Alpengletscher: Spielverderber der CO₂-Klimahypothese

Fred F. Mueller

Das vom Menschen durch Verbrennen fossiler Rohstoffe in die Atmosphäre eingebrachte CO wird von der heutigen Klimawissenschaft als „Treibhausgas“ zum entscheidenden Faktor einer drohenden Klimakatastrophe erklärt. Noch nie habe es eine so schnelle Erhöhung der Temperaturen auf der Erde gegeben wie heutzutage. Sozusagen als Kronzeugen dieser Argumentation werden gerne die Alpengletscher herangezogen. Dieses „ewige“ Eis soll durch den Klimawandel existenziell bedroht sein. In Funk, Fernsehen und der gedruckten Presse wird das „Sterben“ der Gletscher betrauert. Um dies zu verhindern, müsse man die Hochzivilisation, der wir heute ein vergleichsweise gesundes und sorgenarmes Leben verdanken, abwracken: Weg mit Kohle, Erdöl, Gas und Kernenergie, weg mit Auto, Stahl, Aluminium, Beton….und damit auch weg mit moderner Medizin.

Bild 1. Der große Aletschgletscher – hier vom Jungfraujoch aus gesehen – wird ebenso wie viele andere Gletscher der Alpen zum „Kronzeugen“ des CO₂-bedingten Klimawandels hochstilisiert (Foto: Privat)

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die vom Menschen in die Atmosphäre eingebrachten CO₂-Emissionen das Klima durch einen „Treibhauseffekt“ erwärmen. Dieser Treibhauseffekt soll unsere Existenz gefährden Diese These wird von ihrem Ableger „Intergovernmental Panel on Climate Change“ IPCC als unumstößliche wissenschaftliche Wahrheit verbreitet. Entsprechende Behauptungen werden in unzähligen wissenschaftlichen und journalistischen Texten ständig wiederholt. Dabei wird besonders betont, dass es zwingend sei, „das CO2 als den wichtigsten Kontrollknopf für das Klima anzuerkennen1).

Inzwischen haben clevere Vertreter der „grünen“ Klimabewegung dafür gesorgt, dass diese Ansicht selbst in höchstrichterlichen Urteilen unter anderem des deutschen Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) als quasi unumstößliche Wahrheit verankert wurde.

Bild 2. Durch das sogenannte „Klimaurteil“ des Bundesverfassungsgerichts 2) wird die zentrale IPCC-These zur angeblichen Klimaschädlichkeit des CO₂ zur quasi unumstößlichen Wahrheit mit Verfassungsrang erhoben (Grafik: Autor)

Seit diesem Urteil befindet sich Deutschland auf einer Einbahnstraße in den wirtschaftlichen und sozialen Abgrund, weil seitdem alle Regierungen gezwungen sind, den CO₂-Ausstoß bis 2045 auf Null zu reduzieren 3), egal was für Auswirkungen dies auf die eigene Volkswirtschaft und das Wohlergehen der Bevölkerung hat. Die aktuelle Ampel-Regierung macht sich sogar bereits daran, künftigen Regierungen die Möglichkeit zu nehmen, diesen Kurs nochmals zu revidieren. Ein vom FDP-Minister Buschmann derzeit vorbereitetes Gesetz soll angeblich „das Verfassungsgericht vor undemokratischen Nachfolgeregierungen schützen“. In Wirklichkeit soll dadurch verhindert werden, dass selbst demokratische Mehrheiten dieses Urteil und die daraus folgenden Vorschriften wieder aufheben können. Sogar wenn Deutschland dadurch ins Elend stürzt. Merz und seine CDU haben dazu bereits ihre Unterstützung signalisiert.

Natürliche“ CO₂-Gehalte der Vergangenheit

Doch wie sieht es in Wahrheit mit der lauthals verkündeten „Klimawirksamkeit“ des CO₂ aus? Laut aktuellem Stand der Klimawissenschaften 4) lag der CO₂-Gehalt der Atmosphäre in den letzten mehr als 800.000 Jahren stets unterhalb von 300 ppm. Zeitweilig näherte er sich bereits der Grenze von 170 ppm, unterhalb der manche Pflanzen nicht mehr überleben 5) können. Schauen wir uns einfach mal die „Gesundheit“ der alpinen Gletscher in der Zeit von vor etwa 120.000 Jahren bis heute an. In dieser Zeit schwankte der CO₂- Gehalt in einem engen Bereich zwischen 180 und 285 ppm, Bild 3.

Bild 3. Der von der offiziellen Klimawissenschaft ermittelte Verlauf des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre in den letzten 120.000 Jahren. Erst ganz am Ende der steile Anstieg zu den heutigen Werten, der in den Alpen ein „Gletschersterben“ verursachen soll (Grafik: Autor, mit Daten von Our World in Data 6))

Bild 3. Der von der offiziellen Klimawissenschaft ermittelte Verlauf des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre in den letzten 120.000 Jahren. Erst ganz am Ende der steile Anstieg zu den heutigen Werten, der in den Alpen ein „Gletschersterben“ verursachen soll (Grafik: Autor, mit Daten von Our World in Data 6))

Der in Bild 3 dargestellte Verlauf des CO₂ entspricht dem vom IPCC so bezeichneten „stabilen vorindustriellen Zustand“, auf den sich auch das Bundesverfassungsgericht in seinem „Klimaurteil“ bezieht. Angesichts der Tatsache, dass „die Klimawissenschaft“ den CO₂ -Gehalt der Atmosphäre als den „entscheidenden Stellknopf für das Klima“ bezeichnet, hätten die Alpen vor Beginn nennenswerter menschlicher CO₂-Emissionen eine stabile klimatische Entwicklung und eine entsprechend stabile Gletscherbedeckung aufweisen müssen.

Wenn die Gletscher zu Klima-Kronzeugen werden

Zum Glück gibt es eine sehr umfangreiche Studie über die Entwicklung der Alpengletscher 7), in der ihre Ausdehnung und ihre Masse anhand von aufwendigen Simulationsmodellen ermittelt worden. Auf Youtube findet sich ein entsprechender Kurzfilm von ca. 2 min Dauer 8), der die Entwicklung der letzten 120.000 Jahre grafisch zusammenfasst. Trotz aller Vorbehalte gegenüber solch aufwendigen Simulationen bleibt festzuhalten, dass bei der Erstellung umfassende geologische und paläogeologische Untersuchungen über den gesamten Alpenraum als „Leitplanken“ für die Stabilität der verwendeten Modelle herangezogen wurden. Das gilt auch für den Grad der Übereinstimmung des Endes des Simulationslaufs mit dem derzeit bekannten Zustand der Alpengletscher. Nachfolgend einige Standbilder aus diesem Video.

Bild 4. Die heutige Vergletscherung der Alpen. Nennenswerte Gletscherbedeckungen sind bei diesem Maßstab lediglich im Umfeld des Mont Blanc sowie der Berner Alpen zu erkennen. Am unteren Bildrand sind in Schwarz die Temperaturunterschiede zum heutigen Niveau (linke Skalenachse) sowie auf der rechten Skala das Eisvolumen in cm Meeresspiegel-Äquivalent zu erkennen (Screenshot aus https://www.youtube.com/watch?v=TXzExbdHuDM)

Bild 5. Die Eisbedeckung der Alpen vor rund 120.000 Jahren, zur Mitte der Eem-Warmzeit (Screenshot aus https://www.youtube.com/watch?v=TXzExbdHuDM)

Der Vergleich der Bilder 4 und 5 zeigt, dass die Eisbedeckung des Alpenraums vor rund 120.000 Jahren noch erheblich geringer war als heute. Diese Tatsache relativiert die heutzutage von den Verbreitern der CO₂-Klimapanik so gern verwendeten Begriffe „ewiges Eis“ und „Sterben der Gletscher“. Damals herrschte weltweit die Eem-Warmzeit 9), eine der periodischen warmen Unterbrechungen der seit ca. 2,7 Millionen herrschenden Eiszeiten. Sie begann vor rund 126.000 Jahren und dauerte etwa 11.000 Jahre. Die Temperatur in Europa lag damals mehrere Grad über der vorindustriell (bis etwa 1850) bestehenden Mitteltemperatur. Während der gesamten Eem-Zeit schwankte der CO₂-Gehalt der Atmosphäre lediglich in einer engen Spanne zwischen 275 und 286 ppm. Von CO₂ als angeblich wichtigstem Kontrollknopf für das Klima ist also im Zusammenhang mit der Eem-Warmzeit und der folgenden Kaltzeit nichts zu erkennen.

Die Springprozession des Eises

Die letzte Kaltzeit verlief alles andere als einheitlich, ganz im Gegenteil. Sowohl die Temperaturen als auch das Eisvolumen schwankten in weiten Grenzen, während die Eismassen mehrfach enorme Landmassen auch außerhalb des eigentlichen Gebirgsbereichs unter sich begruben und wieder freigaben. Die folgenden Bilder vermitteln einen Eindruck von den teils extremen Vorstößen und Rückzügen der Alpengletscher. Am wechselnden Verlauf der Küstenlinie der Adria ist zu erkennen, dass im gleichen Zeitraum auch der Meeresspiegel erheblich schwankte.

Bild 6. Eisbedeckung der Alpen zu Beginn der letzten Kaltzeit vor 108.760 Jahren. Die Temperaturen waren im Vergleich zu heute bereits um volle 10 °C gefallen und der heutige Alpenraum wäre komplett unbewohnbar (Screenshot aus https://www.youtube.com/watch?v=TXzExbdHuDM)

Bild 7. Die Kaltzeit verlief mit teils extremen Ausschlägen in beide Richtungen. Wie das obere Teilbild zeigt, war die Eisbedeckung rund 25.000 Jahre nach Beginn (Bild 6) erheblich zurückgegangen, und die Temperatur gegenüber dem vorigen Stadium um 6 °C angestiegen. 17.000 Jahre später erstickte die Alpenregion unter einem gigantischen Eispanzer, und die Temperatur lag 13 °C unter dem heutigen Niveau. Die nördliche Adria war wegen des fallenden Meeresspiegels fast von der Karte verschwunden. (Screenshots aus https://www.youtube.com/watch?v=TXzExbdHuDM)

Bild 8. Nach weiteren extremen Schwankungen stießen die Eismassen am Höhepunkt der Kaltzeit vor etwa 24.500 Jahren nochmals weit in alle Richtungen vor. Im Norden rückten sie bis nahe an München heran, und die heutigen Standorte von Zürich, Bern und Genf verschwanden unter massiven Eisfeldern. Die Temperaturen lagen 12 °C unter dem heutigen Niveau, die Adria ist nur noch am unteren rechten Bildrand zu erahnen. (Screenshot aus https://www.youtube.com/watch?v=TXzExbdHuDM)

Bild 9. Auch das Ende der Kaltzeit verlief alles andere als gleichmäßig. Nach einem bereits recht weitgehenden Abschmelzen der Gletscher um das Jahr 14.240 herum mit vergleichsweise milden Temperaturen (oberes Bild) dehnten sich die Gletscher vor rund 12.500 Jahren nochmals erheblich aus, die Temperaturen sanken erneut um 7 °C unter das heutige Niveau (Screenshot aus https://www.youtube.com/watch?v=TXzExbdHuDM)

Bild 10. Die gemeinsame Darstellung von atmosphärischem CO2-Gehalt und Temperaturverlauf im Verlauf der letzten Eiszeit zeigt, dass die Korrelation zwischen den beiden Größen eher schwach ausgeprägt zu sein scheint. Vor allem der explosive Anstieg der roten Kurve ganz am Ende weckt Zweifel. Der Verlauf der CO₂-Konzentration mit der Temperatur kann zwanglos auf Ausgasungen bzw. Absorption aufgrund höherer bzw. geringerer Löslichkeit im Meer aufgrund des Henry-Gesetzes zurückgeführt werden. Ein industrieller Einfluss kann (bis auf die letzten ca. 150 Jahre) ausgeschlossen werden. (Grafik: Autor + Screenshot aus https://www.youtube.com/watch?v=TXzExbdHuDM)

Bild 11. Eine genauere Betrachtung des Zeitraums der letzten ca. 10.250 Jahre – also lange nach Ende der letzten Kaltzeit und bis zum Beginn des Industriezeitalters (Grafik: Autor + Screenshot aus https://www.youtube.com/watch?v=TXzExbdHuDM)

Auf Bild 11 ist zu erkennen, dass die mittleren Temperaturen nach dem Ende der letzten Kaltzeit und vor Beginn des Industriezeitalters erheblich schwankten. Die Spanne lag zwischen -4 und +3 °C im Vergleich zur heutigen Zeit. Die CO₂-Gehalte variierten in diesem Zeitraum dagegen nur in einer äußerst engen Spanne zwischen 258 und 285 ppm. Das passt mit dem heute sogar höchstrichterlich verkündeten Zusammenhang zwischen CO₂ und Temperatur nicht so recht zusammen. Zum Vergleich hier nochmals eine Passage aus den Ausführungen im Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts:

„Bis zu welcher Höhe und mit welcher Geschwindigkeit die Temperatur weiter ansteigt, hängt vom Anteil der Treibhausgase in der Atmosphäre und damit maßgeblich vom Umfang der anthropogen emittierten Treibhausgase ab, insbesondere vom CO₂-Ausstoß (IPCC, a.a.O., S. 17 f., 26). Denn zwischen der Gesamtmenge an emittierten klimawirksamen Treibhausgasen und dem Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur besteht eine annähernd lineare Beziehung (SRU, Demokratisch regieren in ökologischen Grenzen ‒ Zur Legitimation von Umweltpolitik, Sondergutachten, 2019, S. 36)“.(Hervorhebungen vom Autor hinzugefügt).

Die CO₂-Treibhausgashypothese wird von der Vergangenheit der Alpengletscher nicht bestätigt

Die Klimawissenschaft behauptet, dass es einen annähernd linearen Zusammenhang zwischen dem durch anthropogene Emission von Treibhausgasen beeinflussten CO2-Gehalt der Atmosphäre und den Temperaturen auf der Erdoberfläche gibt. Die detaillierte Untersuchung des Verlaufs der letzten Kaltzeit bezüglich Temperaturen und Eisbedeckung der Alpen mithilfe aufwendiger Simulationsrechnungen liefert hierfür keine Beweise. Die vergleichsweise geringfügigen Änderungen der CO₂-Gehalte in der Atmosphäre sind aller Wahrscheinlichkeit nach auf temperaturbedingte Änderungen der Löslichkeit des Gases in den Ozeanen (Henry-Gesetz) zurückzuführen sein.

Ähnliches gilt auch für den Zeitraum der aktuellen Warmzeit im Verlauf der letzten ca. 10.500 Jahre. Bei vergleichsweise stabilen CO₂-Gehalten schwankten die Temperaturen in einer Spanne von -4 bis +3 °C. Die Alpengletscher sind somit eher Kronzeugen dafür, dass sich die CO₂-Treibhausgashypothese auf ziemlich dünnem Eis bewegt. Was auch immer unser Klima bestimmen mag: Das CO₂ kann es mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht sein!

Quellen:

  1. https://www.worldscientific.com/doi/10.1142/9789813148796_fmatter

  2. https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/03/rs20210324_1bvr265618.html

  3. https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte/klimaschutz/klimaschutzgesetz-2021-1913672

  4. https://ourworldindata.org/grapher/co2-long-term-concentration?tab=table

  5. Plant responses to low [CO₂] of the past – Gerhart – 2010 – New Phytologist – Wiley Online Library

  6. https://ourworldindata.org/grapher/co2-long-term-concentration?tab=table

  7. https://www.researchgate.net/publication/345763014_Modelling_last_glacial_cycle_ice_dynamics_in_the_Alps

  8. https://www.youtube.com/watch?v=TXzExbdHuDM

  9. https://de.wikipedia.org/wiki/Eem-Warmzeit




Lektionen von Mutter Sonne

Wer glaubt, die Sonne wäre eine unveränderliche Quelle von Licht und Wärme, die uns über die Jahrmillionen immer gleichbleibend mit Energie versorgt, wer glaubt, daß jegliche Veränderung von Temperatur oder Klima auf Erden nur durch den Menschen verursacht sein kann, der bekommt alle elf Jahre eine Lektion erteilt. Vor ein paar Tagen war es wieder so weit.

von Hans Hofmann-Reinecke

Viele Kinder

Für jedes kleine Kind ist es ein Trauma, wenn es erfahren muß, daß die Mutter nicht ausschließlich für es da ist. Auch Mutter Sonne hat viele Kinder, die Planeten, und die Erde ist nur eines davon. Und nicht nur das, Mutter Sonne führt auch ein Eigenleben, und, falls Sie es noch nicht wissen sollten, sie hat ihre Perioden. Alle elf Jahre verändert sich ihr hormonelles Gefüge, sie bekommt Flecken im Gesicht, sogenannte Sonnenflecken, und ihre Ausstrahlung schwankt gewaltig.

Bei der Gelegenheit stellt sie auch ihr Magnetfeld auf den Kopf und sie wirft alles, was ihr in die Quere kommt, mit voller Wucht in den Weltraum hinaus, ohne darauf zu achten, welches ihrer Kinder etwas davon abbekommt. Sie schleudert das Zeug mit 300 – 3.000 km/sec um sich, das ist verdammt schnell. Die gute Nachricht ist, dass sie nur mit Protonen und Elektronen um sich wirft, das sind so etwa die kleinsten Projektile, die man sich vorstellen kann. Und nicht nur das, wie der Zufall es will, ist unser Planet mit einer Art schußsicherer Weste ausgestattet.

Die Erde hat ein Magnetfeld, dessen Kraftlinien zwischen Nord- und Südpol so ähnlich verlaufen, wie bei dem Stabmagneten aus dem Physikunterricht. Und wie es die Physik nun will, laufen die Protonen und Elektronen wegen ihrer elektrischen Ladung am liebsten parallel zu diesen Linien. Und diese Linien laufen ihrerseits bei Arktis und Antarktis in die Erde hinein. Zu diesen Regionen hin also werden die schnellen Teilchen kanalisiert. So in 200-300 km über der Erdoberfläche treffen die schnellen Teilchen dann auf vereinzelte Moleküle der obersten Atmosphäre, die da oben zwar sehr spärlich, aber dennoch vorhanden sind.

Leucht-Buchstaben im Himmel

Bei so einem Zusammentreffen bringen die Projektile die Elektronenhülle der Luft-Moleküle durcheinander, welche dann auf dem Rückweg in die für sie vorgesehene Ruheposition Licht aussendet. Die Sticksoff-Moleküle leuchten dabei blau-grün, die von Sauerstoff rötlich. Das ist der gleiche Vorgang wie bei den guten alten „Leucht-Buchstaben“.

Auf seinem Weg Richtung Erde kann ein Teilchen mehrere Moleküle beglücken, dabei wird es langsamer bis es schließlich seine Energie verpulvert hat. Auch die Moleküle werden Richtung Erde häufiger, so daß das Leuchten zunimmt und schließlich in einem hellen Saum endet, wie bei einer Gardine.

Jetzt im Mai 2024 hat Mutter Sonne diese Teilchen besonders kraftvoll um sich geschleudert, sodass man die leuchtenden Gardinen nicht nur in Lappland oder Feuerland zu sehen bekam, sondern auch in den zivilisierten Gegenden des Planeten. Ich hatte einmal, vermutlich 1991, also vor drei Zyklen, das Privileg nachts auf dem Flug von Los Angeles nach Deutschland vom Cockpit einer Boeing 747 so ein Schauspiel zu beobachten. Über Grönland flog man durch diese Orgie von Licht und Farben, und ohne künstlichen Horizont hätte auch die Crew nicht mehr gewußt, wo oben und unten ist.

Vital Statistics von Mutter Erde

Für die, die es genau wissen wollen, hier noch ein paar persönliche Daten von Mutter Sonne: Ihr Durchmesser ist etwa das Hundertfache des Erddurchmessers, ihre Masse ist das 330.000 fache! Zu drei Vierteln besteht sie aus Wasserstoff, der Rest ist Helium. In ihrem Zentrum herrschen etwa 15 Millionen Grad und die Dichte wird auf 150 mal die Dichte von Wasser geschätzt. Das sind genau die idealen Bedingungen, um die Forscher und Ingenieure hier auf Erden so verzweifelt ringen, mit dem Ziel, die kontrollierte Kernfusion zu realisieren. Im Inneren der Sonne passiert das ganz spontan. Hin zur Oberfläche sinkt die Temperatur dann allerdings auf angenehme 5.500°C.

Wird das immer so bleiben? Keineswegs. In rund fünf Milliarden Jahren wird sich die freundliche Sonne in einen bösen „Roten Riesen“ verwandeln, der sich über alle Massen ausdehnt und dann auch unseren Planeten mit seinen unendlich heißen Gasen verschlingt. Da wird dann auch die bislang so erfolgreiche Klimapolitik der Bundesregierung an ihre Grenzen stoßen. In dem Zusammenhang wird kolportiert, dass nach einem Vortrag zu diesem Thema, als der Referent besagte fünf Milliarden Jahre in den Raum gestellt hatte, eine bekannte deutsche Politikerin bemerkte:

„Jetzt bin ich aber beruhigt. Für einen Moment dachte ich schon, sie würden sagen fünf Millionen Jahre.“

So langfristig denkt man in unserer Regierung also.

Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors Think-Again. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.




Woher kommt der Strom? Im Urlaub deckt Photovoltaik den Strombedarf

18. Analysewoche 2024 von Rüdiger Stobbe

Es war eine Woche mit einem Feiertag und viel schönem Wetter. Der 1. Mai war ein strahlender Frühlingstag. Der PV-Stromanteil lag um 12:00 und 13:00 Uhr jeweils über 40 GW. Hinzu kam ein laues Lüftchen von nicht mal 10 GW. Die Geschäfte hatten geschlossen, die Menschen strömten ins Freie. Der Bedarf an Strom war entsprechend gering. Um 12:00 Uhr lag er bei 43,3 GW, um 13:00 Uhr waren es 41,8 GW. Da reichte fast schon die Stromerzeugung per Photovoltaik, um den Strombedarf zu decken. Es kam allerdings noch der Strom der weiteren regenerativen Energieträger hinzu. Und selbstverständlich der mittels großer Generatoren konventionell erzeugte Netzstabilisierungsstrom: So sah die bundesdeutsche Stromerzeugung am 1. Mai aus. Wie entwickelte sich der Strompreis? Negativ! Von 9:00 bis 10:00 Uhr betrug er 0€/MWh; ab 10:00 Uhr rutschte der Preis in den negativen Bereich. Die Preis-Tiefpunkte wurden mit jeweils minus 120€/MWh um 13:00 und 14:00 Uhr erreicht. Um 13:00 Uhr betrug der Exportsaldo 12,34 GWh. Die Länder, die Deutschland in dieser Stunde den überschüssigen Strom abnahmen, bekamen diesen nicht nur geschenkt. Insgesamt wurden ihnen noch gut 148 Millionen € als „Abnahmebonus“ mitgegeben. In der Stunde darauf sah es ähnlich aus. Mit den Werten dieses Charts können Sie den Gesamtbetrag ausrechnen, den der deutsche Stromkunde den Stromabnehmern im benachbarten Ausland zahlen musste. Es dürfte über einer halben Milliarde € für acht Stunden Stromexport am 1. Mai 2024 liegen. Immerhin erhielten die regenerativen Stromerzeuger keine Vergütung. Die Stromerzeugung zwecks Netzstabilisierung wird den konventionellen Stromproduzenten als Systemdienstleistung abgegolten. Die selbstverständlich auch der Stromkunde bezahlt.

Die übrige Woche war insgesamt von einer höchst volatilen Stromerzeugung im regenerativen Bereich gekennzeichnet. Entsprechenden Schwankungen fiel die konventionelle Ergänzungserzeugung aus. Dennoch: Es reichte nicht aus, um den Bedarf zu decken. Hohe Stromimporte waren gewollt notwendig. Was den Preis immer wieder in Spitzenbereiche (Dreimal über 100€/MWh) führte. Genau das ist der Grund, weswegen die konventionellen Erzeuger die Eigenproduktion nicht weiter hochfahren. Die Importstrompreise werden allen Stromproduzenten gezahlt. Wird kein Strom importiert, sinken die Preise, sehr oft in Richtung 0€/MWh. Oder, wie am 1. Mai, sogar in den negativen Bereich. Die Gesamtstromerzeugung inkl. Importstrom der 18. Analysewoche. Warum gibt es Lücken zum Bedarf?

Wochenüberblick

Montag, 29.4.2024 bis Sonntag, 5.5.2024Anteil Wind- und PV-Strom 58,5 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 73,4 Prozent, davon Windstrom 31,8 Prozent, PV-Strom 26,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,0 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 18. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 18. KW 2024: Factsheet KW 18/2024 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

  • NEU: Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
  • Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
  • Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel.
  • Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
  • Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit immer mehr!

Jahresüberblick 2024 bis zum 5. Mai 2024

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 29.4.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 49,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,2 Prozent, davon Windstrom 18,3 Prozent, PV-Strom 31,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,7 Prozent.

Kaum Windstrom, reichlich PV-Strom, ganztägiger Stromimport. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. April ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.4.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Dienstag, 30.4.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 55,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 70,6 Prozent, davon Windstrom 24,3 Prozent, PV-Strom 31,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,7 Prozent.

Die regenerative Stromerzeugung kratzt am Bedarf. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. April ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 30.4. 2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Mittwoch, 1.5.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 68,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 82,4 Prozent, davon Windstrom 38,0 Prozent, PV-Strom 30,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,7 Prozent.

  1. Mai: Viel PV-Strom, wenig Bedarf:  Acht Stunden negative Preise

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. Mai 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.5.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 2.5.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 69,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 81,4 Prozent, davon Windstrom 46,1 Prozent, PV-Strom 23,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,9 Prozent.

Weniger PV-Strom, mehr Windstrom. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 2.5.2024: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 3.5. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 54,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 69,6 Prozent, davon Windstrom 38,5 Prozent, PV-Strom 15,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,2 Prozent.

Die Windstrom- und PV-Stromerzeugung nehmen ab. Ganztägiger Stromimport bringt ein hohes Preisniveau.  Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 3.5..2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag, 4.5. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 43,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,2 Prozent, davon Windstrom 11,8 Prozent, PV-Strom 32,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 19,5 Prozent.

PV-Stromerzeugung zieht wieder an. Windstrom wird kaum noch erzeugt. Ganztägige Stromimporte. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. Mai ab 2016.

Daten, Tabellen & Prognosen zum 4.5.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 5.5.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 60,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 76,8 Prozent, davon Windstrom 37,8 Prozent, PV-Strom 23,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,9 Prozent.

Wenig Strombedarf, mittlere PV-Stromerzeugung plus reichlich Windstrom: Über die Mittagsspitze ist kein Stromimport notwendig. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 5.5.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

PKW-Neuzulassungen April 2024: Nur reine Elektro-Autos stagnieren

von Peter Hager

Die Erholung auf dem deutschen Neuwagenmarkt setzte sich auch im April fort: 243.102 neu zugelassene PKW bedeuten ein Plus von 19,8 % zum Vorjahresmonat.

Bis auf die reinen Elektro-PKWs (BEV) hatten alle Antriebsarten einen deutlichen Zuwachs zu verzeichnen.

So lag auch im April der Anteil der PKW-Neuzulassungen mit Verbrennungsmotor (Benzin- oder Dieselantrieb sowie Hybrid ohne Plug-In) wieder über 80 Prozent.

Antriebsarten

Benzin: 90.729 (+ 18,6 % ggü. 04/2023 / Zulassungsanteil: 37,3 %)

Diesel: 46.317 (+ 28,2 % ggü. 04/2023 / Zulassungsanteil: 19,1 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 60.047 ( + 25,9 %  ggü. 04/2023 / Zulassungsanteil: 24,7 %)

darunter mit Benzinmotor: 44.263
darunter mit Dieselmotor: 15.784

Plug-in-Hybrid: 15.135 (+ 28,4 % ggü. 04/2023 / Zulassungsanteil: 6,2 %)
darunter mit Benzinmotor: 13.626
darunter mit Dieselmotor: 1.509

Elektro (BEV): 29.668 (- 0,2 % ggü. 04/2023 / Zulassungsanteil: 12,2 %)

Quelle

Elektro-PKW (BEV)

Top 10 nach Herstellern (01-04/24: 111.005 – zum Vergleich: 01-04/2023: 124.476)

Tesla: 13,2%
VW: 13,2%
BMW: 10,4%
Mercedes: 9,8%
Audi: 7,1%
Smart: 4,9%
Skoda: 4,9%
Hyundai: 4,8%
Volvo: 4,4%
MG Roewe: 3,6%

Zum Vergleich BYD aus China: 0,5% mit 576 PKW

Top 10 nach Modellen in 04/2024 (29.668):

VW ID 4/5 (SUV): 3.234
VW ID 3 (Kompaktklasse): 1.992
Skoda Enyaq (SUV): 1.469
Audi Q4 (SUV): 1.184
BMW X1 (SUV): 1.142
Tesla Model Y (SUV): 1.102
Volvo EX30 (SUV): 1.064
Mercedes GLA (SUV): 969
BMW 4er (Mittelklasse): 891
Smart 1 (SUV): 789

Zum Vergleich BYD aus China – Atto 366 PKW

Das Ziel von 15 Millionen E-Autos bis 2030 ist ausgeträumt

Betrug das Wachstum bei den Neuzulassungen im Jahr 2022 noch 32,2 % gegenüber dem Jahr 2021, so schwächte es sich im Jahr 2023 auf 11,4 % ab. In der ersten vier Monaten des Jahres 2024 ist es gegenüber 2023 mit -10,8 % sogar negativ.

Selbst die deutsche Energieagentur (DENA) warnt in ihrem Monitoringbericht für das Jahr 2023, dass das 15-Millionen-Ziel bei einem Wachstum wie im Jahr 2023 mit rund 7 Millionen PKW deutlich verfehlt wird.

Dennoch gilt nach wie vor das Prinzip Hoffnung: So hofft man auf steigende CO-Preise sowie eine Reduzierung der Flottengrenzwerte in der EU ab 2025 und hofft auf preislich attraktive Modelle in den unteren Klassen (bei den PKW-Neuzulassungen im April dominierten in den Top 10 die SUV-PKW deutlich).

Quelle 

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.




Es ist ein Kult

Angst kann irrationale Dinge mit einem Menschen anstellen. Der Klimawissenschaftler Bill McGuire forderte kürzlich die „Dezimierung der menschlichen Bevölkerung“, weil der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre etwas steigt…

Nach einer Gegenreaktion im Internet (nur bei X, die Medien haben das nie aufgegriffen), ruderte der Professor zurück und schrieb, dass er die Idee einer „Dezimierung der menschlichen Bevölkerung durch eine Pandemie mit einer sehr hohen Sterblichkeitsrate“ nicht wirklich befürwortet habe, sondern dass ein „großer wirtschaftlicher Schock“ nötig sei, um die Emissionen zu reduzieren:

Ein „großer wirtschaftlicher Schock“ würde zehn, wenn nicht Hunderte von Millionen Menschen auf der ganzen Welt töten. McGuire kann die Geschichte nicht studiert haben. Und wahrscheinlich glaubt er wie alle Alarmisten, dass 30 Jahre ausreichen, um daraus klimatische Schlussfolgerungen zu ziehen.

Aber „beim Klimawandel geht es um Zeitskalen“, schreibt Dr. Matthew Wielicki:

Den Klima-Kultisten wurden schon viele Mythen vorgegaukelt, aber dass der Planet überbevölkert ist (womit die stark sinkende Geburtenrate geleugnet wird), ist der übelste Schwindel von allen. Die einzige Lösung ist eine Ausmerzung der Menschen, wie sie der Professor vorschlägt, insbesondere angesichts der auferlegten zeitlichen Begrenzung von 66 Monaten!?

McGuire ist auch der Meinung, dass die Grenzen zwischen Klima-„Wissenschaft“ und Klima-„Aktivismus“ verwischt werden sollten, dass sie angesichts der existenziellen Bedrohung ein und dasselbe sind. Er ist nicht einverstanden mit dem jüngsten Nature-Leitartikel von Ulf Büntgen, der wie folgt beginnt „Ich bin besorgt darüber, dass Klimawissenschaftler zu Klimaaktivisten werden, denn Wissenschaftler sollten nicht von vornherein ein Interesse am Ergebnis ihrer Studien haben.“ McGuire bezeichnet diese scheinbar vernünftige Aussage als „kompletten, völligen und gefährlichen Unsinn“ und fügt hinzu, dass wir „auf dem besten Weg sind, unseren Kindern und deren Kindern einen Planeten zu hinterlassen, der sich bis zur Unkenntlichkeit zum Schlechten verändert hat.“

Das ist der Kampf, den wir Realisten führen. Die Doktrin der Sekte besagt, dass die Welt untergeht, was für ein Mitglied bedeutet, dass ALLE Maßnahmen auf dem Tisch liegen – von trivialen Handlungen wie dem Werfen von Farbe auf eine Statue bis hin zu unheilvollen Aufrufen zur Tötung von Menschen; von schwachsinnigen Verkehrsbehinderungen bis hin zu ruinösen politischen Entscheidungen, welche die nationale Energiesicherheit durch die Einführung von unzuverlässigen Wind- und Solarenergieanlagen schwächen.

Wie in der Literatur zu lesen ist, zeichnen sich Sekten häufig durch folgende Merkmale aus:

1) Absoluter Autoritarismus ohne Rechenschaftspflicht

2) Null Toleranz gegenüber Kritik oder Fragen

3) Fehlen einer aussagekräftigen finanziellen Offenlegung des Budgets

4) Unbegründete Ängste vor der Außenwelt, die oft mit bösen Verschwörungen und Verfolgungen einhergehen

5) Der Glaube, dass ehemalige Anhänger immer im Unrecht sind, wenn sie die Organisation verlassen, und dass es nie einen legitimen Grund für andere gibt, die Organisation zu verlassen

6) Anhänger haben das Gefühl, nie „gut genug“ sein zu können.

Ich denke, dass der Klima-Kult alle oben genannten Punkte erfüllt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-mid-may-snow-hits-turkey-slovakias?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Klima-Ideologie ignoriert die Wissenschaft und bedroht die Menschheit

Dr. Lee Gerhard

Klimawissenschaftler würden weniger wahrscheinlich düstere Warnungen vor dem Untergang des Planeten aussprechen, wenn sie der geologischen Geschichte der letzten Millionen Jahre mehr Glauben schenken würden. Stattdessen verlassen sie sich auf Computermodelle, die von den Vorurteilen ihrer Manipulatoren beeinflusst werden und nicht in der Lage sind, die zahllosen Faktoren zu berücksichtigen, welche die globalen Temperaturen beeinflussen.

Eine winzige Erwärmung in jüngster Zeit, was auch immer die Ursache sein mag, ist ein unbedeutendes Phänomen angesichts der langen Aufzeichnungen in den Eiskernen der Antarktis, die 800.000 Jahre zurückreichen. Unterm Strich ist die Erde um fast 3 Grad Celsius kälter als vor 3.000 Jahren und erholt sich gerade von der längsten Kälteperiode der letzten 10.000 Jahre. Schreiende Schlagzeilen über die Rekordhitzewellen der letzten hundert Jahre sind sinnloses, hysterisches Geschwätz.

Ein tieferes Eintauchen in die geologische Geschichte – teilweise auf der Grundlage von Aufzeichnungen, die über Millionen von Jahren in Tiefsee-Sedimenten gespeichert worden sind – zeigt, dass die heutigen Kohlendioxid-Konzentrationen von 420 Teilen pro Million (ppm) ein Bruchteil der früheren Werte sind, die 5.000 ppm und mehr erreichten. Der CO₂-Gehalt ist fast auf dem niedrigsten Stand seit Beginn des pflanzlichen Lebens vor vielen Millionen Jahren und liegt weit unter der optimalen Menge für die Gesundheit der meisten Pflanzen.

Tatsächlich ist die 280-ppm-Konzentration von Mitte des 19. Jahrhunderts unangenehm nahe an dem Punkt, an dem pflanzliches Leben stirbt – unter 150 ppm. Angesichts der Tatsache, dass alles Leben von ausreichenden Mengen dieses Gases abhängt, sind Vorschläge zur Verringerung des atmosphärischen Kohlendioxids nichts weniger als töricht.

Jeder globale Anstieg des Kohlendioxids wird sich positiv auswirken und fast keinen Einfluss auf die künftigen Temperaturen haben. Im Gegensatz dazu wird in der „Bibel“ der menschlichen Geschichte und des Klimawandels gezeigt, die von dem verstorbenen Professor Hubert Lamb an der University of East Anglia zusammengestellt wurde, dass Kälte tödlich ist.

Während der kleinen Eiszeit überstieg in Teilen Englands die „jährliche Zahl der Beerdigungen die der Geburten von den 1660er Jahren bis etwa 1730“, berichtet Lamb.

Warum verteufeln dann so viele die fossilen Brennstoffe? Der durch Kohle, Erdöl und Erdgas ermöglichte Wohlstand hat zahlreichen Forschern die Muße – und die finanziellen Mittel – verschafft, sich mit dem Klimawandel zu befassen, anstatt um das Überleben zu kämpfen. Die globale Gesellschaft ist für ihr Überleben absolut abhängig von billiger und reichlich vorhandener Energie. Warum sollten einige fordern, dass sich die Zivilisation von nützlichen Energiequellen zurückzieht, um Massenhunger, Armut und Pferdekutschen zurückzubringen?

Von einer utopischen Welt zu träumen ist vielleicht bewundernswert, aber der Gesellschaft durch Unkenntnis der Wissenschaft Leid zuzufügen, ist erbärmlich.

Der Menschheit wird wertvolles Wissen vorenthalten, wenn so viele die Ideologie und Panikmache der Klimaalarmisten der akribischen Forschung herausragender Wissenschaftler vorziehen wie Dr. Richard Alley, Professor für Geowissenschaften an der Pennsylvania State University, der Pionierarbeit bei der Untersuchung von Eisbohrkernen geleistet hat, und Dr. Richard Lindzen, emeritierter Professor für Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology, der die unglaubliche Komplexität der Atmosphärenphysik erforscht hat. Wir könnten ohne weiteres Dutzende von ähnlich qualifizierten Personen nennen, die außerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft weitgehend unbekannt sind.

Die Öffentlichkeit wird vor empirischen Daten „geschützt“, und zwar durch die Zensur der legalen und sozialen Medien, die eifrig die angebliche Notwendigkeit verkünden, die globale Erwärmung auf 1,5 oder 2,0 Grad Celsius zu begrenzen – künstliche Konstrukte ohne jede wissenschaftliche Grundlage.

Wir leiden also unter den Folgen ungerechtfertigter regulatorischer Eingriffe in unser tägliches Leben, seien es Beschränkungen für Heizungen, Klimaanlagen, Geschirrspüler und Herde oder der höhere Preis und die geringere Verfügbarkeit von Strom. Die Auswirkungen reichen von lästig bis lebensbedrohlich.

Es gibt keinen globalen Klimanotstand. Es gibt jedoch eine weit verbreitete Wissenskrise.

Lee Gerhard is a senior scientist emeritus, University of Kansas; past director, Kansas Geological Survey; member of the CO₂ Coalition; Getty Professor of Geological Engineering at the Colorado School of Mines (ret.),and coauthor of “Geological Perspectives of Global Climate Change.” He has a Ph.D. in geology.

This commentary was first published at The Washington Times on May 1, 2024.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/05/climate-ideology-ignores-science-threatens-humanity/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE