Die Biden Regierung hat über eine Billion US-Dollar für Klima-, Infrastrukturprogramme und Arbeitsplätze geplant

NICK POPE, Mitwirkender, 08. Mai 2024

Die von Präsident Joe Biden unterzeichneten Gesetzentwürfe haben mehr als 1,5 Billionen US-Dollar für Klima- und Infrastrukturprogramme freigesetzt, aber nur ein kleiner Teil dieser Mittel wurde ausgegeben.

[Hier mal ein Bericht über die politische und ökonomische Lage in den USA, zusammengestellt vom Daily Caller. Wie unten berichtet, hofft die Regierung Biden, dass die Wähler bei den kommenden Wahlen wieder für sie stimmen werden. – der Übersetzer]

Der American Rescue Plan (ARP), das parteiübergreifende Infrastrukturgesetz 2021 , der CHIPS Act und der Inflation Reduction Act (IRA) haben riesige Mengen an öffentlichen Mitteln freigesetzt, um Bidens innenpolitische Agenda voranzutreiben, etwa 215 Milliarden US-Dollar oder weniger stehen demnach zur Verfügung. Der große Betrag, der noch auf dem Spiel steht, erschwert nicht nur Bidens Bemühungen, sich ein Erbe als transformativer Präsident zu sichern, sondern zeigt auch die Ineffizienzen auf, wenn man sich auf Bundesausgaben verlässt, um die breite Wirtschaftstätigkeit anzukurbeln, so Ökonomen, die mit der Daily Caller News Foundation gesprochen haben .

„Die Biden-Regierung hat die Idee, die nächste FDR*-Regierung zu sein“, sagte David Ditch, ein leitender Politikanalyst bei der Heritage Foundation, gegenüber DCNF. „Und die Regierung hat beschlossen, Programme, die eigentlich relativ einfach sein sollten, mit enormen Auflagen und bürokratischem Aufwand zu belegen. Man kann also nicht nur ein Hafeninfrastrukturprogramm oder ein Eisenbahnprogramm haben. Wenn Sie sich für diese Zuschüsse bewerben, müssen Sie auch angeben, wie Sie beispielsweise mit dem umgehen, was sie Umweltgerechtigkeit, Klimawandel oder Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion nennen.“

[Erläuterung * Franklin Delano Roosevelt, oft mit seinen Initialen FDR abgekürzt, war vom 4. März 1933 bis zu seinem Tod am 12. April 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten. Er gehörte der Demokratischen Partei an. Roosevelt entstammte einer bekannten und wohlhabenden Familie aus dem Bundesstaat New York. Wikipedia]

Zusammengenommen haben die vier Gesetzesentwürfe etwa 1,6 Billionen US-Dollar für Klima- und Infrastrukturinitiativen bereitgestellt, und die Ausgaben sind laut Politico von zentraler Bedeutung für Bidens Wiederwahl-Plädoyer, dass er die amerikanische Infrastruktur wiederbeleben und gleichzeitig den Klimawandel bekämpfen will. Es wird erwartet, dass schätzungsweise 551 Milliarden US-Dollar dieser Staatsausgaben in Form von Steuergutschriften für Dinge wie Elektrofahrzeuge (EVs) und die Herstellung grüner Energie erfolgen, während der Regierung 1,1 Billionen US-Dollar für Ausgaben wie Autobahnen und die Herstellung von Computerchips zur Verfügung stehen.

 „“Das Hauptthema von Bidens Ausgaben hier ist die Verdrängung von Aktivitäten, die die staatlichen und lokalen Regierungen und der private Sektor bereits selbst durchführen oder durchführen sollten. Die Bundesgelder sind verschwenderische Doppelarbeit“, sagte Chris Edwards, Vorsitzender des Cato-Instituts für Steuerstudien, gegenüber dem DCNF. „EV-Ladestationen sind ein klassisches Beispiel. Amerika verfügte bereits vor dem Bundesgesetz über Zehntausende von Stationen, die von Elon Musk und anderen bereitgestellt wurden. Es bestand keine Notwendigkeit für staatliche Subventionen.“

(RELATED: Biden’s Signature Bills Showering Battleground States With Billions Of Taxpayer Dollars, With More To Come)

… Zwei der wichtigsten Gesetze von Präsident Joe Biden pumpen Milliarden von Dollar an Steuergeldern in Staaten, die wahrscheinlich über den Gewinner der Präsidentschaftswahlen im November entscheiden werden. Es ist zu erwarten, dass die Biden Regierung dort noch viel mehr Steuergeld [Schulden] ausgeben wird.

Das parteiübergreifende Infrastrukturpaket 2021 und der Inflation Reduction Act (IRA), Bidens umfangreiches Klimagesetz, haben nach Angaben des Weißen Hauses zusammen mehr als 60 Milliarden US-Dollar nach Michigan, North Carolina, Pennsylvania, Wisconsin, Nevada, Arizona und Georgia geflossen. Diese Staaten gelten weithin als die sieben wichtigsten Swing States, die darüber entscheiden werden, ob Biden eine zweite Amtszeit erhält oder ob der ehemalige Präsident Donald Trump ins Weiße Haus zurückkehrt.

Der Biden-Regierung stehen aus dem parteiübergreifenden Infrastrukturgesetz (IRA) 7,5 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, um die Schaffung eines nationalen Ladenetzes für Elektrofahrzeuge zu subventionieren, aber das Programm hat bisher nur eine Handvoll betriebsfähiger Ladestationen im ganzen Land geschaffen.

„Das CHIPS-Halbleitergeld verdrängt private Investitionen und privates Risikokapital und das Infrastrukturgesetz verdrängt die staatliche Finanzierung staatlicher Infrastruktur“, fuhr Edwards fort. „Das erhöht nur die Verschwendung und erhöht die Bundesdefizite ohne guten Grund.“

Nur 125 Milliarden US-Dollar der insgesamt 1,1 Billionen US-Dollar wurden ausgegeben, und die Regierung hat weitere Ausgaben in Höhe von 89 Milliarden US-Dollar angekündigt, obwohl unklar ist, wie viel von diesem Geld ausgegeben wird, berichtete Politico. Zumindest ein Teil der nicht ausgegebenen Mittel könnte auf dem Spiel stehen, falls der ehemalige Präsident Donald Trump im Januar 2025 ins Weiße Haus zurückkehrt.

Laut Politico stellte der Inflation Reduction Act 145 Milliarden US-Dollar für Ausgaben für den Klimawandel bereit, aber die Regierung hatte bis Anfang April nur vorläufige Pläne angekündigt, 60 Milliarden US-Dollar auszugeben. Von den 54 Milliarden US-Dollar des CHIPS-Gesetzes wurden weniger als 700 Millionen US-Dollar ausgegeben, aber das Handelsministerium hat vorläufige Pläne angekündigt, 29 Milliarden US-Dollar aus dem Gesetz zu gewähren.

Nach einer Analyse von Goldman Sachs vom April 2023, enthält die IRA auch zahlreiche Arten von umweltfreundlichen Steuergutschriften und Anreizen, die letztendlich zu kumulierten Kosten von über einer Billion US-Dollar führen können.

Nur etwa 125 Milliarden US-Dollar aus dem ARP- und Infrastrukturpaket, die zusammen etwa 884 Milliarden US-Dollar bereitstellen, wurden ausgegeben. Allerdings ist es der Regierung gesetzlich nicht gestattet, die 300 Milliarden US-Dollar aus diesen beiden Gesetzentwürfen bis zu den beiden kommenden Geschäftsjahren auszugeben.

(RELATED: ‘Absolutely Disastrous’: Voter Panel On ‘Morning Joe’ Skewers Bidenomics, Says They Long For Trump’s Economy)  (Zum Thema: „Absolut katastrophal“: Wählergremium zu „Morning Joe“ spießt Bidenomics auf und sagt, sie sehnen sich nach Trumps Wirtschaft)

Laut Politico bleibt ein Großteil des Geldes, das für einige der wichtigsten Biden-Infrastrukturprogramme zur Verfügung steht, ungenutzt. Beispielsweise wurden weniger als 60 Milliarden US-Dollar der mehr als 300 Milliarden US-Dollar, die für die Planung und den Bau von Autobahnen zur Verfügung stehen, ausgegeben, etwa 29 Milliarden US-Dollar der 30 Milliarden US-Dollar, die für den staatlichen Trinkwasserfonds zur Verfügung stehen, sind noch nicht ausgegeben und etwa 2 Milliarden US-Dollar für den öffentlichen Nahverkehr im Wert von 20 Milliarden US-Dollar.

Während der Präsident versucht hat, die transformative Präsidentschaft des ehemaligen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt nachzuahmen, haben mindestens 24 % der Wähler nichts von Bidens wichtigsten Ausgabengesetzen gehört oder gelesen, wie aus den Ergebnissen einer Umfrage von Politico-Morning Consult Ende April hervorgeht.

Biden hängte Roosevelts Porträt kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2021 über den Kamin des Oval Office, berichtete Politico. Roosevelt wird von Bewunderern seit langem als demokratische Ikone und transformativer Präsident gefeiert, obwohl einige Kritiker behaupten , dass seine New-Deal-Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise die Wirtschaftskrise tatsächlich verlängert habe.

Die Klima- und Infrastrukturausgaben wurden bisher auch in Bidens Botschaften zur Wiederwahl erwähnt , was darauf hindeutet, dass der Präsident und sein Team sich auf diese Aspekte der Agenda seiner ersten Amtszeit stützen werden, in der Hoffnung, eine zweite Amtszeit zu erreichen.

Bidens Infrastruktur- und Klimaausgaben sollen eine transformative wirtschaftliche Wirkung haben. Bis jetzt ist davon noch nichts zu merken, da Inflation und Zinssätze bei geringerem Wachstum und unsicherem Verbrauchervertrauen weiterhin hoch bleiben. Die Wähler haben die Wirtschaft und die Inflation stets als zentrale Probleme des Landes identifiziert , während der Klimawandel  auf der Liste tendenziell viel weiter hinten steht

Das Weiße Haus reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

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https://dailycaller.com/2024/05/08/biden-fdr-infrastructure-climate-spending-legacy-election/

Übersetzt durch Andreas Demmig




Die verschleierten Kosten von Wind -und Solarenergie ,von Fritz Vahrenholt

https://www.drroyspencer.com/latest-global-temperatures/

Zum Einstieg erhalten Sie wie bereits gewohnt meinen Monitor zum weltweiten Temperaturanstieg. Danach beschäftige ich mich mit den tatsächlichen Kosten von Wind- und Solarstrom.
Im April 2024 ist die Abweichung der globalen Temperatur vom 30-jährigen Mittel der satellitengestützten Messungen der University of Alabama (UAH) gegenüber dem März noch einmal leicht angestiegen. Der Wert beträgt 1,05 Grad Celsius.
Der Temperaturanstieg beträgt im Durchschnitt pro Jahrzehnt seit 1979 0,15 Grad Celsius.
Wie teuer ist Photovoltaikstrom wirklich ?
Folgt man Wirtschaftsminister Habeck, so kommt die Energiewende in Deutschland gut voran: In der letzten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur erfolgten Zuteilungen von 2234 Megawatt Solaranlagen auf Freiflächen für Anlagen größer als 1 MW. Gleichzeitig hatte Wirtschaftsminister Habeck eine frohe Botschaft zu verkünden: „Auch in Deutschland kann Solarstrom also sehr kostengünstig erzeugt werden“, erklärte der Minister zum Ergebnis der im April erfolgten Ausschreibungsrunde .
Die durchschnittliche Vergütung beträgt jetzt 5,11 €-Cent je Kilowattstunde Strom. Der Durchschnitt der letzten 5 Jahre betrug 5 €-Cent/kwh. Auf den ersten Blick erscheint dieses Niveau tatsächlich beeindruckend, die aktuellen Stromerzeugungskosten von Gas- und Kohlekraftwerke betragen zur Zeit 6-9 €-Cent je Kilowattstunde (einschl. CO2-Preis). Kommt jetzt die Energiewende in Deutschland nicht nur gut, sondern auch noch günstig voran?
Doch der Vergleich dieser Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom  mit den Stromerzeugungskosten von regelbaren Kraftwerken (Gas, Kohle, Kernenergie) ist irreführend.
Er lässt außer Acht, daß der Ausbau erneuerbarer Energien mit ihrer volatilen Stromerzeugung gleichzeitig immer auch den Bedarf an stabiler und regelbarer Stromerzeugung steigen lässt, um diese Volatilität auszugleichen. Jeder Zuwachs an erneuerbaren Energien lässt daher gleichzeitig zusätzliche Investitionen und Kosten massiv ansteigen, um volatilen Strom zu zuverlässigem Strom zu machen.
Diese gleichzeitig anfallenden, zusätzlichen Investitionen und Kosten für die Erzeugung zuverlässigen Stroms nenne ich Integrationskosten.
Sie umfassen Kosten für zusätzliche Speicherkapazitäten, den Bau und Betrieb von Ausgleichskraftwerken bei fehlender Sonneneinstrahlung, Netzverstärkung und Netzausbau, Ausgleichszahlung für nicht produzierten Strom, der nicht benötigt wird, sowie Eingriffskosten zum Erhalt der Netzstabilität. Allein die Kosten zum Erhalt der Netzstabilität betrugen laut Bundesnetzagentur in 2022 rund vier Milliarden €.
Doch das ist erst der Anfang. Setzt unsere Ampelregierung die Energiewende wie geplant um, steigen Investitionen und Kosten für die Bereitstellung von zuverlässigem Strom in ganz neue Dimensionen
In einer kürzlich von Robert Idel von der Rice Universität in Houston gemachten Studie werden diese notwendigen Integrationskosten für Texas und Deutschland beziffert. In Texas wäre ein auf 100% Wind- und Solarenergie basierendes Stromversorgungssystem doppelt so teuer wie Gas  und Kernenergie. In Deutschland wäre ein auf 100% Wind- und Solarenergie basierendes Stromversorgungssystem wegen der geringeren Solareinstrahlung und der kleineren Windhöffigkeit viermal so teuer.  Eine solche Verteuerung der Integrationskosten, etwa durch die dramatisch steigenden Speicher- oder Wasserstoffkosten sowie die Kosten des Leitungsbaus werden Deutschland als Wirtschaftsstandort abschaffen. (Erläuterung der Grafik :  Kostenvergleich bei 100 % jeweiliger Erzeugung einschl. Speicher- und Netzkosten, Basis :US-preise für Gas und Kernenergie)
Die Ursachen für die erhöhten Kosten liegen vor allem in unterschiedlich hohen Integrationskosten. Kombiniert man Wind und Solar, so ergänzen sich beide Produktionsarten komplementär und senken dadurch die gemeinsamen Integrationskosten. Aber die Kosten steigen trotzdem auf über das Vierfache gegenüber regelbaren konventionellen Stromerzeugungen.
Darüberhinaus zeigt die Studie , dass die Integrationskosten überproportional ansteigen, wenn der Anteil von Solar- und Windstrom über 50 % in Richtung 100 % getrieben wird. Auf ein ähnliches Ergebnis kam schon 2017 Prof. Sinn, der zeigen konnte, dass ein Überschreiten der 50 % Marke durch Solar – und Windstrom zu massiv steigenden Effizienzverlusten führt.
Der hochsubventionierte Anteil von Solar (12 %)- und Windstrom (31 %) betrug 2023 43% an der Gesamtstromerzeugung. Der oft zitierte 55 %ige Stromanteil erneuerbarer Energien enthält auch die steuerbaren Anteile von Biomasse- und Wasserkraftstrom. Die Bundesregierung subventionert allerdings Solar und Wind, um möglichst bald deren Anteil über  50 %  an der deutschen Stromversorgungwachsen zu lassen und gerät damit zunehmend in die Kosten- und Effizienzfalle.
Die Integrationskosten für Photovoltaik und Windenergie sind ungleich zwischen Land und Stadt sowie Ost und West verteilt
Ein Teil der Integrationskosten findet sich in steigenden Kosten der Verteilnetze und der Hochspannungsnetze. Allein die vier Hochspannungsnetzbetreiber verdoppelten die Netznutzungsgebühr ab dem 1.1.2024 von  3,12 €ct/kwh auf 6,43 €ct/kwh.
Bei den 900 Verteilnetzbetreibern ist mittlerweile eine extreme Ungleichbehandlung entstanden. Die Netzverstärkung im ländlichen Raum für Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen, die erforderlich wird, um den Wind-und Solarstrom in die Ballungsräume zu transportieren, werden ausschliesslich von den Bewohnern des dünnbesiedelten ländlichen Raums getragen. Das trifft insbesondere die Haushalts-und Gewerbekunden auf dem Lande in  Schleswig-Holstein und Ostdeutschland. Sie zahlen mehr als das Doppelte gegenüber manchen westdeutschen Städten.
Denn ein schleswig-holsteinischer Haushalt (3500 kwh Verbrauch) zahlt zur Zeit 500 € pro Jahr für die Netznutzung, ein Haushalt in München oder Köln 150 € pro Jahr.
Der Landkreistag schlägt daher Alarm und sieht sogar die Akzeptanz der Energiewende im ländlichen Raum gefährdet: „Die Menschen und Unternehmen in den ländlichen Räumen sind daher durch die Energiewende in doppelter Weise betroffen. Sie haben einerseits die Lasten zutragen, die aus dem Ausbau von EE-Anlagen und den zum Abtransport der von Ihnen erzeugten Energie erforderlichen Leitungen resultieren. Und sie – und nur sie- müssen auf grund der bestehenden Regulierungssystematik über die Netzentgelte die energiebedingten Mehrkosten finanzieren.“
Die Bundesnetzagentur will nun einen Vorschlag machen, wie diese Kosten in die Ballungsräume verlagert werden können.
Die Stromkosten zwischen Frankreich und Deutschland unterscheiden sich markant
Neben der Zunahme der Integrationskosten ist die Versorgungssicherheit das zweite große Problem der Energiewende. Die unterschiedliche Volatilität der Stromerzeugung in Deutschland und Frankreich zeigt die Grafik (Quelle : Rolf Schuster) unten.
Zudem zeigt sie aber auch, dass die Börsenstrompreise in Deutschland im April 2024 zumeist doppelt so hoch waren wie in Frankreich. Nur dann, wenn es in Deutschland eine Überproduktion an Solar- und Windstrom gab wie am 6./7.4., 13./14.4., 29.4. und 2.5., ist Deutschland günstiger als Frankreich.  Dann wird der Strom zu negativen Preisen auch in die Nachbarländer exportiert und die dortigen Stromabnehmer bekommen vom deutschen Stromkunden Geld bezahlt, damit der überschüssige Strom abgenommen wird. Frank Hennig hat hier das eindrucksvolle Beispiel erwähnt, dass dann österreichische Pumpspeicherwerke das Wasser aus den Oberbecken an der Turbine vorbeilaufen lassen, damit wieder Strom durch das Heraufpumpen verbraucht werden kann. Denn mit den negativen Strompreisen aus Deutschland verdient man beim Stromverbrauch klotzig Geld. Die Solar-und Windkraftbetreiber hingegen bekommen auch in diesen Fällen die garantierte Einspeisevergütung aus dem Bundeshaushalt. Minister Lindner beklagte bereits, dass diese Subvention in diesem Jahr voraussichtlich 19 Milliarden € betragen wird. 19 Milliarden für was ?
Jedoch kommen aus Frankreich zunehmend Warnungen über eine kritische Lage in der Stromversorgung. Französische KKW können zwar über die Grenzen liefern, sogar mehr als bisher, aber seit Anfang März sind die Exporte über die Ostgrenzen in Richtung Belgien, Deutschland, Schweiz und Italien so groß, dass eine Gefahr für das französische Netz entsteht. Frank Henning wies darauf hin, dass laut Netzbetreiber RTE zeitweise die Exportmengen begrenzt werden müssten.
Die Netzstabilität in Deutschland hängt nun zunehmend von Importen ab. Am 28.4. kam es zu einer schweren Frequenzabweichung. Die Netzunterfrequenz betrug 49,825 Hz und es dauerte 12 Minuten bis der sichere Korridor wieder erreicht wurde.
Trotz aller Subventionen von bisher hunderten von Milliarden und weiter steigenden Kosten bleibt die Bundesregierung die Antwort schuldig, wie eine  gesicherte und wettbewerbsfähige Stromversorgung erreicht werden kann. Eine grundsätzliche energiepolitische Korrektur wird von Tag zu Tag dringlicher.



Globales Klima: Zweifel an Wetterdaten wachsen*

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Wolfgang Kaufmann (Red. PAZ)*

Die Manipulationen erfolgen offenbar so, dass der Klimawandel extremer erscheint, als er ist.
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Ständig melden die Medien neue Temperaturrekorde. Diese basieren jedoch auf Wetterdaten, die auf äußerst dubiose Weise manipuliert werden. Das hat der dänische Professor für Geowissenschaften Ole Humlum in seinem jüngst publizierten Bericht „State of the Climate 2023“ aufgedeckt. Darin verwies er auf die Datenbank GISS des Goddard Institute for Space Studies der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA zur Dokumentation der Oberflächentemperaturen auf der Erde. In dieser kommt es zu ständigen „administrativen Änderungen“, woraufhin sich auch die globale Durchschnittstemperatur verändert. Grund für die Anpassungen soll der verspätete Eingang von Daten sein. Allerdings betreffen die Änderungen auch sehr weit zurückliegende Jahre.

Bemerkenswert ist die Tendenz des Ganzen. Während die Temperaturen im Zeitraum von 1910 bis 1970 von der NASA seit Mai 2008 kontinuierlich nach unten korrigiert wurden, führten die Änderungen der Werte nach 1970 zu höheren Temperaturen, als sie die GISS-Datenbank zuvor vermeldete. Daraus ergab sich eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur zwischen 1910 und 2000 um 0,67 Grad, während man bei der NASA Anfang 2008 noch von 0,45 Grad ausging.

Hierzu schreibt Humlum:

„Dies entspricht einem Anstieg von etwa 49 Prozent, was bedeutet, dass etwa die Hälfte des … globalen Temperaturanstiegs von Januar 1910 bis Januar 2000 … auf administrative Änderungen der ursprünglichen Daten zurückzuführen ist.“

Daraus zieht der Däne folgenden Schluss: „Da sich die Vergangenheit nicht ändert, kann ein Datensatz, der ständigen Veränderungen unterworfen ist, die Vergangenheit … nicht immer korrekt beschreiben.“

Ähnlich dreist wie die NASA agiert auch die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die dem Handelsministerium der Vereinigten Staaten untersteht. Diese präsentiert Wetterdaten aus einem seit rund hundert Jahren existierenden Netzwerk von Messstationen in allen Regionen der USA, die tagtäglich den höchsten und niedrigsten Temperaturwert melden. Wie der US-amerikanische Meteorologe und Oberstleutnant a. D. John Shewchuck unlängst enthüllte, existieren aber lediglich noch zwei Drittel der einstmals 1218 Stationen des U.S. Historical Climatology Network (USHCN). Dennoch fließen die „Daten“ der verschwundenen Stationen weiter in die Wetter- und somit auch Klimastatistiken ein. Die NOAA verwendet hierzu einfach den Mittelwert der Messergebnisse in den umliegenden realen Stationen. In manchen Regionen liegen diese allerdings über 200 Kilometer entfernt.

Darüber hinaus liefern aber auch viele der noch vorhandenen Wetterstationen grob falsche Werte, weil sie an ungeeigneten Stellen stehen. Dazu zählen dicht bebaute Gebiete, in denen es zu Wärmestaus kommt, Kläranlagen, in denen Gärprozesse zu höheren Temperaturen führen, Flugplätze mit ihren großen aufgeheizten Betonflächen und das Umfeld von Verkehrswegen, Industriebetrieben und Kraftwerken. Shewchuk geht davon aus, dass nur noch zehn Prozent der übriggebliebenen Wetterstationen korrekt platziert sind.

Noch skeptischer ist Anthony Watts vom Heartland Institute in Chicago:

Der ermittelte 2008 einen Anteil von falsch aufgestellten Stationen von 89 Prozent

und korrigierte diesen Wert dann 2022 nach weiteren Vor-Ort-Überprüfungen auf 96 Prozent.

Außerdem wies er nach, dass die Wettersatelliten der NASA bessere Ergebnisse liefern, was die Oberflächentemperatur betrifft. Aber diese werden dann ja ihrerseits administrativ verändert.

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)*  Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung;  17. Mai 2024, S.6; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie dem Autor  Wolfgang Kaufmann für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln :   https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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Wissenschaftler ignorieren CO₂-Daten, die für das alarmistische Narrativ ungünstig sind

H. Sterling Burnett

Eine der gängigen Methoden zur Rekonstruktion/Schätzung vergangener Temperaturen ist die Stomata-Analyse, bei der die Spaltöffnungen der Pflanzen untersucht werden – die Poren in der Epidermis von Blättern, Stängeln und anderen Organen – welche die Geschwindigkeit des Gasaustauschs, einschließlich der Transpiration, zwischen den inneren Lufträumen des Blattes und der Atmosphäre steuern. Es ist bekannt, dass sich die Spaltöffnungen der Pflanzen bei einem Anstieg der Temperatur und/oder des Kohlendioxidgehalts schließen oder verkleinern, was die Effizienz der Wassernutzung verbessert.

Wie No Tricks Zone feststellt, sind Temperatur-Rekonstruktionen üblich und weithin akzeptiert, die aus der Analyse der Spaltöffnungen von Pflanzen abgeleitet wurden, da sie gültige Paläoklima-Rekonstruktionen der historischen atmosphärischen Kohlendioxidwerte liefern. Er gibt einen teilweisen Literaturüberblick über neuere, von Experten begutachtete Studien, die solche Rekonstruktionen vornehmen. Ein solches Beispiel stammt aus der Märzausgabe 2024 der Zeitschrift Paleoworld.

In einer neuen Studie wird zum Beispiel gezeigt, dass 100-150 Millionen Jahre alte Spaltöffnungen aus dem Iran bestätigen, dass die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre während der Jurazeit bei 1100 bis 1700 ppm lag. Die Autoren zeigen stolz, wie konsistent ihre aus den Spaltöffnungen abgeleiteten CO₂-Messungen im Vergleich zu mehreren anderen Rekonstruktionen sind, die zu den gleichen Schlussfolgerungen über die CO₂-Konzentrationen in der Vergangenheit kommen.

No Tricks Zone weist jedoch darauf hin, dass wenn es um stomatäre CO₂-Schätzungen in jüngerer Zeit geht, dies von der Klimawissenschaft weitgehend ignoriert wird, was darauf hindeutet, dass stomatäre Rekonstruktionen der Vergangenheit zwar in Ordnung sind, Rekonstruktionen der gegenwärtigen CO₂-Werte jedoch ungültig sind, so No Tricks Zone. Und warum? No Tricks Zone vermutet, dass es daran liegt, dass der jüngste Anstieg der CO₂-Konzentrationen nicht allein auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, sondern dass die Natur dazu beigetragen hat, vielleicht als Reaktion auf die Erwärmung.

No Tricks Zone schreibt zum Beispiel über eine Arbeit aus dem Jahr 2022, die in der Fachzeitschrift Science of Climate Change veröffentlicht worden ist, und weist darauf hin, dass ihre Analyse anders behandelt wird als die viel begrenzteren CO₂-Analysen von Eiskernen:

Dr. Ernst-Georg Becks gesammelte Forschungsergebnisse über CO₂-Messungen an den Spaltöffnungen von Pflanzen wurden 2022 posthum veröffentlicht. Es handelt sich um eine ausführlich referenzierte Arbeit mit 97.404 direkten bodennahen Messungen von 901 Stationen auf der ganzen Welt in beiden Hemisphären. (Dies steht im Gegensatz zu den CO₂-Eiskerndaten, bei denen nur ein einziger kontinentaler Standort, die Antarktis, verwendet wird; und dennoch wird diese lokale Messung – die von den grönländischen Eiskernen widerlegt wird – als „global“ angesehen.)

Die Forschungsergebnisse wurden in 292 wissenschaftlichen Arbeiten (77 Autoren) festgehalten, die sich auf von Spaltöffnungen abgeleitete direkte CO₂-Messungen für das Industriezeitalter (1800-1960) beziehen.

Diese Datenbankzusammenstellungen – ~60.000 Messungen auf globaler Ebene allein zwischen den 1930er und 1950er Jahren – zeigen durchweg, dass der CO₂-Gehalt 1943 bei 380 ppm und 1950 bei 372 ppm lag, mit sehr geringen Fehlerspannen nach etwa 1870.

Die heute akzeptierten CO₂-Werte für 1943 und 1950 werden stattdessen mit 310 ppm angegeben, und die Werte von 372 bis 380 ppm sollen erst Mitte der 2000er Jahre erreicht worden sein. Die datengestützte Darstellung eines dekadischen Rückgangs der CO₂-Konzentration nach dem Höhepunkt in den 1940er Jahren (siehe Abb. 24) widerspricht der Auffassung, dass die stark steigenden anthropogenen CO₂-Emissionen nach 1945 zu einem gleichzeitigen Anstieg der CO₂-Konzentrationen führten. Infolgedessen werden diese direkten CO₂-Messungen – Zehntausende von ihnen aus der ganzen Welt – von den Hütern der These von der menschlichen Verursachung abgelehnt.

Darüber hinaus zeigen die von den Spaltöffnungen abgeleiteten CO₂-Werte, dass die Temperatur der wichtigste Faktor für die CO₂-Konzentration ist, wobei die CO₂-Änderungen korrelativ (r = 0,67) den Temperaturänderungen um etwa ein Jahr hinterherhinken. Dies widerspricht einmal mehr der Schlussfolgerung, dass die CO₂-Konzentration durch anthropogene Emissionen bestimmt wird.

Klimaalarmisten wie die am Weltklimarat beteiligten Wissenschaftler haben bei der Beschreibung und grafischen Darstellung des jüngsten CO₂-Anstiegs und dem Vergleich mit dem jüngsten Temperaturanstieg die Stomata-Analyse des CO₂ der letzten Jahre weitgehend ignoriert oder abgetan. Eine unabhängige Datenquelle zu ignorieren, ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt, da, wie Climate Realism, Climate at a Glance und Climate Change Weekly gezeigt haben, der Klimaalarm größtenteils nicht auf wissenschaftlichen, sondern auf politischen Erwägungen beruht, wie z. B. Komitologie, Konsens, Finanzierung und die damit verbundene Macht. Es ist vielleicht nicht überraschend, dass Daten, die der Behauptung eines vom Menschen verursachten Klimawandels widersprechen, von den Medien und in der von Regierungsstellen zitierten Literatur ignoriert werden.

Quellen No Tricks Zone; Science of Climate Change

Link: https://heartlanddailynews.com/2024/05/climate-change-weekly-506-climate-at-a-glance-videos-climate-fact-checks-for-youths/, dritte Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Krieg gegen Nahrungsmittel

Duggan Flanakin

Bereits im Februar berichtete CBS News, dass die Lebensmittelpreise weiterhin schneller gestiegen sind als der allgemeine Verbraucherpreisindex. Die Restaurantpreise stiegen mit einer jährlichen Rate von 5,1 Prozent, während die Lebensmittelpreise um 1,2 Prozent stiegen. Die eigentliche Geschichte ist jedoch, dass die Supermarktpreise jetzt 25 Prozent höher sind als im Januar 2020, während die Inflation um 19 Prozent gestiegen ist.

Gleichzeitig warnte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, dass „Klima und Konflikte die beiden Hauptursachen für die weltweite Nahrungsmittelkrise sind“. Der UN-Klimachef Simon Stiell fügte hinzu: „Rasche und nachhaltige Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit sind jetzt erforderlich, um zu verhindern, dass [der chronische Hunger] außer Kontrolle gerät.“

Es gibt nur drei Dinge, die an den UN-Verlautbarungen falsch sind. Erstens ist der Planet durch den leichten Anstieg des Kohlendioxids 20 Prozent grüner geworden als noch vor 24 Jahren – laut NASA. Die Ernteerträge sind im gleichen Zeitraum um 13 Prozent gestiegen. Die Wüsten sind geschrumpft. Dies deutet darauf hin, und die Wissenschaft zeigt es auch, dass eine Verringerung des atmosphärischen Kohlendioxids diesen Trend wahrscheinlich umkehren und die Menge des Ackerlandes verringern würde.

Zweitens haben die Vereinten Nationen nichts unternommen, um das Gemetzel in der Ukraine, im Gazastreifen, im Sudan, in Myanmar und in vielen anderen Ländern zu beenden. Die Politik und sogar das Personal der UNO (vor allem in Gaza) haben die Konflikte in vielen Gebieten verschärft. Drittens haben die klimabezogenen Vorschriften der UNO zu erheblichen Fehlentwicklungen in der afrikanischen Infrastruktur geführt und ihre Bemühungen um Eigenständigkeit und Ernährungssicherheit behindert.

Auch die Europäische Union setzt alles daran, Veränderungen in der Landwirtschaft zu erzwingen, und zwar im Rahmen ihrer frommen Kampagne, die darauf abzielt, die Ernten zu drosseln, indem der Kohlendioxidgehalt gesenkt wird, in dem eitlen Glauben, dass andernfalls ein geringer Temperaturanstieg eintreten wird, der die Zivilisation auslöschen wird.

Die gleichen Nationen, die nach dem Zweiten Weltkrieg erkannten, dass die Landwirte der Schlüssel zur Beendigung der Ernährungsunsicherheit sind, verlangen nun von den gleichen Bauernfamilien, dass sie die Landwirtschaft aufgeben oder ihre Wirtschaftsweise radikal ändern. Das vielleicht ungeheuerlichste Beispiel war die Forderung der niederländischen Regierung Ende 2022, dass bis zu 3000 Landwirte ihr Land verkaufen und aufgeben sollen, wenn sie keine Innovationen zur drastischen Verringerung der Emissionen (von CO₂ und Methan) einführen, auf eine neue Art von Unternehmen umstellen, ihren Standort verlagern oder einfach aufhören.

Anfang des Monats veröffentlichte die Weltbank einen Hochglanzbericht mit dem Titel „Recipe for a Livable Planet: Achieving Net Zero Emissions in the Agrifood System“ (Rezept für einen lebenswerten Planeten: Netto-Null-Emissionen im Agrarnahrungsmittelsystem) veröffentlicht, ein Ziel, das ihrer Meinung nach für die Erreichung der Netto-Null-Emissionen und die „Rettung des Planeten“ entscheidend ist. Die Lebensmittelproduktion, so heißt es, erzeugt fast ein Drittel des Kohlendioxids der Menschheit, mehr als Heizung und Strom.

Jawohl – die Erzeugung von Lebensmitteln ist schlecht für den Planeten. Und auch schlecht für die Menschen. Deshalb besteht die „Lösung“ in im Labor hergestelltem „Fleisch“, Heuschrecken und Würmern.

Um dieses „edle“ Ziel zu erreichen, hat die Weltbank einen „praktischen Leitfaden“ entworfen, um die bösen Landwirte zu zügeln, die den Planeten mit Lebensmitteln vernichten. Länder aller Einkommensstufen (einschließlich der ärmsten afrikanischen Länder) können sich auf sechs Schlüsselbereiche konzentrieren – Investitionen, Anreize, Information, Innovation, Institutionen und Integration.

Man vermutet, dass der Sprecher dieses Programms eine sechsäugige Spinne sein wird.

In der Praxis bedeutet dies laut Politico, dass die Milliarden, die reiche Länder zur Förderung von Produkten wie rotem Fleisch und Milchprodukten ausgeben, für „klimafreundlichere“ Optionen wie Geflügel, Obst und Gemüse umgewidmet werden. Ein wichtiges Ziel ist die Gemeinsame Agrarpolitik der EU, in der mehr als 70 Prozent des Budgets in die Subventionierung der Viehzucht fließen und ein Drittel aller landwirtschaftlichen Subventionsprogramme die Produktion von rotem Fleisch und Milchprodukten unterstützen.

Der britische Journalist Andrew Orlowski meint jedoch, dass die Arbeitskampfmaßnahmen der Landwirte in ganz Europa, Lateinamerika und Asien die Ernährungssicherheit nach Jahrzehnten der Selbstgefälligkeit wieder auf die Tagesordnung gesetzt haben. Die brandneue Kampagne „No Farmers, No Food“ hat bereits viermal so viele Unterstützer wie die National Farming Union zahlende Mitglieder hat. Die meisten haben sich angeschlossen, um gegen Umweltauflagen zu kämpfen, die sie für unsinnig halten.

Orlowski weist darauf hin, dass die Viehzucht die Böden düngt und ihre Qualität verbessert und dass das Methan, das durch das Rülpsen der Wiederkäuer freigesetzt wird, ein sehr kurzlebiges Treibhausgas ist. Insgesamt ist das Gleichgewicht zwischen Vieh und Pflanzen ein positiver Kreislauf, kein Teufelskreis, der die „Nachhaltigkeit“ des Bodens gewährleistet. Maßnahmen, die das Nahrungsmittelangebot reduzieren, sind kontraproduktiv.

Die Weltbank, so Orlowski, ermutigte früher arme Länder, durch wirtschaftliche Entwicklung reicher zu werden, aber die heutigen malthusianischen Zwänge (einschließlich der angeblichen „Betriebsgrenzen“ der Erde) ermutigen arme Nationen, arm zu bleiben. Sie rühmen sich, dass „emissionsarme Entwicklungsländer die Chance haben, direkt auf grüne Technologien umzusteigen und so den Weg zu einem neuen Entwicklungsmodell und einem gesünderen Planeten zu ebnen.“

Als Sri Lanka genau dies versuchte (biologische Landwirtschaft ohne Dünger und Pestizide), kam es zu einer großen Hungersnot.

Unsere eigene National Oceanic and Atmospheric Administration hat gerade eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass das Kochen von Lebensmitteln die Luft verschmutzt. Diese beim Kochen von Lebensmitteln freigesetzten flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) wirken sich laut NOAA negativ auf die Luftqualität aus.

Der NOAA- Foliant gibt dem Kochen pauschal die Schuld für die Freisetzung von Aromen in die Atmosphäre. „Wenn es eine Sache gibt, die die Forscher des Chemical Sciences Laboratory (CSL) der NOAA in ihrer mehrjährigen Untersuchung der unerkannten und unterschätzten Quellen der städtischen Luftverschmutzung gelernt haben, dann ist es dies: Wenn man es riechen kann, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich auf die Luftqualität auswirkt.“

Der Apfelkuchen im Schaufenster ist schlecht für den Planeten. Oder?

In der Studie, die sich auf Los Angeles, Las Vegas und Boulder konzentrierte, stellten die Forscher fest, dass 50 Prozent der vom Menschen verursachten VOC in der Innenstadt von Las Vegas auf chemische Produkte zurückzuführen sind. Die andere Hälfte verteilte sich auf Verkehrs- und Kochemissionen. Sie schätzten, dass 20 Prozent der „anthropogenen VOC“ in Las Vegas auf Kochemissionen zurückzuführen sind. Es liegt auf der Hand, dass die Menschen dort ihr Leben aufs Spiel setzen, nur weil sie gekochte Speisen essen.

Es kommt noch schlimmer. Eine britische Studie fand heraus, dass „die menschliche Atemluft geringe, erhöhte Konzentrationen von Methan und Distickstoffoxid enthalten kann, die beide zur globalen Erwärmung beitragen.“ Die „Wissenschaftler“ mahnten zur Vorsicht bei der Annahme, „dass die Emissionen des Menschen vernachlässigbar sind“.

Und, oh weh! Die „Wissenschaftler“ „berichten in dieser Studie nur über Emissionen in der Atemluft, und Flatusemissionen erhöhen diese Werte wahrscheinlich erheblich.“ Genauso schlecht für den Planeten, so die Schlussfolgerung, sind die ausgeatmeten Emissionen von Nutztieren und „anderen“ Wildtieren (und wir dachten, Nutztiere seien domestiziert).

Offenbar sind die Emissionen von Hauskatzen völlig in Ordnung.

Was ist also die Lösung für unseren Planeten? Weniger Menschen bedeuten weniger Ernten, weniger Vieh und natürlich weniger „Benzin schluckende“ Kraftfahrzeuge, weniger Gebäude, weniger alles.

In der Zwischenzeit werde ich mir wohl einen Hamburger mit Speck und Käse, einen Milchshake und zum Nachtisch einen Käsekuchen gönnen.

Link: https://www.cfact.org/2024/05/15/the-war-on-food/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE