Habecks „Heizungshammer“: Was bringt er fürs Klima? – Klimawissen, kurz & bündig

No. 39. Das Gebäude-Energiegesetz GEG, im Volksmund „Heizungshammer“ genannt, bringt natürlich nichts „fürs Klima“, weil es keinen Klimakollaps gibt.
Aber aus Sicht der Alarmisten und der Regierung – verringert das GEG den CO2-Ausstoß deutscher Gebäude? Stimmen die Angaben des Wirtschaftsministeriums – und wissen die Ministerialen es überhaupt selber?
Was es den Kleinen Mann im Land kostet, ist im voraus schon bekannt: gigantische Beträge!




Die Deutsche Umwelthilfe braucht schnell viel Geld!

Die Deutsche Umwelthilfe in Gestalt ihre Geschäftsführer – die alles Mögliche im Sinn hat, nur nicht die Umwelt – benötigt für einen Gerichtstermin viel Geld. Sie will daher in einer Newsletter-Rundumschlag Geld von vielen Lesern erhalten. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Name einer Richterin: Sie heißt Frau Holle.

Zur besseren Lesbarkeit sind manche Teile abgeschnitten.

Van: Jürgen Resch | DUH <juergen.resch@duh.de>
Verzonden: vrijdag 26 april 2024 13:45
Aan: xxxxxxxx
Onderwerp: [Ich brauche jetzt Ihre Hilfe – um am 16. Mai vor Gericht Klimaschutz und ein Tempolimit durchzusetzen

gegen eine FDP-dominierte Ampel-Regierung!
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Ich brauche jetzt Ihre Hilfe – um am 16. Mai vor Gericht Klimaschutz und ein Tempolimit durchzusetzen – gegen eine FDP-dominierte Ampel-Regierung

Hallo xxxxxxxx,

was für ein Krimi um die Zukunft des Klimaschutzes, den wir gerade in Echtzeit erleben!

Zeitgleich zum Versand dieses Hilferufes an Sie finden im Deutschen Bundestag überhastet die zweite und die dritte Lesung des Klimaschutz-Schädigung-Gesetzesstatt. Unsere Aufklärungsarbeit über die von der FDP durchgesetzte, nochmalige Verschlechterung des Klimaschutzes hat zu einer breiten Empörung hunderttausender Menschen und zehntausenden Schreiben, Anrufen und E-Mails an ihre Abgeordneten geführt.

Seit diesem Montag erklären immer mehr Abgeordnete der Regierungsfraktionen, der Entkernung des Klimaschutzes in Deutschland nicht zustimmen zu wollen. Gestern haben wir in einer Pressekonferenz gemeinsam mit unseren Anwälten und der ganzen Breite der Umweltbewegung im Detail die Verfassungswidrigkeit dieser Gesetzesnovelle dargestellt und selbst in der abendlichen ARD-Tagesschau konnte ich erläutern, warum wir den Klimaschutz in Deutschland nicht bis zum Jahr 2030 für erledigt erklären dürfen.

Sollte heute dennoch eine Mehrheit der Abgeordneten der Gesetzesnovelle zustimmen, bleibt uns noch die für den 17. Mai geplante Befassung im Bundesrat und die vor der Unterschrift durch den Bundespräsidenten notwendige rechtliche Prüfung. Auf jeden Fall ist damit sichergestellt, dass unsere wichtigste Klimaklage gegen die Bundesregierung am 16. Mai 2024 vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg noch unter dem bisherigen Klimaschutzgesetz verhandelt wird! 

Damit ist FDP-Minister Wissing jetzt schon gescheitert. Er wollte verhindern, dass er zu konkreten Maßnahmen im Verkehrssektor verurteilt werden kann. Vor einem Jahr forderte er von SPD und GRÜNEN die Änderung des Klimaschutzgesetzes mit der Begründung, ansonsten durch die DUH-Klage zu einem Tempolimit gezwungen zu werden.

Und genau um die von uns geforderten konkreten Klimaschutz-Maßnahmen im Gebäudesektor und im Verkehrsbereich geht es nun am 16. Mai auf der Basis des geltenden Gesetzes vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg! Dafür benötige ich nun aber Ihre Hilfe, weil die kommenden Wochen extrem viel Arbeit, Ermittlung von Fakten und Verfassen von Stellungnahmen erfordern.
Daher bitte ich Sie für unsere aktuellen und die in Planung befindlichen neuen Klimaklagen um eine Spende oder – noch besser – unterstützen Sie uns dauerhaft mit einer Klimaklagen-Patenschaft!

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Wie ernst das Gericht unsere Klage nimmt, sehe ich an einer Entscheidung, die es vor genau einer Woche bekanntgab: Zur Gerichtsverhandlung am 16.5. ordnete die Vorsitzende Richterin Frau Holle das Erscheinen von Vertretern des Umweltbundesamtes und Klima-Expertenrates der Bundesregierung an. Damit macht dieser aus drei Richterinnen bestehende Senat unmissverständlich deutlich, sich nicht von diesem schäbigen Versuch der Ampel-Regierung ablenken lassen zu wollen, vor einer Entscheidung einfach das Gesetz zu verändern. Nein, wie auch bereits in dem von uns am 30. November letzten Jahres gewonnenen Verfahren zu den verweigerten Sofortprogrammen sieht das Gericht unsere aktuelle Klage um das Klimaschutz-Gesamtprogramm bis 2030 als entscheidend für den Klimaschutz in Deutschland.

Ich möchte Ihnen die sehr komplexen rechtlichen und verfassungsrechtlichen Fragestellungen in einfachen Worten erklären: Es geht darum, ob eine Bundesregierung Recht und Gesetz beachtet und die notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens ergreift. Oder ob sie sich aus der Verantwortung im Klimaschutz herausstehlen kann und Porsche-Minister Wissing einen Freibrief fürs Nichtstun erhält.

Die Ampel-Regierung beabsichtigt tatsächlich, das Gesetz so weit abzuschwächen, dass bis zum Jahr 2030 keinerlei zusätzliche Klimaschutz-Maßnahmen im Verkehrsbereich mehr ergriffen werden müssen! Und das, obwohl die Bundesregierung einräumt, dass die Lücke im Verkehr allein bis 2030 mindestens 180 Mio. Tonnen CO2 beträgt, was nicht zuletzt bereits heute absehbar Strafzahlungen an die EU zweistelliger Milliardenhöhe verursachen wird. Natürlich nicht zulasten der Verursacher der fossilen Industrie, sondern auf Kosten von Bürgerinnen und Bürgern. Statt das Klimaschutzgesetz zu schwächen, muss es in seinen Ambitionen verschärft werden! Und dafür kämpfen wir – bisher erfolgreich – mit unseren Klima-Klagen.

Andere Industrienationen nehmen den Klimaschutz im Verkehrsbereich ernst.Auch sie standen vor der Frage, die von Wissing angedrohten Wochenend-Fahrverbote einzuführen. Aber sie haben sich für geeignetere Maßnahmen entschieden, um die CO2-Emissionen zu senken. Alle zivilisierten Staaten haben ein Tempolimit auf Autobahnen. Kein Industriestaat fördert wie Deutschland den Ankauf oder Leasing von Klimakiller-Dienstwagen mit bis zu knapp 60% der Kosten durch den Finanzminister. Und nirgendwo in Europa wird der Schienen-Güterverkehr so ausgebremst und die Diesel-Lkws dafür im Ankauf subventioniert wie in Deutschland.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende oder einer Klimaklagen-Patenschaft, die anstehenden schwierigen Gerichtsverfahren genauso erfolgreich wie die im letzten November zu bestehen!

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Auf der Gegenseite steht nicht nur eine aktiv gegen den Klimaschutz kämpfende FDP, sondern Öl- und Automobilkonzerne, die derzeit für einen Wiedereinstieg in den Verbrennungsmotor kämpfen. Für eine Fortsetzung des besinnungslosen Rasens auf deutschen Autobahnen gegen den Klimaschutz. Und für eine Rückverlagerung von Gütertransporten von der Schiene auf die Straße!

Wir fordern die sofortige Umsetzung der Maßnahmen, die nun schon im dritten Jahr trotz der Rechtsverpflichtung nicht umgesetzt werden: Allein ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und 30 km/h in der Stadt spart mit über 11 Millionen Tonnen mehr als die Hälfte der diesjährigen Emissions-Lücke im Verkehrssektor ein. Die steuerliche Absetzbarkeit und damit bis zu 59-prozentige Subvention von spritdurstigen Klimakiller-Dienstwagen und eine Senkung statt Erhöhung der Schienenbenutzungsgebühr für Gütertransporte können ebenfalls sofort beschlossen und umgesetzt werden.

Ich bitte Sie persönlich und sehr herzlich: Unterstützen Sie uns und mich in unserem Einsatz für die Einhaltung der Pariser Klimaziele. Wir möchten unseren Kampf vor Gericht weiter erfolgreich fortsetzen. Gegen fossile Energie- und Automobilkonzerne. Und gegen eine Bundesregierung, die gerade dabei ist, unsere und die Zukunft unserer Kinder zu verspielen.

Wir werden die Abschaffung des Klimaschutzes nicht akzeptieren und jetzt so ungemütlich werden, wie wir nur können. Wenn es sein muss, kämpfen wir auch über unsere Ressourcen hinaus. Daher:  Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende oder noch besser, mit einer Klimaklagen-Patenschaft!

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Mit herzlichen Grüßen

Jürgen Resch
Bundesgeschäftsführer

PS: Sie können uns auch direkt per Banküberweisung spenden. Spendenkonto: SozialBank Köln, IBAN: DE45 3702 0500 0008 1900 02, BIC: BFSWDE33XXX, Stichwort: Klimaschutzgesetz




Offizielle Datensätze „finden“ immer mehr Erwärmung

Cap Allon

Jede neue Version der globalen Temperaturaufzeichnungen „findet“ mehr Erwärmung als die vorherige. Von HadCRUT bis GISTEMP werden die offiziellen Datensätze immer nach oben korrigiert, nie nach unten.

Die „Pause“ von 1998 bis 2016 wurde durch diese Anpassungen praktisch ausgelöscht. Von V2 bis V5 der HadCRUT wurde eine zusätzliche Erwärmung von ≈0,3 °C hinzugefügt.

Dies wirft ernste Fragen bezüglich der Integrität der Temperaturdaten auf.

Hier eine weitere aufschlussreiche Grafik, welche die „Anpassungen“ nach Regionen aufschlüsselt:

So schreibt der Atmosphärenwissenschaftler Wei Zhang:

„Wenn aus verschiedenen Gründen Anpassungen vorgenommen werden, würde man erwarten, dass sie in der Hälfte der Fälle den Erwärmungstrend verstärken und in der anderen Hälfte der Fälle abschwächen würden. Aber jede Anpassung, die ich je gesehen habe, hat den Erwärmungstrend nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkt.“

Tony Heller geht noch weiter:

„Es ist mir unbegreiflich, wie eine ernsthafte Person diesen Hockeystick der Datenmanipulation betrachten und ihn nicht als systematischen Betrug erkennen kann…“

Wie man einen Erwärmungstrend übertreiben (oder fälschen) kann: Man verändert die historischen Temperaturen nach unten und die modernen Temperaturen nach oben.

Nachfolgend ein weiterer Blick auf die Ergebnisse (gemessen und bereinigt):

„Die von der NOAA gemeldeten Temperaturtrends in den USA haben keine Ähnlichkeit mit den Thermometerdaten, von denen sie abgeleitet sind“, fügt Heller hinzu. „Der gefälschte Erwärmungstrend wird dann ohne jegliche Warnungen oder Haftungsausschlüsse veröffentlicht. Dann wird er von Journalisten, Wissenschaftlern und der Presse verwendet.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/norwegian-ski-resort-on-for-bumper?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Woher wir wissen, dass die Sonne Motor des Klimawandels ist. Teil 1: die Vergangenheit

Javier Vinós

Teil I einer dreiteiligen Serie.

Die Sonne ist ein veränderlicher Stern und die von ihr ausgestrahlte Energiemenge schwankt von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr und von Jahrhundert zu Jahrhundert. Eine der Erscheinungsformen dieser Schwankungen sind Sonnenflecken, die häufiger auftreten, wenn die Sonne aktiver ist, und verschwinden, wenn sie weniger aktiv ist. Diese Flecken folgen einem Sonnenzyklus von etwa 11 Jahren, aber manchmal gibt es einen längeren Zeitraum, Jahrzehnte oder Jahrhunderte, in denen die Sonnenaktivität so gering ist, dass es keine Flecken gibt. Diese Perioden werden als große Sonnenminima (Grand Solar Minima) bezeichnet. Es gibt auch Zeiträume von Jahrzehnten oder Jahrhunderten, in denen die Aktivität höher ist. Diese werden als große Sonnenmaxima bezeichnet (Grand Solar Maxima).

Die Sonne liefert 99,9 % der Energie, die das Klimasystem erhält. Es gab also schon immer Wissenschaftler, die glaubten, dass Schwankungen der Sonnenaktivität die Ursache für den Klimawandel seien. Das Problem ist nur, dass sie nie genug Beweise dafür hatten, um es zu beweisen.

Bis jetzt.

IPCC und NASA sagen

Das IPCC und die NASA sind davon überzeugt, dass Veränderungen der Sonne nur sehr geringe Auswirkungen auf das Klima haben. Sie stützen sich dabei auf zwei Argumente. Das erste ist, dass die Veränderungen der Sonnenaktivität sehr gering sind. Wir messen sie mit Satelliten, weil sie nicht von der Oberfläche aus gemessen werden können, und wir wissen, dass die von der Sonne kommende Strahlungsenergie nur um 0,1 % schwankt. Das Ausmaß der Veränderungen lässt sich besser abschätzen, wenn wir die volle Skala verwenden. Viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass eine so kleine Veränderung nur kleine Veränderungen im Klima hervorrufen kann.

Das zweite Argument ist, dass die Entwicklung der Temperatur nicht mit der Entwicklung der Sonnenaktivität übereinstimmt. Seit den 1990er Jahren hat die Sonnenaktivität abgenommen, während sich die Erwärmung fortgesetzt hat. [i]

Dieses Argument ist eigentlich nicht stichhaltig, denn es besagt nicht, dass die Sonne keinen Einfluss auf die Temperatur hat, sondern dass sie nicht der einzige Faktor ist. Das wussten wir aber schon, da die Temperatur auf viele Faktoren wie El Niño, Vulkane, den Polarwirbel oder Veränderungen der Erdumlaufbahn reagiert. Es gibt viele natürliche Ursachen, die das Klima verändern, und wir müssen wissen, ob die Sonne eine der Hauptursachen ist.

Um das herauszufinden, müssen wir uns nicht darum kümmern, was der IPCC und die NASA denken, sondern wir müssen das Klima selbst betrachten. Es spielt keine Rolle, wie gering die Veränderungen bei der Sonne sind, wenn sich herausstellt, dass das Klima stark auf sie reagiert und große Veränderungen verursacht.

Das Klima während des Holozäns

Und der beste Weg, das herauszufinden ist, sich anzusehen, was mit dem Klima in den letzten 11.000 Jahren passiert ist, also der Zwischeneiszeit, die wir Holozän nennen. Der Vorteil dabei ist, dass die Klimaveränderungen im Holozän nicht durch Veränderungen des CO₂-Gehalts verursacht worden sein können. Sie müssen durch etwas anderes verursacht worden sein.

Um das Klima der Vergangenheit zu untersuchen, verwenden Wissenschaftler verschiedene Klimaproxydaten, die sie in verschiedenen Teilen der Welt sammeln. In einer großen, in der Zeitschrift Science veröffentlichten Studie wurden 73 dieser Proxies verwendet, um das Klima des Holozäns zu rekonstruieren. [ii] Ich habe die gleichen Proxies verwendet, mit einer leichten Änderung in der Art und Weise, wie sie gemischt wurden.

Was wir sehen, und was auch eine große Anzahl von Studien unterstützt ist, dass es eine Warmzeit von Tausenden von Jahren gab, das so genannte Klimaoptimum, gefolgt von einer langen Abkühlungsperiode, der so genannten Neoglazialisierung.

Woher wissen wir, dass diese Rekonstruktion korrekt ist? In einer anderen Studie wurde die Entwicklung der Gletscher auf der Erde in den letzten 11 000 Jahren rekonstruiert. [iii] Der Globus wurde in 17 Regionen unterteilt, und dieses Diagramm zeigt die Anzahl der Regionen, deren Gletscher in jedem Jahrhundert des Holozäns gewachsen sind.

Da Gletscher wachsen, wenn es kälter ist, können wir diese Zahl umkehren und mit der Grafik zur Temperaturrekonstruktion vergleichen, so dass sie die gleiche Bedeutung hat. Wir finden ein hohes Maß an Übereinstimmung. Die Gletscher bestätigen, was die Temperaturrekonstruktion zeigt. Wir wissen auch, dass das CO₂ das Gegenteil der Temperatur bewirkt hat, aber das ist eine andere Geschichte.

Anmerkung: Die y-Achse ist der Z-Faktor, der sich auf die Temperaturanomalie bezieht.

Beide Diagramme zeigen auch einige starke Abkühlungsepisoden, die mit einem verstärkten Gletscherwachstum einhergingen. Diese abrupten Klimaereignisse der Vergangenheit sind von Paläoklimatologen untersucht und identifiziert worden. Wir werden uns auf vier der wichtigsten von ihnen konzentrieren. Die Boreale Oszillation, das 5,2-Kilojahr-Ereignis, das 2,8-Kilojahr-Ereignis und die Kleine Eiszeit.

Die vier sind durch ein Vielfaches von 2 500 Jahren voneinander getrennt und bilden einen Zyklus, den ich als Bray-Zyklus bezeichne, weil dies der Name des Wissenschaftlers ist, der ihn 1968 entdeckte [iv].

Da wir nun das Klima der Vergangenheit kennen, müssen wir als Nächstes über die Aktivität der Sonne in der Vergangenheit sprechen.

Sonnenaktivität in der Vergangenheit

Die Aktivität der Sonne wird durch die Wirkung der kosmischen Strahlung in den Baumringen aufgezeichnet. Ein ständiger Strom kosmischer Strahlen aus der Galaxis erreicht das Sonnensystem. Einige interagieren mit der Atmosphäre. Einige kollidieren mit dem Stickstoff in der Atmosphäre und wandeln ihn in Kohlenstoff-14 um, der schwerer ist als normaler Kohlenstoff-12 und radioaktiv. Dieser Kohlenstoff-14 verbindet sich mit Sauerstoff und bildet radioaktives CO₂, das von den Bäumen eingeatmet wird. Der Kohlenstoff wird in der Photosynthese zur Herstellung von Zellulose verwendet, wodurch der Baumstamm im Durchmesser wächst. Wenn der Baum stirbt, zerfällt der Kohlenstoff-14 im Holz langsam über Jahrhunderte und Jahrtausende. Um zu wissen, wie viel Zeit seit dem Tod des Baumes vergangen ist, muss man nur messen, wie viel Kohlenstoff-14 im Holz noch vorhanden ist.

Jeder Wachstumsring eines Baumes zeichnet das Kohlenstoff-14 auf, das sich in dem betreffenden Jahr in der Atmosphäre befand, und Wissenschaftler haben jahrtausendealte Bäume und konservierte Baumstämme verwendet, um eine Kalibrierungskurve zu erstellen, die Zehntausende von Jahren umfasst. Auf diese Weise können sie das Alter jedes organischen Überbleibsels bestimmen, auch wenn es sich nicht um einen Baumstamm handelt, indem sie einfach das darin enthaltene Kohlenstoff-14 kennen. Dies wird als Radiokohlenstoff-Datierung bezeichnet.

Das einzige Problem ist, dass die Produktion von Kohlenstoff-14 durch die kosmische Strahlung nicht konstant ist. Das Magnetfeld der Sonne lenkt den Weg der kosmischen Strahlen ab, so dass viele die Erde verfehlen, und Änderungen der Sonnenaktivität wirken sich auf das Magnetfeld der Sonne aus.

Wenn die Sonnenaktivität zunimmt, treffen weniger kosmische Strahlen ein, es wird weniger Kohlenstoff-14 produziert, und organische Überreste erscheinen älter, weil sie weniger davon enthalten. Wenn die Sonnenaktivität schwächer wird, trifft mehr kosmische Strahlung ein, es wird mehr Kohlenstoff-14 produziert, und die organischen Überreste sehen jünger aus, weil sie mehr davon enthalten.

Daraus ergeben sich Abweichungen in der Kalibrierungskurve, die uns Aufschluss über die Sonnenaktivität in der Vergangenheit geben.

Solare Minima vom Spörer-Typ

Wenn wir die Radiokohlenstoffkurve der letzten 11.000 Jahre analysieren, stellen wir große Abweichungen fest, die auf lange Perioden geringer Sonnenaktivität hinweisen. Diese ausgedehnten Perioden geringer Sonnenaktivität werden als große Sonnenminima bezeichnet und erhöhen die Kohlenstoff-14-Produktion um 2 %. Die häufigsten dauern etwa 75 Jahre, und in den letzten 11.000 Jahren gab es etwa zwanzig davon. Das letzte war das Maunder-Minimum im späten 17. Jahrhundert. Es gibt aber auch andere Arten von großen Sonnenminima, die viel schwerwiegender sind, weil sie doppelt so lange dauern, etwa 150 Jahre. Das letzte dieser schweren Sonnenminima war das Spörer-Minimum, das im 15. und 16. Jahrhundert auftrat.

Im gesamten Holozän gab es nur vier solche großen Minima vom Typ Spörer. Vor 2800 Jahren gab es das Homer-Minimum, vor 5200 Jahren das Sumerische Minimum und vor 10.300 Jahren das Boreale Minimum. Wann sie auftraten, wissen wir dank der Baumringe.

Wenn Ihnen die Daten bekannt vorkommen, liegt das daran, dass die vier großen Minima des Holozäns vom Typ Spörer genau mit den vier großen klimatischen Ereignissen in der Grafik übereinstimmen, die wir vorhin gesehen haben. Wir wissen, dass während jedes dieser großen solaren Minima, als die Sonnenaktivität für 150 Jahre abnahm, das Klima eine enorme Abkühlung erfuhr, die sich stark auf die Klimaproxies rund um den Globus auswirkte.

Wir wissen auch, dass die geringe Sonnenaktivität während der großen Minima große Auswirkungen auf die menschliche Bevölkerung hatte. Frühere menschliche Siedlungen und ihre Baustrukturen können mit Radiokohlenstoff datiert werden. Wenn es den Menschen in der Vergangenheit gut ging, wuchs die Bevölkerung und sie bauten mehr, und wenn es ihnen schlecht ging, meist weil es weniger Nahrung gab, nahm die Bevölkerung ab und sie bauten weniger. Wissenschaftler haben die Entwicklung der menschlichen Bevölkerung auf den Britischen Inseln durch die Analyse der Radiokarbondaten von Tausenden und Abertausenden von Überresten aus Hunderten von archäologischen Ausgrabungen geschätzt [v].

Sie haben herausgefunden, dass die Bevölkerung mit dem Aufkommen des Ackerbaus stark anstieg, aber jedes Mal, wenn sich das Klima stark verschlechterte, litt die menschliche Bevölkerung unter den schwindenden Ressourcen. Und die größten Rückgänge traten auf, wenn große Sonnenminima vom Typ Spörer auftraten. Andere Bevölkerungsrückgänge fallen ebenfalls mit anderen Abkühlungsperioden zusammen, was unsere Rekonstruktion bestätigt.

Daraus geht hervor, dass die stärksten Klimaveränderungen in der Vergangenheit durch Veränderungen der Sonnenaktivität verursacht wurden. Es sagt uns auch, dass das, was für die Menschheit schlecht ist, die Abkühlung ist, nicht die Erwärmung.

Jetzt können wir dem IPCC und der NASA antworten. Es spielt keine Rolle, dass sich die Sonneneinstrahlung nur geringfügig ändert, und es spielt keine Rolle, dass die Temperatur nicht immer dasselbe tut wie die Sonnenaktivität. Es sind eindeutig andere Faktoren im Spiel. Aber wir können mit Nachdruck behaupten, dass sich Veränderungen der Sonnenaktivität auf das Klima auswirken, einfach weil das bisher schon immer so war. Die Untersuchung des Klimas der Vergangenheit lässt keinen Raum für Zweifel. Die Sonne verändert das Klima. Und wenn wir nicht wissen, wie sie es tut, sollten wir es untersuchen.

Das solare Maximum des 20. Jahrhunderts

Da eine geringe Sonnenaktivität zu einer Abkühlung führt, ist es nur logisch, dass eine hohe Aktivität eine Erwärmung verursachen muss. Die Sonnenaktivität im 20. Jahrhundert war sehr hoch und gehörte zu den oberen 10 % der letzten 11.000 Jahre.

Wenn wir die Anzahl der Sonnenflecken in jedem Sonnenzyklus der letzten 300 Jahre zählen und durch die Länge jedes Zyklus teilen, können wir sehen, wie stark die Sonnenaktivität vom Durchschnitt abgewichen ist. Seit dem Maunder-Minimum während der Kleinen Eiszeit hat die Sonnenaktivität zugenommen und lag zwischen 1933 und 1996 weit über dem Durchschnitt, einer Periode von sechs Zyklen erhöhter Sonnenaktivität, die das Sonnenmaximum des 20. Jahrhunderts ausmachten.

Obwohl wir nicht wissen können, wie viel von der Erwärmung im 20. Jahrhundert auf dieses moderne Sonnenmaximum zurückzuführen ist, lässt sich nicht leugnen, dass es einen bedeutenden Anteil daran hat, denn wie wir gesehen haben, war die Sonne die Ursache für einen Großteil der großen Klimaveränderungen in den letzten 11.000 Jahren.

Schlussfgolgerungen

Es gibt zwei gute Nachrichten. Die erste ist, dass die Sonnenaktivität nicht über das Maximum des 20. Jahrhunderts steigen kann. Sie ist nicht wie CO₂, das theoretisch immer weiter steigen kann. Die Sonnenaktivität kann hoch bleiben oder sinken, aber sie kann nicht steigen, so dass sich die Erwärmung nicht beschleunigen und nicht gefährlich sein sollte.

Im Jahr 2016 habe ich ein Modell zur Vorhersage der Sonnenaktivität im 21. Jahrhundert entwickelt. Damals glaubten einige Wissenschaftler, dass die Sonnenaktivität bis zu einem neuen großen solaren Minimum und einer Mini-Eiszeit weiter abnehmen würde. Mein Modell sagt jedoch voraus, dass die Sonnenaktivität im 21. Jahrhundert ähnlich hoch sein wird wie im 20. Jahrhundert. Es sagte auch voraus, dass der aktuelle Sonnenzyklus, der 25., eine höhere Aktivität aufweisen würde als der vorherige, und es hatte Recht.

Die zweite gute Nachricht: Wenn ein Großteil der Erwärmung des 20. Jahrhunderts auf die Sonne zurückzuführen ist, dann gibt es keinen Klimanotstand. Der Glaube, dass der gesamte Klimawandel auf unsere Emissionen zurückzuführen ist, ist einer jener Irrtümer, die in der Wissenschaft manchmal vorkommen, wie der Glaube, dass die Erde das Zentrum des Sonnensystems ist, dass der interplanetare Raum voller Äther ist oder dass Magengeschwüre durch Stress und nicht durch Bakterien verursacht werden.

[i] NASA. Is the Sun causing global warming?

[ii] Marcott, S.A., et al., 2013. A reconstruction of regional and global temperature for the past 11,300 yearsscience339 (6124), pp.1198-1201.

[iii] Solomina, O.N., et al., 2015. Holocene glacier fluctuationsQuaternary Science Reviews111, pp.9-34.

[iv] Bray, J.R., 1968. Glaciation and solar activity since the Fifth Century BC and the solar cycleNature220 (5168).

[v] Bevan, A., et al., 2017. Holocene fluctuations in human population demonstrate repeated links to food production and climatePNAS114 (49), pp.E10524-E10531.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/04/21/how-we-know-that-the-sun-changes-the-climate-part-i-the-past/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Nein, AXIOS, die „Regenbombe“ von Dubai hat nichts mit dem Klimawandel zu tun

Anthony Watts, ClimateREALISM

Ein am 17. April auf der Online-Nachrichten-Website AXIOS veröffentlichter Artikel von Andrew Freedman mit dem Titel „Dubai’s record-shattering ‚rain bomb‘ has clear climate change ties“ (Dubais rekordverdächtige „Regenbombe“ hat eindeutig etwas mit dem Klimawandel zu tun) behauptet, dass die Rekordregenfälle, die an einem Tag in der Stadt Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) aufgetreten waren, eindeutig mit dem Klimawandel zu tun haben. Dies ist falsch. AXIOS verwechselt nicht nur Wetterereignisse mit dem langfristigen Klimawandel, sondern es gibt auch Hinweise darauf, dass es sich lediglich um ein seltenes Wetterereignis handelte, das laut der Wettervorhersage für die Region schon einmal aufgetreten ist, und dass die schwache Infrastruktur der Stadtentwässerung nicht in der Lage war, das überschüssige Wasser zu bewältigen.

In dem Artikel wird auf die starken Regenfälle und die schlechte Entwässerung hingewiesen:

● In nur 24 Stunden fielen mindestens die Regenmengen von zwei Jahren, d. h. etwa 160 mm, die umgangssprachlich als „Regenbomben“ bezeichnet werden, weil sie in so kurzen Zeiträumen extrem hohe Summen bringen.

● Diese Niederschlagsmenge an einem einzigen Tag würde selbst in gemäßigteren Gebieten Probleme verursachen, ganz zu schweigen von Dubai, einer Wüstenstadt mit schlechter Entwässerung.

Bei über 150 mm Regen in kurzer Zeit in einer Wüstenstadt, die nicht dafür bekannt ist, dass ihre Infrastruktur für große Regenmengen ausgelegt ist, ist es nicht verwunderlich, dass die Entwässerungs-Infrastruktur ein solches Ereignis nicht bewältigen konnte, was zu Überschwemmungen der Straßen führte. In Freedmans Artikel heißt es weiter, dass die starken Regenfälle von Wettermodellen vorhergesagt worden waren:

Die unmittelbare Ursache für die Überschwemmungen war ein sich langsam bewegendes und starkes Tiefdruckgebiet bzw. ein Kaltluftkörper in höheren Luftschichten, die am Dienstag schwere Gewitter über den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Nachbarländern auslöste.

Dieses Gewittersystem und die Gefahr schwerer Regenfälle wurden von Wettermodellen mehrere Tage im Voraus vorhergesagt.

Das ist sicherlich richtig, denn in Abbildung 1 unten zeigt das ECMWF-Wettermodell für den 16. April erhebliche Niederschläge für das Gebiet, mit prognostizierten Farbzonen von mehr als 150 mm:

Abbildung 1 – Vorhersage der Niederschlagsmenge für die VAE am 16. April, Quelle: weathermodels.com

Da die Vorhersage beträchtliche Niederschläge für das Gebiet anzeigte, wurde laut diesem Artikel auf Newsable offenbar das Programm für Wolkenimpfung der VAE in Gang gesetzt:

Seit den 1990er Jahren beschäftigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aktiv mit Wolkensaatgut. Die Agentur verwaltet das Rain Enhancement Program des Landes und nutzt ein Netzwerk zahlreicher Wetterstationen, um die atmosphärischen Bedingungen für Seeding-Operationen genau zu überwachen.

Ahmed Habib, ein Spezialmeteorologe des NCM, erklärte gegenüber Bloomberg, dass Seeding-Flugzeuge in den zwei Tagen vor den schweren Regenfällen, die Teile des Wüstenstaates überschwemmten, sieben Einsätze durchführten.

Es scheint sich um ein einfaches, seltenes und intensives kurzfristiges Niederschlagsereignis zu handeln, das möglicherweise durch Wolkenimpulse ausgelöst wurde. Da für die Vorhersage kurzfristige Wettermodelle verwendet wurden, spielt das Klima keine Rolle. Langfristige Klimamodelle hätten ein solches Ereignis nicht vorhersagen können, da es weit unterhalb ihrer Zeitskala von Jahren bis Jahrzehnten liegt.

Mit der folgenden Behauptung gerät Freedmans Artikel aus den Fugen:

Stattdessen zeigen klimawissenschaftliche Studien und Beobachtungen auf der ganzen Welt, dass extreme Niederschlagsereignisse wie dieses, einschließlich solcher, die alle bisherigen Rekorde brechen, mit der Erwärmung des Planeten immer häufiger und heftiger auftreten.

In diesem Fall wurde die Feuchtigkeit aus dem warmen Persischen Golf in die Gewitter eingespeist.

Tatsächlich sind zunehmende hydrologische Extreme, sowohl in Form von Dürren als auch von Starkregen, einer der stärksten Belege für den vom Menschen verursachten Klimawandel, der die globalen Wettermuster verändert.

Freedmans Verquickung eines eintägigen Wetterereignisses mit dem langfristigen Klima ist sein erster Fehler. Wetter ist nicht Klima. Außerdem ist seine Behauptung über hydrologische Extreme unbegründet, denn der jüngste wissenschaftliche Bericht des IPCC zeigt eindeutig, dass es überhaupt keinen Zusammenhang mit dem Klimawandel gibt. Abbildung 2 zeigt Tabelle 12.12 auf Seite 90 – Kapitel 12 des Sechsten Bewertungsberichts des UN IPCC. Das Auftreten von Einflussfaktoren auf das Klima (Climate Impact Drivers, CIDs) in verschiedenen Zeiträumen zeigt dies. Die Farbe entspricht dem Vertrauen in die Region mit dem höchsten Vertrauen: weiße Farben zeigen an, wo Beweise für ein Klimaänderungssignal fehlen oder das Signal nicht vorhanden ist, was zu einem insgesamt geringen Vertrauen in ein entstehendes Signal führt.

Der Abschnitt über Starkniederschläge ist gelb hervorgehoben. Die weißen Felder in der Tabelle für Starkniederschläge weisen darauf hin, dass solche Ereignisse weder in der Gegenwart aufgetreten sind, noch bis 2050 im Kontext des langfristigen Klimawandels erwartet werden. Die Bedeutung aller Farben findet man in der Legende am Ende der Tabelle.

Abbildung 2 – Tabelle 12.12 | auf Seite 90 – Kapitel 12 des Sechsten Sachstandsberichts des UN IPCC. Entstehung von Einflussfaktoren auf das Klima (CIDs)

Zur vollständigen Darstellung nebst Legende bitte hier in das Original klicken. A. d. Übers.

Offensichtlich stützt die Klimawissenschaft nicht die Behauptungen von Freedman und AXIOS über die Regenfälle und Überschwemmungen in Dubai.

Diese beschämende vorschnelle Beurteilung, wonach der Klimawandel laut Medien daran schuld ist, ist Teil eines Musters, das wir hier bei Climate Realism immer wieder beobachten. Wenn irgendwo auf der Welt ein ungewöhnliches oder einzigartiges Wetterereignis auftritt, beeilen sich die Klimaalarmisten und die Medien sofort, den Klimawandel dafür verantwortlich zu machen, unabhängig davon, ob sie irgendwelche Fakten dafür haben oder nicht. Ein solches Verhalten ist unverantwortlicher Journalismus.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/04/23/no-axios-the-dubai-rain-bomb-has-no-ties-to-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE