Erholung des Meereises um die Antarktis

Cap Allon

Neue Daten zeigen, dass sich die antarktische Meereisfläche im Jahr 2024 deutlich erholt hat und sich historischen Werten nähert.

Mit Stand vom 1. Dezember beträgt die Eisfläche 10,1 Millionen km², was gar nicht so weit vom langfristigen Durchschnitt (1979-2024) von 10,8 Millionen km² entfernt ist. Diese Erholung folgt auf eineinhalb Jahre alarmistischer Behauptungen, die einen vorübergehenden Rückgang mit einem katastrophalen Klima-Kollaps in Verbindung bringen.

NASA

Wir nähern uns jetzt multidekadischen Durchschnittswerten:

Die gelben, hellgrünen und blauen Linien stellen die Durchschnittswerte für 1979-1988, 1989-1998 bzw. 1999-2008 dar [NASA].

Betrachtet man die jüngste Ausdehnung (gemäß den NSIDC-Daten), so liegt das Jahr 2024 nun gleichauf mit 1979, 1982 und 1986:

Historisch gesehen ist das antarktische Meereis sehr variabel, wobei natürliche Zyklen für starke Schwankungen sorgen. Das Rekordtief von 8,8 Mio. km² Eisfläche im Jahr 2016 und das Rekordhoch von 12,3 Mio. km², das nur drei Jahre zuvor registriert wurde, zeugen davon. Doch die Schwankungen der Vergangenheit haben die aufgeregten Klimaschwätzer unter uns nicht davon abgehalten, kurzfristige Rückgänge als apokalyptische Beweise zu interpretieren.

Die Trends beim antarktischen Meereis erinnern uns daran, dass in dieser Region natürliche Schwankungen vorherrschen.

Trotz dieser eindeutigen und messbaren Erholung stellen die etablierten Institutionen – von der Wissenschaft bis zu den Medien – die Antarktis jedoch weiterhin als eine Region in der „Krise“ dar, die an der Schwelle zu einem „Notfall“ steht:

Es ist lächerlich.

Die gesamte CAGW-Theorie ist ein Witz, von Grund auf.

Die Verteufelung von CO₂ „ist das Verrückteste, was ich je gehört habe“, so der emeritierte Physikprofessor in Princeton William Happer.

Und noch verrückter ist, dass die EPA in ihrem „Endangerment Finding“ von 2009 im Rahmen des Clean Air Act CO₂ allein aufgrund seiner Rolle als Treibhausgas als „Luftschadstoff“ einstuft. Nach dieser Logik müsste jedoch auch Wasserdampf als Schadstoff eingestuft werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snow-returns-to-scotland-and-wider?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Klimaideologie ist tot

Harold Lewis: „……. Die globale Erwärmung ist der größte und erfolgreichste pseudowissenschaftliche Betrug, den ich in meinem langen Leben als Physiker gesehen habe.“ – Harold Lewis: Austrittschreiben an die American Physical Society[6]

Ein Meinungsbeitrag von Michael Limburg

Ich wurde für dieses Gespräch aufgefordert meinen Eindruck darzulegen, wie heute – also im Jahre 26 nach Gründung des IPCC – die Welt auf diese Klimareligion schaut, und ja, es ist eine Klimareligion, die „die Wissenschaft“ als Hohe Priester nutzt.

Um es kurz zu machen, diese Klimareligion, man kann im weiteren Sinn auch von einer Ideologie sprechen, eine Klimaideologie, diese Klimaideologie, diese Klimareligion ist tot.

Noch nicht ganz mausetot, aber doch schon sehr dicht dran. Leider, und dieses leider muss ich einfügen, haben weder die EU, noch Deutschland das begriffen. Und die Vereinten Nationen, die sich davon einen deutlichen Machtzuwachs versprechen, leider auch nicht.

Woran mache ich das eine fest und auch das andere?

Nun, bevor ich darauf eingehe, möchte ich etwas zu meiner Person sagen.
Ich bin Ingenieur, mit den Themen Elektrotechnik im Ganzen und Nachrichtentechnik im Besonderen, und dazu versehen mit einem Zusatzstudium in Mess- und Regelungstechnik. Zur Ausbildung gehörte auch ein naturwissenschaftliches Studium von Physik und gewisse Teile der Chemie.

Ich fühlte mich also gut gerüstet, die Idee von der schlimmen Klimawirksamkeit des Kohlendioxids in der Atmosphäre zu verstehen, aber auch die damit verbundenen Prozesse richtig einzuordnen. Und das betreibe ich seit nunmehr 24 Jahren.

Vom Klima hatte ich anfangs keine Ahnung. Ich nahm es wie es kommt, nämlich als eine statistische Zusammenfassung von lokalen Wetterdaten über mindestens 30 Jahren, wie es ja auch die World Meteorological Organization definiert und war eigentlich ganz froh in einer Ecke zu wohnen, die sich durch mildes Kontinentalklima auszeichnet

Zu Anfang hatte ich keine Probleme damit anzunehmen, dass CO2 diese schlimme Wirkung hat, obwohl ich mich schon von Anfang an, an die Chemie erinnerte, die mir einbläute, dass CO2 in der Atmosphäre zu den Spurengasen gehörte, die insgesamt – also alle miteinander – weniger als 1 Vol % ausmachten.

Und CO2 – überdies unsichtbar, defacto ungiftig, bis ca. 8000 ppm oder 0,8 % als Grenzwert- war um das Jahr 1990 herum ca. mit 280 ppm oder nur 0,028% in der Luft enthalten. Oder anders ausgedrückt – von 10.000 Molekülen Luft sind nur 4 Moleküle CO2, und nur 1 davon – nämlich die Erhöhung von 3 auf 4, sei in den letzten 150 Jahren dazugekommen. So das IPCC. 1 von 10.000, dazu ungiftig, sich schlecht mit anderen Stoffen , also nicht wie Gift- zu verbinden und dazu unsichtbar.

Das war also die Ausgangslage und sehr schnell sah ich ein, dass das mit dem CO2 nicht stimmte. Und da ich genügend Zeit hatte, versuchte ich der Sache tiefer auf den Grund zu gehen, denn vielleicht hatte ich ja irgendetwas übersehen.

Nun, je tiefer ich bohrte, desto mehr wurde mir klar, da war nichts. Wirklich nichts! Ein Bild, das Text, Screenshot, Diagramm, Kreis enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Um das zu darzustellen habe ich hier ein Bild von Willi Soon, einem Astrophysiker und in Harvard lange beschäftigt, und ein „Klimarealist“ der ersten Stunde, das darstellte welche groben Energieprozesse, die Energiebilanz der Atmosphäre der Erde bestimmen. Um Ihnen das Zählen zu ersparen .. es sind 18 Prozesse. Und von diesen 18 Prozessen sind 17 mit dem Wasserdampf verbunden und nur einer, ein einziger – nämlich die Atmospheric compostion -hat auf eine entfernte Weise – irgendetwas mit dem CO2 zu tun. Einer von 18 und dazu auch noch sehr entfernt.

Und trotzdem begann langsam – beginnend mit dem (Wärme) Ingenieur Callendar in den 30 Jahren des vorigen Jahrhunderts, der sich auf den schon lange widerlegten Svante Arrhenius beruft, diese Idee in der insbesondere – westlichen Welt – Fuß zu fassen. Und sicher hat bei dieser Entwicklung der Club of Rome mitgewirkt, von dem die Aussage von Alexander King in den 70 er Jahren des vorigen Jahrhunderts überliefert ist:

“Auf der Suche nach einem neuen Feind um uns zu einen, kam uns die Idee, dass Luftverschmutzung, die Bedrohung der globalen Erwärmung, Wasserknappheit, Hungersnöte und Ähnliches das Richtige wäre.“
Die erste globale Revolution, Club of Rome

Und wenn ich schon beim Zitieren bin, darf ich noch Sir John Houghton zitieren, dem ersten Vorsitzenden des IPCC, der seinen Mitstreitern einbläute:

“Wenn wir keine Desaster ankündigen, wird uns auch keiner zuhören.”

Und so war es.

Doch wenn Sie gestatten zitiere ich jetzt zu Svante Arrhenius Herrn Bernd Fleischmann – ebenso Ingenieur und bekennender Klimarealist wie ich:

Zitat: „Arrhenius wandte dann seine falsche Theorie auf das „Treibhaus Erde“ an. Statt Fensterglas nahm er die „Treibhausgase“ Wasserdampf (H2O) und Kohlendioxid (CO2), welche die sichtbaren Sonnenstrahlen auf die Erde durchlassen, die von der Erde abgestrahlten Infrarotstrahlen aber teilweise absorbieren. Er bezog sich in seinen Arbeiten von 1896 und 1901 auf John Tyndall, der die Absorption der Wärmestrahlung der Erde durch das CO2 in der Atmosphäre gemessen hat. Manche bezweifeln das jedoch und sagen er hat mit seinem Messaufbau nur die Absorption durch Wasserdampf messen können. Dessen Ergebnisse, behauptete Arrhenius „stimmen sehr gut mit meinen Versuchen überein“, verschwieg dabei aber, dass er die Ergebnisse von Tyndall durch 3,6 dividiert hatte. So etwas nennt man Betrug! (http://www.kolumbus.fi/boris.winterhalter/PDF/ArrheniusCO2.pdf).

Abgesehen davon hat Arrhenius mit seinem Messaufbau die Absorption durch CO2 gar nicht messen können.

Er hat stattdessen die Absorption durch Wasserdampf gemessen“ Zitat Ende.

Und trotzdem begann diese Idee das CO2 – insbesondere das von allen Verbrennungsprozessen freigesetzte CO2, also das menschgemachte CO2- für alles Übel auf der Welt verantwortlich zu machen. Es entstand eine richtige Hype, eine Religion, eine Ideologie. Und zwar deshalb, weil auch die Linke, nachdem sie merkte, dass der Kommunismus nicht mehr so richtig zog, 100 Millonen Menschen waren damit umgekommen, merkt das Schwarzbuch des Kommunismus an, sich eine neue Opfergruppe ausdenken wollte. Nämlich all die, welche unter dem reichen „Westen“ zu „leiden“ hatten. Nicht umsonst war die erste Konferenz auf der diese Klimaideologie verkündet worden, die Rio-Konferenz von 1992. Bei die­ser Kon­fer­enz wurde das Konzept der nach­hal­ti­gen En­twick­lung (sus­tain­able de­vel­op­ment) beschlos­sen, aus die­ser ging dann die Agenda 21 her­vor. Wenig danach bekannte Frau Brundt­land, zuvor Ministerpräsidentin von Norwegen und stramme Sozialistin, nun Schirmherrin dieser Konferenz, fre­imütig im In­ter­view eines ka­na­dischem Re­porter Zi­tat: „Das Pro­gramm der Soz­i­al­is­tischen In­ter­na­tion­ale ist die Ba­sis der Riok­on­fer­enz“

Wer sich intensiver mit dem CO2 in der Atmosphäre, vor allem was früher – also bis 1830 – gemessen wurde, und was dann daraus gemacht wurde, kann das in diesem Video von Markus Fiedler tun. Obwohl ziemlich lang, es lohnt sich.

Und im Jahre 1995 fand in Berlin die erste der IPCC Konferenzen statt. Und von wem finanziert und ausgerichtet?

Nun Sie wissen es: Es war Frau Merkel. Schon damals mehr mit der Rettung der Welt beschäftigt als mit dem Voranbringen ihrer Heimat: Deutschland.

Und dann nahm es richtig Fahrt auf. Der industrialisierte Westen musste – getrieben von den grün linken aller Art und dankbar aufgenommen von den Entwicklungsländer- Buße tun. In noch nie dagewesener Art und Weise.

Billionen von $ oder Euro wechselten den Besitzer. Während in den ersten Jahren die Menschen im Westen diesem Treiben noch wohlwollend zustimmten, schließlich war Umweltschutz angesagt, „niemand der klar im Kopfe ist, würde in den Teich pinkeln aus dem er sein Trinkwasser holt“ um ein bekanntes Bonmot des ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten zu wiederholen, und die Klimaideologen verbanden auf raffinierte Weise, den „Klimaschutz“ mit dem Umweltschutz, ging es nach Paris mit seiner „Übereinkunft“ erst so richtig los. Allein Deutschland wird der „Klimaschutz“ für die Klimaneutralität so beziffert MacKinsey[1] allein auf 6 Billionen € kosten, andere wie Prof. Thess [2], kommen allein und nur für die sog. Energiewende auf 10 Billionen €.

10 Billionen sind so viel, dass, weil das Jahr 31.140.000 Sekunden hat, und wenn man pro Sekunde 1.000 Euro sparte, oder verdiente, dann – dann müsste man dies 321 Jahre lang tun. Oder wenn man es pro Minute versucht, dann sind es 60 x mehr, das wären es 19.261Jahre.

Dann hat man 10 Billionen €!

Und in den anderen Ländern des Westens ist es nicht anders. Die Menschen merken, mit diesen grün-linken Ideologe geht es ihnen ans „eingemachte“. Erst werden sie ihr Geld los, dann ihren Job, dann Ihre Rente und zum Schluss sind sie verarmt.

Doch leider ist es nicht die Wissenschaft, die den Sieg davonträgt, sondern die Erkenntnis, das Klimaschutz im wahrsten Sinne des Wortes arm macht. Oder um es mit Berthold Brecht zu formulieren: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“

Und es ist schlimm, sehr schlimm, dass es erst so weit kommen musste,

Schauen wir uns die Klimakonferenz in Dubai an. Dorthin kamen fast 100.000 Besucher, und alle hatten nur ein Ziel – etwas von diesem Riesenkuchen der dort vielleicht verteilt wurde- möglichst viel abzukriegen. Doch sie wurden enttäuscht, der Ölstaat Dubai zelebrierte zwar einige Messen für „Eneuerbare Energien“ und versprach den Anwesenden ..

Langfristig wollen alle Vertragsstaaten auf Kohle, Öl und Gas verzichten. Auch wenn die Umsetzung dieses Ziels noch aussteht, ist es ein Fortschritt – und eine der wichtigsten Entscheidungen der Klimakonferenz..aber langjä̈hrige Fragen zur Finanzierung bleiben offen, einschließlich einer fehlenden Definition von Klimafinanzierung und der Anpassung von globalen Finanzströmen an das Pariser Klimaziel (Artikel 2.1c)“

wie German Watch traurig einen Misserfolg in einen Erfolg umzuwandeln suchte, und dann, noch missmutiger in Baku – ein Jahr später und da kamen nur noch 40.000 Besucher– wie es der  ZDF-Umweltreporter Andreas Stamm darstellt:

Der Kampf gegen den Klimawandel hat in Baku nicht gewonnen. Alles schaut nun auf die nächste COP in Brasilien im kommenden Jahr. Der Prozess geht weiter, genauso wie die Klimakrise. Kommt Zeit, kommt Rat, heißt es. Es fehlt eben immer mehr die Zeit.“

Und das auch deswegen, weil der Aserbaidschans Staatschef Öl und Gas als »Geschenk Gottes« bezeichnet, und der SPIEGEL wusste zu berichten:

„Ilham Alijew wirft Medien und Klimaschützern Verleumdung vor: »Uns anzuklagen, dass wir Öl haben, ist so, als wenn man uns anklagt, dass Baku mehr als 250 Sonnentage im Jahr hat.«

Ja so ist es. Und nur der hartgesottene Kommunist UN-Generalsekretär António Guterres meinte „Zusagen müssen schnell zu Bargeld werden“.

https://x.com/thomaseisenhuth/status/1865380908980658635

Nun, da kann er lange warten, denn den Sozialisten geht so langsam das Geld anderer Leute aus, wie Maggie Thatcher es so treffend formuliert hatte. „

Denn das das Scheitern der COP29 sollte nicht überraschend sein? erklärte James Hansen.

„Das Pariser Abkommen ist wirklich ein Betrug, ein Fake. Es ist einfach Blödsinn, wenn sie sagen: „Wir haben ein 2°C-Erwärmungsziel und versuchen dann, alle fünf Jahre etwas besser zu werden.“ Das sind nur wertlose Worte. Es gibt keine Taten, nur Versprechungen. Solange fossile Brennstoffe die billigsten Brennstoffe zu sein scheinen, werden sie weiter verbrannt werden.“

Und nicht nur beim BRIC´s Gipfel in Kasan, aber dort auch, wurde formuliert:

„..dass ihre heimischen Energiebedürfnisse und ihr wirtschaftliches Wohlergehen Vorrang vor internationalen Klimavereinbarungen wie dem Pariser Abkommen und „Netto-Null-Initiativen“ haben werden.“

Alle diese weltweiten Konferenzen zeigen daher den Niedergang dieser Religion. Ob die USA sich aus der Pariser Übereinkunft zurückziehen, und wieder der eigenen Energieversorgung insbesondere mittels fossiler Energie den Vorrang geben, …drill baby drill, und sich neue 200 Kernkraftwerke[3] bis 2050 bauen wollen, oder ob Argentinien seine Delegierten aus Baku zurückziehen. Der Niedergang ist unaufhaltsam.

Ergrünend der Erde mit Zunahme der doppelten Landfläche der USA seit 1982 Nature Climate Change volume 6, pages 791–795, 2016; https://www.nature.com/articles/nclimate3004

Nur leider in einer Region nicht

Nur leider in einer Region nicht, der EU mit ihrem Vorzeigeland Deutschland. „Deutsch sein, heißt eine Sache, um ihrer selbst willen zu tun“ wusste schon Richard Wagner.
Denn obwohl die aktuelle Regierung hierzulande deswegen und letztendlich auseinanderflog, weil das Bundesverfassungsgericht die Zweckentfremdung des Klimafonds in Höhe von 60 Mrd € – alles geliehenes Geld, versteht sich- untersagte, und deswegen ohne Aufgeben der Schuldenbremse für den Haushalt 25 nicht zu stemmen ist, ist letztendlich die Klimareligion, die Klimaideologie dafür verantwortlich. Sie macht Energie schweineteuer und mit ihren Krakenarmen unfasst sie die gesamte Volkswirtschaft und legt sie lahm.

Und wenn selbst der klimaüberzeugte Hans-Werner Sinn feststellte

„.. Das Kernproblem ist der Extremismus in der Klimapolitik. Denken Sie nur mal an das Energie-Effizienz-Gesetz vom letzten Jahr, das diesen komischen euphemistischen Namen trägt. In Wahrheit ist es ein Deindustrialisierungs-Gesetz, denn von 2008 bis 2045 muss der (primäre) Energieverbrauch insgesamt in Deutschland um 45 Prozent schrumpfen – selbst dann, wenn er bis dahin vollkommen grün geworden sein sollte.“

Auch wenn er schon lange vor „dieser“ Klimapolitik gewarnt hat, doch „internationale“ Klimapolitik findet er nachgerade sehr toll, so spricht das Bände.

Aber vielleicht gewinnt die Wissenschaft jetzt?

  • weil die Kosten für die, die sie tragen müssen, zu groß werden
  • weil insbesondere der Westen und darin die EU und Deutschland immer noch weiter diesen Unsinn vorantreiben..
    • allerdings mit nachlassender Intensität, wie USA, Argentinien und einige andere Staaten zeigen
  • die EU mit ihrem GreenDeal incl Verbrennerverbot und v.a.m. werden zuletzt umkippen,
    • und auch erst dann, wenn Deutschland nicht mehr zahlt
      • …nicht mehr zahlen kann

Wer von diesen Leuten Klimaschutz sagt, will betrügen“

 

  1. 1 https://vdiv.de/news-details/McKinsey-Studie-6-Billionen-Euro-kostet-Deutschlands-Klimaneutralitaet
  2. Bspw. Auf dem Kongress am 15.6.24 in Halle.
  3. https://www.welt.de/wirtschaft/plus254516860/USA-200-neue-AKW-Amerika-ruft-ein-neues-Kernenergie-Zeitalter-aus.html

Dieser Beitrag war ein Vortrag der am 7.1.224 vom Schiller-Insitut aufgezeichnet, in vielen Sprachen übersetzt und dann ausgestrahlt wurde. Einige Bilder wurden für diesen Beitrag hinzugesetzt.




Das Kreditbüro für Grüne Projekte ist laut interner Aufsichtsbehörde potenziell anfällig für Verschwendung und Missbrauch

Nick Pope, Mitwirkender, 27. November 2024

Das für Kredite für grüne Technologien zuständige Green Tech Loan Office und von der Biden-Regierung mit großem Einfluss ausgestattete Amt könnte zur Verschwendung und zum Missbrauch von Steuergeldern neigen, wie aus einem neuen Bericht des Officer of the Inspector General (OIG) des Energieministeriums (DOE) hervorgeht.

[In Deutschland ist es der Rechnungsprüfungsausschuss, ein Unterausschuss des Haushaltsausschusses, der der Regierung „auf die Finger“ schaut. Dabei arbeitet er eng mit dem Bundesrechnungshof zusammen.]

Das Loan Programs Office (LPO) des Energieministeriums, das mit Steuergeldern aufstrebende grüne Unternehmen subventioniert, die sonst möglicherweise Schwierigkeiten hätten, private Investitionen anzuziehen, bereitet dem OIG besondere Sorgen, da sein Budget unter der Biden-Regierung auf über 400 Milliarden Dollar explodiert ist und sein Due-Diligence-Prozess möglicherweise beschleunigt wurde, schrieb das OIG in seinem Bericht . Das OIG sah außerdem das Risiko, dass das LPO ausländische Gegner finanzieren könnte, und verwies auf zwei inzwischen gekündigte Kredite im Gesamtwert von 400 Millionen Dollar an Unternehmen mit mutmaßlichen Verbindungen zu bedenklichen ausländischen Unternehmen.

[Due Diligence (aus dem Englischen frei übersetzt: „mit gebührender Sorgfalt“) ist ein Prüfprozess bei dem Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken im Hinblick auf wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und finanzielle Verhältnisse analysiert wird.]

„Die meisten Kreditvollmachten laufen zwischen 2026 und 2030 aus, was bedeutet, dass das LPO sein Portfolio in beschleunigtem Zeitrahmen mit Geschäften im Gesamtwert von Hunderten von Milliarden Dollar abwickeln muss.

…. Der Druck, diese Fristen einzuhalten, birgt das Risiko, dass das LPO Kredite ausgeben wird, die es ohne die drohenden Fristen sonst nicht berücksichtigen würde, weil nicht genügend Zeit bleibt, um eine gründliche Due Diligence durchzuführen, Bedingungen auszuhandeln, die die während der Due Diligence identifizierten Risiken wirksam mindern könnten, und alternative Projekte in Betracht zu ziehen, die möglicherweise ein günstigeres Risikoprofil bieten“, warnte der Bericht.

(VERWANDTE THEMEN: Bidens Green Loan Czar soll über 1 Milliarde Dollar an eine Firma zahlen, die mit seiner alten Handelsgruppe – und seinem aktuellen Büro – verbunden ist)

DOE OIG-Bericht zu LPO von Nick Pope

„Alle diese Risiken verstärken sich gegenseitig in einer Weise, die letztlich ein erhöhtes Risiko eines Kreditausfalls mit dem Steuerzahler als Zahlungsschuldner darstellt“, erklärte das OIG über LPO. „Mit über 400 Milliarden Dollar an möglichen Krediten und Garantien ist dies eines der größten finanziellen Risiken, mit denen das Ministerium heute konfrontiert ist.“

OIG-Bericht-Seite-5  Aufstockung der Kreditermächtigung um 385 Mrd. $ im Rahmen von Ergänzungsanträgen und jährlichen Sammelbewilligungsgesetzen … Die neue Kreditermächtigung in Höhe von 385 Mrd. USD umfasst sowohl Programme mit gesetzlichen Obergrenzen als auch Programme, für die es keine gesetzliche Obergrenze gibt. Das LPO schätzt, wie viel es im Rahmen dieser Programme verleihen kann

Präsident Joe Bidens Gesetzgebungsagenda – darunter das Infrastructure Investment and Jobs Act (IIJA), das CHIPS and Science Act, das Inflation Reduction Act und der Puerto Rico Energy Resilience Fund – füllte die Kriegskasse von LPO mit großen Geldsummen, die an junge grüne Unternehmen ausgegeben werden sollen. Diese Gesetze sowie die Haushaltsentwürfe des Kongresses stellten LPO laut dem OIG-Bericht insgesamt mindestens 400 Milliarden Dollar zur Verfügung.

Die Daily Caller News Foundation hat in der Vergangenheit über LPO und seine Darlehensempfänger berichtet, unter anderem über die bedingte Zusage, Entek, einem Unternehmen, das Komponenten für Elektrofahrzeuge herstellt, mehr als eine Milliarde Dollar zu leihen. Entek hat das Cleantech Leaders Climate Forum unterstützt, die „ gemeinnützige Schwesterorganisation “ eines Branchenverbands, den LPO-Chef Jigar Shah vor seinem Eintritt in die Biden-Regierung gegründet hat, und er ist Co-Gastgeber einer 2023 gemeinsam mit LPO organisierten Konferenz.

Das DOE antwortete nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

Alle von der Daily Caller News Foundation, einem unabhängigen und überparteilichen Nachrichtendienst, erstellten Inhalte stehen jedem seriösen Nachrichtenverlag, der ein großes Publikum erreichen kann, kostenlos zur Verfügung. Alle erneut veröffentlichten Artikel müssen unser Logo, den Namen unseres Reporters und seine DCNF-Zugehörigkeit enthalten. Bei Fragen zu unseren Richtlinien oder einer Partnerschaft mit uns wenden Sie sich bitte an  licensing@dailycallernewsfoundation.org .

https://dailycaller.com/2024/11/27/bidens-green-tech-loan-office-potentially-prone-to-waste-watchdog-report/

 




Planwirtschaft statt Versorgungssicherheit – Die Verteilung des Mangels oder: Vom Wirtschaftswunder zur ökonomischen Degeneration

Billiger Norden, teurer Süden, Wälzung der Netzkosten, staatliche Stützungen und angebotsorientierte Versorgung – viele Ideen sollen helfen, den absehbaren Strommangel „gerecht“ zu verteilen. In diesen Fragen sind wir die globalen, aber einsamen Vorreiter.

von Frank Hennig

In jeder Staatsplanwirtschaft kommt es früher oder später zum Mangel, egal, ob diese aus realsozialistischer oder grünökologischer Ideologie heraus eingeführt wurde. In beiden Fällen wird die Marktwirtschaft mit ihrem selbstregelnden Effekt aus Angebot und Nachfrage erstickt. In funktionierenden Märkten würden nicht massenhaft Autos gebaut, die nur wenig gekauft werden und auf der Halde landen. Es gäbe keinen Mangel an Energie, weil steigende Preise Investitionen auslösen würden. Der Energiemix würde nicht aus klimaideologischen Gründen eingeengt, der Neubau von sauberen konventionellen Kraftwerken würde nicht verboten sein. Und der Kunde wäre überall König.

Unter dem Vorwand der globalen Klimarettung von deutschem Boden aus greift heute der Staat kleinteilig in wirtschaftliche Prozesse ein und kennt dabei nur zwei Instrumente: Verbote und Subventionen. Da politisch gewünschte Technologien emissionsarm, aber nicht marktfähig sind, erfolgen Investitionen nur noch mit staatlichem Förder- oder umgeleitetem Verbrauchergeld. Ursprünglich unterstützte das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nur die Naturenergien, heute muss das Backupsystem aus Netz- und Kapazitätsreservekraftwerken und künftigen Gaskraftwerken mit Staatsgeld gestützt werden. Absehbar brauchen Teile des Netzausbaus und der Industriestrompreis eine Geldspritze. Das System aus Erzeugung, Transport und Verbrauch wird also in allen Bereichen durch Staatsgeld aufrechterhalten werden müssen, weil es sich am Markt nicht trägt und im internationalen Vergleich nicht mehr wettbewerbsfähig ist.

Die interessengeleitete Verstetigung von Subventionen für dauerhaft unrentable Technologien setzt die staatsplanwirtschaftliche Ineffektivität in Gang. Am Beispiel der Windkraft: Mit Inkrafttreten des Stromeinspeisungsgesetzes 1991 begann die Förderung der Windkraft, damals unmerklich und unbedeutend aufgrund nur weniger Anlagen. Mit dem EEG im Jahr 2000 setzte der umfangreiche Ausbau ein, ohne dass das EEG, eigentlich als Instrument zur Markteinführung gedacht, sinnvoll novelliert worden wäre. Bedenkt man die 20-jährige Abnahme- und Strompreisgarantie heute in Betrieb gehender Anlagen, ergibt sich ein Förderzeitraum für die Windkraft von mehr als 50 Jahren. Ist eine Technologie nach so langer Zeit nicht marktfähig, so ist sie ein totes Pferd und man sollte absteigen.

Aber vielleicht erreicht man die Marktfähigkeit doch mit einer größeren Anzahl der Windkraftanlagen? Das Gegenteil ist der Fall, es setzt eine Selbstkannibalisierung ein. Bei gutem Wind wird so viel Strom ins Netz gedrückt, dass der Großhandelspreis verfällt, teils bis zu negativen Preisen. Das ist eine Form der Geldverbrennung und volkswirtschaftlich grober Unfug. Bei wenig Wind und guten Marktpreisen hingegen können die Anlagen nur wenig liefern. Am Ende verdienen sie am Markt nicht das Geld, um die steigenden Betriebskosten zu erwirtschaften. Sie bleiben ein Fall für die staatliche Geldinfusion.

Die EEG-Umlage war im Staatshaushalt für 2024 mit etwa zehn Milliarden Euro berücksichtigt, gebraucht wird nun mehr als das Doppelte. Die aufgeregte Diskussion um die Verwendung der „eingesparten“ zehn Milliarden Euro für die Intel-Förderung ist völlig obsolet, das Geld ist schon im EEG-Umlagekonto versenkt. 2025 steht ein Bedarf etwa in gleicher Höhe an, denn die EEG-Umlage ist gewissermaßen konsumtiv verwendetes Geld, es hält die Windkraft und die anderen Ökoenergien am Leben. Würde man für diese Summe einige Kernkraftwerke reaktivieren oder saubere Kohlekraftwerke neu bauen, hätten wir kurz- bis mittelfristig wertschöpfende und sich selbst tragende Anlagen.

Die verstetigte Förderung am Markt unrentabler Technologien macht unser Energiesystem dauerhaft unwirtschaftlich und lässt die Strompreise weiter steigen.

Mit der Gewalt von Gesetzen

In Deutschland schreibt die Windlobby über die Grünen als ihr politischer Arm de facto die entsprechenden Gesetze selbst. Folgende Gesetze wurden über die Jahre so reformiert, besser gesagt, deformiert, dass weder Natur- noch Menschenschutz gegenüber dem exzessiven Ausbau der Windkraft mehr gegeben ist:

  • Investitionsbeschleunigungsgesetz (Verkürzung des Rechtsweges)
  • Umweltrechtsbehelfsgesetz (Verschärfung)
  • Bundesnaturschutzgesetz (Einschränkungen des Naturschutzes)
  • Baugesetzbuch („uneingeschränkte Privilegierung der Windkraft“)

Die Aufzählung ist nicht vollständig.

„Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu machen“, wusste schon Montesqiueu. Mit einer steigenden Zahl an Gesetzen beginnt jedoch eine Interventionsspirale, denn jedes neue Gesetz, jede weitere Verordnung treibt die Bürokratie und eröffnet Umgehungstatbestände, denen wiederum kleinteilig begegnet werden muss. Am Ende bekommt die Planwirtschaft einen so hohen Preis, dass sie ineffektiv wird und Mangel erzeugt.

Um den zutage tretenden Mangel beherrschen zu wollen, sind immer mehr Gesetze nötig. Sieht man die Novelle des Atomgesetzes (Atomausstieg) und das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) als ursächlich für die eingetretene Entwicklung an, so waren das Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz (EKBG) mitsamt der vereinbarten Sicherheitsbereitschaft für Braunkohlekraftwerke – inzwischen ausgelaufen – die Folge, und auch das noch zu verabschiedende Kraftwerkssicherheitsgesetz (KWSG) auf der Grundlage der verschleppten Kraftwerksstrategie ist Ergebnis dessen.

Milderung sollte auch das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) bringen, ein Wolf im falschen Pelz. Es beinhaltet weniger Fragen der Effizienz, sondern deckelt den Energiebedarf. 22 Prozent Einsparung bis 2030 sollen erreicht werden, was aber durch Effizienzsteigerung nicht erreicht werden kann. Dieses Gesetz verhindert nicht nur Wachstum, es beschleunigt die Deindustrialisierung.

Dennoch traut sich niemand, an den Ursachen EEG, Atom- und Kohleausstiegsgesetz zu rütteln. Obwohl im Abschlussbericht der Kohlekommission noch von bedarfsgerechter Stromproduktion die Rede ist und der Versorgungssicherheit hohe Bedeutung zugemessen wird, äußern sich die ehemaligen Mitglieder nicht zu Gesetzesverstößen des Wirtschaftsministers gegen den Paragrafen 54 des KVBG, der wiederholte Zwischenberichte zum Verlauf des Kohleausstiegs festschreibt. Der erste Bericht war für Sommer 2022 vorgeschrieben, es gibt ihn bis heute nicht.

Eine „Große Transformation“ wird politisch wie medial als alternativlos begrüßt, offenbar in Unkenntnis darüber, was sie eigentlich bedeutet. Da überrascht eine deutliche Aussage von RWE-Chef Markus Krebber, der die deutsche Stromversorgung im Fall einer Dunkelflaute an den Grenzen sieht und für den Tiefwinter eine bedenkliche Prognose abgibt. Wer sich für den Verlauf der nationalen Energiewende interessiert, war nicht überrascht, diese Fakten sind nicht neu. Überrascht kann man sein, dass die anderen – Eon, Uniper, LEAG, die Übertragungsnetzbetreiber, Stadtwerke, Politiker, Gewerkschaften – dröhnend schweigen und eine Gefahr nicht erkennen wollen.

Vorstände von Aktiengesellschaften werden von Aufsichtsräten berufen, verlängert oder entlassen. Die Aufsichtsräte sind auch politisch besetzt mit aktiven oder ehemaligen Politikern und Gewerkschaftsfunktionären, die meist ein Parteibuch haben. Die Laufzeiten im oberen Management sind meist übersichtlich im Rahmen weniger Jahre. Diese Zeiten ohne Kündigungsschutz müssen die Vorstände nutzen, um so viel wie möglich Geld zu verdienen, und sie versuchen natürlich, die Verträge verlängert zu bekommen. Politisch unbequeme Aussagen werden deshalb vermieden, Regierungskritik sowieso.

Die Schweigespirale sorgt dafür, dass nur wenige Klartext sprechen. Auch Herr Krebber war bisher nicht deutlich zu vernehmen, RWE verdient das Geld zunehmend im Ausland.

Management des Mangels

Die grüne Elite entwickelt unterdessen Ideen, wie der Mangel gestaltet werden kann. Einige der Ideen würden die ehemaligen Mitglieder der staatlichen Plankommission der DDR anerkennend nicken lassen. Eine „angebotsorientierte Versorgung“ allerdings wäre damals nicht in Frage gekommen, es hätte dem internationalen Ruf der Republik als Industrieland geschadet. Dieser war dem Politbüro wichtig.

Die Bundesnetzagentur erwägt die erneute Einteilung Deutschlands in Zonen. Fünf Preiszonen sollen Standortentscheidungen für Neuinvestitionen beeinflussen. Über abgestufte Baukostenzuschüsse für Netzanschlüsse sollen Investitionen in den Norden gelenkt werden, wo (zeitweise) viel Windstrom anfällt. Das erspart den Transport in den Süden und einen Teil des Netzausbaus, hofft man. Verlierer würden die südlichen Bundesländer sein mit hohen Anschlusskosten. Der Effekt ist fraglich, wer würde tatsächlich noch Großinvestitionen in Deutschland tätigen, wenn zwar die Anschlusskosten lokal niedrig, die Stromkosten aber hoch und weiter steigend sind? Wenn kein oder wenig Wind weht, hat der Norden dieselben Probleme wie der Süden.

Üblicherweise geht im Westen die Sonne unter, künftig gehen die Lichter womöglich eher im Süden aus. Das Bundeskartellamt stellt in seinem Marktmachtbericht Stromerzeugung 2023/2024 fest:

„Perspektivisch dürfte die wettbewerbliche Bedeutung der verbleibenden dargebotsunabhängigen (d.h. konventionellen – d.A.) Kraftwerkskapazitäten der großen deutschen Stromerzeuger für die Deckung der Nachfrage wieder zunehmen. Hintergrund ist der geplante, … auch teilweise schon umgesetzte Rückbau dargebotsunabhängiger Kraftwerkskapazitäten. … gegen Ende des Berichtszeitraums und danach wurden insgesamt rund 11,4 GW dargebotsunabhängiger Kraftwerkskapazitäten (wieder-)abgeschaltet … Bis 2026 sollen im Saldo weitere rund 4,4 GW Kraftwerksleistung abgeschaltet werden. Dem stehen Neubauten und in diesem Zeitraum zu realisierende Neubauprojekte in Höhe von lediglich rund 1,6 GW gegenüber.“

Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller (Grüne), sieht im FAZ-Interview eher im Überangebot von Solarstrom im Süden eine Gefahr aufziehen. Die Frage, ob Blackouts drohen, umgeht er: „Ich mache mir Sorgen um technischen und finanziellen Stress. Mehr als diese Formulierung werden Sie von mir als Präsident der Bundesnetzagentur nicht hören.“

Den Start von Ausschreibungen für Gaskraftwerke Anfang 2025 hält er für unmöglich, eher für 2026. Das ist schlecht für den Süden, aber die CSU unterstützte die Stromwende von Anfang an. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion stimmte 2011 der Änderung des Atomgesetzes zum Atomausstieg mit 224 Ja-Stimmen bei 5 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen zu. Dieses Stimmverhalten erreicht zwar nicht die späteren 100-Prozent-Martin-Schulz, aber dem Niveau der Kandidaten der Nationalen Front der DDR hätte es entsprochen. Auch der stark nachhängende Netzausbau und der Kohleausstieg setzte bei der CSU in den Jahren danach kein Nachdenken in Gang, eher eine Neiddebatte über das Strukturwandelgeld für die Kohleländer.

Der damalige bayerische Umweltminister Söder drohte 2011 sogar mit Rücktritt, wenn der Atomausstieg nicht bis 2022 kommt. Er sah dann jahrelang tatenlos zu, wie in seinem Land und deutschlandweit gesicherte Kapazitäten abgebaut wurden. Oder das Denken war einfach sehr schlicht und er verstand die zahlreich aufgebauten PV-Anlagen als Ersatz. Dass Windkraftanlagen in Bayern auf Grund der niedrigen Windgeschwindigkeiten sowohl ökonomisch wie ökologisch und auch hinsichtlich der Versorgungssicherheit (das tun sie nirgendwo in Deutschland) keinen Sinn machen, hat er offenbar immer noch nicht realisiert.

Erst als die Abschaltung vom Kernkraftwerk Isar 2 in Sichtweite war, besuchte er gemeinsam mit CDU-Chef Merz das Kraftwerk und bekam Zusammenhänge erklärt. Nun brüllt der bayerische Löwe die Grünen an, Wählerstimmen werden gebraucht. Danach werden die Grünen selbst gebraucht.

Raus aus der Misere

Wie könnte man den Kurs ändern? Mit etwas Kosmetik in künftigen Koalitionsverhandlungen ist es nicht getan. Konkrete Vorschläge enthält ein Offener Brief des Aktionskreises Energie und Naturschutz und des Deutschen Arbeitgeberverbandes an die Parteispitzen von CDU und CSU. Die mögliche Reaktivierung einiger Kernkraftwerke wurde nun in einer Studie untersucht, neun Anlagen könnten mit einem einmaligen Aufwand von 20 Milliarden Euro zurück in den Leistungsbetrieb geholt werden, dies entspricht etwa der steuerfinanzierten EEG-Umlage eines einzigen Jahres.

Der Mangel würde gemildert, die Emissionen gesenkt, die Abhängigkeit vom Ausland verringert, die Strompreise gedämpft. Demgegenüber steht eine reaktionäre 80er-Jahre-Ideologie, die sich völlig überlebt hat, aber von den etablierten Parteien noch mitgetragen wird. Das ist Mangel an Wissen, Realitätssinn und Charakter. In diesem Sinne äußerte schon Albert Einstein: „Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ Überschreitet Mangel ein bestimmtes Maß, wird er gefährlich. Es ist Zeit, zu handeln




Kältereport Nr. 47 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Winter allerorten auf der Nordhemisphäre – nur West- und Mitteleuropa liegen noch auf einer Insel der Seligen. Besonders interessant ist aber, das Süd- und Südostasien in den Meldungen auftauchen. Die dortige „Kälte“ ist zwar nicht vergleichbar mit unseren Verhältnissen, aber die Menschen dort sind es nicht gewöhnt – und Heizungen sind in Vietnam ein Fremdwort.

Mehrfach taucht der Begriff des „Lake Effect“ in den Meldungen aus Amerika auf. Was es damit auf sich hat, wird in einem Anhang zu diesem Kältereport ausführlicher erläutert.

Meldungen vom 2. Dezember 2024:

Kälte und Schnee in den USA

Eine arktische Luftmasse hat am Wochenende weite Teile der USA erfasst und Rekordschneefälle und extrem niedrige Temperaturen gebracht.

Reisende, die an Thanksgiving unterwegs waren, sahen sich mit tückischen Bedingungen konfrontiert, wobei die Gemeinden an den Großen Seen und in den nördlichen Ebenen am meisten unter den unerbittlichen Stürmen mit Lake-Effect und der eisigen Luft zu leiden hatten.

Auf dem New Yorker Tug Hill Plateau fielen in der Ortsdchaft Barnes Corners bis Sonntag früh 117 cm Schnee. Im nahe gelegenen Copenhagen waren es sogar noch mehr: Laut NWS-Daten sammelten sich bis Sonntagabend 150 cm an.

Die Anwohner waren stundenlang mit dem Ausgraben beschäftigt. „Wir schaufeln einfach weiter“, sagte Kevin Tyo, der das Wochenende damit verbrachte, mit seinem Pflug, Traktor und seiner Schneefräse gegen die Verwehungen anzukämpfen.

Die Behörden forderten die Anwohner auf, zu Hause zu bleiben, und bezeichneten das Ereignis als „Schneemageddon“.

Umrechnung in cm von oben nach unten: 150 cm; 120 cm; 116 cm; 96 cm; 60 cm

In Erie, Pennsylvania [am Erie-See], waren am frühen Sonntag fast 80 Zentimeter Schnee gefallen, so dass selbst die Räumfahrzeuge nicht mehr vorankamen. In North East fielen von Freitagmorgen bis Samstagnachmittag über 100 cm Schnee, und die Anwohner berichteten von mühsamen Räumungsarbeiten.

In Michigan wurden Teile der oberen Halbinsel mit mehr als 61 cm vom Lage Effect-Schnee getroffen. Gaylord stellte am Freitag mit 63 cm einen neuen Rekord für einen einzigen Tag Schneefall auf und brach damit einen seit 1942 gehaltenen Rekord. Der Schnee hat die Vorbereitungen des Treetops Resorts auf die Skisaison beschleunigt, doch hat der Schneefall auch seine eigenen Probleme mit sich gebracht, nämlich die Räumung von Parkplätzen.
Die etablierten Medien, die gerne jedes Wetter mit der „globalen Klimaerwärmung“ in Verbindung bringen, tun sich mit diesen Vorgängen wirklich schwer:

Dieses Narrativ wird von Tag zu Tag dümmer“, schreibt der Geowissenschaftler Dr. Matthew Wielicki auf X. “Gott sei Dank lehnt der ganze Planet es ab.“

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Ein Meter Neuschnee in Teilen von Ontario

Auch nördlich der Grenze, etwa in Ontario, hat es in weiten Teilen einen Meter Schnee gegeben, und es wird noch mehr kommen.

Schneeverwehungen von den Großen Seen haben Städte überzogen, Abschnitte des Trans-Canada Highway gesperrt und Zehntausende von Haushalten ohne Strom gelassen.

In Gravenhurst sind seit Freitag mehr als 140 cm Schnee gefallen, was die Stadt in Zentralontario dazu zwang, den Katastrophenzustand auszurufen.

Schnee in Ontario, 1. Dezember 2024.

Diese Schneemassen sind für unsere Verhältnisse zwar wirklich gigantisch, stellen aber für dortige Verhältnisse keine großen Rekorde dar. Tatsächlich bemüht Cap Allon nur einmal den Terminus „Rekord“. So viel zum Punkt „Noch nie dagewesen“. A. d. Übers.

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Weitere Ladung Schnee für Europa

Hier gibt Cap Allon ausschließlich eine Vorhersage aus heutiger Sicht (Montag) für einen Wintereinbruch in fast ganz Europa ab dem nächsten Wochenende. [Vorgriff zum 7. 12.: Das ist eine Fehlprognose] A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/us-battered-by-cold-and-record-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 3. Dezember 2024:

Extreme Kälte in Pakistan

Beißende Kälte hat Pakistan erfasst. In Duki, Belutschistan, gab es einen historischen Hagelsturm, der einen 42-jährigen Rekord brach. Auch der Schnee hat die Kälte in der Region verstärkt und zu erheblichen Schäden an Sonnenkollektoren und Bäumen geführt.

Malerische Schneefälle haben das Neelum-Tal verwandelt und Arang Kel und Upper Gres bedeckt. Auch Kalam und Swat sind unter einer hohen Schneedecke begraben, und die Berge von Balakot und das Kaghan-Tal sind ebenfalls bedeckt, was das tägliche Leben beeinträchtigt.

Die Temperaturen sind landesweit stark gesunken. In Leh und Quetta wurden am Montag mit jeweils -8°C die niedrigsten Temperaturen gemessen. Auch in Skardu, Gupis und Hunza herrschte extreme Kälte, wobei Kalam mit -1°C etwas unter den Gefrierpunkt sank.

In einigen Regionen wurden erhebliche Ernteschäden gemeldet, was die Herausforderungen für die Menschen vor Ort noch vergrößert.

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Kanada: Schneereicher November im Red Mountain-Gebiet

Das RED Mountain Resort in den Kootenay Mountains in British Columbia startet mit Rekord-Schneefällen in die Saison. Der November war der zweit-schneereichste November in diesem Skigebiet. 190 cm Schnee trafen auf die Pisten und bildeten eine solide Basis von 128 cm.

Die Stürme von Anfang November brachten 52 cm Schnee. Zwischen dem 9. und dem 26. zogen drei kräftige Tiefdruckgebiete durch, die an einem einzigen Tag jeweils über 20 cm Schnee brachten.

Die diesjährige Schneemenge übertrifft den historischen November von 2005, als sich vor Saisonbeginn 196 cm Schnee ansammelten. Diese Vorsaison ist nur 6 cm von diesem Rekord entfernt, und die Prognosen deuten darauf hin, dass 2024 sogar dieses epische Jahr übertroffen wird.

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Florida: Rekord-Kälte droht

Florida wird diese Woche wieder in den Winter zurückversetzt, wobei die Temperaturen im Landesinneren auf Werte unter 5 Grad und an der Küste auf Werte zwischen 5 und 10 Grad sinken werden. Dienstag- und Mittwochmorgen werden die kältesten Tage sein und möglicherweise Rekorde brechen.

Die für West Palm Beach erwarteten Tiefsttemperaturen von 7°C liegen weit unter der Norm von 18°C Anfang Dezember und nähern sich den niedrigsten jemals gemessenen Werten für den 3. Dezember (6°C im Jahr 1903) und den 4. Dezember (5°C im Jahr 1974).

Abwarten, ob aus dieser Vorhersage Realität wird.

Während Florida friert, werden Teile des Nordostens weiterhin von rekordverdächtigen Schneefällen heimgesucht. In einigen Gebieten liegt bereits fast 1 Meter Schnee, Tendenz steigend! Die Bedingungen hier sollen bis Mitte der Woche anhalten, was für viele in dieser Gegend einen der kältesten und schneereichsten Dezemberanfänge seit langem bedeutet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/severe-cold-hits-pakistan-florida?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 4. Dezember 2024:

Schottland: Weiterer Wintereinbruch

UK wird erneut von schwerem Winterwetter heimgesucht, wobei Schottland als erstes davon betroffen ist.

Starker Schneefall und sinkende Temperaturen sorgen im ganzen Land für gefährliche Bedingungen. Das Met. Office hat mehrere Warnungen herausgegeben, darunter eine weitere „gelbe“ Warnung für Schnee und Eis, die mindestens bis Donnerstag gelten soll.

Eine Kaltfront sorgt für Schnee, Glatteis und starke Windböen bis 75 km/h. Der Prognostiker Honor Criswick warnte: „In den höheren Lagen wird es weiterhin schneien, ebenso wie bis in den Süden der Pennines hinein.“

Es wurden bereits Temperaturen von -7 °C gemessen, und im Laufe der Woche werden noch kältere Bedingungen erwartet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snow-returns-to-scotland-and-wider?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 5. Dezember 2024:

Kaschmir: Extremer Frost bis –18°C

Die lähmende Kälte hat die Regionen Kaschmir und Ladakh in Indien weiterhin fest im Griff und lässt die Temperaturen auf anomal niedrige Werte sinken.

In Srinagar wurden in der Nacht zum Mittwoch -2,1 °C gemessen, in Pahalgam sank die Temperatur auf -5,3 °C und in Gulmarg auf -3,6 °C.

Der Zojila-Pass, eine lebenswichtige Verbindung zwischen Kaschmir und Ladakh, lag unter hohem Schnee begraben, und die Temperatur fielen bis auf -18 °C, so dass er geschlossen werden musste und wichtige Lieferungen über den Pass nicht mehr möglich waren.

In Ladakh selbst herrschten in den Bezirken Leh und Kargil Temperaturen unter -9°C, und abgelegene Gebiete waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Laut lokalen Prognosen gibt es keine Anzeichen für ein Abklingen der Kältewelle.

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Antarktisches Plateau: Kälter als im Mittel

Auf dem antarktischen Plateau bleibt es weiterhin außergewöhnlich kalt, auch wenn der Kontinent in den Sommer eintritt.

An der Südpolstation lag die Durchschnittstemperatur vom 1. bis 4. Dezember bei -35,8 °C und damit weit unter der historischen Norm von -31,5 °C.

Auch an der Wostok-Station herrschten mit -43,1 °C am 5. Dezember extreme Bedingungen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort, in denen das antarktische Plateau Monat für Monat Kälterekorde gebrochen hat.

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Ein weiterer Schub Lake Effect-Schnee an den Großen Seen

Ein ausgeprägtes Tiefdrucksystem wird bis Freitag im Norden der USA und im Süden Kanadas weitere Schneefälle bringen.

In Kanada wird für das südliche Ontario, einschließlich Toronto und Ottawa, eine Schneehöhe von 25 cm vorhergesagt, während für das südliche Quebec, einschließlich Montreal, ähnliche Mengen erwartet werden.

Im nördlichen Wisconsin, auf der oberen Halbinsel von Michigan und im nördlichen Minnesota könnte es in den kommenden Tagen noch einmal einen halben Meter Schnee geben. Auch in West-Michigan und Nord-Ohio ist mit weiterem Schneezuwachs zu rechnen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/kashmir-freezes-at-18c-04f-below?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 6. Dezember 2024:

Der Big Freeze in Nordindien intensiviert sich

In Jammu und Kaschmir sowie in Ladakh herrscht weiterhin eisige Kälte, die sich sogar noch verschärft und in vielen Regionen Frost bringt.

In Leh wurden -10°C gemessen, während sich der Zojila Pass -20°C näherte. Srinagar, Pahalgam, Qazigund und Gulmarg fröstelten alle weit unter null Grad, ebenso Shopian, Larnoo und Pulwama.
Gewässer wie der Dal-See im Kaschmirtal sind teilweise zugefroren.

Das indische Wetteramt sagt für das Wochenende einen weiteren Rückgang voraus. Vom 10. bis 14. Dezember soll es überwiegend trocken sein, ab dem 15. Dezember soll es in den höheren Lagen vereinzelt schneien.

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Kälte-Einbruch in Vietnam

Weiter östlich zieht am Freitag eine selten intensive Kaltfront über Nordvietnam hinweg und lässt die Temperaturen im Flachland auf 15°C und in den Bergen unter 10°C sinken. Vor allem das Tiefland und die zentralen Regionen sind an eine solche Kälte nicht gewöhnt.

Nach Angaben des Nationalen Zentrums für hydrometeorologische Vorhersage trifft die Kälte zunächst die östlichen Gebiete und dehnt sich bis Samstag nach Westen und über die nördlichen Ebenen aus.

AccuWeather sagt für Hanoi einen drastischen Temperaturabfall voraus, wobei die Temperaturen am Samstag kaum 16°C erreichen werden, was etwa 6°C unter der Norm liegt. Die Kälte wird sich dann bis nach Zentralvietnam ausbreiten, wo das Thermometer einstellige Werte erreichen könnte (C).

Diese für die Jahreszeit ungewöhnlich kalten Bedingungen fallen in einem Land auf, in dem die Winter normalerweise mild sind. Solche Kältewellen sind zwar nicht beispiellos, aber doch selten und stören oft das tägliche Leben, die Landwirtschaft und den Energiebedarf in Gebieten, die auf anhaltende Kälte nicht vorbereitet sind.

Die jüngste Kältewelle wird mindestens bis nächsten Dienstag andauern, und längerfristige Prognosen sagen weitere Ausbrüche im Dezember voraus.

Im vergangenen Monat wurden vier solcher Kältewellen verzeichnet, wobei in Lang Son vom 26. bis 28. November Tiefstwerte von 7°C gemessen wurden.

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Frost und weitere starke Schneefälle in den USA

Die Kältewelle, welche die östliche Hälfte der Vereinigten Staaten und weite Teile Kanadas mit starkem Schneefall, heftigen Winden und eisiger Kälte heimgesucht hat, wird bis Freitag dauern:

GFS 2m Temperatur-Anomalien am 6. Dezember [tropicaltidbits.com].

Erie, PA, ist nach wie vor mit am stärksten betroffen, und bis zum frühen Samstag gilt hier eine neue Schneesturmwarnung. Die Schneemengen könnten südlich der Interstate 90 [= Autobahn] bis 60 cm erreichen, mit Windböen bis 90 km/h. Verkehrsbehinderungen und Schulschließungen sind weiterhin zu erwarten.

Die Region der Großen Seen wird weiterhin von Schneefällen heimgesucht, und im Tahquamenon Falls State Park in Michigan wurden mehr als 120 cm Schnee gemeldet. In Teilen von Connecticut fielen 22 Zentimeter Schnee, während in den höchsten Lagen des westlichen New York mehr als 150 cm Schnee gemeldet wurden. Schneeschauer trafen Städte wie Boston, Hartford und Providence, wobei starke Winde zu Stromausfällen führten.

Es wird erwartet, dass sich der Frost an der Ostküste am Freitagmorgen weiter verschärft.

Die Kälte hat sich nach Süden ausgedehnt, wo in der Nähe von New Orleans Temperaturen zwischen 0 und -5°C gemeldet wurden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/northern-indias-big-freeze-intensifies?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Anhang: Was ist der „Lake Effect“?

Dieser Effekt ist ein normales Phänomen im Gebiet der Großen Seen im Grenzgebiet von den USA und Kanada. Die aus Kanada heran wehende extrem kalte Festlandsluft streicht über die Seen mit ihrem offenen Wasser. Dabei labilisiert sich die Luftmasse natürlich, das heißt der vertikale Temperaturgradient wird stark negativ. Dies wiederum führt zu erheblicher Konvektion, sprich zu Schneeschauern, die in der Regel sehr kräftig ausfallen. Solange sich die Strömungsrichtung nicht ändert, ziehen diese Schneeschauer auf einem relativ eng begrenzten Streifen bis weit über die Seen hinaus. Abseits dieses Streifens schneit es kaum – bis bei einer graduellen Änderung der Strömungsrichtung auch diese Gebiete erfasst werden.

Die Schneemengen dieses Lake-Effekts sind in der Regel beachtlich, für unsere Verhältnisse jedenfalls. Die Stadt Buffalo, die relativ zu dieser Erscheinung günstig liegt, befindet sich häufig in jenem Streifen, wobei allein im Stadtgebiet selbst schon erhebliche Unterschiede bzgl. der Schneehöhe auftreten können. Aber man ist dort natürlich daran gewöhnt, und der Effekt ist dort keine Schlagzeile in den Medien wert.

Immerhin weist das Phänomen eine Größenordnung im synoptischen Scale auf und wird vom GFS-Modell der NOAA gut erfasst. Als Beispiel sei hier die Wetterlage im Gebiet der Großen Seen an einem beliebigen Tag bei einer solchen Wetterlage gezeigt:

Simulierte Niederschlagsmenge 3-stündig

Simulierte Niederschlagsmenge 24-stündig.

Man beachte, dass die Niederschläge naturgemäß auf der Leeseite der Seen simuliert werden.

Nebenbei: Der Lake-Effekt tritt bei der entsprechenden Wetterlage auch in Mecklenburg auf, wenn aus Nordosten kommend Festlandsluft sibirischen Ursprungs die noch eisfreie Ostsee überstreicht. Nur ist eben eine solche Wetterlage bei uns sehr selten – im Gegensatz zum Gebiet der Großen Seen, wo dieser Vorgang regelmäßig bei Westlagen auftritt.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 48 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 6. Dezember 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE