Beobachtungstipps für die Eisheiligen vom 11. Mai bis 15. Mai

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Bei diesem Beobachtungstipp der Eisheiligen handelt es sich selbstverständlich um eine Wetterbeobachtung. Zum Klima wird eine Beobachtung erst, wenn man einen längeren Zeitraum, also mindestens 30 Jahre auswertet. Die Leser bei EIKE sollten jedoch auf die Wettervorhersagen zu den Eisheiligen achten, in Nebensätzen sind oft die Falschantworten und Klimalügen versteckt, wenn die bezahlten Terli und Co verkünden, dass die Eisheiligen aufgrund der Klimaerwärmung vermehrt ganz ausfallen würden oder 14 Tage früher kämen oder ein Einzelereignis zu einem Beweis der CO₂-Klimaerwärmung deklarieren.

Es gibt auch Ausnahmen wie den Meteorologen Lothar Bock vom Deutschen Wetterdienst in München, BR24 schreibt in einem Artikel vom 6. Mai: „Obwohl der DWD in mehreren Veröffentlichungen schreibt, dass die Eisheiligen in den vergangenen Jahren häufig ausgeblieben seien, lässt sich laut Lothar Bock, Experte vom Regionalen Klimabüro des DWD in München, „ein Bezug des Auftretens der Eisheiligen zum Klimawandel momentan nicht herstellen.“ So gab es in den vergangenen 30 Jahren in Süddeutschland laut Statistik des DWD 2003, 2004, 2012 und 2019 noch Mitte bzw. Ende Mai „stärker ausgeprägte Kälterückfälle, die auch mit Luftfrost einhergingen“.

Und weiter: „Dass es keinen einheitlichen Trend beim Wetter an den Eisheiligen gibt, veranschaulichen auch die Wetterdaten der Wetterstation Augsburg, die das Klimabüro des DWD in München für die Dekaden 1961-1970, 1971 – 1980, 1991 – 2000, 2001 – 2010 und 2011 – 2020 ausgewertet hat. Die Daten von Augsburg seien aufgrund des eher ländlichen Standorts der Wetterstation dort repräsentativ für ganz Bayern, betont Wetterexperte Bock.“!

Wir haben für unsere Leser natürlich noch sorgfältiger ausgewertet wie die bezahlten Wettererxperten des Deutschen Wetterdienstes, nämlich in der Art wie die Leser dies von unseren Artikeln her kennen. Wie immer haben wir die Tageshöchst- und die Nachttiefsttemperaturen im Diagramm noch mitgezeichnet, während der lange Artikel auf BR24 überhaupt keine Eisheiligengrafik anbietet, nicht einmal die Ganztagesschnitte dieser fünf Eisheiligentage.

Fangen wir mit der Großstadt München an. Die Wetterstation steht mitten in der Stadt. Für München sieht die gesamte Eisheiligengrafik über den Zeitraum 1988 bis 2023 so aus:

Abb. 1 Der Eisheiligenverlauf vom 11. bis 15. Mai der Wetterstation München, mitten in München, oben der Verlauf der Tageshöchsttemperaturen, unten die nächtlichen Minimumtemperaturen und in braun der Ganztagesschnitt über 24 Stunden. Alle fünf Tage sind jeweils zu einem Aufzeichnungsereignispunkt für das betreffende Jahr ermittelt.

Ergebnis für München bei den Eisheiligen:

Die Eisheiligen werden in München mitten in der Stadt eindeutig kälter, alle drei Trendlinien sind deutlichst fallend. Die gesamte Abkühlung – brauner Graph – beträgt seit 1988 über 2 Grad.!!!!

Erkenntnis: Die CO₂-Klimaerwärmung hat keinen Einfluss auf die Eisheiligen mitten in der Münchner Innenstadt!!!!

Beachte: Am schwächsten fallen die Nachttemperaturen, was auch logisch ist: Kein Wunder, die kalten Nächte werden mitten in der Stadt einfach rausgeheizt, was für ländliche Stationen nicht gilt. – siehe nächste Grafik beim Gesamtschnitt-

Doch wir haben nicht nur München vollständig ausgewertet und der DWD-Wetterzentrale in München einen kostenlosen Service geboten, sondern auch mühevoll ganz Deutschland. Unser Autor Matthias Baritz hat alle derzeitigen 2500 DWD-Stationen überprüft auf Tages/Nachttemperaturen. Es gibt 541 Stationen, die bereits 1988 schon alle drei Werte bis heute mitgemessen haben. Diese 541 Stationen haben allerdings oftmals ihren Standort verändert, ihre Messeinrichtung sowieso, aber sie sind namentlich wenigstens gleichgeblieben und der DWD bietet eine Eisheiligendatenreihe an, die man als Originaldaten dieser Station bezeichnen kann. Herr Baritz hat alle 541 Stationen aufsummiert zu einem Deutschlandschnitt, und das auch noch für die Tageshöchst- und die nächtlichen Minimumtemperaturen.

Grafik 2: Die Eisheiligen wurden eindeutig kälter in Deutschland, sowohl die tagsüber gemessenen Tageshöchst- als auch die nächtlichen Minimumtemperaturen.

Ergebnis Eisheiligen Deutschland

  1. Die Eisheiligen werden eindeutig kälter in Deutschland
  2. Die Kohlendioxidzunahme hat keinerlei erkennbare Wirkung auf die Trendlinien der Eisheiligen in Deutschland
  3. Alle drei Trendlinien verlaufen etwa gleich fallend, allerdings die nächtlichen T-min Temperaturen (blau, ganz unten im Diagramm) etwas stärker fallend als die beiden anderen.

Nochmals zur Erinnerung: Diese Auswertungen bietet der Deutsche Wetterdienst nicht an. Keiner außer wir wertet diese dem DWD vorliegenden und vom DWD erhobenen Daten aus. Deswegen können die teuer bezahlten Erwärmungsexperten in den Medien auch jeden Blödsinn behaupten zum Wohlwollen der deutschen CO₂- Erwärmungspolitik.

Und die deutsche Politik unter Habeck denkt sich dann wieder unsinnige Maßnahmen gegen die behauptete Klimaerwärmung aus.

Besonders falsch und dreist tritt dieser bezahlte Wetterexperte auf. Laut dem RTL-Klimaexperten Christian Häckl soll der Treibhauseffekt nachts stärker wirken als tagsüber, hier seine Theorie ausführlich und verständlich beschrieben. Alles nachvollziehbar und überzeugend, was er theoretisch von sich gibt. Wunderschön logisch beschrieben, bloß halt in der Realität der irdischen Atmosphäre grottenfalsch wie unsere 2 Grafiken eindeutig zeigen.

Gegenüber einer uninformierten Bevölkerung können unsere Medien alles behaupten, alle Lügen laufen wohl unter Meinungsfreiheit, die im Brustton der Überzeugung verkündet werden. Bei der Wetterzentrale in München scheint es aber doch Ausnahmen zu geben.

Gesamtergebnis:

Die Eisheiligen werden kälter in Deutschland

Die CO₂-Erwärmungstheorie ist falsch.

Im BR24 Artikel wird die Wetterstation Augsburg als ländlich bezeichnet. Dies stimmt unserer Meinung nach nicht, eher die Station Lechfeld, allerdings ist die Eisheiligenreihe unvollständig. Wir schlagen deshalb die Station Netzstall, ein Aussiedlerhof bei Nürnberg vor. Dort haben die Eisheiligen seit 1988 folgenden Verlauf:

Grafik 3: Eisheiligentage beim Aussiedlerhof Netzstall bei Nürnberg, (ländliche Station) allerdings wurde die Wetterstation vor 20 Jahren verlegt von einem Weiler bei Nürnberg ganz raus zum Aussiedlerhof. Deshalb wohl die sehr kräftigen Abkühlungen. Trotzdem handelt es sich um Original-DWD-Daten dieser Station. Und nicht nur der DWD behauptet, Stationsversetzungen wären in seinen Daten bereinigt.

 

 




Die wahrheitsbedrohte Spezies „Meeresspiegelanstieg“

von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

Am 6. Und 7. Mai 2024 fielen Lesern des ZDF-Teletext folgende Meldungen auf:

6.5.2024: „Baerbock in Fidschi; „Die Klimakrise spült den Menschen hier buchstäblich den Boden unter den Füßen weg“, sagte Baerbock in Fidschi. Die Klimakrise sei die „größte Bedrohung“ für die Sicherheit in den pazifischen Inselstaaten…“

7.5.2024: „Es sind Orte wie diese Küstendörfer im Pazifik, die uns zeigen, mit welcher Brutalität die Klimakrise zuschlägt“, sagte sie. Hier zeige sich, dass den Inselstaaten „das Wasser im wahrsten  Sinne des Wortes bis zum Hals steht“.

Stimmt das oder sind die Aussagen von Frau Baerbock sachlicher Unsinn? Nun ist, um es höflich auszudrücken, Frau Baerbock nicht gerade für Expertise in Naturwissenschaften bekannt. Sie hätte sich aber zumindest beim wissenschaftlichen Dienst des Bundestags sachliche Information über Pegelmessungen von Meeresspiegeln einholen können. Fairerweise muss man natürlich zugestehen, dass das Thema „Meeresspiegelanstiege“ komplex ist. Daher soll es nachfolgend etwas gründlicher behandelt werden.

Wie verändern sich Meeresspiegel im Laufe der Zeit?

Sieht man von extrem langfristigen Einflüssen der Plattentektonik und der eiszeitlichen Glazialeustasie (Freisetzen von Wasser aus kontinentalen Eisschilden) ab, hängen Veränderungen von Meeresspiegeln von vielen weiteren Einflüssen ab, die noch nicht einmal alle ausreichend bekannt sind! Nachfolgend ohne Anspruch auf Vollständigkeit

  • Wärmeausdehnung des Wassers,
  • Kalben von Gletschern der Antarktis,
  • Abschmelzen des Eisschildes in Grönland,
  • Veränderungen der Meeresströmungen,
  • Veränderungen im globalen atmosphärischen Wasserhaushalt,
  • Intensive großräumige Grundwassernutzung,
  • Vulkanismus

Vor allem ist die Meeresoberfläche keine „ideale Billardkugel“. Unzählige Faktoren sorgen dafür, dass es erhebliche Höhenabweichungen relativ zum Erdmittelpunkt gibt. Es beginnt mit der Ausbuchtung der Äquatorialzone infolge der Fliehkraft der Erddrehung und reicht bis zu Gravitationseffekten durch nahe Küstenberge auf die Wasseroberfläche. Ein sehr empfehlenswertes und zudem unterhaltsames Youtube-Video mit 3,5 Millionen Aufrufen seit 10 Jahren erklärt diese Effekte anschaulich (hier) – die Untertitel sind in Deutsch. Nach diesem Video versteht man besser, warum lokale Messungen allein noch keine allgemeinen Aussagen über einen globalen Meeresspiegel-Trend erlauben. Es sind vielmehr noch Korrekturen der Einzelpegelmessungen von erheblicher Komplexität erforderlich, so dass das zugehörige Berechnungsverfahren maßgebend wird.

Der Begriff „globaler Meeresspiegel“ ist also nur eine virtuelle Vergleichsgröße, deren lokale Ausprägung sehr unterschiedlich sein kann. Der Begriff wird dennoch verwendet. Prähistorisch ist der globale Meeresspiegel seit dem Temperaturtiefpunkt der letzten Eiszeit vor etwa 22.000 Jahren um ca. 130 m angestiegen [1] (Bild 1).

 

Bild 1: Prähistorischer Meeresanstieg. Bildquelle, GNU Lizenz für freie Dokumentation.

Auffällig bei den Meeresspiegeldaten sind die oft erstaunlich großen Schwankungen. Beispiele wurden vom inzwischen verstorbenen Ozeanographen Prof. Nils-Axel Mörner gegeben [2], Dekan der Fakultät Paläogeophysik und Geodynamik an der Universität Stockholm und von 1999–2003 Präsident der INQUA Commission on Sea Level Changes. Weitere Beispiele liefern Fachpublikationen des deutschen Küstenforschers Prof. Karl-Ernst Behre, in denen erstaunlich starke Veränderungen der historischen Meereshöhen an den Nordseeküsten beschrieben sind [3]. Ein maßgebender menschgemachter Einfluss war in diesen historischen Zeiten nicht vorhanden.

In jüngerer Zeit stehen nun sehr genaue Pegelmessungen aus vielen Hunderten Stationen weltweit vom National Oceanography Centre (NOC) in Liverpool zur Verfügung. Dazu einfach (hier) aufrufen, unter „Mean Sea Level Data“ auf „MSL Data Explorer“ klicken und die gewünschte Station suchen. Hat man den Namen (hier beisielsweise „Laudola“ auf Fidschi), dann zurück zur „RLR station list“. Leider ist diese Liste nicht alphabetisch geordnet, man kann sie aber unschwer in einen txt- oder EXEL-File kopieren, in diesem nach der Station suchen, und sich die Coastline-Nummer (vorletzte Spalte) notieren. Dann ist sie in „RLR station“ durch scrollen schnell zu finden. Dort auf die ID-Nummer klicken. Vielleicht geht’s auch einfacher, aber ich habe kein Suchfenster für Stationsnamen gefunden.

Obwohl all diese Meeres-Pegelmessdaten des NOC frei zugänglich sind und wie oben beschrieben ohne großen Aufwand überprüft werden können, vernachlässigen Journalisten ihre Berufspflicht ordentlicher Recherche und berichten immer wieder in absurder Verdrehung der Fakten von versinkenden Südseeinseln [4]. Politiker wie Frau Baerbock tragen diesen Unsinn dann gutgläubig weiter.

Bevor wir jetzt konkret die Meersspiegelhöhen von Laudola auf Fidschi anschauen, sehen wir uns erst einmal in der Fachliteratur um. Sie gibt entsprechend den oben schon erwähnten uneinheitlichen  Berechnungsverfahren unterschiedliche Werte für den mittleren globalen Meeresspiegelanstieg an. Der Grund für die Differenzen sind die schon erwähnten mathematischen Korrekturen der lokalen Messungen, um überhaupt ein globales Mittel zu erhalten. Die einzige mir bekannte Fachpublikation, die diese Korrekturen auch vollständig und nachvollziehbar angibt, stammt von den Autoren Beenstock et al. und entstand aus einer Zusammenarbeit der US-Universitäten Columbia und Washington mit der Hebrew-Universität Jerusalem [5]. In ihr wird als Ergebnis ein global gemittelter Anstieg zwischen 0,39 und 1,04 mm/Jahr abgegeben, in den – zu beachten – weltweit alle Pegelmesstationen eingehen.

Besonders bemerkenswert in dieser Arbeit dreier Universitäten ist der Befund, dass nur 7 % aller Pegelstationen überhaupt einen Anstieg zeigen. 4 % zeigen dagegen ein Absinken ihrer Meeresspiegelhöhen, und der weit überwiegende Rest der Stationen von 89 % weist gar keinen einheitlichen Trend auf. Ausschließlich für die Stationen mit – wieder zu beachten –  ansteigendem Meeresspiegel geben die Autoren einen mittleren Meeresspiegel zwischen 3,33 und 4,42 mm/Jahr an, der sich im Großen und ganzen mit vielen anderen Fachstudien deckt. Es ist aber nochmals zu betonen, dass diese höheren Werte nur für die 7 % Stationen weltweit gelten, die einen Anstieg anzeigen.

Bild 2 zeigt aus dieser Fachpublikation von Beenstock et al. die Verteilung von Stationen mit ansteigendem Meeresspiegeltrend (rot), sinkendem Trend (grün), widersprüchlichem Trend (schwarz) und überhaupt keinem Trend (gelb). Sie stimmen weitgehend mit einer bereits zu diesem Thema erschienenen EIKE-News von Willis Eschenbach überein (hier), die sich auf die Trends nur um die USA-Küsten herum beschränkt und ebenfalls keinen Grund zur Panik auffindet.

Bild 2: Weltweite Meeresspiegel-Trends, Map 3 auf S. 200 von [5].

Allein schon aus Bild 2 dieser Fachpublikation kann von einem katastrophalen Meeresspiegelanstieg überhaupt keine Rede sein – keine gute Nachricht für die Klimaideologie der Grünen.

Publikationen, die den Meeresspiegelanstieg aus Satellitenmessungen angeben, zeigen übrigens Werte, die etwas über den Pegelmessungen liegen. Diese Diskrepanz ist bis heute nicht geklärt. Über die Korrekturmethoden der Satellitendaten, die vermutlich noch weit komplexer sein dürften als die von Pegeldaten, konnte ich in einschlägigen Fachpublikationen nichts Brauchbares finden. Vielleicht ist aber inzwischen auch zu dieser Problematik etwas erschienen, was ich übersehen habe. In jedem Fall sind aber grundsätzlich direkte Pegelmessungen indirekten Satellitendaten  vorzuziehen.

Der Meeresspiegelanstieg der Station Lautoka auf Fidschi

Fidschi hat drei Stationen, wovon eine nur bis zum Jahr 2000 reicht. Die beiden anderen Stationen zeigen ähnliche Verläufe. Bild 3 zeigt für eine dieser beiden Stationen den Pegelverlauf von Lautoka.

Bild 3: Pegel von Lautoka (Fidschi) in blau, lineare Regressionslinie in rot (beide erstellt vom Autor aus den numerischen Pegeldaten), ihre Steigung beträgt 4,23 mm/Jahr und liegt damit im oben angegebenen Bereich von 3,33 bis 4,42 mm/Jahr für Stationen mit positivem Trend.

Eine weltweite Sonderstellung der Fidschi-Inseln liegt also mit Sicherheit nicht vor. Fidschi gehört zu den oben erwähnten 7 % aller weltweiten Stationen, die einen positiven Trend zeigen, mehr ist dazu nicht zu sagen. Natürlich ist bei so gut wie allen Stationen, mit welchem Trend auch immer, die Ursache in aller Regel nicht zu ermitteln. Nur bei beispielsweise nachweisbaren Bodensenkungen durch zu starke Grundwasserentnahme ist der Mensch der Verursacher. Die aus Pegelmessungen gewonnenen Meeresspiegelanstiege um Fidschi, die sich im absolut gewöhnlichen Bereich aller Stationen weltweit mit positivem Trend bewegen, dem aktuellen Klimawandel zuzuordnen läßt am Verstand des Aussagenden zweifeln. Mehr als das, was Bild 1 an Information hergibt, nämlich eine Anstiegskurve ab der endenden Eiszeit, ist leider nicht gesichert.

Schlussbemerkung

Nicht Meeresspiegelanstiege sind die größte Bedrohung, sondern Politiker, die den geballten Unsinn von Journalisten ungeprüft ihren Wählern verkaufen, um Ängste zu erzeugen.

 

Literaturnachweise

[1] Akasofu, S.I., 2010. On the recovery from the Little Ice Age. Natural Science, 2(11), 1211-1224

[2] Mörner, N.A., 2013. Sea level changes past records and future expectations. Energy & Environment, 24(3-4), 509-536.

[3] Behre, K.E., 2007. A new Holocene sea‐level curve for the southern North Sea. Boreas, 36(1), 82-102.

[4] Kiribati: Ein Südsee-Paradies versinkt. ZEIT Online, 23.06.2013.

[5] Beenstock, M., Felsenstein, D., Frank, E., Reingewertz, Y., 2015. Tide gauge location and the measurement of global sea level rise. Environmental and ecological statistics, 22(1), 179-206.

Alle Fachaufsätze [1]-[3], [5] sind in Google Scholar durch Eingabe des Titels im Suchfenster frei erreichbar.




16. Internationale EIKE Klima- und Energiekonferenz mit Nobelpreisträger John Clauser in Wien

Es ist wieder soweit – EIKE veranstaltet die jährliche Konferenz zu Energie- und Klimafragen! Dieses Jahr sind wir am 14. und 15. Juni 2024 in Wien-Mödling. Hier ist der Link zur Anmeldung




NOAA erlaubt Windenergie-Betreibern, Wale zu bedrängen und zu töten

Vijay Jayaraj

Windenergie ist sauber und grün. Sie ist der magische Schalter, um die globale Erwärmung abzuschalten. Und Einhörner sind echt. Sie können Ihre liebste Illusion unter diesen drei nennen, wenn Sie wollen. Aber es wird nichts an der Tatsache ändern, dass die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und die Windenergieunternehmen an einem staatlich sanktionierten, modernen Gemetzel an Meeressäugern entlang der US-Ostküste beteiligt sind.

Die von der NOAA erteilten Genehmigungen erlauben es jedem Betreiber von Windturbinen, jährlich Hunderte von Walen zu töten oder zu bedrängen – eine Tatsache, die von Klima-Untergangspropheten und Liebhabern grüner Energie ignoriert oder geleugnet wird, ähnlich wie von den Vertretern der flachen Erde, die Fotos von unserer blauen Kugel in der Leere des Weltraums abtun.

NOAA: Vom Wal-Helden zum Wal-Schurken

Auf ihrer Website behauptet die NOAA, sie arbeite daran, „die Populationen von Meeressäugern vor dem Rückgang und der Ausrottung zu schützen, Forschung zu betreiben, um ihre Gesundheit und Umwelt zu verstehen, und menschliche Aktivitäten, die sie beeinträchtigen könnten, zu bewerten und zu überwachen, um sicherzustellen, dass künftige Generationen sie genießen können“.

Die NOAA sagt, dass das Gesetz zum Schutz der Meeressäuger (Marine Mammal Protection Act) sie verpflichtet, alle Wale, Delfine, Schweinswale, Robben und Seelöwen vor der „Entnahme“ durch US-Bürger in den Gewässern der Nation zu schützen. Entnahme ist der Fachjargon der NOAA für das Belästigen, Jagen, Fangen, Töten oder den Versuch, eines dieser Dinge zu tun.

Es werden jedoch „Ausnahmen“ von diesem Schutz gewährt, um tödliche und nicht-tödliche Eingriffe in Wale, Delfine und Schweinswale durch Windenergie-Entwickler an der Ostküste zu ermöglichen.

Diese als „Incidental Take/Harassment Authorizations“ (IHAs) bekannten Ausnahmeregelungen geben den Windkraftbetreibern im Rahmen der Verordnung einen gewissen Spielraum für die Tötung und Verfolgung von Meeressäugern bei der Durchführung von Sonaruntersuchungen zur Standortcharakterisierung und anderen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Bau und Betrieb.

Zu den Arten, die im Rahmen dieser IHAs belästigt werden dürfen, gehören der gefährdete Nordatlantische Glattwal, der Finnwal, der Pottwal, der Seiwal, der Zwergwal, der Buckelwal, der Langflossen-Grindwal, der Atlantische Weißseitendelfin, der Große Tümmler, der Gewöhnliche Kurzschnabeldelfin, der Atlantische Fleckendelfin, der Risso-Delfin, der Schweinswal, die Hafenrobbe und die Kegelrobbe.

So darf Bluepoint Wind, LLC, zwischen März 2024 und Februar 2025 in den Küstengewässern von New York und New Jersey, einer als New Yorker Bucht bekannten Region, 270 Wale, darunter 11 Glattwale und 149 Zwergwale, töten oder bedrängen. Die „Bedrängungs“-Quote umfasst auch andere Meeressäuger.

Zu den weiteren aktiven IHAs für Windkraftbetreiber gehören die folgenden: Dominion Energy Virginia, 599 Wale in den nächsten fünf Jahren, darunter 17 gefährdete Glattwale; Empire Offshore Winds, 509 Wale; Ocean Wind, 248 Wale; TerraSond, 381 Wale; Community Offshore Wind, 7809 Delfine; Orsted Wind Power North America, 6.000 Kurzschnabel-Delfine. Es gibt noch viele andere.

Die NOAA unterteilt diese IHAs in zwei Kategorien: Die Ergebnisse von Bedrängungen der Stufe A haben das Potenzial, Wale zu verletzen oder zu töten, während Bedrängungen der Stufe B zu Veränderungen in den Verhaltensmustern führen können. Die meisten der oben aufgeführten Genehmigungen sind der Stufe B zuzuordnen, aber viele der Unternehmen haben für verschiedene Arten, einschließlich des gefährdeten Nordatlantischen Glattwals, eine Genehmigung der Stufe A erhalten.

Bitte beachten Sie, dass die häufigste Todesursache für Wale an der Ostküste der Vereinigten Staaten Verwicklungen oder Schiffsunfälle sind. Die Bedrängung der Stufe B kann indirekt zum vermehrten Tod von Walen führen, da sie in stark befahrene Schifffahrtskanäle gezwungen werden.

Kritisch anzumerken ist, dass die NOAA keine wissenschaftlichen Belege dafür liefert, dass Bedrängung der Stufe B nicht tödlich ist oder keine dauerhaften Schäden verursacht.

Die bipolare NOAA räumt selbst ein, dass die Todesfälle von Buckelwalen entlang der Atlantikküste seit 2016 ungewöhnlich hoch sind, wobei die höchste Zahl von 37 im Jahr 2023 erreicht worden ist, als IHAs häufiger vorkamen. In ähnlicher Weise hat die NOAA die ungewöhnliche Sterblichkeitsrate der Nordatlantischen Glattwale seit 2017 dokumentiert.

Es stellt sich die Frage, warum die NOAA Windkraftunternehmen die Erlaubnis erteilt, Wale zu bedrängen und zu töten, während die Zahl der Todesfälle steigt. Und wer gibt der NOAA die Erlaubnis, dies zu tun?

Die Behandlung dieser Meeressäuger durch die NOAA steht in krassem Gegensatz zu ihrem institutionellen Ethos, diese sanften Ozeanriesen vor Gefahren und sogar dem Tod zu bewahren. Stattdessen hat die NOAA Offshore-Windparks scheinbar mit der unerschütterlichen Entschlossenheit von Klimaalarmisten begrüßt.

Ehrlich gesagt, bin ich es leid, immer wieder nach mehr Beweisen für den Zusammenhang zwischen dem Sterben von Tieren und Windenergieaktivitäten zu rufen, während die NOAA immer mehr Tötungen genehmigt.

This commentary was first published at California Globe on April 29, 2024.

Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, Virginia. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, U.K.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/05/noaa-permits-wind-energy-operators-to-harass-and-kill-whales/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Abkühlung im tropischen Pazifik – La Nina steht bevor

Cap Allon

Die Abkühlung im Pazifischen Ozean verstärkt sich, ein neues La Niña ist im Anmarsch, und es wurde eine Wetterwarnung ausgegeben. Atmosphärische Auswirkungen sind ab Juli bis zum Winter 2024-25 zu erwarten, was den vierten La-Niña-Winter der letzten fünf Jahre bedeuten würde.

ENSO (El Niño Southern Oscillation) spielt eine wichtige Rolle für das globale Klima, da es Ozean und Atmosphäre effektiv miteinander verbindet.

Jede ENSO-Phase (El Niño: warm, La Niña: kalt) beeinflusst den Luftdruck und das Wetter in den Tropen auf unterschiedliche Weise, was sich mit der Zeit auf die globale Zirkulation auswirkt und die Wetterlage weltweit verändert.

Die ENSO-Regionen sind in vier unterteilt, wobei das Hauptbeobachtungsgebiet Niño 3.4 ist:

Das folgende Bild, erstellt mit freundlicher Genehmigung der NOAA, zeigt ein Beispiel für die Zirkulation während einer kalten ENSO-Phase (La Niña).

Absinkende Luft im östlichen Pazifik führt zu hohem Druck und stabilem/trockenem Wetter; gleichzeitig steigt die Luft im westlichen Pazifik auf und verursacht häufige Gewitter, niedrigen Druck und stärkere Niederschläge.

Während eines El Niño ist der Druck über dem tropischen Pazifik niedriger, was zu mehr Wolken führt. Bei La Niña hingegen ist der Druck über dem äquatorialen Pazifik höher, was zu weniger Wolken führt. Diese Druckschwankungen wirken sich auf den gesamten Planeten aus und beeinflussen die globale Zirkulation (d. h. das Wetter auf beiden Hemisphären).

Hier ein Blick auf die Meerestemperaturen der Region 3.4 in den letzten zwei Jahren. Beachten Sie den raschen Anstieg der Meerestemperaturen im letzten Jahr, als sich der El Niño entwickelte. Vergleichen Sie diese Messwerte mit dem blauen Kasten, der das La-Niña-Ereignis 2022-23 (das jüngste) hervorhebt:

Die grauen Linien zeigen alle bisherigen El-Niño-Ereignisse. Bei den meisten war ein schneller Rückgang im Frühjahr zu verzeichnen.

Die aktualisierten Diagramme zeigen, dass sich dieser jüngste El Niño nicht anders entwickelt. Sie zeigen einen starken Temperaturrückgang Anfang 2024, was darauf hindeutet, dass La Niña wahrscheinlich vor der Tür steht und die Region irgendwann in diesem Sommer ins Minus drehen wird.

Wir können diese Temperaturveränderungen veranschaulichen.

Von Anfang Januar bis Anfang Mai hat sich die gesamte ENSO-Region deutlich abgekühlt, wobei die stärkste Abkühlung (4-6 °C unter der Norm) in den östlichen ENSO-Regionen zu verzeichnen war:

Offizielle Klimabehörden und Modellrechnungen sind sich einig: Die Atmosphäre bereitet sich auf einen schnellen Übergang von einem ENSO-Ereignis zum nächsten vor.

Nachfolgend sind die langfristigen Prognosen verschiedener globaler Modellierungssysteme aufgeführt, von denen die meisten übereinstimmen: La Niña wird sich im Sommer 2024 voll entfalten (mit unterschiedlicher Intensität).

Da das La-Niña-Ereignis Mitte bis Ende des Sommers beginnt, dürften die atmosphärischen Veränderungen noch vor dem nächsten Winter einsetzen.

Der erste Einfluss könnte auf die kommende atlantische Hurrikansaison sein. Schwächere Höhenwinde über der Hauptentwicklungsregion führen zu einer geringeren Windscherung über dem tropischen Atlantik, was es tropischen Systemen erleichtert, sich zu formieren.

Der erste größere Wettereinfluss von La Niña wird wahrscheinlich in den Wintermonaten auftreten.
Auch wenn dies noch in weiter Ferne liegt, liefert ein Blick auf frühere Jahre mit einem ähnlich raschen Wechsel von El Niño zu La Niña Anhaltspunkte. Oft treten die ersten Veränderungen im Jetstream auf.

In der Regel entwickelt sich im Nordpazifik ein starkes „blockierendes“ Hochdrucksystem, das den polaren Jetstream nach Süden und in den Norden der Vereinigten Staaten, Europa und Nordasien umlenkt und die Temperaturen sinken lässt.

La-Niña-Winter tragen dazu bei, dass niedrigerer Druck und niedrigere Temperaturen aus den Polarregionen in niedrigere Breiten transportiert werden. In La-Niña-Wintern kommt es häufiger zu Kälteeinbrüchen. Auch sind die Winter im Allgemeinen kälter.

Dies geht aus der nachstehenden 2-m-Temperaturanomaliekarte hervor, in der alle bisherigen Winter mit einer ähnlichen Konstellation wie der für 2024-25 prognostizierten zusammengefasst sind:

Was die Schneefälle betrifft, so zeigen frühere Daten, dass ein abnehmender Jetstream im Zusammenhang mit La Niña die Schneefälle in der gesamten nördlichen Hemisphäre erhöht. Kältere Luft ist zum Beispiel in den Vereinigten Staaten leichter verfügbar, was das Schneefallpotenzial erhöht.

Trotz der überwältigenden Beweise dafür, dass natürliche Einflüsse das Klima bestimmen, propagiert die AGW-Partei weiterhin die menschlichen CO₂-Emissionen als das A und O.

Sie prophezeiten auch, dass El Niños in Zukunft das vorherrschende ENSO-Muster sein werden.

Diese Schwindler ignorieren die Sonne, die Ozeane und die Vulkane und schieben stattdessen jeden anomalen Windwirbel, jeden Regensturm, jede Dürre und sogar jeden zusätzlichen Zentimeter Schnee auf den menschlichen Wohlstand – denn, Sie wissen schon, die Wissenschaft…

„Sobald wir den wahren Netto-Nullpunkt erreicht haben … werden die Temperaturen fast sofort aufhören zu steigen“, sagt der Wahrsager Al Gore. „Und wenn wir bei Netto-Null bleiben, wird die Hälfte der vom Menschen verursachten Treibhausgas-Verschmutzung in nur 25 bis 30 Jahren aus der Atmosphäre verschwunden sein.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-may-snow-hits-the-sierra-nevada?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE