Woher kommt der Strom? Regenerative Stromerzeugung ganztägig unter Bedarf

19. Analysewoche 2024 von Rüdiger Stobbe

Es war eine Woche, die sich in zwei Teile gliedern lässt: Die ersten drei Tage lag die regenerative Stromerzeugung ganztägig unter dem Strombedarf und es wurde ganztägig Strom importiert. Das Preisniveau lag im hohen Bereich. Der mittlere Strompreis für die drei Tage lag bei 92€/MWh. Die letzten vier Tage der Woche hingegen waren ´klimatechnisch` echte Erfolgstage. Einmal, am Freitag, kratzte die regenerative Stromerzeugung an der Deckung des Strombedarfs. Dreimal überstieg die regenerative Stromerzeugung den Strombedarf Deutschlands. Hinzu kommt noch die zusätzlich zwecks Netzstabilisierung notwendige konventionelle Stromerzeugung. So kam es an allen vier Tagen zu einer mehr oder weniger hohen Stromübererzeugung. Weil für den überschüssigen Strom keine ausreichenden Speichermöglichkeiten gibt, muss dieser Strom praktisch verschenkt werden. Der mittlere Strom-Preis lag für die vier Tage bei 48€/MWh. Am Samstag und Sonntag musste zum verschenkten Strom noch ein Abnahmebonus an die Länder gezahlt werden, die den Strom abnahmen. Dieser Chart belegt, dass der Preis bei Strom-Exporten (keine Fläche über der Null-Prozent-Linie ausgefüllt) niedrig ist, bei Strom- Importen (rote Fläche) hingegen hoch ist. Nur Strom-Importe in der Nacht liegen im mittleren Preissegment.  Am Abend wird der zuvor evtl. mit Abnahmebonus verschenkte Strom von Deutschland teuer zurückgekauft. Natürlich nicht genau derselbe Strom. Aber eben Strom, den unsere Nachbarn mittels steuerbarer Kraftwerke zur Verfügung stellen. Als sie den Strom geschenkt bekamen, haben sie diese Kraftwerke etwas heruntergefahren und den Strom aus Deutschland in ihr Stromnetz eingespeist. Auf dieses ´Spiel` sind sie mittlerweile gut vorbereitet. Ganz schön clever, oder? Und weil der Importstrom für Deutschland rechnerisch CO2-frei ist, freuen sich die Klimafreunde. Dass er hingegen teuer ist, ist nicht weiter schlimm. Davon profitieren alle Stromerzeuger. Nur der Stromkunde nicht. Der zahlt.

Warum fallen nur am Samstag und Sonntag die Preise in den negativen Bereich? An diesen beiden Tagen ist wegen des Wochenendes der Strombedarf generell gering. So kommt zum hohen Strom-Angebot eine geringe Nachfrage. Das ist Preisbildung in einer Markwirtschaft. Da werden unsere Freunde der Energiewende und die Besitzer von, sowie Beteiligte an Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung wenig erfreut sein. Sie müssen die negativen Preise, die sie verursachen zwar nicht selbst bezahlen – das machen wir, die Stromkunden – aber sie bekommen keine Vergütung: 

Ab den Jahren 2024 und 2025 verringert sich gemäß § 51 Absatz 1 EEG 2023 der anzulegende Wert auf null, wenn der Spotmarktpreis im Verlauf von drei Stunden oder mehr negativ ist (negative Strompreise). Tritt dieser Fall ein, erhalten betroffene Anlagen rückwirkend ab der ersten Stunde mit negativen Strompreisen keine Marktprämie mehr. Quelle

Das schlägt in´ s Kontor. Weil diese vergütungsfreien Phasen nicht nur immer öfter, sondern zumindest in solarstarken Zeiten (Mai bis August) auch sehr regelmäßig (Wochenende/Feiertag) auftreten werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis gegen den Sachverhalt der vergütungsfreien Stromerzeugung „aufgemuckt“ werden wird. Schließlich rettet Solarstrom die Welt. Das geht auf keinen Fall für ´umme`, so unsere Klimafreunde. Die Politik dagegen fördert und fördert den Zubau von PV-Anlagen, als gäbe es kein Morgen. Doch, das gibt es. Es gibt sogar Prognosen für die Auswirkungen: Unsere vier letzten Tage der 19. Analysewoche sähen bei gleichen Wetterverhältnissen und 86 Prozent Ausbaugrad der Wind- und PV-Stromerzeugung  so aus. Dass bei einem solchen Szenario negative Strompreise anstehen, ist sehr wahrscheinlich. Und denken Sie bitte jetzt nicht: Aber Speicher …! Wäre es einfach, technisch möglich und zu erträglichen Kosten machbar, Stromspeicher in benötigtem Umfang zu bauen, ich garantiere, wir hätten die entsprechenden Speicher schon.

Bei der aktuellen Wetterlage ist gar nicht notwendig, weit in die Zukunft zu schauen. Allein ein Ausblick auf die kommende Analysewoche zeigt die Realität der Stromerzeugung plus Preisentwicklung insbesondere über die Mittagsspitze. Warten wir mal ab, was der Sommer mit noch höherer Solarbestrahlung der Paneele bringt. Zumindest werden es keine hohen Strompreise sein. Wenigstens nicht über Mittag. Und dennoch muss der Stromkunde zahlen. Die negativen Strompreise. Verrückt, nicht wahr?

Wochenüberblick

Montag, 6.5.2024 bis Sonntag, 12.5.2024Anteil Wind- und PV-Strom 45,1 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 62,5 Prozent, davon Windstrom 12,7 Prozent, PV-Strom 32,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,4 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 19. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 19. KW 2024: Factsheet KW 19/2024 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

  • NEU: Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
  • Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
  • Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel.
  • Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
  • Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit immer mehr!

Jahresüberblick 2024 bis zum 12. Mai 2024

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 6.5.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 36,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,1 Prozent, davon Windstrom 13,7 Prozent, PV-Strom 22,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,0 Prozent.

Die Stromerzeugung wird von PV-Strom und ganztägigem Stromimport dominiert. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.5.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Dienstag, 7.5.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 33,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 50,3 Prozent, davon Windstrom 14,7 Prozent, PV-Strom 18,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,1 Prozent.

Etwas weniger PV-Strom, etwas mehr Windstrom. Ansonsten das gleiche Bild wie am Montag. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. April ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.5.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Mittwoch, 8.5.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 33,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 50,9 Prozent, davon Windstrom 8,4 Prozent, PV-Strom 25,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,3 Prozent.

Heute wieder stärkere PV-Stromerzeugung und sinkende Windstromerzeugung. Plus ganztägiger Stromimport. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Mai 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.5.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 9.5.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 46,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,1 Prozent, davon Windstrom 5,6 Prozent, PV-Strom 40,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 18,6 Prozent.

Die PV-Stromerzeugung ist sehr stark. Windstrom wird hingegen kaum erzeugt. Dennoch wird der Bedarf von 11:00 bis 15:00 Uhr übertroffen. Der Preis entwickelt sich entsprechend.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.5.2024: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 10.5. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 47,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,4 Prozent, davon Windstrom 5,6 Prozent, PV-Strom 41,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 18,4 Prozent.

Die PV-Stromerzeugung ist weiter stark. Weil der Bedarf aber etwas höher ist als gestern, wird diese Linie knapp verfehlt. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.5.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag, 11.5. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 53,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 71,5 Prozent, davon Windstrom 11,2 Prozent, PV-Strom 42,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 18,4 Prozent.

Ein schöner Sonnentag zum Wochenende. Der Bedarf ist gering. Die Stromübererzeugung lässt den Preis von 11:00 bis 16:00 Uhr in den negativen Bereich rutschen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Mai ab 2016.

Daten, Tabellen & Prognosen zum 11.5.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 12.5.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 65,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 81,0 Prozent, davon Windstrom 27,9 Prozent, PV-Strom 37,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,4 Prozent.

Noch weniger Bedarf und weiter hohe PV-Stromerzeugung. Der Preis geht richtig in den Keller.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.5.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.




Grüne Politik erfolgreich – BASF packt ein

Deindustrialiserung Deutschlands nimmt Fahrt auf

In Ludwigshafen will der Chemiekonzern BASF wesentliche Betriebsteile und Werke schließen. Bestehende Anlagen sollen abgebaut und verlagert werden. In Deutschland soll es keine Neuinvestitionen mehr geben. Die Grünen können sich rühmen, langsam das Ziel ihrer Politik erreicht zu haben.

von Holger Douglas

Nicht viele haben offenbar jenen Knall gehört, der aus Ludwigshafen von der BASF kam. Der größte deutsche Chemiekonzern macht langsam, aber sicher dicht in Deutschland. Der Chemie-Riese BASF hat jetzt mit International Process Plants (IPP) einen Vertrag geschlossen, um die Ammoniak-, Methanol- und Melaminanlagen in Ludwigshafen zu verkaufen, Kernstücke der chemischen Grundstoffproduktion. International Process Plants ist ein Anbieter, der verfahrenstechnische Anlagen und Ausrüstungen erwirbt und veräußert. Er soll jetzt die Produktionsanlagen für Ammoniak, Methanol und Melamin vermarkten, also ein Käuferunternehmen finden.

Die Anlagen sollen also nicht nur verkauft, sondern auch aus Ludwigshafen komplett abgezogen und an anderer Stelle im Ausland wieder aufgebaut werden. Es handelt sich dabei um hochmoderne Anlagen mit einem hohen Grad an Energie- und Rohstoffeffizienz.

„Wir freuen uns, diese Weltklasse-Anlagen in unser Portfolio aufzunehmen“, erklärt denn auch hochgestimmt Ronald Gale, Präsident von IPP. „Sie bieten signifikante Chancen für Firmen, die bestehende Produktionskapazitäten mit hocheffizienten Anlagen ausbauen möchten.“

Die neuen Standorte sollen dafür sorgen, dass die Anlagen entweder im Rahmen von umweltfreundlichen Ammoniak- oder Methanolprojekten oder an Orten mit kosteneffektiver sowie ausreichender Gasversorgung weiterhin produktiv genutzt werden können.

Grund dafür sind die im Februar 2023 angekündigten strukturellen Maßnahmen des Chemiekonzerns. „Die Situation ist ernst!“ Sagte der bisherige Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller immer wieder. „Daher schließen wir keine Maßnahmen aus.“ So zuletzt bei der Bilanzpressekonferenz am 25. April: „Bis Ende 2026 wollen wir die Kosten um eine weitere Milliarde Euro senken.“ Die Zahlen der BASF am Standort Ludwigshafen sind eindeutig: 21 Prozent Umsatzrückgang von 87 auf 69 Milliarden Euro.

Konsequenz: Weg mit den Industrieanlagen. Genau das passiert jetzt. In Ludwigshafen will der Chemiekonzern BASF wesentliche Betriebsteile und Werke schließen. Bestehende Anlagen sollen abgebaut und verlagert werden. In Deutschland soll es keine Neuinvestitionen mehr geben.

BASF will große Betriebsteile in Ludwigshafen schließen

Bereits mehrfach in den vergangenen Monaten hatte BASF seinen Rückzug aus Deutschland angekündigt und erklärt, Investitionen nicht mehr in Deutschland vornehmen zu wollen – niemand aus der Politik nahm das ernst und reagierte. Für das Unternehmen ist es ein profitabler Vorgang. Für den Standort Deutschland je nach Sichtweise eine Katastrophe – oder Erfolg: Jetzt wird die Abwicklung des Industriestandorts Deutschland spürbar, wie ihn viele Politiker der Grünen und SPD verfolgen.

Schon seit längerem spart die BASF und baut Arbeitsplätze ab – in Ludwigshafen. Gleichzeitig investiert das Unternehmen allein 10 Milliarden Euro in den Bau eines neuen riesigen Werkes im Süden von China für chemische Grundstoffe.

Zu hohe Energiekosten, zu viel Bürokratie und Überregulierung hierzulande seien mitverantwortlich dafür, dass der Standort Deutschland immer unattraktiver werde, so Brudermüller auf der letzten Hauptversammlung im April. Die Investitionen in Länder wie China seien wichtig, um Marktchancen zu steigern und im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Er hatte sich zuletzt mehrfach kritisch über die Politik der Ampel geäußert. BASF arbeite überall profitabel – nur in Deutschland wegen hoher Energiekosten und Überbürokratisierung nicht.

Nach außen hin unbekannt ist, wie hart der Realitätsschock Brudermüller getroffen hat. Er saß früher als „Lieblingsmanager“ der Grünen sogar in deren wirtschaftspolitischem Beirat und hörte sich geduldig die Worte zum Beispiel der Grünen Kerstin Andreae an, die ihn als „Vorbild für andere Manager“ bezeichnete. Bis zuletzt beharrte er darauf, jenen Green Deal umzusetzen, bemängelte allerdings, dass die Vorgaben für die chemische Industrie 14.000 Seiten umfassen. Er bezeichnete die grüne Transformation nicht als größtmöglichen Unsinn und als Hindernis, sondern als Wachstumschance. Gut, BASF produziert jene Schaumstoffe, die tonnenweise an Häuserwände gepappt werden und die Brandlast erhöhen.

Er hoffte vermutlich, dass man in grünen Kreisen auf ihn hört. Ein fundamentaler Irrtum; die grünen Jakobiner treiben alle vor sich her. Was Brudermüller zu seinem grünen Schmusekurs getrieben hat, ist unklar. Als studierter Chemiker muss er gewusst haben, zu welchen Konsequenzen leere Modeworte wie „nachhaltig“, „klimaneutral“ und dergleichen letztlich führen.

Den Gewerkschaftsvertretern fällt nichts anderes ein, als auf die Sicherheit der Arbeitsplätze zu pochen. „Statt einem Sparprogramm nach dem nächsten braucht es Zukunftsinvestitionen und eine klare, nach vorne gerichtete Perspektive … Es ist mir schleierhaft, wie der Konzern eine stabile Wachstumsumgebung generieren will“, so Gunter Kollmuß, Bezirksleiter der IGBCE Ludwigshafen, nach der Bilanzpressekonferenz. Bei seinen mit „nachhaltig“ und „klimaneutral“ gespickten Sprüchen fällt ihm nicht auf, dass es gerade diese Ideologie ist, die dem Standort Deutschland den Garaus macht. Wie Habeck sagen würde: BASF produziert weiter, nur nicht mehr in Deutschland.

Regulierung, Wut und hohe Energiekosten hat Brudermüller als Grund für die desolate Lage in Ludwigshafen genannt. Es kommt ein weiterer entscheidender Faktor hinzu.

Neben den hohen Energiepreisen kommt erschwerend hinzu, dass Erdgas knapp und teuer geworden ist, seitdem es nicht mehr in großen Mengen und preiswert aus Sibirien kommt. Der Ausstieg aus den Erdgaslieferungen aus Russland bricht dem BASF-Standort Ludwigshafen das Genick. Denn Erdgas dient nicht mehr nur als Wärmeenergie, sondern hat zu wesentlichen Teilen Erdöl als Rohstoff verdrängt.

Erdgas besteht hauptsächlich aus kurzen Kohlenwasserstoffketten wie Methan und Ethan mit einem geringen Anteil an Kohlenstoffatomen. Anders Erdöl: Dies ist ein Gebräu aus vielen unterschiedlich langen Kohlenwasserstoffketten. Aus den Bestandteilen des Erdgases dagegen lassen sich im großen Legokasten der Chemie elegante neue Moleküle zusammensetzen.

Umso fataler, wenn mit dem Stopp der Erdgaslieferungen nicht nur die Energiequelle, sondern auch Rohstofflieferungen eingebrochen sind. Teure LNG-Flüssigerdgasimporte sollen in großen Mengen bedenkenlos in Gaskraftwerken für die Erzeugung von Strom verfeuert werden, weil ja Kern- und Kohlekraftwerke abgewürgt werden.

Dabei müsste Erdgasknappheit nicht sein: Allein Deutschland verfügt noch über solch hohe Mengen an Erdgas, dass noch auf viele Jahrzehnte die Versorgung des Landes damit gesichert wäre. Doch die im Untergrund vor allem Norddeutschlands lagernden erheblichen Mengen sind igitt und dürfen nicht angetastet werden. Grüne Ideologie eben.

Den Knall haben noch nicht viele wahrgenommen, weder die derzeit herrschende SPD in Rheinland-Pfalz noch in Berlin. Dabei ist der folgenschwerer als jener vor 100 Jahren in Oppau im Norden von Ludwigshafen. Am 21. September 1921 explodierte ein mit Dünger gefüllter Silo, riss einen knapp 20 Meter tiefen Krater, und machte die weitere Umgebung dem Erdboden gleich. Die Druckwelle deckte noch im 25 Kilometer entfernten Heidelberg Häuser ab, schlug Scheiben ein und hob sogar eine Straßenbahn aus den Schienen. Der Knall war noch bis Zürich und München zu hören.

Die Grünen können sich rühmen, langsam das Ziel ihrer Politik erreicht zu haben. Der derzeitige Klima-Minister Robert Habeck auf dem grünen Parteitag 2022 in Bonn: „Wir lehnen Nordstream ab. Wir nehmen die Erderwärmung ernst und wollen aussteigen aus den fossilen Energien und zerstören damit fossile Geschäftsmodelle.“

BASF packt ein. Die Herzkammer der deutschen Chemieindustrie hört auf zu schlagen.

Ob das tatsächlich folgenlos im Wahlverhalten der Bürger für die Verursacher dieser wirtschaftlichen Vernichtung bleiben wird, wenn sich das einmal herumgesprochen hat?

BASF erklärt dazu:

„BASF wird weiter in Erhalt, Modernisierung und Ausbau des Standorts Ludwigshafen investieren – in den nächsten Jahren etwa 2 Mrd. Euro jährlich. Beispiele für Investitionen sind die Erweiterung des Vitamin-A-Verbunds und der Ausbau der Citral-Wert-schöpfungskette mit zwei neuen Anlagen. Zudem investieren wir kontinuierlich in die grüne Transformation des Standorts Ludwigshafen und entwickeln ihn zum führenden emissionsarmen Chemiestandort in und für Europa. Wie im Februar 2023 angekündigt, sind durch die Anpassung der Verbundstrukturen am Standort Ludwigshafen rund 700 Stellen in der Produktion betroffen. Aufgrund vieler offener Stellen in diesem Berufsfeld bei der BASF SE und der demografischen Entwicklung gehen wir davon aus, dass wir den Großteil der betroffenen Mitarbeiter auf andere Stellen in Produktion und Technik vermitteln können. Für diejenigen, deren Arbeitsplätze bereits im Jahr 2023 entfallen sind, bestätigt sich diese Einschätzung, und wir konnten der überwiegenden Zahl der Betroffenen bereits eine neue Perspektive bieten.“

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 




Kernenergie könnte ein Geschenk des Himmels für Bidens grüne Agenda sein. Hier die Probleme

NICK POPE Mitwirkender, 12. Mai 2024

Kernenergie ist in großem Maßstab effektiv und verursacht keine Emissionen, aber die Technologie ist möglicherweise nicht genügend akzeptiert, eine führende Rolle in der grünen Agenda von Präsident Joe Biden zu spielen.

Amerikanische politische Entscheidungsträger, vor allem Demokraten und ihre Beauftragten, drängen mit Nachdruck darauf, das Ziel der Biden-Regierung zu verwirklichen, auf dem US-Stromsektor bis 2035 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass Wind- , Solar- und andere erneuerbare Energiequellen keine Zuverlässigkeit bieten. Dieses bietet jedoch die Nuklearenergie. Trotz dieser Tatsachen ist es Biden und den Gesetzgebern bisher nicht gelungen, den nuklearen Regulierungs- und Genehmigungsprozess zu vereinfachen, so Experten des Energiesektors, die mit der Daily Caller News Foundation sprachen.

Die Biden-Regierung erwähnt neben Solar- und Windkraft häufig auch Kernkraft, doch laut der US Energy Information Administration (EIA) dümpelt die nukleare Kapazität der USA seit 1980. Während neue Solar- und Windprojekte gebaut wurden, sind in den letzten zwanzig Jahren nur eine Handvoll neuer Kernreaktoren ans Netz gegangen. Ein Trend, der sich ohne wesentliche politische und regulatorische Änderungen möglicherweise nicht ändern wird, heißt es bei EIA- und Energieexperten.

„Die Kosten für die Kernenergie sind enorm gestiegen, da die Nuclear Regulatory Commission (NRC) ein regulatorisches Chaos anrichtet. Es wäre besser, die ganze Sache zu verwerfen und zur Atomenergiekommission zurückzukehren, die eigentlich daran gearbeitet hat, sichere und erschwingliche Nukleartechnologien zu gewährleisten“, sagte Dan Kish, ein leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute for Energy Research, gegenüber dem DCNF. „Kernkraft wäre die offensichtliche Antwort, wenn die Grünen und Biden wirklich alles elektrifizieren und den Kohlendioxidausstoß reduzieren wollen, aber sie sind auch gegen Erdgas, was geringere CO2 Emissionen erzeugt gegenüber Kohlekraft. …. Sie scheinen nichts zu wollen, was die von ihnen behaupteten Probleme löst, also erwarte ich, dass sie weiterhin Dinge ablehnen, die tatsächlich funktionieren.“

Die Biden-Regierung hat mindestens eine Billion US-Dollar bereitgestellt, um ihre Klimaagenda voranzutreiben. Großzügige Subventionen im Rahmen des Inflation Reduction Act (IRA) und des parteiübergreifenden Infrastrukturgesetzes von 2021 sollen den Übergang weg von fossilen Brennstoffen beschleunigen. Sowohl das Infrastrukturpaket als auch das IRA enthalten Bestimmungen, die die vorzeitige Stilllegung von Kernkraftwerken verhindern sollen. Allerdings hat keines der Gesetze das komplexe regulatorische Umfeld für die Kernenergie ausreichend gestrafft oder die Gemeinkosten für den Aufbau neuer Kapazitäten erheblich gesenkt, sagte John Starkey, Direktor für öffentliche Ordnung bei der American Nuclear Society.

„Die Anreize in der IRA und den Infrastrukturgesetzen seien ein „guter Anfang“, aber „mehr Hilfe gegen Kostenüberschreitungen und Early-Mover-Unterstützung für die ersten fortschrittlichen Reaktoren ihrer Art wären auch hilfreich“.

Die Regierung hat den Wunsch geäußert, eine inländische Versorgungskette für die Kernenergie aufzubauen, die bislang von Russland und China dominiert wird. Allerdings hat Biden im August 2023 auch ein fast eine Million Hektar uranreiches Land in Arizona zum Nationaldenkmal erklärt und damit künftige Bergbauansprüche in dem abgedeckten Gebiet verboten.

 (RELATED: Enviros Cheered New York For Shutting Down Huge Nuke Plant. Then Emissions Jumped)
(Umweltschützer jubelten in New York bei die Schließung eines riesigen Kernkraftwerks. Danach stiegen die Emissionen sprunghaft)

Derzeit sind in den USA 54 Kernkraftwerke in Betrieb und es sind insgesamt 93 kommerzielle Reaktoren, die laut EIA zusammen etwa 19 % des amerikanischen Stroms liefern. Der durchschnittliche Kernreaktor ist laut EIA 42 Jahre alt und die Genehmigungsvorschriften begrenzen seine Lebensdauer auf 40 bis maximal 80 Jahre.

Das Potenzial der Kernenergie ist für viele politische Entscheidungsträger auf der ganzen Welt offensichtlich. Mehr als 20 Nationen, darunter die USA, haben sich auf der COP28 , dem Klimagipfel der Vereinten Nationen, der Ende 2023 in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfand, verpflichtet, die Energie aus Kernkraft zu verdreifachen, um die Emissionen zu senken. Mehrere Energiesektor- und Nuklearexperten erklärten dem DCNF jedoch, dass potenzielle Erbauer und Betreiber von Kernkraftwerken sich mit hohen Kosten und dem regulatorischen Umfelds auseinandersetzen müssen. Daher sei eine Realisierung in den USA schwieriger, als eine Zusage zu machen. Dazu Brian Potter, ein leitender Infrastrukturstipendiat am Institute for Progress:

 „Ich denke, das grundlegende Problem bei der Kernenergie ist eine Frage der Risikobetrachtung. Den Menschen wurde in den letzten Jahrzehnten Kernenergie immer  im starken Zusammenhang mit nuklearen Unfällen und sehr schwerwiegenden Gesundheitsrisiken dargeboten. Und es gibt eine Debatte. Es gibt viele Debatten darüber, wie real diese Risiken sind, in denen ich kein Experte bin.“

„Die mit der Überwachung und Verwaltung beauftragten Organisationen neigen dazu, sehr risikoscheu zu sein und haben einen sehr aufwändigen Prozess für die Genehmigung und den Aufbau dieser Dinge…. Und insgesamt macht es das wirklich sehr, sehr schwierig, diese Dinge zu bauen oder die Vorschriften zu lockern, um sie einfacher zu bauen.“

Nach von Statista aggregierten EIA-Daten ist Kernenergie derzeit von allen Erzeugungsformen mit Ausnahme der Offshore-Windkraft die teuerste pro erzeugte Energieeinheit, wenn man davon ausgeht, dass der Betrieb im Jahr 2028 aufgenommen wird .

Bemerkenswert ist, dass viele Demokraten und Umweltschützer die Kernenergie vor allem wegen der wahrgenommenen Sicherheitsrisiken ablehnen. In der Vergangenheit haben große Zwischenfälle, in deren Mittelpunkt Kernkraftwerke standen  – Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima – erhebliche Umweltschäden oder den Verlust von Menschenleben verursacht, und oft folgten strengere Vorschriften, um eine weitere Katastrophe zu verhindern –[auch wenn die Kernkraft an sich nicht der Auslöser war].

Aber diese Vorfälle, so tragisch und zerstörerisch sie auch waren, sind laut Starkey nicht bezeichnend für das Sicherheitsniveau der Kernenergie.

„Ich spüre eine Wandlung selbst bei vielen Umweltschützern, die früher gegen Kernkraft waren und jetzt sagen: ‚Moment mal. Was die Dinge angeht, die in der Vergangenheit passiert sind, wenn es um nukleare Unfälle geht, so sehe ich in der Öffentlichkeit und im Kongress, und zwar auf parteiübergreifender Weise auf beiden Seiten, allmählich ein besseres Verständnis dafür, was passiert ist. Und diese tiefe Angst vor der Strahlung von vor 10, 15, 20 Jahren fängt an, ein wenig nachzulassen.

Das NRC – die Bundesbehörde, die in erster Linie für die Regulierung der Kernenergie verantwortlich ist – fordert keine allzu hohe Regulierung. Allerdings versuche die Behörde, „schlanker und allgemeiner“ zu werden und gleichzeitig „einen hohen Sicherheitsstandard aufrechtzuerhalten“, sagte Starkey.

Ein NRC-Sprecher sagte gegenüber dem DCNF

 „Wir konzentrieren uns darauf, unseren regulatorischen Fußabdruck angemessen auszugleichen und gleichzeitig sicherzustellen, dass wir unsere Sicherheitsmission erfüllen“.

Der Sprecher verwies auch auf eine Rede des NRC-Vorsitzenden Christopher Hanson im März, in der dieser sagte, dass seine Behörde Anträge für zwei kombinierte Lizenzen, eine Designzertifizierung, eine Standarddesigngenehmigung, eine Herstellungslizenz, drei Betriebslizenzen und neun Baugenehmigungen erwarte .

Der Kongress hat auch die Notwendigkeit einer Rationalisierung im Nuklearbereich erkannt und diese Woche im Repräsentantenhaus ein Paket von Gesetzesentwürfen zur Nuklearreform in deutlich parteiübergreifender Weise verabschiedet. Allerdings scheiterte der Plan einiger Senatoren, den Gesetzentwurf zur erneuten Genehmigung der Federal Aviation Administration (FAA – Bundesluftfahrtbehörde) als gesetzgeberisches Vehikel für das Atompaket zu nutzen, so der Washington Examiner.

(RELATED: Elon Musk Calls For More Fossil Fuels And Nuclear Power To Avert Energy Crisis)
Elon Musk fordert mehr fossile Brennstoffe und Kernkraft, um die Energiekrise abzuwenden)

Trotz der verpassten Chance im FAA-Gesetz bleibt Starkey zuversichtlich, dass das Atompaket irgendwann in den kommenden Wochen dennoch seinen Weg durch den Senat finden könnte, wenn sich weitere Chancen ergeben.

Das Energieministerium antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

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https://dailycaller.com/2024/05/12/zero-emissions-nuclear-power-green-future/

Übersetzt durch Andreas Demmig




Es gibt keinen „Klima-Notstand“ – aber eine Politik der De-Industrialisierung und Verarmung

Von Michael Limburg

Die gesamte westliche Welt ist – mit zunehmender Tendenz – von der Ideologie des „menschengemachten Klimawandels“ geprägt, den es zu bekämpfen gelte. Dabei wird sich auf „die Wissenschaft“ berufen, die das so festgestellt hätte. „Folgt der Wissenschaft“, lautet der Ruf. Und die Bekämpfung dieses „menschengemachten Klimawandels“, der anderenfalls die gesamte Menschheit, ja den ganzen Planeten in den Abgrund treiben würde, könnte allein durch Verzicht erreicht werden: Auf fossile Energie und auf Fleisch (wegen der „pupsenden Kühe“ u. a.). Dies, weil – so die Kunde – menschengemachtes CO2, Methan und andere sogenannte Treibhausgase dieses Phänomen antrieben. Nach Mitteilung des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) – von den Deutschen sogar zum „Weltklimarat“ emporgejubelt – wird sogar behauptet, daß der Klimawandel fast ausschließlich dem Menschen zuzuordnen sei. Diese Ideologie, die als „Klimawissenschaft“ daherkommt, umfasst inzwischen alle Bereiche der Politik – und die damit verbundenen Gesetze, Verordnungen und sonstige Pflichten. Ausgehend von der EU und entsprechenden Landesgesetzen berührt das inzwischen jeden. Das „GEG“, oder wie es im formalen Entwurf heißt, dass „Gesetz zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes, zur Änderung der Heizkostenverordnung und zur Änderung der Kehr- und Überprüfungsordnung“ ist nur ein weiterer Ausdruck für umfassenden Verzicht, Mangel und sonstige Verhaltensnormen, die uns noch bevorstehen. Und inzwischen wissen wir alle, was dort auf uns zukommt. Es ist genau das, was der Wissenschaftsjournalist Nigel Calder 1998 – damals als Herausgeber des berühmten internationalen Periodikums „New Scientist“ – einem befreundeten Kollegen anvertraute: „Alle Parteien der Industriestaaten, ob rechts oder links, werden die CO2-Erderwärmungstheorie übernehmen. Dies ist eine einmalige Chance, die Luft zum Atmen zu besteuern. Weil sie damit angeblich die Welt vor dem Hitzetod bewahren, erhalten die Politiker dafür auch noch Beifall. Keine Partei wird dieser Versuchung widerstehen.“ Und so ist es.

Doch stimmen die Grundlagen? Stimmen die Forschungsergebnisse? Stimmt die Theorie, dass die Erde einem „unaufhaltsamen Hitzetod“ entgegen taumele, falls wir nicht sofort und unter allen Umständen der menschengemachten CO2 -Emission (und weiterer „Treibhausgase“, die im Folgenden alle unter CO2 zusammengefasst werden) soweit wie möglich ein Ende machten? Die EU will „den Kontinent“ bis 2050 „klimaneutral“ machen – wohl wissend, dass von den 47 Ländern, die Europa bilden, nur 27 in der EU sind. Deutschland „will“ das Ziel für sich selbst sogar schon bis 2045 erreichen.

Um es kurz zu sagen: Die Theorien stimmen nicht. Alle Vorhersagen beruhen auf Modellen, die am Rechner erzeugt werden, und die nur ein Ziel haben: Immer und in jedem Fall „zu heiß“ zu laufen. Sie negieren, dass es frühere Zeiten gab, an denen es mindestens so warm war wie heute, vermutlich noch viel wärmer. Oder wie will man erklären, dass Hannibal mit seinen Elefanten die Alpen überquerte, oder dass Grönland deswegen „Grönland“ heißt, weil es an den Küsten einst grün war?! Es war so grün, dass die Wikinger dort etwa 300 Jahre lang Ackerbau und Viehzucht betrieben, was erst dann zu Ende ging, als die Kleine Eiszeit die Welt in ein sehr schlimmes Zeitalter der Unterernährung und Krankheiten trieb.

Wir wissen nicht, welche Fakten das Klima beeinflussen. Die Wahrheit ist: Es hat viele Ursachen! Und das wenige, was wir ganz grob wissen, lassen wir in Modelle fließen, die – unter Beseitigung aller Fakten, die dagegen sprechen; auch dank der Medien – von uns für bare Münze genommen werden. Auch die Erhaltungssätze, Grundlage jeglicher Naturgesetze, werden von den Modellen nicht beachtet. Sie können auch gar nicht eingehalten werden, weil es gar nicht geht: Die Verästelungen im Klimageschehen sind unbekannt. Der Braunschweiger Physik-Professor Gerhard Gerlich und sein Berufskollege Ralf Tscheuschner schrieben schon vor Jahren: „Das heißt, dass Erhaltungssätze (Kontinuitätsgleichungen, Bilanzgleichungen, Budgetgleichungen) nicht für Intensitäten niedergeschrieben werden können! Unglücklicherweise wird genau dies in den meisten klimatologischen Arbeiten getan. Dies ist der Kardinalfehler der Globalklimatologie.“ Denkt man darüber etwas detaillierter nach, stellt man fest, dass der „Treibhauseffekt“ für diese Beweisführung völlig ungeeignet ist, denn in der Form, wie er vom „IPCC“ beschrieben ist, existiert er einfach nicht. Man kann ihn weder messen noch sonst wie beobachten, er ist nur ein völlig aus der Luft gegriffener Effekt. Warum ist das so?

Der hier vorgestellte Effekt hat als Hauptparameter eine merkwürdige Mitteltemperatur der Atmosphäre. Nur hat diese den Nachteil, dass man sie nicht messen kann. Die Atmosphäre hat, egal wo man misst, eine Temperatur, die von der äußeren Umgebung und vom Inhalt der Stelle, wo man misst, abhängt. Und sie ist zudem auch noch eine „intensive“ Größe. Das Lexikon der Chemie definiert eine solche Zustandsgröße (hier also die Temperatur einer Messstelle) so: „Intensive Zustandsgrößen sind von der Größe des Systems (bspw. von der Stoffmenge) unabhängig, also beispielsweise Druck und Temperatur“. Oder anders ausgedrückt. Zwei gleich große Kaffeetassen bei gleicher Temperatur mit gleicher Menge an Kaffee gefüllt, haben beim Zusammengießen immer die doppelte Menge (Menge ist daher eine extensive Größe) aber immer dieselbe Temperatur.  Und niemand kann daraus – physikalisch wirksam – eine Mitteltemperatur bilden. Auch bei Vereinfachungsgründen, bei denen man leichter rechnen kann, verbietet sich das hier. Denn eine Welt, auf der die eine Hälfte immer im Winter ist, während die andere Hälfte immer Sommer hat, ist eine Mitteltemperatur immer ein Unding. Und noch schlimmer wird, wenn man weiß, dass die Unterschiede zwischen den Temperaturen von der Arktis bis zu den Tropen, in Spitzen, bis zu 160 °C reichen, bei Mitteltemperaturen zwischen den Klimazonen, die man aus Vereinfachungsgründen durchaus rechnen kann, liegt der Unterschied immer noch bei 65 °C. Und weil Temperatur eben eine intensive Größe ist, würde eine Mitteltemperatur außerdem bedeuten, dass die an einer Stelle gemessene Temperatur von einer anderen Stelle abhängt. Etwas, was die Temperatur eben nicht kann. Jedenfalls nicht von sich aus, denn um das zu tun müsste der Wind oder andere materielle Transporte die Temperatur an anderer Stelle beeinflussen. Das natürlich geht sehr wohl, doch es dauert Zeit und ist mit Materietransport verbunden.

Und die dann noch dieselbe auf 1/10 Grad zu berechnen, wenn die Ausgangstemperaturen bestenfalls im vorigen Jahrhundert auf ± 2 ° C bekannt ist, macht das Ganze auch nicht besser.

Ebenso wenig ist die Argumentation zu verstehen, dass es sich bei dieser „Mitteltemperatur“ um eine von den Treibhausgasen erzeugte Temperatur handelt. Denn wie wir inzwischen „wissen“, würde die „Temperatur“ der Atmosphäre der Erde noch „unsere“ 15 ° C (inzwischen -ohne die Angabe von Gründen- auf 14 °C gesenkt) haben.  Weil, so deren Rechnung, die Treibhausgase den „vereisten“ Planeten von -18 °C auf + 15 ° C anheben würden. Das sei der „natürliche“ Treibhauseffekt von rd. 33 ° C. Und die vom Menschen gemachten, mit fossilen Brennstoffen erzeugte Zusatzmenge durch das CO2, wäre der „menschgemachte“ Treibhauseffekt.

Das kann man zwar so rechnen, aber dadurch wird es nicht richtiger. Denn wir haben keinen Planeten ohne Atmosphäre, und können daher nicht wissen, ob diese dort bei – 18 ° C liegen würde. Was wir aber haben ist der Mond, ohne jede Atmosphäre, und dort müsste man nach den Strahlungsgesetzen, die auch bei der Erde angesetzt werden, eine „Mitteltemperatur“ von ca. 270 K oder rd. – 3 ° C finden. (Auch hier ist das ein rein rechnerischer Vorgang, den messen kann man sie auch dort nicht). Das ist aber keineswegs der Fall, sondern man hat dort eine „Mitteltemperatur“ von ca. 190 K oder -83 °C bis 200 K oder -73 °C. (Siehe auch die Analysen unter anderem von Kramm, Dlugi und Zelger (2009) oder etwa Nikolov und Zeller (2012)). Das ist eine Abweichung von der mit den Strahlungsgesetzen berechneten „Temperatur“ von über -75 °C, die aber nicht von einer Messungenauigkeit herrühren kann. Das sind offensichtlich andere Mechanismen am Werk. bspw. die von niemanden geleugnete Tatsache, dass sowohl der Mond wie auch die Erde, immer nur von einer Seite aus angestrahlt werden. Die „Temperaturgenese“ findet also immer nur auf der Tagseite statt. Und das hat u.a. diese Abweichung zur Folge.

Nun, was gibt es denn wirklich? Es gibt, im Mittel jedenfalls, eine geringe Erwärmung, und die, weil es das Mittel einer im Grunde „unmittelbaren“ Temperatur von allen bekannten Temperaturmesstellen ist, sowohl viele Gebiete der Erde umfasst hat, von denen einige kühler, andere wärmer wurden. Und warum wird die Temperatur gemittelt, obwohl sie als intensive Größe, wie man in Physik sagt, nicht sinnvoll gemittelt werden kann, weil man dann ein extrem vereinfachtes Mittel hat, dass für einige Berechnungen in der Physik vielleicht hilfreich sein können. Und, weil man glaubt, dass auf diese Weise die gesamte Klimawelt sich auf wenige Begriffe reduzieren lasse. Was, wie wir gesehen haben, ein Irrweg ist.
Doch ein naheliegender Aspekt ist trotzdem, dass ohne dies geringe Erwärmung würden wir immer noch in der Kälte der kleinen Eiszeit verharren. Das ist alles.

Doch obwohl das so ist, haben inzwischen der Bund ebenso wie alle Bundesländer zur Bekämpfung eines „Klimanotstandes“ verpflichtet. So hatte sich bspw. Berlin einen „Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm, bis 2026“ gegeben, dessen vielfache Behauptungen warum dies nötig sei, einer objektiven wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten. Dies gilt sowohl für die gelegentliche unzulässige Vermengung vermeintlicher globaler Befunde, die im Wesentlichen aus der im Mai 21 vom Berliner Senat vorgelegten Studie „Berlin Paris konform machen“ stammen und die häufig aus den IPCC Reports übernommen wurden, mit lokalen Gegebenheiten in und für Berlin, als auch für das entschlossene Ausblenden gegenteiliger Befunde, die den beschriebenen Entwicklungen widersprechen. Damit werden unwahrscheinliche, bzw. z.T. sogar falsche Voraussetzungen genannt, auf deren Basis das zugrunde liegende Gesetz sehr teure „Klimaschutzmaßnahmen“ legitimieren und in Gang setzen soll. Dass das nicht funktionieren kann, liegt eigentlich auf der Hand.  In einer Senatsanhörung, auf der ich als Sachverständiger eingeladen war, und zu diesem rd. 10 Milliarden kostenden Maßnahmen Stellung nehmen sollte, wurde diese von mir mit unbestreitbaren Fakten vorgetragen. Mit der einzigen Feststellung zu meinen diesbezüglichen Ausführungen zur Berliner Klimaschutzmaßnahmen war dann das Statement der plagiatsverdächtigen Umweltsenatorin Dr. (inzwischen wegen bestätigen Plagiatsvorwürfen zurück getretene ) Manja Schreiner.
“Zu den Einlassungen des anzuhörenden Limburg[1] möchte ich stellvertretend für den gesamten Senat betonen, an dieser Stelle, dass wir dezidiert bei jeder Ihrer Ausführungen andere Auffassungen sind.“

Ähnliches gilt für alle anderen Bundesländer, wie für den Bund und die EU, die sich in einem Klimarettungsrausch, namentlich Green Deal genannt, befinden, wobei die Politiker es sich nicht nehmen lassen, das ihnen anvertraute Geld der Steuerzahler zusätzlich zu Schulden, die die nächsten und übernächsten Generationen noch zu bezahlen haben, mit vollen Händen aus dem Fenster werfen. Und dabei der vollen Unterstützung durch Medien und grünen NGO´s – überwiegend von Staatsgeld oder ominösen Klimarettungsoligarchen bezahlt- aber auch vieler Teile der Gesellschaft, die sicher sind und in sich den Drang zur Weltenrettung verspüren.
Nun wird das aber großer Teile der Gesellschaft inzwischen zu teuer, erst langsam, dann immer schneller. Der gegenwärtige Streik von Bauern, Spediteuren und Handwerkern, der sich inzwischen in fast allen EU-Ländern ausbreitet, ist nur der Anfang. Mit jeder Anziehung der Schraube wird er immer stärker. Doch die Politik in diesem Land tut so, als ob das alles Rechte, oder Rechtsextreme seien, und zieht mit Demos für die Regierung gegen das abkassierte Volk zu Felde. Sie werden zwar von vielen unterstützt, insbesondere denjenigen die unter der „Weltenrettung“ ein gutes Auskommen haben, von Staat oder NGO´s, oder aber nicht erkennen, dass sie die Kälber sind, die zur Schlachtbank getrieben werden. Auf Grund dessen ist es nun aber immer mal wieder Zeit daran zu erinnern, dass Klima – anders als Wetter – ein statistisches Konstrukt ist, ein mathematisches Gebilde von Menschen erdacht, dass nur dazu bestimmt ist bestimmte „Klimazonen“ zu erfassen und voneinander abzugrenzen. Wetter – das wir für ständig fühlen, sehen und auch hören können ist hingegen erlebbare Physik, Klima hingegen ist die Mathematik der Statistik. Und Statistik zeigt nur auf, aber belegt selbst nichts.
Und das besonders perfide an dieser Hypothese ist die Behauptung, dass so gut wie allein, das menschgemachte CO2 an dieser „katastrophalen“ Entwicklung schuld sein solle. Das menschgemachte CO2 würde sich über die Jahrzehnte in der Atmosphäre aufbauen, ist da zu lesen – von rd. 0,028 Vol% (das ist der Volumenanteil des CO2 im Verhältnis zum gesamten Volumen) so die Mär, auf jetzt 0,042 Vol %. Und dass wäre eine Katastrophe wegen der vermuteten Erwärmungswirkung dieser winzigen Menge, und deswegen müssten die ganze Welt auf das Verbrennen fossiler Brennstoffe verzichten. Das schreibe die Pariser Klimaübereinkunft vor, die inzwischen in der EU, wie auch Deutschland, Staatsräson ist.
Nun ist es aber leider so, dass wir alle von der Sonne abhängen. Die Sonnenenergie ist es, die alles, was auf der Welt lebt mit Energie versorgt. Und dass Klima, wie weiter oben kurz beschrieben, dieser statistische Mittelwert aus Wetterdaten, also das, was die globale Energiebilanz beeinflusst, von der Sonne insgesamt als Energiequelle, aber untereinander von vielen Einflussgrößen abhängt, die wiederum eng miteinander gekoppelt sind, voneinander abhängen, und sich wechselseitig beeinflussen (Siehe Grafik).

Abbildung 1: Global Energy Bilanz und deren Einflussgrößen
Die Einflussgröße des CO2 ist hingegen sehr verborgen über den Bereich der „atmospheric composition“ bei der viele andere Einflussgrößen auch zusammengefasst sind, in aller erster Linie der Wasserdampf, oder schlichtweg das Wasser. Wie auch bei den anderen spielt es hier eine herausragende Rolle. Es ist nun überaus hirnrissig anzunehmen, dass das CO2 – und daraus nur das menschgemachte CO2, also weniger als 1,2 bis max 5 Vol %[2] des gesamten CO2- wenn überhaupt- einen Einfluss auf das Klima hätten. Und doch ist es das, was linke Kräfte der Mehrheit im Westen einflüstern konnten. Das bedeutet, dass das chemisch fast inerte, also sehr reaktionsträge Gas, von sich aus einen Einfluss hätte (und des noch geringeren Methan), während die 99,95 % der anderen Gase diesen Einfluss nicht hätten.

Emissions CO2 bis 2023

Abbildung 2: Weltweite CO2 aquivalent (Quelle Our World in Data) mit Einbruch, dank der Lockdowns von 2021

Mauna Loa Concentrations

Abbildung 3. Verlauf der CO2 Emissionen am Mauna Loa (Quelle: Mauna Loa Observatory) mit Herausvergrößerung der Zeit um 2029-2022

Und wie es der Zufall will, hatten wir vor drei Jahren einen unschlagbaren Beweis für die Stichhaltigkeit dieser Ansicht geliefert. Denn im Jahre 2021 schlug der von den Regierungen verhängte „Lockdown“ zu. Die Weltwirtschaft war in einer künstlich gemachten, aber sehr schweren Rezession. Die Folge war auch ein drastischer Rückgang der CO2 Emission (Siehe Grafik). Sie ging zurück um 1,8 bis 2,4 Gigatonnen (so ungenau sind die Messungen) zurück. Im Anstieg der CO2 – Emissionen ist dieser Rückgang deutlich zu sehen. Dieser Rückgang ist umgerechnet mehr als das, was Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien in einem Jahr ausstoßen. Es war damit ein Rückgang, der das wirtschaftliche Leben dank CO2, in diesen Ländern defacto, aktuell nur rein rechnerisch, zum Erliegen brachte. Komplett.
Und was passierte dann?
Schließlich sind es ja nicht die CO2 – Emissionen selber, die lt. CO2 Hypothese die Temperatur zum Glühen bringen, sondern allein die daraus gespeiste CO2-Konzentration derselben. Und was zeigt die? Nichts (Siehe Grafik)! Rein gar nichts. Sie stieg mit rd. 2 ppm (Part per Million) pro Jahr weiter an. Und die gerippten Ränder an der Anstiegskurve zeigen, welche die CO2 Beeinflussung durch den Pflanzenwuchs zeigen, Und sie zeigt ferner, dass die Vergrünung der Pflanzen im Sommer ihren sofortigen Niederschlag in eben dieser Kurve finden. Also mehr grün, weniger CO2 und umgekehrt. Daher ist das Ganze eine reale Momentaufnahme des CO2 Zustandes. Das bedeutet und das ohne jede Einschränkung, dass bspw. der rechnerische wirtschaftliche Niedergang von Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien nichts, aber auch gar nichts, zur Änderung der CO2 Konzentration beitragen werden. Daher erhebt sich die Frage, welchen anderen Zweck diese Politik inzwischen gilt.  Denn das Klima zu beeinflussen ist es nicht.
Es gibt noch einen weiteren Hinweis, der ebenfalls als Test zu dieser Theorie führte. Neben dem CO2 ist auch das Methan eines der Treibausgase, also einem der vermuteten Übeltäter auf die Temperatur. Und die Klimaschützer machen daher gegen das Methan mobil. Und das, obwohl das Methan um rund das 220 fache von der Menge des CO2 in der Atmosphäre geringer ist. Aber so sagen es die die Treibhausjünger, soll seine Treibhauswirkung auf die Einheit bezogen, ja um das 25 fache (manche Autoren meinen es sei sogar das 50 fache) größer sein als die vom CO2. Was bedeutet, dass gerade mal gut 1/10 davon in der Atmosphäre vorhanden, wie die vermutete Klimawirkung des CO2. Deshalb misst man das Methan auch in einer anderen Maßeinheit. So erreichten sie aktuell rd. 1.900 ppb – also das sind 1.900 Vol. Teile auf 1 Milliarde Teilchen, gegenüber von CO2, dass „nur“ auf 420 ppm gemessen wurden, was 420 Teile pro 1 Million bedeutet.  Nun soll also die extrem geringe Menge an Methan, neben dem CO2, auch das Klima beeinflussen. Und man beschließt daher  -auch auf Druck der tonangebenden Klimaforscher – dass es nun eine ganze Menge davon gibt. Und das nicht nur in der Atmosphäre, sondern auch in den Pipelines. Denn das Methan ist der Hauptbestandteil des Erdgases. Erdgas ist also so klimaschädlich wie Braun- oder Steinkohle. Und dann flogen drei dieser Pipelines am 25.9.22 in die Luft. Geschehen in der Ostsee, und die Übeltäter sind bislang unbekannt
EIKE Autoren Kämpfe, Kowatsch und Baritz schreiben dazu:

„Der Großversuch war der Anschlag auf Nordstream I und II in der Nacht vom 25/26. September 2022 mit tagelanger Erdgasfreisetzung, das hauptsächlich aus dem Kohlenwasserstoff Methan mit der chemischen Formel CH4 besteht. Methan soll etwa 25 bis 50-mal stärker erwärmend wirken als Kohlendioxid. Es entwichen 300 – 500 Mio m3 Methan (2-Tagesverbrauch in D) was einem CO2 Äquivalent von mindestens 7,5 Mio Tonnen entspricht (1% der jährlichen Emission in Deutschland). Quelle UBA.

Und es schürt die Furcht vor „erheblichen Klimaschäden“:

Titel der UBA Meldung zum Gasaustritt aus dern NS I & II Pipelines

Das basiert daher auf der unbewiesenen Behauptung, dass Methan viele Male „klimaschädlicher“ sei als CO2.“
Wenn also dieser Großversuch, der über viele 100 m in der Breite und einige 1000 Meter in der Höhe, diese riesenhafte Mengen von Methan in der Atmosphäre von 10 % Anteil oder gar viel mehr freisetzte, also nicht nur die extrem geringen 1.900 ppb oder 0,0019 Vol %, einen Hitzepilz über dieser Fläche auslösen müsste, so passiert stattdessen rein gar nichts. Hätten wir auch nur eine geringe Erwärmung erleben dürfen, wären die Medien voll davon. Doch es passierte nichts. Nun ist die Ostsee auch an dieser Stelle gut überwacht. Was real passierte war, dass die Temperatur etwas fiel, stärker als sonst. Nicht etwa steil nach oben, sondern nach unten. Die EIKE-Autoren schrieben dazu:

„Ein besseres und realitätsnahes mindestens eine Woche andauerndes Großexperiment zur Bestätigung des Treibhauseffektes wie die Explosion dieser Pipeline mit der großflächigen Ausbreitung von Methangas gab es bisher nicht.“

Und so ist es.  Halten wir also fest. Es gibt keinen Klimanotstand, wohl aber den Versuch mit voller Absicht und unter Irreführung eines Großteils der Bevölkerung, uns in eine sozialistische Gesellschaft zu verwandeln. Mit viel Geld für viele Oligarchen, die einen Verbund eingegangen sind mit den Sozialisten dieser Länder. Oder wie es die TAZ-Autorin Ulrike Hermann – tonangebend in vielen Talkshows- immer wieder klar erkannte und deswegen auch forderte: (bspw. am 6.1.22 im Schauspielhaus Stuttgart) „Klimaschutz bedeuten den totalen Umbau. Grünes Wachstum wird es nicht geben, was wir brauchen, ist grünes Schrumpfen, d.h. raus aus dem Kapitalismus“. Sie hat nicht dazu gesagt, wer auf dem Weg dahin, noch sehr, sehr reich werden wird. Denn der Wohlstand ist ja nicht so ohne weiteres weg, den haben dann einige andere. Unter diesen Prämissen müssen wohl auch die Pläne von Habeck gesehen werden, der per Schulden versucht, die harte Bruchlandung unseres Landes nicht zu verhindern, nein das nicht, aber weniger schmerzhaft zu machen. Frei nach dem Motto von dem Frosch, der in einem Topf lauwarmen Wasser steckt, und sich dabei recht wohl fühlt, aber dann überhaupt nicht merkt, wie das Wasser langsam immer stärker erwärmt wird. Bis es dann für ihn zu spät ist.
Wollen wir es wirklich so weit kommen lassen?

 




Amazon Gründer gibt Millionen aus, um die Entwicklung von Kunstfleisch zu finanzieren

NICK POPE Mitwirkender, 13. März 2024

Die gemeinnützige Stiftung des Amazon-Gründers und Milliardärs Jeff Bezos investiert Dutzende Millionen Dollar in die Förderung von synthetischem Fleisch.

Der Bezos Earth Fund (BEF) wird für die Forschung und Entwicklung „alternativer Proteine“ 60 Millionen US-Dollar ausgeben. Die University of Melbourne definiert   „pflanzliche und lebensmitteltechnologische Alternativen zu tierischem Protein“ . Die 60-Millionen-Dollar-Zusage ist Teil der 1-Milliarde-Dollar-Kampagne des BEF zur Umgestaltung der Lebensmittelsysteme zur Bekämpfung des Klimawandels.

„Alternative Proteine ​​sind ein Muss, wenn wir innerhalb der planetaren Grenzen bleiben und 10 Milliarden Menschen ernähren wollen“, sagte Andy Jarvis, der Direktor der BEF-Initiative „Future of Food“, in einem Interview mit Bloomberg News. „Wir investieren in alternative Proteine, weil sie erfolgreich sein müssen … Sie müssen weniger kosten und geschmackvoller sein.“

 (RELATED: Wagyu Burgers, Asian-French Fusion And More: Here’s What’s On The Menu At The UN Climate Confab)

 Wagyu-Burger, asiatisch-französische Fusion und mehr: Das steht auf der Speisekarte der UN Climate Confab

… Auf seiner Website bietet der als COP28 bekannte Gipfel den Tausenden von Regierungsbeamten, Aktivisten und Geschäftsleuten, die in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) geflogen sind, um über den Klimawandel zu diskutieren, zahlreiche  Menü-Optionen . Zu den Verpflegungen auf der Konferenz gehören geräucherte Wagyu-Rindfleisch-Burger und „ schmelzendes BBQ “, auch wenn die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) diesen Monat einen Bericht veröffentlicht, der die Menschen dazu auffordert, „ihren übermäßigen Appetit auf Fleisch“ reduzieren, damit soll dem Klimawandel entgegen gewirkt werden.

Mit den Ausgaben werden Forschungszentren an Universitäten unterstützt, die daran arbeiten, den Geschmack, das Aussehen und den Nährwert von synthetischem Fleisch zu verbessern und die Herstellungskosten zu senken, sagte Jarvis gegenüber Bloomberg News.

Der Vorstoß der Organisation, synthetisches Fleisch zu entwickeln und zu fördern, ist ein notwendiges Projekt, da die Treibhausgasemissionen, die der Landwirtschaft und insbesondere der Viehhaltung zuzuschreiben sind, laut BEF angeblich eine wichtige Rolle bei der Ursache des Klimawandels spielen:

„Ernährung ist die zweitgrößte Ursache des Klimawandels und die Landwirtschaft ist der Hauptgrund für die Entwaldung und den Verlust der biologischen Vielfalt. Um das Lebensmittelsystem nachhaltiger zu machen, müssen wir die Art und Weise ändern, wie wir Lebensmittel produzieren und konsumieren. Angesichts des Bevölkerungs- und Einkommenswachstums wird der Lebensmittelverbrauch bis 2050 voraussichtlich um 50 % steigen, während die Emissionen aus Lebensmitteln um 60 % sinken und der Druck auf lebenswichtige Waldsysteme verringert werden muss. Neue Ideen, Technologien und Verhaltensweisen können dies ermöglichen.“

Insbesondere veröffentlichte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) im Dezember 2023 vor dem Abschluss des letztjährigen Klimagipfels der Vereinten Nationen einen Bericht über Agrarsysteme. In dem Bericht forderte die FAO – unter der Leitung von Qu Dongyu, dem ehemaligen chinesischen Vizeminister für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten – die politischen Entscheidungsträger auf, die Agrarsysteme zu ändern, um den Klimawandel zu bekämpfen. Die Menschen in wohlhabenderen Ländern sollen ihren Fleischkonsum reduzieren. Damit könnten Sie ihre eigene Gesundheit und die des Klimas schonen.

Das BEF reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

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Übersetzt durch Andreas Demmig