotz starker CO₂-Konzentrationszunahme und trotz Stationswechsels an einen wärmeren Standort. Erstaunlich auch, 2024 gab es keinen neuen Temperaturrekord, die Station liegt allerdings 977m hoch, da greift bereits die Höhenkaltluft.

Abb. 7b: Die Februartemperaturen der DWD-Wetterwarte Hohepeißenberg zeigen trotz CO₂-Zunahme und trotz der Standortverlegung 1936 und trotz des Temperatursprunges 1988 nur eine minimale Erwärmung seit fast 240 Jahren.

  1. Die Dale Enterprise Wetterstation mitten auf dem Land in Virginia/USA

Abb.7c: Die Station liegt bei einer Farm auf dem Land. Trotz starker CO₂-Zunahme seit 1880 hat sich der Monat Februar seit 145 Jahren kaum erwärmt. Der Verlauf über die Jahrzehnte ist jedoch anders als in Deutschland. Vor allem gibt es 1987 auf 1988 keinen Temperatursprung.

Wohin geht der zukünftige Februartrend in Deutschland?

Die langen Reihen zeigen: Kaum Erwärmung in einem langen Zeitraum trotz der gewaltigen wärmenden Landschaftsveränderungen mit den WI-effekten

Und nach dem Temperatursprung 1988 bis heute? Geringe Erwärmung bei WI-armen und Bergwetterstationen. Und zukünftig in Deutschland? Antwort: Sobald sich die Großwetterlagen wieder ändern. Wann wird das sein? Das weiß niemand.

Wir fragen uns: Ist vielleicht Deutschland in den letzten 37 Jahren eine Ausnahme oder gar ein Sonderfall? Wird nur bei uns der Februar in den letzten 37 Jahren wärmer? Wir werfen einen Blick nach Zentralengland:

Abb. 8: Wie in Deutschland (vergleiche Abb.3) deutliche Februarabkühlung ab 1943, Temperatursprung 87/88 ca. 1,5 K,

 

Abb. 9: Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden ein ähnliches Bild.

Werfen wir noch einen Blick auf Skandinavien. Weiter nördlich in Europa kühlt sich der Februar ab 1988 teilweise sogar ab.

 

Abb. 10a/b: Je weiter nördlich, desto größer der Temperatur-Sprung. Danach keine Weitererwärmung wie bei unseren Bergstationen.

Auch in Teilen Ostasiens (beispielhaft hier Sapporo) und in Teilen der USA blieb seit 1988 eine Februar-Erwärmung aus. Siehe dazu die vielen Kälteberichte auf EIKE aus aller Welt, insbesondere aus Zentralasien. z.B. hier.

Abb. 11: Februartemperaturen Sapporo mit Temperatursprung 87/88 von gut 1,5K

Fazit:

Die ständige Zunahme der Wärmeinseleffekte, die Schaffung großflächiger Wärmeregionen sind der mit Abstand größte menschengemachte Temperaturtreiber. Eine Einwirkung mittels CO₂ gibt es nicht oder die Wirkung ist minimal, das zeigen auch alle wissenschaftlich sauber durchgeführten Versuche.

Will der Mensch den menschengemachten Anteil an der Erwärmung bekämpfen, dann muss man die Wetterstationen entweder wieder raus in die Fläche stellen oder aber in den Städten und Gemeinden die Bebauung, Versiegelung der einst freien Landschaft und die Trockenlegung der Agrar-Landschaft rückgängig machen oder zumindest einstellen.

Eine Diskussion über die Reduzierung der menschenerzeugten WI-Effekte, also eine Diskussion zum Erhalt der Natur und Landschaft wäre zu begrüßen.

Politisch verordnete, teure CO₂-Einsparungen bewirken nichts. Es handelt sich um ein Ablasshandelsmodell ähnlich dem Ablasshandel im Mittelalter. Der Staat will uns ausplündern. Die Demokratie ist dadurch in höchster Gefahr.

CO₂ ist ein lebensnotwendiges Gas, genauso wie Sauerstoff und Wasser. Ohne CO₂ wäre die Erde kahl wie der Mond. Mehr CO₂ in der Atmosphäre wäre wünschenswert, denn es beschleunigt die Fotosynthese und lässt die Nahrungspflanzen schneller wachsen.

Wirklicher Natur- und Umweltschutz muss endlich in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das Geschäftsmodell Klimaschutz, das unser Land ruiniert und in das Privatleben der Bürger eingreift. Eine Gefahr für die Demokratie.

Die Februartemperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes beweisen: Es gibt keinen Klimanotstand. Deshalb muss auch keiner bekämpft werden.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




400 Tiefsttemperatur-Rekorde in China gebrochen

Cap Allon

Vorbemerkung des Übersetzers: Wie aus allen bisherigen Kältereports dieses Jahres hervorgeht, ist in Ostasien allgemein und in China im Besonderen ein außerordentlich kalter Winter im Gange. Cap Allon hat hierzu in einem seiner Zusammenstellungen ausführlicher dazu Stellung genommen. Als Gegengewicht z. B. zu der wilden Propaganda des sehr milden Februars hierzulande werden diese Ausführungen hier übersetzt. – Ende Vorbemerkung

Die Einwohner der Stadt Shanghai haben gerade den kältesten Tag Ende Februar seit 43 Jahren (seit 1981) erlebt.

Die offizielle Temperatur zeigte am Samstag in Xujiahui 2,2°C an, als ein seltener Vorstoß von Luft arktischen Ursprungs die Metropole erfasste.

Am Samstagmorgen kam es in Shanghai zum ersten Mal in den über 150 Jahren meteorologischer Aufzeichnungen zu gefrierendem Regen.

Der Frost in China war wirklich sehr weitreichend und hat weit mehr Gebiete als nur Shanghai erfasst.

So sieht es in ganz China aus, und die Annalen zeigen es.

Nach der rekordverdächtigen Kälte in der vergangenen Woche, der bereits Ende Januar und Anfang Februar Kälteeinbrüche vorausgingen, haben weitere 400 Stationen die Tiefsttemperaturen für Ende Februar (Stand Sonntag) gebrochen, wobei 29 davon auch die Tiefstwerte für den gesamten Februar gebrochen haben.

Chinas arktischer Ausbruch war wirklich extrem und führte zu einem historischen Tiefststand im Süden.

Für eine Reihe von Orten wird dieser Monat als der kälteste Februar jemals in die Annalen eingehen.

Die AGW-Partei war – wie zu erwarten – auf „Schadensbegrenzung“ aus, wobei diejenigen Medien, die es wagten, Chinas Eiseskälte zu erwähnen, die landesweiten Extreme eifrig dem „Wohlstand im Westen“ (d. h. den CO₂-Emissionen) zuschrieben:

Diese Kälte stellt nicht nur einen Rekord für die niedrigste Tagestemperatur im Februar auf, sondern steht auch in krassem Gegensatz zu den normalerweise milden Winterbedingungen in der Stadt. Dieses Ereignis verdeutlicht laut lokalen meteorologischen Berichten die zunehmende Unvorhersehbarkeit von Wettermustern, eine wahrscheinliche Folge der weltweit zu beobachtenden Klimaveränderungen – bnnbreaking.com.

Die von der Xujiahui-Station aufgezeichneten Daten tragen nicht nur zu historischen Wetteraufzeichnungen bei, sondern dienen auch als wichtiger Analysepunkt für Wissenschaftler und Meteorologen, die versuchen, die sich verändernde Klimadynamik zu verstehen.

Während Shanghai nach dem kältesten Februartag seit über vier Jahrzehnten wieder auftaut, könnte dieses Ereignis ein deutlicher Ruf nach mehr Umweltbewusstsein und -maßnahmen sein, der sowohl die Einwohner als auch die politischen Entscheidungsträger dazu auffordert, die weiterreichenden Auswirkungen des Klimawandels und die dringende Notwendigkeit nachhaltiger Lebensweisen zu berücksichtigen.

Agenden stehen der Wahrheit im Weg, zumindest im Westen…

Die Winter in China sind in den letzten 6.000 Jahren milder geworden, ohne dass dies auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, so eine Studie einer Gruppe chinesischer Forscher. Mit Blick auf die Zukunft sagen die Wissenschaftler jedoch eine plötzliche und schwerwiegende Abkühlung voraus und weisen auf die ernsten Härten und Gefahren hin, die eine solche Episode mit sich bringen wird.

In der von prominenten chinesischen Wissenschaftlern geleiteten und im Online-Journal of Geophysical Research veröffentlichten Studie wird festgestellt, dass die Winde aus dem arktischen Sibirien seit Tausenden von Jahren schwächer geworden sind, dass sich die Baumgrenze der Nadelbäume nach Norden zurückgezogen hat und dass die biologische Vielfalt im Rahmen eines allgemeinen, bis heute anhaltenden Erwärmungstrends stetig zugenommen hat.

Diese Abschwächung des sibirischen Windes scheint nach Ansicht der Forscher nichts mit dem jüngsten Anstieg der Treibhausgase zu tun zu haben, der vermutlich mit der industriellen Revolution begann. Der leitende Wissenschaftler Dr. Wu Jing von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften erklärte, die Studie habe keine Hinweise auf einen menschlichen Einfluss auf die Erwärmung der Winter in Nordchina ergeben.

„Zu den treibenden Kräften gehören die Sonne, die Atmosphäre und die Wechselwirkung mit dem Ozean“, erklärte Wu. „Wir haben keine Hinweise auf einen menschlichen Einfluss gefunden. Aber das bedeutet nicht, dass wir einfach nur entspannen und nichts tun können“.

Wu und ihre Kollegen befürchten, dass die Menschen in dem Maße, in dem sie vom Konzept der globalen Erwärmung indoktriniert werden, ein falsches Vertrauen in unsere Fähigkeit entwickeln werden, das Klima zu kontrollieren, was wir ihrer Meinung nach nicht können. Die Natur, so warnen die Wissenschaftler, wird uns wahrscheinlich austricksen und uns völlig unvorbereitet erwischen, was zu Chaos, Panik, Hungersnöten und sogar Kriegen führen kann.

Es gibt bereits besorgniserregende Anzeichen dafür, heißt es in der Studie.

Zunächst einmal haben Wu und ihre Kollegen herausgefunden, dass die Erwärmung des Winters in den letzten 6000 Jahren alles andere als linear verlaufen ist, mit heftigen Auf- und Abschwüngen, die etwa alle 500 Jahre auftreten.

Nach mehr als 13 Jahren engagierter Forschung an vulkanischen Seen in der Wildnis des Khingan-Gebirges in der Inneren Mongolei haben die Wissenschaftler Klimadaten gesammelt und ausgewertet, die bis zu 10 000 Jahre zurückreichen.

Ihre Ergebnisse bestätigten eine frühere Studie eines anderen Teams chinesischer Wissenschaftler, die 2014 veröffentlicht wurde und in der erstmals das 500-jährige zyklische Muster des chinesischen Sommermonsuns entdeckt und mit der Sonnenaktivität in Verbindung gebracht wurde.

Diese Studie aus dem Jahr 2014, die sich auf Proxydaten aus 5000 Jahren stützte, deutete darauf hin, dass die derzeitige warme Phase innerhalb der nächsten Jahrzehnte enden und eine brutale 250-jährige Abkühlungsphase (auch bekannt als „Super Grand Solar Minimum“) einleiten würde.

Wu sagte, dass ihre jüngste Studie nicht nur dazu beigetragen hat, den 500-Jahres-Zyklus zu konkretisieren, sondern auch einen bisher unbekannten Prozess hinter dem Phänomen aufgedeckt hat, der zeigt, dass der Einfluss der Sonne auf das Klima der Erde weitaus größer ist als bisher angenommen.

Wie Wu ausführte, reichten die Schwankungen der Sonnenaktivität allein in der Regel nicht aus, um die raschen Veränderungen der Vegetation hervorzurufen, die das Forschungsteam in den Sedimentkernen der Vulkanseen beobachtete. Stattdessen fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Auswirkungen durch eine massive Wechselwirkung zwischen dem Meerwasser an der Oberfläche und der Atmosphäre im Pazifischen Ozean verstärkt wurden, die als „El Nino-Southern Oscillation bekannt ist (mit anderen Worten: Das Klimasystem ist komplex – viel komplexer als die AGW-Partei uns glauben machen will).

Aufgrund ihrer Ergebnisse sagte Wu, dass sie sich nun mehr Sorgen über die globale Abkühlung als über die globale Erwärmung mache.

„Ein starker Temperaturrückgang nützt niemandem“, sagte sie. „Das größte Problem ist, dass wir wissen, dass er kommen wird, aber wir wissen nicht genau, wann“.

Lassen Sie sich nicht von den Märchen täuschen, die von den herrschenden Eliten der Welt gesponnen werden. Diese zwielichtigen Mächte wollen, dass wir verängstigt, mittellos und krank sind. Der beste Weg, sich auf den „Klimawandel“ vorzubereiten, besteht darin, davon auszugehen, dass es kälter wird – das Leben hat mit der Kälte zu kämpfen, das war schon immer so, und wir Menschen sind trotz unserer modernen technischen Errungenschaften alles andere als immun.

Link: https://electroverse.substack.com/p/china-breaks-400-low-temperature (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studien widerlegen zentrale Behauptungen zum Klimawandel

Der Klima-Aktivismus ist zur neuen Religion des 21. Jahrhunderts geworden – Ketzer sind nicht willkommen, und es dürfen keine Fragen gestellt werden“, sagt der Astrophysiker Willie Soon.

Alex Newman

Temperaturaufzeichnungen, die von Klimawissenschaftlern und Regierungen verwendet werden, um Modelle zu erstellen, die dann gefährliche Auswirkungen der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung vorhersagen, weisen ernsthafte Probleme und sogar Fälschungen in den Daten auf, so mehrere Wissenschaftler gegenüber The Epoch Times, die kürzlich Studien zu diesem Thema veröffentlicht haben.

Die Regierung Biden stützt sich auf ihren jüngsten Bericht über die nationale Klimabilanz als Beweis dafür, dass die globale Erwärmung durch menschliche Aktivitäten beschleunigt wird. In dem Dokument heißt es, dass die menschlichen Emissionen von „Treibhausgasen“ wie Kohlendioxid die Erde in gefährlicher Weise erwärmen.

Der IPCC vertritt die gleiche Ansicht, und seine führenden Vertreter drängen daraufhin auf umfassende Änderungen der globalen Politik.

Doch wissenschaftliche Experten aus aller Welt und aus den verschiedensten Disziplinen wehren sich dagegen. In von Fachleuten begutachteten Studien weisen sie auf eine Vielzahl von Mängeln bei den globalen Temperaturdaten hin, die für die düsteren Schlussfolgerungen herangezogen wurden; sie sagen, es sei an der Zeit, die gesamte Darstellung zu überdenken.

Zu den Problemen mit den Temperaturdaten gehören der Mangel an geographisch und historisch repräsentativen Daten, die Kontaminierung der Aufzeichnungen durch Wärme aus städtischen Gebieten und die Verfälschung der Daten durch einen als „Homogenisierung“ bezeichneten Prozess.

Die Mängel sind so gravierend, dass sie die Temperaturdaten – und die darauf basierenden Modelle – im Grunde unbrauchbar oder sogar noch schlimmer machen, erklärten drei unabhängige Wissenschaftler des Center for Environmental Research and Earth Sciences (CERES).

Die Experten sagten, dass die vermeintliche, angeblich durch menschliche Aktivitäten verursachte „Klimakrise“ verschwindet, wenn man die Datenverfälschung berücksichtigt. Stattdessen biete die natürliche Klimavariabilität eine viel bessere Erklärung für die Beobachtungen, so die Experten.

Experten: Fixierung auf CO₂ ignoriert wahren Treiber der Temperatur

Einige Experten erklärten gegenüber der Epoch Times, dass es sich offenbar um vorsätzlichen Betrug handele, während andere eher harmlose Erklärungen anführten.

Doch unabhängig von der Ursache der Probleme können die Auswirkungen der Ergebnisse kaum überschätzt werden.

Wenn es keine Klimakrise gibt, fällt die Rechtfertigung für Billionen von Dollar an Staatsausgaben und kostspielige Änderungen der öffentlichen Politik zur Begrenzung der Kohlendioxid (CO₂)-Emissionen in sich zusammen, erklärten die Wissenschaftler in einer Reihe von Interviews über ihre Forschung.

In den letzten 35 Jahren wurden die Worte des IPCC als Evangelium betrachtet“, so der Astrophysiker und CERES-Gründer Willie Soon. Bis vor kurzem arbeitete er als Forscher am Center for Astrophysics, Harvard & Smithsonian. „Und tatsächlich ist der Klima-Aktivismus zur neuen Religion des 21. Jahrhunderts geworden – Ketzer sind nicht willkommen, und es dürfen keine Fragen gestellt werden. Gute Wissenschaft verlangt aber, dass Wissenschaftler ermutigt werden, das Dogma des IPCC in Frage zu stellen. Die angebliche Reinheit der globalen Temperaturaufzeichnungen ist eines der heiligsten Dogmen des IPCC.“

Im jüngsten Bericht der US-Regierung über die nationale Klimabilanz heißt es: „Menschliche Aktivitäten verändern das Klima. Die Beweise für eine Erwärmung in vielen Bereichen des Erdsystems sind unbestreitbar, und die Wissenschaft ist sich einig, dass die Zunahme der atmosphärischen Treibhausgase für viele der beobachteten Trends und Veränderungen verantwortlich ist.“

Dem Bericht zufolge ist dies vor allem auf menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe für Verkehr, Energie und Landwirtschaft zurückzuführen.

Ein Blick auf die Zeitskala macht die großen Probleme mit dieser Darstellung deutlich, so Soon: „Wenn die Leute nach der globalen Erwärmung oder dem Klimawandel fragen, ist es wichtig zu fragen: ‚Seit wann? Die Daten zeigen, dass es sich seit den 1970er Jahren erwärmt hat, aber dass dies auf eine Abkühlungsphase seit den 1940er Jahren folgte.“

Zwar ist es jetzt „definitiv wärmer“ als im 19. Jahrhundert, sagte Soon, doch zeigen die Proxy-Temperaturdaten, dass das 19. Jahrhundert „außergewöhnlich kalt war. Es war das Ende einer Periode, die als Kleine Eiszeit bekannt ist“, sagte er.

Daten von Temperaturstationen in ländlichen Gebieten, Ozeanmessungen, Wetterballone, Satellitenmessungen und alternative Temperaturdaten wie Baumringe, Gletscher und Seesedimente „zeigen, dass sich das Klima immer verändert hat“, sagte Soon. „Sie zeigen, dass das derzeitige Klima außerhalb der Städte nicht ungewöhnlich ist“ und fügte hinzu, dass die Wärme aus städtischen Gebieten die Daten unzulässig beeinflusst.

Wenn wir die Temperaturdaten aus den Städten herausnehmen, die nur 3 Prozent des Planeten ausmachen, erhalten wir ein ganz anderes Bild des Klimas.“

Homogenisierung

Ein Problem, das nach Ansicht der Wissenschaftler die Daten verfälscht, ist ein obskurer Prozess, der als „Homogenisierung“ bekannt ist.

Nach Angaben von Klimawissenschaftlern, die mit Regierungen und der UNO zusammenarbeiten, sind die für die Homogenisierung verwendeten Algorithmen darauf ausgelegt, verschiedene, in den rohen Temperaturdaten möglicherweise vorhanden Verzerrungen so weit wie möglich zu korrigieren.

Zu diesen Verzerrungen gehören u. a. die Verlegung von Temperatur-Messstationen, Änderungen in der zur Datenerfassung verwendeten Technologie oder Veränderungen in der Umgebung eines Thermometers, die sich auf dessen Messwerte auswirken könnten.

Wenn beispielsweise eine Temperaturmessstation ursprünglich auf einem leeren Feld platziert war, dieses Feld aber inzwischen zu einem Parkplatz umgewandelt wurde, würde die Aufzeichnung viel höhere Temperaturen anzeigen. Daher wäre es sinnvoll, zu versuchen, die erfassten Daten zu korrigieren.

Praktisch niemand bestreitet, dass eine gewisse Homogenisierung erforderlich ist, um verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, welche die Temperaturdaten kontaminieren können.

Eine genauere Untersuchung des Prozesses, wie er jetzt abläuft, gibt jedoch Anlass zu großen Bedenken, sagte Ronan Connolly, ein unabhängiger Wissenschaftler bei CERES. „Während die wissenschaftliche Gemeinschaft süchtig danach geworden ist, diese Computerprogramme blind zu benutzen, um die Datenverzerrungen zu korrigieren, hat sich bis vor kurzem niemand die Mühe gemacht, unter die Haube zu schauen, um zu sehen, ob die Programme funktionieren, wenn sie auf reale Temperaturdaten angewandt werden“, sagte er gegenüber The Epoch Times.

Seit Anfang der 2000er Jahre verlassen sich verschiedene staatliche und zwischenstaatliche Organisationen, die globale Temperaturaufzeichnungen erstellen, auf Computerprogramme zur automatischen Anpassung der Daten.

Soon, Connolly nebst einem Team von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt haben sich jahrelang mit diesen Programmen beschäftigt, um herauszufinden, wie sie funktionieren und ob sie zuverlässig sind.

Einer der an der Analyse beteiligten Wissenschaftler, Peter O’Neill, hat die Daten der National Oceanographic and Atmospheric Administration (NOAA) und ihres Global Historical Climatology Network seit 2011 täglich verfolgt und heruntergeladen. Er fand heraus, dass die NOAA jeden Tag andere Anpassungen an den Daten vornimmt.

Sie verwenden dasselbe Computerprogramm zur Homogenisierung und führen es etwa alle 24 Stunden erneut aus“, so Connolly. „Aber jeden Tag sind die Anpassungen der Homogenisierung anders, die sie für jede Temperaturaufzeichnung berechnen. Das ist sehr bizarr. Wenn die Anpassungen für eine bestimmte Wetterstation irgendeine Grundlage in der Realität haben, dann würden wir erwarten, dass das Computerprogramm jedes Mal die gleichen Anpassungen berechnet. Wir haben festgestellt, dass dies nicht der Fall ist.“

Diese Bedenken waren der Auslöser für die internationale Untersuchung des Themas durch Soon et al.

Da die NOAA keine historischen Informationen über ihre Wetterstationen aufbewahrt, wandten sich die CERES-Wissenschaftler an europäische Wissenschaftler, welche die Daten für die von ihnen betreuten Stationen zusammengestellt hatten.

Sie fanden heraus, dass nur 17 Prozent der NOAA-Anpassungen konsequent angewendet wurden. Und weniger als 20 Prozent der NOAA-Anpassungen waren eindeutig mit einer dokumentierten Änderung der Stationsbeobachtungen verbunden. „Als wir unter die Motorhaube schauten, stellten wir fest, dass statt eines Motors ein Hamster im Rad lief“, sagte Connolly. „Es scheint, dass bei diesen Homogenisierungsprogrammen das Heilmittel schlimmer ist als die Krankheit“.

Ein Sprecher der Nationalen Zentren für Umweltinformationen der NOAA spielte die Bedeutung herunter, sagte aber, dass die Behörde daran arbeite, die in den Dokumenten angesprochenen Probleme zu lösen.

Die NOAA verwendet den gut dokumentierten paarweisen Homogenisierungs-Algorithmus jeden Tag für die GHCNm (monatlich)-Version 4, und die Ergebnisse spezifischer Anpassungen einzelner Stationsreihen können sich von Lauf zu Lauf unterscheiden“, sagte der Sprecher und fügte hinzu, dass die fraglichen Arbeiten nicht die Ansicht unterstützten, dass die Bedenken über die Homogenisierung der Daten diese unbrauchbar oder schlechter machten. „Die NOAA wird die in diesen beiden Arbeiten aufgeworfenen Fragen in einer zukünftigen Version des GHCNm-Temperaturdatensatzes und der dazugehörigen Dokumentation behandeln.“

Städtische Wärmeinseln

Einer der größten Fehler in den Temperaturdaten, der eine Homogenisierung überhaupt erst notwendig macht, ist der so genannte städtische Wärmeinseleffekt (UHI).

Im Wesentlichen sind die Temperaturstationen, die sich früher in ländlichen Gebieten befanden, heute in vielen Fällen von Straßen, Gebäuden, Flughäfen und Städten umgeben. Dies führt zu einer zusätzlichen lokalen Erwärmung in der Umgebung des Thermometers, was den Anschein einer drastischen „globalen Erwärmung“ erweckt, wenn viele ähnliche Stationen zusammen untersucht werden.

Der Weltklimarat hat den städtischen Wärmeinseleffekt und die Kontaminierung der Daten anerkannt, doch nach Ansicht der Wissenschaftler, die mit The Epoch Times sprachen, hat die UN-Organisation fälschlicherweise angenommen, es handele sich um ein geringfügiges Problem.

In einer neuen, von Experten begutachteten Studie schätzt die Koalition von Wissenschaftlern, dass bis zu 40 Prozent der beobachteten Erwärmung seit dem 19. Jahrhundert, die vom IPCC verwendet wird, tatsächlich das Ergebnis dieser städtischen Wärmeverzerrung ist – und nicht eines der CO₂-getriebenen globalen Erwärmung.

Wenn wir uns die nicht-städtischen Temperaturdaten für das Land, die Ozeane und andere Temperaturaufzeichnungen ansehen, ist die Erwärmung viel weniger dramatisch und scheint anderen Warmzeiten vor der industriellen Revolution zu ähneln“, sagte Connolly. „Der IPCC berücksichtigt den städtischen Wärmeinseleffekt nicht“.

Als Connolly und andere Wissenschaftler eine Temperaturreihe erstellten, bei dem nur ländliche Temperaturstationen verwendet wurden, verschwand fast die Hälfte der von der UNO unterstellten globalen Erwärmung. In der Tat stimmen die Datensätze, die nur für den ländlichen Raum gelten, viel besser mit den Daten von Wetterballonen und Satelliten überein.

Insgesamt zeigen die nur für den ländlichen Raum geltenden Aufzeichnungen, dass die mäßige Erwärmung wahrscheinlich nur eine Erholung von der Kleinen Eiszeit von etwa 1300 bis 1900 n. Chr. ist, die wiederum auf die mittelalterliche Warmzeit von etwa 800 bis 1200 n. Chr. folgte, in der die Wikinger in Grönland Landwirtschaft betrieben.

„Die mittelalterliche Warmzeit scheint in etwa so warm gewesen zu sein wie die moderne Warmzeit, aber nur, wenn wir die Aufzeichnungen nur für den ländlichen Raum verwenden“, sagte Connolly. „Während es seit dem Ende der Kleinen Eiszeit eine globale Erwärmung gegeben hat, zeigen alle primären globalen Temperaturschätzungen, dass der Planet zwischen Phasen der Erwärmung und der Abkühlung wechselt, wenn die städtischen Datensätze ausgeschlossen werden“, sagte er.

Die derzeitige Erwärmung begann in den 1970er Jahren, als die Wissenschaftler noch vor der angeblich vom Menschen verursachten globalen Abkühlung warnten, die in den 1940er Jahren eingesetzt hatte.

Michael Connolly, ein weiterer unabhängiger Wissenschaftler bei CERES und Vater von Ronan Connolly, stellte fest, dass die Erwärmung in den etwa 3 Prozent der Landoberfläche der Erde bedeckenden Städten tatsächlich zu einem „großen Problem“ wird, das angegangen werden sollte.

Aber es kann nicht durch Treibhausgaspolitik gelöst werden“, sagte er. „Stattdessen sollten wir mehr in die Begrünung der Städte und andere Maßnahmen investieren, um die Hitzewellen in den Städten zu reduzieren.“

Vermischung von Daten aus ländlichen und städtischen Gebieten

Ein anderes Problem mit Homogenisierungs-Algorithmen wurde in einer anderen Studie untersucht, die letztes Jahr im Journal of Applied Meteorology and Climatology veröffentlicht wurde.

Das Problem, das Ronan Connolly und seine Kollegen als „Urban Blending“ [urbane Vermischung] bezeichnen, betrifft die Vergleiche zwischen den Temperaturaufzeichnungen einer Station und anderen in der Umgebung.

Wenn die Daten einer Station nicht mit den anderen übereinstimmt, geht das Programm davon aus, dass es sich um eine nichtklimatische Abweichung handelt, die korrigiert werden sollte.

Das vielleicht größte Problem dabei ist, dass die Erwärmung in den Städten die gesamte Temperaturaufzeichnung kontaminieren kann, indem sie mit Daten aus dem ländlichen Raum vermischt wird.

Das Ergebnis ist, dass städtische und ländliche Daten miteinander vermischt werden, so dass ein Teil der städtischen Erwärmung in die ländlichen Daten hinein gemengt wird, obwohl das Problem bei diesen nicht auftritt.

Eine nützliche Analogie ist, dass wenn man Erdbeeren und Bananen in einem Mixer mischt, man am Ende eine homogene Mischung hat, die weder aus Erdbeeren noch aus Bananen besteht“, sagte Ronan Connolly. „Betrachtet man die Temperaturdaten, bedeutet dies, dass die homogenisierten ländlichen Aufzeichnungen ebenfalls die städtische Erwärmung enthalten.“

Die angeblich „ungewöhnliche“ globale Erwärmung, auf die sich der IPCC und andere Quellen berufen, sei nur in den städtischen Daten zu finden, die durch die mit den Städten verbundene Wärme kontaminiert seien, sagte er. Aber durch die Verwendung der homogenisierten Daten werden alle Daten durch den städtischen Wärmeeffekt künstlich verzerrt.

Wenn wir uns die Temperaturdaten ansehen, die nicht durch die Erwärmung in den Städten kontaminiert wurden, scheint es, dass die Temperaturveränderungen seit der Zeit vor der industriellen Revolution fast zyklisch verlaufen sind – Abkühlungsperioden gefolgt von Erwärmungsperioden“, so Ronan Connolly. „Dies lässt sich nicht mit dem Anstieg der Treibhausgase erklären, da diese nur nach oben gehen. Stattdessen deutet es darauf hin, dass die Wissenschaftler, die fälschlicherweise die Erwärmung in den Städten mit den Temperaturveränderungen außerhalb der Städte vermischt haben, mit ihrer Überzeugung, dass CO₂ der Haupttreiber des Klimas ist, einem Ablenkungsmanöver hinterherlaufen.“

Allerdings ist nicht jeder davon überzeugt, dass diese Probleme so bedeutsam sind, wie die CERES-Wissenschaftler behauptet haben.

Professor Robert Lund, ein anerkannter Experte auf diesem Gebiet und Lehrstuhlinhaber für Statistik an der Universität von Kalifornien-Santa Cruz, erklärte gegenüber der Epoch Times, dass ihn die von Herrn Soon und seinen Kollegen vorgebrachten Argumente „erschaudern“ ließen.

Es stimmt, dass viele Klimawissenschaftler im Allgemeinen nicht die besten Methoden verwenden, um die Daten zu bereinigen“, sagte Lund. „Aber die Behauptung der CERES-Wissenschaftler, dass die Rückschlüsse auf die Erwärmung, die wir machen, wegen der Veränderungen der Messgeräte und der Verlegung der Messstationen und ihrer suboptimalen Behandlung in den Homogenisierungsverfahren falsch sind, ist einfach nicht wahr“, sagte er. „Unabhängig davon, wie man mit der Frage der Veränderungspunkte umgeht, weisen alle global gemittelten Reihen (wie die IPCC-Reihen) starke Aufwärtstrends auf. So einfach ist das. Das Homogenisierungsproblem könnte vielleicht 0,1 oder 0,2 Grad Celsius pro Jahrhundert von den 1,3 [Grad Celsius] ausmachen, die wir global erwärmen, aber nicht mehr“.

Er warf den CERES-Wissenschaftlern vor, dass sie „versuchen, jede Menge Unsicherheit einzuführen, diese zu potenzieren und alles zu diskreditieren“.

Auf die Frage, ob er vorhabe, ihre Studien in einer eigenen Arbeit zu widerlegen, sagte Lund, dass er und andere auf diesem Gebiet des Kampfes gegen Wissenschaftler überdrüssig geworden seien, die vor allem daran interessiert seien, das Klimanarrativ zu diskreditieren.

Eine Reihe anderer Wissenschaftler auf beiden Seiten der Debatte reagierte nicht auf Bitten um Kommentare.

Mehrere Kritiker der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung baten darum, sich inoffiziell zu äußern, da sie Vergeltungsmaßnahmen seitens ihrer Institutionen, Kollegen, Zeitschriften oder Geldgeber befürchteten.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Weitere Probleme

Vor den 1970er Jahren gibt es eigentlich keine historischen Temperaturdaten, was jede Art von Langzeitstudie erschwert. Und außerhalb Europas und Nordamerikas gibt es nur sehr wenige Daten.

Bis vor kurzem waren die Daten aus den Ozeanen – die mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche ausmachen – ebenfalls spärlich und beschränkten sich hauptsächlich auf gelegentliche Messungen an den Haupt-Schifffahrtsrouten der nördlichen Hemisphäre.

Die NOAA wurde dafür kritisiert, dass mehr als 90 Prozent ihrer Klimastationen von der städtischen Wärmeverzerrung betroffen sind, berichtete die Epoch Times im Januar unter Berufung auf Wissenschaftler und eine separate Studie, in welcher die Temperaturaufzeichnungen der NOAA separat untersucht wurden.

Eine Studie des Meteorologen Anthony Watts ergab, dass im Jahr 2022 rund 96 Prozent der Stationen die Zuverlässigkeitsstandards der Behörde nicht erfüllen werden.

Michael Connolly wies darauf hin, dass die Wetterstationen ursprünglich zur Überwachung des täglichen Wetters und nicht zur Beobachtung langfristiger Klimaveränderungen eingerichtet worden seien. „Die meisten Wissenschaftler, mit denen ich persönlich spreche, geben zwar zu, dass sie Vorbehalte gegen bestimmte Aspekte der derzeitigen Darstellung des Klimawandels haben, aber sie sagen, dass ihre Institutionen darunter leiden würden, wenn sie sich äußern würden“, sagte er.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Soon räumte ein, dass die Messung des Klimawandels ein „sehr schwieriges wissenschaftliches Problem“ sei, vor allem weil die Daten unvollkommen seien. Aber Wissenschaftler haben die Pflicht, in dieser Hinsicht ehrlich zu sein. „Viele Forschungsgruppen scheinen in der Hektik, Zuschüsse zu erhalten und ihre Arbeit zu veröffentlichen, die schwerwiegenden Probleme der von ihnen verwendeten Daten zu übersehen“, sagte er und fügte hinzu, dass viele Wissenschaftler um ihre Arbeitsplatzsicherheit besorgt seien und sich nicht trauten, ihre Meinung zu sagen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Aber einige Analysten, die sich mit dieser Problematik auseinander gesetzt haben sagen, dass es sich um vorsätzlichen Betrug handelt.

Der Wissenschaftler und Ingenieur Tony Heller von der Website Real Climate Science sagte, dass die Temperaturdaten – sowohl die historischen als auch die geographischen – „völlig unzureichend“ seien.

Die Bedenken über Homogenisierung und Vermischung wiederholend sagte er der Epoch Times, dass „die Theorie zu sein scheint, dass das Mischen einer Menge sehr schlechter Zutaten eine gute Suppe ergibt“.

Heller beschuldigt die NOAA, ihre Daten zu manipulieren, um den „Anschein einer Erwärmun“ zu erwecken, und nennt die globalen und US-amerikanischen Temperaturaufzeichnungen „Propaganda, nicht Wissenschaft“.

Die irreführenden Anpassungen der Daten und die allgemeine Täuschung seien „absolut vorsätzlich“, sagte er. „Billionen Dollar werden in die Propagierung der globalen Erwärmung und des Klimawandels gesteckt.“

Bislang wurden die Studien von Soon und anderen in keiner von Fachleuten überprüften Literatur widerlegt. Einige prominente Wissenschaftler, die für die Bundesregierung und andere mit der Klimabewegung verbundene Einrichtungen arbeiten, haben die Autoren jedoch lächerlich gemacht und beleidigt, wie die Epoch Times im Oktober 2023 berichtete.

Weder der IPCC noch der führende NASA-Klimaforscher Gavin Schmidt reagierten auf die Bitte um Stellungnahme.

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Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Dieser Beitrag ist per E-Mail übermittelt worden, so dass kein expliziter Link angegeben werden kann. Wer die Übersetzung überprüfen will, kann das mit dem DOC-Dokument im Anhang tun.

Außerdem ist die gesamte Studie von Soon et al. im PDF beigefügt.

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AlexNewman24-Feb28-New Studies Undercut Key Climate Change Claims