Daten widersprechen der Begründung, den Bau neuer Erdgas Export Terminals zu stoppen

Aufmacherbild: https://www.butenunbinnen.de/videos/gas-terminal-lng-stade-bremerhaven-102.html

Nick Pope,Mitwirkender, 10. März 2024

Die Regierung Biden hat mehrere Argumente für den Genehmigungsstopp für LNG-Terminals vorgebracht oder verstärkt, darunter die Behauptung, dass eine Ausweitung der LNG-Exporte die inländischen Erdgaspreise in die Höhe treiben würde. Die Marktdaten stützen diese Behauptung jedoch derzeit nicht, wie Experten aus dem Energiesektor gegenüber der Daily Caller News Foundation erklärten.

„Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass der Export von LNG irgendeine Auswirkung auf die inländischen Erdgaspreise hatte, außer vielleicht, dass er sie drückte“, sagte David Blackmon, ein 40-jähriger Veteran der Öl- und Gasindustrie, der heute als Berater tätig ist und über den Energiesektor schreibt, gegenüber dem DCNF. „Als die US-Exporte nach Europa Ende 2022 hochgefahren wurden, brach der Inlandspreis an der NYMEX Henry Hub innerhalb von nur vier Monaten von 7 Dollar pro eine Million britischer Wärmeeinheiten auf nur noch 2 Dollar ein.“

Die U.S. Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte im Mai 2023 einen Bericht, in dem prognostiziert wird, dass ein Anstieg der LNG-Exporte die Inlandspreise nach oben drücken wird, während eine Verringerung der Exporte den gegenteiligen Effekt haben würde. Verschiedene Daten der EIA zeigen jedoch, dass die Inlandspreise für Erdgas im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken sind, also in demselben Zeitraum, in dem die LNG-Exporte aus den USA Rekordwerte erreichten und Amerika zum weltweit führenden LNG-Exporteur machten.


(RELATED: Biden’s Natural Gas Pause Will Jack Up Emissions And Empower Foreign Producers, Experts Say)
Zum Thema: Bidens Erdgaspause wird die Emissionen in die Höhe treiben und ausländische Produzenten stärken, sagen Experten

… Die Verwaltung unterbricht die Genehmigung geplanter Terminals, während das Energieministerium (DOE) den Umfang seiner Prüfung auf die Klimaauswirkungen von Projekten ausdehnt, um festzustellen, ob sie im öffentlichen Interesse liegen. Während Präsident Joe Biden den Schritt als einen entscheidenden Schritt zur Bekämpfung der „Klimakrise“ anpries, sagten Experten des Energiesektors dem DCNF, dass die Entscheidung tatsächlich die globalen Emissionen erhöhen und gleichzeitig ausländische Energieproduzenten stärken werde, darunter auch Länder, die nicht mit den amerikanischen Interessen einverstanden sind.

TRUMP: „Drill baby, drill…Wir haben mehr Öl und Gas – flüssiges Gold – als jedes andere Land – und wir nutzen es nicht… Wir haben das beste Zeug, das es gibt, direkt unter unseren Füßen, und trotzdem gehen wir nach Venezuela – Diese Leute sind verrückt!“

… Experten des Energiesektors sagen jedoch, dass die Entscheidung eher politischer Natur ist als eine aus Sorge um Emissionen und die amerikanische Energiesicherheit motivierte Entscheidung, da junge Wähler und Umweltaktivistenorganisationen als wichtige Bastionen der Unterstützung für Biden bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen gelten. Die weltweite Energieproduktion und -nachfrage wird unterdessen nicht zurückgehen.Denn potenzielle Importeure von US-amerikanischem LNG werden sich woanders umsehen, um ihren Bedarf zu decken, wenn die Regierung zahlreiche Exportterminalprojekte wie Calcasieu Pass 2 (CP2) effektiv zum Erliegen bringt. …


„Diese Regierung setzt sich dafür ein, dass Energie und wirtschaftliche Möglichkeiten für alle Amerikaner erschwinglich bleiben, dass die Energiesicherheit hier in den USA und bei unseren Verbündeten gestärkt wird, dass die Amerikaner vor dem Klimawandel geschützt werden und dass die Zukunft der sauberen Energie gewonnen wird“, sagte Energieministerin Jennifer Granholm am 26. Januar, dem Tag, an dem die Pause angekündigt wurde. „Diese praktische Maßnahme wird sicherstellen, dass [das Energieministerium] ein verantwortungsvoller Akteur bleibt, der die aktuellsten Wirtschafts- und Umweltanalysen verwendet.“

Die klimabezogenen Auswirkungen einer Ausweitung der amerikanischen LNG-Exportkapazitäten haben in der Presse große Aufmerksamkeit erregt, aber auch der Fokus der Regierung auf die Erschwinglichkeit von Energie ist eine wichtige Motivation für die Pause, wie Granholm in ihrer Erklärung erwähnte. Amos Hochstein, ein Top-Energieberater von Präsident Joe Biden, deutete am Donnerstag an, dass die USA möglicherweise bereits über mehr als genug operative LNG-Exportkapazitäten verfügen.

„Was diese Entscheidung, die Förderung zu pausieren, wirklich bewirkt hat, ist, dass das Investitionskapital für künftige Erdgasprojekte ausgehungert und die Schlüssel an Katar übergeben werden“, sagte Dan Kish, ein leitender Forscher am Institute for Energy Research, gegenüber dem DCNF. „Würden Sie die Lebensmittelexporte stoppen, um den Preis für Lebensmittel niedrig zu halten?

Kish wies auch darauf hin, dass sich die Technologien im Zusammenhang mit Erdgas seit dem Beginn der „Schieferrevolution“ in den 2000er Jahren erheblich weiterentwickelt haben. Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln, dass die Unternehmen weiterhin effizientere, robustere und effektivere Technologien entwickeln werden, um noch mehr von Amerikas riesigen Erdgasreserven zu erschließen und das Angebot in ausreichendem Maße aufrechtzuerhalten, um die inländische und weltweite Nachfrage zu äußerst wettbewerbsfähigen Preisen zu befriedigen.“

Ali Zaidi, der Klimabeauftragte des Weißen Hauses, deutete im Januar an, dass die weltweite Nachfrage nach amerikanischem LNG, insbesondere in Europa, möglicherweise nur von kurzer Dauer sein wird, da die meisten europäischen Verbündeten in den kommenden Jahren eine grüne Energiewende anstreben.

Während sich viele amerikanische Verbündete in Europa für eine grüne Energiezukunft einsetzen, haben einige dieser Länder erhebliche Investitionen in Erdgaskraftwerke und LNG-Importknoten getätigt, um die amerikanischen Exportterminals zu ergänzen. Laut einer von Rystad Energy durchgeführten Marktanalyse klafft in Europa eine immer größere Lücke zwischen den vertraglich vereinbarten langfristigen LNG-Lieferungen und dem eigenen Bedarf.

Darüber hinaus warnte ein hochrangiger Vertreter von , eineEurogasm Öl- und Gashandelsverband, dem 101 europäische Unternehmen angehören, in einem Schreiben vor der Entscheidung, dass ein Stopp neuer Exportgenehmigungen in den USA das Risiko bergen würde, das weltweite Ungleichgewicht bei der Versorgung zu vergrößern und zu verlängern“.

In Asien haben potenzielle Käufer von LNG – wie Japan und China – nach anderen Liefervereinbarungen gesucht, um sich vor Unterbrechungen zu schützen, die durch das US-Moratorium für neue Exportzentren verursacht werden.

Insbesondere hat Katar in den letzten 18 Monaten zwei große langfristige Vereinbarungen mit China über die Lieferung von Erdgas unterzeichnet. Experten aus dem Energiesektor erklärten zuvor gegenüber der Daily Caller News Foundation, dass dieser Schritt die Emissionen nicht verringern, sondern vielmehr erhöhen würde, indem die ausländische Erdgasproduktion unter anderem in Katar und Russland gefördert würde.

Weder das Weiße Haus noch das Energieministerium reagierten sofort auf Bitten um Stellungnahme.

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https://dailycaller.com/2024/03/10/data-contradicts-rationale-biden-natural-gas-export-pause/

Übersetzt durch Andreas Demmig

 




Verbrennungsmotoren sind weiterhin erforderlich

von  Dipl.-Ing. Klaus Ridder Motorjournalist (VdM)

Es war für mich beängstigend, nachdem ich anlässlich der Verleihung des Deutschen Gefahrgutpreises die Worte des Staatssekretärs Hartmut Höppner (BMDV) aufgenommen und versucht habe, sie zu verstehen. Es ging da um die Mobilität der Zukunft und vor allem um die Verwendung ‚neuer Kraftstoffe‘. Ich hatte aber akustisch nicht alles verstanden und das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) um Auskunft gebeten.

Abbildung 1Staatssekretär im BMDV Hartmut Höppner (li)

Ich bekam einen netten Brief mit folgendem Inhalt

„Das BMDV verfolgt einen technologieoffenen Ansatz, um die Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen. Es geht darum, auch in Zukunft die Mobilität in der Gesellschaft sicherzustellen. Wir wollen dies auf Grundlage eines Technologiemixes erreichen. Das erscheint uns zielführender, als von vornherein bestimmte Technologien kategorisch auszuschließen. Wir arbeiten daran, optimale Rahmenbedingungen für klimafreundliche Antriebstechnologien und Kraftstoffe zu schaffen. Für das Erreichen der Klimaschutzziele sind planwirtschaftliche Vorgaben der falsche Weg. Vielmehr basieren Mobilität und Logistik auf Entscheidungen von Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern auf Grundlage ihrer spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse. Verbote oder Einschränkungen sind nicht Teil unserer Strategie.“

 

Der Absatz 2 befasst sich mit der E-Mobilität

 

Neben der Elektromobilität und der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie können E-Fuels – insbesondere im Schwerlast- und Gefahrgutverkehr – einen wichtigen Beitrag leisten, den Straßenverkehr klimaneutral zu gestalten. Unser Ziel ist es, die Transformation der Fahrzeugindustrie zu unterstützen und so die Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung zu sichern. Daher hat sich das BMDV auf europäischer Ebene erfolgreich dafür eingesetzt, dass eine Perspektive für neue Pkw mit Verbrennungsmotor auch über 2035 hinaus geschaffen werden soll, sofern diese ausschließlich mit E-Fuels betrieben werden. Diese Strategie verfolgen wir auch für Nutzfahrzeuge. E-Fuels sind zudem eine vielversprechende Option, um die Bestandsflotte klimaneutral betreiben zu können.

Gleichzeitig unterstützt das BMDV den Markhochlauf von klimaneutralen strombasierten Kraftstoffen für alle Verkehrsträger und setzt sich daher auch für entsprechende regulatorische Anreize ein. Zudem wurde 2023 auf der internationalen E-Fuels-Konferenz des BMDV in München ein Dialogprozess gestartet, um über Hemmnisse und Lösungsansätze zu diskutieren. Für Industrie und Investoren sind Rechts- und Planungssicherheit notwendige Voraussetzungen. Den Dialog wird das BMDV fortführen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die kommende E-Fuels-Konferenz.

Ein wichtiger kurzfristiger Hebel zur Verringerung der CO2-Emissionen ist die Freigabe von HVO 100. Es handelt sich um einen Biokraftstoff, der etwa aus biologischem Abfall- und Restspeiseölen hergestellt werden kann. Der entscheidende Unterschied zu fossilem Diesel ist, dass der CO2-Nettoeintrag in die Atmosphäre um bis zu 95 Prozent gegenüber dem fossilen Energieträger reduziert werden kann. Im Vergleich zu konventionellem Diesel weist HVO 100 zudem eine höhere Cetanzahl auf, wodurch eine bessere Zündwilligkeit und somit eine sauberere Verbrennung gegeben ist. Moderne Dieselmotoren sind grundsätzlich dafür geeignet. In vielen Ländern, etwa in den Niederlanden, Litauen oder Schweden, kann man diesen Kraftstoff bereits tanken. Die Bundesregierung ist sich darüber einig, die Freigabe für HVO 100 zeitnah zu erteilen. Dafür muss die 10. Bundesimmissionsschutz-Verordnung entsprechend geändert werden. Federführend zuständig dafür ist das BMUV.

 

Was sagt Brüssel?

Schon lange vorher hatten die Politiker in Brüssel das Aus der Verbrennungsmotoren für 2035 beschließen wollen, doch es gelang dann Verkehrsminister Dr. Volker Wissing, das zu verhindern, wenn die Fahrzeuge mit e-Fuels gefahren werden.

https://mercedes-benz-archive.com/marsMuseum/Thumbnail?oid=179121768&version=1&mediaTypeId=3&thumbnailVersion=3

Abbildung 2Die ersten funktionsfähigen Kraftfahrzeuge von Daimler und Bebz wurden mit vor 140 Jahren mit Verbrennungsmotoren angetrieben (Ridder)

Nun gibt es Kritiker, denen die Brüsseler Beschlüsse (siehe Kasten) nicht weit genug gehen. Zurück zur Steinzeit, um angeblich das Klima retten zu wollen. Fragt man aber die Betroffenen, das sind vor allem Spediteure oder auch Busunternehmen oder auch die Pkw-Fahrer mit weniger Geld in der Tasche, dann sieht alles ganz anders aus.

Machbar ist alles. Doch wer soll das alles bezahlen? Leben wir nicht heute schon in einer Zeit, wo uns die Anstrengungen das Klima retten zu wollen, eine nicht bezahlbare Zukunft bringen werden.

Übrigens, es gibt Anzeichen aus Brüssel, wohl im Hinblick auf die bevorstehenden EU-Neuwahlen, künftig eine etwas gelockerte Umweltpolitik zu betreiben. Dazu gehört es auch, das ‚Verbrennerverbot‘ zu überdenken.

Was sagt man in der Wissenschaft

Die unzähligen Institute und grünorientierten Bewegungen werden alles für machbar erklären, schließlich leben sie davon, das „wissenschaftlich“ zu dokumentieren, was die Politik haben will.

Ich selbst habe eine maschinentechnische Ausbildung als Dipl.-Ing. für Kfz-Bau und kann mit meinem Wissen und meiner Erfahrung die Sachlage gut einschätzen und habe da starken Zweifel, ob das alles so klappen kann.

Ich möchte aber jemanden zu Wort kommen lassen, der sich speziell in Sachen Verbrennungsmotoren gut auskennt, es ist Prof. Dr. Thomas Koch, Leiter des Instituts für Kolbenmaschinen (IFKM) beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Karlsruhe. Er hat sein Wissen in einem Interview im Fachmagazin des Energiehandels der Öffentlichkeit mitgeteilt.

Abbildung Prof.Dr. Thomas Koch (Repro Ridder)

Wesentliche Aussagen von Prof. Dr. Koch

  • Das gesamte Forschungsfeld ist politischer geworden und so wird dem Verbrennungsmotor keine Zukunft zugebilligt.
  • Wenn es die Verbrennungsmotoren nicht gäbe, müsste er umgehend erfunden werden.
  • Kraftstoffe haben eine hohe Energiedichte und lassen sich beliebig speichern.
  • Für die Herstellung von e-Fuels angedachte grüne Energie ist nicht ansatzweise ausreichend verfügbar.

Im Kern ist ein Kraftstoff, so Prof. Dr. Koch, ein Kohlenwasserstoff, der heute aus fossilem Rohöl über Destillationsprozesse hergestellt wird. Für eine anzustrebende, nicht fossile Herstellung werden nun sowohl ein Kohlenstoff- als auch ein Wasserstoffpartner benötigt. Dies kann man entweder über einen chemischen Weg mit Hilfe von Synthesen realisieren. Dies sind die e-Fuels. Oder man nutzt die Kraft der Natur, genauer der Photosynthese, mit Hilfe von modernsten bioFuels der neuesten Generation. Diese modernsten bioFuels nutzen nicht die Frucht der Pflanze und habe deshalb nichts mit der „Tank oder Teller“-Diskussion zu tun. Hydrierte Pflanzenöle (HVO) sind hier gerade in aller Munde und ein hervorragender Kraftstoff.

Unter e-Fuels versteht man übergeordnet Kraftstoffe, die auf der Grundlage von alternativen Energien hergestellt werden.

Abbildung 4Aus Sonnen- und Windenergie unter Mithilfe von Waser und Kohlendioxyd entstehen E-Fuels ( Foto Ridder)

Zum Thema „Verstromung der Mobilität“ äußert sich Prof. Koch wie folgt:

„Die elektrische grüne Energie ist nicht ansatzweise ausreichend verfügbar. Für eine optimale Betriebsstrategie benötigt es ein gutes Miteinander von Elektromobilität und refuels. Das wird weiterhin verhindert“.

Von Prof.Dr.Koch werden also reFuels favorisiert, zumal sein Institut auch am entsprechenden Forschungsvorhaben arbeitet.

Resümee

Es ist schwer abzuschätzen, wohin die Reise geht. Es gibt zu viele politische Interessen und Meinungen. Es gibt zu viele unterschiedlich arbeitende Forschungseinrichtungen, die letztendlich von der Forschung leben und nicht unbedingt zum Wohle der Bürger forschen.

Letztendlich muss alles bezahlbar sein und dem internationalen Wettbewerb standhalten. Es ist noch viel zu tun, so wird das „Verbrenneraus“ für 2035 nicht realisierbar sein.

Klaus Ridder

Das vollständige Interview mit Prof. Dr. Thomas Koch ist im Februar 2024 im Magazin FUELS/LUBES/ENERGY (Fachmagazin des Energiehandels) erschienen.

EU-Beschluss vom März 2023

Die EU-Energieminister haben die neue CO2-Verordnung beschlossen. Wie sehen die Regeln für den Verbrennungsmotor nun aus? Welche Rolle können e-Fuels überhaupt spielen? Und was bleibt unklar? Antworten auf einige Fragen.

Nach einer wochenlangen Hängepartie haben die Energieminister der EU das weitgehende Aus des Verbrennungsmotors ab 2035 beschlossen. Zuvor hatten das Bundesverkehrsministerium und die Europäische Union ihren Streit über die künftigen Regeln beigelegt. Wie genau sehen sie nun aus? Und was könnte sich noch ändern?

Das schon länger geplante EU-Gesetz sieht vor, dass ab 2035 EU-weit keine Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mehr neu zugelassen werden dürfen, wenn ihr Kraftstoff Benzin oder Diesel ist. Das haben die 27 Mitgliedstaaten beschlossen.

Allerdings bleibt auf Druck Deutschlands eine Hintertür für den Verbrenner offen: Auch nach 2035 sollen Autos mit Verbrennungsmotoren zugelassen werden können, sofern sie ausschlie0lich mit CO2-neutralen synthetischen Kraftstoffe, sog. e-Fuels, betankt werden. Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissen sah sich damit am Ziel: „Der Weg ist frei: Europa bleibt technologieneutral.“

 




Aiwanger löste unser Klimaproblem in 27 Sekunden und liegt dabei nur mindestens um den Faktor 100.000 daneben

Helmut Kuntz

Beim Klimawandel gibt es wirklich keinen extremsten Unsinn, der nicht voller Stolz publiziert würde. Das wäre nicht ganz so schlimm, wenn es nur die zunehmend politisch agierende „Wissenschaft“ machen würde. Leider jedoch hat sich dieser Wahnsinn längst in den Köpfen unserer politischen Entscheider „eingenistet“, wie es beispielsweise Hubert Aiwanger exemplarisch belegte*.

Ein bisschen Wald fürs Klima pflanzen und Deutschland hätte seine Emission auf Null reduziert…

…sagte Hubert Aiwanger 2019 in der BR-Talkshow „Münchner Runde“ (Ausschnitt): (Aiwanger löst Klima-Problem in 27 Sekunden! (youtube.com)

Dabei erzählte er dem staunenden Publikum, dass 25 Quadratkilometer Wald jährlich ca. eine Milliarde Tonnen CO₂ speichern würden. Rechnet man diese Aussage überschlägig nach, dann würde 1 Hektar Wald jährlich 400.000 t CO₂ speichern.

Anhand der Daten in einer Publikation von statista, also einer Bundesbehörde (3 % der jährlichen CO₂-Emissionen werden netto vom Wald absorbiert – Statistisches Bundesamt (destatis.de) lässt sich grob herausrechnen, welche jährliche CO₂-Speicherung das statistische Bundesamt für den Wald annimmt. Es ergibt sich ein Wertebereich pro Hektar zwischen 2,73 … 4,1 t CO₂/Jahr.

Der dpa-Faktenchecker hat sich des Themas ebenfalls angenommen (Aiwanger rechnete falsch – Wald müsste größer sein als Deutschland, um CO₂-Ausstoß aufzunehmen (dpa-factchecking.com) und kommt für die von Aiwanger als „Jahreslösung“ genannte 25 Quadratkilometer Waldfläche auf 6000 Tonnen CO₂-Senkenwirkung, also pro Hektar auf 2,4 t CO₂/Jahr, womit sich der „amtliche“ Wertebereich pro Hektar Wald auf 2,4 … 4,1 t CO₂/Jahr erweitert.

Wenn man nun die Werte pro Hektar Wald (Hubert Aiwanger: 400.000 t CO₂/Jahr, „offizielle“ Angaben: 2,4 … 4,1 t CO₂/Jahr) miteinander vergleicht, muss man sich fragen, mit welcher (Ein)Bildung ein Minister eigentlich herumläuft und sich sogar traut, in eine Talkshow zu gehen. Auch, ob es in seinem Ministerium mit ca. 1000 gutbezahlten Beschäftigten niemanden gibt, der seinem Chef wenigsten etwas genauere Zahlen hätte mitgeben können.

Nun sagt Herr Aiwanger in der Talkshow mit sichtlichem Stolz, er selbst hätte es abgeschätzt und gehört zudem zu den Politikern, welche sogar ein abgeschlossenes Studium vorweisen können.
Zur „Berechnung“ ist an Mathematik nicht mehr als einfacher Dreisatz erforderlich. Aber das „Pisaproblem“ hat wohl viel, viel früher und weit stärker zugeschlagen, als man jemals ahnte. Sollte diese These nicht stimmen, bliebe eigentlich nur eine andere Erklärung übrig: Politik macht dumm.

Unabhängig davon, was nun die wirkliche Erklärung für eine solche Aussage ist. – Sie erklärt, warum unsere Politikkaste zunehmen rational nicht mehr nachvollziehbare Entscheidungen trifft.

Die GRÜNen haben im Bayerischen Landtag übrigens dazu nachgefragt: Bayerischer Landtag 26.05.2023 Drucksache 18 / 27886
Die Antwort von Aiwangers Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie:
– Die Äußerungen wurden im Oktober 2019 getätigt. Zum jetzigen Zeitpunkt – mehr als drei Jahre später – sind Details zu den Hintergründen nicht mehr rekonstruierbar.
– Der Diskussionsbeitrag wies darauf hin, dass neben geringeren CO₂ -Emissionen auch die Bindung von CO₂ in Wäldern zum Klimaschutz beiträgt. Wie viel CO₂ weltweit durch Aufforstung gebunden werden kann, war seinerzeit Gegenstand wissenschaftlicher Debatten.
Die Staatsregierung strebt sowohl eine Verringerung von CO₂ -Emissionen als auch eine verstärkte Bindung von CO₂ in natürlichen Speichern an.

Mit dieser arroganten – nicht entfernt die Aussage (er)klärenden oder darauf eingehenden – Antwort muss man sich doch „verschaukelt“ und „bürgerdelegitimiert“ vorkommen.

Nun muss man Herrn Aiwanger „zugute“ halten, dass er im Politikervergleich damit noch nicht einmal ganz besonders hoch daneben lag.

Unsere Annalena als ausgewiesene Fachperson verkündete einst, jeder deutsche Bürger würde jährlich 9 Gigatonnen CO₂-emittieren. In Wirklichkeit sind es 8 Tonnen. Ihre Fehlerdifferenz beträgt also
9×10
9:8, ausgeschrieben 9000.000.000:8, also noch zusätzliche, vier Fehler-Nullen mehr vor dem Komma als bei Herrn Aiwangers Abschätzung.
Allerdings hatte Annalena nicht behauptet, dies selbst abgeschätzt zu haben. Man weiß, dass sie gerne etwas irgendwo aufschnappt (und leider nicht immer versteht) und dann einfach nachplappert, in der Meinung, das wäre „Kompetenz“. Ist sie halt von Partei(tags)reden gewöhnt, wo nicht Inhalte, sondern alleine die ideologische Ausrichtung bewertet wird.

Solche „Erkenntnispolitik“ kann gravierende Folgen haben. Man denke nur an unsere Autobauer.
(Ganz) böse Zungen flüstern, dass diese damals, als die deutsche Politik die Verschärfung der EU-Abgasvorschriften noch mindern wollte, denen sagte, dies bitte nicht zu tun.
Begründung: Sie hätten Lösungen dafür, die ausländischen Autobauer aber eher nicht. Es würde also eher die Konkurrenz treffen (was meiner Konkurrenz mehr schadet als mir, ist positiv).

Die tolle „Lösung“ wurde dann (von den Amis) „reklamiert“, verklagt, auf einmal von allen als unzulässig befunden und endete mit unglaublichen Folgekosten (je nach Quelle zwischen 75 … 170 Milliarden EUR). Gibt es in der Politik inzwischen auch.Dort nennt man so etwas im Ampel-Neusprech „Sondervermögen“.

Eine ähnliche Gefahr besteht, beziehungsweise wird (nicht nur) beim Kampf gegen das sich schon immer verändernde Klima und das Wenden der Energie längst umgesetzt, wenn unsere Politiker „ganz einfache Lösungen“ im Kopf haben und damit über in Wirklichkeit fast unlösbare Forderungen entscheiden.

*Anmerkung
Der Vorgang ist inzwischen schon etwas älter, aber beileibe keine „Jugendsünde“, denn Herr Aiwanger hatte zum damaligen Zeitpunkt bereits ein Ministeramt in Bayern. Er wurde aktuell über Medien erneut publiziert und gelangte so zum Autor. Weil er so extrem, aber gerade dadurch symptomatisch ist, „erklärt“ er, warum inzwischen so viele politische Entscheidungen getroffenen werden, die jeglichem technischen Sachverstand Hohn sprechen.




Die Sprache der Energiewende Teil 1

Die Sprache des dekarbonisierenden Zeitgeistes versucht, das Denken der Bevölkerung zu prägen. Wendeenergie und Wandelklima beherrschen die sogenannten Qualitätsmedien und nehmen Einfluss auf das Denken in der Bevölkerung. So entsteht das passende Framing. 

Von Frank Hennig

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“, sagte Ludwig Wittgenstein. Die Sprache setzt der Erkenntnis Grenzen, man kann sie formen, nutzen und durch sie manipulieren. Am wirksamsten ist das „Nudging“ durch Sprache, die Beeinflussung von Denken und Handeln, ohne dass es die Zielgruppe bemerkt.

Gute Sprache ist eindrücklich und lässt vor dem geistigen Auge Bilder entstehen. Diese sind besser in Erinnerung zu behalten als Texte. Gute Journalisten und Politiker lassen in ihren Ausführungen Bilder entstehen, schlechte reihen Worthülsen aneinander. Das zeigt sich prägnant am Beispiel zweier Grünen-Promis. Während Robert Habeck eher Umgangssprache pflegt und sogar persönliche Erkenntnisse und Selbstkritik einbaut (die bis zur Offenbarung eigener Unfähigkeit reichen – „von der Wirklichkeit umzingelt“), reihen Annalena Baerbock und insbesondere die Politikerinnen ihrer Partei ganze Salven vorgestanzten Politsprechs aneinander. Am Ende bleibt wenig davon in Erinnerung, weil beim Empfänger keine Bilder entstehen.

Die Themen Energiewende, Antiatom, Dekarbonisierung und Klimawandel, die Forderung nach immer mehr „Erneuerbaren“ und dem nötigen Verzicht an Wohlstand werden von Politikern und aktivistischen Journalisten vorangetrieben. Sie bilden aktuell eine Mehrheit in der Regierung und den sogenannten Qualitätsmedien samt den Zwangsgebührenfinanzierten und geben die Richtung vor. Das nennt man Mainstream. Ihnen folgen andere, die dazugehören wollen. Man schreibt voneinander ab, das entbindet von eigener geistiger Anstrengung, man spart Recherche und vor allem erspart man sich Angriffe bei abweichenden Informationen und Kommentierungen. Die Abweichung vom Mainstream wird bestraft – durch Ignorieren, Vorenthalten von Informationen und beschränktem Zugang zum politischen Raum.

Die gute alte Lüge

Die politische Kommunikation und auch der Mainstream verwenden verschiedene bewährte Instrumente zur Manipulation. Da ist zunächst die altbekannte Lüge, die verharmlosend heute als „Fake“ bezeichnet wird. Man meidet sie in Zeiten sozialer Medien weitgehend, sie kann zu schnell aufgedeckt werden. Über das Internet lässt sich fast jede Meldung verifizieren. Dennoch ist sie zu finden, wenn sparsame Bildung, Ideologie und Faulheit zur Recherche zusammentreffen. So beispielsweise bei einer Meldung über ein TV-Gerät, das Strom erzeugen könne.

Seltener wird so bewusst gelogen wie von Claudia Roth, die anlässlich eines Jahrestages den vorgeblichen Todesopfern des GAUs im Kernkraftwerk Fukushima gedachte. Ähnliche Aussagen trafen auch Jürgen Trittin und die „Tagesschau“. Ein erster zaghafter Versuch, Geschichte umzuschreiben. In einigen Jahren wird bei den Grünen vom Tsunami in Fukushima nicht mehr die Rede sein, nur noch von einer Atomkatastrophe. Aber die vorgeformten Mediennutzer in der linksgrünen Blase nehmen solche Auslegungen gern auf, sind sie doch kompatibel mit der eigenen Vorstellungswelt und den eigenen Narrativen.

Eine sachliche Lüge ist auch der Begriff Atomkraftwerk. Gemeint sind Nuklearanlagen, die ihre Energie aus den Atomkernen (Nukleonen) beziehungsweise deren Bindungskraft beziehen. Kraftwerke hingegen, die ihre Energie aus der Bindungskraft der Atome beziehen, sind fossile Anlagen, in denen Verbrennungsprozesse stattfinden. Die Reaktion von Kohlenstoff plus Sauerstoff ist exotherm, das heißt, sie setzt Wärmeenergie frei, die dann in der Regel zur Dampferzeugung genutzt wird. Dies sind also Atomkraftwerke. Der feine Unterschied spielt allerdings praktisch keine Rolle mehr, beide Arten der Energieumwandlung werden bei uns bekämpft.

Überraschend ist nur die Kernspaltung grüner Politik. Wurden früher die Kernkraftwerke mit dem „Atomtod“ in Verbindung gebracht, sind sie Teufelszeug geblieben, während nach deutschen Kernwaffen nun gerufen wird. Jeder weiß, dass sie keine Waffen fürs Gefechtsfeld sind, sondern Massenvernichtungswaffen. Das ficht ungediente Grüne in ihren Allmachtsphantasien aber nicht an.

Die Gebetsmühle

Sie ist ein bewährtes Mittel in Diktaturen. Stete Wiederholung verhindert tieferes Nachdenken. Sie wird heute, wie zu besten DDR-Zeiten, breit eingesetzt. Bekannte Thesen werden permanent wiederholt, bis sie auch der schnelle oder oberflächliche Medienkonsument mitsingen kann. Entsprechende Sachverhalte werden nicht mehr begründet, sondern als unumstößliche Tatsache vermittelt. In den DDR-Medien gab es nie solitär den Namen „Erich Honecker“, sondern immer nur im Zusammenhang mit der kompletten Funktionsbezeichnung „Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR“. Damit das im Arbeiter- und Bauern-Paradies auch wirklich jeder verstand. Für die Mauer gab es den festen Begriff des „Antifaschistischen Schutzwalls“, andere Bezeichnungen waren nicht zugelassen, abgesehen von Fachbegriffen wie „Grenzsicherungsanlagen“.

Übrigens wäre „Antifaschistischer Schutzwall“ der heute gebrauchten „Brandmauer“ vorzuziehen. Dann würde deutlicher, wohin sich unser Land entwickelt.

Die Wirkung der Gebetsmühle wurde von Elisabeth Wehling im sogenannten ARD-Framing-Manual beschrieben:

Und dann beim dritten, vierten, fünften Mal ergeben sich Einschleif-Prozesse im Gehirn und ein Wiedererkennungseffekt – egal, ob die Sache wahrhaft ist oder eine Lüge. Und dann sagt das Gehirn irgendwann: „Ist mir viel zu anstrengend, das ist für mich jetzt eine Wahrheit.“

Nach gleichem Muster will der Deutsche Journalisten-Verband Wirkung erzielen. Die AfD soll künftig nicht mehr ohne den Zusatz „vom Verfassungsschutz beobachtet“ oder ähnlich erwähnt werden. Wie ein Warnhinweis auf Zigarettenschachteln. Für wie unmündig und hilflos hält der DJV die Mediennutzer, sich eine eigene Meinung bilden zu können?

Andere Beispiele sind „klimaschädliches CO2“, „dreckige Kohle“ oder „umstrittene CCS-Technologie“. Als umstritten bezeichnet zu werden, ist im Grunde schon ein Urteil. Fast nie wird ausgeführt, warum etwas umstritten ist, was dafür und was dagegen spricht. Die Marx’sche Dialektik von der Einheit und vom Kampf der Gegensätze, ohne die es keinen Fortschritt gibt, findet im heutigen linearen linksgrünen Denken keinen Niederschlag mehr. Hier wird Meinung vorgegeben, nicht erarbeitet.

Das entsprechende Adjektiv wird immer mitgeliefert, damit es jeder Leser oder Hörer verinnerlicht und nicht zweifelt. So erreichen uns Litaneien endloser Wiederholungen von sogenannten Qualitätsmedien. Die DDR-Sozialisierten können auf alte Praktiken zurückgreifen. Sie waren trainiert darauf, zwischen den Zeilen zu lesen oder bei endlosem Bonzen-Geschwafel die Ohren auf „Durchzug“ zu schalten.

Die wahre Hälfte

Praktikabel und wirksam für die Schaffung gewünschter Narrative sind Halbwahrheiten. So setzt man sich nicht dem Vorwurf der Lüge aus, denn das, was berichtet wird, ist wahr. Dennoch entsteht ein beabsichtigtes verzerrtes Bild der Realität.

Ein Beispiel sind die Meldungen über arabische Solarkraftwerke, die vor einigen Jahren durch die Medien gingen. Ägypten und Saudi-Arabien hatten beschlossen, große Flächen ihrer Wüsten mit Photovoltaik-Paneelen zu belegen. Die Sonne steht hoch, die Preise der Paneele sind stark gefallen, es macht Sinn. Die Meldung ist wahr, aber ohne die ganze Wahrheit entsteht der falsche Eindruck: „Na bitte, die Araber machen auch Energiewende wie wir, und wir sind der Vorreiter“.

Die ganze Wahrheit ist, dass zur gleichen Zeit Ägypten und Saudi-Arabien bei Rosatom in Moskau Verträge für mehrere Kernreaktoren abschlossen, desgleichen die Türkei. In den Emiraten läuft bereits ein erstes Kernkraftwerk. Dies zu verschweigen hat einen Grund. Es soll die ketzerische Frage vermeiden, warum diese sonnenreichen Länder dennoch in die Kernkraft investieren, die doch permanent als zu teuer und zu gefährlich geframet wird. Dabei wäre die Antwort einfach. Abends geht die Sonne unter, dann schalten die Leute das Licht ein. Die Araber wissen, dass das Speichern großer Mengen von Strom sehr teuer ist. Die weiterführende Frage wäre, warum wir als sonnenarmes Land keine Kernkraftwerke (und Kohlekraftwerke) mehr brauchen, obwohl wir kaum Speicher haben.

Begeistert wird über den weltweiten Ausbau der Windkraft berichtet, weniger über die Begleiterscheinungen. In Norwegen müssen vermutlich 151 Anlagen rückgebaut werden, weil die Anlagen „die kulturellen Rechte des Volkes der Samen“ beeinträchtigen. Diese hatten argumentiert, Anblick und Geräusch der Windturbinen verängstige ihre Rentier-Herden und bedrohe damit jahrhundertealte Traditionen. Die berechtigte Frage dazu würde lauten, wie es um die kulturellen Rechte der Ureinwohner Deutschlands und ihrer Weide- und Wildtiere steht. In Mexiko gibt es Widerstand der Einheimischen und Fischer gegen ausländische Windkraft-Heuschrecken. Darüber findet sich in unseren Medien nichts, auch weil es schwer zu verarbeiten ist. Mexikanische indigene Windkraftgegner kann man nicht wie deutsche als Fortschrittsverweigerer in die rechte Ecke schieben.

Der Abstand polnischer Kernkraftwerke zur deutschen Grenze wird thematisiert, nicht die CO2-Vermeidung durch diese. Nachrichten erhalten wir zu einem neuen chinesischen Mega-Windrad, zur Entwicklung von Mini-Reaktoren kaum. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, werden hohe Kosten, Zeitverzüge, Unternehmenspleiten angeführt. Der Kampf gegen das böse Atom geht weiter, auch wenn wir keine aktiven Kernkraftwerke mehr haben, keine kernenergetische Forschung und keine zugehörige Industrie mehr. Rot-Grün möchte die Diskussion als abgeschlossen betrachten, am besten nicht mehr darüber reden. Diese Hoffnung wird nicht in Erfüllung gehen. Der Ausstieg aus der Kernenergie war ein so fundamentaler Fehler, dass die Diskussion den Vollstreckern anhaften bleiben wird wie Hundedreck am Schuh.

Falsche Bilder

Um Realität in einem gewünschten Bild erscheinen zu lassen, schafft man vergleichende Begriffe. Die „Erneuerbaren“ werden als Freiheitsenergien bezeichnet, was sachlich sogar in zweierlei Hinsicht falsch ist, soweit es die Wind- und Solarenergie betrifft. Zum einen besteht die starke und unvermeidbare Abhängigkeit vom Windaufkommen und der Tageszeit, mithin von den Launen und Gesetzmäßigkeiten der Natur. Das setzt uns in einen Stand, der im Mittelalter wirtschaftsprägend war. Zum anderen können wir die Anlagentechnik nicht oder nur sehr teuer selbst produzieren. Der enorme Materialaufwand erfordert Rohstoffe, die wir im eigenen Land kaum haben oder nur unter hohen Kosten gewinnen könnten. So sind wir von Weltmarktführern, in diesem Fall China, komplett abhängig. „Freiheitsenergie“ sollte bedeuten, dass wir uns aus russischer Abhängigkeit, von Öl und Gas aus dem Reich des Bösen, befreit haben. Die Wahrheit ist, dass wir die Abhängigkeit nur umhängen nach China und zudem nur Zufallsstrom produzieren können.

Die „Erneuerbaren“ seien auf der Überholspur, wird des Öfteren verkündet. Wer überholt, ist schneller, im übertragenen Sinne auch größer oder stärker. Richtig ist die Formulierung nur in Bezug auf den Zuwachs an installierter Leistung an Windkraft und Photovoltaik in Deutschland und sogar global.

Davon wird mehr gebaut als bei jeder anderen Technologie. Beim Primär-, also Gesamtenergiebedarf, machen Wind und Solarenergie global etwa vier Prozent aus und wachsen langsamer als der Energiebedarf der Welt. Nach Angaben der Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe (BGR) wurden 2022 weltweit 15,5 Milliarden Tonnen Kohle verbrannt, fast acht Prozent mehr als im Jahr davor. Ein Rekordwert, eine Trendumkehr sei nicht zu erkennen. Mit anderen Worten: Trotz starken Zubaus kann mit Wind- und Solaranlagen nicht einmal der Anstieg des globalen Energiehungers kompensiert werden, geschweige denn, es wäre irgendein Überholvorgang.

Im Rahmen des exzessiven Ausbaus der „Erneuerbaren“ werden Ansammlungen solcher Anlagen gern als Parks bezeichnet. Bestimmte Gebiete würden mit Wind- oder Solarparks bebaut, heißt es dann. Welche Assoziation verbindet sich mit dem Begriff eines Parks? Ruhe, grüne Umgebung, saubere Luft, Erholung. Die findet man in diesen Industrieparks mit Sicherheit nicht. Die zuweilen schier endlosen Solar-Freiflächenanlagen sind ökologisch tote Flächen und so gut wie immer eingezäunt wegen des öfter praktizierten Paneel-Klaus. Im Sommer werden die Anlagen durch die Aufheizung der Paneele auf bis zu 120 Grad zu Hotspots in der Landschaft, die das regionale Wetter und Klima beeinflussen. Die Biodiversität nimmt ab. Da kann man vorbei laufen, aber ein Spaziergang im Park ist das mit Sicherheit nicht. Windkraftanlagen sind zwar nicht eingezäunt, aber auch da ist ein Spaziergang nicht angenehm, es gibt kaum Schatten und die Geräuschkulisse, halbwegs guten Wind vorausgesetzt, ist ausgesprochen unangenehm.

Die Verwendung des Begriffs Park ist eine gewollte Irreführung, um einen falschen naturfreundlichen Eindruck zu erwecken. Die gravierenden Auswirkungen von Windkraftanlagen im Wald werden verniedlicht. Der sächsische Ministerpräsident Kretzschmar sprach auf einer CDU-Veranstaltung von „Windkraft überm Wald“, so als wäre der Wald von den Anlagen nicht betroffen oder berührt. Die Betrachtung einiger Luftaufnahmen schafft hier Realitätssinn und Ernüchterung, vielfältig und negativ sind die Auswirkungen, gegen die sich immer mehr Menschen wehren.

Aus interessengeleiteten Gründen wird die Windkraft zur wichtigsten Energieform hochgejubelt. Das macht man einfach an der jährlich produzierten Strommenge fest. Ist die schiere Menge am wichtigsten oder vielleicht eher diejenige Energie, die verlässlich zur Verfügung steht? Eine typische Energiewende-Nebelkerze, zu der man ergänzend anmerken muss, dass die Windkraft auch nicht nachhaltig ist, weil sie zeitweise nicht zur Verfügung steht. Ebenso mengenbezogen tituliert man die Windkraft als Arbeitspferd der Energiewende, wobei es sich um ein völlig falsches Bild handelt. Der Landwirt schirrt das Arbeitspferd an, gibt ein Kommando, worauf sich das Gespann in Bewegung setzt.

Das kann die Windkraft nun wirklich nicht leisten. Das erratische Verhalten des Windaufkommens entspricht dem eines Wildpferdes, welches nach eigenem Gusto läuft, galoppiert, grast oder schläft, völlig unabhängig vom Willen des Menschen. Die wahren Arbeitspferde sind die konventionellen Kraftwerke, die regelnd das System aufrechterhalten, unabhängig von Wetter und Tageszeit. Die Windkraft ist ein launischer Gaul, nach dem sich die Nutzer wie die Müller im 19. Jahrhundert richten müssen. Für das Energiesystem bedeutet das Zusatzkosten für Backupkraftwerke, Speicher oder Verbrauchersteuerung.

Weiter demnächst im Teil 2 …

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Das Klima-Optimum im Holozän und „vorindustriell“

Andy May

Das „vorindustrielle Zeitalter“, so der IPCC in einer Fußnote auf Seite 43 des AR6 WGI, liegt bei den Strahlungseffekten vor 1750 und bei der Temperatur vor 1850. Beide Daten liegen innerhalb des Zeitraums, der gemeinhin als Kleine Eiszeit bezeichnet wird.

Die Kleine Eiszeit war eine brutale und schlimme Zeit für die Menschheit, aber nichtsdestotrotz hat sich der IPCC dafür entschieden, den „Klimawandel“ anhand der Veränderung der globalen durchschnittlichen Temperatur aus dieser Zeit zu messen und zu definieren. Sie sprechen von Gefahren, wenn wir 1,5 bis 2 Grad über der „vorindustriellen“ Periode liegen. Diese numerischen Grenzwerte haben keine wissenschaftliche Grundlage, aber sie werden trotzdem festgelegt.

Dann haben sie das Problem des holozänen Klimaoptimums (Holocene Climate Optimum, HCO). Dieser Zeitraum von etwa 8.000 v. Chr. bis 4.200 v. Chr. (siehe Abbildung 1) war nach weit verbreiteter Ansicht wärmer als heute, basierend auf Daten über Gletschervorstoß und -rückgang sowie auf Sonneneinstrahlungsmodellen für Temperaturen auf der ganzen Welt (Abbildung 2). Bova, et al. (2021) haben versucht zu behaupten, dass es im holozänen Klimaoptimum tatsächlich kälter war als heute, aber die Arbeit hat zwei ernsthafte Kritiken auf sich gezogen (siehe Laepple, et al., 2022 und Zhang & Chen, 2021 in der Bibliographie) und wurde grundlegend überarbeitet. Bova et al. sind nicht sehr glaubwürdig, und es ist wahrscheinlich, dass die von ihnen verwendete Methode sehr fehlerhaft war. Ein früherer Beitrag zu dieser Studie erschien bei WUWT, er wurde geschrieben, bevor die kritischen Antworten von Nature veröffentlicht worden sind.

Abbildung 1. Hier werden zwei Rekonstruktionen von Temperaturproxys verglichen. Die orangefarbene Rekonstruktion ist die höhenkorrigierte Rekonstruktion der Grönlandtemperatur aus Eisbohrkernen von Vinther (2009). Die schwarze Rekonstruktion stammt von Rosenthal (2013) und ist seine Rekonstruktion der Temperatur in 500 Meter Tiefe in der Makassar-Straße, Indonesien. Es wird angenommen, dass sie die Meerestemperaturen im Nordpazifik repräsentiert.

Bova, et al. schreiben in ihrer Studie:

„Proxy-Rekonstruktionen aus maritimen Sedimentkernen deuten auf Temperaturspitzen in der ersten Hälfte der letzten und der aktuellen Zwischeneiszeit hin (die thermischen Maxima des Holozäns vor 10.000 bis 6.000 Jahren und der letzten Zwischeneiszeit vor 128.000 bis 123.000 Jahren), die wohl die heutige Wärme übersteigen. Im Gegensatz dazu simulieren die Klimamodelle eine monotone Erwärmung während beider Perioden. Diese erhebliche Diskrepanz zwischen Modell und Daten untergräbt das Vertrauen in Proxy-Rekonstruktionen und Klimamodelle und verhindert ein meteorologisches Verständnis des jüngsten Klimawandels.“Bova, et al., 2021

Bova, et al. versuchen zu argumentieren, dass frühere Modelle und Rekonstruktionen globaler Temperaturproxies saisonale mit jährlichen Temperaturen verwechselten und dass die Temperaturen während des holozänen Klimaoptimums tatsächlich niedriger waren als heute. Im Wesentlichen glauben Bova und Co., dass die Modelle richtig und die Daten falsch sind.

Bova et al. konstruierten ein Modell, um saisonale Temperaturaufzeichnungen in jährliche Temperaturaufzeichnungen umzuwandeln. Ihre Kritiker zeigen, dass die Transformation fehlerhaft ist, weil sie davon ausgeht, dass das Klima das ganze Jahr über gleich empfindlich auf die Sonneneinstrahlung reagiert und dass äußere Einflüsse, z. B. Treibhausgase, unabhängig von der Jahreszeit sind und sich gleichmäßig über ein Kalenderjahr verteilen. Diese Annahmen bestimmen das Ergebnis des Modells, wie Laepple et al. zeigen. Darüber hinaus gehen Bova et al. davon aus, dass die Reaktion des Klimas auf die Sonneneinstrahlung linear ist, obwohl bekannt ist, dass sie nichtlinear ist (Laepple et al.). Der IPCC macht oft den gleichen Fehler.

Schließlich ignorieren Bova et al. die Auswirkungen der internen Rückkopplungs-Prozesse der Erde, was dazu führt, dass ihr Modell die Saisonalität überkorrigiert (Zhang & Chen, 2021). Kurz gesagt, Bova et al. haben ein sehr kompliziertes Problem zu stark vereinfacht, sind über ihre Daten hinausgegangen und haben deshalb die falschen Schlussfolgerungen gezogen. Schauen wir uns nun einige andere Studien an, die eine andere Sichtweise vertreten.

Globale und hemisphärische Temperatur-Rekonstruktionen aus mehreren Proxies sind sehr problematisch. Besser ist es, einzelne Proxies mit den modernen Temperaturen am Standort des Proxies zu vergleichen (siehe hier). Es gibt mehrere hundert Proxy-Temperaturaufzeichnungen auf der ganzen Welt. Wir haben viele von ihnen und ihre Verteilung bereits in einer vierteiligen Serie hier beschrieben. Sie alle liefern Temperaturschätzungen mit unterschiedlicher zeitlicher Auflösung, manche eine Temperatur pro Jahr, manche alle zehn oder zwei Jahre, und manche nur eine Temperatur für alle 100 oder 200 Jahre. Viele sind nur für den Sommer relevant, andere nur für den Winter und so weiter. Einige schätzen die Lufttemperatur, andere die Meerestemperatur in unterschiedlichen Tiefen. Wenn man sie zu einem globalen oder hemisphärischen Datensatz zusammenfasst, glätten sie die Spitzen und Täler. Die daraus resultierende Aufzeichnung ist sehr grob und kann nicht mit den täglichen Messwerten der Lufttemperatur verglichen werden, die uns heute zur Verfügung stehen. Die Aussage, dass sich die Erde vor Tausenden von Jahren im Vergleich zu heute langsamer oder schneller erwärmt hat, ist daher bedeutungslos, da man das nicht wissen kann. Darüber hinaus ist der Vergleich einer heutigen globalen Durchschnittstemperatur mit einem „globalen“ oder „hemisphärischen“ Durchschnitt verschiedener Proxies vor Tausenden oder Millionen von Jahren ein sinnloser Vergleich.

In Abbildung 1 sehen wir, dass zwei hochwertige Temperaturproxies, eines aus Grönland und eines aus dem tropischen Indonesien erstaunlich gut übereinstimmen – rund 15.300 km voneinander entfernt. Beide zeigen eine Abkühlung von etwa 3,5 bis 4°C von ihren Höchstwerten im holozänen Klimaoptimum bis zu ihren kältesten Punkten in der kleinen Eiszeit („vorindustriell“). Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Wärme entwickelte sich die menschliche Zivilisation während des holozänen Klimaoptimums. Zu dieser Zeit erblühten die neolithische Landwirtschaft und die Siedlungen, die sich im Nahen Osten weit verbreiteten und fest etablierten. Wir sehen also, dass 3,5 bis 4 °C Erwärmung gegenüber der „vorindustriellen“ Zeit für die Menschen im Nahen Osten kein Problem darstellten.

Da die HCO durch Veränderungen der Erdbahncharakteristik verursacht wurde (siehe hier, Abbildung 2), waren die Auswirkungen in den verschiedenen Teilen der Erde und in den verschiedenen Jahreszeiten unterschiedlich. Dies ist ein Punkt, der sowohl in der möglicherweise fehlerhaften Arbeit von Bova als auch in einer anderen Arbeit von Renssen et al. über das Holozäne Thermische Maximum (ein anderer Name für das Holozäne Klimaoptimum) angesprochen wird.

Renssen et al. verwendeten ein Modell, um den Zeitpunkt des Temperaturmaximums im Vergleich zur Kleinen Eiszeit/vorindustriellen Periode an zahlreichen Orten zu berechnen. Er fasst diese Daten in unserer Abbildung 2 zusammen:

Abbildung 2. Simulierte Höchsttemperaturen während der Kleinen Eiszeit/vorindustriellen Periode nach Breitengrad (Y-Achse) und Zeitalter in Tausenden von Jahren vor 1950 (X-Achse). Die stärkste Erwärmung, etwa fünf Grad, ist in den höheren Breitengraden zu verzeichnen, die geringste Erwärmung in den Tropen. Der grüne Pfeil zeigt den Monat an, in dem die maximale Erwärmung in den einzelnen Breitengraden stattfand.

Wie Abbildung 2 zeigt, fielen die Daten der maximalen Erwärmung, zumindest nach Renssens Modell, alle in den späteren Teil des holozänen Klimaoptimums. Die Erwärmung ist in der Polarregion der nördlichen Hemisphäre stärker als anderswo. Sowohl das Modell von Renssen als auch das von Bova berücksichtigen die Auswirkungen der schmelzenden Gletscher, die von der letzten Eiszeit vor 9000 v. Chr. übrig geblieben sind.

Renssens Sonneneinstrahlungsmodell für das Holozän stimmt mit den von Olga Solomina und Kollegen dokumentierten globalen Gletschervorstößen überein. Sowohl Renssen als auch Solomina gehen davon aus, dass die maximale Erwärmung im holozänen Klimaoptimum auftrat und es sich danach allmählich bis zur Kleinen Eiszeit abkühlte, wobei eine gewisse Erwärmung aus den Tiefen der Kleinen Eiszeit kam.

Zusammenfassung

Abbildung 1 zeigt zwar nur zwei Temperaturproxy-Aufzeichnungen über das Holozän, und beide sind für die nördliche Hemisphäre, aber sie sind ca. 15.280 km voneinander entfernt und zeigen beide, dass das holozäne Klimaoptimum in der nördlichen Hemisphäre um etwa vier Grad wärmer war als die kleine Eiszeit/vorindustrielle Zeit. Der Höhepunkt der Erwärmung fiel mit der Entwicklung einer modernen Agrarzivilisation zusammen. Es stimmt auch mit Renssens Sonneneinstrahlungsmodell für diesen Zeitraum überein, welches ein holozänes Klimaoptimum modellierte, das in den höheren Breiten der nördlichen Hemisphäre fünf Grad wärmer war als die Kleine Eiszeit.

Die Ergebnisse von Renssen stimmen sehr gut mit den von Solomina gesammelten Daten zum globalen Gletschervorstoß überein. Beide stellten einen frühen holozänen Rückzug der Gletscher sowohl in der südlichen als auch in der nördlichen Hemisphäre fest, obwohl die modellierte Erwärmung in der nördlichen Hemisphäre größer war. Die zeitliche Übereinstimmung zwischen dem Sonneneinstrahlungsmodell von Renssen und dem Gletschervorstoß von Solomina ist bemerkenswert.

Kurz gesagt, es scheint sehr wahrscheinlich, dass es im holozänen Klimaoptimum wärmer war als während der Kleinen Eiszeit und wärmer als heute, wobei die Beweise dafür in der nördlichen Hemisphäre am überzeugendsten sind.

Download the bibliography here.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2024/03/15/the-holocene-climatic-optimum-and-the-pre-industrial/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE