Windpark-Unternehmen räumen ein, dass Turbinen Delfine und Wale töten

Diana Furchtgott-Roth

Wenn Windturbinen-Unternehmen eine Genehmigung für die Schädigung von Meereslebewesen beantragen, geben Reporter der Associated Press der Heritage Foundation (bei der ich arbeite) und dem Heartland Institute die Schuld, anstatt über die Fakten zu berichten.

Das war ein Moment von Chico Marx: „Wem werden Sie glauben, mir oder Ihren eigenen Augen?“

In dem irreführenden AP-Artikel, verbreitet unter anderem von WBTS-TV in Boston, der Zeitung The Daily Star in Oneonta, N.Y. und WTFX-TV in Philadelphia hieß es, dass „Wissenschaftler sagen, dass es keine glaubwürdigen Beweise gibt, die Offshore-Windparks mit dem Tod von Walen in Verbindung bringen“, und dass „Offshore-Windkraftgegner unbewiesene Behauptungen über die Schädigung von Walen aufstellen, um zu versuchen, Projekte zu stoppen, wobei sich einige der lautesten Gegner in New Jersey befinden.“

In dem Artikel wird den Gegnern vorgeworfen, „Angst in den Küstengemeinden zu schüren, wo die Entwickler für den Betrieb eines Windparks eine Infrastruktur an der Küste errichten müssen“.

Wenn dem so ist, warum bitten dann Offshore-Windpark-Unternehmen Onkel Sam um die Erlaubnis, Meeressäuger zu schädigen, und warum werden tote Wale an den Stränden der Ostküste angespült?

Laut den AP-Reportern Christina Larson, Jennifer McDermott, Patrick Whittle und Wayne Parry ist ein lautstarker Gegner der Offshore-Windkraft die Heritage Foundation, eine konservative Denkfabrik mit Sitz in Washington. Die Direktorin des Zentrums für Energie, Klima und Umwelt der Stiftung D.C. Diana Furchtgott-Roth schrieb im November, das abgebrochene Windprojekt des dänischen Unternehmens Ørsted in New Jersey sei „unansehnlich“ und „eine Bedrohung für die Tierwelt“. (The Daily Signal ist das Nachrichtenorgan der Heritage Foundation.)

Hätten die vier Reporter ihre Hausaufgaben gemacht, hätten sie erwähnt, dass die Unternehmen in den vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen bei der NOAA erklären, dass die von ihren Aktivitäten erzeugten Geräusche Meeressäugern schaden werden.

So haben Atlantic Shores und Ørsted’s Ocean Winds in ihren Anträgen für Offshore-Windprojekte in New Jersey die Genehmigung zur Schädigung von Meeressäugern beantragt. Und seit die Schiffe im Mai 2022 ihre Offshore-Untersuchungen verstärkt haben, wurden 31 tote Wale an den Stränden von New Jersey und Umgebung angespült.

Ørsted, das sich im November von einem geplanten Offshore-Windpark in New Jersey zurückzog, beantragte die Genehmigung, 30 Wale, 3231 Delfine, 82 Schweinswale und acht Robben durch die von seinen Untersuchungen erzeugten Schallwellen zu schädigen – obwohl das Unternehmen behauptet, dass der Schaden vernachlässigbar wäre.

Die genaue Anzahl und die einzelnen Arten sind auf der Website der NOAA im Antrag von Ørsted auf eine Genehmigung zur zufälligen Belästigung (Incidental Harassment Authorization, Tabelle 9) zu finden.

Das Unternehmen Atlantic Shores, das der niederländischen Shell Oil und der französischen EDF gehört, bemüht sich immer noch um eine Genehmigung für einen Offshore-Windpark in New Jersey. In seinem Antrag auf Genehmigung der zufälligen Beeinträchtigung (Tabelle 6-3) gab das Unternehmen an, dass die mit dem Standort der Windturbinen verbundenen Schallwellen wahrscheinlich 10 Wale, 662 Delfine, 206 Schweinswale und 546 Robben beeinträchtigen würden (auch als vernachlässigbare Menge bezeichnet). Das Unternehmen erhielt die Genehmigung, diese Meerestiere zu schädigen.

Obwohl die Unternehmen die Auswirkungen als „vernachlässigbar“ bezeichnen, heißt es auf der NOAA-Website, dass es schwierig ist, die Auswirkungen von künstlichen Geräuschen auf Säugetiere zu messen.

Akustische Traumata, die aus einer engen Exposition gegenüber lauten, vom Menschen erzeugten Geräuschen resultieren könnten, sind sehr schwierig zu beurteilen, insbesondere bei einem gewissen Grad an Zersetzung oder Beschädigung des Walkörpers“, so die NOAA auf ihrer Website.

Sean Hayes, Leiter der Abteilung für geschützte Arten bei der NOAA, schrieb in einem Brief an den leitenden Biologen beim Bureau of Ocean Energy Management Brian Hooker: „Die Entwicklung der Offshore-Windenergie birgt Risiken für diese Arten [Glattwale], die in den südlichen Gewässern Neuenglands aufgrund der Häufigkeit und Verbreitung der Art noch größer sind … . Im Gegensatz zu Schiffsverkehr und Lärm, die bis zu einem gewissen Grad abgemildert werden können, können die ozeanografischen Auswirkungen der installierten und in Betrieb befindlichen Turbinen während der 30-jährigen Lebensdauer des Projekts nicht abgemildert werden, es sei denn, sie werden außer Betrieb genommen.“

Darüber hinaus wurde in dem AP-Artikel nicht erwähnt, dass einige der Unternehmen, die diese Windparks errichten würden, im Besitz von Dänemark, den Niederlanden und Frankreich sind – obwohl die Steuergutschriften für erneuerbare Energien im so genannten Inflation Reduction Act darauf abzielen, einheimische Unternehmen zur Erzeugung erneuerbarer Energien anzuregen. Und es wurde nicht erwähnt, dass die Offshore-Windparks in New Jersey praktisch keinen Einfluss auf die Verringerung der globalen Temperaturen haben würden, weder jetzt noch im Jahr 2100.

Lokale Gemeinden lehnen zunehmend Windparks ab, wie aus einer Datenbank für Ablehnungen von erneuerbaren Energien hervorgeht, die der Umweltwissenschaftler Robert Bryce führt. Er berichtet, dass 417 Windparks und 190 Solaranlagen im Jahr 2023 von lokalen Gemeinden abgelehnt wurden. Mehr als 600 Projekte wurden im Jahr 2023 abgelehnt, gegenüber 489 im Jahr 2022 und 208 im Jahr 2018.

Die Befürworter der erneuerbaren Energien versuchen, die Nachteile zu beschönigen und die Vorteile zu übertreiben, um teure Offshore-Windparks zu fördern. Fürs Protokoll: Das französische und niederländische Unternehmen Atlantic Shores und das dänische Unternehmen Ørsted haben um die Erlaubnis gebeten, Wale, Delfine, Schweinswale und Robben zu schädigen.

Die Amerikaner in New Jersey und anderswo lehnen diese Umweltschäden ab.

Diana Furchtgott-Roth is the director of the Center for Energy, Climate and Environment and the Herbert and Joyce Morgan Fellow at The Heritage Foundation.

Originally published by The Daily Signal. Republished with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/03/wind-farm-contractors-acknowledge-turbines-kill-dolphins-whales/

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Ohne obigen Beitrag explizit zu erwähnen hat CFACT die Proteste gebündelt und folgenden Appell veröffentlicht:

CFACT fordert Verbot von Offshore-Windanlagen zugunsten von Saugeimern* zur Rettung der Wale

David Wojick

[*Es konnte keine sinnvolle Übersetzung für den Terminus ’suction bucket‘ gefunden werden.]

Okay, hier geht es nicht darum, Wale in riesige Eimer zu saugen, um sie vor den Schäden der Offshore-Windkraft zu bewahren. Ich wünschte, es wäre so, aber Wale sind dafür viel zu groß.

Stattdessen geht es um eine Technologie, die den Schaden für Wale und andere geschützte Meerestiere erheblich verringern kann. Einfach ausgedrückt, sind Saugeimer ein Windturbinen-Fundament, das die unglaublich lauten, riesigen Windräder überflüssig macht. Diese sind die schlimmste Form der Bedrohung für Wale durch Offshore-Windkraftanlagen, während Saugeimer die harmlosesten sind.

CFACT fordert das Verbot von Monopiles zu Gunsten von Saugeimern. Wohlgemerkt hat CFACT deutlich gemacht, dass sie Offshore-Windkraftanlagen als zerstörerisch, lächerlich teuer und völlig unnötig ablehnt. Aber wenn die Bundesbehörden darauf bestehen, Offshore-Windkraftanlagen zu haben, sollten diese auf Saugeimern und nicht auf Masten stehen.

Um seine Forderung nach einem Verbot von Monopiles zu untermauern, hat CFACT vor kurzem Kommentare zu einem Vorschlag des Beacon Wind-Projekts an BOEM und NOAA geschickt. Beacon zieht den Einsatz von Saugeimern in Betracht und möchte einige Testfälle durchführen. CFACT befürwortet diese Tests nicht nur, sondern fordert, dass dies zum Standardverfahren bei allen Offshore-Windprojekten wird.

Die Technologie der Saugeimer ist einfach und elegant. Der Saugeimer, weniger farbenfroh als Saugkorb bezeichnet, ist ein einfacher Zylinder, der an einem Ende geschlossen ist. Die Installation erfolgt in zwei Schritten. Zunächst wird der Zylinder mit dem offenen Ende nach unten auf den Meeresboden gesetzt, so dass er sich ein Stück weit im Meeresboden absenkt und das Innere abdichtet.

Dann wird ein Teil des Wassers aus dem Zylinder gepumpt (oder gesaugt). Dadurch wird der Innendruck verringert, so dass der äußere Wasserdruck den Zylinder in den Meeresboden drückt. Der Pumpvorgang wird so lange fortgesetzt, bis der Zylinder vollständig eingebettet ist und dann als strukturelles Fundament verwendet werden kann.

Anstatt einen Pfahl von Hand zu rammen, liefert das Meer selbst die Kraft. In der Regel werden drei oder vier Schaufeln verwendet, um ein Gerüst zu stützen, das dann den Turbinenturm trägt.

Die Technologie der Saugeimer ist seit vielen Jahren bekannt und wird häufig für die Verankerung von Ölplattformen vor der Küste verwendet. Der Einsatz für Offshore-Windkraftanlagen ist relativ neu, aber Ørsted, der weltgrößte Projektentwickler, hat vor Taiwan ein 900-MW-Projekt in Angriff genommen, so dass sie in der Größenordnung von US-Offshore-Projekten durchaus machbar ist.

Hier finden Sie eine Beschreibung der Saugeimer-Technologie.

Hier sind einige zentrale Auszüge aus den CFACT-Stellungnahmen, in denen ein Verbot von Monopiles zugunsten der Saugeimer-Technologie gefordert wird:

„Saugeimer sind die perfekte Technologie zur Verringerung der Lärmbelästigung, da ihre Installation nur sehr wenig Lärm verursacht, während die Installation von Monopiles unglaublich laut ist. Wenn wir sie anstelle von Monopiles einsetzen, vermeiden wir die akustische Belästigung von Tausenden von Meeressäugern und anderen geschützten Arten.

Dieser tiefgreifende Milderungseffekt schließt den Schutz des stark gefährdeten Nordatlantischen Glattwals ein.

BOEM und NMFS sollten vorschreiben, dass die Saugeimer-Technologie für alle Offshore-Windkraftanlagen mit festem Fundament anstelle von Pfählen verwendet wird, es sei denn, dies ist völlig undurchführbar, was nirgendwo der Fall sein dürfte. Gegenwärtig sieht es so aus, als ob alle vorgeschlagenen und in Bearbeitung befindlichen BOEM-Offshore-Windprojekte mit festen Fundamenten tödlich laute Monopiles verwenden. Diese Monopiles müssen durch die Saugeimer-Technologie ersetzt werden, die sehr leise zu installieren ist.

Im Rahmen dieses Mandats sollte die NMFS die Genehmigung von Tausenden von akustischen Belästigungen von Meeressäugern pro Projekt durch Windmasten einstellen. Sie sollte auch alle Genehmigungen zurücknehmen, bei denen die Bauarbeiten noch nicht weitgehend abgeschlossen sind. Im Bau befindliche Projekte, die Monopiles verwenden, können auf Saugeimer-Fundamente für ihre verbleibenden Turbinen und Umspannwerke umsteigen.“

Ich hoffe, andere schließen sich der CFACT an und fordern ein Verbot der gefährlich lauten Monopiles zugunsten der Saugeimer-Technologie. Das Gesetz zum Schutz der Meeressäugetiere verlangt diese Umstellung mit Sicherheit.

Read CFACT’s full submission here

Link: https://www.cfact.org/2024/03/11/cfact-calls-for-banning-offshore-wind-monopiles-in-favor-of-suction-buckets-to-save-whales/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Woher kommt der Strom? 31 Stunden kaum Windstrom

9. Analysewoche 2024 von Rüdiger Stobbe

31 Stunden wurde in der neunten Analysewoche kaum Windstrom erzeugt. Auch in der übrigen Zeit ging die Windstromerzeugung über Tag regelmäßig zurück. Da glich der PV-Strom den Rückgang aus. Kritisch wurde es vor allem – wie immer – in der Zeit, an denen kein PV-Strom mehr produziert wird, und die Windstromerzeugung gering ist !7:00 bis 19:00 Uhr). Da werden regelmäßig Stromimporte notwendig. So auch in dieser Woche. Genau in dieser Zeit ist der Strompreis denn auch am höchsten. Jeden Tag

Damit die CO2-Werte nicht aus dem Ruder laufen und gut verdient wird, hat Deutschland offensichtlich mit seinen europäischen Nachbarn vereinbart, dass ein Anteil der Stromversorgung Deutschlands von diesen getragen wird. Im Sommer sowieso. Im Winter immer dann, wenn die ausländischen Stromerzeugungsmöglichkeiten es zulassen. Also dann, wenn der Winter nicht hart ist. Der Vorteil des Stromimports für die deutschen Stromerzeuger:

1. Es werden höhere Preise erzielt, als wenn der Strom selbst produziert würde.

2. Es werden Ressourcen (Kohle, Braunkohle & Gas) gespart

3. Der eigene Kraftwerkspark wird „geschont“, wenn wenig Strom regenerativ erzeugt wird. 

4. Hohe regenerative Erzeugungsdifferenzen werden abgedämpft. Das stabilisiert das (hohe) Preisniveau. 

5. Importstrom ist rechnerisch generell CO2-frei für Deutschland. 

 

Im Übrigen möchte ich heute auf den Bericht des Bundesrechnungshofs hinweisen, der nach dem Jahr 2021 der Bundesregierung nochmals bescheinigt:

Energiewende nicht auf Kurs. Deutschland verfolgt sehr ambitionierte Ziele für die Energiewende. Diese ist jedoch nicht
auf Kurs, sie hinkt ihren Zielen hinterher. Die Bundesregierung muss umgehend reagieren, um eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Stromversorgung zu gewährleisten. […] Was ist zu tun? Die Bundesregierung muss umgehend reagieren. Sie muss wirksam private Investitionen in
erneuerbare Energien, Kraftwerksleistung zu deren Absicherung sowie die Stromnetze sicherstellen. Die Kosten der Energiewende muss sie klar benennen. Zudem muss die Bundesregierung endlich ein Ziel- und Monitoringsystem einführen, um die Umweltwirkungen der Energiewende systematisch zu bewerten. […] Die Empfehlungen zielen auf eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Energieversorgung und den Erfolg der Energiewende. Dieser ist zentral für den Wirtschaftsstandort Deutschland, die gesellschaftliche Akzeptanz der Transformation sowie das Erreichen der Klimaschutzziele.
Quelle

Wie reagiert Klimaminister Habeck? 

Die FAZ schreibt: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat mit Unverständnis auf den Bericht des Bundesrechnungshofs reagiert, wonach die Energiewende den Strom in Deutschland zu teuer mache und die Versorgungssicherheit gefährde. „Den Bericht des Bundesrechnungshofs habe ich zur Kenntnis genommen, mehr aber auch nicht“, sagte Habeck am Donnerstag während seiner viertägigen Amerikareise in Washington. Er könne die Kritik nicht nachvollziehen. Die Erzeugungspreise für Strom seien auf Vorkriegsniveau, der Ausbau der Erneuerbaren nehme Fahrt auf. „Ich sage nicht, dass wir durch sind. Aber zu sagen, die Bundesregierung tut nicht genug (…), ist eine erstaunliche Wahrnehmung, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.Quelle

Dass Robert Habeck nicht in der Lage ist, erst seine USA-Reise zu beenden, den Bericht gemeinsam mit „Ministerialdirigenten“ zu analysieren, sondern direkt solch ein Statement raushaut, belegt, dass der Mann für ein Ministeramt vollkommen ungeeignet ist. So sieht denn auch seine „Klimapolitik“ aus. „Idee“ und Bauchgefühl zählen. Noch ein Beispiel: Die Förderung von E-Autos wurde von einem Tag auf den anderen „gekippt“. Das ist faktisch der Tod der sogenannten Verkehrswende. Die Zulassungszahlen reiner E-Fahrzeuge sind gegenüber dem Vorjahr um 15% (siehe unten) gesunken. Verbrenner sind wieder und weiter im Aufwind. Aktuell wurde auch noch die Förderung von E-Bussen und E-Nutzfahrzeugen gestoppt. Es ist meines Erachtens ein weiterer Mosaikstein im Kunstwerk „Scheitern der Energiewende“. Das ist den rot-grünen Freunden der Energiewende offensichtlich nicht klar: Scheitert die Verkehrswende, scheitert die Energiewende!

 

Wochenüberblick

Montag, 26.2.2024 bis Sonntag, 3.3.2024Anteil Wind- und PV-Strom 39,4 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,2 Prozent, davon Windstrom 28,3 Prozent, PV-Strom 11,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,8 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 9. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 9. KW 2024: Factsheet KW 9/2024 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

  • Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel
  • Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen – Weitere Interviews zu Energiethemen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt!

Jahresüberblick 2024 bis zum 3. März 2024 

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 26. Februar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 37,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,3 Prozent, davon Windstrom 28,2 Prozent, PV-Strom 9,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,1 Prozent.

Wenig Windstrom, wenig PV-Strom: Ganztägiger Stromimport. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 26.2.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Dienstag, 27. Februar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 20,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 35,0 Prozent, davon Windstrom 13,9 Prozent, PV-Strom 7,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,1 Prozent.

Die bereits schwache Windstromerzeugung lässt nochmals nach. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 27.2.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Mittwoch, 28. Februar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 22,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 36,8 Prozent, davon Windstrom 13,6 Prozent, PV-Strom 8,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,3 Prozent.

Ab 17:00 Uhr zieht die Windstromerzeugung wieder etwas an. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.2.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 29. Februar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 50,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 62,7 Prozent, davon Windstrom 38,8 Prozent, PV-Strom 12,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,9 Prozent.

Dem ersten Windstromhöhepunkt der Woche folgt eine Delle, die nach Sonnenuntergang beendet wird. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.2.2024: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 1. März 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 59,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 70,2 Prozent, davon Windstrom 53,9 Prozent, PV-Strom 5,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,7 Prozent.

Heute wieder ganztägiger Stromimport mit einer Windtagesdelle. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.3.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Samstag, 2. März 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 50,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,9 Prozent, davon Windstrom 35,3 Prozent, PV-Strom 15,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,4 Prozent.

Beginn des Wochenendes mit sehr ausgeprägter Windtagesdelle. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. März ab 2016.

Daten, Tabellen & Prognosen zum 2.32024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 3. März 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 50,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,6 Prozent, davon Windstrom 32,9 Prozent, PV-Strom 17,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,2 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. März ab 2016.

Wenig Bedarf. Viel PV-Strom. Erst zum Nachmittag wird wieder Strom importiert. Die Strompreisbildung spiegelt das sehr schön. 

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 3.2.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

PKW-Neuzulassungen Februar 2024: Revival der Verbrenner

von Peter Hager

Die 217.388 PKW-Neuzulassungen bedeuten ein Plus von 5,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Januar lag das Plus bei 1,8 %.

Bereits im zweiten Monat hintereinander lag der Anteil der PKW-Neuzulassungen mit Verbrennungsmotor (Benzin- oder Dieselantrieb sowie Hybrid ohne Plug-In) über 80 Prozent.

Antriebsarten

Benzin: 77.106 (+ 2,3 % ggü. 02/2023 / Zulassungsanteil: 35,5 %)

Diesel: 42.153 (+ 9,7 % ggü. 02/2023 / Zulassungsanteil: 19,4 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 54.792 ( + 16,4 % ggü. 02/2023 / Zulassungsanteil: 25,2 %)
darunter mit Benzinmotor: 40.404
darunter mit Dieselmotor: 14.388

Plug-in-Hybrid: 14.575 (+ 22,3 % ggü. 02/2023 / Zulassungsanteil: 6,7 %)
darunter mit Benzinmotor: 13.218
darunter mit Dieselmotor: 1.357

Elektro (BEV): 27.479 (- 15,4 % ggü. 02/2023 / Zulassungsanteil: 12,6 %)

Quelle 

Elektro-PKW (BEV) – die Top 10 nach Hersteller (01-02/24: 49.953 – 01-02/2023: 50.611)

Tesla: 18,4%
BMW: 9,5%
Mercedes: 9,2%
VW: 8,6%
Audi: 7,8%
Skoda: 5,4%
Smart: 4,8%
MG Roewe: 4,6%
Hyundai: 4,3%
Volvo: 4,2%

Zum Vergleich BYD: 0,5%

Elektro-PKW (BEV) – die Top 10 nach Modellen in 02/2024 (27.479): 

Tesla Model Y (SUV): 5.408
MG Roewe 4 (Kompaktklasse): 1.504
Skoda Enyaq (SUV): 1.260
VW ID 4/5 (SUV): 1.227
Seat Born (Kompaktklasse): 972
Dacia Spring (Minis): 944
Audi Q4 (SUV): 889
VW ID 3 (Kompaktklasse): 872
Mercedes E-Klasse (Obere Mittelklasse): 776
BMW 5er (Obere Mittelklasse): 774

Ampel beendet „Förderprogramme“ für E-Busse und E-LKW vorzeitig

Es war geplant die Förderprogramme für alternative Antriebe von Bussen im Personenverkehr (gibt es seit 2021) und für klimaschonende Nutzfahrzeuge bis 2025 fortzuführen. Jetzt werden diese von der Ampel eingestellt (bereits bewilligte Gelder werden noch ausgezahlt). Damit sind sämtliche Subventionen in die Beschaffung von E-Fahrzeugen (PKW, LKW und Bus) „ausgefördert“.

Quelle

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Europas Windindustrie steht vor dem Aus und die Slowakei blockiert Windprojekte

Stopthesethings

Europas Windindustrie steckt im Todeskampf. Der Aktienkurs des dänischen Unternehmens Ørsted stürzte Ende letzten Jahres um 25 % ab und war nach der Kürzung der Dividenden an die Aktionäre gezwungen, Milliarden US-Dollar vom prognostizierten Wert seiner US-Offshore-Projekte abzuschreiben, und der Aktienkurs tendiert immer noch nach unten.

Den europäischen Windradherstellern geht das Geld aus und ihre Aktien werden sicherlich nie wieder den Wert ihrer glorreichen Tage erreichen.

Und dann gibt es die lokalen Schlachten. Wie zum Beispiel die jüngste Entscheidung des slowakischen Gesundheitsamtes, die Investoren daran hindert, Windkraftanlagen in einem Umkreis von 3 km um bewohnte Gebiete zu bauen. Wie vorherzusehen war, scheiterte der Propagandaflügel der Windindustrie an der Kühnheit der Regierung, das Recht der Slowaken auf einen bequemen Schlaf in ihren eigenen vier Wänden zu schützen.

https://stopthesethings.com/2024/03/01/europes-wind-industry-faces-total-oblivion-slovakia-cans-all-wind-projects/

 

Windkraftanlagen stehen vor einer weiteren bürokratischen Hürde, die möglicherweise Projekte verzögert

Spectator Slovakia, Leitartikel, 19 January 2024

Es scheint weniger wahrscheinlich, dass die Slowakei bald neue Windkraftanlagen bekommt, nachdem Investoren vor eine neue bürokratische Hürde gestellt wurden.

Das Gesundheitsamt hat neue Richtlinien zur Beurteilung von Lärm und Vibrationen an Windkraftanlagen erlassen. Anlagen mit 150 Meter hohen Türmen müssen nun mindestens 3 Kilometer von bewohnten Gebieten entfernt sein. Die Richtlinien gelten für alle Projekte, die sich derzeit in der Genehmigungsphase befinden; diese haben zusammen einen Wert von 1,4 Milliarden Euro.

Das Wirtschaftsministerium sagt, es wolle mit dem Gesundheitsamt über die Aufhebung der Bedingung verhandeln, da diese ein Hindernis für die Entwicklung der Windenergie darstelle.

Laut Ján Lacko vom Slowakischen Verband der Photovoltaik- und Erneuerbare-Energien-Industrie (SAPI) gibt es in keinem Land der EU so strenge Kriterien, wenn es um den Standort von

Windkraftanlagen geht. Er verweist auf Österreich, wo es Hunderte solcher Windkraftanlagen gibt, von denen einige nur 600 Meter von den nächsten Häusern entfernt stehen. Die Slowakei hat derzeit nur fünf Windkraftanlagen.

Das Büro antwortete nicht auf Fragen zu diesem Thema.

https://spectator.sme.sk/c/23270985/wind-turbines-face-another-bureaucratic-hurdle-potentially-delaying-projects.html

 

Wer plant den Bau neuer Windkraftanlagen in der Slowakei?

Jozef Rynik

… Wenn Sie von Bratislava nach Österreich gelangen, finden Sie sich unmittelbar hinter der slowakisch-österreichischen Grenze inmitten eines riesigen Windparks wieder. Österreich ist der größte Windstromproduzent in Mitteleuropa und betreibt Turbinen mit einer installierten Gesamtleistung von 3500 Megawatt (MW).

Im Vergleich dazu kann man die Windkraftanlagen der Slowakei an einer Hand abzählen. Ihre gesamte Erzeugungskapazität beträgt kaum ein Tausendstel derjenigen in Österreich.

Čítajte viac: https://spectator.sme.sk/c/23233819/new-wind-turbines-in-slovakia.html

 

Zum Thema:

Die Slowakei bricht ihren Rekord bei der Stromerzeugung aus Kernkraft

Die neueste Mochovce-Einheit hat ungefähr die Größe der Bratislavaer Burg.

  1. Feb. 2024

Die Slowakei hat ihre historischen Daten in der Stromproduktion neu geschrieben.

Im vergangenen Jahr brachen fünf Atomkraftwerke des dominierenden Stromerzeugers Slovenské Elektrárne den landesweiten Rekord bei der Stromerzeugung aus Kernenergie. Drei Blöcke in Mochovce, von denen einer letztes Jahr endlich in Betrieb genommen wurde, und zwei in Jaslovské Bohunice produzierten im Jahr 2023 insgesamt 18,344 Terawattstunden (TWh) Strom. Sie lieferten fast 16,967 TWh Strom ins Netz. Das sei mehr als im Jahr 2006, als noch beide Blöcke des älteren Kernkraftwerks Bohunice V1 in Betrieb waren, schreibt Slovenské Elektrárne auf ihrer Website.

„Der Anstieg der Stromerzeugung aus Kernkraft gegenüber dem Vorjahr ist auf den dritten Block in Mochovce zurückzuführen“, schrieb Slovenské Elektrárne.

Čítajte viac: https://spectator.sme.sk/c/23278787/slovakia-breaks-its-record-in-electricity-generated-from-nuclear-power.html

 

Zusammengestellt und übersetzt

Andreas Demmig




Die grüne Blase spielt immer noch das Panik-Orchester

Andrew Montford

Der Haushalt von Jeremy Hunt war symptomatisch für die Probleme der Konservativen Partei. Er vermittelte den Eindruck einer Regierung, die aufgrund der Spaltung in ihren parlamentarischen Reihen zwischen der grünen Blase auf der einen Seite und einem Rest von altmodischen Konservativen auf der anderen Seite nahezu richtungslos ist, versuchen sie doch verzweifelt, ihre Kollegen davon abzuhalten, die Partei und das Land in die Vergessenheit zu treiben.

So kam es einerseits zu einem angeblich dramatischen Rückzieher bei der Heizungssteuer und andererseits zu einem neuen Meer von Subventionen für erneuerbare Energien.

Bei näherer Betrachtung ist an der Rücknahme der Heizungssteuer weniger dran, als es den Anschein hat. Die Politik wird beibehalten, aber die Geldbußen für die Heizungshersteller, ohne die sie zahnlos ist, werden in den nächsten zwölf Monaten nicht eingeführt werden.

Aus Insiderkreisen ist zu hören, dass die erforderlichen sekundären Rechtsvorschriften noch nicht einmal in diesem Jahr im Parlament eingebracht werden, also mit ziemlicher Sicherheit nicht unter der derzeitigen Regierung. Es ist schwer zu sagen, ob dies wirklich der Fall ist. Ist das alles nur ein Trick, um die Politik in die Schublade zu stecken und den Green Blob-Ministern Graham Stuart und Lord Callanan zu ermöglichen, ihr Gesicht zu wahren? Oder gehen die Grünen davon aus, dass Ed Miliband von der Labour-Partei die britische Öffentlichkeit im Jahr 2025 einfach über den Tisch ziehen wird? Wir werden abwarten müssen und sehen.

Der Kontrast zur neuen Subventionswelle ist verblüffend. Nachdem die Regierung dem Sektor im vergangenen Jahr erstaunliche Preiserhöhungen zugestanden hat, werden neue Subventionen in Höhe von insgesamt 1,4 Milliarden Pfund erwartet, was etwa 50 Pfund pro Haushalt entspricht. Dies ist ein weiterer Hammerschlag für die bedrängte Öffentlichkeit.

So kann es natürlich nicht weitergehen, aber es steht wohl außer Zweifel, dass der Schaden katastrophal sein wird, der unserer Lebensweise durch eine derart irrationale Politik zugefügt wird.

Link: https://mailchi.mp/b2f0cc505399/net-zero-budget-a-hammer-blow-aimed-at-public-201380?e=08ba9a1dfb

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimamodellverzerrung 6: Arbeitsgruppe II (WG II)

Andy May

In den vorangegangenen Teilen dieser Serie wurden die Modellverzerrungen in den CMIP6-Modellen und bei ihrer Interpretation im AR6 WG I untersucht. In diesem Teil geht es um Modellverzerrungen in AR6 WG II, Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability (Klimawandel 2022: Auswirkungen, Anpassung und Verwundbarkeit) [1]. Der Bericht der IPCC WG II verwendet die möglichen zukünftigen Klimaprojektionen aus dem WG I-Bericht, um die zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesellschaft zu projizieren. Zu diesem Zweck werden sozio-ökonomische Modelle verwendet. Wie wir in den vorangegangenen Teilen dieser Serie gesehen haben, ist der WG I-Bericht voreingenommen und ignoriert mögliche natürliche Beiträge zur kürzlich beobachteten globalen Erwärmung, die sich aus Veränderungen der Sonne, der Wolkenbedeckung und des meridionalen Energietransports ergeben.

Die WG I/CMIP6-Modelle schreiben die gesamte Erwärmung seit 1750 eher willkürlich menschlichen Einflüssen zu, insbesondere CO₂-Emissionen [2]. Die WG II akzeptiert diese kontroverse Schlussfolgerung. Sie verwendet die prognostizierten CO₂-Emissionen in Verbindung mit den WG I/CMIP6-Modellen zur Vorhersage künftiger Temperaturen und prognostizierter Auswirkungen auf andere Klimakomponenten wie Niederschläge, um die künftigen Auswirkungen auf die menschliche Zivilisation zu modellieren.

Die WG II erklärt Folgendes:

„Der vom Menschen verursachte Klimawandel, einschließlich häufigerer und intensiverer Extremereignisse, hat weitreichende negative Auswirkungen und damit verbundene Verluste und Schäden für Natur und Menschen bewirkt, die über die natürlichen Klimaschwankungen hinausgehen.“ [3] – AR6 WG II, Seite 9

Dies ist nur dann richtig, wenn wir ihre Annahmen über die Reichweite der natürlichen Klimaschwankungen akzeptieren, aber wie wir in den voran gegangenen Teilen dieser Serie gesehen haben, sind ihre Annahmen über die natürliche Erwärmung sehr umstritten, insbesondere die Auswirkungen der solaren Variabilität. Unabhängig davon, ob der Klimawandel natürlich oder vom Menschen verursacht ist, wird fast immer irgendjemand, irgendwo, von einer Klimaveränderung nachteilig betroffen sein, während andere von der gleichen Veränderung profitieren werden. Wie weit verbreitet ist „weit verbreitet“?

Die Arbeitsgruppe II diskutiert großzügig die potenziellen negativen Auswirkungen des Klimawandels [4] und die potenziellen Vorteile der von ihr empfohlenen Anpassungs- und Abschwächungsmaßnahmen, aber der Bericht erwähnt selten die gut dokumentierten potenziellen Vorteile der globalen Erwärmung und des zusätzlichen CO₂ in der Atmosphäre [5]. Die Tatsache, dass die AG II nur die Probleme des Klimawandels und nicht die Vorteile betrachtet, offenbart ihre Voreingenommenheit und entkräftet ihre Analyse. Selbst wenn sie einen Nutzen erwähnen, finden sie darin etwas Negatives. So wird z. B. erwähnt, dass eine erhöhte CO₂-Konzentration den Holzpflanzen zugute kommt, dass aber Holzpflanzen einen Anstieg des atmosphärischen Kohlenstoffs verursachen können [6].

Wie Brian O’Neill schreibt, sagen viele Studien zwar Probleme für die Zukunft voraus, aber sie sagen auch eine Zukunft voraus, in der die Menschheit besser ausgebildet ist, sich besser ernährt, länger lebt, gesünder ist, weniger Armut und weniger Konflikte hat. Damit wird lediglich ein Trend fortgesetzt, der bereits seit vielen Jahrzehnten zu beobachten ist [7]. O’Neill berichtet, dass derzeit weltweit 700-800 Millionen Menschen von Hunger bedroht sind. Bis zum Jahr 2050 wird diese Zahl auf 250 Millionen sinken, selbst wenn man die möglichen Auswirkungen einer Erwärmung um 2°C berücksichtigt [8].

Gegenwärtig wächst die Weltwirtschaft um 2 bis 3 % pro Jahr [9], und es wird nicht erwartet, dass sich dies in Zukunft wesentlich ändert. Bei einer möglichen Erwärmung um 2,5°C im nächsten Jahrhundert rechnen Wirtschaftswissenschaftler mit einer positiven Nettoauswirkung des Klimawandels von etwa 2 % bis zu einer negativen Nettoauswirkung von etwa 2,5 % auf das globale BIP. Es ist bezeichnend, dass das Vorzeichen der wirtschaftlichen Nettoauswirkungen des Klimawandels nicht bekannt ist. Die durchschnittliche Auswirkung einer Erwärmung um 2,5 °C beträgt für den Durchschnittsbürger 1,3 % [10]. In den nächsten 80 Jahren dürfte das globale BIP um 487 % bis 1.000 % wachsen, so dass die negativen 1,3 % aufgrund des Klimawandels wahrscheinlich nicht auffallen werden. Richard Tol schreibt, dass die Unsicherheit in den Schätzungen der Auswirkungen des Klimawandels auf das gesamtwirtschaftliche Wohlergehen sehr groß ist, und wenn wir diese Unsicherheit berücksichtigen, weichen die Auswirkungen des Klimawandels bis zu einer Erwärmung von 3,5°C nicht signifikant von Null ab [11].

Szenarien der Emissionen und Auswirkungen

Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen. Daher wurde in den 1960er Jahren von Herman Kahn, einem Militärstrategen der RAND Corporation, das Konzept der „Szenarien“ entwickelt [12]. Dahinter steht der Gedanke, eine „Business-as-usual“-Prognose zu entwickeln, die davon ausgeht, dass im Planungszeitraum keine ungewöhnlichen Ereignisse eintreten. Dann variiert man etwas und berechnet eine alternative Prognose, die den Unterschied zwischen der Basisprognose, der „Business-as-usual“-Prognose und dem Modell zeigt. Es handelt sich dabei lediglich um ein Lerninstrument, das wie alle Modelle dazu dient, die möglichen Auswirkungen von politischen Änderungen, Vorschriften oder taktischen Entscheidungen in Kriegen oder Schlachten zu untersuchen. Wir sollen keiner der Prognosen Glauben schenken, wichtig sind nur die relativen Werte zwischen verschiedenen Annahmen. Die Szenarioanalyse wird häufig für Kosten-Nutzen-Analysen verwendet. Da die AG II jedoch nur die Kosten einbezieht und den Nutzen außer Acht lässt, ist ihre Kosten-Nutzen-Analyse hinfällig.

Es ist sehr wichtig, sich daran zu erinnern, dass die in der Arbeitsgruppe II verwendeten Projektionen davon ausgehen, dass es bis zum Jahr 2100 keine natürliche Erwärmung oder Abkühlung geben wird. Wenn es natürliche Kräfte gibt, die auf das Klima einwirken, dann sind die auf Treibhausgasen basierenden Projektionen falsch, auf die sie sich stützen, und ihre prognostizierten Auswirkungen auf die menschliche Zivilisation müssen ebenfalls falsch sein. Die AR6-Szenarien der Temperaturveränderung im Vergleich zu 1850 bis 1900 sind in Abbildung 1 dargestellt:

Abbildung 1. Die für das Jahr 2100 prognostizierte Temperatur. Quelle: (IPCC, 2022, S. 16).

Hausfather und Peters [13] haben die höheren Szenarien SSP3-7.0 und SSP5-8.5 (sowie ihr AR5-Äquivalent RCP8.5) als unwahrscheinlich bezeichnet, aber da diese Ansicht umstritten ist [14], nimmt die AR6 WG II keine Stellung dazu, welches der Szenarien in Abbildung 1 am wahrscheinlichsten ist [15]. Dies ist bedauerlich, da der Unterschied zwischen den Szenarien im Jahr 2100, also in nur 76 Jahren, über drei Grad beträgt. Die Kombination der Unsicherheiten bei der prognostizierten Erwärmung und den potenziellen Auswirkungen der Erwärmung ist extrem groß.

Roger Pielke Jr. und Justin Ritchie erklären uns, dass der Vorläufer des SSP5-8.5-Szenarios in Abbildung 1 aus dem ersten IPCC-Bericht von 1990 stammt. Im Jahr 1990 war es nach damaligem Kenntnisstand ein vernünftiges „Business-as-usual“-Szenario. Es prognostizierte einen starken Anstieg des Kohleverbrauchs und eine CO₂-Konzentration von 1.200 PPM im Jahr 2100. Heute wird dieses Emissionsszenario im SSP5-8.5 erreicht, aber mit dem, was wir heute wissen, ist es nicht „business-as-usual“, sondern eine unplausible Zukunft, die mit jedem Jahr unmöglicher wird [16]. Fairerweise muss man sagen, dass der IPCC das SSP5-8.5 nicht als „business-as-usual“ bezeichnet, sondern dass diese Bezeichnung von anderen verwendet wird, vermutlich weil es im ersten Bericht von 1990 so genannt wurde [17].

Marcel Crok berichtet in dem von ihm und mir herausgegebenen Buch The Frozen Climate Views of the IPCC, dass das unwahrscheinliche und jetzt unplausible SSP5-8.5 und sein Vorgänger RCP8.5 laut Roger Pielke Jr. im AR6 41,5 % der Zeit erwähnt werden, viel mehr als die wahrscheinlicheren Szenarien SSP2-4.5 oder RCP4.5 (17 % der Zeit erwähnt). Die beiden letztgenannten Szenarien stimmen besser mit den jüngsten Beobachtungen überein [18]. Die Arbeitsgruppe II verwendet also häufig die verzerrten und zu warmen WG I-Modelle als Input für maximale und unplausible Emissionsszenarien, um ihre modellierten Klimaauswirkungs-Projektionen zu erstellen.

Ignorieren der guten Nachrichten

Die Verwendung unplausibler Szenarien und verzerrter Klimamodellergebnisse bei der Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels ist zwar unklug, aber die positiven Auswirkungen des Klimawandels zu ignorieren und sich nur auf die negativen zu konzentrieren, ist vielleicht noch schlimmer. Der Grundgedanke bei der Verwendung von Szenarien besteht darin, die gesamte Bandbreite möglicher Ergebnisse zu untersuchen, und nicht die Modelldaten so auszuwählen, dass ein gewünschtes Ergebnis erzielt wird – ein Problem, das oft als Berichtsverzerrung bezeichnet wird. Es ist dieser Teil des Verfahrens der Arbeitsgruppe II, der sie ihre Glaubwürdigkeit gekostet hat.

Marcel Crok zeigt uns, dass die Anzahl der großen und auf das Festland übertretenden Hurrikane in den USA seit 1900 zurückgegangen ist [19]. Global gesehen gibt es keinen Trend bei Wirbelstürmen und Hurrikanen [20]. Es gibt auch keinen Trend bei der akkumulierten globalen Wirbelsturmenergie [21]. AR6 WG I stellt fest, dass seit 1950 die Zahl der heißen Tage und Hitzewellen zugenommen hat [22], aber wie Abbildung 1 in Teil 2 zeigt, kühlte sich die Welt 1950 ab. Zumindest in den Vereinigten Staaten zeigen die Aufzeichnungen, dass die Spitzenwerte für Hitzetage und Hitzewellen in den 1930er Jahren lagen [23]. Der AR6 WG I stellt auch fest, dass es ein „geringes Vertrauen in allgemeine Aussagen gibt, um Veränderungen bei Hochwasserereignissen auf den anthropogenen Klimawandel zurückzuführen“ [24]. Die Vorstellung, wonach extreme Wetterereignisse weltweit zunehmen, ist sehr umstritten.

Erwähnenswert ist die Feststellung der AR6 WG II, dass sie ein hohes Vertrauen darin hat, dass einige extreme Wetterereignisse als Folge des Klimawandels zunehmen, einschließlich extremer Niederschlagsereignisse, häufigerer und stärkerer Wirbelstürme/Hurrikane, und dass die jüngsten verheerenden Überschwemmungen aufgrund des Klimawandels wahrscheinlicher geworden sind [25]. Dies scheint im direkten Widerspruch zu den Aussagen der AR6 WG I zu stehen, aber die WG II umgeht den Widerspruch geschickt, indem sie „einige extreme Wetterereignisse…“ und““verheerende Überschwemmungen in Westeuropa…“ angibt. Um ihre Behauptung zu untermauern, wählen sie Orte und Ereignisse aus und vermeiden es, die globalen Auswirkungen zu erörtern, die sich nicht verändert haben oder rückläufig sind [26]. Ihre Behauptung wird durch die bereits in Teil 5 erwähnte Arbeit von Zhongwei Yan, Philip Jones und Anders Moberg widerlegt [27].

Schließlich ignorieren sowohl die WG I als auch die WG II völlig die Beweise dafür, dass die globale Erwärmung und zusätzliches CO₂ viele Vorteile haben. Bjorn Lomborg berichtet, dass der Wohlstand der Menschen im 21. Jahrhundert wahrscheinlich um 450 % zunehmen wird und dass die durch den Klimawandel verursachten Schäden diesen Wert auf 434 % reduzieren könnten [28], was für die meisten Menschen schwer zu erkennen sein wird. Lomborg stellt auch fest, dass die nicht klimabedingten Todesfälle durch Erdbeben, Tsunamis, Vulkane usw. in den letzten 100 Jahren nur geringfügig zurückgegangen sind, die klimabedingten Todesfälle jedoch um erstaunliche 99 %. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass kältebedingte Todesfälle viel häufiger sind als hitzebedingte Todesfälle, und dass mit der Erwärmung der Welt die kältebedingten Todesfälle stärker zurückgehen als die hitzebedingten Todesfälle zunehmen [29].

Rosinen-Pickerei

Die Autoren der AR6 WG II machten sich besonders schuldig, indem sie Papiere zur Diskussion auswählten, die ihre Annahmen stützten, und Papiere ignorierten, die diese widerlegten oder ihnen widersprachen. Ein klassischer Fall ist die Diskussion von Grinsted et al. [30], in der behauptet wird, dass einige Hurrikanschäden in den USA auf die vom Menschen verursachte globale Erwärmung zurückgeführt werden können. Grinsted ist einer von vielen Autoren [31], welcher die Hurrikanverluste auf vom Menschen verursachte oder verstärkte Hurrikanaktivitäten zurückführen konnten. Roger Pielke Jr. hat jedoch festgestellt, dass die Studie fehlerhaft ist, und gefordert, dass sie zurückgezogen wird [32].

Obwohl die Studie wahrscheinlich fehlerhaft ist und von vielen anderen Studien widerlegt wird, wird sie verwendet, um die Vorstellung zu untermauern, dass einige Hurrikanverluste in den USA „teilweise auf den anthropogenen Klimawandel zurückgeführt werden können“ (AR6 WG II) [33]. Sie erwähnen jedoch auch eine andere Studie, nämlich Estrada et al. [34], von der sie annehmen, dass sie die Zuschreibung an den vom Menschen verursachten Klimawandel unterstützt, aber das steht nicht in der Studie. Estrada et al. sagen, dass ihre Ergebnisse nicht eindeutig sind und dass im Jahr 2005 2-12 % der normalisierten Verluste „auf den Klimawandel zurückzuführen sein könnten“. Sie haben also ein Jahr ausgewählt und nur die Vereinigten Staaten betrachtet, und vielleicht waren 2-12 % der Schäden auf den Klimawandel zurückzuführen. In den Schlussfolgerungen von Estrada heißt es:

„Die Zunahme von Wohlstand und Bevölkerung allein kann den beobachteten Trend bei den Hurrikanschäden nicht erklären. Der verbleibende Trend an sich beweist nicht das Vorhandensein eines Klimawandelsignals, da er auf Ursachen zurückzuführen sein könnte, die hier nicht berücksichtigt wurden.“Estrada, Botzen, und Tol, Nature Geoscience, 2015

Mit anderen Worten, sie stellen einen Trend bei den normalisierten Hurrikanschäden fest, der sich nicht vollständig durch zunehmenden Wohlstand und wachsende Bevölkerung erklären lässt, und es ist möglich, dass dieser Überschuss auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Estrada et al. erklären, dass ausgeprägte Ozeanschwankungen wie die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO) für einen Teil der beobachteten übermäßigen Hurrikanschäden verantwortlich sein könnten. Außerdem könnten Datenprobleme aus der Zeit vor 1940 zu einem falschen Aufwärtstrend bei den Schäden führen. Die Analyse von Estrada et al. hat also einen kleinen übermäßigen Trend bei den Schäden aufgedeckt, der durch den Klimawandel erklärt werden könnte, aber auch durch andere Faktoren verursacht werden könnte. Nicht sehr überzeugend.

Die AR6 WG II lässt den Leser mit der Vorstellung zurück, es stünden zwei gegen einen, obwohl eine der Pro-Attributions-Studien nicht schlüssig ist und eine große Anzahl von Studien ignoriert wurde, die keinen Zusammenhang zwischen Hurrikanschäden und dem Klimawandel feststellen. Die Arbeitsgruppe II macht die folgende Aussage, die sie teilweise entlastet:

„Der Klimawandel erklärt einen Teil der langfristigen Zunahme der wirtschaftlichen Schäden durch Hurrikane (begrenzte Beweise, geringe Übereinstimmung)“ [35] – IPCC AR6 WG II, Seite 1978

Sie werden durch den Teil „begrenzte Beweise, geringe Übereinstimmung“ gerettet, aber irgendwie wird dieser Teil in den Pressemitteilungen und in den Nachrichtenmedien immer weggelassen.

Modellverzerrung der WG II – Zusammenfassung

So wie die WG I die potenziellen Auswirkungen der Sonnenvariabilität und der Veränderungen des meridionalen Transports ignorierte, ignorierte die WG II die potenziellen Vorteile der Erwärmung und des zusätzlichen atmosphärischen CO₂. Dies macht den Bericht wertlos. Indem sie die gut dokumentierten Vorteile der globalen Erwärmung und des zusätzlichen CO₂ ignorieren, können sie eindeutig nicht die Auswirkungen des Klimawandels oder unsere Anfälligkeit für Klimaänderungen beurteilen. Das macht ihren Bericht für politische Entscheidungen oder Kosten-Nutzen-Analysen unbrauchbar.

Es ist schwer zu entscheiden, wie dieses Problem in der AR6 WG II genau zu charakterisieren ist. Man könnte es als „reporting bias“ bezeichnen, da sie so viele Studien ignoriert haben, die über Erwärmung und CO₂-Vorteile berichten. Man könnte es auch als Confirmation Bias bezeichnen, da sie erklärtermaßen davon ausgehen, dass Erwärmung und zusätzliches CO₂ eine schlechte Sache sind. Aber so oder so haben sie es versäumt, den aktuellen Stand der vorhandenen Literatur zu diesem Thema ehrlich wiederzugeben.

Als Nächstes betrachten wir die Modellverzerrungen in der WG III.

Download the bibliography here.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2024/03/11/climate-model-bias-6-WG II/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE